s'ist Uwe, mein Uwe mein Sohn - oder so ähnlich vorkommt. Bin bereits
seit einiger Zeit auf der Suche danach, bis jetzt leider erfolglos.
Würde mich sehr freuen, wenn jemand den Titel des Gedichtes bzw. der
Ballade kennt und mir weiterheldfen könnte. :-))
Danke Reginald
Hallo Reginald,
bei Projekt Gutenberg (http://gutenberg.aol.de/) habe ich unter
Wortsuche: Uwe eingegeben und folgendes Ergebnis erhalten:
Nis Randers
(Otto Ernst Schmidt - 1862-1926)
Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
Ein Schrei durch die Brandung!
Und brennt der Himmel, so sieht man's gut:
Ein Wrack auf der Sandbank! Noch wiegt es die Flut!
Gleich holt sich's der Abgrund.
Nis Randers lugt - und ohne Hast
Spricht er: "Da hängt noch ein Mann im Mast!
Wir müssen ihn holen."
Da faßt ihn die Mutter: "Du steigst mir nicht ein!
Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
I will's, deine Mutter!
Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
Mein Uwe, mein Uwe!"
Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
"Und seine Mutter?"
Nun springt er ins Boot und mit Ihm noch sechs:
Hohes, hartes Friesengewächs!
Schon sausen die Ruder.
Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muß es zerschmettern! - Nein: es blieb ganz! -
Wie lange? Wie lange?
Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
Die menschenfressenden Rosse daher;
Sie schnauben und schäumen.
Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Rücken des anderen springt
Mit stampfenden Hufen!
Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da? - Ein Boot, das landwärts hält...
Sie sind es! Sie kommen! -
Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt...
Still - ruft da nicht einer? - Er schreit's durch die Hand!
"Sagt Mutter,'s ist Uwe!"
Ich hoffe, ich konnte helfen
JF
--
Joachim Frisch
Ich finde es klasse, daß Du Dir mit der Suche nach dem Gedicht so eine
Mühe gemacht hast. Die meisten hätten einfach nur einen Link angegeben.
Find ich echt nett.
Bianca
--
Bianca Hess
email: bianc...@pobox.com
RS> Würde mich sehr freuen, wenn jemand den Titel des Gedichtes bzw.
RS> der Ballade kennt und mir weiterheldfen könnte. :-))
es ist von Otto Ernst (1862-1921) und heißt:
Nis Randers
Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
ein Schrei durch die Brandung!
Und brennt der Himmel, so sieht man's gut:
ein Wrack auf der Sandbank. Noch wiegt es die Flut;
gleich holt sich's der Abgrund.
Nis Randers lugt - und ohne Hast
spricht er: "Da hängt noch ein Mann im Mast;
wir müssen ihn holen."
Da faßt ihn die Mutter: "Du steigst mir nicht ein!
Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
ich will's, deine Mutter!
Dein Vater ging unter und Momme mein Sohn;
drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
mein Uwe, mein Uwe!"
Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
"Und seine Mutter?"
Nun springt er ins Boot und mit ihm noch sechs:
hohes, hartes Friesengewächs;
schon sausen die Ruder.
Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muß es zerschmettern... Nein, es blieb ganz...
Wie lange? Wie lange?
Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
die menschenfressenden Rosse daher;
sie schnauben und schäumen.
Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Nacken des andern springt
mit stampfenden Hufen!
Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da? - Ein Boot, das landwärts hält -
Sie sind es! Sie kommen! - -
Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt...
Still - ruft da nicht einer? - Er schreit's durch die Hand:
"Sag Mutter, 's ist Uwe!"
Gruß - Ulli
Gruß Reginald
>Reginald Stommel wrote:
>>
>> Wer kennt eine gedicht,bzw. eine Ballade in welcher der Text
>>
>> s'ist Uwe, mein Uwe mein Sohn - oder so ähnlich vorkommt. Bin bereits
>> seit einiger Zeit auf der Suche danach, bis jetzt leider erfolglos.
>>
>> Würde mich sehr freuen, wenn jemand den Titel des Gedichtes bzw. der
>> Ballade kennt und mir weiterheldfen könnte. :-))
>
>Hallo Reginald,
>bei Projekt Gutenberg (http://gutenberg.aol.de/) habe ich unter
>Wortsuche: Uwe eingegeben und folgendes Ergebnis erhalten:
>
>Nis Randers
>
>(Otto Ernst Schmidt - 1862-1926)
>
>Krachen und Heulen und berstende Nacht,
>Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
>Ein Schrei durch die Brandung!
>Und brennt der Himmel, so sieht man's gut:
>
>Ein Wrack auf der Sandbank! Noch wiegt es die Flut!
>Gleich holt sich's der Abgrund.
>
>Nis Randers lugt - und ohne Hast
>Spricht er: "Da hängt noch ein Mann im Mast!
>Wir müssen ihn holen."
>
>Da faßt ihn die Mutter: "Du steigst mir nicht ein!
>Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
>I will's, deine Mutter!
>
>Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
>Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
>Mein Uwe, mein Uwe!"
>
>Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
>Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
>"Und seine Mutter?"
>
>Nun springt er ins Boot und mit Ihm noch sechs:
>Hohes, hartes Friesengewächs!
>Schon sausen die Ruder.
>
>Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
>Nun muß es zerschmettern! - Nein: es blieb ganz! -
>Wie lange? Wie lange?
>
>Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
>Die menschenfressenden Rosse daher;
>Sie schnauben und schäumen.
>
>Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
>Eins auf den Rücken des anderen springt
>Mit stampfenden Hufen!
>
>Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
>Was da? - Ein Boot, das landwärts hält...
>Sie sind es! Sie kommen! -
>
>Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt...
JF> Nis Randers
JF>
JF> (Otto Ernst Schmidt - 1862-1926)
JF>
JF> Krachen und Heulen und berstende Nacht,
JF> Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
JF> Ein Schrei durch die Brandung!
JF> Und brennt der Himmel, so sieht man's gut:
wo ich den Text sehe, das Teil ist von Achim Reichel vertont worden und
auf der LP/CD "Regenballade" erschienen. Dort gibt es noch einige andere
klassische Literatur in musikalischer Form (Goethe, Der Zauberlehrling
usw.)
Gruß
Knut
am liebsten lassen wir uns von unserer bereits gefaßten meinung überzeugen
(Siegfried Mrotzek)
## CrossPoint v3.11 R ##
<besserwisser>
Ist von C. F. Meyer.
</besserwisser>
--
Erwin Jurschitza
http://www.digitale-bibliothek.de
On Tue, 27 Oct 1998 16:24:36 +0100, in z-netz.literatur.allgemein you
wrote:
>>[snip] dafür aber meine anderen
>>Lieblingsballaden von Theodor Fontane: Die Füße im Feuer und
>>[snip]
>
><besserwisser>
> Ist von C. F. Meyer.
></besserwisser>
Natürlich, hast ja Recht - ist Conrad Ferdinand Meyer. Trotzdem eine
meiner Lieblingsgalladen.
Frage: Kennst Du ein Stück in dem so etwas ähnliches vorkommt wie
Spitzbergen ist ihm nicht kalt genug, ... nicht alt genug
hast irgendwas zu tun mit Unzufriedenheit.
Habe den Text mal irgendwann gehört, wäre prima könntest Du mir auch
dabe weiterhelfen.
Gruß Reginald