Weitere PD², siehe
http://groups.google.de/group/Psychodynamische-Prozesse - ich freue
mich auf weitere Diskussionen nun außerhalb von OpenBC ;-)
Dieses Skript dient als ,,Mitnehmsel" meiner Vorträge in
Unternehmen zu PD², und ist in ständiger Überarbeitung, aktuelle
Versionen als PDF finden Sie hier:
http://www.little-idiot.de/teambuilding/PsychodynamischesProzessdesign.pdf
Seminare zu PD² zur Menschenführung und Psychodynamischem
Prozessdesign zur Veränderung der Unternehmenskultur und steigerung
der Effizenz, siehe:
http://www.little-idiot.de/teambuilding/Kurse.html
Die wissenschaftlichen Grundlagen zur Theorie von Gruppendynamiken,
,,Schwarmtheorien" siehe:
http://www.little-idiot.de/teambuilding/KybernetikGesetzeDerNetze.pdf
Viel Spaß damit und viele Grüße, Guido Stepken
Gerechtes Teilen
Ich möchte hier ein paar exemplarische, einfache Beispiele von
"Psychodynamischen Prozessdesign" vorstellen, welche als Gedankenkeime
die Denkstrukturen vieler Menschen schon beeinflußt haben,
genaugenommen schon ,,jahrtausende" alt sind:
Beispiel #1: Die Brüder
Von der Großmutter eines Freundes aus Israel mündlich überliefert
stammt folgende Geschichte, die angeblich auf König Solomon (972 - 922
v. Chr.) zurück geführt werden kann (ich habe ein ähnliches Beispiel
in Übersetzungen von alten sumerischen Tontafeln aus 6900 v. Chr.
Gefunden):
König Solomon (Salomon) war ein weiser Mann. Zwei Brüder treten vor
den König:
Der eine besitzt 99 Schafe, der andere nur 1 Schaf. Der Bruder mit nur
einem Schaf bittet König Salomon, weil doch sein Bruder 99 Schafe
habe, und er nur eines, das wäre ungerecht, und möge bitte ein
gerechtes Urteil sprechen, wonach sein Bruder ihm 49 Schafe abtreten
solle. König Solomon überlegt kurz, dann nimmt er diesem verblüfften
Bruder sein eines Schaf ab, und gibt es dem anderen: ,,Schau, was
willst Du mit einem Schaf ? Du kannst es nicht vermehren ! Als
Schafzüchter bist Du offensichtlich untauglich, mach was anderes in
deinem Leben ! Außerdem wäre mein Urteil ungerechter, wenn ich deinem
Bruder 49 Schafe nehmen würde, als wenn ich Dir nur ein Schaf nähme
!" Damit entließ er dann die beiden Brüder.
Beispiel #2: Das Kind
Ebenfalls von König Solomon ist die Weisheit des Teilens überliefert.
Jeder kennt die biblische Geschichte der Auseinandersetzung der beiden
Frauen, von der jede behauptete, daß es ihr Kind wäre. Er drohte, es
mit dem Schwert zu teilen, und die richtige Mutter überließ es
freiwillig der falschen Mutter, damit es leben konnte.
König Solomon hatte die impliziten Logiken des menschlichen Wesens
verstanden, und wußte, wie man diese nutzen konnte.
Beispiel #3: Die Brüder und die Mutter
Zwei Brüder streiten, zanken heftig. Die Mutter kommt, bestraft beide.
Den einen, weil er angefangen hat, und den anderen, weil er mitgemacht
hat! Resulat - die beiden werden sich in Zukunft immer öfter genau
überlegen, ob sie darauf hoffen, daß Mutter Recht und Gerechtigkeit
walten läßt, oder ob sie einen Streit schon im Vorfeld vermeiden,
weil Mutter *prinzipiell* immer beide bestraft.
Beispiel #4: Einer teilt, der andere sucht aus!
Ebenfalls von König Salomon überliefert ist das Prinzip der Teilung
durch zwei. Der Eine teilt, der Andere sucht aus, wie in der Geschichte
von ,,Tünnes und Schäl": ,,An Deiner Stelle hätte ich das andere
Stück genommen!" - ,,Wieso, hasse doch!" Folge dieses
Grundprinzips: Es kann sich niemand beschweren, er wäre zu kurz
gekommen.
Beispiel #5: Aufteilung eines Kuchens auf mehrere Personen
Wie teilt man einen Kuchen ,,gerecht" auf mehrere Personen auf? Der
,,gesunde Menschenverstand" reicht hier oft nicht aus, eine Lösung
zu finden: Jemand beliebiges aus der Runde nimmt sich ein Messer, und
legt dies am Kuchen an. Er verschiebt dann das Messer so lange, bis
alle Beteiligten sich einig sind, daß nun das erste Stück Kuchen
abgetrennt werden kann. Danach wandert das Messer weiter, bis die
restlichen Beteiligten wieder alle einverstanden sind, daß nun
abgeschnitten werden kann, u.s.w. Resultat - der Kuchen mag
vielleicht nicht perfekt verteilt worden sein, jedoch kann sich nachher
niemand beschweren, er wäre nicht einverstanden gewesen! Er hätte ja
besser ,,peilen" können, und von seinem Veto gebrauch machen
können. Mit etwas Nachdenken kann man mit dieser Methode auch den
Kuchen auf unterschiedlich hungrige Mäuler aufteilen. Eine raffinierte
Methode des Aufteilens, auch überliefert aus dem Orient.
Beispiel #6: Aufteilung vieler verschiedener Gegenstände:
Noch komplexer ist das Problem einer Erbschaft, bei der es gilt, daß
mehrere Kinder ein Vermögen, bestehend aus Geld und Gegenständen
unter sich aufteilen müssen. Hier sind alte Schriften, wie Bibel,
Koran mit ihren Weisheiten endgültig am Ende. Wie also muß das
,,psychodynamische Prozessdesign" nun aussehen?
Nun, jeder bietet für einen ,,geliebten" Gegenstand Geld (z.B. den
alten Teddy), ,,ersteigert" es quasi aus der Erbmasse. Das
,,eingenommene" Geld wird mit dem Barvermögen zusammen in einen
Topf getan, und unter den Erben gleichmäßig aufgeteilt. So erhält
jeder sein gewünschtes ,,Erbstück", für welches er das meiste
Geld geboten hatte. Auch hier sind nachträgliche Streitigkeiten
ausgeschlossen, weil - jeder hätte ja die Möglichkeit gehabt, mehr
zu bieten.
Mein Verfahren hat sich übrigends bei Erbenverwaltern,
Testamentsvollstreckern und Vermögensverwaltern schon bestens
bewährt.
Beispiel #7: Das biblische Prinzip: ,,Auge um Auge, Zahn um Zahn"
nennt sich ,,Spiegelrecht" oder ,,Faustrecht". Unser
Rechtssystem, welches aus dem orientalischen ,,codex hammurabi",
über das ,,Römische Recht" mit bislang unbekannten Einflüssen
chinesischer Weisheiten entstanden ist, hat dieses Recht in weiten
Zügen abgeschafft. Wir lassen bestrafen, und zwar ,,Im Namen des
Volkes". Dieses Verfahren ist ebenfalls korrektes,
,,psychodynamisches Prozessdesign". Man bestraft nicht selber,
sodaß die Situation sich zwischen den Kontrahenten aufschaukelt,
sondern man läßt bestrafen, damit die Streithähne sich wieder
beruhigen können. Die Hohe Kunst unseres ehemaligen
Verteidigungsministers Genscher in der Vermittlung zwischen politischen
Gegnern in vielen (Bruder)Kriegen bestand darin, ein ,,Deeskalierendes
Prozessdesign" für die ,,Wiederannäherung der Völker" zu
installieren. Ebenso verstanden sich Willi Brand, Helmut Schmidt darin,
ohne sich jedoch ,,blenden" zu lassen, siehe Stationierung von
Pershing-Raketen. Im Grund hat die gesamte Friedensbewegung in
Deutschland nicht kapiert, was z.B. der Anteil des Philosophen Derrida
bei den 2+4 Verhandlungen war (er hatte mit der Frau von Jospin
zusammen einen Sohn, und ging bei der franz. Regierung ein - und aus,
in Frankreich kennt ihn jedes Kind, in NY hat er das Prinzip der
Dekonstruktion die Juristen gelehrt, welche mit PD² die Schöffen
vollständig im Griff haben.
Ich könnte die Liste endlos weiterführen, so z.B. auch zum Design von
effizienten, korrekt gestalteten Vergütungssystemen und
Prämienmodellen. Schlechte gibt es zuhauf, z.B. bei der Barmenia
Krankenkasse, wo nach Erreichen eines bestimmten Mindestandes des
Punktekonto's einer ,,Sollvorgabe", die Mitarbeiter den
Telefonhörer fallen lassen, und das ist oft schon in der 3. Woche
eines Monats der Fall. Ein von Greenhörnern gestaltetes Anreizsystem
wirkt sich kontraproduktiv aus.
Wie und mit welchen Verfahren Dinge gerecht geteilt werden, hängt von
den ,,impliziten Logiken" des situativen Kontextes ab. Wer das
Prinzip des ,,Psychodynamischen Prozessdesigns", ich nenne es PD²,
verstanden hat, kann es auf beliebige Situationen in Familie,
Unternehmen, Organisation, e.t.c. anwenden, und spart auf lange Zeit
sehr viel Nerven und Geld für Juristen, Prozesse vorm Arbeitsgericht,
Verhaltens-Coaches, Betriebs - Psychologen, die Mobbing- und
Motivations - Probleme beseitigen sollen, Kommunikationstrainig,
Motivationstraining, u.s.w. mit den Mitarbeitern durchführen, ohne
jedoch die wahren Ursachen beseitigen zu können, welches immer in
einem falschem Prozessdesign liegt. Prämiensysteme, Entlohnungsysteme,
Motivationsanreize für Teams basieren im Wesentlichen auf o.a.
Grundprinzipien, welche das ,,Prinzip Agonalität", also den
archaischen Trieb zum Futterneid in uns geschickt in Schach halten.
In gut geführten Unternehmen verstehen es die Führungspersonen, die
Prozesse so zu gestalten, daß auch knüppelharte Anordnungen,
insbesondere bei Veränderungsprozessen (Change-Management auch
irrigerweise genannt) als ,,gerecht" empfunden werden, was
,,Vertrauen" letztendlich in das ,,Urteilsvermögen" des
Vorgesetzen schafft, und somit für Seelenruhe und Ausgeglichenheit im
Team sorgt, obwohl das ganze Unternehmen in Bewegung gekommen ist, in
einen Zustand der ,,Fließstabilität" idealerweise, und dort auch
hoffentlich bleibt.
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Kontrollprozesse installieren!
Psychodynamisches Prozessdesign - Kontrollprozesse:
Man stelle sich vor, man habe ein Restaurant zu managen (lean
management). Problem hierbei ist: Katze nicht da, Mäuse auf Tisch,
eine typische, psychologische Eigenschaft von Mensch. Ein Manager, der
im Restaurant nicht dauernd anwesend ist, wird über kurz oder lang
viel Geld verlieren, durch Veruntreuung von Einnahmen. Wie also kann
man, ohne großen Aufwand, das Personal kontrollieren, und Veruntreuung
oder Diebstal von Einnahmen entdecken?
Man installiert Kontrollprozesse! Der Kellner muß jede Bestellung im
Computer auf die jeweiligen Tische verbuchen. Dieser Computer druckt
sofort diese Bestellung für die Küche aus. In der Küche nimmt dieser
die Bestellung an, liefert Kaffee, Kuchen, Essen an den Kellner aus.
Der Kellner ,,kauft" quasi von der Küche ein, und ,,verkauft" an
den Endkunden. Am Ende des Tages wird gegengerechnet, und das Trinkgeld
zwischen Kellner und Küche geteilt. Veruntreut der Kellner z.B. Geld,
oder rechnet dieser falsch mit Gästen ab, so fehlt diesem am Ende
Geld. Der Koch nämlich hat dem Kellner für mehr ,,Geld" Ware
verkauft, als dieser eingenommen hat. Der Kellner muß den Verlust aus
eigener Tasche bezahlen. Hat der Kellner jedoch einen Überschuß, z.B.
Trinkgelder, so muß er diese mit dem Koch teilen. Was nun, wenn der
Koch und der Kellner sich absprechen? Ein Manager muß natürlich den
Wareneingang prüfen. Ein Pfund Kaffee muß ca. 43 Tassen ergeben. Hat
der Koch ca. 43 Tassen dem Kellner verkauft, und dieser nur 25 Tassen
weiter verkauft, so bescheißt der Kellner. Hat der Koch aus dem Pfund
Kaffee nur 25 Tassen Kaffee hergestellt, und der Kellner diese 25
Tassen verkauft, so bescheißt der Koch. Die einzige Möglichkeit ist
nun noch, daß Koch und Kellner gemeinsame Sache mit dem Lieferanten
machen, bzw. privat einkaufen. Was tut ein Manager hier? Der
gelegentliche Wechsel des Lieferanten kann nicht schaden, und eine
kleine, spontane Inventur ebenfalls nicht. Hierbei müßte dann schnell
auffallen, ob der Koch mehr Ware in der Küche hat, als offiziell
eingekauft wurde. Stimmt die Qualität nicht, so ist die Zahl der
Stornierungen hoch. Auch dies läßt sich leicht beim Ausdruck der
Kasse feststellen. In vielen Restaurants kann man sehr gut beobachten,
wie der Kellner eine Bestellung entgegen nimmt, etwas ausdruckt, und in
die Küche weiterreicht. Jedoch haben bisher nur wenige verstanden, was
sich dahinter verbirgt.
Was lernt man hieraus? Die Aufgabe eines Managers ist eine völlig
andere, als die meisten Menschen zunächst vermuten. Seine Aufgabe ist
es nicht, dauernd seine Nase dabei zu halten, Mitarbeiter auf Schritt
und Tritt zu überwachen, es geht auch nicht primär um menschliche
Qualitäten. Es geht im Grunde darum, Prozesse innerhalb eines
Unternehmens zu installieren, sodaß erstens in jeder Stufe des
Wertschöpfungsprozesses Veruntreuungen unmöglich sind, und zweitens
der Wertschöpfungsfluß sichtbar und transparent wird, Nadelöhre,
Verschwendung und Qualitätsmängel direkt erkannt und beseitigt werden
können. SIX SIGMA beschränkt sich hier auf Qualität, während EIGHT
SIGMA (ich wurde bei Boeing damit konfrontiert, auch
,,zertifiziert") darüber hinaus auch noch Kaizen, sprich
Prozessoptimierung mit beinhaltet. Deutschland jedenfalls entwickelt
sich gerade hin zu SIX SIGMA, was in U.S.A., Japan ... schon lange
wieder ,,out" ist, toll, nicht? Wer was Sinnvolles lernen will,
sollte im Ausland an renomierten Uni's studieren, unsere Prof's haben
den Anschluß lange verpasst, Beamtentum halt ;-)
Wer die Denkprinzipien von Kaizen, TQM, QS, und PD² verinnerlicht hat,
darf sich gerne bei mir melden für einen netten Job in der Nähe
seines Wohnortes ste...@web.de ;-)
Mehr hierzu siehe http://www.little-idiot.de/teambuilding/KaizenI.pdf
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Es kann nicht sein, was nicht sein darf!
,,Psychodynamisches Prozessdesign" ist eine hohe Kunst, welche nur
wenige Führungskräfte beherrschen, und welche bisher als kaum
vermittelbar galt, weil es um ein tiefes Verständnis der
Wechselwirkungen zwischen den psychologisch/menschlichen Eigenschaften
mit den prozessualen Abläufen geht. Ich möchte hier kurz und knapp
Einblicke in diese Denkweise und deren Hintergründe anhand von
einprägsamen Beispielen aus der Wirklichkeit geben, welche als
anregende Gedankenkeime dienen mögen.
Beispiel: Parkplatz einer Universität
Sie sehen ein typisches Beispiel typisch deutscher Denkweise, welche,
vereinfachend unterstellt, daß nicht passiert, was nicht passieren
darf.
,,Rasen betreten verboten!" - ein typisches Schild unserer
Kindertage, auch heute noch weit verbreitet. Hierbei wird die
Aufmerksamkeit erst auf den Rasen gelenkt, von dessen Betreten ja
eigentlich abgelenkt werden sollte. Wie geht es besser? - ,,Bitte auf
dem Gehweg gehen!"
Wie würden Sie eine frischgestrichene Parkbank beschriften? Wer
,,Frisch gestrichen! Nicht anfassen!" drauf schreibt, erreicht
eigentlich nur eines - das jeder mit seinen Flossen draufpatscht!"
Was also muß man schreiben, damit man juristisch nicht belangbar ist,
man also ,,vorgewarnt" hat, jedoch niemand den inneren Drang
verspürt, draufzupatschen.
,,Warum glauben eigentlich Menschen, daß es 100 Milliarden Sterne
gibt, aber wenn auf einer Parkbank steht ,,Frisch gestrichen, müssen
sie draufpatschen!"
Beobachter und Beobachteter
Dieses Beispiel zeigt die Wechselwirkung zwischen menschlicher Psyche
und Wahl des Materials: Edelstahl erinnert an die häusliche Spüle und
regt zum Polieren an - ein Gedankenkeim, welche direkt schon im
Ansatz bewirkt, daß Mensch sich ,,sauber" verhält. Eine besondere
Wirkung haben die halbdurchsichtigen Scheiben - Mensch fühlt sich
stets beobachtet. Wir verhalten uns komplett anders, wenn wir
beobachtet werden (Siehe auch die impliziten Logiken von BigBrother).
Insgesamt führen diese hochkomplexen Wechselwirkungen dazu, daß die
Reinigungskosten enorm sinken. Anwendung findet dieses Prinzip z.B. in
dem Rechenzentrum der Sparkassen in Köln, wo die Mitarbeiter durch
Glasscheiben beobachtbar mit dem Rücken zum Flur in ihren Büro's
sitzen. Die Arbeitsleistung ist enorm gestiegen, und ,,Kontrollen",
wohin Mitarbeiter ,,surft", sind überflüssig geworden.
Eine Firma, welche Druckkessel schweißt, hat sich durch dieses
Beispiel anregen lassen, für alle Schweißer selbstverdunkelnde
Plastikvorhänge anzuschaffen. Während zuvor die Schweißer sich -
durch undurchsichtige Vorhänge abgeschottet - bewußt jeder
Beobachtung entzogen (abgeseilt) haben, konnte in Verbindung mit
anderen Verbesserungsmaßnahmen des ,,LEAN THINKING" und
,,KAIZEN" so die Arbeitsleistung fast verdoppelt werden. Das
Fertigstellen eines Kessels dauert nun nicht mehr 6 Wochen, sondern nur
noch 3 Wochen. Gleichzeitig wurde durch eine neu eingeführte Regel,
nämlich daß die Schweißer nicht mehr nur ,,ihren eigenen" Kessel
schweißen, sondern sich stets abwechseln (,,job-rotation",
,,job-enlargement", ,,job-enrichment"), also die Arbeit ihres
Vorgängers mit ,,kontrollieren" dürfen und sogar müssen, nicht
nur die Qualität erheblich verbessert. Die geforderte, höhere
Flexibilität bei den Arbeitsgängen hat zu weniger
Konzentrationsfehlern durch Eintönigkeit und gleichzeitig viel
höherer Arbeitsleistung geführt. Durch die notwendig gewordene
Kommunikation der Abstimmung bei Übergabe des Kessels an den
Nachfolger haben sich Arbeiter wieder miteinander unterhalten und
fachlich ausgetauscht, welche zuvor jahrelang nicht mehr miteinander
kommuniziert haben.
Bei dem Computerhersteller MAXDATA wurde die Anordnung der
Arbeitsplätze am Fließband zur U-Form hin verändert. Von nun an
konnte jeder Mitarbeiter jeden beobachten, und niemand traute sich
mehr, sich ,,abzuseilen" (,,Zigarettenpausen" wurden oft
überzogen). Fest eingeführte Arbeitspausen und ein ,,Arbeitstakt"
haben insgesamt nicht nur die Arbeitsleistung enorm herhöht, sondern
auch die Arbeitszufriedenheit verbessert. Während zuvor die Gedanken
jedes Mitarbeiters mehr darum kreisten, ,,wie" er sich am besten
,,abseilen" konnte, so war er von nun an ausschließlich auf seine
Arbeit konzentriert, die Gedanken wurden ,,kanalisiert". Die
Fehlerrate je Arbeitsgang ging hierdurch massiv zurück, die Qualität
der Produkte verbesserte sich insgesamt drastisch.
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Kassiererin gibt Bargeld heraus
Was man dann, wenn man die Prinzipien des PD² auch noch anstellen
kann, möge dieses - zugegebenerweise moralisch nicht ganz
einwandfreies - Beispiel zeigen. Angenommen, Stellen Sie sich vor, Sie
sind in einer fremden Stadt, haben kein Geld. Sie gehen in einen
Supermarkt, z.B. ,,Kaisers". Sie stellen sich an der Kasse an, sagen
ein paar (wenige) Sätze. Daraufhin macht die Kassiererin die Kasse
auf, und gibt Ihnen Geld heraus, einfach so. Mit dem Geld gehen Sie
dann gemütlich eine Pizza essen. Was müssen Sie sagen? (Wohlgemerkt,
es ist kein Raubüberfall o.ä., meinentwegen darf ein Polizist
anwesend sein)
Man merke sich: ,,Unmöglich ist eine Geisteshaltung, kein Fakt!"
Ich möchte nun, bevor ich dieses ,,Problem" löse, nochmals daran
erinnern, daß ich hiermit nicht zur Straftat aufrufen möchte - auch
wenn faktisch nicht ,,beweisbar" oder ,,nachweisbar", ist es
nämlich tatsächlich Betrug - sondern den Aspekt der
,,Menschenführung" betonen möchte. Wie bringe ich einen beliebigen
Menschen dazu, das zu tun, was ich möchte, ohne daß dieser in innere
Zwänge gerät, man diesen ,,belabern", ,,überreden" ... muß,
sondern daß dieser völlig ,,absurde" Dinge tut, und sogar dabei
noch ein gutes Gewissen hat?
Wir beobachten nun den Laden, genauer - die Kasse aus der Ferne.
Angenommen, sie sehen nun eine alte Dame, die ein Einkaufsnetz zu
5,60€ kauft, Tee für 1,20€ und Kartoffeln zu 1,50€, und dann den
Laden verläßt. Klingelt's? Nein? Macht nix.
Sie gehen in den Laden, schnappen sich ein solches Netz, stellen sich
wieder an der Kasse an. Nun sagen Sie folgendes:
Die alte Dame, die gerade da war, wäre Ihre Oma, und sie wäre leicht
dement, und sie würde immer wieder jeden 2. Tag solche Netze, Tüten
und sonstwas kaufen, die Küche wäre schon voll davon, und fragt
höftlich und bescheiden, ob sie nicht ,,ausnahmsweise" das Geld
herausgeben könne. Die freundliche Kassiererin nimmt dann das Netz,
macht die Kasse auf, holt 5,60€ heraus, gibt Ihnen das Geld. Einen
Bong will sie nicht sehen, weil sie sich ja an die alte Dame gerade
noch gut erinnern kann. Damit kaufen Sie sich dann eine Pizza!
Nun sind noch Nebenbedingungen zu erfüllen, nämlich wenn der Detektiv
oder ein Polizist daneben stehen, und das durchblicken. Sie haben ohne
Bong keinen Eigentumsnachweis für das Netz. Kein Problem: Die alte
Dame - was soll die mit dem Bong? Sie zu überreden, den Bong Ihnen zu
schenken, dürfte ein leichtes Problem sein, oder? Außerdem liegen
immer viele Bongs in Einkaufswagen herum.
,,Psychodynamisches Prozessdesign" ist die hohe Kunst der
Menschenführung, diese zu veranlassen, Dinge zu tun, die die
betroffenen Personen ansonsten niemals getan hätten. Hierzu dringt man
in die gedankliche Welt, der subjektiven Realität des Menschen ein,
,,verdreht" die impliziten Logiken des situativen Kontextes in
seiner Vorstellung so, daß er wie gewünscht handelt, völlig absurde
Dinge tut. Dies ist nur ein harmloses Beispiel für PD². Wer sich aber
genau anschaut, wie Milosewitch durch eine Rede über die Schlacht vom
Amselfeld im 14. Jahrhundert die Serben dazu bewegt hat, gegen ihre
Brüder im Kosovo in den Krieg zu ziehen, die eigene Verwandschaft
abzuschlachten, dann wird hoffentlich deutlich, daß man mit PD² nicht
nur Kassiererinnen zu verrückten Dingen veranlassen, sondern auch
Mitarbeiter in Unternehmen durch korrekt gestaltete,
,,Psychodynamische Prozesse" beliebig steuern kann.
Auch die Verkäuferin hat ein gutes Gefühl dabei, die Kasse stimmt
auch am Abend, niemand hat irgendwelche inneren Konflikte gehabt,
Ärger mit dem Chef gibt es auch nicht (der stellt das erst viel
später bei der Inventur fest), und sie hat sogar das gute Gefühl,
geholfen zu haben. So einfach kann die Welt sein!
