Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...

507 views
Skip to first unread message

Olaf Moriati

unread,
May 10, 1996, 3:00:00 AM5/10/96
to

Hallo zusammen,

kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?

Bye

Olaf

--
.=============================.
\_ E-mail: Ol...@Mori.owl.de _ \.
/ . \||/ - __/
/ . C O__O D Carpe diem ! \
\_ -{..}- . _ __ /
/ oOOo \UU/ oOOo _/'
'==========================='

Thomas Stuempfig

unread,
May 10, 1996, 3:00:00 AM5/10/96
to

Hallo,

In article <Dr6w...@mori.owl.de>, Olaf Moriati <ol...@mori.owl.de> wrote:
>kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
>nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?

Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:
- Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').
- Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.
- Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)
erzeugen kann und dies 10m Wassersaeule entspricht, kann man nicht
mehr als 10m Wassersaeule 'saugen'.

Anschaulich kann man sich das an der Funktion eines Saeulenbarometers
klar machen. Die Hoehe der Wassersaule entspricht dem Luftdruck.
Bzw. besser nimmt man Quecksilber, das schwerer ist -> Normaldruck
entspricht einer Quecksilbersaule von 760 mm.

Theoretisch muesste man natuerlich noch beruecksichtigen, dass sich die
einzelnen Wassermolekuele gegenseitig anziehen. Diese 'Kohaesion' des
Wassers ist jedoch gegen den Luftdruck vernachlaessigbar klein. Sie ist
aber fuer die Oberflaechenspannung ursaechlich.

MfG
Thomas Stuempfig

==============================================================================
Thomas Stuempfig | stue...@physik.uni-stuttgart.de
Pikosekunden-Labor | t...@pi-serv.physik.uni-stuttgart.de
3. Physikalisches Institut |================================================
Uni Stuttgart |
==============================================================================

Marco Hahn

unread,
May 11, 1996, 3:00:00 AM5/11/96
to

HI to3! BERLIN,11 May 96

t> Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:
t> - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').
t> - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.
t> - Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)


Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?
Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?


t> erzeugen kann und dies 10m Wassersaeule entspricht, kann man nicht
t> mehr als 10m Wassersaeule 'saugen'.

CIAO MARCO
## CrossPoint v3.1 ##

Hergen Lehmann

unread,
May 11, 1996, 3:00:00 AM5/11/96
to

M.H...@tbx.berlinet.de schrieb am 11.05.96 in /Z-NETZ/WISSENSCHAFT/ALLGEMEIN
zum Thema Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze... ....

t>> - Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)

> Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?
> Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?

Der normale Luftdruck beträgt ca. 1Bar. 1Bar Unterdruck sind 0Bar,
mithin also ein absolutes Vakuum. Weniger als nichts geht nicht,
auch mit der besten Pumpe nicht.

Wenn Du Wasser aus mehr als 10Meter Tiefe holen muß, ist der einzige
Weg dazu, die Pumpe ans untere Ende des Schachtes zu verlegen, und
auf Druck arbeiten zu lassen. Überdruck läßt sich in fast beliebiger
Höhe erzeugen.

Gruss,
Hergen


Kle...@dc.han.de

unread,
May 12, 1996, 3:00:00 AM5/12/96
to

Am Sa 11.05.1996 um 14:43:00 Uhr meinte M.H...@tbx.berlinet.de (Marco Hahn) zum Thema:
"Re^1:Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...":

MH> HI to3! BERLIN,11 May 96
MH>
MH> t> Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:
MH> t> - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').
MH> t> - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.
MH> t> - Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)
MH>
MH> Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?
MH> Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?

Nein, der Druck beim Ansaugen wird erniedrigt. Und mehr als Vakuum kannst
Du nicht erzeugen. Vielleicht wird Dir das Prinzip mit einer ausführlicheren
Erklärung klarer:

Die Lufthülle der Erde drückt auf alles was sich auf der Oberfläche
befindet mit ca. 1Bar, auch auf Wasseroberlächen. Dies gilt auch für
den Grundwasserspiegel.

Eine Pumpe besteht nun aus nichts weiter als einem Rohr, das unter den
Grundwasserspiegel reicht. Unten ist das Rohr offen, oben sitzt der
Mechanismus der Pumpe. Das Wasser im Rohr steht wenn nichts gemacht wird,
zunächst genauso hoch wie der Grundwasserspiegel.

Mit dem Pumpenmechanismus (Es ist im Prinzip egal, welche Art von Pumpe
benutzt wird) erzeugt nun in dem Rohr über dem Wasserspiegel einen
Unterdruck. In dieser Situation drückt der äußere Luftdruck das Wasser im
Rohr nach oben.

Wie Du jetzt leicht erkennen kannst, ist für die Aufwärtsbewegung des
Wassers der äußere Luftdruck verantwortlich. Allerdings ist dieser
begrenzt, und das bedeutet, das Wasser kann nur eine bestimmte Strecke
nach oben steigen kann. Bei 1Bar sind das nunmal etwa 10m. Da hilft auch
kein noch so starkes Pumpen.

o---o
| / \
/|\/ \
__||| \_ Pumpenmechanismus
/ _ ||
/ / |||
|||
|#|
| |
Luftdruck | | Luftdruck
| |
|| |_| ||
\||/ |\| \||/
\/ |\| \/
__________|\|__________________Grundwasserspiegel
\\\\\\\\\\|\|\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\\\\\\\\\\|\|\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Ich hoffe die kleine Zeichnung hilft meiner Erklärung.

_/_/ _/_/ _/_/ _/ _/
_/_/ _/_/ _/_/ _/_/ _/_/
_/_/_/_/ _/_/ _/_/_/_/_/
_/_/_/ _/_/ _/_/ _/_/
_/_/ _/_/ _/_/_/_/ _/_/ _/_/
_/_/ _/_/_/ _/_/_/_/ _/_/ _/_/

Herbert Bredthauer

unread,
May 12, 1996, 3:00:00 AM5/12/96
to

M.H...@tbx.berlinet.de meinte am 11.05.96
zum Thema "Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...":

MH>HI to3! BERLIN,11 May 96

t>> Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:


t>> - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').

t>> - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.

t>> - Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)


MH>Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?
MH>Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?

Weil im Druckbereich ab NULL gerechnet wird. 0 bar entsprechen dem Vakuum.
Wenn der Atmosphaerendruck also 1000mBar betraegt, kann durch weiterpumpen
im Idealfall nur NULL erreicht werden aber nicht weniger.
Von Unterdruck spricht man nur im Verhaeltnis zum Atmosphaerendruck.
Ich hoffe es hilft.


