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DSA ist Mist!

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Johannes Dieterich

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to
Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will ich
hier mal abhandeln.
1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
(geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
- zu klein: Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der
ganze Kontinent nur ca. 3000 Kilometer durchmisst? Wenn man also einer-
seits nur ca. zwei Tagesreisen bis zu den Eiszinnen einerseits und
der Khom andererseits braucht. So eine Reise quer durch Aventurien
sollte JAHRE dauern. Das schoenste ist doch die Rueckkehr nach einem
abenteuerlichen Leben in die Heimat, wo sich inzwischen alles
veraendert hat. In Aventurien kann man da gar nicht genug Abstand ge-
winnen. Marco Polo-Touren sind jedenfalls unmoeglich.
- zu gut erforscht: Jaja. Es gibt einfach zuviele Boxen mit Hintergrund-
material. Dieses Thema wird zwar gerade in einem anderen Thread ab-
gehandelt aber waehrend es da eher um die Auswirkungen auf den Geld-
beutel geht, gehts mir eigentlich eher um die Auswirkungen auf Spiel
und Spieler. Es ist fuer den armen Meister ein Ding der Unmoeglichkeit
noch Abenteuer zu schreiben. Hinterher kommt garantiert ein Spieler an
und meint: "Haeh ? Der Herrscher von Altoum heisst doch ganz anders !
und dein Stadtplan stimmt auch nicht. Kuck mal ... ". You see ?
- Die Folge dieser ersten beiden Punkte sind die ueblichen langweiligen
DSA - Detektiv - Abenteuer. Da es keine fernen Laender, geheimnisvol-
len Staetde, Voelker, Kreaturen mehr zu entdecken gibt (schliesslich
haben auch die Spieler die Hefte in den Boxen gelesen), bleibt nichts
anderes uebrig als einen statistisch hohen Anteil von Abenteuern im
gnadenlos gut erschlossenen Mittelreich (find nur ich diesen Namen be-
scheuert? Das impliziert doch voellige Kenntnis der aventurischen Geo-
graphie ?) anzusiedeln, ihm ein paar menschliche Schurken zu verpassen,
die mittels Gift und Intrigen Erbschaften erschleichen, Konkurrenten
ausschalten oder andere normale Dinge tun, fuer die ich kein Fantasy-
Szenario brauche.
- Technologische Inkonsistenz. Ob man sich daran stoert ist sicher Ge-
schmacksache aber mich stoerts und deswegen erwaehne ichs:
a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode (19.Jh.)
Was ist eigentlich aus den guten alten Wucherern und Verleihern
geworden, die immens hohe Zinsen verlangen muessen um ihre Armeen
schwergewichtiger Eintreiber angemessen bewaffnen zu k”nnen ?
b) Zu Zeiten da man in der Lage war, Stahl so fein zu bearbeiten um
daraus biegsame Klingen fuer Fechtwaffen wie Degen und Rapier her-
zustellen hatte man schon Handfeuerwaffen, von Kanonen ganz zu
schweigen.
Ausserdem sind die Fechtwaffen den Schwertern des MA haushoch ueber-
legen. Beim DSA seltsamerweise grad andersrum...
c) Beilunker Reiter. UPS meets "Wach & Schlieá" and goes Aventuerien ?
Was jetzt noch fehlt sind anheuerbare Drachentoeter. Dann brauchen
wir gar keine Helden mehr.
d) Zeitungen (Havener Fanfare). Massendruck auf Papier (Papier !)
mit beweglichen Lettern (sowieso) gabs in Europa erst wann ? Kann
mir da einer von euch weiterhelfen ? Jedenfalls erst viel spaeter.
Man stelle sich den mittelalterlichen Reporter vor, wie er mit seinem
Pergamentblock (und Malkasten wenn er Fotoreporter ist) durch die
Gegend rennt und in die Schlafzimmerfenster irgendwelcher Monarchen
spaeht... (aechz)
e) Imman - Liga.
2. Heldentypen
Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon mehr
als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-
tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den glei-
chen witz lachen ?
Der zweite Typ den man meiner Meinung nach zum Abschuss freigeben kann
ist die Taenzerin. Man stelle sich vor: Da liegen die Helden nach hartem
Kampf voellig ermattet und verwundet irgendwo in den schneebedeckten
Naehen des Nordens (von Weiten kann man ja kaum reden, siehe oben) am
Boden und dann huepft das Maedel, dick eingepackt in mehrere Lagen Pelz,
ein wenig vor ihnen rum und schon ist alles wieder bestens. Warum muss
man aus so einer ansonsten schoenen Figur (in jeder Hinsicht :-) un-
bedingt einen Heldentyp machen ?
Ach ja. Eins noch. Elfen = Munchkinismus (bzw. hier sagt man glaub ich
Powergaming ?). Schon aufgefallen ? Auelfen haben das Monopol auf alle
im Abenteuer wirklich anwendbaren guten Zaubersprueche (wann braucht
man schonmal einen Daemon ?). Nebenbei koennen sie noch ganz gut
kaempfen, sind wildniserfahren usw.
4. Drachen
Mein Apell zur Rettung einer vom Aussterben bedrohten Kreatur: Der klas-
sische Drache. Warum muessen eigentlich alle Drachen reden koennen ?
Und wenn sie reden koennen, warum muessen sie dann auch noch zaubern
koennen ? Und wenn sie reden und zaubern koennen, warum muessen sie
Helden gegenueber dann unbedingt freundlich oder zumindest neutral sein ?
Wozu haben sie denn ihre Fluegel, Klauen, Zaehne und Feueratem ? Ich
nenne freundlichen, weisen, guetigen, gerechten, intelligenten, ver-
spielten oder neugierigen Drachen "New age"-Drachen und Leute die mit
mir als SL spielen, werden solchen Drachen nie begegnen!
Oh, und apropos Feueratem. In jedem zweiten Fantasy-Roman kann man lesen,
dass Drachen vermittels dieser Faehigkeit ganze Reiterheere einaeschern
koennen. In Aventurien dagegen verliert man nur ein wenig Ruestungs-
schutz. Wie soll ich mir das denn vorstellen? Tropft die Ruestung auf
den Boden? Und wenn ja, warum ist der Knilch der drinsteckt dann nicht
tot? Oder sind aventurische Ruestungen aus Asbest?
Also, liebe Meister. Rettet die Drachen und gebt Aventurien ein wenig
die Fantasy-Wildnis zurueck die diesem Reich so fehlt (Tolkien-Fans
koennen ihre Drachen wegen mir auch reden lassen :-). Auf dass der
Drache wieder der Koenig der Ungeheuer werde, anstatt der Hofnarr der
NPC's!

Uff, das war jetzt wirklich ne Menge Text. Bliebe noch zu sagen, dass DSA
natuerlich auch Staerken hat (die fuer mich auch noch ueberwiegen, sonst
wuerde ich nicht DSA spielen), z.B. das Stufensystem, die Talent- und vor
allem die Kampfregeln. Das begruende ich jetzt aber nicht denn erstens
wuerde dieser Artikel dann noch laenger und zweitens will ich hier primaer
meckern (falls es jemand noch nicht bemerkt hat :-) (falls es jemand noch nicht bemerkt hat :-)

Schlussfrage: Was haltet ihr davon? Ueber Anmerkungen zu meiner oder
weitere Kritik waere ich froh. Vielleicht liest ja jemand mit, der die
Entwicklung von DSA beeinflussen kann ... (nein, ich glaube nicht mehr an
den Osterhasen :-)

Gruesse
Joe


--
Johannes Dieterich *** eMail un...@rz.uni-karlsruhe.de


Harti512

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to

Ach ja, der endloseste Threat jeder Newsgroup...
Naja, dann woll'n wer mal....

> gnadenlos gut erschlossenen Mittelreich (find nur ich diesen Namen be-
> scheuert? Das impliziert doch voellige Kenntnis der aventurischen Geo-
> graphie ?

Nein, das heisst nur, dass die Bewohner der Gegend sich fuer den Mittelpunkt
der Welt halten. Und das ist eigentlich ziemlich typisch fuer ein Volk auf
diesem Entwicklungsstand.

> Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon mehr
> als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-
> tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
> schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den glei-
> chen witz lachen ?

?????????

> Und wenn sie reden und zaubern koennen, warum muessen sie
> Helden gegenueber dann unbedingt freundlich oder zumindest neutral sein ?

Sag' das mal einem Zwerg! Uiuiui....

> Auf dass der Drache wieder der Koenig der Ungeheuer werde,
> anstatt der Hofnarr der NPC's!

Meinst du wirklich, dass der Drache bei DSA ein HOFNARR ist? Also, ich habe
bisher in meinem Heldenleben noch nicht viel von Drachen gesehen, aber die
Geruechte sprechen von gigantischen Wesen, mit Macht ueber Mensch und Tier,
uralt und die Geschicke der Welt betrachtend. Ganze Landstriche fallen vor
ihnen nieder, die Menschen opfern ihnen ihr hart erarbeitetes Getreide, das sie
muehsam dem Land abgerungen haben. Unzaehlige Recken zogen aus, um an die
unglaublichen Reichtuemer zu gelangen, die in ihren Horten liegen. Und habt ihr
schon von einem Aventurier gehoert, der durch Drachenschatz-Diebstahl zu
Reichtum gelangt ist?? Nein? Ich auch nicht! Was dann wohl mit all den Leuten
passiert ?!

cu
Harti

Julian Eichert

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to

Hi!

Wenn Du SO über DSA meckerst, dann machst Du nicht DSA runter sondern in
erster Linie Dich selbst. Wer so penibel von technologischen Anachronismen
faselt, den muß man fragen warum er dann DAS spielt. Man kann nicht
einerseits meckern ohne Ende, aber dann inkonsequent sein indem man dann
doch DSA spielt.
Natürlich kann man bei DSA an allen Ecken und Enden Anachronismen in vielen
Bereichen finden, aber das stört beim DSA Spiel ziemlich wenig. Und wenn man
schon von solchen Anachronismen redet, was ist dann mit der Magie? Die müßte
dann ja logischerweise völlig undenkbar sein und somit der eigentliche Kern
Deiner Kritik sein.
Was das mit den Schwertern und Degen angeht, so ist deren Verwendung nicht
eindeutig zeitlich festgelegt, will sagen, daß über einen Zeitraum auch
beide Waffenarten gleichzeitig existiert haben. Die Fechtwaffen kamen
deswegen auf, weil durch die Schußwaffen Rüstungen überflüssig waren und
somit auch leichtere und beweglichere Waffen von Vorteil waren.
Das einzige, was man folglich ändern sollte, sind die Trefferpunkte
und -zonen.
Aber das ist auch eine Sache eines fähigen Meisters, die jeweiligen
Wirkungen der Waffen in puncto Verletzungen anzupassen.

Fazit: DSA ist an sich kein schlechtes Rollenspiel, es sei denn, man hat es
mit Penibelchen und Realismusfanatikern zu tun, aber für die ist Rollenspiel
wahrscheinlich nichts.

Julian

D1Arndt

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to
Ich glaube deine Abhandlung hat auch ein paar schwaechen.

- Aventurien zu klein ? ca. zwei Tagesreisen zu den Eiszinnen ?

Das mag ja sein wenn man die Autobahn benutzt, aber das Automobil wurde in
Aventurien noch nicht erfunden, oder irre ich mich da ?

Der Inhalt der div. Boxen ist meiner Meinungnach eindeutig Spielerwissen.
Die Helden haben davon nur eine ungefähre Ahnung.

Banken kamen erst im 19.Jh. auf?

Lies mal "Kauf dir einen Kaiser" von G. Ogger.
Die Finanzwelt kam schon im 15.Jh. in Fahrt.

Zu 2)

Streuner und Tortenflug-Humor ?
Du meinst wahrscheinlich den guten alten Schelm.
Ich selbst finde einen solchen Gefaehrten der nicht alles so furchtbar ernst
nimmt sehr symphatisch.

So, das soll erstmal reichen.

Hjalmar Bjorinson, Thorwal

Guido Hartmann

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to

D1Arndt schrieb in Nachricht <19981117150823...@ng02.aol.com>...

>Ich glaube deine Abhandlung hat auch ein paar schwaechen.
>
>- Aventurien zu klein ? ca. zwei Tagesreisen zu den Eiszinnen ?
>
>Das mag ja sein wenn man die Autobahn benutzt, aber das Automobil wurde in
>Aventurien noch nicht erfunden, oder irre ich mich da ?
>
>Der Inhalt der div. Boxen ist meiner Meinungnach eindeutig Spielerwissen.
>Die Helden haben davon nur eine ungefähre Ahnung.

Du meinst wohl Spielleiterwissen.


Bernd B.

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to
Ähemm...

Johannes Dieterich schrieb in Nachricht
<72sci1$eol$1...@news.rz.uni-karlsruhe.de>...


>Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will
ich


Schon gut. Schon gut.

>1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
>(geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
> - zu klein: Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der
> ganze Kontinent nur ca. 3000 Kilometer durchmisst? Wenn man also
einer-
> seits nur ca. zwei Tagesreisen bis zu den Eiszinnen einerseits und
> der Khom andererseits braucht. So eine Reise quer durch Aventurien
> sollte JAHRE dauern. Das schoenste ist doch die Rueckkehr nach einem
> abenteuerlichen Leben in die Heimat, wo sich inzwischen alles
> veraendert hat. In Aventurien kann man da gar nicht genug Abstand ge-
> winnen. Marco Polo-Touren sind jedenfalls unmoeglich.

Nun - in einer Woche reist man sicherlich nicht quer durch. Das dauert schon
Wochen.
Und wochenlang unterwegs zu sein, um irgendwohin zu kommen, daß muß man sich
erstmal richtig verinnerlichen... Aber ein wenig hast du schon recht,
deswegen soll es ja
2000 ENDLICH ENDLICH das Güldenland geben und es soll laut WuWe SEHR GROSS
werden.

> - zu gut erforscht: Jaja. Es gibt einfach zuviele Boxen mit Hintergrund-
> material. Dieses Thema wird zwar gerade in einem anderen Thread ab-


Dauerthema.
Für mich macht diese Tatsache den GROSSEN und WICHTIGEN Grund
aus, ausgerechnet dieses System zu spielen. Es gibt den Spielern die
Sicherheit
einer wirklichen Welt, die nicht nur der Willkür des Meisters ausgesetzt
ist. Und
die damit ermöglichte fortlaufende Aventurien-Echtzeit (AVBote) gibt dem
Spiel eine
unersetzliche Würze.
Raum für eigene Abenteuer ist immer noch genug.
Daß man sich als Meister TIERIGST vorbereiten muß, um keine
Patzer zu liefern ("Der Leiter der Akademie xxx hieß doch yyy"), ist klar -
aber in einer
vernünftigen Party kann man solche Fehler
schon korrigieren (man spielt ja zusammen und nicht gegeneinander) indem man
z.B. ein
Meister-UNDO macht.

> - Die Folge dieser ersten beiden Punkte sind die ueblichen langweiligen
> DSA - Detektiv - Abenteuer. Da es keine fernen Laender, geheimnisvol-
> len Staetde, Voelker, Kreaturen mehr zu entdecken gibt (schliesslich
> haben auch die Spieler die Hefte in den Boxen gelesen), bleibt nichts
> anderes uebrig als einen statistisch hohen Anteil von Abenteuern im
> gnadenlos gut erschlossenen Mittelreich (find nur ich diesen Namen be-


Nonsense.
Also ich finde insbesondere Abenteuer in Weiden - meine Lieblingsregion -
deshalb so
schön, weil ich als Meister nicht mehr dauernd ins Heft gucken muß, weil ich
alles schon
im Kopf hab - umso besser kann ichs beschreiben.
Und außerdem da gibts noch: Maraskan, den eisigen Norden, Thorwal, die
ZyklopenInseln,
die Khom, diverse Gebirge, Zwergenbingen, Elfenwälder, Dschungel und Höhlen
und
jetzt Tobrien... ne ne ne ne ne....

> - Technologische Inkonsistenz. Ob man sich daran stoert ist sicher Ge-
> schmacksache aber mich stoerts und deswegen erwaehne ichs:
> a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode (19.Jh.)


Quatsch. Schon während der Kreuzzüge gab es europäische Finanziersfamilien,
bei denen
man Wechsel erhalten/einlösen konnte und die - wie Banken - ganze Nationen
mit
Europa-weiten Transaktionen finanziert haben. Lies mal Feuchtwanger: "Die
Jüdin von Toledo"

> b) Zu Zeiten da man in der Lage war, Stahl so fein zu bearbeiten um
> daraus biegsame Klingen fuer Fechtwaffen wie Degen und Rapier her-
> zustellen hatte man schon Handfeuerwaffen, von Kanonen ganz zu
> schweigen.


