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Zehntausende Unternehmensbilanzen ungeschützt im Internet

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bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 9:05:58 AM3/17/08
to
Hallo,

was haltet Ihr davon: http://jahresabschluss.blogspot.com/
Bin ich der einzige Selbstständige, der sich daran stört, dass meine
internen Finanzdaten jetzt kostenlos & anonym von jeden abgefragt
werden kann?
Das meine Geschäftspartner meine Bilanzen so leicht einsehen können -
dagegen kann ich wohl nichts machen :-(
Aber mein Nachbar oder Schwiegermutter? Oder mein "Mitbewerber"? Und
was ist mit Spammern, die nun die Finanzdaten aller deutschen GmbHs
computergesteuert abfragen können und "zielgerichtete" email an mich
senden können bzw. dieses Datenjuwel für viel Geld weiterverkaufen
können?
Offizelle Seiten raten mir schon zur Limited - ich würde aber gern
deutscher Unternehmer bleiben...
Kein Land der Welt macht das so wie Deutschland ab 1.1.2008. Ich
glaube, weltweit ist eine kleine Gebühr von 1-20 Euro üblich (wenn so
eine Abrage überhaupt möglich ist, siehe USA). Das würde Spammer und
die meisten Neugierigen abschrecken, denke ich.
Was ist Eure Meinung? Was kann man gegen die Zwangsveröffentlichung
der Bilanzen tun? (Ich bin GmbH Chef und Eigentümer, nicht
fremdfinanziert)

Bernd

Will Berghoff

unread,
Mar 17, 2008, 9:17:03 AM3/17/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> Hallo,
>
> was haltet Ihr davon: http://jahresabschluss.blogspot.com/
> Bin ich der einzige Selbstständige, der sich daran stört, dass meine
> internen Finanzdaten jetzt kostenlos & anonym von jeden abgefragt
> werden kann?

Nun, je nach Unternehmensgröße sind die Pflichtdaten ja sehr
eingeschränkt, da muss man eben sparsam mit umgehen.

Dass das ganze eine automatisierte Massendatenspeicherung begünstigt,
ist in der Tat ärgerlich, aber nicht so ärgerlich wie die Penetranz von
Creditreform und Konsorten, die mit bösen Drohbriefen nun die Daten
abpressen, die nicht veröffentlicht werden müssen.

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 17, 2008, 9:28:32 AM3/17/08
to
Hallo Bernd,

bglo...@googlemail.com schrieb:
^^^^^^^^^
es wäre nett, wenn Du hier Deinen Namen im Klartext eintragen könntest.

> was haltet Ihr davon: http://jahresabschluss.blogspot.com/

Ich lach mich tot: die Firma SoftGuide hat den Mißstand aufgedeckt, daß man
beim Bundesanzeiger die Unternehmensbilanzen abrufen kann. Das ist nun
wirklich unerwartet. Und der vorgeschlagene Schutz per Captcha ein Witz.
Sowas ist nützlich, um Spam zu vermeiden. Wenn aber jemand eine Datenbank
aufbauen will, und dafür für jedes Unternehmen (das wäre wohl der
Extremfall, wenn man nicht nur jede Suchabfrage nimmt) ein Captcha eingeben
soll, dann läßt er das eben in Asien machen. Die Zahl der Unternehmen ist
ja endlich.

> Bin ich der einzige Selbstständige, der sich daran stört, dass meine
> internen Finanzdaten jetzt kostenlos & anonym von jeden abgefragt
> werden kann?

Kaum. Aber das Gesetz sieht das nunmal so vor.

> Das meine Geschäftspartner meine Bilanzen so leicht einsehen können -
> dagegen kann ich wohl nichts machen :-(

Dafür kannst Du ja auch deren Bilanzen einsehen. Was ich persönlich
durchaus nützlich finde.

> Aber mein Nachbar oder Schwiegermutter?

Das hängt dann von der Bilanz ab. ;-)

> Oder mein "Mitbewerber"? Und
> was ist mit Spammern, die nun die Finanzdaten aller deutschen GmbHs
> computergesteuert abfragen können und "zielgerichtete" email an mich
> senden können bzw. dieses Datenjuwel für viel Geld weiterverkaufen
> können?

Dann müssen die Dir nicht mehr soviele ungerichtete E-Mails schicken.
Welches Unternehmen kauft schon Verlängerungen für Körperteile. Nein, im
Ernst: welche marketingtechnisch interessanten Fakten lassen sich denn da
herauslesen, außer ob der Laden kurz vorm Ende ist?

> Offizelle Seiten raten mir schon zur Limited - ich würde aber gern
> deutscher Unternehmer bleiben...

Mußt Du die dann nicht veröffentlichen?

> Kein Land der Welt macht das so wie Deutschland ab 1.1.2008. Ich
> glaube, weltweit ist eine kleine Gebühr von 1-20 Euro üblich (wenn so
> eine Abrage überhaupt möglich ist, siehe USA). Das würde Spammer und
> die meisten Neugierigen abschrecken, denke ich.

Sicherlich. Aber sind die wirklich ein Problem?

> Was ist Eure Meinung? Was kann man gegen die Zwangsveröffentlichung
> der Bilanzen tun? (Ich bin GmbH Chef und Eigentümer, nicht
> fremdfinanziert)

Die Zwangsveröffentlichung der Bilanzen gibt's ja nun schon länger. Nur hat
sich kaum jemand daran gehalten. Das ist sicherlich mit ein Grund gewesen,
das jetzt soweit wie möglich zu automatisieren.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Martin Hentrich

unread,
Mar 17, 2008, 9:51:29 AM3/17/08
to
On Mon, 17 Mar 2008 06:05:58 -0700 (PDT), bglo...@googlemail.com
wrote:

>Bin ich der einzige Selbstständige, der sich daran stört, dass meine
>internen Finanzdaten jetzt kostenlos & anonym von jeden abgefragt
>werden kann?

Das dürften wohl nicht *deine* Daten sein, sondern die *deiner* GmbH.
Außerdem sind diese Daten nicht intern, sondern
veröffentlichungspflichtig. Lediglich durch die modernen Möglichkeiten
des Internets ist die Zugänglichkeit sehr einfach geworden.

Martin

--
"Allen ist das Denken erlaubt, doch vielen bleibt es erspart."
- Curt Goetz -

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 10:48:15 AM3/17/08
to
> Dass das ganze eine automatisierte Massendatenspeicherung begünstigt,
> ist in der Tat ärgerlich, aber nicht so ärgerlich wie die Penetranz von
> Creditreform und Konsorten, die mit bösen Drohbriefen nun die Daten
> abpressen, die nicht veröffentlicht werden müssen.

Creditreform dürfte bei weitem nicht so viele Daten je Unternehmen
haben, wie jetzt öffentlich sind (bzw. in den kommenden Monaten noch
veröffentlich werden).

Rainer Dahnke

unread,
Mar 17, 2008, 10:54:41 AM3/17/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> Creditreform dürfte bei weitem nicht so viele Daten je Unternehmen
> haben, wie jetzt öffentlich sind (bzw. in den kommenden Monaten noch
> veröffentlich werden).

Aber hallo.

Die haben so sensible Daten, dass die gewisse Informationen nur
mündlich am Telefon herausrücken.

Das was die in der Datenbank haben bewegt sich wenn überhaupt
am äußeren Rande der Legalität.

Grüße
Rainer

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 11:01:38 AM3/17/08
to
> es wäre nett, wenn Du hier Deinen Namen im Klartext eintragen könntest.

Schon passwirt.

> Und der vorgeschlagene Schutz per Captcha ein Witz.
> Sowas ist nützlich, um Spam zu vermeiden. Wenn aber jemand eine Datenbank
> aufbauen will, und dafür für jedes Unternehmen (das wäre wohl der
> Extremfall, wenn man nicht nur jede Suchabfrage nimmt) ein Captcha eingeben
> soll, dann läßt er das eben in Asien machen. Die Zahl der Unternehmen ist
> ja endlich.

1 Euro Gebühr je Abfrage wäre für jeden Spammer zu teuer.

> Kaum. Aber das Gesetz sieht das nunmal so vor.

Es war aber immer die Rede von einer kleinen Gebühr - ohne Gebühr,
also kostenlos & anonym ergeben sich ganz andere
Mißbrauchmöglichkeiten.


> > Das meine Geschäftspartner meine Bilanzen so leicht einsehen können -
> > dagegen kann ich wohl nichts machen :-(
>
> Dafür kannst Du ja auch deren Bilanzen einsehen. Was ich persönlich
> durchaus nützlich finde.

Sicherlich finde ich das auch nützlich - auch würde ich es sehr
nützlich finden die Bankguthaben beliebiger "natürlicher" Personen
einzusehen ;-)
Aber in Ordnung finde ich das nicht.

> > Oder mein "Mitbewerber"? Und
> > was ist mit Spammern, die nun die Finanzdaten aller deutschen GmbHs

> Ernst: welche marketingtechnisch interessanten Fakten lassen sich denn da
> herauslesen, außer ob der Laden kurz vorm Ende ist?

Siehe http://jahresabschluss.blogspot.com/ ganz unten - nur ein paar
Ideen von mir - OpenSource für Betrüger ;-). Auch wenn ich nicht
verstehe, wieso manche Leute/Firmen für irgendwelche Datenbestände
viel Geld bezahlen - der Markt ist da (Telefonmarketing, Zeitungsabo-
Drückerkolonen usw).

> > Das würde Spammer und
> > die meisten Neugierigen abschrecken, denke ich.
>
> Sicherlich. Aber sind die wirklich ein Problem?

Aber Schwiegermutter bzw. der Mitbewerber könnten ein Problem
werden ;-)

Gruß
Bernd

Lutz Schulze

unread,
Mar 17, 2008, 11:05:56 AM3/17/08
to
Am Mon, 17 Mar 2008 07:48:15 -0700 (PDT) schrieb bglo...@googlemail.com:

> Creditreform dürfte bei weitem nicht so viele Daten je Unternehmen
> haben, wie jetzt öffentlich sind (bzw. in den kommenden Monaten noch
> veröffentlich werden).

Wenn ich im Bundesanzeiger nach meinem überschaubaren Heimatort suche finde
ich dort weder die Daten aller hiesigen GmbH und bei den vorhandenen
Unternehmen auch nur in den wenigsten Fällen über eine einfache Bilanz
hinausgehende Daten.

Ausserdem ist alles was ich fand mindestens ein Jahr alt.

Lutz

--
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bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 11:13:53 AM3/17/08
to
> >Bin ich der einzige Selbstständige, der sich daran stört, dass meine
> >internen Finanzdaten jetzt kostenlos & anonym von jeden abgefragt
> >werden kann?
>
> Das dürften wohl nicht *deine* Daten sein, sondern die *deiner* GmbH.

Das Geld meiner GmbH ist direkt auch mein Geld. (Okay, theoretisch
liegt noch die Ausschüttung bzw. Gehalt dazwischen ;-)

> Außerdem sind diese Daten nicht intern, sondern
> veröffentlichungspflichtig. Lediglich durch die modernen Möglichkeiten
> des Internets ist die Zugänglichkeit sehr einfach geworden.

Wie schon gesagt, gegen eine Veröffentlichung habe ich nichts - nur
nicht gegen eine kostenlose & anonyme, die zum Mißbrauch einlädt. Aber
vielleicht muß das Kind erstmal in den Brunnen fallen.

