von: http://www.arcsite.de/news/2003/20030903-01.html
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Virtual RiscPC - ein RISC OS Emulator für Windows - ist jetzt auch als
separates Produkt mit einer gültigen RISC OS 4 Lizenz erhältlich. Bisher war
nur der Archimedes-Emulator VirtualA5000 allgemein verfügbar, VirtualRPC
wurde nur zusammen mit MicroDigitals Alpha-Notebook verkauft. Der Emulator
erreicht auf einem PC mit 2 GHz ungefähr die Geschwindigkeit eines
Original - Risc PC mit StrongARM. Der direkte Zugriff auf RISC OS CDs und
Disketten ist möglich, genau so das Drucken direkt aus dem Emulator. Was im
Moment noch fehlt, aber bereits erfolgreich getestet wird, ist der direkte
Netzwerk- bzw. Internetzugriff von RISC OS aus.
Der Emulator ist für ca. 230 Euro erhältlich (als Upgrade von VA5000 ca. 200
Euro). Darin ist die RISC OS 4 Lizenz enthalten. Wer bereits über ein RISC
OS Select Abonnement verfügt, darf diesen auf dem Emulator einsetzen (auf
insgesamt bis zu 10 Rechnern).
Die Reaktionen in den Newsgroups sind bis jetzt recht positiv, obwohl der
Emulator auch teilweise mit Bedenken gesehen wird, da er evtl. die Verkäufe
von originalen, ARM-basierten RISC OS Rechnern gefährdet. Da diese aber
jetzt schon im Falle des Iyonix und hoffentlich bald im Falle des Omega
einen XScale Prozessor einsetzten, dürften sie immer noch um einiges
schneller sein, als die Emulationslösung. Positiv ist der Emulator aber auf
jeden Fall, wenn er ehemalige Anwender wieder zurückbringt, die sich keinen
originalen RISC OS Rechner leisten können, oder keinen Platz dafür haben.
Denn nun ist es möglich für einen vergleichsweise kleinen Preis die neueste
RISC OS Version zu verwenden, wenn man einen recht flotten PC besitzt. Da es
keinen RISC OS Laptop gibt, ist die Emulation zur Zeit die einzige mobile
Lösung, deren größter Nachteil in der geringen Akkulaufzeit besteht, da der
Emulator die PC-CPU stark belastet.
>>>
MfG.
Jürgen
[...]
> Der Emulator ist für ca. 230 Euro erhältlich
[...]
> Positiv ist der Emulator aber auf jeden Fall, wenn er ehemalige Anwender
> wieder zurückbringt, die sich keinen originalen RISC OS Rechner leisten
> können, oder keinen Platz dafür haben.
Ist das nicht ein bischen viel Geld für ein total veraltetes
Betriebssystem (sind ja immerhin schlappe 4 Jahre), welches den Computer
total ausbremst (dagegen ist ja sogar Windows höllisch schnell)?
Ob man damit wirklich neue RISC-OS-User gewinnen kann...?
--
» Matthias Seifert
"If you're sick and tired of the politics of cynicism and polls and principles, come and join this campaign." George W. Bush, Feb. 16, 2000
Keine Ahnung, ob das fuer Dich ein bisschen viel oder zuviel Geld
ist. Ich freue mich darueber, dass ich jetzt endlich einen schnellen
RISC OS-Laptop bekomme fuer weniger als 2000 EUR, mit super Display
und aktuellsten Geraetetreibern (z.B. fuer externe USB2- oder
Firewire-Platten, Drucker). Ein echtes Schnaeppchen. Oder soll ich
etwa weiter nach einem A4 Ausschau halten? Cool, 16 Graustufen! ARM3!
Riesige Festplatten! RISC OS 3.1! 640x480!
Ob RISC OS 4 nun 10 oder 20 Jahre alt ist, ist dabei fuer mich und
viele andere nebensaechlich. Es ist gut genug.
> welches den Computer
> total ausbremst (dagegen ist ja sogar Windows höllisch schnell)?
Wenn ich RedSquirrel hier nebenher laufenlassen, wird der Computer
nicht wirklich ausgebremst. Aber das wolltest Du wahrscheinlich
mit dieser Bemerkung nicht sagen?
> Ob man damit wirklich neue RISC-OS-User gewinnen kann...?
Keine Ahnung. Alte zurueckbringen auf jeden Fall. Und derzeitige
halten.
Steffen
--
steffe...@gmx.de ste...@huber-net.de
GCC for RISC OS - http://www.arcsite.de/hp/gcc/
Private homepage - http://www.huber-net.de/
> Keine Ahnung, ob das fuer Dich ein bisschen viel oder zuviel Geld
> ist.
Für mich ist es viel zu viel. Schon allein, weil ich überhaupt keinen
Grund sehe, wieso ich noch eine Kopie von RISC OS 4 kaufen sollte.
Aber um mich geht es offensichtlich nicht, denn da steht irgendetwas von
Anwendern, die zu RISC OS zurück kommen. (Du weißt schon, selektives
Quoting und so...)
> Ich freue mich darueber, dass ich jetzt endlich einen schnellen
> RISC OS-Laptop bekomme fuer weniger als 2000 EUR, mit super Display
> und aktuellsten Geraetetreibern (z.B. fuer externe USB2- oder
> Firewire-Platten, Drucker).