Also wie fändest du denn Kanonen in Aventurien - also mir würde schlecht.

> c) Beilunker Reiter. UPS meets "Wach & Schlieá" and goes Aventuerien ?

> d) Zeitungen (Havener Fanfare). Massendruck auf Papier (Papier !)
> e) Imman - Liga.

Is doch klar daß wir die Gegebenheiten unserer Zeit gen Aventurien
transferieren - wem tuts weh ?
Andere Beispiele sind die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die
Verhütungsmittel, Leonardos
diverse Erfindungen, die Freizügigkeit sich frei in Aventurien bewegen und
seinen Wohnsitz nehmen
zu können (was sicherlich für die meisten Helden gilt) ...

>2. Heldentypen
> Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon
mehr
> als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-
> tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
> schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den
glei-
> chen witz lachen ?

Hä ? Oder meinst du Schelme ?
Dein Streuner scheint wahrscheinlich Rauschkraut-süchtig zu sein...

> Der zweite Typ den man meiner Meinung nach zum Abschuss freigeben kann
> ist die Taenzerin. Man stelle sich vor: Da liegen die Helden nach hartem

?

> Ach ja. Eins noch. Elfen = Munchkinismus (bzw. hier sagt man glaub ich
> Powergaming ?). Schon aufgefallen ? Auelfen haben das Monopol auf alle
> im Abenteuer wirklich anwendbaren guten Zaubersprueche

Den Zahlen nach schon - aber ein rollengerecht gespielten Elf ist eine der
härtesten
Herausforderungen überhaupt und die Werte dienen IMHO nur dazu, daß ein
wenig
auszugleichen.

>4. Drachen
...


> Drache wieder der Koenig der Ungeheuer werde, anstatt der Hofnarr der
> NPC's!

Äh... irgendwie hat dein Meister da was falsch gemacht - oder meisterst du
selbst ?

>Uff, das war jetzt wirklich ne Menge Text. Bliebe noch zu sagen, dass DSA
>natuerlich auch Staerken hat (die fuer mich auch noch ueberwiegen, sonst
>wuerde ich nicht DSA spielen), z.B. das Stufensystem, die Talent- und vor
>allem die Kampfregeln. Das begruende ich jetzt aber nicht denn erstens

Hm. Das Talentsystem ist ziemlich gut. Aber die Kampfregeln haben diverse
Schwächen.

>weitere Kritik waere ich froh. Vielleicht liest ja jemand mit, der die
>Entwicklung von DSA beeinflussen kann ... (nein, ich glaube nicht mehr an
>den Osterhasen :-)


Du kannst auch direkt an Fanpro / Thomas Römer mailen. Ich habe die
Erfahrung gemacht,
daß diese Mails durchaus gelesen werden.

Simon Dallmair

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to

Johannes Dieterich wrote:
>
> Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will ich
> hier mal abhandeln.

ooops, jetzt hat du mich aber geschockt. im übrigen wurde das glaube ich
schon 736425846 mal diskutiert

> 1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
> (geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
> - zu klein:

ach

> Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der
> ganze Kontinent nur ca. 3000 Kilometer durchmisst? Wenn man also einer-
> seits nur ca. zwei Tagesreisen bis zu den Eiszinnen einerseits und
> der Khom andererseits braucht. So eine Reise quer durch Aventurien
> sollte JAHRE dauern.

womit bist du unterwegs? es dauert jahre

> - zu gut erforscht: Jaja.

richtig, richtig. tip: ignorieren

<snibbel>

> - Die Folge dieser ersten beiden Punkte sind die ueblichen langweiligen
> DSA - Detektiv - Abenteuer.

<snibbel>

lass mal deine fantasie spielen

> - Technologische Inkonsistenz. Ob man sich daran stoert ist sicher Ge-
> schmacksache aber mich stoerts und deswegen erwaehne ichs:

[...]

sebatz tschuld

> e) Imman - Liga.

wage ja nicht, etwas gegen imman zu sagen

> 2. Heldentypen
> Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon mehr
> als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-
> tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
> schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den glei-
> chen witz lachen ?

du meinst wohl
1. schelm
2. gibts tatsächlch leute die spielen, dann kann man nämlich auch einen
schelm als heldentypen wählen

> Der zweite Typ den man meiner Meinung nach zum Abschuss freigeben kann ist die > Taenzerin.

[..]

vergleiche mit

> Ach ja. Eins noch. Elfen = Munchkinismus (bzw. hier sagt man glaub ich
> Powergaming ?). Schon aufgefallen ? Auelfen haben das Monopol auf alle
> im Abenteuer wirklich anwendbaren guten Zaubersprueche (wann braucht
> man schonmal einen Daemon ?). Nebenbei koennen sie noch ganz gut
> kaempfen, sind wildniserfahren usw.

man muß nicht kämpfen

> 4. Drachen

mit drachen spielt man nicht, sie spielen mit einem

>
> Uff, das war jetzt wirklich ne Menge Text. Bliebe noch zu sagen, dass DSA
> natuerlich auch Staerken hat (die fuer mich auch noch ueberwiegen, sonst
> wuerde ich nicht DSA spielen), z.B. das Stufensystem, die Talent- und vor
> allem die Kampfregeln.

praios sei dank!

Apropos, wie lange spielst du schon?


>
> Schlussfrage: Was haltet ihr davon? Ueber Anmerkungen zu meiner oder
> weitere Kritik waere ich froh. Vielleicht liest ja jemand mit, der die
> Entwicklung von DSA beeinflussen kann ... (nein, ich glaube nicht mehr an
> den Osterhasen :-)

warum fraegst du dann?

>
> Gruesse
> Joe

Yacoo


Magnus Epping

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Guido Hartmann schrieb in Nachricht <72snvb$j5g$1...@freeside.cls.net>...

>
>D1Arndt schrieb in Nachricht
<19981117150823...@ng02.aol.com>...
>>Der Inhalt der div. Boxen ist meiner Meinungnach eindeutig Spielerwissen.
>>Die Helden haben davon nur eine ungefähre Ahnung.
>
>Du meinst wohl Spielleiterwissen.
>


Nein, er meint Spielerwissen. Er spielt auf die Trennung von Charakter und
Spieler an: Was der Spieler schon weiß, macht den Held noch nicht heiß.

mepping

Markus Breier

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
D1Arndt schrieb:Zu 2)

>
> Streuner und Tortenflug-Humor ?
> Du meinst wahrscheinlich den guten alten Schelm.
> Ich selbst finde einen solchen Gefaehrten der nicht alles so furchtbar ernst
> nimmt sehr symphatisch.

Stimmt. Wenn der Spieler allerdings micht mehr schafft, als den Tportenflug-Humor, sollte er die
Finger vom Streuner lassen. Ist sicher einer der am schwierigsten zu spielenden Figuren in DSA. Wenn
er aber gut gespielt ist, dann ist er eine Bereicherung für jede Gruppe (auch wenn er ihr nicht
unbedingt das Leben erleichtert)

Markus (aka Delayar Gletscherwind)


Markus Breier

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
"Bernd B." schrieb:

> Hm. Das Talentsystem ist ziemlich gut. Aber die Kampfregeln haben diverse
> Schwächen.

Naja, schlecht nicht. Ich finde aber, daß die Rechnerrei ("Habe ich jetzt eine Probe +20
geschafft?") ein bißchen unangenehm ist.

Und die Kampfregeln sind so simpel gehalten, daß man sie ohne große Probleme den eigenen
Bedürfnissen anpassen kann. Aber auch mit den Bassregeln kann man spannende Kämpfe machen, wenn man
sie ausschmückt.

Markus (aka Delayar Gletscherwind)


Magnus Epping

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
Der Versuch, Phantasie durch rationale Logik zu erklären, scheitert hier -
das bringt die Phantasie so mit sich. Da braucht es eigentlich keine
inhaltsbezogene Erklärung. Aber wenn man schon so weit geht, hilft
vielleicht dieses Beispiel weiter:
a) Schon die Schöpfungsgeschichte (Los erschlug Sumu) war ein irrationaler
Gefühlsakt; dieser Akt aber ist das Fundament allens, was darauf folgt (u.a.
Götter).
b) Die Magie. Alles was irgendwelche fiktiv-aventurischen Gelehrten über
diese grundsätzliche Begleiterscheinung des Daseins herausgefunden haben,
ist eine höchst unvollständige Sichtweise einer nicht wirklich faßbaren
Wirklichkeit. Die Magie selbst aber scheint Ordnung und Chaos zugleich zu
sein, will sagen, sie folgt nicht primär kausalen Logikgesetzen, wie dies
unsere irdische Moderne so vehement angepriesen hat.
Kurz: Der DSA-Kosmos ist fundamental geprägt von Willkür und
Launenhaftigkeit. Linearkausale Verkettungen existieren zwar, wirken "im
täglichen Leben" u.U. für den Aventurier durchaus auch einmal dominant,
spielen letztlich jedoch eine gänzlich untergeordnete Rolle! Naturgesetze??!
Pah!
Regelhaftigkeit??! Trugschluß!
Ein zivilisatorischer Transmissionsriemen (Marx), der Gesellschaften ob
ihrer eigenen Bedingungen und Situation auf eine nächste Stufe hebt (aus
Schwert mach Degen)??? Nix da!
Da hilft nur noch der Glaube in sich selbst als Günstling der Götter und des
Schicksals.

Aber was erklär ich - es ist ja eh nur Phantasie! Daher mein radikales
Motto: Abschaffung der Erklärungsnöte für Spielleiter!

mepping

Michelle Schwefel

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
uzs...@uni-bonn.de meinte am 17.11.98
zum Thema "Re: DSA ist Mist!":
>
> Wenn Du SO ueber DSA meckerst, dann machst Du nicht DSA runter sondern in

> erster Linie Dich selbst. Wer so penibel von technologischen Anachronismen
> faselt, den muss man fragen warum er dann DAS spielt. Man kann nicht

> einerseits meckern ohne Ende, aber dann inkonsequent sein indem man dann
> doch DSA spielt.

Merkwuerdig. Ich spiele gerne DSA, feile aber staendig an
Unzulaenglichkeiten (vermeintlichen und echten) im Regelwerk herum. Es ist
doch wohl einer der schoensten Features bei allen RPGs, dass amn als
Spieler die Freiheit hat, selbst Hand anzulegen und sich sein perfektes
System zusammenzuschrauben.

> Natuerlich kann man bei DSA an allen Ecken und Enden Anachronismen in vielen
> Bereichen finden, aber das stoert beim DSA Spiel ziemlich wenig.

Das kommt eben ganz drauf an. Ich wuerde mch nicht als
Realismusfanatikerin bezeichnen, wohl aber als Anhaengerin des
fantastischen Realismus. Die Anmerkung des Originalposters, das Aventurien
laecherlich winzig ist, fuer die Masse an Kulturen, die da eng und ohne
grosse geographische Barrieren aufeinanderhockt, trifft meines Erachtens
voellig zu. Sicher kann ich an einem Spielabend vergessen, wie winzig die
unendliche Khom tatsaechlich ist und tagelang durch den Sand robben. Aber
ich muss mich schon sehr zusammennehmen ... ;-)

Auch die krude Mixtur aus MA, Renaissance und Barock ist nicht immer
konsistent und dem Spielfluss zutraeglich. Gerade der Technologiesprung,
den das LF genommen hat, ist m.E. ein echter Abenteuertoeter. Man fargts
ich z.B. wie es dann in Guelendland aussehen soll, dass ja lt. Spielhilfen
auch technologisch weit fortgeschritten ist. Luftschiffe und Anti-Drachen-
SDI? Magisch getragene Doppeldecker?
Und warum Feuerwaffen iih bah sind, wenn man gleichzeitig weit
leistungsfaehigere (verglichen mit fruehen Feuerwaffen) Armbrusttypen
einfuehrt, will mir nicht einleuchten.

>Und wenn man
> schon von solchen Anachronismen redet, was ist dann mit der Magie? Die muesste
> dann ja logischerweise voellig undenkbar sein und somit der eigentliche Kern
> Deiner Kritik sein.

Wieso? Als Teil einer Fantasywelt ist Magie voellig o.K. Das macht eine
modern gestaltete Buerokratie, wie sie im MR bislang noch Usus war, nicht
glaubwuerdiger.

> Fazit: DSA ist an sich kein schlechtes Rollenspiel, es sei denn, man hat es

> mit Penibelchen und Realismusfanatikern zu tun, aber fuer die ist Rollenspiel
> wahrscheinlich nichts.

Ich denke, Du schiesst ein wenig scharf. Ich stimme der Kritik sicher
nicht in allen Punkten zu (z.B. Banken, die gab es weit frueher als vom
Poster angenommen, wiewohl die Nordlandbank mit ihren Sparkonten
tatsaechlich ein wenig sehr modern ist oder der angeblich zu genauen
Beschreibung der Regionen oder den angeblich immer sprechenden und
schwaechlichen Drachen), aber Kritik zu ueben, heisst sicher nicht, ein
Regelpenibelchen oder ein Realitaetsfanatiker zu sein (das bin ich ganz
bestimmt nicht) und fuers Rollenspiel untauglich machen, tut es auch
nicht.

Beste Gruesse,

Michelle
--
*"Danken Sie nicht mir..."*

Marcus Numrich

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
Also, natürlich hat mich die Überschrift erstmal geschockt, und voller
12-Götter-gefälliger Wut klickte ich die Nachricht an ;-) Was ich dann las,
hat mich allerdings ein wenig besänftigt, und nun werde ich möglichst
unvoreingenommen daran gehen, einige der Vorwürfe zu entkräften :-)


Johannes Dieterich schrieb in Nachricht
<72sci1$eol$1...@news.rz.uni-karlsruhe.de>...

.
>1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
>(geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
> - zu klein: Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der


<snip>

Es stimmt, Aventurien ist klein, und ja, man ist in relativ kurzer Zeit sehr
schnell in jeder Ecke des Kontinents. Aber anders war es ja auch nie
gedacht. Es stimmt zwar, daß dadurch der Reiz des völlig Fremden (ohne
Chance, schnell wieder in heimatliche Gefilde zu kommen) verloren geht,
ermöglicht aber andererseit, viele verschiedene Abenteuertypen, von Eiswüste
bis Dschungel, zu erleben, ohne sich zuviel Sorgen um die Überleitung machen
zu müssen. Außerdem, wenn man im Dschungel oder in der Wüste die
Orientierung verloren hat, ist es egal, ob die nächste Stadt 30 oder 3000
Meilen entfernt ist ;-)


.
> - zu gut erforscht: Jaja. Es gibt einfach zuviele Boxen mit Hintergrund-


Aventurien ist sehr gut und detailliert dargestellt, ja, aber solange die
Regionalbeschreibungen so witzig sind wie bisher (Gareth, Eintrag unter
Stellmacherei Ferrara ;-) stört mich das nicht. Und es gibt in Aventurien
mehr als genug Gegenden, die noch nicht genau beschrieben sind, oder bei
denen bisher auf eine Beschreibung verzichtet wurde, z.B. die tiefen
Echsensümpfe, die meisten der Waldinseln, der hohe Norden, viele Gebiete in
der Khom...zugegeben, wenige zivilisierte Gegenden, aber auch das macht den
Reiz bei DSA aus: wenn man sich mit Spielern aus anderen Städten
kennenlernt, hat man einen gemeinsamen Nenner, weil halt jeder DSA-Spieler
Gareth als DIE Metropole und Al'Anfa als DIE Sklavenstadt kennt. Und bitte
nicht vergessen, Aventurien ist nur einer der Kontinente auf Dere. Wer also
etwas völlig Neues erleben will, der brauch seine Leute nur nach Riesland,
Güldenland, den Südkontinent etc. zu schicken, wo er alles nach eigenen
Gutdünken darstellen kann, und dazu noch das Marco-Polo-Feeling aufkommen
sollte. Und nicht zu vergessen: das Innere Deres soll ja auch recht
interessant sein...

