: Hi!
: Bis jetzt war ich mit o.g. Energiemonitor tiefst zufrieden. Aber neulich
: traf es sich und im Haus war gar fuerchterlicher Gestank.
: Ist mir das Teil (als Fertiggeraet gekauft!) doch glatt abgeraucht!!!!
Hast Du mal das Geraet z.B. mit Deinem Wechselstromzaehler verglichen, wenn
Du einen Monitor angeschlossen hast? Das Geraet lag bei mir 50% daneben.
Also nicht nur ungenau, sondern dazu noch gefaehrlich!
--
Uwe Bonnes b...@elektron.ikp.physik.th-darmstadt.de
Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt
--------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------
Hi!
Bis jetzt war ich mit o.g. Energiemonitor tiefst zufrieden. Aber neulich
traf es sich und im Haus war gar fuerchterlicher Gestank.
Ist mir das Teil (als Fertiggeraet gekauft!) doch glatt abgeraucht!!!!
Naehere untersuchung hat ergeben dass das m.E. oefters vorkommen koennte,
daher an dieser Stelle die folgende Warnung:
-----------------------------------------------------
Bei meinem EM94 sind die Widerstaende R2 und R3 vollkommen verkokelt, die
Platine an dieser Stelle scheint nur noch aus Kohle zu bestehen ....
Ueberlastung des Geraets ausgeschlossen, die R's erzeugen zusammen mit einem
C die Betriebsspannung fuer das Geraet.
M.E. sind die beiden 1/4W 180Ohm-Widerstaende unterdimensioniert. Ob weiterer
Schaden entstanden ist kann ich noch nicht sagen, werde die R's morgen er-
setzen und auf weitere Funktion hoffen. Eine BRANDGEFAHR ist aber wohl auf
jeden Fall gegeben.
Mein Rat: Geraet oeffnen und auf Waermespuren an R2 und R3 (ueber dem grossen
Kondensator) untersuchen, ggf. ersetzen!
------------------------------------------------------
Uebrigens: um nicht wieder eine Meckeraktion gegen ELV loszutreten:
Die haben mir innerhalb von 3 Tagen umsonst den kompletten Bauplan geschickt!
(Beim Fertiggeraet ist das natuerlich nicht mit dabei).
Ueber Auslegungsfehler bei Schaltungen (oder Einzelversagen von Bauteilen
(aber ein 180R-Widerstand der kaputt ist?)) kann man streiten ....)
Wer also wen kennt der wen kennt der das Ding nutzt -> Vorsicht ist die
Mutter der Porzelankiste !!!
Noch eine FRAGE an alle die sich genauer damit auskennen:
=========================================================
Mir wars so mal wo gelesen zu haben, dass solche R's (wie o.g.) Kohleschicht-
widerstaende sein muessen, da diese im Defektfall unterbrechen. Demnach waere
Metallfilm fehl am Platz. Habe leider nirgends mehr was drueber finden koennen
Wie ist es nun? In Sicherheitsrelevanten Bereichen nur Kohleschicht?????
MfG.
Andi
o****************************************************************************o
* Andreas Graef - Technische Universitaet Muenchen - LEO-FTP-Archiv *
* E-Mail: gr...@informatik.tu-muenchen.de or: gr...@leo.org IRC: Grumpftl *
* >>>>>> TRY: http://www.leo.org/archiv/index.html or: ftp.leo.org <<<<<< *
o****************************************************************************o
Soweit ich mich erinnere (aus einer Elektronik-Vorlesung), sollen
Metallfilm - Widerstaende bei zu hohen Impulsbelastungen (die
Grenze liegt bei so etwa 10W bei einem normalen 1/3 Watt'er , oder so
aehnlich) "sterben" --> sie werden hochohmig. Das ist aber dann aenlich
zu dem von Dir gennanten Effekt der Kohleschicht-R's, sollte also nicht
wirklich einen Unterschied geben.
Andere Frage : Was sollte den Deiner Meinung nach mit einem R im
Defektfall passieren, denn Kurzschluss ist IMHO sowiso nicht moeglich,
oder ?
bernhard.
--
Bernhard Schweighofer alias schw...@sbox.tu-graz.ac.at
(Student at Graz University of Technology, Austria)
In article <57mlie$a...@fstgal00.tu-graz.ac.at>, schw...@sbox.tu-graz.ac.at (BERNHARD SCHWEIGHOFER) writes:
|>
|> Andere Frage : Was sollte den Deiner Meinung nach mit einem R im
|> Defektfall passieren, denn Kurzschluss ist IMHO sowiso nicht moeglich,
|> oder ?