PD² funktioniert nur, wenn man die gesamte Situation völlig
verstanden hat, alle impliziten Logiken der Situation kennt, und auch
die gedanklichen Abläufe in dem Hirn der Verkäuferin völlig
nachvollziehen und steuern kann, indem man eine Situation
,,schafft". Das ist die Kunst des PD², nämlich situative Kontexte
zu schaffen, in der sicheren Erwartung, daß sich Menschen darin
erwartungsgemäß, also wie vorhergesehen verhalten. Vergleichbar ist
dies mit kybernetischen Verfahren, z.B. zur Steuerung eines
Vogelschwarms, siehe hierzu
http://www.little-idiot.de/teambuilding/KybernetikGesetzeDerNetze.pdf
Mit den Techniken von Psychologen, NLP'lern, Trainern, Coaches,
Verhaltenstrainern, ,,Hirnverdrehern" oder ,,Hirnmanipulatoren"
hat dies hier rein garnichts zu tun. Wohlgemerkt - Es ist kein
,,Überreden", keine ,,Verhaltensmanipulation" oder ,,Änderung
des Verhaltens" durch Sprache am Menschen, sondern das geschickte,
tiefenpsychologische Steuern der Auswahl der Gedankenpfade in dem Hirn
der Kassiererin durch Wecken von Emotionen, positiven, damit sie diesen
Pfad einschlägt, und negativen, damit die einen anderen Pfad
(möglicher Betrug) nicht durchdenkt. Durch geschickte Sprachwahl
steuert man so die Auswahl der Gedankenpfade, sodaß in der gedachten
Wirklichkeit der Kassiererin, also ihrer subjektiven Realität ein
situativer Kontext suggeriert wird. Die natürliche Vorstellungsgabe
wird Kognition genannt, siehe Maturana, ,,Baum der Erkenntnis".
Mensch bleibt also ,,er selber", tut jedoch, völlig in
Übereinstimmung mit sich selber, seinen Werten, seiner Moral, Ethik,
tut jedoch plötzlich Dinge, die tatsächlich seinem Arbeitgeber
schaden, und merkt es noch nicht einmal.
Und damit dieser psychodynamisch gestaltete Prozess auch völlig
reibungslos und vor allem juristisch folgenlos abläuft, braucht man
zuvor ja noch von der alten Dame den Bong, als Eigentumsnachweis am
Netz, für den Fall der Fälle. Juristisch ist damit dieser Betrug
nicht mehr nachweisbar. PD² ist eigentlich nur die hohe Kunst der
(logischen) Steuerung der Auswahl von Gedankenpfaden über Emotionen,
nichts weiter. Top-Verkäufer nutzen diesen Effekt und sind sogar in
der Lage, einem Kunden Dinge zu verkaufen, die er bereits hat. So habe
ich z.B. bei Vorwerk gelernt, wie man einem Vorwerk-Kunden auch einen
2. Staubsauger locker verkauft.
Dieselben Denkstrukturen finden sich z.B. in dem Buch ,,Kunst des
Krieges" von Sun Tse wieder, nur halt auf damalige Verhältnisse und
Situationen bezgen. Sun Tse (auch Sun Tsu, Sunxi) hat es vor 2500
Jahren schon verstanden, Menschen zu führen, sich dahin zu bewegen,
daß Sie bereit waren, sogar zu sterben, für die gemeinsame Sache,
sprich die eigenen Kriegskünste unter eine Flagge zu stellen. Das ist
das, was in China als TAO / DAO bekannt ist (Taoismus/Daoismus). Die
meisten Übersetzungen hierzulande sind leider völlig falsch, die
chinesische Philosophie der damaligen Zeit ist hierzulande nicht
wirklich verstanden worden, zumal zuviele ,,Schwätzer" idealistisch
alles mögliche in diese Schriften aus unserer Gegenwart und Kultur
dort hinein interpretieren, nur eines tun sie nicht, die damalige
Situation genau zu analyiseren und daraus zu lernen., siehe
http://www.little-idiot.de/teambuilding/SunTsuKunstDesKrieges.pdf
Dieses Buch ist im Grunde eines der Standardwerke in der
Management-Ausbildung, weil es die Gründzüge erklärt, wie man
Menschen zu allem bringt, sogar ihr Leben für TAO/DAO zu opfern, was
nichts anderes bedeutet, als : ,,Die Unterordnung unter die gemeinsame
Sache". Der berühmte General von Clausewitz hat bei Sun Tse
abgeschrieben, sogar die Kapitelnumerierung und die Reihenfolge der
Themen ist identisch. Heutzutage findet sich von Clausewitz in den
Strategie - und Taktik - Ausbildungs - Literatur der deutschen
Bundeswehr und der Nato.
Auch Napoleon kannte dieses Werk, ein Mönch hat es ihm aus China
mitgebracht, womit er sehr erfolgreich auch völlig überlegene Armeen
besiegte. Hier ist es u.a. auch unter dem irrigen Titel: ,,Wahrhaft
siegt, wer nicht kämpft!" bekannt. An europäischer Literatur zu dem
Thema ist nur noch Gustave Le Bon ,,Psychologie der Massen"
ähnlich, die Geschichten eines Lazarettarztes, welcher in 37
europäischen Kriegen die Führungskompetenz von Offizieren beobachtet
hat, wie sie die Leute dermaßen motiviert haben, daß sie sehenden
Auges in den sicheren Tod gelaufen sind. Dieses Buch war Standardwerk
bei der Ausbildung der Führungskader im 3. Reich, wie mir persönlich
ein (noch lebender) Nachbar berichtet hat.
Das Beispiel hier lehrt, daß und wie die Mechanismen des TAO/DAO
funktionieren, und wie man tatsächlich unter korrekter
Berücksichtigung aller juristischen und sonstigen Randbedingungen
jeden Menschen zu völlig absurden Handlungen veranlassen kann, wenn
man nur will, sprich die Mechanismen des PD² vollständig verstanden
hat.
,,Unmöglich ist eine Geisteshaltung, kein Fakt!"
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Einführendes Beispiel: Zusammenarbeit fördern!
Ein Beispiel für ein sehr einfaches, aber effizientes Prämiensystem
(nicht so komplex, wie INTRABAY) stammt aus den 80er Jahren einer
Papierfabrik nähe Düren:
Diese Firma produzierte rund um die Uhr Papier, welches durch eine
Vielzahl von verschiedenen Verarbeitungsstufen durch mußte. Hin - und
wieder trat ein Defekt auf, der durch die Schlosser in Bereitschaft
behoben wurde. Zur besseren Auslastung der Maschinen wurde rund um die
Uhr produziert.
Die GF hatte ein typisches Problem, und zwar wollten die Schlosser sich
einfach nicht gegenseitig die Tricks und Kniffe bei den Maschinen
gegenseitig beibringen, wie sie möglichst schnell wieder in Gang zu
setzen wäre.
Daher wurden in Absprache mit den Schlossern und dem Betriebsrat anhand
der vorliegenden Ausfallstatistik sog. "Norm-Reparaturzeiten" für die
Maschinen festgesetzt. Wenn im Durchschnitt eines Jahres die Schlosser
schneller sind, als vorgesehen, werden für jede Minute eingesparter
Zeit bei Reparaturen und jeder Minute weniger Ausfallzeit der Maschinen
10DM in einen Prämienfond gezahlt, der dann vor Weihnachten an alle
gemeinsam ausgeschüttet wird, zusätzlich zu dem Weihnachtsgeld.
In der folgenden Zeit passierte folgendes. Die Schlosser gaben sich die
beste Mühe in der ohnehin anstehenden Wartezeit die Maschinen
präventiv bestmöglich zu pflegen, damit sie halt nicht ausfielen, und
erklärten sich - während der Nachtschichten besonders - gegenseitig
alle Tricks und Kniffe, wie man die Dinger bei Ausfall möglichst flink
wieder in Gang bringt.
Das System funktioniert heute noch äußerst erfolgreich. Der Firma
geht es viel besser als vergleichbaren Unternehmen.
Auch ein Beispiel für erfolgreiches "Psychodynamisches Prozessdesign"!
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Menschenführung durch Gedankenkeime
,,Gedankenkeime" sind eine feine Sache. Man erzählt einfach eine
Anekdote, die jedoch beim Gegenüber so dermaßen ,,haften" bleibt,
daß er/sie immer wieder öfter daran denken muß.
Gute Verkäufer machen das z.B. so: Man kann auf alle 10 Gebote, wie
man zu einem ,,guten Verkäufer" wird, verzichten, wenn man
genügend von Tiefenpsychologie versteht, und selber einen Bedarf nach
etwas *schafft*, es versteht den Kunden zu faszinieren, etwas völlig
neues erleben und ausprobieren zu wollen, sich in seine Gedankenwelt
hinkatapultiert, sodaß er jeden Tag darüber nachdenkt, ob der sich
das nun leisten soll, oder nicht, siehe den Audi-Chef und
Quattro-Antrieb, den tatsächlich niemand je gebraucht hat, sich aber
hervorragend verkauft und den Audi-Fahrer glauben läßt, er wäre
etwas *besonderes*, wenn er mit 250 PS und Allrad-Antrieb im Stau
steht.
Jeder legt Wert darauf, als Individuum zu gelten, versucht, seine
Persönlichkeit weiter zu entwickeln, aber wenn es aber darum geht, das
tatsächlich auch zu ,,leben", dann werden plötzlich alle sog.
,,Individualisten" wieder zu angepassten Opportunisten und
Schoßhündchen, die sich ängstlich aneinander orientieren,
verunsichert in ,,Verkaufsbücher" (Fish) schauen, in OpenBC
herumfragen, und dann das tun, was eigentlich überhaupt nicht ihr Ding
ist, nämlich sich selber bis zur Unkenntlichkeit verbiegen.
Manchmal weiß man erst nach dem Schlafen, wie ein Problem zu lösen
ist, Träume sind Denkprozesse im Gehirn, welche nicht nur neue
Kombinationen von Bekanntem bilden, sondern auch die Denkstrukturen,
also tatsächlich die Verdrahtung in unserem Hirn verändern, die
Neuronen anders gewichten. Konstruiert man die impliziten Logiken
hinter den Anekdoten so, daß sie genau den "Ausweichgedanken" des
Gegenübers entgegenwirken, so kann man im Laufe der Zeit sog.
"Ausweichlogiker" dahin bekommen, daß sie aufhören, immer wieder
Ausreden zu erfinden, warum dies oder jenes nicht funktioniert hat ...
"Hemmingway: Kann nicht kommen, Lüge kommt später", siehe auch
https://www.openbc.com/cgi-bin/forum.fpl?op=showarticles&...
Die meisten Menschen sind Ausweichlogiker. Erst tun sie etwas dummes,
oder scheitern an einem simplen Problem, und hinterher überlegen sie
sich irgendeine dumme Ausrede, warum das wohl nicht ginge. So wirkt z.B
ein besondere ,,Gedankenkeim" der möglichen Kriminalität von
Jugendlichen (diese pubertären Adrenalin-Junkies) entgegen: ,,Die
Gefängnisse sind voll von Leuten, die glaubten, nicht erwischt zu
werden!". Oder was für die äußerst empathischen, selbstverliebten,
einfühlsamen Menschen, die u.a. in OpenBC ,,missionieren": ,,Gehe
in Dich, aber wundere Dich nicht, wenn Du niemanden antriffst!"
Durch die Vermittlung von neuen Begriffen mit ihren ,,impliziten
Logiken" führt man beim Gegenüber neue Denkweisen ein, neue
,,Aspekte", jedoch stets nur neue Sichtweisen auf Altbekanntes.
Der Denkprozeß hangelt sich stets entlang der impliziten Logiken
bekannter Begriffe. Jedes Hinzufügen neuer Begriffe sorgt für
Endorphinauschüttung, vorausgesetzt er koppelt an vorhandenen
Strukturen an. Sich neue Wissensgebiete zu erarbeiten, fällt schwerer,
als an Bekanntes anzuknüpfen.
http://www.little-idiot.de/teambuilding/PD%B2-Test.ppt
Menschen mit hoher Vernetzungsdichte der Begriffe einer Kategorie -
sprich Fachexperten - haben zumeist eine lange Schule der kreuzweisen
,,Beleuchtung" der Begriffe untereinander absolviert, während
hingegen das ,,ungebildete" Volk nur über dünnvernetzte
Begriffslandschaften verfügt, viel empfänglicher ist, für neue
,,Worterfindungen". Bis ein Begriff im neuronalen Netzwerk Gehirn
,,sitzt", sind ca. 800 Wiederholungen in verschiedenen Kontexten im
Laufe der Jahre (Schule, Uni) erforderlich.
Die Bezeichnung ,,semantische Falle" (semantic trap) hat ihren
Grund, wie Bar-Hillel, 1973, 296 schrieb. Da jede Art von Denkprozeß
sich prinzipiell nur entlang der Logiken bekannter Begriffe
,,entlanghangeln" kann, ist Mensch in diesen Strukturen quasi
gefangen. ,,Wir können nicht wissen, was wir nicht wissen!". Fatal
hierbei ist die Gefahr zyklischer Verbindungen - ,,Denkfallen" oder
auch ,,unendlicher Regreß" genannt.
Versteht es jemand, eine andere Person mit speziell konstruierten
Begriffen so zu ,,füttern", daß sich recht schnell zyklische
Verbindungen ergeben, welche sich sukzessive ausweiten lassen (die
logischen ,,Kreise" wachsen), so ist dieser Mensch in dem
semantischen Gebäude gefangen. Nepper, Schlepper, Bauernfänger sind
solche Menschen, welche irgendwann verstanden haben, wie genau man
Menschen ,,einwickelt", sprich in dieses fiktive, erfundene
Gedankengebäude hineinschickt, und dort drin behält. Immanuel Kant
warnte bereits vor Gedankengebäuden, deren Fundament schon nicht
trägt.
Salaman&Clark haben dieses jahrtausende alte Phänomen (Bibel) als
,,guru theorie" beschrieben. Immer wieder stürzen sich Menschen
auf's Neue auf diese Modewellen, die da heißen: NLP, Zen, Assessment
Center, Psychologie, Kaizen, LEAN, CRM, u.s.w. Auch die Römer hatten
schon damals ihre Verwaltungen für ihr Riesenreich vollständig im
Griff, auch die Phönizier, Macedonier, Ägypter, Kelten, Napoleon,
China, Russland, und das völlig ohne Computer, PDA, Druckersysteme,
Assessment-Center, Persönlichkeitstests, u.s.w..
Auch ganze sog. ,,Wissenschaften" stellen als
,,Glaubensgebäude", welche ausschließlich von der Anerkennung
leben (man sie also tatsächlich nie in der Menschheitsgeschichte zuvor
,,wirklich" gebraucht hat) eine ,,Semantische Falle" dar:
https://www.openbc.com/cgi-bin/forum.fpl?op=showarticles&...
Die Realität ist nicht die Wirklichkeit!
Ich fand folgendes Plakat aus dem Jahre 1929 in Berlin:
http://www.little-idiot.de/teambuilding/GegenDenTonfilm.pdf
,,Man muß sich im Klaren sein, daß es kein schwierigeres Wagnis,
keinen zweifelhafteren Erfolg und keinen gefährlicheren Versuch gibt,
als ... eine neue Ordnung einzuführen; denn jeder Mensch hat all
diejenigen zum Feind, die von der alten Ordnung Vorteile hatten, und er
hat an denen nur laue Verteidiger, die sich von der neuen Ordnung
Vorteile erhoffen. Das Zögern resultiert teilweise aus der Furcht vor
den Gegnern, die das Gesetz auf ihrer Seite haben, und teilweise aus
der Phantasielosigkeit der Menschen, die erst dann von Neuerungen
überzeugt sind, wenn sie konkrete Erfahrungen damit gesammelt haben.
Daher kommt es, daß die Gegner die neue Ordnung bei jeder Gelegenheit
mit aller Leidenschaft angreifen und die Befürworter diese zu schwach
verteidigen. Deshalb gerät der Neuerer zusammen mit den Befürwortern
in Gefahr." (Macciavelli)
Und es zeigt auch, woran viele Change-Management - Anstrengungen
scheitern, nämlich hauptsächlich an der Unfähigkeit zur
Menschenführung, z.B. durch ,,Gedankenkeime", welche als eines der
möglichen ,,Instrumente" der Beeinflussung von Mitarbeitern in eine
bestimmte Richtung einfach zu selten genutzt wird.
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
P.S.:http://www.little-idiot.de/teambuilding/dr.sommer.jpg Wofür
dieser Gedankenkeim wohl sich eignen mag?
Wie ,,zwinge" ich Mitarbeiter zur effizienteren Zusammenarbeit?
Wie bewegt man Mitarbeiter in Verwaltung oder öffentlichen Dienst zur
effizienteren Zusammenarbeit? Nun, die Antwort ist einfach -
,,Psychodynamisches Prozessdesign" = PD² !
Wie könnte eine gangbare Lösung aussehen? Zunächst muß man
festhalten, daß man angesichts der juristischen Lage eigentlich keine
Möglichkeit hat, hier irgendwen zu irgendwas zu zwingen, bestehende
Verträge sind unantastbar - und es besteht auch überhaupt keinen
Grund, diese zu ändern!
Was in jedem Falle immer problemlos funktionieren wird, ist - die
Mitarbeiter im Team weniger arbeiten zu lassen, und dies durch zeitlich
befristete Zusatzverträge ,,festzuzurren", natürlich bei voller
Bezahlung!
Die Mitarbeiter *weniger* arbeiten lassen, und nicht *mehr*!
Ich denke, dagegen wird niemand, auch keine Gewerkschaft oder Juristen
etwas haben können. Ist das nicht ,,Klasse"?
Leistung = Arbeit/Zeiteinheit, logisch? Weniger Zeit, höhere Leistung!
Nun - für diejenigen, die mich nun für etwas ,,bescheuert"
halten - ,,Psychodynamisches Prozessdesign" ist etwas
raffinierter. Die Zusatzverträge lassen sich natürlich
,,gestalten", sodaß sie dann erst eine tatsächliche Wirkung auf
die Psyche der Mitarbeiter entfalten. Wie könnten wir diese so
gestalten, daß wir das Ziel, daß die Mitarbeiter effizienter
zusammenarbeiten *wollen*, auch locker erreichen?
Mit der Einführung der 35 Stundenwoche haben damals ganze Heerscharen
von Arbeitgebern und der gesamte Arbeitgeberverband tief und fest
geschlafen. Warum?
Sie haben vergessen, die Verträge so zu gestalten, daß hierbei nicht
nur eine Arbeitsverdichtung für den einzelnen Arbeitnehmer entsteht,
sondern gleichzeitig dessen intrinsische Motivation gesteigert wird,
ein innerer Antrieb erwacht, die Prozesse auch tatsächlich effizienter
zu gestalten, effizienter miteinander arbeiten lernen zu wollen.
Holen wir das einfach mal nach:
Wir gehen wie folgt vor: Die Mitarbeiter bekommen die Aufgabe, sich zu
Teams von 2-20 Personen zusammenzufinden, und zwar sollen die Teams
frei so gewählt werden, daß die Möglichkeit besteht, innerhalb
weniger Wochen eine hohe Redundanz im Team zu erreichen, sprich - die
Teammitglieder sollten sich gegenseitig helfen bzw., das ist das noch
höhere Ziel, sich gegenseitig ,,ersetzen" können, jedoch ohne die
wöchentliche maximale Arbeitszeit zu überschreiten, und das auch bei
Urlaub und Krankheit.
Sobald die Mitarbeiter sich in Teams zusammengefunden haben, werden
sog. ,,Teamverträge" mit dem Arbeitgeber abgeschlossen, welche
zeitlich auf 4-8 Monate begrenzt sind. Hierin wird festgehalten, daß
im 1. Monat eine Stunde weniger, im 2. Monat 2 Stunden, im 3. Monat 3
Stunden weniger pro Tag gearbeitet wird, und zwar gilt das für alle im
Team gleichermaßen. Zusatzbedingung - es darf keine Arbeit
liegenbleiben, und - jede Stunde, die das Team oder ein einzelner
mehr arbeitet, wird vom Lohn *abgezogen*. Nach Hause gehen dürfen alle
im Team nur dann, wenn die tägliche Arbeit für alle vollständig
erledigt ist. Damit entsteht überhaupt erst der ,,gefühlte" Zwang
zum gemeinsamen Arbeiten, und der Wunsch zur Kommunikation über
effizientere Arbeitsmethoden. D.h. wenn nicht alle im Team an einem
Strang ziehen, und wenn auch nur einer nicht rechtzeitig fertig ist, so
zahlen alle Strafe. Überstunden werden ja vom Lohn abgezogen.
Durch die langsam gesteigerte Arbeitszeitbegrenzung wird
sichergestellt, daß das Team die Zeit und Möglichkeit bekommt, die
Arbeit effizienter miteinander zu organisieren, und die Prozessketten
zu straffen. Ein kurzes Meeting jeden Tag oder alle 2 Tage mit einem
kurzen schriftlichen oder mündlichen Bericht an den Vorgesetzten
stellt sicher, daß auch tatsächlich keine Arbeit liegenbleibt.
Notfalls erfolgt eine Kontrolle durch ein anderes Team. Wie dies
vertraglich ausgestaltet werden kann, ist je nach Fall sehr
unterschiedlich.
Zusatzbedingung noch: Ein Kaizen - Experte steht jedem Team mehrere
Stunden zur Verfügung, zur Schulung in Prozessoptimierung zwecks
Veränderung der Denkstrukturen und zur Beantwortung von Fragen.
Dieser so gestaltete Zusatzvertrag hat es, aus psychodynamischer
Hinsicht gesehen, in sich. Es werden eine ganze Reihe von
Hintergrundprozessen im Hirnstübchen der Mitarbeiter losgetreten.
Anfangs haben die Teammitglieder noch Zeit, sich so zu organisieren,
daß sie sich gegenseitig bei der Erledigung ihrer Arbeit helfen
können. Sie beginnen also - intrinsisch motiviert - also aus eigenem
Antrieb - (siehe Beispiel mit dem nichtzahlenden Mieter, der
freiwillig kündigt, und auszieht) zu kommunizieren, sich gegenseitig
ihren Job zu erklären, mit dem Ziel, sich gegenseitig aushelfen und
baldigst auch vertreten zu können. Dies ist das Prinzip der
Kybernetik. Man übt von außen Druck auf das System aus, und die
Strukturen in diesem verändern sich dann von alleine, siehe auch
,,Schwarmintelligenz".
Die Aussicht, daß im nächsten Monat täglich noch eine Stunde
täglich weniger zur Verfügung steht, verändert langsam die
Denkstrukturen in den Hirnen. Sie beginnen zu überlegen, wie man die
Arbeit noch effizienter gestalten könnte, und fragen nach dem
Kaizen-Experten, wollen freiwillig gerne dazulernen. Die Denkstrukturen
bzw. die Aufmerksamkeit jedes Arbeitsnehmers verändert sich in
Richtung ,,LEAN", ,,Prozessoptimierung", ,,Kaizen".
Im 3. Monat dann zeigt sich, ob die Denkstrukturen sich tatsächlich
verändert haben, und erfahrungsgemäß hat sich die Effizienz dann
bereits enorm gesteigert, die Mitarbeiter sind redundant, also
gegenseitig austauschbar.
Damit hat man dann eigentlich alles in wenigen Monaten erreicht, was
man erreichen wollte. Die Mitarbeiter haben freiwillig und mit Freude
ihre Lektionen gelernt, die Abteilungen sind viel effizienter,
Urlaubsvertretungen sind kein Problem mehr, keine Arbeit bleibt mehr
liegen, und die Teams sind darauf vorbereitet, viel mehr Leisten zu
können. Und da sich die Denkstrukturen dahingehend verändert haben,
daß von nun an immer weiter nach ,,Optimierungsmöglichkeiten"
gesucht wird, halt der KVP (Kontinuierlicher Veränderungs Prozess)
auch weiter an. Überstunden in Spitzenzeiten werden gänzlich
überflüssig.
Es wird fleißig kommuniziert, die Arbeitszufriedenheit nimmt
erfahrungsgemäß enorm zu! Auch die Themenauswahl verändert sich in
Richtung ,,Kaizen", KVP, u.s.w.
Ein Problem bleibt noch. Es dürfte jedem Verwaltungsangestellten klar
sein, daß sie sich dadurch teilweise ,,überflüssig" machen, also
genaugenommen gegen ihre eigenen Interessen handeln.
Nun - das Problem ist einfach zu lösen. Die ,,überflüssigen"
Mitarbeiter werden als ,,Kaizen" - Experten in anderen Abteilungen,
Verwaltungen oder sogar an andere Unternehmen ausgeliehen (siehe
Beispiel Porsche Consulting), wo sie ihre umfangreichen, praktischen
Erfahrungen mit Prozessoptimierung und ,,Psychodynamischem
Prozessdesign" weitergeben können, mal was anderes, als lebenslang
in Verwaltung zu versauern. Die wirklich guten Prozessoptimierungs -
Experten finden mit Kußhand jederzeit einen Job in der freien
Industrie.
