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erschreckend mangelhafte Berichterstattung in "PC Professionell"

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David Andel

unread,
May 24, 2003, 11:04:08 AM5/24/03
to
Ich habe "PC Professionell" bisher für eine professionelle und glaubwürdige
Informationsquelle gehalten. Beim Lesen des Artikels ab Seite 128 der
derzeitigen Ausgabe (6/2003) bin ich jedoch fast vom Stuhl gefallen: da
wird das IBM Thinkpad T40 in den höchsten Tönen gelobt und als Testsieger
zum Kauf empfohlen, ohne dass auch nur mit EINEM WORT erwähnt würde, dass
es einen TCPA-Chip enthält!
Man mag ja betreffend der technologischen und politischen Bedeutung dieser
neuen Chiparchitektur geteilter Meinung sein, doch es ist wohl kaum
wegzudiskutieren, dass sie sich radikal von den Vorgängerarchitekturen
unterscheidet. Dass eine Zeitschrift wie PC Professionell davon NICHT EIN
WORT erwähnt finde ich nicht nur eine äusserst mangelhafte Information,
sondern grob fahrlässig! Dass dann 21 Seiten weiter davon berichtet wird,
wie man sein Linux System absichern kann, ist in diesem Zusammenhang
einfach ein Witz. Dass ein Linux System in Zukunft auf einer TCPA
Architektur ev. gar nicht mehr laufen wird, steht nirgends.
Es ist mir absolut unbegreiflich, wie so etwas geschehen kann. Jedenfalls
ist diese Berichterstattung in dem Punkt derart mangelhaft und
unverantwortlich, dass ich sie schlicht als falsch taxieren muss. Und sie
dient ganz bestimmt nicht dem europäischen Volk. Im Gegenteil. Es ist
schwer, sich nicht zu fragen, ob die nicht etwa von IBM und/oder M$
mitfinanziert sind.
Solches stellt die Glaubwürdigkeit der Zeitschrift für mich arg in Frage!

Ich habe einen ähnlich lautenden Kommentar direkt an "PC Professionell"
geschickt.
Je mehr derartiger Leserbriefe die Redaktion erhält, desto besser. Ich
fordere hiermit jeden, der meine Bedenken teilt dazu auf, die Redaktion von
"PC Professionell" davon unmissverständlich in Kenntnis zu setzen:
http://www.vnunet.de/testticker/kontakt/default.asp

Wer nicht weiss, was TCPA ist und warum ich mich daher so ärgere, möge sich
bitte informieren: http://www.google.com/search?q=tcpa&lr=lang_de

Roman Hegglin

unread,
May 26, 2003, 3:17:27 AM5/26/03
to
"David Andel" <david...@swissonline.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:3ecf...@news.swissonline.ch...

Du hast recht, dass so eine "Funktion" im Artikel erwähnt werden sollte!
Trotzdem finde ich das nicht sooo tragisch, dass es ausgelassen wurde, weil
TCPA dich ja nicht behindert (zumindest nicht in dieser Form, wie IBM es
einbaut).

TCPA hatte schon mein A31p.
aber:
-das lässt sich deaktivieren
-eine Anleitung zum Ausbau war beigelegt
-Linux fühlt sich trotz eingebautem und aktiviertem TCPA recht wohl

Das ist sozusagen "TCPA-light"; warten wir ab, was uns die
Hardware-Hersteller in Zukunft anbieten!

mfg
Roman


Stefan Heimers

unread,
May 26, 2003, 3:51:41 AM5/26/03
to
Roman Hegglin wrote:


> Du hast recht, dass so eine "Funktion" im Artikel erwähnt werden sollte!
> Trotzdem finde ich das nicht sooo tragisch, dass es ausgelassen wurde,
> weil TCPA dich ja nicht behindert (zumindest nicht in dieser Form, wie IBM
> es einbaut).

TCPA ermöglicht aber anderen, Dich zu behindern. Wer ein Gerät mit solcher
Technik kauft akzeptiert implizit diese Möglichkeit und ermuntert den
Hersteller mehr solche Geräte zu entwickeln.

Sobald eine Mehrheit der Geräte mit dieser Technik ausgestattet ist, werden
auch die ersten Anwendungen kommen, von denen Besitzer anderer Geräte
ausgeschlossen sind. Und das ist dann wiederum schlecht für den
Verbraucher, weil er dann auf diese Angebote verzichten oder neue Hardware
kaufen muss.

Deshalb sollte man keine TCPA-Geräte kaufen, um den Hardwareherstellern die
Motivation zu nehmen in diese Technik zu investieren.

Gruss,
Stefan


--
Stefan Heimers
http://www.heimers.ch/

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