Hm, naja, ich wierde baldiges trennen (also hochohmig werden) bevorzugen, insbesondere
wenn die R's direkt an 230 V haengen ......
Ich dachte ich haette schon mal R's gesehen, die dann niederohmiger waren (vermutung:
Metallfilm mit eingelaserter Wendel -> Erwaermung -> Metall dehnt sich aus -> wendel
ueberbrueckt). Natuerlich raucht der dann bei noch hoeherer Belastung auch ab, aber dann
ist ein Schaden an der Elektronik dahinter wohl nicht ausgeschlossen .....
Mfg.
Andi
In article <57meaf$16...@rs18.hrz.th-darmstadt.de>, Uwe Bonnes <b...@elektron.ikp.physik.th-darmstadt.de> writes:
|> In de.sci.electronics Andreas Graef <gr...@Informatik.TU-Muenchen.DE> wrote:
|> : Bis jetzt war ich mit o.g. Energiemonitor tiefst zufrieden. Aber neulich
|> Hast Du mal das Geraet z.B. mit Deinem Wechselstromzaehler verglichen, wenn
|> Du einen Monitor angeschlossen hast? Das Geraet lag bei mir 50% daneben.
Kann ich leider nicht sagen, aber was ich so gemessen habe hat plausibel geklungen.
Auch das Messkonzept sieht vernuenftig aus. Man kann das Geraet ja auch kalibrieren!
(Modus CAL).
Evtl. geht ja auch der andere Zaehler falsch? In einem EAM haben die mal gemessen, dass
insbesondere bei Phasenanschnitt der normale mechanische Zaehler um etliches zuviel
zaehlt!
Mfg.
Andi
>Mir wars so mal wo gelesen zu haben, dass solche R's (wie o.g.) Kohleschicht-
>widerstaende sein muessen, da diese im Defektfall unterbrechen. Demnach waere
>Metallfilm fehl am Platz. Habe leider nirgends mehr was drueber finden koennen
>Wie ist es nun? In Sicherheitsrelevanten Bereichen nur Kohleschicht?????
Wenn Du ganz korrekt vorgehen willst, musst Du Widerstaende verwenden, die
von einem Hersteller speziell als Sicherheitswiderstaende spezifiziert sind.
Bei normalen Widerstaenden ist naemlich nicht festgelegt, ab welchem
Ueberlastungsgrad sie tatsaechlich durchbrennen und wie sie sich dabei
verhalten, d.h. ob zum Beispiel die Oberflaechentemperatur so hoch wird, dass
andere Teile brennen koennen, oder ob beim Durchbrennen eine kleine
Stichflamme aus dem Widerstand austreten kann. Sicherungswiderstaende
fuer hoehere Leistungen (etwa 3W bis 19W) sind ueblichweise Drahtwiderstaende
in rechteckigen laenglichen Keramikgehaeusen, die sich von normalen Draht-
wierstaenden dadurch unterscheiden, dass sich an einer Stirnseite eine
Loetstelle befindet. Wird der Widerstand nun heiss, dann entloetet sich
dieser Kontakt nun selbststaendig, und die Kontaktfeder springt nach oben.
Bis dann
Andreas Schweigstill
a...@min.uni-kiel.de
Das müßte man mal überprüfen. Nur wird der Verbrauch mit mechan. Zählern erfaßt
u. danach abgerechnet.
--
_
_ //
Konni \\ // - UUCP: ko...@konni.mayn.de -
\X/
Nur das Metall dehnt sich aus u. dann noch soviel?
Du hast wohl einen heißen Kohle-R gemessen...
Kohleschicht-Widerstände werden wohl schneller durchbrennen, da sie einen nega-
tiven Temperatur-Koeffizienten haben -> Heißleiter. Widerstand erwärmt sich ->
Widerstandswert wird geringer -> Stromfluß steigt -> Leistung steigt...
Metallschicht-Widerstände haben einen positiven TK -> Kaltleiter u. ist zudem
geringer als bei Kohle.
: In article <57meaf$16...@rs18.hrz.th-darmstadt.de>, Uwe Bonnes
: <b...@elektron.ikp.physik.th-darmstadt.de> writes:
: |> In de.sci.electronics Andreas Graef <gr...@Informatik.TU-Muenchen.DE> wrote:
: |> : Bis jetzt war ich mit o.g. Energiemonitor tiefst zufrieden. Aber neulich
: |> Hast Du mal das Geraet z.B. mit Deinem Wechselstromzaehler verglichen, wenn
: |> Du einen Monitor angeschlossen hast? Das Geraet lag bei mir 50% daneben.
