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F: Einschläfern :-(

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Lola

unread,
Jan 7, 2002, 3:18:13 PM1/7/02
to
Hallo,
ich möchte meine Ratte einschläfern, da sie knapp vor dem Sterben ist
und möchte es aber gerne selber machen, solange sie noch frißt. Sollte
ich ihr eine Valium ins Essen rühren, sodass es ein "schöner" Tod ist.
Hat irgendjemand schon damit Erfahrung? Wie hoch sollte die Dosis sein?
Kennt jemand ein anderes Medikament?
Ich möchte meine Ratte so schnell wie möglich von ihren Qualen erlösen
und kann einfach nicht zu einem Tierarzt gehen, da dieser erstens zu
teuer ist und zweitens das auch nicht besser kann.

Ich bitte um Ratschläge,

Lilliane

Kerstin Abel

unread,
Jan 7, 2002, 8:10:49 PM1/7/02
to
Hallo,

wenn ich nicht irre, ist Valium DAS Medikament, welches bei Ratten genau
umgekehrt wirkt - also nicht einschläfert resp. beruhigt, sondern
anregt!!!!!!!!!!!

Außerdem:

Es ist verboten, ein Tier zu Hause selbst zu töten.
Es ist NICHT teuer, ein Ratzelchen einschläfern zu lassen! Du wirst doch
wohl 20,- DM für ein geliebtes Wesen investieren können?
Der Tierarzt kann es auf jeden Fall besser, als Du! Er gibt i.d.R. erst eine
Überdosis eines Narkosemittels und setzt dann die Spritze ins Herz, von der
der Ratz dann nichts mehr spürt.

Kerstin, entsetzt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Lola

unread,
Jan 8, 2002, 1:30:05 AM1/8/02
to
Kerstin Abel wrote:


Als ich meine erste Ratte vor Jahren bei einem Tierarzt einschläferte,
mußte sie mindestens eine viertel Stunde leiden und der Tierarzt nahm
dies fassungslos hin. Diese Einstellung hat mich doch irritiert und
deswegen will ich es nicht nochmals riskieren, dass meine Ratte derartig
sterben und vorher in einer ungewohnten Umgebung leiden muß.
Ob es jetzt verboten ist, lassen wir lieber hier ungeklärt.

Lilliane

Priebe .

unread,
Jan 8, 2002, 2:05:15 AM1/8/02
to
"""Lola""" wrote:


>Als ich meine erste Ratte vor Jahren bei einem Tierarzt einschläferte,
>mußte sie mindestens eine viertel Stunde leiden und der Tierarzt nahm
>dies fassungslos hin. Diese Einstellung hat mich doch irritiert und
>deswegen will ich es nicht nochmals riskieren,


Teilweise kann ich dich verstehen, aber eben nur teilweise. Ich persönlich hatte
mit meinen Tieren schon einen Fall erlebt, wo ich mich letztendlich zum
"Einschläfern" durchgerungen habe, das heißt, wo ich mit pflegenden,
schmerzlindernden und sterbebegleitenden Massnahmen am Ende angelangt war. Und
hinterher habe ich jenen dämlichen Tag des beim TA bereut bzw habe ich danach
wieder viele neue Zweifel bekommen. Ich haben meinen TA damals drei Tage vor dem
Akt des Tötens konsultiert und scheinbar alles abgesprochen. Wenn ich in den
nächsten Tagen mit dem Tier käme, würde er alles ganz behutsam vorbereiten,
korrekt und so schmerz- und stressarm wie möglich durchführen, versprsch er mir.
Dieser TA hat ja alles, dachte ich. Entsprechende Medikamente zum Injizieren,
eine Anlage, die den Einsatz narkotischer Gase erlaubt und noch einiges mehr. Als
es dann soweit war und ich mit meinem kleinen schwerkranken Liebling im
Arztzimmer stand, hatte er plötzlich und ganz schnell tausend Gründe zur Hand,
warum er nur noch eine tödliche Dosis eines entsprechenden Mittels unters Herz (i.
p.) spritzen würde, ohne das Tier vorher zu narkotisieren und die Narkosewirkung
abzuwarten. Das hielt er plötzlich nicht mehr für notwendig und gut. Ich habe das
alles nur teilweise nachvollziehen können und denke heute; Er hatte keine Zeit
für solche Spirenzchen, oder wollte sich und uns allen die nötige Zeit und
Behutsamkeit einfach nicht geben. Ich war völlig perplex und überfahren, gab ihm
das Tier, er setzte jene Spritze unters Herz an, worauf ich mich umdrehte. Nach
einer Minute war mein Tierchen tot, hies es hinter meinem Rücken. Nix mit
narkotisieren. Er kontrollierte natürlich, ob der Herzstillstand auch eingetreten
war. Eine Minute sind 60 lange Sekunden. Eine lange Zeit des Sterbens für mein
Tier, es hatte sich 60 lange Sekunden gequält. Das kann doch furchtbar sein! Ich
meine auch, dass ein Tier genau spürt, was mit ihm passiert, und dass es dagegen
d.h. auch gegen den Tod bzw. das Sterben ankämpft. Eine sogenannte sanfte
Tötung wird es bei der Ratte kaum geben.


>dass meine Ratte derartig
>sterben und vorher in einer ungewohnten Umgebung leiden muß.


Was mag es für Gründe geben, dass TÄ zum Euthanasieren i.d.R. nicht nach Hause
zum Tierchen hinkommen. Unsere Tierärzte hier tun das jedenfalls nicht. Die
technischen Möglichkeiten wären dann auch begrenzt, aber ich habe leider auch
nicht erlebt, dass sie diese genutzt hätten.