Komisch, als ich das vor laaanger Zeit in c.s.a. geschrieben habe, wurde
ich dafür (virtuell) gesteinigt. Ich bin jetzt aber zu faul, auch noch
nachzuschauen, wer da alles als Steineschmeißer dabei war...
> Ein echtes Schnaeppchen.
Für dich war ja auch der Iyonix ein echtes Schnäppchen. Scheint sich aber
noch immer bei den frustrierten Windows-Usern nicht sonderlich
herumgesprochen zu haben.
> Oder soll ich etwa weiter nach einem A4 Ausschau halten? Cool, 16
> Graustufen! ARM3! Riesige Festplatten! RISC OS 3.1!
Ich weiß. Schließlich hab ich einen. Und es gibt relativ wenig, was darauf
nicht läuft. Liegt halt daran, dass die meisten aktuellen Programme mal
genau für solche Systeme entwickelt wurden. OK, Dynamic Areas musste ich
ihm für ein paar Programme erst beibringen, aber ansonsten echt kein
Problem (auch nicht mit der 2-GByte-Festplatte).
Aber nutzen tue ich ihn trotzdem kaum, brauch halt unterwegs keinen
Computer...
> 640x480!
Hmmm, hattest du nicht seinerzeit andauernd geschrieben, dass dir das
popelige Display des RiscStation Portable allemal ausreicht? Na sowas...
(Die Bestellung hast du ja hoffentlich inzwischen gecancelt - nicht dass
das Päckchen irgendwann doch noch vor der Tür steht...)
> Ob RISC OS 4 nun 10 oder 20 Jahre alt ist, ist dabei fuer mich und
> viele andere nebensaechlich. Es ist gut genug.
Es ist für RISC-OS-User gut genug. Außerhalb dieser Gruppe erntet es als
Ganzes bestenfalls Gelächter. Jaaa, ich weiß, dass das Wimp ein paar
schöne Sachen bereit hält, aber dummerweise bringt das recht wenig, wenn
es überall sonst zwickt und klemmt.
(Bin ja mal gespannt, woher ich mein Resolver-Update bekomme, wenn
demnächst Umlaute in URLs zugelassen sind...)
> > welches den Computer total ausbremst (dagegen ist ja sogar Windows
> > höllisch schnell)?
> Wenn ich RedSquirrel hier nebenher laufenlassen, wird der Computer
> nicht wirklich ausgebremst. Aber das wolltest Du wahrscheinlich
> mit dieser Bemerkung nicht sagen?
Nö, wollte ich nicht. Mir ging es eher darum, Artworks neben Corel Draw 11
auf dem gleichen Computer zu sehen.
> > Ob man damit wirklich neue RISC-OS-User gewinnen kann...?
> Keine Ahnung. Alte zurueckbringen auf jeden Fall.
Jaja, ich weiß, dass du ein alter Optimist bist. :-)
> Und derzeitige halten.
Indem die sich einen Windows-Computer kaufen? Interessante These...
Meine These ist dagegen, dass so etwas den Umstieg auf Windows sogar noch
beschleunigt. Denn die Leute müssen sich ja erst mal einen (schön
schnellen) Windows-Rechner zulegen, der dann immer einsatzbereit ist, wenn
sie RISC OS (auf ihm) nutzen. Allerdings ist er schneller und kann viele
Sachen, die mit RISC OS nicht möglich sind. Das führt meiner Meinung nach
geradezu zwangsläufig dazu, dass man vorzugsweise Windows-Programme nutzt
und nur das, was dort nicht geht, mit der RISC-OS-Emulation löst - bis
auch für diese Sachen Ersatz gefunden wurde...
Aber selbst wenn es nicht ganz so drastisch abläuft stellt sich die Frage,
ob man das Geld in ein neues langsames RISC-OS-Programm steckt, oder
lieber in ein schnelles Windows-Programm. Während der User sich heute also
zwischen RISC-OS-Programm A und RISC-OS-Programm B entscheiden muss (z.B.
Impression Publisher und Ovation Pro), kommt nun noch die komplette
Konkurrenz aus dem Windows-Lager dazu. Und glaubst du wirklich, dass
jemand für so ein Sytsem CDBurn kauft (mal vorausgesetzt es läuft dort
überhaupt)? Ich nicht.
Und dass der Typ neben Windows und RISC OS auch noch andere
Betriebssysteme auf dem selben Rechner laufen lassen kann, will ich hier
nur am Rand erwähnen.
Und so jemand soll sich dann irgendwann für viel Geld wieder einen
RISC-OS-only-Computer kaufen? So optimistisch wäre ich noch nicht mal vor
zehn Jahren gewesen...
--
» Matthias Seifert
"Well, I think if you say you're going to do something and don't do it, that's trustworthiness." George W. Bush
Naja, die alte RISC OS 4-Version zu verhoekern wird jetzt nicht das ganz
grosse Problem sein, oder?
Ist wie beim PC, da ist es auch sehr schwierig, einen Rechner ohne eine
frische Windows-Lizenz aufs Auge gedrueckt zu bekommen.