: Kann ich leider nicht sagen, aber was ich so gemessen habe hat plausibel geklungen.
: Auch das Messkonzept sieht vernuenftig aus. Man kann das Geraet ja auch kalibrieren!
: (Modus CAL).
: Evtl. geht ja auch der andere Zaehler falsch? In einem EAM haben die mal gemessen,
: dass
: insbesondere bei Phasenanschnitt der normale mechanische Zaehler um etliches zuviel
: zaehlt!
Nein, das Geraet bestimmt nur die Phase und daraus eine
Leistung. Richtig ist aber das Integral der Produktes von Strom und
Spannung. Ich hatte auch mal einen Kondensator als Blindlast angeschlossen und es wurden einige Watt angezeigt :-(
>Bei meinem EM94 sind die Widerstaende R2 und R3 vollkommen verkokelt, =
die
>Platine an dieser Stelle scheint nur noch aus Kohle zu bestehen ....
>Ueberlastung des Geraets ausgeschlossen, die R's erzeugen zusammen mit =
einem
>C die Betriebsspannung fuer das Geraet.
>M.E. sind die beiden 1/4W 180Ohm-Widerstaende unterdimensioniert.[...]
Scheint wohl eher so, als sei irgendwo ein Kurzschluss aufgetreten,
evtl. im Kondensator. So einfach fackeln die Widerstaende nicht ab..
>Ueber Auslegungsfehler bei Schaltungen (oder Einzelversagen von =
Bauteilen
>(aber ein 180R-Widerstand der kaputt ist?)) kann man streiten ....)
..also kein Dimensionierungsfehler, sondern ein schlichter
Bauteildefekt. Soll doch tatsaechlich ab und zu vorkommen ;-)
Wobei natuerlich das Abfackeln der R's ein Folgefehler eines anderen
Defekts ist.
>Noch eine FRAGE an alle die sich genauer damit auskennen:
>=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=
=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=
=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D=3D
>Mir wars so mal wo gelesen zu haben, dass solche R's (wie o.g.) =
Kohleschicht-
>widerstaende sein muessen, da diese im Defektfall unterbrechen. Demnach =
waere
>Metallfilm fehl am Platz. Habe leider nirgends mehr was drueber finden =
koennen
Deine Metallschicht-R's haben doch auch unterbrochen <g>
bye
klaus
: In article <57meaf$16...@rs18.hrz.th-darmstadt.de>, Uwe Bonnes
<b...@elektron.ikp.physik.th-darmstadt.de> writes:
: |> In de.sci.electronics Andreas Graef
<gr...@Informatik.TU-Muenchen.DE> wrote:
: |> : Bis jetzt war ich mit o.g. Energiemonitor tiefst zufrieden. Aber
: |> Hast Du mal das Geraet z.B. mit Deinem Wechselstromzaehler
verglichen, wenn
: |> Du einen Monitor angeschlossen hast? Das Geraet lag bei mir 50% daneben.
: Kann ich leider nicht sagen, aber was ich so gemessen habe hat
plausibel geklungen.
: Auch das Messkonzept sieht vernuenftig aus. Man kann das Geraet ja
auch kalibrieren!
: (Modus CAL).
: Evtl. geht ja auch der andere Zaehler falsch? In einem EAM haben die
mal gemessen, dass
: insbesondere bei Phasenanschnitt der normale mechanische Zaehler um
etliches zuviel
: zaehlt!
Nein, das EAV Messprinzip gibt nur vor Lasten mit Sinusfoermiger
Stromaufnahme! EAV misst den gemittelten Strom und multipilziert ihn
mit der Spannung und der Phase.
Was da in der EAM behauptet wird, ist ja haarstrauebend! Womit haben
die denn gemessen ubd verglichen? Wohl mit ihrem Geraet?
>Hast Du mal das Geraet z.B. mit Deinem Wechselstromzaehler verglichen, wenn
>Du einen Monitor angeschlossen hast? Das Geraet lag bei mir 50% daneben.