Tschau

# HA...@DATA-KLO.MCNET.DE / X.75(49)05381-937385 / V34(49)05381-937380 #
# 2:2437/101.8@FIDONET / 10014...@CompuServe.com #


H.J....@apg.lahn.de

unread,
May 12, 1996, 3:00:00 AM5/12/96
to

t...@pi-serv.physik.uni-stuttgart.de meinte am 10.05.96 zum Thema "Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...":

> Hallo,
>
> In article <Dr6w...@mori.owl.de>, Olaf Moriati <ol...@mori.owl.de> wrote:
> >kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
> >nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?
>

> Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:

> - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').

> - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.

^^^^^^^ besser : _zieht_


> - Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)

> erzeugen kann und dies 10m Wassersaeule entspricht, kann man nicht

> mehr als 10m Wassersaeule 'saugen'.

Der eigentliche Grund ist, daß zwischen dem Kolben der Pumpe und der
Wasseroberfläche ein Unterdruck von annähernd Vakuum entsteht, bei dem das
Wasser bei Außentemperatur (z. B. 20 °C oder auch weniger) verdampft.
Dieser Unterdruck entsteht, wenn unter der Pumpe eine Wassersäule von ca.
10 m _hängt_. Wenn man die Pumpe drücken läßt statt ziehen, kann man
beliebige Höhen überwinden, wenn die entsprechende Kraft zur Verfügung
steht mitsamt der Druckfestigkeit von Gehäusen und Rohren usw.

[ ... ]

Gruß HaJo

Marco Hahn

unread,
May 13, 1996, 3:00:00 AM5/13/96
to

Hallo Hergen ! BERLIN,13 May 96

t>>> - Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)

HL> > Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?
HL> > Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?
HL>
HL> Der normale Luftdruck beträgt ca. 1Bar. 1Bar Unterdruck sind 0Bar,
HL> mithin also ein absolutes Vakuum. Weniger als nichts geht nicht,
HL> auch mit der besten Pumpe nicht.
HL>
HL> Wenn Du Wasser aus mehr als 10Meter Tiefe holen muß, ist der einzige
HL> Weg dazu, die Pumpe ans untere Ende des Schachtes zu verlegen, und
HL> auf Druck arbeiten zu lassen. Überdruck läßt sich in fast beliebiger
HL> Höhe erzeugen.


Tausend Dank, jetzt kann ich ja doch mein Abi in Physik machen!!!
:-)))))))

MFG MARCO

Axel Schoen

unread,
May 14, 1996, 3:00:00 AM5/14/96
to

ol...@mori.owl.de (Olaf Moriati) benutze seine Tastatur am 10.05.1996 um 12:31:46 Uhr, um
folgenden Text unter dem Betreff "Schwengelpumpe und 10-Metergrenze..." zu erzeugen:
> Hallo zusammen,

>
> kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
> nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?
>

Beim Ansaugen gibt es die 1 Bar Unterdruckgrenze, aber wenn die Steigleitung
vollstaendig mit Wasser gefuellt ist kann man auch aus groesseren Tiefen
Wasser hochpumpen, auch mit einer Schwengelpumpe. Ich glaube es gibt noch die
Moeglichkeit mehrere Rueckschlagventile in die Steigleitung zu setzen, jede
Rohrlaenge mit Ventil wirkt dann wie eine eigene Pumpe.


Mfg Axel

/*Neulich Morgens um halb zehn, meine Tochter am Telefon
" was bei euch ist es schon Dunkel "*/

Ralf Templin

unread,
May 15, 1996, 3:00:00 AM5/15/96
to

A.SCHOEN meinte am 14.05.96:

> Ich glaube es gibt noch die
> Moeglichkeit mehrere Rueckschlagventile in die Steigleitung zu setzen, jede
> Rohrlaenge mit Ventil wirkt dann wie eine eigene Pumpe.

Und ich glaube, die Wassersäule bleibt dadurch immer noch max. 10 Meter lang
;-)

Ralf
--
* Origin : *Achtung! Diese Adresse ist nur noch bis Ende Mai gültig!*

// THE_DOT V2.23 Regist. //


Martin Wodrich

unread,
May 15, 1996, 3:00:00 AM5/15/96
to

ol...@mori.owl.de (Olaf Moriati) wrote at 10.05.96 about Schwengelpumpe und 10-Metergrenze... :

OM> kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
OM> nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?

Scwengelpumpen erzeugen ein Vakuum, können daher nur eine Wassersäule
aufbauen die dem Außendruck entspricht.

Bei Wasser sind dies etwa 10 Meter, bei Hg etwa 760mm.

See you some day later,
--> MARTIN <--
+-------------------------------------------------------------------------+
| Email: MAR...@ganymede.domino.de |
| wod...@knipp.de |
+-------------------------------------------------------------------------+
| PGP-Key can get via PM. |
+-------------------------------------------------------------------------+

Thomas Stuempfig

unread,
May 16, 1996, 3:00:00 AM5/16/96
to

In article <68nWC...@hjf.apg.lahn.de>, <H.J....@APG.lahn.de> wrote:
>t...@pi-serv.physik.uni-stuttgart.de meinte am 10.05.96 zum Thema "Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...":
[..]

>> >kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
>> >nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?
>>
>> Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:
>> - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').
>> - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.
> ^^^^^^^ besser : _zieht_
Doch! Ich bestehe auf 'drueckt'. Und zwar die umgebende Luft drueckt das
Wasser nach oben in die Pumpe. 'ziehen' geht schlecht an einer Fluessigkeit!

MfG
Thomas

Thomas Stuempfig

unread,
May 16, 1996, 3:00:00 AM5/16/96
to

Hallo,

In article <68e$8Ut...@gockel.tbx.berlinet.de>,
Marco Hahn <M.H...@tbx.berlinet.de> wrote:
>t> Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:
>t> - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').
>t> - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.


>t> - Da man maximal einen Unterdruck von 1Bar (=Athmosphaerendruck)
>

>Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?

>Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?

Weil es keinen negativen Druck gibt! Und der normale Luftdruck betraegt
nunmal nur 1 Bar.

Thomas Stuempfig

unread,
May 16, 1996, 3:00:00 AM5/16/96
to

In article <xmD+AMD...@flp27.flight.gun.de>,

Axel Schoen <A.SC...@flight.gun.de> wrote:
>> kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
>> nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?
>
>Beim Ansaugen gibt es die 1 Bar Unterdruckgrenze, aber wenn die Steigleitung
>vollstaendig mit Wasser gefuellt ist kann man auch aus groesseren Tiefen
>Wasser hochpumpen, auch mit einer Schwengelpumpe. Ich glaube es gibt noch die
Nein! Das geht absolut sicher NICHT!

>Moeglichkeit mehrere Rueckschlagventile in die Steigleitung zu setzen, jede
>Rohrlaenge mit Ventil wirkt dann wie eine eigene Pumpe.

