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Wie checke ich einen Eisenkerntrafo?

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Matthias

unread,
Sep 11, 1999, 3:00:00 AM9/11/99
to

HC Grosz schrieb in Nachricht <37d97c1...@news.teleweb.at>...
>
>Ich habe einen Eisenkerntrafo für eine Halogenlampe (230V/12V)
>gekauft, der aber beim Einschalten sofort die Sicherungen schmeisst.
>
>Wie checke ich den Trafo auf Defekt? Er hat eigentlich nur 2x2
>Kontaktstellen, und eine Verwechslung der Primär/Sekundärseite ist
>nicht so leicht möglich.
>
>An der Halogenseite hängen 2x4m dickes Kupferseil + 1 bis 4x20 Watt
>parallel, der Trafo schafft 150 VA, eine Glühbirne mit 100 Watt statt
>dem Trafo leuchtet normla.
>
>HC


Hallo !

Als erstes solltest du den Trafo ohne Verbraucher ans 220V-Netz
anschließen. Fliegt die Sicherung jetzt auch Raus, hat die Primärseite
(Eingang) einen Windungsschluß, der Trafo ist also hin.

Wenn die Sicherung noch drinnen ist, solltest du nun die Sekundärseite
(Ausgang) mit einem Multimeter (ein Durchgangsprüfer tuts auch)
auf Windungsschluß prüfen. Dazu brauchst du nur den
Durchgangsprüfer an die beiden Ausgänge anschließen. Piept der
Durchgansprüfer, kannst du den Trafe wegwerfen, da Wicklungsschluß.

Diese Methode der Prüfung auf Wicklungsschluß ist allerdings nicht zu 100%
sicher.
Generell sollte man Trafos folgendermaßen Prüfen:

1. Strommeßgerät zwischen Netz und Trafo anschließen (VORSICHT 220 VOLT
!!!!!!!)
2. Trafo ans Netz anschließen, Stromstärke ablesen und aufschreiben.
3. Verbraucher an Trafo anschliesen, Stromstärke ablesen und aufschreiben.
4. Werte vergleichen. Sind die Werte gleich, Trafo Ok. Ansonsten wegwerfen.

Sag mir ob's geklappt hat.

Matthias

SpezialSoftwareEntwicklung
s...@topmail.de


FaChief

unread,
Sep 11, 1999, 3:00:00 AM9/11/99
to

Griassenk :-)

> >An der Halogenseite hängen 2x4m dickes Kupferseil + 1 bis 4x20 Watt
> >parallel, der Trafo schafft 150 VA, eine Glühbirne mit 100 Watt statt
> >dem Trafo leuchtet normla.

> Als erstes solltest du den Trafo ohne Verbraucher ans 220V-Netz
> anschließen. Fliegt die Sicherung jetzt auch Raus, hat die Primärseite
> (Eingang) einen Windungsschluß, der Trafo ist also hin.

Koennte aber auch ein Windungsschluss im Sekundaerteil sein.
Ohne Windungsschlussgeraet (teuer, aber zuverlaessig... das misst z.B.
die Gegeninduktivitaeten und deren Spannungsabklingverhalten, damit
kann man auch 1 kurzgeschlossene Windung von 1000en detektieren)
schwierig festzustellen, wenn Du die Nennimpedanzen nicht kennst...

Flog jedoch die Sicherung bei angeschlossenem sekundaerseitigem
Verbraucher, und tut sie das ohne Verbraucher nicht, ist der Trafo mit
hoher Wahrscheinlichkeit in Ordnung. (auch nicht 100%ig, da ein
Windungsschluss mit sovielen Windungen vorhanden sein koennte, dass die
Sicherung ohne Verbraucher gerade nicht anspricht...).

Ich wuerde versuchen, ob Dein Trafo mit einem anderen Verbraucher mit
derselben Leistungsaufnahme wie Deine Lichtanlage funktioniert; falls
ja: Kurzschluss in Deiner Lichtanlage.

> Wenn die Sicherung noch drinnen ist, solltest du nun die Sekundärseite
> (Ausgang) mit einem Multimeter (ein Durchgangsprüfer tuts auch)
> auf Windungsschluß prüfen. Dazu brauchst du nur den
> Durchgangsprüfer an die beiden Ausgänge anschließen. Piept der
> Durchgansprüfer, kannst du den Trafe wegwerfen, da Wicklungsschluß.

Schmarrn :-) Schon mal den Gleichstromwiderstand an der Sekundaerseite
eines funktionstuechtigen 150W-12V-Trafos gemessen ? :-) Liegt im
Ohm-Bereich... da wird Dir jedes Durchgangsmessgeraet ansprechen; auch
wenn Du mit einem Ohmmeter misst, weisst Du nicht, ob die z.B. 5 Ohm,
die Du misst, passen, oder die Haelfte des Nenngleichstromwiderstandes
ist...).

Einen Trafo mit Gleichspannung auf Funktionstuechtigkeit zu pruefen ist
prinzipiell eine nur sehr beschraenkt geniale Idee :-) (selbst, wenn nur
10% der Windungen kurzgeschlossen sind, wird Dir die Sicherung fliegen,
oder der Trafo abrauchen; mit dem Multimeter wirst Du den Fehler jedoch
nicht feststellen koennen)... nur als sehr grobe Abschaetzung geeignet,
z.B. welche Kupferverluste zu erwarten sind, oder ob die Wicklung
durchtrennt ist... wie gesagt, ein Durchgangspruefer ist in dem
gegebenen Fall vollkommen fehl am Platz :-)

> 4. Werte vergleichen. Sind die Werte gleich, Trafo Ok. Ansonsten
> wegwerfen.

