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Uns geht die Arbeit aus?

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mucky

unread,
May 9, 2012, 5:25:13 PM5/9/12
to
„Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer das Leben
finanzieren kann“ EX BDI-Präsident Michael Rogowski bei „Menschen bei
Maichberger“ am 06.03.2012

Dann werden wir die Menschen subventionieren müssen, nicht die
Produktionsmittel, die BDI-Gagen etwas beschränken.

Ist es doch ins Gesetz geschrieben:
Artikel 14 GG
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der
Allgemeinheit dienen.

Die Finanzierbarkeit sollte damit auch geklärt sein.

g

Erika Cieśla

unread,
May 19, 2012, 10:01:33 AM5/19/12
to
Antwort auf eine Nachricht von mucky


> „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer das
> Leben finanzieren kann“ EX BDI-Präsident Michael Rogowski bei
> „Menschen bei Maichberger“ am 06.03.2012

Wie meint’n der das?

Meint der, daß infolge fortschreitender Mechatronisierung immer mehr
Arbeitspläte durch Maschinen substituiert werden und ausfallen? Oder
meint der, daß immer mehr skrupellose Unternehmer kein Bock mehr haben
werden, ihr Personal angemessen zu entlohnen?

Den ersten Fall regelt ein Grundeinkommen, den Zeiten der Mindestlohn.

> Dann werden wir die Menschen subventionieren müssen, nicht die
> Produktionsmittel, die BDI-Gagen etwas beschränken.
>
> Ist es doch ins Gesetz geschrieben: Artikel 14 GG (2) Eigentum
> verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit
> dienen.

Guter Vorschlag!

> Die Finanzierbarkeit sollte damit auch geklärt sein.

Richtig.


Glück auf!
𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

--
Fährst Du Fahrrad? Guckstdu: www.erika-ciesla.de

Rüdiger Thomas

unread,
May 19, 2012, 1:15:49 PM5/19/12
to

"Erika Ciesla" <exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:a1pne4...@mid.individual.net...
> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
>
>> "Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer das
>> Leben finanzieren kann" EX BDI-Präsident Michael Rogowski bei
>> "Menschen bei Maichberger" am 06.03.2012
>
> Wie meint'n der das?
> ...

Er meint "bezahlbare Arbeit"!

Das Problem: In kapitalistischen Systemen müssen sich Arbeitsplätze
bekanntlich amortisieren. ..

Rüdiger Thomas


Erika Cieśla

unread,
May 19, 2012, 1:58:35 PM5/19/12
to
Antwort auf eine Nachricht von
> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>> Antwort auf eine Nachricht von mucky

>>> "Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer
>>> das Leben finanzieren kann" EX BDI-Präsident Michael Rogowski
>>> bei "Menschen bei Maichberger" am 06.03.2012
>>
>> Wie meint'n der das? ...
>
> Er meint "bezahlbare Arbeit"!

Ja, „BDI“, ist klar. Er meint also Arbeit, die in zunehmendem Maße nicht
mehr bezahlt wird. Also brauchen wir einen Mindestlohn.

> Das Problem: In kapitalistischen Systemen müssen sich Arbeitsplätze
> bekanntlich amortisieren. ..

Mag sein, daß sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man den
Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab, wenn keiner
da ist der Geld hat?

Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem gigantischen
Haufen von Produkten, nicht mehr absetzbar sind, weil sie sich keiner
mehr leisten kann.

R�diger Thomas

unread,
May 19, 2012, 2:17:50 PM5/19/12
to

"Erika Ciesla" <exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:a1q5aj...@mid.individual.net...
> Antwort auf eine Nachricht von
>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
>>>> "Wir m�ssen uns von der Illusion verabschieden, da� Arbeit immer
>>>> das Leben finanzieren kann" EX BDI-Pr�sident Michael Rogowski
>>>> bei "Menschen bei Maichberger" am 06.03.2012
>>>
>>> Wie meint'n der das? ...
>>
>> Er meint "bezahlbare Arbeit"!
>
> Ja, "BDI", ist klar. Er meint also Arbeit, die in zunehmendem Ma�e nicht
> mehr bezahlt wird. Also brauchen wir einen Mindestlohn.

"Du" forderst einen Mindestlohn? Ich erg�nze: Wir ben�tigen eine
fl�chendeckende Grundversorgung f�r Alle - in allen Bereichen; gleich, ob
genug Arbeit geschaffen werden kann. Das Grundbed�rfnis eines Menschen liegt
NICHT etwa in Arbeit, sondern in Auskommen!

>> Das Problem: In kapitalistischen Systemen m�ssen sich Arbeitspl�tze
>> bekanntlich amortisieren. ..
>
> Mag sein, da� sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man den
> Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab, wenn keiner
> da ist der Geld hat?

Ganz genau. ..

> Der Wettlauf auf den geringstm�glichen Lohn endet auf einem gigantischen
> Haufen von Produkten, nicht mehr absetzbar sind, weil sie sich keiner
> mehr leisten kann.

Die Inflation macht sich bereits bemerkbar (fallender Euro-Kurs bei
gleichzeitigem Preisauftrieb). Diese k�nstlich aufzuhalten, n�mlich �ber
Subventionen, kann nur ins wirtschaftliche (und moralische) Nirwana f�hren.

> Gl�ck auf! ...

R�diger Thomas


mucky

unread,
May 19, 2012, 3:40:34 PM5/19/12
to
Am Samstag, 19. Mai 2012 16:01:33 UTC+2 schrieb Erika Cieśla:
> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
> > „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer das
> > Leben finanzieren kann“ EX BDI-Präsident Michael Rogowski bei
> > „Menschen bei Maichberger“ am 06.03.2012
>
> Wie meint’n der das?

Sollte das wirklich so schwer sein?
Wenn ich da mal einen Rogowski aus dem Jahre 2002 beim HR 2
frei zitieren darf:
" Natürlich haben wir mit dem Fall der Mauer die soziale
Abrißbirne in Gang gebracht, die Gewerkschaften haben
moderat reagiert."
>
> Meint der, daß infolge fortschreitender Mechatronisierung immer mehr
> Arbeitspläte durch Maschinen substituiert werden und ausfallen? Oder
> meint der, daß immer mehr skrupellose Unternehmer kein Bock mehr haben
> werden, ihr Personal angemessen zu entlohnen?

Die Details sind nicht Aufgabe der Wirtschaft. Deren Aufgabe ist zuforderst
Rationalisierung und subventionierte Automatisierung, Effektivität.
Im besten Falle "beraten" sie den Staat mit Lobbyisten.
"Anderes regelt ein Gesetz" durch den gewählten Gesetzgeber.

> Den ersten Fall regelt ein Grundeinkommen, den Zeiten der Mindestlohn.

"Regelt" ist gut und vor allem fast täglich veränderlich. :)
Die Richtung der Regelungen sind noch immer nicht bekannt?

> > Dann werden wir die Menschen subventionieren müssen, nicht die
> > Produktionsmittel, die BDI-Gagen etwas beschränken.
> >
> > Ist es doch ins Gesetz geschrieben: Artikel 14 GG (2) Eigentum
> > verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit
> > dienen.
>
> Guter Vorschlag!
>
> > Die Finanzierbarkeit sollte damit auch geklärt sein.
>
> Richtig.

Bleibt "nur" noch die Erkenntnis der Vertreter des Volkes, wobei
das Kriterium Systemrelevant sich vorerst über die einstige
Freiheit, Demokratie und Souverän/Pöpel gestellt hat.


Erika Cieśla

unread,
May 19, 2012, 3:58:36 PM5/19/12
to
Antwort auf eine Nachricht von
> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>> Antwort auf eine Nachricht von
>>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>>> Antwort auf eine Nachricht von mucky


>>>>> "Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit
>>>>> immer das Leben finanzieren kann" EX BDI-Präsident Michael
>>>>> Rogowski bei "Menschen bei Maichberger" am 06.03.2012
>>>>
>>>> Wie meint'n der das? ...
>>>
>>> Er meint "bezahlbare Arbeit"!
>>
>> Ja, "BDI", ist klar. Er meint also Arbeit, die in zunehmendem Maße
>> nicht mehr bezahlt wird. Also brauchen wir einen Mindestlohn.
>
> "Du" forderst einen Mindestlohn?

Ja, mindestens!

> Ich ergänze: Wir benötigen eine flächendeckende Grundversorgung für
> Alle ...

Für alle, aber nicht für jeden! Sonst kommt nachher noch der Winterkorn
(17 Millionen in diesem Jahr (Ackermann ist nur noch Zweiter)) und will
auch noch was, und das möchte ich gar nicht erst verstehen.

>>> Das Problem: In kapitalistischen Systemen müssen sich
>>> Arbeitsplätze bekanntlich amortisieren. ..
>>
>> Mag sein, daß sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man
>> den Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab,
>> wenn keiner da ist der Geld hat?
>
> Ganz genau. ...

Andererseits sind wir ja Exportweltmeister! Wir Verkaufen das Zeug
schon, nur nicht hier, sondern da draußen. 80 Millionen Deutsche kloppen
sich mit einer Milliarde Chinesen um diesen blöden Titel, ist das nicht
komisch?

Mittlerweile haben wir schon 1,5 Billionen Euro als Forderung gegen
andere Staaten (unter anderem auch Griechenland) in den Büchern stehen,
dort steht dieselbe Zahl auf Verbindilchkeit. Glaubst Du, wir kriegen
das Geld irgend wann mal? Nö! Wenn wir unablässig nur verkaufen, und
alle anderen immerzu nur (bei uns) einkaufen, wie sollen die dann das
Geld erwirtschaften um unsere Rechnungen zu bedienen? eigentlich kann
das nicht funktionieren.

Wir sitzen auf einem Berg uneinbringlicher Forderungen, und nur dafür
haben wir unseren Binnenmarkt mittels prekärer Löhne sauber ruiniert.

Detlef Bosau

unread,
May 19, 2012, 5:04:42 PM5/19/12
to
Richtig. Da steht etwas in den Büchern.

Leider steht in den Hirnen der Mitleser weder, was Geld ist, noch was
Bücher sind.

Wir müssen uns endlich mal davon verabschieden, daß Geld eine reale
Größe ist. Oder gar eine "absolute".

Und das gilt im zwischenstaatlichen erst recht. Wenn eine Werft aus
Deutschland an Griechenland ein U-Boot für 3 Milliaraden Euro liefert,
schreibt die Werft eine Rechnung und hat in den Büchern eine Forderung
gegen Griechenland in Höhe von 3 Milliarden Euro.

Und die Pappnasen, die das U-Boot geschraubt haben, glauben allen
erstens, sie hätten mit ihrer Arbeit irgend etwas geschaffen, so wie
hier die Nietowski-Fraktion glaubt, sie hätte mit ihrer Arbeit Geld
verdient.

Ja, da steht eine offene Forderung, die nie liquidiert werden kann.

Nun, irgendwann kann die Werft Insolvenz anmelden, weil sie ihre Leute
nicht mehr bezahlen kann. Und nun kommt Muttis "Fispalkakt" ins Spiel.
Muttis "Fispalkakt" sagt dann, daß wir den Griechen Geld dafür geben,
daß sie das Geld an die Werft bezahlen kann, damit die Werft ihren
Mitarbeitern Geld bezahlen kann. Soweit so gut. Nur soll das ja erstmal
zum Schulden tilgen gegen Banken verwendet werden - also geht das Geld
aus dem "Fispalkakt" erstmal an die Deutsche Bank - und die Werft geht
pleite.

Würde jetzt die EZB griechische Staatsanleihen kaufen, würden unsere
Steuermittel wenigstens dazu verwendet, das U-Boot zu bezahlen.

Daß dann die Werftarbeiter genausowenig wie die Nietowski Fraktion
kapieren, daß sie Hartz IV kriegen, weil das alles eine völlig unsinnige
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist, weil da Werftarbeiter für völligen
Unsinn gießen, schweißen, schrauben und nieten und man denen das Geld
auch gleich schenken kann, als erst die Leute ihren 1 Euro Job machen zu
lassen, damit man ein unnützes U-Boot an Griechenland verkauft, sich
dann 3 Milliarden Euro Forderungen an Griechenland in die Bücher
schreibt, damit dann Griechenland das Jammern kriegt und Mutti das
Schniefen, und die Union, die die Werftarbeiter nicht bezahlen will,
Geld an die Griechen gibt, damit die ihr U-Boot bezahlen, damit die ihre
Rechnung bezahlen .....

Wir könnten genauso gut Arbeitsteilung machen.

Horst nimmt die Bettlaken aus dem Schrank, Hans-Jürgen faltet sie
auseinander, Werner wirft sie auf einen Haufen, Holger nimmt sie wieder
hoch, Michael faltet sie zusammen und Bernd legt sie in den Schrank.

Das Horst Hans-Jürgen Werner Holger Michael Bernd Bettlaken Sextett, das
machen wir dann als Amtlich geförderte "Ich-AG" oder sogar "Wir-AG" -
und am Ende nutzen wir die Bettlaken als Rubbeltuch, weil das ganze
wirtschaftliches Wettwixen ist, entschuldigung, aber genau darum geht es
doch in der ganzen Diskussion.

Rüdiger Thomas

unread,
May 19, 2012, 5:20:58 PM5/19/12
to

"Erika Ciesla" <exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:a1qcbk...@mid.individual.net...
> Antwort auf eine Nachricht von
>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>> Antwort auf eine Nachricht von
>>>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>>>> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
>
>>>>>> "Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit
>>>>>> immer das Leben finanzieren kann" EX BDI-Präsident Michael
>>>>>> Rogowski bei "Menschen bei Maichberger" am 06.03.2012
>>>>>
>>>>> Wie meint'n der das? ...
>>>>
>>>> Er meint "bezahlbare Arbeit"!
>>>
>>> Ja, "BDI", ist klar. Er meint also Arbeit, die in zunehmendem Maße
>>> nicht mehr bezahlt wird. Also brauchen wir einen Mindestlohn.
>>
>> "Du" forderst einen Mindestlohn?
>
> Ja, mindestens!
>
>> Ich ergänze: Wir benötigen eine flächendeckende Grundversorgung für
>> Alle ...
>
> Für alle, aber nicht für jeden!

Doch! Aber ...

> Sonst kommt nachher noch der Winterkorn
> (17 Millionen in diesem Jahr (Ackermann ist nur noch Zweiter)) und will
> auch noch was, und das möchte ich gar nicht erst verstehen.

Ergo: Es bedarf einer Verdienst-Obergrenze! Wer "so gut" ist, daß er
Millionen scheffeln kann, muß dies für die Allgemeinheit tun!

>>>> Das Problem: In kapitalistischen Systemen müssen sich
>>>> Arbeitsplätze bekanntlich amortisieren. ..
>>>
>>> Mag sein, daß sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man
>>> den Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab,
>>> wenn keiner da ist der Geld hat?
>>
>> Ganz genau. ...
>
> Andererseits sind wir ja Exportweltmeister! Wir Verkaufen das Zeug
> schon, nur nicht hier, sondern da draußen. 80 Millionen Deutsche kloppen
> sich mit einer Milliarde Chinesen um diesen blöden Titel, ist das nicht
> komisch?

Mit dem Export-Wettbewerb ist es wie mit der Schere zwischen Arm und Reich:
Über zufälligerweise natürlich vorkommende, nationale Ressourcen, wie auch
künstlich über durch Patente abgesicherte Monopolisierungen können ärmere
Staaten ausgebeutet werden. Dies stellt eine Wettbewerbsverzerrung dar, weil
das System nicht allein auf "Können" basiert.

> Mittlerweile haben wir schon 1,5 Billionen Euro als Forderung gegen
> andere Staaten (unter anderem auch Griechenland) in den Büchern stehen,
> dort steht dieselbe Zahl auf Verbindilchkeit. Glaubst Du, wir kriegen
> das Geld irgend wann mal? Nö!

Nö! :)

> Wenn wir unablässig nur verkaufen, und
> alle anderen immerzu nur (bei uns) einkaufen, wie sollen die dann das
> Geld erwirtschaften um unsere Rechnungen zu bedienen? eigentlich kann
> das nicht funktionieren.
>
> Wir sitzen auf einem Berg uneinbringlicher Forderungen, und nur dafür
> haben wir unseren Binnenmarkt mittels prekärer Löhne sauber ruiniert.

Und das bei weiterhin sinkender Kaufkraft - weltweit. Arbeitsplätze können
nur noch über Subventionen, die über Neuverschuldungen geleistet werden,
gesichert werden. Nein, *das* System kann nicht mehr funktionieren, da
stetiges Wachstum nicht hergestellt werden kann, schon gar nicht in allen
Bereichen.

> Glück auf!
> ...

Rüdiger Thomas


Erika Cieśla

unread,
May 19, 2012, 6:29:50 PM5/19/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau
> On 05/19/2012 09:58 PM, Erika Cieśla wrote:
>> Antwort auf eine Nachricht von
>>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>>> Antwort auf eine Nachricht von

Detlef, ich kann Deinen Beitrag weitgehend überspringen, denn ich habe
während des Lesens unablässig mit dem Kopf genickt. Wäre ich ein Idiot,
so würde ich einen Vollquote stehen lassen und nur ein einziges Wort
drunter schreiben: Stimmt! ;-)

Aber einen Satz greife ich raus:

> Würde jetzt die EZB griechische Staatsanleihen kaufen, würden unsere
> Steuermittel wenigstens dazu verwendet, das U-Boot zu bezahlen.

Und die EZB bekäme die Zinsen! Genau das lag aber nicht im Interesse der
privaten Großbanken à la Deutsche Bank, et cetera, und darum hat man ihr
dies untersagt, – das darf sie nicht.

Die EZB darf nur Banken mit Geld beliefern, sie tut dies derzeit gegen
ein Prozent. Mit diesem Geld erwerben die Banken dann die Staatspapiere,
sagen wir mal für sechs Prozent, so verbleiben also fünf Prozent bei den
Banken. Und dann, und jetzt wird es wirklich komisch, hinterlegen die
Banken die Papiere bei der EZB und erhalten noch einmal Zinsen.

That’s money for nothing!

Siegfrid Breuer

unread,
May 19, 2012, 8:07:00 PM5/19/12
to
exa...@dummy.invalid (Erika Cie?la) schrieb:

> W�re ich ein Idiot, so w�rde ich einen Vollquote stehen lassen und nur
> ein einziges Wort drunter schreiben: Stimmt! ;-)

Immerhin! Ottmar Ohlemacher macht sowas aus vollster Ueberzeugung!
Aber bei anderen meckert der Bekloppte. (siehe Sig)

> That?s money for nothing!

Ottmar Ohlemacher existiert ausschliesslich von sowas!

--
> Newsgroups sind *KEINE* Muellhalden, in denen man unsinnig viel Mist
> postet, und schon gar kein Fullquoting! Oder willst Du jedsmal das
> komplette vorangeganene Posting lesen?
[erklaert Ohlemacher in <249jot8bf48grdimo...@4ax.com>]

Fritz

unread,
May 20, 2012, 12:41:32 AM5/20/12
to
Am 20.05.12 00:29, schrieb Erika Cieśla:
> Detlef, ich kann Deinen Beitrag weitgehend überspringen, denn ich habe
> während des Lesens unablässig mit dem Kopf genickt. Wäre ich ein Idiot,
> so würde ich einen Vollquote stehen lassen und nur ein einziges Wort
> drunter schreiben: Stimmt!;-)

Erika,
irgendwie kann ich zum Beitrag deines Vorredners nicht nein sagen ;-)

> Aber einen Satz greife ich raus:
>
>> >Würde jetzt die EZB griechische Staatsanleihen kaufen, würden unsere
>> >Steuermittel wenigstens dazu verwendet, das U-Boot zu bezahlen.
> Und die EZB bekäme die Zinsen! Genau das lag aber nicht im Interesse der
> privaten Großbanken à la Deutsche Bank, et cetera, und darum hat man ihr
> dies untersagt, – das darf sie nicht.
>
> Die EZB darf nur Banken mit Geld beliefern, sie tut dies derzeit gegen
> ein Prozent. Mit diesem Geld erwerben die Banken dann die Staatspapiere,
> sagen wir mal für sechs Prozent, so verbleiben also fünf Prozent bei den
> Banken. Und dann, und jetzt wird es wirklich komisch, hinterlegen die
> Banken die Papiere bei der EZB und erhalten noch einmal Zinsen.
>
> That’s money for nothing!

Wenn uns die Arbeit ausgeht (Erika - gerade für dich zum Lesen!)

„Langfristig wird die Arbeit verschwinden“
stz, veröffentlicht am 29.04.2005
US-Ökonom Jeremy Rifkin: Deutschland führt Scheindiskussion
<http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564>

<http://www.sanseira.de/zitate26.htm>
<http://www.streifzuege.org/2006/wenn-uns-die-arbeit-ausgeht>
<http://www.anarchismus.at/arbeit/kritik-der-lohnarbeit/393-was-tun-wenn-uns-die-arbeit-ausgeht>
<http://www.goethe.de/ges/soz/dos/arb/de1693269.htm>
<http://www.wienerzeitung.at/meinungen/leitartikel/431126_Wenn-die-Arbeit-ausgeht.html>
<http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html>

--
Fritz
liberté, égalité, fraternité
Ironie, Satire, Farce, Persiflage, Metapher sind keinesfalls ausgeschlossen
Hammelartige fühlen sich als Welten-Retter alias Don-Quixotte


Cornelia Modenschau

unread,
May 20, 2012, 1:35:06 AM5/20/12
to
Am 2012-05-19 21:58, schrieb Erika Cieśla:

> Wir sitzen auf einem Berg uneinbringlicher Forderungen, und nur dafür
> haben wir unseren Binnenmarkt mittels prekärer Löhne sauber ruiniert.

Das ist wohl war. "Gewollt" hat das vermutlich niemand - aber
gebetsmühlenartige Forderungen aufgrund unverstandener uralter Rituale
habe im Endeffekt dazu geführt. Alle müssen die Begriffe (die eigentlich
Konzepte sind) Wirtschaft, Geld, Einkommen wieder richtig verstehen lernen.

--


-------------------
Cornelia Modenschau
= An die Damen und Herren vom Sch®äuble-Trojanerteam:
Der Lauscher an der Wand
hört seine eigne Schand! =

Cornelia Modenschau

unread,
May 20, 2012, 1:31:43 AM5/20/12
to
Am 2012-05-19 19:58, schrieb Erika Cieśla:

> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem gigantischen
> Haufen von Produkten, nicht mehr absetzbar sind, weil sie sich keiner
> mehr leisten kann.

Solange irgendwo auf der Welt noch ein Markt existiert, wo jene Waren
absetzbar sind, wird der Wettlauf um noch geringere Herstellungspreise
weitergehen, bis auch dieser letzte Markt an Einsparungen zugrunde
gegangen ist.

Dann werden wieder mal alle blöd schauen und sich fragen, wo die
Kaufkraft herkommt - ob aus produktiver Arbeit oder aus magischer
Einbildung.

Heinz Schmitz

unread,
May 20, 2012, 4:52:28 AM5/20/12
to
Friiiiiiedaaaa Cie?la wrote:

>> „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer das
>> Leben finanzieren kann“ EX BDI-Präsident Michael Rogowski bei
>> „Menschen bei Maichberger“ am 06.03.2012

>Wie meint’n der das?

So wie er das gesagt hat. Oder meinst Du, meine Bemühungen, Dir ein
kleines Bißchen Einsicht zu vermitteln, könntest Du so honorieren, daß
ich davon leben kann?

>Meint der, daß infolge fortschreitender Mechatronisierung immer mehr
>Arbeitspläte durch Maschinen substituiert werden und ausfallen? Oder
>meint der, daß immer mehr skrupellose Unternehmer kein Bock mehr haben
>werden, ihr Personal angemessen zu entlohnen?

Du bist einfach nicht in der Lage einzusehen, daß Maschinen
Konstruktuere, Wärter und Reparateure benötigen. Du bist auch
nicht in der Lage einzusehen, daß Unternehmer den wesentlichen
Bestandteil unserer Gesellschaft darstellen - ohne die würde weder
etwas angeboten, noch etwas verdient, noch Steuergeld entrichtet.

>Den ersten Fall regelt ein Grundeinkommen, den Zeiten der Mindestlohn.

Noch ein roter Spruch: "Wir sind, also gebt!"

>> Ist es doch ins Gesetz geschrieben: Artikel 14 GG (2) Eigentum
>> verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit
>> dienen.

>Guter Vorschlag!

Er meinte die Allgemeinheit, nicht die linke Allgemeinheit.

>> Die Finanzierbarkeit sollte damit auch geklärt sein.

>Richtig.

Für Rote ist die Finanzierbarkeit immer geklärt. Deshalb gehen
sie ja auch immer pleite :-).

Grüße,
H.

PS
F: Warum sind Rote dümmer als Affen?
A1: Haste schon einen Affen den Ast absägen sehen, auf dem er sitzt?
A2: Sitzen Affen im Wald und schreien nach Grundeinkommen?
A3: Warten Affen, daß die Früchte des Waldes zu ihnen kommen?
etc.


Heinz Schmitz

unread,
May 20, 2012, 5:05:46 AM5/20/12
to
"Rüdiger Thomas" wrote:

>Das Grundbedürfnis eines Menschen liegt
>NICHT etwa in Arbeit, sondern in Auskommen!

Eines meiner Grundbedürfnisse ist, zu messen, wieviel Milligramm
Gehirn in Deinem Schädel stecken. Auch DAS Grundbedürfnis wird
aber wohl nicht erfüllt, so daß ich auf eine Schätzung angewiesen bin:
NULL :-).

>> Mag sein, daß sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man den
>> Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab, wenn keiner
>> da ist der Geld hat?

>Ganz genau. ..

Dein Problem ist, daß Viele Geld haben, weil sie etwas anbieten, für
das andere ihnen Geld zahlen. Daß Du diesen umständlichen Weg
einsparen möchtest und Ware oder Geld OHNE Mühe einsacken
willst, kann man verstehen, aber nicht billigen :-).

>> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem gigantischen
>> Haufen von Produkten, nicht mehr absetzbar sind, weil sie sich keiner
>> mehr leisten kann.

Wer hohe Löhne verlangt, muß auch bereit sein, die hohen Preise für
die Produkte seiner Hochlohnkollegen zu zahlen.

>Die Inflation macht sich bereits bemerkbar (fallender Euro-Kurs bei
>gleichzeitigem Preisauftrieb). Diese künstlich aufzuhalten, nämlich über
>Subventionen, kann nur ins wirtschaftliche (und moralische) Nirwana führen.

Auch hohe Löhne sind eine Subvention. Alles, was der Rest der
Gesellschaft nicht freiwillig zahlt, ist Subvention. Rote vertrocknen
ohne Subventionen, denn Subventionen sind der Kern ihrer Lehre.

Grüße,
H.


Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 7:04:09 AM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Fritz
> Am 20.05.12 00:29, schrieb Erika Cieśla:


> Wenn uns die Arbeit ausgeht (Erika - gerade für dich zum Lesen!)
>
> „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“ stz, veröffentlicht am
> 29.04.2005 US-Ökonom Jeremy Rifkin: Deutschland führt
> Scheindiskussion
> <http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564>

Das ist nicht neu, überhaupt nicht. Diese Geschichte hat bereits im
frühen 19. Jahrhundert angefangen mit dem automatischen Webstuhl, als
plötzlich nur noch ein Mann genügte, um vier oder mehr Webstühle zu
beaufsichtigen. Ja, nur zu beaufsichtigen, denn grundsätzlich hatte er
nichts zu tun, mußte nur im Falle einer Störung eingreifen. Zugleich
woben die neuen Maschinen schneller als die alten, die Produktivität
stieg unermeßlich.

Wenn nun aber ein Arbeiter so viel Ware produziert wie zehn Arbeiter
zuvor, was machen dann die anderen neun?

Zitat aus obiger Quelle: „Von 1982 bis 2002 stieg die amerikanische
Stahlproduktion von 75 auf 102 Millionen Tonnen. Im selben Zeitraum nahm
die Zahl der Stahlarbeiter von 289.000 auf 74.000 ab.“

Wenn aber 74.000 Arbeiter nun die Arbeit von 289.000 Arbeitern machen,
was tun dann die übrigen 215.000? Wenn wir keinen Plan haben, auch denen
ein auskömmliches Einkommen (ein Grundeinkommen) zu sichern, wird es wie
im 19. Jahrhundert Hungeraufstände geben, das ist so sicher wie das Amen
in der Kirche.

Dabei geht dieser Rückgang der Arbeit aber gar nicht mit sinkender,
sondern mit steigender Produktion einher! Diese 74.000 Arbeiter machen
ja nicht einfach nur die Arbeit von 289.000 Arbeitern, sondern das
1,36-fache von 289.000 Arbeitern! Die Produktion eines einzelnen
Arbeiters hat sich folglich um das 5,4-fache (von 260 auf 1400 Tonnen
Stahl) erhöht! Kriegt er aber auch das 5,4-fache seines Lohnes? Ganz
sicher nicht!

Lohn ist der Preis, den der Unternehmer für den Kauf der Ware Arbeit
zahlen muß, er muß mindestens die „Gestehungskosten“ des Lieferanten
(des Arbeiters) decken. Hierbei handelt es sich um das Geld, das der
Arbeiter braucht, um am Leben zu bleiben. Unternehmer werden niemals
verstehen wieso sie mehr zahlen sollten, und hierzulande wird sogar
dieses Minimum noch unterboten.

Also, – wenn der Arbeiter (in diesem Beispiel) 540 Prozent arbeitet,
aber sagen wir mal nur 140 Prozent Lohn kriegt (wir nehmen mal an, er
hat im Verlaufe von 20 Jahren doch die eine oder andere Lohnerhöhung
durchsetzen können), was machen wir dann mit der Differenz von 400
Prozent? Ist es wirklich notwendig, daß der Eigentümer allein diesen
Überschuß einstreicht?

Nein, das ist es nicht!
=======================

Wir haben in diesem Beispiel noch 74.000 aktive Arbeiter, sowie 215.000
Arbeiter, für die wir keine Verwendung mehr haben. Nach Adam Riese
kommen hier also 2,9 inaktive Arbeiter auf einen aktiven solchen. Wie
oben bereits ausgeführt, brauchen sie ein Mindesteinkommen, das wir
mindestens mit 90 Prozent dessen bemessen wollen, was ein aktiver
Arbeiter braucht (es entfällt ja der Aufwand um zur Arbeit gehen zu
können). Und nun rechnen wir doch mal: 2,9 mal 90 ist gleich 261,
gerundet 260 Prozent. Wir haben (siehe oben) aber einen Überschuß von
400 Prozent, DAS GELD IST ALSO DA! Und es blieben sogar immer noch 140
Prozent übrig, die der Eigentümer einsacken kann. Wo zum Teufel ist das
Problem, wenn nicht zwischen den Ohren?