Aber dann nur mit einer raffinierten Anordnung, wo auch an den unten liegenden
Segmenten direkt gesaugt wird. Also im Prinzip wirklich mehrere Pumpen
hintereinander liegen! Oder Du bewegst das Rohr als ganzes schnell auf und
ab. Dann kann mit so einem Rohr mit Ventilen all 10m beliebig hoch
gepumpt werden.

Olaf Moriati

unread,
May 16, 1996, 3:00:00 AM5/16/96
to

Hi zusammen,

ein dickes Danke fuer eure Erklaerungen !

Bye

Olaf

Christian Hesse

unread,
May 18, 1996, 3:00:00 AM5/18/96
to

Bezugsmail:
Autor: H.J.FAUST
Betreff: Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 12.05.96 23:00
Erhalten: 16.05.96 Venningen, Samstag den 18.05.96; 09:58 Uhr

Hallo H.J.FAUST!


> > Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:

> > - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').

> > - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.

> ^^^^^^^ besser : _zieht_

Ist zwar etwas doof ausgedrückt, aber ich bin auch für Drücken: Die
umgebende Luft drückt das Wasser in das Rohr.

Man sieht sich, hört sich, liest sich
ARCUS


FC>> Du hast selbst zugegeben,das du Windows hasst.Und warum nimmst du es??
DD> Hmm, weil ich eine 1 Gb Festplatte hab und nicht wusste was ich ausser
DD> OS/2 und Dos noch drauf machen wollte?
[Dominik Dausch an Florian Cusumano über Win95]

Christian Hesse

unread,
May 18, 1996, 3:00:00 AM5/18/96
to

Bezugsmail:
Autor: A.SCHOEN

Betreff: Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 14.05.96 07:08
Erhalten: 15.05.96 Venningen, Samstag den 18.05.96; 09:07 Uhr

Hallo A.SCHOEN!


> > 10-Metergrenze..." zu erzeugen: Hallo zusammen,
> >

> > kann mir hier vielleicht jemand erklaeren, warum es mit Schwengelpumpen
> > nicht moeglich ist, Wasser aus mehr als 10 Meter Tiefe zu foerdern ?
> >
>
> Beim Ansaugen gibt es die 1 Bar Unterdruckgrenze, aber wenn die Steigleitung
> vollstaendig mit Wasser gefuellt ist kann man auch aus groesseren Tiefen
> Wasser hochpumpen, auch mit einer Schwengelpumpe. Ich glaube es gibt noch

> die Moeglichkeit mehrere Rueckschlagventile in die Steigleitung zu setzen,


> jede Rohrlaenge mit Ventil wirkt dann wie eine eigene Pumpe.

Was soll denn der Schwachsinn?

Pumpen basieren beim Ansaugen grundsätzlich darauf, daß der außenliegende
Luftdruck auf das Wasser drückt. Deine 1 Bar-Unterdruckgrenze nennt man
eigentlich auch totales Vakuum. Die Ansaugtiefe hängt von der Güte deiner
Pumpe und dem Medium das du pumpst ab:

p=h*g*roh bzw: p
h=-----
g*roh

m N N g
g=9,81 --- = 9,81 -- p=1 bar = 10 ---- roh = 1 ----
s^2 kg cm^2 H2O cm^3

Erdbeschleunigung Außen-Luftdruck Dichte des Mediums
hier: Wasser

=>
N
10 ----
cm^2 1 N * g * cm^3
h= ------------------ = ---- * 10^(1+3) ------------
N g 9,81 cm^2 * N * g
9,81 -- * 1 ----
kg cm^3


1 1
= ---- * 10^4 cm = ---- * 10^2 m = 10,19 m
9,81 9,81


Bei 1 bar Luftdruck würdest du ca. 10m Wassersäule anziehen können. Dazu
müßte deine Pumpe aber *ideal* sein, d.h. sie müßte ein totales Vakuum
erzeugen. Da keine Schwengelpumpe normal so gut ist, sinkt die Ansaugtiefe
wieder. Des weiteren muß noch beachtet werden, daß bei einem
Wetterumschwung plötzlich die Pumpe nicht mehr ansaugen könnte, weil der
Luftdruck gefallen ist.

Auch ist mir nicht ganz klar, was deine Rückschlagventile bringen sollen:
_
| |-----Vakuum
|~|-----Wasserstand bei ca. 10m über Wasseroberfl.
| |/
| //
|//
//|
// |
/| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
Luftdruck---|||| | | ||||
der auf die **** | | ****
Wasser- | | | |
oberfläche|~~~~~~| |~~~~~~~|
wirkt 1bar| |----Wasser
+----------------+


Der Luftdruck hält die Wassersäule ca. 10m hoch - von der aktuellen
Wetterlage abhängig. Wenn ich nun ein oder mehr Rückschlagventile einbaue,
hat das zur Folge, daß das Wasser im Rohr zwar bei abfallendem Luftdruck
nicht mehr nach unten kann - der Wasserstand bleibt also *theoretisch* auf
seinem Maximalstand stehen, wobei ein Pumpen dann auch keinen größeren
Erfolg brächte, weil man im oberen Rohrende ja auch nicht mehr als Vakuum
erzeugen kann.


Du hast also für mehr als 10m die Möglichkeiten:

1.) Stufenweise (10 Meterweise) zu pumpen, was allerdings Schwachsinnig
wäre.

2.) Eine starke Tauchpumpe (oder sonstige im 10m-über der
Wasseroberflächevereich angebrachte Pumpe, die einen so hohen Druck
erzeugen kann, daß sie das Wasser den Schacht nach oben drücken kann.
Dabei mußt du aber auch wieder drauf achten, daß dem an der Entnahmestelle
ankommenden Druck pro 10m Höhe 1 bar des Drucks verloren geht, den die
Pumpe an ihrem Auslaß erzeugt.

Die 10m max. Ansaugtiefe gilt für jede Pumpe - soweit nicht ein geringerer
Wert angegeben ist.

Hoffe geholfen zu haben!

Man sieht sich, hört sich, liest sich
ARCUS


FC>> Du hast selbst zugegeben,das du Windows hasst.Und warum nimmst du es??
DD> Hmm, weil ich eine 1 Gb Festplatte hab und nicht wusste was ich

ausserDD> OS/2 und Dos noch drauf machen wollte?

Sven Herzfeld

unread,
May 18, 1996, 3:00:00 AM5/18/96
to

Zitate von Ar...@plagiats-home.inka.de (Christian Hesse)

Hallo alle, hallo Christian!

> 2.) Eine starke Tauchpumpe (oder sonstige im 10m-über der
> Wasseroberflächevereich angebrachte Pumpe, die einen so hohen
> Druck erzeugen kann, daß sie das Wasser den Schacht nach oben
> drücken kann. Dabei mußt du aber auch wieder drauf achten, daß

Ich habe das mal mit einer speziellen Pumpe probiert, die ihr
Wasser aus 100 m Tiefe geholt hat. Es geht tatsächlich, auch wenn
es etwas kraftaufwendiger als im Garten ist, trotz extrem langen
Hebel.