>Ob es jetzt verboten ist, lassen wir lieber hier ungeklärt.


Naja. Trotzdem würde ich in einem ganz schlimmen Fall erstmal wieder eine TÄ
oder einen TA aufsuchen, selber würde ich nicht Hand anlegen. Dem Gesetz nach
bedarf es zur schmerzarmen Tötung von Tieren einer fachgerechten Durchführung.
Eine solche Kompetenz und Befugnis (Zertifikat) erlangt man durch die
Absolvierung eines speziellen Kurses, wenn man "nur" einen technischen
Berufsgruppe angehört. Tierpfleger, veterinärmedizinschen Assistenten z.B. wären
durch ihren Berufsabschluss nicht automatisch befugt. Was sind wir dann? Würden
wir Hand anlegen, wären wir dort angekommen, wo Exotenhalter Futtertiere
umbringen. Vom Rechtlichen, von der Kompetenz und der Befugnis her ist das eine
häßliche Grauszone, dazu zähle ich mich eigentlich nicht.


Zum Valium kann ich nur sagen, dass Barbiturate oft schwer zu dosieren sind.
Dosiert man einen solchen Wirkstoff bei der Ratten ungenau und falsch, dann kann
sich anstelle der erhofften anxiolytische Wirkung das Gegenteil davon einstellen.
Ansonsten weiß ich nicht, was du dir von diesem Mittel allein erhoffst. Eine
analgetische Wirkung hat es eh kaum, die hypnotische und anxiolytische Wirkung
soll gerade an der Ratte sehr unklar sein. Bei OPs und Narkosen wird es genau
dosiert wegen seiner muskelrelaxierenden Wirkung eingesetzt und dann mit einem
Analgetikum / Hypnotikum kombiniert.


Antje


an...@gmx.de

--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Peer Giemsch

unread,
Jan 8, 2002, 3:13:23 AM1/8/02
to
Hallo !
Wenn du das wirklich selbst machen moechtest, mache
es so wie in dem Klassiker
"The Proper Care of Fancy Rats" von Nick Mays
(ISBN: 0866223401) beschrieben.
Man nehme eine ausreichend grosse geschlosse Kiste (z.Bsp.
Schuhschachtel), setze die Ratte hinein und dann mit einem
Wattebausch eine gewisse Menge Aether oder Chloroform dazu.
Das Tier schlaeft dann ein und, wenn die Menge des Aethers
ausreichend war, fuer immer. Aether kriegst du in jeder Apotheke
(es duerften ca. 50 ml reichen).
Mfg
Peer Giemsch

Kerstin Abel

unread,
Jan 8, 2002, 4:53:48 AM1/8/02
to
Auch noch mal.

Ich habe auch schon von fürchterlichen Geschichten hinsichtlich des
Einschläferns gehört, doch das sollte wirklich die absolute Ausnahme sein.
I.d.R. hat man ja auch schon einen TA, zu dem man mit dem Ratzelchen zuvor
häufig gegangen ist (gerade wenn es schon länger krank zu sein scheint...)
und kann abschätzen, wie er mit den Tierchen umgeht.
Wenn nicht wirklich alles schiefgeht, wie es bei Antje der Fall gewesen zu
sein scheint, dürfte auch der letzte Weg des Ratties dann würdevoll - soweit
es eben möglich ist - angetreten werden.

Ich mußte bisher drei meiner Süßen einschläfern lassen. 3 weitere starben
bei mir zu Hause im Arm. Meine TÄ hat erst eine Überdosis Narkosemittel
gespritzt (ganz "normal" in den Nacken) und dann nach einer Weile, die ich
mit den Ratties in einem Nebenraum verbracht habe, nach Überprüfen der
Reaktionen das Medikamet ins Herz. Dann wurden noch einmal die Herztöne
abgehört und es ging jedesmal sehr schnell.
Bei Lara hatte die Narkose nicht 100%ig gewirkt und sie zuckte ganz leicht,
als die letzte Spritze gesetzt werden sollte, da hat meine TÄ sofort noch
einmal nachnarkotisiert, wieder eine Weile gewartet und dann erst die letzte
Spritze gesetzt.

Meine drei Süßen, die zu Hause verstorben sind, hatten - sofern man das in
irgend einer Weise überhaupt vergleichen kann - ganz sicher keinen
einfacheren Weg. Und in den allerletzten Sekunden habe ich mir immer
gewünscht, JETZT möge doch bitte jemand da sein, der den allerletzten Kampf
erleichtert. Aber das geht nunmal nicht.
Sterben ist sehr schwer, das ist es, was in meiner Erinnerung
zurückgeblieben ist.

Alles andere habe ich zum Thema schon gesagt & wünsche Deinem Ratzelchen nur
noch einen leichten Weg in die andere Welt

Kerstin


Priebe .

unread,
Jan 8, 2002, 4:53:05 AM1/8/02
to
Sag mal, ich habe mich wohl verlesen!
Du mißbrauchst den Newsserver einer Uni, um jemanden zum eigenhändigen Töten
seines Tieres anzuleiten!!?? Bist du dir eigentlich im Klaren darüber, was du da
verzapft hast und was das für gerichtliche Konsequenzen für diesen Jemand und für
dich haben kann? Du hast anscheind keinen blassen Schimmer von Befugnissen,
Vorschriften und gesetzlichen Regelungen. Solche Ratschläge sind das Allerletzte,
was wir hier im Usenet brauchen. Deine Methode ist übrigens in vielen EU-Staaten
als Tötungsmethode für Wirbeltiere gar nicht mehr zugelassen. Äther ist nur in
ganz wenigen Ausnahmefällen zum Euthanasieren zugelassen.