Mark Busch

unread,
May 20, 2012, 7:27:28 AM5/20/12
to
Erika Cieśla schrieb:

> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
>
>> „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer das
>> Leben finanzieren kann“ EX BDI-Präsident Michael Rogowski bei
>> „Menschen bei Maichberger“ am 06.03.2012
>
> Wie meint’n der das?
>
> Meint der, daß infolge fortschreitender Mechatronisierung immer mehr
> Arbeitspläte durch Maschinen substituiert werden und ausfallen?

Ja.

> Oder meint der, daß immer mehr skrupellose Unternehmer kein Bock
> mehr haben werden, ihr Personal angemessen zu entlohnen?>

Ja. Das Personal/Volk soll selbst zurecht kommen, wie, ist völlig egal.
Wer es nicht geschafft hat, hat sich nicht genug angestrengt, seine
Chancen nicht genutzt, über seine Verhältnisse gelebt, das übliche Bla-Bla.

> Den ersten Fall regelt ein Grundeinkommen, den Zeiten der Mindestlohn.

Beides gilt es in einer von Ausbeutung geprägten, durchkapitalisierten
Gesellschaft zu verhindern.

Hauptsache es geht dem Einen schlechter und dem Anderen besser. Besser,
nicht gut. Er kann bis zur Gürtellinie in der Scheiße stehen, völlig
egal wenn der Andere bis zum Hals in der Scheiße steht.

>> Dann werden wir die Menschen subventionieren müssen, nicht die
>> Produktionsmittel, die BDI-Gagen etwas beschränken.
>>
>> Ist es doch ins Gesetz geschrieben: Artikel 14 GG (2) Eigentum
>> verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit
>> dienen.
>
> Guter Vorschlag!
>
>> Die Finanzierbarkeit sollte damit auch geklärt sein.
>
> Richtig.

Damit der Wohlstand denen zugute kommt, die dafür physische Arbeit
geleistet haben, und sich gegenüber der Gesellschaft solidarisch
verhalten. Genau.

Mark Busch

unread,
May 20, 2012, 7:31:36 AM5/20/12
to
Erika Cieśla schrieb:

> Antwort auf eine Nachricht von
>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
>>>> "Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer
>>>> das Leben finanzieren kann" EX BDI-Präsident Michael Rogowski
>>>> bei "Menschen bei Maichberger" am 06.03.2012
>>>
>>> Wie meint'n der das? ...
>>
>> Er meint "bezahlbare Arbeit"!
>
> Ja, „BDI“, ist klar. Er meint also Arbeit, die in zunehmendem Maße nicht
> mehr bezahlt wird. Also brauchen wir einen Mindestlohn.
>
>> Das Problem: In kapitalistischen Systemen müssen sich Arbeitsplätze
>> bekanntlich amortisieren. ..
>
> Mag sein, daß sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man den
> Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab, wenn keiner
> da ist der Geld hat?

Man produziert wenig, macht Kurzarbeit und lässt sich diese vom Staat
subventionieren, oder man unterstützt Firmen beispielsweise mit einer
Abwrackprämie. Natürlich aus Steuermitteln, denn der Markt regelt ja
bekanntlich Alles, und nicht der Steuerzahler.

> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem gigantischen
> Haufen von Produkten, nicht mehr absetzbar sind, weil sie sich keiner
> mehr leisten kann.

Deswegen geht die Suche nach neuen Märkten weiter. China kam da gerade
recht.

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 8:17:19 AM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Cornelia Modenschau
> Am 2012-05-19 21:58, schrieb Erika Cieśla:

... et cetera (Deine erste Nachricht), und:

>> Wir sitzen auf einem Berg uneinbringlicher Forderungen, und nur
>> dafür haben wir unseren Binnenmarkt mittels prekärer Löhne sauber
>> ruiniert.
>
> Das ist wohl war. "Gewollt" hat das vermutlich niemand - aber
> gebetsmühlenartige Forderungen aufgrund unverstandener uralter
> Rituale habe im Endeffekt dazu geführt. Alle müssen die Begriffe
> (die eigentlich Konzepte sind) Wirtschaft, Geld, Einkommen wieder
> richtig verstehen lernen.

D'accord, – und d'accord!

Dabei brauchen wir nicht einmal revolutionär neue Konzepte, sondern
müssen uns nur mal daran erinnern, was man uns in der Schule gelehrt hat.

Jedes Konto hat zwei Seiten und jede Buchung im Soll bedingt eine
identische Buchung im Haben, auf einem Gegenkonto, und der Saldo aller
Buchungen ist immer eine Null. Dieses Prinzip ist kategorisch, also so
unumstößlich wie ein Naturgesetz.

Wenn D also sagen wir mal 800 Leopardpanzer an G liefert, dann bucht D
den Wert dieser Panzer auf Forderung im Soll und bei Waren auf Haben,
der Saldo ist Null. Bei G ist das umgekehrt, der hat die Panzer im
Wareneingang und die Rechnung in der Verbindlichkeit.

Die Rechnung ist zu dieser Zeit aber noch leidend, denn sie muß ja noch
bezahlt werden, damit Forderung und Verbindlichkeit aufgelöst werden
können, – man muß also noch Kasse machen.

Damit G die Rechnung bedienen kann, muß es so viel Olivenöl, Retsina,
Metaxa, Ouzo und Feta *verkaufen* (Bingo!), bis es das Geld für die
Panzer erwirtschaftet hat, _vorher gibt es keine Kasse_! :-D

Ja, so einfach ist das, das muß man sich mal vorstellen! BWL-Heinies
studieren dafür etliche Semester und scheinen es dennoch nicht zu
befreifen, ein Realschüler weiß das schon nach dem ersten Schuljahr. 8-)


Glück auf!
𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪


Nachlese.

Nun ist es allerdings auch wiederum so, daß der, der eine Ware bestellt,
obgleich er vorher schon weiß, daß er sie gar nicht bezahlen kann,
eigentlich ein Betrüger ist. Andererseits aber ist der, der dem Betrüger
die Ware liefert, obgleich er vorher schon weiß, daß er dort keine Kasse
machen kann, eigentlich ein Arschloch. *DAS* ist die Kehrseite der
Medaille, wenn man Exportweltmeister ist! :-P

Fritz

unread,
May 20, 2012, 8:20:14 AM5/20/12
to

Gerald Gruner

unread,
May 20, 2012, 8:37:57 AM5/20/12
to
Erika Cie�la schrieb am 20.05.12:

> Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau

> Detlef, ich kann Deinen Beitrag weitgehend �berspringen, denn ich habe
> w�hrend des Lesens unabl�ssig mit dem Kopf genickt. W�re ich ein Idiot,
> so w�rde ich einen Vollquote stehen lassen und nur ein einziges Wort
> drunter schreiben: Stimmt! ;-)

Erstaunlicherweise kann auch ich hier dir und noch viel erstaunlicher auch
Detlef nur zustimmen.
Man reiche mir einen Kalender und einen Rotstift... ;-)

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Peter Veith

unread,
May 20, 2012, 8:40:09 AM5/20/12
to
Am 20.05.2012 13:04, schrieb Erika Cieśla:

> Wenn aber 74.000 Arbeiter nun die Arbeit von 289.000 Arbeitern machen,
> was tun dann die übrigen 215.000? Wenn wir keinen Plan haben, auch denen
> ein auskömmliches Einkommen (ein Grundeinkommen) zu sichern, wird es wie
> im 19. Jahrhundert Hungeraufstände geben, das ist so sicher wie das Amen
> in der Kirche.

Nun, m.E. ist das "bedingungslose Grundeinkommen" die moderne Version
der "Suppenküche":

Fürs Nichtstun durchgefüttert und immer vom Wohlwollen der Herrschenden
abhängig, die das "Niveau" festsetzen. Das zu Leugnen würde nach meiner
Auffassung die realen Verhältnisse verkennen.

Was tun, fragte nicht nur Zeus:

Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich ... ja, ich weiß, darum
kämf(t)en Gewerkschaften seit den 1980ern und die punktuelle Einführung
bspw. bei VW ist in die Hose gegangen. Simpler Grund: Die Betroffenen
müssen sich auch anpassen und mehr Alternativen als den Genuß des
TV-Nachmittagsprogramms oder als Billigkräfte in ihrer "Freizeit" haben.

> Dabei geht dieser Rückgang der Arbeit aber gar nicht mit sinkender,
> sondern mit steigender Produktion einher!

Ja. Da wäre sogar noch was für die Rentenversicherung übrig ...

> Lohn ist der Preis, den der Unternehmer für den Kauf der Ware Arbeit
> zahlen muß, er muß mindestens die „Gestehungskosten“ des Lieferanten
> (des Arbeiters) decken. Hierbei handelt es sich um das Geld, das der
> Arbeiter braucht, um am Leben zu bleiben. Unternehmer werden niemals
> verstehen wieso sie mehr zahlen sollten, und hierzulande wird sogar
> dieses Minimum noch unterboten.

Ja, der Marktpreis ist gleich den Grenzkosten und der liegt dauerhaft
unter dem Mindestpreis (Vollkosten) den ein Arbeiter verlangen muß, um
zu überleben (= Reproduktionskosten).

So gab es "Vollbeschäftigung" in der Vergangenheit nur zum Preis von
Massenelend der Arbeitenden oder als "Sonderperiode" aufgrund des
»„realen Sozialismus“ als latenter Alternative zur Marktwirtschaft«, vgl.:
<http://www.bundestag.de/dasparlament/2012/14-15/Beilage/005.html>

> Ist es wirklich notwendig, daß der Eigentümer allein diesen
> Überschuß einstreicht?
>
> Nein, das ist es nicht!
> =======================

:)

Veith
--
"Zwischen Starken und Schwachen ist es die Freiheit, die unterdrückt,
und das Gesetz, das befreit." Jean-Jacques Rousseau
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de

Detlef Bosau

unread,
May 20, 2012, 8:40:11 AM5/20/12
to
On 05/20/2012 12:29 AM, Erika Cieśla wrote:
> Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau
>> On 05/19/2012 09:58 PM, Erika Cieśla wrote:
>>> Antwort auf eine Nachricht von
>>>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>>>> Antwort auf eine Nachricht von
>
> Detlef, ich kann Deinen Beitrag weitgehend überspringen, denn ich habe
> während des Lesens unablässig mit dem Kopf genickt. Wäre ich ein Idiot,
> so würde ich einen Vollquote stehen lassen und nur ein einziges Wort
> drunter schreiben: Stimmt! ;-)
>
> Aber einen Satz greife ich raus:
>
>> Würde jetzt die EZB griechische Staatsanleihen kaufen, würden unsere
>> Steuermittel wenigstens dazu verwendet, das U-Boot zu bezahlen.
>
> Und die EZB bekäme die Zinsen!

Ganz richtig.

> Genau das lag aber nicht im Interesse der
> privaten Großbanken à la Deutsche Bank, et cetera, und darum hat man ihr
> dies untersagt, – das darf sie nicht.

Das formale Argument wird wieder der Blödsinn vom "Fiat Money" sein, das
Dein Mitstreiter Nietwoski in "Her mit dem Zaster" schon nicht
verstanden hat.

Aber natürlich hast Du recht, die Privatbanken möchten die Zinsen selbst
einstreichen.

>
> Die EZB darf nur Banken mit Geld beliefern, sie tut dies derzeit gegen
> ein Prozent.

Und sie akzeptiert dabei Staatsanleihen als Sicherheit, wenn ich das
richtig sehe, was das Argument mit dem Fiat Money faktisch entkräftet,
denn die Zentralbankgeldschöpfung verlangt nicht mehr lombardfähige
Sicherheiten oder ähnliches.


> Mit diesem Geld erwerben die Banken dann die Staatspapiere,

Wenn überhaupt. Bei Hedgefonds oder Fatzebuch kannste mehr Geld machen.

> sagen wir mal für sechs Prozent, so verbleiben also fünf Prozent bei den
> Banken. Und dann, und jetzt wird es wirklich komisch, hinterlegen die
> Banken die Papiere bei der EZB und erhalten noch einmal Zinsen.

Wie soll das gehen? Die Geschäftsbanken können diese Papiere, wenn
überhaupt, doch bei der EZB höchstens beleihen?

Message has been deleted

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 10:04:48 AM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Fritz
> Am 20.05.12 13:04, schrieb Erika Cieśla:



Ja, aber das ist mir alles schon weitgehend bekannt.

> <http://www.selectiv-verlag.de/Kapitel_1_3_2>

Den kenne ich noch nicht.

Zitat: „Jeder 7. deutsche Arbeitsplatz hängt von der Automobil-industrie
ab. Mit jeder Fahrzeuggeneration steigern die (...) die Produktivität
allerdings um rd. 20% - und benötigen entsprechend weniger Mitarbeiter.“

BINGO!
======

Sie steigern immerzu ihre Produktivität, denn angeblich brauchen wir ja
Wachstum, und kommen dennoch mit immer weniger Leuten aus. Und fünfmal
minus zwanzig Prozent ist nach Adam Riese Null, der Trend tendiert
offensichtlich gegen die beschäftigungslose Gesellschaft.

Nun ist das Wachstum zwar ein anderer Lehrstoff, gehört aber ebenfalls
zum BWL-Lehrgang, wir kommen nicht umhin uns das mal kurz anzusehen.

Von Karl dem Großen bis zur Erfindung der Dampfmaschine (das sind grob
gerundet tausend Jahre), hat sich das BIP gerade eben einmal verdoppelt.
In den ersten hundert Jahren der Industrialisierung hat es sich abermals
einmal verdoppelt. Für die drauffolgende Verdopplung haben grob
geschätzt zehn Jahre gereicht. Und wie geht das weiter?

1. Verdopplung in 1000 Jahren
2. Verdopplung in 100 Jahren
3. Verdopplung in 10 Jahren

Das haben wir hinter uns, und das hier steht vor uns:

4. Verdopplung in einem Jahr!
5. Verdopplung in einem Monat!
6. Verdopplung in drei tagen!
7. Verdopplung in sieben Stunden!
8. Verdopplung in 42 Minuten!
9. Verdopplung in 4 Minuten!
10. Verdopplung in 24 Sekunden!
11. Verdopplung in 2 Sekunden!!
12. Verdopplung in 200 Millisekunden!!!

Die ersten drei Stufen waren noch leicht, die haben wir ja auch
geschafft. Aber schon die vierte Stufe ist viel zu hoch, daran werden
wir uns erschöpfen!

Ja gut, wir können das Wachstum auch moderieren, also die Verdopplung
auf jeweils 10 Jahre fixieren. Gut, dann setzen wir das Jahr 1900 mal
als 100 Prozent ein und gucken uns das mal an:

1900 100%
1910 200%
1920 400%
1930 800%
1940 1.600%
1950 3.200%
1960 6.400%
1970 12.800%
1980 25.600%
1990 51.200%
2000 102.400%
2010 204.800%

Nö, – det jeht ooch nich!

In einer endlichen Welt ist ein unendliches Wachstum ganz offensichtich
ein Ding der Unmöglichkeit, – Ende der Durchsage.


Glück auf!
𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪


Aber mal was ganz was anderes, – ich habe gerade eben einen ganz
köstlichen jüdischen Witz gehört.

Treffen sich zwei Juden, – sagt der eine: „Ich trau mich gar nicht nach
Hause zu gehen.“

Fragt der andere: „Warum das denn nicht?“

Sagt der eine: „Ja, – da ist meine Frau, und die redet, und redet, und
redet immerzu“

Fragt der andere: „Was redet sie denn?“

Sagt der eine: „Das sagt sie ja nicht!“ :-D

Detlef Bosau

unread,
May 20, 2012, 10:14:49 AM5/20/12
to
On 05/20/2012 02:40 PM, Peter Veith wrote:

> So gab es "Vollbeschäftigung" in der Vergangenheit nur zum Preis von
> Massenelend der Arbeitenden oder als "Sonderperiode" aufgrund des
> »„realen Sozialismus“ als latenter Alternative zur Marktwirtschaft«, vgl.:
> <http://www.bundestag.de/dasparlament/2012/14-15/Beilage/005.html>

Dort heißt es u.a.:

> Zumal unklar ist, welche Folgen die frühere Banken- und jetzige Staatsschuldenkrise für die Realwirtschaft und den Arbeitsmarkt noch zeitigen wird.

Kannst Du mir mal erklären, welche "Staatsschuldenkrise" der Autor meint?

Eben.

Da kann ich auch genausogut einen Junkie auf Drogen vor die
Schreibmaschine setzen, da kommt vergleichbarer Müll raus.

Detlef Bosau

unread,
May 20, 2012, 10:17:15 AM5/20/12
to
On 05/20/2012 02:37 PM, Gerald Gruner wrote:
> Erika Cieśla schrieb am 20.05.12:
>
>> Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau
>
>> Detlef, ich kann Deinen Beitrag weitgehend überspringen, denn ich habe
>> während des Lesens unablässig mit dem Kopf genickt. Wäre ich ein Idiot,
>> so würde ich einen Vollquote stehen lassen und nur ein einziges Wort
>> drunter schreiben: Stimmt! ;-)
>
> Erstaunlicherweise kann auch ich hier dir und noch viel erstaunlicher auch
> Detlef nur zustimmen.
> Man reiche mir einen Kalender und einen Rotstift... ;-)
>

Ist das in Hartz IV eingepreist oder kreigst Du jetzt von Zensursula
eins aufs Dach, weil Du auf Hartz IV anrechenbare Leistungen verlangst?

Ich glaube nicht, daß mir viele Leute zustimmen würden, wenn ich die
hier vorgetragenen Gedanken mal zu Ende denken würden.

Im Kern geht es um nichts anderes als um das Komplettversagen unseres
Wirtschaftssystems. Das ist in der gegenwärtigen Form schlicht nicht
lebensfähig.

Detlef Bosau

unread,
May 20, 2012, 10:28:40 AM5/20/12
to
On 05/20/2012 02:17 PM, Erika Cieśla wrote:

> Dabei brauchen wir nicht einmal revolutionär neue Konzepte, sondern
> müssen uns nur mal daran erinnern, was man uns in der Schule gelehrt hat.
>
> Jedes Konto hat zwei Seiten und jede Buchung im Soll bedingt eine
> identische Buchung im Haben, auf einem Gegenkonto, und der Saldo aller
> Buchungen ist immer eine Null. Dieses Prinzip ist kategorisch, also so
> unumstößlich wie ein Naturgesetz.
>

Und dennoch machst Du gerde einen Denkfehler, der leider den falschen
Fokus setzt:

> Wenn D also sagen wir mal 800 Leopardpanzer an G liefert, dann bucht D
> den Wert dieser Panzer auf Forderung im Soll und bei Waren auf Haben,

Lassen wir lam weg, daß D und Krauss-Maffei zwei verschiedene
Rechtspersonen sind. Du hast gerade einen Aktivtausch _innerhalb_ von D
gebucht.

Du wolltest aber darauf gar nicht raus. Du wolltest darauf raus, daß
hier zwei Wirtschaftspersonen beteiligt sind und eine Forderung in der
Bilanz von D einer Verbindlichkeit in der Bilanz von G entspricht.

> der Saldo ist Null. Bei G ist das umgekehrt, der hat die Panzer im
> Wareneingang und die Rechnung in der Verbindlichkeit.
>
> Die Rechnung ist zu dieser Zeit aber noch leidend,

Heißt das im Kaufmannsdeutsch wirklich so? Süß ;-)

> denn sie muß ja noch
> bezahlt werden, damit Forderung und Verbindlichkeit aufgelöst werden
> können, – man muß also noch Kasse machen.
>
> Damit G die Rechnung bedienen kann, muß es so viel Olivenöl, Retsina,
> Metaxa, Ouzo und Feta *verkaufen* (Bingo!), bis es das Geld für die
> Panzer erwirtschaftet hat, _vorher gibt es keine Kasse_! :-D
>

Oder es kriegt Geld von Mutti, dann regt sich Mutti auf, daß wir Geld an
Griechenland bezahlen und Zensursula kapiert nicht, daß wir bei
Krauss-Maffei eine sinnfreie ABM finanzieren.


> Ja, so einfach ist das, das muß man sich mal vorstellen! BWL-Heinies
> studieren dafür etliche Semester und scheinen es dennoch nicht zu
> befreifen, ein Realschüler weiß das schon nach dem ersten Schuljahr. 8-)

Äh, _was_ wissen wir?

Wir wissen nichts. Wir wissen nämlich nicht, was Geld ist. Das liest Du
hier in jedem zweiten Posting.

> Nun ist es allerdings auch wiederum so, daß der, der eine Ware bestellt,
> obgleich er vorher schon weiß, daß er sie gar nicht bezahlen kann,
> eigentlich ein Betrüger ist.


Ach so, jetzt verdrehen wir wieder mal Täter und Opfer.

Fakt ist doch, daß Griechenland keine Panzer braucht. Und D dem Land nur
Panzer aufschwatzt, um hier "Vollbeschäftigung" und ein tolles
Bruttosozialprodukt zu haben.

Oder im Klartext: Deutschland ist ein Land, das den Menschen ein
bedingungsloses Grundeinkommen verweigert, um Hartz IV Opfer zur
Vermeidung von Scharzarbeit um "arbeitsmarktintegrierenden
Gruppenwichsen" zu verdonnern, natürlich werden die Wichser aus der
Statistik rausgerechnet, sie wichsen ja und sind nicht mehr arbeitslos.

Und der Kölner Sozialpfarrer Meurer tönt wieder rum, er würde niemandem
Geld geben, der nicht dafür auch arbeitet.

katholische Pfaffen, Geld verwalten und Zwangswichsen. St. Blasien läßt
grüßen.

Nebenbei ist der Betrug nicht, daß G Panzer bestellt, die G nicht
bezahlen kann. Der Betrug ist im Beispiel, daß Krauss-Maffei Geld als
Vermögen ausweist, daß Krauss-Maffei gar nicht hat. Und da wir 70%
unserer Wirtschafsleistung exportieren, gehe ich mal davon aus, daß
unser BIP zu etwa 70% aus Geld besteht, daß wir a) gar nicht haben und
b) nie kriegen werden.

Und _DAS_ ist der große Selbstbetrug, mit dem wir uns selber verladen.

txtm...@gmx.de

unread,
May 20, 2012, 11:05:20 AM5/20/12
to erika....@t-online.de
Am Samstag, 19. Mai 2012 19:58:35 UTC+2 schrieb Erika Cieśla:
> Antwort auf eine Nachricht von
> > "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> >> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
> >>> "Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer
> >>> das Leben finanzieren kann" EX BDI-Präsident Michael Rogowski
> >>> bei "Menschen bei Maichberger" am 06.03.2012
> >>
> >> Wie meint'n der das? ...
> >
> > Er meint "bezahlbare Arbeit"!
>
> Ja, „BDI“, ist klar. Er meint also Arbeit, die in zunehmendem Maße nicht
> mehr bezahlt wird. Also brauchen wir einen Mindestlohn.

Also ich wäre bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses Grundeinkommen zu tauschen. Im Vergleich erscheint mir der Mindeslohn wie ein "Dreirad", währende das bedinungslose Grundeinkommen (entsprechender Höhe) die Luxuslimusine ist, in der das Dreirad schon beinhaltet ist.

Und in der Tat ist das wirklich so - bei einem angemessen bedinungslosen Grundeinkommen löst sich das Problem von Dumpinlöhnen in Wohlgefallen auf und die Forderung nach Mindestlöhnen wird obsolet.

Es wird dann nämlich schlicht und ergreifend so sein, dass die Unternehmer für Dumpinglöhne keine Arbeitskräfte mehr finden, die sich dafür prostituieren.


>
> > Das Problem: In kapitalistischen Systemen müssen sich Arbeitsplätze
> > bekanntlich amortisieren. ..
>
> Mag sein, daß sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man den
> Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab, wenn keiner
> da ist der Geld hat?
>
> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem gigantischen
> Haufen von Produkten, nicht mehr absetzbar sind, weil sie sich keiner
> mehr leisten kann.

Richtig. Davon abgesehen ist von gesellschaftlicher Warte aus gesehen die "Amortisation" eines Arbeitsplatzes nicht das Interesse, sondern es ist das Interesse des Unternehmers.

Nun - in einer Welt, deren Funktion größtenteils auf privatwirtschaftliches (unternehmerisches) Engagement angewiesen ist, ist das Bestreben der Unternehmen nach Gewinnen nicht zu dämonisieren, denn es ist quasi der "Motor" privatwirtschaftlichen Engagements. Das Gegenteil davon ist die universell gelenkte planwirtschaftliche Staatswirtschaft. All alleiniger Wirtschaftsentwurf hat sich das wohl nicht so sonderlich bewährt, jedoch in Bereichen, die im wesentlichen der existentiellen Daseinsfürsorge dienen und dazu noch einen Monopolcharakter haben (Energie, Wasser, Wohnen, öffentlicher Nahverkehr, Gesundheit(Medizin) ) ist m.M.n. staatliches Handeln und staatliches Unternehmertum dem privaten vorzuziehen.

Glückauf.

Siegfrid Breuer

unread,
May 20, 2012, 11:24:00 AM5/20/12
to
txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:

> Also ich wäre bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses
> Grundeinkommen zu tauschen.

Du meinst, man sollte Dein Hartz4 jetzt einfach umnbenennen?

> Im Vergleich erscheint mir der Mindeslohn
> wie ein "Dreirad", währende das bedinungslose Grundeinkommen
> (entsprechender Höhe) die Luxuslimusine ist, in der das Dreirad schon
> beinhaltet ist.

Achso, auch verfuenffachen, verstehe. (siehe ganz unbedingt Sig)

> Und in der Tat ist das wirklich so - bei einem angemessen
> bedinungslosen Grundeinkommen löst sich das Problem von Dumpinlöhnen
> in Wohlgefallen auf und die Forderung nach Mindestlöhnen wird
> obsolet.

Dir ist klar, dass Du mit 'Loehnen' von Dingen redest, die Dich faule
Sau in keinster Weise betreffen, wie der Blinde von der Farbe, Otti?

> Richtig. Davon abgesehen ist von gesellschaftlicher Warte aus gesehen
> die "Amortisation" eines Arbeitsplatzes nicht das Interesse, sondern
> es ist das Interesse des Unternehmers.

Und wovon wirst Du Blubberkopp am Kacken gehalten?

> Glückauf.

Verunglimpfe nicht die Grussworte hart arbeitender Menschen,
Du faule Sau!

--
> Es gibt Menschen, die sind gerne "langzeitarbeitslos"
[Ottmar Ohlemacher ueber des Sinn seines Daseins:
<https://groups.google.com/group/de.soc.politik.misc/msg/0f5d48a137690961>]
-> http://www.hinterfotz.de - Groesster Usenet-Comedian ever! <-

Holger Marzen

unread,
May 20, 2012, 11:29:03 AM5/20/12
to
["Followup-To:" nach de.talk.tagesgeschehen gesetzt.]
* On Sun, 20 May 2012 16:04:48 +0200, Erika Cieśla wrote:

>> <http://www.selectiv-verlag.de/Kapitel_1_3_2>
>
> Den kenne ich noch nicht.
>
> Zitat: „Jeder 7. deutsche Arbeitsplatz hängt von der Automobil-industrie
> ab. Mit jeder Fahrzeuggeneration steigern die (...) die Produktivität
> allerdings um rd. 20% - und benötigen entsprechend weniger Mitarbeiter.“
>
> BINGO!
> ======
>
> Sie steigern immerzu ihre Produktivität, denn angeblich brauchen wir ja
> Wachstum, und kommen dennoch mit immer weniger Leuten aus. Und fünfmal
> minus zwanzig Prozent ist nach Adam Riese Null, der Trend tendiert
> offensichtlich gegen die beschäftigungslose Gesellschaft.

5 Mal -20% ergibt:

1.) 80%
2.) 64%
3.) 51,2%
4.) 40,96%
5.) 32,768%

Es geht also asymptotisch gegen 0. Das wäre auch gar nicht schlimm, denn
weniger Arbeit ist ja etwas sehr Angenehmes. Das Dumme dabei ist nur,
dass der Produktivitätsgewinn nicht den Arbeitnehmern zugutekommt. Wenn
wir nur noch 32% der wöchentlichen Arbeitszeit beim selben Gehalt
hätten, wäre das ein paradiesischer Zustand.

Man fragt sich: Wo geht der Profit für den Produktivitätszuwachs hin?
Mich erinnern die Rationalisierungen und der "Wir müssen Personalkosten
sparen!"-Wahn (auch bei gesunden Unternehmen) an die Zeitsparkonten der
Grauen Herren in Michael Endes Geschichte "Momo". Dort sparen die
Menschen Zeit und hetzen sich ab, weil sie glauben, diese Zeit geht auf
ein Zeitsparkonto. In Wirklichkeit ernähren sich die Grauen Herren von
den Ersparnissen, stehlen den Menschen also ihre Zeit.

Wer sind die Grauen Herren in der realen Welt?

Gerald Gruner

unread,
May 20, 2012, 12:03:37 PM5/20/12
to
txtm...@gmx.de schrieb am 20.05.12:

> Also ich w�re bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses
> Grundeinkommen zu tauschen. Im Vergleich erscheint mir der Mindeslohn
> wie ein "Dreirad", w�hrende das bedinungslose Grundeinkommen
> (entsprechender H�he) die Luxuslimusine ist, in der das Dreirad schon
> beinhaltet ist.

Na dann geh doch mit gutem Beispiel voran und adoptiere 2-3 Bed�rftige
Harz-4-Empf�nger und stelle ihnen die "Luxuslimusine" pers�nlich zu
Verf�gung.
Ach, warum nicht?
Aber "die Gesellschaft" also wir alle sollen es IYO tun?

Sorry, ich verga�: Du w�rst ja eher der, der die Hand aufhalten w�rde.

> Und in der Tat ist das wirklich so - bei einem angemessen bedinungslosen
> Grundeinkommen l�st sich das Problem von Dumpinl�hnen in Wohlgefallen
> auf und die Forderung nach Mindestl�hnen wird obsolet.
>
> Es wird dann n�mlich schlicht und ergreifend so sein, dass die
> Unternehmer f�r Dumpingl�hne keine Arbeitskr�fte mehr finden, die sich
> daf�r prostituieren.

"Soziale H�ngematte" f�r jedermann?
Und dann?

Rüdiger Thomas

unread,
May 20, 2012, 12:30:38 PM5/20/12
to

"Heinz Schmitz" <HeinzS...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:d7chr71k24a7l8lr3...@4ax.com...
> "Rüdiger Thomas" wrote:
>
>>Das Grundbedürfnis eines Menschen liegt
>>NICHT etwa in Arbeit, sondern in Auskommen!
>
> Eines meiner Grundbedürfnisse ist, zu messen, wieviel Milligramm
> Gehirn in Deinem Schädel stecken.