Mit rudersportlichem Gruß
Sven (Heinz-Willi)


H.J....@apg.lahn.de

unread,
May 18, 1996, 3:00:00 AM5/18/96
to

t...@pi-serv.physik.uni-stuttgart.de meinte am 16.05.96

zum Thema "Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...":

[ ... ]


> >> Wenn man Wasser aus dem Boden pumpt, passiert folgendes:
> >> - Mit der Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt ('Vakuum').
> >> - Die erzeugte Druckdifferenz drueckt das Wasser nach oben.
> > ^^^^^^^ besser : _zieht_

> Doch! Ich bestehe auf 'drueckt'. Und zwar die umgebende Luft drueckt das
> Wasser nach oben in die Pumpe. 'ziehen' geht schlecht an einer Fluessigkeit!

Vielleicht gefällt Dir "Saugen" besser ? Man kann doch eine Flüssigkeit
saugen ?

Gruß HaJo

Christian Hesse

unread,
May 20, 1996, 3:00:00 AM5/20/96
to

Bezugsmail:
Autor: S.HERZFELD

Betreff: Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 18.05.96 21:48
Erhalten: 20.05.96 Venningen, Montag den 20.05.96; 07:49 Uhr

Hallo S.HERZFELD!


> > 2.) Eine starke Tauchpumpe (oder sonstige im 10m-über der
> > Wasseroberflächevereich angebrachte Pumpe, die einen so hohen
> > Druck erzeugen kann, daß sie das Wasser den Schacht nach oben
> > drücken kann. Dabei mußt du aber auch wieder drauf achten, daß
>
> Ich habe das mal mit einer speziellen Pumpe probiert, die ihr
> Wasser aus 100 m Tiefe geholt hat. Es geht tatsächlich, auch wenn
> es etwas kraftaufwendiger als im Garten ist, trotz extrem langen
> Hebel.

Dann sitzt mindestens ein Pumpenmechanikteil in mehr als 90 Meter tiefe.

Sven Herzfeld

unread,
May 21, 1996, 3:00:00 AM5/21/96
to

Zitate von Ar...@plagiats-home.inka.de (Christian Hesse)

Hallo alle, hallo Christian!

> > Ich habe das mal mit einer speziellen Pumpe probiert, die ihr


> > Wasser aus 100 m Tiefe geholt hat. Es geht tatsächlich, auch
> > wenn es etwas kraftaufwendiger als im Garten ist, trotz
> > extrem langen Hebel.
>
> Dann sitzt mindestens ein Pumpenmechanikteil in mehr als 90
> Meter tiefe.

Richtig, oder anders gesagt: da hängt ein rund 101 Meter langes
Gestänge dran.

Bjoern

unread,
May 21, 1996, 3:00:00 AM5/21/96
to

Hallo, Leute...


Wie ist das eigentlich, wenn Mineralwasser oder Öl gefördert wird?

Okay, Öl ist klar - das wird durch den "eigenen" Druck nach oben gepreßt,
darum sprudelt es ja auch aus den Quellen heraus.

Aber Mineralwasser? Das liegt ja teilweise in einigen 100m Tiefe! Die
graben doch keinen Schacht da hinein, um dann unten eine Pumpe aufzustellen!?!

__ _ ____ _ __
/ (__) (__)_ _ (__) (__) \ Be cool, be fun, be moosylike!
| _ O O __ | (c) B. Harste
\______/ | | \_______/
__/ )
/o)(o _/
\____/ /\/\oos...@Fate.ohz.north.de

## CrossPoint v4.27 ##

Erste Regel der Laborarbeit :
Heißes Glass sieht genauso aus wie kaltes Glas.

Martin Wodrich

unread,
May 21, 1996, 3:00:00 AM5/21/96
to

Ar...@plagiats-home.inka.de (Christian Hesse) schrieb am 18.05.96

CH> Du hast also fnr mehr als 10m die M÷glichkeiten:
CH>
CH> 1.) Stufenweise (10 Meterweise) zu pumpen, was allerdings Schwachsinnig
CH> wSre.
CH>
CH> 2.) Eine starke Tauchpumpe (oder sonstige im 10m-nber der
CH> WasseroberflSchevereich angebrachte Pumpe, die einen so hohen Druck
CH> erzeugen kann, da# sie das Wasser den Schacht nach oben drncken kann.
CH> Dabei mu#t du aber auch wieder drauf achten, da# dem an der Entnahmestelle
CH> ankommenden Druck pro 10m H÷he 1 bar des Drucks verloren geht, den die
CH> Pumpe an ihrem Ausla# erzeugt.
CH>
CH> Die 10m max. Ansaugtiefe gilt fnr jede Pumpe - soweit nicht ein geringerer
CH> Wert angegeben ist.

#bliche Schwengelpumpen haben eine Ansaugh÷he von ca. 7 m.
Elektrische Pumben schaffen es da auf etwa 9 m. Mehr aber nicht.
Tauchpumpen sind da natnrlich besser da sie das Wasser ja hochdrncken und
nicht einfach nur hochsaugen. #bliche Werte sind da bis ca.50m.

Tschau,
--> MARTIN <--
+----------------------------------------+-----------------------+
|Email: MAR...@ganymede.domino.de | PGP-Key kann per |
| wod...@knipp.de | PM angefordert werden |
+----------------------------------------+-----------------------+


Alfred Grobelnik

unread,
May 22, 1996, 3:00:00 AM5/22/96
to

C.Mueller;Milka schrieb folgendes:


CMM> > Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?
CMM> > Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?
CMM>
CMM> Der Luftdruck, der in bodenhöhe auf allem lastet entspricht dem Druck,
CMM> den eine 10 Meter hohe Wassersäule erzeugt. (1 Bar) Wenn man nun eine

Eine 10 Meter hohe Wassersäule mit welchem Durchmesser erzeugt 1 Bar?

Vielleicht hört es sich für Fachmänner blöd an. Ich habe mal gehört, daß
die 10 Meter Saughöhe dadurch zustande kommen, weil ab dieser Höhe der
Wasserfilm praktisch abreißt.

Man stelle sich ein tierisch langes Schweißkabel vor, bei dem das eine
Ende im Erdgeschoß am Schweißgerät angeschlossen ist und dessen andere
Ende man in den Xten Stock ziehen muß. Je höher man kommt, desto schwerer
wird das Kabel (logisch). Ab einer bestimmten Länge wäre das Kabel dann
so schwer, daß es einfach abreißt.


