Zwei Fragen zum neuen Titanic-Film:
1. Zum Zeitpunkt der Entdeckung des Eisbergs, mit dem das Schiff
kollidierte, fuhr es geradewegs auf den Eisberg zu (laut Film).
Als er dann entdeckt wurde, hat der Steuermann ein Ausweichmanöver versucht
und so erreicht, daß das Schiff am Eisberg entlanggeschramm ist und damit
aufgeschlitzt wurde.
Frage: Was wäre geschehen, hätte man nur volle Kraft zurück eingeschaltet,
wäre aber nach wie vor frontal auf den Eisberg gefahren? Vorn ist das
Schiff ja viel stabiler als an der Seite.
2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
Reeling auf dem Achterschiff. Ist es realistisch, dem Strudel eines
sinkenden Schiffes dieser Größe entkommen zu können? Gibt es überhaupt
einen Strudel oder sind die nur Produkte der Filmemacher?
3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
Ciao
Burkhard
in z-netz.wissenschaft.technik Burkhard Bickmann <bick...@gmx.de> wrote:
> 1. Zum Zeitpunkt der Entdeckung des Eisbergs, mit dem das Schiff
> kollidierte, fuhr es geradewegs auf den Eisberg zu (laut Film).
> Als er dann entdeckt wurde, hat der Steuermann ein Ausweichmanöver versucht
> und so erreicht, daß das Schiff am Eisberg entlanggeschramm ist und damit
> aufgeschlitzt wurde.
> Frage: Was wäre geschehen, hätte man nur volle Kraft zurück eingeschaltet,
> wäre aber nach wie vor frontal auf den Eisberg gefahren? Vorn ist das
> Schiff ja viel stabiler als an der Seite.
Ich habe mal eine Sendung gesehen, wo die drei Möglichkeiten durch-
gespielt wurden, nämlich:
a) beide Maschinen AK zurück und hart Backbord (so wie passiert),
b) Backbord-Maschine AK zurück, Stuerebord-Maschine AK voraus,
und hart Backbord,
c) AK zurück und geradeaus drauf.
Zum Zusammenstoß kam es bei allen drei Varianten, wobei der Experte
sagte, geradeaus drauf hätte 2-3 Sektionen völlig zerstört, aber
evtl. wäre der Kahn nicht abgesoffen. Auch sagte er, daß heutige
Maschinen schneller von vor- auf rück gestellt werden können als
damals.
> 2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
> Reeling auf dem Achterschiff. Ist es realistisch, dem Strudel eines
> sinkenden Schiffes dieser Größe entkommen zu können? Gibt es überhaupt
> einen Strudel oder sind die nur Produkte der Filmemacher?
Ich nehme an, die Gerüchte um das Herunterziehen sind größer als
die Realität, aber das sind auch nur Vermutungen...
> 3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
> einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
Nein, bestimmt nicht. Aber die haben Radar und bemerken Eisberge
eher.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Dieser Artikel enthält die im Header angegebene Menge Müll (X-M) und
Quoting (X-Q). Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Admin
oder den Dana-Moderator.
zu1. Ein Schiff dieser größe kann nicht so ohne weiteres aus voller Fahrt
vorraus in volle Fahrt rückwärts gehen. Es dauert mindestens
5 min. bis die Motoren stehen und erst dann kann man volle Kraft
zurück einschalten. Aber das Schiff wäre wahrscheinlich auch nicht
gesunken wenn es mit voller Kraft vorraus gegen den Eisberg gestoßen
wäre, er hätte zwar ein Loch in den Rumpf geschlagen, es
wäre aber nur die 1. Kammer vollgelaufen. Damit wäre die Titanik
noch schwimmfähig gewesen.
zu2. Der Strudel eines so großen Schiffes wäre wahrscheinlich zu groß um ihm
aus eigener Kraft zu entkommen.
zu3. Ja. Heutzutage wird in den noch unbeschädigten Kammern ein Überdruck
erzeugt, so das das Wasser selbst undichte Schotten
nicht durchdringen kann, außerdem sind die heutigen
Kreuzfahrtschiffe mit mehreren kleinen Kammern ausgestattet.