Die Kosten der gesamten ,,Restrukturierung" einer ganzen
Verwaltungs-Einheit sind mit PD² denkbar gering. Korrektes,
,,Psychodynamisches Prozessdesign" spart Geld, und kostet nichts.
Ein Unternehmensberater, der nach Geld für die Optimierung von
Unternehmensprozessen fragt, hat sein Handwerk nicht verstanden!
Hinweis: Obiges Beispiel ist nur eine ,,grobe Beschreibung" der
minimal notwenigen Prozesse. Typisch für PD² ist, daß situativ
weitere Prozesse ,,vorgeschaltet", ,,parallelgeschaltet" oder
,,nachgeschaltet" werden müssen, um das Gewünschte zu erreichen.
Mehr zu den Denkweisen der Prozessoptimierung siehe:
http://www.little-idiot.de/teambuilding/KaizenI.pdf
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Annotationen:
Als ich dieses bereits bewährte Konzept in http://www.OpenBC.de
vorstellte, kamen unter Consultants viele Bedenken auf, eigentlich
typische Fragen, die nur eines zeigen, wie groß der Bedarf in
Deutschland ist, geistige Grenzen zu ,,sprengen": Ich hebe einfach
wilde Behauptungen auf, entlarve Theorien als ,,reine Setzungen"!
Z.B. die Behauptung von Gegensätzen. Dieses Inszenierungen von
Schaukämpfen Gewerkschaft - Arbeitgeber sind reines Polit-Theater,
die Welt halt ,,spannend" machen, die den Beteiligten ihre Existenz
sichern, darunter Gewerkschaftsbosse, u.s.w.:
,,Die Behauptung von Gegensätzen dient dazu, uns darauf festzulegen,
entweder das eine oder das andere zu sein. Weiß oder Schwarz, Mann
oder Frau, eindeutig männlich oder bzw. weiblich oder ,,gestört",
heterosexuell oder homosexuell, nicht behindert oder behindert ... sind
Einteilungen, die die asymetrische Machtverhältnisse verkörpern, da
jeweils eine Kategorie des Gegesatzpaars die andere dominiert."
(Jaques Derrida).
,,Kommunismus wäre ohne Kapitalismus undenkbar". Hier besteht
begründeter Verdacht, daß hier die Behauptung von Gegesätzen eine
reine Erfindung ist, also nur ,,Gedankending". Die ,,Abschaffung"
von Geld wäre die einzige Maßnahme gegen Kapitalismus, jedoch auch
von Kommunisten offensichtlich nicht gewünscht ;-)
> Die Frage, die sich mir angesichts des fröhlichen Modells stellt, ist: wie bitte will man öffentliche Angestellte dazu
> bekommen, dieses Modell zu wählen?
Einfach. Brot und Spiele. Die ,,dürfen" einen Betrag ihres Gehaltes
am Arbeitsplatz ,,verzocken". Wer gewinnt und wer verliert,
entscheidet das Spiel: Nun die Frage: Wie definiert man das Spiel?
Über ,,Engagement", ,,Leistungsbereitschaft", ,,Kompetenz"?
Wieder neue Theorien und ,,psychologische Messverfahren",
aufgeblähtes Controlling? Wohl kaum. Sowas lenkt die Aufmerksamkeit
nur auf die üblichen Zankereien, weg von der eigentlich so einfachen
Lösung, so wie hier:
,,Rasen betreten verboten!" - lenkt die Aufmerksamkeit erst auf den
Rasen, von dem man ja eigentlich ablenken will!
Wie also sagt man es besser? ,,Bitte auf dem wunderschönen Gehweg
gehen!" oder ,,Ist das nicht ein toller Gehweg?" - allein diese
,,Frage" beschäftigt den Fußgänger schon so, daß er überhaupt
nicht darauf kommt, den Rasen zu betreten!
Am spielsüchtigsten werden Menschen, wenn es um ihre Zukunft geht.
Definiere ein Prozess, der zukunftsweisend ist, und wo jeder gerne
daran teilnehmen will, weil jeder denkt, er könne besser werden, als
sein Kollege, und dabei nur gewinnen.
Viele Menschen ,,zocken", ob nun Lotto/Toto, in der Spielhölle, bei
EBAY, warum nicht am Arbeitsplatz. Warum sollte ein Arbeitsplatz nicht
gleichzeitig eine Spielhölle oder "Lotto-Unternehmen" mit erhöhten
Gewinnchancen, sein, wo man die Gewinnwahscheinlichkeit durch eigenes
Handeln norm steigern kann, sein können? Warum sollten sie nicht einen
Teil ihres Lohnes quasi verzocken, indem sie mit dem Geldbetrag quasi
,,pokern", sich mit ihre Arbeitsleistung oder Wirkung im Unternehmen
dem Urteil ihrer Kollegen stellen? Den Betrag kann jeder selber
festsetzen, selber bestimmen, wieviel er riskieren will oder kann.
Erfahrungsgemäß sind viele bereit dazu, weil jeder ja denkt, er wäre
ein guter Mitarbeiter. Auch wenn einige enttäuscht nicht mehr
mitbieten wollen, so wird insgesamt bei dieser hauseigenen Inszenierung
die Aufmerksamkeit auf ,,Effizenz" gelenkt, und somit langsam die
Denkstrukturen verändert, als langsam wirkender Gedankenkeim:
,,Man muß aus seinem Unternehmen den aufregensten Ort der Welt
machen!" Jack Welch
> Bevor eine Verwaltungsbelegschaft sich nur mal mit einem AZ-Modell beschäftigt, läßt sie dieses unter so ziemlich
> jedem Aspekt prüfen.
Nö. Völlig Überflüssig. Papier interessiert keinen.
> Seitens Gewerkschaft, Personalrat und Rechtsanwälten. Zusätzlich wird bei sowas heutzutage sofort der
> ,,wirtschaftliche Sachverständige" ins Spiel gebracht.
Auf die hört keiner mehr, wenn es Brot und Spiele gibt. Die Leute
gehen ja zum Fußballspiel, weil es dort aufregend (und auch
gefährlich) ist, und was passiert!
> Früher haben Sie hier immer nur zweitklassige Typen getroffen. Ob als Gewerkschaftssekretär, als Personalrats -
> ,,Chef" oder unter den ,,Vertrauensanwälten" großer Ö-Belegschaften. Diese Zeiten sind vorbei. Heute würde die
> Belegschaft sehr schnell wissen, um was es hierbei geht. Inkl. der Tatsache, daß hier ,,headcount reduction" durch die
> Hintertür kommt.
>
> Ergo: wie sorgt PD² dafür, daß das Ziel verborgen bleibt?
Garnicht. Wer nicht mitmachen will, der darf sich weiter im Leben und
am Arbeitsplatz langweilen.
> Bei Ö-Verwaltungen bleibt nur ein hartes Modell, wie es bspw. im Südwesten der USA praktiziert wird. Dort werden
> die Ö-Mitarbeiter vom Kunden bewertet. In jedem einzelnen Fall. Und von der Bewertung ist die Entlohnung 1:1
> abhängig. In den USA haben Sie ein rigides Arbeitsrecht, welches solche Umstellungen en bloc ermöglicht, ohne, daß
> sich die MA groß wehren können. In D nicht, insbesondere im Ö-Sektor lauern hier massivst Stolperfallen.
Alles Wortschubser. Das Volk zieht es dorthin, wo Action ist, wo es
Brot und Spiele gibt!
> Die Fragestellung für Organisatoren wäre hier die gleiche: Wie verkauft man dieses Modell an die Belegschaft?
Garnicht. Man ,,inszeniert" Kraft seiner ,,Macht zur Gestaltung"
als Vorgesetzter einfach ,,panem et circensis"
Wenn draußen auf der Straße vor der Verwaltung ein Unfall passiert,
hört doch auch alles auf zu arbeiten und guckt zu, Verträge über
Arbeitszeiten und Leistungsvereinbarungen interessieren da ja auch
keinen mehr, oder? Man muß die Aufmerksamkeit halt nur "umlenken",
"kanalisieren"! 16.000 Menschen sind morgends hier in OpenBC
"eingeloggt", was für ein wirtschaftlicher Schaden für Arbeitgeber,
nicht? Was folgt daraus?
Es sind zusätzliche Verträge, die die "alten Verträge" überhaupt
nicht tangieren. Lotto hat doch auch nix mit Gewerkschaften zu tun,
juristisch. Es steht mir doch als Initiator und ,,psychodynamischer
Prozessdesigner" frei, mit meinen Mitarbeitern zu zocken um Dinge,
die im Arbeitsplatz z.B. stattfinden?
,,Unternehmer" sein bedeutet, was zu "unternehmen", und nicht, sich
mit ,,Juristereien" herumzuschlagen, oder?
Das, was die Juristen der Gewerkschaften immer wollen, ist, alles
miteinander juristisch zu verknüpfen, damit es möglichst kompliziert
wird, und viel Arbeit entsteht. Genaugenommen ist hier eine
Suggestivwirkung entstanden, sodaß Arbeitgeber und
Arbeitgebervertreter im Arbeitgeberverband auch nun "glauben" es müsse
alles miteinander verkoppelt sein. Diese Behauptung ist eine reine
Setzung, willkürlich. Ich kann mit jedem Mitarbeiter doch einen
Vertrag machen, daß ich ihm jedesmal, wenn er pünktlich ist, 1€
zahle, und wenn er nicht pünklich ist, er mir 5€ zahlen muß?
Wenn ich ihn geschickt ,,bei seiner Ehre" packe, leicht provokant
die Anschuldigung ,,übertreibe", also ihm ,,Unrecht tue", wird
der mir den Vertrag unterschreiben, bevor er kapiert hat, was passiert
ist:
V:Sie sind immer unpünktlich!
M:Bin ich nicht!
V:Sind Sie!
M:Bin ich nicht, außerdem müssen Sie mir das beweisen!
V:Ok, wenn sie immer pünktlich sind, machen wir doch eine Wette: Sie
zahlen mir 5€, wenn Sie zu spät kommen, ich zahle Ihnen 1€
jedesmal, wenn sie pünktlich kommen. Und wenn nehmen wir als
Schiedsrichter? Den Wärter am Werkstor?
M:Einverstanden!
V:Unterschreibe!
Damit bin ich dann fertig. Und auch als Vorgesetzter im großen
Unternehmen kann ich das mit der Lohnbuchhaltung absprechen, daß die
das Geld dann gegen Quittung bar auszahlen.
Menschenführung durch ,,Psychodynamisches Prozessdesign" ist
eigentlich Kinderkram. Man muß es jedoch ,,trainieren", damit sich
die eigenen Denkstruturen verändern, erst danach ist man in der Lage,
sich solche Dinger aus den Fingern zu saugen, in beliebigen
Situationen. Komplexere Beispiele, wie INTRABAY benötigen jedoch viel
mehr ,,Planungsvorlauf", höchstens jedoch ein paar Stunden, um die
,,impliziten Logiken" des situativen Kontextes zu verstehen.
Dieses Prinzip der Überredungskunst oder ,,Trick" nennt sich
übrigens ,,Para-Reaktion". ,,Unmöglich ist eine Einstellung, kein
Fakt!"
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Nichtzahlende Mieter schnell loswerden
Stellen Sie sich vor, Sie sind Vermieter, besitzen ein 8-Familienhaus,
5 der Mieter sind Sozialhilfeempfänger und Alkoholiker. Normalerweise
kein Problem, arme, aber nette Leute. Die Stadtverwaltung jedoch hat
die Zahlungsweise aufgrund eines Grundsatzurteiles umgestellt, sodaß
die Miete nicht mehr auf das Konto des Vermieters, sondern des Mieters
direkt gezahlt werden muß. Die 5 Mieter, teilweise alkoholkrank,
teilweise drogensüchtig, alle lieb und nett, zahlen bloß Ihre Miete
nicht, sie versaufen und verkiffen sie.
Sie selber kommen mit Ihren Raten bei der Bank in enormen Verzug. Sie
nutzen das veränderte Kündigungsrecht, und kündigen fristlos diesen
Mietern. Der Kündigung wird widersprochen, der Gerichtstermin ist
angesichts überlasteter Gerichte in 5 Monaten. Solange haben Sie
Mietausfälle, und die Bank macht Druck. Die Räumungsklage ist
erfolgreich, die bekommen vor Gericht ,,Recht". Nun - ,,Recht"
haben und ,,Recht" bekommen sind zunächst zweierlei Dinge, aber nun
gut. Der Räumungstermin wird angesetzt. Dem wird wegen ,,psychischer
Krankheit" und Unzumutbarkeit widersprochen. Verschiedene
Räumungstermine werden angesetzt, die aber alle wegen "Krankheit"
nicht vollzogen werden können.
Inzwischen sind 2 Jahre vergangen, 5 ihrer 8 Mieter zahlen inzwischen
nicht, sie stehen bei Ihrer Bank mit 40.000€ (Gerichts/Anwaltkosten)
in der Kreide. Ihr Mehrfamilienhaus wird versteigert, natürlich mit
hohen Verlusten angesichts der stark fallenden Preise (1/3 der
(jetzigen) Bevölkerung stirbt in den nächsten 10-15 Jahren), und Ihre
Altersversorgung ist in den Sand gesetzt. Sie haben sogar noch
Schulden, die Sie abarbeiten dürfen. Dies ist z.B. ein aktueller Fall
aus meiner Nachbarschaft.
Wie löst man das Problem der ,,Entmietung" viel eleganter mit
,,Psychodynamischem Prozessdesign" = PD² ohne Anwälte und ohne
Gerichte, und zwar ohne oder nur mit sehr geringen Kosten?
Hier nun die Lösung:
Derrida lehrt mit seinem Prinzip der ,,Dekonstruktion", daß man
nämlich die impliziten Logiken der Situation, der Denkweisen der
Beteiligten sauber voneinander trennen muß.
Siehe
http://www.little-idiot.de/teambuilding/AnleitungZurDekonstruktion.pdf
Damit sich ein (Ex-)Mieter so verhält, wie gewünscht, muß man
zunächst alle relevanten, impliziten Logiken seiner Denkstrukturen
kennen und beachten, bevor man ihn dahin führen kann, wo man ihn haben
will.
Erstes Gesetz: Ein Mensch, der in die Ecke gedrängt wird, beißt.
Sobald ein Mieter nicht mehr zahlen kann, ist er in emotionaler Not
(die meisten zumindest), hat also noch viel mehr Probleme. Bei
Verstärkung des Druckes reagiert Mensch unkalkulierbar. Gips in
Abwasserrohen kostet ein Vermögen. Daher gilt als Hauptregel: Kein
Druck machen, bis er tatsächlich raus ist, und die Schlösser
ausgetauscht sind.
Ein Sozialhilfeempfänger kennt sich im Gesetz hervorragend aus, kennt
alle Tricks und Kniffe und rechnet eigentlich immer damit, daß
Vermieter sich auch strikt an Gesetz und Ordnung hält. Die meisten
Vermieter sind solide Kaufleute, die jedoch in diesen starren, Schemata
denken, und gerne an Gesetz und Ordnung und Recht glauben, weswegen sie
auch meist völlig hilflos sind, wenn sich jemand nicht an diese
Ordnung hält, und direkt nach dem Anwalt schreien, der natürlich
gerne hilft, und Vermieter das Geld mit beiden Händen aus der Tasche
zieht.
Der Mieter weiß genau, wie man Räumungsklagen notfalls mehrere Jahre
verzögern kann, durch Vortäuschung einer Krankheit (Ärzte und
Psychologen bieten da gerne ihre Dienstleistungen mit Alibi-Attesten
an)
Die Idee mit dem Rechtsanwalt ist immer toll, die verdienen sich in
Deutschland doof. Sie versprechen dem gutgläubigen Vermieter Hilfe in
der Not, und hinterher bleibt dieser nämlich neben dem Mietausfall
auch noch auf Anwalts-und Gerichtskosten sitzen. Man schmeißt hier dem
schlechten (eh verlorenen) Geld noch gutes Geld hinterher, und die
Situation ist immer noch dieselbe.
Was schließt man also daraus? Man muß seine eigenen Denkstrukturen
verändern. Als Vermieter neigt man stets dazu, den Mieter als Feind zu
betrachten, und ihm die Hölle heiß machen zu wollen, angesichts der
Unverschämtheit, die Miete nicht zu bezahlen. In diesen
Denkstrukturen, dem ,,Feindbild", welches seinen Ursprung in der
christlichen Erziehung hat, im Glauben an ,,gut" und ,,böse",
Himmel/Hölle, Freund/Feind, schwarz/weiß ist man gefangen, und kann
sich nicht daraus lösen, um tatsächlich die für alle Beteiligten
,,optimale" Lösung zu finden. Jaques Derrida drückte es einmal so
aus:
,,Die Behauptung von Gegensätzen dient dazu, uns darauf festzulegen,
entweder das eine oder das andere zu sein. Weiß oder Schwarz, Mann
oder Frau, eindeutig männlich oder bzw. weiblich oder ,,gestört",
heterosexuell oder homosexuell, nicht behindert oder behindert ... sind
Einteilungen die asymetrische Machtverhältnisse verkörpern, da
jeweils eine Kategorie des Gegensatzpaars die andere dominiert."
,,Verschiebung der Logik" vor den Hintergrund anderer Kontexte ist
damit so nicht zulässig, sodaß Mensch im Denken festgelegt, begrenzt
ist.
Soll uns sagen: Die Strategie völlig ändern, weg von dem
,,Konfrontationskurs". Man betrachtet den Mieter dann mal nicht als
Widersacher in einem Interessenskonflikt, sondern man versucht einmal,
nur noch das Ziel zu sehen, nämlich was man alles tun muß, damit
dieser freiwillig und mit Freuden auszieht. Hierbei könnte man ja
gleich noch das Clichée vom ,,reichen Vermieter" bestätigen ;-)
Also nochmal von vorne:
Das erste, was man ihm erklärt ist, daß man ihn zwar persönlich mag,
jedoch nicht gedenkt, ihn weiter dort wohnen zu lassen. Egal, wie. Und
er darf sich es aussuchen, ob man eine Etage höher über seinem Bett
mit der Hilti ein Loch bohrt (in seine Wohnung einbrechen wäre ja
strafbar, aber der Mieter drüber, der läßt einen sicherlich
handwerkliche Arbeiten erledigen, die auch ,,schiefgehen" können
..., erklärt man ihm, daß man sich ja beim Anwalt ,,informiert"
hat) und hierdurch dann einen Pulverlöscher entleert, mitsamt
Tränengas und Juckpulver, die Wohnung also auch ohne sie betreten zu
müssen, unbewohnbar zu machen, oder ob er sich die Alternative
anhören mag.
Der Hintergrund dieser für ihn sehr bedrohlichen Ankündigung ist:
Gedankliche Auswege, daß er sich irgendwie hinter dem Gesetz
verschanzen könnte (Vermieter nicht hineinlassen, Räumungsklage
verzögern) zuzumachen.
Sozialhilfeempfänger und Menschen, die lange ohne Geld gelebt haben,
sind ,,emotional weiche Ausweich-Logiker!" ,,Kann nicht kommen,
Lüge kommt später!" Erst tun sie etwas dummes, und dann überlegen
sie sich eine Ausrede, warum sie gerade das so tun mußten,
Verantwortungsbewußtsein ist nicht.
Das bedeutet, daß sie immer nur gedanklich den für sie angenehmsten
Gedankenpfad durchdenken wollen. Und der für ihn scheinbar
angenehmsten (verschanzen, aussitzen) wird damit unkalkulierbar, also
emotional unangenehm, er wird diesen Gedankenpfad dann nicht weiter
verfolgen, es hat aber noch einen weiteren Hintergrund, dazu später)
Die Alternative kommt dann auf eine sehr freundliche, emotional
liebevolle Art:
,,Ich weiß, daß Du ein netter Mensch bist, und gerne die Miete
zahlen würdest, aber Mist gebaut hast. Paß auf, ich schlage Dir
folgendes vor. Wir beide (Betonung auf ,,wir") suchen für Dich eine
neue Wohnung. (Mieter staunt) Ich will, daß Du dir eine neue Wohnung
suchst, und ich werde Dir helfen. Das mit dem Rechtsanwalt und den
Gerichten habe ich mir überlegt, das lassen wir, wir wollen ja Freunde
bleiben. Und nun hör zu. Ich zahle Dir 2000€ bar auf die Hand, wenn
Du ausgezogen bist, die Wohnung in sauberem Zustand, einwandfrei und Du
mir die Schlüssel übergeben hast. Umzug - also den Wagen stelle ich
Dir, Freunde zum Schleppen haste ja, oder? (Übrigens dürfen dabei
Zeugen auch anwesend sein, man kann ihm das sogar schriftlich geben,
daß man ihm die 2000€ gibt, wenn er in max. 2 Monaten raus ist,
danach gibt's nix mehr!). Und dann haben wir keinen Zank mehr, ich
kann mir das Loch mit der Hilti ersparen, und wir bleiben gute Freunde,
einverstanden?"
Der säumige Mieter glaubt es kaum, soviel Liebe und Verständnis hat
ihm noch nie jemand entgegengebracht, gerade in der kritischen Phase,
und er träumt noch von einem anschließenden Urlaub auf Vermieters
Kosten. Und so großzügig. Die ,,Alternative" gefällt ihm. Aber
wer will heutzutage noch einen Harz IV- Empfänger als Mieter, fragt er
zu Recht?
,,Ich mache Dir einen Vorschlag: Du bekommst mein Auto, meine teure
Armbanduhr und schicke Schuhe, um die Wohnungen zu besichtigen und beim
Vermieter Eindruck zu machen, kannst auch die Woche damit herumfahren.
Wenn der anruft - von mir bekommt der über Dich nur Bestes zu hören,
bist ja auch ein netter Kerle. Was Flottes zum Anziehen brauchst Du
auch, ich organisiere Dir einen feinen Anzug. Und von mir bekommst Du
dann auch Kontoauszüge, die Du auf Nachfrage notfalls auch zeigen
kannst. Sagst, Du wärest Selbstständig, Kontostand überzeugt immer.
Und sieh zu, daß Du einen perfekten Eindruck machst, und die Wohnung
dann auch wirklich bekommst, die Alternative mit der Hilti kennst Du
ja" (mit einem ironischen Grinsen auf den Lippen)
Das was der zweite Trick. Er darf also mal auf ,,vornehm" spielen
für ein paar Tage, mit einem schicken Auto herumfahren, und was
hermachen. Taschengeld bekommst Du auch, 100€. Dieser Gedankenpfad
gefällt ihm ausgezeichnet, den anderen - daran mag er inzwischen
überhaupt nicht mehr denken, völlig ausgeschlossen.
Der Mieter meint zwar, falsch gehört zu haben, aber man bekräftigt
dann nochmal seine gute Absicht. (Er ist noch mißtrauisch)
,,Weist Du, ich kann Dich mir als Mieter auch nicht lange leisten,
daher ist es doch logisch, daß ich alles für Dich tue, damit Du
schnellstens eine andere Wohnung bekommst, oder nicht? Klingt für ihn
völlig einleuchtend. Er schlägt ein.
Und das Geld ... ich habe jahrelang an Dir verdient, ich habe was
gespart, und ich denke, daß wenn Du die 2000 hast, Du damit äußerst
großzügig bedient bist. Mieter nickt zustimmend (das Vorurteil des
reichen Vermieters wird auch bestätigt), man hat ihn auf die ,,Ja"
- Schiene geführt, die Fronten sind geklärt, der freut sich ein Loch
in den Bauch.
Und die nächsten Tage laufen dann genau so ab, wie geplant. Der findet
sogar eine neue, freie Wohnung, hat den neuen Vertrag unterschieben,
die vorzeitige Kündigung ist auch beidseitig unterschrieben, die
Armanduhr, Klamotten, Schuhe wieder entgegengenommen, er zieht
friedlich mit seinen Freunden und dem gestellten Transporter um, das
eigene Auto ist wieder in der Garage, alles in Butter.
Er übergibt die Schlüssel, die Bude ist sauber, man nimmt den
Transporter entgegen, man tauscht sofort die Schlösser aus und
verspricht, nachdem man den Transporter zur Leihfirma zurückgebracht
hat, in seine Wohnung nachzukommen, was man selbstverständlich auch
hält. Versprochen ist versprochen.
Dort geht es dann zur Sache. Man hat ihm ja 2000€ versprochen. Nun
erklärt man ihm, daß ihm die 2000€ ja tatsächlich auch zustehen
(man steht zu seinem Wort), aber man nicht gedenkt, ihm das Geld in bar
zu geben, sondern mit seinen Mietschulden, Aufwendungen, z.B.
Transporter, anwaltliche Beratung, ... damit zu verrechnen. (Die Summe
wäre dann wohl dann genau 1900€) Man zeigt ihm den Paragraphen im
BGB, wonach man Schulden gegeneinander verrechnen darf. Unter Männern
Ehrensache.