> - Die Folge dieser ersten beiden Punkte sind die ueblichen langweiligen


<snip>

Ich mag Detektiv-Abenteuer ;-) Zu den phantastischen Abenteuern,m, siehe
oben. Und Mittelreich passt insofern, als daß es ja nun wirklich in der
Mitte der kulturschaffenden Völker liegt, Elfen, Alte Reich, Kalifat. Ich
ziehe allerdings die Bezeichnung 'Neues Reich' vor (und sei es nur, um die
Garether als Neureicher bezeichnen zu können ;-)


.
> - Technologische Inkonsistenz. Ob man sich daran stoert ist sicher Ge-
> schmacksache aber mich stoerts und deswegen erwaehne ichs:

> a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode (19.Jh.)


Organisierten Geldverleih gab es schon im alten Rom. Den Hauptgrund, daß es
sowas im irdischen Mittelalter nicht gab, war die völlige Dominanz der
Kirche in allen verwaltungstechnischen und organisatorischen Aufgaben. Erst
als die Macht der Kirche gebrochen war, konnten sich mit der Aufklärung
bürgerliche Gesellschaftstrukturen der Neuzeit bilden.

> b) Zu Zeiten da man in der Lage war, Stahl so fein zu bearbeiten um
> daraus biegsame Klingen fuer Fechtwaffen wie Degen und Rapier her-
> zustellen hatte man schon Handfeuerwaffen, von Kanonen ganz zu
> schweigen.

Die Japaner konnten schon vor Christus ausgezeichnete Schmiedewaffen
herstellen, und auch die berühmten Musketiere hatten einen Degen als
Hauptwaffe, obwohl sie ja nach der Muskete (die damals noch sehr unhandlich
war) benannt wurden. Aber ich stimme zu, die Erfindung des Schießpulvers ist
etwas, was von der DSA-Redaktion bewußt vermieden wird, aber mit gutem
Grund: erst die Macht des Schwarzpulvers ermöglichte es den Menschen, im
wahrsten Sinne des Wortes Berge einzuebnen, und damit eine
Technologie-Besessenheit auszulösen, die wiederum die Industrialisierung
einleitete.. Aber gerade das muß ja bei DSA vermieden werden, denn Fabriken
passen nun wirklich nicht zu Magie und Kobolden.

> Ausserdem sind die Fechtwaffen den Schwertern des MA haushoch
ueber-
> legen. Beim DSA seltsamerweise grad andersrum...

Wertetechnisch stimmt das...aber die Beschreibungen in 'Fürsten, Händler...'
lassen ja durchblicken, daß die Armee des Horas-Reiches besser ausgerüstet
ist. Vielleicht gibt es da mal Regelangleichungen, z.B. daß man mit Degen
und Rapier längere Attackeserien schlagen kann...

> c) Beilunker Reiter. UPS meets "Wach & Schlieá" and goes Aventuerien ?
> Was jetzt noch fehlt sind anheuerbare Drachentoeter. Dann brauchen
> wir gar keine Helden mehr.

Bei einem so kleinen Kontinent ;-) ist es nur logisch, daß ein Botendienst
organisiert wird, der Nachrichten schnell transportieren kann. Und
Botenreiter gab es ebenfalls schon in der Antike.

> d) Zeitungen (Havener Fanfare). Massendruck auf Papier (Papier !)
> mit beweglichen Lettern (sowieso) gabs in Europa erst wann ? Kann
> mir da einer von euch weiterhelfen ? Jedenfalls erst viel spaeter.
> Man stelle sich den mittelalterlichen Reporter vor, wie er mit
seinem
> Pergamentblock (und Malkasten wenn er Fotoreporter ist) durch die
> Gegend rennt und in die Schlafzimmerfenster irgendwelcher Monarchen
> spaeht... (aechz)

Buchdruck von Gutenberg war, glaube ich, so 14. Jahrhundert ? Und ich glaube
nicht, daß man sich den Reporter des AB als eine Art Paparazzo vorstellen
muß ;-) Nach der Lektüre von 'Dunkle Gassen...' halte ich den AB sowieso
eher für das Propaganda-Werkzeug des KGIA ;-) Und gute Reporter können auch
aus dem Gedächtnis schreiben und malen.


> e) Imman - Liga.


Die Mayas spielten eine Art Basketball, und wenn es genug Irre gibt, di ein
Spiel lieben, und die Wege es erlauben, warum nicht eine organisierte Liga ?

>2. Heldentypen
> Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon
mehr
> als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-
> tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
> schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den
glei-
> chen witz lachen ?

Also Streuner sind u.a. meine absoluten Lieblingscharaktere, gerade
deswegen, weil sie so facettenreich sind, siehe 'Fürsten, Händler...' Es
gibt den Spieler, den Aufschneider, den Pechvogel, den heimlichen
Phex-Geweihten...Außerdem ist ein Struner in einem Stadtabenteuer eine große
Hilfe. Aber klar, DSA nimmt sich nicht allzu ernst, und gerade das schätze
ich...wenn ich ernstes Rollenspiel mit z.T. völlig ohne Humor will, dann
spiele ich Vampire o.ä.


> Der zweite Typ den man meiner Meinung nach zum Abschuss freigeben kann
> ist die Taenzerin. Man stelle sich vor: Da liegen die Helden nach hartem
> Kampf voellig ermattet und verwundet irgendwo in den schneebedeckten
> Naehen des Nordens (von Weiten kann man ja kaum reden, siehe oben) am
> Boden und dann huepft das Maedel, dick eingepackt in mehrere Lagen Pelz,
> ein wenig vor ihnen rum und schon ist alles wieder bestens. Warum muss
> man aus so einer ansonsten schoenen Figur (in jeder Hinsicht :-) un-
> bedingt einen Heldentyp machen ?

Tänzerinne eignen sich eigentlich nur für 1001-Nacht Abenteuer, so wie der
Finrelf ja eigentlich auch nur im Norden zu führen ist. Im Übrigen würde ich
als Spielleiter nie erlauben, daß der Tanz einer in Fellen verpackten
Tänzerin irgendetwas bewirkt, außer vielleicht einem Lachanfall der
umstehenden...

> Ach ja. Eins noch. Elfen = Munchkinismus (bzw. hier sagt man glaub ich
> Powergaming ?). Schon aufgefallen ? Auelfen haben das Monopol auf alle
> im Abenteuer wirklich anwendbaren guten Zaubersprueche (wann braucht
> man schonmal einen Daemon ?). Nebenbei koennen sie noch ganz gut
> kaempfen, sind wildniserfahren usw.

Yep, Elfen sind gut, man vergleiche die Ausführungen in 'Dunkle Städte,
...', am Anfang des Elfenbuches. Ein elf, der nur gespielt wird, weil er
alles besser kann, ist sicherlich nervig und kein Vergnügen für den Rest der
Gruppe. Aber gerade weil ein Elf so ungeheuer faszinierend ist, ist er als
Charakter auch interessant...und wenn man sich von dem 'Ich bin besser als
Du'- Komplex lösen kann, dann sollte es auch die Mitglieder der Gruppe nicht
stören, wenn der Elf eigentlich zu gut ist - vor allem, wenn er sich
rollengerecht im Hintergrund hält.


>4. Drachen


<snip>

Hmm, also den Punkt jkann ich nicht nachvollziehen...ich finde, in
Aventurien gibt es sehr viele Drachen, denen ich lieber nicht über den Weg
laufen möchte, Riesenlindwürmer z.B. Also daß Drachen grundsätzlich nett
sind, stimmt also nicht. Und auch 'neutrale' oder 'freundliche' Drachen
sollte man lieber nicht zeizen, auch Shafir soll schon Besucher nicht wieder
entlassen haben, weil sie ihm pampig kamen. Und auch den Feueratem finde ich
gefährlich genug, auch wenn er in der Tat keine ganzen Armeen auf einen
Schlag auslöschen kann. Aventurische Drachen sind halt ein wenig weniger
feurig, haben dafür aber mehr Grips...wer sagt denn, daß Drachen überall
gleich sein müssen ? ;-) Jedenfalls sind die aventurischen Drachen IMO ganz
gut gelungen, und flößen auch hochstufigen Abenteuern genügend Respekt ein -
wenn si vom Spielleiter anständig dargestellt werden...


>
>Uff, das war jetzt wirklich ne Menge Text.

Ditto ;-)

Die von Dir dargelegten Punkte sind keineswegs an den Haaren herbeigezogen,
aber ich würde sie eher Features als Schwächen nennen. Sie basieren auf dem
aventurischen Lebensgefühl, und dem Zwang, daß eine Fantasy-Welt sich zwar
weiterentwickeln muß, aber auch nicht zu modern sein darf. Wen das stört,
sollte ab und an mal ein anderes Rollenspiel zwischenschieben, daß die Sache
etwas anders angeht, vielleicht sogar mal ein SF-RPG. Und nach ein paar
Monaten Shadowrun kann man Aventurien auch wieder richtig genießen ;-)

Mit freundlichem Gruße,

Marcus

Thomas Dachbrodt

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Johannes Dieterich schrieb in Nachricht
<72sci1$eol$1...@news.rz.uni-karlsruhe.de>...

>Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will
ich
>hier mal abhandeln.

> - Technologische Inkonsistenz. Ob man sich daran stoert ist sicher Ge-


> schmacksache aber mich stoerts und deswegen erwaehne ichs:
> a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode (19.Jh.)
> Was ist eigentlich aus den guten alten Wucherern und Verleihern
> geworden, die immens hohe Zinsen verlangen muessen um ihre Armeen
> schwergewichtiger Eintreiber angemessen bewaffnen zu k”nnen ?


Also ich kann mich nicht daran erinnern irgendwo etwas über den Diskontsatz
der aventurischen Zentralbank gelesen zu haben.:-))))))) Will heißen, was
sind Stoerrebrandt und Co. anderes als Wucherer, jedenfalls kriegt keiner
meiner Spieler einen "Dispokredit" unter 10% (wöchentlich) :-)))) und das
auch nur wenn er den Wechsel eines anderen Vorlegen kann. Und irgendwo habe
ich gelesen, das zinssäumige Abenteurer bis in die Wüste verfolgt werden.

> b) Zu Zeiten da man in der Lage war, Stahl so fein zu bearbeiten um
> daraus biegsame Klingen fuer Fechtwaffen wie Degen und Rapier her-
> zustellen hatte man schon Handfeuerwaffen, von Kanonen ganz zu
> schweigen.
> Ausserdem sind die Fechtwaffen den Schwertern des MA haushoch
ueber-
> legen. Beim DSA seltsamerweise grad andersrum...

Das würde ich eigentlich nur als dem Spielspaß geschuldet ansehen.
Fechtwaffen sind nur dann überlegen, wenn man sie ausreichend schnell führen
kann, um somit statt einer zwei Attacken zusatzlich zum ausweichen
durchzubringen. Ich persönlich finde die WV's dieser Waffen zumindestens was
den Paradewert angeht gnadenlos überzogen. Warscheinlich werde ich mal
ausprobieren ob es funktioniert wenn man für diese Waffen zwei AT aber keine
Parade sondern nur Ausweichen zuläßt.
Natürlich sollte man sich dann einen Kopf um die nötige Gewandheit und
andere Randbedingungen machen, GE-Malus von -17 auf diese Waffen, hieße dann
bei mir, erste AT normale AT(BE), zweite AT=AT(BE)- 2*(GE-GE_Malus). eine PA
sollte nur bei maximal doppelt so schweren Waffen möglich sein und der AT/PA
Unterschied sollte maximal 2 betragen. Aber ich vermute mal das man damit
dem berühmten Powergaming zumindest nahekommt.

Was ist eigentlich MUNCHKINISMUS, könnte das mal bitte einer einem Newbie
erklären.

> c) Beilunker Reiter. UPS meets "Wach & Schlieá" and goes Aventuerien ?
> Was jetzt noch fehlt sind anheuerbare Drachentoeter. Dann brauchen
> wir gar keine Helden mehr.


Frag mal Syxx, die gibts. :-)))


Ein wieder mal etwas ironischer Thomas

_

So hoch wie'n Dach, so dumm wie'n Brot


Dirk Vormann

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
> > Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will ich
> > hier mal abhandeln.
>
> ooops, jetzt hat du mich aber geschockt. im übrigen wurde das glaube ich
> schon 736425846 mal diskutiert
>
> > 1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
> > (geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
> > - zu klein:
>
> ach

Da waere Gueldenland. Ausserdem existiert das Eherne Schwert auch
noch...


>
> > Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der
> > ganze Kontinent nur ca. 3000 Kilometer durchmisst? Wenn man also einer-
> > seits nur ca. zwei Tagesreisen bis zu den Eiszinnen einerseits und
> > der Khom andererseits braucht. So eine Reise quer durch Aventurien
> > sollte JAHRE dauern.
>

> womit bist du unterwegs? es dauert jahre

genau

>
> > - zu gut erforscht: Jaja.
>

> richtig, richtig. tip: ignorieren

> sebatz tschuld
>
> > e) Imman - Liga.

Irgendwelche Probleme damit? Ja, Reisen zu Auswaertsspielen dauern ewig,
deshalb spileen nur regional benachbarte Teams gegeneinander...

>
> > 2. Heldentypen
> > Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon mehr
> > als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-
> > tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
> > schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den glei-
> > chen witz lachen ?
>

> du meinst wohl
> 1. schelm
> 2. gibts tatsächlch leute die spielen, dann kann man nämlich auch einen
> schelm als heldentypen wählen

Einen Schelm gut spielen kann nicht jeder. Wer ein Talent dafuer hat ist
allerdings Gold wert (nicht woertlich nehmen!)

> > Der zweite Typ den man meiner Meinung nach zum Abschuss freigeben kann ist die > Taenzerin.

> [..]

Wieso denn das? Stimmungsvolles Rollenspiel ist allemal moeglich.

> > Ach ja. Eins noch. Elfen = Munchkinismus (bzw. hier sagt man glaub ich
> > Powergaming ?). Schon aufgefallen ? Auelfen haben das Monopol auf alle
> > im Abenteuer wirklich anwendbaren guten Zaubersprueche (wann braucht
> > man schonmal einen Daemon ?).

Monopol? Da hat einer die Magieregeln wohl nicht verstanden.

> Nebenbei koennen sie noch ganz gut
> > kaempfen, sind wildniserfahren usw.
>

> man muß nicht kämpfen

Die Zivilisationsfeindlichkeit darf man nicht vergessen.

> > 4. Drachen
>
> mit drachen spielt man nicht, sie spielen mit einem

Gute Formulierung.

> > Uff, das war jetzt wirklich ne Menge Text.

OK, wo sind begruendete Kritikpunkte?

> > Bliebe noch zu sagen, dass DSA
> > natuerlich auch Staerken hat (die fuer mich auch noch ueberwiegen, sonst
> > wuerde ich nicht DSA spielen), z.B. das Stufensystem, die Talent- und vor
> > allem die Kampfregeln.
>

> praios sei dank!


DV


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with.

Mornantrus

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Im Artikel <72sci1$eol$1...@news.rz.uni-karlsruhe.de>,
un...@rzstud1.rz.uni-karlsruhe.de (Johannes Dieterich) schreibt:

>Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will ich
>hier mal abhandeln.
>

> [--->Riesenschnidippelschnitt---<]

Den Thread hatten wir in der Tat schon. Meine Frage an Dich: Gibt es
irgendetwas, das Dir an dem Hintergrund selbst *gefaellt*? Alles was Du
naemlich genannt hast, bezieht sich auf diesen.
Wenn die Antwort auf meine Frage lautet: Nein, da gibt es nichts!, dann musst
Du mit Deinen Helden ins Riesland ziehen. Das Gueldene Land scheidet mE aus, da
die Redaktion im Begriff ist, auch dieses mit Informationen zu verpflastern.
Diesbezueglich wuerde ich abwarten, wie sich das entwickelt.
Wenn es dagegen Dinge gibt an diesem Hintergrund, die Du nicht missen willst,
musst Du den Hintergrund in Deinem persoenlichen Aventurien veraendern.
Eine Entwicklung Aventuriens in Die von Dir gewuenschte Richtung ist jedenfalls
sehr unwahrscheinlich, vielmehr schon ausgeschlossen. Denn es gibt eine Menge
Spieler, denen die Einbeziehung der Spielwelt in einen Geschichtsstrang
gefaellt. Ein solcher Eingriff ist aber unmoeglich, ohne gleichzeitig den
Platz, an dem die geschichte sich vollzieht, dicht zu beschreiben.

>Joe

Beste Gruesse
Mornantrus

Johannes Dieterich

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
Hi there. Nach so viel Echo moechte ich doch noch mal zu meiner
urspruenglichen Nachricht Stellung nehmen, einige Missverstaendnisse
beseitigen und die Diskussion fortsetzen...