CIAO
Patrick Bindewald
Gernot Zander schrieb in Nachricht <69t547$39j$1...@scorpio.in-berlin.de>...
>> 3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
>> einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
>
>Nein, bestimmt nicht. Aber die haben Radar und bemerken Eisberge
>eher.
>
Ist ein Eisberg überhaupt auf dem Radar zu erkennen?
zum Thema "Titanic":
>Frage: Was wäre geschehen, hätte man nur volle Kraft zurück eingeschaltet,
>wäre aber nach wie vor frontal auf den Eisberg gefahren? Vorn ist das
>Schiff ja viel stabiler als an der Seite.
Tja, dann wäre das Schiff einfach nur auf den Eisberg aufgefahren, hätte
sich vielleicht dort eingekeilt. Aber es wäre dann viel unwahrscheinlicher
gewesen, daß es sinkt. Insofern hast du deine Frage praktisch schon selber
beantwortet.
>2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
>Reeling auf dem Achterschiff. Ist es realistisch, dem Strudel eines
>sinkenden Schiffes dieser Größe entkommen zu können? Gibt es überhaupt
>einen Strudel oder sind die nur Produkte der Filmemacher?
Der Strudel bzw. Sog ist normal und kannst du sogar in der Badewanne
nachahmen. Einfach mal die flache Hand waagerecht und knapp über der
Wasseroberfläche halten und dann schnell nach unten drücken. Alles weitere
merkst du dann alleine.
Und auch im Film selber wurde von einem der Darsteller angemerkt, daß es
einen starken Sog geben wird. Darum wurden sie unter Wasser ja auch
getrennt. Aber mit größerer Tiefe nimmt der Sog ab.
>3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
>einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
Kommt eigentlich ganz auf die Konstruktion drauf an. Aber wenn fast die
gesamte Seite eines Schiffes aufgerissen wird?!
--
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See my Page >-> http://www.snafu.de/~q
Da der Eisberg in Wirklichkeit das Schiff nicht aufgeschlitzt hat, sondern
nur denjenigen Druck auf die Aussenhaut des Schiffes geliefert hat, damit
der im Eiswasser extrem sproede Stahl (falsche Legierung mit zu viel
Schwefel) aufplatzt, kann man davon ausgehen, dass dies bei einer
Frontalkollision nur den vorderen Schiffsteil betroffen haette. Die
Titanic waere wahrscheinlich nicht gesunken.
>
> 2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
> Reeling auf dem Achterschiff. Ist es realistisch, dem Strudel eines
> sinkenden Schiffes dieser Größe entkommen zu können? Gibt es überhaupt
> einen Strudel oder sind die nur Produkte der Filmemacher?
Als der hintere Teil des Schiffes sank entstand kein Strudel.
Strudelbildung haengt beim Untergang eines Schiffes von vielen Groessen ab
(Sinkgeschwindigkeit, absolute Volumenverdraengung, Eintauchwinkel, etc.).
Normalerweise duerfte man es jedoch schwer haben, einem Strudel zu
entkommen, da sich dessen Trichter bis zu 30m tief reicht.
>
> 3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
> einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
Nachdem die Materialforschung solche Schrottstaehle nicht mehr
hervorbringt, ist es eher unwahrscheinlicht, dass sich aehnliches
wiederholt.
Ciao, Ingo
## CrossPoint v3.11 ##
BB> Hallo Zusammen
BB>
BB> Zwei Fragen zum neuen Titanic-Film:
BB>
BB> 1. Zum Zeitpunkt der Entdeckung des Eisbergs, mit dem das Schiff
BB> kollidierte, fuhr es geradewegs auf den Eisberg zu (laut Film).
BB> Als er dann entdeckt wurde, hat der Steuermann ein Ausweichmanöver
BB> versucht und so erreicht, daß das Schiff am Eisberg entlanggeschramm ist
BB> und damit aufgeschlitzt wurde.