Priebe .

unread,
Jan 8, 2002, 5:00:13 AM1/8/02
to
Hallo


Deine Art wie du an das Thema herangehst ist scheint mir die einig richtige zu
sein. Ich bereue mein langes Posting von vorhin schon. Dass meine schlechten
Erfahrungen als pure Resignation und als Anleitung empfunden wurden, fahrlässig
zu töten, hätte ich mir nicht träumen lassen.


Tschüss,
Antje

G.Zachi

unread,
Jan 8, 2002, 6:11:52 AM1/8/02
to
Hallo, Kerstin, gut, daß Du das alles so ganz offen ausgesprochen hast.

Ich mußte Herbert in der Klinik umbringen lassen, den Wunsch, es selbst und
zu Hause zu tun, kann ich sehr gut verstehen. Aber selbst beim
schwerstkranken Patienten bleiben die Zweifel, ist es der richtige
Zeitpunkt. Und den würde ich nie ohne fachkundige Betreuung fällen wollen.
Ich bin nicht Gott, daß ich über Leben und Tod so einfach entscheiden kann.
Herbert bekam Valium und ein Narkosemittel im. gespritzt. (Wer kann im
.spritzen????, ist nicht so einfach) Danach ließ mich die TÄ allein mit ihm.
Aber sein Kreislauf war so fertig , daß das Mittel nicht aufgenommen wurde.
Er bekam daraufhin eine weitere Dosis gespritzt und ist danach in Tiefschlaf
gefallen. Die Ärztin ließ mich wiederum mit Herbert allein. Anschließend
bekam er die EuthaSpritze in den Bauchraum.
Ehe die Entscheidung gefällt wurde, rief die TÄ meinen TA, der leider nicht
kommen konnte an und sprach alles mit ihm durch.
Und das am 4. Advent, also ein Sonntag, im Notdienst bei einer völlig
unbekannten Ärztin. Hochachtung vor dieser Dame.
Meine Tiere sind bisher alle ganz normal gestorben. Darum hat gerade
Herberts Tod mir gezeigt, daß man sich auch darauf intensiv vorbereiten
soll, in Verbindung mit einem TA, zu dem man Vertrauen hat.

Gundula

Gundula

"Kerstin Abel" <ab...@hrz.uni-paderborn.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a1eepj$poj$1...@news.uni-paderborn.de...

mausini

unread,
Jan 8, 2002, 6:14:01 AM1/8/02
to
Ein schwieriges Thema. Da Kerstin sehr taktvoll und zugleich vorsichtig
damit umgegangen ist und zudem das Wichtigste auch gesagt hat, würde
ich vorschlagen, wir belassen es dabei oder lassen das Thema ganz
sanft so sanft wie es gekommen ist wieder einschlafen.

:: Man nehme eine Schachtel, stecke das Tier und einen Wattebausch
hinein und lasse es ersticken:: sollte besser keiner so laut äußern.

lg


Peer Giemsch

unread,
Jan 8, 2002, 6:46:09 AM1/8/02
to
Priebe wrote:

> Bist du dir eigentlich im Klaren darüber, was du
> da verzapft hast und was das für gerichtliche Konsequenzen für diesen Jemand
> und für dich haben kann? Du hast anscheind keinen blassen Schimmer von
> Befugnissen, Vorschriften und gesetzlichen Regelungen.

Soweit sind wir noch nicht, dass die Aeusserung eines Verfahren oder einer
Meinung verboten sind.
Die gesetzlichen Regelungen wie sie fuer Labors (und damit letztlich auch fuer
den Privatmann) zutreffen sind mir bekannt. Das zitierte Buch ist im uebrigen in
der EU - so wie die allermeisten Druckerzeugnisse - nicht verboten.
Davon abgesehen weiss ich, wie es in den medizinischen und "biologischen"
Labors Deutschland zugeht. Vorschriften sind eine Sache, die gaengige Praxis
eine andere. Da werden ohne Genehmigung Wirbeltiere "vermehrt" und die
"Betaeubung" der Ratten vor der Guillotinierung passiert durch einen kraeftigen
Schlag des Kopfes gegen die Tischkante (frueher wurde das mit Kohlenstoff-
dioxid gemacht, auch nicht besser). Menschen, die ich persoenlich kenne,
behandeln ihre Labortiere mit einer solch geringen Achtung vor dem Leben, dass
mir regelmaessig schlecht wird.
Ich halte selbst Ratten und derzeit zehn Stueck. Ich bin kein Zuechter und habe
einige Tiere aus dem Tierheim und sogenannte Notfallratten, die wegen mangelndem
Interesse abgegeben worden. Die Pelznasen haben den grosstmoeglichen Kaefig
fuer meine Wohnung und bekommen taeglichen Auslauf. Tierarztkosten habe ich
monatlich und wenn es nur wegen eines kleinen Schnupfens ist. Wenn aber einem
meiner Maedchen, welche Tumore hat, die so gross sind wie das Tier zu gesunden
Zeiten, diese Tumore "aufbrechen" und das Tier nur noch einige Stunden des
Leidens hat, dann werde ich es mir herausnehmen Vorschriften zu missachten.
Ich wuenschen einen schoene Tag.
Peer Giemsch

Marion Scheffels

unread,
Jan 8, 2002, 7:49:57 AM1/8/02
to
Am Tue, 08 Jan 2002 07:30:05 +0100 schrieb Lola <senf...@gmx.at> :

>Als ich meine erste Ratte vor Jahren bei einem Tierarzt einschläferte,
>mußte sie mindestens eine viertel Stunde leiden und der Tierarzt nahm
>dies fassungslos hin.

