ich würde gerne mal Eure Meinung zu diesem Fall hören,
meine Freundin fuhr an einem Tag in der Woche auf einer Autobahn im
Baustellenbereich. Plötzlich knallt ein dicker Stein in das Fenster der
Fahrertür und zersplittert fast die ganze Scheibe. Meine Freundin hält auf
dem in 1000 m entfernten Rasthof sofort an und erholt sich von dem Schock
und befreit sich von Glassplittern und entfernt die losen Fensterteile aus
dem Rahmen der Tür und fährt direkt weiter zu VW und läst eine neue Scheibe
einbauen.
So und jetzt kommts: ca 3 Wochen später bekommt Sie einen Brief von einem
Mann. Dieser behaubtet, das meine Freundin an der besagten Stelle auf der
Autobahn mit 100 km/h gefahren sei (wo nur 60km/h war und die sie auch
gefahren ist) und er sie mit 120 km/h überholt hat und beobachtet hat wie
meine Freundin die Scheibe mit der Hand aus dem Fahrzeug schlägt bzw die
Reste. Desweiteren behaubtet er das sein Auto dadurch massiv beschädigt
wurde und er eine neue Windschutzscheibe und die Motorhaube und Kotflügel
lackiert haben möchte. Die Adresse hat ihm angeblich die Polizei gegeben und
angerufen hat er angeblich auch schon aber es ginge keiner ran. Zur Info die
Telefonnummer steht nicht im Telefonbuch.
Jetzt bekam sie ein Brief von Ihrer Versicherung, sie soll den Fall
schilden, hat sie auch gemacht. 2 Wochen danach kam ein Anruf der
Versicherung, der Mann wolle nur noch 800 Euro statt besagten 2000 Euro
zuerst. Seitdem ist Funkstille und man hört nichts mehr.
Kann es sein das wir in Deutschland wirklich so arm drann sind finanziell
das Leute sich jetzt sowas schon einfallen lassen? Und wie kommt man
überhaupt auf legalem Wege ohne polizeiliche Anzeige an eine Adresse?
Über ein paar Meinungen würde ich mich freuen.
Christian
>Kann es sein das wir in Deutschland wirklich so arm drann sind finanziell
>das Leute sich jetzt sowas schon einfallen lassen?
Leider ja - es gibt Leute, die in Gruppen auftreten und in grösserem Umfang
Unfälle provozieren, um dann die Versicherungen abzukassieren.
>Und wie kommt man
>überhaupt auf legalem Wege ohne polizeiliche Anzeige an eine Adresse?
Es gibt eine Möglichkeit, über einen gemeinsamen Datenpool der Versicherungen
im Schadensfall aus dem Kennzeichen an den Halter zu kommen. Die Versicherungen
haben darauf Zugriff. Die Polizei holt sich ihre Daten beim KBA in Flensburg.
Im vorliegenden Fall hoffe ich für deine Freundin, sie hat eine
Verkehrsrechtsschutzversicherung, der sie den Fall übergeben kann.
Zeugen zu ihrer Entlastung hat deine Freundin ja anscheinend keine - aber sie
kann dem Herrn ja mal freundlich klarmachen, daß er auf Grund seiner Aussage
(selbst 120 bei erlaubten 60 gefahren zu sein) seinen Führerschein riskiert,
wenn er bei dieser Aussage bleibt (gibt's die schriftlich ?).
Hat er ein Gutachten, daß der Schaden an seinem Auto überhaupt von fremden
Glassplittern stammt ?
Mir jedenfalls erscheint die Vorgehensweise des Herrn in jeder Form suspekt.
Und dann bitte auch gleich den Namen des Beamten, der den Halter weitergegeben
hat, das ist nämlich ein Verstoß gegen den Datenschutz.
Gruß
Thilo
: Reste. Desweiteren behaubtet er das sein Auto dadurch massiv beschädigt
: wurde und er eine neue Windschutzscheibe und die Motorhaube und Kotflügel
: lackiert haben möchte.
Ich wüde dieses Schreiben der Vesicherung geben, und bitten diesen besagten
Mann
zu fragen, ob er gesehen hat, wie der Schaden bei deiner Freundin entstenden
ist.
Freundlich ausgedzückt: "Zeugenaussage einholen"
weniger freundlich: "Verdacht auf massiver Sachbeschädigung i.V. mit Ver-
sicherungsbetrug (Den Prozeß soll die Versicherung mit eigenen Anwälten
führen.)
ps. wenn mich ein anderes Fahrzeug durch herumfliegende Teile beglückt,
werde
ich zunächst hinterherfahren, um die Nummer zu notieren (dauert mind. 2 Mi-
nuten = 2 km.) Wenn der andere PKW dann sofort die Autobahn auf einen
Rastplatz
verläßt, verspiele ich jedes Recht auf Schadensersatz, wenn ich dann nicht
folge,
um den Schaden geltend zu machen.
Viel Erfolg
Martin