Über den Status bin ICH - in "deinem" Fall - längst hinaus, "du" Null-Hirni!
.. ;)

> Auch DAS Grundbedürfnis wird
> aber wohl nicht erfüllt, so daß ich auf eine Schätzung angewiesen bin:
> NULL :-).

Wunschdenken! *LACH* :))

>>> Mag sein, daß sich der Arbeitsplatz schneller amortisiert, wenn man den
>>> Arbeiter gering entlohnt, doch wie setzt man seine Ware ab, wenn keiner
>>> da ist der Geld hat?
>
>>Ganz genau. ..
>
> Dein Problem ist, daß Viele Geld haben, weil sie etwas anbieten, für
> das andere ihnen Geld zahlen.

Schon mal was von Monopolismus gehört? Wenn jemand eine "Kunst" beherrscht
und diese nur für sich selbst einsetzt, sollte derjenige der Gesellschaft
gestohlen bleiben! ..

> Daß Du diesen umständlichen Weg
> einsparen möchtest und Ware oder Geld OHNE Mühe einsacken
> willst, kann man verstehen, aber nicht billigen :-).

Spinner!

Das Ziel des Daseins liegt _nicht_ im Ausbeuten Anderer und nicht im
Ausgebeutetwerden! Sondern darin, eine für ALLE einvernehmliche Existenz zu
schaffen! Mal mitdenken könnte lohnen! ..

>>> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem gigantischen
>>> Haufen von Produkten, nicht mehr absetzbar sind, weil sie sich keiner
>>> mehr leisten kann.
>
> Wer hohe Löhne verlangt, muß auch bereit sein, die hohen Preise für
> die Produkte seiner Hochlohnkollegen zu zahlen.

Gegenfrage: Wie weit soll die Schere zwischen Unternehmensgewinnen und
Löhnen noch auseinanderklaffen? ..

>>Die Inflation macht sich bereits bemerkbar (fallender Euro-Kurs bei
>>gleichzeitigem Preisauftrieb). Diese künstlich aufzuhalten, nämlich über
>>Subventionen, kann nur ins wirtschaftliche (und moralische) Nirwana
>>führen.
>
> Auch hohe Löhne sind eine Subvention.

Arbeitgeber - in diesem System - sollten Arbeitsplätze subventionieren, ja!
Und zwar, bis der Gewinn erschöpft ist! ..

> Alles, was der Rest der
> Gesellschaft nicht freiwillig zahlt, ist Subvention.

Wenn Arbeitsplätze stets nur über staatliche Subventionen erhalten werden
können, was der Fall ist, dann sollte man allmählich mal aufwachen und
erkennen: *Huch! Freie Marktwirtschaft funktioniert ja gar nicht!* .. ;)

> Rote vertrocknen
> ohne Subventionen, denn Subventionen sind der Kern ihrer Lehre.

Jenseits freier Marktwirtschaft wären Subventionen durchführbar - ohne daß
hierbei jemand verarmen könnte!

> Grüße,

Verzichte! .. ;)

> H.

"H." - wie "Habitalismus"? .. :))


Peter Veith

unread,
May 20, 2012, 12:31:12 PM5/20/12
to
Am 20.05.2012 16:14, schrieb Detlef Bosau:

> On 05/20/2012 02:40 PM, Peter Veith wrote:
>> So gab es "Vollbeschäftigung" in der Vergangenheit nur zum Preis von
>> Massenelend der Arbeitenden oder als "Sonderperiode" aufgrund des
>> »„realen Sozialismus“ als latenter Alternative zur Marktwirtschaft«,
>> vgl.:
>> <http://www.bundestag.de/dasparlament/2012/14-15/Beilage/005.html>
>
> Dort heißt es u.a.:
>> Zumal unklar ist, welche Folgen die frühere Banken- und jetzige
>> Staatsschuldenkrise für die Realwirtschaft und den Arbeitsmarkt noch
>> zeitigen wird.
>
> Kannst Du mir mal erklären, welche "Staatsschuldenkrise" der Autor meint?

Ich habe nicht geschrieben, mit allem Einverstanden zu sein, was das
bundesdeutsche Parlament veröffentlicht. Am Besten Du fragst PD Dr.
Markus Promberger selbst:
<http://www.soziologie.phil.uni-erlangen.de/team/promberger>

> Eben.

Veith
--
"Wie alle Mauern war auch sie doppeldeutig, janusköpfig. Was drinnen und
was draußen war, hing davon ab, auf welcher Seite der Mauer man sich
befand." Ursula K.LeGuin
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de

Fritz

unread,
May 20, 2012, 12:44:39 PM5/20/12
to
Am 20.05.12 17:05, schrieb txtm...@gmx.de:
> Also ich wäre bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses Grundeinkommen zu tauschen. Im Vergleich erscheint mir der Mindeslohn wie ein "Dreirad", währende das bedinungslose Grundeinkommen (entsprechender Höhe) die Luxuslimusine ist, in der das Dreirad schon beinhaltet ist.

Bedingungsloses Grundeinkommen vom Baby bis zum Greis würde Einiges an
Verwaltung ersparen.

Was könnte dadurch Alles ersetzt werden oder zumindest ergänzen:
Kinderbeihilfe - in .de Kindergeld (?)
Schulbeihilfen
Zuschüsse zur Ausbildung
Studienbeihilfen
Arbeitslosengeld
Hartz IV (.de)
Mindestsicherung (.at)
Einen Teil der Pension, Rente
usw. usf.

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 1:12:37 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Peter Veith
> Am 20.05.2012 13:04, schrieb Erika Cieśla:


>> Wenn aber 74.000 Arbeiter nun die Arbeit von 289.000 Arbeitern
>> machen, was tun dann die übrigen 215.000? Wenn wir keinen Plan
>> haben, auch denen ein auskömmliches Einkommen (ein Grundeinkommen)
>> zu sichern, wird es wie im 19. Jahrhundert Hungeraufstände geben,
>> das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
>
> Nun, m.E. ist das "bedingungslose Grundeinkommen" die moderne Version
> der "Suppenküche":

ja und? Was ist die Alternative? Es gibt nämlich eine! Die Alternative
ist der Volksaufstand, der aber nicht mit Löffel und Suppe, sondern mit
Pulver und Blei ausgetragen wird.

Als (äh!) „Marxistin“ (zumindest die Bücher hab ich mal gelesen) sollte
mir das eigentlich Gefallen, denn nach Marx’ Thesen folgt auf die
Revolution der Kommunismus und die klassenlose Gesellschaft. Aber ist
das auch sicher? *Nicht wirklich*! In acht oder neun von zehn Fällen
folgte nach der Revolution der Terror, und das ist ehrlich gesagt eine
scheißquote! :-\

> Was tun, fragte nicht nur Zeus:
>
> Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich ...

Du willst also die immer kleiner werdende Torte in immer kleinere
Portionen aufteilen? Ja, das ist die gegenwärtige Folklore, ist aber
keine Lösung, – wenn wir bei der Vierstundenwoche angekommen sind,
müssen sich zehn Arbeiter einen Arbeitsplatz teilen.

Gut, wir können aus einem Arbeitsplatz zwei machen, für den Augenblick
hilft das. Dann aber machen wir aus diesen zwei Arbeitsplätzen vier,
dann sechzehn, dann zweiunddreißig, et cetera, und im Handumdrehen
säßen wir schon wieder in der gnadenlosen Falle der Exponentialfunktion!


>> Dabei geht dieser Rückgang der Arbeit aber gar nicht mit sinkender,
>> sondern mit steigender Produktion einher!
>
> Ja. Da wäre sogar noch was für die Rentenversicherung übrig ...

„Die Rente ist sicher“, sagt Norbert Blüm, und es stimmt. Denn die
umlagefinanzierte Solidarkasse ist das einzige Versicherungssystem
überhaupt, das niemals insolvent werden kann, denn ein Anlagevermögen,
das in Verlust gehen kann, hat sie nicht. Und selbst wenn heute noch die
Welt unterginge, so würden morgen schon Millionen von Arbeitern im
Wiederaufbau ihren Lohn beziehen *und* Sozialbeiträge abführen.

Genau so hat unsere Rente zwei Weltkriege, eine Inflation und eine
Währungsreform schadlos überlebt, während dessen ein privater
Versicherungsträger in derselben Zeit mindestens viermal schon
Totalverlut angemeldet hätte.

Was die Rente allerdings nicht übersteht, ist, wenn verantwortungslose
Politiker sich im Verein mit gierigen Versicherungsunternehmern darauf
verständigt haben, die Rente _vorsätzlich_ zu zerstören. Die Sache ist
nämlich die, daß an der Gesetzlichen Rente keine Allianz, kein Gerling,
keine Hammburg-Mannheimer (das waren die, die mit dem Geld ihrer Kunden
nach Budapest in den Puff gefahren sind) und auch kein Herr Maschmeyer
auch nur einen Cent an Gewinn herausziehen kann. Alles was da reingeht,
geht nach Abzug von nur 1,5% Verwaltungskosten (keine andere staatliche
Verwaltung ist so effektiv wie unsere Rente), auch wieder raus.

Für die Adepten der reinen Ökonomie ist das natürlich unterträglich und
muß zerstört werden. Aber können sie es denn besser? Nochmal zur
Erinnerung, die staatliche Rente hat einen Eigenbedarf von 1,4 Prozent,
und die Privaten? Unter 25 Prozent läuft da gar nichts! Ein Viertel
aller Einzahlungen, und mehr, ist a priori verloren, das geht drauf für
exorbitant hohe Vorstandsgehälter, zzgl. Boni, Vertreterprovisionen,
Reklame und Dividenden, die sieht der Versicherte in seinem ganzen Leben
nie mehr wieder. Der Rest wird mit Zinsen vergütet, die nicht höher sind
als auf einem beliebigen Tagesgeldkonto. So kommt er denn, wenn er lange
genug versichert ist, in den Genuß, wenigstens das Eingezahlte Geld
wieder angerechnet zu kriegen. Und dieses wird dann, auch das ging
bereits durch die Medien, auf 90 bis 100 Auszahlungsjahre kalkuliert,
obgleich in Schnitt ein Mann bereits mit 80, Frauen mit 86 Jahren
versterben. Ja, das sind im Schnitt ca. zehn bis fünfzehn Jahre Rente,
die *nicht* ausgezahlt werden und ebenfalls auf den Konten der
Versicherungsträger verbleiben.

Just an dieser Stelle will ich mal eine ganz blöde Frage stellen: Wenn
die privaten Versicherungen (die Trägergesellschften der Riesterrente)
wirklich so viel besser sind als die Gesetzliche, wieso muß der Staat
diese dann fördern? ;-) :-) :-D :-) ;-) :-) :-D :-) ;-) :-) :-D 8-)

Tatsächlich ist diese private Zusatzrente nichts anderes als eine
gewaltige und schamlose Umverteilung von omnibus zu divitibus, oder auf
Deutsch gesagt, von den Fleißigen zu den Reichen! Und nur damit sich
auch keiner dem verweigern kann, wird die Rente auf 40 Prozent gesenkt,
einen anderen Grund dafür gibt es nicht.

„Aber der demografischer Faktor“, singen alle Adepten im Chor, – damit
machen sie uns Angst und treiben den Köchen die Hasen in die Küche! Ja
dann fragen wir uns doch mal: ist die Rente finanzierbar? Aber ja doch,
das ist sie! Gewiß, schon heute muß ein Arbeiter signifikant mehr
Rentner mit durchfüttern als sagen wir mal vor 100 Jahren, das ist wohl
unbestreitbar. Aber komisch, der Anteil der Rente am BIP hat sich
*nicht* geändert, der ist seit eben diesen 100 Jahren nahezu gleich.

Und wenn wir wissen wollen, wer in 30 Jahren in Rente geht, dann müssen
wir nur gucken, wer heute knapp 40 Jahre alt ist. ja, das könnten dann
abermals ein paar Rentner mehr sein als heute, wohl wahr. Aber dank der
immer perfekter werdenden Produktivität wird auch unser BIP höher sein
als heute und somit ist und bleibt die Gesamtbelastung durch die Rente
selbstverständlich stabil. Und selbst wenn nicht, so hielte ich es immer
noch für besser, der Staat täte *SEINE EIGENE RENTE* fördern, anstatt es
zum Beispiel den Hurenböcken von der Hamburg-Mannheimer in den A... zu
stecken!

>> Lohn ist der Preis, den der Unternehmer für den Kauf der Ware
>> Arbeit zahlen muß, er muß mindestens die „Gestehungskosten“ des
>> Lieferanten (des Arbeiters) decken. Hierbei handelt es sich um das
>> Geld, das der Arbeiter mindestens braucht, um am Leben zu bleiben.
>
> Ja, der Marktpreis ist gleich den Grenzkosten und der liegt dauerhaft
> unter dem Mindestpreis (Vollkosten) den ein Arbeiter verlangen muß,
> um zu überleben (= Reproduktionskosten).

Ja, das ist richtig, wenn wir den gerinstmöglichen Lohn bestimmen
wollen, also den Mindestlohn. Daß qualitativ höherwertige und/oder
härtere Arbeit hingegen besser entlohnt wird, das will ich wohl hoffen,
doch *niemand* sollte für weniger arbeiten müssen als das.

Siegfrid Breuer

unread,
May 20, 2012, 1:54:00 PM5/20/12
to
gera...@yahoo.de (Gerald Gruner) schrieb:

> Na dann geh doch mit gutem Beispiel voran und adoptiere 2-3
> Bed�rftige Harz-4-Empf�nger

Auja! Ein Hartz4-Lutscher adoptiert 2-3 weitere! Ein gutes Konzept!

> und stelle ihnen die "Luxuslimusine" pers�nlich zu Verf�gung.

Er koennte ihnen sein persoenliches Fahrzeug evtl. _leihen_:

http://imageshack.us/photo/my-images/222/ottiseinfahrzeug.jpg/

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 2:19:29 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau
> On 05/20/2012 02:17 PM, Erika Cieśla wrote:

>> Dabei brauchen wir nicht einmal revolutionär neue Konzepte, sondern
>> müssen uns nur mal daran erinnern, was man uns in der Schule
>> gelehrt hat.
>>
>> Jedes Konto hat zwei Seiten und jede Buchung im Soll bedingt eine
>> identische Buchung im Haben, auf einem Gegenkonto, und der Saldo
>> aller Buchungen ist immer eine Null. Dieses Prinzip ist
>> kategorisch, also so unumstößlich wie ein Naturgesetz.
>
> Und dennoch machst Du gerde einen Denkfehler, der leider den
> falschen Fokus setzt:
>
>> Wenn D also sagen wir mal 800 Leopardpanzer an G liefert, dann
>> bucht D den Wert dieser Panzer auf Forderung im Soll und bei Waren
>> auf Haben,
>
> Lassen wir mal weg, daß D und Krauss-Maffei zwei verschiedene
> Rechtspersonen sind. ...

Richtig, ich habe vereinfacht. Aber habe ich auch einen Fehler gemacht?
Davon bin ich nicht überzeugt. Denn dieser Deal wurde sicherlich von
Banken vorfinanziert, und diese sind nun „notleidend“ und wurden summa
summarum mit knapp einer Billion Euro gerettettett. Voila, da hast Du
Dein D, denn alles was in der Wirtschaft in die Hose geht, landet früher
oder später beim D.

Aber eigentlich wollte ich nur erklären, wieso es keine Buchung ohne
Gegenbuchung gibt. ;-)


>> Die Rechnung ist zu dieser Zeit aber noch leidend,
>
> Heißt das im Kaufmannsdeutsch wirklich so? Süß ;-)

Du wirst Dich kaputtlachen, – ja! Eine Forderung wird leidend, wenn sie
uneinbringlich ist.

>> denn sie muß ja noch bezahlt werden, damit Forderung und
>> Verbindlichkeit aufgelöst werden können, – man muß also noch Kasse
>> machen.
>>
>> Damit G die Rechnung bedienen kann, muß es so viel Olivenöl,
>> Retsina, Metaxa, Ouzo und Feta *verkaufen* (Bingo!), bis es das
>> Geld für die Panzer erwirtschaftet hat, _vorher gibt es keine
>> Kasse_! :-D
>
> Oder es kriegt Geld von Mutti, dann regt sich Mutti auf, daß wir
> Geld an Griechenland bezahlen und Zensursula kapiert nicht, daß wir
> bei Krauss-Maffei eine sinnfreie ABM finanzieren.

Nicht wahr!?

>> Ja, so einfach ist das, das muß man sich mal vorstellen!
>> BWL-Heinies studieren dafür etliche Semester und scheinen es
>> dennoch nicht zu befreifen, ein Realschüler weiß das schon nach
>> dem ersten Schuljahr. 8-)
>
> Äh, _was_ wissen wir?

Daß es kein Soll gibt ohne Haben, kein Kredit ohne Debit und keine
Aktiva ohne Passiva.

>> Nun ist es allerdings auch wiederum so, daß der, der eine Ware
>> bestellt, obgleich er vorher schon weiß, daß er sie gar nicht
>> bezahlen kann, eigentlich ein Betrüger ist.
>
> Ach so, jetzt verdrehen wir wieder mal Täter und Opfer.

Nein! Du hast den Zweiten Teil dieses Texts weggelassen, der aber zu
diesem da untrennbar dazugehört. Denn als „wir“ Griechenland
belieferten, da haben wir schon gewußt, daß sie nicht zahlen können,
außer die würden sich über ihre Bonität hinaus (also maßlos)
verschulden. So sind die Lieferanten also in einem erheblichen, wenn
nicht sogar übermäßigen Maße mitschuld an der griechischen Misere.

> Fakt ist doch, daß Griechenland keine Panzer braucht.

Und doch haben diese 11 Millionen Griechen sich so peu à peu 1600
schwere Kampfpanzer zugelegt *und* weitere bestellt. Wir 82 Millionen
Deutsche kommen gerade mal mit 400 solchen aus, nur mal zum Vergleich.

Ich nehme an, daß das „psychologisch“ ist! Bekanntlich haben die
Griechen 400 Jahre lang unter dem osmanischen Diktat gelitten und
fürchten „den Türken“ vermutlich heute noch. Das mag irrational sein,
und doch sollten wir es verstehen.

Der Grieche fürchtet das:

http://imageti.com/files/photos/13234855754dd21e_l.jpg

Und das hier ist unsere Paranoia:

http://fakten-fiktionen.net/wp-content/uploads/2011/11/billion-e1321099024855.gif

> Oder im Klartext: Deutschland ist ein Land, das den Menschen ein
> bedingungsloses Grundeinkommen verweigert, um Hartz IV Opfer zur
> Vermeidung von Schwarzarbeit um "arbeitsmarktintegrierenden
> Gruppenwichsen" zu verdonnern, natürlich werden die Wichser aus der
> Statistik rausgerechnet, sie wichsen ja und sind nicht mehr
> arbeitslos.

[Erika nickt mit’m Kopp!]

> Nebenbei ist der Betrug nicht, daß G Panzer bestellt, die G nicht
> bezahlen kann. Der Betrug ist im Beispiel, daß Krauss-Maffei Geld
> als Vermögen ausweist, daß Krauss-Maffei gar nicht hat.

Ja, das ist aber Buchhaltung. Sobald die Ware fakturiert ist, wird sie
auf Forderung gebucht und in der Aktiva bilanziert. Und übrigens auch
steuerlich erfaßt! Vielleicht „leidet“ die Forderung ja darum? Denn die
Steuern werden abgeführt obgleich das Geld noch gar nicht eingegangen
ist, und welcher Kaufmann leidet da nicht? ;-)

Die Forderung muß also früher oder später ausgebucht werden. Dies
geschieht durch Umbuchung auf Kasse, Bank oder Verlust.

> Und da wir 70% unserer Wirtschafsleistung exportieren, gehe ich mal
> davon aus, daß unser BIP zu etwa 70% aus Geld besteht, daß wir a)
> gar nicht haben und b) nie kriegen werden.

[Erika nickt mit’m Kopp!]

> Und _DAS_ ist der große Selbstbetrug, mit dem wir uns selber
> verladen.

[Erika nickt mit’m Kopp!]


Glück auf!
𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

Grobi

unread,
May 20, 2012, 3:17:34 PM5/20/12
to
Hallo Erika,

Am Sun, 20 May 2012 16:04:48 +0200 schrieb Erika Cie?la:

> Zitat: ?Jeder 7. deutsche Arbeitsplatz h�ngt von der Automobil-industrie
> ab. Mit jeder Fahrzeuggeneration steigern die (...) die Produktivit�t
> allerdings um rd. 20% - und ben�tigen entsprechend weniger Mitarbeiter.?
>
> BINGO!
> ======
>
> Sie steigern immerzu ihre Produktivit�t, denn angeblich brauchen wir ja
> Wachstum, und kommen dennoch mit immer weniger Leuten aus. Und f�nfmal
> minus zwanzig Prozent ist nach Adam Riese Null, der Trend tendiert
> offensichtlich gegen die besch�ftigungslose Gesellschaft.

Deine �berlegungen zu diesem Thema sind sicherlich richtig und wichtig.
Das Produktivit�tswachstum, in Verbindung mit der weiteren
Technisierung, bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung und
steigender Bev�lkerungszahl ist ein - derzeit ungel�stes - Problem. Die
'Bombe' tickt bereits, wir werden sehen wie es weitergeht.

Aber Deine Milchm�dchenrechnungen sind dieser Thematik wenig dienlich!
Jeder der Dir ans Bein pissen will und Dich damit als absolut
'Ahnungslose' dastehen lassen will, lieferst Du mit Deiner 'Rechnung'
Monition! :-/

Was an Deiner Rechnung falsch ist, hat Holger bereits erkl�rt.

> Nun ist das Wachstum zwar ein anderer Lehrstoff, geh�rt aber ebenfalls
> zum BWL-Lehrgang, wir kommen nicht umhin uns das mal kurz anzusehen.

Aber nicht so wie Du es tust! :-/

> Von Karl dem Gro�en bis zur Erfindung der Dampfmaschine (das sind grob
> gerundet tausend Jahre), hat sich das BIP gerade eben einmal verdoppelt.
> In den ersten hundert Jahren der Industrialisierung hat es sich abermals
> einmal verdoppelt. F�r die drauffolgende Verdopplung haben grob
> gesch�tzt zehn Jahre gereicht. Und wie geht das weiter?
>
> 1. Verdopplung in 1000 Jahren
> 2. Verdopplung in 100 Jahren
> 3. Verdopplung in 10 Jahren
>
> Das haben wir hinter uns, und das hier steht vor uns:
>
> 4. Verdopplung in einem Jahr!
> 5. Verdopplung in einem Monat!
> 6. Verdopplung in drei tagen!
> 7. Verdopplung in sieben Stunden!
> 8. Verdopplung in 42 Minuten!
> 9. Verdopplung in 4 Minuten!
> 10. Verdopplung in 24 Sekunden!
> 11. Verdopplung in 2 Sekunden!!
> 12. Verdopplung in 200 Millisekunden!!!

Das BIP alleine sagt zun�chst nicht soviel aus �ber die gesteigerte
Produktivit�t, da 'hakt' es bei Deiner Ausf�hrung bereits. Wir k�nnen
uns gegenseitig immer wieder einen Euro zuschmei�en und der Euro ist der
'Lohn' das wir uns ein L�cheln schenken. Mit jedem Mal steigern wir
(theoretisch) das BIP um eben diesen Euro.
Von daher ist es in Zeiten unseres derzeitigen Finanzsystems ein
leichtes selbst Deine 12. Verdoppelung in 200 Millisekunden zu
erreichen. Technisch �berhaupt kein Problem! Aussagekr�ftig oder gar
produktiv ist das damit noch lange nicht...

Das BIP beeinhaltet nicht nur produzierte G�ter, sondern eben auch
Dienstleistungen, die theoretisch auch 'nichts' sein k�nnen. Was glaubst
Du denn wohl, warum an B�rsen ein Vielfaches der real existierenden
Rohstoffe (als Bsp) gehandelt werden k�nnen? Und jede Transaktion
steigert das BIP!

F'up2 d.t.t.

Gru�
Grobi

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 3:27:46 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von txtm...@gmx.de
> Am Samstag, 19. Mai 2012 19:58:35 UTC+2 schrieb Erika Cieśla:
>> Antwort auf eine Nachricht von
>>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>>> Antwort auf eine Nachricht von mucky


> Also ich wäre bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses
> Grundeinkommen zu tauschen. ...

Auch ich habe über das GE nachgedacht und befürworte es grundsätzlich.
Wenn ich mir aber die gegenwärtige „Menschheit“ so angucke, und
angesichts dieser die Durchführbarkeit abwäge, dann fällt mir der Kopf
auf die Füße. Kurz und knapp: das kriegen wir (gegenwärtig) nicht durch.
Aber den Mindestlohn, den schaffen wir!

Selst das Mutti ahnt es schon, daß der Mindestlohn unabwendbar ist, das
von ihr angeregte Mindesteinkommen ist der letzte verzweifelte Versuch,
diesen abzuwenden. Doch vergebens! Denn im Bundesrat hat sie keine
Mehrheit und über das Jahr 2013 hinaus hat sie eh nichts zu vermelden,
oder wird in der Koalition mit der SPD nachgeben müssen.

Falls die Sozen nicht wieder rumschrödern!

Das GE ist aber nicht vergessen, das legen wir mal auf Wiedervorlage.

> Es wird dann nämlich schlicht und ergreifend so sein, dass die
> Unternehmer für Dumpinglöhne keine Arbeitskräfte mehr finden, die
> sich dafür prostituieren.

Ich gestatte mir dies anders zu sehen. Denn wenn das GE realisiert ist,
dann wird das zusätzliche Einkommen beliebig, ich kann also schadlos für
einen Groschen die Stunde arbeiten. GE und ML ersetzen sich also nicht,
sie ergänzen sich, beides ist notwendig.

>> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem
>> gigantischen Haufen von Produkten, die nicht mehr absetzbar sind,
>> weil sie sich keiner mehr leisten kann.
>
> Richtig. Davon abgesehen ist von gesellschaftlicher Warte aus gesehen
> die "Amortisation" eines Arbeitsplatzes nicht das Interesse, sondern
> es ist das Interesse des Unternehmers.

Jaaa, neee, so ganz richtig ist das nicht. Selbstverständlich müssen
betriebliche Aufwendungen sich amortisieren, sonst leidet der Kaufmann
einen Verlust. Das sollte er aber nicht tun, denn er gefährdet dann sein
Unternehmen. Hat er aber sein Unternehmen ruiniert, so werden die
Arbeiter freigesetzt und fallen der Solidargemeinschaft zur Last. Auch
aus gesellschaftlicher Warte aus gesehen besteht also ein Interesse, daß
die Betriebe gesund sind und ordentlich geführt werden.

> Nun - in einer Welt, deren Funktion größtenteils auf
> privatwirtschaftliches (unternehmerisches) Engagement angewiesen ist,
> ist das Bestreben der Unternehmen nach Gewinnen nicht zu
> dämonisieren, denn es ist quasi der "Motor" privatwirtschaftlichen
> Engagements.

Hierzu gilt dasselbe wie oben: ohne dies ist ein Betrieb nicht zu führen.

> Das Gegenteil davon ist die universell gelenkte planwirtschaftliche
> Staatswirtschaft.

Richtig, das war einfach nur Unsinn. Daß Betriebe Gemeineigentum sind,
ist nicht das Problem, das haben wir ja auch. Unsere Sparkassen sind
öffentlich-rechtlich, und die Volks- und Raiffeisenbanken sind
genossenschaftlich organisiert, das geht also! Aber daß sich da eine
Parteikrake ins Zentrum setzt, und sich einbildet von dort aus alles
lenken zu können, DAS WAR EIN IRRTUM!

Aber auch volkseigene Betriebe müssen disponieren und kalkulieren, et
cetera, und auch diese können untergehen, wenn sie anders als mit
Sachverstand und Verantwortung geführt werden. Und auch hier muß das
Subsidiaritätsprinzip gelten, will heißen, alles was der Betrieb selbst
entscheiden kann, das muß er auch selbst entscheiden können.

Das mag vielleicht manch einen überraschen, daß die Geschäfte im
Sozialismus nicht anders laufen können als im Kapitalismus, oder der
Laden kracht zusammen. Ich erwarte lediglich, daß die Unternehmungen
sich weniger aggressiv verhalten und daß die Erträge gerechter verteilt
werden.

> AlS alleiniger Wirtschaftsentwurf hat sich das wohl nicht so
> sonderlich bewährt,

Offensichtlich.

> jedoch in Bereichen, die im wesentlichen der existentiellen
> Daseinsfürsorge dienen und dazu noch einen Monopolcharakter haben
> (Energie, Wasser, Wohnen, öffentlicher Nahverkehr, Gesundheit
> (Medizin)) ist m.M.n. staatliches Handeln und staatliches
> Unternehmertum dem privaten vorzuziehen.

Ja, ohne jeden Zweifel.

Love Story

unread,
May 20, 2012, 3:33:50 PM5/20/12
to
txtm...@gmx.de <txtm...@gmx.de> wrote:

> Also ich w�re bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses
> Grundeinkommen zu tauschen.

Bei Deinem kommunistischen und arbeitverachtenden "bedingungslosem
Grundeinkommen" wird die ganze EU nach BRD auswandern und Milliarden
Chinesen, Araberheere, Negerinvasionen werden die BRD fluten, weil jeder
ohne Arbeit Geld bekommen will. Ob die BRD eine Bev�lkerung von 5
Milliarden aush�lt? Und woher soll dieses omin�se "bedingungslose
Grundeinkommen" f�r diese Milliarden BRD-Neub�rger kommen?

Love


--
Die Bibel - Gottes Wort - schreibt:
"Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen!"
Und:
"Im Schwei�e Deines Angesichts sollst Du Dein Brot verdienen!"

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 3:52:08 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Gerald Gruner
> txtm...@gmx.de schrieb am 20.05.12:


> Na dann geh doch mit gutem Beispiel voran und adoptiere 2-3
> Bedürftige Harz-4-Empfänger und stelle ihnen die "Luxuslimusine"
> persönlich zu Verfügung.

Möchtest Du Dich als ernstzunehmender Diskussionsteilnehmer
disqualifizieren?

Deine Luxuslimousine wird schwerlich mit dem GE zu finanzieren sein,
dafür wird auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige und angemessen
gut bezahlte Anstellung Bedingung sein, Deine hier abgeworfene
Ausscheidung ist folglich sinnfrei.

