explodierende Folgekosten und weitere Software- Folgen nicht absehbar.......

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T.Kajdi

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Apr 14, 2013, 9:14:06 AM4/14/13
to zwangs-onlin...@googlegroups.com
....  folgende Informationen waren bisher zu den "Folgekosten" von KV Safenet zu erhalten:
 
1. Es würden noch Verhandlungen mit einem Netzprovider laufen, so dass über die letztendlichen Kosten derzeit keine Angaben gemacht werden könnten.
 
2. Der Provider würde für die Datensicherheit haften.
 
Ich gehe  aber davon aus, dass ein Provider wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt und dann nur bei geführtem Nachweis der Einhaltung bestimmter, meist kostenpflichtiger Sicherheitsmaßnahmen (Einspielen von Sicherheitsupdates des Betriebssystems und regelmäßige Aktualisierung des Virenschutzes, kein Einlesen von Datenträgern aus Fremdquellen z.b. CDs mit radiologischen Aufnahmen etc.) und Ausschluss von Fehlverhalten seitens der Praxis und des Praxispersonals haftet. Da sicherlich die Praxis nachweisen muss, dass sie nicht fahrlässig, schuld- und fehlerhaft gehandelt hat, und da dieser Nachweis wohl schwer zu führen sein wird, ist diese Providerhaftung nur eine theoretische und wird im worst case nur vor Gericht zu erstreiten sein. Und die Mühlen der Justiz mahlen bekanntlich langsam..
 
In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf einen Umstand hinweisen, der bislang bei der Kostenanalyse von KVSafenet überhaupt noch nicht berücksichtigt worden ist:
 
In den meisten Praxen läuft noch Windows XP als Serverbetriebssystem. XP ist äußerst stabil und es gibt dafür eigenlich für alle peripheren Geräte funktionsfähige und lizensierte Treiber. Leider beendet Microsoft am 8. April 2014 den Support für dieses Betriebssystems, danach gibt es auch keine Sicherheitsupdates mehr.
 
 
Selbstverständlich kann man einen XP-Server als Insellösung ohne Kontakt zur Außenwelt ohne Probleme weiterbetreiben, wenn er allerdings durch KVSafenet zwangsvernetzt ist, muss auf ein anderes Betriebssystem upgedatet werden, damit man den Sicherheitsanforderungen genügt. Das ist in der Regel mit nicht unbeträchtlichen Kosten verbunden und erfordert in vielen Fällen wohl auch den Austausch der kompletten Rechneranlage.
 
Eine  Kollegin hat mich noch auf einen weiteren, aus ihrer Sicht sehr anrüchigen Aspekt der "schnellen Förderung für die Schnellsten" aufmerksam gemacht:
 
In der Presse wird die Ärzteschaft als durch und durch korrupt und geldgeil dargestellt, so schlimm dass laut Saarbrücker Zeitung jetzt auch Gesundheitsminister Bahr ein Gesetz gegen korrupte Ärzte plant. Und jetzt bestätigt unsere eigenen KV-Führung alle Vorurteile gegen unseren Berufsstand, indem sie mit dem Scheckbuch für einen schnellen Anschluss an SafeNet wedelt. Sie scheint also auch zu glauben, dass wir Ärzte für Geld zu allem bereit sind."

Beitrag von Dr. Moersdorf
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