BB> Frage: Was wäre geschehen, hätte man nur volle Kraft zurück eingeschaltet,
BB> wäre aber nach wie vor frontal auf den Eisberg gefahren? Vorn ist das
BB> Schiff ja viel stabiler als an der Seite.
Ich schätze mal der hat Versucht, das Schiff ohne Beschädigung
durchzubringen.
BB>
BB> 2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
BB> Reeling auf dem Achterschiff. Ist es realistisch, dem Strudel eines
BB> sinkenden Schiffes dieser Größe entkommen zu können? Gibt es überhaupt
BB> einen Strudel oder sind die nur Produkte der Filmemacher?
Ja. Es gibt einen. Aber der wäre stark genug gewesen um sogar die
Rettungsboote mit runderzureisen. Also hätten Leo nicht mehr so gegrinst
sondern wäre ersoffen wie der Rest der Leute, die nicht in den Rettungsbooten
waren. Außerdem sinkt die Titanic im Film falsch. Schon knapp unter der
Wasseroberfläche, sprich als das Heck noch herrausragte, brach sie ein 3
Stücke, vermutlich weil einer der Kessel sich losgerissen hatte. Außerdem war
der Stahl bei 271,15°K (-2°C) total spröde. Soviel zu der Recherche für den
teuersten Film aller Zeiten...
BB>
BB> 3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
BB> einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
Natürlich. Alles ist sinkbar. Zwar gehen die Kreuzer nur in den seltensten
Fällen unter, allerdings kann es durchaus dazu kommen. Am besten du fliegst
(Aber nicht mit Birkenair) :)
Bis denne,
Christian.
--
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Homepage: In Vorbereitung
Der zweite Vorwurf an Murdoch (der mit dem Schiff unterging): Er hätte erst
gar nicht versuchen sollen, dem Eisberg auszuweichen, sondern ihn frontal
rammen müssen. Dabei wäre zwar der Bugbereich zertrümmert worden (und es
hätte Hunderte von Toten und Verletzten gegeben), doch wäre der Luxusliner
womöglich schwimmfähig geblieben.
Verfechter dieser Alternative lassen freilich zwei Aspekte außer acht: Zum
einen können die Kritiker des Ersten Offiziers nur vermuten, daß die
"Titanic" einen Frontalzusammenstoß überstanden hätte. Sicher ist das nicht,
denn niemand weiß genau, was geschieht, wenn 60000 Tonnen Stahl und 300000
Tonnen Eis ineinanderkrachen (Hätte es die gewaltigen Kessel aus ihren
Verankerungen gerissen? Wäre es zu einem Feuer oder einer Kesselexplosion
gekommen - was vielleicht noch mehr Menschen das Leben gekostet hätte als
der Untergang?).
Zum anderen verkennen Murdochs Kritiker den psychologischen Druck, unter dem
der Offizier stand. Welcher Schiffsführer würde den größten Dampfer der Welt
auf seiner Jungfernfahrt mit über 2000 Menschen an Bord tatenlos auf einen
Eisberg rammen? Selbst wenn die "Titanic" diesen Frontalaufprall überstanden
hätte - Murdoch wäre dafür sicherlich vor Gericht gestellt worden.
So kam es am 14. April 1912 um 20 Minuten vor Mitternacht zur Katastrophe:
Sechsmal in elf Sekunden schlug der Schiffskörper steuerbords gegen den
Eisberg.
Mehr als 80 Jahre lang dachten die meisten Fachleute, der gewaltige
Oceanliner hätte sich bei dieser Kollision einen etwa 90 Meter langen Riß
zugezogen. Tatsächlich aber waren es (wie Ultraschall-Untersuchungen erst
vor kurzem ergeben haben) sechs vergleichsweise kleine Lecks, alle nur
finger- bis handbreit.
Burkhard Bickmann schrieb in Nachricht <69ra6k$4h8$1...@news.online.de>...
>Hallo Zusammen
>
>Zwei Fragen zum neuen Titanic-Film:
>
>1. Zum Zeitpunkt der Entdeckung des Eisbergs, mit dem das Schiff
>kollidierte, fuhr es geradewegs auf den Eisberg zu (laut Film).