Das GE wird allenfalls ein Wenig über der heutigen Grundsicherung
liegen, und das heißt: Fahrrad fahren! Allein die peinliche Prüfung der
Bedürftigkeit soll entfallen, mehr nicht. Was hast Du denn gedacht? Soll
Arno Dübel etwa einen Maybach fahren? Dann bin ich die Erste, die ihm da
eine Granate reinschießt.

Überdies kann beschlossen werden, daß Einkomen mit dem GE verrechnet
wird, sonst bekäme der Ackermann ja auch welches.

> "Soziale Hängematte" für jedermann? Und dann?

Du hast es offensichtlich nicht verstanden. Das GE deckt den GB (den
Grundbedarf), mehr nicht. Daraus folgt: wer sich „etwas leisten“ will,
der wird weiterhin dafür arbeiten müssen. Denn der Mensch arbeitet, wenn
er aus den Erträgen der Arbeit seine Lebensumstände verbessern kann.
Dieses Prinzip ist essentiell, das soll nicht durchbrochen werden!

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 4:22:57 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von mucky
> Am Samstag, 19. Mai 2012 16:01:33 UTC+2 schrieb Erika Cieśla:
>> Antwort auf eine Nachricht von mucky


>>> „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, daß Arbeit immer
>>> das Leben finanzieren kann“ EX BDI-Präsident Michael Rogowski
>>> bei „Menschen bei Maichberger“ am 06.03.2012
>>
>> Wie meint’n der das?
>
> Sollte das wirklich so schwer sein?

Nö, nicht wirklich, – Rogowski und BDI sind ein Begriff. Die Frage war
also rhetorisch.

>> Den ersten Fall regelt ein Grundeinkommen, den Zeiten der
>> Mindestlohn.
>
> "Regelt" ist gut und vor allem fast täglich veränderlich. :) Die
> Richtung der Regelungen sind noch immer nicht bekannt?

Och, eine „Hausnummer“ haben wir schon, der DGB fordert 8,50 Euro die
Stunde. Das rechnen wir mal Durch auf der Basis einer 35-Stunden-Woche.

35 × 4 × 8,50 ≈ 1.200 Euro.

Das ist Brutto, davon geht noch was ab, Netto sind das vielleicht 850
Euro. Oh ja, das ist immer noch verdammt wenig, gar keine Frage, aber
zumindest hat dieser Arbeiter in der Regel keinen Anspruch mehr auf die
Aufstockung durch die ARGE.

> Bleibt "nur" noch die Erkenntnis der Vertreter des Volkes, wobei das
> Kriterium Systemrelevant sich vorerst über die einstige Freiheit,
> Demokratie und Souverän/Pöpel gestellt hat.

Wenn die Volksvertreter das Volk nicht mehr vertreten,
dann muß das Volk die Volksvertreter treten! ;-)

(keine Quellenangabe, das ist von mir)

* Ohne jeden Zweifel fällt die FDP damit raus, mit denen geht es gar
nicht.

* Die CDU wird dem Mindestlohn zustimmen, aber nur, wenn es im
Koalitionsvertrag steht.

* Die SPD hat bisher auch noch nichts für den Mindestlohn getan. Damit
sie es tut, wird man ihr wohl drohen müssen, ansonsten die Linken zu
wählen.

* Die Linke ist auf jeden Fall für den Mindestlohn (die haben sogar
eine eigene Forderung nach zehn Euro), aber die werden nie so stark
sein, daß sie es erzwingen könnten.

Wir brauchen also folgendes:

1. FDP ganz raus!

2. CDU schwächen und SPD stärken!

3. Und mindestens zehn Prozent Linke wählen, – weniger als das droht
der SPD nicht.

Die Grünen habe ich jetzt „übersehen“, aber das ist nicht so schlimm. Ob
die SPD nun mit der CDU, oder mit den Grünen koaliert, das macht nicht
viel Unterschied. Aber wenn die Linke unter zehn Prozent sinkt, dann
könnten die Sozen das von Schröder angerichtete Debakel vergessen, und
das wäre übel.

Siegfrid Breuer

unread,
May 20, 2012, 4:22:00 PM5/20/12
to
exa...@dummy.invalid (Erika Cie?la) schrieb:

>> Na dann geh doch mit gutem Beispiel voran und adoptiere 2-3
>> Bed嚙緝ftige Harz-4-Empf嚙緯ger und stelle ihnen die "Luxuslimusine"
>> pers嚙緯lich zu Verf嚙篇ung.
>
> M嚙箱htest Du Dich als ernstzunehmender Diskussionsteilnehmer
> disqualifizieren?

Genau! Wie kann man nur verlangen, dass ein Hungerleider noch 2-3
weitere adoptiert! <prust>

> Du hast es offensichtlich nicht verstanden. Das GE deckt den GB (den
> Grundbedarf), mehr nicht.

Und da Plaerren zweifellos zum Grundbedarf von Ottmar Ohlemacher
gehoert, reicht es auch fuer einen Internetzugang!

> Daraus folgt: wer sich ?etwas leisten?
> will, der wird weiterhin daf嚙緝 arbeiten m嚙編sen.

Ich finde, Ottmar Ohlemacher leistet sich die tollsten Klopse, ganz
ohne was zu arbeiten (oder _gerade deswegen_, sonst haette der Toelpel
garnicht mehr den Elan dafuer).

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 4:24:37 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Siegfrid Breuer
> exa...@dummy.invalid (Erika Cie?la) schrieb:
>
>>> Na dann geh doch mit gutem Beispiel voran und adoptiere 2-3
>>> Bedürftige Harz-4-Empfänger und stelle ihnen die "Luxuslimusine"
>>> persönlich zu Verfügung.
>>
>> Möchtest Du Dich als ernstzunehmender Diskussionsteilnehmer
>> disqualifizieren?
>
> Genau!

Du hast Dich als ernstzunehmender Diskussionsteilnehmer bereits
disqualifiziert.

Siegfrid Breuer

unread,
May 20, 2012, 4:32:00 PM5/20/12
to
exa...@dummy.invalid (Erika Cie?la) schrieb:

> Du hast Dich als ernstzunehmender Diskussionsteilnehmer bereits
> disqualifiziert.

Komisch, es war - jedenfalls hierzugroup - nie meine Absicht, sowas
zu sein. Was mich natuerlich nicht hindert, ab und an trotzdem ein
paar ernsthafte Dinge einzuwerfen. Aber dann sind Leute Deines Schlags
ja in der gluecklichen Lage, das nicht merken zu muessen, weil ihr ja
schon euer gesundes Vorurteil mir gegenueber gebildet habt, nichtwahr?

--
> Danke - es tut gut wenigstens von einigen verstanden zu werden -
> kommt man sich wenigstens nicht gar so bloede vor <g>
[Ottmar Ohlemacher in <c1576t83qg61gmg92...@4ax.com>]

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 5:13:39 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Grobi
> Hallo Erika,
>
> Am Sun, 20 May 2012 16:04:48 +0200 schrieb Erika Cie?la:
>
>> Zitat: ?Jeder 7. deutsche Arbeitsplatz hängt von der
>> Automobil-industrie ab. Mit jeder Fahrzeuggeneration steigern die
>> (...) die Produktivität allerdings um rd. 20% - und benötigen
>> entsprechend weniger Mitarbeiter.?
>>
>> BINGO!
>>
>> Sie steigern immerzu ihre Produktivität, denn angeblich brauchen
>> wir ja Wachstum, und kommen dennoch mit immer weniger Leuten aus.
>> Und fünfmal minus zwanzig Prozent ist nach Adam Riese Null, der
>> Trend tendiert offensichtlich gegen die beschäftigungslose
>> Gesellschaft.
>
> Deine Überlegungen zu diesem Thema sind sicherlich richtig und
> wichtig ...

... aber die Präsentation ist nicht in allen Punkten absolut präzise,
ich weiß! Ich bin ja auch kein Professor, ich gönne mir das. :-D

Insbesondere die Rechnung mit den 20% war nicht akurat. Diese Reihe:

1,0 - 0,8 - 0,6 - 0,4 - 0,2 - 0,0

Ist in der Tat nicht so schön. Diese hier:

1,0 - 0,8 - 0,64 - 0,51 - 0,41 - 0,33 - 0,26 - 0,21 - 0,17 - et cetera

wäre besser gewesen. DAS WEIẞ ICH! Aber es nützt mir gar nichts den
Fehler zu erkennen wenn das Ding schon draußen ist, dann ist es eben
draußen.

Als ich noch Zugang über die Telekomiker hatte, konnte ich meine eigenen
Beiträge löschen und ersetzen. Das ist mir bei meinem neuen
Dienstleister leider verwehrt, – was draußen ist ist draußen. :-(

Und doch war die „Idee“ im Prinzip richtig! Zitat Holger: „Es geht
asymptotisch gegen Null“, und das ist das hüpfende Komma.

>> Nun ist das Wachstum zwar ein anderer Lehrstoff, gehört aber
>> ebenfalls zum BWL-Lehrgang, wir kommen nicht umhin uns das mal kurz
>> anzusehen.
>
> Aber nicht so wie Du es tust! :-\

Konnte ich dir bis hier noch folgen, ...

> Das BIP alleine sagt zunächst nicht soviel aus über die gesteigerte
> Produktivität, da 'hakt' es bei Deiner Ausführung bereits.

... so kann ich das ab hier nicht mehr.

> Wir können uns gegenseitig immer wieder einen Euro zuschmeißen und ...

... und was!?

In der Tat wird an den Börsen den ganzen Tag Geld hin- und hergeworfen,
so daß die Sekulationssumme _um ein vielfaches_ über dem Wert der damit
spekulierten Güter liegt. Das BIP aber erhöht sich hierdurch offenbar
nicht, das liegt nach wie vor um ein vielfaches _unter_ der oben erwähnten
Spekulationssumme.

> F'up2 d.t.t.

Dann müßte ich ja die Gruppe wechseln! Das behagt mir nicht. Sowohl die
d.t.t als auch die d.s.p.m sind äußerst opulent. Wollte ich in beiden
Gruppen aktiv sein, so hätte ich sonst nichts zu tun, könnte mir nicht
einmal mehr Zeit gönnen einen Tee zu trinken. :-D


Glück auf!
𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 5:47:07 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von
> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:a1qcbk...@mid.individual.net...
>> Antwort auf eine Nachricht von
>>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag


>> Andererseits sind wir ja Exportweltmeister! (...) 80 Millionen
>> Deutsche kloppen sich mit einer Milliarde Chinesen um diesen
>> blöden Titel, ist das nicht komisch?
>
> Mit dem Export-Wettbewerb ist es wie mit der Schere zwischen Arm und
> Reich:

Nicht wahr!?

Wenn wir unsere Produkte im Ausland absetzen wollen, dann haben wir
grundsätzlich drei Möglichkeiten:

1. Wir haben was, was keiner sonst anbietet!

2. Unsere Produkte sind einfach besser als die der Konkurrenz.

3. Wir lassen uns auf einen Preiskampf ein?

Bei 1 und 2 ist der Preis sekundär, man wird ihn zahlen, – bei 1 mehr
noch als bei 2. Lassen wir uns aber auf das dritte Modell ein, dann
können wir nur bestehen wenn wir die Lohnstückkosten drücken auf
Teufelkommraus. Dies geschieht zunächst durch effektivere Methoden. Ist
diese Option aber ausgeschöpft, dann geht es an die Löhne. Und genau da
sind wir mittlerweile angekommen, denn Deutschland ist das einzige
hochentwickelte Industrieland überhaupt, in dem die Löhne während der
letzten zwanzig Jahre nicht gestiegen, sondern gesunken sind!

Zwar nicht in jedem Einzelfall, gewiß, aber jeder vierte Arbeiter
hierzulande ist jetzt schon prekär beschäftigt, tendenz zunehmend. Das
drückt die Lohnsumme und macht Deutschland zu einem Billiglohnland. Mit
fatalen Folgen, sowohl für uns selbst als auch für unsere Nachbarn, die
mit unseren Preisen nicht mehr mithalten können und in den Konkurs
getrieben werden.

Im Inland stiften sie Not! Insbesondere unter den prekär Beschäftigten,
die nach getaner Arbeit beim Amt um Almosen anhalten müssen, grassiert
die Verzweiflung.

Für die Folgen auf das Ausland fällt mir Dänemark als Beispiel ein.
Dort, so wurde im Fernsehen berichtet, sei die fleischverarbeitende
Industrie nahezu vollkommen zusammengebrochen und die dänischen
Arbeiter, die zuvor in Dänemark noch ein auskömmliches Einkommen hatten,
verdingen sich nun als billige Leiharbeiter im benachbarten
Schleswig-Holstein.

Das ist gar nicht gut, der dritte Weg ist offensichtlich ein Fehler!
Unsere Kompetenz ist nicht der billige Lohn, sondern die exzellente
Qualität, *damit* sollten wir uns bewerben.

>> Mittlerweile haben wir schon 1,5 Billionen Euro als Forderung gegen
>> andere Staaten (unter anderem auch Griechenland) in den Büchern
>> stehen, dort steht dieselbe Zahl auf Verbindilchkeit. Glaubst Du,
>> wir kriegen das Geld irgend wann mal? Nö!
>
> Nö! :)
>
>> Wenn wir unablässig nur verkaufen, und alle anderen immerzu nur
>> (bei uns) einkaufen, wie sollen die dann das Geld erwirtschaften
>> um unsere Rechnungen zu bedienen? eigentlich kann das nicht
>> funktionieren.
>>
>> Wir sitzen auf einem Berg uneinbringlicher Forderungen, und nur
>> dafür haben wir unseren Binnenmarkt mittels prekärer Löhne sauber
>> ruiniert.
>
> Und das bei weiterhin sinkender Kaufkraft - weltweit. Arbeitsplätze
> können nur noch über Subventionen, die über Neuverschuldungen
> geleistet werden, gesichert werden. Nein, *das* System kann nicht
> mehr funktionieren, da stetiges Wachstum nicht hergestellt werden
> kann, schon gar nicht in allen Bereichen.

[Erika nickt mit’m Kopp!]


Detlef Bosau

unread,
May 20, 2012, 6:10:55 PM5/20/12
to
On 05/20/2012 11:13 PM, Erika Cieśla wrote:
> In der Tat wird an den Börsen den ganzen Tag Geld hin- und hergeworfen,
> so daß die Sekulationssumme _um ein vielfaches_ über dem Wert der damit
> spekulierten Güter liegt. Das BIP aber erhöht sich hierdurch offenbar
> nicht, das liegt nach wie vor um ein vielfaches _unter_ der oben erwähnten
> Spekulationssumme.
>

Weil an der Börse keine Güter und Dienstleistungen produziert und
folglich die Konten im BIP nicht mit aufaddiert werden?



Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 6:15:18 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Holger Marzen
> * On Sun, 20 May 2012 16:04:48 +0200, Erika Cieśla wrote:


>> Sie steigern immerzu ihre Produktivität, denn angeblich brauchen
>> wir ja Wachstum, und kommen dennoch mit immer weniger Leuten aus.
>> Und fünfmal minus zwanzig Prozent ist nach Adam Riese Null, der
>> Trend tendiert offensichtlich gegen die beschäftigungslose
>> Gesellschaft.
>
> 5 Mal -20% ergibt: ...

Ja, Holger, da habe ich Mist gebaut, ich weiß. Ich hab das aber erst
gesehen als der Eumel schon draußen war. Die Funktion, „Nachricht
löschen“, ist bei mir aber nicht schwarz, sondern grau, will heißen, ich
kann den Schrott nicht zurückziehen, – was draußen ist ist draußen.

> 1.) 80% - 2.) 64% ... et cetera.

Genau!

> Es geht also asymptotisch gegen 0.

Akurat!

> Das wäre auch gar nicht schlimm, denn weniger Arbeit ist ja etwas
> sehr Angenehmes.

Das wäre „Utopia“ (wo Maschinen und Roboter alle Arbeit machen), und im
Prinzip wollen wir ja auch genau da hin. Nur die damit notwendigen
Konsequenzen wollen wir nicht ziehen, und das ist ein Bißchen blöd. Die
Arbeit quasi abschaffen, zugleich aber daran festzuhalten, daß allein
aus Arbeit Einkommen erwächst, das ist ein Oxymoron!

> Das Dumme dabei ist nur, dass der Produktivitätsgewinn nicht den
> Arbeitnehmern zugutekommt.

Ebent! Allein die Unternehmergewinne steigen, und das geradezu
explosionsartig, während das (äh!) „Proletariat“ zunehmend verelendet.

> Man fragt sich: Wo geht der Profit für den Produktivitätszuwachs
> hin? Mich erinnern die Rationalisierungen und der "Wir müssen
> Personalkosten sparen!"-Wahn (auch bei gesunden Unternehmen) an die
> Zeitsparkonten der Grauen Herren in Michael Endes Geschichte "Momo".

Ja, das ist eine durchaus passende Allegorie.

> Wer sind die Grauen Herren in der realen Welt?

das sind die „Nieten in Nadelsreifen“, lieber Holger!

So jedenfalls lautete der Titel eines 1992 erschienenes Buch von Günter
Ogger, – vermutlich lesenswert.


Glück auf!
𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 6:32:12 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau
So ist es, – Rumschieben alleine schafft keinen Wert.

Habe was gefunden:

„Im Jahr 2006 werden nach vorläufigen Zahlen, die eine Schätzung für die
letzten zwei Handelstage beinhalten, an allen Wertpapierbörsen in
Deutschland rund fünf Billionen Euro umgesetzt.“

Quelle: Manager Magazin

Es wäre schön, wenn ich auch das BIP aus dem Jahre hätte, aber um diese
Uhrzeit will ich gar nicht danach suchen. Aktuell wird für die BRD ein
BIP von 3,4 Milliarden USD entsprechend 2,7 Milliarden Euro erwähnt. Nun
ist es zwar unseriös, Zahlen aus verschiedenen Ländern zu vergleichen,
aber fünf Billionen sind rund das 1850-fache von 2,7 Milliarden. :-)

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 6:39:49 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Goggolori
> Mark Busch drückte sich sehr genau aus :

>>> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem
>>> gigantischen Haufen von Produkten, die nicht mehr absetzbar sind,
>>> weil sie sich keiner mehr leisten kann.
>>
>> Deswegen geht die Suche nach neuen Märkten weiter. China kam da
>> gerade recht.
>
> ...China als Abnehmer hinkt.

So isses! China ist längst nicht mehr Abnehmer, noch will es uns seine
billige Arbeit überlassen, noch will es uns seine Rohstoffe ausliefern,
sondern tritt in zunehmendem Maße selbst als Lieferant auf. Und China
investiert ganz massiv in Afrika, – da sind wir noch gar nicht drauf
gekommen!

Uwe Borchert

unread,
May 20, 2012, 6:46:24 PM5/20/12
to
Hallo,

Am 20.05.2012 22:22, schrieb Erika Cieśla:

...[Milchmädchenrechnung mit Spezialdemokraten]...


> 1. FDP ganz raus!
>
> 2. CDU schwächen und SPD stärken!

Wie bitte? Noch eine Agenda 2020? Bist Du verrückt? Die SPD muss
aufgelöst werden, denn nur so haben wir die Chancen auf den Erhalt
einer sozialen und gerechten Gesellschaft. Die Spezialdemokraten
der SPD haben seit 1919 immer wieder gezeigt wie geschmeidig und
schnell sie umkippen können. Sie sind vollkommen unkalkulierbar
und ein Sicherheitsrisiko. Der Kampf der Spezialdemokraten gegen
die Arbeiterbewegung in den 1920ern hat uns das Dritte Reich
beschert. Die Spezialdemokraten haben die Arbeiterbwegung auf
Wunsch und Weisung des Kapital klein gemacht und dann war niemand
mehr da um gegen die NSDAP anzutreten, da Militär und Polizei
schon zu weit von der NSDAP unterlaufen waren.

> 3. Und mindestens zehn Prozent Linke wählen, – weniger als das droht
> der SPD nicht.

Ach? Und warum dann die Spezialdemokraten überhaupt in Betracht
ziehen? Diesmal wird alles anders? Das kleinere Übel? Nix aus der
Geschichte gelernt? Oder einfach Stockholm-Syndrom? He! Hier geht
es um viel zu viel um das politische Risiko Spezialdemokratie
tolerieren zu können. Da könnten man auch eine Triebtäter und
Massenmörder (dreistellige Zahl von Opfern) wegen einer guten
Prognose auch vorzeitig aus der Haft entlassen, das wäre etwa
genauso unsicher. Allerdings würde der in der Summe weit weniger
Schaden anrichten als eine umfallende Spezialdemokratie.

> Die Grünen habe ich jetzt „übersehen“, aber das ist nicht so schlimm. Ob
> die SPD nun mit der CDU, oder mit den Grünen koaliert, das macht nicht
> viel Unterschied. Aber wenn die Linke unter zehn Prozent sinkt, dann
> könnten die Sozen das von Schröder angerichtete Debakel vergessen, und
> das wäre übel.

Übel wäre ein politisches Überleben der Spezialdemokratie. Die
Geschichtsbücher und Friedhöfe sind voll mit den Folgen davon.
Nene ... nach fast 100 Jahren Unheil sollten wir endlich das
Problem angehen. Keine Stimme mehr für Spezialdemokraten, gebt
der Demokratie und dem sozialen Frieden endlich eine Chance.

MfG

Uwe Borchert

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 7:08:41 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Erika Cieśla
s/Ländern/Jahren ;-)

Man soll um diese Uhrzeit (mit halbgeschlossenen Augen) nicht mehr
schreiben. Warum tu ich’s dann?

Aber es ist so, der Umsatz ist keine Produktion, und eine Dienstleistung
wohl auch nicht, geht also nicht ins BIP ein. Zu den Dienstleistungen
gehören aber Beträge wie die Händlercourtage bzw. Maklerprovision, oder
wie das Ding heißt, also die Kosten, die für die Abwicklung des Handels
anfallen. Dumm gesagt, wenn ich für eine Million Aktien kaufe, und dafür
eine Provision von 50 Euro bezahle, dann steigt das BIP nicht um die
Million, sondern nur um 50 Euro.

Grobi

unread,
May 20, 2012, 7:39:57 PM5/20/12
to
Hallo Erika,

Am Sun, 20 May 2012 23:13:39 +0200 schrieb Erika Cie?la:

>> Das BIP alleine sagt zunächst nicht soviel aus über die gesteigerte
>> Produktivität, da 'hakt' es bei Deiner Ausführung bereits.
>
> ... so kann ich das ab hier nicht mehr.
>
>> Wir können uns gegenseitig immer wieder einen Euro zuschmeißen und ...
>
> ... und was!?

Ok, hier scheine ich mich auch nicht mehr ganz richtig erinnert zu
haben. Folgendes zum BIP:

--Definition--
Das Bruttoinlandsprodukt (Abkürzung: BIP) gibt den Gesamtwert aller
Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres
innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und
dem Endverbrauch dienen.
--Definition--

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/BIP

Das mit dem Endverbraucher ist mir wohl irgendwie aus der Erinnerung
entschwunden! Aber ich war noch nie ein großer Freund dieser Kennzahl!
(-:

Nichtsdestotrotz stimmt mein Bsp mit dem Euro hin und her schmeißen als
'Lohn' für ein Lächeln! Es handelt sich in dem Fall um eine
Dienstleistung, obwohl sie quasi 'nichts' produziert!
Aus dem Grund bleibe ich dabei, dass eine BIP-Steigerung in die von Dir
genannte Höhe und Schnelligkeit sehr wohl machbar wäre. Da darauf aber
Steuern anfallen, wird wohl niemand so ohne weiteres 'nichts' anbieten
und auch schwerlich einen Käufer finden. ((-:
Wobei die Banker haben es uns vorgemacht, wie das alles geht...

Der BIP als 'Gradmesser' mag taugen, richtig aussagekräftig empfinde ich
ihn nicht. Ebenso bin ich kein Freund von der Kennzahl "Umsatz", weil es
keinerlei Aussage beeinhaltet, ob das Unternehmen profitabel ist oder
nicht.

Nichtsdestotrotz ist ja ohnehin eine 'Tendenz' zu erkennen - weg vom
produzierenden Gewerbe, hin zur Dienstleistungsgesellschaft. Das
bedeutet ja nicht, dass keine Güter mehr produziert werden, nur braucht
es - durch die gesteigerte Produktivität - nicht mehr soviele Arbeiter
dafür. Also entstehen immer mehr Arbeitsplätze im
Dienstleistungsgewerbe. Von daher - der Kapitalismus kann noch einige
Steigerungen hinkriegen! Wir sind ja schon soweit, dass es Unternehmen
gibt, die 'virtuelle Güter' anbieten (damals Linden Labs oder heute
aktuell Zynga) und sich Käufer finden. Wie man also sieht ist noch
genügend Spielraum den BIP in ungeahnte Höhen zu hieven. Mit ein wenig
Fantasie und gutem Willen! (-:

Die Frage ist nur WER und WIE das alles bezahlt (wird)! Und jetzt kommen
wir wieder zu der Finanzkrise, aber die will ich jetzt hier nicht weiter
ausführen! ((-:


>> F'up2 d.t.t.
>
> Dann müßte ich ja die Gruppe wechseln! Das behagt mir nicht. Sowohl die
> d.t.t als auch die d.s.p.m sind äußerst opulent. Wollte ich in beiden
> Gruppen aktiv sein, so hätte ich sonst nichts zu tun, könnte mir nicht
> einmal mehr Zeit gönnen einen Tee zu trinken. :-D

Ok, dann bleibt es bei dem 'bösen' Crosspost, denn ich wechsel auch
nicht die Gruppe! (-:

Gruß
Grobi

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 7:48:33 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Uwe Borchert
> Am 20.05.2012 22:22, schrieb Erika Cieśla:


>> 1. FDP ganz raus!
>>
>> 2. CDU schwächen und SPD stärken!
>
> Wie bitte?

Haben wir eine andere Wahl? Wählen wir überhaupt noch? Wenn ich im
Supermarkt fünf Tüten finde die mit Zucker, Mehl, salz, Rosinen und
Kaffee beschriftet sind, aber *überall* Erbsen drin sind, dann habe ich
doch keine Wahl mehr!

>> 3. Und mindestens zehn Prozent Linke wählen, – weniger als das droht
>> der SPD nicht.
>
> Ach? Und warum dann die Spezialdemokraten überhaupt in Betracht
> ziehen?

Weil ich das alleine nicht ändern kann. Ich werde bei der Bundestags-
wahl die Linken ankreuzen, aber wer tut das noch? Aktuell wird die
Partei mit sechs Prozent taxiert, - noch einen Punkt weniger, und Du
kannst sie knicken.

Letztendlich bekommen wir nächstes Jahr eine von folgenden Optionen:

A = SPD/Grüne
B = SPD/CDU
C = CDU/SPD

Das sind 70, 80 und 90 Prozent Scheiße. Derzeit haben wir CDU/FDP, das
ist hundert Prozent Scheiße.

Die NPD kommt hier gottseidank nicht vor, – sonst müßte ich entweder
Werte über hundert Prozent akzeptieren oder die Skala neu justieren

> Diesmal wird alles anders?

Eher nicht.

> Das kleinere Übel?

Zumindest will man das hoffen.

> Übel wäre ein politisches Überleben der Spezialdemokratie.

Das wird sie aber. Nach all dem was die Sozen schon alles angerichtet
haben, hätten sie es verdient, vollständig durch die Linke abgelöst zu
werden. Ja, und wovon träumen wir nachts?

Sogar die bereits eingesargte FDP, die man nun wirklich nicht mehr
wählen kann, steigt wieder auf, – bei den letzten zwei Wahlen ist sie
wieder in den Landtag eingezogen. Es bleibt also alles wie es ist, und
abgesehen von einigen Minimalstmöglichen Dingen ändert sich nichts. Das
ist nicht mein Wunsch, aber offensichtlich die Realität.

Rüdiger Thomas

unread,
May 20, 2012, 7:57:15 PM5/20/12
to

"Erika Ciesla" <exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:a1t734...@mid.individual.net...
> Antwort auf eine Nachricht von
>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>> news:a1qcbk...@mid.individual.net...
>>> Antwort auf eine Nachricht von
>>>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>
>
>>> Andererseits sind wir ja Exportweltmeister! (...) 80 Millionen
>>> Deutsche kloppen sich mit einer Milliarde Chinesen um diesen
>>> blöden Titel, ist das nicht komisch?
>>
>> Mit dem Export-Wettbewerb ist es wie mit der Schere zwischen Arm und
>> Reich:
>
> Nicht wahr!?
>
> Wenn wir unsere Produkte im Ausland absetzen wollen, dann haben wir
> grundsätzlich drei Möglichkeiten:
>
> 1. Wir haben was, was keiner sonst anbietet!
>
> 2. Unsere Produkte sind einfach besser als die der Konkurrenz.
>
> 3. Wir lassen uns auf einen Preiskampf ein?
>
> Bei 1 und 2 ist der Preis sekundär, man wird ihn zahlen, - bei 1 mehr
Unsere Produkte werden - nach wie vor - ob ihrer hohen Qualität importiert
(falls nicht bereits deren Herstellung "exportiert" wurde). Der deutsche
Arbeiter ist für die Wirtschaft zu einem "Klotz am Bein" mutiert, muß über
Mehrexport und staatliche Hilfen subventioniert werden. Zu einem großen Teil
ist hieran die "Globalisierung" (Verlagerung von Produktionsstätten ins
Ausland) schuld, hinzu kommen Rationalisierungsmaßnahmen aller Art. Daß
hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, zeichnete sich schon in den
Achzigern ab. Nun hat das Lohndumping die Kaufkraft "gefressen"; der
Binnenmarkt dümpelt vor sich hin. Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in Sicht.
..

>>> Mittlerweile haben wir schon 1,5 Billionen Euro als Forderung gegen
>>> andere Staaten (unter anderem auch Griechenland) in den Büchern
>>> stehen, dort steht dieselbe Zahl auf Verbindilchkeit. Glaubst Du,
>>> wir kriegen das Geld irgend wann mal? Nö!
>>
>> Nö! :)
>>
>>> Wenn wir unablässig nur verkaufen, und alle anderen immerzu nur
>>> (bei uns) einkaufen, wie sollen die dann das Geld erwirtschaften
>>> um unsere Rechnungen zu bedienen? eigentlich kann das nicht
>>> funktionieren.
>>>
>>> Wir sitzen auf einem Berg uneinbringlicher Forderungen, und nur
>>> dafür haben wir unseren Binnenmarkt mittels prekärer Löhne sauber
>>> ruiniert.
>>
>> Und das bei weiterhin sinkender Kaufkraft - weltweit. Arbeitsplätze
>> können nur noch über Subventionen, die über Neuverschuldungen
>> geleistet werden, gesichert werden. Nein, *das* System kann nicht
>> mehr funktionieren, da stetiges Wachstum nicht hergestellt werden
>> kann, schon gar nicht in allen Bereichen.
>
> [Erika nickt mit'm Kopp!]
>
>
> Glück auf!
> ...


Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 8:39:05 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Grobi
> Hallo Erika,


>>> Wir können uns gegenseitig immer wieder einen Euro zuschmeißen
>>> und ...
>>
>> ... und was!?
>
> Ok, hier scheine ich mich auch nicht mehr ganz richtig erinnert zu
> haben. Folgendes zum BIP:
>
> --Definition-- Das Bruttoinlandsprodukt (Abkürzung: BIP) gibt den
> Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die
> innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer
> Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.
> --Definition--

Besser weiß ich es auch nicht. Und da stelle ich doch gleich mal eine
dumme Frage: wie verbrauche ich eine Aktie? ;-)

Selbstverständlich ist der Handel mit Wert- und/oder Wertlospapieren
eine Dienstleistung, aber worin besteht sie? Der Wert der Aktien kann es
nicht sein. Die wechseln ja nur den Besitzer und der neue Besitzer
verbraucht sie auch nicht, das kann man also schonmal knicken. Aber der
Börsenmakler hat für diesen Handel eine Provision kassiert, und *DA*
haben wir sie.

> Nichtsdestotrotz stimmt mein Bsp mit dem Euro hin und her schmeißen
> als 'Lohn' für ein Lächeln! Es handelt sich in dem Fall um eine
> Dienstleistung, obwohl sie quasi 'nichts' produziert!

Wieveil Haare hast Du dafür endverbraucht, um *DAS* an diesen
herbeizuziehen? :-)

> Aus dem Grund bleibe ich dabei, dass eine BIP-Steigerung in die von
> Dir genannte Höhe und Schnelligkeit sehr wohl machbar wäre.

Das glaube ich nicht.

> Wobei die Banker haben es uns vorgemacht, wie das alles geht...

Ja freilich. Aber wie oben schon angemerkt, gehen dabei nur die
anfallenden Kosten und Gebühren in das BIP ein, die Höhe der
verschobenen Werte ist hingegen beliebig. Wie schon festgestellt, werden
diese ja nicht verbraucht, sondern wechseln nur ihren Platz.


>>> F'up2 d.t.t.
>>
>> Dann müßte ich ja die Gruppe wechseln! Das behagt mir nicht.
>> Sowohl die d.t.t als auch die d.s.p.m sind äußerst opulent. Wollte
>> ich in beiden Gruppen aktiv sein, so hätte ich sonst nichts zu tun,
>> könnte mir nicht einmal mehr Zeit gönnen einen Tee zu trinken. :-D
>
> Ok, dann bleibt es bei dem 'bösen' Crosspost, ...

Ja, Crosspost ist böse, aber es hat sich bisher noch keiner beschwert.
Das liegt sicherlich daran, daß das Thema durchaus zu beiden Gruppen
passend ist. Wir können ja probeweise mal die de.comp.os.unix.linux.misc
in den Verteiler aufnehmen, – wetten, daß wir *dann* Feuer kriegen? :-D

Erika Cieśla

unread,
May 20, 2012, 11:23:52 PM5/20/12
to
Antwort auf eine Nachricht von ... ?

Was machst Du eigentlich anders, daß mein Donnervogel hier nie deinen
Namen einsetzt, Rüdiger Thomas?

> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:a1t734...@mid.individual.net...
>> Antwort auf eine Nachricht von


>> Wenn wir unsere Produkte im Ausland absetzen wollen, dann haben wir
>> grundsätzlich drei Möglichkeiten:
>>
>> 1. Wir haben was, was keiner sonst anbietet!
>>
>> 2. Unsere Produkte sind einfach besser als die der Konkurrenz.
>>
>> 3. Wir lassen uns auf einen Preiskampf ein?


> Unsere Produkte werden - nach wie vor - ob ihrer hohen Qualität
> importiert

Das ist der zweite Fall. Ich will mal ein paar Namen nennen: Mercedes,
Audi, BMW und vielleicht noch Porsche, die werden immer gerne gekauft.
Das sind sozusagen die „Gewinnerautos“, wer ein solches hat, der zeigt
seinen Erfolg und/oder seinen abgehobenen sozialen Status. Gewiß, die
anderen bauen auch Autos, aber das sind dann nicht Mercedes, Audi, BMW
und Porsche.

> Der deutsche Arbeiter ist für die Wirtschaft zu einem "Klotz am
> Bein" mutiert,

Das wird immerzu behauptet, aber ich glaube es nicht. Zwar haben wir
(noch!) andere Löhne als in China, aber wir haben auch eine andere Güte.
Wenn ich zum Beispiel für 15 Euro hundert Stück produziere, bei einer
Fehlerquote von null Prozeht, dann kostet ein Stück 15 Cent. Wenn ein
Chinese für 5 Euro nur die Hälfte schafft, und davon wiederum die Hälfte
in den Ausschuß geht, dann kostet dort ein Stück 20 Cent. Also bin ich
billiger, obwohl ich den höheren Lohn habe. Und falls das Zeug nachher
doch hier in Europa gebraucht werden sollte, kommen da noch die
Transportkosten drauf, und dann kannst Du das knicken.

Betrachten wir uns doch mal die Firma Trigema, ein mittelständiges
Unternehmen in Sachen Textil. Ausgerechnet dieses Gewerk ist geradezu
durchseucht mit Billigprodukten aus China, Indien oder Bangla-Desch, et
cetera. Der Herr Wolfgang Grupp aber produziert noch immer „aus
Überzeugung“ *ausschlißelich* in Deutschland, und sein Laden läuft.
Allerdings hat er nie den Drang zur Expansion (Wachstum?) verspürt, er
produziert bis auf den einzelnen Knopf genau nur das, was er auch
verkaufen kann. Das ist vielleicht nicht viel, aber knapp 1100 Arbeiter
haben dort einen sicheren Arbeitsplatz.

Dieser Herr Grupp hat neulich mal was erzählt. In einem Nachbardorf gab
es einen Mitbewerber, just in derselben Branche, der wollte sehr schnell
sehr reich werden, ist den Einflüsterungen der Berater erlegen und hat
seine Produktion nach China ausgelagert. Die Folge war, daß er die
Hälfte seiner Lieferungen wegen Transportverzug nicht einhalten konnte
(Konventionalstrafe), und die Hälfte von dem Zeug, das hier angekomen
ist, konnte er wegwerfen, weil es nix taugte. *Der* ist jetzt Pleite!
Der Herr Grupp aber ist bescheiden geblieben und hat seinen Laden noch!

Gier frißt Hirn!
================

> muß über (...) staatliche Hilfen subventioniert werden.

Nicht wirklich. Aber wenn der Staat so großzügig ist diese Option
anzubieten, dann wäre der Unternehmer doch ein Narr, wenn er nicht
zugreifen täte.

Apropos Subventionen, – deutsche Steinkohle ist doppelt bis dreimal so
teuer als Importkohle. Damit aber dennoch nach Kohle gebuddelt wird,
subventioniert der Staat jeder Arbeitsplatz im Steinkohlebergbau wird
mit einem Betrag, der ein vielfaches dessen ausmacht, was der Kumpel an
Lohn erhält. Täten wir statt dessen alle unsere Kumpels BEI VOLLER
LOHNFORTZAHLUNG nach Hause schicken, so würden wir einen Haufen Geld
sparen. Wie schlau ist DAS denn!?

Das wäre nun ein Beispiel nach Deinem Geschmack, hier läuft ohne die
warme Dusche von Staat gar nichts. Es ist zugleich aber auch ein
verrücktes Beispiel, denn es kostet uns Steuerzahler mehr als die Sache
wert ist. Wie oben gesagt, selbst bei voller Lohnfortzahlung wären die
Kupels zuhause (oder in ihrem Schrebergarten) billiger als im Flöz.

> (...) hinzu kommen Rationalisierungsmaßnahmen aller Art.

Unser Thema! :-)

> Daß hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, ...

Nee, das sehe ich nicht so. Unter Rationalisierung versteht man heute
zumeist das Wegrationalisieren, also daß Menschenarbeit durch Maschinen
substituiert wird. Primär hat das auf die Löhne keinen Einfluß, außer
für die Betroffenen, die kriegen dann GAR KEINEN Lohn mehr. Es werden
also nicht die Löhne gedrückt, sondern die Arbeitsplätze vernichtet.

Die Lohndrückerei läuft über eine andere Schiene, nämlich über die
Prekarisierung der Arbeit. Wesentlich dazu beigetragen hat unsere
„Arbeiterpartei“ (die SPD), als diese das Zeitlimit für Leiharbeiter
kassierte. Hierdurch erst ist es möglich geworden, wie weiland beim
Schlecker kompletten Belegschaften zu kündigen und über eine Agentur für
Leiharbeit zum halben Lohn wieder anzustellen. Bis dahin war Leiharbeit
gleich Zeitarbeit, die mußte spätestens nach drei Monaten beendet, oder
in einen festen Arbeitsvertrag umgewandelt werden.

Das gleiche ist geschehen durch die Hartz-Gesetze, insbesondere mit dem
Fortfall der unzumutbaren Arbeit. Eine Arbeit, die so schlecht bezahlt
wurde, daß man zusätzlich zum Lohn noch Hilfe annehmen mußte, war bis
dahin noch unzumutbar. Also bekamen die Lohnbetrüger einfach keine Leute
und das Problem war gelöst. Nun aber mußte gnadenlos *jede* Arbeit
angenommen werden, bis hinab zum Null-Euro-Praktikum, und damit war
jeder Damm zum Minilohn gebrochen. Und auch das geht auf das Konto
unserer „Arbeiterpartei“, der SPD, bitte nicht vergessen!

> Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in Sicht.

Nun, die Linke kommt nicht an die Macht, das können wir knicken. Aber
seit es die Linke gibt, muß die SPD darauf achten, nicht so viele
Stimmen an diese zu verlieren, das könnte eine Wirkung haben. Aber
aktuell ist die Linke in den Prognosen auf sechs Prozent gefallen, damit
ist die Wirkung praktisch wieder aufgehoben. Leider!

Es darf in der SPD also wieder ungeniert „geschrödert“ werden, und das
kann ein böse Ende nehmen!

Siegfrid Breuer

unread,
May 21, 2012, 12:09:00 AM5/21/12
to
exa...@dummy.invalid (Erika Cie?la) schrieb:

> Gier fri�t Hirn!
> ================

Du meinst, _deswegen_ ist Ottmar Ohlemacher so genuegsam und mit
Hartz4 zufrieden? <prust>

--
> Es gibt Menschen, die sind gerne "langzeitarbeitslos"
[Ottmar Ohlemacher ueber des Sinn seines Daseins:
<https://groups.google.com/group/de.soc.politik.misc/msg/0f5d48a137690961>]

Fritz

unread,
May 21, 2012, 12:23:15 AM5/21/12
to
Am 21.05.12 00:15, schrieb Erika Cieśla:
> Ja, Holger, da habe ich Mist gebaut, ich weiß. Ich hab das aber erst
> gesehen als der Eumel schon draußen war. Die Funktion, „Nachricht
> löschen“, ist bei mir aber nicht schwarz, sondern grau, will heißen, ich
> kann den Schrott nicht zurückziehen, – was draußen ist ist draußen.

Hallo Erika,
das Problem hatte ich auch schon mal ....
ich hatte (liberté, égalité, fraternité) im Vom stehen.

Du verwendest TB 12.x
Du schreibst im Vom: Cieśla .. also ein Sonderzeichen ś

Versuche mal mit Von: "Erika Ciesla" - ohne ´ in de.test zu posten und
die Nachricht zurückzuziehen, du wirst sehen es funktioniert.


--
Fritz
liberté, égalité, fraternité
Ironie, Satire, Farce, Persiflage, Metapher sind keinesfalls ausgeschlossen
Hammelartige fühlen sich als Welten-Retter alias Don-Quixotte


Fritz

unread,
May 21, 2012, 12:34:16 AM5/21/12
to
Am 21.05.12 01:39, schrieb Grobi:
> Also entstehen immer mehr Arbeitsplätze im
> Dienstleistungsgewerbe.

Was dann, wenn das Dienstleistungsgewerbe auch zum großen Teil
automatisiert wird ....

Wo entstehen dann neue Arbeitsplätze ...?

Und, das Dienstleistungsgewerbe kann nur existieren wenn im erzeugenden
Gewerbe und Industrie genug verdient wird um sich die Dienstleitungen
leisten zu können ....

Das gesamte Wirtschafts-System benötigt so an die 20% (mind.) an
erzeugenden Gewerbe/Industrie um das Rad des Wirtschafts-Geldkreislaufes
in Schwung zu halten!

Vom Börsen-Geldkreislauf haben die meisten Bürger i.d.R. nichts, das
geht an ihnen vorbei, meist in Offshore Banken.

Fritz

unread,
May 21, 2012, 12:42:13 AM5/21/12
to
Am 21.05.12 02:39, schrieb Erika Cieśla:
> Ja, Crosspost ist böse, aber es hat sich bisher noch keiner beschwert.
> Das liegt sicherlich daran, daß das Thema durchaus zu beiden Gruppen
> passend ist. Wir können ja probeweise mal die de.comp.os.unix.linux.misc
> in den Verteiler aufnehmen, – wetten, daß wir*dann* Feuer kriegen?:-D

da core ....

Auch wenn's die Hüter des heiligen Usenet Grals nicht goutieren ...

Crossposting über dspm, dtt, agp finde ich nicht besonders schlimm (es
gibt hier Schlimmeres) ...

Die Netiquette wurde noch in anderen Zeiten geschrieben, als die Usenet
Gurus noch unter sich waren.

Heute käme die Netiquette, so wie sie derzeit ist, nicht mehr zustande,
wenn sich _Alle_ - die im Usenet noch posten - an der Abstimmung
beteiligen würden.

Erika Ciesla

unread,
May 21, 2012, 12:46:56 AM5/21/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Fritz
> Am 21.05.12 00:15, schrieb Erika Cieśla:

> das Problem hatte ich auch schon mal ....
> ich hatte (liberté, égalité, fraternité) im Vom stehen.
>
> Du schreibst im Vom: Cieśla .. also ein Sonderzeichen ś
>
> Versuche mal mit Von: "Erika Ciesla" - ohne ´ in de.test zu posten und
> die Nachricht zurückzuziehen, du wirst sehen es funktioniert.

Nein, geht nicht.

Test-2, – ich habe auch mal meine Originaladresse im From eingetragen,
die ich hier stets im Reply-to stehen habe, geht auch nicht.

Ich vermute, daß das am Provider liegt. Bei den Telekomikern ging das
noch, bei der Uni Berlin scheint diese Option deaktiviert zu sein.

Oder weiß es jemand besser?

Holger Marzen

unread,
May 21, 2012, 12:58:28 AM5/21/12
to
["Followup-To:" nach de.talk.tagesgeschehen gesetzt.]
* On Mon, 21 May 2012 06:34:16 +0200, Fritz wrote:

> Am 21.05.12 01:39, schrieb Grobi:
>> Also entstehen immer mehr Arbeitsplätze im
>> Dienstleistungsgewerbe.
>
> Was dann, wenn das Dienstleistungsgewerbe auch zum großen Teil
> automatisiert wird ....

Oder sich keiner mehr Dienstleistungen leisten kann ...

Ein Volk von Dienstleistern und Unternehmensberatern (natürlich als
Freiberufler), das auf Kunden wartet, die nie kommen.

Fritz

unread,
May 21, 2012, 12:58:34 AM5/21/12
to
Am 20.05.12 20:19, schrieb Erika Cieśla:
>> >Fakt ist doch, daß Griechenland keine Panzer braucht.
> Und doch haben diese 11 Millionen Griechen sich so peu à peu 1600
> schwere Kampfpanzer zugelegt*und* weitere bestellt. Wir 82 Millionen
> Deutsche kommen gerade mal mit 400 solchen aus, nur mal zum Vergleich.
>
> Ich nehme an, daß das „psychologisch“ ist! Bekanntlich haben die
> Griechen 400 Jahre lang unter dem osmanischen Diktat gelitten und
> fürchten „den Türken“ vermutlich heute noch. Das mag irrational sein,
> und doch sollten wir es verstehen.
>
> Der Grieche fürchtet das:
>
> http://imageti.com/files/photos/13234855754dd21e_l.jpg

Was so mancher Theaterdonner (nur?) zw. Griechenland und Türkei noch
heute erklärt ...

Und der Konflikt um Zypern liegt ja auch nicht so lange zurück ....
siehe das Geplänkel als Zypern und die Türkei zur EU wollten und die
Zypern es geschafft hatten.

Die Suche nach "Griechenland Türkei" und "Griechenland Türkei Erdöl"
liefert Etliches zu Tage ....

z.B.:
<http://www.spiegel.de/politik/ausland/gasvorkommen-im-mittelmeer-tuerkei-und-zypern-streiten-um-bodenschaetze-a-787448.html>
»20.09.2011 Gasvorkommen im Mittelmeer Türkei und Zypern streiten um
Bodenschätze
Wettbohren im Mittelmeer: Zypern bohrt auf der Suche nach Öl und Gas
eifrig vor der eigenen Küste. Die Türkei zeigt sich wenig begeistert und
erhebt ihrerseits Ansprüche auf die Bodenschätze der Tiefe. Ein eigenes
Bohrteam soll losgeschickt werden. ..... «

<http://www.wissen.de/80-jahre-konflikt-griechenland-tuerkei>

<http://www.focus.de/politik/ausland/griechenland-tuerkei-gepflegte-feindschaft_aid_148395.html>

<http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-09/tuerkei-ost-mittelmeer>

<http://derstandard.at/1570472/Geschichte-Die-Wurzeln-des-Konflikts-zwischen-Griechen-und-Tuerken-auf-Zypern>

PS: Zypern übernimmt heuer von 1. Juli 2012 bis 31. Dezember 2012 die EU
Ratspräsidentschaft!

Erika Ciesla

unread,
May 21, 2012, 1:02:59 AM5/21/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Fritz
> Am 21.05.12 01:39, schrieb Grobi:


>> Also entstehen immer mehr Arbeitsplätze im Dienstleistungsgewerbe.
>
> Was dann, wenn das Dienstleistungsgewerbe auch zum großen Teil
> automatisiert wird ....

Richtig!

Meine Banküberweisungen mache ich hier von zu Hause aus im Dialog mit
dem Bankserver, meine Kontoauszüge werden mir als PDF-Datei per e-Post
zugeschickt, zum selberausdrucken. Ich habe meine Bank schon seit Jahren
nicht mehr gesehen und die mich auch nicht, wo sind da die Jobs?

Früher bin ich regelmäßig hin um Überweisungen am Schalter abzugeben und
mir die Auszüge in die Hand geben zu lassen, da kannte man mich noch und
hat mich mit dem Namen begrüßt. Das gibts nicht mehr, das gehört schon
zur Archäologie!

Aber mal ’ne doofe Frage, – wenn ich mir die Auszüge selbst ausdrucke
und die Überweisungen selbst in das System eingebe, mache ich dann nicht
die Arbeit, die früher die Bankangestellten taten? Mache ich dann nicht
Bankarbeit im ursprünglichen Sinne? Wieso kriege ich dann von der Bank
keinen Lohn? :-D

> Wo entstehen dann neue Arbeitsplätze ...?

Gute Frage!

Ich druck mir mittlerweise sogar meine Briefmarken selbst, so weit sind
wir schon gekommen!

Fritz

unread,
May 21, 2012, 1:19:58 AM5/21/12
to
Am 21.05.12 06:46, schrieb Erika Ciesla:
> Test-2, – ich habe auch mal meine Originaladresse im From eingetragen,
> die ich hier stets im Reply-to stehen habe, geht auch nicht.
>
> Ich vermute, daß das am Provider liegt. Bei den Telekomikern ging das
> noch, bei der Uni Berlin scheint diese Option deaktiviert zu sein.

Kommt bei dir eine Fehlermeldung, oder ist »Beitrag zurückziehen«
ausgegraut?

Frage mal bei den Admins von individual.net nach.

Oder auch in der NG de.comm.software.mozilla.mailnews

Hier steht nur etwas von Fremdcanceln nicht erlaubt, Canceln eigener
Postings ist sehr wohl erlaubt.
<http://news.individual.de/rules.php>
.....
kein Fremdcanceln
Kein Benutzer darf Artikel canceln, die nicht von ihm geschrieben
wurden. (Mehr Informationen hierzu finden sich unter den Punkten 2.13,
2.14 und 2.19 unserer FAQ.)
.....
2.13
Ich erhalte die Meldung "Foreign cancel - You have no permission to
cancel <123...@example.com>", wenn ich versuche, einen Artikel zu
canceln. Wieso?

Sie können nur Artikel canceln, die von Ihnen geschrieben und über
unseren Server gepostet wurden. Erhalten Sie die oben genannte Meldung,
haben Sie versucht, einen Artikel zu canceln, der nicht von Ihnen
geschrieben wurde oder den Sie nicht über unseren Server gepostet haben.
Im letztgenannten Fall canceln Sie den betreffenden Artikel bitte über
den Server, über den Sie ihn auch gepostet haben.
.....
top 2.14
Ich erhalte die Meldung "Foreign cancel - Your UID 1234567 does not
match article owner's UID", wenn ich versuche, einen Artikel zu canceln.
Was heisst das?

Sie haben versucht, einen Artikel zu canceln, der unter einer anderen
User-ID als der Ihren gepostet wurde. Sie dürfen nur Artikel canceln,
die unter Ihrer eigenen User-ID gepostet wurden.
....
2.19
Ich erhalte die Meldung "Foreign supersedes - Your UID 1234567 does not
match article owner's UID", wenn ich versuche, einen Artikel zu
superseden. Was heisst das?

Sie haben versucht, einen Artikel zu superseden, der unter einer anderen
User-ID als der Ihren gepostet wurde. Sie dürfen nur Artikel superseden,
die unter Ihrer eigenen User-ID gepostet wurden.
....

Da steht die TB Konfiguration:
<http://news.individual.de/configuration/thunderbird-8.0-win-de.php>

Fritz

unread,
May 21, 2012, 1:28:20 AM5/21/12
to
Am 21.05.12 06:58, schrieb Holger Marzen:
>> >Was dann, wenn das Dienstleistungsgewerbe auch zum großen Teil
>> >automatisiert wird ....
> Oder sich keiner mehr Dienstleistungen leisten kann ...
>
> Ein Volk von Dienstleistern und Unternehmensberatern (natürlich als
> Freiberufler), das auf Kunden wartet, die nie kommen.

Stimmt!

Aber das schrieb ich ja:

> Und, das Dienstleistungsgewerbe kann nur existieren wenn im erzeugenden
> Gewerbe und Industrie genug verdient wird um sich die Dienstleitungen
> leisten zu können ....

Fritz

unread,
May 21, 2012, 1:33:00 AM5/21/12
to
Am 21.05.12 07:02, schrieb Erika Ciesla:
> Aber mal ’ne doofe Frage, – wenn ich mir die Auszüge selbst ausdrucke
> und die Überweisungen selbst in das System eingebe, mache ich dann nicht
> die Arbeit, die früher die Bankangestellten taten? Mache ich dann nicht
> Bankarbeit im ursprünglichen Sinne? Wieso kriege ich dann von der Bank
> keinen Lohn?:-D

Zumindest sollte die Bank dann keine Kontoführungspauschale mehr
verlangen dürfen!

PS: Wenn ich mal selbst mit Erlagscheinen zur Bank gehe, mache ich die
Überweisungen bewusst _nicht_ mit dem dafür bereitstehenden Automaten,
sondern gehe zum Kassier, der die Belege schön brav abstempelt und
signiert! Das soll Flagge zeigen!

Erika Ciesla

unread,
May 21, 2012, 2:01:29 AM5/21/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Fritz
> Am 21.05.12 07:02, schrieb Erika Ciesla:

>> Aber mal ’ne doofe Frage, – wenn ich mir die Auszüge selbst
>> ausdrucke und die Überweisungen selbst in das System eingebe,
>> mache ich dann nicht die Arbeit, die früher die Bankangestellten
>> taten? Mache ich dann nicht Bankarbeit im ursprünglichen Sinne?
>> Wieso kriege ich dann von der Bank keinen Lohn?:-D
>
> Zumindest sollte die Bank dann keine Kontoführungspauschale mehr
> verlangen dürfen!

Ja, bei einem Zahlungseingang von mindestens 1000 Euro. Okay, das ist
kein Problem, aber prekär beschäftigte und Hilfsbedürftige haben damit
die Arschkarte gezogen.

Früher war es mal möglich die fehlenden 200 Euro am Bankomaten abzuheben
und am Schalter gleich wieder einzuzahlen, da hatte man den
Mindestumsatz. Das haben die Bankster aber schnell geschnallt und
registrieren nur noch unbaren Zahlungseingang.

Wohl dem Hartzer, der ein Tagesgeldkonto bei einer zweiten Bank hat,
kann ich da nur sagen, und dann immer schön jeden Monat 200 oder 300
Euro (je nachdem was fehlt) hin- und herüberweisen. :-D

Ich hab aber auch ein Problem mit diesen Bankstern. Aus Sicherheits-
gründen haben die die Tanlisten gesperrt, und nun soll ich mir für zwölf
Euro so einen Tangenerator kaufen. Hätten die als Konzern die Dinger
nicht in einem Großauftrag mit ordentlichem Mengenrabatt einkaufen und
mir die Erstausstattung unentgeltlich überlassen können? Immerhin sparen
sie ja auch den Aufwand (zzgl. Porto) wenn sie mir eine neue Tanliste
zuschicken müssen, die kommt nämlich aus Sicherheitsgründen nicht per PDF!

Fritz

unread,
May 21, 2012, 2:56:18 AM5/21/12
to
Am 21.05.12 08:01, schrieb Erika Ciesla:
> Ja, bei einem Zahlungseingang von mindestens 1000 Euro. Okay, das ist
> kein Problem, aber prekär beschäftigte und Hilfsbedürftige haben damit
> die Arschkarte gezogen.
>
> Früher war es mal möglich die fehlenden 200 Euro am Bankomaten abzuheben
> und am Schalter gleich wieder einzuzahlen, da hatte man den
> Mindestumsatz. Das haben die Bankster aber schnell geschnallt und
> registrieren nur noch unbaren Zahlungseingang.
>
> Wohl dem Hartzer, der ein Tagesgeldkonto bei einer zweiten Bank hat,
> kann ich da nur sagen, und dann immer schön jeden Monat 200 oder 300
> Euro (je nachdem was fehlt) hin- und herüberweisen.:-D
>
> Ich hab aber auch ein Problem mit diesen Bankstern. Aus Sicherheits-
> gründen haben die die Tanlisten gesperrt, und nun soll ich mir für zwölf
> Euro so einen Tangenerator kaufen. Hätten die als Konzern die Dinger
> nicht in einem Großauftrag mit ordentlichem Mengenrabatt einkaufen und
> mir die Erstausstattung unentgeltlich überlassen können? Immerhin sparen
> sie ja auch den Aufwand (zzgl. Porto) wenn sie mir eine neue Tanliste
> zuschicken müssen, die kommt nämlich aus Sicherheitsgründen nicht per PDF!

Erika,
ich habe schön langsam den Eindruck, ihr Deutschen habt punktuell
wirklich die A....karte(n) gezogen ;-(

Bei uns in Österreich lebt es sich anscheinend wesentlich entspannter, ....

Die SPÖ scheint um Längen besser als die SPD aufgestellt und hat eine
andere geschichtliche Entwicklung aufzuweisen (z.B. Victor Adler, Karl
Renner, ...)
<http://www.spoe.at/>
Die Geschichte der österreichischen Sozialdemokratie
<http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_%C3%96sterreichs>
<http://www.dasrotewien.at/adler-victor.html>
<http://www.renner-institut.at/>

Die Grünen verdienen IMHO auch ihren Namen ... Peter Pilz ist einer
*der* Chefaufdecker.
<http://www.gruene.at/>
<http://www.peterpilz.at/>

Die ÖVP (das Gegenstück zu CDU/CSU) rudert in einigen Bereichen (Wien
und Bund) gegen den Abstieg.
Die Junge ÖVP revoltiert etwas und das ist gut so!
<http://www.oevp.at/>
<http://junge.oevp.at/>

Das BZÖ ... eher mit der FDP zu vergleichen, abstiegsgefährdet (fliegt
wahrscheinlich, wenn nicht ein Wunder passiert, aus dem NR).
<http://www.bzoe.at/>

Die FPÖ ... na ja ... du wirst eh wissen wie ich das meine ...
<http://www.fpoe.at/>

Piraten und sonstige neue (Protest) Parteien, könnten der FPÖ
Proteststimmen wegschnappen ... (hoffentlich) ....
<http://www.piratenpartei.at/>
<http://www.meinoe.at/>

Unser Parlament (Nationalrat = NR / Bundesrat = BR)
<http://www.parlament.gv.at/>

Unser Sozialversicherungssystem kann sich sehen lassen
<http://www.sozialversicherung.at/>

Unser Kammersystem ist trotz Unkenrufe soweit OK - vor Allem die AK =
Arbeiterkammer
<http://www.arbeiterkammer.at/>

Unsere Gewerkschaften sind soweit auch OK und IMHO auch anders als bei
euch organisiert
ÖGB - Ein Bund mit sieben Gewerkschaften
<http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=S06/Page/Index&n=S06_4>

Eine Gewerkschaft ist nur dann stark wenn sie genügend Mitglieder hat.
Jene die gegen die Gewerkschaft wettern, sind meist keine Mitglieder!

Detlef Bosau

unread,
May 21, 2012, 4:03:04 AM5/21/12
to
On 05/19/2012 11:20 PM, Rüdiger Thomas wrote:
> Und das bei weiterhin sinkender Kaufkraft - weltweit. Arbeitsplätze können
> nur noch über Subventionen, die über Neuverschuldungen geleistet werden,
> gesichert werden. Nein, *das* System kann nicht mehr funktionieren, da
> stetiges Wachstum nicht hergestellt werden kann, schon gar nicht in allen
> Bereichen.
>

Das sind gleich zwei Denkfehler.

1.: Wachstum ist ein Synonym für Inflation - und das geht unbegrenzt und
in alle Ewigkeit.


2.: Es ist richtig, daß die bisherige Kopplung von Erwerbsarbeit und
damit erworbener Kaufkraft nicht funktionieren kann. Und das müssen wir
überdenken.


Subventionen mit Neuverschuldung gleichzusetzen ist zumindest hinterfragbar.

Detlef Bosau

unread,
May 21, 2012, 4:10:58 AM5/21/12
to
On 05/21/2012 01:57 AM, Rüdiger Thomas wrote:

> Unsere Produkte werden - nach wie vor - ob ihrer hohen Qualität importiert

Natürlich auch von Leuten, die diese gar nicht bezahlen können.....