Das ist für den Tierliebhaber zweifellos fast noch einmal so
entsetzlich wie das Leiden an sich. Eine schlimme Erfahrung!
Trotzdem, ich würde eher einen neuen Tierarzt versuchen, als eine
meiner Raten einfach so in eine fremde Box zu sperren und einen
Wattebausch dazuzuschmeißen.

Der Ratz, der in meinem Beisein wegen eines inoperablen Tumors
eingeschläfert wurde, bekam seine Spritze und flüchtete danach zu mir
auf dem Arm, weil die Frau ihn gepiekt hatte. Ich nahm ihn hoch und
krabbelte und streichelte ihn und redete mit ihm, bis er eingeschlafen
war. Danach bekam er noch eine Spritze ins Herz, aber da merkte er
nichts mehr von. Die TÄin und die Helferin blieben beide bei mir und
warteten zusammen mit mir, boten danach einen Karton an und waren
etwas befremdet, weil ich keine Probleme darin sah, die Ratte genauso
unter der Kleidung wieder mit heimzunehmen, wie ich sie gebracht
hatte.

MarionS
--
RMS-M...@t-online.de
"Gott ist tot." - Nietzsche
"Nietzsche ist tot." - Gott
"Tote reden nicht." - Django

Marlies Ortmann

unread,
Jan 8, 2002, 8:09:23 AM1/8/02
to
Peer Giemsch schrieb:

>
> Priebe wrote:
>
> > Bist du dir eigentlich im Klaren darüber, was du
> > da verzapft hast und was das für gerichtliche Konsequenzen für diesen Jemand
> > und für dich haben kann? Du hast anscheind keinen blassen Schimmer von
> > Befugnissen, Vorschriften und gesetzlichen Regelungen.
>
> Soweit sind wir noch nicht, dass die Aeusserung eines Verfahren oder einer
> Meinung verboten sind.
> Die gesetzlichen Regelungen wie sie fuer Labors (und damit letztlich auch fuer
> den Privatmann) zutreffen sind mir bekannt. Das zitierte Buch

Moment mal, junger Mann!

Was ist dir darueber bekannt? Das wuerde ich von dir bei Gelegenheit
doch gern etwas genauer wissen. Maile mir, wenn du es hier nicht
schreiben willst! Das von dir zitierte Buch ersetzt doch keine
Richtlinien, die das Toeten von Wirbeltieren regeln.

Es klingt zwar hart, aber es ging hier u.a. voellig zurecht auch um
Befugnisse. Sind die Befugnisse zum Schlachten eines Kaninchens die
gleichen, wie die zum Ersticken einer Ratte? Also ich wuesste das
nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Und deshalb wuerde ich so eine
Empfehlung, wie du sie veroeffentlicht hast, nicht geben. Lies bitte
mal etwas genauer das TSchG! Ob jene <Lola> befugt ist, weisst du doch
auch nicht, oder? Warum gibst du <ihr> dann eine Anleitung zum
Handeln, die durchaus als gesetzwidrige fahrlaessige Toetung gewertet
werden koennte? In so eine Lage bringt man sich und seinen Mitmenschen
besser nicht; auch nicht, wenn einem das Leid eines Tieres selbst so
wehtut, dass man meint, es mit allen zur Verfuegung stehenden Mitteln
abkuerzen zu muessen.

> ist im uebrigen in
> der EU - so wie die allermeisten Druckerzeugnisse - nicht verboten.

Wenn etwas in einem Buch steht, dann heisst das noch lange nicht, dass
die Noetigung zum Toeten eines Tieres mit einer bestimmen Methode,
gesetzlich ist.

> Davon abgesehen weiss ich, wie es in den medizinischen und "biologischen"
> Labors Deutschland zugeht.

Und wie geht es da zu? Da sind die CO2-Vergasungscontainer
ueberbelegt, oder doch nicht? Selbst wenn es so waere, dass es in
einem Labor entgegen der Vorschriften 'zugeht', ist das noch lange
kein Grund, ab sofort zu jeder Zeit und an jedem Ort saemtliche
Vorschriften, welche die Methoden und Befugnisse regeln, zu
missachten.

> Vorschriften sind eine Sache, die gaengige Praxis
> eine andere. Da werden ohne Genehmigung Wirbeltiere "vermehrt" und die
> "Betaeubung" der Ratten vor der Guillotinierung passiert durch einen kraeftigen
> Schlag des Kopfes gegen die Tischkante

Du verwechselst hier was, mein Junge. Tierpfleger, VTAs,
Tierexperimentatoren, Versuchstierkundler u.a. informieren sich extra
in einen Kurs ueber die Methoden, damirt sie eine Befugnis erlangen,
wie Priebe schrieb. Das ist Vorschrift. Eine der physikalischen
Methoden ist zB die Zervikaldislokation. Fuer ungeschulte und
unbefugte Leute aber auch keine Methode, weil der Streck- und
Drehvorgang an der Halswirbelsaeule einer Ratte ein besonderes
Geschick und Kraft erfordert. In unkundigen Haenden bricht da naemlich
nichts so leicht und ist dann auch nicht gleich tot. Wo so eine
Methode abgelehnt wird weil sie abschreckt und als gewalttaetig
empfunden wird, kann man nicht einfach sagen: "Greife zum Aether und
ersticke die Ratte." Nee du, da geht's nicht lang.