> Aber um mich geht es offensichtlich nicht, denn da steht irgendetwas von
> Anwendern, die zu RISC OS zurück kommen. (Du weißt schon, selektives
> Quoting und so...)
Ich weiss nicht, wen Du mit "selektives Quoting" meinst. Ich habe alle
Deine Aussagen gequotet und einzeln beackert.
> > Ich freue mich darueber, dass ich jetzt endlich einen schnellen
> > RISC OS-Laptop bekomme fuer weniger als 2000 EUR, mit super Display
> > und aktuellsten Geraetetreibern (z.B. fuer externe USB2- oder
> > Firewire-Platten, Drucker).
>
> Komisch, als ich das vor laaanger Zeit in c.s.a. geschrieben habe, wurde
> ich dafür (virtuell) gesteinigt. Ich bin jetzt aber zu faul, auch noch
> nachzuschauen, wer da alles als Steineschmeißer dabei war...
War das die Diskussion, in der Du behauptet hast, dass Dir ein Notebook
mit StrongARM(-Geschwindigkeit) in der Groesse, Ausstattung und zu dem
Preis eines PC-Notebooks voellig ausreichen wuerde? Offensichtlich hast
Du Deine Meinung geaendert.
> > Ein echtes Schnaeppchen.
>
> Für dich war ja auch der Iyonix ein echtes Schnäppchen.
Ja, so unterscheiden sich halt die Massstaebe.
> Scheint sich aber noch immer bei den frustrierten Windows-Usern
> nicht sonderlich herumgesprochen zu haben.
Hatte ich mal behauptet, fuer die sei der Iyonix ein echtes
Schnaeppchen, oder was soll diese Verknuepfung hier?
> > Oder soll ich etwa weiter nach einem A4 Ausschau halten? Cool, 16
> > Graustufen! ARM3! Riesige Festplatten! RISC OS 3.1!
>
> Ich weiß. Schließlich hab ich einen. Und es gibt relativ wenig, was darauf
> nicht läuft.
Weil sich die Programmierer krumm legen, um dieses altertuemliche
Zeugs noch zu supporten. Insbesondere seit die 32bit-Geschichte aktuell
ist, macht das keinen Spass mehr.
Aber durch Verfuegbarkeit von VRPC faellt nun endlich das letzte
Argument fuer ARM3/RISC OS 3.1-Kompatibilitaet weg. Ein Segen.
> Liegt halt daran, dass die meisten aktuellen Programme mal
> genau für solche Systeme entwickelt wurden. OK, Dynamic Areas musste ich
> ihm für ein paar Programme erst beibringen,
Ich sehe schon, Deine Ansprueche sind extrem niedrig. 4 MB RAM...da kann
man viele Programme sicherlich starten, aber fuer mehr als
Spielereien nutzen?
> aber ansonsten echt kein
> Problem (auch nicht mit der 2-GByte-Festplatte).
Du hast eine Partitionsloesung fuer ADFS gekauft? Oder wolltest Du
sagen, dass Du nur 512 MB davon nutzt. Oder hast Du gar den neuen
Filecore gepatcht und bootest von Diskette...
> Aber nutzen tue ich ihn trotzdem kaum, brauch halt unterwegs keinen
> Computer...
So sind die Ansprueche halt verschieden. Interessanterweise werden
uebrigens die meisten Notebooks gar nicht unterwegs genutzt, zumindest
nicht die meiste Zeit.
> > 640x480!
>
> Hmmm, hattest du nicht seinerzeit andauernd geschrieben, dass dir das
> popelige Display des RiscStation Portable allemal ausreicht? Na sowas...
Nein, das habe ich nicht. Ich habe gesagt, dass mir 800x600 ausreichen,
sofern das Notebook entsprechend klein und handlich ist. Da das
Display des RiscStation Notebooks 8,4" hatte, war 800x600 genau die
richtige Aufloesung.
800x600x16bit ist nunmal um Groessenordnungen brauchbarer als 800x600x4bit
greyscale.
> (Die Bestellung hast du ja hoffentlich inzwischen gecancelt - nicht dass
> das Päckchen irgendwann doch noch vor der Tür steht...)
Warum sollte ich da was canceln? Ich sammle seltene Hardware, und der
RiscStation Laptop wird vermutlich die seltenste RISC OS Hardware sein,
die es je geben wird, falls es sie geben wird ;-)
> > Ob RISC OS 4 nun 10 oder 20 Jahre alt ist, ist dabei fuer mich und
> > viele andere nebensaechlich. Es ist gut genug.
>
> Es ist für RISC-OS-User gut genug.
Ja. Und fuer einige andere sicherlich auch.
> Außerhalb dieser Gruppe erntet es als Ganzes bestenfalls Gelächter.
Na, das geht den Mac-Usern und den Windows-Usern und den Linux-Usern
und den BeOS- oder was-weiss-ich-Usern doch genauso.
> Jaaa, ich weiß, dass das Wimp ein paar
> schöne Sachen bereit hält, aber dummerweise bringt das recht wenig, wenn
> es überall sonst zwickt und klemmt.