> 1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte

> - zu klein:
die 2 Tagesreisen... Leute! Das war eine rhetorische Uebertreibung! Ich
dachte das merkt man!

> - zu gut erforscht:
Mein lieber Bernd, nicht jeder hat die ZEIT, stundenlang Abenteuer
vorzubereiten, oder gar die endlose Materialflut zu DSA zu verfolgen...

> - Die Folge dieser ersten beiden Punkte sind die ueblichen
langweiligen
> DSA - Detektiv - Abenteuer.

Ist wohl Geschmackssache. Ich habe nichts gegen Detektiv-Geschichten, aber
zwischendurch mal ein RICHTIGES Abenteuer zu erleben, ist auch was. (he
he). Dass der Moerder ein Werwolf oder Vampir war oder der Auftraggeber ein
Zwerg rechtfertigt das Fantasy-Szenario nicht (und alles wie immer IMO).

> - Technologische Inkonsistenz.
generell: Auch eine Fantasy-Welt muss in sich stimmig sein. Wie ich bereits
sagte, fuer den einen mehr, den anderen weniger ...

> a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode
(19.Jh.)

Ich rede hier weder von Finanzwelt, noch von Geldverleihern sondern von
BANKEN. Danke fuer eure freundlichen Literaturempfehlungen, die ich euch
leider ein wenig zurueckgeben muss. Banken (<- Banken) sind ein Konzept der
Neuzeit und spielten erst ab der Industrialisierung gesellschaftlich eine
Rolle. Ist leider so. Eine Bank hat weder mit altroemischen Geldwechslern,
noch mit europaeischen Finanziersfamilien etwas zu tun sondern ist vglw.
High tech im Bereich Wirtschaftswissenschaften.

> b) Zu Zeiten da man in der Lage war, Stahl so fein zu bearbeiten um

..
Nein. Ich bin nicht fuer Kanonen in Aventurien. Ich bin gegen Fechtwaffen.
Man stelle sich nur mal bildhaft vor wie ein degenbewehrter Musketier gegen
einen schwertschwingenden Ritter kaempft. Das ist doch grotesk. Dazwischen
liegt etwa soviel wie zwischen besagtem Musketier und einem modernen GI.

> d) Zeitungen (Havener Fanfare). Massendruck auf Papier (Papier !)

Auf den eigentlichen Punkt (Papier) ist keiner eingegangen. Eine Zeitung
auf Pergament ist unmoeglich, da unbezahlbar. Und sagt jetzt nicht, dass es
Papier in China schon viel frueher gab. Das ist wahr, kann man aber nicht
einfach so uebertragen. Haette es das in Europa auch schon gegeben, haette
es die Gesellschaft radikal veraendert.

> e) Imman - Liga.
Hier ist der Kern nicht das Imman-Spiel sondern die Liga. Eine
mittelalterliche Gesellschaft hat weder die Musse noch das Geld, eine
Profiliga in was auch immer zu unterhalten (die Leute da hatten andere
Sorgen. Ausserdem: Was nuetzt eine Liga ohne Zeitung ? s.o.)
Trainer: "Und jetzt alle in die Mannschaftskutsche !" (kicher)

> 2. Heldentypen
> Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon
mehr
> als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe)
er-
> tragen.

Ach ja. Ich meinte tatsaechlich den Schelm (jaja. Dann schreib auch was du
meinst, schon gut :-). Derselbe Witz zum zweitenmal meinte dabei die zweite
Anwendung des Spruchs Nackedei, Klickeradomms, Lachkrampf usw. Wer das
lustig findet ...
Zum Thema Humor bei Rollenspielen: Gehoert dazu. In meiner Gruppe wird gibt
es allabendlich Gelegenheiten wo herzlich gelacht wird... Das hat aber nix
mit Schelmenstreichen zu tun, denn die sind halt Slapstick der uebelsten
Sorte (baeh).
Wer ausser Schelmenhumor keinen anderen kennt ist m.E. nur zu bedauern.

> Elfen ...
Mit Monopol auf gute Zauber waren hier die besseren
Steigerungsmoeglichkeiten gemeint. Was die Regeln theoretisch zulassen und
was hinterher rauskommt steht auf einem ganz anderen Blatt.

> 4. Drachen
> Mein Apell zur Rettung einer vom Aussterben bedrohten Kreatur: Der
klas-
> sische Drache. Warum muessen eigentlich alle Drachen reden koennen ?
> Und wenn sie reden koennen, warum muessen sie dann auch noch zaubern
> koennen ? Und wenn sie reden und zaubern koennen, warum muessen sie
> Helden gegenueber dann unbedingt freundlich oder zumindest neutral
sein ?

Ich beziehe mich dabei insbesondere auf den Drachen in "Die Seelen der
Magier" sowie die Riesenlindwürmer (ja, genau, Riesenlindwürmer) irgendwo
in der Orklandtrilogie. Das sind bis jetzt die einzigen Drachen, die mir in
DSA-Abenteuern untergekommen sind ...

> Oh, und apropos Feueratem.
Schade dass darauf niemand eingegangen ist. Bei aller Kritik ein wenig
Zustimmung haette gutgetan :-)

> die Kampfregeln.
Ich finde die Kampfregeln einen guten Kompromiss aus Spielbarkeit und
Realismus gewuerzt mit einem guten Schuss Wuerfelspass.


Gruesse
Joe


Johannes Dieterich

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Simon Dallmair <S...@CompuCAD.de> schrieb im Beitrag
<3651F0DC...@CompuCAD.de>...


>Johannes Dieterich wrote:
>>
>> Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will
ich
>> hier mal abhandeln.

>ooops, jetzt hat du mich aber geschockt. im übrigen wurde das glaube ich
>schon 736425846 mal diskutiert

Tut mir aufrichtig leid, dass ich diese NG erst seit zwei Wochen abonniert
habe... Wird nicht wieder vorkommen. Versprochen.

>> 1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
>> (geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
>> - zu klein:

> ach
Danke fuer die kompetente Stellungnahme.

<mehr kompetente Stellungnahmen weggeschnippelt>

> Apropos, wie lange spielst du schon?

Seit ca. 12 Jahren (wann gabs die erste Box ?), also etwa so lang, wie du
deiner kreativen Schreibweisen nach alt bist, wenn auch nicht immer DSA,
dafuer immer als Spielleiter.

>>
>> Schlussfrage: Was haltet ihr davon? Ueber Anmerkungen zu meiner oder
>> weitere Kritik waere ich froh. Vielleicht liest ja jemand mit, der die
>> Entwicklung von DSA beeinflussen kann ... (nein, ich glaube nicht mehr
an
>> den Osterhasen :-)

> warum fraegst du dann?
Schonmal was davon gehoert, dass Diskussion und Gedankenaustausch an sich
einen Wert haben? Wahrscheinlich nicht ...


Gruesse
Joe


Johannes Dieterich

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Julian Eichert <uzs...@uni-bonn.de> schrieb im Beitrag
<72skmb$14...@news.rhrz.uni-bonn.de>...
>
> Hi!
< grosser Schnipsel >

Mein lieber Julian. Du bist tatsaechlich der einzige followup poster hier,
der es nicht geschafft hat auf meine differenzierte Kritik auch
differenziert zu antworten sondern ein flame gepostet hat. Herzlichen
Glueckwunsch. Das verraet einiges ueber dich und zumindest das
"Penibelchen" kann ich dir damit von ganzem Herzen zurueckgeben.

Gruesse
Joe

Johannes Dieterich

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Mornantrus <morna...@aol.com> schrieb im Beitrag
<19981118053053...@ngol08.aol.com>...
< schnipp >


> Den Thread hatten wir in der Tat schon. Meine Frage an Dich: Gibt es
> irgendetwas, das Dir an dem Hintergrund selbst *gefaellt*? Alles was Du
> naemlich genannt hast, bezieht sich auf diesen.

Da gibts tatsaechlich wenig aber ich leide nicht darunter, da ich vom
Hintergrundmaterial nur wenig verwende. Dennoch erlaube ich mir Kritik
daran ...

< schnapp>

Gruesse
Joe


Alessandro Macri

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
On 18 Nov 1998, Johannes Dieterich wrote:

Neben einigen anderen Unkorrektheiten:

>[.....]


> > e) Imman - Liga.
> Hier ist der Kern nicht das Imman-Spiel sondern die Liga. Eine
> mittelalterliche Gesellschaft hat weder die Musse noch das Geld, eine
> Profiliga in was auch immer zu unterhalten (die Leute da hatten andere
> Sorgen. Ausserdem: Was nuetzt eine Liga ohne Zeitung ? s.o.)

Schlicht falsch.
Bereits im alten Rom ("Brot und Spiele") waren z.B. die meisten
Gladiatoren Profis (Sklaven hatten wohl nicht den rechten Ehrgeiz :-).
Auch fuer Pferderennen gab es richtiggehend Rennstaelle.

ciao

--------------------------------------------------------------------------
Alessandro Macri ma...@informatik.uni-muenchen.de
"panta rhei" (Heraklit) http://www.informatik.uni-muenchen.de/~macri
--------------------------------------------------------------------------


Patrick Multhaup

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Simon Dallmair wrote:

> Johannes Dieterich wrote:
> >
> > Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will ich
> > hier mal abhandeln.
>

NEIN! Eimn Rollenspielsystem mit Schwächen ??! gibst nicht ! ;-)

>
>
> > 1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
> > (geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
> > - zu klein:
> > Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der
> > ganze Kontinent nur ca. 3000 Kilometer durchmisst? Wenn man also einer-
> > seits nur ca. zwei Tagesreisen bis zu den Eiszinnen einerseits und
> > der Khom andererseits braucht. So eine Reise quer durch Aventurien
> > sollte JAHRE dauern.

HA! dann lauf mal 3000 Meilen durch Wald Sumpf und über Gebirge.
Mal schauen wie lang du brauchst

> > - Die Folge dieser ersten beiden Punkte sind die ueblichen langweiligen
> > DSA - Detektiv - Abenteuer

Selber ausdenken ! Schliesslich heisst es "Fantasy"

>
> > e) Imman - Liga.
>
> wage ja nicht, etwas gegen imman zu sagen

Genau !
Orkan vor !!

>
>
> > 2. Heldentypen
> > Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon mehr
> > als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-
> > tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
> > schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den glei-
> > chen witz lachen ?
>

> du meinst wohl
> 1. schelm
> 2. gibts tatsächlch leute die spielen, dann kann man nämlich auch einen
> schelm als heldentypen wählen
>

> > Der zweite Typ den man meiner Meinung nach zum Abschuss freigeben kann ist die > Taenzerin.

> [..]
>

Ich denke die Heldentypen sind auch als Beispiel was alles moeglich ist zu verstehen.
Was dann wohl an die Leute ohne Phanasie gerichtet ist ...


Pacifier


--

Kids! Bringing about Armageddon can be dangerous. Do not attempt it in your home.
-- (Terry Pratchett & Neil Gaiman, Good Omens)

Clemens Schmitz

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
Alessandro Macri wrote:
> On 18 Nov 1998, Johannes Dieterich wrote:
> > > e) Imman - Liga.
> > Hier ist der Kern nicht das Imman-Spiel sondern die Liga. Eine
> > mittelalterliche Gesellschaft hat weder die Musse noch das Geld, eine
> > Profiliga in was auch immer zu unterhalten (die Leute da hatten andere
> > Sorgen. Ausserdem: Was nuetzt eine Liga ohne Zeitung ? s.o.)
>
> Schlicht falsch.
> Bereits im alten Rom ("Brot und Spiele") waren z.B. die meisten
> Gladiatoren Profis (Sklaven hatten wohl nicht den rechten Ehrgeiz :-).
> Auch fuer Pferderennen gab es richtiggehend Rennstaelle.

Jetzt bleibt die Frage 'Ist das alte Rom ein mittelalterliche
Gesellschaft?' Die Antwort ist natuerlich 'Nein'.
Allerdings gibt es in Aventuerien auch keine mittelalterlichen
Gesellschaften, darum ist die Diskussion (eigentlich) off-topic.

Clemens
der schon wieder zu einer OT-Diskusssion beitraegt :-)
--
They don't look quite like real science, but geography is just physics
slowed down and with a few trees stuck on it, and meteorology is full of
excitingly fashionable chaos and complexity.
-Terry Pratchett, Feet of Clay-

Alessandro Macri

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
On Wed, 18 Nov 1998, Clemens Schmitz wrote:

> > > > e) Imman - Liga.
> > > Hier ist der Kern nicht das Imman-Spiel sondern die Liga. Eine
> > > mittelalterliche Gesellschaft hat weder die Musse noch das Geld, eine
> > > Profiliga in was auch immer zu unterhalten (die Leute da hatten andere
> > > Sorgen. Ausserdem: Was nuetzt eine Liga ohne Zeitung ? s.o.)
> >
> > Schlicht falsch.
> > Bereits im alten Rom ("Brot und Spiele") waren z.B. die meisten
> > Gladiatoren Profis (Sklaven hatten wohl nicht den rechten Ehrgeiz :-).
> > Auch fuer Pferderennen gab es richtiggehend Rennstaelle.
>
> Jetzt bleibt die Frage 'Ist das alte Rom ein mittelalterliche
> Gesellschaft?' Die Antwort ist natuerlich 'Nein'.

Was mich nicht weiter anficht :-)
Wie waere es z.B. mit dem Pallio in Verona ?
Oder dem Calcio storico ?
Auch bei diesen Sportarten fing es mit normalen Buergern an, die sich
vergnuegten und spaeter wurden viele Halb-Profis.

> Allerdings gibt es in Aventuerien auch keine mittelalterlichen
> Gesellschaften, darum ist die Diskussion (eigentlich) off-topic.

Hm, eieieiei, das ficht mich jetzt doch an und ich kann's nicht mal
widerlegen.
Na gut :-)

Oliver Wellinghoff

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
On 18 Nov 1998 01:18:00 +0100, rag...@schwefel.ndh.com (Michelle
Schwefel) wrote:

>Auch die krude Mixtur aus MA, Renaissance und Barock ist nicht immer
>konsistent und dem Spielfluss zutraeglich. Gerade der Technologiesprung,
>den das LF genommen hat, ist m.E. ein echter Abenteuertoeter. Man fargts
>ich z.B. wie es dann in Guelendland aussehen soll, dass ja lt. Spielhilfen
>auch technologisch weit fortgeschritten ist. Luftschiffe und Anti-Drachen-
>SDI? Magisch getragene Doppeldecker?
>Und warum Feuerwaffen iih bah sind, wenn man gleichzeitig weit
>leistungsfaehigere (verglichen mit fruehen Feuerwaffen) Armbrusttypen
>einfuehrt, will mir nicht einleuchten.

Bleibt jeder Gruppe selbst überlassen.
Aber was hast du eigentlich für eine Vorstellung vom Güldenland?
Von Hi-Tech war nie die Rede, das ganze erinnert eher an das alte,
römische Großreich. Davon abgesehen gibt es etliche Orte, die man als
Abenteurer besuchen kann. Die Inseln im Nebel, die südlichen Inseln,
Güldenland, Riesland, das eherne Schwert, ...

Oliver
--
Oliver Wellinghoff, Osnabrück, Germany
http://home.pages.de/~oliver.wellinghoff
- DSA/GURPS Konverter V 1.01
- Shadowrun Roman "Schatten der Vergangenheit" Teil 1

Bernd B.

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Johannes Dieterich schrieb in Nachricht
<01be12f3$81a0bb20$1bdc0d81@samarkand>...

>die 2 Tagesreisen... Leute! Das war eine rhetorische Uebertreibung! Ich
>dachte das merkt man!

Email und News neigen nun mal nicht dazu mit Gesichtsausdruck und Tonlage zu
sprechen,
Nuancen bleiben so leicht auf der Strecke.


>Mein lieber Bernd, nicht jeder hat die ZEIT, stundenlang Abenteuer
>vorzubereiten, oder gar die endlose Materialflut zu DSA zu verfolgen...


Mein lieber Johannes - wer nicht die Zeit hat 2-3 Stunden in die
Vorbereitung eines
Spielabends zu stecken, um sich auf die gröbsten Sachen vorzubereiten,
handelt IMHO
als Meister grob fahrlässig.

>Ich rede hier weder von Finanzwelt, noch von Geldverleihern sondern von
>BANKEN. Danke fuer eure freundlichen Literaturempfehlungen, die ich euch
>leider ein wenig zurueckgeben muss. Banken (<- Banken) sind ein Konzept der
>Neuzeit und spielten erst ab der Industrialisierung gesellschaftlich eine


<blub> Es liegt doch an dir als Meister, wie du die Welt leben läßt.

