Erwin ist jetzt zweieinhalb und seit einigen Monaten hat er keine
Kraft mehr auf den Hinterbeinen. Es reicht noch zum Herumrobben, aber
nicht mehr zum Putzen. Mit den Vorderpfoten ist er zwar fleißig soweit
es geht, wenn man sich nicht auf den Hintern setzen kann, aber beim
Kratzen mit den Hinterpfoten bleibt es meißt beim Versuch.
Die Schlafstelle ist in der 1. Etage des Rattenhauses. Frühmorgens
finde ich Erwin zumeißt in der Parterre, wecke ihn, nehme ihn erstmal
lieb, worüber er sich zumeißt sehr freut und setze ihn dann zu den
anderen. Da oben kommt es dann oft zu einer wahren Putzorgie. Erwin
putzt jeden, der ihm vor die Schnauze kommt.
Heute morgen ging mir so langsam auf, ob das nicht bloß Freude ist,
wieder im Bett mit den anderen zu liegen, als vielmehr eine
Ausgleichshandlung, weil er sich nicht selbst komplett putzen kann -
der Pelz mag ihm jucken.
Nachdem es hier einen solchen Aufstand gegeben hat ums Baden frage ich
lieber erstmal, was ihr denn meint, was ich denn daran machen könnte.
Eine Pferdekardätsche erscheint mit doch etwas grob.
MarionS
--
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"Tote reden nicht." - Django
> Erwin ist jetzt zweieinhalb und seit einigen Monaten hat er keine
> Kraft mehr auf den Hinterbeinen. Es reicht noch zum Herumrobben,
aber
> nicht mehr zum Putzen. Mit den Vorderpfoten ist er zwar fleißig
soweit
> es geht, wenn man sich nicht auf den Hintern setzen kann, aber beim
> Kratzen mit den Hinterpfoten bleibt es meißt beim Versuch.
> Die Schlafstelle ist in der 1. Etage des Rattenhauses. Frühmorgens
> finde ich Erwin zumeißt in der Parterre, wecke ihn, nehme ihn
erstmal
> lieb, worüber er sich zumeißt sehr freut und setze ihn dann zu den
> anderen. Da oben kommt es dann oft zu einer wahren Putzorgie. Erwin
> putzt jeden, der ihm vor die Schnauze kommt.
> Heute morgen ging mir so langsam auf, ob das nicht bloß Freude ist,
> wieder im Bett mit den anderen zu liegen, als vielmehr eine
> Ausgleichshandlung, weil er sich nicht selbst komplett putzen kann -
> der Pelz mag ihm jucken.
> Nachdem es hier einen solchen Aufstand gegeben hat ums Baden frage
ich
> lieber erstmal, was ihr denn meint, was ich denn daran machen
könnte.
> Eine Pferdekardätsche erscheint mit doch etwas grob.
hau den ratz doch weg. stinkt ja nuir des vieh.
> Marion Scheffels schrieb:
> wenn man sich nicht auf den Hintern setzen kann, aber beim
> Kratzen mit den Hinterpfoten bleibt es meißt beim Versuch.
Ich habe meinen gelaehmten Ratten regelmaessig mit einem Streichholz,
umwickelt mit etwas Watte, darauf ein Tropfen Penatenoel die Ohren
gesaeubert, es gibt auch extra Tropfen vom TA. Sie koennen das nicht
mehr selbt tun, es koennte evtl sonst durch die Verschmutzung zu einer
Ohrentzuendung kommen.
Die Genitalien muessen auch regelmaessig mit einem feuchten Tuch
gereinigt werden, aber das weisst Du ja sicher;-)
> Die Schlafstelle ist in der 1. Etage des Rattenhauses.
Kann er denn noch ohne Hilfe nach unten, bzw oben gelangen? Wenn nicht,
wuerde ich ihm alles ebenerdig "einrichten". Futter, Wasser und
Schlafhaus.
> weil er sich nicht selbst komplett putzen kann -
> der Pelz mag ihm jucken.
Ich habe dafuer entweder eine Zahnbuerste oder ein weiches
Handwaschbuerstchen verwendet, dabei gleichzeitig die Haut "massiert",
das ist gut fuer die Duchblutung.
