Hier kommt ja offenbar keine Diskussion zustande.
Ich habe die leidvolle Erfahrung, daß sich nur die Platzhirsche
angiften.
Wenn es Dich aber interessiert, welche Kontroversen zur Sprache
kommen, schau mal hier:
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=8874
Gruß
Gunhild
Wenn du etwas zum Thema beizutragen gehabt h�ttest, h�ttest du es ja hier
geschrieben haben k�nnen.
-is
> Hier kommt ja offenbar keine Diskussion zustande.
1) Ist man nicht gesetzlich verpflichtet, den Vorgang, auf wen sich 18
Schweden in Vollstreckung des letzten Willens Herrn Nobels diesmal
geeinigt haben, f�r das kolossale Ereignis zu halten, das daraus
seltsamerweise immer wieder gemacht wird. Am komischsten finde ich
solche Erw�gungen, ob das denn nun gerechtfertigt w�re, und wenn nicht,
wer stattdessen... usw. usf. Das erinnert ein wenig an die Kommentare
von Fu�ballfans zu den Entscheidungen der Trainer: Jeder von ihnen w�rde
es besser machen. Dass der Preis durchaus nicht als eine Art
Weltmeisterschaft der Literatur gedacht war -- was auch wirklich noch
d�mlicher w�re als die Weltmeisterschaften im Sport, wo jemand daf�r
gefeiert wird, drei hundertstel Sekunden schneller gerannt/geschwommen
usw. zu sein, was immerhin noch messbar ist -- sollte eigentlich klar
sein. Dass es in der allgemeinen Wahrnehmung dennoch so wirkt, liegt
wohl etwas an der Akademie selbst, vor allem aber an den Medien, die
ihre �blichen Schablonen eben auch dabei anwenden.
2) Ist auch in dieser Newsgroup, deren Teilnehmer offenbar mehr lesen
als der Bev�lkerungsdurchschnitt, nicht unbedingt davon auszugehen, dass
allen oder vielen oder �berhaupt jemandem die Werke Herta M�llers
gel�ufig sind. (Im Gegensatz zu dem Berliner Fu�ballverein ohne H im
Vornamen!) Mir sind sie es nicht, und selbst wenn ich wollte, k�nnte ich
das momentan nicht �ndern, wegen der neulich beschriebenen Hamsterk�ufe
der so Konditionierten. Jetzt k�nnte ich also nur beitragen, was alle
sich auch im Internet und anderswo zusammensuchen k�nnen.
3) Ist es zumindest zweifelhaft, ob eine Diskussion auf einem Niveau
wie im Spiegel-Forum w�nschenswerter ist als keine Diskussion.
CH
Ja, deshalb hatte ich das Posting ja auch ziemlich fix gecancelt, aber
bei googlegroups schl�gt sowas ja nicht durch ...
Gr��e,
Tho-zerknirscht deswegen und wegen der Hertha ja sowieso-mas
>> Das ist mal wirklich eine -schᅵne- ᅵberraschung; Herta Mᅵller, die
>> dieses Jahr auch auf der Shortlist steht, erhᅵlt den Nobelpreis fᅵr
>> Literatur.
> Hier kommt ja offenbar keine Diskussion zustande.
Hat sie den Preis fᅵr die jᅵngst erschienene "Aremschaukel" bekommen?
Oder ist das Zusammentreffen ein Zufall? Fᅵr welches Buch aber dann
hat sie den Preis bekommen? Denn in der Regel wird doch der Preis
fᅵr EIN Werk verliehen.
> Ich habe die leidvolle Erfahrung, daᅵ sich nur die Platzhirsche
> angiften.
Aber Gunhild: Keine Erinnerung an die langwierige Debatte ᅵber
den "Vorleser" und den "Turm"? Welche Platzhirsche hᅵtten denn
da "gegiftet"?
> Wenn es Dich aber interessiert, welche Kontroversen zur Sprache
> kommen, schau mal hier:
> http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=8874
Da muᅵ ich dem Carsten Herrmann recht geben: Lieber gar keine
Debatte als eine auf DEM Niveau.
j/\a
--
Warum nicht? Ich habe wenig Sinn für beißende Ironie, die meist nur
dazu dient, um nur auf Kosten anderer die eigene Brillanz in den
Vordergrund zu stellen, dennoch habe ich aus der Diskussion
Verschiedenes gelernt.
> Welche Platzhirsche hätten denn
> da "gegiftet"?
Warum drückst Du dies im Konjunktiv aus? Soll der meine
überempfindliche Wahrnehmung signalisieren?
Ich versuche mich mal in einer ernsthaften Antwort.