>Ach ja. Ich meinte tatsaechlich den Schelm (jaja. Dann schreib auch was du
>meinst, schon gut :-). Derselbe Witz zum zweitenmal meinte dabei die zweite
>Anwendung des Spruchs Nackedei, Klickeradomms, Lachkrampf usw. Wer das
>lustig findet ...


Der Schelm ist nach offizieller AVBote Umfrage die ungeliebteste Figur, die
definitiv
Probleme macht. Laß ihn doch einfach nicht zu, wenn er dir den Abend kapput
macht.

LenaFalk

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Lieber Joe,

nur eine kurze Anmerkung, die vielleicht
bei einigen Problemen, die du hast, hilft:

Aventurien orientiert sich am Europäischen
Mittelalter, IST aber nicht Europäisches
Mittelalter.

Zudem beziehst du dich bei DSA glaube ich
auf recht alte Veröffentlichungen, denn
niemand wird dir mehr zustimmen als ich,
daß Bankentum in Aventurien nicht gleich
Wirtschaftswissenschaften bedeutet.

Das war früher vielleicht mal so. Heute ist
das sicherlich anders.

Viele aventurische Aspekte rechtfertigen
solche Unterschiede allerdings, wenn man
bedenkt, daß die Welt nicht mit Christlicher
Kultur sondern mit der der Zwölfgötter und
Magie entstanden ist.

Banken? Stammen sicherlich aus der Phexkirche.
(Übrigens heißt die Nordlandbank eigentlich
Festumer Einlagen- und Wechselhalle. Vielleicht
spricht dir das mehr zu.)

Lena

--

If the Divine master plan is perfection
Maybe next I'll give Judas a try
Trusting my soul to the ice cream assassin
<Tori Amos>

Frank Peters

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

> - zu klein: Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der
> ganze Kontinent nur ca. 3000 Kilometer durchmisst?

Naja, wenn du im DSA-Lexikon nachliest wie Aventurien entstanden ist,
kann man schon nachvollziehen, daß sich damals noch niemand so recht
Gedanken darüber gemacht hat, daß diese Spielwelt irgendwann mal zu
klein werden könnte. Kleinere Abstecher nach Güldenland oder gar
Riesland, Uthuria werden in ein paar Jahren wohl alltäglich.

Oder eine verloren geglaubte Riesenglobule wird neu entdeckt.
Eigentlich DIE Lösung ! Dort gibt es noch Monster die nicht unter
Artenschutz stehen, Schätze in Unmegen, etc. Und nachdem die Helden
geplündert, gebrandschatzt und vergewaltigt haben und wieder daheim in
Mittelreich sind, freuen sie sich mal wieder ein Detektivabenteuer zu
lösen. Das hat doch was ;-)

> b) Zu Zeiten da man in der Lage war, Stahl so fein zu bearbeiten um

> daraus biegsame Klingen fuer Fechtwaffen wie Degen und Rapier her-
> zustellen hatte man schon Handfeuerwaffen, von Kanonen ganz zu
> schweigen.

Was mich eher stört, ist der gwaltige Fortschritt der Mechanik.
Musketiere mit Arbalonen, dazu noch Inquisitoren, der Glöckner im
Hesindeturm, etc. Etwas neues hätte es schon sein dürfen.

> e) Imman - Liga.
Zustimmung ! Paßt nicht so ganz in diese Welt (im anderen Sinne
natürlich).

Hesinde zum Gruß! Frank


khwi...@my-dejanews.com

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
On 18 Nov 1998 18:08:24 GMT, lena...@aol.com (LenaFalk) wrote:

>denn
>niemand wird dir mehr zustimmen als ich,
>daß Bankentum in Aventurien nicht gleich
>Wirtschaftswissenschaften bedeutet.

Bestimmt nicht, bestimmt nicht. Ich habe das mal beim Leiten eines Abenteuers
herausgefunden. Ich hatte eine bunt zusammengewürfelte Gruppe,bei der ich die
Charaktere der Spieler nicht kannte, und die sich untereinanter auch nicht.
Die erste Überraschung kam, als die Gruppe einen nächtlichen Bruch plante und
wirklich jeder in schwarze Arbeitskleidung schlüpfte und auch das nötige
Handwerkszeug besaß. Ganz seltsam wurde es, als die Gruppe später beschloß,
einen Sekundärbösewicht zu schröpfen. Nachdem wir uns über die Höhe des
Schweigegeldes geeinigt hatten, und ich in der Person des Erpressten arglos
fragte, in welcher Währung sie's denn haben wollten, stellte sich heraus, daß
wirklich fast jeder meiner tapferen Helden ein Nummernkonto bei der Nordbank
hatte. Seitdem ist mir klar, daß dieses Institut eine aventurienweite
Geldwaschanlage ist.

karli


-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own

Johannes Dieterich

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

Bernd B. <beyre...@terratools.de> schrieb im Beitrag
<72v3cn$m8f$1...@news4.muc.eurocyber.net>...


>
> Johannes Dieterich schrieb in Nachricht
> <01be12f3$81a0bb20$1bdc0d81@samarkand>...
> >die 2 Tagesreisen... Leute! Das war eine rhetorische Uebertreibung! Ich
> >dachte das merkt man!
>
> Email und News neigen nun mal nicht dazu mit Gesichtsausdruck und Tonlage
zu
> sprechen,
> Nuancen bleiben so leicht auf der Strecke.
>
>
> >Mein lieber Bernd, nicht jeder hat die ZEIT, stundenlang Abenteuer
> >vorzubereiten, oder gar die endlose Materialflut zu DSA zu verfolgen...
>
>
> Mein lieber Johannes - wer nicht die Zeit hat 2-3 Stunden in die
> Vorbereitung eines
> Spielabends zu stecken, um sich auf die gröbsten Sachen vorzubereiten,
> handelt IMHO
> als Meister grob fahrlässig.

Was ein Glueck, dass meine Spieler das ein wenig anders sehen... .Ach ja.
Was machst du sonst so? (sorry could not resist)

>
> >Ich rede hier weder von Finanzwelt, noch von Geldverleihern sondern von
> >BANKEN. Danke fuer eure freundlichen Literaturempfehlungen, die ich euch
> >leider ein wenig zurueckgeben muss. Banken (<- Banken) sind ein Konzept
der
> >Neuzeit und spielten erst ab der Industrialisierung gesellschaftlich
eine
>
>
> <blub> Es liegt doch an dir als Meister, wie du die Welt leben läßt.

Sic. Aber was ich in meinen Kampagnen verwende und was nicht hat nichts mit
meiner Kritik am DSA-Material zu tun. Sei versichert: In meinem Aventurien
gibt es keine Banken ...

> >Ach ja. Ich meinte tatsaechlich den Schelm (jaja. Dann schreib auch was
du
> >meinst, schon gut :-). Derselbe Witz zum zweitenmal meinte dabei die
zweite
> >Anwendung des Spruchs Nackedei, Klickeradomms, Lachkrampf usw. Wer das
> >lustig findet ...
>
> Der Schelm ist nach offizieller AVBote Umfrage die ungeliebteste Figur,
die
> definitiv
> Probleme macht. Laß ihn doch einfach nicht zu, wenn er dir den Abend
kapput
> macht.

Keine Sorge. Lass ich nicht. Schelme raus! :-)

Gruesse
Joe

Stephan Denk

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
Hallo Allerseits. Hi Johannes.

un...@rzstud1.rz.uni-karlsruhe.de (Johannes Dieterich) meinte am 17.11.98
zum Thema "DSA ist Mist!":

JD> und Spieler. Es ist fuer den armen Meister ein Ding der
JD> Unmoeglichkeit noch Abenteuer zu schreiben. Hinterher kommt
JD> garantiert ein Spieler an und meint: "Haeh ? Der Herrscher von Altoum
JD> heisst doch ganz anders ! und dein Stadtplan stimmt auch nicht. Kuck
JD> mal ... ". You see ?

Es gibt auch noch Gebiete wo man nicht so festgelegt ist, die
Salamandersteine z.B. . Ausserdem kannst du die Helden auch mit einer
Queste ins Eherne Schwert locken und dahinter ein ganz eigene Welt
erschaffen.

Oder du spielst Midgard. Da hast du ne riesige Karte mit vielen
Leuchtenden Farben(im kleinkindstiel;). Irgendwo auf der KArte sind dann
ein paar Staedte und das ist dann Midgard.
Ach ja, zu behaupten Midgard waere ein Schmarrn ist gelogen. Aber
besonders gut finde ich es nicht.

Besten Gruss,
(/)tephan.

--
s.d...@link-r.de
Treffen sich zwei Hellseher. Sagt der eine: "Dir geht es gut, wie geht es mir?"
## CrossPoint v3.11 ##

Simon Dallmair

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to

Seit wann haben Streuner einen Tortenflug-Humor. Wenn Du allerdings
Schelm meinst, dann gebe ich Dir recht. (letzterem ;-))

äh, (wie heisse ich nochmal, gruebel, kratzamkopf .. ) Yacoo

Simon Dallmair

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to

Sord wrote:
>
> Teilweise kann ich Johannes nur zustimmen, besonders Schwächen im
> technologischen und wissenschaftlichen Bereich stören mich schon sehr.
> Ich dachte immer DSA soll so im 13-14. Jh. spilen, das man da schon den
> Hauch einer Ahnung von Infektionskrankheiten hatte ist mir neu... Oder warum
> verbinden sich die Helden selbst kleinst Wunden ? Also normalerweise sollte
> man Bakterien und Viren nicht kennen...

Da gibts so eine Göttin, die flüstert ihren Geweihten manchmal so ein
paar Tips zu, z.B. selbst kleinste Wunden mit sauberen Tüchern
verbinden, machmal sollte man auch diese oder jenes Kraut darauflegen.

> Oder woher soll man beispielsweise wissen das Blitze immer in die Höchsten
> Gegenstände Einschlagen. Es ist doch verwunderlich wenn manche helden bei
> Gewitter plötzlich davon zu reden beginnen, obwohl sie davon eigentlich gar
> nichts wissen dürften.

Mach deine Gruppe mal darauf aufmerksam, daß Spielerwissen nicht gleich
Rollenwissen ist. Außerdem kommen Blitze nicht von ungefähr, und wer vom
Blitz getroffen wird, der hat diese Strafe auch verdient.

> Weiterhin hat Johannes auch recht mit der Größe Aventuriens, es stört mich
> zwar nicht, daß man so schnell von einem Ort zum anderen kommt, wohl aber,
> dass man irgendwann schon alle Gegenden kennt, es gibt einfach nihts neues
> mehr.

Jaein, vielleicht kennt man die Gegenden oberflächlich, aber um allein
die mentalität von Einheimische zu verstehen muß man Jahre mit diesen
verbringen (zwar nicht überall, aber manche wird man auch nie verstehen)

> Ich denke das man z.B. aus dem Güldenland
> (falscher Name ?) ne Menge an neuen Spielideen und massenweise Ideen für
> Abenteuer rausholen könnte.

Es gibt doch auch so in Avebturien genug Spielideen, um ganze
Heldengeschlechter mit Abenteuern auszustatten.

> Infos darüber sollte natürlich Fanpro
> rausbringen und nicht jeder Spielleiter sollte sich seine eigenen
> Geschichtchen aus den Fingern saugen, so dass am Ende jede Spielgruppe ihre
> eigene Vorstellung dieses sagenumwogenen Landes hat.

Das ist doch das schöne daran, man kann sich die Welt so gestalten wie
man will, und nicht wie diverse Autoren sie sich vorstellen.

> Problem ist dabei
> natürlich, das es noch nicht einmal über alle Regionen Aventuriens Kästen
> gibt, deswegen bleibt dieser ( mein ) Wunschtraum wohl in weiter Ferne. ;-)

Naja, ich dachte es ist zu klein, da kann man doch dann gar keine Boxen
mehr zu den vielen vorhandenen hizufügen...

> Nächstes: Wieso brauchen NPC´s meist nur eine Schlag um einen Gegner
> niederzustrecken
> und wir Helden müssen mit unserer ...äh... Barbarenstreitaxt 5 mal
> draufhauen, bis der Bösewicht endlich ins Gras beißt? Denn manchmal ist es

<snibbel>
Such dir verschiedene Ideen anderer Kampfsysteme zusammen und macht euer
eigenes, tötlicheres. Das DSA-Kampfsystem ist auf überleben
ausgerichtet, nicht auf tot.

> Dann drückt mir der Schuh an noch einer Stelle:
> Das ist aber mehr Gruppenintern...
> also, wie macht ihr das eigentlich in euren Gruppen mit der Zauberdauer ?
> Viele Sprüche dauern ja länger als eine KR (ich gehe von 2-3 Sek. aus ).
> Haltet ihr euch da streng an die Zeitvorgabe, oder habt ihr andere
> Zeitnormen für eine KR ?
> Bei uns läuft das nämlich oft so, dass der Magier, egal für welchenm Zauber
> nur eine KR
> braucht, das macht diesen natürlich viel zu mächtig, den anderen gegenüber,
> weshalb oft auch bei kämpfen viel Spaß verloren geht.

Wenn ein Zauber acht Sekunden dauert, dann sind das eben vier KR. Das
ist ziemlich viel Zeit um zu sterben. Ausserdem sind maechtige
Zaubersprueche sehr ASP-fressend, was den Magier im Endeffekt wieder
sehr verletztlich macht...

hoffe konnte etwas Klarheit bringen, Yacoo

Jens Matheuszik

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to
Am 17 Nov 1998 19:53:41 GMT, schrieb hart...@aol.com (Harti512):

>
>Ach ja, der endloseste Threat jeder Newsgroup...
>Naja, dann woll'n wer mal....
>
>> gnadenlos gut erschlossenen Mittelreich (find nur ich diesen Namen be-
>> scheuert? Das impliziert doch voellige Kenntnis der aventurischen Geo-
>> graphie ?
>Nein, das heisst nur, dass die Bewohner der Gegend sich fuer den Mittelpunkt
>der Welt halten. Und das ist eigentlich ziemlich typisch fuer ein Volk auf
>diesem Entwicklungsstand.

Wobei ja in Vinsalter Kreisen kolportiert wird, daß das nur die
Kurzform für "Mittelmäßiges Reich" ist. ;-)

Ciao, Jens

... und beste Grüße aus dem einzig wahren Kaiserreich!
--
jens.ma...@ahrens.de -- ICQ-UIN: 1270837
Vinsalt's DSA-Service: http://home.pages.de/~Vinsalt/
Das Land des Horas: http://home.pages.de/~Horas/
JMs WebSite: http://jm.home.pages.de/

Pacifier

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to
Simon Dallmair wrote:

> Johannes Dieterich wrote:
> >
> > Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die
will ich
> > hier mal abhandeln.
>

NEIN! Eimn Rollenspielsystem mit Schwächen ??! gibst nicht ! ;-)

>
>
> > 1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
> > (geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
> > - zu klein:
> > Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der

Patrick `Pacifier` Multhaup

unread,
Nov 20, 1998, 3:00:00 AM11/20/98
to
Marcus Numrich wrote:

VORSICHT SPOILER
>>>>>>>>>>>>
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<<
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<
<

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<
<

> >4. Drachen
>
> <snip>
>
> Hmm, also den Punkt jkann ich nicht nachvollziehen...ich finde, in
> Aventurien gibt es sehr viele Drachen, denen ich lieber nicht über den Weg
> laufen möchte, Riesenlindwürmer z.B. Also daß Drachen grundsätzlich nett
> sind, stimmt also nicht.

WER sagte Drachen seien grundsaetzlich NETT?