>Als er dann entdeckt wurde, hat der Steuermann ein Ausweichmanöver versucht
>und so erreicht, daß das Schiff am Eisberg entlanggeschramm ist und damit
>aufgeschlitzt wurde.
>Frage: Was wäre geschehen, hätte man nur volle Kraft zurück eingeschaltet,
>wäre aber nach wie vor frontal auf den Eisberg gefahren? Vorn ist das
>Schiff ja viel stabiler als an der Seite.
>
>2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
>Reeling auf dem Achterschiff. Ist es realistisch, dem Strudel eines
>sinkenden Schiffes dieser Größe entkommen zu können? Gibt es überhaupt
>einen Strudel oder sind die nur Produkte der Filmemacher?
>
>3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
>einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
>
>Ciao
>
>Burkhard
Mit der Radartechnik kenne ich mich zwar nicht so genau aus, aber ich war
mal in einem Wetteramt und habe mir dort so einiges angeschaut. Die haben
dort per Radar Wolkenfelder dargestellt. Also sollte das ansich auch mit
Eisbergen klappen. Vielleicht wären ein paar Modifikationen notwendig...
MfG
Carsten
Amiga 4000 040 20MBF 2MBC 2680HD Piccolo
zum Thema "Re: Titanic":
>>Nein, bestimmt nicht. Aber die haben Radar und bemerken Eisberge
>>eher.
>
>Ist ein Eisberg überhaupt auf dem Radar zu erkennen?
Weniger vom Radar als dann vom Sonar, liegt doch immerhin der Größte Teil
eines Eisbergs im Wasser.
Vielleicht, wenn er gross genug ist. Soweit ich weiss, wird in der
Nautik ja noch das Sonar verwendet... wie isset denn damit?
>zu2. Der Strudel eines so großen Schiffes wäre wahrscheinlich zu groß um ihm
>aus eigener Kraft zu entkommen.
Hier kann ich nicht zustimmen. Wer den Film gesehen hat, dem ist
vielleicht auch der Mann mit der Schnapsflasche an der Heckreeling
aufgefallen, der sich noch mal einen Schluck nimmt. Hierbei handelte
es sich um einen Schiffsbäcker der Titanic, der tatsächlich -
sturzbetrunken - überlebt hat. Er hat auf der Reeling gestanden und
darauf gewartet, daß das Schiff unter ihm wegsinkt. Ist eine verbürgte
Geschichte. Somit ist es möglich diesem Strudel, so er denn überhaupt
vorhanden war, zu entkommen.
An solchen Details merkt man, wenn man sich selbst auch etwas
auskennt, wie gut der Film gemacht und recherchiert ist.
Gruß
Andreas
Niemand hat heute ein so vollkommenes Weltbild,
daß er alles verstehen und würdigen kann:
hab den Mut zu sagen, daß du von einer Sache nichts verstehst.
Kurt Tucholski
>bick...@gmx.de meinte am 17.01.98
>
>zum Thema "Titanic":
>
>>2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
>
>Und auch im Film selber wurde von einem der Darsteller angemerkt, daß es
>einen starken Sog geben wird. Darum wurden sie unter Wasser ja auch
>getrennt. Aber mit größerer Tiefe nimmt der Sog ab.
>
>>3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
>>einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
>
>Kommt eigentlich ganz auf die Konstruktion drauf an. Aber wenn fast die
>gesamte Seite eines Schiffes aufgerissen wird?!
Naja, es war ja nicht die ganze Seite. Es wurden 4 Sektionen aufgerissen,
wodurch der Bug abgesunken ist. Als dann der Wasserpegel eine gewisse Höhe
überstiegen hat, ist das Wasser über die Schotten in die weiteren Sektionen
gelaufen und dann war's vorbei.
Bei heutigen Schiffen sind die Sektionen ja wasserdicht. Daher vermute ich
mal, daß es nicht sinken würde, wenn die gleichen 4 Sektionen aufgerissen
würden.