Das Ding misst aus Billigkeitsgruenden meines Wissens nur Scheinleistung. Bei
Geraeten mit einem cos(phi) von deutlich ungleich 1 (also allen Geraeten mit
Netztrafo oder Asynchronmotor (Kuehlschrank) liegt die Messung um den Faktor
(1-cos(phi)) daneben. Bei Geraeten mit nicht sinusfoermiger Stromaufnahme
(Schaltnetzteil, z.B. Dein Monitor) erhaelst Du ebenfalls eine betraechtliche
Missweisung, deren quantitative Bestimmung aber rechnerisch aufwendiger ist.
In der Elektor gab es einmal eine Bauanleitung fuer ein Wattmeter, das auch
unter den genannten widrigen Umstaenden (Strom nicht sinusoid oder nicht in
Phase mit Spannung) den korrekten Effektifwert anzeigt. Da wurde ueber einen
Analogrechner die Augenblicksleistung bestimmt (die uebrigens zeitweise
durchaus negativ werden kann!) und diese dann aufintegriert.
Das war dann aber halt ein Praezisions_mess_geraet mit ganz erheblichen Bau-
teilekosten (Analogrechner-IC und engtolerierte Widerstaende) und kein billiges
_Schaetz_geraetchen fuer's Volk.
Conrad Electronic ist immerhin so ehrlich, im Katalog darauf hinzuweisen, dass
deren Energiemonitor nur _Schein_leistung misst. Wie es ELV damit haelt, weiss
ich nicht (lange keinen Katalog von denen mehr gesehen).
Niemand kann zaubern, Qualitaet und Genauigkeit haben ihren Preis!
Gruesse
Matthias
Da ich auch so ein Geraet habe und mir jetzt mal so ein wenig die
Schaltungstechnik angesehen habe, zweilfe ich auch sehr an der Genauigkeit.
Ausserdem hat ein Freund den EM96 bestellt, und nachdem dieser nicht
mehr lieferbar ist bekam er den Hinweis,dass er ohne Aufpreis das
Nachfolgemodell mit "noch hoeherer Genauigkeit" bekaeme. Die hoehere
Genauigkeit wird laut ELV dadurch erreicht, dass mit einem schnelleren
Mikroprozessor mehrere Werte einer Periode gemessen werden. Das sollte
einem schon irgendwie zu denken geben.
Uwe Bonnes (b...@elektron.ikp.physik.th-darmstadt.de) wrote:
: In de.sci.electronics Andreas Graef <gr...@informatik.tu-muenchen.de> wrote:
: : In article <57meaf$16...@rs18.hrz.th-darmstadt.de>, Uwe Bonnes
: : <b...@elektron.ikp.physik.th-darmstadt.de> writes:
: : |> In de.sci.electronics Andreas Graef <gr...@Informatik.TU-Muenchen.DE> wrote:
: : |> : Bis jetzt war ich mit o.g. Energiemonitor tiefst zufrieden. Aber neulich
: : |> Hast Du mal das Geraet z.B. mit Deinem Wechselstromzaehler verglichen, wenn
: : |> Du einen Monitor angeschlossen hast? Das Geraet lag bei mir 50% daneben.
: : Kann ich leider nicht sagen, aber was ich so gemessen habe hat plausibel geklungen.
: : Auch das Messkonzept sieht vernuenftig aus. Man kann das Geraet ja auch kalibrieren!
: : (Modus CAL).
Ob man dieses Messkonzept vernuenftig nennen kann bezweifle ich.
: : Evtl. geht ja auch der andere Zaehler falsch? In einem EAM haben die mal gemessen,
: : dass
: : insbesondere bei Phasenanschnitt der normale mechanische Zaehler um etliches zuviel
: : zaehlt!
: Nein, das Geraet bestimmt nur die Phase und daraus eine
: Leistung. Richtig ist aber das Integral der Produktes von Strom und
: Spannung. Ich hatte auch mal einen Kondensator als Blindlast angeschlossen und es wurden einige Watt angezeigt :-(
Was mich am meisten stoert ist, dass das Geraet ja eigentlich nicht
die Phase bestimmt sondern den Zeitpunkt des Nulldurchgangs. Wo dieser
bei einer Phasenanschnittsteuerung oder z. B. bei einer Primaerseitigen
gleichrichtung (Schaltnetzteil) liegt, ist ja dann wohl nur mit reinem
Zufall zu bestimmen.
Falls mir hier jemand anderes plausibel erklaeren kann, gebe ich mich
allerdings auch gerne geschlagen.
Gruss,
Wolfgang
>
>Was da in der EAM behauptet wird, ist ja haarstrauebend! Womit haben
>die denn gemessen ubd verglichen? Wohl mit ihrem Geraet?
