WM wrote:
> Am Donnerstag, 9. Mai 2019 19:24:39 UTC+2 schrieb Ralf Bader:
>> WM wrote:
>>
>> Dummes Zeug
>
> Dass Du sie nicht verstehen willst, ändert nichts am Wahrheitsgehalt
> meiner Aussage: Die Formel "0,999..." definiert den Grenzwert 1.
Die Aussage ist Blödsinn. Das Wort "Formel" wird hier anscheinend
gebraucht wie vom Kosmetikafabrikanten für die neue Antifaltenpaste.
Also ein nichtssagendes Wieselwort.
"Die Formel "0,999..."" definiert garnix. Vielleicht legt sie etwas nahe.
Nicht aber z.B. dem Computer, der etwas berechnen soll. Den kann
man nicht mit Dreipünktchenformeln programmieren.
> (Genaugenommen definiert sie lediglich eine unendliche Folge von Ziffern,
> aber der Limes wird gewöhnlich vorausgesetzt.)
Blödsinn. Es findet u.U. sowas wie ein type cast statt, wovon Sie
offenkundig keine Ahnung haben.
> Genauer schreibt man
>
> Lim_{n-->oo} SUM{_k=1 ^n} 9/10^k
>
> oder SUM{_k=1 ^oo} 9/10^k, was ebenfalls eine Abkürzung für den Limes ist.
Nein, das ist keine Abkürzung für den Limes.
> Die Folge 0,999...9 mit endlich vielen Ziffern 9 definiert dagegen niemals
> den Wert 1.
Jetzt zur Abwechslung mal eine Trivialität in Ihrem albernen Gefasel.
> Genauer ist das in der vierten Auflage meines Lehrbuchs erklärt:
> "Mathematik für die ersten Semester", De Gruyter, Berlin 2015, S. 195f.
Das einzige Buch aus dem Themenbereich, in dem nicht einmal die
Definition des Grenzwerts einer Funktion in einem Punkt korrekt ist.
> Da Zifferndarstellungen ohne Formel also keine reellen Zahlen definieren
> können, Formeln aber stets endliche Zeichenketten sind und daher alle zu
> einer abzählbaren Menge gehören, gibt es nicht überabzählbar viele reelle
> Zahlen - selbst wenn man den Abzählbarkeitsbegriff akzeptiert. Das mag für
> Dich ärgerlich sein, ist aber Fakt. Wenn Du es verstehen wolltest,
> könntest Du es sicher auch verstehen, wäre da nicht die schwer
> überwindbare Cantor-Hirn-Schranke.
>
> Ich frage mich nur, ob sie bei allen Lesern so fest verankert ist.
Ich frage mich, ob Sie zu einer einzigen sinnvollen (zutreffenden und
nichttrivialen) Aussage fähig sind. Nochmal:
Irrationale Zahlen x haben aber n-adische Darstellungen. Beispielsweise
die Folge (s_i) der größten n-adischen Brüche <x mit i Nachkommastellen.
Solche Folgen haben offensichtlich einen Konvergenzmodul, d.h. sie
definieren sogar reelle Zahlen im Sinne der konstruktiven Mathematik.
Die irrationale Zahl x ist schon da. Die wird nicht durch die Angabe der
einzelnen Ziffern ihrer n-adischen Darstellung eingeführt oder definiert
oder "identifiziert" oder was Sie da sonst noch für Schwurbelwörter
im Faselsortiment haben. Ihr Geschwätz wird durchaus verstanden - Sie
unterstellen, alle anderen wären so blöd, zu glauben, man könne
unendlich viele Ziffern irgendwie als solche hinschreiben oder
abspeichern. Schon diese Unterstellung ist eine Frechheit, oder
wäre es, wenn man nicht von Ihrer krachenden mathematischen Inkompetenz
ausgehen müßte.
"Solche Folgen haben offensichtlich einen Konvergenzmodul, d.h. sie
definieren sogar reelle Zahlen im Sinne der konstruktiven Mathematik."
In der konstruktiven Mathematik (siehe Bishop/Bridges) ist eine reelle Zahl
definiert als Folge rationaler Zahlen mit Konvergenzmodul. Das heißt
selbstverständlich nicht, daß da die endlos vielen einzelnen
Folgenglieder dastehen müßten.
Apropos "identifizieren" und Ihr diesbezügliches Getue:
Das ist sogar, im Gegensatz zu Ihrem idiotischen Ranz, mit dem Sie sich
themenfremd in diesen Thread hineingemogelt haben, hier on topic. Man
kann beispielsweise die Zahl 142857 definieren als diejenige 6stellige
Dezimalzahl, bei der durch Multiplikation mit 2,3,4,5,6 nur die Ziffern
vertauscht werden.
Und das hat etwas zu tun mit der von Ihnen traditionell befaselten
Namensgeberei, in Ihrer depperten "Liste von allem" usw. - insbesondere
angesichts der Tatsache, daß Sie selbst offenbar komplett unfähig sind,
festzustellen, ob die Klausel "diejenige 6stellige Dezimalzahl, bei der
durch Multiplikation mit 2,3,4,5,6 nur die Ziffern vertauscht werden"
eine korrekte Definition ist oder nicht.
Und wenn sqrt(2) irgendwie als reelle Zahl definiert
ist, dann gibt es dazu auch die Dezimalbruchentwicklung.
Die Dezimalbruchentwicklung von sqrt(2) ist hier DEFINIERT als die
(eindeutig bestimmte) Folge von Dezimalbrüchen (s_i), so daß s_i genau i
Nachkommastellen hat, (s_i)^2 < 2 ist, und s_i der größte Dezimalbruch
mit diesen Eigenschaften ist. Kein Mensch hat je behauptet, daß man die
einzelnen Ziffern dieser oder einer anderen Dezimalbruchentwicklung als
solche und alle miteinander angeben könnte. Und wenn die Existenz von
sqrt(2) die Existenz dieser Dezimalbruchentwicklung nach sich zieht,
dann hat die von Ihnen dümmlich behauptete Nichtexistenz der
Dezimalbruchentwicklung die Nichtexistenz von sqrt(2) zur Folge - ein
banaler logischer Schluß, aber ich glaube
Ihnen gerne, daß er Sie überfordert.
Übrigens habe ich meine Lösung der Aufgabe zunächst als zweiten Absatz
in einem Posting des von Ihnen hier initiierten sinnfreien
Teilthreads angegeben, wo sie aber nicht wahrgenommen wurde.
Mit anderen Worten: Die meisten hier lesen Ihren Ranz, inklusive
(Teil)threads mit Ihrer Beteiligung, überhaupt nicht.