Der unterhalte sich mal mit Brakador oder Razzazor oder Apep oder dem
muffigen Shafir !
Also wer die als nett bezeichnet ... da moecht ich die Leute die dieser
jemand als
unhoeflich bezeichnet lieber nicht kennenlernen:-)


Pacifier

Dirk Vormann

unread,
Nov 20, 1998, 3:00:00 AM11/20/98
to
Patrick `Pacifier` Multhaup wrote:
>
> Marcus Numrich wrote:
>
> VORSICHT SPOILER
> >>>>>>>>>>>>
> <
> <
> <
> <
> <
> <
>
> <
> <
> <<
> <
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> <
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> <
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> <
>
> <
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> <
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> <
> <
> <
>
> > >4. Drachen
> >
> > <snip>
> >
> > Hmm, also den Punkt jkann ich nicht nachvollziehen...ich finde, in
> > Aventurien gibt es sehr viele Drachen, denen ich lieber nicht über den Weg
> > laufen möchte, Riesenlindwürmer z.B. Also daß Drachen grundsätzlich nett
> > sind, stimmt also nicht.
>
> WER sagte Drachen seien grundsaetzlich NETT?
>
> Der unterhalte sich mal mit Brakador oder Razzazor oder Apep oder dem
> muffigen Shafir !
> Also wer die als nett bezeichnet ... da moecht ich die Leute die dieser
> jemand als
> unhoeflich bezeichnet lieber nicht kennenlernen:-)

Ja, Drachen spielen gerne mit dem Essen. Liegt das an deren schlechter
Erziehung?

Markus Breier

unread,
Nov 20, 1998, 3:00:00 AM11/20/98
to
Johannes Dieterich schrieb:

> > - Technologische Inkonsistenz.
> generell: Auch eine Fantasy-Welt muss in sich stimmig sein. Wie ich bereits
> sagte, fuer den einen mehr, den anderen weniger ...
>

Stimmt natürlich, daß sie in sich stimmig sein muß. Aber technologische Stimmigkeit?
Ich finde, das Aventurien in dieser Hinsicht zwar sehr interessant ist, aber nicht unbedingt
inkonsequent.
Logische Konsequenz ist da viel wichtiger. Und die stimmt größtenteils.


>
> > a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode
> (19.Jh.)

> Ich rede hier weder von Finanzwelt, noch von Geldverleihern sondern von
> BANKEN. Danke fuer eure freundlichen Literaturempfehlungen, die ich euch
> leider ein wenig zurueckgeben muss. Banken (<- Banken) sind ein Konzept der
> Neuzeit und spielten erst ab der Industrialisierung gesellschaftlich eine

> Rolle.

[schnippel, schnippel]

> Eine
> mittelalterliche Gesellschaft hat weder die Musse noch das Geld, eine
> Profiliga in was auch immer zu unterhalten (die Leute da hatten andere
> Sorgen. Ausserdem: Was nuetzt eine Liga ohne Zeitung ? s.o.)

> Trainer: "Und jetzt alle in die Mannschaftskutsche !" (kicher)
>

Warum muß eine Fantasywelt immer historisch korrekt sein??????
Es ist eine FANTASYwelt, in der es _Magie_ gibt. Natürlich sind die Kulturen diversen irdischen
nachempfunden. Aber es ist definitiv keine Kopie der Erde.

Warum sollte nicht auch die Geschichte anders verlaufen? Technologie ist das Ergebnis von Kultur und
umgekehrt. Da sowohl die technologie als auch die Kulturen ein Mischmasch sind, sehe ich da kein
Problem. Wem's nicht gefällt, der solte sich halt nach einer anderen Welt umschauen. Für mich ist es
gerade das Durcheinander und das Aufeinanderprallen von sovielen Gegensätzen, die Aventurien
interessant machen.

(Außerdem gibt es auch auf der Erde noch immer Völker, die auf dem technischen Niveau der Steinzeit.
Also?)


>
> > 2. Heldentypen
> > Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon
> mehr
> > als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe)
> er-
> > tragen.

> Ach ja. Ich meinte tatsaechlich den Schelm (jaja. Dann schreib auch was du
> meinst, schon gut :-). Derselbe Witz zum zweitenmal meinte dabei die zweite
> Anwendung des Spruchs Nackedei, Klickeradomms, Lachkrampf usw. Wer das
> lustig findet ...

> Zum Thema Humor bei Rollenspielen: Gehoert dazu. In meiner Gruppe wird gibt


> es allabendlich Gelegenheiten wo herzlich gelacht wird... Das hat aber nix
> mit Schelmenstreichen zu tun, denn die sind halt Slapstick der uebelsten
> Sorte (baeh).

> Wer ausser Schelmenhumor keinen anderen kennt ist m.E. nur zu bedauern.

Tut mir leid, daß du Schelme nur auf diese Art kennst. Slapstick ist nur ein kleiner Teil des
Schelmenhumors. Einen Schelm auf Slapstick zu beschränken, ist wie einen Krieger nur zum
Schwertschwingen zu verdonnern, sprich langweilig.
Der Spieler sollte was anderes spielen. Ich habe aber auch schon einen Schemlen erlebt, der zwar den
Charakteren auf die Nerven ging, aber wir Spieler hatten wirklich Spaß.

>
> > Elfen ...
> Mit Monopol auf gute Zauber waren hier die besseren
> Steigerungsmoeglichkeiten gemeint. Was die Regeln theoretisch zulassen und
> was hinterher rauskommt steht auf einem ganz anderen Blatt.
>

Da sind die Magier aber bei weitem besser dran.

>
> > 4. Drachen
>

Ich spiele (als Spielleiter) Drachen selten, und wenn, dann nie als Schlachvieh, sondern als weise,
alte Wesen, die den Abenteurern die Gnade erweisen, weil sie gerade gut drauf sind, ihnen zuzuhören.
Sie verbreiten ständig eine Aura der überheblichen Überlegenheit, sodaß die Spieler nicht mal auf
den Gedanken kommen, ihnen blöd zu kommen.

> > die Kampfregeln.
> Ich finde die Kampfregeln einen guten Kompromiss aus Spielbarkeit und
> Realismus gewuerzt mit einem guten Schuss Wuerfelspass.
>

Genau
Markus (aka Delayar Gletscherwind, der etwas andere Elf)


Dierk Dominicus-Schleutermann

unread,
Nov 20, 1998, 3:00:00 AM11/20/98
to
Patrick `Pacifier` Multhaup (Paci...@uni-duisburg.de) wrote:

Ich versteh' den Spoiler nicht. Ob Drachen nun nett sind oder nicht, merkt
man doch bereits in den ersten 10 Sekunden...

Aber vielleicht hast Du den einen oder anderen Namen genannt, dessen blosse
Nennung schon Geheimnisse verraet? Nun, dann ersetze ich eben durch "x".

: Der unterhalte sich mal mit xxxxxxxx oder xxxxxxxx oder xxxx oder dem


: muffigen Shafir !
: Also wer die als nett bezeichnet ... da moecht ich die Leute die dieser
: jemand als
: unhoeflich bezeichnet lieber nicht kennenlernen:-)

Also, die anderen drei kenne ich nicht, aber Shafir als "muffig" bezeichnen
kann wohl nur jemand, der ihn noch nie persoenlich gesprochen hat...
Ich fuer meinen Teil schneite ganz unerwartet herein, gewissermassen
temporal transversaliert, als ich eine geringere Meinungsverschiedenheit mit
einem ebenso geringen Herrn (Dame? Ding?) aus Satinavs Gefolge hatte, und
unterbrach ihn gerade in einem hoechst bemerkenswerten Zug in einer Partie
Rote und Weisse Kamele gegen Nahema. Er zog daraufhin sein Aequivalent zu
einer Augenbraue hoch und sagte: "Hoechst bemerkenswert. Ob er schmackhaft
ist?", und waehrend seines Lachens hatte ich genug Zeit, zum Ausgang zu
laufen. Sicher, Laufen ist fuer einen Mann meines Standes irgendwie unange-
messen, aber nach besagtem Missverstaendnis in Sachen Satinav fehlte mir die
Kraft fuer eine weitaus ausgefeiltere Fluchttechnik...
... jedenfalls: von "muffig" kann doch gar keine Rede sein...

Also, denn, Ciao, denn!
Dierk


Michelle Schwefel

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
ma...@informatik.uni-muenchen.de meinte am 18.11.98
zum Thema "Re: DSA ist Mist!":

> On 18 Nov 1998, Johannes Dieterich wrote:
>

> Neben einigen anderen Unkorrektheiten:
>
> >[.....]

> > > e) Imman - Liga.
> > Hier ist der Kern nicht das Imman-Spiel sondern die Liga. Eine


> > mittelalterliche Gesellschaft hat weder die Musse noch das Geld, eine
> > Profiliga in was auch immer zu unterhalten (die Leute da hatten andere
> > Sorgen. Ausserdem: Was nuetzt eine Liga ohne Zeitung ? s.o.)
>

> Schlicht falsch.
> Bereits im alten Rom ("Brot und Spiele") waren z.B. die meisten
> Gladiatoren Profis (Sklaven hatten wohl nicht den rechten Ehrgeiz :-).
> Auch fuer Pferderennen gab es richtiggehend Rennstaelle.
>

1. War das roemisce Reich wohl in vieler Hinsicht unserer "modernen"
Gesellschaft weit vergleichbarer als eine mittelalterliche/renaissance-
Gesellschaft.
2. Sind die roemischen Gladiatoren wohl kaum durch das ganze reich
gereist, um allwoechentliche/allmonatliche Spiele abzuhalten, die in einer
Liga ausgewertet werden. Sicher werden die Besten auf "Tournee" gegangen
sein. Aber eine Liga ist wohl noch etwas anderes.

Beste Gruesse,

Michelle
--
*"Danken Sie nicht mir..."*

Michelle Schwefel

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
un...@rz.uni-karlsruhe.de meinte am 18.11.98

zum Thema "Re: DSA ist Mist!":
>
> > a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode
> (19.Jh.)
> Ich rede hier weder von Finanzwelt, noch von Geldverleihern sondern von
> BANKEN. Danke fuer eure freundlichen Literaturempfehlungen, die ich euch
> leider ein wenig zurueckgeben muss. Banken (<- Banken) sind ein Konzept der
> Neuzeit und spielten erst ab der Industrialisierung gesellschaftlich eine
> Rolle. Ist leider so. Eine Bank hat weder mit altroemischen Geldwechslern,
> noch mit europaeischen Finanziersfamilien etwas zu tun sondern ist vglw.
> High tech im Bereich Wirtschaftswissenschaften.

In der Tat sind die aventurischen Bank a bisserl arg modern.
Nichtsdestotrotz sind Giroverkehr, Schecks, Einlagen, Kredit- und
Einlagezinsen etc etc., also alles, was m.E. eine Bank ausmacht, schon
weit frueher gebraeuchlich gewesen als im 19.Jhdt.
Und was die gesellschaftliche Bedeutung der Geldverleiher, Bankiers,
Finanziers oder wie auch immer man sie heissen will, sei allein auf das
Beispiel der Fugger verwiesen.

Michelle Schwefel

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
Welli...@t-online.de meinte am 18.11.98

zum Thema "Re: DSA ist Mist!":

> On 18 Nov 1998 01:18:00 +0100, rag...@schwefel.ndh.com (Michelle


> Schwefel) wrote:
>
> >Auch die krude Mixtur aus MA, Renaissance und Barock ist nicht immer
> >konsistent und dem Spielfluss zutraeglich. Gerade der Technologiesprung,
> >den das LF genommen hat, ist m.E. ein echter Abenteuertoeter. Man fargts
> >ich z.B. wie es dann in Guelendland aussehen soll, dass ja lt. Spielhilfen
> >auch technologisch weit fortgeschritten ist. Luftschiffe und Anti-Drachen-
> >SDI? Magisch getragene Doppeldecker?
> >Und warum Feuerwaffen iih bah sind, wenn man gleichzeitig weit
> >leistungsfaehigere (verglichen mit fruehen Feuerwaffen) Armbrusttypen
> >einfuehrt, will mir nicht einleuchten.
>

> Bleibt jeder Gruppe selbst ueberlassen.
> Aber was hast du eigentlich fuer eine Vorstellung vom Gueldenland?


> Von Hi-Tech war nie die Rede, das ganze erinnert eher an das alte,

> roemische Grossreich. Davon abgesehen gibt es etliche Orte, die man als
> Abenteurer besuchen kann. Die Inseln im Nebel, die suedlichen Inseln,
> Gueldenland, Riesland, das eherne Schwert, ...
>
Nun, in der Redaktion herrschte die Meinung vor, dass einige Reiche des
Gueldenlands Aventurien technologisch ueberlegen sei. M.W. ist das auch in
Texten (AB?) genannt worden, ich bin mir aber nicht mehr sicher.

Deinen Einwand mit den alternativen Orten verstehe ich in diesem
Zusammenhang nicht.

Michelle Schwefel

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
markus...@magnet.at meinte am 20.11.98

zum Thema "Re: DSA ist Mist!":

> Warum muss eine Fantasywelt immer historisch korrekt sein??????
> Es ist eine FANTASYwelt, in der es _Magie_ gibt. Natuerlich sind die Kulturen


> nachempfunden. Aber es ist definitiv keine Kopie der Erde.

Keine Frage, eine Fantasywelt soll und kann nicht Abbild der Erde sein. Da
seien schon Magie, uebernatuerliche Wesen und realexistierende Goetter
zwischen.
Aber das heisst doch nicht, dass es ganz und gar verkehrt ist, sich
darueber Gedanken zu machen, ob dieses oder jenes stimmig ist.
Die Immanliga ist es definitiv nicht. Klar ist es vorstellbar, dass
Staedte/Gruppierungen/Adelige sich eine Profimannschaft leisten. Aber dass
diese jahrein,jahraus bei z.T. wochenlangen Anfahrtswegen quer durch ganz
Aventruien reisen, um Ligaspiele zu absolvieren, das erscheint mir nicht
sehr ueberzeugend.
Nicht, dass ich mich jetzt an diesem Punkt aufhaengen will, Imman laesst
mich in meinem Aventurien kalt, kommt quasi nicht vor. Es ist halt eben
ein Beispiel unter vielen.

>
> (Ausserdem gibt es auch auf der Erde noch immer Voelker, die auf dem


> technischen Niveau der Steinzeit.
> Also?)

1) die Erde ist weit groesser als Aventurien (wir koennen hier nun einmal
nur ueber den bekannten Kontinent reden, der Rest liegt eben im Nebel)
2) die geographischen Barrieren sind auf der Erde weit groesser
3) muss man die letzten Steinzeitkulturen in Reservaten vor der
Zerstoerung durch die "Zivilisation" muehsam bewahren, es ist zudem mehr
als zweifelhaft, ob das gelingen wird.

Beste Gruesse,

Michelle


>
>
> >
> > > 2. Heldentypen
> > > Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon
> > mehr

--

Kurt Stege

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
In z-netz.freizeit.rollenspiele.dsa, Markus Breier <markus...@magnet.at>
wrote:

>> > 4. Drachen
>
>Ich spiele (als Spielleiter) Drachen selten, und wenn,
>dann nie als Schlachvieh, sondern als weise,
>alte Wesen, die den Abenteurern die Gnade erweisen,
>weil sie gerade gut drauf sind, ihnen zuzuhören.
>Sie verbreiten ständig eine Aura der überheblichen
>Überlegenheit, sodaß die Spieler nicht mal auf
>den Gedanken kommen, ihnen blöd zu kommen.

Richtig. So habe ich als Held und Spieler die aventurischen
Drachen auch immer kennengelernt. Selbstverstaendlich
werden Drachen respektvoll, hoeflich und vorsichtig
behandelt. Wenn es keinen guten Grund gibt, sie zu
besuchen, haelt man sich von ihnen fern. Wenn es denn
aber mal noetig ist, erweisen die Drachen einem diese
Gnade, hoeren einen zu, geben einem Ratschlaege,
nehmen sich die Zeit fuer einen, und behandeln die
Helden auch gut, sprich fressen sie nicht auf.

Und deshalb gebe ich Johannes recht, wenn er die
aventurischen Drachen als nett und freundlich
(den Helden gegenueber) charakterisiert.

Gruss,
Kurt.

The Roach

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
In article <72tamr$rg5$1...@news.metronet.de>, dachb...@metronet.de shook
the world by stating...

>Was ist eigentlich MUNCHKINISMUS, könnte das mal bitte einer einem Newbie
>erklären.

Munchkins / Munchkinismus ist ein Begriff, der _eigentlich_ zu AD&D
gehört - oder zum 'Zauberer in Oz'...

Viele halten die Munchkins im Zauberer für nervtötend - ihre kleine
Größe, ihre hohen Stimmen etc. In den (vor allem englischsprachigen)
AD&D-Gruppen taten sich immer wieder Spieler hervor mit den "Magier -
Monk - Priester - Palarin Stufen 87 - 74 - 99 - 12" Übercharakteren (aber
wieso, war doch nur Stufe 12...), mit Arrows of Slaying Anything und dem
Weltspalter +17.