Du merkst noch was?

> (falls nicht bereits deren Herstellung "exportiert" wurde). Der deutsche
> Arbeiter ist für die Wirtschaft zu einem "Klotz am Bein" mutiert, muß über
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Er ist nicht dazu mutiert, er wurde von der Propganda dazu gemacht.


> Mehrexport und staatliche Hilfen subventioniert werden. Zu einem großen Teil
^^^^^^^^^^^^^^^^
Das Wort Subvention kommt bei Dir häufiger. Hast Du das mit Fleiß
auswendig gelernt?

> ist hieran die "Globalisierung" (Verlagerung von Produktionsstätten ins
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Was ist das?
Du weißt es nicht, ich weiß es nicht, also vermeiden wir doch bitte
Worte, die wir nicht verstehen.


> Ausland) schuld, hinzu kommen Rationalisierungsmaßnahmen aller Art. Daß
> hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, zeichnete sich schon in den

Wieso können Löhne bei Rationalisierungsmaßnahmen nicht mithalten?

Du meinst, wenn ein Landwirt vor 100 Jahren einen Menschen ernähren
konnte und heute 130, muß der Landwirt als Ausgleich dafür weniger Geld
kriegen?

Himmel.

> Achzigern ab. Nun hat das Lohndumping die Kaufkraft "gefressen"; der
> Binnenmarkt dümpelt vor sich hin. Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in Sicht.
> ..

Wenn man Menschen mit mehr als 1 Cent auf dem Konto Steuern von 1000
Prozent auferlegt, sie zum Amt schickt und den 1 Cent aufs Sozialgeld
anrechnet und ihnen dafür 1000 Euro abzieht, muß man sich über fehlende
Kaufkraft nicht wundern.

Detlef Bosau

unread,
May 21, 2012, 4:36:15 AM5/21/12
to
On 05/21/2012 05:23 AM, Erika Cieśla wrote:
>
> Das ist der zweite Fall. Ich will mal ein paar Namen nennen: Mercedes,

Mercedes wollte vor ein paar Jahren aus Stuttgart nach Südafrika "umziehen".

Nur, weil ein paar Ölscheichs und ein paar Superreiche ein paar
Vorzeigeautos kaufen, ist damit unser Export nicht nachhaltig gerettet -
und unser Außenhandelsüberschuß ist nicht gerechtfertigt.

>> Der deutsche Arbeiter ist für die Wirtschaft zu einem "Klotz am
>> Bein" mutiert,
>
> Das wird immerzu behauptet, aber ich glaube es nicht. Zwar haben wir

Daß Behauptungen als Realtät wahrgenommen werden, wissen wir seit der
Auferstehung Jesu.

> (noch!) andere Löhne als in China,


wobei wir die Löhne nicht vergleichen können, auch wenn es das Fernsehen
immer wiedr tut, aber ich sagte es schon. Drei Dinge braucht die
Politik. Liz, Friede, Die sogenannte Wahrheit.

aber wir haben auch eine andere Güte.

wen interessiert das?

Eine deutsche Werkzeugmaschine produziert 1 % Ausschuß und hält 10
Jahre, eine chinesische produziert 2 % Ausschuß und hält 5 Jahre,
deswegen ist unsere hundert mal teurer?

Wir müssen mal von der Bimbo-Mentalität, daß Schlitzibimbos und
Niggerchinos alles Untermenschen seien, die nichts können, runter. Und
zwar dringend. Sonst hängen uns die vorgenannten nämlich ab und wir sind
pleite.

> Wenn ich zum Beispiel für 15 Euro hundert Stück produziere, bei einer
> Fehlerquote von null Prozeht, dann kostet ein Stück 15 Cent. Wenn ein
> Chinese für 5 Euro nur die Hälfte schafft, und davon wiederum die Hälfte
> in den Ausschuß geht, dann kostet dort ein Stück 20 Cent. Also bin ich
> billiger,

Nö.

Weil der Chinese hat zum selben Lohn den Du genannt hast hundert Mal
mehr produziert als Du genannt hast, er nimmt dazu halt hundert Mal mehr
arbeiter.

Die arbeiten umsonst.

Das nennt sich dann postnatale Konzeptionsregulation.


> Betrachten wir uns doch mal die Firma Trigema, ein mittelständiges
> Unternehmen in Sachen Textil. Ausgerechnet dieses Gewerk ist geradezu
> durchseucht mit Billigprodukten aus China, Indien oder Bangla-Desch, et
> cetera. Der Herr Wolfgang Grupp aber produziert noch immer „aus
> Überzeugung“ *ausschlißelich* in Deutschland, und sein Laden läuft.

Und er ließ sich vor Jahren von Jürgen Fliege fragen, wann er nach China
geht.

Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, im einzelnen nachzusehen, woher der
König von Burladingen sein Geld kriegt - freilich: Hier in der Region
sind die Leute nicht ganz so begeistert wie es die Propaganda immer
glauben machen will.

Zumal der Mensch einen Führungsstil hat, dagegen hat Mutti geradezu
mütterliche Nächstenliebe.

Wenn einer seinen Mitarbeitern die Mülleimer umdreht um zu sehen, ob da
nicht Papierschnipsel als Druckerpapier für interne Mitteilungen
verwendet werden können, hat der a) zuviel Zeit und b) nen Dachschaden.
b) weiß man spätestens nach dem zweiten Fernsehauftritt von dem Mann.
Völlig realitätsorthogonal der Mensch und in einem Maße von sich
überzeugt, daß das pathologisch ist.

Dreht den Mitarbeitern als "Sparmaßnahme" die Mülleimer um und läßt sich
im Rolls Royce aufs Werkgelände chauffieren. Sorry, das paßt doch alles
nicht.

> Allerdings hat er nie den Drang zur Expansion (Wachstum?) verspürt, er
> produziert bis auf den einzelnen Knopf genau nur das, was er auch
> verkaufen kann. Das ist vielleicht nicht viel, aber knapp 1100 Arbeiter
> haben dort einen sicheren Arbeitsplatz.

Also erstmal hat Grupp unlängst erst erzählt, man könne nur über Export
wachsen.

Nun lebst Du vermutlich nicht im Ausland und kriegst so Grupps
Wachstumspläne nicht mit.

Zweitens geht ohne Wachstum (= Inflation) gar nichts, weil Du sonst
keine Preissteigerungen hinkriegst und damit Deinen Mitarbeitern die
Reallöhne drücken mußt.

Verstanden? Oder muß ich es erst auf Erikanisch klein machen?

Erika, ich mag es nicht, wenn Leute Mist verzapfen und Du tust das gerade.

>
> Dieser Herr Grupp hat neulich mal was erzählt.

Das tut er dauernd.

Schwaben sind eigentlich ein Volk mit einer eher niedrigen
Grundlautstärke, das Geröhre von Brunsthirsch Wolfgang fällt daher nicht
nur angenehm auf.

> In einem Nachbardorf gab
> es einen Mitbewerber, just in derselben Branche, der wollte sehr schnell
> sehr reich werden, ist den Einflüsterungen der Berater erlegen und hat
> seine Produktion nach China ausgelagert. Die Folge war, daß er die
> Hälfte seiner Lieferungen wegen Transportverzug nicht einhalten konnte
> (Konventionalstrafe), und die Hälfte von dem Zeug, das hier angekomen
> ist, konnte er wegwerfen, weil es nix taugte. *Der* ist jetzt Pleite!
> Der Herr Grupp aber ist bescheiden geblieben und hat seinen Laden noch!

Ich sagte es schon, wie sehr sich die Bescheidenheit von Herrn Grupp
geradezu aufdrängt, wenn er sich im Rolls Royce aufs Firmengelände
fahren läßt.

Man ist schließlich reicher Schwabe und nicht so ein
Unterschichtlerdreck wie Josef Ackermann, das muß sich schon im
Lebensstandard niederschlagen.
>
> Apropos Subventionen, – deutsche Steinkohle ist doppelt bis dreimal so
> teuer als Importkohle. Damit aber dennoch nach Kohle gebuddelt wird,
> subventioniert der Staat jeder Arbeitsplatz im Steinkohlebergbau wird
> mit einem Betrag, der ein vielfaches dessen ausmacht, was der Kumpel an
> Lohn erhält.


Und das wird man noch mehr tun, weil man mit irgendwas die
abgeschalteten Atomkraftwerke ersetzen muß.

Oder dachtest Du, Mutti meint das ernst mit dem Ausstieg?

> Täten wir statt dessen alle unsere Kumpels BEI VOLLER
> LOHNFORTZAHLUNG nach Hause schicken, so würden wir einen Haufen Geld
> sparen. Wie schlau ist DAS denn!?
>

Das ist eine ABM wie in meinem Beispiel mit den U-Booten.


> Unser Thema! :-)
>
>> Daß hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, ...
>
> Nee, das sehe ich nicht so. Unter Rationalisierung versteht man heute
> zumeist das Wegrationalisieren, also daß Menschenarbeit durch Maschinen
> substituiert wird. Primär hat das auf die Löhne keinen Einfluß, außer
> für die Betroffenen, die kriegen dann GAR KEINEN Lohn mehr. Es werden
> also nicht die Löhne gedrückt, sondern die Arbeitsplätze vernichtet.

Richtig.

Euer Chefchen hat ja schon eine Wertschöpfungsabgabe vorgeschlagen. (Das
Chefchen. Nicht Seine Kaiserliche Gotterhabenheit, Euer Chef, der sich
demnächst im Invalidendom zum heute nicht mehr gespielten Marsch zum
Fahnenschwenken aus Berlioz Symphonie phantastique zum Gott erheben
lassen will. Sahra wird sich prosternieren und sich unterwinden, Seine
Erhabenheit anzusprechen, natürlich mit zum Boden gesenktem Blick, die
Anwesenden werden mit "Kyrie eleison!" niederknien - und Er, denn nur Er
ist dazu würdig, wird Ihm den Lorbeer aufs Haupt setzen, man wird
anstelle eines Roten Teppichs eine Wasserstraße einrichten, denn Er wird
standesgemäß über Wasser gehen, vermutlich sogar schweben.

Mein Gott, gibt es in Saarbrücken kein Landekrankenhaus für sowas?
Ich wusste gar niht, daß Prostatakrebs dermaßen peinlich ins Hirn
metastasiert.)


>
>> Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in Sicht.
>
> Nun, die Linke kommt nicht an die Macht, das können wir knicken. Aber
> seit es die Linke gibt, muß die SPD darauf achten, nicht so viele
> Stimmen an diese zu verlieren, das könnte eine Wirkung haben. Aber

Bitte?

Welche Stimmen denn?

Daß die Linke noch weniger Stimmen kriegt als die FDP hast Du mitbekommen?

Das Problem dieser Rotfaschisten löst sich gerade von allein.


Detlef Bosau

unread,
May 21, 2012, 5:22:49 AM5/21/12
to
On 05/20/2012 08:19 PM, Erika Cieśla wrote:

> Aber eigentlich wollte ich nur erklären, wieso es keine Buchung ohne
> Gegenbuchung gibt. ;-)
>

Das gilt aber, zumindest im Sinne der Buchführung, nur innerhalb einer
Firma.

Sind zwei Firmen beteiligt, müssen die beiden nicht mal ein kompatibles
Buchhaltungssystem haben.

>
>>> Die Rechnung ist zu dieser Zeit aber noch leidend,
>>
>> Heißt das im Kaufmannsdeutsch wirklich so? Süß ;-)
>
> Du wirst Dich kaputtlachen, – ja! Eine Forderung wird leidend, wenn sie
> uneinbringlich ist.

Na, dann haben wir ja eine leidvolle Wirtschaft....

(Und wenn wir uns weiter unseren Absatzmarkt in die Pleite reiten, wird
die das noch leidvoll merken.)

>
>>> denn sie muß ja noch bezahlt werden, damit Forderung und
>>> Verbindlichkeit aufgelöst werden können, – man muß also noch Kasse
>>> machen.
>>>
>>> Damit G die Rechnung bedienen kann, muß es so viel Olivenöl,
>>> Retsina, Metaxa, Ouzo und Feta *verkaufen* (Bingo!), bis es das
>>> Geld für die Panzer erwirtschaftet hat, _vorher gibt es keine
>>> Kasse_! :-D
>>
>> Oder es kriegt Geld von Mutti, dann regt sich Mutti auf, daß wir
>> Geld an Griechenland bezahlen und Zensursula kapiert nicht, daß wir
>> bei Krauss-Maffei eine sinnfreie ABM finanzieren.
>
> Nicht wahr!?
>

Du hast jetzt nicht Krauss-Maffei als Beispiel gebracht sondern die
Subvention der Steinkohle - das ist vom Prinzip das gleiche.

>>> Ja, so einfach ist das, das muß man sich mal vorstellen!
>>> BWL-Heinies studieren dafür etliche Semester und scheinen es
>>> dennoch nicht zu befreifen, ein Realschüler weiß das schon nach
>>> dem ersten Schuljahr. 8-)
>>
>> Äh, _was_ wissen wir?
>
> Daß es kein Soll gibt ohne Haben, kein Kredit ohne Debit und keine
> Aktiva ohne Passiva.

Ja, aber das ist immer die _Innenansicht_ einer Wirtschaftsperson, bei
Krauss-Maffei und G haben wir derer mindestens zwei.

>
>>> Nun ist es allerdings auch wiederum so, daß der, der eine Ware
>>> bestellt, obgleich er vorher schon weiß, daß er sie gar nicht
>>> bezahlen kann, eigentlich ein Betrüger ist.
>>
>> Ach so, jetzt verdrehen wir wieder mal Täter und Opfer.
>
> Nein! Du hast den Zweiten Teil dieses Texts weggelassen, der aber zu
> diesem da untrennbar dazugehört. Denn als „wir“ Griechenland
> belieferten, da haben wir schon gewußt, daß sie nicht zahlen können,

Das ist richtig.

Und eben damit sind wir Täter. Und das auch noch solche, die sich ins
eigene Fleisch schneiden.


> außer die würden sich über ihre Bonität hinaus (also maßlos)
> verschulden. So sind die Lieferanten also in einem erheblichen, wenn
> nicht sogar übermäßigen Maße mitschuld an der griechischen Misere.

Sprich: Wir.

>
>> Fakt ist doch, daß Griechenland keine Panzer braucht.
>
> Und doch haben diese 11 Millionen Griechen sich so peu à peu 1600
> schwere Kampfpanzer zugelegt *und* weitere bestellt. Wir 82 Millionen
> Deutsche kommen gerade mal mit 400 solchen aus, nur mal zum Vergleich.

Nicht ganz.

401.

Nur heißt das nicht schwerer Kampfpanzer sondern "Muttis Hosenanzug".
Mit Inhalt. (Und in Oslo hat sie ja auch demonstriert, daß die Panzerung
durchaus mit Inhalt gesegnet ist.)

>
> Ich nehme an, daß das „psychologisch“ ist! Bekanntlich haben die
> Griechen 400 Jahre lang unter dem osmanischen Diktat gelitten und
> fürchten „den Türken“ vermutlich heute noch. Das mag irrational sein,
> und doch sollten wir es verstehen.


Aber warum hat man dann nichts dagegen einzuwenden, Panzer beim selben
Deutschland zu kaufen, das auch die Türkei mit Panzern versorgt?


>
> Der Grieche fürchtet das:
>
> http://imageti.com/files/photos/13234855754dd21e_l.jpg
>
> Und das hier ist unsere Paranoia:
>
> http://fakten-fiktionen.net/wp-content/uploads/2011/11/billion-e1321099024855.gif
>

Das ist leider richtig - unser Verhältnis zu Inflation (i.e. Wachstum)
ist paranoid.


>
>
>> Nebenbei ist der Betrug nicht, daß G Panzer bestellt, die G nicht
>> bezahlen kann. Der Betrug ist im Beispiel, daß Krauss-Maffei Geld
>> als Vermögen ausweist, daß Krauss-Maffei gar nicht hat.
>
> Ja, das ist aber Buchhaltung.

Nur ist der Betrug gut kaschiert.

Die "leidenden" Rechnungen sind nicht mit roter Leuchtfarbe markiert.

> Sobald die Ware fakturiert ist, wird sie
> auf Forderung gebucht und in der Aktiva bilanziert. Und übrigens auch
> steuerlich erfaßt!

Allein letzeres ist bizarr, wenn ein Unternehmen Umsatzsteuer auf
Umsätze zahlen muß, die es nie realisiert hat.

Wieviel Unternehmen gehen jährlich in die Insolvenz, weil sie die
Umsatzsteuer für "leidende Rechnungen" nicht aufbringen können?

Vielleicht „leidet“ die Forderung ja darum? Denn die
> Steuern werden abgeführt obgleich das Geld noch gar nicht eingegangen
> ist, und welcher Kaufmann leidet da nicht? ;-)
>
> Die Forderung muß also früher oder später ausgebucht werden. Dies
> geschieht durch Umbuchung auf Kasse, Bank oder Verlust.

Nur werden Verlustabschreibungen kaum steuerlich angerechnet, nehme ich an.

>
>> Und da wir 70% unserer Wirtschafsleistung exportieren, gehe ich mal
>> davon aus, daß unser BIP zu etwa 70% aus Geld besteht, daß wir a)
>> gar nicht haben und b) nie kriegen werden.
>
> [Erika nickt mit’m Kopp!]
>
>> Und _DAS_ ist der große Selbstbetrug, mit dem wir uns selber
>> verladen.
>
> [Erika nickt mit’m Kopp!]
>

Wenn Du so weitermachst, kannst Du Dich hinten ins Auto auf die
Hutablage setzen :-)

Robert Rohling

unread,
May 21, 2012, 6:34:49 AM5/21/12
to
Fritz <fr...@nomail.invalid> wrote in
news:4fb9e712$0$1579$91ce...@newsreader04.highway.telekom.at:


> Die SPÖ scheint um Längen besser als die SPD aufgestellt und hat eine
> andere geschichtliche Entwicklung aufzuweisen (z.B. Victor Adler, Karl
> Renner, ...)


Die SPD in D hat ja auch nichts mit sozial am Hut! Das ist so ne Art
Werbegag. Du mußt dir das bildlich etwa so wie in Monty Pythons
"Upper Class Twit Of The Year" vorstellen:
http://www.youtube.com/watch?v=KDPTC-yAmgo

Die in den weißen Schürzen sind die SPDler, die im Anzug deren
Wählerschaft.



Gruß R.R.



--
Ich bin unschuldig, ich hab sie nicht gewählt!

Heinz Schmitz

unread,
May 21, 2012, 6:51:46 AM5/21/12
to
Rüdiger Thomas wrote:

>>>Das Grundbedürfnis eines Menschen liegt
>>>NICHT etwa in Arbeit, sondern in Auskommen!

>> Dein Problem ist, daß Viele Geld haben, weil sie etwas anbieten, für
>> das andere ihnen Geld zahlen.

>Schon mal was von Monopolismus gehört? Wenn jemand eine "Kunst" beherrscht
>und diese nur für sich selbst einsetzt, sollte derjenige der Gesellschaft
>gestohlen bleiben! ..

Dein Problem ist wirklich, mehr mit Deinem Auskommen als mit Deiner
Arbeit beschäftigt zu sein. Weil das mittlerweile viele so halten, und
weil Unternehmer verdammt und verteufelt werden, gibt es immer
weniger Menschen, die unternehmerisch tätig sind. Das Ergebnis sind
Monopole.

>Das Ziel des Daseins liegt _nicht_ im Ausbeuten Anderer und nicht im
>Ausgebeutetwerden! Sondern darin, eine für ALLE einvernehmliche Existenz zu
>schaffen! Mal mitdenken könnte lohnen! ..

Du wärest der Erste, dem es gelänge, ALLE einvernehmlich ans Arbeiten
zu bringen - besonders, wo ja schon Dir Dein Auskommen wichtiger ist
als Deine Arbeit :-).

>> Wer hohe Löhne verlangt, muß auch bereit sein, die hohen Preise für
>> die Produkte seiner Hochlohnkollegen zu zahlen.

>Gegenfrage: Wie weit soll die Schere zwischen Unternehmensgewinnen und
>Löhnen noch auseinanderklaffen? ..

Die "Schere" kommt daher, daß derjenige, welcher nichts anzubieten hat
und nur konsumiert, eben arm wird. Das war schon immer so - nur die
Linken haben es geschafft, diese Trivialität zu leugnen.

>> Auch hohe Löhne sind eine Subvention.

>Arbeitgeber - in diesem System - sollten Arbeitsplätze subventionieren, ja!
>Und zwar, bis der Gewinn erschöpft ist! ..

Wenn Du Gewinne verbietest, wird niemand mehr arbeiten wollen.
Denn auch Arbeitslohn ist letztlich Gewinn aus unternehmerischem
Handeln des Arbeitenden.

>> Alles, was der Rest der
>> Gesellschaft nicht freiwillig zahlt, ist Subvention.

>Wenn Arbeitsplätze stets nur über staatliche Subventionen erhalten werden
>können, was der Fall ist, dann sollte man allmählich mal aufwachen und
>erkennen: *Huch! Freie Marktwirtschaft funktioniert ja gar nicht!* .. ;)

Wir haben schon längst keine Freie Marktwirtschaft mehr. Warte nur ab,
bis SPD-Frau Kraft alle Einwohner von NRW mit Strafabgabe belegt, die
keinen Opel fahren :-).
Von daher wird auch die BRD wieder ein Beweis dafür sein, daß
Sozialismus nicht funktioniert. Aber Ihr werdet es natürlich wieder
erst verstehen, wenn es zu spät ist.

>> Rote vertrocknen
>> ohne Subventionen, denn Subventionen sind der Kern ihrer Lehre.

>Jenseits freier Marktwirtschaft wären Subventionen durchführbar - ohne daß
>hierbei jemand verarmen könnte!

Wenn Du uns bitte noch verrätst, wo das Geld dafür herkommen soll?

>> Grüße,

>Verzichte! .. ;)

Auch gut :-),
H.



Erika Ciesla

unread,
May 21, 2012, 7:57:41 AM5/21/12
to
Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau
> On 05/20/2012 08:19 PM, Erika Cieśla wrote:


>> Aber eigentlich wollte ich nur erklären, wieso es keine Buchung
>> ohne Gegenbuchung gibt. ;-)
>
> Das gilt aber, zumindest im Sinne der Buchführung, nur innerhalb
> einer Firma.

Stimmt auch wieder. Privatpersonen und Kleinfirmen mit nicht mehr als
soundsoviel Umsatz können auch ein einfaches Kassenbuch führen in dem
sie lediglich ihre Einnahmen und Ausgaben aufschreiben, ohne in einer
Gegenbuchung aufzuzeichnen, wohin das Geld ging bzw. woher es kam.
Privatpersonen können aber auch gänzlich auf eine Buchhaltung
verzichten, niemand zwingt sie dazu. Ich habe aber immer die doppelte
Buchhaltung bevorzugt, – da hat man stets einen vollständigen Überblick
über das ganze Unternehmen, und nicht nur über den Kassenbestand.

> Sind zwei Firmen beteiligt, müssen die beiden nicht mal ein
> kompatibles Buchhaltungssystem haben.

Moooooooment!

Ja, sie können unterschiedliche Software verwenden, und diese muß auch
gar nicht zueinander kompatibel sein, aber in all diesen Systemen wird
etwas abgebildet, was Du vielleicht noch gar nicht gesehen hast: ein
sogenanntes Journal.

http://www.buerogrossmarkt.de/abbildungen/8617701-Journal-20-Konten.jpg

Ich habe noch mit einem solchen gelernt, ich weiß wie’s geht! Und vor
allem weiß ich was das für eine Sisyphusarbeit ist, wenn am Monatsende
die Scheiße beim Aufsaldieren der Konten die Scheiße nicht aufgeht, da
mußt Du jeeeeede Buchung nochmal einzeln durchgehen und jeden Beleg noch
einmal in die Hand nehmen, damit kann man sich ganze Nächte um die Ohren
hauen.

Und das oben abgebildete mit 20 Konten ist noch ein relativ kleines
Journal, es gibt auch welche mit 60 Konten.

Wir bilden mal einen Verkauf auf Ziel nach. Der Nettobetrag sei 100
Euro, darauf schlagen wir 19 Euro Mehrwertteuer auf. Über dem Strich ist
die Bezeichung des Kontos, links ist soll und rechts ist haben.


Forderung
-------------------------
119,00

Umsatzsteuer
-------------------------
19,00

Waren
-------------------------
100,00


So, das ist der erste Buchungsvorgang.
Jetzt wird die Rechnung bezahlt, per Überweisung:


Bank
-------------------------
119,00

Forderung
-------------------------
119,00


So, jetzt haben wir das Geld auf der Bank und das Konto Forderungen ist
durch die zweite Buchung (auf der rechten Seite) ausgeglichen.

Du wirst Dich jetzt vielleicht wundern, wieso ich Eingänge im Soll und
Ausgänge im Haben Buche, wo wir es von unseren Kontoauszügen doch genau
andersrum kennen? keine Panik, das ist nur eine Täuschung, tatsächlich
ist das nämlich genau dasselbe.

Überleg mal, – wenn dir jemand hundert Euro überweist, hast du es dann?
Nein, es liegt ja noch immer auf der Bank, die Bank schuldet es Dir! Sie
wird aus ihrer Sicht folgendermaßen buchen:


Ihr eigenes Konto
-------------------------
100,00 Hier (im soll) hat die Bank Dein Geld!

Dein Kundenkonto
-------------------------
100,00 Und hier (im Haben) schuldet sie es Dir!


Und wenn Du nun eine eigene Buchhaltung anlegen würdest, dann müßtest Du
darin Deiner Bank ein Konto einrichten. Ja, ganz richtig, Deine Bank hat
dann bei Dir ein Konto! :-) Und weil die Schuld der Bank Deine Forderung
gegen die Bank ist, darum mußt *Du* diese hundert Euro in *Deiner*
Buchhaltung wiederum links eintragen: Du bist bei Deiner Bank im Haben,
und die Bank ist bei Dir im Soll.

Ist doch einfach, oder?

So, einen hab ich noch. Ich habe oben geschrieben, wir verkaufen diese
Ware auf Ziel. Was ist das? Das ist das Zahlungsziel. Wir erwarten, daß
die Rechnung binnen vier Wochen bezahlt wird. Und so ist es denn, da die
Rechnung ab der fünften Woche leidet.

> Na, dann haben wir ja eine leidvolle Wirtschaft....

Das kannst Du laut sagen! Die deutsche Handelsbilanz „leidet“ derzeit
mit ca. 1,5 Billionen Euro.

> (Und wenn wir uns weiter unseren Absatzmarkt in die Pleite reiten,
> wird die das noch leidvoll merken.)

Und darauf kannst Du einen lassen!


> Du hast jetzt nicht Krauss-Maffei als Beispiel gebracht sondern die
> Subvention der Steinkohle - das ist vom Prinzip das gleiche.

Als Bespiel für eine direkte Subvention? ja, und eine blödsinnige solche
überdies. Aber bei Krauss Maffei läuft das etwas anders.

Wenn die Firma genügend Eigenkapial hat, dann finanziert sie den Verkauf
selbst. Bleibt die Zahlung aus, dann hat sie mal ein Eigenkapital gehabt.

Wenn die Firma kein Eigenkapial hat, dann finanziert sie den Verkauf
über einen Kredit. Bleibt die Zahlung aus, dann ist sie hoch verschul-
det und die Bank hat hat mal ein Eigenkapital gehabt.

Sollte die Firma insolvent werden und ihre Schulden nicht mehr bedienen
können, dann leidet die Bank, und „notleidende Banken“ werden von Mutti
selsbtverständlich gerettettet! ;-)

Aber dazu gibt es noch eine Fußnote!

Wenn Obama eine Bank rettet (also kauft), dann gehört sie ihm aber auch.
Mutti kann das besser! Sie hat die Commerzbank für einen vierfach
überzogenen Preis bezahlt, dafür aber nur ein Viertel der Bank erworben.
Und dann rollt unser Schräuble vor die Kamera und sagt: „Das war ein
Schnäppchen!“ =-O

Ach ja, einen hab ich noch!

Mit dem Geld, das Mutti bezahlt hat, hat die Commerzbank erstmal die
Dresdener Bank übernommen, und beide Banken zusammen waren hinterher nur
noch halb so viel wert als sie vorher als Einzelbanken gewesen sind.

So, den Rest überspringe ich mal. Denn daß Deutschland eine *ERHEBLICHE*
Mitschuld an der griechischen Misere trägt, darüber haben wir und ja
geeinigt, und Wiederholungen gibt es bekanntlich nachts auf Phoenix und
3-Sat. ;-)

Kommen wir also nochmal zur Buchhaltung.

>> Die Forderung muß also früher oder später ausgebucht werden. Dies
>> geschieht durch Umbuchung auf Kasse, Bank oder Verlust.
>
> Nur werden Verlustabschreibungen kaum steuerlich angerechnet, nehme
> ich an.

Doch, das werden sie, Verlustabschreibungen sind steuerlich absetzbar.

Mal was ganz was anderes, – wenn ich für 10.000 Euro eine Maschine
kaufe, bin ich dann um 10.000 Euro ärmer, mindert das meinen Gewinn?
Definitiv nein! Denn ich habe die 10.000 Euro doch nur von einem
Bestandskonto auf ein anderes Bestandskonto umgebucht, der Wert ist noch da.

Konkret: die 10.000 Euro *haben* die Kasse verlassen und *sollen* auf
Maschinen gebucht werden (Ganz nebenbei ist damit auch endlich erklärt,
wieso ein Konto sich im Soll erhöht und im Haben mindert), an meiner
Bilanz ändert sich hierdurch nichts. Verlust entsteht mir erst durch den
Gebrauch der Maschine infolge der Abnutzung.

Wir nehmen mal an, die Maschine ist dafür vorgesehen, zehn Jahre lang
genutzt zu werden. In diesem Fall verliert die Maschine jedes Jahr ein
Zehntel ihres Wertes und ist nach Ablauf der Nutzungsdauer „Wertlos“,
sprich, abgeschrieben. Ich werde also in den folgenden zehn Jahren
jeweis 1000 Euro vom Konto Maschinen abziehen und auf das Konto
„Abschreibung für Abnutzung“ (AfA) umbuchen, und damit erst realisiere
ich meine Ausgabe.

Und so ist es auch mit den Rechnungen. So lange sie auf Forderung
gebucht ist, ist sie teil meines Vermögens, obgleich ich das Geld noch
gar nicht habe. Erst durch die Abschreibung realisiere ich den Verlust
und mindere meinen Gewinn.


