Kann mir hier einer sagen, wieviel "G" bei einer gradlinigen Beschleunigung
auf einem Motorrad der Körper ausgesetzt ist, oder wie diese Berechnen
kann???
Vielen Dank schon mal im vorraus,
Gruß Alex Riess
Wenn Du die Beschleunigung kennst, musst Du sie nur noch durch "g" teilen,
also 9,81 m/s^2. ;-)
Gruss
Nico
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Nico Schmidt IPK/IWF eMail : nico.s...@ipk.fhg.de
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Bei genügend Vereinfachung ist es relativ einfach:
Die Beschleunigung a ist die geschwindigkeitsänderung pro bestimmter
Zeit:
a=v/t
Wenn man eine gleichförmige Beschleunigung annimmt (ist beim Motorrad
nicht so genau der Fall, im 1. Gang beschleunigt es sicher besser als
bei 250 km/h, und beim Schalten gibt es auch immer eine kurze "Pause" :)
also bei gleichförmiger Beschleunigung kann man z.B. sagen, 100 km/h
geteilt durch die Zeit, die man braucht, um aus dem Stand diese
geschwindigkeit zu erreichen (5 Sekunden? keine Ahnung). Aber Einheiten
beachten! Darum umrechnen von km/h in m/s:
1 km = 1000 m -> 1 km/h = 1000 m/h
1 h = 3600 s -> 1 km/h = 1000 m / 3600 s = 1/3,6 m/s
die 100 km/h sind also 100/3,6 = 27,777... also ca. 28 m/s
Diese Geschwindigkeit wird in 5 s erreicht, also ist die Beschleunigung
28/5 m/s / s
oder 5,6 m/s² (in jeder Sekunde wird das Motorrad um 5,6 m/s schneller)
Nun: wieviel g sind das?
1 g ist die Fallbeschleunigung auf der Erde: 9,81 m/s² oder ca. 10 m/s²
Um also auf den g-Wert der beschleunigung zu kommen, diese nochmal durch
10 m/s² teilen.
Das ergibt in diesem Fall ca. 0,5 g, als reine Beschleunigung. Man muß
sich also festhalten, als ob das halbe Körpergewicht "zieht".
So, nochmal nach der Frage geschaut, dies ist aber nicht alles. Die
normale Schwerebeschleunigung wirkt ja auch noch. Das Problem, sie
wirken nicht in die gleiche Richtung, die Beschleunigung horizontal und
die Schwerkraft vertikal. Aber zum Glück kann man Sachen, die im rechtn
Winkel wirken auch relativ einfach berechnen, über den Satz des
Phytagoras: a² + b² = c²
a und b sind im rechten Winkel, hier also 0,5 und 1 (die
Schwerebeschleunigung in g)
also 0,5²+1² = 0,25 + 1 = 1,25
daraus die Wurzel ziehen, das sind dann ca 1,1 g.
Dies kann jetzt natürlich auch für andere geschwindigkeiten berechnet
werden: also z.B. 50 km/h in 2 s oder 10 km/h in was weiß ich.
So, viel Spass beim rechnen.
Uwe
>Moin, Moin...
>
>Kann mir hier einer sagen, wieviel "G" bei einer gradlinigen Beschleunigung
>auf einem Motorrad der Körper ausgesetzt ist, oder wie diese Berechnen
>kann???
>
>
>Vielen Dank schon mal im vorraus,
>
>Gruß Alex Riess
>
Hallo.
Das kommt natürlich drauf an, was für ein Motorrad es ist.
Beispiel:
Yamaha XJR 1200, 0-100 km/h in 3,2 s
Annahme: gleichförmige Beschleunigung --->
Beschleunigung a = delta v / delta t = (100 km/h) / 3,2 s
= (27,8 m/s) / 3,2 s = 8,7 m/s^2
g=9,81 m/s^2
a = 0,89 g
Die max. mögliche Beschleunigung hängt ausser vom Motor auch vom
Haftreibungskoeffizienten zwischen Reifen und Strasse zusammen.
Gruß, Heiko.
;-)
ciao tom
frag mal schumi - der kennt sich da aus
>also wenn du mit 200 Sache an ne Betonwand fährst können es gut einige g
>werden
Mit dem Auto und 120 km/h in den Reifenstapel ist auch eine
alternative...
Gruss
Christoph