Um ein Schweißkabel reissen zu lassen, bedarf es natürlich schon einer sehr
großen Kraft. Aber nicht der Luftdruck, sondern wohl eher die Erdanziehung,
die auch das Abreißen der Wassersäule verursacht.

Klingt doch irgendwie auch einleuchtend, oder nicht?


Mit der Unterdrucktheorie kann ich mich nicht so richtig anfreunden.

Ich stelle mir ein absolut luftdichtes Teleskoprohr vor. Zusammengeschobene
Länge 11 Meter, ausgezogene Länge 20 Meter. Jetzt sauge ich im kurzen
Zustand von unten Wasser an. Bei 10 Metern ist Schluß, mehr geht nicht,
da der Unterdruck jetzt 0 Bar entspricht. Weniger geht ja nicht. Jetzt
wird das Teleskoprohr auf 20 Meter ausgezogen. Geht oder geht nicht?
Es sind ja jetzt genau 0 Bar erreicht. Weniger geht nicht. Also läßt
sich das Rohr nicht weiter auseinander ziehen. Hm???

Ich sage: Es geht doch, da der Wasserfilm einfach abreißt und das wars!

Das würde dann auch die obige Theorie bestätigen.

MfG. Grobelnik

---------------------------------------------------------------------
A.Gro...@FLIGHT.gun.de Voice: 04962/5179 Fax: 04962/6759

italienische Ohrmuschelsuppe


Christian Hesse

unread,
May 23, 1996, 3:00:00 AM5/23/96
to

Bezugsmail:
Autor: s.herzfeld

Betreff: Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 21.05.96 08:31
Erhalten: 22.05.96 Venningen, Donnerstag den 23.05.96; 07:33 Uhr

Hallo s.herzfeld!


> > > Ich habe das mal mit einer speziellen Pumpe probiert, die ihr
> > > Wasser aus 100 m Tiefe geholt hat. Es geht tatsächlich, auch
> > > wenn es etwas kraftaufwendiger als im Garten ist, trotz
> > > extrem langen Hebel.
> >
> > Dann sitzt mindestens ein Pumpenmechanikteil in mehr als 90
> > Meter tiefe.
>
> Richtig, oder anders gesagt: da hängt ein rund 101 Meter langes
> Gestänge dran.

Davon haben wir aber dann immernoch keine 100 m Wassersäule...

Sven Herzfeld

unread,
May 24, 1996, 3:00:00 AM5/24/96
to

Zitate von Ar...@plagiats-home.inka.de (Christian Hesse)

Hallo alle, hallo Christian!

[Pumpen aus 100 m]

> > Richtig, oder anders gesagt: da hängt ein rund 101 Meter
> > langes Gestänge dran.
>
> Davon haben wir aber dann immernoch keine 100 m Wassersäule...

Doch: nach oben hin schon :-)
Das macht 10 Bar Druckverlust, was die großen Kräfte auch
erklärt.

Die Pumpe ist für die Wasserversorgung in Wüsten gedacht, und zwar
in kleinen Dörfern, wo sich maschinelle Pumpen nicht rentieren. Es
muß nur ein ausreichend tiefes Loch gebohrt und die Pumpe
eingebaut werden, dann kommt die Anlage praktisch ohne Folgekosten
aus.

Christian Hesse

unread,
May 26, 1996, 3:00:00 AM5/26/96
to

Bezugsmail:
Autor: S.HERZFELD

Betreff: Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 24.05.96 09:01
Erhalten: 25.05.96 Venningen, Sonntag den 26.05.96; 06:56 Uhr

Hallo S.HERZFELD!


> [Pumpen aus 100 m]
>
> > > Richtig, oder anders gesagt: da hängt ein rund 101 Meter
> > > langes Gestänge dran.
> >
> > Davon haben wir aber dann immernoch keine 100 m Wassersäule...
>
> Doch: nach oben hin schon :-)
> Das macht 10 Bar Druckverlust, was die großen Kräfte auch
> erklärt.

Das sind bis zu 10 bar Druck auf das unterste Ventil auf Grund der
Wassersäule. Die Pumpe hat aber einen Nachteil: Wenn etwas dran kaputt
ist, ist sie so schwer auszutauschen!(grins)

> Die Pumpe ist für die Wasserversorgung in Wüsten gedacht, und zwar
> in kleinen Dörfern, wo sich maschinelle Pumpen nicht rentieren. Es
> muß nur ein ausreichend tiefes Loch gebohrt und die Pumpe
> eingebaut werden, dann kommt die Anlage praktisch ohne Folgekosten
> aus.

Iss genauso schön wie der Herd ohne Feuer, den die jetzt haben, der mit
einfachsten Mitteln nachzubauen ist: Ein großer zusammenklappbarer
Hohlspiegel aus Metallstreifen. Im Brennpunkt hängt der Topf. Ist billig
und von jedermann zu bauen und kocht schnell und gut!

Christian Hesse

unread,
May 26, 1996, 3:00:00 AM5/26/96
to

Bezugsmail:
Autor: MOOSEMAN
Betreff: Re^2: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 21.05.96 23:00
Erhalten: 25.05.96 Venningen, Sonntag den 26.05.96; 06:58 Uhr

Hallo MOOSEMAN!


> Wie ist das eigentlich, wenn Mineralwasser oder Öl gefördert wird?

Wir haben hier in der Gegend Ölpunmpen. Sie bestehen aus einem großen Arm,
der an beiden Enden Gewichte hat (vorallem am hinteren ein großes.) Hinten
sitzt auch ein Motor, der diesen Hebel immer wieder auf und ab bewegt. Am
Anderen Ende sitzt eine Stange, die immer wieder in den Boden rein und
raus geschoben. Dementsprechend müssen die Pumpe(n) im Steigrohr von unten
her eingebracht sein. Allerdings kann man bei Öl normal auch eine höhere
Tiefe ansaugen (Iss aber net so viel)

> Okay, Öl ist klar - das wird durch den "eigenen" Druck nach oben gepreßt,
> darum sprudelt es ja auch aus den Quellen heraus.

Du hast zuviele schlechte amerikanische Kriegsfilme gesehen. Komm mal in
die Südpfalz/Elsaß. Dort kannste dann bewundern, was da so alles sprudelt!
Ich frage mich, warum die dann solche Pumpen benutzen, wenn es doch eh
sprudelt!(grins) Aber in Persischen Golf regionen gibts tatsächlich viele
Quellen, die so sprudeln.


> Aber Mineralwasser? Das liegt ja teilweise in einigen 100m Tiefe! Die
> graben doch keinen Schacht da hinein, um dann unten eine Pumpe
> aufzustellen!?!