Man gibt ihm dann, weil man ihn ja mag, und man selber ja ein ehrlicher
Geschäftsmann ist, sich und seinen eigenen ,,Prinzipien" ja auch
,,treu" bleiben will, noch die fehlenden 100€ in bar (um nochmals
seinen Sinn für ,,Gerechtigkeit" zu symbolisieren, impliziter
Appell an ihn, auch fair zu bleiben), und zum ,,Erhalt der
Freundschaft" symbolisch dazu noch eine Kiste Bier, damit er seinen
Frust begießen und sich wieder beruhigen kann. Dann verläßt man
elegant und mit freundlichen Worten und Lächeln auf den Lippen die
Wohnung.
Fassen wir zusammen. Die Mietausfälle sind eh nicht wieder
hereinzuholen, wo nix ist, kann man nix holen. Abschreiben.
Zusätzliche Kosten effektiv: Sprit, Reinigung des Anzuges, Leihauto
für einen Tag, 100€. Ich denke, billiger geht es nicht. Keine Kosten
für Anwalt und Gerichte. Und das Problem des neuen Vermieters kann
einem sch*egal sein.
In den nächsten Tagen hat er dann noch Zeit, sich wieder zu beruhigen,
und darüber nachzudenken, was eigentlich genau passiert ist, so
richtig böse wird er sicherlich nicht sein, weil - man hat ja
wirklich alle Zusagen auch genauestens eingehalten. Zähneknirschend
muß er sich selber gegenüber zugeben, daß der Vermieter sehr clever
war.... mit irgendwelchen Rache - Aktionen ist daher nicht zu rechen,
er hat ja eine neue Wohnung und überlegt sich sicherlich, ob er
nochmals seine Miete versaufen will. Der Streß jedenfalls ist weg, die
Schulden ihm ja sogar erlassen, er hat auch nun noch sogar eine neue
Chance erhalten, denselben Fehler nicht noch einmal zu machen.
Insbesondere Sozialhilfeempfänger (Langzeitarbeitslose) sind sehr
empathisch geworden, durch die viele Zeit, die sie haben, emotional in
sich ,,hineinzuhorchen", sehr sensibel, und zu ,,rein emotional
denkenden" Menschen geworden, deren gedankliche Logik nur durch
Emotionen im Grunde bestimmt wird. Hierdurch wird die
,,Wiedereingliederung" z.B. erschwert, weil sie gerne
,,emotional" geführt werden wollen, welcher Chef oder Meister
versteht sich schon in ,,psychodynamischem Prozessdesign"?
Wirklich konsequent logisch denken, hart sich selber gegenüber, also
auch mal ,,äußerst unangenehme Gedankenpfade" durchdenken, können
diese Menschen nicht mehr. Daher kann man sie so wunderbar leicht
steuern, indem man die Auswahl deren Gedankenpfade mal mit positiven
Emotionen, mal mit negativen ,,besetzt" und somit genau weiß, wie
sie reagieren werden.
Das ist Menschenführung durch ,,Psychodynamisches Prozessdesign".
Man ,,schafft" eine Situation in der Wirklichkeit, die genau passend
auf deren Denkstrukturen (der subjektiven ,,Realität" des
,,Opfers") abgestimmt sind, damit Mensch reflexartig wie gewünscht
handelt.
http://www.little-idiot.de/teambuilding/PD%B2-Test.ppt
Wenn man diese Denkstrukturen ,,drauf" hat, kann man eigentlich
jeden Menschen beliebig führen, dorthin, wohin man ihn haben will, und
zwar auf die sanfte Tour, ohne daß er etwas bemerkt, oder ohne daß
dieser Mensch irgendwie in innere Konflikte o.ä. kommt, also völlig
in Übereinstimmung mit seinen Denkmustern, seinen angewohnten
Denkstrukturen, wohlgemerkt. Siehe hierzu auch das Beispiel mit der
Verkäuferin, die einfach Geld aus der Kasse herausgibt.
Ich möchte nochmals betonen, daß ich hier nicht den Menschen gegen
seinen Willen manipuliere, sondern diese ganze Aktion mit seinem
völligen Einverständnis abgelaufen ist, in völliger ,,Harmonie",
bis natürlich zuletzt ;-(
Im Grunde sind alle Psycho-Heinis, Hirnverbieger, Trainer, Coaches,
Management - Trainer, angebliche Führungs-Experten, Stresstrainer,
Buddhisten, ... u.s.w. sehr empathisch und äußerst leicht zu
manipulieren. Das wissen sie, und das ist genau der Grund, warum sie
überall ausziehen, z.B. sich zuhauf in z.B. http://www.OpenBC.de
herumlungern, um zu missionieren, die Welt einfach nur wunderschön
werden zu lassen..... es sei ihnen gegönnt.
Ernsthafte Gegner sind sie nicht wirklich, wozu also sich mit solchen
Leuten also noch vor Gericht anlegen, wenn sie doch brav das machen,
was man will? ;-) ...
Und nun eine zusätzliche Übungsaufgabe. Was muß ich tun, damit ich
den Mietausfall (neuer PD²-Prozeß zwischen Rechtsanwalt, den man
angesichts der Anwaltsschwemme überredet, mit einem zu teilen, dem
Mieter, der eh Prozesskostenbeihilfe bekommt) vollständig ersetzt
bekomme? Auch wieder ein PD² Rätsel, welches ich jedoch hier nicht
auflöse! Viel Spaß dabei!
Ich hoffe, ich konnte nun auch aufzeigen, daß man damit auch wirklich
,,legale", sinnvolle Dinge anstellen kann, nicht so, wie hier:
https://www.openbc.com/cgi-bin/forum.fpl?op=showarticles&id=1682143
Erwarten Sie nun bitte nicht, daß sich Ihre ,,Denkstrukturen"
sofort anpassen, und sie diese Technik der Menschenführung durch PD²
schnell beherrschen lernen, alles braucht seine Zeit.
Diese Beispiele hier sind langsam wachsende Gedankenkeime, die jedoch
ihre Wirkung tun. Für junge Menschen unter 30 sind sie sogar eher
gefährlich, weil diese noch kein festes Wertegerüst haben, und
schnell dazu neigen, die Welt damit aus den Angeln heben zu wollen,
siehe http://www.little-idiot.de/teambuilding/JugendvonHeute.pdf
Diesen jungen Menschen, die dies hier dennoch lesen, sei gesagt: ,,Die
Gefängnisse sind voll von Leuten, die glaubten nicht erwischt zu
werden!". Man kann viel mehr Geld damit völlig ,,legal" und
streßfrei in Führungsetagen verdienen, vorausgesetzt, man beherrscht
dazu auch noch fachliche Dinge aus dem FF.
Ich mußte jedoch bei meinen ,,Kursen" feststellen, daß es ein
inneres Paradox ist, wenn man vermitteln will, daß Mensch flexibel in
seinen Denkstrukturen werden kann, andererseits wieder denselben Fehler
zu begehen, von einer neuen Theorie mit ihren impliziten Logiken
gefangen zu sein, siehe auch ,,Semantische Falle Psychologie":
http://www.little-idiot.de/teambuilding/SemantischeFallePsychologie.pdf
.
Ich halte es daher lieber wie der berühmte Philosoph Derrida mit
seiner ,,Dekonstruktion". Er hat es einfach als ,,Praxis"
bezeichnet, man muß es einfach tun, je nachdem, wie die Situation es
erfordert, und - man muß es zuvor ,,trainiert", die ,,Hemmung"
vor der Anwendung dieser ,,Praxis" verloren haben. Siehe auch
http://www.little-idiot.de/teambuilding/AnleitungZurDekonstruktion.pdf
Wünsche nun viel Spaß damit!
Guido Stepken
INTRABAY -Arbeit in Unternehmen versteigern!
Angesichts der in vielen Unternehmen immer noch weit verbreiteten
Denkweisen, die da wären: Abteilungsdenken, Zuständigkeitsdenken,
Imagedenken, Kompetenzdenken, u.s.w., wo (gemessen) 30-40%
üblicherweise, in seltenen Ausnahmen auch mal bis zu 60% der
Arbeitskraft für Kontroll - und Verwaltung der Arbeitskapazitäten,
die Koordination, für Besprechungen, Kaffeekränzchen, Projektgruppen,
u.s.w. *verschwendet* wird, ist es mir ein Vergnügen, ein etwas
anderes, völlig kostenloses und viel effizienteres System
vorzustellen.
Geplant war die Einführung von Workflow - Software der Spitzenklasse
(ARIS von IDS-Scheer), um die Arbeit in Teams zu koordinieren. Deren
Customizing ist recht teuer, und ich hatte auch das Vergnügen, in
einer großen Versicherung zu beobachten, wie die Mitarbeiter das
System eigentlich überhaupt nicht nutzten, daran vorbei arbeiteten,
trotz Arbeitsanweisung.
Meine Idee - Die Einführung eines Trouble-Ticket-Systems, eine Art
TODO - Queue, aus welcher sich die Mitarbeiter die Arbeiten suchen, die
erledigt werden müssen, und für welche sie sich zuständig fühlen,
oder wo sie meinen, diese könnten sie übernehmen.
Problem dabei: Es mußte ein Anreiz geschaffen werden, daß die
Mitarbeiter sich freiwillig um Arbeit im Unternehmen bemühen, also
überall herumlaufen, und sich Arbeit selber suchen, Ihre Kollegen nach
dem Motto fragen: ,,Hast Du Arbeit für mich?"
Das kostenlose Trouble-Ticket-System war schnell gefunden:
http://otrs.org/demo/
Egal, ob nun telefonische Anfragen, Arbeitsaufträge durch Kunden, oder
interne Unteraufgaben, alles wird dort eingegeben, sog. Tickets
aufgemacht. Die Mitarbeiter lesen also ständig mit, und "greifen" sich
dann die Arbeiten, die sie beherrschen. Verschiedenste Queues sorgen
also dafür, daß die zuständigen Abteilungen auch benachrichtigt
werden (Versand, Einkauf, ...).
Das System erinnert insgesamt in seiner Funktionalität dem von IDS nur
- es ist kostenlos.
Problem hierbei war nun, daß die Mitarbeiter erst einmal dazu gebracht
werden mußten, das System zu benutzen. Ein finanzieller Anreiz je
erledigter Aufgabe sollten genügen. Wer also fleißig ist, viele
Probleme löst, sollte mit einer Zusatzprämie auf den normalen Lohn
belohnt werden. Es zeigte sich schnell, daß hier Tickets für
erledigte Pseudo-Arbeiten auftauchten.
Und so verfielen wir auf eine leicht veränderte Variante von OTRS (die
Software ist ja OpenSource), nämlich die:
Niemand kann das von ihm geöffnete Ticket auch eigenständig
schließen, sondern jemand anderes aus seiner Abteilung mit der
Kompetenz die geleistete Arbeit fachlich auch korrekt beurteilen zu
können, dürfte von nun an das Ticket nur schließen. Dieser wurde per
Zufall ausgewählt, damit sich keine zweie immer Pseudo-Tickets
gegenseitig schließen können, und der Etat an Prämien wurde je
Abteilung ,,gedeckelt", also unter allen einer Abteilung aufgeteilt,
entsprechend der Zahl der bearbeiteten Tickets.
Dies hatte zudem noch den Vorteil, nämlich der Eigen/Fremdwahrnehmung.
Erst dann, wenn fremde Augen die eigene Arbeit kritisch betrachten, und
für gut befinden, also die Aufgabe korrekt und sauber gelöst wurde,
gab es ein ok des Kollegen. Führte dazu, daß Arbeiten viel
sorgfältiger ausgeführt wurden. Qualitätssicherung (TQM) nicht mehr
durch eine ,,Instanz", sondern, wie bei Toyota auch, der
nachfolgende Kollege am Fließband beurteilt die seines Vorgängers,
siehe auch http://www.little-idiot.de/teambuilding/KaizenI.pdf
Dies führte zu einem weiteren Problem, nämlich daß die schweren,
langwierigen Arbeiten niemand so recht ausführen mochte, sodaß hier
auf eine völlig neue Variante umgestellt werden mußte.
Die Arbeit wurde hausintern ,,versteigert". Zu jedem Ticket, welches
in OTRS eröffnet wurde, wurde parallel die Arbeit ,,versteigert".
Das billigste Angebot bekommt den Zuschlag, sprich derjenige, der nix
zu tun hat, und meint, diese Aufgabe besonders schnell erledigen zu
können (meist, weil er es schon einmal gemacht hat, Erfahrung damit
hat).
Hierbei hatte dieser genau anzugeben, wann er gedenkt, die Arbeit zu
beginnen, und auch beendet zu haben.
Es ist sehr schwer, Mitarbeiter dazu zu bewegen, ihre Leistung korrekt
einzuschätzen, weil sie sich meist selber überschätzen, oder weil
mal wieder jemand vorgesetztes ,,glänzen" will. Siehe das Problem
Eigen/Fremdwahrnehmung, siehe Toll-Collect.
Daher wurde jedes Überschreiten der vorgesehenen Arbeitszeit bestraft.
Keine Zusatz - Prämie auf den Lohn für korrekt erledigte, aber
zeitlich überschrittene Arbeiten.
Diese kleine Regel führte zu einer sehr korrekten Einschätzung der
eigenen Arbeitsleistung, und führte dazu, daß die Mitarbeiter sich
nicht mehr mit zu vielen gleichzeitigen Projekten übernahmen und
verzettelten.
Die Mitarbeiter wurden also belohnt für schnelles und korrektes
Arbeiten, wer seine eigene Arbeitsleistung überschätzte, ging leer
aus. Die anfänglichen Fehleinschätzungen reduzierten sich sehr bald,
und es kristallisierte sich sehr bald heraus, wer welche Arbeiten
wirklich schnell ausführen konnte, und wer nicht.
Es wurden auch Tickets eröffnet für gegenseitige
Mitarbeiterschulungen: ,,Suche Hilfe bei Serienbriefen in
OpenOffice", oder ,,Wer bringt mir welchen Trick bei, damit ich
meine Arbeit schneller erledigt bekomme?"
Hier konnten dann sogar externe Firmen mitbieten, die ständig im Hause
waren. Die meisten Zuschläge jedoch erhielten die eigenen Mitarbeiter,
die dann ihre Kollegen schulten, weil sie sich mit den hausinternen
Arbeitsabläufen natürlich besser auskannten, als die externen.
Außerdem kamen im Laufe der Zeit nur noch Mitarbeiter zum Zuge, die
ihre Arbeit nur noch korrekt, zügig und innerhalb der vorgegebenen
Zeit erledigen konnten. Wer also seinem Kollegen etwas beibrachte, was
dieser für die Erledigung seiner Arbeit wissen mußte, wurde auch
belohnt.
Es passierte darüber hinaus noch andere Dinge. Diejenigen, die jedes
Rennen verloren gegen die fixen Mitarbeiter, begannen, sich neue Arbeit
in der Firma zu suchen, die sie erledigen konnten, auch in anderen
Abteilungen, die z.B. überlastet waren, so nach dem Motto: ,,Hast Du
vielleicht Arbeit für uns?" - Da die Mitarbeiter aus anderen
Abteilungen ja auch Einblick hatten, was in anderen Abteilungen noch an
Arbeit liegen blieb, verteilte sich also die Arbeit insgesamt
gleichmäßig über das ganze Haus.
Die Mitarbeiter waren stets auf der Suche nach irgendwelchen
liegengebliebenen Arbeiten, und sei es den Müll rausbringen. Für jede
erfolgreich getätigte Arbeit innerhalb der Zeitspanne gab es ja
,,Fleißpünktchen" aus dem Versteigerungssystem, und jemand anderes
mußte dann stets quittieren, also das Ticket schließen.
Der Prämien - Etat wurde dann entsprechend der Fleißpünktchen nach
ausgeschüttet.
Nachdem die Mitarbeiter das Prämiensystem einmal ,,gefressen"
hatten, gab es dann plötzlich kein ,,Bin ich nicht zuständig
für", oder ,,steht nicht in meinem Arbeitsvertrag", oder ,,ich
mach mal langsam", oder andere Machtspielchen mehr, wo durch
Arbeitsverweigerung oder äußerst wichtige Betriebsratsarbeit (deren
Behinderung kann bekanntlich teuer werden!) Folgearbeiten liegenbleiben
mußten. Jeder riskierte ja immer, daß ihm jemand anderes, der diese
Arbeiten auch beherrschte, sich seine Fleißpünktchen verdiente.
Plötzlich konnte der Vertrieb im System OTRS genau sehen, wann ein
Projekt fertig wurde, und war auch ziemlich sicher, daß es dann auch
tatsächlich fertig war, weil - wer sich verschätzt, geht bei den
Prämien leer aus.
Auch der Betriebsrat hat seine Arbeit stark reduziert (Behinderung der
Betriebsratsarbeit kann ja bekanntlich teuer werden), und zwar
freiwillig. Die wollen auch Fleißpünktchen sammeln und Zuschläge aus
dem Prämientopf haben.
Außerhaus-Termine waren plötzlich drastisch eingeschränkt, die Leute
waren erstaunlicherweise nach der schnellstmöglichen Zeit wieder
zurück (nix mehr mit Einkaufen gehen während der Arbeitszeit), sie
mußten sich das ja stets quittieren lassen, ob sie in der von ihnen
angegebenen Zeit lagen.
Die Zeiten für Kaffekränzchen, Projektgruppen u.s.w. wurde von den
Mitarbeitern freiwillig auf ein Minimum reduziert. Projektgruppen
konnten z.B. auch gemeinschaftlich Gebote für Teamarbeiten abgeben und
mußten darüber hinaus nicht nur bei ihrer Gebotsabgabe mit internen
Mitarbeitern, sondern auch noch mit externen Bietern konkurrieren (für
manche Arbeiten war das zugelassen). Das schweißte die Teams erst
richtig zusammen (das können wir besser und schneller).
Insgesamt lief der Laden wie geschmiert. Die Effizenz der geleisteten
Arbeit hat enorm zugenommen, die Kundenzufriedenheit war eigentlich nur
ein Abfallprodukt dieser intelligent gestalteten ,,Psychodynamischen
Prozeßdesigns". Alles wurde exakt pünktlich wie zugesagt geliefert.
Manche Tickets wurden halt nur nach Bestätigung des Kunden, daß alles
in Ordnung sei, geschlossen, und nur dann gab es die Prämien. Daher
waren die Mitarbeiter wie Schießhunde hinterher, daß der Kunde
tatsächlich zufrieden war.
Es gab noch eine ganze Reihe von weiteren Effekten zu beobachten,
darunter nicht nur, daß effizienter gearbeitet wurde, nein - es wurden
keine Mitarbeiter entlassen, weil viel mehr Aufträge hereinkamen. Es
mußten noch zusätzliche Mitabeiter eingestellt werden. Die Gewinne
stiegen kontinuierlich.
Die Mitarbeiter bekamen auch ein genaues Gespür dafür, welche
Schulungen ihnen wirklich was brachten, und welche nicht. Zum
,,Absitzen" bei irgendwelchen Fortbildungen war ihnen die
Arbeitszeit zu schade geworden, auch für Zigarettenpausen und
Smalltalk war ihnen ihre Zeit zu schade.
Viele wichtige Details der psychodynamischen Prozesse habe ich hier
nicht erwähnt, ich denke, das würde den Umfang hier erheblich
sprengen.... Auch, was aus dem Projektmanagement und den Hierarchien im
Unternehmen geworden ist .... die Auswirkungen waren erheblich.
Eine komische Welt, so ein Firma, wo alle gerne arbeiten und auch der
Spaßfaktor nicht zu kurz kommt - mal schauen, was es heute bei
,,Intrabay" für Arbeiten zu ,,ersteigern" gibt ;-)
Hauptaspekt bei diesem INTRABAY Beispiel für ,,Psychodynamisches
Prozessdesign = PD²" ist, daß wegen des Prinzips ,,Agonalität"
die Mitarbeiter den Wettbewerb tagtäglich fühlen und sehen, ähnlich
der Sucht, wie bei EBAY, mit dem Resultat, daß eine ganze Reihe der
menschlichen Schwächen, wie Antriebslosigkeit und die typischen
Zuständigkeits / Kompetenz - und Revier - Rangeleien überhaupt nicht
mehr auftreten.
Das ist korrektes - ,,Psychodynamisches Prozessdesign = PD²"!
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Patentgebühren sparen!
Sie haben eine tolle Idee? - Nun Patentgebühren sind teuer, und auch
stets verändert werden. Bei europäischen Patentamt kann man direkt
für Europa schützen lassen, ist viel preiswerter sogar, als beim
Deutschen Patentamt (DPA).
Nun stellte sich mir die Frage vor ein paar Jahren, ob ich ein Patent
anmelden, und meine Idee schützen lassen sollte, und ich wußte nicht,
ob sich das überhaupt rechnet, diese Idee irgendwie von Wert für
jemanden sei.
Wenn man eine Idee hat, und diese jemandem vorführt, die gut ist, ist
sie schnell geklaut. Daher macht man üblicherweise Vorverträge, "non
disclosures", worin Geheimhaltung vereinbart wird.
Meldet man ein Patent an, so "klauen" es Firmen oft, produzieren schon
in Serie, bevor man überhaupt informiert ist. Will man dagegen klagen,
so ist der Streitwert so hoch, daß man die Gerichtskosten, die man
vorab hinterlegen muß, nicht zahlen kann.
Daher "verstecken" viele Unternehmen ihre Patente auch in völlig
anderen "Gebieten" als "implizites Verfahren", damit es nicht entdeckt
wird, oder als solches erkannt wird. Ziel: Was die Konkurrenz nicht
weiß, kann sie überhaupt nicht kopieren, insbesondere die aus Asien,
China.
Nun - tatsächlich habe ich einen Umweg gefunden, wie es noch anders
geht.
Man formuliert seine Idee so, wie für eine Patentanmeldung (oder auch
Gebrauchsmusterschutz) legt sie in einen Umschlag, versiegelt diesen,
und hinterlegt diesen bei einem Notar oder Amtsgericht.
Entdeckt man ein Produkt, in welchem die eigene Idee
,,wiedererfunden" ist, wenn es also erfolgreich im Markt ist, so
geht man zu der Firma und droht mit Löschung deren Patents (das ist
billig), weil man ja nachweisen kann, daß man es zuvor "erfunden" hat
(prior art), oder man akzeptiert auch einen Teil des Gewinns.
Damit kann man tausende gute Ideen im Laufe der Jahre "hinterlegen",
und wenn dann mal eine Idee zutage tritt, kassiert man einfach ab.
Investitionsrisiko - Null!
Ein ,,Urheberrecht" (,,prior art") an einer Idee besitzt man nur
dann, bzw. man kann ein anderes Patent nur dann löschen lassen, wenn
es zuvor nachweislich ,,veröffentlicht" wurde. Jedoch nirgendwo
vorgeschrieben ist, wo, und wie lange ein eine Idee zu einem Patent
veröffentlicht worden sein muß. Und so kann man das Patent auch mit
Kreide auf die Kölner Domplatte schreiben, abfotografieren, läßt es
amtlich ,,beglaubigen" und hinterlegt es dann beim Amtsgericht oder
einem Notar.
Viel Spaß damit!
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Versicherungen: Krankenschwester toppt alle Verkaufsgenies!
Immer wieder interessant finde ich die Fragen und - Antworten der Damen
und Herren Psychologen der PE, OE, und vor allem Marketing-Leuten,
"Coaches"... zu Assessment-Centern hier in OpenBC und anderswo zur
Auswahl von Mitarbeitern, die Kriterien, die dort aufgestellt werden,
ob sich ein Mitarbeiter eignet, z.B. für den Verkauf von
Versicherungen:
Stellen Sie sich vor, da bewirbt sich eine Frau, ca. 50, etwas
schlampig in Jeans gekleidet, mit fettigen, langen Haaren bei Ihnen,
und möchte Versicherungen verkaufen. Sie möchte aber nicht im Büro
sitzen, auch keine veralteten Adresslisten "durchtelefonieren", auch
nicht terminieren, keine Versicherungsverträge verlängern, auch nix
irgendwem "andrehen", sondern sie will nur "Kaltaquise" machen, sprich
Neukunden beschaffen. Sie behauptet, vor ca. 10 Jahren monatlich ca.
15.000€ verdient zu haben.
Nach modernsten Kriterien von Psychologen und anderen Hirnwichsern und
allem, was bisher an ,,klugen Dingen über Verkaufspsychologie" in
Büchern steht, wie man erfolgreich verkauft, wie man hierzu gekleidet
sein muß, was man wissen muß, u.s.w. fiele diese Frau als Bewerberin
durch.
Sie aber stellen die Frau ein, stellen ihr einen Firmenwagen, und sie
bringt, völlig unerwartet, täglich zwischen 20-40 Neukunden, ca.
200-600/Monat, einige Kunden betreut sie selber, zu anderen schicken
Sie weitere Vertreter hin, die alle erfolgreich Verträge abschließen,
ohne Storno's, 0! Nebenher bildet sie selber noch weitere Vertreter
aus, und sie kassiert an deren Provision dann natürlich auch noch mit.
