Schreiben von Frau Dr. Hasler -Hepp

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T.Kajdi

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Apr 8, 2013, 1:46:18 PM4/8/13
to zwangs-onlin...@googlegroups.com
Hier ihr aufrufbarer Brief
https://docs.google.com/file/d/0Bwn7_8sTHkmrcGdLa3g0VlBkeGs/edit?usp=sharing

Dr.Margit Hasler-Hepp 
Ärztin für Innere Medizin Telefon 06853-4330
Rathausplatz 8 Fax 06853-30596 
66636 THOLEY Email: margit...@gmail.com

An alle niedergelassenen Kollegen 

Stellungnahme zu KVSafeNet


Bei Würdigung aller bisher bekannten Fakten zu KVSafeNet sehe ich hier 2 Pferdefüße: 

1. die bisherige Übertragung der Abrechnungsdaten via KVFlexNet (der bisher verwendete 
grüne Stick) ist kostengünstig und für einen Normal-Computernutzer ohne große 
Vorkenntnis zu verstehen. 
Für KVSafeNet braucht man einen speziellen Router, einen speziellen Provider und ist zu 
allen Fragen der Datensicherheit auf Gedeih und Verderb Nicht-Medizinischen- Spezialisten 
ausgeliefert. 
Außerdem ist die Sache ziemlich teuer dafür, dass alle 3 Monate eine Minidatei zu 
übertragen ist. (Die Preise schwanken zwischen 400-700€ für die Erstinstallation und 10-70€ 
im Monat laufende Kosten, nicht gerechnet die Sondereinsätze des Providers, wenns mal 
nicht klappt und nur das ist bei Computern sicher!) 
2. Allein daraus folgt, dass binnen kurzem weitere Anwendungen aufgesattelt werden 
müssen, ansonsten wäre die Investition nicht zu rechtfertigen. 
Zuvorderst fällt mir da ein, dass der bisher sehr stockende Online-Stammdatenabgleich
über das KVSafeNet abgewickelt werden könnte mit dem Argument: Es ist doch Euer 
eigenes sicheres Netz. 
Dazu hätte man dann wenig Gegenargumente. 
Das Argument des Arztbriefverkehrs im sicheren Netz sticht auch nicht. 
Wir haben ein sicheres Austauschnetz von Gerät zu Gerät, nämlich das Fax-Netz, alt, 
langsam aber sicher. Und es ist allemal billiger, sich mit seinem Faxgerät mittels eines Fax- 
Moduls an den eigenen Computer anzuhängen, als eine nur noch von außen steuerbare 
Schnittstelle zuzulassen. 
Dieselben Bedenken befallen mich, wenn ich zulassen soll, dass zur Abwicklung eines 
Selektivvertrags ein von außen einsehbares Modul (Black box) im Praxissystem installiert 
werden muss. Das ist der sog. Kassentrojaner. Mit dem KVSafeNet haben wir den KVTrojaner. 
Eines darf man nicht vergessen: Bei einer Datenpanne sind immer noch 
wir, die Ärzte, für die Patientendaten verantwortlich und nicht die KV ! 
Diese Verantwortung nimmt uns niemand ab. 
Es gilt noch immer der Satz: 
Persönliche und vertrauliche Daten gehören nicht ins Internet, nicht zu Google und 
nicht zu Facebook. Niemand auf der Welt kann im Netz Datensicherheit garantieren. 
Wer anderes behauptet, hat nichts verstanden! 
Dr. Margit Hasler-Hepp
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