Bei Fo (1997), Grass (1999), Jelinek (2004) finde ich die Verleihung
nicht saukomisch, sondern gut (im Gegensatz zu meiner Freundin, die
mir soeben �ber die Schulter schaut und der Meinung des Vorposters
ist).
Bei Herta M�ller habe ich das Problem, dass kein einziges ihrer
B�cher in meinem Regal steht und ich bis gestern auch noch nichts
von ihr geh�rt hatte.
Saukomisch finde ich eher die Verleihung des Friedensnobelpreises.
Tschuess, jb
--
Joachim Brauer, Berlin
http://www.jbrauer.de
> Bei Fo (1997), Grass (1999), Jelinek (2004) finde ich die Verleihung
> nicht saukomisch, sondern gut (im Gegensatz zu meiner Freundin, die
> mir soeben �ber die Schulter schaut und der Meinung des Vorposters
> ist).
> Bei Herta M�ller habe ich das Problem, dass kein einziges ihrer
> B�cher in meinem Regal steht und ich bis gestern auch noch nichts
> von ihr geh�rt hatte.
Stell dir vor, Dario Fo w�re das Lachen vergangen, weil er ein Spaghetto
quer verschluckt hat, G�nter Grass w�rde nicht von kaschubischen Hirten
abstammen, sondern von Banater Schwaben unter der Herrschaft Drakulas,
und Elfride Jelinek k�nnte ihre artistischen Neigungen auch in k�rzeren
S�tzen ausleben. Wenn du diesen Cock-Tail ordentlich sch�ttelst, hast du
Herta M�ller. Und der ist wirklich genie�bar.
Beste Gr��e
Dirk
> Bei Herta M�ller habe ich das Problem, dass kein einziges ihrer
> B�cher in meinem Regal steht und ich bis gestern auch noch nichts
> von ihr geh�rt hatte.
Und wer zu sp�t kommt... Wie n�mlich heute zu h�ren war, wurde die
Entscheidung um 13 Uhr mitgeteilt, und schon um 14 Uhr waren die B�cher
der Frau M�ller beinahe ausverkauft. Hoffentlich wird nicht einmal,
versehentlich oder heimt�ckisch, eine Falschmeldung dar�ber verbreitet
werden. Denn dann w�rden die auf diesen bedingten Reflex programmierten
Nobelpreisbuchk�ufer, die anscheinend mit der T�rklinke in der Hand
darauf warteten, um sofort zum Buchladen zu rennen, oder wom�glich gar,
mit Schlafsack und Thermosflasche, vor dessen Schwelle kampierten, mit
dem schleunigst ergatterten B�cherstapel gl�cklich heimkehrend, dort
bemerken m�ssen, dass sie hereingelegt w�ren, und statt des erwarteten
Schatzes g�nzlich wertlose Werke erstanden h�tten.
> Saukomisch finde ich eher die Verleihung des Friedensnobelpreises.
Die Verantwortlichen in Oslo beweisen eben mehr Gesp�r f�r Popularit�t
als die in Stockholm. Aber wenn es demnach gen�gt, in entsprechend
exponierter Stellung, erstens sich einen portugiesischen Hund
anzuschaffen, zweitens als M�rchenonkel die Vision einer
atomwaffenfreien Welt zu verk�nden, freilich bisher ohne mit gutem
Beispiel voranzugehen und die Verschrottung des amerikanischen Arsenals
anzuordnen, um den Friedensnobelpreis zu erhalten, h�tten die Schweden
ruhig mitziehen und dem Pr�sidenten f�r seine pr�pr�sidialen Memoiren
auch gleich noch den Literaturpreis verleihen k�nnen.
CH
>> Saukomisch finde ich eher die Verleihung des Friedensnobelpreises.
>
> Obama sagt ja selbst, da� ihm das Ganze komisch vorkommt.
Noch komischer wird es Tellkamp-Lesern vorkommen, dass den
Wirtschaftsnobelpreis dieses Jahr "Ostrom" erhalten soll. Endlich werden
nun auch die Errungenschaften planwirtschaftlichen Denkens gew�rdigt!
Endlich sinkt der Stern der Neoliberalistischen Einheitspartei, und die
Sozialistische Einheitspartei siegt!
Beste Gr��e
Dirk
> Und wer zu sp�t kommt... Wie n�mlich heute zu h�ren war, wurde die
> Entscheidung um 13 Uhr mitgeteilt, und schon um 14 Uhr waren die B�cher
> der Frau M�ller beinahe ausverkauft. Hoffentlich wird nicht einmal,
> versehentlich oder heimt�ckisch, eine Falschmeldung dar�ber verbreitet
> werden. Denn dann w�rden die auf diesen bedingten Reflex programmierten
> Nobelpreisbuchk�ufer, die anscheinend mit der T�rklinke in der Hand
> darauf warteten, um sofort zum Buchladen zu rennen, oder wom�glich gar,
> mit Schlafsack und Thermosflasche, vor dessen Schwelle kampierten, (...)
Du hast das (altmodisch) Transistorradio oder (modern) das IPhone
vergessen.
-is
--
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