Bernd

BTW: Damit jede GmbH ihre Finanzdaten veröffentlichen "darf", muss sie
50 Euro dem (nicht-staatlichen!) DuMont Schauberg Verlag bezahlen. 50 EURO
x 100.000 GmbHs = 5 Mil. EURO jedes Jahr - wieso bin ich nicht auf diese
Geschäftsidee gekommen?

Rainer Dahnke

unread,
Mar 17, 2008, 11:33:47 AM3/17/08
to
Lutz Schulze schrieb:

>
> Ausserdem ist alles was ich fand mindestens ein Jahr alt.
>

Wer hat denn auch schon im März den 07er Abschluss
fertig? So schnell ist doch niemand. *G*

Grüße
Rainer

Rainer Dahnke

unread,
Mar 17, 2008, 11:36:04 AM3/17/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> BTW: Damit jede GmbH ihre Finanzdaten veröffentlichen "darf", muss sie
> 50 Euro dem (nicht-staatlichen!) DuMont Schauberg Verlag bezahlen. 50 EURO
> x 100.000 GmbHs = 5 Mil. EURO jedes Jahr - wieso bin ich nicht auf diese
> Geschäftsidee gekommen?

... und wieso habe ich nicht so ein YouTube Script geschrieben?
Dann hätte ich jetzt ein paar Milliarden EUR. *g*

Grüße
Rainer

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 11:36:25 AM3/17/08
to
> Wenn ich im Bundesanzeiger nach meinem überschaubaren Heimatort suche finde
> ich dort weder die Daten aller hiesigen GmbH und bei den vorhandenen
> Unternehmen auch nur in den wenigsten Fällen über eine einfache Bilanz
> hinausgehende Daten.
>
> Ausserdem ist alles was ich fand mindestens ein Jahr alt.

Die wenigsten haben ihre Daten bereits übermittelt. Ich denke, die
meisten Firmen wissen es nicht, oder warten erstmal ab, ob alles
wirklich so kommt wie geplant ist.

Bernd

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 11:41:54 AM3/17/08
to
On Mar 17, 3:54 pm, Rainer Dahnke <wo...@dahnke.com> wrote:
> bglock...@googlemail.com schrieb:

>
> > Creditreform dürfte bei weitem nicht so viele Daten je Unternehmen
> > haben, wie jetzt öffentlich sind (bzw. in den kommenden Monaten noch
> > veröffentlich werden).
>
> Die haben so sensible Daten, dass die gewisse Informationen nur
> mündlich am Telefon herausrücken.
>
> Das was die in der Datenbank haben bewegt sich wenn überhaupt
> am äußeren Rande der Legalität.

Der DuMont Verlag hat aber bald vollständigige Bilanzdaten alle
deutschen GmbHs. Also auch von vielen Firmen, die bisher noch nie
Kredite aufgenommen haben oder Rechnungen nicht bezahlt haben. Ich
werde mal versuchen, eine Selbstauskunft über meine Firma bei
Creditreform einzuholen. Ich poste dann mal ein persönlicher Vergleich
zw. Creditreform und DuMont, okay?

Bernd

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 11:51:33 AM3/17/08
to
On Mar 17, 4:36 pm, Rainer Dahnke <wo...@dahnke.com> wrote:
> bglock...@googlemail.com schrieb:

Naja, der Unterschied ist der, dass YouTube nicht ein staatliches
Monopol hat ;-)

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 17, 2008, 12:05:33 PM3/17/08
to
Hallo Bernd,

bglo...@googlemail.com schrieb:

> Die wenigsten haben ihre Daten bereits übermittelt. Ich denke, die
> meisten Firmen wissen es nicht, oder warten erstmal ab, ob alles
> wirklich so kommt wie geplant ist.

Oder bis sie kostenpflichtig daran erinnert werden. Zumindest eine halbe
Million Jahresabschlüsse sind schon hinterlegt. Nach einem Bericht, den ich
auf die Schnelle beim StaBA gefunden habe, gab es 2004 566414
Kapitalgesellschaften. Von 'die wenigsten' kann also kaum die Rede sein,
selbst wenn es inzwischen vielleicht ein paar mehr sind.

Lutz Schulze

unread,
Mar 17, 2008, 12:13:54 PM3/17/08
to
Am Mon, 17 Mar 2008 16:33:47 +0100 schrieb Rainer Dahnke:

>> Ausserdem ist alles was ich fand mindestens ein Jahr alt.
>>
>
> Wer hat denn auch schon im März den 07er Abschluss
> fertig? So schnell ist doch niemand. *G*

Klar, aber so schnell wie sich gerade in diesen Tagen Geschäftszahlen auch
großer Unternehmen ändern ist die Information wie es vor einem Jahr aussah
nicht unbedingt sonderlich aussagekräftig für die aktuelle Situation.

Message has been deleted

Martin Hentrich

unread,
Mar 17, 2008, 1:31:47 PM3/17/08
to
On Mon, 17 Mar 2008 08:13:53 -0700 (PDT), bglo...@googlemail.com
wrote:

>BTW: Damit jede GmbH ihre Finanzdaten veröffentlichen "darf", muss sie
>50 Euro dem (nicht-staatlichen!) DuMont Schauberg Verlag bezahlen. 50 EURO
>x 100.000 GmbHs = 5 Mil. EURO jedes Jahr - wieso bin ich nicht auf diese
>Geschäftsidee gekommen?

Gehört denen der Verlag:
Bundesanzeiger Verlagsges. mbH
Wo steht das denn?

Und wenn du so am detektieren bist, dann schau doch mal nach den
Bilanzen der "Bundesanzeiger Verlagsges. mbH". Das sind die, die dir 5
Mio Euronen kassieren.

Also Probe aufs Exempel von einem Betroffenen.

Herausgeber des elektronischen Bundesanzeigers ist übrigens das
Bundesministerium der Justiz.

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 1:32:47 PM3/17/08
to
> Meine Selbstauskunft ergab, dass sie eine frei erfundene Bilanz von mir
> (Gewerbe / Einzelunternehmen ohne besondere Rechtsform) speichern.
> Ebenso haben sie eine frei erfundene Bankverbindung ("Sparkasse
> naechstgroesserer Ort") und Telefonnummer hinterlegt.

Na bald hat CR die richtigen Daten vom DuMont Verlag
(ebundesanzeiger) ;-)

Bernd

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 1:42:26 PM3/17/08
to
> Oder bis sie kostenpflichtig daran erinnert werden. Zumindest eine halbe
> Million Jahresabschlüsse sind schon hinterlegt. Nach einem Bericht, den ich
> auf die Schnelle beim StaBA gefunden habe, gab es 2004 566414
> Kapitalgesellschaften. Von 'die wenigsten' kann also kaum die Rede sein,
> selbst wenn es inzwischen vielleicht ein paar mehr sind.

Stimmt (auch wenn die halbe Million Jahresabschlüsse sich sicherlich
über mehrere Jahre verteilen). Dennoch hat Lutz sicherlich nicht
unrecht. Sicherlich übermitteln die jeweiligen Steuerberater bzw.
DATEV-Software die Daten automatisch an ebundesanzeiger.

Bernd

Will Berghoff

unread,
Mar 17, 2008, 1:47:46 PM3/17/08
to
Rainer Dahnke schrieb:

>> Ausserdem ist alles was ich fand mindestens ein Jahr alt.
>>
>
> Wer hat denn auch schon im März den 07er Abschluss
> fertig? So schnell ist doch niemand. *G*

Größere Unternehmen müssen den 07er bis 30.4.08 publizieren.

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 17, 2008, 1:52:19 PM3/17/08
to
Hallo Bernd,

bglo...@googlemail.com schrieb:
^^^^^^^^^
ändere das doch noch.

>> Oder bis sie kostenpflichtig daran erinnert werden. Zumindest eine halbe
>> Million Jahresabschlüsse sind schon hinterlegt. Nach einem Bericht, den ich
>> auf die Schnelle beim StaBA gefunden habe, gab es 2004 566414
>> Kapitalgesellschaften. Von 'die wenigsten' kann also kaum die Rede sein,
>> selbst wenn es inzwischen vielleicht ein paar mehr sind.
>
> Stimmt (auch wenn die halbe Million Jahresabschlüsse sich sicherlich
> über mehrere Jahre verteilen).

Letzteres ist unwahrscheinlich. Eben weil die Unternehmen sich vor der
Veröffentlichung drücken und unveröffentliche Abschlüsse vor 2006 eben
nicht wirksam sanktioniert wurden. Gibt man in der Suche nach Anhang (daher
meine Zahl) noch zusätzlich 31.12.2006 ein, bleiben noch 495000. Klar, da
mögen einzelne dabei sein, bei denen das das Vorjahresdatum ist.
Vielleicht. Aber nur einzelne.

> Dennoch hat Lutz sicherlich nicht
> unrecht. Sicherlich übermitteln die jeweiligen Steuerberater bzw.
> DATEV-Software die Daten automatisch an ebundesanzeiger.

Keine Ahnung, ob die das macht. Und dabei gleich geeignet zusammenfaßt und
kürzt. Aber sicherlich tut sie das nicht ohne expliziten Auftrag des
Steuerberaters. Und der nicht ohne einen solchen des Mandanten.

Eric Lorenz

unread,
Mar 17, 2008, 2:16:33 PM3/17/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

>
> Stimmt (auch wenn die halbe Million Jahresabschlüsse sich sicherlich
> über mehrere Jahre verteilen). Dennoch hat Lutz sicherlich nicht
> unrecht. Sicherlich übermitteln die jeweiligen Steuerberater bzw.
> DATEV-Software die Daten automatisch an ebundesanzeiger.
>

Nein, die Offenlegung muss extra beauftragt (und bezahlt) werden. Es
kann dann mit Hilfe der Datev übermittelt werden.

Eric

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 17, 2008, 2:58:54 PM3/17/08
to
> >BTW: Damit jede GmbH ihre Finanzdaten veröffentlichen "darf", muss sie
> >50 Euro dem (nicht-staatlichen!) DuMont Schauberg Verlag bezahlen. 50 EURO
> >x 100.000 GmbHs = 5 Mil. EURO jedes Jahr - wieso bin ich nicht auf diese
> >Geschäftsidee gekommen?
>
> Gehört denen der Verlag:
> Bundesanzeiger Verlagsges. mbH
> Wo steht das denn?

Schwierig zu finden, aber man vergleiche nur die Adressen. Sowohl
"Bundesanzeiger Verlagsges.mbH" als auch DuMont Schauberg sind hier
sesshaft:
Amsterdamer Str. 1 92 · 50735 Köln

Hier ein ungeprüftes Zitat:
http://groups.google.de/group/de.etc.beruf.selbstaendig/browse_thread/thread/3dcfd98c881f081a/6b0eab25c33f0ad8?
"Der Verlag gehört übrigens zu 100% dem Verlag M. DuMont Schauberg,
der 2006
rückwirkend zum 1.1. 67,55% von zwei Alteigentümern, nämlich der BR
Deutschland und der Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen,
übernommen hat. Ich nehme an, dass die Zwangsveröffentlichungen der
Jahresabschlüsse satte Erträge liefern werden. Und da diese privat
vereinnahmt werden, bleibt zu hoffen, dass die Preise ab nächstem Jahr
nach
unten korrigiert werden, da ein privat Begünstigter eines nicht
umgehbaren
Monopols (!) kein Recht auf die eigene, unbegründete Preisfestsetzung
haben
dürfte (Regulierungsbehörde?). Für das erste Jahr sei noch die
Errichtung
der elektronischen Plattform damit begründet. "


> Und wenn du so am detektieren bist, dann schau doch mal nach den
> Bilanzen der "Bundesanzeiger Verlagsges. mbH". Das sind die, die dir 5
> Mio Euronen kassieren.