Aus EAM 2/96:
Erklaerung des mech. Zaehlers in allen Einzelheiten, danch die Messung:
3 Gluehbirnen mit insges. 220W (rein Ohmsch, exater Wert nicht interessant,
da es ums Verhaeltnis zum gedimmmten Wert geht). Daran ein Oszi, ein
Phasenanschnittsdimmer (aus EAM4/93) und der normale Haushaltswechselstrom-
zaehler (mechanisch). Alle Messwerte beziehen sich auf die Umdrehungszahl des
Zaehlers bei 100%. Kontrolle des Zuendzeitpunkts mit Oszi.
Die Ergebnisse: Bei Vollast dreht der Zaehler 47,2 (*10^-3) mal (=100%).
Bei alpha=24ø also noch 95,5% der Leistung misst der Zaehler 98,5% (also +3%).
Krassestes Beispiel: bei alpha=92ø mit W(soll)=48,4% und W(zaehler)=59,5%.
Eine Abweichung (Zuungunsten des Kunden) von + 23% !!!!!!
In o.g. Heft ist die komplette Tabelle drin, evtl. Faxe/scanne ich das auch
auf besonderen Wunsch zu.
Also: Auch der mechanische Zaehler zeigt zuweilen (sogar bei rein Ohmscher
Last) Muell an!!!!!
Hallo Andreas,
ich wuerde eher sagen, diese Messung ist absoluter Muell!!
Der Widerstand einer Gluehbirne haengt von der Temperatur der Wendel ab.
Wenn ich mich richtig erinnere, ist der spezifische Widerstand eines reinen
Metalls proportional zur absoluten Temperatur.
(Wollte mal schnell den Kaltwiderstand einer Gluehbirne messen, aber hier
gibt es nur Leuchtstofflampen :-( )
Wenn man die Birne dimmt, nimmt die Temperatur der Wendel ab, deshalb nimmt
der Widerstand ab, deshalb ist der Strom im eingeschalteten Teil der
Halbwelle groesser als ohne dimmen. Einschalten in der Mitte der Halbwelle
bedeutet also _nicht_ halbe Leistung, sondern etwas mehr.
Die Werte, die die bei EAM mit einem mechanischen Zaehler gemessen haben,
koennten also durchaus richtig sein.
Eine solche Messung kann man nur mit einer ohmschen Last machen, die sich
im Betrieb nicht wesentlich erwaermt. Vielleicht mit einem Wasserkocher
(schnell messen, bevor das Wasser warm wird :-) )
Gruss
Werner
----------------------------------------------------------------
Werner Dreher dre...@informatik.uni-tuebingen.de
Universitaet Tuebingen Tel. 07071 / 29-75864
Technische Informatik Fax 07071 / 61 03 99
Sand 13
72076 Tuebingen
: Erklaerung des mech. Zaehlers in allen Einzelheiten, danch die Messung:
: 3 Gluehbirnen mit insges. 220W (rein Ohmsch, exater Wert nicht interessant,
: da es ums Verhaeltnis zum gedimmmten Wert geht). Daran ein Oszi, ein
: Phasenanschnittsdimmer (aus EAM4/93) und der normale Haushaltswechselstrom-
: zaehler (mechanisch). Alle Messwerte beziehen sich auf die Umdrehungszahl des
: Zaehlers bei 100%. Kontrolle des Zuendzeitpunkts mit Oszi.
: Die Ergebnisse: Bei Vollast dreht der Zaehler 47,2 (*10^-3) mal (=100%).
: Bei alpha=24ø also noch 95,5% der Leistung misst der Zaehler 98,5% (also +3%).
: Krassestes Beispiel: bei alpha=92ø mit W(soll)=48,4% und W(zaehler)=59,5%.
: Eine Abweichung (Zuungunsten des Kunden) von + 23% !!!!!!
: In o.g. Heft ist die komplette Tabelle drin, evtl. Faxe/scanne ich das auch
: auf besonderen Wunsch zu.
: Also: Auch der mechanische Zaehler zeigt zuweilen (sogar bei rein Ohmscher
: Last) Muell an!!!!!
Eine Gluehbirne ist aber leider auch eine stark nichtlineare Last! Mit
dem Phasenwinkel allein wird man nicht gluecklich, da sich mit
veraenderter Leistung auch der Widerstand anedert.
Habe die das beruecksichtigt? Es besteht ja immer die Gefahr: Wer
misst misst Mist ...