Jeder hier glaubt doch, einen Ruf zu verteidigen zu haben. Als
Germanist, als Literaturwissenschaftler, als Literat gar. Daher kommen
inhaltliche Stellungnahmen offenbar kaum zustande, es sei denn in
Abgrenzung - also der kritischen - zu einem anderen Standpunkt. Dann
entsteht dieses isolierte Schnappen mit dem Ziel, sich als besonders
schlau hervorzukehren.
Meine Achtung haben deshalb diejenigen, die ein Statement wagen, bevor
die allgemeine Richtung der Diskussion sich abgezeichnet hat.
> > Wenn es Dich aber interessiert, welche Kontroversen zur Sprache
> > kommen, schau mal hier:
> >http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=8874
>
> Da muß ich dem Carsten Herrmann recht geben: Lieber gar keine
> Debatte als eine auf DEM Niveau.
Sieh an.
Vier Tage mußten vergehen, bis mit meiner altklugen Feststellung
prompt die üblichen Kommentare - Aber nein, nicht etwa Inhaltliches!
- auftauchen.
Ich wasche meine von profunder Fachkenntnis unbeleckten Hände in
Unschuld. Aber ich erlaube mir schon mal einen Blick über den
Gartenzaun - auf die inhaltlichen Ergebnisse - immerhin 15 Seiten im
Spiegel-Forum.
Zum Niveau einer Diskussion kann man höchstselbst beitragen, wohl wahr
- das. Ich hätte jedoch bestenfalls etwas beizusteuern, wenn ich zu
den vorsorglichen Lesern gehörte.
Sich aufs hohe Ross zu setzen halte ich angesichts hiesiger - ja auch
nachbarlicher! - Beiträge für fragwürdig:
http://groups.google.com/group/de.rec.buecher/browse_thread/thread/d2cf59114c9458d1#
http://groups.google.com/group/de.etc.sprache.deutsch/browse_thread/thread/1e932c0289f98b73
/14ed1e31d33a0f14#14ed1e31d33a0f14
Gruß
Gunhild
> Zum Niveau einer Diskussion kann man h�chstselbst beitragen, wohl wahr
> - das. Ich h�tte jedoch bestenfalls etwas beizusteuern, wenn ich zu
> den vorsorglichen Lesern geh�rte.
Wenn man zu der nun einmal h�heren Ortes angeordneten Diskussion der
Werke Herta M�llers nichts Inhaltliches beizusteuern hat, weil man
nichts von ihr gelesen hat, kann man immerhin Leute anmotzen, weil sie
nichts von Herta M�ller gelesen haben, und deshalb zur Diskussion ihrer
Werke nichts Inhaltliches beizusteuern haben. Im gepriesenen
Spiegelforum hingegen liegen die Dinge ganz anders, trotz allem Anschein
nach insofern gleicher Ausgangslage bei den meisten der dortigen
Teilnehmer, mangels Vorsorge, was sie jedoch nicht daran hindert, munter
draufloszuschwadronieren, wenn auch nicht allzumal sehr inhaltlich.
�brigens haben der Bundespr�sident und die Bundeskanzlerin, offenbar
durch vorsorgliche Kennerschaft dazu bef�higt, die Preistr�gerin in
prompten und sachkundigen Gratulationen gew�rdigt. Daher braucht sich
der beschr�nkte Untertanenverstand eigentlich nicht mehr darum zu bem�hen.
CH
Wo ich angemotzt hätte müßest Du mir zeigen.
> weil sie
> nichts von Herta Müller gelesen haben, und deshalb zur Diskussion ihrer
> Werke nichts Inhaltliches beizusteuern haben. Im gepriesenen
> Spiegelforum
Das "gepriesene Spiegelforum" ist für mich eine Plattform unter
anderen.
> hingegen liegen die Dinge ganz anders, trotz allem Anschein
> nach insofern gleicher Ausgangslage bei den meisten der dortigen
> Teilnehmer, mangels Vorsorge, was sie jedoch nicht daran hindert, munter
> draufloszuschwadronieren, wenn auch nicht allzumal sehr inhaltlich.
Ich lese da mit. Interessiert zumal.
>
> Übrigens haben der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin, offenbar
> durch vorsorgliche Kennerschaft dazu befähigt, die Preisträgerin in
> prompten und sachkundigen Gratulationen gewürdigt. Daher braucht sich
> der beschränkte Untertanenverstand eigentlich nicht mehr darum zu bemühen.
Die haben ja auch Leute, die sich professionell darum kümmern. Mich
interessieren auch die Meinungen weniger professoneller.
Gruß
Gunhild
P.S.