Am Ende des Monats hatte sie sogar 18.000€ verdient.
Wie kommt diese Frau an so viele Neu-Kunden, und das sogar mit fettigen
Haaren, Jeans....? Kaltaquise? Sie geht in Einkaufszentren, quatscht
dort Mütter an, mit ihren Babies und Kleinkindern, fragt sie geschickt
aus, über Wohn/Einkommenssituation, erzählt Geschichten aus ihrem
eigenen Leben, daß sie auch Mutter wäre, u.s.w.
Am Ende jedes Einzelgespräches schreibt sie alles auf: Geburtsdaten,
Namen der anderen Kinder, u.s.w. hat die Telefon/Handynummern, ruft
sogar privat mal an, wie es so geht, u.s.w.
Damit kann man erfolgreich Versicherungen verkaufen, jedoch keine, die
irgendwie zu diesen Jungfamilien und Müttern passen würde, in dem
normalen "Portfolio" der typischen Versicherungen.
Lebensversicherungen - man muß 30 Jahre kontinuierlich einzahlen -
heutzutage angesichts der Wirtschaftssituation ein völlig
wirklichkeitsfremdes Angebot, wie fast alle Portfolios von
Versicherungen nichts mehr mit den Bedürfnissen der Menschen
heutzutage zu tun haben. Das liegt daran, daß eine Heerschar von
,,ewig Gestrigen" mit veralteten Methoden, Vorstellungen,
Unternehmensstrukturen und Angeboten ein Portfolio zusammenstellen, und
dabei eine völlig veränderte Welt einfach nicht wahrhaben wollen. Es
kann nicht sein, was nicht sein darf! Die Realität ist nicht die
Wirklichkeit!
Die Frau hatte sich zuvor jedoch einen ,,neuen Markt" geschaffen,
hierzu mit dem Vorstand einer großen Versicherung geredet, daß er ein
spezielles Angebot ,,schaffen" solle, was auf ihre Art der
,,Aquise" genau zugeschnitten wäre.
Hat das kluge Vorstandsmitglied auch gemacht: Eine universal
Unfall/Ausbildungsversicherung als Kombination mit flexiblen
Möglichkeiten der Einzahlung (ist Geld da, kann man was überweisen,
muß aber nicht), u.s.w., genau abgestimmt auf die tatsächlichen
Bedürfnisse der Menschen.
Und nun arbeitet die Frau für diese Versicherung, Ihr ,,Gehalt" hat
sich inzwischen noch weiter verbessert, genaugenommen in astronomische
Höhen, die weit über den Vorstandsgehältern liegen, weil sie an der
Provision der von ihr ausgebildeten VertreterInnen auch noch indirekt
,,mitkassiert", sie fährt in zwischen einen dicken Audi A8.
Was kann man hier lernen? - ,,Psychodynamisches Prozessdesign" ist
die ,,Sprengung" der althergebrachten, herkömmlichen Denkstrukturen
über Arbeitsteilung, Zuständigkeitsbereiche, angefangen von
Produktplanung, Vertrieb, Assessment-Center, QS, der Auswahlkriterien
der Bewerber, einfach allem, was in klugen Büchern steht, und an
Universitäten vermittelt wird, und vor allem, was ,,kluge"
Marketing - Leute alles so für Blödsinn an heißer Luft mit ihren
blödsinnigen Vorschlägen, gesalbt mit ,,einfühlsamen Worten" für
aufwändige Marketing - Feldzüge teuer verkaufen.
PD² beschreibt die hochkomplexen Wechselwirkungen der
psychologisch/menschlichen Eigenschaften mit den Prozessen,
Provisionssystemen in Großunternehmen.
Offensichtlich hat die Mehrzahl von sog. ,,Mangern" und Vorständen
in unseren Universitäten einige Dinge, die für die heutige Welt
elementar wichtig sind, nicht gelernt. Unternehmen *müssen*
dahingehend verändert werden, daß sie in Fließstabilität sich
organisch in ihrer Komplexität der Komplexität der Wirklichkeit
anpassen, mehr hierzu siehe auch:
http://www.little-idiot.de/teambuilding/GedankenkeimeMenschenführung.pdf
http://www.little-idiot.de/teambuilding/KybernetikGesetzeDerNetze.pdf
oder
http://www.little-idiot.de/teambuilding/AnleitungZurDekonstruktion.pdf
Wichtig hierbei ist, daß man sich von der sog. ,,semantischen
Falle" der Begrifflichkeiten zuvor völlig verabschiedet hat:
http://www.little-idiot.de/teambuilding/SemantischeFallePsycologie.pdf
Früher hat der Großvater dem Enkel erklärt, wie ein Fahrrad
repariert wird, heutzutage bringt der Enkel dem Großvater bei, wie man
Computer und Fernsteuerung bedient. So hat sich die Welt geändert.
Unternehmen der Zukunft laufen völlig anders, und die Zukunft hat
schon begonnen!
In einer Aachener Versicherung betrachtet man es schon als
,,Fortschritt", daß Mitarbeiter sich für ein
,,Vorstandsfrühstück" bewerben dürfen, als Möglichkeit, daß
hier eventuelle Mißstände von ganz unten auch mal nach oben getragen
werden ... Prost Mahlzeit!
Auch Sie möchten Ihre Denkstrukturen verändern? Hierzu ein Beispiel,
welches als ,,Baustein" dazu beitragen könnte, lesen Sie hier:
http://www.little-idiot.de/teambuidling/AnleitungZurDekonstruktion.pdf
In NY und Frankreich sind Derrida's Denkstrukturen hoch angesehen, in
Deutschland kennt ihn kaum jemand ...
P.S. Die Frau ist von Beruf gelernte Krankenschwester, die nie in ihrem
Beruf gearbeitet hat.
Was fürchten eigentlich Manager des Versicherungswesens genau? Warum
,,führen" die ihre Versicherung nicht so, daß nur noch solche
,,Verkaufsgenies" herangezüchtet werden? Nun - nach eigner
Aussage dieser Frau, die ich sehr gut persönlich kenne, fürchten
diese wie der Teufel das Weihwasser den Tag, an dem sie geht. Durch
ihre Methode der Kaltaquise mußten nämlich weitere 12!
Versicherungsvertreter eingestellt werden, die schlagartig arbeitslos
würden, wenn sie ginge. Die Verkaufzahlen würden schlagartig
einbrechen. Sie sagt, sie würde ein ,,Vakuum" hinterlassen, welches
niemand bisher zu füllen in der Lage wäre, nach ihr ;-)
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
PD² Verkaufsprozesse: Eigentumswohnung zum doppelten Marktwert
verkaufen!
Ich möchte anhand eines ,,psychodynamisch" korrekt gestalteten
Verkaufsprozesses einer Eigentumswohnung einmal darstellen, wie eine
talentierte Verkäuferin eine Eigentumswohnung locker zum doppelten
Marktpreis verkauft.
Normalerweise würde man sagen: ,,Blödsinn!". Es geht um eine 45qm
- Eigentumswohnung in einer Innenstadt, mit Balkon und Einbauküche,
geschätzter Marktwert ca. 35.000€. Die Frau, sehr charismatisch,
attraktiv, ca. 45 Jahre alt, sehr lange, braune Haare, gibt ein Inserat
auf:
,,1 ½ Zimmer - Eigentumswohnung, 45qm, gute Lage, Balkon, zu
verkaufen, Preis 70.000 VB"
Es melden sich verschiedene Menschen, die sich für die
Eigentumswohnung interessieren. Frauen wimmelt sie komischerweise
direkt ab: ,,Schon verkauft!", eigentlich völlig unverständlich,
angesichts der besseren Aussichten diese Wohnung verkaufen zu können.
Unbeirrt vereinbart sie nur Ortstermine mit Männern, die, wie sie
geschickt herauskitzelt, alleinstehend sind, oder in Trennung leben.
Vor Ort, mit dem potentiellen Käufer alleine, erzählt sie diesem
folgende Geschichte:
In dieser Eigentumswohnung habe sie mehrere Jahre selber gewohnt, also
nicht vermietet, und wunderschöne, erotische Begegnungen mit ihrem
Liebhaber gehabt, der sie nun verlassen habe, und sie deswegen nun aus
emotionalen Gründen die Wohnung verkaufen müsse, sie wolle auswandern
an die Algarve, und brauche deswegen das Geld.
Die Männer, allesamt gut informiert über den tatsächlichen Marktwert
der Wohnung, erwähnen natürlich alle, daß der Preis sehr überhöht
wäre.
Völlig unbeirrt erzählt sie ihnen, daß sie wegen ihres verflossenen
Liebhabers 50.000€ Schulden habe, und nun unbedingt etwa 10-20.000€
noch brauche, um, weit, weit weg, an der Algarve, ein neues Leben zu
beginnen, ein heimlicher Wunschtraum von ihr.
Sie deutet im Laufe des weiteren Gespräches nur an, welche erotischen
Phantasien sie hier in dieser Wohnung gelebt habe, und wie sehr sie
noch an ihm hängen würde, sie müsse unbedingt weit weg, um die
Trennung verschmerzen zu können. Auf Preisverhandlungen läßt sich
sich keinen Millimeter ein, lenkt stattdessen das Gespräch bei jedem
Versuch des Käufers, auf den Preis zu sprechen zu kommen, auf ihre
erotischen Erlebnisse, erwähnt die gute Lage, den schönen Balkon, die
Einbauküche, u.s.w., verbleibt immer nur in Andeutungen, erzählt also
nichts genaues. Über ihrer Jeans trägt sie einen langen
Rollkragenpullover, in der sich ihre Figur nur erahnen läßt. Nebenher
erwähnt sie die Attraktivität des Mannes, erfährt über deren
Trennung von ihrer Frau, schmeichelt ihm etwas mit eingestreuten
Adjektiven: ,,attraktiv, stattlich, sinnlich, feinsinnig, intelligent,
männlich, gut angezogen, sympathisch, gepflegt, ..."
Gegen Ende des Gespräches holt sie einen Zettel mit einer Liste von
ca. 25 (erfundenen) Namen heraus, und notiert nochmals einige
Informationen über den Mann, der direkt neugierig fragt, wieviele sich
für diese Wohnung auch interessierten. 5 Interessenten bislang, sagt
sie, die ernsthafte Kaufabsichten hätten, und ca. Weitere 20, wo sie
nicht wüßte, ob sie kaufen würden, die wollten sich nochmals
umschauen.
Wiederholte Versuche, über den Preis zu verhandeln, lehnt sie
geschickt ab, stattdessen läßt sie ganz nebenher einen Gedanken
durchschimmern, welcher ihm signalisiert, daß er ja durchaus sehr
sympathisch und überaus attraktiv wäre, er ihrem Verflossenen, dem
sie sehr nachtrauert, ähneln würde, in seiner ,,souveränen" und
,,männlichen", aber durchaus sensiblen Art. Auch erwähnt sie die
Preissteigerung, die die Wohnung erfahren hätte. Sie habe sie damals,
vor wenigen Jahren, für die Hälfe erworben.
Zuletzt sagt sie ihm, daß sie gegen Ende der Woche, am Freitag,
endgültig entscheiden würde, wem sie die Wohnung verkaufe, er solle
also noch unbedingt noch einmal drüber schlafen, und es sich ganz
genau überlegen, ob der die Wohnung wirklich haben wolle. Gegen Ende
der Woche würde sie sich dann ggf. bei ihm melden, signalisiert
jedoch, daß sie auch privat an ihm interessiert sei, sie also
vielleicht nicht an ihn verkaufe, jedoch sie ihn ,,interessant"
fände, sich auch gerne von ihm zu einem Abendessen einladen lassen
würde.
2 Tage vergingen, nichts passiert. Am 3. Tag rief der Mann aufgeregt
an, er habe es sich genau überlegt, er wollte die Wohnung kaufen, mit
der Bank sei alles klar.
Eigentumswohnung für den doppelten Marktwert verkauft!
Dieses Beispiel ist ein typisches für Verkaufsprozesse nach
,,psychodynamischem Prozessdesign". Was ist genau passiert?
Pflücken wir einmal dieses PD² auseinander:
Erstens ist ganz wichtig, daß sie jeden Versuch des Mannes, den Preis
zu drücken, völlig abblockt und geschickt auf ihre erotischen
Phantasien bzw. Erlebnisse umlenkt. Spätestens nach dem 3. oder 4.
Versuch merkt der Mann, daß es sinnlos ist, versucht es also erst
garnicht mehr, sondern genießt eigentlich viel lieber die erotischen
Andeutungen der Frau und ihre charismatische Erscheinung. Sachargumente
spielen bald keine Rolle mehr, der Mann empfindet das Verkaufsgespäch
als sinnliches, sehr phantasieanregendes ,,Spiel". Damit ist dann
der erste Schritt in der emotionalen Steuerung der Auswahl der
Gedankenpfade vollzogen. Der Mann entscheidet also angesichts der
Schmeicheleien und erotischen, charismatischen Ausstrahlung sich
freiwillig dagegen, diesen Gedankenpfad weiter zu verfolgen.
Dann erwähnt sie, daß Sie nur entscheidet, an wen sie verkauft, und
schließt damit einen weiteren Gedankenpfad im Kopfe des Mannes, daß
evtl. die Wohnung preislich überhöht wäre. Darin ist ja als
,,implizite Logik" enthalten, daß sie die freie Auswahl habe, wie
der Zettel mit 25 Namen und 5 ,,ernsthaft interessierten" Bewerbern,
ihm suggeriert.
Angesichts der faszinierenden, sehr weiblichen Erscheinung der Frau hat
er auch bald keine Zweifel daran, daß sie diese Wohnung tatsächlich
zu dem Preis verkauft bekommt. Der weitere, mögliche Gedankenpfad,
nämlich, daß die Wohnung ihren Preis nicht wert sei, ist damit auch
geschlossen.
Nun kommt etwas sehr merkwürdiges, welches völlig konträr zu allem
ist, was in üblichen Strategiebüchern über Verkauf steht: ,,Man
solle den Käufer so schnell über den Tisch ziehen, daß er die
Reibungshitze noch als Nestwärme empfindet" ;-)
Nein, sie empfiehlt ihm ausdrücklich, sich ein paar Tage Zeit zu
lassen, sich es genau zu überlegen. Damit sind seine sämtlichen
Zweifel daran, daß das, was sie erzählt, an der ,,Klasse" und dem
Talent dieser Frau, beseitigt. Er empfindet sie nicht nur als überaus
,,erotisch" (Erotik ist das, was man nicht sieht!) und attraktiv,
sondern auch für überaus verkaufstüchtig und talentiert. Er stellt
sich dabei vor, wie sie wohl eine neue Existenz an der Algarve aufbauen
würde, und fragt neugierig nach, was sie jedoch abblockt. Sie will,
daß die Phantasie des Mannes so richtig ans Glühen kommt.
Vollends explodieren seine Phantasien, als die Frau auch noch erzählt,
sie würde auf ,,hemmungslose" und ,,verruchte" Männer stehen
- endlich mal eine ,,normale" Frau, welche Mann Mann sein läßt
und sogar noch dazu animiert, ein ,,echter Mann" zu sein.
Überaus fasziniert von dieser Frau spuken dann in den folgenden Tagen
alle möglichen erotischen Gedanken durch seinen Kopf und bleiben an
einem Gedanken hängen:
Sie hatte erwähnt, daß sie ihn attraktiv und sympathisch empfindet,
und daher malt er sich in allen möglichen Farben aus, wie es wohl
wäre, wenn sie seine Geliebte wäre. Er denkt in den nächsten 2 Tagen
nur noch daran, stiefelt zur Bank, klärt das Finanzielle ab,
vorsichtshalber.
Der Gedanke, diese überaus im Verkauf talentierte (wie er ja selber
emotional spürt) Frau mit ,,Klasse" als Geliebte oder sogar neue
Partnerin zu bekommen, versetzt ihn in Entzücken. Eine Reihe von
Folgeprozessen in seinem Hirn werden angestoßen, quasi
,,induziert".
Z.B. das, was die Chinesen als TAO bezeichnen, der natürliche Wunsch
zur ,,Unterordnung unter die gemeinsame Sache". Gerade in Trennung
lebend, vermisst er sehnsüchtig das
,,Zusammengehörigkeitsgefühl", und projiziert also in diese Frau
eine mögliche Nachfolgerin seiner Ehefrau. Implizite Logik dieses
Zusammengehörigkeitsgefühls (TAO) ist, daß ihm nun völlig egal ist,
ob er das Geld nun auf seinem Konto hat, oder seine ,,Frau" in Spe,
weil - als zukünftige, mögliche Ehefrau wirtschaftet man ja eh
gemeinsam, so, wie er halt bisher auch immer dachte.
Hiermit schießt sich dann auch der letzte mögliche Gedankenpfad,
nämlich daß es ihn irgendwie emotional berühren würde, zuviel Geld
für die Wohnung gezahlt zu haben, oder vielleicht ausgelacht würde,
wenn er das erzählt. Er beschließt also, sich darauf zu
konzentrieren, sein Glück bei der Frau zu versuchen.
Problem nur - Sie hatte ja gesagt, daß sie ihn anrufen würde, wenn
sie an ihn verkaufen wollte. Eine Frau von der Klasse, daß sie
bestimmt, an wen sie verkaufen will, er unterstellt Mann auch, daß sie
sich ihren Liebhaber auch ebenso sorgfältig und aussucht, und diese
auch emotional sehr geschickt in Glücksseeligkeit schweben lassen
kann.
Daß sie verkaufen kann, weiß er, daran hat er ja keinen Zweifel. Er
wird angesichts seiner aufkeimenden, erotischen Phantasien mit der Frau
so richtig fuchsig.
Das ,,Prinzip Agonalität" macht ihm zu schaffen, Wettbewerb mit
anderen ,,Bewerbern". Der Gedanke, daß vielleicht ein anderer Mann
diese Wohnung kauft, gefällt ihm garnicht. Während der Besichtigung
hat nämlich die Frau soviele erotische Andeutungen gemacht, daß er
sich vorstellen könnte, mit ihr in genau dieser Wohnung
,,glücklich" zu sein, oder auch nur in Erinnerung an diese
außergewöhnliche Frau, auch wenn er sie nun nicht als Geliebte oder
Partnerin haben könne.
Andererseits jedoch braucht er auch einen Vorwand, sie nun anrufen zu
können. Angesichts seiner Glücksmomente, die er hat, wenn er nur an
diese Frau (,,verruchte" Gedanken titschen wie Sputniks durch seinen
Kopf) denkt, überlegt er sich, wie er ihr ebenso solche Glücksmomente
bereiten könnte.
Einzige Lösung dieser seiner drei emotionalen Probleme, also mögliche
Konkurrenz, einem Vorwand, sie anrufen zu dürfen, und Ihr auch
Gefühle des Glückes geben zu wollen, ist: Ihre Trauer um den
verflossenen Geliebten beenden, und dann gemeinsam eine neue Zukunft
aufbauen zu können, also sie anrufen, die freudige Mitteilung zu
machen, daß er die Wohnung kaufen will, und vielleicht gleichzeitig
diese auch noch gemeinsam ,,einweihen" zu können, in dieser Nacht,
nach einer Einladung zu Abendessen.
Gesagt, getan. Sie geht auch mit ihm essen, nachdem er den Kaufvertrag
unterschrieben hatte, jedoch seine Geliebte wird sie nicht. In den
folgenden Jahren ist dieser Mann doch recht glückseelig alleine in
seiner Wohnung, und denkt noch sehr, sehr oft an diese Frau, was sie
wohl so tut, an der Algarve, wie sie wohl aussähe, im Bikini am Strand
liegend, oder sich eine neue Existenz aufbauend, in einer neuen Wohnung
am Meer. Wohlwollend gönnt er ihr alles Glück auf dieser Erde.
Fassen wir nochmal zusammen:
Eine Frau verkauft ihre Eigentumswohnung zum Preis von 100% über
Marktwert und der Käufer ist überaus glücklich mit dieser
Entscheidung. Der Rest - pure Erfindung.
Was lernen wir daraus? Das ewige, schwachsinnige Gerede von
Immobilienpreis und ,,Marktwert" einer Immobilie kann man getrost
auch als ,,pure Erfindung" betrachten. Der tatsächliche Wert einer
Immobilie ist immer exakt so groß, wie jemand bereit ist, dafür zu
bezahlten.
Daß es ohne Probleme möglich ist, eine künstliche Situation zu
,,designen", damit ein Mensch freiwillig auch 100% über Markwert
bezahlt, und glücklich damit ist, zeigt dieses Beispiel von PD². Die
Frau hatte keine besonderen Klamotten an, hat dem Mann keine
Versprechungen gemacht, sie hat ihn nicht schnell überreden wollen, zu
kaufen, wie man es in Verkaufstrainings lernen kann, nein - nichts
von alledem.
Sie hat nach der hohen Kunst des ,,Psychodynamisches Prozessdesign"
durch ,,emotionale Steuerung" der Auswahl der Gedankenpfade und
Anregung seiner Phantasien dafür gesorgt, daß in seiner gedanklichen
Vorstellung die Auswahl der Gedankenpfade auf der einen Seite immer
weiter eingeschränkt wurde (Diskussionen um Preis unterbunden) und auf
der anderen Seite neue Gedankenpfade ,,denkbar" werden (Geliebte,
Partnerin), der Mann diese möglichen Gedankenpfade auch tatsächlich
durchdenkt, und schließlich dieser nur noch eine Lösung sieht,
glücklich zu werden, nämlich indem er vorzeitig die Frau anruft, und
ihre die glückliche Mitteilung macht, daß er kaufen will, natürlich
in Erwartung eines Freudentanzes und gemeinsamen Glückserlebnis bei
einem Abendessen mit anschließendem ,,Tête à tête"
Daß diese Frau eigentlich Maklerin in einem netten, elitären
Klübchen von Maklerinnen ist, die sich gegenseitig bei demselben
Kunden und deren Anfragen zu verschiedenen Kaufobjekten
,,vertreten", und jede dieser ,,Maklerinnen" jeden Monat ca. 20
Eigentumswohnungen nach dieser Masche verkauft, dabei sich die volle
Preisdifferenz in die Tasche steckt, weiß er natürlich nicht.
Auch hier zeigt sich, welche Verkaufsstrukturen sich auf PD² aufbauen
lassen. Der Club dieser elitären Maklerinnen kauft unter Marktpreis
Eigentumswohnungen auf, und verkauft diese fast immer mindestens 50-60%
darüber.
Schlechte Makler und Verkäufer erzählen ihren Kunden immer
irgendwelche schwachsinnige Geschichten von Marktwert, u.s.w., sodaß
viele Immobilien stets weit unter Marktwert oder eigenem Kaufpreis nur
verkauft werden. Sie verstehen halt *nixnixnix* von Tiefenpsychologie
und ,,Psychodynamischem Prozessdesign". Der Begriff ,,Marktwert"
ist eine pure Erfindung - eine willkürliche, logische Setzung, siehe
auch ,,semantische Falle".
Angesichts einiger möglichen Bemerkungen von sehr moralischen
Menschen, die vielleicht dieses Beispiel zu PD², also dem Design von
Verkaufsprozessen lesen:
Die Frage nach Moral hat sich eigentlich auch erübrigt - der Kunde
ist ja überaus glücklich mit seinem Kauf. Es war ja seine
ausdrückliche, freie Entscheidung, diese Eigentumswohnung zu kaufen,
niemand hat ihn zu irgend etwas überredet! Und Pech in der Liebe kann
jeder mal haben ;-)
Es ist völlig egal, ob man damit Staubsauger, Immobilien, Auto's,
Versicherungen, Schrauben ... verkauft. Es läßt sich immer ein
,,psychodynamisches Prozessdesign" ,,konstruieren", welches auf
Verkäufer und Produkt bzw. situativen Kontext gleichzeitig passt,
womit es problemlos möglich ist, die Gewinne eines Unternehmens
gewaltig zu erhöhen.
So ,,erzeugen" z.B. Porsche - Vertreter in den Hirnen Ihrer Kunden
ebenfalls ein ,,konstruiertes" Bild der Wirklichkeit, tatsächlich
reiner Schwachsinn, eine gedankliche Realität, welche oft ,,zieht":
Mit einem Allrad - Porsche (auch Audi-Vertreter verwenden dieses
,,Argument" oft), wäre man z.B. an einer Kreuzung oder bei einem
Überholmanöver nur durch einen Vollgas - Kickdown innerhalb von
Sekunden aus der ,,Gefahrenzone". Hier wird im Kunden das Bild einer
Seitenkollision an einer Kreuzung oder eines Frontal-Crashs mit 150
km/h suggeriert, welchem er gedanklich nur entkommen kann, wenn er das
Auto mit hoher Leistung und viel Traktion, also Quattro/Allrad/4x4
kauft, oftmals 5.000-20.000€ teurer, jedoch regt sich dieser ziemlich
auf, wenn er für ein Eis 6€ zahlen soll, nennt es ,,überteuert".