Bundesanzeiger Verlagsges.mbH
Umsatzerlöse 112.324.442,96 EURO
Wertpapiere des Anlagevermögens 31.548.248,52 EURO
Bilanzgewinn 18.676.003,24 EURO

> Herausgeber des elektronischen Bundesanzeigers ist übrigens das
> Bundesministerium der Justiz.

Besser gesagt der Auftraggeber/Verantwortlicher, oder?

Bernd

Will Berghoff

unread,
Mar 17, 2008, 3:28:59 PM3/17/08
to
Eric Lorenz schrieb:

Und diese Leistung des StB hat freche Preise - obwohl man das als
"kleiner Unternehmer" (und da kann man noch recht groß für sein) mit
der XML-Eingabemöglichkeit in 5 Minuten selbst erledigen kann.

Hier zeigt sich wieder mal die Habgier der Steuerberater - und die
lassen sowas eh von der Aushilfe, Auszubildenen oder vom Sub machen.

Message has been deleted

Eric Lorenz

unread,
Mar 17, 2008, 5:31:52 PM3/17/08
to
Will Berghoff schrieb:
Hi!

> Und diese Leistung des StB hat freche Preise - obwohl man das als
> "kleiner Unternehmer" (und da kann man noch recht groß für sein) mit
> der XML-Eingabemöglichkeit in 5 Minuten selbst erledigen kann.
>
> Hier zeigt sich wieder mal die Habgier der Steuerberater - und die
> lassen sowas eh von der Aushilfe, Auszubildenen oder vom Sub machen.

Sorry, aber da muss ich dir widersprechen. So einfach ist diese ganze
Offenlegung nicht. Dabei muss einiges beachten werden. Mal so eben kurz
zwischendurch macht man das nicht. Je nach Größe sitzt man zwischen
1,5-3,5 Stunden an einer Offenlegung. Der einfachste Punkt ist noch die
Änderung der Zuordnungstabelle. Aber der Anhang muss auch entsprechend
durchgesehen und angepaßt werden.

Die Preisspanne der Berater liegt so zwischen 60 und 400 Euro. Wir lagen
so um die 120 bis 150 Euro. Darin muss man noch die DATEV-Gebühren
sehen. Die Übertragung durch DATEV kostet zwischen 7 und 14 Euro.

Zu teuer das ganze? Sehe ich nicht so. Auch darf man nicht vergessen:
Wozu ist die Offenlegung gedacht? Nicht um irgendwelche Unternehmen zu
ärgern!

Eric

Will Berghoff

unread,
Mar 17, 2008, 5:39:36 PM3/17/08
to
Eric Lorenz schrieb:

> Die Preisspanne der Berater liegt so zwischen 60 und 400 Euro. Wir lagen
> so um die 120 bis 150 Euro. Darin muss man noch die DATEV-Gebühren
> sehen. Die Übertragung durch DATEV kostet zwischen 7 und 14 Euro.
>
> Zu teuer das ganze? Sehe ich nicht so.

Wie ich schon sagte - bei kleinsten Unternehmen kein wirkliches Problem.
Ich brauchte für meine 2 Fälle 35 Minuten mit Anhang. Und das auch nur,
weil den Zugang das erste Mal nutze.

> Auch darf man nicht vergessen:
> Wozu ist die Offenlegung gedacht? Nicht um irgendwelche Unternehmen zu
> ärgern!

Wozu sonst?

Die üblen Firmen geben soviel Geld für Täuschen und Tarnen aus, dass es
nichts nützt - und die anderen zeigen nur den Amis und Chinesen, wie es
ihnen geht.

Unsere Regierungen sind Weicheier und vollkommen ahnungslos, was
Weltwirtschaft angeht - lauter Lehrer und Juristen. Wir servieren denen
alles auf dem Tablett und bedanken uns noch freundlich für die Ausbeutung.

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 18, 2008, 3:23:16 AM3/18/08
to
> Die üblen Firmen geben soviel Geld für Täuschen und Tarnen aus, dass es
> nichts nützt - und die anderen zeigen nur den Amis und Chinesen, wie es
> ihnen geht.
>
> Unsere Regierungen sind Weicheier und vollkommen ahnungslos, was
> Weltwirtschaft angeht - lauter Lehrer und Juristen. Wir servieren denen
> alles auf dem Tablett und bedanken uns noch freundlich für die Ausbeutung.

Genauso sehe ich das auch!
Hier steht, was man gegen die Zwangsoffenlegung der Bilanz tun kann:
http://jahresabschluss.blogspot.com/2008/02/was-kann-ich-gegen-die-verffentlichung.html

Oder hier anrufen und auf Eure Sicht der Dinge hinweisen:
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das
Bundesministerium der Justiz haben eine Telefon-Hotline unter 01805
615 003 geschaltet, bei der sich Unternehmen zu Fragen rund um das
Thema Offenlegung von Jahresabschlüssen informieren können.

Harald Maedl

unread,
Mar 19, 2008, 11:40:31 AM3/19/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> Was ist Eure Meinung? Was kann man gegen die Zwangsveröffentlichung
> der Bilanzen tun? (Ich bin GmbH Chef und Eigentümer, nicht
> fremdfinanziert)

Mach eine GmbH & CoKG aus deinem Laden und schon Schluß mit der
Veröffentlichung. Ein guter Steuerberater wäre wohl hilfreich.

--
Grüße
Harald

Mark Obrembalski

unread,
Mar 19, 2008, 11:58:15 AM3/19/08
to
Harald Maedl wrote:

> bglo...@googlemail.com schrieb:
>
>> Was ist Eure Meinung? Was kann man gegen die Zwangsveröffentlichung
>> der Bilanzen tun? (Ich bin GmbH Chef und Eigentümer, nicht
>> fremdfinanziert)
>
> Mach eine GmbH & CoKG aus deinem Laden und schon Schluß mit der
> Veröffentlichung.

Nein, § 264a I HGB.

Gruß,
Mark

--
Wolle man die vom Kläger für angemessen erachteten Sicherheits-
maßstäbe anlegen, könne der Reiseveranstalter seiner Verkehrs-
sicherungspflicht nur genügen, wenn er seine Gäste in Gummizellen
unterbrächte (...) (AG München, Pressemitteilung)

Eric Lorenz

unread,
Mar 19, 2008, 12:23:23 PM3/19/08
to
On 19 Mrz., 16:40, Harald Maedl <harald.ma...@gmx.de> wrote:
> bglock...@googlemail.com schrieb:

Hmm, dann frage ihn erstmal, wie das denn die Offenlegung bei einer
GmbH & Co. KG ist...

Oder hat er etwa den Rat gegeben?

Eric

hns

unread,
Mar 19, 2008, 2:01:08 PM3/19/08
to
On 17 Mrz., 14:05, bglock...@googlemail.com wrote:
> was haltet Ihr davon:http://jahresabschluss.blogspot.com/

> Bin ich der einzige Selbstständige, der sich daran stört, dass meine
> internen Finanzdaten jetzt kostenlos & anonym von jeden abgefragt
> werden kann?

> Was ist Eure Meinung? Was kann man gegen die Zwangsveröffentlichung


> der Bilanzen tun? (Ich bin GmbH Chef und Eigentümer, nicht
> fremdfinanziert)

Ich bin zwar weder Buchhalter noch Steuerfachmann, aber ich lese die
Veröfentlichungspflichten so, dass man bis ca. 4 Mio Bilanzsumme und
8 Mio Umsatz bzw. bis 50 Mitarbeiter "nur" die Bilanz veröffentlichen
muß.
Also keine G&V oder sonsigen "internen Finanzdaten". Sondern nur eine
Art "Vermögensbewertung".

Vielleich kann uns ein Spezialist mal aufklären was man aus einer
einfachen GmbH-Bilanz
(http://de.wikipedia.org/wiki/
Bilanz#Deutschland:_Bilanzgliederung_nach_.C2.A7.C2.A0266.C2.A0HGB)
mehr ablesen kann als: ob das Eigenkapital aufgebraucht ist, ob viel
Ware
im Lager liegt oder ob es weitere Kreditgeber gibt. Also ob es sich
lohnt
eine Mahnung zu schicken oder ob es sowieso zu spät ist.

Was man m.E. eben nicht ablesen kann:
* Umsatz (außer der Größenordnung)
* wer die Kunden sind, wo sie sitzen
* Handelsspanne
* Gewinn
* Höhe der Betriebsausgaben
* Spenden
* Marketingplan
* neue Produkte
* Lieferanten
* Betriebsgeheimnisse
* Schummeleien
* ...

Das Thema ist m.E. erst ab den o.g. Grenzen relevant wo man mehr
veröffentlichen muß, also für Selbständige eher selten.

Schlecht finde ich dass es wohl mind. 50 EUR kostet das zu
veröffentlichen, aber kostenlos abrufbar ist. Da man i.d.R. davon
ausgehen sollte, dass auch der Nutzniesser darin einen Wert sieht,
sollte er an den Kosten beteiligt werden. Nach dem Prinzip: wer eine
Leistung haben will, muß dafür zahlen.

Nikolaus Schaller

Harald Maedl

unread,
Mar 19, 2008, 3:41:17 PM3/19/08
to
Mark Obrembalski schrieb:

> Harald Maedl wrote:
>
>> bglo...@googlemail.com schrieb:
>>
>>> Was ist Eure Meinung? Was kann man gegen die Zwangsveröffentlichung
>>> der Bilanzen tun? (Ich bin GmbH Chef und Eigentümer, nicht
>>> fremdfinanziert)
>>
>> Mach eine GmbH & CoKG aus deinem Laden und schon Schluß mit der
>> Veröffentlichung.
> Nein, § 264a I HGB.

Ja schon, aber afair ist eine Veröffentlichung nicht notwendig, wenn
ein weiterer persönlich haftender Komplementär vorhanden ist. Das ist
imho die einzige Ausnahme, die das Gesetz zuläßt.

--
Grüße
Harald

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 19, 2008, 4:17:20 PM3/19/08
to
Hallo Harald,

Harald Maedl schrieb:

[GmbH & CoKG]


> Ja schon, aber afair ist eine Veröffentlichung nicht notwendig, wenn
> ein weiterer persönlich haftender Komplementär vorhanden ist. Das ist
> imho die einzige Ausnahme, die das Gesetz zuläßt.

Wobei man sich dann fragen kann, welchen Sinn die GmbH als Vollhafter dann
noch hat.

Harald Maedl

unread,
Mar 19, 2008, 5:50:21 PM3/19/08
to
Martin Schoenbeck schrieb:

> Hallo Harald,
>
> Harald Maedl schrieb:
>
> [GmbH & CoKG]
>> Ja schon, aber afair ist eine Veröffentlichung nicht notwendig, wenn
>> ein weiterer persönlich haftender Komplementär vorhanden ist. Das ist
>> imho die einzige Ausnahme, die das Gesetz zuläßt.
> Wobei man sich dann fragen kann, welchen Sinn die GmbH als Vollhafter
> dann noch hat.

Also mir wurde vor kurzem mal gesagt, das man das mit einer geschickten
Konstruktion hinbekommen kann. Man kann das irgendwie miteinander
verschachteln, was aber den Nachteil einer intensiven Buchführung haben
soll, da für jede Gesellschaft eine eigene Bilanz erstellt werden muss.
Andererseits spielen sicherlich auch noch ganz andere Gründe eine
Rolle, um eine Gesellschaft umzugestalten, z.B Erbschaftsrecht etc. Wie
es den Anschein hat, legt die Politik Nachfolgeunternehmern ein
vollkommenm indiskutables faules Ei ins Nest, wenn Erbschaftssteuer z.T
erlassen werden soll. Wenn das so weitergeht, werden Unternehmer den
Firmensitz wohl fleißig ins Ausland verlegen. Man wird ja förmlich aus
dem Land gejagt.