Beispielsweise wird da der berühmte Satz "Mein Hnger saß vor dem
Teller und fraß" diskutiert - nicht eben zimperlich.
> Die haben ja auch Leute, die sich professionell darum k�mmern.
Na, so tiefsch�rfend sind diese obrigkeitlichen Elogen denn doch nicht
geraten. Dazu gen�gte wohl je ein Praktikant, der auf die Schnelle was
zusammengegugelt hat.
> Beispielsweise wird da der ber�hmte Satz "Mein Hnger sa� vor dem
> Teller und fra�" diskutiert - nicht eben zimperlich.
Mindestens ebensolche Kraft und W�rze hat:
"Pl�tzliches Entsetzen packte ihr Inneres wie mit eisiger Faust."
Trotzdem hat Donna Woolfolk Cross noch keinen Nobelpreis erhalten,
obwohl es /Die P�pstin/ bereits seit 1996 gibt. Immerhin ist das Buch
inzwischen verfilmt worden, mit anscheinend kongenialem Ergebnis. Wen's
interessiert:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/Die-Paepstin-Soenke-Wortmann-Film;art137,2927700
Vielleicht sollte die Schwedische Akademie mit der Zeit gehen und
mehrere Literaturpreise pro Jahr vergeben, nach Sparten diversifiziert,
also etwa: historischer Roman, Krimi, Thriller... Die von Alfred Nobel
geforderte idealistische Richtung hat ja beispielsweise auch Dan Brown
zu bieten, wie ich hier einmal dargelegt habe, und die sehr
emanzipatorische P�pstin sowieso.
CH
>
> Mindestens ebensolche Kraft und Würze hat:
>
> "Plötzliches Entsetzen packte ihr Inneres wie mit eisiger Faust."
Man könnte ihn auch verkehren.
"Langsam kroch das Entsetzen auf sie zu wie lauwarme Spinnenfinger."
Ich weiß nicht ... Kommt auf den Zusammenhang an. Ich weiß ja aus
Erfahrung, wie einzelne Sätze, an denen man sich aufhängt, lächerlich
wirken können.
Ich finde ihn redundant. Und zu dick aufgetragen."Entsetzen"
impliziert all das andere.
Gerade der obige, von mir zitierte Müller- Satz "Mein Hunger saß vor
dem Teller und fraß wie ein Hund." wird sehr kontrovers - ja, auch
respektlos - diskutiert.
In der ZEIT dieser Woche sind mehrere Seiten zum Thema Hertha Müller.
Wen's interessiert.
> Trotzdem hat Donna Woolfolk Cross noch keinen Nobelpreis erhalten,
> obwohl es /Die Päpstin/ bereits seit 1996 gibt. Immerhin ist das Buch
> inzwischen verfilmt worden, mit anscheinend kongenialem Ergebnis. Wen's
> interessiert:
>
> http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/Die-Paepstin-Soenke-Wortmann-F...
Gruß
Gunhild
> Ich habe die leidvolle Erfahrung, da� sich nur die Platzhirsche
> angiften.
Meine zoologischen Kenntnisse sagen mir, dass es nur einen Platzhirsch
geben kann - WIKI meint das auch:"Ein Platzhirsch ist ein Hirsch, der
seinen Platz verteidigt."
>> Ich habe die leidvolle Erfahrung, daᅵ sich nur die Platzhirsche
>> angiften.
>
> Meine zoologischen Kenntnisse sagen mir, dass es nur einen Platzhirsch
> geben kann - WIKI meint das auch:"Ein Platzhirsch ist ein Hirsch, der
> seinen Platz verteidigt."
Hast du denn bei WIKI noch ein paar Zeilen weiter gelesen? Nein?
Auch recht, der Artikel ist wirklich grottenschlecht geschrieben.
Aber deine zoologischen Un-Kenntnisse korrigiert er.
j/\a
--
> Hast du denn bei WIKI noch ein paar Zeilen weiter gelesen? Nein?
> Auch recht, der Artikel ist wirklich grottenschlecht geschrieben.
> Aber deine zoologischen Un-Kenntnisse korrigiert er.
Die zoologischen wohl weniger, eher die gruppendynamischen.
Jetzt weiss ich auch, warum die endlos weiterstreiten - die Geweihe zur
Entscheidungsfindung fehlen ...
Vor allem da WIKI nichts meinen kann, da WIKI eine Webseite ist, auf der
eine WIKI Software lᅵuft.
Wenn ihr Wikpedia meint, dann sagt das auch.
Ich sag ja auch nicht "Das ist in BUCH aber so definiert", wenn ich das
Meyersche Lexikon gelesen habe.