> und das Tier nur noch einige Stunden des
> Leidens hat, dann werde ich es mir herausnehmen Vorschriften zu missachten.

Eben weil du aus der Ferne den Zustand einer fremden kranken Ratte
nicht im Mindesten beurteilen kannst, solltest du in aller
Oeffentlichkeit andere Leute zur Missachtung nicht noch anstiften.

Priebe .

unread,
Jan 8, 2002, 8:19:51 AM1/8/02
to
Peer Giemsch <peer.g...@andor.wiwi.uni-karlsruhe.de> wrote:
>Priebe wrote:
>
>> Bist du dir eigentlich im Klaren darüber, was du
>> da verzapft hast und was das für gerichtliche Konsequenzen für diesen Jemand
>> und für dich haben kann? Du hast anscheind keinen blassen Schimmer von
>> Befugnissen, Vorschriften und gesetzlichen Regelungen.
>
>Soweit sind wir noch nicht, dass die Aeusserung eines
>eines Verfahren oder einer Meinung verboten sind.


Du hast ja nicht bloß eine Meinung über ein Verfahren geäußert. Du hat ganz
ungeniert geschrieben:


Wenn du das wirklich selbst machen moechtest,

mache es so wie " ... " Man nehme " ... " .


Und das hast du an jemanden adressiert, der eine schwerkranke Ratte hat, deren
Zustand du gar nicht kennst.


Wir backen hier doch keinen Kuchen nach dr.oetkers Rezept und mit dessen Zutaten.
Über jenes schwere Thema kann man diskutieren, auch über die Verfahren.
Bedrückend ist es allemal. Aber zum gesetzlich erlaubten Töten eines Wirbeltieres
gehören Sachkenntnis *und* Befugnis. Beides hat niemand von uns allen hier. Oder
irre ich mich? Wie kannst du also dazu aufzufordern, Vorschriften zu
irgnorieren?


Antje

Peer Giemsch

unread,
Jan 8, 2002, 10:58:06 AM1/8/02
to
Priebe . wrote:

> Du hast ja nicht bloß eine Meinung über ein Verfahren geäußert. Du hat ganz
> ungeniert geschrieben:

Direkte Frage, direkte Antwort.

> Über jenes schwere Thema kann man diskutieren, auch über die Verfahren.
> Bedrückend ist es allemal. Aber zum gesetzlich erlaubten Töten eines
> Wirbeltieres gehören Sachkenntnis *und* Befugnis. Beides hat niemand von uns
> allen hier. Oder irre ich mich?

Also Befugnis habe ich nicht. Mit der Sachkenntnis waere ich da aber nicht so
sicher (und mit dem ethischen Recht).
Ich und meine Ratten haben einige Tieraerzte erleben muessen, insb. da wir
in den letzten Jahre einige Male umgezogen sind.
Aussagen von den ach so kompetenten Tieraerzten zu Ohrenentzuenungen und
dergleichen:
"(telefonisch und unbesehen)... das Tier stirbt eh..."
"...ist ja schon so schwach, dass es nicht lohnt..."
"...Dosierung weiss ich jetzt gerade nicht..."
"...Ich trau mich nicht das Tier anzufassen...".
Das sind die Aussagen von vier verschiedenen Tieraerzten.
Inzwischen habe ich eine Tierklinik meines Vertrauen gefunden, aber das kommt
es empfindlich auf den Tierarzt an, der gerade Zeit hat.
Sehr toll ist es auch Notfaelle zu ungeschickten Zeiten zu haben, wie nach 20
Uhr.
Inzwischen trau ich mir, den einschlaegigen Rattenbuechern und den Hompages
der Mitschreiber und Mitleser dieser Newsgroup mehr zu als den meisten
Tieraertzen.

> Wie kannst du also dazu aufzufordern, Vorschriften zu irgnorieren?

Habe ich das? Naja, das muss jeder noch selbst wissen wie weit er geht oder
nicht. Die Bemerkung des Verbots der Toetung waere sicherlich angebracht
gewesen, logo.

Einen schoenen Abend wuenscht
Peer Giemsch

Peer Giemsch

unread,
Jan 8, 2002, 11:39:17 AM1/8/02
to
Marlies Ortmann wrote:

> Was ist dir darueber bekannt? Das wuerde ich von dir bei Gelegenheit
> doch gern etwas genauer wissen. Maile mir, wenn du es hier nicht
> schreiben willst! Das von dir zitierte Buch ersetzt doch keine
> Richtlinien, die das Toeten von Wirbeltieren regeln.

Meine Informationen habe ich von meiner Frau, die in der Tierphysiologie
zugange ist und dort insbesondere mit den "Rattenleuten" zusammenarbeitet.
Desweiteren von einem guten Freund, der seine Disseration in einem
Bereich gemacht hat, in dem Ratten und Maeuse zum Handwerkszeug gehoeren.
Und dies war sicherlich kein Labor ohne Vorschriften, denn es war ein
S2-Laboratorium mit entsprechend vielen "Schulungen".



> Es klingt zwar hart, aber es ging hier u.a. voellig zurecht auch um
> Befugnisse. Sind die Befugnisse zum Schlachten eines Kaninchens die
> gleichen, wie die zum Ersticken einer Ratte?

Eher nicht, denn Ratten sind fuer die meisten Leute in erster Linie Ungeziefer.

