Genmai am kommenden Sonntag, den 23. Januar 2011

3 views
Skip to first unread message

Marian

unread,
Jan 16, 2011, 2:53:59 PM1/16/11
to zen-dojo-bochum
Hallo, folgende Einladung von Mareike wollte ich nochmal über den
neuen offiziellen Kanal, sprich, unsere Mail-Gruppe versenden.

---

Ihr Lieben,

nächsten Sonntag gibt´s wieder Genmai. Wie immer Zazen /Zeremonie von
9:30 Uhr bis 11:00 danach Genmai für alle, die bleiben wollen.

Herzliche Grüße
Mareike

Margret Wagner

unread,
Jan 16, 2011, 4:23:09 PM1/16/11
to zen-doj...@googlegroups.com
Vielen Dank lieber Marian,kommst du auch?
Grüße
Marget
-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Sun, 16 Jan 2011 11:53:59 -0800 (PST)
> Von: Marian <mk...@web.de>
> An: zen-dojo-bochum <zen-doj...@googlegroups.com>
> Betreff: Genmai am kommenden Sonntag, den 23. Januar 2011

--
GMX DSL Doppel-Flat ab 19,99 Euro/mtl.! Jetzt mit
gratis Handy-Flat! http://portal.gmx.net/de/go/dsl

mk...@web.de

unread,
Jan 17, 2011, 2:30:44 AM1/17/11
to zen-doj...@googlegroups.com
Hallo Margret,
ja, ich komme zum Genmai am Sonntag.
Ich habe mich übrigens auch fürs Februar Sesshin angemeldet.

Dann bis heute Abend!

Schöne Grüße,

Marian

Margret Wagner

unread,
Jan 17, 2011, 10:10:00 AM1/17/11
to zen-doj...@googlegroups.com
Lieber Marian!
Wenn Du denn zum Februarsesshin fährst -wäre da noch die Frage von mir,ob du evtl. vielleicht auch einen Tag eher nach Schönböken fahren könntest!? Wir(Dojo Bochum und noch Münster und Holland) sind in diesem Jahr mit Vorbereitungsarbeiten dran.
Ansonsten liebe GRüße, bis nachher oder Donn. oder spätestens Sonntag
Margret

-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Mon, 17 Jan 2011 08:30:44 +0100 (CET)
> Von: mk...@web.de
> An: zen-doj...@googlegroups.com
> Betreff: Re: Genmai am kommenden Sonntag, den 23. Januar 2011

--
Empfehlen Sie GMX DSL Ihren Freunden und Bekannten und wir
belohnen Sie mit bis zu 50,- Euro! https://freundschaftswerbung.gmx.de

Roland Vesper

unread,
Jan 22, 2011, 11:29:55 AM1/22/11
to zen-doj...@googlegroups.com
Hallo liebe "Karma - Interessierte"!
Eigentlich hauptsächlich für - oder eher auf Anregung von - Peter hier
meine "Lesefrucht" aus "Unseren Platz einnehmen - der buddhistische Weg zum
wirklichen Erwachsensein" von Norman Fischer (eines meiner Leib- und
Magenbücher)

Im Kapitel "Beharrlichkeit" schreibt er auf Seite 83 unten:

In unserer Welt ist kurzfristiges Denken die Norm. Unsere Wirtschaft, unser
Schulsystem, unser gesellschaftliches Leben, ja sogar unsere persönlichen
Ziele sind von kurzfristigem Denken bestimmt. Sport- Teams steigen und
fallen mit den Punkten dieser Woche, Firmen mit Profiten oder Verlusten des
letzten Quartals und Schulen, die von Modellen aus der Wirtschaft
beeinflusst werden, bieten ergebnisorientierte Ausbildungen an: Bis da- und
dahin wird ein gewisser Schüler die und die Fähigkeiten nachweisen können.
Wenn man die Dinge ausschließlich durch eine Kurzzeit- Linse betrachtet,
wird es unmöglich, über Wertefragen und Fragen innerer Reife nachzudenken,
von denen letzten Endes alle dauerhaften und lohnenswerten Ergebnisse
abhängen. Solche Fragen zeichnen sich auf der Kurzzeit- Skala gar nicht ab.
Es ist nicht so, dass wir keine Kurzzeit- Pläne schmieden oder kurzfristige
Ziele zu erreichen versuchen sollten. In der Menschenwelt kann man nicht
leben, ohne dies zu tun. Wir vereinbaren Termine, die wir einhalten wollen.
Wir beginnen Projekte, die wir abzuschließen erwarten. Wir setzen uns
kurzfristige Ziele, die wir zu erreichen versuchen. Aber wir sind entspannt
und offen, was die Verwirklichung unserer Pläne und das Erreichen unserer
Ziele angeht. Wir erkennen an, dass immer die Möglichkeit besteht, dass das,
was wir uns als Ziel gesetzt haben, nicht zustande kommt. Trotz all unserer
gut gemeinten Bemühungen sind die Ergebnisse nie wirklich voraussagbar. Sie
unterliegen einfach nicht unserer Kontrolle. Der Termin wird abgesagt oder
er wird ganz anders, als wir uns ihn vorgestellt hatten. Bei dem Projekt
treten unvorhergesehene Schwierigkeiten auf. Das Ziel kann nicht erreicht
werden, oder es wird erreicht, hat aber ganz andere Konsequenzen, als wir
gedacht hatten oder manchmal überhaupt keine ersichtlichen. Etwas, das
vielleicht anfangs schlecht ausgesehen hatte, zeigt später positive
Auswirkungen, oder die guten Resultate, auf die wir hingearbeitet hatten,
bringen letzten Endes katastrophale Konsequenzen mit sich.
Wie wir durch sorgfältiges Beobachten im Laufe der Zeit feststellen können,
ist es unmöglich zu wissen, was für Ergebnisse unsere Taten langfristig
hervorbringen. Natürlich versuchen wir, unser Bestes zu tun, wenn wir unsere
Handlungen planen und gestalten. Aber wir wissen, das zu intensives
Fokussieren auf kurzfristige Auswirkungen gewöhnlich zu Enttäuschungen und
damit letzten Endes zu ineffektiven Handlungen führt. Je flexibler und
offener wir in Bezug auf das, was kommt, sind, desto besser werden die Dinge
langfristig laufen.
Die Sichtweise des Bodhisattvas - des Erleuchtungswesens , das an seiner
oder ihrer eigenen Reife arbeitet und dessen bzw. deren Ziel es ist, anderen
bei der Erlangung ihrer Reife zu helfen - ist im Wesentliche eine
langfristige. Der Bodhisattva weiß, dass kurzfristig - und
ergebnisorientiertes Planen nicht besonders gut funktioniert; stattdessen
erinnert er sich an den "Ich- weiß- nicht - Geist", der offen, flexibel und
sensibel ist und sich leicht sich verändernden Umständen anpasst. Auf sowohl
lang- wie auch kurzfristige Ergebnisse zu achten, ist geschickt und darf
nicht vernachlässigt werden. Aber Ergebnisse kommen und gehen - gute
Ergebnisse verändern sich plötzlich zum Schlechten oder schlechte Ergebnisse
zum Guten. Resultate sind kein Maß für etwas. Sie sind nur grobe Indikatoren
für das, was vielleicht abläuft.
Ich habe in meinem Leben immer eher Werten und Engagement getraut als
Ergebnissen. Wenn du an deine Werte und dein Engagement glaubst und ihnen
treu bleibst, dann wird dich das, wenn du mutig genug bist, egal was
passiert, ihnen entsprechend zu handeln - also mit einem Wort ausgedrückt,
wenn du beharrlich bist - , immer dorthin führen, wo du hin möchtest. Nach
einiger Zeit vertraust du darauf.
Das traditionelle buddhistische Konzept von Karma bietet viele Anregungen
zum Nachdenken über die kurzfristigen Resultate und die langfristige Vision.
Obwohl die Analyse von Karma im buddhistischen Denken ziemlich kompliziert
ist, so ist das, worauf es im Wesentlichen ankommt, ziemlich einfach: Taten
haben Folgen. Gute Taten haben gute Folgen, negative Taten haben negative
Folgen. In jedem Moment des eigenen Lebens präsentiert sich einem die
Situation, deren Wurzeln in der Vergangenheit liegen. Diese Situation ist
einem vorgegeben. Man kann das nicht ändern. Aber mitten in dieser gegebenen
Situation hat man eine Wahl. Was wird man tun? Wird man entmutigt und
ungeduldig sein und den schlechtesten Aspekt der Situation betonen, oder
wird man sich beharrlich bemühen, diese Situation in etwas Gutes für einen
selbst und andere zu verwandeln?
Egal was es für eine Situation ist, egal wie glücklich oder schrecklich sie
zu sein scheint: Es gibt immer diese Wahlmöglichkeit. Sie starrt einem in
jedem Moment des Lebens ins Gesicht. Mann kann ihr nicht entfliehen. Und
jeden Moment - ob man es beabsichtigt oder nicht, ob man sich bemüht oder
nicht - trifft man unweigerlich seine Wahl. Bewusst oder unbewusst wählt man
in jedem Moment sein Leben, und diese Wahl ist immer entscheidend, niemals
trivial. Die eigenen Wahlen haben immer wichtige Konsequenzen für die
Zukunft, ob man sie sofort sehen kann oder nicht.
Wenn man die Wichtigkeit der eigenen Wahlen erkennt, hilft einem dies, die
für die Praxis der Ausdauer notwendige innere Haltung zu kultivieren. Ja, es
gibt viel im eigenen Leben, das man nicht ändern kann und ohne zu klagen
akzeptieren muss. Was geschehen ist, ist wirklich geschehen und kann nicht
ungeschehen gemacht werden. Der Mensch, der man ist, die sozialen und
intellektuellen Kräfte, die die eigenen Ansichten geformt haben, sind, was
sie sind. Und dennoch hat man in der jeweiligen Situation, in der man sich
befindet, jeden Moment die Macht und die Pflicht; zu wählen, wie man handeln
will. Man kann wählen, zum Guten zu handeln oder nicht, und die eigene
Handlung wird sich definitiv auf irgendeine Weise langfristig auswirken,
obwohl man vielleicht noch nicht sehen kann, wie. Wenn man die Dinge so
betrachtet, wird man automatisch bei seinem weisen Handeln bleiben, weil man
sicher ist, dass das, was man tut, zum Guten ist, unabhängig von den
kurzfristigen Ergebnissen.

Gassho!

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: zen-doj...@googlegroups.com
[mailto:zen-doj...@googlegroups.com] Im Auftrag von Margret Wagner
Gesendet: Montag, 17. Januar 2011 16:10

Marian Kelc

unread,
Jan 22, 2011, 4:18:25 PM1/22/11
to zen-doj...@googlegroups.com

Hallo Roland!

Danke f�r den sch�nen Text. Den konnte ich gerade gut gebrauchen ;-)

Nette Gr��e,
Marian

Gabriele Czerwinski

unread,
Jan 22, 2011, 7:35:22 PM1/22/11
to zen-doj...@googlegroups.com
Danke, Roland! Das gibt mir den Anstoß zu einigen Denk-Korrekturen!
Lieber Gruß
Gaby
Reply all
Reply to author
Forward
0 new messages