"Seht her wie super mein Charakter ist und wie gut ich bin!" Daßdamit
eine Einstellung von "Roll-Playing over Role-playing" einherging, war
klar. Leider ging aber auch eine Einstellung von "Ich bin der bessere
Spieler" einher, die ziemlich penetrant und vehement vertreten wurde,
auch gegen Einwände wie "Wir tun Dir nichts, also kritisiere bitte auch
unseren Spielstil nicht".

Da diese Spieler oftmals auch aus der Altersgruppe 8-15 stammten,
bürgerte sich für diese Wurzelgnome ;-) der Begriff "Munchkin" ein. Ein
Munchkin iast eine besonders heftige Abart von Powergamer - ihre
Charaktere sind meist innerhalb des Regelwerks nicht umzubringen...

Ich hoffe, der Begriff ist klar?

--
penI'yIn 'ej pechep
Michael "The Roach" Janßen

Spamfalle: der letzte Buchstabe der email-Adresse ist überflüssig...

The Roach

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
In article <36536328...@CompuCAD.de>, S...@CompuCAD.de shook the
world by stating...

>Sord wrote:

>> Oder woher soll man beispielsweise wissen das Blitze immer in die H=F6c=
>hsten
>> Gegenst=E4nde Einschlagen. Es ist doch verwunderlich wenn manche helden=
> bei
>> Gewitter pl=F6tzlich davon zu reden beginnen, obwohl sie davon eigentli=
>ch gar
>> nichts wissen d=FCrften.
>
>Mach deine Gruppe mal darauf aufmerksam, da=DF Spielerwissen nicht gleich=
>Rollenwissen ist. Au=DFerdem kommen Blitze nicht von ungef=E4hr, und wer =


>vom
>Blitz getroffen wird, der hat diese Strafe auch verdient.

Gerade Blitze schlagen bei mir nicht immer in die höchsten Punkte ein
(was sie ja auch in der echten Welt nicht unbedingt tun... Unter den
rechten Voraussetzungen...).

Und mein Kommentar, wenn sich jemand darüber beschwert, ist auch immer
der gleiche: Unbewegte Miene aufsetzen, und dann "Seltsam. Sollte
vielleicht 'mal jemand hingehen und RONdra drauf aufmerksam machen,
nich'?"

(anip)

>> Infos dar=FCber sollte nat=FCrlich Fanpro


>> rausbringen und nicht jeder Spielleiter sollte sich seine eigenen

>> Geschichtchen aus den Fingern saugen, so dass am Ende jede Spielgruppe =
>ihre
>> eigene Vorstellung dieses sagenumwogenen Landes hat. =
>
>
>Das ist doch das sch=F6ne daran, man kann sich die Welt so gestalten wie


>man will, und nicht wie diverse Autoren sie sich vorstellen.

Mein Problem ist, daß ich mnormalerweise SL bin. Wenn ich also auf einen
Con gehe, um meinen eigenen Charakteren einmal Auslauf zu geben, fdinde
ich es immer schön, daß wenigstens ein breites Grundgerüst bestejt, auf
dem ich aufsetzen kann, ohne erst vom Spielleiter mühsam in den
Hintergrund und den Ort, wo ich mich gerade befinde, eingeführt werden zu
müssen.

Ich bin in Chorhop, es ist Phex? Nett, die ganze Stadt ist aufgeregt
wegen der Ämterlotterie...

Ich bin in Vinsalt, und mein Gegenüber nennt es dauernd Bosparan? Sauber,
da weiß ich doch gleich als Spieler wie als Charakter, wes Geistes Kind
der ist, ohne daß mir jemand mit einem Zaunpfahl vor dem Gesicht
herumwedelt.

Ich bin in Festum, sehe ein paar Goblins? Ja und, ich bin in festum,
nicht in Havena...

Und so weiter. Wenn ich die Welt nicht kennen würde, müßte der SL erst
umständlich ausholen, was auf einem Con doch meist etwas mehr stört als
in einer normalen Kmpagne. Schließlich soll mein Charakter etwas mehr tun
als nur mit offenem Mund dastehen und alles ansehen. (Eben mehr als
"Maulaffen feilhalten")

The Roach

unread,
Nov 21, 1998, 3:00:00 AM11/21/98
to
In article <3653D5...@uni-duisburg.de>, Paci...@uni-duisburg.de
shook the world by stating...
somebody wrote: (erkennbar an >> >)

>
> > Johannes Dieterich wrote:
>> > > e) Imman - Liga.
>> >
>> > wage ja nicht, etwas gegen imman zu sagen
>>
> Genau !
> Orkan vor !!

<fx: Musik von 'Life is Life' startet'>

Skor-pi-on
Na-nah-nah-nena
Skor-pi-on
Na-nah-nah-nena

<fx: Musik von "Another Brick in the Wall">

Wir woll'n keine / Bullenschweine
Wir woll'n keine Drachen seh'n
Auch Rebellen woll'n wir keine
Und den Pottwal nicht aus Prem
Hey! Hallo! Wir woll'n Skorpion!

...

...

Ähh...
Is' ja gut. ich geh' ja schon wieder...

Oliver Wellinghoff

unread,
Nov 22, 1998, 3:00:00 AM11/22/98
to
On 21 Nov 1998 00:53:00 +0100, rag...@schwefel.ndh.com (Michelle
Schwefel) wrote:

>Welli...@t-online.de meinte am 18.11.98


>zum Thema "Re: DSA ist Mist!":
>

>> On 18 Nov 1998 01:18:00 +0100, rag...@schwefel.ndh.com (Michelle
>> Schwefel) wrote:
>>
>> Bleibt jeder Gruppe selbst ueberlassen.
>> Aber was hast du eigentlich fuer eine Vorstellung vom Gueldenland?
>> Von Hi-Tech war nie die Rede, das ganze erinnert eher an das alte,
>> roemische Grossreich. Davon abgesehen gibt es etliche Orte, die man als
>> Abenteurer besuchen kann. Die Inseln im Nebel, die suedlichen Inseln,
>> Gueldenland, Riesland, das eherne Schwert, ...
>>
>Nun, in der Redaktion herrschte die Meinung vor, dass einige Reiche des
>Gueldenlands Aventurien technologisch ueberlegen sei.
>M.W. ist das auch in
>Texten (AB?) genannt worden, ich bin mir aber nicht mehr sicher.

Wie gesagt. _Einige Reiche_. Güldenland ist ziemlich vage formuliert.
Gerade dort wird für einen kreativen SL alles offengelassen.

>Deinen Einwand mit den alternativen Orten verstehe ich in diesem
>Zusammenhang nicht.

Es ging im wesentlichen darum, daß Aventurien zu zivilisiert,
Güldenland hi-tech und alles im Grunde schon erforscht sei. Dem
widerspreche ich.

Tharsonius

unread,
Nov 22, 1998, 3:00:00 AM11/22/98
to


Johannes Dieterich schrieb in Nachricht

<72sci1$eol$1...@news.rz.uni-karlsruhe.de>...


>Nein. Natuerlich nicht. Aber ein paar Schwaechen hats schon und die will
ich
>hier mal abhandeln.

>1. Die Spielwelt Aventurien. Dazu gibts gleich mehrere Kritikpunkte
>(geordnet ihrer Wichtigkeit nach (nach meiner Einschaetzung)):
> - zu klein: Wie soll man Abenteuer in fernen Laendern erleben, wenn der
> ganze Kontinent nur ca. 3000 Kilometer durchmisst? Wenn man also
einer-
> seits nur ca. zwei Tagesreisen bis zu den Eiszinnen einerseits und
> der Khom andererseits braucht.

Von wo aus denn? Jedenfalls könnten deine Charaktere eine Durchquerung
Aventuriens in der Zeit nur schaffen, wenn sie ständig ein Flugzeug im
Schlepptau hätten ;-)

> So eine Reise quer durch Aventurien

> sollte JAHRE dauern. Das schoenste ist doch die Rueckkehr nach einem
> abenteuerlichen Leben in die Heimat, wo sich inzwischen alles
> veraendert hat. In Aventurien kann man da gar nicht genug Abstand ge-
> winnen. Marco Polo-Touren sind jedenfalls unmoeglich.
> - zu gut erforscht: Jaja. Es gibt einfach zuviele Boxen mit Hintergrund-
> material. Dieses Thema wird zwar gerade in einem anderen Thread ab-
> gehandelt aber waehrend es da eher um die Auswirkungen auf den Geld-
> beutel geht, gehts mir eigentlich eher um die Auswirkungen auf Spiel
> und Spieler. Es ist fuer den armen Meister ein Ding der Unmoeglichkeit
> noch Abenteuer zu schreiben. Hinterher kommt garantiert ein Spieler an
> und meint: "Haeh ? Der Herrscher von Altoum heisst doch ganz anders !
> und dein Stadtplan stimmt auch nicht. Kuck mal ... ". You see ?


Wenn dir Aventurien zu gut erforscht ist, dann sorgt dafür, daß eure
Charaktere eine Erforschung Güldenlands, Ödlands, der Dracheninsel, des
ewigen Eises im Norden, der Südkontinente (Uthuria!) etc. antreten.
Wer weiß, wie groß Dere tatsächlich ist?
Eine Reise in eine Neben- oder Parallelwelt (Die Inseln im Nebel!) macht die
Sache noch ungleich interessanter. Vielleicht vergeht die Zeit dort
schneller, und nach der Rückkehr der Charaktere sind tatsächlich Jahre
vergangen.
Oder bittet euren Meister (oder bist DU das?), eine Zeitreise-Kampagne
vorzubereiten.
Dies alles läßt die Grenzen, die einem SL deiner Meinung nach gesetzt sind,
fast völlig verschwinden.
Letzter Ausweg: Entwickle eine KOMPLETT andere Welt (wenn du SL bist),
sozusagen die Extremversion eines Globuls, nach deinen Vorstellungen und
übernimm nur das DSA-Regelwerk. (Das kann man ja auch wieder modifizieren,
falls es einem nicht passt.)

> - Die Folge dieser ersten beiden Punkte sind die ueblichen langweiligen

> DSA - Detektiv - Abenteuer. Da es keine fernen Laender, geheimnisvol-
> len Staetde, Voelker, Kreaturen mehr zu entdecken gibt (schliesslich
> haben auch die Spieler die Hefte in den Boxen gelesen), bleibt nichts
> anderes uebrig als einen statistisch hohen Anteil von Abenteuern im


> gnadenlos gut erschlossenen Mittelreich (find nur ich diesen Namen be-
> scheuert? Das impliziert doch voellige Kenntnis der aventurischen Geo-

> graphie ?) anzusiedeln, ihm ein paar menschliche Schurken zu
verpassen,
> die mittels Gift und Intrigen Erbschaften erschleichen, Konkurrenten
> ausschalten oder andere normale Dinge tun, fuer die ich kein Fantasy-
> Szenario brauche.


Solche Abenteuer können sehr spannend sein, wobei der Fantasy-Hintergrund
eine besondere Atmosphäre schafft.
Außerdem kann ein fähiger Meister solche Szenarios in einer gigantischen
Kampagne mit "echten" Fantasy-Abenteuern verknüpfen. (Die Borbarad-Kampagne)

> - Technologische Inkonsistenz. Ob man sich daran stoert ist sicher Ge-
> schmacksache aber mich stoerts und deswegen erwaehne ichs:


> a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode (19.Jh.)

> Was ist eigentlich aus den guten alten Wucherern und Verleihern
> geworden, die immens hohe Zinsen verlangen muessen um ihre Armeen
> schwergewichtiger Eintreiber angemessen bewaffnen zu k”nnen ?


Das mit dem neunzehnten Jahrhundert ist mir fremd, es gab schon wesentlich
(!) früher Institutionen oder zumindest Verleiher, die die Grundlagen zum
heutigen Bankwesen bildeten.

> b) Zu Zeiten da man in der Lage war, Stahl so fein zu bearbeiten um
> daraus biegsame Klingen fuer Fechtwaffen wie Degen und Rapier her-
> zustellen hatte man schon Handfeuerwaffen, von Kanonen ganz zu
> schweigen.


Das mag für die Realität gelten, aber vergiß nicht, daß DSA ein
FANTASY-Rollenspiel ist, bei dem die Entwicklung der Menschheit anders und
z. T. sogar von Göttern beeinflusst wurde und wird.


> Ausserdem sind die Fechtwaffen den Schwertern des MA haushoch
ueber-
> legen. Beim DSA seltsamerweise grad andersrum...


Gut, aber die Schwerter bei DSA, gehören nicht zum MA sondern stammen hier
ja schließlich aus derselben Zeit und sind deshalb aus dem gleichen Stahl
und mit denselben Kenntnissen geschmiedet.

> c) Beilunker Reiter. UPS meets "Wach & Schlieá" and goes Aventuerien ?
> Was jetzt noch fehlt sind anheuerbare Drachentoeter. Dann brauchen
> wir gar keine Helden mehr.
> d) Zeitungen (Havener Fanfare). Massendruck auf Papier (Papier !)
> mit beweglichen Lettern (sowieso) gabs in Europa erst wann ? Kann
> mir da einer von euch weiterhelfen ? Jedenfalls erst viel spaeter.
> Man stelle sich den mittelalterlichen Reporter vor, wie er mit
seinem
> Pergamentblock (und Malkasten wenn er Fotoreporter ist) durch die
> Gegend rennt und in die Schlafzimmerfenster irgendwelcher Monarchen
> spaeht... (aechz)


Wenn dich die Zeitungen stören, dann mach' sie einfach zu einem Luxusartikel
der reichen Oberschicht.
(Wenn du SL bist.)

> e) Imman - Liga.


Was stört dich daran?

>2. Heldentypen
> Auch hier waere weniger mehr gewesen. Hand aufs Herz. Wer kann schon
mehr

> als ein Abenteuer mit einem Streuner (und sei er nur in der Gruppe) er-

> tragen. Gibt es wirklich jemand, der diesen Tortenflug - Sachenrunter-
> schmeiss - Humor mag ? Und wenn ja, wer davon kann zweimal ueber den
glei-
> chen witz lachen ?

> Der zweite Typ den man meiner Meinung nach zum Abschuss freigeben kann
> ist die Taenzerin. Man stelle sich vor: Da liegen die Helden nach hartem
> Kampf voellig ermattet und verwundet irgendwo in den schneebedeckten
> Naehen des Nordens (von Weiten kann man ja kaum reden, siehe oben) am
> Boden und dann huepft das Maedel, dick eingepackt in mehrere Lagen Pelz,
> ein wenig vor ihnen rum und schon ist alles wieder bestens. Warum muss
> man aus so einer ansonsten schoenen Figur (in jeder Hinsicht :-) un-
> bedingt einen Heldentyp machen ?
> Ach ja. Eins noch. Elfen = Munchkinismus (bzw. hier sagt man glaub ich
> Powergaming ?). Schon aufgefallen ? Auelfen haben das Monopol auf alle
> im Abenteuer wirklich anwendbaren guten Zaubersprueche (wann braucht
> man schonmal einen Daemon ?). Nebenbei koennen sie noch ganz gut
> kaempfen, sind wildniserfahren usw.

Dafür sind sie auch äußerst schwer darzustellende Charaktere.

>4. Drachen
> Mein Apell zur Rettung einer vom Aussterben bedrohten Kreatur: Der klas-
> sische Drache. Warum muessen eigentlich alle Drachen reden koennen ?
> Und wenn sie reden koennen, warum muessen sie dann auch noch zaubern
> koennen ? Und wenn sie reden und zaubern koennen, warum muessen sie
> Helden gegenueber dann unbedingt freundlich oder zumindest neutral sein
?


Zum Reden und Zaubern: Die echten Drachen sind nun mal so intelligent und so
begabt, daß sie dies können, und ich finde, das macht sie nur noch
geheimnisvoller und gefährlicher.
Sie müssen den Charaktern also keineswegs freundlich gesinnt sein, sondern
können - gerade wegen ihrer Intelligenz - auch wie NSC's als mächtige Feinde
und Gegenspieler der Char's eingesetzt werden.