Bei uns wird derzeit das Grundwasser aus 80 Metern tiefe geholt. Wie tief
der neue Brunnen ist weiß ich nicht. Ich kann dich aber beruhigen, daß
meineswissens die Pumpe sehr weit unten steht. Herausholen kannst du die
meist mit einem Kran. Außerdem gibt es recht Leistungsstarke Tauchpumpen.

Und das Mineralwasser wird ähnlich herausgeholt.

Oder wie willst du es rausholen? Mit Eimern?

Christian Hesse

unread,
May 26, 1996, 3:00:00 AM5/26/96
to

Bezugsmail:
Autor: A.GROBELNIK

Betreff: Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 22.05.96 21:27
Erhalten: 25.05.96 Venningen, Sonntag den 26.05.96; 07:09 Uhr

Hallo A.GROBELNIK!


CMM>> > Warum kann man maximal nur einen Unterdruck von 1Bar erreichen?
CMM>> > Wird der Druck nicht einfach erhöht, wenn ich weiterpumpe?
CMM>>
CMM>> Der Luftdruck, der in bodenhöhe auf allem lastet entspricht dem Druck,
CMM>> den eine 10 Meter hohe Wassersäule erzeugt. (1 Bar) Wenn man nun eine

> Eine 10 Meter hohe Wassersäule mit welchem Durchmesser erzeugt 1 Bar?

Der Druck ist Flächenunabhängig. Nur die daraus resultierende Kraft ist
Flächenabhängig, da 1 bar = 10N/cm^2 ist. Deswegen bestehen Druckpumpen
für Hydrauliken (PKW-Hebenbühnen...) grundsätzlich aus einem - im Vgl. zu
dem Presskolben - sehr kleinen Kolbenquerschnittsfläche (kleiner
Durchmesser.). Dadurch ist die Kraft, die benötigt wird um die Hydraulik
zu bewegen im Vergleich zu der Kraft, die auf den Hubkolben wirkt sehr
gering und von einem nich allzu großen Motor zu bewältigen.

Oder schau dir einen fahrbaren Wagenheber an (Oder allgemein alle
Öldruckwagenheber. Wenn die beiden Kolben gleich groß wären, würdest du
auf der einen Seite einmal draufdrücken und das Auto wäre oben. Den selben
Effekt könnteste aber auch ereichen, wenn du die Stange als einfachen
Hebel benutzt. Iss also recht schwer zu pumpen. Der Pumpkolben hat dort
nun nur einen Bruchteil des Durchmessers, den der Hubkolben hat und du
weißt evtl. aus eigener Erfahrung, daß so ein Wagenheber auch schon schwer
zu Pumpen sein kann. Wenn du nun die Querschnittsfläche des Pumpenkolbens
erhöhst, erhöht sich die Kraft um den selben Faktor, die du aufwenden mußt
um einmal zu Pumpen.

> Vielleicht hört es sich für Fachmänner blöd an. Ich habe mal gehört, daß
> die 10 Meter Saughöhe dadurch zustande kommen, weil ab dieser Höhe der
> Wasserfilm praktisch abreißt.

Die 10 Meter basieren (fast) ausschließlich auf den Luftdruck. Addhäsion
und Kohäsion (Zusammenhalt des 'Wasserfilms', Benetzung von Materialien)
sind so gering, daß man sie getrost vernachlässigen kann. Das ist genauso
wie mit dem Wagenheber oben: Wenn du nicht genug Kraft aufbringen kannst,
um den Kolben runterzudrücken, hebt sich das Auto nicht. Genauso kommt die
Wassersäule nur so hoch, wie der Luftdruck sie drücken kann. Und auf Grund
des einen bar, daß normal bei uns herrscht, geht das Wasser eben nich
höher. Quecksilber schafft z.B. nur 760 mm und Benzin wird etwas mehr
schaffen. Berechnung siehe anderes posting.

> Man stelle sich ein tierisch langes Schweißkabel vor, bei dem das eine
> Ende im Erdgeschoß am Schweißgerät angeschlossen ist und dessen andere
> Ende man in den Xten Stock ziehen muß. Je höher man kommt, desto schwerer
> wird das Kabel (logisch). Ab einer bestimmten Länge wäre das Kabel dann
> so schwer, daß es einfach abreißt.

Ja... Hängt aber wohl eher am Kabel... Wenn du nicht gerade Teflonkabel
nimmst, wird das ein sehr langes Kabel...

> Um ein Schweißkabel reissen zu lassen, bedarf es natürlich schon einer sehr
> großen Kraft. Aber nicht der Luftdruck, sondern wohl eher die Erdanziehung,
> die auch das Abreißen der Wassersäule verursacht.
>
> Klingt doch irgendwie auch einleuchtend, oder nicht?

Um deine Theorie weiterzutreiben: Warum geht das Wasser denn überhaupt
noch oben, wenn doch die Erdanziehung da ist? Weil es sich als
Schweiskabel fühlt? Setz doch mal in die Badewanne, und nimm mit einer
Hand eine 10m-Wassersäule heraus. (20 cm reichen vorerst auch)

Der Unterschied zwischen deinem Kabel und dem Wasser ist folgender: Dein
Kabel ist eine geordnete (feste) Struktur. dadurch wirkt der Luftdruck nur
sekundär (nämlich überall gleichmäßig von außen drauf und ist somit
irrelevant.) Wenn du nun unten ein zu großes Gewicht dranghängst (indem du
z.B. das Kabel zu lang auslegst), dann sind tatsächlich die
'Bindungskräfte' im Kabel kleiner als die Kraft, die von außen darauf
wirken und es reißt ab.

Bei einer Wassersäule sind alle Teilchen gegeneinander Beweglich. Es
existieren (fast) keine Bindungskräfte zwischen den Wassermolekülen,
zumindest sind sie frei gegeneinander verschiebbar. (Sonst wäre Wasser ja
auch nicht flüssig.) Das 'Bindungskräfte' doch da sind, kannst du daran
sehen, daß du mit einem Gegenstand (Nagel oder so) in ein Glas Wasser
eintauchst und langsam herausziehst. Kurzzeitig wird die Wasseroberfläche
nach außen gewölbt, bevor das abreisst. Und genau dafür reichen diese
Kräfte. Das mögen Milimeter sein - mehr nicht.

Wenn du nun 10 Meter Wassersäule haben möchtest kannst du mit den Kräften
nix anfangen. Es ist einfach nur der Luftdruck.

Mach doch mal folgendes: Nimm ein dünnes durchsichtiges Rohr und mach
unten einen mit Wasser gefüllten Beutel/Luftballon fest und dicht dran.
Wenn du nun unten eine Kraft drauf ausübst, steigt die Wassersäule. Wenn
du jetzt aber oben das selbe Konstrukt montieren würdest (mit Luft
gefüllter Luftballon) und oben die selbe Kraft drauf ausübst wie unten
(Auch draufdrücken), wird dein Wasser nicht steigen. Genauso ist es mit
der Wassersäule:
| |----Offenes Rohr
| |
| | | || | | |
| * * | ** | * * |
|~~~~~~~~|~~~~|~~~~~~~~|
| |
|----------------------|

Hier drückt die Luft überall gleich stark drauf, da das Rohr offen ist.