> Ob jene <Lola> befugt ist, weisst du doch
> auch nicht, oder? Warum gibst du <ihr> dann eine Anleitung zum
> Handeln, die durchaus als gesetzwidrige fahrlaessige Toetung gewertet
> werden koennte? In so eine Lage bringt man sich und seinen Mitmenschen
> besser nicht;

Wenn <sie> befugt waere, wuesste <sie> auch wie es geht. Getoetet wird das
Tier wahrscheinlich sowieso - vom Tierarzt oder von <ihr> - und wenn <sie>
es selbst machen sollte, so halte ich den Aether fuer die rattenfreundlichste
Variante. Nicht fuer <ihre> juristische Unbescholtenheit, das ist wohl wahr.

> Und wie geht es da zu? Da sind die CO2-Vergasungscontainer
> ueberbelegt, oder doch nicht? Selbst wenn es so waere, dass es in
> einem Labor entgegen der Vorschriften 'zugeht', ist das noch lange
> kein Grund, ab sofort zu jeder Zeit und an jedem Ort saemtliche
> Vorschriften, welche die Methoden und Befugnisse regeln, zu
> missachten.

Nein, global gilt das nicht. Sollte mich aber ein Richter wegen Misshandlung
meiner Tiere bestrafen, so faende ich das unverhaeltnismaessig zu dem wie
es anderswo zugeht.
Die CO2-Toetung gibt es vermutlich nicht mehr, da die Tiere Panik kriegen und
ca. 1 Minute Todesangst haben (und weil es ein paar Euro mehr kostet vor allem).



> Du verwechselst hier was, mein Junge. Tierpfleger, VTAs,
> Tierexperimentatoren, Versuchstierkundler u.a. informieren sich extra
> in einen Kurs ueber die Methoden, damirt sie eine Befugnis erlangen,
> wie Priebe schrieb. Das ist Vorschrift.

Eben, es ist Vorschrift, das zu machen. Und die Kurse werden wahrgenommen,
damit die Leute juristisch abgesichert sind.

> Eben weil du aus der Ferne den Zustand einer fremden kranken Ratte
> nicht im Mindesten beurteilen kannst, solltest du in aller
> Oeffentlichkeit andere Leute zur Missachtung nicht noch anstiften.

Himmel aber auch: In meiner Wohnung darf ich laut Mietvertrag auch keine Ratten
halten, trotzdem tue ich es. Meine Tiere kriegen Ohrentropfen wenn sie gewisse
Symptome zeigen und sollten sie sich wundkratzen, desinfiziere ich die Wunde.
Kann ein Tier sich nicht mehr selbst putzen, so bade ich es ganz behutsam.
Die oben gemeinten Vorschriften sind zu einem gewissen Teil fuer die Tier da
(und fuer die Tieraerzte) und sollen darlegen, dass ein Mensch Respekt vor dem
Tier haben soll.
Ich gebe dir recht, dass man nicht allen Menschen die gleichen Informationen
an die Hand geben soll, denn viele koennen damit nicht umgehen.


Einen schoenen Abend wuenscht
Peer Giemsch

PS: Gibt es in Jena eigentlich einen Rattenstammtisch?
Leider nie was mitgekriegt, obwohl ich dort lange genug studiert habe.

Rainer Milke

unread,
Jan 9, 2002, 5:58:35 AM1/9/02
to
"Lola" oder wer auch immer schrieb:

> Hallo,
> ich möchte meine Ratte einschläfern,

Fassen wir zusammen:
In agr schreibst Du, daß Du "äußerst schlechte Tierarzterfahrung"
gesammelt hast *heul* *heul*.
In drtr schreibst Du, daß "der Tierarzt zu teuer ist".

Dein Posting http://groups.google.com/groups?selm=a0YY6.78177%24367.2337415%40news.chello.at
spricht aber eine ganz andere Sprache.

Ich halte Dich für einen rückgratlosen Schnorrer.

Marlies Ortmann

unread,
Jan 10, 2002, 5:41:22 AM1/10/02
to
"Priebe ." schrieb:

> Und das hast du an jemanden adressiert, der eine schwerkranke Ratte hat, deren
> Zustand du gar nicht kennst.

Du meinst

adressiert an jemanden der vorgibt, eine schwerkranke Ratte zu haben.

Also was mich betrifft .. so richtig glauben tu ich fast keine der
Geschichten hier und sonst im Usenet. Aber unabhaengig davon, ob man
die Geschichtenschreiberlinge ernst nimmt und ne Geschicht glaubt,
kann man ueber ein Thema diskutieren, das davon beruehrt wird.

--
Gruss

Priebe .

unread,
Jan 10, 2002, 6:25:18 AM1/10/02
to
Scheint so.

Wir sollten uns alle in schöner Regelmäßigkeit
Lolasenfgurkenronnymartina nennen und gegenseitig Geschichten
erzählen, wo die zufriedene niekranke Alkoholratte drei Tage später
nach der Erlösung von Leid und schwerer Krankheit quiekt oder
artgerecht verfüttert werden will. Bin lange nich in soner bekloppten
NG gewesen. Nix für ungut.

Grüße,
Antje

Kerstin+Bernhard

unread,
Jan 10, 2002, 9:45:46 PM1/10/02
to

Irgendwie plädieren hier alle für das angeblich so humane einschläfern.

Ich weiß nicht ob es so toll für eine Ratte ist, erstmal schwerkeuchend
durch die Gegend gekarrt zu werden, von nem fremden Menschen untersucht zu
werden und dafür noch ne Spritze ins Herz gedrückt zu bekommen.


Priebe .

unread,
Jan 10, 2002, 7:47:54 PM1/10/02
to
Kerstin+Bernhard schrieb in Nachricht ...

>
>Irgendwie plädieren hier alle für das angeblich so humane einschläfern.
>
Wie bitte? Bist du im falschen Film gewesen?