Völlig spinnerte Gedankenkeime, oder PD², aber sogar Manager,
Unternehmer, Führungspersonen sogar fallen haufenweise darauf herein.
Man schaue sich die steigende Zahl der Allrad - PKW's, SUV's an.
Emotionen und Vorstellungsgabe ist von Bildungsgrad oder Vernunft
völlig unabhängig. Jede billige Corvette oder Ford Mustang mit 2x4
Antrieb ist schneller in der Beschleunigung, als ein 4x4
durchschnittlicher Porsche oder Audi Quattro A6/A8.
Jeder gute Verkäufer versteht es, sich in das Hirn seines Kunden mit
Vehemenz hinein zu katapultieren durch Gedankenkeime und spannende
Geschichten rund um's Produkt - und erzeugt dort
Pseudo-Wirklichkeiten (=Realitäten), welche dem Kunden ein sicheres
oder schönes Gefühl suggerieren, welches stark an das Kauferlebnis
gekoppelt ist und auch dauerhaft bleibt.
Microsoft z.B. hat es verstanden, jede neue Release von Windows Server
mit neuen Spielereien auszustatten, welche den EDV-Experten
veranlassen, ihrem Chef zu erklären, daß eine Version des Windows
Betriebssytems unbedingt ,,notwendig" sei. Eigentlich will er nur
,,spielen", sprich seine Endorphine durch neue Erkenntnisse haben,
,,erfindet" also Erklärungen, warum dies nun so sein müßte. Die
wirklich hoch zuverlässigen Server-Systeme, wie True64 Unix (OpenVMS)
und Novell 3.x/4.x SFT III, die z.B. bei der Telekom seit Jahrzehnten
im Einsatz sind, um die Telefondaten zu erfassen, werden verschmäht,
bzw. nicht von EDV'lern empfohlen, weil - nicht selten ist der
EDV-Administrator schon 10 Jahre in Rente, wenn mal tatsächlich ein
Update nötig wird. Bill Gates dazu: ,,Noch nie ist eine Software
verkauft worden, weil sie perfekter wäre, sondern Verkauf läuft nur
über die neuen ,,Features"!"
Hemmingway: ,,Kann nicht kommen, Lüge kommt später!". Erst tun wir
etwas Dummes, und später überlegen wir uns eine Erklärung dafür.
,,Ausweichlogiker" auch genannt ;-)
Insgesamt gleicht das Auffinden eines gangbaren ,,Psychodynamischen
Prozessdesigns" einer gegebenen Schachstellung im Mittelspiel, wo der
Schachexperte, des Regelwerkes kundig, herausfinden soll, welche Züge
genau zu dieser Stellung geführt haben. Schach - Großmeister haben
damit kaum ein Problem, Einsteiger finden die Lösung nie. Auch dies
ist ein Grund dafür, daß das Auffinden von PD²-Lösungen prinzipiell
nur Menschen mit viel Lebenserfahrung, also einem tiefen Verständnis
für die psychologisch / menschlichen Wechselwirkungen mit dem
situativen Kontext bzw. der dynamischen Prozesse untereinander,
möglich ist. Hierfür ist viel Selbstbewußtsein (= sich seiner selbst
bewußtsein), die Fähigkeit zur Analyse der ,,impliziter Logiken"
von Kontexten und Handlungen, sowie der Wille zur Dekonstruktion von
Sachverhalten, also dem kritisch/analytischen Hinterfragen nötig. An
Universitäten kann PD² also nicht gelehrt werden, weil Greenhörner
halt noch keine Lebenserfahrung haben.
Mensch ist ein ,,vernunftbegabtes" Wesen, jedoch keinesfalls
,,vernünfig!".
Und - ,,Es wird immer soviel Geld zum Fenster hinausgeschmissen, wie
zur Verfügung steht!"
,,Es kann also in einer Diskussion sich stets derjenige immer ins
Recht setzen, der geschickter in dem Auffinden des Argumentationspfades
ist, ohne jedoch tatsächlich Recht zu haben."
Siehe auch
http://www.little-idiot.de/teambuilding/PsychodynamischesProzessdesign.pdf
Anfragen zu Seminaren zu PD², siehe
http://www.little-idiot.de/teambuilding/Kurse.html oder an
ste...@web.de
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Fall Würth - Außendienstler ohne Laptop?
Ich wollte doch noch gerne einen weiteren Gedankenkeim zu der ganzen
Technik - Hype mit EDV, Qualitätssicherungs-Software, Controling,
u.s.w. zu bedenken mitgeben:
Der alte Würth, Multimilliardär durch ein reines Handelsunternehmen
für Schrauben - hat den Verkäufern ihren Laptop weggenommen. Bei
100.000 Teilen im Sortiment gab es einen Mordsaufstand. Hat ihn nicht
interessiert.
Er sagte wortwörtlich: ,,Ich möchte, daß Verkäufer mit Kunde
kommuniziert, nicht mit Kiste." (er meinte Laptops im Außendienst),
,,Es ist eine Unhöflichkeit^4, den Kunden stehen zu lassen. Seitdem
steigen die Umsätze wieder."
Die Kosten haben sich durch diese Maßnahme gravierend reduziert, die
Verkäufer haben danach erheblich mehr verkauft - die Kunden haben es
honoriert, daß der Verkäufer sich wieder mit ihren Problemen
beschäftigte, nicht mehr mit seinem Laptop.
Das Controling hat er völlig zusammengestrichen, alle Anstrengungen
vom Controling hin zu einer besseren Ausbildung der Verkäufer hin
verlagert, nämlich genau dahin, was ihm tatsächlich das Geld bringt.
Nicht die Verwaltung und das Controling oder die EDV bringen ihm das
Geld, sondern ausschließlich der Verkauf.
Das Unternehmen ist kerngesund, expandiert in die Solarzellen-Branche.
Die Konkurrenz pleite, aber die wissen nun dank ausgereifter Software
im Controling und perfekter Kostenerfassung genau, warum !-)
Es wird immer soviel Geld zum Fenster hinausgeschmissen, wie zur
Verfügung steht!
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Über das, was man ,,Motivation" nennt
An dieser Stelle stellt sich mir die Grundfrage: Woraus besteht
,,Motivation" eigentlich? Wie erhöhe ich die Motivation der
Mitarbeiter? Hierzu einige Hintergrundinformationen. Der Biochemiker
Josef Zehentbauer hat im Buch ,,Körpereigene Drogen" analysiert,
wann und wie Mensch Endorphin-Ausschüttung hat, sprich Glücksgefühle
empfindet. Abgesehen davon, daß die Erinnerung an positive Erfahrung
stets auch wieder Glückshormone ausschüttet, entdeckte er, daß der
Prozeß der Erkenntnis selber ebenfalls Endorphine ausschüttet. Zieht
man eine Fratze vor einem Baby, so schaut es das erste mal nur
aufmerksam, ruhig zu. Wiederholt man diese Fratze, so lacht es. Gerade
bei Babies liegt der Witz in der Wiederholung, es scheint genetisch
fest verdrahtet zu sein, und ist die Grundlage für den Lernerfolg von
uns Menschen als ,,Spätentwickler". Schulungen, ständige
Veränderungen in der Arbeitsorganisation, den Abläufen sind also
nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen notwendig, sondern auch für
Mensch und sein Glücksempfinden selber elementar wichtig.
Wer sich den Erfolg von Toyota als Spitzenreiter der ADAC -
Pannenstatistik anschaut, mit 10 Mrd. $ Gewinn und einer
Börsenkapitalisierung, welche die TOP-3 der Automobilindustrie
zusammen übertrifft, der wird nachlesen können, wie die Firma Toyota
durch die Prinzipien des KAIZEN (KVP), LEAN PRODUCTION (siehe M.I.T.)
so erfolgreich geworden ist, wie sie es ist. Nicht nachlesbar ist
jedoch der Grund für die hohe Motivation der Mitarbeiter. Fast schon
besessen von ihrer Arbeit haben die nur noch eines im Kopf:
Prozessoptimierung aller internen Abläufe und sogar der
Zuliefer-Firmen, angefangen von einzelnen Handgriffen bis hin zur
Neuerfindung von Transportlogistik, Maschinen und Produktionstechniken.
Hier hat Taiichi Ohno, der einstige Chef-Optimierer ganze Arbeit
geleistet. Er hat jeden einzelnen Mitarbeiter zu einem Experten in
Kaizen gemacht, wo ein jeder mehr Erfahrung und Wissen in LEAN
PRODUKTION, LEAN THINKING hat, als viele Unternehmensberater in
Deutschland.
Wie hat er es geschafft, daß jeder Mitarbeiter entgegen der Angst,
daß er sich selber wegrationalisieren könnte, ausschließlich nur im
Interesse und zum Wohle seiner Firma handelt, nicht mehr kurzfristig,
taktisch denkt, sondern strategisch, langfristig? Ungelöste
Interessenskonflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Mitarbeiter
und Vorgesetztem, Kunde und Firma, wie sie hier in Deutschland zuhauf
existieren, gibt es dort nicht, warum?
Die vorangegangenen, einführenden Beispiele lassen erahnen, worum es
wirklich geht, beim Thema Motivation. Ich habe unzählige Gespräche
mit Mitarbeitern großer und kleiner Firmen geführt, und gefragt, was
demotivierend wirkt. Es kristallisierte sich etwas völlig anderes
heraus, als bisher in der gängigen Literatur nachzulesen ist:
An erster Stelle stand - wie könnte es anders sein, natürlich der
direkte Vorgesetzte. Direkt danach folgte etwas unerwartetes: Sobald
sich die Geschäftsführung beginnt, sich in ihrem Elfenbeinturm hinter
Zahlen zu verschanzen, und sich nicht mehr um die ständige
Verbesserung der Produktionsabläufe kümmert, Anregungen der
Mitarbeiter nicht mehr aufnimmt und sofort umsetzt, oder diese zur
Bewältigung ihrer Aufgaben nicht befähigt und dann
eigenverantwortlich machen läßt, sondern eher blockiert, so
entschwindet jeder Enthusiasmus. Nicht nur die Stimmung im Unternehmen
sinkt auf den Nullpunkt, sondern auch die Arbeitsleistung nimmt
hierdurch enorm ab. Sogar die bisherigen Leistungsträger fallen auf
durchschnittliches Niveau ab, und beginnen sämtliche Anweisungen der
Geschäftsführung zu torpedieren/sabotieren, und sogar offen nach
außen hin Spekulationen über das Ende der eigenen Firma anzustellen.
Die Firmen machen plötzlich in einem Maße Verluste, wie sie zuvor
noch nie aufgetreten sind. Schlechte Manager haben hier oft nur noch
ein einziges Mittel im Repertoire - Arbeitsverdichtung und
Entlassungen, ohne zuvor zu bedenken, daß man die Mitarbeiter zuvor
erst befähigen muß, intelligenter und effizienter arbeiten zu
können, es nicht genügt, sie nur härter arbeiten zu lassen. Nicht
mehr kommunizieren, sondern intelligenter kommunizieren.
Die Phase des offenen Umgangs mit Kritik ist dann lange schon vorbei.
Die offenen Gespräche, der Gedankenaustausch, das dringend notwendige
Feedback der Mitarbeiter - die Geschäftsführung entfernt sich daher
immer weiter von der Wirklichkeit und zieht sich in ,,virtuelle
Realitäten" hinter den Bilanzen zurück, versucht, mit
,,Knöpfedrücken" am Computer die Bilanzen zurechtzurücken.
Verwaltung, Controlling werden aufgebläht, Zahlenmaterial gesammelt,
ausgewertet, Kostenstellen eingeführt, Firmen in ,,Service-Center"
unter Verzeicht auf Synergien aufgespalten, Firmenteile verkauft,
andere gekauft, Management Buy In / Buy Out (MBI, MBO, BIMBO)
betrieben, Strukturen und Firmenkulturen zerschlagen, Mitarbeiter an
andere Unternehmen ,,verkauft" oder in Personal - Überlassungs
- Center ausgegliedert.
Kaum ein Manager versteht es, neue Strukturen zu schaffen, neue Märkte
sich zu erschließen, die Kreativität der Mitarbeiter wieder in Gang
zu bringen, deren Potential zu nutzen. ,,human resources", ,,human
capital" verkümmert. Wäre dieses Potential der Mitarbeiter
betriebswirtschaftlich messbar oder erfassbar, so wäre das wahre
Ausmaß des ,,Mißmanagement" ganz offensichtlich. Sie wissen es oft
nicht besser. Wer als Manager nicht bewiesen hat, daß er aus dem
Nichts ohne Geld ein erfolgreiches Unternehmen aus dem Boden stampfen
kann, sollte eigentlich kein Unternehmen führen, nur - leider ist
diese Sorte Mensch selten, auch unsere Universitäten lehren diese
Fähigkeiten nicht. Arbeiter in Firmen haben es ebenfalls nirgendwo
gelernt, nur - sie müssen zuschauen, wie die über Jahrzehnte
aufgebauten Strukturen verfallen, einfach zerschlagen werden, ohne daß
jedoch sichtbar neue entstehen. Existenzängste machen sich breit,
Mobbing hat inzwischen überall Einzug gehalten. Die Medien führen
immer wieder ,,Vorzeige-Unternehmen" vor (N-TV Propaganda),
suggerieren ,,Aufschwung", während gleichzeitig der rapide Abstieg
Deutschlands verschwiegen wird. Neben der Vielzahl von unscheinbaren
Firmenchefs, welche Privatfirmen führen, welche keine
Aktiengesellschaften sind, und sich daher der Analyse der Medien
entziehen, trauen sich nur wenige Manager von Aktiengesellschaften in
die Öffentlichkeit, loben ihre Mitarbeiter und die Vorteile des
Standortes Deutschland, wie z.B. Wendlin Wiedeking von Porsche.
Gleichzeitig müssen sich jedoch auch alle Mitarbeiter in Unternehmen
fragen lassen, was sie denn tun, damit ,,ihr Unternehmen" wieder
eine Chance auf dem Markt hat. Ein falsches Selbstverständnis als
,,Arbeitnehmer" entbindet scheinbar viele von der Eigenverantwortung
am Schicksal des eigenen Unternehmens. Tatsache ist, daß man nicht
wissen kann, was man nicht weiß. Es bedarf daher stets der Anregung
von außen. ,,LEAN THINKING", der Klassiker des Kaizen von
Womack/Jones sollte daher Standardlektüre jedes Mitarbeiters sein,
Pflicht für alle Menschen in Führungsfunktionen. Jedoch lehrt dieses
Buch nur Prozessoptimierung, und leider kein Prozessdesign, oder
Methoden, wie man neue Märkte entdeckt, sich erschließt, und alle
Mitarbeiter in einem ständigen Wandel, einer ,,Fließstabilität"
aller Produktions- und Geschäftsprozesse, langsam dorthin bewegt.
Change - Management ist eine hohe Kunst, vorausgesetzt, man weiß
überhaupt, wohin eine Firma sich wandeln kann. Wie seht sich eine
Firma wandeln kann, zeigt die das Reise - und
Containerschiffahrtsunternehmen TUI, welche aus einem Stahlkonzern
hervorgegangen ist. Der Chemiegigant ,,Höchst" z.B. hat sich in
,,Nichts" aufgelöst, ebenso, wie Mannesmann-Demag.
Mehr hierzu siehe
http://www.little-idiot.de/teambuilding/SchlankesManagementVerwaltungen.pdf
Das motivierenste für Mitarbeiter ist stets das Potential, welches in
der Firma als ,,Gesamtkunstwerk" steckt, und das ist ganz
entscheidend davon abhängig, welche Handlungsmöglichkeiten das
Management ,,Ihren" Mitarbeitern eröffnet. 3M, z.B. hat es
verstanden, das kreative Potential seiner Mitarbeiter zu wecken. Erste
Maßnahme war, daß alle 1/3 ihrer Arbeitszeit tun können, was sie
wollen, und auch Gelder für ,,private Forschungsvorhaben" abrufen
können.
Glücklich ist derjenige Mensch, dessen Handlungsmöglichkeiten sich
stets vergrößern, abgesehen von den 16 Lebensmotiven von Steven
Reiss, deren mögliche Verwirklichung heutzutage angesichts der hohen
Arbeitslosigkeit eng mit dem Erfolg der Firma verbunden ist.
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Gewerkschaft aus dem Unternehmen drängen
Gute Manager wollen, daß ,,intelligenter" und effizienter, nicht
unbedingt ,,härter" gearbeitet wird, und eigentlich wollen sie
nicht Menschen entlassen, sondern sie würden ihre Mitarbeiter - bei
höheren Umsätzen und gesteigerten Gewinnen - mit Kußhand gerne
weiterbeschäftigen. Ich möchte hierzu gerne ein Beispiel aufzeigen:
In einem mittelständischen Betrieb mit 80, heute fast 200 Mitarbeitern
hat der Firmenchef damals folgendes getan:
Er hat plötzlich, ohne Vorankündigung, allen Mitarbeitern einen neuen
Vertrag auf den Tisch gelegt, zu denselben Tarifen, Urlaubs- und
Weihnachtsgeld wie gehabt, jedoch freiwillig, leistungsabhängig und
alles außertariflich, mit dem Kommentar: ,,Wenn Du nicht
unterschreibst, brauchst Du morgen nicht mehr zu kommen, und es ist mir
scheißegal, ob Du mich verklagst. Dann kriegst Du zwar 'ne Abfindung,
aber Du bist draußen! Überlege Dir das!"
Dann hat er einen Topf aufgemacht, diesen mit Urlaubsgeld und
Weihnachtsgeld gefüllt, mit einer großen Anzeigetafel in der Halle.
Jedesmal, wenn z.B. Betriebsräte eine Sitzung abhielten, also nicht
produktiv arbeiteten, hat er die Verluste, die ihm hierdurch entstanden
sind (Behinderung der Betriebsratsarbeit kann bekanntlich ja teuer
werden), einfach aus dem Topf herausgenommen, und den Betrag der
Entnahme sowie die Erklärung hierfür an der Anzeigetafel, für alle
offensichtlich, angezeigt.
Resulat: Betriebsräte halten nicht mehr 1x die Woche Sitzung, für
mehrere Stunden, wobei viel Arbeit liegenbleibt, sondern heute nur noch
1x im Jahr ab, oder freiwillig außerhalb der Arbeitszeiten, um nicht
dem Druck der Mitarbeiter ausgesetzt zu sein.
Er hat auch neue Regeln geschaffen, und Normzeiten für
Standard-Prozesse in Verbindung mit den Arbeitern eingeführt. Von
jeder Einsparung bzw. Optimierung packt er 25% freiwillig wieder in den
Topf.
Besuche vor Ort beim Kunden ziehen sich bekanntlich manchmal länger
hin, weil niemand nachkontrollieren kann, wie lange jemand tatsächlich
braucht. Einkäufe, Kaffeekränzchen während der Arbeitszeit sind
üblich. Hinterher-Telefonieren - dazu hat niemand wirklich Zeit. Wie
also bringe ich z.B. den Außendienst dazu, freiwillig ,,zügig" zu
arbeiten? Man nimmt einfach den Durchschnitt der Zeit der vergangenen
Besuche beim Kunden, und bei jedem Unterschreiten des monatlichen
Durchschnittes fließt zur Belohnung wieder was in den Topf. Im
nächsten Monat kann man dann auch die Zeiten der Außendienstler
gegeneinander vergleichen und diesen Durchschnitt dann jeweils zugrunde
legen, was zu einer kontinuierlichen Senkung dann führt.
Man kann sich leicht vorstellen, welche Dynamik dies freigesetzt hat.
Der Chef ist mit allen Mitarbeitern per Du, sehr beliebt, keine Seite
hat Grund, irgendwelche Fronten aufzubauen, alle sind sehr zufrieden,
nicht nur die Geschäftsführung des Unternehmens, welches erheblich
höhere Umsätze seit 10 Jahren nun zu verzeichnen hat. Von den
Mitarbeitern ist keiner mehr in der Gewerkschaft, freiwillig,
wohlgemerkt.
Eines der Hauptprobleme in Unternehmen, besonders denjenigen, die ja
angeblich gut durchorganisiert sind, ist die Verschwendung (Muda) von
Manpower im Unternehmen. Viele Mitarbeiter glauben, sie machen sich
arbeitslos, wenn sie Prozesse straffen. Früher ist der Chef durch die
Firma gelaufen, hat einen Mißstand gesehen, sich einen zuständigen
Arbeiter heranzitiert, ihm auf die Pfoten geklopft und ihm
unmißverständlich aufgetragen, das unverzüglich abzustellen - er
hat ihn persönlich in die Verantwortung genommen. Hat jahrhundertelang
perfekt funktioniert.
Heute wird ein Change - Manager beauftragt, der eine Projektgruppe
ins Leben ruft, welche einen Projektplan erstellt, diesen mit
Powerpoint präsentiert, woraufhin dann beraten wird, wie man diesen
Mißstand kostengünstig und effizient beheben kann, ein Kaizen/LEAN
- Experte wird hinzugezogen, der ebenfalls mit neuen Vorschlägen auf
wichtigwichtigwichtig tut, diese Projektgruppe Ishikawa - Diagramme
malen lehrt, die wahren Ursachen des Mißstandes werden dann ermittelt
und erneut diskutiert, woraufhin dann ein Arbeiter beauftragt wird, den
Mißstand zu beheben. Wer die Gesamtverantwortung dann tatsächlich
für die Behebung des Mißstandes trägt, ist bei solchen völlig
idiotischen Prozessdesigns immer sehr fraglich. Jeder kann die
Verantwortung immer schon auf seinen Kollegen abschieben - ein
Zeichen mangelder Führungskompetenz.
Hauptproblem - Viele Führungskräfte haben *nixnixnix* verstanden von
PD², führen also nicht mehr, sondern ,,verwalten" ihre Mitarbeiter
nur noch, von intelligenden Kontrollprozessen haben die meist keine
Ahnung. Das haben sie so in klugen Schulungen und Seminaren zu
Projektmanagement und Zeitmanagement ja gelernt. Diese Vorgehensweise
muß ja also ,,richtig" sein. Oftmals haben sie nicht die geringste
Ahnung von dem, was ,,ihre" Mann/Frauschaft da eigentlich tut, und
dementsprechend machen die dann den Larry, scheuen sich vor
Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat. Ich habe mich kringelig
gelacht, als ein Projektmanager eines großen Telefonunternehmens
Kommunikationstrainer und Motivationstrainer engagierte, um seine
Programmierer wieder ans Arbeiten zu bekommen, die Zeit drängte, ein
Millionenprojekt stand auf der Kippe. Hätte er nur einmal auf deren
Festplatte geschaut, so wäre ihm aufgefallen, daß von 15 Mitarbeitern
7 privat für eigene Kunden während der Arbeitszeit arbeiten.
In meinen ,,Besuchen" bei Firmen (ich erzähle dort nur
,,Geschichten" vom Bäcker nebenan, plaudere) schauen mich die
Firmenchefs zunächst verständnislos an, wenn ich mit diesen (durchaus
bewährten) Querdenker - Vorschlägen komme, und dann macht es
,,Klick".
Meine Erfahrung ist, daß intelligentes, ,,psychodynamisches
Prozessdesign" nicht nur Rechtsanwälte höchst überflüssig macht,
sondern die Gewinne erheblich steigert, und darauf kommt es an. Auch
hier möchte ich wieder an Derridas ,,Behauptung von Gegensätzen"
erinnern - pure Erfindungen - es sind einfach nur ,,kollektive
Wahrnehmungsstörungen". Im Grunde haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber
oder Vorgesetzte ein - und dasselbe Ziel. Geld verdienen und ein
schönes Leben führen ;-)
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Psychologen Coaches, Motivationstrainer, Assessment-Center
Über Persönlichkeitsentwicklung, Kompetenz und
Schlüsselqualifikationen:
Diese Beispiele für die Entwicklung von Kompetenzen und
Schlüsselqualifikationen
(Fach-, Methoden-, Handlungs-, Sozial- und Persönlichkeitskompetenz)
sind Wikipedia entnommen. Lesen Sie diese sich bitte in Ruhe durch:
Fachliche Fähigkeiten
Berufsspezifisches Wissen
Arbeitstempo
Kostenbewusstsein
Unternehmerisches Denken
Allgemeine Planungs- und Ordnungskenntnisse
Kenntnisse zur Qualitätserreichung
Organisation eines Projektmanagements
Handhabung von Hilfsmitteln und Werkzeugen
Logik, (gemessen anhand des IQ)
Analytisches Denken, (gemessen anhand des IQ)
Räumliches Vorstellungsvermögen, (gemessen anhand des IQ)
Soziale Fähigkeiten
Selbstbewusstsein, (Teilbereich des EQ)
Selbstmotivation, (Teilbereich des EQ)
Selbstmanagement, (Teilbereich des EQ)
Engagement in der Gruppe, (Teilbereich des EQ])
Empathie, (Teilbereich des EQ)
Führungskompetenz
Qualitätsbewusstsein
Leistungsbereitschaft
Ausdrucksfähigkeit
Fremdsprachen
Innovationsfreude
Kooperationsfähigkeit
Motivationsfähigkeit (aktiv und passiv)
Konflikt- und Kritikfähigkeit (aktiv und passiv)
Präsentationsfähigkeit / verkäuferisches Verhalten
Fairness
Elemente der Personalentwicklung
Eignungsdiagnostik
Erstellen der Anforderungsprofile
Auswahl- und Einstellungsverfahren
Interview
Persönlichkeitstests
IQ-Tests
EQ-Fallstudien
Arbeitsbewertung
Leistungserfassung
Assessment-Center
Maßnahmen
Mitarbeitergespräch
Einarbeitungsprogramme
Führungsnachwuchsprogramme
Austauschprogramme
Employee Empowerment
Job-Rotation
Job-Enrichment
Job-Enlargement
EFQM-Modell einführen
Schulung
Training und Moderation von Lehrgängen
Lernen durch Lehren und E-based-learning
Kreative Unruhe
Coaching
Mediation in Konfliktfällen
Supervision
Verhaltenstherapie oder Systemische Therapie
Maßnahmen der Personalentwicklung werden, je nach Ort, bzw. Setting,
in On-the-Job- (am Arbeitsplatz und innerhalb der sort anfallenden
Arbeiten; z.B. Anlernen durch einen Kollegen), Off-the-Job- (außerhalb
der normalen Arbeitsumgebung; z.B. Training oder Seminar) und
gelegentlich Near-the-Job-Maßnahmen unterschieden.