______
| |---verschlossenens Rohr mit selben
| | Luftdruck wie außen
| | | || | | |
| * * | ** | * * |
|~~~~~~~~|~~~~|~~~~~~~~|
| |
|----------------------|

Auch hier drückt die Luft überall gleich stark drauf und der Wasserstand
ist gleich hoch.


______
| |----Rohr mit Pumpe dran. Pumpe zieht an und
| | | saugt Luft heraus
| | | * | | |
| * * |~~~~| * * |
|~~~~~~~~| |~~~~~~~~|
| |
|----------------------|

Nachdem jetzt weniger Luft im Rohr ist, ist der Druck auch geringer als
außen. Deswegen kann die Luft aussenherum auch das Wasser ein Stück in das
Rohr drücken. (Nimm ein Glas Wasser und einen Strohhalm und sauge die Luft
heraus)

Anders kannstes noch ausprobieren: Nimm einen Behälter mit einem Auslaß.
Bau an den Auslass einen Schlauch und mache als Abdeckung über den
BEhälter einen leeren Luftballon:
| |
Bewegliche Membran (Luftballon) | |
________________________ | |

Das kannst du zu Hause ausprobieren. Sobald du auf den Lufballon drückst,
erhöhst du den Luftdruck im Gefäß im vgl. zum Luftdruck im Rohr. Um diese
Druckdifferenz auszugleichen, drückt sich der Wasserstand im Rohr nach
oben (wenn du gehen läßt, sinkt er wieder ab). Die Höhe des Wasserstands
hängt also direkt vom Unterschiedlichen Luftdruck im Rohr und im großen
Gefäß unterm Luftballon ab. Wenn du die Membran weiter hineindrückst, ist
der Druck größer, steigt das Wasser im Rohr weiter - eben soweit, wie du
drücken kannst.

Nehmen wir jetzt an, du würdest das Rohr verschließen und eine Pumpe
dranhängen und außerdem den Luftballon wegmachen, damit das Gefäß offen
ist. Dann würde ja die Pumpe die Luft in dem Rohrstück herauspumpen. Damit
sinkt dann auch der Luftdruck im Rohr gegenüber dem im Wassergefäß (Der
hat ja immernoch das eine Bar Luftdruck, das überall herrscht.) Damit
steigt der Wasserspiegel im Rohr.

Je mehr Luft du aus dem Rohr pumpst, desto höher steigt das Wasser, da die
Kraft, die durch den umgebenden Luftdruck ausgeübt wird, das Wasser
hineindrückt. Das ganze wird dann soweit weitergehen, bis du im obersten
Teil ein totales Vakuum hat (0 bar Luftdruck). Dann wird die Wassersäule -
ja nach Wetter - ca. 10 Meter hoch sein. Da du ja nicht weiter leerpumpen
kannst als bis zum Vakuum, kannst du die Druckdifferenz zwischen
aussendruck und Druck im Rohr (1 bar Unterschied) nicht weiter erhöhen,
also kann das Wasser auch nicht weiter steigen.

Wenn du allerdings in diesem Zustand jetzt den Außendruck erhöhst
(Luftballon wieder auf das Gefäß und draufdrücken) wird die Wassersäule
entsprechend noch ein Stück steigen, aber dann in einer gewissen, vom
Druck den du auf die Luft im Gefäß ausübst, abhängigen Höhe verharren.
Sobald du die Membran wieder losläßt, sinkt der Wasserspiegel wieder auf
die ca. 10 m zurück.

Ein weiteres, leichteres Beispiel:

Nimm 1,5 Meter schlauch. Nimm obiges Gefäß, mach den Schlauch dran, stell
das Gefäß auf den Tisch und sauge kräftig , damit du etwas trinken kannst.
Du wirst feststellen, das was seht schwer sein wird, da du sehr stark
saugen mußt und wahrscheinlich oben nichts ankommen wird, da du mit deiner
Lunge keinen solchen Unterdruck schaffen kannst. Wenn du nun jemanden
nimmst, der dir hilft und der dann in dem Zustand, in dem du nicht mehr
weitersaugen kannst den Luftballon über den Behälter stülpt und kräftig
draufdrückt, wirst du feststellen, daß du plötzlich weitersaugen kannst,
da der Luftdruck, der auf die Wasseroberfläche drückt höher geworden ist
und der Unterdruck, den du mit der Lunge gegenüber der Außenluft aufbauen
mußt, geringer wurde. Sobald er wieder gehenläßt, hast du wieder Probleme.

Ich hoffe dir ist der Zusammenhang zwischen Luftdruck und Wassersäulen
klar geworden. Achja: Auf dem Mond hättest du mit den ansaugenden Pumpen
etwas Pech! Da würdest du nichtmal 5 cm angesaugt bekommen, da kein
Luftdruck vorhanden ist.


> Mit der Unterdrucktheorie kann ich mich nicht so richtig anfreunden.

Ich hoffe aber, du kannst es jetzt.

>
> Ich stelle mir ein absolut luftdichtes Teleskoprohr vor. Zusammengeschobene
> Länge 11 Meter, ausgezogene Länge 20 Meter. Jetzt sauge ich im kurzen
> Zustand von unten Wasser an. Bei 10 Metern ist Schluß, mehr geht nicht,
> da der Unterdruck jetzt 0 Bar entspricht. Weniger geht ja nicht. Jetzt
> wird das Teleskoprohr auf 20 Meter ausgezogen. Geht oder geht nicht?
> Es sind ja jetzt genau 0 Bar erreicht. Weniger geht nicht. Also läßt
> sich das Rohr nicht weiter auseinander ziehen. Hm???

Sobald du das Rohr auseinanderziehst, hast du in den oberen 10 Metern nur
ein totales Vakuum. Weiter nichts. Das Wasser bleibt auf 10 Metern stehen.
(s.o.)

> Ich sage: Es geht doch, da der Wasserfilm einfach abreißt und das wars!

Du kannst das Rohr auseinanderziehen, aber glaubs mir, der Wasserfilm hat
dfamit nix zu tun. Wenn der so stark wäre, könntest du ja einfach die Hand
hineintauchen, etwas Wasser in die Hand nehmen und den ganzen Eimer Wasser
daran herausziehen.

Warum bleibt deine Wassersäule überhaupt nur bei 0 Bar da? Ist da nicht
auch Druck im Spiel? Wenn die Kräfte im Wasser so hoch wären, würde man ja
einfach einen Eimer in den Brunnen werfen, den Hochziehen und dann die
Stange Wasser - soweit man sie braucht - herausziehen und den Rest wieder
reinwerfen.