--
Grüße
Harald

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 20, 2008, 8:11:41 AM3/20/08
to
Hallo Nikolaus,

> "nur" die Bilanz veröffentlichen muß.

> Das Thema ist m.E. erst ab den o.g. Grenzen relevant wo man mehr
> veröffentlichen muß, also für Selbständige eher selten.

Also ich als Eigentümer und Geschaftsführer einer GmbH finde es schon
hart, die Hosen runter zu lassen. Gerdae im Vergleich mit den
Vorjahresdaten erkennt man leicht, ob es bergrunter geht oder nicht.
Und anhand der Bilanz läßt sich schon gut abschätzen, ob es eine
kleine Klitsche ist oder ob sich in dieser Marktlücke gutes Geld
verdienen läßt (also öffentliche, legale, nicht nachweisbare, anonyme
und kostenlose Wirtschaftsspionage). Und meine Kumpels, Verwandten,
Nachbarn, und Schwiegermutter (die wissen, dass ich Selbstständiger
bin) hat doch gar nicht zu interessieren, ob es letztes Jahr schlecht
lief oder nicht. Und mein Konkurrent schnappt mir jetzt die Aufträge
weg, weil er der Stadtverwaltung oder Auftraggeberfirma klarmacht,
dass er größer sei und nur er das Projekt durch ziehen kann.
Und wenn es irgendwann einmal dazu kommt, dass jeder erstmal im
ebundesanzeiger kostenlos nachschaut, ob Firma Dachdeckerfirma A oder
B bzw. IT-Dienstleister X oder Y eine "schönere" Bilanz hat, dann
ziehen die kleineren Firmen immer den kürzeren.

> Schlecht finde ich dass es wohl mind. 50 EUR kostet das zu
> veröffentlichen, aber kostenlos abrufbar ist. Da man i.d.R. davon
> ausgehen sollte, dass auch der Nutzniesser darin einen Wert sieht,
> sollte er an den Kosten beteiligt werden. Nach dem Prinzip: wer eine
> Leistung haben will, muß dafür zahlen.

Genau! IMHO die Lösung des Problems. Bezahlung beim Abrufen der Infos
hebt die Hemmschwelle für Neugierige und verhindert automatische
Abfragen (zB durch Spammer oder CretidReform).

Bernd

Heinrich Butschal

unread,
Mar 20, 2008, 4:26:01 PM3/20/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:
....

> Und anhand der Bilanz läßt sich schon gut abschätzen, ob es eine
> kleine Klitsche ist oder ob sich in dieser Marktlücke gutes Geld
> verdienen läßt ...

Stimmt, leider kann man nicht alle Daten kostenlos einsehen, für die
Einsichtnahme in die Satzungen und Satzungsänderungen sowie Eigentümerliste
muss man immer noch Gebühren entrichten.

So ein öffentliches Register war mir schon vor 25 Jahren eine sinnvolle Hilfe
wenn ich dubiose Aussagen von Geschäftsführern überprüfen wollte. Nur musste
man sich damals noch selbst aufs Registergericht bemühen um kostenlos Einsicht
zu bekommen. Dann aber in alle Unterlagen.


Mit freundlichem Gruß,
Heinrich Butschal
--
Schmuck Gutachter und Schmuckverkauf http://www.butschal.de
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Thomas Hochstein

unread,
Mar 23, 2008, 8:13:36 PM3/23/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> was haltet Ihr davon: http://jahresabschluss.blogspot.com/

Mir ist die Logik noch nicht ganz schlüssig.

Jeder kann die Jahresabschlüsse aller Unternehmen auf den Webseiten
des Elektronischen Bundesanzeigers ansehen und auch nach
Unternehmensnamen suchen - das ist so gedacht und vorgesehen.

Das "Problem" soll jetzt sein, daß diese Daten nicht gegen
elektronisches Auslesen durch massenhafte Abfragen gesichert sind, mit
der Folge, daß man sie abfragen kann (was man sowieso kann), und daß
man diese Daten dann wieder online stellen kann, so daß jeder sie
abfragen kann (was er ohnehin kann).

Zu Ende gedacht erscheint mir diese Darstellung nicht.

-thh

Rainer Dahnke

unread,
Mar 23, 2008, 8:54:16 PM3/23/08
to
Thomas Hochstein schrieb:

>
> Das "Problem" soll jetzt sein, daß diese Daten nicht gegen
> elektronisches Auslesen durch massenhafte Abfragen gesichert sind, mit
> der Folge, daß man sie abfragen kann (was man sowieso kann), und daß
> man diese Daten dann wieder online stellen kann, so daß jeder sie
> abfragen kann (was er ohnehin kann).
>
> Zu Ende gedacht erscheint mir diese Darstellung nicht.

Das ist eine Endlosschleife, warum soll man nicht gegen
eine Endlosschleife sein?

Es ist ja auch egal wogegen man ist, Hauptsache man ist
gegen irgendwas.

Grüße
Rainer

Bodo Rzany

unread,
Mar 24, 2008, 11:25:49 AM3/24/08
to

Grybl... Natürlich gibt es wohl mittlerweile sehr viele arme
Schweine, die mit Gurgel-Klicks ein paar Euronzen verdienen
wollen oder müssen. Auf der anderen Seite gehen mir aber die
vielen 'ic-finder.com', 'alldatasheet' und wie diese diversen
Trittbrettfahrer in meinem Tätigkeitsbereich so alle heißen,
gehörig auf den Keks. Jeden Tag verlängert sich meine Liste
der domains, die mir Gurgel aber garantiert nicht auflisten
soll. Spam von einer Sorte eben...

Ich glaube, ich bin auch ziemlich dagegen. Sorry.

Grüße
Bodo

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 25, 2008, 9:33:51 AM3/25/08
to
> Es ist ja auch egal wogegen man ist, Hauptsache man ist
> gegen irgendwas.

Ja, sicherlich gibt es immer eine Gruppe die sagt so ist es richtig
und eine Gruppe genau andersrum. Ich gehöre zu der Gruppe der
Selbstständigen die eine GmbH gegründet haben, Gesellschafter und
Geschäftsführer bin. Das nun alle anderen sagen: es ist richtig, dass
Eure Finanzdaten so einfach, kostenlos und anonym im Internet abrufbar
sind, ist mir schon klar ;-)
Aber, Rainer und Thomas, ist denn mein Standpunkt so schwierig nach zu
vollziehen? Was würdet Ihr sagen, wenn Ihr Eure Bilanz (oder grobe
Finanzübersicht) im Internet veröffentlichen müsst?

Ich fände es auch cool, wenn ich alle Steuererklärungen von nicht-
selbstständiger Angestellten im Internet abrufen könnte - aber richtig
ist es doch deshalb lange nicht, oder?

Bernd

Lutz Schulze

unread,
Mar 25, 2008, 10:05:44 AM3/25/08
to
Am Tue, 25 Mar 2008 06:33:51 -0700 (PDT) schrieb bglo...@googlemail.com:

> Ja, sicherlich gibt es immer eine Gruppe die sagt so ist es richtig
> und eine Gruppe genau andersrum. Ich gehöre zu der Gruppe der
> Selbstständigen die eine GmbH gegründet haben, Gesellschafter und
> Geschäftsführer bin. Das nun alle anderen sagen: es ist richtig, dass
> Eure Finanzdaten so einfach, kostenlos und anonym im Internet abrufbar
> sind, ist mir schon klar ;-)

Kostenlos müsste es IMHO nicht unbedingt sein, aber bedenke doch einfach
folgendes: als Einzelunternehmer stehst du mit deinem derzeitigen Vermögen
und mit dem was du in den nächsten Jahren erwirbst in der Haftung. Darauf
kann sich eigentlich jeder verlassen.

Durch die GmbH hast du einen Schutz, bevor auf dich durchgegriffen wird.
Verständlich dass Interesse daran besteht, was der Schutz im Fall der Fälle
hergibt. Oder ob der Pfau eben tatsächlich so groß ist wie er sich aufbläst.

> Aber, Rainer und Thomas, ist denn mein Standpunkt so schwierig nach zu
> vollziehen? Was würdet Ihr sagen, wenn Ihr Eure Bilanz (oder grobe
> Finanzübersicht) im Internet veröffentlichen müsst?

'Mist'.



> Ich fände es auch cool, wenn ich alle Steuererklärungen von nicht-
> selbstständiger Angestellten im Internet abrufen könnte - aber richtig
> ist es doch deshalb lange nicht, oder?

In einigen Ländern ist das völlig normal.

Lutz

--
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Martin Hentrich

unread,
Mar 25, 2008, 10:08:25 AM3/25/08
to
On Tue, 25 Mar 2008 06:33:51 -0700 (PDT), bglo...@googlemail.com
wrote:

>Ich fände es auch cool, wenn ich alle Steuererklärungen von nicht-
>selbstständiger Angestellten im Internet abrufen könnte - aber richtig
>ist es doch deshalb lange nicht, oder?

Ja, ein popanz ist immer gut als gegenargument. Argumentiere besser
mit der realität. Und nicht mit fragwürdigen Schwarzmalereien.

Im übrigen müßtest du solche Angst gar nicht haben, wenn du ein
Einzelunternehmer geblieben wärst. Aber das gefiele dir sicher auch
nicht.

Martin

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Föderalismus
im Bildungswesen abgeschafft werden muss!

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 26, 2008, 4:30:01 AM3/26/08
to
> >Ich fände es auch cool, wenn ich alle Steuererklärungen von nicht-
> >selbstständiger Angestellten im Internet abrufen könnte - aber richtig
> >ist es doch deshalb lange nicht, oder?
>
> Ja, ein popanz ist immer gut als gegenargument. Argumentiere besser
> mit der realität. Und nicht mit fragwürdigen Schwarzmalereien.

Ich denke, ich habe schon genug hier argumentiert - nur scheinbar
liest sich das keiner richtig durch ;-)
Und wieso fragwürdigen Schwarzmalereien? Lutz sagt doch, in einigen
Ländern ist das völlig normal!? (An Lutz: In welche?)
Wieso siehst Du das als Schwarmalerei an? Wer nichts zu verbergen hat,
braucht auch die Veröffentlichung/Überwachung nicht zu fürchten, oder
bist Du da anderer Meinung?

> Im übrigen müßtest du solche Angst gar nicht haben, wenn du ein
> Einzelunternehmer geblieben wärst. Aber das gefiele dir sicher auch
> nicht.

Wie schon mehrfach gesagt: Gläubiger, Geschäftspartner und alle mit
denen eine GmbH geschäftlich irgendwie in Beziehung steht können die
Bilanzen ruhig einsehen können (meinetwegen auch die Mitarbeiter und
Gewerkschaften um höhere Löhne durchzusetzten). Aber bitte begründe
mir, wieso meine Mitbewerber (incl. die aus den Ländern - sprich alle
- wo ich diese Finanzdaten nicht so einfach & anonym abfragen kann),
meine Schwiegermutter, meine Kumpels, ein Abmahnanwalt meine
Unternehmensdaten unbedingt einsehen dürfen?
Bitte erkläre es mir!

Bernd

Matthias Hanft

unread,
Mar 26, 2008, 5:04:19 AM3/26/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:
>
[Öffentliche Steuererklärungen]

> Und wieso fragwürdigen Schwarzmalereien? Lutz sagt doch, in einigen
> Ländern ist das völlig normal!? (An Lutz: In welche?)