Wesentliche Inhalte von Assessment Centern sind:
strukturierte Interviews (häufig zu Beginn),
Gruppendiskussionen, (Jeder gegen Jeden) meist ist anschliessend ein in
der Gruppe gefundenes Ergebnis zu präsentieren,
Postkorb-Fallstudien,
Rollenspiele (kritische Vorgesetzter-Mitarbeiter-Gespräche,
Kollegengespräche, Verkaufsgespräche),
Präsentationsaufgaben, Einzeln oder in Kleingruppen,
Fragebögen (psychometrische Testverfahren: Persönlichkeits- und
Leistungstests), Intelligenztests, schriftlich und/ oder am PC; nur
unter Aufsicht eines Diplompsychologen zulässig,
Abschlußgespräch mit Auswertung und ggf. Jobangebot,
bei längeren AC auch Essenseinladung (Gabeltest)
Fällt Ihnen was auf? All diese Begriffe beschreiben eigentlich alles
Mögliche, nur nicht etwas, was kein reines ,,Gedankending" ist,
sondern zur Bewältigung der Wirklichkeit enorm wichtig ist: TUN!
"Für das Können gibt es nur einen Beweis, das Tun." (Marie von
Ebner-Eschenbach)
,,Ich erachte jedes Wort für unnütz geschrieben, hinter dem nicht
eine Aufforderung zur Tat steht." (Nietzsche)
,,Ich erachte jede Tat für unnütz ausgeführt, hinter welcher nicht
eine Aufforderung zum Reden steht." (Freud, Hirnwichser und
Hirnverbieger).
Wir wissen nicht zuletzt seit BigBrother, daß Mensch sich anders
verhält, wenn er beobachtet wird, sich in gestellten Testumgebungen
eines Assessment-Centers stets vorbildlich verhält, und - sofern er
psychologisch versiert ist, die üblichen 360 Grad - Tests geübt
hat, besteht dieser sämtliche ,,psychologisch wertvollen"
Eignungstests mit Bravour.
Hier schlägt Dr. Joseph Murphy wieder mit seinem Prinzip der sich
selber zerstörenden Prognose zu.
Wir haben in den Abteilungen Personal, Personalentwicklung,
Organisationsentwicklung nur noch brave, tugendhafte, geistig höchst
aktive, ausschließlich theoretisierende Hirnverbieger sitzen, die
selber niemals fähig wären, einer Kassiererin Geld abzuluchsen, oder
auch nur 3 Tage im Großstadtdschungel ohne Geld auszukommen, und
dementsprechend nur Bewerber einstellen, welche sie an ihrer eigenen
Unfähigkeit messen.
,,Psychodynamisches Prozessdesign", eine der Grundfähigkeiten eines
Unternehmers Produktionsprozesse, Verkaufsprozesse so zu gestalten,
daß Mitarbeiter und Kunde zufrieden sind. Diese hohe Kunst beherrschen
Psychologen nicht, wohl aber glauben sie, die notwendigen psychologisch
/ menschlichen Eigenschaften eines Kandidaten für ein Unternehmen
korrekt beurteilen zu können.
Was sagt das Bestehen eines IQ-Testes über den Bewerber, z.B. einen
Eskimo oder Indianer aus? Nix! Der IQ-Test sagt nur über denjenigen
etwas aus, der ihn gemacht hat, nämlich es zeigt uns, was dieser
Mensch als ,,schwer" empfindet.
Es ist eine Frage der Definition, was man als Maßstab wählt. Misst
sich der Psychologe im Assessment - Center nun am Durchschnitt der
Bewerber, oder werden die Bewerber auf einen Job an den Vorstellungen
des Psychologen gemessen? Meiner Meinung nach eine willkürliche
Setzung! Wieviel Wert oder Profit ein Mitarbeiter seinem Unternehmen
mit seinen Fähigkeiten bringen kann, welches Potential in ihm steckt,
kann man nicht messen. Stinkfaule Mitarbeiter können geniale Ideen
haben, wie man bei 3M und dem Erfinder von Maggi - Brühwürfeln
sehen kann - Milliardengewinne sind möglich nur durch eine neue Idee!
Stattdessen stellen Psychologen als Personalchefs nur Personen ein, die
nicht ,,andersdenkend" sind, hauptsächlich Langeweiler,
Opportunisten und Duckmäuser, damit bloß kein Schatten auf den
Personalchef selber fallen kann, wenn diese rebellisch sind, mit ihren
neuen Ideen, und den Rest der Mannschaft mal geistig frisch macht.
Wollte man z.B. den Top-Manager Chris Gent von Vodafone oder Thomas
Middelhoff mit den üblichen Tests messen würde, die Assessment-Center
so durchführen, so wären alle beide durchgefallen. Das Meisterstück
von Chris Gent, nämlich das stategische Großmanöver der
,,Feindlichen Übernahme" von Mannesmann-Demag durch die kleine
Telefon-Firma Vodafone anhand der Vorlage einer Diplomarbeit zweier
Studenten im Geheimen vorzubereiten und durchzuführen, ist einmalig
und erfordert genau die hier in PD² beschriebenen Hirnstrukturen:
,,Das Unmögliche Denken wollen, und durchführen, TUN!".
Auch Middelhoff mit seinem Meisterstück BOL, AOL, Time-Warner hat die
bisherigen Denkstrukturen in der Welt des Managements ,,gesprengt".
Die hohe Kunst dieser Manager bestand darin, die wirtschaftlichen
Situation, sprich die ,,impliziten Logiken" der momentanen
Wirtschaft an der Börse, z.B. zu erkennen, und dafür neue
Handlungsmöglichkeiten, impliziten Logiken von Prozessen zu
entwickeln. Resultat: Vodafone übernimmt einen ,,Global Player",
macht riesige Gewinne, und erreicht darüber hinaus in diesem
schwierigen Umfeld auch noch 50 Mrd.€ Verlustvorschreibungen in
Deutschland, indem das gesamte Mannesmann Akienpaket vor dem
Börsencrash an eine Luxemburger GmbH (natürlich neu gegründet)
verkauft, und nach dem Börsencrash mit fiskalem Verlust zurückgekauft
wurde - wohlgemerkt - ohne irgendwo anders Gewinne versteuern zu
müssen. Das deutsche Finanzministerium tobte, die SPD hat in der Panik
(teilweise rückwirkend, von der Öffentlichkeit und Steuerberatern
unbemerkt) unzählige, neue Gesetze erlassen (insgesamt 3500 neu, aber
nur 1500 abgeschafft), welche sogar im Bundesfinanzblatt teilweise
nicht veröffentlicht wurden.
Welcher Psychologe könnte wohl mit einem Fragebogen eine solche
interdisziplinäre Genialität (Gent, Middelhoff, ...) im
Gestaltungswillen und tatsächlichem Können in der Wirklichkeit bei
seinen Bewerbern testen?
Welcher Psychologe, der Assessment-Center betreibt, hat überhaupt den
geringsten Schimmer von internationalem Steuerrecht, Nutzung von
Steuerlücken, ,,kreativer Buchführung/Buchhaltung", BGB, HGB,
Risikomanagement, internationalem Finanzwesen zur Beschaffung von
Kapital, u.s.w.? Hätte er dieses Wissen, wäre er selber sicher kein
Psychologe, sondern Manager.
Schaut man sich die Psychologen in OpenBC an, über welche Themen diese
sich so ,,wissenschaftlich" unterhalten, was Mitarbeiter von
international renomierten Unternehmensberatungen für wichtig erachten,
an Schlüsselqualifikationen, so fehlen meiner Meinung nach mindestens
zwei wesentliche Faktoren:
,,Handfestes Wissen" und Denkstrukturen, welche ,,Psychodynamisches
Prozessdesign" betreffen. Keine von diesen ,,Fähigkeiten", welche
dieses Dokument hier beschreibt, ist bei Psychologen international
bekannt, bzw. wird tatsächlich getestet. Es kann nämlich hierfür
prinzipiell keinen Test geben, außer - TUN! Was jemand zu tun in der
Lage ist, zeigt sich erst, wenn er tatsächlich mit der vollen
Komplexität in seinem Job konfrontiert ist, also in dem Kontext auch
getestet wird, in welchem er später raffiniert agieren soll.
Psychologen selber können noch nicht einmal die Rätsel des ersten
Beispiels oben zur fairen Teilung von Kuchen korrekt beantworten (siehe
OpenBC), geschweige denn haben sie die komplexen Wechselwirkungen der
prozessualen Abläufe mit den tiefenpsychologischen Mechanismen
annähernd begriffen, maßen sich aber an, Bewerber auf Führungsposten
in der Industrie aussortieren zu können, siehe Diskussionen in
http://www.openbc.de/
Interessant fand ich auch den Hinweis eines besonderen
Führungsmenschen, welcher sich bei Bosch bewarb. Er schrieb in seine
Bewerbung schlicht hinein, daß er strikt jede Art von Tests in einem
Assessment-Center ablehne, woraufhin er auch prompt für ein
persönliches Gespräch in der Führungsetage eingeladen wurde. Ich
persönlich kenne auch keinen Manager, der sich jemals den rein
theoretischen Fragestellungen ohne Kontext in einem Assessment-Center
gestellt hat, bzw. überhaupt nötig hatte, sich den Fragen von
Menschen zu stellen, die von der Materie selber keinen Schimmer haben,
zumeist noch nicht einmal selber mit einer Hilti ein Loch in die Wand
bekommen, aber auf ,,wichtwichtigwichtig" tun, und tatsächlich
fähige Menschen mit ,,pack an" den Zugang in Firmen verwehren - ein
fataler Trend im Moment in Großunternehmen, welcher jegliche
Unternehmenskultur der Eigeninitiative zunichte macht, welche dafür
sorgen könnte, daß das Unternehmen in ,,Fließstabilität" gerät
und sich organisch in seiner Komplexität der Komplexität der Probleme
in der Wirklichkeit anpassen kann.
Siehe hierzu auch Ross Ashby's ,,law of requisite variety". Man kann
nicht mit einer vereinfachten Vorstellung von dem, was Wirklichkeit
wohl sei, die tatsächlichen Probleme der Wirklichkeit bewältigen.
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Über Zielvereinbarungssysteme
Es ist schon recht merkwürdig, was Führungsmenschen so alles
einfällt, Menschen ,,motivieren" zu wollen, ohne jedoch die
Grundlagen des PD² verstanden zu haben. Ich kenne viele solcher
Systeme, insbesondere konnte ich eines genauer kennenlernen, welches,
auf MS ACCESS aufbauend, den Mitarbeiter zu Handlungen und Reaktionen
,,zwingt", z.B. eine Anordnung des Vorgesetzten zu
,,Akzeptieren", ,,Kenntnisnahme zu Unterschreiben",
,,Zeitvorgabe zur Kenntnisnahme", u.s.w., ansonsten - kann er
seinen Computer nicht mehr weiter bedienen - das Fenster springt
immer wieder auf.
Solche Systeme bezeichnet man als ,,extrinsische Motivation" von
Menschen und sind im Grunde Methoden aus der Steinzeit, welche
sämtlichen Erkenntnisse der Menschenführung der letzten 2500 Jahre
seit SUN TSE, den freiwilligen Drang des Menschen zur ,,Unterordnung
unter die gemeinsame Sache" (TAO im chinesischen genannt), heutzutage
auch ,,Corporate Identity", ,,Firmenkultur", u.s.w. genannt wird,
strikt ignoriert.
Hauptproblem dabei - das zeigt das Beispiel Tollcollect - die
Mitarbeiter haben, wie jeder Mensch eine sehr idealistische Vorstellung
von sich selber, von ihrer eigenen Leistung, ihrer Qualität der
Arbeit, u.s.w. So wurden z.B. Programmieraufgaben als ,,erledigt"
abgehakt, obwohl sie genau wußten, daß entsprechend der 90/10 -
Regel oder 80/20 Regel noch viel Zeit zu investieren ist.
Vorgesetzte wollten das auch gerne annehmen, um vor ihrem Vorgesetzten
wiederum ,,glänzen" zu können. Als Walter Raitzner, Chef der
T-COM, zuvor IBM, den Laden übernahm, installierte er zügigst
,,Kontrollprozesse", welche mögliche Unterschiede der Beurteilung
der eigenen Arbeits - Leistung, siehe auch das Problem mit
Eigenwahrnehmung/Fremdwahrnehmung, korrigieren. Mitarbeiter sollen
gegenseitig ihre Leistung beurteilen und ,,abhaken",
,,berichten". So genügt es, z.B. wenn man als ,,Regel" einfach
anordnet, daß alle Aufgaben, welche einem zur termingerechten
Fertigstellung übereignet/anvertraut wurden, von dem Kollegen quasi
überwacht werden. Dieser erst meldet den Vollzug der Fertigstellung an
den Vorgesetzten, und zwar nach einer tatsächlichen Prüfung der
Arbeit seines Kollegen.
Auch entfernt Walter Rainzner er gerade von 6000 Managern alle bis auf
1200. Argument: ,,Wir beschäftigen uns oft zu sehr mit uns
selbst!".
Ich möchte hier nicht weiter auf die Prinzipien des eXtreme
Programming oder ,,eXtreme Projecting" eingehen. Liest man sich
jedoch meine Beiträge hierzu durch, so wird klar, daß es PD² ist,
welches als Prinzip hinter AP (Agile Programming), SCRUM und XP
(eXtreme Programing) steckt.
Siehe
http://www.little-idiot.de/teambuilding/EmergenteSoftwareEntwicklung.pdf
Die Erkenntnisse des XP kann auf jede Art von hochkomplexem
Arbeitsprozesse angewandt werden, sie heißt dann nur ,,eXtreme
Projecting". Warum kann man in der Literatur darüber noch nichts
nachlesen?
Kann man, nur sind dies ,,geheime Unterlagen" von GE, IBM, BOEING,
bisher noch nicht der Öffentlichkeit als Buch vorgestellt. Ich arbeite
gerade daran.
Mit freundlichen Grüßen.
Semantische Falle
,,Semantik" ist die Lehre der Bedeutung der Begriffe
(untereinander). Die Beutung eines Begriffe ergibt sich aus seinem
Gebrauch. Wir geben den Dingen ihre Bedeutung, wir verändern
Bedeutungen. Was verändern wir daran genau?
Sokrates sagte schon: ,,ton hetto logon kreitto poiein", was später
von dem brillianten Rhetoriker Protogaoras übernommen wurde, was
bedeutet: ,,Das schwächere Argument zum Stärkeren machen durch
Umgewichtung" (Grad der Bedeutung von Worten, Begriffen)
Die logische Begriffslandkarte ist bei jedem Menschen individuell. Beat
Doebeli's Biblionetz (http://beat.doebe.li/bibliothek/) macht es
deutlicher. Die impliziten Logiken der Begriffe sind die Bindeglieder
für unser neuronales Netzwerk ,,Gehirn". Das Hinzufügen von
,,Brücken" wird als ,,Erkenntnis" bezeichnet und mit
Endorphinausschüttung belohnt. Die Hoffnung auf Glückshormone ist
,,intrinsische Motivation" lernen zu wollen. Daher empfinden wir
neue Begriffe stets als ,,Glücksbringer". Es kommt also nicht
darauf an, was wir für einen Schwachsinn lernen, sondern das
Glücksgefühl kommt automatisch mit jedem Schwachsinn, den wir lernen,
d.h. Es kommt nur darauf an, das wir lernen, Erkenntnis haben.
Der Prozess der ,,Erkenntnis" ist genetisch in unserem Hirn fest mit
der Ausschüttung von Endorphinen ,,verdrahtet", wie Josef
Zehentbauer in seinem Buch ,,Körpereigene Drogen" treffend
festgestellt hat. Darauf aufbauend halten sich Wissenschaftler, wie
Gerhard Roth (Bremen) und Gerald (Jerry) Zaltman (Harvard) mit
,,Neuromarketing" strikt an diese wissenschaftlich auch mit Hilfe
von fMRT und PET visualisierbaren, und somit ,,nachweisbaren"
Erkenntnisse.
Nicht ein Werbekaufmann, Vertreter, Trainer, Coach,
Kommunikationstrainer, Motivationstrainer, Psychologe, Philosoph, der
es nicht versteht, seinen ,,Patienten", ,,Kunden" ... durch
salbungsvolle, acso einfühsame und schmeichelnde, neue Worte und ihren
Erklärungen mit Endorphinen zu versorgen, sprich zu begeistern.
Der Denkprozess hangelt sich entlang der impliziten Logiken bekannter
Begriffe. Jedes Hinzufügen neuer Begriffe sorgt für
Endorphinauschüttung, vorausgesetzt er koppelt an vorhandenen
Strukturen an. Sich neue Wissensgebiete zu erarbeiten, fällt schwerer,
als an Bekanntes anzuknüpfen. Je mehr Mensch in jungen Jahren gelernt
hat, und je vielseitiger dieser gebildet ist, umso leichter fällt es
ihm, neue Wissensgebietete zu erlernen.
Menschen mit hoher Vernetzungsdichte der Begriffe einer Kategorie,
sprich Fachexperten haben zumeist eine lange Schule der kreuzweisen
"Beleuchtung" der Begriffe untereinander absolviert, während hingegen
das ,,ungebildete" Volk nur über dünnvernetzte
Begriffslandschaften verfügt.
Problematisch hierbei ist die ,,semantische Falle". Da jede Art von
Denkprozess sich prinzipiell sich nur entlang der Logiken bekannter
Begriffe entlanghangeln kann, ist Mensch in diesen Strukturen quasi
gefangen. Fatal hierbei ist die Gefahr zyklischer Verbindungen,
,,Denkfallen" oder auch ,,unendlicher Regreß" genannt. Versteht
es jemand, eine andere Person mit speziell konstruierten Begriffen so
zu ,,füttern", daß sich recht schnell zyklische Verbindungen
ergeben, welche sich sukzessive ausweiten lassen, so ist dieser Mensch
in dem ,,semantischen Gedankengebäude" gefangen. Theorien
unterscheiden sich von einer Aneinanderreihung von Thesen, Hypothesen
dadurch, daß sie Ringe oder Netzwerke von ,,impliziten Logiken"
bilden. Darunter finden sich leider jedoch oft reine
,,Gedankendinge", deren impliziten Logiken Teile dieses Netzwerkes
bilden, sodaß alles zwar vor dem geistigen Auge logisch klingt, jedoch
pure Erfindung ist.
Nepper, Schlepper, Bauernfänger sind solche Menschen, welche
irgendwann verstanden haben, wie genau man Menschen ,,einwickelt",
sprich in dieses Gedankengebäude hineinschickt, und dort drin behält.
Jede Art von Sekten, Zeugen Jehovas, Schneeball-Vertriebsorganisationen
(Versicherungsvertreter, Geschäft mit Angst, Unsicherheit), ...
verstehen sich in der Konstruktion von diesen ,,semantischen
Fallen", die Opfer ,,kaufen", weil sie tatsächlich denken, daß
bestimmte Produkte Ängste beseitigen, ein anderes ,,Image"
verschaffen, neue Möglicheiten im Leben eröffnen,
,,Wissenshorizonte" erweitern, u.s.w. Hier hat der erfolgreiche
Manager, der mit seinem 250-PS Allrad Audi im Stau steht, sein Geld in
schwachsinnigen Immobilen - Fonds (keine Sicherheiten!) angelegt hat,
sogar noch anfälliger, als Otto-Normalverbraucher, der mit seinen
Sinnen vorsichtiger sein muß, damit er nicht in finanzielle
Schwierigkeiten gerät. Die gesamte Esoterikszene, deren Verkaufsanteil
in Büchereien inzwischen fast 30% beträgt, lebt auschließlich von
phantasieanregenden, spinnerten Geschichten, die irgendwo an der
bekannten Gefühlswelt und Halbwissen anknüpfen, so, wie Astrologie,
Homöopathie (siehe Studie von Matthias Eggert, Uni Bern), und
Akkupunktur (siehe Studie AOK). http://www.little-idiot.de/hellseher/
oder http://www.little-idiot.de/astrologie/
George Orwell hat in seinem überaus interessanten Buch 1984 die
Sprache ,,Neusprech" erfunden, welches ,,Gedankenverbrechen"
verhindern soll: ,,Ein von den Prinzipien des Engsoz abweichender
Gedanke ... buchstäblich undenkbar sein ... Neusprech unterschied sich
dadurch, daß sein Vokabular jedes Jahr schrumpfte, Quaksprech ...
verhindern".
Was meinte er damit? In unserer Kultur sind bestimmte Themen
,,tabu", genauer - bestimmte Begriffe mit ihren impliziten Logiken
werden von einem strategischen Gremium in unserer Demokratie, den
Mitgliedern des Medienrates, welcher über die Medien herrscht, gezielt
,,emotional negativ" besetzt, damit gewisse Entwicklungen in
Deutschland schon im Keim unterdrückt werden. Insbesondere unsere
Lehrer, aber auch Professoren und vor allem Psychologen werden während
ihrer Ausbildung durch eine Hirnwäsche geführt (jederzeit für die
demokratische Grundordnung eintretend), damit sichergestellt ist, daß
sich keine subversiven Gestalten mit neuen Begriffen und neuen
,,impliziten Logiken" unsere Systeme aus den Angeln heben, sprich
für ,,Instabilität" sorgen. Inzwischen ist Deutschland so
durchsetzt mit diesen Menschen an Schlüsselpositionen, daß anders
(und häufig korrekt wahrnehmende) denkende Menschen keinerlei Chance
im System mehr enthalten.
In Frankreich kennt z.B. jedes Kind Derrida, in NY, Montreal sind seine
anarchistischen Denkprinzipien der Dekonstruktion an allen juristischen
Fakultäten überaus beliebt, ohne daß deren Staats - Systeme in
Gefahr sind. Sie können es selber an einem einfachen Beispiel
überprüfen, ob Ihre Wahrnehmung durch semantische Fallen getrübt
ist:
Frage: Ist Amerika eine Demokratie? (denken sie ruhig erst einmal 10
Minuten nach, legen dieses Skript hier weg!)
Dekonstruiert man jedoch den Begriff, schaut man sich jedoch den
Prozess der Wahlen unter dem Aspekt des ,,Psychodynamischen
Prozessdesign" an, so fällt auf, daß die US-Bürger
,,Wahlmänner" wählen, welche ihrerseits dann den Präsidenten
wählen. Warum eigentlich? Nun - es gibt überhaupt keinen Grund,
warum nicht direkt ausgezählt wird:
,,Viel wichtiger, als wie gewählt wird, ist - wie ausgezählt
wird!"
Es ist halt viel einfacher, nur ein paar wenige Wahlmänner oder den
Programmierer des Auszählautomaten zu bestechen, als das ganze Volk.
Wie groß ist denn wohl die statistische Wahrscheinlichkeit, daß bei
250 Mio Menschen Vater und Sohn beide hintereinander ,,Präsident"
werden?
Auch wenn diese nicht direkt ihre Belohnung für das Wählen von Bush
,,belohnt" wurden, so dann vielleicht ein paar Jahre später, wenn
sie dann ,,aufsteigen" in höhere Posten der Öl/Energiebranche,
siehe z.B. auch Gerhard Schröder.