>
> (Bin ja mal gespannt, woher ich mein Resolver-Update bekomme, wenn
> demnächst Umlaute in URLs zugelassen sind...)
Das wird aehnlich spannend wie IPv6.
Woebi ich mir bei beiden Dingen nicht vorstellen kann, dass das irgendwie
nicht rueckwaertskompatibel geschehen soll (bei IPv6 ist ja das
"alte" Netz ein Subnetz von IPv6 und kann weiterhin autark als solches
arbeiten).
Was macht ein RISC OS-Resolver, wenn er einen Request mit einem
Umlaut bekommt? Ist geplant, diese Umlaute durchzureichen oder sollen
die Applikationen ein Encoding machen?
> > > welches den Computer total ausbremst (dagegen ist ja sogar Windows
> > > höllisch schnell)?
>
> > Wenn ich RedSquirrel hier nebenher laufenlassen, wird der Computer
> > nicht wirklich ausgebremst. Aber das wolltest Du wahrscheinlich
> > mit dieser Bemerkung nicht sagen?
>
> Nö, wollte ich nicht. Mir ging es eher darum, Artworks neben Corel Draw 11
> auf dem gleichen Computer zu sehen.
Waere sicher interessant. Ich kann schon mal prophezeien, dass ArtWorks
schneller geladen ist ;-)
> > > Ob man damit wirklich neue RISC-OS-User gewinnen kann...?
>
> > Keine Ahnung. Alte zurueckbringen auf jeden Fall.
>
> Jaja, ich weiß, dass du ein alter Optimist bist. :-)
Waere ich sonst hier? Wuerde ich sonst ueberhaupt Computer benutzen?
> > Und derzeitige halten.
>
> Indem die sich einen Windows-Computer kaufen? Interessante These...
Eine These, die ein ums andere Mal in der Realitaet bestaetigt wird.
Eine Menge Leute haben zuhause einen altertuemlichen Risc PC stehen
oder gar etwas noch aelteres, der noch regelmaessig in Gebrauch ist.
Ausserdem haben sie einen PC rumstehen, mit dem sie das eine oder
andere erledigen. Offensichtlich sind sie nicht daran interessiert,
aktuelle RISC OS-Hardware zu kaufen, aus welchen Gruenden auch immer.
Die Verfuegbarkeit eines schnellen Emulators mit recht aktueller
Betriebssystemversion bedeutet fuer diese Leute, dass sie nicht
zweimal fuer Hardware Geld ausgeben muessen. Und das gesparte Geld
wandert im Idealfall in RISC OS-Software - denn offensichtlich soll ja
RISC OS weiter genutzt werden, aber halt nicht fuer den Preis einer
neuen Kiste unter dem Schreibtisch.
> Meine These ist dagegen, dass so etwas den Umstieg auf Windows sogar noch
> beschleunigt. Denn die Leute müssen sich ja erst mal einen (schön
> schnellen) Windows-Rechner zulegen, der dann immer einsatzbereit ist, wenn
> sie RISC OS (auf ihm) nutzen.
Andererseits haben eine Menge dieser Leute bereits einen ausreichend
schnellen Windows-Rechner zuhause.
> Allerdings ist er schneller und kann viele
> Sachen, die mit RISC OS nicht möglich sind. Das führt meiner Meinung nach
> geradezu zwangsläufig dazu, dass man vorzugsweise Windows-Programme nutzt
> und nur das, was dort nicht geht, mit der RISC-OS-Emulation löst - bis
> auch für diese Sachen Ersatz gefunden wurde...
Und wie verhindert das Nichtvorhandensein einer Emulationsloesung solche
Ueberlegungen? Gar nicht.
> Aber selbst wenn es nicht ganz so drastisch abläuft stellt sich die Frage,
> ob man das Geld in ein neues langsames RISC-OS-Programm steckt, oder
> lieber in ein schnelles Windows-Programm. Während der User sich heute also
> zwischen RISC-OS-Programm A und RISC-OS-Programm B entscheiden muss (z.B.
> Impression Publisher und Ovation Pro), kommt nun noch die komplette
> Konkurrenz aus dem Windows-Lager dazu.
Das ist doch aber schon ewig so. Du beschreibst hier eine Problematik,
die praktisch nur auf nur-RISC OS-Benutzer zutrifft.
Sobald jemand auch einen PC zur Verfuegung hat, ist doch diese Ueberlegung
bereits jetzt aktuell. Die Verfuegbarkeit der Emulationsloesung hilft
hier eher, die Entscheidung auf ein RISC OS-Programm fallen zu lassen,
denn dieses kann man ja zukuenftig auch auf seinem PC nutzen. Z.B.
auf dem Firmenrechner. Oder bei notwendigerweise mobilen Loesungen. Bei
diesen Einsatzgebieten kam bisher nur PC-Software in Betracht.
> Und glaubst du wirklich, dass jemand für so ein Sytsem CDBurn kauft
Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber das gab es schon vor dem
Erscheinen von VirtualRPC. Es scheint auf der Insel eine gewisse Menge
an Leuten zu geben, die "Triple Format" CDs erstellen wollen. Diese
setzen ueberraschenderweise CDBurn als ISO-Formatter ein.