Apropos: haben eigentlich heutige Kreuzfahrtschiffe ausreichend
Rettungsboote um ALLE Passagiere aufzunehmen? Im eiskalten Wasser kann man
die Schwimmweste gleich auslassen.... ImhO ist lediglich der Tod durch
Erfrieren ist sicher besser als Ertrinken :-(
Ciao
Burkhard
> Ist ein Eisberg überhaupt auf dem Radar zu erkennen?
Natürlich.
--
Wolfgang Keller
Zu Risiken und Nebenwirkungen von Junkmail lesen Sie
de.admin.net-abuse.mail und fragen sie Ihren Postmaster oder Provider
- MacZPoint 1.95 -
> Kommt eigentlich ganz auf die Konstruktion drauf an. Aber wenn fast
> die gesamte Seite eines Schiffes aufgerissen wird?!
Sie wurde nicht 'aufgerissen' oder 'aufgeschlitzt'.
Bei vernünftig konstruierten Schiffen (Doppelrumpf,
Längsunterteilungen - Supertanker sind z.B. auch heute nochziemlich
haarsträubende Konstruktionen) ist dergleichen nahezu ausgeschlossen,
mit so grober Mutwilligkeit, wie sie die Führung der Titanic an den
Tag gelegt hat, kannman aber auch die besten Sicherheitsmaßnahmen
zunichte machen.
>
>Patrick....@t-online.de meinte am 18.01.98
>
>zum Thema "Re: Titanic":
>
>>>Nein, bestimmt nicht. Aber die haben Radar und bemerken Eisberge
>>>eher.
>>
>>Ist ein Eisberg ueberhaupt auf dem Radar zu erkennen?
>
>Weniger vom Radar als dann vom Sonar, liegt doch immerhin der Groesste Teil
>eines Eisbergs im Wasser.
>
zwei drittel naemlich !
LORD-VADER
> >>Ist ein Eisberg ueberhaupt auf dem Radar zu erkennen?
> >Weniger vom Radar als dann vom Sonar, liegt doch immerhin der Groesste Teil
> >eines Eisbergs im Wasser.
> zwei drittel naemlich !
1/8 schaut oben raus. Folglich sind 7/8 unter Wasser.
--
Stonehenge BBS - first mailbox on the moon / best mailbox on earth
..........................................................................
Mailbox: 0211-154257 (ZyXEL ISDN & Analog), 154277 (USR ISDN)
ICQ-UiN: 7542952
> Apropos: haben eigentlich heutige Kreuzfahrtschiffe ausreichend
> Rettungsboote um ALLE Passagiere aufzunehmen?
Mehr als das. Es müssen genügend Rettungsmittel (Boote und Inseln)
vorhanden sein _pro Seite_ des Schiffs, damit auch im Fall einer
Kenterung noch alle Passagier einen Platz haben.
MfG,
1. Es ist nebelig, die Ferngläser der Wachen sind in den Schränken
2. Die anzahl der Rettungsbote wurde nach BRT berechnet und nicht nach den
Passigieren
3. Die Titinic hatte aus Spargründen keine Decke in den unteren Decks, das
Leck war nur 1,2 qm groß
Das Manöver des 1.Offiziers hat und hätte keine andere Koliosion
zugelassen, er konnte nichts mehr tun
Burkhard Bickmann schrieb im Beitrag <69ra6k$4h8$1...@news.online.de>...
>Hallo Zusammen
>
>Zwei Fragen zum neuen Titanic-Film:
>
>1. Zum Zeitpunkt der Entdeckung des Eisbergs, mit dem das Schiff
>kollidierte, fuhr es geradewegs auf den Eisberg zu (laut Film).
>Als er dann entdeckt wurde, hat der Steuermann ein Ausweichmanöver
versucht
>und so erreicht, daß das Schiff am Eisberg entlanggeschramm ist und damit
>aufgeschlitzt wurde.
>Frage: Was wäre geschehen, hätte man nur volle Kraft zurück
eingeschaltet,
>wäre aber nach wie vor frontal auf den Eisberg gefahren? Vorn ist das
>Schiff ja viel stabiler als an der Seite.