>Ich weiß nicht ob es so toll für eine Ratte ist, erstmal schwerkeuchend
>durch die Gegend gekarrt zu werden, von nem fremden Menschen
>untersucht zu werden und dafür noch ne Spritze ins Herz gedrückt zu
>bekommen.


Und ich weiß nicht, ob du und wir auch nur annähernd beurteilen
können, bei welcher Tötungsmethode ein Tier mehr ode am
wenigsten leidet und welche Methoden weshalb zugelassen sind.
Dazu wären nämlich auch ein paar medizinische Kenntnisse notwendig,
befürchte ich.

Laut Tierschutzgesetz bedarf es eben nicht nur eines vernünftigen
Grundes (Paragraph 1und 17), sondern auch der fachgerechten
Durchführung (siehe Paragraph 4) Wenn du schon das Tierschutzgesetz
zitierst, dann bitte vollständig. Wer den Paragraphen 4 ausblendet oder
geflissentlich überliest, kommt mir doch arg verdächtig vor. Zu deinem
oben Geschriebenen möchte ich noch hinzufügen, dass *mir* eine
Spritze tief in den oberen Abdomen hinein auch furchtbar vorkommt.
Noch dazu, wenn sie bei vollem Bewusstsein gegeben werden würde.
Aber darum, wie mir und dir was vorkommt, geht es eigentlich weniger.
Guillotine, Cervikaldislokation und Spritzen tief in den Brustraum
lehne wir i.A. ab, weil *uns* diese Art physikalischer "roher" Gewalt
deutlich mehr Überwindung kosten würde, als wenn wir dem
Tier eine kleine Menge Arznei subkutan zu spritzen hätten oder es
unter ne Gasglocke setzen würden. Solche Methoden werden von uns
gefühlsmäßig eher akzeptiert und selber auch angewendet, weil wir
uns dann in den Akt des Tötens persoenlich weniger verwickelt sehen.
Jemand sperrt das Tier in einen "Karton" oder Glas und läßt dort ein
Gas rein oder aus nem Wattebausch verdampfen. Das Glas wird einfach
zugedeckt. So erspart man sich, dem Tier beim Ersticken und Sterben
zu sehen zu müssen. Und *staun* sogleich fühlt man sich persönlich
viel weniger in die Tötung verwickelt. So ist es doch, nicht wahr! Darum
wie sehr das Tier beim Ersticken leidet, geht es in Wirklichkeit gar nicht.

--
Antje


Isolde

unread,
Jan 12, 2002, 1:57:46 PM1/12/02
to
Hallo Liliane,
warum schaffst Du erst Tiere an, wenn Du nicht einmal das Geld für den TA
hast???? Eine Ratte selber zu hause töten. So etwas nenne ich Tiermord und
gehört bestraft. Du wirst doch wohl ca. 15,00 DM für eine Spritze beim TA
übrig haben. Mein Tips wollte einfach nicht mehr fressen und hatte einen
hühnerei großen Tumor zwischen rechten Vorderbein und Brust. Er lag den
ganzen Tag nur in einer Ecke. Ich habe ihn genommen und bin zum TA gefahren.
Dort hat der TA sich recht liebevoll um ihm gekümmert und 1 Spritze in die
Bauchhöhle gegeben.
Dann wurde mein Tips recht schläfrig. Ich habe ihn die letzten Minuten in
meiner Hand gehalten und mit ihm geredet. Der TA hat immer mal wieder das
Herz abgehorcht. Nach ca. 10 Minuten war mein Tips dann erlöst. Es war ein
schwerer Gang, aber auf jedem Fall der richtige. Tips wurde übrigens 2 Jahre
und 10 Monate.
Rattige Grüße
Isolde
"Lola" <senf...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C3A0285...@gmx.at...

Lilliane

unread,
Jan 13, 2002, 4:46:37 AM1/13/02
to
Isolde wrote:

> Hallo Liliane,
> warum schaffst Du erst Tiere an, wenn Du nicht einmal das Geld für den TA
> hast???? Eine Ratte selber zu hause töten. So etwas nenne ich Tiermord und
> gehört bestraft. Du wirst doch wohl ca. 15,00 DM für eine Spritze beim TA
> übrig haben. Mein Tips wollte einfach nicht mehr fressen und hatte einen
> hühnerei großen Tumor zwischen rechten Vorderbein und Brust. Er lag den
> ganzen Tag nur in einer Ecke. Ich habe ihn genommen und bin zum TA gefahren.
> Dort hat der TA sich recht liebevoll um ihm gekümmert und 1 Spritze in die
> Bauchhöhle gegeben.
> Dann wurde mein Tips recht schläfrig. Ich habe ihn die letzten Minuten in
> meiner Hand gehalten und mit ihm geredet. Der TA hat immer mal wieder das
> Herz abgehorcht. Nach ca. 10 Minuten war mein Tips dann erlöst. Es war ein
> schwerer Gang, aber auf jedem Fall der richtige. Tips wurde übrigens 2 Jahre
> und 10 Monate.
> Rattige Grüße
> Isolde


Vorerst, mische dich bitte nicht in Angelegenheiten, die dich nix angehen.
Informiere dich bitte zuerst, bevor du anderen mit Bestrafungen drohst.
Wie schon beschreiben, will ich nicht zu einem Tierarzt, da ich bis
jetzt immer schlechte Erfahrungen mitnehmen mußte.

außerdem, ist sie schon tot.

L.


Rainer Milke

unread,
Jan 14, 2002, 2:56:10 AM1/14/02
to
Lilliane oder wer auch immer <senf...@gmx.at> wrote in message news:<a1rl4f$h9o$1...@fstgss02.tu-graz.ac.at>...