Dass CDBurn in seiner jetzigen Form nur in spezifischen Nischen
ueberdauern kann, duerfte klar sein. Das liegt aber nicht an
der Verfuegbarkeit einer Emulationsloesung. Im Gegenteil: eine Menge
Kunden nutzen CDBurn bereits heute genau so wie es auf dem Emulator
moeglich waere, nur auf zwei getrennten Rechnern...
> (mal vorausgesetzt es läuft dort überhaupt)?
Ich teste gerade ein ATAPI-Plugin fuer VirtualA5000/RedSquirrel/VRPC,
um auch die Brennerseite ans Laufen zu kriegen. Alles aendere laeuft
eh.
> Ich nicht.
Das zeigt nur Deinen Mangel an Phantasie.
> Und dass der Typ neben Windows und RISC OS auch noch andere
> Betriebssysteme auf dem selben Rechner laufen lassen kann, will ich hier
> nur am Rand erwähnen.
Und warum ist das was schlechtes? Der Kunde ist flexibel. Ist doch
super.
> Und so jemand soll sich dann irgendwann für viel Geld wieder einen
> RISC-OS-only-Computer kaufen? So optimistisch wäre ich noch nicht mal vor
> zehn Jahren gewesen...
Die Frage ist, ob er das denn soll. Die Emulationsloesung konkurriert
selbstverstaendlich mit jeder "native Hardwareloesung". Wenn die Emulation
irgendwann mal den Iyonix performancemaessig abhaengt, dann ist das
halt so. Wenn RISC OS-Hardware mehr bietet als eine Emulationsloesung,
dann wird sie sich auch verkaufen. Wenn nicht, hat der Markt sowieso
ein Problem, ob mit oder ohne Emulator. Mit dem Unterschied, dass das
Vorhandensein einer Emulationsloesung weiterhin Geld in den Markt
bringt, waehrend ansonsten Komplettumstiege haeufiger waeren.
Immerhin zeigt die Emulationsloesung endlich schonungslos das wahre
Problem der Plattform auf: das Fehlen von auch nur entfernt
konkurrenzfaehigen ARM-Prozessoren. Dummerweise kann daran nicht
so "einfach" was geaendert werden wie im Falle des Fehlens eines
32bit-OS.
Eine interessante Perspektive fuer VRPC sollten wir auch nicht aus
den Augen lassen: Einsatz auf ARM-basierten WindowsCE- oder Palm-
Geraeten. Waere interessant zu sehen, wie da der Performance-Overhead
aussieht.
[...]
> Naja, die alte RISC OS 4-Version zu verhoekern wird jetzt nicht das ganz
> grosse Problem sein, oder?
Ähm, und wieso nicht?
Weil alles, was danach entwickelt wurde sowieso Quatsch ist?
Und ich dachte schon, ich wäre der einzige der das bemerkt hat...
> Ist wie beim PC, da ist es auch sehr schwierig, einen Rechner ohne eine
> frische Windows-Lizenz aufs Auge gedrueckt zu bekommen.
Häh?
Wie viele brauchst du denn? Da kann ich dir gerne helfen...
> > Aber um mich geht es offensichtlich nicht, denn da steht irgendetwas
> > von Anwendern, die zu RISC OS zurück kommen. (Du weißt schon,
> > selektives Quoting und so...)
> Ich weiss nicht, wen Du mit "selektives Quoting" meinst. Ich habe alle
> Deine Aussagen gequotet und einzeln beackert.
Klar. Ich bin ja auch der mit dem bösen selektiven Quoting. Jetzt muss man
nur noch herausfinden, welche Auswirkung es hat, wenn jemand Sachen, auf
die er sich nicht bezieht, auch nicht quotet...
> > > Ich freue mich darueber, dass ich jetzt endlich einen schnellen
> > > RISC OS-Laptop bekomme fuer weniger als 2000 EUR, mit super Display
> > > und aktuellsten Geraetetreibern (z.B. fuer externe USB2- oder
> > > Firewire-Platten, Drucker).
> >
> > Komisch, als ich das vor laaanger Zeit in c.s.a. geschrieben habe,
> > wurde ich dafür (virtuell) gesteinigt. Ich bin jetzt aber zu faul,
> > auch noch nachzuschauen, wer da alles als Steineschmeißer dabei war...
> War das die Diskussion, in der Du behauptet hast, dass Dir ein Notebook
> mit StrongARM(-Geschwindigkeit) in der Groesse, Ausstattung und zu dem
> Preis eines PC-Notebooks voellig ausreichen wuerde?
Neee, das war die Diskussion, in der ich meinte, dass alles mit einer
Leistung unterhalb eines StrongARMs sowieso lächerlich ist.
> Offensichtlich hast Du Deine Meinung geaendert.
Wieso? An der Meinung hat sich nichts geändert.
Das einzige was sich geändert hat ist, dass ich mir inzwischen selbst ein
RISC-OS-Notebook mit StrongARM-Leistung nicht mehr zulegen würde, weil ich
nicht wüsste, was ich damit anfangen soll.
> > > Ein echtes Schnaeppchen.
> >
> > Für dich war ja auch der Iyonix ein echtes Schnäppchen.
> Ja, so unterscheiden sich halt die Massstaebe.