Bin zwar nicht Lutz, aber in einer dieser Auswandererfernsehserien
haben sie sowas mal erwähnt. Bin ziemlich sicher, daß es Schweden
war (auf jeden Fall was "nordisches").

Gruß Matthias.

Martin Hentrich

unread,
Mar 26, 2008, 5:04:57 AM3/26/08
to
On Wed, 26 Mar 2008 01:30:01 -0700 (PDT), bglo...@googlemail.com
wrote:

>Aber bitte begründe
>mir, wieso meine Mitbewerber (incl. die aus den Ländern - sprich alle
>- wo ich diese Finanzdaten nicht so einfach & anonym abfragen kann),
>meine Schwiegermutter, meine Kumpels, ein Abmahnanwalt meine
>Unternehmensdaten unbedingt einsehen dürfen?
>Bitte erkläre es mir!

das haben dir schon fast alle hier gesagt:
Weil es deutsches Gesetz ist. Basta!

Und weil DU eine GmbH haben wolltest. Du!

Und mit der Schwarzmalerei meine ich, dass du mit Unterstellungen
arbeitest. Deine Kumpels dürfen das, aber wollen die das auch oder tun
die das? Dito Schwiegermutter etc. pp.

Im Übrigen dürfte es auch der Papst. Wär doch ein *tolles*
"Argument"... ;-)

Und es sind nicht deine *Unternehmensdaten*, du weißt das, welche
Daten das sind.

Und nun steck deine Energie nicht ins Greinen. In anderen Ländern sind
noch wesentlich mehr Daten über Unternehmen öffentlich zugänglich.

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 26, 2008, 10:33:18 AM3/26/08
to
Hallo Martin,

> >Aber bitte begründe
> >mir, wieso meine Mitbewerber (incl. die aus den Ländern - sprich alle
> >- wo ich diese Finanzdaten nicht so einfach & anonym abfragen kann),
> >meine Schwiegermutter, meine Kumpels, ein Abmahnanwalt meine
> >Unternehmensdaten unbedingt einsehen dürfen?
> >Bitte erkläre es mir!
>
> das haben dir schon fast alle hier gesagt:
> Weil es deutsches Gesetz ist. Basta!

Kann man deshalb nicht an die Richtigkeit zweifeln (bzw. daran dass
das ganze richtig umgesetzt wurde)?
Die Regierung hat auch die die Streichung der Pendlerpauschale bis zum
21km beschlossen - und dass scehint ja auch nicht ganz richtig zu
sein ;-)

Wie schon mehrfach gesagt: Mit einer kleinen Gebühr je Abfrage der
Bilanzdaten wären alle Probleme behoben (alle anderen Daten sollen
kostenlos bleiben) - so war es bis 2007, und so ist es in allen
anderen Ländern.

> Und weil DU eine GmbH haben wolltest. Du!

Jeder weiß, dass bis 2007 kein unmittelbarer Zwang bestand die
Bilanzen zu veröffentlichen. Und wenn, dann konnte nur ein
Geschäftspartner die Hinterlegung verlangen. Ab 2008 wird man
automatisch abgemahnt, wenn die Daten nicht hinterlegt sind.
Hätte ich früher gewußt wie es sich mit der Veröffentlichungspflicht
entwickelt, hätte ich eine Limited geründet.

> Und mit der Schwarzmalerei meine ich, dass du mit Unterstellungen
> arbeitest. Deine Kumpels dürfen das, aber wollen die das auch oder tun
> die das? Dito Schwiegermutter etc. pp.

Wenn Sie es wissen, klar. Jeder ist neugierig - und erst recht wenn
man sich dadurch wirtschaftliche Vorteile verschaffen kann. Überlege
Dir doch einmal, welche Firmen in Deiner Stadt/Umgebung existieren.
Oder ob Deine alten Schulkameraden eine GmbH haben. Oder Du arbeitest
selber in einer GmbH. Oder Dein Mitbewerber hat eine GmbH. Jetzt sage
mir, dass Du nicht mal gucken willst, wie dort die Finanzen
aussehen!!!

> Im Übrigen dürfte es auch der Papst. Wär doch ein *tolles* "Argument"... ;-)

Es würde mich wenig stören, wenn der Paps (aber auch Frau Merkel)
wissen, wie es meiner Fimra geht oder was ich privat auf dem Konto
haben. Dich doch sicherlich auch, oder?

> Und es sind nicht deine *Unternehmensdaten*, du weißt das, welche
> Daten das sind.

Ich sehe das schon als meine Daten an. Ich allein habe die GmbH
aufgebaut. Und nur mein Geld steckt hier drinne.

> Und nun steck deine Energie nicht ins Greinen.

Du hast recht, aber für eine Sache die man für richtig hält sollte man
sich auch engagieren.

> In anderen Ländern sind noch wesentlich mehr Daten über Unternehmen öffentlich zugänglich.

Bitte Beispiele!!! Mein Seelenfrieden wäre wieder hergestellt, wenn es
die anderen Länder auch so lässig handhaben würden!
(UK, USA definitiv nicht - dort kann man die Bilanzen gar nicht, oder
nur gegen Bezahlung einsehen.)

Bernd

Rainer Dahnke

unread,
Mar 26, 2008, 10:40:17 AM3/26/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> Aber, Rainer und Thomas, ist denn mein Standpunkt so schwierig nach zu
> vollziehen? Was würdet Ihr sagen, wenn Ihr Eure Bilanz (oder grobe
> Finanzübersicht) im Internet veröffentlichen müsst?

Ich verstehe ja immer noch nicht was schlimmes passieren soll,
wenn jemand die Bilanz über das Internet abrufen kann.

In den Fällen wo jemand auf der Webseite als "großes international
tätiges Unternehmen" auftritt, tatsächlich aber die Firmenzentrale
im Wohnklo untergebraucht ist und einen micro-Umsatz generiert ...
... ist es ärgerlich, wenn die Lachnummer sofort erkennbar ist. *g*

Wenn ich aber als das auftrete was ich bin, mich nicht aufplustere
und seriöse Geschäfte mache, dann kann die Bilanz doch auch in der
Bild "Zeitung" abgedruckt werden oder als Postwurfsendung jeden
Haushalt der Republik erreichen. Oder nicht?

Grüße
Rainer

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 26, 2008, 11:13:53 AM3/26/08
to
On 26 Mrz., 15:40, Rainer Dahnke <wo...@dahnke.com> wrote:
> bglock...@googlemail.com schrieb:

>
> > Aber, Rainer und Thomas, ist denn mein Standpunkt so schwierig nach zu
> > vollziehen? Was würdet Ihr sagen, wenn Ihr Eure Bilanz (oder grobe
> > Finanzübersicht) im Internet veröffentlichen müsst?
>
> Ich verstehe ja immer noch nicht was schlimmes passieren soll,
> wenn jemand die Bilanz über das Internet abrufen kann.

Beantworte einfach die Frage, dann fällt es Dir vielleicht auf.
Hast Du eine eigene Firma? Und wenn ja, hast Du Deine Finanzdaten
irgendwo veröffentlicht? Wieso nicht?

> In den Fällen wo jemand auf der Webseite als "großes international
> tätiges Unternehmen" auftritt, tatsächlich aber die Firmenzentrale
> im Wohnklo untergebraucht ist und einen micro-Umsatz generiert ...
> ... ist es ärgerlich, wenn die Lachnummer sofort erkennbar ist. *g*

Also Unternehmen mit großer Bilanzsumme sollen einen Vorteil gegenüber
Unternehmen mit kleiner Bilanzsumme bekommen?
Auch kleine Unternehmen in der Garage können bessere Produkte
herstellen als große - auch wenn sie es jetzt etwas schwieriger haben
könnten.

> Wenn ich aber als das auftrete was ich bin, mich nicht aufplustere
> und seriöse Geschäfte mache, dann kann die Bilanz doch auch in der
> Bild "Zeitung" abgedruckt werden oder als Postwurfsendung jeden
> Haushalt der Republik erreichen. Oder nicht?

Das ist ein ähnliches Argument wie: Wer nichts zu verbergen hat,
braucht auch die Überwachung nicht zu fürchten.
Auf den ersten Blick ist gegen Überwachung nicht zu sagen - im
Gegenteil: sie schafft mehr Sicherheit, führt zu weniger Straftaten
bzw. mehr Straftaten werden aufgedeckt.
Wieso sind bloß so viele Leute dagegen? < hier mal nachdenken, die
Lösung ist wirklich schwierig >

Bernd


Matthias Hanft

unread,
Mar 26, 2008, 11:14:22 AM3/26/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

>
> Hätte ich früher gewußt wie es sich mit der Veröffentlichungspflicht
> entwickelt, hätte ich eine Limited geründet.

Ich bin ziemlich sicher, daß auch eine Ltd. veröffentlichen muß.
(Falls nicht, warum nicht?)

Gruß Matthias.

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 26, 2008, 11:26:05 AM3/26/08
to
> > Hätte ich früher gewußt wie es sich mit der Veröffentlichungspflicht
> > entwickelt, hätte ich eine Limited geründet.
>
> Ich bin ziemlich sicher, daß auch eine Ltd. veröffentlichen muß.
> (Falls nicht, warum nicht?)

Ja, natürlich. Aber man kann die Daten nicht kostenlos und anonym
einsehen. 1 Pfund muß man bezahlen - und das ist richtig. Nicht so wie
in Deutschland!

Martin Hentrich

unread,
Mar 26, 2008, 11:26:27 AM3/26/08
to
On Wed, 26 Mar 2008 16:14:22 +0100, Matthias Hanft <m...@hanft.de>
wrote:

>Ich bin ziemlich sicher, daß auch eine Ltd. veröffentlichen muß.

Sie muß, selbstverständlich in GB.:

http://tinyurl.com/2ojd9s
<zitat>
Anders als bei der deutschen GmbH existieren in Großbritannien
weitreichende Veröffentlichungspflichten. Ein Gläubiger einer Limited
oder sein Anwalt muss nicht besonders intelligent sein, um auf der
Website des Companies House, des zentralen englischen
Handelsregisters, nach kostenloser Online-Registrierung problemlos die
Basisdaten jeder eingetragenen Limited zu finden. Für je ein Pfund
(per Kreditkarte zahlbar) erhält er dort online die eingescannten
Gründungsdokumente und die aktuellen Jahresabschlüsse. Hat die Limited
nur wenige Pfund Stammkapital und weisen die Jahresabschlüsse keine
nennenswerten in der Limited verbleibenden Gewinne aus, dürfte ein
Amtsrichter das als zusätzliches Indiz für die Insolvenz der Limited
werten.
</zitat>

Aber in GB muß man wenigstens 1 Pfund zahlen, um an die "sensiblen"
Daten zu kommen. Das hält wohl die Schwiegermutter und die Kumpels
(nicht die seeehr neugierigen) nicht jedoch die Wettbewerber und
Abmahnanwälte ab, wenn die mal etwas wirklich wissen wollen.

Lutz Schulze

unread,
Mar 26, 2008, 11:39:28 AM3/26/08
to
Am Wed, 26 Mar 2008 08:13:53 -0700 (PDT) schrieb bglo...@googlemail.com:

> Das ist ein ähnliches Argument wie: Wer nichts zu verbergen hat,
> braucht auch die Überwachung nicht zu fürchten.
> Auf den ersten Blick ist gegen Überwachung nicht zu sagen - im
> Gegenteil: sie schafft mehr Sicherheit, führt zu weniger Straftaten
> bzw. mehr Straftaten werden aufgedeckt.
> Wieso sind bloß so viele Leute dagegen? < hier mal nachdenken, die
> Lösung ist wirklich schwierig >

Du ignorierst die Antworten, die dir nicht in den Kram passen.