Ralph
--
Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaᅵen treu
geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie
Joschka Fischer. -- Harry Rowohlt in http://tr.im/mpK4
Nicht schreiben kᅵnnen: http://lestighaniker.de/
>> Mindestens ebensolche Kraft und Wᅵrze hat:
>>
>> "Plᅵtzliches Entsetzen packte ihr Inneres wie mit eisiger Faust."
>
> Man kᅵnnte ihn auch verkehren.
>
> "Langsam kroch das Entsetzen auf sie zu wie lauwarme Spinnenfinger."
Aha, aus Kitsch mach Unsinn - nicht Dein Ernst, oder...??
> Ich weiᅵ nicht ... Kommt auf den Zusammenhang an. Ich weiᅵ ja aus
> Erfahrung, wie einzelne Sᅵtze, an denen man sich aufhᅵngt, lᅵcherlich
> wirken kᅵnnen.
Ein verunglᅵckter Satz ist ein verunglᅵckter Satz und wird fᅵr gewᅵhnlich
durch keinen wie auch immer gearteten Kontext gerettet.
Dass man sich an dergleichen sprachlichen Missgeschicken
hierzugruppe "aufhᅵnge", scheint mir pures Wunschdenken Deinerseits zu
sein - kritisieren darf man sie indessen. ;-)
Gruᅵ
Michael
> Trotzdem hat Donna Woolfolk Cross noch keinen Nobelpreis erhalten,
> obwohl es /Die Pᅵpstin/ bereits seit 1996 gibt. Immerhin ist das Buch
> inzwischen verfilmt worden, mit anscheinend kongenialem Ergebnis. Wen's
> interessiert:
>
>
http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/Die-Paepstin-Soenke-Wortmann-Film;art137,2927700
Danke - wunderschᅵner Artikel: Herrn Wortmann als "ᅵuᅵerst geschmeidigen
Regisseur" zu bezeichnen ist wirklich ein herrlich perfider Euphemismus...
Gruᅵ
Michael
Auch wenn ich mich jetzt ein bißchen lächerlich fühle, will ich nicht
verhehlen, daß ich den Vorschlag mit dem Satz über "das plötzliche
Entsetzen" und "die eisige Faust" ernstgenommen und meine sich tapfer
zu Wort meldend - laienhafte - Kritik daher in die Persiflage verpackt
hatte. Zu allem Überfluß hatte ich auch den Link versäumt zu lesen.
Heute nun habe ich eine ähnliche Kritik gelesen, und jetzt wußte ich
auch, alles einzuordnen.
Genug der Geständnisse!
Es bleibt immerhin die Frage nach dem Satz: "... mein Hunger saß über
dem Teller und fraß wie ein Hund."
Ich wage die Behauptung, daß hier der Kontext - "Ich wollte langsam
essen. Aber ..." und die damit beschriebene Situation als
Arbeitssträfling erst den Satz rechtfertigen. Beschriebe man so das
Ausgehungertsein nach einem anstrengenden Arbeits- oder Sporttag,
hätte es keine weiterführende Aussage.
Die Kontroverse, die ich ansprechen wollte, ging jedoch noch in eine
andere Richtung - nämlich in die einer Übersetzung einer banalen
rumänischen Redensart, die so zu einer poetischen stilisiert werde.
Ich finde daran nichts Falsches. Jedoch kann man darüber diskutieren.
Das war meine Anregung zur Lektüre des SPon-Forums.
Gruß
Gunhild
> On 22 Okt., 15:14, Michael Jacobi <Jacobi.Enterpri...@t-online.de>
> wrote:
>> Carsten Herrmann wrote:... Wen's
>> > interessiert:
>>
>> http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/Die-Paepstin-Soenke-Wortmann-F...
>>
>> Danke - wunderschᅵner Artikel: Herrn Wortmann als "ᅵuᅵerst geschmeidigen
>> Regisseur" zu bezeichnen ist wirklich ein herrlich perfider
>> Euphemismus...
>
> Auch wenn ich mich jetzt ein biᅵchen lᅵcherlich fᅵhle, will ich nicht
> verhehlen, daᅵ ich den Vorschlag mit dem Satz ᅵber "das plᅵtzliche
> Entsetzen" und "die eisige Faust" ernstgenommen und meine sich tapfer
> zu Wort meldend - laienhafte - Kritik daher in die Persiflage verpackt
> hatte. Zu allem ᅵberfluᅵ hatte ich auch den Link versᅵumt zu lesen.
>
> Heute nun habe ich eine ᅵhnliche Kritik gelesen, und jetzt wuᅵte ich
> auch, alles einzuordnen.