[Geseiere]

> außerdem, ist sie schon tot.

Und? Methode? Wie bringt jemand der zu geizig (10 Euro!) ist, zum
Tierarzt zu gehen, die eigene Ratte möglichst kostengünstig um? Hast
Du so lange gejammert, bis Deine Ratte sich die Pulsadern
aufgeschnitten hat?

Rainer

Cephallenia

unread,
Jan 14, 2002, 11:30:50 AM1/14/02
to
Hi,


>Wie bringt jemand der zu geizig (10 Euro!) >ist,

Nur zur Info, ich habe 20 Euro gezahlt. Finde ich ziemlich heftig.

Gruß Nadine

Isolde

unread,
Jan 15, 2002, 5:20:01 AM1/15/02
to
Dann stell soetwas nicht in den verteiler
Isolde

"Lilliane" <senf...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:a1rl4f$h9o$1...@fstgss02.tu-graz.ac.at...

Isolde

unread,
Jan 15, 2002, 5:22:47 AM1/15/02
to
Hallo Rainer,
geizig. Das ist das richtige Wort.
Ich nehme sogar 100 km Anfahrt zu einem TA im Kauf, weil mein TA meinen
Ratten nicht mehr helfen kann und bezahle dann auch noch für eine
Blutabnahme 160,00 DM. Mir sind das eben meine Tiere wert.
Rattige Grüße
Isolde


"Rainer Milke" <raine...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3d4745ca.02011...@posting.google.com...

Heike Regenhardt

unread,
Feb 5, 2002, 5:55:40 PM2/5/02
to
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis [X] *plonk*
MFG
Heike Regenhardt

@ Peer Giemsch


Nadine Schiffer

unread,
Feb 7, 2002, 4:12:46 AM2/7/02
to
Marlies Ortmann <n...@pandora.inf.uni-jena.de> wrote in message news:<3C3AEF83...@pandora.inf.uni-jena.de>...

Hallo erstmal!

Ich weiss, dass ich etwas spaet dran bin, aber ich wuerde trotzdem
gerne noch etwas zu diesem Beitrag sagen.


> Du verwechselst hier was, mein Junge. Tierpfleger, VTAs,
> Tierexperimentatoren, Versuchstierkundler u.a. informieren sich extra
> in einen Kurs ueber die Methoden, damirt sie eine Befugnis erlangen,
> wie Priebe schrieb. Das ist Vorschrift.

Ich studiere Biologie in Duesseldorf, bei uns duerfen Biologen
mittlerweile nicht mehr an dem Kurs in der TVA teilnehmen, in dem
ihnen beigebracht wird, ein TIer fachmaennisch zu behandeln und ggf.
zu toeten. Soviel zu den Vorschriften.

> Eine der physikalischen
> Methoden ist zB die Zervikaldislokation. Fuer ungeschulte und
> unbefugte Leute aber auch keine Methode, weil der Streck- und
> Drehvorgang an der Halswirbelsaeule einer Ratte ein besonderes
> Geschick und Kraft erfordert. In unkundigen Haenden bricht da naemlich
> nichts so leicht und ist dann auch nicht gleich tot.

Aus oben genanntem Grund ist das bei uns in einigen Kursen
Tagesordnung, manche Maeuse sterben erst beim 2. oder 3. Versuch :(

> Wo so eine
> Methode abgelehnt wird weil sie abschreckt und als gewalttaetig
> empfunden wird, kann man nicht einfach sagen: "Greife zum Aether und
> ersticke die Ratte." Nee du, da geht's nicht lang.

Bei Ratten und Maeusen weiss ich es nicht, aber andere Versuchstiere
wie Krebse und Schnecken werden nach wie vor mit Aether betaeubt /
umgebracht.

> Eben weil du aus der Ferne den Zustand einer fremden kranken Ratte
> nicht im Mindesten beurteilen kannst, solltest du in aller
> Oeffentlichkeit andere Leute zur Missachtung nicht noch anstiften.

Er hat sie ja nicht angestiftet, sondern ihr nur einen Tipp gegeben,
die Idee stammt ja von ihr selber. Womit ich nicht sagen moechte, dass
ich die Methode fuer gut halte, im Gegenteil.
Aber nur noch folgendes zum Thema Tierarzt:
Bei einem meiner Rattenmaennchen, das an Lungenentzuendung litt, hat
der Arzt beim "einschlaefern" dem armen Kerl die GIft-Spritze direkt
ins Herz gesetzt, ohne ihn vorher zu betaeuben... Nach Tierarztwechsel
habe ich mich bei meinem neuen einmal erkundigt, ob das ueblich sei.
Er sagte, es sei nicht verboten, aber es ist fuer die Tiere
_aeusserst_ unangenehm. :(
Aerzte halten sich also auch nicht unbedingt an Tierfrendliche
Regelungen....

CU

Nadine

Marlies Ortmann

unread,
Feb 7, 2002, 4:31:21 AM2/7/02
to
Nadine Schiffer schrieb:

> Aerzte halten sich also auch nicht unbedingt an Tierfreundliche
> Regelungen....

Ja und? Das hatte Antje ja in einem ihrer Postings angedeutet. Und
soweit ich das verstanden habe, sollte und kann man sich nach derartigen
Erfahrungen wenigstens noch ein Mal nach einem anderen TA umsehen. Das
kann man wenigstens tun, um nicht selber in so einen 'Konflikt' zu
geraten, wo man meint, selber Hand anlegen zu muessen. So sehe ich das.

--
Gruesse

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