an meiner Wohnung habe ich einen Garten liegen, den ich mit meinem
eigenen Wasser begieße. Das Wasser muss ich aber sehr umständlich durch
die Wohnung tragen, da außerhalb des Hauses kein Wasseranschluss
vorhanden ist.
Auch mit Benutzung meines Gartenschlauchs muss ich erst die
Badewannenamatur abschrauben und den Schlauchwagen durch die ganze
Wohnung rollen.
Deshalb habe ich mir eine Regentonne gekauft und (dummerweise ohne die
Erlaubnis einzuholen) das Abflußrohr am Haus angesägt und eine aus dem
Fachhandel erhaltene Vorrichtung eingebaut. Jetzt kann ich bequem mit
jede Menge Regenwasser gießen.
Mein Vermieter behauptet aber, dass dies Sachbeschädigung wäre und die
Installation sofort Rückgängig (innerhalb 1 Woche) zu machen sei. Einen
Wasseranschluss will er aber nicht installieren.
Muss ich nachgeben und wieder umständlich mein teures Trinkwasser
nutzen?
>Mein Vermieter behauptet aber, dass dies Sachbeschädigung wäre und die
>Installation sofort Rückgängig (innerhalb 1 Woche) zu machen sei. Einen
>Wasseranschluss will er aber nicht installieren.
>Muss ich nachgeben und wieder umständlich mein teures Trinkwasser
>nutzen?
Veraenderungen am Haus sind dem Mieter ohne Genehmigung des Vermieters
nicht gestattet und daher in der Tat Sachbeschaedigung bzw.
deliktisches Verhalten. Der Vermieter ist im Recht, allerdings IMHO
ein Idiot, ich wuerde mich freuen, wenn ein Mieter so etwas auf seine
Kosten einbauen wuerde, wodurch die Nebenkosten sinken, was heutzutage
fuer jeden Vermieter wichtig ist, weil dann a) die Mieter mehr
Grundmiete zahlen koennen und b) die Belastung bei Mietausfall fuer
ihn nicht so hoch ist, denn wenn ein Mieter nicht zahlen kann, bleibt
er auf den Nebenkosten auch noch sitzen.
Der alte Widerstreit zwischen dem Kaufmann und dem Juristen - zum
Glueck bin ich beides ;)
Thorsten
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