> Nachdem es hier einen solchen Aufstand gegeben hat ums Baden frage ich
> lieber erstmal, was ihr denn meint, was ich denn daran machen könnte.
Baden musste ich meine gelaehmten Ratten praktisch nie. Mehrmals am Tag
mit einem feuchten Tuch reinigen genuegte. Der Aufenthaltsbereich war
nur mit Kuechentuechern ausgelegt, die ich ebenfalls mehrmals am Tag
erneuert habe, je nach Verschmutzung. So wurde der Urin gleich
"aufgesaugt" und die Ratte hat sich nicht so sehr verschmutzt.
Alles Gute fuer Deinen Ratz!
Tschuess
Erika und Ratzelbande
Ich habe von anderen Rattenhaltern gehört, daß man die Kleinen auch gut mit
einer Babybürste "massieren" kann.
Den Rest hat Erika ja schon geschrieben. Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.
Evtl. kannst Du Dich ja auf Rattenseiten im Netz (z.B. www.rattenwelt.de
oder www.ratside.de) über Hinterhandslähming informieren und vielleicht noch
ein paar Tips finden.
Alles Gute für den Ratz!
Birgit
Hi!
>Ich habe von anderen Rattenhaltern gehört, daß man die Kleinen auch gut mit
>einer Babybürste "massieren" kann.
Ich habe es gerade mit einer alten Zahnbürste versucht. Erwin ist
begeistert! Jetzt habe ich die Schuppen auf dem Schoß, saubergeleckte
Hände und ein zähneraschelnde Ratte.
Hi!
>Kann er denn noch ohne Hilfe nach unten, bzw oben gelangen? Wenn nicht,
>wuerde ich ihm alles ebenerdig "einrichten". Futter, Wasser und
>Schlafhaus.
Runter kommt er immer ;-)
Er hat unten alles, was er braucht - außer eben Gesellschaft. Meine
Schmusis benutzen kein Schlafhaus, sie haben sich selbst eine Ecke aus
Hauptnest auserkoren, die genau *nicht* die Ecke ist, die ich beim Bau
als solche geplant hatte. Hier richten sie es sich mit dem Inhalt des
Aktenvernichters häuslich ein. Die Ecke kann man praktisch nicht
verlegen.
Interessant ist nur, daß sie, egal auf welcher Etage sie mal ein
Nickerchen machen, sie immer genau diese Ecke (auch Zimmerecke)
benutzen.
Nun, alles, wo Erwin noch mit der Zunge drankommt, ist saubergeputzt.
Hygieneprobleme hat er nicht so sehr, ich habe nur ein paar Schuppen
festgestellt. Er kann in der Gegend herumrobben; relativ munter sogar,
es reicht sehr gut, sich beim Erbetteln von Leckerlis ganz vorn
mitzudrängeln ;-)
Nachdem unsere Squirrel drei Schlaganfälle hatte war sie so gut wie
bewegungsunfähig. Wir haben sie täglich mehrmals mit einem feuchten
Wattebausch gereinigt und sie (wie Birgit schon geschrieben hat) mit einer
Babybürste gebürstet.
Bürsten alleine half leider nicht, die verklebten Stellen zu reinigen.
Außerdem wurde sie viel massiert und wir haben ihre Beinchen bewegt. Damit
sie nicht "einrostet"!! ;))
Es ging ihr sogar wieder ein bischen besser, leider erlitt sie 9 Tage später
einen weitern Schlaganfall und starb an den Folgen!! :°(
Alles Gute an den Opi!!
Liv & "nur" noch 33 (F)Ratzen
janni
>Frage: was könnte man einer Ratte
>zu essen geben, was sie ohne Vorderpfoten essen kann und was ihre kiefer und
>zähne mal wieder etwas beansprucht?
Getrocknetes Brot, das du mit Draht am Gitter befestigst, sodaß es der
Ratte nicht mehr auskommt.
Noch mehr Weiches, maulgerechtes und obendrein vitaminstrotzendes sind
z.B. Gerstenkeime. Ich knabbere sie auch sehr gerne.
Zähne reiben sich am besten an Zähnen ab. Es gibt nicht härteres. Deshalb
ist weiche Nahrung unablässig, denn da reiben sich die Zähne am besten ab.
