Heinz Lohmann schrieb am Mittwoch, 18. November 2020 um 02:14:41 UTC+1:
> Gestern fiel mir in einer Doku von Arte eine besondere Betonung auf. Der
> Kommentar sagte "recht'fertigen", (betont auf der 2. Silbe). Mir ist
> die Betonung 'rechtfertigen (auf der 1. Silbe geläufig). Der Duden sieht
> es auch so.
>
> Hängt die Betonung auf der 2. Silbe vielleicht damit zusammen, dass
> untrennbare Verben mit Präfix (z.B. sich unter'halten) im Gegensatz zu
> trennbaren Verben mit Präfix ('nachdenken, 'mitnehmen) auf der ersten
> Silbe betont werden?
> Das Verb "rechtfertigen" gehört zu den untrennbaren Verben, was
> eigentlich die Betonung auf der 2. Silbe rechtfertigen würde.
>
> Anderes Beispiel:
> über'setzen (einen Text in eine andere Sprache ü.) vs. 'übersetzen (z.B.
> über einen Fluss.)
>
> Vielleicht ist das in desd schon ein alter Hut. Mir geht es aber nicht
> darum, welche Aussprache die richtige ist, sondern eher um den Grund für
> die ungewohnte Aussprache.
Was ist denn ungewohnt? spätestens mit 'zu' und
im P2 müßtest Du ohnehin endbetonen.
Wie steht es eigentlich mit dem fossilen P2 'rechtschaffen'?
Und, wenn wir gerade dabei sind, auch 'endbetonen' macht stutzig.
Gruß, ULF