Nochmal: du willst die Haftungsbeschränkung durch die GmbH und zahlst dafür
als Preis die Transparenz der finanziellen Lage der GmbH. Das nennt man
Interessenausgleich.

Und auch noch einmal: welche Gebühr würde einen Wettbewerber von der
Einsicht in die Daten abhalten?

Heinrich Butschal

unread,
Mar 26, 2008, 11:28:06 AM3/26/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> On 26 Mrz., 15:40, Rainer Dahnke <wo...@dahnke.com> wrote:
....

>> Ich verstehe ja immer noch nicht was schlimmes passieren soll,
>> wenn jemand die Bilanz über das Internet abrufen kann.
>
> Beantworte einfach die Frage, dann fällt es Dir vielleicht auf.
> Hast Du eine eigene Firma? Und wenn ja, hast Du Deine Finanzdaten
> irgendwo veröffentlicht? Wieso nicht?

Ich bin zwar nicht der Rainer aber ich stimme Ihm zu. Ich habe eine Firma und
auch die Bilanz veröffentlicht. Na und?
Das ist nicht zu verwechseln mit Daten die privat wären und deren
Veröffentlichung mein Privatleben offenlegen würde. Das wäre mir auch dann
unangenehm, wenn ich nichts zu verbergen habe.
Privat ist und sollte privat bleiben. Geschäft sollte transparent auch für
andere sein. Das ist ein gutes Regulativ.

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 26, 2008, 11:43:58 AM3/26/08
to
Hallo Kurt,

bglo...@googlemail.com schrieb:

> Das ist ein ähnliches Argument wie: Wer nichts zu verbergen hat,
> braucht auch die Überwachung nicht zu fürchten.

Nein, das sieht nur auf den ersten Blick so aus. Eine GmbH oder eine AG
beschränkt die Haftung nunmal auf das vorhandene Kapital. Da gibt es also
durchaus hinreichend berechtigte Interessen, über die reine Neugier hinaus.

> Auf den ersten Blick ist gegen Überwachung nicht zu sagen - im
> Gegenteil: sie schafft mehr Sicherheit, führt zu weniger Straftaten
> bzw. mehr Straftaten werden aufgedeckt.

Aber es werden eben dann alle überwacht und nicht nur die, die sich einen
Vorteil herausnehmen, indem sie nur in der Höhe haften, in der was da ist.

> Wieso sind bloß so viele Leute dagegen? < hier mal nachdenken, die
> Lösung ist wirklich schwierig >

Klar gibt's 'ne Menge Gründe dagegen. Aber es gibt eben auch viele Gründe
dafür. Und es gibt auch gute Gründe dafür, das für jedermann zu ermöglichen
und auch dafür, das kostenlos zu tun. Nimm mal an, Du willst online etwas
kaufen. Das mag für das Unternehmen, wo Du kaufst, Peanuts sein, für Dich
ist es aber ein Haufen Geld. Dann ist die Abwägung mMn durchaus korrekt,
daß Du kostenlos nachsehen kannst, wie das Unternehmen dasteht (leider nur
dastand), wenn andererseits das Unternehmen Dich problemlos im Regen stehen
lassen kann, wenn es schlecht dasteht und mit Deinem Geld die letzten
offenen Rechnungen (der Tante des Geschäftsführers) zahlt, um dann dicht zu
machen. Und leider kommt sowas viel zu oft vor, als daß Du das jetzt als
Popanz klassifizieren könntest.

Matthias Hanft

unread,
Mar 26, 2008, 1:09:13 PM3/26/08
to
Martin Hentrich schrieb:

>
> Sie muß, selbstverständlich in GB.:

Hm. Und die deutsche Zweigniederlassung - muß die gar nix
hier in D veröffentlichen? Ist doch immerhin _hier_ im HR
eingetragen.

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Mar 26, 2008, 1:12:02 PM3/26/08
to
Heinrich Butschal schrieb:

>
> Ich bin zwar nicht der Rainer aber ich stimme Ihm zu. Ich habe eine Firma und
> auch die Bilanz veröffentlicht. Na und?

Das frag' ich mich eigentlich auch die ganze Zeit. Denn aus einer
Bilanz alleine kann man eh fast gar nix rauslesen, insbesondere
wenns eine kleine Firma ist, die keine GuV veröffentlichen muß.
Die GuV wäre dann schon interessanter (da steht ja schon mal
der Umsatz an erster Stelle), aber ohne Kontennachweis (muß
den überhaupt jemand veröffentlichen?) stochert man auch da
ja mehr oder weniger im Trüben...

Gruß Matthias.

Heinrich Butschal

unread,
Mar 27, 2008, 1:31:03 AM3/27/08
to
Matthias Hanft schrieb:
Man kann als GmbH mit Umsätzen unter 4 Mio etliche Erleichterungen in
Anspruch nehmen:

"Für die Offenlegung werden die Erleichterungen und Bestimmungen der §§ 326
und 267 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen.
Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhanges wurde zum Teil
Gebrauch gemacht."

bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 27, 2008, 4:03:30 AM3/27/08
to
Hallo,

und Danke für die vielen Postings. Die meisten Eurer Argumente sind
richtig. Mir geht es auch nicht darum zu verhindern, dass alle Leute
Einsicht nehmen (das ist halt gesetzlich so vorgeschrieben) - nur
möchte ich die Hemmschwelle höher wissen. Gestern habe ich z.B. alle
meine "Mitbewerber", die schon veröffentlicht haben, analysiert. Ich
finde, dass ist Wirtschaftsspionage pur. Das war vor ein paar Jahren
selbst für reiche Firmen/Regierungen kaum möglich. Erstaunlicherweise
waren viele Firmen, die ich vorher wegen Ihrer tollen Produkte
bewundert habe, kleine Klitschen. Jetzt sehe ich diese Firmen als fast
unseriös an - machen riesige Werbung und nichts dahinter. (Eigentlich
sollte man die Firmen doch wegen Ihre Produkte beurteilen und nicht
nach der Bilanzsumme.)

Martin schrieb:


<< Und es gibt auch gute Gründe dafür, das für jedermann zu
ermöglichen
und auch dafür, das kostenlos zu tun. Nimm mal an, Du willst online
etwas
kaufen. Das mag für das Unternehmen, wo Du kaufst, Peanuts sein, für
Dich
ist es aber ein Haufen Geld. Dann ist die Abwägung mMn durchaus
korrekt,
daß Du kostenlos nachsehen kannst, wie das Unternehmen dasteht >>

Ein sehr gutes Argument, was auch der Gesetzgeber im Hinterkopf hat.
Du setzt aber voraus dass der durchschnittliche Kunde Bilanzen lesen
kann, und keine falschen Schlüsse zieht.
Die wirklich unseriösen Firmen findet man aber damit nicht, weil die
doch eher Ltd oder ähnliches sind.
Siehe hier im Thread http://groups.google.com/group/de.etc.beruf.selbstaendig/msg/6fc656de4798579d
"Die üblen Firmen geben soviel Geld für Täuschen und Tarnen aus, dass
es
nichts nützt - und die anderen zeigen nur den Amis und Chinesen, wie
es
ihnen geht."


<< Nein, das sieht nur auf den ersten Blick so aus. Eine GmbH oder
eine AG
beschränkt die Haftung nunmal auf das vorhandene Kapital. Da gibt es
also
durchaus hinreichend berechtigte Interessen, über die reine Neugier
hinaus. >>

Diejenigen mit berechtigtem Interesse könnten schon früher die
Bilanzen einsehen, heute kann es jeder - aus reiner Neugier.

Lutz:


< Nochmal: du willst die Haftungsbeschränkung durch die GmbH und
zahlst dafür
als Preis die Transparenz der finanziellen Lage der GmbH. Das nennt
man
Interessenausgleich. >

Und noch einmal die Antwort: Ich bin nicht gegen die Offenlegung der
Bilanz, nur darf sie nicht kostenlos & anonym einsehbar sein. (Am
liebsten wäre mir zwar die Beschränkung auf Leute mit berechtigtem
Interesse wie Geldgeber und Kunden, aber im Gesetz steht nunmal
"jeder")

< Und auch noch einmal: welche Gebühr würde einen Wettbewerber von der
Einsicht in die Daten abhalten? >

Die Hemmschwelle wird für Neugierige höher gesetzt. Abfrage dadurch
nicht mehr anonym.
Ist zwar kein Argument, aber ein Denkanstoß: Die anderen Länder werden
doch auch Ihre Gründe haben, es nicht kostenlos zu machen.

<In einigen Ländern ist das völlig normal. >
Lutz, in welche?

>> Ich bin zwar nicht der Rainer aber ich stimme Ihm zu. Ich habe eine Firma und
>> auch die Bilanz veröffentlicht. Na und?
> Das frag' ich mich eigentlich auch die ganze Zeit. Denn aus einer
> Bilanz alleine kann man eh fast gar nix rauslesen

Vergleiche mal die Bilanzen über mehrere Jahre. Daran erkennt man
sogar was an den Gesellschaftern ausgeschüttet wird (sagt mein
Steuerberater). Außerdem sieht man, wie sich das Geschäft entwickelt.
Selbst aus einer Jahresbilanz ist schon recht viel rauszulesen.

Bernd

PS: PCW hat Famileineunternehmer befragt, jedes 3. wehrt sich gegen
die Pflichtveröffentlichung. Aber diese Kapitalisten könne ruhig mal
die Hosen runterlassen ;-)


bglo...@googlemail.com

unread,
Mar 27, 2008, 4:05:31 AM3/27/08
to

Ich glaube nicht, am WE treffe ich einen Limited Profi. Ich frage mal
nach.

Bernd

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 27, 2008, 4:22:46 AM3/27/08
to
Hallo Kurt,

bglo...@googlemail.com schrieb:

> Ein sehr gutes Argument, was auch der Gesetzgeber im Hinterkopf hat.
> Du setzt aber voraus dass der durchschnittliche Kunde Bilanzen lesen
> kann, und keine falschen Schlüsse zieht.

Das setze ich keineswegs voraus. Nur gibt es keinen Grund, warum darunter
diejenigen leiden sollten, die es können.

> Die wirklich unseriösen Firmen findet man aber damit nicht, weil die
> doch eher Ltd oder ähnliches sind.

Muß man ja auch nicht, weil man sie dann ja schon an Firma erkennt.

> Diejenigen mit berechtigtem Interesse könnten schon früher die
> Bilanzen einsehen, heute kann es jeder - aus reiner Neugier.

Nein, das ist nicht so. Als Kunde, der bei einer GmbH eine 300 EUR teure
Kamera per Vorkasse kauft und sonst nie wieder etwas, kannst Du das
realistisch gesehen bisher nicht.

> Vergleiche mal die Bilanzen über mehrere Jahre. Daran erkennt man
> sogar was an den Gesellschaftern ausgeschüttet wird (sagt mein
> Steuerberater). Außerdem sieht man, wie sich das Geschäft entwickelt.
> Selbst aus einer Jahresbilanz ist schon recht viel rauszulesen.

Stimmt. Sonst wäre die Veröffentlichung ja auch sinnlos.