> Das würde dann auch die obige Theorie bestätigen.

Was dich vielleicht noch irritieren mag ist: In Schwengelpumpen mußt du
oben oft Wasser reinkippen, bevor du lospumnpen kannst. Die Antwort ist
einfach: Hat nix mit der Wassersäule zu tun. Das ist nur dazu da, damit
die Dichtungen aufquellen und wieder dicht schliessen, so dass du dein
Vakuum erzeugen kannst.


Wenn du noch Fragen hast, schreib ruhig.

Thomas Stuempfig

unread,
May 26, 1996, 3:00:00 AM5/26/96
to
Nein! Umgangssprachlich ist das in Ordnung, wenn man jedoch die
physikalische Seite der Sache betrachetet, sollte man bei 'Druecken durch
den umgebenden Luftdruck' bleiben.

MfG
Thomas Stuempfig

Martin Wodrich

unread,
May 27, 1996, 3:00:00 AM5/27/96
to

BA...@galaxy.phoenix.de (Bernd Stoehr) schrieb am 24.05.96

BS>>Übliche Schwengelpumpen haben eine Ansaughöhe von ca. 7 m.
BS>>Elektrische Pumben schaffen es da auf etwa 9 m. Mehr aber nicht.
BS>>Tauchpumpen sind da natürlich besser da sie das Wasser ja hochdrücken und
BS>>nicht einfach nur hochsaugen. Übliche Werte sind da bis ca.50m.
BS> Tauchpumpen haben aber den Nachteil das Wasser nur zu " foerdern " Sie
BS> machen keinen Wasserdruck , wie du Ihn aus der Wasserleitung kennst .
BS> Desweiteren moechte ich mal diese uebliche Tauchpumpe sehen die nach 50
BS> Meter Foerderhoehe noch eine einigermasen ausreichende Wassermenge fördert
BS> und hierbei einen elektrischen Anschlußwert hat der für den
BS> Normalserblichen zu Hause anzuschliessen ist.
Ich kann dir zwar keine Daten zu der 50m Pumpe liefern, aber hier eine
andere Unterwasserpumpe.

Unterwasserpumpe Grundfos JetSub 4-08:
Teschnische Daten:

Förderstrom bis 5,0 m3/h
Förderhöhe bis 140m
Eintauchtiefe max. 100m
Nennleistung 0.84 kW
Nennstrom 11A

Tschau, Email: MAR...@ganymede.domino.de PGP-Key kann per
->MARTIN<- wod...@knipp.de PM angefordert werden

Ralf Brachtendorf

unread,
May 28, 1996, 3:00:00 AM5/28/96
to

Hallo Newsleser!

Am 22.05.96 schrieb Bjoern im /z-netz/wissenschaft/allgemein zum Thema Re^2: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...:

> Hallo, Leute...
>
>
> Wie ist das eigentlich, wenn Mineralwasser oder Oel gefoerdert wird?
>
> Okay, Oel ist klar - das wird durch den "eigenen" Druck nach oben gepresst,


> darum sprudelt es ja auch aus den Quellen heraus.
>

> Aber Mineralwasser? Das liegt ja teilweise in einigen 100m Tiefe! Die
> graben doch keinen Schacht da hinein, um dann unten eine Pumpe
> aufzustellen!?!
>
>

Jain.
Abhaengig vom jeweiligen Dampfdruck der Fluessigkeiten lassen sich
unterschiedliche Saughoehen ereichen.

Bei Lagerstaetten sieht dies anders aus. Hier erzeugen die ueber dem
Fluessigkeitsdepot liegenden Gesteinsschichten und/oder der innere Druck
aus Gesteinsumlagerungen den Druck auf den Hohlraum/die Poren.

Reicht bei Oellagerstaetten der eigene Druck nicht mehr aus, weil schon zu
viel Oel entnommen wurde, so wird Wasserdampf eingepresst, der das Oel
wieder unter Druck setzt.

Mineralwasser: Hier nutzen die Abfueller in der Regel so guenstige
Standortvorteile, dass sie sich nur dort ansiedeln, wo das Wasser
freiwillig bis (fast) an die Oberflaeche sprudelt.

Gruss
Ralf

-- ------------------------------------------------------------------
___ ___ "Es ist ein Fehler, wenn man
|_) |_) versucht, Maschinen zu begreifen.
|\alf _|_)rachtendorf Sie machen einem bloss Aerger."
(Slartibartfass in: "Das Leben, das
Universum und der ganze Rest" von D. Adams)


Christian Hesse

unread,
Jun 1, 1996, 3:00:00 AM6/1/96
to

Bezugsmail:
Autor: MARTIN

Betreff: Re: Schwengelpumpe und 10-Metergrenze...
Erstellt: 27.05.96 19:40
Erhalten: 01.06.96 Venningen, Samstag den 01.06.96; 07:12 Uhr

Hallo MARTIN!


BS>>> Übliche Schwengelpumpen haben eine Ansaughöhe von ca. 7 m.
BS>>> Elektrische Pumben schaffen es da auf etwa 9 m. Mehr aber nicht.
BS>>> Tauchpumpen sind da natürlich besser da sie das Wasser ja hochdrücken

BS>>> und nicht einfach nur hochsaugen. Übliche Werte sind da bis ca.50m.


BS>> Tauchpumpen haben aber den Nachteil das Wasser nur zu " foerdern " Sie
BS>> machen keinen Wasserdruck , wie du Ihn aus der Wasserleitung kennst .

Zum einen können die das genauso - auch wenn sie dann eben etwas mehr
elektrische Energie verbrauchen, nachdem ja die 'Förderhöhe' damit steigen
würde.

Die Wasserleitungen werden meist so gelöst, daß entweder Hochbehälter (Auf
Bergen und Hügeln) oder Wassertürme gebaut werden, die dann eben durch
ihre Höhe den Druck aufbauen. (Wasser wird nach oben gepumt - oft durch
eben jene Tauchpumpen und hat dann von alleine den Druck, der benötigt
wird.)

In kleineres Wasserwerken stehen im Wasserwerk selber 'normale' Pumpen,
die aus Vorratsbecken das Wasser übernehmen, daß von Tauchpumpen aus 80
bis 100m Tiefe an die Oberfläche gebracht wurde.


Achja: Unsere Nachbarn haben einen Brunnen. 26m isser tief und das
Tauchpümpchen, das dort unten sitzt, bringt an der Oberfläche eben nur
noch ca. 8 bis 10 bar, aber das reicht auch. Und das eine überhohe
Strmrechnung haben glaube ich auch nicht, da sie Nächtelang schon ihren
Rasen sprengten.

0 new messages