>
> Genug der Gestᅵndnisse!
Einverstanden. Schlieᅵlich geht es hier um Verstᅵndigung, nicht um
Gestᅵndnisse...
> Es bleibt immerhin die Frage nach dem Satz: "... mein Hunger saᅵ ᅵber
> dem Teller und fraᅵ wie ein Hund."
> Ich wage die Behauptung, daᅵ hier der Kontext - "Ich wollte langsam
> essen. Aber ..." und die damit beschriebene Situation als
> Arbeitsstrᅵfling erst den Satz rechtfertigen.
Hier nun mᅵsste ich meinerseits, um Deine Formulierung
aufzugreifen, "gestehen", dass ich mir ohne Kenntnis des gesamten Textes
oder zumindest eines "reprᅵsentativen" Ausschnitts aus demselben
ausnahmsweise einmal *kein* beckmesserisches Urteil erlauben mag. ;-)
Die Kultur der Banater Schwaben, einschlieᅵlich ihrer ganz eigenen Sprache,
ist fᅵr mich absolutes Neuland, terra incognita. Ich kann nur sagen: Sᅵtze
wie der von Dir zitierte klingen zunᅵchst einmal zwar fremdartig, aber
weder abgegriffen noch 'schief' in meinen Ohren. Kurzum: Ich bin gespannt
auf diese Dame und ihre Literatur - den TV-Interviews nach, die ich gesehen
habe, scheint sie mir ja eine sehr Gescheite zu sein.
Gruᅵ
Michael
Am kommenden Dienstag, den 27. 10. um 20.00 h, liest Herta (jetzt hab
ich's) Müller im Liebermann-Studio in Hamburg - es ist leider
ausverkauft. Aber NDR III überträgt die Lesung im Internet. Das ist
schade, denn es ist nahe gelegen und sehr angenehm in Akustik und
Ausstattung.
Wenn ich die Adresse recht behalten habe: www.ndr3.de
Gruß
Gunhild
> On 23 Okt., 01:03, Michael Jacobi <Jacobi.Enterpri...@t-online.de>
> wrote:
>> Ich bin gespannt
>> auf diese Dame und ihre Literatur - den TV-Interviews nach, die ich
>> gesehen habe, scheint sie mir ja eine sehr Gescheite zu sein.
>
> Am kommenden Dienstag, den 27. 10. um 20.00 h, liest Herta (jetzt hab
> ich's) Mᅵller im Liebermann-Studio in Hamburg - es ist leider
> ausverkauft. Aber NDR III ᅵbertrᅵgt die Lesung im Internet. Das ist
> schade, denn es ist nahe gelegen und sehr angenehm in Akustik und
> Ausstattung.
>
> Wenn ich die Adresse recht behalten habe: www.ndr3.de
Danke! Besser als elektronisch ist nur noch Lesen ;-) - deshalb mal
folgender Link fᅵr alle, die's interessiert:
http://www.liberley.it/m/mueller_herta.htm
Gruᅵ
Michael
> ... Besser als elektronisch ist nur noch Lesen ;-) - deshalb mal
> folgender Link für alle, die's interessiert:
>
> http://www.liberley.it/m/mueller_herta.htm
Dank dafür.
Und damit Herta Müller wieder an die Tabellenspitze rückt, hier ein
Hinweis vom Münchner Boulevard, der von ihrer Popularität kündet.
Daß Literaten einmal so verehrt würden, daß sie Audimaxe - oder
Auditoria maxima? - zu füllen vermöchten, Menschen Tränen in die Augen
steigen und der Autorin Schreibkrämpfe vom Signieren, wer hätte das
gedacht?
http://www.sueddeutsche.de/,tdwa4m1/muenchen/22/494359/text/
Gruß
Gunhild
> Daß Literaten einmal so verehrt würden, daß sie Audimaxe - oder
> Auditoria maxima? - zu füllen vermöchten, Menschen Tränen in die Augen
> steigen und der Autorin Schreibkrämpfe vom Signieren, wer hätte das
> gedacht?
>
Immerhin sind wir jetzt auch Nobelpreis.
Ciao
Wolfram
--
Wenn Elefanten kämpfen leidet das Gras.
AFRIKANISCHES SPRICHWORT
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> Daß Literaten einmal so verehrt würden, daß sie Audimaxe - oder
> Auditoria maxima? - zu füllen vermöchten, Menschen Tränen in die Augen
> steigen und der Autorin Schreibkrämpfe vom Signieren, wer hätte das
> gedacht?
>
Immerhin sind wir jetzt auch Nobelpreis. Da darf ein bisserl Rührung schon
sein.