>> [Erika nickt mit’m Kopp!]
>
> Wenn Du so weitermachst, kannst Du Dich hinten ins Auto auf die
> Hutablage setzen :-)

Wenn nicht, dann kriege ich ein Schleudertrauma. ;-)

Erika Ciesla

unread,
May 21, 2012, 8:05:20 AM5/21/12
to
> Antwort auf eine Nachricht von Detlef Bosau
>> On 05/20/2012 08:19 PM, Erika Cieśla wrote:


> Wir bilden mal einen Verkauf auf Ziel nach. Der Nettobetrag sei 100
> Euro, darauf schlagen wir 19 Euro Mehrwertteuer auf. Über dem Strich ist
> die Bezeichung des Kontos, links ist soll und rechts ist haben.

Mehrwertteuer?

Dieses Wort erkläre ich hiermit zu meinem Lieblingsvertipper des Tages.

txtm...@gmx.de

unread,
May 21, 2012, 9:59:29 AM5/21/12
to erika....@t-online.de
Am Sonntag, 20. Mai 2012 21:27:46 UTC+2 schrieb Erika Ciesla:
> Antwort auf eine Nachricht von txtm...@gmx.de
> > Am Samstag, 19. Mai 2012 19:58:35 UTC+2 schrieb Erika Cieśla:
> >> Antwort auf eine Nachricht von
> >>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> >>>> Antwort auf eine Nachricht von mucky
>
>
> > Also ich wäre bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses
> > Grundeinkommen zu tauschen. ...
>
> Auch ich habe über das GE nachgedacht und befürworte es grundsätzlich.
> Wenn ich mir aber die gegenwärtige „Menschheit“ so angucke, und
> angesichts dieser die Durchführbarkeit abwäge, dann fällt mir der Kopf
> auf die Füße. Kurz und knapp: das kriegen wir (gegenwärtig) nicht durch.

Kann sein, dass du damit recht hast. Es fehlt hier ganz einfach noch das politische Bewusstsein, was ein Staat ist, und wodurch ein Staat seine Legitimation erhält.

Ein Staat ist nämlich eine Einrichtung, welche durch die Legitmation seiner Bürger getragen wird, weil eben diese Bürger eingesehen haben, dass die Einrichtung Staat ihnen Vorteile bringt.

In dem Moment, in dem die Bürger erkennen, dass der Staat als Einrichtung ihnen keine Vorteile sondern nur noch Nachteile und Lebenserschwernis einbringt, zerfällt die Legitimation des Staates in wohlgefallen. Die logische Folge sind Krawalle und Volksaufstände, denen solche subtilen Reaktionen wie "innere Kündigung" und Wahlverweigerung vorausgehen.

Nun leben wir in der besonderen Situation dass:

a) ...aufgrund der derzeitigen (kapitalistischen) Spielregeln der Reichtum der Reichen zu Lasten der Allgemeinheit Ausmaße annimmt, welche die Lebensbedingungen der Allgemeinheit in zunehmendem Maße erschweren. Die Staatsverschuldung, die auf uns allen lastet und den Handlungsspielraum der Politik immer mehr Einschränkt ist eine der Folgen davon.

und...

b) ... das aufgrund der fortschreitenden mechatronisierten Rationalisierung der Produktion von Gütern und Dienstleistungen immer weniger Menschen eine einkommenslegitimierende Beschäftigung bekommen.

Ohne aktive staatliche Korrekturmaßnahmen (1.Reichensteuer, 2.Bedingungsloses Grundeinkommen) läuft dieses System an die Wand, bedeutet: Massenverelendung der überwiegenden Bevölkerung bei gleichzeitigem exorbitantem Reichtum einer kleinen Minderheit.

Es ist selbstredent klar, dass bei einer Massenverelendung dieser Staat jede Legitmation verliert, es wird als zu Volksaufständen kommen.

Um eben genau dieses zu verhindern und das Leben für die Masse der Bevölkerung erträglich zu halten führen m.E. keine Wege an Reichensteuer und BGE vorbei.

Diese Zusammenhänge müssten in das Bewustsein der Allgemeinheit Eingang finden, dann wäre die Durchsetzung des BGE auch kein Problem mehr...

Aber du hast Recht, auf dem Weg zu einer sozialgerechteren Welt ist ein Mindestlohn schon mal ein Anfang...

> Aber den Mindestlohn, den schaffen wir!
>
> Selst das Mutti ahnt es schon, daß der Mindestlohn unabwendbar ist, das
> von ihr angeregte Mindesteinkommen ist der letzte verzweifelte Versuch,
> diesen abzuwenden. Doch vergebens! Denn im Bundesrat hat sie keine
> Mehrheit und über das Jahr 2013 hinaus hat sie eh nichts zu vermelden,
> oder wird in der Koalition mit der SPD nachgeben müssen.
>
> Falls die Sozen nicht wieder rumschrödern!

Ja. ... wer hat uns verraten? Sozialdemkraten....
http://www.youtube.com/watch?v=8vFL0QWxugI

>
> Das GE ist aber nicht vergessen, das legen wir mal auf Wiedervorlage.

Gute Idee...
>
> > Es wird dann nämlich schlicht und ergreifend so sein, dass die
> > Unternehmer für Dumpinglöhne keine Arbeitskräfte mehr finden, die
> > sich dafür prostituieren.
>
> Ich gestatte mir dies anders zu sehen. Denn wenn das GE realisiert ist,
> dann wird das zusätzliche Einkommen beliebig, ich kann also schadlos für
> einen Groschen die Stunde arbeiten. GE und ML ersetzen sich also nicht,
> sie ergänzen sich, beides ist notwendig.

Hm... sagen wir mal so: Wenn das GE so hoch ist, dass davon ein menschenwürdiges Leben möglich ist, welche Motivation sollte dann noch jemand haben, eine beschissene Arbeit für einen Dumpinglohn zu verrichten?

Ich bin nicht unbedingt gegen den ML, aber sehe diesen durch das GE weitestgehend als überflüssig an.

Wenn hingegen bestimmte Tätigkeiten - so wie heute z.B. Ehrenämter von Menschen freiwillig aus Lust oder aus Idealismus übernommen werden, dann sehe ich darin nicht unbedingt ein Problem, eher vielleicht sogar so etwas wie eine Stärkung der Solidarität innerhalb dieser Gesellschaft. Solange wie kein Zwang - also auch kein wirtschaftlicher Zwang - hinter so einer Arbeit steht, sehe ich den ML als entberlich an.
>
> >> Der Wettlauf auf den geringstmöglichen Lohn endet auf einem
> >> gigantischen Haufen von Produkten, die nicht mehr absetzbar sind,
> >> weil sie sich keiner mehr leisten kann.
> >
> > Richtig. Davon abgesehen ist von gesellschaftlicher Warte aus gesehen
> > die "Amortisation" eines Arbeitsplatzes nicht das Interesse, sondern
> > es ist das Interesse des Unternehmers.
>
> Jaaa, neee, so ganz richtig ist das nicht. Selbstverständlich müssen
> betriebliche Aufwendungen sich amortisieren, sonst leidet der Kaufmann
> einen Verlust.

Der Kaufman ist Unternehmer - der darf das anders sehen.

Wenn aber Klinkbetten oder der Arbeitsplatz eines Arztes, oder die Existenz eines Röntgengerätes sich "amortisieren" muss, dann ist das fatal!

Ebenso ist es fatal, wenn sich Wasserwerke, oder Elektrizitätswerke "amortisieren" sollen...oder im erweitesten Sinne ein Maximum an Gewinn abwerfen sollen, denn dieses führt ganz zwangsläufig zur Ausbeutung der Menschen.

Die Dinge, die zur Daseinsfürsorge gehören, die müssen sich nicht "amortisieren" - die müssen ganz einfach da sein, damit sie im (Not)fall verwendet werden können.

Und es ist mir lieber, dass ein Teil der Notärzte im Bereitschaftdienst nix zu tun hat, als dass ein Teil der Notfallpatienten darunter zu leiden hat, dass zu wenige Notärzte in Reserve bereit stehen.

Die Art und Weise, wie hierzulande die Medizin zu einem Gewerbe umfunktioniert wird finde ich schon geradezu als pervers.

Genau so, wie es pervers ist, dass private Wasserwerke zu Maximierung ihres Profites ständig das Wassergeld erhöhen, denn Wasser ist normalerweise ein kostenfreies Gut, welches im Idealfalle kostenlos von der Natur unbegrenzt zur Verfügung gestellt wird.

Und so führt denn dann auch die aufgrund des Wassergeldes betriebene Sparsamkeit der Verbraucher zu einem Mehr an Kosten, denn das Leitungsnetz wird aufgrund von der Sparsamkeit der Verbraucher nicht mehr ausreichend gespühlt.

So wäre es, alleine zur ausreichenden Spühlung des Leitungsnetzes, wünschenswert, wenn die Leute mehr Wasser verbrauchen würden.



> Das sollte er aber nicht tun, denn er gefährdet dann sein
> Unternehmen. Hat er aber sein Unternehmen ruiniert, so werden die
> Arbeiter freigesetzt und fallen der Solidargemeinschaft zur Last.

Ich habe nix dagegen, dass der Unternehmer das anders sieht. Von der Sichtweise des Unternehmers ist das legitim, aus der Sicht der Gesellschaft u.U. fatal.

Ein privatwirtschaftlicher Arzt mag meinetwegen sein teures Röntgengerät häufig (und wohl auch oft mißbräuchlich) einsetzen, um dafür die Kohle von der Krankenkasse zu kassieren.

Gesellschaftlich gesehen ist es aber Mißbrauch zum Nachteil der Gesellschaft.

Das ist auch der Grund, weshalb m.E. Medizin nicht privatwirtschaftlich organisiert sein sollte.

Selbstverständlich sollte ein Arzt alle nötigen diagnostischen Apparate zur Verfügung haben, aber er sollte weder Eigentümer dieser Apparate sein, noch sollte er diese Apparate einsetzen, um sein Einkommen zu erhöhen, sondern nur aus dem einzig legitimen Grund, nämlich dem Patienten zu helfen.


> Auch
> aus gesellschaftlicher Warte aus gesehen besteht also ein Interesse, daß
> die Betriebe gesund sind und ordentlich geführt werden.

Das kommt auf die Betriebe an... handelt es sich dabei um ein Betrieb der "Luxusgüterproduktion", so muss er durch seine Wirtschaftlichkeit seine Existenzberechtigung am Markt behaupten.

Handelt es sich aber um einen Betrieb der essentieller Teil der Daseinsfürsorge ist, so gehört der m.E. erst gar nicht privatwirtschaflich organisiert, denn privatwirtschaftliche Profitinteressen passen nicht unter einen Hut mit den ideellen Interessen der Gesellschaft nach optimaler Daseinsfürsorge.

Ein Unternehmen kann sich nur einem Götzen verpflichtet fühlen - entweder dem eigenen Profit oder dem Wohlergehen der Gesellschaft - beides gleichzeitig funktioniert m.E. nicht.

>
> > Nun - in einer Welt, deren Funktion größtenteils auf
> > privatwirtschaftliches (unternehmerisches) Engagement angewiesen ist,
> > ist das Bestreben der Unternehmen nach Gewinnen nicht zu
> > dämonisieren, denn es ist quasi der "Motor" privatwirtschaftlichen
> > Engagements.
>
> Hierzu gilt dasselbe wie oben: ohne dies ist ein Betrieb nicht zu führen.
>
> > Das Gegenteil davon ist die universell gelenkte planwirtschaftliche
> > Staatswirtschaft.
>
> Richtig, das war einfach nur Unsinn. Daß Betriebe Gemeineigentum sind,
> ist nicht das Problem, das haben wir ja auch. Unsere Sparkassen sind
> öffentlich-rechtlich, und die Volks- und Raiffeisenbanken sind
> genossenschaftlich organisiert, das geht also! Aber daß sich da eine
> Parteikrake ins Zentrum setzt, und sich einbildet von dort aus alles
> lenken zu können, DAS WAR EIN IRRTUM!
>
> Aber auch volkseigene Betriebe müssen disponieren und kalkulieren, et
> cetera, und auch diese können untergehen, wenn sie anders als mit
> Sachverstand und Verantwortung geführt werden. Und auch hier muß das
> Subsidiaritätsprinzip gelten, will heißen, alles was der Betrieb selbst
> entscheiden kann, das muß er auch selbst entscheiden können.

Ja. Aber die Ziele müssen andere sein.

Während in der Privatwirtschaft der Profit das oberste Ziel ist (was für private Wirtschaft auch völlig ok ist), haben Staatsbetriebe das Ziel, ein möglichst guter Dienstleister der Bevölkerung zu sein.

Dass hier natürlich auch mit gesundem Augenmaß gehandelt wird, und die Aufwändungen in einem zu rechtfertigenden Verhältnis zur Dienstleistung steht, der damit für die Bevölkrung erbracht wird, versteht sich m.E. von selbst.

Und trotzdem ist es ein großer Unterschied, ob ein Unternehmen privat geführt wird, bei dem das oberste Ziel der Profit ist, der damit erwirtschaftet wird, oder ob es sich um einen Staatsbetrieb handelt, dessen oberstes Ziel darin besteht, möglichst nützlich für die Gesellschaft zu sein.

Das sind diametrale Unterschiede, die einfach nicht zusammenpassen.

Schon aus diesem Grunde gehören bestimmte Bereiche der Wirtschaft verstaatlicht.

>
> Das mag vielleicht manch einen überraschen, daß die Geschäfte im
> Sozialismus nicht anders laufen können als im Kapitalismus, oder der
> Laden kracht zusammen. Ich erwarte lediglich, daß die Unternehmungen
> sich weniger aggressiv verhalten und daß die Erträge gerechter verteilt
> werden.

Ich denke, dass man sich einfach darüber Gedanken macht, welche Bereiche der Wirtschaft besser privatwirtschaftlich und welche besser staatlich organisiert sind.
>
> > AlS alleiniger Wirtschaftsentwurf hat sich das wohl nicht so
> > sonderlich bewährt,
>
> Offensichtlich.
>
> > jedoch in Bereichen, die im wesentlichen der existentiellen
> > Daseinsfürsorge dienen und dazu noch einen Monopolcharakter haben
> > (Energie, Wasser, Wohnen, öffentlicher Nahverkehr, Gesundheit
> > (Medizin)) ist m.M.n. staatliches Handeln und staatliches
> > Unternehmertum dem privaten vorzuziehen.
>
> Ja, ohne jeden Zweifel.
>
Jou.

Glückauf.

Siegfrid Breuer

unread,
May 21, 2012, 11:20:00 AM5/21/12
to
txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:

> Es ist selbstredent klar, dass bei einer Massenverelendung dieser
> Staat jede Legitmation verliert, es wird als zu Volksaufständen
> kommen.

Dazu hatte ich Dir vor ueber anderthalb Jahren schon mal was erklaert,
Otti:

https://groups.google.com/group/de.soc.politik.misc/msg/c2a00579f62eb675

Und damit beim Einsatz der Bundeswehr im Inneren dann keine
aergerlichen Pannen passieren, versuchte man ja auch schon mal
vorzubeugen, wie ich ebenfalls vor etwas ueber einem Jahr erklaerte:

https://groups.google.com/group/de.soc.politik.misc/msg/ca974af32a4e914b

> Diese Zusammenhänge müssten in das Bewustsein der Allgemeinheit
> Eingang finden, dann wäre die Durchsetzung des BGE auch kein Problem
> mehr...

Aber das 'Bewusstsein der Allgemeinheit' (und speziell Deins) haelt
man doch mit dem unterhaltsamen 'Kampf gegen Rechts' ganz gut
beschaeftigt.

> Ja. ... wer hat uns verraten? Sozialdemkraten....

Und unter anderer Flagge verherrlichst Du die. Was jeder weiss.
Wer soll Dich Toelpel eigentlich noch ernst nehmen?

> Hm... sagen wir mal so: Wenn das GE so hoch ist, dass davon ein
> menschenwürdiges Leben möglich ist, welche Motivation sollte dann
> noch jemand haben, eine beschissene Arbeit für einen Dumpinglohn zu
> verrichten?

Da bist Du ja schliesslich ein perfekter Vorreiter, nichtwahr?

> Ich bin nicht unbedingt gegen den ML, aber sehe diesen durch das GE
> weitestgehend als überflüssig an.

Zumal 'Lohn' ja impliziert, dass man was arbeiten muesste, und das
geht ja nun garnicht, newahr, Otti? Man braucht doch seine Zeit zum
Plaerren und Copy'n'Pasten!

> Solange wie kein Zwang - also auch kein wirtschaftlicher Zwang -
> hinter so einer Arbeit steht, sehe ich den ML als entberlich an.

Deine Ausfuehrungen klingen noch erheblich unterhaltsamer, wenn der
Leser weiss, dass Du ein ueberzeugter langzeitarbeitsloser Faulpelz
bist, Otti. Schreib das doch fuer neue Leser mal immer dazu, die
wollen sich doch auch amuesieren.

> Die Dinge, die zur Daseinsfürsorge gehören, die müssen sich nicht
> "amortisieren" - die müssen ganz einfach da sein, damit sie im
> (Not)fall verwendet werden können.

Aber wenn man das Geld doch braucht, um faule Nichtsnutze am Kacken
zu halten? Dann kann sowas halt irgendwann nicht mehr 'einfach da'
sein, weil ja ueberzeugte Faulpelze wie Du 'einfach da' sind!

> Die Art und Weise, wie hierzulande die Medizin zu einem Gewerbe
> umfunktioniert wird finde ich schon geradezu als pervers.

Die Art und Weise, wie hierzulande ueberzeugten Faulpelzen ohne jede
Gegenleistung Monat fuer Monat Kohle in den Arsch geschoben wird, ist
aber kein bisschen weniger pervers, Otti.

> Genau so, wie es pervers ist, dass private Wasserwerke zu Maximierung
> ihres Profites ständig das Wassergeld erhöhen, denn Wasser ist
> normalerweise ein kostenfreies Gut,

Wer hindert Dich, an kostenlosen Pfuetzen zu trinken, Otti?

> Selbstverständlich sollte ein Arzt alle nötigen diagnostischen
> Apparate zur Verfügung haben, aber er sollte weder Eigentümer dieser
> Apparate sein, noch sollte er diese Apparate einsetzen, um sein
> Einkommen zu erhöhen, sondern nur aus dem einzig legitimen Grund,
> nämlich dem Patienten zu helfen.

Und Du meinst, die noetigen diagnostischen Apparate materialisieren
sich aehnlich magisch aus dem Nichts, wie Dein monatliches Hartz4?

>> Auch aus gesellschaftlicher Warte aus gesehen besteht also ein
>> Interesse, daß die Betriebe gesund sind und ordentlich geführt
>> werden.
>
> Das kommt auf die Betriebe an... handelt es sich dabei um ein Betrieb
> der "Luxusgüterproduktion", so muss er durch seine Wirtschaftlichkeit
> seine Existenzberechtigung am Markt behaupten.

Im Klartext: Betriebe, die Dinge herstellen, die _DU_ nicht brauchst,
koennen eigentlich ruhig pleite machen, nichtwahr?

> Handelt es sich aber um einen Betrieb der essentieller Teil der
> Daseinsfürsorge ist,

Doenerbuden und Fruechteteehersteller zum Beispiel, nichtwahr?

> Ein Unternehmen kann sich nur einem Götzen verpflichtet fühlen -
> entweder dem eigenen Profit oder dem Wohlergehen der Gesellschaft -
> beides gleichzeitig funktioniert m.E. nicht.

Da sollten sich mal viele ein Beispiel an Ottmar Ohlemacher nehmen,
der _nur deswegen_ Taxifahrer wurde, um nicht einem armen Kernphysiker
den Arbeitsplatz zu stehlen:

|Es wäre eine hypothetische Überlegung, ob ich nicht auch Kernphysiker
|hätte werden können, wenn ich all meine Energien nur auf dieses eine
|Ziel gebündelt hätte - weshalb nicht.
|[Ottmar Ohlemacher in <ezahrlmav0ha.co6xjyyavo8s$.d...@40tude.net>}
|
|Sorry aber ich bin Taxifahrer!
|[Ottmar Ohlemacher in <50r74u034kjuqa3ij...@4ax.com>]

> Und trotzdem ist es ein großer Unterschied, ob ein Unternehmen privat
> geführt wird, bei dem das oberste Ziel der Profit ist, der damit
> erwirtschaftet wird, oder ob es sich um einen Staatsbetrieb handelt,
> dessen oberstes Ziel darin besteht, möglichst nützlich für die
> Gesellschaft zu sein.

Irgendwie scheinst Du unseren 'Staat' nicht so richtig verstanden zu
haben, Otti. Deine Traeume in Ehren.....

> Glückauf.

Du sollst nicht das Grusswort hart arbeitender Menschen
verunglimpfen, Du fauler nichtnutziger ueberzeugter
langzeitarbeitsloser Hungerleider! (siehe Sig)

txtm...@gmx.de

unread,
May 21, 2012, 12:04:33 PM5/21/12
to
Am Montag, 21. Mai 2012 17:20:00 UTC+2 schrieb Siegfrid Breuer:
> txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:
>
>
> > Ja. ... wer hat uns verraten? Sozialdemkraten....
>
> Und unter anderer Flagge verherrlichst Du die.

Nein, Blödbreuer - den, den du für mich hältst, der ist ein anderer.

Du bist entweder blöd, oder verlogen - wahrscheinlich aber beides...


> Was jeder weiss.

Dass es sich bei dir um ein verleumderisches Naziarschloch handelt - ja, gewiss weiß das hier jeder.

> Wer soll Dich Toelpel eigentlich noch ernst nehmen?

Projezierst du wieder deine Ängste?

> Und Du meinst,

dass es sich bei dir um ein diskussionsunfähiges ungebildetes pöbelndes rechtsextremes Arschloch handelt?

Ja, immer noch Breuer.


> die noetigen diagnostischen Apparate materialisieren
> sich aehnlich magisch aus dem Nichts, wie Dein monatliches Hartz4?


Ja, Blödbreuer - medizinische Infrastruktur bereit zu halten ist Aufgabe des Staates, welche seine Legitimation erhöht.


>
> Du sollst nicht das Grusswort hart arbeitender Menschen
> verunglimpfen, Du fauler nichtnutziger ueberzeugter
> langzeitarbeitsloser Hungerleider! (siehe Sig)

Ich hab dich auch lieb Breuer...vielleicht kann ich dir irgendwann nochmal zeigen, wie lieb ich dich hab...wir haben ja noch ein bischen Zeit, nicht wahr?

Kafka bildet, aber keinen Naziarsch wie Breuer.

txtm...@gmx.de

unread,
May 21, 2012, 12:25:40 PM5/21/12
to
Am Sonntag, 20. Mai 2012 18:03:37 UTC+2 schrieb Gerald Gruner:
> txtm...@gmx.de schrieb am 20.05.12:
>
> > Also ich w�re bereit, den Mindestlohn gegen ein bedinungsloses
> > Grundeinkommen zu tauschen. Im Vergleich erscheint mir der Mindeslohn
> > wie ein "Dreirad", w�hrende das bedinungslose Grundeinkommen
> > (entsprechender H�he) die Luxuslimusine ist, in der das Dreirad schon
> > beinhaltet ist.
>
> Na dann geh doch mit gutem Beispiel voran und adoptiere 2-3 Bed�rftige
> Harz-4-Empf�nger und stelle ihnen die "Luxuslimusine" pers�nlich zu
> Verf�gung.
> Ach, warum nicht?
> Aber "die Gesellschaft" also wir alle sollen es IYO tun?

Nun, möglich dass deine Phantasie so eingeschränkt ist, dass du dir das nicht vorstellen kannst, aber stell dir halt mal vor, du wirst arbeitslos und verarmst total. Wäre es da nicht ein beruhigendes Gefühl ein bedinungsloses Grundeinkommen zu erhalten, welches dir ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Oder bildest du dir ein, du seiest gegen alle erdenklichen Schicksalsschläge gewappnet wärest?

>
> Sorry, ich verga�: Du w�rst ja eher der, der die Hand aufhalten w�rde.

Zu deinem Verdruss: Ich halte ;-)

>
> > Und in der Tat ist das wirklich so - bei einem angemessen bedinungslosen
> > Grundeinkommen l�st sich das Problem von Dumpinl�hnen in Wohlgefallen
> > auf und die Forderung nach Mindestl�hnen wird obsolet.
> >
> > Es wird dann n�mlich schlicht und ergreifend so sein, dass die
> > Unternehmer f�r Dumpingl�hne keine Arbeitskr�fte mehr finden, die sich
> > daf�r prostituieren.
>
> "Soziale H�ngematte" f�r jedermann?

Was hast du gegen Hängematten? Je höher die Produktivität dieser Gesellschaft wird, desto mehr öfter und länger werden Menschen in "Hängematten" liegen, weil die Menge der sinnvoll zu besorgenden Arbeit kontinuierlich sinken wird.

> Und dann?

Gutes Buch lesen, Tee trinken, ab und zu Rad fahren und etwas für die Gesundheit tun. Künstlerlisch tätig werden, sich sozial engagieren oder ganz einfach das tun, was man immer schon mal tun wollte, wozu einem aber immer schon die Zeit fehlt.

Wo Problem, und warum wehrst du dich so gegen diese Vorstellung?

Kafka bildet.

Siegfrid Breuer

unread,
May 21, 2012, 12:43:00 PM5/21/12
to
txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:

> Nun, möglich dass deine Phantasie so eingeschränkt ist, dass du dir
> das nicht vorstellen kannst, aber stell dir halt mal vor, du wirst
> arbeitslos und verarmst total.

Wie jetzt, Otti? Ich denk das ist voll geil, Haupsache nix arbeiten?
(siehe Sig)

> Wäre es da nicht ein beruhigendes Gefühl ein bedinungsloses
> Grundeinkommen zu erhalten, welches dir ein menschenwürdiges Leben
> ermöglicht.

An welche 'Bedingungen' ist denn Dein Einkommen geknuepft, Otti?
Dass Du Deinen Kadaver ab und an zur ARGE schleppen musst?
Das mit dem Kies-Schippen wird ja wohl noch nicht umgesetzt.

>> Sorry, ich verga�: Du w�rst ja eher der, der die Hand aufhalten
>> w�rde.
>
> Zu deinem Verdruss: Ich halte ;-)

Und bist stolz darauf, nichtwahr, Du Arsch? (siehe Sig)

> Was hast du gegen Hängematten?

Nicht jeder ist intelligent genug fuer sowas, Otti: <prust>

http://www.ntzl.org/688468-aus-der-haengematte-gefallen

> Kafka bildet.

<taetschel>

Siegfrid Breuer

unread,
May 21, 2012, 12:43:00 PM5/21/12
to
txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:

>>> Ja. ... wer hat uns verraten? Sozialdemkraten....
>>
>> Und unter anderer Flagge verherrlichst Du die.
>
> Nein, Blödbreuer - den, den du für mich hältst, der ist ein anderer.

Klar! <taetschel> Jeder zweite im Usenet hat das unbaendige
Beduerfnis, meinen Namen zu verhonepiepeln, nichtwahr? <prust>
Ich erinnere an Deine genialen Schoepfungen wie "Biegfried Sreuer",
"Siegfrid Breuers In-den-Arsch-Treter" oder "Breuer's Privatpfelger".

> Du bist entweder blöd, oder verlogen - wahrscheinlich aber beides...

Achwas, Otti. Ich durchschau Dich Toelpel nur sehr schnell, weil Du
halt nicht ansatzweise so intelligent bist, wie Du Dich verkaufen
moechtest.

>> Und Du meinst,
>
> dass es sich bei dir um ein diskussionsunfähiges ungebildetes
> pöbelndes rechtsextremes Arschloch handelt?
>
> Ja, immer noch Breuer.

Mehr bleibt Dir Blubberkopp ja auch nicht mit Deinen paar
intellektuellen Moeglichkeiten.

>> die noetigen diagnostischen Apparate materialisieren
>> sich aehnlich magisch aus dem Nichts, wie Dein monatliches Hartz4?
>
> Ja, Blödbreuer - medizinische Infrastruktur bereit zu halten ist
> Aufgabe des Staates, welche seine Legitimation erhöht.

So, wie es auch seine Aufgabe ist, einen stinkfaulen Nichtsnutz wie
Dich am Kacken zu halten, nichtwahr, Otti? <taetschel>

> Ich hab dich auch lieb Breuer

Weiss ich doch. Wolltest mir ja sogar Floete beibringen. <PRUST>

> ...vielleicht kann ich dir irgendwann nochmal zeigen, wie lieb ich
> dich hab...wir haben ja noch ein bischen Zeit, nicht wahr?

Traeumst du wieder vom 'Endsieg', Toelpelchen? (siehe Sig) <prust>
Aber zumindest gibst Du zu, dass das so ziemlich Dein einziges Talent
waere, Dich irgendwie zum Ausdruck zu bringen, nichtwahr?
Wie ich das von Anbeginn an auch immer geweissagt hatte. <PRUUUUUST>

--
> ... irgendwann ist der Koelnbonus aufgebraucht und die Fresse dick...
[Ottmar Ohlemacher regt einen Wechsel der Kommunikationsmittel auf
ihm gelaeufigere und vermeintlich erfolgversprechendere Methoden an
am 18.10.10 um 16:26 in <gr91gwgwu3rs$.1lcxqzc5...@40tude.net>]

Rüdiger Thomas

unread,
May 21, 2012, 12:46:19 PM5/21/12
to

"Detlef Bosau" <detlef...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4fb9f892$0$6565$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...
> On 05/21/2012 01:57 AM, Rüdiger Thomas wrote:
>
>> Unsere Produkte werden - nach wie vor - ob ihrer hohen Qualität
>> importiert
>
> Natürlich auch von Leuten, die diese gar nicht bezahlen können.....
>
> Du merkst noch was?
>
>> (falls nicht bereits deren Herstellung "exportiert" wurde). Der deutsche
>> Arbeiter ist für die Wirtschaft zu einem "Klotz am Bein" mutiert, muß
>> über
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Er ist nicht dazu mutiert, er wurde von der Propganda dazu gemacht.

Und der Unterschied liegt worin, Spinner? ..

>> Mehrexport und staatliche Hilfen subventioniert werden. Zu einem großen
>> Teil
> ^^^^^^^^^^^^^^^^
> Das Wort Subvention kommt bei Dir häufiger. Hast Du das mit Fleiß
> auswendig gelernt?

Sowas kann kontextspezifisch passieren. Was dagegen, Knalltüte?

>> ist hieran die "Globalisierung" (Verlagerung von Produktionsstätten ins
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Was ist das?
> Du weißt es nicht,

Doch.

> ich weiß es nicht,

Bildungslücke? ..

> also vermeiden wir doch bitte Worte, die wir nicht verstehen.

"Du" solltest nicht von "dir" auf Andere schließen! ..