> > Scheint sich aber noch immer bei den frustrierten Windows-Usern
> > nicht sonderlich herumgesprochen zu haben.
> Hatte ich mal behauptet, fuer die sei der Iyonix ein echtes
> Schnaeppchen, oder was soll diese Verknuepfung hier?
Ich kann mich dunkel an hysterische Postings erinnern, in denen dem
RISC-OS-Markt dank Iyonix eine goldene Zukunft vorhergesagt wurde...
Nein, ich behaupte nicht, dass die von dir kamen (aber ausschließen kann
ich das auch nicht).
> > > Oder soll ich etwa weiter nach einem A4 Ausschau halten? Cool, 16
> > > Graustufen! ARM3! Riesige Festplatten! RISC OS 3.1!
> >
> > Ich weiß. Schließlich hab ich einen. Und es gibt relativ wenig, was
> > darauf nicht läuft.
> Weil sich die Programmierer krumm legen, um dieses altertuemliche
> Zeugs noch zu supporten.
Wieso legen die sich krumm?
Das Zeug wurde für die alten Kisten entwickelt - also wenn überhaupt, dann
müssten sie sich krumm legen, damit es _nicht_ weiterhin darauf läuft.
> Insbesondere seit die 32bit-Geschichte aktuell ist, macht das keinen
> Spass mehr.
Erstaunlich...
Wieso ist da keiner auf die Idee gekommen, mal irgendwann einen Schnitt zu
empfehlen - alte Software für alte Rechner und neue Software für neue
Rechner?
Vermutlich, weil es gar kein Problem ist, die Sachen für beides kompatibel
zu machen, macht der Compiler ja sowieso ganz nebenbei...
Aber wieso machts dann keinen Spaß mehr?
[...]
> > Liegt halt daran, dass die meisten aktuellen Programme mal genau für
> > solche Systeme entwickelt wurden. OK, Dynamic Areas musste ich ihm für
> > ein paar Programme erst beibringen,
> Ich sehe schon, Deine Ansprueche sind extrem niedrig. 4 MB RAM...da kann
> man viele Programme sicherlich starten, aber fuer mehr als Spielereien
> nutzen?
ROTFLOL.
Neee, ich suche jetzt nicht die Postings, in denen du das genaue Gegenteil
geschrieben hast...
> > aber ansonsten echt kein Problem (auch nicht mit der
> > 2-GByte-Festplatte).
> Du hast eine Partitionsloesung fuer ADFS gekauft? Oder wolltest Du
> sagen, dass Du nur 512 MB davon nutzt. Oder hast Du gar den neuen
> Filecore gepatcht und bootest von Diskette...
Nichts von allem. Wobei das erste schon nah dran ist. :-)
> > Aber nutzen tue ich ihn trotzdem kaum, brauch halt unterwegs keinen
> > Computer...
> So sind die Ansprueche halt verschieden. Interessanterweise werden
> uebrigens die meisten Notebooks gar nicht unterwegs genutzt, zumindest
> nicht die meiste Zeit.
Soll heißen?
> > > 640x480!
> >
> > Hmmm, hattest du nicht seinerzeit andauernd geschrieben, dass dir das
> > popelige Display des RiscStation Portable allemal ausreicht? Na
> > sowas...
> Nein, das habe ich nicht. Ich habe gesagt, dass mir 800x600 ausreichen,
> sofern das Notebook entsprechend klein und handlich ist. Da das
> Display des RiscStation Notebooks 8,4" hatte, war 800x600 genau die
> richtige Aufloesung.
> 800x600x16bit ist nunmal um Groessenordnungen brauchbarer als
> 800x600x4bit greyscale.
Für was? Für Bildbearbeitung und DTP? Zum Spielen? Oder wozu?
Also ich brauche entweder viele Farben und ein großes Display, oder ein
kleines Display, das dann gerne auch nur Graustufen haben kann (so wie
mein Psion 5mx Pro). Für einen RISC-OS-Rechner mit
True-Colour-Winzig-Display habe ich rein gar kein Einsatzgebiet.
[...]
> > > > welches den Computer total ausbremst (dagegen ist ja sogar Windows
> > > > höllisch schnell)?
> >
> > > Wenn ich RedSquirrel hier nebenher laufenlassen, wird der Computer
> > > nicht wirklich ausgebremst. Aber das wolltest Du wahrscheinlich
> > > mit dieser Bemerkung nicht sagen?
> >
> > Nö, wollte ich nicht. Mir ging es eher darum, Artworks neben Corel
> > Draw 11 auf dem gleichen Computer zu sehen.
> Waere sicher interessant. Ich kann schon mal prophezeien, dass ArtWorks
> schneller geladen ist ;-)
Na wenn das kein Argument ist...
> > > > Ob man damit wirklich neue RISC-OS-User gewinnen kann...?
> >
> > > Keine Ahnung. Alte zurueckbringen auf jeden Fall.
[...]
> > > Und derzeitige halten.
> >
> > Indem die sich einen Windows-Computer kaufen? Interessante These...
> Eine These, die ein ums andere Mal in der Realitaet bestaetigt wird.