?!? Bitte nur Ratschlaege posten, wenn man selber eine Ahnung davon hat,
was man empfiehlt :-)
Natuerlich nimmt ein Trafo an der Primaerseite mehr Strom auf, wenn er
sekundaerseitig belastet wird, als er es im unbelasteten Falle macht...

Auf Wiederlesen, Richard :-)


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Matthias

unread,
Sep 12, 1999, 3:00:00 AM9/12/99
to
Hallo !

Vielleicht solltest meine ganze Antwort lesen
bevor du mir Unwissenheit unterstellst.

Hier nochmal ein Textauszug von mir:

1. Strommeßgerät zwischen Netz und Trafo anschließen (VORSICHT 220 VOLT
!!!!!!!)
2. Trafo ans Netz anschließen, Stromstärke ablesen und aufschreiben.
3. Verbraucher an Trafo anschliesen, Stromstärke ablesen und aufschreiben.

4. Werte vergleichen. Sind die Werte gleich, Trafo Ok. Ansonsten wegwerfen.

Wenn das nicht korrekt ist, werf ich mein Elektrobuch weg :-)

Matthias
s...@topmail.de

Matthias

unread,
Sep 12, 1999, 3:00:00 AM9/12/99
to

Hallo, noch ein Nachtrag von mir :

>> 4. Werte vergleichen. Sind die Werte gleich, Trafo Ok. Ansonsten
>> wegwerfen.

>?!? Bitte nur Ratschlaege posten, wenn man selber eine Ahnung davon hat,


>was man empfiehlt :-)
>Natuerlich nimmt ein Trafo an der Primaerseite mehr Strom auf, wenn er
>sekundaerseitig belastet wird, als er es im unbelasteten Falle macht...

Klingt irgenwie logisch. Hmmm, komisches Buch, dacht immer
es sei ganz gut. Na ja. Nix für ungut.

Matthias


Wolfram Mathes

unread,
Sep 13, 1999, 3:00:00 AM9/13/99
to

Matthias schrieb:

> Klingt irgenwie logisch. Hmmm, komisches Buch, dacht immer
> es sei ganz gut. Na ja. Nix für ungut.
>
> Matthias

schmeiß das Buch weg, wenn da sowas drin steht!

;-)) Wolle

Wolfgang Huber

unread,
Sep 13, 1999, 3:00:00 AM9/13/99
to

Hallo


>Vielleicht solltest meine ganze Antwort lesen
>bevor du mir Unwissenheit unterstellst.
>
>Hier nochmal ein Textauszug von mir:
>
>1. Strommeßgerät zwischen Netz und Trafo anschließen (VORSICHT 220 VOLT
>!!!!!!!)
>2. Trafo ans Netz anschließen, Stromstärke ablesen und aufschreiben.
>3. Verbraucher an Trafo anschliesen, Stromstärke ablesen und aufschreiben.

>4. Werte vergleichen. Sind die Werte gleich, Trafo Ok. Ansonsten wegwerfen.
>

>Wenn das nicht korrekt ist, werf ich mein Elektrobuch weg :-)

Ich fürchte, deinem Elektrobuch schlägt die letzte Stunde !
Es wäre doch sehr traurig, wenn ein Trafo im Leerlauf (Punkt 2) die selbe
Leistung aufnimmt, als unter Last (Punkt 3)!
Falls ein Kurzschluß in einen der Wicklungen wirklich der Grund des Übels
ist, wird dir bei Punkt 1 auch schon die Sicherung fallen!

mfg
Wolfgang


Gernot Zander

unread,
Sep 13, 1999, 3:00:00 AM9/13/99
to
Hi,

in z-netz.wissenschaft.technik Matthias <s...@topmail.de> wrote:
> >> 4. Werte vergleichen. Sind die Werte gleich, Trafo Ok. Ansonsten
> >> wegwerfen.

> >Natuerlich nimmt ein Trafo an der Primaerseite mehr Strom auf, wenn er


> >sekundaerseitig belastet wird, als er es im unbelasteten Falle macht...

> Klingt irgenwie logisch. Hmmm, komisches Buch, dacht immer


> es sei ganz gut. Na ja. Nix für ungut.

Nachdem das geklärt ist, gehen wir Richtung Lösung.
Windungsschluss erzeugt einen sehr hohen Strom (ist ja
kurzgeschlossen). Der Trafo wird mindestens warm oder
geht in Flammen auf. Außerdem ändert sich der Primär-
Strom kaum noch bei Belastung (denn der Kurzschluss
innen ist ja schon max. Belastung). Oben stehende Aussage
ist also genau verkehrtrum: Sind die Werte gleich, Trafo
wegwerfen.

Ein weiterer möglicher Grund für das Rauswerfen der Sicherung:
Der Kern ist nicht geschlossen oder total locker. Dann
sinkt die Induktivität, und das Ding zieht viel mehr Strom
als normal.
Ist aber ziemlich unwahrscheinlich.

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
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