> PS: PCW hat Famileineunternehmer befragt, jedes 3. wehrt sich gegen
> die Pflichtveröffentlichung. Aber diese Kapitalisten könne ruhig mal
> die Hosen runterlassen ;-)

Ja glaubst Du im Ernst, ich hätte ohne Not Bilanzen veröffentlicht? Das
heißt doch aber nicht, daß man nicht dennoch die Gründe anerkennen kann,
die dafür sprechen, es allen aufzuerlegen.

mibu

unread,
Mar 27, 2008, 4:26:13 AM3/27/08
to
Aloha,

On 26 Mrz., 18:09, Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote:

Doch, das muss sie. Zweigniederlassungen ausländischer
Kapitalgesellschaften sind gemäß EHUG ebenso zur Offenlegung
verpflichtet.

Gute Zusammenfassung u.a. unter
http://www.notar-in-rostock.de/service/gesellschaften/fragen-und-antworten-zur-offenlegung-nach-dem-ehug.html

mibu

Lutz Schulze

unread,
Mar 27, 2008, 4:39:39 AM3/27/08
to
Am Thu, 27 Mar 2008 01:03:30 -0700 (PDT) schrieb bglo...@googlemail.com:

> <In einigen Ländern ist das völlig normal. >
> Lutz, in welche?

Es ging um das Einkommen, z.B. in Norwegen kannst du das Einkommen von jedem
im Internet nachschlagen:

http://www.nrk.no/skatt/

Andere Länder, andere Sitten. Hierzulande erfährt das mitunter nicht einmal
die Ehefrau ...

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 5:51:59 AM3/27/08
to
On 27.03.2008 09:39, Lutz Schulze wrote:
>
> Es ging um das Einkommen, z.B. in Norwegen kannst du das Einkommen von jedem
> im Internet nachschlagen:
>
> http://www.nrk.no/skatt/
>
> Andere Länder, andere Sitten. Hierzulande erfährt das mitunter nicht einmal
> die Ehefrau ...

... oder das Finanzamt. ;-)

Grüße
Bodo

Lutz Schulze

unread,
Mar 27, 2008, 5:54:11 AM3/27/08
to
Am Thu, 27 Mar 2008 10:51:59 +0100 schrieb Bodo Rzany:

>> Andere Länder, andere Sitten. Hierzulande erfährt das mitunter nicht einmal
>> die Ehefrau ...
>
> ... oder das Finanzamt. ;-)

Manchmal auch das Finanzamt etwas später über die Ehefrau ...

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 5:57:03 AM3/27/08
to
On 27.03.2008 10:54, Lutz Schulze wrote:
>
> Manchmal auch das Finanzamt etwas später über die Ehefrau ...

Genau deshalb soll ja auch die Ehefrau hierzulande davon
nichts erfahren ...

Grüße
Bodo

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 27, 2008, 6:43:51 AM3/27/08
to
Hallo Bodo,

Bodo Rzany schrieb:

Oder man sagt es gleich beiden. Was langfristig die Nerven am besten
schont. Und überhaupt eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Message has been deleted

Heinrich Butschal

unread,
Mar 27, 2008, 6:53:07 AM3/27/08
to
bglo...@googlemail.com schrieb:

> Hallo,
>
> und Danke für die vielen Postings. Die meisten Eurer Argumente sind
> richtig. Mir geht es auch nicht darum zu verhindern, dass alle Leute
> Einsicht nehmen (das ist halt gesetzlich so vorgeschrieben) - nur
> möchte ich die Hemmschwelle höher wissen. Gestern habe ich z.B. alle
> meine "Mitbewerber", die schon veröffentlicht haben, analysiert. Ich
> finde, dass ist Wirtschaftsspionage pur. Das war vor ein paar Jahren
> selbst für reiche Firmen/Regierungen kaum möglich. Erstaunlicherweise
> waren viele Firmen, die ich vorher wegen Ihrer tollen Produkte
> bewundert habe, kleine Klitschen. Jetzt sehe ich diese Firmen als fast
> unseriös an - machen riesige Werbung und nichts dahinter. (Eigentlich
> sollte man die Firmen doch wegen Ihre Produkte beurteilen und nicht
> nach der Bilanzsumme.)

Ich habe z.B. einen Mitbewerber der auf seiner Webseite damit angibt:

"129 Millionen DM Umsatz wurden von der vormaligen Gewerbegruppe ....
unter der gleichen Geschäftsführung wie heute von 1981 bis 1991 erzielt."

Diese GmbH hat m.W. niemals in den 80er Jahren Bilanzen veröffentlicht und bei
knapp 13 Mio Jahresumsatz hätte sie doch tun müssen oder? Da wäre doch eine
frühere Veröffentlichungspflicht schon sehr hilfreich gewesen. Schließlich
wird mit diesem Satz ja vermutlich irreführende Werbung für die vorgebliche
Kompetenz gemacht.
Insbesondere für Kunden, sollte in so einem Fall die Hemmschwelle nicht
künstlich hoch gesetzt werden. Da wäre eine Gebühr schon hinderlich.

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 7:18:13 AM3/27/08
to
On 27.03.2008 11:45, Marianne Bloss wrote:
> Bodo Rzany schrieb:
> Und wenn das Unternehmen den Bach runter geht kommt dann eins zum
> anderen ... Wenn du vorher kein Vertrauen in der Familie geschaffen hast
> ist nachher auch keins da.

Mmh, hätte ich doch den Smiley setzen sollen?

Auf der anderen Seite kenne ich allerdings auch Unternehmer, die
ihren Frauen zeitweise nicht sagen wollten, mit welchen Problemen
ihr Unternehmen gerade zu kämpfen hat, und ihnen sogar in sehr
schlechten Zeiten mit vielen Gefahren für das Unternehmen noch
einen SL vor die Tür gestellt haben. Diese Leute nennt man
gemeinhin wohl auch die "guten Familienväter"...

Stell' Dir vor, die Regierenden würden dem Volk schon heute sagen,
welche Konsequenzen die für den Einzelnen heute kaum merkliche
Rentenerhöhung für die uns Nachfolgenden in Zukunft haben wird
(hier steht jetzt bewusst kein Smiley!).

Grüße
Bodo

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 7:21:54 AM3/27/08
to
Hallo Martin,

On 27.03.2008 11:43, Martin Schoenbeck wrote:
>
> Oder man sagt es gleich beiden. Was langfristig die Nerven am besten
> schont. Und überhaupt eigentlich selbstverständlich sein sollte.

auch wenn es eigentlich überflüssig ist, hier doch noch mein
explizites ACK zu Deiner Anmerkung.

Grüße
Bodo

Message has been deleted

Martin Hentrich

unread,
Mar 27, 2008, 8:27:10 AM3/27/08
to
On Thu, 27 Mar 2008 13:00:33 +0100, Marianne Bloss
<newsgro...@tiscali.de> wrote:

>Übrigens: vor zwei Tagen hörte ich eine Radiomeldung, dass
>die Bauwirtschaft laut ifo-Institut nicht vor 2017 aus ihrer Flaute
>herauskäme. Da eine solche Aussage ungefähr so seriös ist wie die
>Wettervorhersage für sechs Wochen fand ich sie auf der Website vom
>ifo-Institut auch nicht bestätigt. Mit Kassandrarufen ist niemandem
>gedient ...

Das sind keine Kassandrarufe, das ist lediglich dümmliche
Schwarzmalerei in fraglichem Interesse. Oder ist diese *Vorhersage*
tatsächlich zutreffend? Oder es ist eine immer mehr obwaltende
Fehlinterpretation unwissender Journalisten.

Kassandrarufe warnen *zutreffend* (!), aber vergebens (!) vor einer
drohenden Gefahr. Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Kassandra-Syndrom

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 8:53:55 AM3/27/08
to
On 27.03.2008 13:00, Marianne Bloss wrote:
>
> Wer will das auch mit Sicherheit sagen? Regierung und Wirtschaft
> besitzen Steuerungsinstrumente, mit denen sie die Verhältnisse laufend
> beeinflussen.

Ganz nach Adenauers Motto "Was kümmert mich meine dämliches
Geschwätz von gestern"?

Vor noch nicht ganz so vielen Jahren waren die Wirtschaftsweisen
intensiv befragt worden und kamen dann mit einer neuen "Rentenformel"
herüber, die für die nächsten Jahre die Rentenkasse vor dem Kollaps
bewahren sollte. War das damals so richtig?

Heute kommen Laienwirtschaftler (Politiker) in Panik wegen der neuen
Linken und den bevorstehenden Wahlen und sagen implizit, daß das vor
wenigen Jahren mit Hilfe von Profis Entschiedene Schwachsinn war und
ohne weiteres Rechnen einfach geändert werden kann in genau wieder
der Weise, wie sie früher zum heutigen Rentenkassenproblem geführt hat.

Na, mir kann's ja egal sein. Ich rechne mit dieser Rente eh nicht mehr
und werde sicherlich in diese Kasse nichts mehr hineintun.

Grüße
Bodo

Message has been deleted

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 10:00:04 AM3/27/08
to
Hallo Marianne,

On 27.03.2008 14:27, Marianne Bloss wrote:
>
> Wenn die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen, entsteht ein
> Ungleichgewicht und deshalb ist es unbestreitbar erforderlich, dass die
> selbst vorsorgen. Hinterher kann sich das u.U. alles wieder
> normalisieren. So meine bescheidene Meinung.

was ich bemängele, sind der Opportunismus und die Feigheit der
aktuellen Politikerklasse. Um eines kleinen Vorteiles willen
erschweren die heute bereits die Lösung der Probleme der Zukunft.

Es wird wohl niemand annehmen, daß dereinst Renten gekürzt werden
können. Also wird man die Auswirkungen der letzlich nur möglichen
Kürzung der Steigerung der Renten später wohl über eine gezielt
höhere Inflation mit einhergehenden größeren Lohnsteigerungen
verstärken müssen. Nach denen (den aktuellen Politikern) die
Sintflut eben... Ich finde es zum Kotzen.

> In dem Zusammenhang ist interessant, was die SZ kürzlich schrieb: Da
> über 40% der Bevölkerung ihren Lebensunterhalt nicht selbst verdienen,
> sondern öffentliche Leistungen beziehen, eröffnet sich hier ein
> mächtiges Potential für die Linke, die von Leistungsempfängern gewählt
> wird. Dass das für Aufregung sorgt kann ich nachvollziehen.

Sind in diese 40% auch die Rentner und die Kinder eingerechnet?
Aber es ist schon richtig: Hütchenspieler und MultiLevelMarketinger
wie Lafontaine werden wirklich langsam zu einer Gefahr für unser
Gemeinwesen.

Grüße
Bodo

Martin Hentrich

unread,
Mar 27, 2008, 10:11:34 AM3/27/08
to
On Thu, 27 Mar 2008 15:00:04 +0100, Bodo Rzany <rz...@ibrro.de> wrote:

>...wirklich langsam zu einer Gefahr für unser
>Gemeinwesen.

Die eigentliche und einzige Gefahr ist die Unterbeschäftigung, wenn
tatsächlich nur eine Arbeitslosenquote von 2-4 Prozent bestände (da
sagen die Volkswirtschafter ja Vollbeschäftigung zu) und wenn
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auch für den größten Teil
der Frauen Normalität wäre - wegen des Geburtenrückgangs und der
wachsenden Qualifizierung wird das so hoffentlich in Zukunft sein,
dann gäbe es die größten Probleme gar nicht. Und wenn die von uns
gewählten Politiker (als Gesamtheit *uns*, individuell mag der
einzelne Wähler oder auch Nichtwähler kotzen) die
Bildung/Ausbildung/Qualifizierung vom ersten Lebensjahr bis zum Ende
eines Studiums als staatstragende Aufgabe begreifen würden (immer mehr
tun das) - dann kann sogar noch mal was richtig gutes draus werden.
Auch ohne radikalgeistige Ärmlichkeit oder der Suche nach einem
billigen Popanz zum Draufballern.