>> Ausland) schuld, hinzu kommen Rationalisierungsmaßnahmen aller Art. Daß
>> hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, zeichnete sich schon in
>> den
>
> Wieso können Löhne bei Rationalisierungsmaßnahmen nicht mithalten?
>
> Du meinst, wenn ein Landwirt vor 100 Jahren einen Menschen ernähren konnte
> und heute 130, muß der Landwirt als Ausgleich dafür weniger Geld kriegen?

Nein. Er stellt weniger Leute ein; mehr Arbeitskräfte, darunter
arbeitslose-, müssen mit weniger auskommen.

> Himmel.

Gleichfalls - und: ..., Arsch und Zwirn! .. ;)

>> Achzigern ab. Nun hat das Lohndumping die Kaufkraft "gefressen"; der
>> Binnenmarkt dümpelt vor sich hin. Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in
>> Sicht.
>> ..
>
> Wenn man Menschen mit mehr als 1 Cent auf dem Konto Steuern von 1000
> Prozent auferlegt, sie zum Amt schickt und den 1 Cent aufs Sozialgeld
> anrechnet und ihnen dafür 1000 Euro abzieht, muß man sich über fehlende
> Kaufkraft nicht wundern.

Hört, hört. ..


R�diger Thomas

unread,
May 21, 2012, 12:49:04 PM5/21/12
to

"Detlef Bosau" <detlef...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4fb9f6b8$0$6577$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...
> On 05/19/2012 11:20 PM, R�diger Thomas wrote:
>> Und das bei weiterhin sinkender Kaufkraft - weltweit. Arbeitspl�tze
>> k�nnen
>> nur noch �ber Subventionen, die �ber Neuverschuldungen geleistet werden,
>> gesichert werden. Nein, *das* System kann nicht mehr funktionieren, da
>> stetiges Wachstum nicht hergestellt werden kann, schon gar nicht in allen
>> Bereichen.
>>
>
> Das sind gleich zwei Denkfehler.
>
> 1.: Wachstum ist ein Synonym f�r Inflation - und das geht unbegrenzt und
> in alle Ewigkeit.

Beleg? Warum soll das so sein m�ssen? Wenn sich die Rohstoffe nicht
verteuerten, g�be es derzeit so gut wie �berhaupt kein "Wachstum" mehr. ..

> 2.: Es ist richtig, da� die bisherige Kopplung von Erwerbsarbeit und damit
> erworbener Kaufkraft nicht funktionieren kann. Und das m�ssen wir
> �berdenken.

Sieh' an! Und was soll nun der Denkfehler sein? *LACH* :))

hajo

unread,
May 21, 2012, 1:23:38 PM5/21/12
to
Am 21.05.2012 13:57, schrieb Erika Ciesla:
> Bleibt die Zahlung aus, dann hat sie mal ein Eigenkapital gehabt.

Wie steigert ein Buchhalter?

Soll und Haben
soll haben
soll gehabt haben

hajo

Rüdiger Thomas

unread,
May 21, 2012, 1:27:31 PM5/21/12
to

"Erika Ciesla" <exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:a1tqqh...@mid.individual.net...
> Antwort auf eine Nachricht von ... ?
>
> Was machst Du eigentlich anders, daß mein Donnervogel hier nie deinen
> Namen einsetzt, Rüdiger Thomas?

Das, "Erika", ist eine Art Magie! Und sowas können natürlich nur
höchstgebildete Poster! .. ;))

>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>> news:a1t734...@mid.individual.net...
>>> Antwort auf eine Nachricht von
>
>
>>> Wenn wir unsere Produkte im Ausland absetzen wollen, dann haben wir
>>> grundsätzlich drei Möglichkeiten:
>>>
>>> 1. Wir haben was, was keiner sonst anbietet!
>>>
>>> 2. Unsere Produkte sind einfach besser als die der Konkurrenz.
>>>
>>> 3. Wir lassen uns auf einen Preiskampf ein?
>
>
>> Unsere Produkte werden - nach wie vor - ob ihrer hohen Qualität
>> importiert
>
> Das ist der zweite Fall.

Der aber doch 1. und 3. mit einschließt. ..

> Ich will mal ein paar Namen nennen:

Also: Werbung ist im Usenet ja sowas von verpönt .. ;)

> Mercedes,
> Audi, BMW und vielleicht noch Porsche, die werden immer gerne gekauft.

Grrrrr - 750.000 Tote auf Deutschlands Straßen - in nur 50 Jahren. ..

> Das sind sozusagen die "Gewinnerautos",

Oh! Siehe oben. ..

> wer ein solches hat, der zeigt
> seinen Erfolg

Zeigt allenfalls seine Sucht nach dem frühzeitigen Tod - bewußt oder
unbewußt! ..

> und/oder seinen abgehobenen sozialen Status.

*Abgehoben* find' ich dabei äußerst treffend! .. :)

> Gewiß, die
> anderen bauen auch Autos, aber das sind dann nicht Mercedes, Audi, BMW
> und Porsche.

Also nicht die hierzulande verantwortlichen FÜR 750.000 TOTE IM
STRASSENVERKEHR - JEDEN TAG 10 MEHR. ..

>> Der deutsche Arbeiter ist für die Wirtschaft zu einem "Klotz am
>> Bein" mutiert,
>
> Das wird immerzu behauptet, aber ich glaube es nicht. ...

Allein die Entstehung von Zeitarbeitsfirmen belegt dies doch: Der Arbeiter
soll - quasi auf Knopfdruck - ein- und ausgeschaltet werden können. Sobald
er Geld kostet, weil es zuwenig Arbeit gibt, soll er tunlichst verschwinden.
..

> Gier frißt Hirn!

Ja!

> ================
>
>> muß über (...) staatliche Hilfen subventioniert werden.
>
> Nicht wirklich.

"Muß" - innerhalb unseres Systems - ist gemeint! Nicht etwa pauschal für
alle Systeme.

> Aber wenn der Staat so großzügig ist diese Option
> anzubieten, dann wäre der Unternehmer doch ein Narr, wenn er nicht
> zugreifen täte.

Natürlich: Wenn ihm Ehre, Moral und Anstand fremd sind. .. ;)

> Apropos Subventionen, - deutsche Steinkohle ist doppelt bis dreimal so
> teuer als Importkohle. Damit aber dennoch nach Kohle gebuddelt wird,
> subventioniert der Staat jeder Arbeitsplatz im Steinkohlebergbau wird
> mit einem Betrag, der ein vielfaches dessen ausmacht, was der Kumpel an
> Lohn erhält. Täten wir statt dessen alle unsere Kumpels BEI VOLLER
> LOHNFORTZAHLUNG nach Hause schicken, so würden wir einen Haufen Geld
> sparen. Wie schlau ist DAS denn!?

Ich würde sagen: Schilda läßt grüßen! .. :)

Es geht hierbei aber um den Erhalt von Kaufkraft, ohne die der Ruhrpott
brach läge. ..

> Das wäre nun ein Beispiel nach Deinem Geschmack, hier läuft ohne die
> warme Dusche von Staat gar nichts. Es ist zugleich aber auch ein
> verrücktes Beispiel, denn es kostet uns Steuerzahler mehr als die Sache
> wert ist.

Nein. Siehe oben: Kaufkraft. ..

> Wie oben gesagt, selbst bei voller Lohnfortzahlung wären die
> Kupels zuhause (oder in ihrem Schrebergarten) billiger als im Flöz.

Siehe oben. ..

>> (...) hinzu kommen Rationalisierungsmaßnahmen aller Art.
>
> Unser Thema! :-)
>> Daß hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, ...
>
> Nee, das sehe ich nicht so. Unter Rationalisierung versteht man heute
> zumeist das Wegrationalisieren, also daß Menschenarbeit durch Maschinen
> substituiert wird. Primär hat das auf die Löhne keinen Einfluß, außer
> für die Betroffenen, die kriegen dann GAR KEINEN Lohn mehr. Es werden
> also nicht die Löhne gedrückt, sondern die Arbeitsplätze vernichtet.

Ja. Womit mehr freigesetzte Arbeitskräfte aber mitfinanziert werden müssen,
sich die Lohnsummen also (indirekt, aber real) auf Arbeitende UND
Nichtarbeitende aufteilen.

> Die Lohndrückerei läuft über eine andere Schiene, nämlich über die
> Prekarisierung der Arbeit. Wesentlich dazu beigetragen hat ...

Klar doch.

>> Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in Sicht.
>
> Nun, die Linke kommt nicht an die Macht, das können wir knicken.

Knick! ;)

> Aber
> seit es die Linke gibt, muß die SPD darauf achten, nicht so viele
> Stimmen an diese zu verlieren, das könnte eine Wirkung haben. Aber
> aktuell ist die Linke in den Prognosen auf sechs Prozent gefallen, damit
> ist die Wirkung praktisch wieder aufgehoben. Leider!

Laß' uns dabei Tacheles reden: An *Echt-Links* ist innerhalb unserer
Verfassung gar nicht mehr zu denken! Also: Wozu "darüber" also noch
philosophieren. ..

> Es darf in der SPD also wieder ungeniert "geschrödert" werden, und das
> kann ein böse Ende nehmen!

Innerhalb "unseres" Systems ist es unerheblich, welche der "großen" Parteien
führt. Es kommt immer nur Eines dabei heraus: Ausbeutung und Habgier! ..

> Glück auf!
> ...

Rüdiger Thomas


Erika Ciesla

unread,
May 21, 2012, 1:44:04 PM5/21/12
to
Antwort auf eine Nachricht von hajo
Alt, kenn ich!


Kennze den?

Treffen sich zwei Unternehmer.

A: „Tach, wie gehts?“

B: „Danke, gut!“

A: „Was machen die Geschäfte?“

B: „Och, wir suchen gerade einen Kassierer.“

A: „Moment! Ihr habt doch vor zwei Wochen erst einen Kassierer eingestellt“

B: „Ja eben, – genau den suchen wir ja!“

hajo

unread,
May 21, 2012, 2:05:54 PM5/21/12
to
Am 21.05.2012 19:44, schrieb Erika Ciesla:

> B: „Och, wir suchen gerade einen Kassierer.“

Kenn ich, sogar kürzer (=besser?)

"Hab gehört, ihr sucht einen Kassierer?"
"Wir suchen sogar zwei. Den alten und den neuen!"

hajo

Erika Ciesla

unread,
May 21, 2012, 2:43:02 PM5/21/12
to
Antwort auf eine Nachricht von
> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>> Antwort auf eine Nachricht von ... ?

>> Das wird immerzu behauptet, aber ich glaube es nicht. ...
>
> Allein die Entstehung von Zeitarbeitsfirmen belegt dies doch: Der
> Arbeiter soll - quasi auf Knopfdruck - ein- und ausgeschaltet werden
> können. Sobald er Geld kostet, weil es zuwenig Arbeit gibt, soll er
> tunlichst verschwinden.

Stimmt nicht ganz.

Zeitarbeit war ursprünglich tatsächlich das was es hieß: Zeitarbeit.
Unternehmen konnten sich dort kurzzeitig zusätzliches Personal mieten,
wenn außergewöhnlicher Bedarf bestand. Erst die von der SPD aufgehobene
Zeitbeschränkung auf drei Monate machte es möglich, mit Leiharbeit (man
beachte den Namenswechsel) ganze Belegschaften unlimitiert zu ersetzen.

So wie die Zeitarbeit ursprünglich durchaus mal einen Sinn hatte, so ist
Leiharbeit heute nur noch ein schäbiges Element zur Unterdrückung und
zur Ausbeutung.


>>> muß über (...) staatliche Hilfen subventioniert werden.
>>
>> Nicht wirklich.
>
> "Muß" - innerhalb unseres Systems - ist gemeint! Nicht etwa pauschal
> für alle Systeme.

Ich vertrete die Meinung, daß der Staat grundsätzlich nicht
subventionieren sollte.

Deutschland hat 2011 grob geschätzt 170 Milliarden Subventionen
ausgeschüttet, das sind rund 2000 Euro je Nase.

Mein besonderer Liebling ist die deutsche Steinkohle, die RAG. Das Thema
hatten wir zwar schon, aber hier kommen Zahlen:

Ihr Umsatz beträgt rund 3 Milliarden Euro, darin enthalten 2 Milliarden
Euro Subventionen. Begründet wird das mit dem Erhalt der Arbeitsplätze,
es geht ja immer um Arbeitsplätze. Gut, 2 Mrd. Subventionen für 25.000
Kumpels, das macht 80.000 Euro je Kumpel.

Dazu sage ich: schickt sie nach Hause, aber zahlt ihnen den Lohn weiter
als würden sie immer noch arbeiten, – DAS WÄRE BILLIGER!

>> Das wäre nun ein Beispiel nach Deinem Geschmack, hier läuft ohne
>> die warme Dusche von Staat gar nichts. Es ist zugleich aber auch
>> ein verrücktes Beispiel, denn es kostet uns Steuerzahler mehr als
>> die Sache wert ist.
>
> Nein. Siehe oben: Kaufkraft. ..

Nö! Die Kumpels bekämen ja das Geld fortgezahlt, die Kaufkraft bliebe
erhalten.

>> Aber wenn der Staat so großzügig ist diese Option anzubieten, dann
>> wäre der Unternehmer doch ein Narr, wenn er nicht zugreifen täte.
>
> Natürlich: Wenn ihm Ehre, Moral und Anstand fremd sind. .. ;)

Warum sollte ihnen das nicht fremd sein?


>>> (...) hinzu kommen Rationalisierungsmaßnahmen aller Art.
>>
>> Unser Thema! :-)
>>
>>> Daß hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, ...
>>
>> Nee, das sehe ich nicht so. Unter Rationalisierung versteht man
>> heute zumeist das Wegrationalisieren, also daß Menschenarbeit durch
>> Maschinen substituiert wird. Primär hat das auf die Löhne keinen
>> Einfluß, außer für die Betroffenen, die kriegen dann GAR KEINEN
>> Lohn mehr. Es werden also nicht die Löhne gedrückt, sondern die
>> Arbeitsplätze vernichtet.
>
> Ja. Womit mehr freigesetzte Arbeitskräfte aber mitfinanziert werden
> müssen, ...

Ja, aber nicht mehr voseinem Betrieb, sondern von der Solidargemeinschaft.

> die Lohnsummen ...

... sinkt! Wir müssen uns ja unbedingt mit China um den Titel des
Exportweltmeisters kloppen.

>> Die Lohndrückerei läuft über eine andere Schiene, nämlich über die
>> Prekarisierung der Arbeit. Wesentlich dazu beigetragen hat ...
>
> Klar doch.

Also geklärt.

>>> Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in Sicht.
>>
>> Nun, die Linke kommt nicht an die Macht, das können wir knicken.
>
> Knick! ;)
>
>> Aber seit es die Linke gibt, muß die SPD darauf achten, nicht so
>> viele Stimmen an diese zu verlieren, das könnte eine Wirkung haben.
>> Aber aktuell ist die Linke in den Prognosen auf sechs Prozent
>> gefallen, damit ist die Wirkung praktisch wieder aufgehoben.
>> Leider!
>
> Laß' uns dabei Tacheles reden: An *Echt-Links* ist innerhalb unserer
> Verfassung gar nicht mehr zu denken! Also: Wozu "darüber" also noch
> philosophieren. ..

Wieso nicht? Wo im GG steht, daß der Kapitalismus die Staatsreligion
sein muß? Nirgends. Der Kapitalismus ist im GG nicht geschützt, es kann
also auch andere Gesellschftsformen geben. Und gibt es ja auch!
Sparkassen sind öffentlich-rechtlich, Volks- und Raiffeisenbanken sind
genossenschftlich. Das ist Gemeineigentum und genügt den Anforderungen
des Sozialismus. Staatseigentum (wie früher bei der Bahn und bei der
Post) kann sein, muß aber nicht. Unbedingt zu meiden ist hingegen der
Zentralismus! Den hatten wir „Drüben“, ist aber vor 20 Jahren
gescheitert, und Fehler muß man nicht wiederholen.

>> Es darf in der SPD also wieder ungeniert "geschrödert" werden, und
>> das kann ein böse Ende nehmen!
>
> Innerhalb "unseres" Systems ist es unerheblich, welche der "großen"
> Parteien führt. Es kommt immer nur Eines dabei heraus: Ausbeutung und
> Habgier!

Das kommt drauf an was wir wählen. „Gut wählen“ können wir bei der
vorhandenen Auswahl *und* bei der Grundstimmung in diesem Lande gar
nicht, aber mit Schwarz/Gelb haben wir offensichtlich Pech und Schwefel
gewählt. Egal was wir nächstes Jahr kriegen, alles ist besser als das.

Tommy Lassdas

unread,
May 21, 2012, 2:52:47 PM5/21/12
to

"Rüdiger Thomas" <einm...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:jpdtub$hl$1...@news.task.gda.pl...
>
> "Erika Ciesla" <exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:a1tqqh...@mid.individual.net...
>> ...
>> Mercedes,
>> Audi, BMW und vielleicht noch Porsche, die werden immer gerne gekauft.
>
> Grrrrr - 750.000 Tote auf Deutschlands Straßen - in nur 50 Jahren. ..

Jepp! *Gegen den Tod am Kotflügel* - oder so. .. ;)

Isch mein' ja nur. ..

>> ...



--- Posted via news://freenews.netfront.net/ - Complaints to ne...@netfront.net ---

Rüdiger Thomas

unread,
May 21, 2012, 3:32:15 PM5/21/12
to

"Erika Ciesla" <exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:a1vgln...@mid.individual.net...
> Antwort auf eine Nachricht von
>> "Erika Ciesla"<exa...@dummy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>> Antwort auf eine Nachricht von ... ?
>
>>> Das wird immerzu behauptet, aber ich glaube es nicht. ...
>>
>> Allein die Entstehung von Zeitarbeitsfirmen belegt dies doch: Der
>> Arbeiter soll - quasi auf Knopfdruck - ein- und ausgeschaltet werden
>> können. Sobald er Geld kostet, weil es zuwenig Arbeit gibt, soll er
>> tunlichst verschwinden.
>
> Stimmt nicht ganz.
>
> Zeitarbeit war ursprünglich tatsächlich das was es hieß: Zeitarbeit.
> Unternehmen konnten sich dort kurzzeitig zusätzliches Personal mieten,
> wenn außergewöhnlicher Bedarf bestand. Erst die von der SPD aufgehobene
> Zeitbeschränkung auf drei Monate machte es möglich, mit Leiharbeit (man
> beachte den Namenswechsel) ganze Belegschaften unlimitiert zu ersetzen.
>
> So wie die Zeitarbeit ursprünglich durchaus mal einen Sinn hatte, so ist
> Leiharbeit heute nur noch ein schäbiges Element zur Unterdrückung und
> zur Ausbeutung.

Ich weiß nicht, inwieweit das im Widerspruch zu dem von mir Gesagten stehen
soll. Es geht doch, wie "du" auch sagst, darum, Arbeitskräfte bei Bedarf
einstellen und jederzeit wieder freisetzen zu können.

>>>> muß über (...) staatliche Hilfen subventioniert werden.
>>>
>>> Nicht wirklich.
>>
>> "Muß" - innerhalb unseres Systems - ist gemeint! Nicht etwa pauschal
>> für alle Systeme.
>
> Ich vertrete die Meinung, daß der Staat grundsätzlich nicht
> subventionieren sollte.

Ich bin der Meinung, daß JEDER Arbeitsplatz subventioniert werden sollte, -
nachdem alle Unternehmen verstaatlicht wurden. .. :))

> Deutschland hat 2011 grob geschätzt 170 Milliarden Subventionen
> ausgeschüttet, das sind rund 2000 Euro je Nase.
>
> Mein besonderer Liebling ist die deutsche Steinkohle, die RAG. Das Thema
> hatten wir zwar schon, aber hier kommen Zahlen:
>
> Ihr Umsatz beträgt rund 3 Milliarden Euro, darin enthalten 2 Milliarden
> Euro Subventionen. Begründet wird das mit dem Erhalt der Arbeitsplätze,
> es geht ja immer um Arbeitsplätze. Gut, 2 Mrd. Subventionen für 25.000
> Kumpels, das macht 80.000 Euro je Kumpel.
>
> Dazu sage ich: schickt sie nach Hause, aber zahlt ihnen den Lohn weiter
> als würden sie immer noch arbeiten, - DAS WÄRE BILLIGER!

Diese Forderung vertreten Viele; aber es geht um den Erhalt von Kaufkraft:
Die "werkelnden Jungs" schaffen nicht nur Produktion, sondern verursachen
auch Verschleiß (Maschinen, Geräte, Brennstoffe, Arbeitskleidung, u.s.w.).
Hiervon sind ganze Zulieferindustrien abhängig, die bei Fernbleiben dieser
Arbeit/Arbeitskräfte in die Röhre glotzen würden, womit sich die Freisetzung
von Arbeitern noch verstärken würde, die Kaufkraft weiter sinken würde.

>>> Das wäre nun ein Beispiel nach Deinem Geschmack, hier läuft ohne
>>> die warme Dusche von Staat gar nichts. Es ist zugleich aber auch
>>> ein verrücktes Beispiel, denn es kostet uns Steuerzahler mehr als
>>> die Sache wert ist.
>>
>> Nein. Siehe oben: Kaufkraft. ..
>
> Nö! Die Kumpels bekämen ja das Geld fortgezahlt, die Kaufkraft bliebe
> erhalten.

Siehe oben, "blindes Huhn"! .. ;)

>>> Aber wenn der Staat so großzügig ist diese Option anzubieten, dann
>>> wäre der Unternehmer doch ein Narr, wenn er nicht zugreifen täte.
>>
>> Natürlich: Wenn ihm Ehre, Moral und Anstand fremd sind. .. ;)
>
> Warum sollte ihnen das nicht fremd sein?

Mein Reden doch. .. :)

>>>> (...) hinzu kommen Rationalisierungsmaßnahmen aller Art.
>>>
>>> Unser Thema! :-)
>>>
>>>> Daß hierbei die Löhne nicht mehr mithalten können, ...
>>>
>>> Nee, das sehe ich nicht so. Unter Rationalisierung versteht man
>>> heute zumeist das Wegrationalisieren, also daß Menschenarbeit durch
>>> Maschinen substituiert wird. Primär hat das auf die Löhne keinen
>>> Einfluß, außer für die Betroffenen, die kriegen dann GAR KEINEN
>>> Lohn mehr. Es werden also nicht die Löhne gedrückt, sondern die
>>> Arbeitsplätze vernichtet.
>>
>> Ja. Womit mehr freigesetzte Arbeitskräfte aber mitfinanziert werden
>> müssen, ...
>
> Ja, aber nicht mehr voseinem Betrieb, sondern von der Solidargemeinschaft.

... von welcher der Unternehmer sich ausklammern kann und die Last beim
Steuerzahler verbleibt. Für die "Freigesetzten" sinkt dabei das Einkommen
(die kriegen ja nun Arbeitslosengeld).

>> die Lohnsummen ...
>
> ... sinkt! Wir müssen uns ja unbedingt mit China um den Titel des
> Exportweltmeisters kloppen.
>
>>> Die Lohndrückerei läuft über eine andere Schiene, nämlich über die
>>> Prekarisierung der Arbeit. Wesentlich dazu beigetragen hat ...
>>
>> Klar doch.
>
> Also geklärt.
>
>>>> Und kein (Aus-)Weg zur Besserung in Sicht.
>>>
>>> Nun, die Linke kommt nicht an die Macht, das können wir knicken.
>>
>> Knick! ;)
>>
>>> Aber seit es die Linke gibt, muß die SPD darauf achten, nicht so
>>> viele Stimmen an diese zu verlieren, das könnte eine Wirkung haben.
>>> Aber aktuell ist die Linke in den Prognosen auf sechs Prozent
>>> gefallen, damit ist die Wirkung praktisch wieder aufgehoben.
>>> Leider!
>>
>> Laß' uns dabei Tacheles reden: An *Echt-Links* ist innerhalb unserer
>> Verfassung gar nicht mehr zu denken! Also: Wozu "darüber" also noch
>> philosophieren. ..
>
> Wieso nicht? Wo im GG steht, daß der Kapitalismus die Staatsreligion
> sein muß? ...

Zwischen den Zeilen! Das GG kann leicht über das STGB ausgehebelt werden
(z.B.: Art.9[2]: Aufrechterhaltung der "verfassungsgemäßen" Ordnung). ..

>
>>> Es darf in der SPD also wieder ungeniert "geschrödert" werden, und
>>> das kann ein böse Ende nehmen!
>>
>> Innerhalb "unseres" Systems ist es unerheblich, welche der "großen"
>> Parteien führt. Es kommt immer nur Eines dabei heraus: Ausbeutung und
>> Habgier!
>
> Das kommt drauf an was wir wählen. "Gut wählen" können wir bei der
> vorhandenen Auswahl *und* bei der Grundstimmung in diesem Lande gar
> nicht, aber mit Schwarz/Gelb haben wir offensichtlich Pech und Schwefel
> gewählt. Egal was wir nächstes Jahr kriegen, alles ist besser als das.

Nein! Der "Wähler" kommt stets vom Regen in die Traufe. Wo siehst "du" in
unserer Parteienlandschaft echte Opposition? Hier wird z.B.
stillschweigend(!) Staatsbankrott und Heuchelei geduldet - und damit
unterstützt. ..

txtm...@gmx.de

unread,
May 21, 2012, 4:11:51 PM5/21/12
to
Am Montag, 21. Mai 2012 18:43:00 UTC+2 schrieb Siegfrid Breuer:

>
> Traeumst du wieder vom 'Endsieg',

...lass dich doch einfach mal überraschen...

Kafka bildet, .... aber keinen Naziarsch wie Breuer.

txtm...@gmx.de

unread,
May 21, 2012, 4:27:14 PM5/21/12
to
Am Montag, 21. Mai 2012 18:43:00 UTC+2 schrieb Siegfrid Breuer:
> txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:
>
> >>> Ja. ... wer hat uns verraten? Sozialdemkraten....
> >>
> >> Und unter anderer Flagge verherrlichst Du die.
> >
> > Nein, Blödbreuer - den, den du für mich hältst, der ist ein anderer.
>
> Klar! <taetschel> Jeder zweite im Usenet hat das unbaendige
> Beduerfnis, meinen Namen zu verhonepiepeln, nichtwahr?

Blödbreuer - mit der Ansicht, dass es sich bei dir um ein Arschloch handelt bin ich wahrlich nicht allein....

Und - mit verlaub - dass ich bei meiner Brillianz, so wie ich euch braunen Spacken auseinandergenommen hab, den einen oder anderen Nachamer hab - zumindest den Einen hab, das ist auch nicht so ausergewöhnlich. Leider kommt mein Nachahmer - besser, den den du dafür hältst, auch nicht annähernd an mein Niveau heran, und so bleibt ihm halt nur, mich in ein paar Kleinigkeiten zu kopieren, was er vermutlich nicht einmal bewußt tut - er findet euch Nazis halt eben genau so scheiße wie ich das auch tue.

Aber ich werd dir das irgendwann mal so erklären, dass du das auch verstehst....
...warte nur ein Weilchen....

Kafka bildet, aber keine Naziarschlöcher wie Breuer.

Siegfrid Breuer

unread,
May 21, 2012, 4:40:00 PM5/21/12
to
txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:

>> Traeumst du wieder vom 'Endsieg',
>
> ...lass dich doch einfach mal überraschen...

Denk ans Alibiprotokoll! Du wirst doch sicher nicht zu dem stehen
wollen, was Du vorhast?

> Kafka bildet, .... aber keinen Naziarsch wie Breuer.

<taetschel>

--
> (PATSCH-an-die-Stirn-klatsch) - richtig, das hatte ich glatt vergessen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[Ottmar Ohlemacher in <1osceep3uovn$.16sdnon3...@40tude.net>]

Siegfrid Breuer

unread,
May 21, 2012, 4:40:00 PM5/21/12
to
txtm...@gmx.de (txtm...@gmx.de) (der Unverarschbare) schrieb:

> Blödbreuer - mit der Ansicht, dass es sich bei dir um ein Arschloch
> handelt bin ich wahrlich nicht allein....

Ja, ich weiss... Der 'ueber jeden Zweifel erhabene Gymnasiallehrer'.
<prust>

> ...bei meiner Brillianz, so wie ich euch braunen Spacken
> auseinandergenommen hab

<BRUUUEEELLLLLL> Otti, _mehr davon_!!!

Bitte _unbedingt_ Beispiele nennen, wo Du glaubst, dass Dir das
gelungen sei! Ich lach doch so gern.

> den einen oder anderen Nachamer hab - zumindest den Einen hab, das ist
> auch nicht so ausergewöhnlich.

Am liebsten ahmst Du Dich ja selber nach:

Ottmar Ohlemacher, Andreas Gumtow, Der Demokrat, mrrossi,
BroilerBoiler, J.P., Red Wedell, Fronk Burgel, Flatulenz^w Influenz,
MukiPuki, LexBustor, Gustav Müller, Klaus Faerber, Karl Wagner, Klaus
Anwender, Aufklärer, Straßenfeger, ToTheFilter, Dr. Klaus Brockmann,
Hans Jaeger, Manfred Bügel, Anton Müller, Klaus Maier1, Klaus Maier2,
Andreas Gumtow2, Biegfrid Sreuer, AngryMukiPuki XVII :-▐,
Fälschungskennzeichner, MukiPuki :-?, MukiPuki :-▐, MukiPuki╗?:-■,
Name Name, Spalt-Pisaner-Jew-Spocht, ????_?????, Stinkfried Breuer,
Textmeier, und wie sie alle heissen.

> Leider kommt mein Nachahmer - besser, den den du dafür hältst, auch
> nicht annähernd an mein Niveau heran,

Sag mal, was haste denn heute genommen, dass Du so neben der kappe
bist, Otti? Ist ja phaenomenal, Deine heutige Selbstueberschaetzung!

> bleibt ihm halt nur, mich in ein paar Kleinigkeiten zu kopieren,

Deine ureigensten Ortohografiefehler und Deine Spontanausfaelle,
wenn's Dich gepackt hat, hat 'er' jedenfalls perfekt drauf!
Die sind ja auch ganz wichtig, wenn man dieselbe Einstellung zu
'Nazis' hat, wie Du.

> was er vermutlich nicht einmal bewußt tut

Ebensowenig wie Du. Was Wunder! <prust>

> - er findet euch Nazis halt eben genau so scheiße wie ich das auch tue.

Kein Wunder, oder? <prust>

> Aber ich werd dir das irgendwann mal so erklären, dass du das auch
> verstehst.... ...warte nur ein Weilchen....

Mit Deinem allereinzigsten Talent vermutlich? (siehe Sig)

> Kafka bildet, aber keine Naziarschlöcher wie Breuer.

Glaub's nur! HAHAHAHAHA!!!!
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