> Eine Menge Leute haben zuhause einen altertuemlichen Risc PC stehen
> oder gar etwas noch aelteres, der noch regelmaessig in Gebrauch ist.
> Ausserdem haben sie einen PC rumstehen, mit dem sie das eine oder
> andere erledigen. Offensichtlich sind sie nicht daran interessiert,
> aktuelle RISC OS-Hardware zu kaufen, aus welchen Gruenden auch immer.
Aber genau diese Gründe sind doch das interessante an der Geschichte, wenn
man irgendwann mal wieder einen Fuß auf den Boden bekommen will. Warum
kaufen sie teure Windows-PCs aber nicht teure RISC-OS-Maschinen?
> Die Verfuegbarkeit eines schnellen Emulators mit recht aktueller
> Betriebssystemversion bedeutet fuer diese Leute, dass sie nicht
> zweimal fuer Hardware Geld ausgeben muessen. Und das gesparte Geld
> wandert im Idealfall in RISC OS-Software - denn offensichtlich soll ja
> RISC OS weiter genutzt werden, aber halt nicht fuer den Preis einer
> neuen Kiste unter dem Schreibtisch.
Also die Leute kaufen Windows-Hardware um dann (neue) RISC-OS-Software
darauf laufen zu lassen? Sie kaufen aber nicht RISC-OS-Hardware um das
selbe zu tun?
Na wenn das keine Userbasis ist, auf die man eine gesicherte
RISC-OS-Zukunft aufbauen kann...
> > Meine These ist dagegen, dass so etwas den Umstieg auf Windows sogar
> > noch beschleunigt. Denn die Leute müssen sich ja erst mal einen (schön
> > schnellen) Windows-Rechner zulegen, der dann immer einsatzbereit ist,
> > wenn sie RISC OS (auf ihm) nutzen.
> Andererseits haben eine Menge dieser Leute bereits einen ausreichend
> schnellen Windows-Rechner zuhause.
Umso schlimmer...
> > Allerdings ist er schneller und kann viele Sachen, die mit RISC OS
> > nicht möglich sind. Das führt meiner Meinung nach geradezu
> > zwangsläufig dazu, dass man vorzugsweise Windows-Programme nutzt und
> > nur das, was dort nicht geht, mit der RISC-OS-Emulation löst - bis
> > auch für diese Sachen Ersatz gefunden wurde...
> Und wie verhindert das Nichtvorhandensein einer Emulationsloesung solche
> Ueberlegungen? Gar nicht.
Sie verhindert es nicht, richtig. Aber ein (guter) Emulator beschleunigt
diesen Schritt. Zuerst nimmt man den nur, um Platz zu sparen. Dann nutzt
man den Windows-Rechner für Sachen, die mit RISC OS nicht gehen. Dann
nimmt man den Emulator nur noch für Sachen, die unter Windows nicht (oder
nicht so schön) gehen. Und dann... dann kaufen sie sich deiner Meinung
nach wieder einen RISC-OS-Computer...
> > Aber selbst wenn es nicht ganz so drastisch abläuft stellt sich die
> > Frage, ob man das Geld in ein neues langsames RISC-OS-Programm steckt,
> > oder lieber in ein schnelles Windows-Programm. Während der User sich
> > heute also zwischen RISC-OS-Programm A und RISC-OS-Programm B
> > entscheiden muss (z.B. Impression Publisher und Ovation Pro), kommt
> > nun noch die komplette Konkurrenz aus dem Windows-Lager dazu.
> Das ist doch aber schon ewig so. Du beschreibst hier eine Problematik,
> die praktisch nur auf nur-RISC OS-Benutzer zutrifft.
Nein. Es macht einen rießigen Unterschied, ob ich den PC erst hochfahren
muss, um ein Windows-Programm zu benutzen, oder ob der sowieso ständig
einsatzbereit ist, sobald ich RISC OS nutze. Wenn dann noch dazu kommt,
dass der RISC-OS-Bereich zwangsläufig immer wesentlich langsamer ist, als
der Windows-Bereich, dann ist das Rennen von vornherein unfair - und kann
nur mit einem Verlierer enden...
> Sobald jemand auch einen PC zur Verfuegung hat, ist doch diese
> Ueberlegung bereits jetzt aktuell. Die Verfuegbarkeit der
> Emulationsloesung hilft hier eher, die Entscheidung auf ein RISC
> OS-Programm fallen zu lassen, denn dieses kann man ja zukuenftig auch
> auf seinem PC nutzen.
.. sind aber im Vergleich zu Windows-Programmen auf dem selben Computer
schneckenlahm. Ich glaube, das Thema hatte wir schon.
> Z.B. auf dem Firmenrechner.
Dann würde ich dem Admin dieser Firma aber mal ganz gewaltig auf die Füße
treten...
> Oder bei notwendigerweise mobilen Loesungen.
Welche RISC-OS-Programme schweben dir da so vor?
> Bei diesen Einsatzgebieten kam bisher nur PC-Software in Betracht.
Wie? RISC OS in der Firma ging bisher nicht, weil es keinen Emulator für
Windows gab? Aha.
[...]
> > Und so jemand soll sich dann irgendwann für viel Geld wieder einen
> > RISC-OS-only-Computer kaufen? So optimistisch wäre ich noch nicht mal
> > vor zehn Jahren gewesen...