>
>2. Als das Schiff versank, befanden sich die beiden Hauptdarsteller an der
>Reeling auf dem Achterschiff. Ist es realistisch, dem Strudel eines
>sinkenden Schiffes dieser Größe entkommen zu können? Gibt es überhaupt
>einen Strudel oder sind die nur Produkte der Filmemacher?
>
>3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von RoRo-Fähren) bei
>einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen Beschädigungen sinkfest?
>
>Ciao
>
>Burkhard
Hi!
> Da der Eisberg in Wirklichkeit das Schiff nicht aufgeschlitzt hat,
> sondern nur denjenigen Druck auf die Aussenhaut des Schiffes
> geliefert hat, damit der im Eiswasser extrem sproede Stahl (falsche
> Legierung mit zu viel Schwefel) aufplatzt, kann man davon ausgehen,
> dass dies bei einer Frontalkollision nur den vorderen Schiffsteil
> betroffen haette. Die Titanic waere wahrscheinlich nicht gesunken.
Nach neueren Erkenntnissen, wohl durch die Hebung eines Teils der Bordwand
gewonnen, waren die Nieten, die die Titanic zusammenhielten, von extrem
schlechter Qualität. Wenn man das zusammen mit der Vermutung (aus dem in
einem anderen Posting zitierten GEO-Artikel) sieht, daß der Eisberg
vermutlich *nicht* die Stahlplatten selbst aufgeschlitzt hat, sondern die
Nietstöße aufplatzen ließ, kann man sich gut vorstellen, was abgelaufen
ist.
> > 3. Ist ein heutiges Kreuzfahrtschiff (mal abgesehen von
> > RoRo-Fähren) bei einem ähnlichen Zusammenstoß mit ähnlichen
> > Beschädigungen sinkfest?
> Nachdem die Materialforschung solche Schrottstaehle nicht mehr
> hervorbringt, ist es eher unwahrscheinlicht, dass sich aehnliches
> wiederholt.
Kommt sicher darauf an, wieviele Abteilungen absaufen, und wie sich das
auf die Stabilität des Rumpfes insgesamt auswirkt - ganz extrem ist das
bei Supertankern, die man schon durch falsches Entladen in der Mitte
durchbrechen lassen kann. Stell' dir vor, die mittleren Abteilungen sind
abgesoffen, und Bug und Heck sind noch schwimmfähig. Die Querkräfte und
Biegemomente im "Balken" Schiff sind dann sicher nicht zu verachten, vor
allem, wenn die Struktur noch beschaedigt ist.
Die Kollision der "Andrea Doria" mit der "Stockholm" war so ein Beispiel.
Beides waren modernere Schiffe, die Stockholm hatte sogar die Eisklasse.
Allerdings ist die A.D. wohl wegen der grossen eingedrungenen Wassermenge
gesunken.
Gruesse
Henning
Dass Eisberge nichts an Schiffen aufschlitzen werden, kann ob der
Doppelwandigkeit derselben fast keiner bezweifeln (z.B. Tanker); was
jedoch das Eindruecken und dergleichen von Aussenwaenden durch Eiskontakt
anbelangt, so gibt es immer wieder Havarien (Maxim Gorky)[hab´ich das
richtig geschrieben?].
Gruss, Ingo
## CrossPoint v3.11 ##
Die Stockholm ist denn ja auch nicht gesunken :-), die hatte nur einen
minimal verbogenen Bug, so wie ihn die Titanic vielleicht auch haette
haben koennen.
>Allerdings ist die A.D. wohl wegen der grossen eingedrungenen Wassermenge
>gesunken.
Daran kann ich mich knapp noch erinnern, das dauerte ja viele Stunden
bis Tage, bis die sank, und das ging entsprechend durch Radio und
Zeitungen (Fernsehen hatten wir noch nicht). Ich war noch sehr jung
damals und kann mich noch knapp daran erinnern.
--
Best Regards, Dr. Peter Kittel // http://www.pios.de of PIOS
Private Site in Frankfurt, Germany \X/ office: peterk @ pios.de