Message has been deleted

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 27, 2008, 11:03:15 AM3/27/08
to
Hallo Bodo,

Bodo Rzany schrieb:

> Aber es ist schon richtig: Hütchenspieler und MultiLevelMarketinger


> wie Lafontaine werden wirklich langsam zu einer Gefahr für unser
> Gemeinwesen.

Das wirst Du aber nicht ändern können, solange viele Leute meinen, man
könne einen Kuchen aufteilen, selbst wenn irgendwann niemand mehr da ist,
der ihn bäckt.

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 11:54:01 AM3/27/08
to
On 27.03.2008 15:53, Marianne Bloss wrote:
>
> Den Artikel finde ich leider nicht mehr, deshalb ersatzweise:
>
> http://www.brd-info.net/nachrichten/aktuelles/top_236792_1.html
>
> Zitat:
> "Der Anteil der Leistungsempfänger an allen Bürgern ist zwischen 1980 und
> 2006 um 15,7 Prozentpunkte auf 37,4 Prozent geklettert - der der
> Erwerbstätigen dagegen um 2,7 Punkte auf 40,1 Prozent gefallen. Die
> Quoten der Leistungsträger und -empfänger liegen also in-zwischen fast
> auf gleicher Höhe."

Soo schlimm, wie hier suggeriert, liest sich der Artikel aber auch
nicht. "Etwas" Hilfe zum Lebensunterhalt, wie z.B. BaFöG, ist ja
von der sozialistischen Politik (Stichwort: Umverteilung) sogar
gewünscht. Das werden mehr Steuern erhoben, als eigentlich nötig,
und dann anders verteilt wieder ausgestreut.
Das hört sich jetzt vielleicht ketzerischer an, als von mir gemeint,
ist aber wohl wichtig, um solche Statistiken in's richtig Licht zu
stellen.

> Marianne, jetzt muss ich aber arbeiten und steige hier aus ;-)

Einverstanden. Ich habe auch einem Kunden für heute abend noch
etwas versprochen. ;-)

Grüße
Bodo

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 11:56:43 AM3/27/08
to
Hallo Martin,

On 27.03.2008 16:03, Martin Schoenbeck wrote:
>
> Das wirst Du aber nicht ändern können, solange viele Leute meinen, man
> könne einen Kuchen aufteilen, selbst wenn irgendwann niemand mehr da ist,
> der ihn bäckt.

das ändern zu wollen, habe ich ja auch schon lange aufgegeben. Aber
das darüber Meckern kann ich mir halt immer noch nicht verkneifen...

Grüße
Bodo

Lutz Schulze

unread,
Mar 27, 2008, 12:38:01 PM3/27/08
to
Am Thu, 27 Mar 2008 16:56:43 +0100 schrieb Bodo Rzany:

>> Das wirst Du aber nicht ändern können, solange viele Leute meinen, man
>> könne einen Kuchen aufteilen, selbst wenn irgendwann niemand mehr da ist,
>> der ihn bäckt.
>
> das ändern zu wollen, habe ich ja auch schon lange aufgegeben. Aber
> das darüber Meckern kann ich mir halt immer noch nicht verkneifen...

Hauptsache du bäckst weiter, um das verteilen kümmert man sich dann schon
mit viel Energie ...

Bodo Rzany

unread,
Mar 27, 2008, 2:31:51 PM3/27/08
to
On 27.03.2008 17:38, Lutz Schulze wrote:
>
> Hauptsache du bäckst weiter, um das verteilen kümmert man sich dann schon
> mit viel Energie ...

...jaja, Du mich auch... ;-)

Aber stell' Dir 'mal vor, die führen auch für uns Selbständige
demnächst das "Werktorprinzip" ein... Irgendwie haben wir es
da ja wirklich mittlerweile nur noch mit Irren zu tun. :-(

Grüße
Bodo

Lutz Schulze

unread,
Mar 27, 2008, 3:23:31 PM3/27/08
to

Ich hörte diese Tage von einer weiteren Novelle der Verpackungsverordnung,
die wohl jetzt erst einmal auf den Anfang nächsten Jahres verschoben wurde.

Danach muss dann wohl auch alles, was man an Verpackungen, Füllmaterial usw.
an Endverbraucher versendet, bei einem dualen Entsorgungssystem lizensiert
sein.
Das soll auch für den Pappkarton drumrum usw. gelten.

http://www.internetrecht-rostock.de/neue-verpackungsverordnung-versandhandel.htm

Die haben sie nicht mehr alle.

Wenn ich als Versandverpackung einen Karton und als Füllmaterial Papier
verwende sind das beides Materialien, für die mittlerweile im Ankauf pro
Tonne mehr als 100 Euro gezahlt werden. Kommunen heulen mittlerweile schon,
wenn man diese Stoffe nicht in die aufgestellten Container wirft sondern in
eine Aufkaufstelle schafft. Wozu soll man da für eine 'Entsorgung' bezahlen?

Bodo Rzany

unread,
Mar 28, 2008, 4:14:25 AM3/28/08
to
On 27.03.2008 20:23, Lutz Schulze wrote:
>
> Die haben sie nicht mehr alle.
>
> Wenn ich als Versandverpackung einen Karton und als Füllmaterial Papier
> verwende sind das beides Materialien, für die mittlerweile im Ankauf pro
> Tonne mehr als 100 Euro gezahlt werden. Kommunen heulen mittlerweile schon,
> wenn man diese Stoffe nicht in die aufgestellten Container wirft sondern in
> eine Aufkaufstelle schafft. Wozu soll man da für eine 'Entsorgung' bezahlen?

Ob denn dann demnächst meine Müllgebühren sinken?

Vermutlich eher im Gegenteil, weil der dann zu wenige Müll die
Anlagen nicht mehr auslastet und die Mitverbrennung des zur
Auslastung zusätzlich hinzugenommenen chinesischen Mülls eben
teuer ist. Das Geld aus dem Rücknahmesystem wird ja sicher nicht
in die Abfallentsorgung fließen, sondern eher der Altersversorgung
ausrangierter Politiker dienen.

Grüße
Bodo

Martin Schoenbeck

unread,
Mar 28, 2008, 4:35:50 AM3/28/08
to
Hallo Bodo,

Bodo Rzany schrieb:

> On 27.03.2008 20:23, Lutz Schulze wrote:


>>
>> Die haben sie nicht mehr alle.
>>
>> Wenn ich als Versandverpackung einen Karton und als Füllmaterial Papier
>> verwende sind das beides Materialien, für die mittlerweile im Ankauf pro
>> Tonne mehr als 100 Euro gezahlt werden. Kommunen heulen mittlerweile schon,
>> wenn man diese Stoffe nicht in die aufgestellten Container wirft sondern in
>> eine Aufkaufstelle schafft. Wozu soll man da für eine 'Entsorgung' bezahlen?
>
> Ob denn dann demnächst meine Müllgebühren sinken?

Sinken eher nicht. Aber bei uns konnten sie trotz ansonsten gestiegener
Entsorgungskosten eben wegen der Erlöse aus dem Papier immerhin konstant
gehalten werden.

Klaus.Holger Trappe

unread,
Mar 28, 2008, 3:43:03 PM3/28/08
to

Hallo,

Bodo Rzany schrieb:

> Ob denn dann demnächst meine Müllgebühren sinken?

> Vermutlich eher im Gegenteil, weil der dann zu wenige Müll die
> Anlagen nicht mehr auslastet

so ist es. Die deutschen Müllmafiosis denken wie "alle"
Unternehmer nur an Umsatz und Profitsteigerung.

D.h. wie so oft praktiziert:
-Mindestzwangs"entleerungen" bei Müll+Wertstoffe
-oder Erhöhung der Grundpreise

> und die Mitverbrennung des zur Auslastung zusätzlich
> hinzugenommenen chinesischen Mülls

?? italienischer?

Die müssen doch bezahlen, also kommt Geld in die kasse.

Das Übel liegt bei denen die aus Inkompetenz, Gier oder
Schmiergeldempfang zu viele und zu große Anlagen bauen+betreiben.

> sondern eher der Altersversorgung
> ausrangierter Politiker dienen.

genau, die schwarzen köfferchen.

Die Bonzen, siehe Bankenskandale, verprassen immer mehr von
unserem Geld.

--
Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
(E-Mail hierauf verbleibt unbeachtet)

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Heinrich Butschal

unread,
Mar 29, 2008, 12:40:49 PM3/29/08
to
Thomas Noll schrieb:
> Martin Schoenbeck <ms.usene...@schoenbeck.de> writes:
>
>>> Diejenigen mit berechtigtem Interesse könnten schon früher die
>>> Bilanzen einsehen, heute kann es jeder - aus reiner Neugier.
>> Nein, das ist nicht so. Als Kunde, der bei einer GmbH eine 300 EUR teure
>> Kamera per Vorkasse kauft und sonst nie wieder etwas, kannst Du das
>> realistisch gesehen bisher nicht.
>
> Und wo liegt der Vorteil? Ich meine, ich sehe mir doch auch nicht den
> Städtischen Haushalt an, bevor ich eine Münze in den Parkscheinautomaten
> stecke ...

Das vielleicht nicht aber in Bayern haben vor ein paar Jahren viele gejammert
als ein Möbelhaus Pleite machte und Ihre Vorauszahlungen futsch waren. Wenn
man leicht und billig hätte prüfen können, wie sich die Bilanzen und bei der
Größe auch die G&V entwickelt hat, wären vielleicht doch einige darauf
gekommen, lieber woanders zu bestellen.

Und z.B. für Küchen sind Anzahlungen teilweise ganz erhebliche Beträge.

Lutz Schulze

unread,
Mar 29, 2008, 1:54:17 PM3/29/08
to
Am Sat, 29 Mar 2008 17:40:49 +0100 schrieb Heinrich Butschal:

> Das vielleicht nicht aber in Bayern haben vor ein paar Jahren viele gejammert
> als ein Möbelhaus Pleite machte und Ihre Vorauszahlungen futsch waren.

Ähnliches ist hier in der Nähe vor Jahren auch passiert. Die hatten noch
nette Rabatte für Anzahlungen gegeben, die Verkäufer erhielten dem Vernehmen
nach auch noch Prämien für jeden Kunden der im voraus zahlte. Und dann war
plötzlich Zick bei Zick:

http://www.verbrauchernews.de/sicherheit/0000000249.html

25 Mio. Anzahlungen sind eine nette Summe ...

> Wenn
> man leicht und billig hätte prüfen können, wie sich die Bilanzen und bei der
> Größe auch die G&V entwickelt hat, wären vielleicht doch einige darauf
> gekommen, lieber woanders zu bestellen.

Wobei das wahrscheinlich die Ausnahme gewesen wäre.

> Und z.B. für Küchen sind Anzahlungen teilweise ganz erhebliche Beträge.

Für die Frauen ist uns doch nichts zu teuer ;-)

Gerrit Brodmann

unread,
Mar 29, 2008, 4:07:36 PM3/29/08
to
Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:

>
>> Und z.B. für Küchen sind Anzahlungen teilweise ganz erhebliche Beträge.
>
>Für die Frauen ist uns doch nichts zu teuer ;-)

wie war das?

"Seitdem ich eine Spühlmaschine habe kommt mir keine Frau mehr i9n die
Küche!"

1 Euro in die Tscho-Wie Kasse...

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