> Die Frage ist, ob er das denn soll.
Alternative? Daueremulatoreinsatz für die nächsten 20 Jahre? Na klar
doch...
> Die Emulationsloesung konkurriert selbstverstaendlich mit jeder "native
> Hardwareloesung".
Sag ich doch.
Die Vorteile des Emulators sind dabei eindeutig: Man braucht nicht mehr
zwei Computer, um halbwegs vernünftig arbeiten zu können, die Hardware ist
deutlich günstiger, die Softwareauswahl ist erheblich größer und die
Leistung nimmt stetig zu (durch einfache Software-Updates). Hinzu kommt,
dass man sanft von einem toten System auf ein vitales System migrieren
kann.
> Wenn die Emulation irgendwann mal den Iyonix performancemaessig
> abhaengt, dann ist das halt so. Wenn RISC OS-Hardware mehr bietet als
> eine Emulationsloesung, dann wird sie sich auch verkaufen.
Wer soll denn diese Hardware entwickeln, wenn der potentielle Markt dafür
gleichzeitig immer kleiner wird?
Und was soll diese Hardware bieten, das es im x86-Lager nicht schon längst
besser und billiger gibt?
> Wenn nicht, hat der Markt sowieso ein Problem, ob mit oder ohne Emulator.
Hat er ja auch. Das größte nennt sich RISCOS Ltd, die viele Jahre (vom
Geld ganz zu schweigen) mit blödsinnigen Entwicklungen vergeudet haben.
Der Rest ist meiner Meinung nach lediglich eine Folgeerscheinung davon:
Abwandernde Entwickler, zusammenbrechender Softwaremarkt, abwandernde User.
Und jetzt ein Emulator, der diesen Leuten die Bestätigung gibt, dass ihre
Entscheidung genau richtig war - ganz im Gegenatz zu dem Tölpel, der vor
'nem Jahr noch 'nen neuen RiscPC von Castle gekauft hat - um zukünftige
Entwicklungen zu fördern...
> Mit dem Unterschied, dass das Vorhandensein einer Emulationsloesung
> weiterhin Geld in den Markt bringt,
Na das Argument kenne ich zur Genüge. Jede noch so blödsinnige
Entscheidung wird damit begründet, dass sie wenigstens erst mal Geld in
den Markt bringt. Komische, dass gleichzeitig der Markt immer beschissener
aussieht.
> waehrend ansonsten Komplettumstiege haeufiger waeren.
Deine Theorie.
Meine Theorie ist eine andere.
Aber es ist wie schon so oft: Wir werden es sehen, welche der beiden die
Realität besser beschreibt.
> Immerhin zeigt die Emulationsloesung endlich schonungslos das wahre
> Problem der Plattform auf: das Fehlen von auch nur entfernt
> konkurrenzfaehigen ARM-Prozessoren. Dummerweise kann daran nicht
> so "einfach" was geaendert werden wie im Falle des Fehlens eines
> 32bit-OS.
Wirklich erstaunlich. Warst du nicht der, der noch vor wenigen Monaten
einen ARM7500FE für einen Notebook als allemal ausreichend eingestuft
hatte? Und nun soll ein (mindestens) zehnmal schnellerer Prozessor nicht
mehr ausreichen? Komisch.
Lese ich nicht andauernd in den Newsgroups, dass RISC OS so viel schneller
als Windows ist, dass der Unterschied zwischen 600-MHz-ARM und 3-GHz-x86
gar nicht auffällt? Und plötzliche sollen die lahmen Prozessoren das
Hauptproblem sein?
Also ich kann mich deinem Urteil jedenfalls nicht anschließen. Für mich
ist nicht die (fehlende) Rechenleistung das größte Problem, sondern das
Fehlen von Software - und das Fehlen jeglicher Perspektive, dass sich an
diesem Mangel irgendwann etwas entscheidendes ändern könnte.
Meinen Windows-Rechner habe ich ausschließlich aufgrund dieses
Softwaremangels gekauft. Und der Anteil von Windows gegenüber RISC OS hat
hier im Laufe der Zeit stetig zugenommen. Und das obwohl mein
Windows-Rechner und mein RISC-OS-Rechner fast identische Leistungsdaten
haben (und mein neu hinzu gekommener Power-Mac übrigens auch).
Was soll ich mit einem 4-GHz-RISC-OS-Rechner mit 2 GByte RAM und
256-MByte-Grafikkarte???
Und wenn ich mir so einen Windows-PC kaufe, dann sicher nicht, um den auf
Dauer mit einem RISC-OS-Emulator auszubremsen...
> Eine interessante Perspektive fuer VRPC sollten wir auch nicht aus
> den Augen lassen: Einsatz auf ARM-basierten WindowsCE- oder Palm-
> Geraeten. Waere interessant zu sehen, wie da der Performance-Overhead
> aussieht.
LOL!
Da hast du jetzt aber das Smiley vergessen...
--
» Matthias Seifert
"I need to be able to move the right people to the right place at the right time to protect you, and I'm not going to accept a lousy bill out of the United Nations Senate." George W. Bush, Oct. 31, 2002