Allerdings hat man auch immer die "Gefahr", dass die Ratte dann Durchfall
bekommt und der kann gefährlich werden.
Vielleicht kannst du ihr ja noch Knabberstangen und hartes Brot anbieten.
Wenn du es festbindest (mit Pfeifenputzer) kann sie es nicht verschleppen
und es ist zu groß um es in die Pfötchen zu nehmen. Sie braucht sich
eigentlich nur daraufstützen.
Massierst du ihre Glieder täglich?? Das ist sehr wichtig, damit sie genug
durchblutet werden. Außerdem kräftigst du die Muskulatur.
Squirrel hatte ja mit 4 Wochen auch einen Schlaganfall und das massieren hat
ihr so gut geholfen, dass sie sich nach 2 Wochen wieder ganz normal bewegen
konnte. Nur der Schiefkopf deutete noch auf eine Erkrankung hin. Leider hat
sie die 4 Schlaganfälle vor ein paar Wochen nicht überlebt!! *schnüff*
Alles Gute für deinen Ratz!!
Liv & 31 (F)Ratzen
Weiche oder stark zerkleinerte Nahrung ist auf Dauer immer schlecht, weil dann
naemlich nicht genagt dafuer aber nur gekaut wird. Somit schleifen sich zwar
die Molaren ab, aber die Incisivi (Nagezaehnchen) leider ueberhaupt nicht. Das
Resultat ist eine starke Abnutzung der nicht nachwachsenden Mahlzaehne bei
einem nahezu ausbleibenden Abschliff der Schneidezaehne. Das passiert
uebrigens auch, wenn man einer jungen gesunde Ratte monatelang nur stark
zerkleinerte feste Nahrung gibt. Die nagt sie nicht sondern kaut sie nur.
mfg
> Weiche oder stark zerkleinerte Nahrung ist auf Dauer immer schlecht, weil dann
> naemlich nicht genagt dafuer aber nur gekaut wird. Somit schleifen sich zwar
> die Molaren ab, aber die Incisivi (Nagezaehnchen) leider ueberhaupt nicht. Das
> Resultat ist eine starke Abnutzung der nicht nachwachsenden Mahlzaehne bei
> einem nahezu ausbleibenden Abschliff der Schneidezaehne.
> Das passiert
> uebrigens auch, wenn man einer jungen gesunde Ratte monatelang nur stark
> zerkleinerte feste Nahrung gibt. Die nagt sie nicht sondern kaut sie nur.
Ratten, die nur in Glasbehaeltern gehalten wurden,
niemals Gelegenheit hatten, an festen Gegenständen zu nagen (auch nicht
am Glas) und nur vollkommen weiche Nahrung erhielten, zeigten keine
erkennbare Verlaengerung der Nagezaehne. Das bedeutet, dass das Nagen an
harten Gegenstaenden nicht zum Zwecke des Abschleifens der Nagezaehne
notwendig ist, wohl aber zur Befriedigung des Nagetriebes!
Bei einem normalen, nicht verletzten oder missgebildetem Gebiss genuegt
daher, unabhaengig von der Nahrungsaufnahme,offensichtlich schon das
gegenseitige Schleifen der oberen und unteren Nagezaehne aufeinander und
ein uebermaessiges Wachsen zu verhindern.
Auch die Backenzaehne wachsen uebrigens nach, jedoch nicht in der Weise
wie die
Nagezaehne.
Dies bestaetigte sich bisher auch bei all meinen kranken Ratten, die nur
mit weicher Kost ernaehrt werden konnten, ebenso bei
"Gemischtkoestlern".
Tschuess
Erika und Ratzelbande
> Liv schrieb:
> Zähne reiben sich am besten an Zähnen ab. Es gibt nicht härteres. Deshalb
> ist weiche Nahrung unablässig, denn da reiben sich die Zähne am besten ab.
Ratten schleifen ihre Nagezaehne unabhaengig von der Nahrungsaufnahme
ab, indem sie die oberen und unteren gegenseitig aufeinander reiben, die
Konsistenz der Nahrung ist nicht von Bedeutung.
Tschuess
Erika und Ratzelbande