Unser Schulsystem prägt die ,,impliziten Logiken" des Begriffes
,,Demokratie" vor, besetzt den Begriff ,,Demokratie" ,,emotional
positiv", und sehr idealistisch wird Demokratie verglichen mit dem
alten Bild, welches damals in Athen (oder heute in der Schweiz) noch
vorherrschte, nur - moderne Staatssysteme funktionieren ganz anders,
haben mit dem alten Begriff ,,Demokratie" nix mehr zu tun. Medien
unterziehen uns hier einer ständigen Gehirnwäsche, wo ein in der
Schule idealistisch geprägter und emotional positiv besetzter Begriff
in userere Realität mit einer Scheinwelt ,,überlagert" wird. Wir
denken in unserer subjektiven Realität wirklich, wir lebten in einer
solchen. Ähnlich hat sich der Begriff ,,Wagen" im Laufe der Zeit
von ,,Kutsche" oder ,,Karren" zu der Vorstellung eines modernen
Auto's gewandelt. Nur - die Dinge haben tatsächlich nix mehr
miteinander zu tun. Die Realität ist nicht die Wirklichkeit!
Eine besondere Art der ,,semantischen Falle" ist die Psychologie
selber, gleichzeitig sind diese Begriffe aus der Psychologie nix weiter
als pure Erfindungen, sprich ,,kollektive Wahrnehmungsstörungen".
Nicht nur, daß die Psychologie/Psychiatrie Menschen (mit Hilfe von
Drogen) von semantischen Fallen befreien könnte, nein, sie kann sie
auch hineinschicken, und Menschen so zu ewigen Patienten machen.
Angesichts der mauen Wirschaftslage steigt die Zahl der
,,unseriösen" Psychologen, Psychoanalytiker, Ärzte, welche genau
dies tun. Überprüfen tun die Krankenkassen niemals, sie sind an
Erhöhung der Umsätze interessiert, nicht an ,,Einsparungen".
Der grundsätzliche Interessenskonflikt des Arztes zwischen Geld
verdienen und ,,Patienten schnell heilen" ist nur duch ein korrektes
,,psychodynamisches Prozessdesign" in unserer Gesellschaft zu
beseitigen, siehe ,,Fallpauschale".
Siegmund Freud, vor 150 Jahren geboren, ist der Begründer der
Psychoanalyse, ,,Über-Ich", ,,Trauma", ,,Sublimierung",
,,Verdrängung", ,,Neurosen" ,,Symptom", ,,Hysterie" -
alles Begriffe, welche - sofern man diese erlernt, eine semantische
Falle darstellen, man kann nicht mehr anders, als in diesen Kategorien
denken. Noch nicht einmal mit modernen, bildgebenden Verfahren ist ein
,,Über-Ich" zu entdecken, ,,Sublimierung" .... nichts von
alledem stimmt mit den modernen Erkenntnissen über ,,Neuronale
Netzwerke" und ihrer Funktionsweise überein.
Dennoch bauen moderne ,,Wissenschaftler" der Psychologie auf den
damals von Freud geschaffenen ,,impliziten Logiken" seiner Begriffe
auf.
Das Gedankengebäude Psychologie ist auf Irrtümern konstruiert.
Zyklische Verbindungen sorgen dafür, daß eine Art Spucknapf - Effekt
entsteht. Hat man einmal angefangen, kann man kaum aufhören, Freud,
Jung ... zu lesen, schließlich versorgt Erkenntnis Mensch mit
Glückshormonen. Selbstbegründungsversuche, der Versuch der
,,wissenschaftlichen Untermauerung" mittels der Statstik Mitte der
70er Jahre hat in wenigen Jahren für eine Verzehnfachung der
Studentenzahlen des Faches Psychologie gesorgt. Schon zu Zeiten Freuds
hat es überall auf der Welt ,,psychologische Kreise" gegeben,
welche sich mit wachsender Begeisterung diesem komplexen
Gedankengebäude ,,Psychoanalyse" widmeten. Freud hat es verstanden,
durch das Schaffen von neuen Begriffen die Leser in die ,,semantische
Falle" zu locken. Der Unterschied zwischen Wirklichkeit und
gedanklicher Vorstellung von Wirklichkeit ist elementar. Es kommt
nämlich nie darauf an, was ein Mensch denkt oder sagt, sondern nur
darauf, was er tut und wie er es tut. Was dahintersteckt, wie das
neuronale Netzwerk verdrahtet ist, und wie Neuronen ,,gewichtet"
sind, ist eh bei jedem Mensch völlig verschieden, wie moderne
Wissenschaftler mit bildgebenden Verfahren, fMRT und PET nachgewiesen
haben. Auch die modernen Volksmärchen von ,,rechter und linker
Gehirnhälfte" halten sich ebenso beharrlich, wie ,,Spinat und
Eisen" - Kollektive Wahrnehmungsstörungen, wie Homöopathie und
Akkupunktur (Siehe Studie Matthias Eggert und AOK).
,,Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht los", schrieb Goethe
in seinem legendären ,,Zauberlehrling"
Immanuel Kant hatte damals schon davor gewarnt, Gedankengebäude zu
betreten, deren Fundament wackelig ist, oft nur reine Hirngespinnste
darstellen, also ,,kollektive Irrtümer" bzw. ,,kollektive
Wahrnehmungsstörungen" sind, ausgelöst durch Halbwissen und
Leichgläubigkeit, welche sich begründet im Mangel an Methodenwissen,
die gedankliche Vorstellung, die subjektive Realität mit
tatsächlicher Wirklichkeit abzugleichen:
Religionen, Gott - Durch nichts nachweisbar, siehe u.a Immanuel Kant's
Gottesbeweise Astrologie - widerlegt:
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/560123.html?nv=nl_hp_rt
Homöopathie - widerlegt:
http://www.google.de/search?hs=lx6&hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&q=Matthias+Eggert+Hom%C3%B6opathie&btnG=Suche&meta=lr%3Dlang_de
Hier nun weitere Pseudo-Wissenschaften:
Generative Ordnung, David Bohm, ,,Allem Leben und auch der unbelebten
Materie ist eine tiefere generative Ordnung gemeinsam, von der Impulse
auf das Werdende ausgehen"
Omegapunkt Theorie, Teilhard de Chardin, Frank J. Tipler ,,Die Welt
strebt auf einen Endpunkt hin, in dem alles, was je geschehen ist,
gespeichert sein wird."
Symmetrien und Sychronizitäten, F.David Peat: ,,Scheibar voneinander
unabhängige Vorgänge bilden sinnvolle Gemeinsamkeiten."
Resonanzen und morphogenetische Felder, Rupert Sheldrake ,,Gene sind
nicht alles. Die Natur hat ein zeit - und raumloses Gedächtnis, aus
dem Mensch und Natur nicht nur ihre Gestalt, sondern auch ihre
Verhaltensmuster erhalten"
Memetik, Susan Blackmore ,,Die Macht der Meme" bescheibt Information
als eine Art ,,Virus", der von Mensch zu Mensch oder Mensch zu
Maschine springt.
Energetik des geistigen Prozesses, Gregory Bateson "Die Wechselwirkung
zwischen Teilen des Geistes wird durch das Spannungsverhältnis von
Unterschieden ausgelöst. Sie sind nicht in Raum und Zeit
lokalisiert"
Tao der Physik, Frijtjof Capra ,,Physikalische Forschungen zeigen
einen keineswegs zufalligen Anklang an fernöstliche Weiheitslehren
über die Natur"
Holographisches Weltbild, Ken Wilber, ,,Die Wirklichkeit ist nicht aus
Dinge oder Prozessen zusammengesetzt, sondern aus ,,Holons", die mit
dem Kosmos verbunden sind" (Leibnitz, Anne Conway sprachen hier von
,,Monaden").
Transpersonale Psychologie, Stanislav Grof: ,,Die menschliche Psyche
ist kein auf das Individuum beschränkter Privatbereich. Es gibt keine
Überwindung der Ich-Identität durch menschliche Erfahrungen, die
über
den Bereich der Individualität und Personalität hinausgehen."
Mathematische Katastrophentheorie, René Thoms: ,,Das kleinste
Elektron am äußersten Rande des bekannten Universums übt noch
Einfluss auf die Erde aus." (Siehe auch Chaostheorie und das Beispiel
des ,,Schmetterlings")
Im Grunde ist es ein Leichtes, nachzuweisen, daß die Psychologie sowie
Psychoanalyse auf nichts anderem basiert, als auf sich selber, bzw. der
freiwilligen Anerkennung durch die Bevölkerung, so, wie Homöopathie
auch. Wie viele Menschen haben mit Traumata des letzten Krieges
(Bomben, millionen Tote ...) friedlich weitergelebt, die Dinge
vergessen/verdrängt. Der Mensch lernt nur durch Widerholung,
intensiviert erst schlechte Gefühle durch ständiges Aufarbeiten der
Probleme, anstatt den Verursachern aus dem Wege zu gehen, und die Dinge
einfach zu vergessen.
Eine Bekannte wurde im Kosovo-Krieg von Soldaten vergewaltigt und der
Unterleib danach mit einem Messer auf aufgeschnitten. Sie konnte gerade
noch ihre Eingeweide hineinstopfen, und sich zum nächsten Arzt
schleppen. ,,Ich habe keine Angst mehr im Leben, ich habe die Hölle
auf Erden schon erlebt!", sagte sie. Sie war in psychologischer
Behandlung, 2 Jahre lang. Helfen konnte ihr die Psychologin nicht,
solche Dinge vergisst niemand. Aber sie ist glücklich, arbeitet
fleißig und hat Spaß im Leben. Warum? Ein kluger Mensch hat ihr
gesagt, die soll das Thema nicht immer wieder aufwärmen, und langsam
,,verdrängen", Mensch ,,vergisst" im Laufe der Zeit auch, ein
natürliches Prinzip, sie solle arbeiten gehen, sich sinnvoll
beschäftigen. Die nächtlichen Schweißattacken sind bei ihr
inzwischen fast völlig verschwunden. Es geht also auch ohne
Psychologen.
Mit Psychologen passiert z.B. folgendes: Ebenfalls eine vergewaltigte
Frau ist schon seit über 20 Jahren bei nur 2! Psychologen regelmäßig
in ,,Behandlung", die immer wieder mit ihr das Thema
,,umkreisen".
Diese Heerschaar von ,,wissenschaftlichen Experten" wird auch von
Krankenkassen nicht in die Schranken verwiesen - die ist daran
interessiert, hohe Umsätze zu machen, nicht Geld einzusparen! Die
Psychologie wendet ihre Methoden der Analyse nicht auf sich selber an.
Täte sie es, so würde sie nachweisen können, daß ,,Patienten"
sowohl mit als auch ohne psychologische Behandlung nach einiger Zeit
wieder glücklich sein können: ,,Niemand ist gesund, er ist nur noch
nicht gründlich von seinem Arzt oder Psychologen untersucht worden!"
Gert Postel ist z.B. ein Fall, der nachweist, daß ein Postbote sich
unerkannt als Psychiater vor Gericht sogar als Gutachter betätigen
kann. Nicht vorhandene Fachkenntnisse verursachten auch keinen Schaden,
nicht eines seiner ,,erfundenen Gutachten" war anfechtbar.
Laut meiner Buchhändlerin, wo ich die letzten Jahre sicherlich einer
der besten Kunden war, beträgt der Umsatz bei esoterischer Literatur
inzwischen bald 30%. Selbstfindung bis zur gestigen Onanie,
an-und-für-sich:
,,Gehe in Dich, aber wundere Dich nicht, wenn Du niemanden
antriffst!"
,,Wer in sich geht, kann nicht gleichzeitig aus sich herausgehen!"
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Eisenhower's Arbeitsorganisation
Eisenhower war nicht nur US-Präsident, sondern auch Oberbefehlshaber
der US-Streitkräfte im 2. Weltkrieg, und darüber hinaus noch ein
durchaus respektabler Philosoph!
,,All generalizations are false, including this one"
,,Never question another man's motives. His wisdom yes, but not his
motives."
,,What counts is not necessarily the size of the dog in the fight;
it's the size of the fight in the dog"
,,Why do you try to change what can not be changed?"
,,What can not be seen will be feared."
Zu dem Spruch, der Eisenhower zugeschrieben wird:
,,Was nicht auf einer einzigen Manuskriptseite zusammengefaßt werden
kann, ist weder durchdacht, noch entscheidungsreif." (Dwight David
Eisenhower, 34. Präsident der USA 1953-1961; *14.10.1890, † 1969)
Er arbeitete ausschließlich mit "brief typed summaries", die seine
Sekretärin(en) aus dem endlosen gequatsche irgendwelcher
Sitzungsprotokolle herauskondensieren mußten, und auch nur diese
"Beetee's" wurden herangezogen für Entscheidungen, siehe auch Dulles
Schriften in der Eisenhower Library. Nur dann, wenn es um Details ging,
wurde ein Referent oder Referentin mit Sachkenntnis damit beauftragt,
die Details zu überprüfen.
Man kann bei Eisenhower lernen, wie man gigantische Informationsfluten
bewältigen kann. Er hatte täglich als Präsident und Oberbefehlshaber
im 2. Weltkrieg wichtige Dinge zu entscheiden und einfach keine Zeit,
sich durch kilometerlange Schriften durchzulesen. Dazu hat er sich dann
die fähigsten Leute gesucht, die die Dinge mit viel Hirn auf den Punkt
zu bringen verstanden, und dabei die ,,Knackpunkte" nicht außer
Acht gelassen haben.
Ich kann nur jedem Manager raten, sich genauestens seinen Arbeitsstil
und seine Arbeitsorganisation anzuschauen, der ein oder andere könnte
damit durchaus 10 von seinen 14 Stunden Arbeit am Tag einsparen und die
Datenfluten in sog. ,,Dokumenten-Archivierungssystemen" könnten
enorm eingedämmt werden. Nur - daran hat kein EDV-Dienstleister
Interesse.
Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Selbstorganisation von Mitarbeitern
Ein Rätsel zur ,,Selbstorganisation" von Teams ohne Kommunikation:
Eine Gruppe von Daimler-Chrysler-Programmierern geht im Dunkeln zur
Arbeit. Am Werkstor schnappt sich jeder irgendeinen der blauen und
gelben Hüte aus der großen Kiste. Sie wissen auch den ganzen Tag
über nicht, welche Farbe ihr eigener Hut hat, setzen den nie ab, um
mal nachzusehen, das wäre ein Frevel, Spiegel gibt es auch nirgendwo.
Nun kommt Herr Schrempp, und bittet alle mit einem Schild, sich für
ein Foto, der Farbe nach geordnet, nach blauen, und daneben die gelben
Hüte, aufzustellen. Daimler - Mitarbeiter arbeiten immer Hand in Hand,
ohne auch nur dem geringsten zu kommunizieren. Sie denken stets
füreinander mit - es gibt niemanden, der eine Art ,,Kommando" o.ä.
hätte, einteilt, oder dergleichen.
Wie bewerkstelligen die Daimler Mitarbeiter das, sich nach Farben
sauber geordnet aufzustellen, ohne daß es jemanden geben müßte, der
das organisiert ?
Und wenn Sie das gelöst haben, die Frage: Es gäbe nun drei Farben,
blau, gelb und rot. Wie sieht dann die Lösung aus?
Übertragen auf Selbstorganisation von Teams im Unternehmen: Was muß
man eigentlich tun, damit die Mitarbeiter besser mit - und füreinander
denken?
Warum bringe ich dieses Beispiel: In fast allen Kybernetikbüchern ist
zwar von dem Prinzip der ,,Selbstorganisation" die Rede, jedoch
fehlt ein anschauliches, praktisch vorstellbares Beispiel, welches mal
nicht mit Schwarmbildung zu tun hat. (auf meiner Homepage
http://www.little-idiot.de findet sich mehr hierzu)
Sehr viele Vorgesetzte und Firmenchefs mittelständischer Betriebe
erleiden im Moment einen Kontrollzwang, die Verwaltungen blähen sich
auf, das Controlling wird angewiesen, jeden Handgriff eines
Mitarbeiters zu messen und Computersysteme werden angeschafft, welche
in der Lage sein sollen, dem Mitarbeiter jeden Morgen eine Liste von
Handgriffen genauestens vorzuschreiben, damit er auch weiß, was er zu
tun hat. Ein mittelständischer Betrieb (120 MA), wo durch die falschen
Vorstellungen der Leistungsfähigkeit bei Einführung von ProAlpha
1.500.000€ ,,verbrannt" wurden, mag als abschreckendes Beispiel
dienen. Hier versuchte die GF die Umkehrung der Wirklichkeit -
Computer wäre wohl intelligent und die Mitarbeiter blöde, und
deswegen solle der Computer die Arbeitsvorbereitung für
Individualanfertigung für Druckkessel machen, ein absoluter Irrsinn,
der von Wirklichkeitsverlust der GF zeugt. Hier haben wohl eifrige
Verkäufer Realitäten aufgebaut, die mit der Wirklichkeit nix mehr
gemeinsam haben.
Es *gibt* keine andere Lösung, als auf intelligente
,,Selbstorganisation" zu setzen. Siehe
http://www.little-idiot.de/teambuilding/SchlankesManagementVerwaltungen.pdf
Nun zur Lösung des Rätsels zur Selbstorganisation:
Die Mitarbeiter stellen sich auf der Linie auf. Zunächst nur zweie.
Angenommen, diese hätten dieselbe Mützenfarbe, rot: RR. Nun stellt
sich ein MA daneben, mit grüner Mütze: RRG. Alle weiteren MA wählen
nun, weil sie selber ja nicht genau wissen, welche Farbe ihre Mütze
hat, genau die Grenze zwischen Rot und Grün, wobei die anderen
auseinanderrücken. Während zunächst jeder MA Betrachter ist, wird er
zum Betrachtem. Die implizite Logik dabei ist also, daß er seine Rolle
wechselt, in dem Moment, wo er sich auf der Line genau auf der Grenze
zwischen Rot und Grün aufstellt. Es besteht daher kein Bedarf, daß
jemand die MA aufteilt, Kommunikation untereinander ist ebenfalls nicht
nötig, um zum Ziel zu gelangen, aber nur dann, wenn wirklich jeder das
Prinzip verstanden hat, genau weiß, was er zu tun hat, und vor allem -
mitdenkt und diszipliniert handelt:
RR
RRG
RRGG
RRGGG
RRRGGG
RRRRGGG
RRRRGGGG
...
RRRRRRRRRGGGGGGGGGGG
Dieses Beispiel soll anschaulich machen, daß sehr viel unnötiger
Kommunikationsaufwand in Firmen (Abstimmungen, Teambesprechungen,
Kaffeekränzchen mit Kuchen) vermieden werden kann, wenn allgemein
mitgedacht wird. Jeder denkt für den anderen mit, macht ihn
frühzeitig auf Fehler aufmerksam, verhindert so aufwändige Korrektur
- und Nachbesserungsarbeiten.
Und nun noch ein weiteres Rätsel für Leute, die diese Denkstrukturen
von PD² wirklich drauf haben: ,,Wie sieht die Lösung aus, wenn 3
Mützenfarben im Spiel sind?"
,,Was folgt daraus für die Lösung mit 2 Hutfarben?" (Dahinter
steckt die Theorie der sog. "Zero-Knowledge Probleme")
Grüße, Guido Stepken
(Warum stand eigentlich Daimer-Chrysler in der ADAC Pannenstatistik an
Platz 37, und Toyota an Platz #1?)
Konterkarieren von PD² ?
Ich ,,verkaufe" hier PD² als das Prinzip der Menschenführung. Kann
das ,,konterkariert" werden?
Nun, was die Überredungskunst mit der ,,Para-Reaktion" (nicht zu
verwechseln mit ,,Reaktanz"!) angeht, so habe ich es tatsächlich
erlebt, daß einige Angestellte darauf nicht zweimal hereingefallen
sind, aber auf eine geringfügig anders ,,gestaltete" Situation.
Natürlich kann jeder Mensch alles durchschauen und verstehen. Darum
geht es aber hier in dem Beitrag nicht, sondern es geht um die
geschickte Gestaltung (auch Ausnutzung von fehlgestalteten
Prozessdesigns) von hochkomplexen Prozessen, in welchen sich Menschen
,,wohlfühlen", mit denen sie gerne leben, und der Gestaltung eines
höchst produktiven Arbeitsumfeldes ohne Mobbing o.ä. in einer
angenehmen Unternehmenskultur. Meine Beispiele mögen teilweise recht
,,abschreckend", weil ,,moralisch nicht einwandfrei" sein, jedoch
zeigen sie die von mir wahrgenommene Wirklichkeit im Alltag von Firmen,
die ich im Umkreis von ein paar hundert Kilometern gelegentlich
,,besuche".
PD² ist im Grunde uralt, ich verwies ja bereits auf Sun Tse und das
TAO, welches den freiwilligen Drang des Menschen zur Rottenbildung, dem
,,Prinzip zur Unterordnung unter die gemeinsame Sache" beschreibt,
dem ,,Prinzip Agonalität", Wettbewerb, welches z.B. der Grund für
die Faszination beim Zusehen von Fußball live oder im Fernsehen ist.
Es steckt archaisch in unseren Genen, ebenso, wie der Prozess der
Erkenntnis allein schon Endorphine ausschüttet. Und wenn man mal
genauer darüber nachdenkt, genügt es, diese drei Grundprinzipien zu
nutzen, um Menschen sehr erfolgreich zu führen, siehe das Beispiel mit
der Kassiererin, welche nach simplen 3 Sätzen einem wie
selbstverständlich Bargeld aus der Kasse herausgibt, oder dem Mann,
der wohlwissend eine Eigentumswohnung 100% über Marktwert erwirbt.
PROZESS DER ERKENNTNIS FÜR ENDORPHINE, TAO, PRINZIP AGONALITÄT,
PARA-REAKTION, PROJEKTION, = PSYCHODYNAMISCHES PROZESSDESIGN = PD²
Diese Kenntnisse darüber, besonders jedoch deren geschickte
Kombination, sowie natürlich handfestes Fachwissen in möglichst
vielen Gebieten genügen vollauf, um erfolgreich im Leben zu sein.
Insgesamt gleicht das Auffinden eines gangbaren ,,Psychodynamischen
Prozessdesigns" einer gegebenen Schachstellung im Mittelspiel, wo der
Schachexperte, des Regelwerkes kundig, herausfinden soll, welche Züge
genau zu dieser Stellung geführt haben. Schach - Großmeister haben
damit kaum ein Problem, Einsteiger finden die Lösung nie. Auch dies
ist ein Grund dafür, daß das Auffinden von PD²-Lösungen prinzipiell
nur Menschen mit viel Lebenserfahrung, also einem tiefen Verständnis
für die psychologisch / menschlichen Wechselwirkungen mit dem
situativen Kontext bzw. der dynamischen Prozesse untereinander,
möglich ist. Hierfür ist viel Selbstbewußtsein (= sich seiner selbst
bewußtsein), die Fähigkeit zur Analyse der ,,impliziter Logiken"
von Kontexten und Handlungen, sowie der Wille zur Dekonstruktion von
Sachverhalten, also dem kritisch/analytischen Hinterfragen nötig. An
Universitäten kann PD² also nicht gelehrt werden, weil Greenhörner
halt noch keine Lebenserfahrung haben.
,,Für das Können gibt es nur einen Beweis, das Tun." (Marie von
Ebner-Eschenbach)
,,Frage einen Wegweiser niemals nach der Uhrzeit !"
Mutter: ,,Du sollst denken!" Kind: ,,Woher soll ich wissen, wie
denken geht?"
Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht!
Alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen nachher.
PD² - Crashkurse, für Chance-Management, Restrukturierungen und
Gestaltung von Verkaufsprozessen, siehe
http://www.little-idiot.de/teambuilding/Kurse.html
Nette Mail, Kommentare, Fragen bitte an ste...@little-idiot.de,
ste...@web.de adressieren - always welcome.
Mit freundlichen Grüßen
,,Was nicht auf einer einzigen Manuskriptseite zusammengefaßt werden
kann, ist weder durchdacht, noch entscheidungsreif." (Dwight David
Eisenhower, 34. Präsident der USA 1953-1961; *14.10.1890, † 1969)
eine Frage: was fühlst Du, wenn Du Dir an den Kopf langst? (ähm, ich
denke, das war -woanders- Deine Frage an mich)
Ich zumindest fühle relativ wenig Haare und eine sehr warme Hand: mir
schneit es nämlich laufend im Kopf, seit ich Dich "kenne".
Ich hab Deine Welt lieb gewonnen: Du bist einfach noch irrer als ich
:-)
i have fun
Babak
bin am Wochende auf der Suche nach Lean und Prozessdesgn auf die Webside
gekommen - vorweg - endlich habe ich Gelichgeseinne gefunden - die Erklärung
der 5 Why's habe ich in meinem Workshop genau so erklärt - das ist es worauf
es ankommt - es passieren Fehler bei der Fehlersuche weil
a. das Problem nicht (genau genug) bekannt ist
b. weil man primär eine 'Lösung' sucht (und nicht die Verbesserung des
Prozeß die Notwendigkeit ist)
Helmuth
PS: bin seit Jahren Lean Manufacturing Praktiker (ausgebildet across the
sea) und weiß aus Erfahrung - nicht das Lernen ist das Ziel - das Verstehen.
Aus meiner Sicht meinte das auch Shingo Shingo wenn er sagt, er hat sein
Leben damit verbracht hat die Köpfe der Menschen zu verändern