> Wozu haben sie denn ihre Fluegel, Klauen, Zaehne und Feueratem ? Ich
> nenne freundlichen, weisen, guetigen, gerechten, intelligenten, ver-
> spielten oder neugierigen Drachen "New age"-Drachen und Leute die mit
> mir als SL spielen, werden solchen Drachen nie begegnen!
> Oh, und apropos Feueratem. In jedem zweiten Fantasy-Roman kann man
lesen,
> dass Drachen vermittels dieser Faehigkeit ganze Reiterheere einaeschern
> koennen. In Aventurien dagegen verliert man nur ein wenig Ruestungs-
> schutz. Wie soll ich mir das denn vorstellen? Tropft die Ruestung auf
> den Boden? Und wenn ja, warum ist der Knilch der drinsteckt dann nicht
> tot? Oder sind aventurische Ruestungen aus Asbest?
> Also, liebe Meister. Rettet die Drachen und gebt Aventurien ein wenig
> die Fantasy-Wildnis zurueck die diesem Reich so fehlt (Tolkien-Fans
> koennen ihre Drachen wegen mir auch reden lassen :-). Auf dass der
> Drache wieder der Koenig der Ungeheuer werde, anstatt der Hofnarr der
> NPC's!
>

Daß die Drachen bei DSA intelligent sind, sprechen und zaubern können, setzt
doch keineswegs voraus, daß sie verspielt, verweichlicht oder harmlos sind.
Vielmehr glaube ich, daß die meisten DSA-Drachen grausam, gierig, feindlich
gesinnt gegenüber anderen Lebewesen und egoistisch sind. Vielleicht
langweilen sie sich in einer Zeit, in der die Drachenkönigreiche nicht mehr
existieren, deshalb sind sicher auch einige Alte Drachen verbittert.

Und jetzt sieh dir einen Westwinddrachen an: unübertroffen gute Flieger,
tödlich scharfe Zähne und Krallen, eines gefährlichen Flammenstrahls
mächtig, aggressiv und weder sprach- noch magiebegabt. Wenn ich mich nicht
irre, entspricht das doch wohl deiner Drachen-Wunschvorstellung!

>Uff, das war jetzt wirklich ne Menge Text. Bliebe noch zu sagen, dass DSA
>natuerlich auch Staerken hat (die fuer mich auch noch ueberwiegen, sonst
>wuerde ich nicht DSA spielen), z.B. das Stufensystem, die Talent- und vor
>allem die Kampfregeln. Das begruende ich jetzt aber nicht denn erstens
>wuerde dieser Artikel dann noch laenger und zweitens will ich hier primaer
>meckern (falls es jemand noch nicht bemerkt hat :-) (falls es jemand noch
nicht bemerkt hat :-)
>
>Schlussfrage: Was haltet ihr davon? Ueber Anmerkungen zu meiner oder
>weitere Kritik waere ich froh. Vielleicht liest ja jemand mit, der die
>Entwicklung von DSA beeinflussen kann ... (nein, ich glaube nicht mehr an
>den Osterhasen :-)
>
>Gruesse
> Joe
>
>
>--
>Johannes Dieterich *** eMail un...@rz.uni-karlsruhe.de
>


Tharsonius von Bethana,
abtrünniger Zwillingsbruder Rohals des Weisen,
Sieger der Schlacht in Tobrien,
Beherrscher der Seele des Kaisers Fran-Horas,
Schwarzmagier und Nekromant der übelsten Sorte!


--
"Wer eine Welt beherrschen und neue Ordnung bringen will, muß sie zunächst
durch Chaos formbar machen..."
Borbarad


Andre Brochhagen

unread,
Nov 22, 1998, 3:00:00 AM11/22/98
to
*ragnar (Michelle Schwefel) ,*
konnte nicht anders und muszte am : *22.11.98*
zum Thema : Re: DSA ist Mist! wieder etwas von sich geben:

MS> Merkwuerdig. Ich spiele gerne DSA, feile aber staendig an
MS> Unzulaenglichkeiten (vermeintlichen und echten) im Regelwerk herum. Es ist
MS> doch wohl einer der schoensten Features bei allen RPGs, dass amn als
MS> Spieler die Freiheit hat, selbst Hand anzulegen und sich sein perfektes
MS> System zusammenzuschrauben.
Gaaanz genau meine Meinung, aber wenn man sich sowieso nur selten
zusammensetzt, dann kann man auch keine grundlegenden Neuerungen
schaffen, weil es gar nicht moeglich waer immer wieder alles geaenderte
allen anderen beizubringen (wow, diesen Satz muss ich selbst noch mal
durchlesen :-) )
Ein Fantasy-Rollenspiel sollte schliesslich auch etwas mit Fantasy zu tun
haben und als SL hat tausende von Moeglichkeiten auch unzulaengliche
Gegenden noch unzulaenglicher zu machen und ultrakomplizierte Sachen noch
kpmlizierter zu machen, usw. !

MS> > Natuerlich kann man bei DSA an allen Ecken und Enden Anachronismen in
MS> > vielen Bereichen finden, aber das stoert beim DSA Spiel ziemlich wenig.
MS> Man fargts ich z.B. wie es dann in Guelendland aussehen soll, dass ja lt.
MS> Spielhilfen auch technologisch weit fortgeschritten ist. Luftschiffe
MS> und Anti-Drachen-SDI? Magisch getragene Doppeldecker?
SDI ? SoelDnerInnen ?-) Der magischen Doppeldecker einfach mit zwei
fliegenden Teppichen (die es lt. Literatur gibt) zusammengebaut - fertig.
Am im ernst, DSA spielt ziemlich in der Zeit herum und einiges kommt sogar
mir - der ganz unvoreingenommen zu jedem Rollenspiel stehlt - recht
komisch vor, z.B. die ueberaus komplexen Fallen, die filigranen Arbeiten
an Gebrauchsgegenstaenden, die fortlaufende Entwicklung von Kultur,
waehrend andere Kultur noch stehenbleibt (LF - Barbaren), der moderne
Schiffsbau, usw. Aber wenn der SL oder die Spieler das nicht moegen, dann
ist es ihnen schliesslich frei sich in die Regionen zu begeben oder
nicht !

Natuerlich ist alles ein bischen realitaetsuntreu, aber soll es denn nicht
auch so sein und dem Spieler eine entspannte Atmosphere geben (das
letztere will ich ja gar nicht, aber es ist schon angenehm !) Wem die
Spielwelt aus DSA nicht gefaellt - und davon gibt es hier sicherlich kaum
welche - der soll eine andere, von mir aus selbsterfundene, nehmen, in die
er alles reinpacken kann, was er will.
Nur fehlt dann irgendwann das Rollenspiel, was eigentlich doch zum tragen
kommen sollte, wenn man immer wieder auf irgendwas herumhackt und
Neuerungen vornimmt. Der groesste Kritikpunkt muesste wahrscheinlich an
die Spieler und SL gehen, die es immer wieder schaffen *Rollenspiel*
kaputt zu machen !!!

MS> Beste Gruesse,
MS> Michelle
eigentlich die Nachtschwaermer-Michelle ?-)

aber jetzt Schluss mit Kritik an der Kritik an der ... sonst wird der
Threat nach einer Woche irrational und das waer ja grauenhaft !-)))


Liebe Grüße,
Andre !
--
Wo ich bin ist Chaos - ich kann nicht ueberall sein !

Ext...@ACCESS.owl.de ICQ-UIN: 2779389
Homepage: http://www.warstein.owl.de/~extreme
## CrossPoint v3.11 R ##

Michelle Schwefel

unread,
Nov 24, 1998, 3:00:00 AM11/24/98
to
Welli...@t-online.de meinte am 22.11.98
zum Thema "Re: DSA ist Mist!":

>
> >Deinen Einwand mit den alternativen Orten verstehe ich in diesem
> >Zusammenhang nicht.
>
> Es ging im wesentlichen darum, dass Aventurien zu zivilisiert,
> Gueldenland hi-tech und alles im Grunde schon erforscht sei. Dem
> widerspreche ich.

Dass alles schon erforscht sei ist kein Einwand von meiner Seite. Im
Gegentum, meinethalben mag es getrost noch mehr Regionalmodule etc. geben.
Vorzuschlagen, Aventurien zu verlassen, wenn es einem dort technisch schon
zu fortgeschritten ist, halte ich fuer eine merkwuerdige Loesung. Nichts
gegen Abenteuer in Globulen, wenn man eine gute Idee hat, die man aber im
"normalen" Aventurien nicht unterbringen kann. Die "Aventurienflucht" zur
Regel zu machen, kann aber doch kaum der Weisheit letzter Schluss sein.
Schliesslich spiele ich auch DSA, weil ich z.B. jederzeit auf Cons in
Spielrunden einsteigen kann, die sich hintergrundmaessig auf dem selben
Stand befinden wie ich. Weiche ich hingegen nach Riesland aus, dann ist es
Essig damit. Ich halte es fuer fragwuerdig, den Kritikern am Aventurien,
so wie es sich jetzt praesentiert, nahezulegen, sich doch schlicht nach
anderen Welten umzusehen. Wenn sie es wirklich alle taeten, es waere ein
herber Verlust fuer DSA.

Beste Gruesse,

Michelle

Michelle Schwefel

unread,
Nov 24, 1998, 3:00:00 AM11/24/98
to
> Natuerlich ist alles ein bischen realitaetsuntreu, aber soll es denn nicht
> auch so sein und dem Spieler eine entspannte Atmosphere geben (das
> letztere will ich ja gar nicht, aber es ist schon angenehm !) Wem die
> Spielwelt aus DSA nicht gefaellt - und davon gibt es hier sicherlich kaum
> welche - der soll eine andere, von mir aus selbsterfundene, nehmen, in die
> er alles reinpacken kann, was er will.

Es ist eben Geschmackssache, ob man Realtitaetsnaehe (mehr ist eh nicht
drin) in seiner Spielwelt wuenscht oder nicht. Sicher kann man
Realitaetstreue auch uebertreiben. Spieler, die alles und jedes staendig
hinterfragen und dem Spielleiter das Leben durch ihren ueberzogenen
Pedantismus unnoetig schwer machen, sind unfraglich nervig. Aber es gibt
eben auch einen Mittelweg, und ich bekomme bei einigen Ungereimtheiten
schon Zahnschmerzen bzw. als SL in haessliche Erklaerungsnoete.

> Nur fehlt dann irgendwann das Rollenspiel, was eigentlich doch zum tragen
> kommen sollte, wenn man immer wieder auf irgendwas herumhackt und
> Neuerungen vornimmt.

Du siehst das m.E. zu extrem. Wir aendern mitnichten imm
Spielrundenrythmus die Regeln, bis keiner mehr weiss, was Sache ist. Und
klar, das Rollenspiel steht im Vordergrund. Es faellt mir halt nur
leichter, wenn der Hintergrund stimmig ist.

>Der groesste Kritikpunkt muesste wahrscheinlich an
> die Spieler und SL gehen, die es immer wieder schaffen *Rollenspiel*
> kaputt zu machen !!!

Das ist jetzt aber sehr vage formuliert. Wen konkret willst Du denn da
jetzt ansprechen? Und einfach so als Massenvorwurf ist das doch auch eher
ein wenig platt. ;-)
Es wird immer wieder SLs und Spieler geben, die einander im Wege stehen
oder schlicht nicht miteinander klarkommen.

> eigentlich die Nachtschwaermer-Michelle ?-)
Yip.

Viele Gruesse,

Dirk Vormann

unread,
Nov 24, 1998, 3:00:00 AM11/24/98
to
> Dass alles schon erforscht sei ist kein Einwand von meiner Seite. Im
> Gegentum, meinethalben mag es getrost noch mehr Regionalmodule etc. geben.
> Vorzuschlagen, Aventurien zu verlassen, wenn es einem dort technisch schon
> zu fortgeschritten ist,

Es gibt ueberall in Aventurien unbekannte Ecken, die fuer ein Abenteuer
gross genug sind. Es ist ueberhaupt kein Problem, ein paar Wochen auf
Steinzeit-Niveau verbringen zu muessen, wenn der Meister will.


> halte ich fuer eine merkwuerdige Loesung. Nichts
> gegen Abenteuer in Globulen, wenn man eine gute Idee hat, die man aber im
> "normalen" Aventurien nicht unterbringen kann. Die "Aventurienflucht" zur
> Regel zu machen, kann aber doch kaum der Weisheit letzter Schluss sein.
> Schliesslich spiele ich auch DSA, weil ich z.B. jederzeit auf Cons in
> Spielrunden einsteigen kann, die sich hintergrundmaessig auf dem selben
> Stand befinden wie ich. Weiche ich hingegen nach Riesland aus, dann ist es
> Essig damit. Ich halte es fuer fragwuerdig, den Kritikern am Aventurien,
> so wie es sich jetzt praesentiert, nahezulegen, sich doch schlicht nach
> anderen Welten umzusehen. Wenn sie es wirklich alle taeten, es waere ein
> herber Verlust fuer DSA.

whitefox

unread,
Nov 26, 1998, 3:00:00 AM11/26/98
to
Markus Breier schrieb:

> Sie verbreiten ständig eine Aura der überheblichen Überlegenheit, sodaß die Spieler > nicht mal auf den Gedanken kommen, ihnen blöd zu kommen.

Es sei denn die Spieler hassen einen *schnüff* ... (oder man sie ?)
(armer, armer Meister der endlich seinen schlimmsten Alptraum
losgeworden ist)

--
Alexander (WhiteFox)
"Love is a bird she needs to fly" (Frozen, Madonna)


Johannes Dieterich

unread,
Nov 27, 1998, 3:00:00 AM11/27/98
to

Tharsonius <Braz...@gmx.net> schrieb im Beitrag
<bnX52.720$081....@news2.cityweb.de>...


> Wenn dir Aventurien zu gut erforscht ist, dann sorgt dafür, daß eure
> Charaktere eine Erforschung Güldenlands, Ödlands, der Dracheninsel, des
> ewigen Eises im Norden, der Südkontinente (Uthuria!) etc. antreten.
> Wer weiß, wie groß Dere tatsächlich ist?
> Eine Reise in eine Neben- oder Parallelwelt (Die Inseln im Nebel!) macht
die
> Sache noch ungleich interessanter. Vielleicht vergeht die Zeit dort
> schneller, und nach der Rückkehr der Charaktere sind tatsächlich Jahre
> vergangen.
> Oder bittet euren Meister (oder bist DU das?), eine Zeitreise-Kampagne
> vorzubereiten.
> Dies alles läßt die Grenzen, die einem SL deiner Meinung nach gesetzt
sind,
> fast völlig verschwinden.
> Letzter Ausweg: Entwickle eine KOMPLETT andere Welt (wenn du SL bist),
> sozusagen die Extremversion eines Globuls, nach deinen Vorstellungen und
> übernimm nur das DSA-Regelwerk. (Das kann man ja auch wieder
modifizieren,
> falls es einem nicht passt.)

Es ging mir ja gar nicht darum, für mich und meine Spielrunde (in der Tat
bin ich der SL) einen Ausweg aus dem Erforschungs-Elend zu finden. Ich kann
mir die Tonnen von DSA-Zusatzmaterial sowieso nicht leisten. Deshalb
unterscheidet sich mein Aventurien notgedrungen etwas vom offiziellen,
wobei ich die Gelegenheit benutze einige der uebelsten Schwaechen (siehe
Ursprungspost) etwas auszubuegeln.
Zum Erschaffen einer eigenen Spielwelt fehlt mir aber schlicht die Zeit,
weswegen ich gerne mehr kaeufliches DSA-Material verwenden wuerde wenn
dieses nicht gar so unrealistisch und ueberdetailliert waere. Dann waere es
auch nicht gar so viel und damit vielleicht erschwinglicher.

> > Detektiv - Abenteuer ...


> Solche Abenteuer können sehr spannend sein, wobei der Fantasy-Hintergrund
> eine besondere Atmosphäre schafft.
> Außerdem kann ein fähiger Meister solche Szenarios in einer gigantischen
> Kampagne mit "echten" Fantasy-Abenteuern verknüpfen. (Die
Borbarad-Kampagne)

Sie koennen spannend sein, aber nach drei mysterioesen Mordfaellen in Folge
laesst die Sache dann doch etwas nach ...

> > - Technologische Inkonsistenz. Ob man sich daran stoert ist sicher
Ge-
> > schmacksache aber mich stoerts und deswegen erwaehne ichs:
> > a) Banken kamen in Europa erst nach der Dampfmaschine in Mode
(19.Jh.)
> > Was ist eigentlich aus den guten alten Wucherern und Verleihern
> > geworden, die immens hohe Zinsen verlangen muessen um ihre
Armeen
> > schwergewichtiger Eintreiber angemessen bewaffnen zu k”nnen ?
>
> Das mit dem neunzehnten Jahrhundert ist mir fremd, es gab schon
wesentlich
> (!) früher Institutionen oder zumindest Verleiher, die die Grundlagen zum
> heutigen Bankwesen bildeten.

Ja, es gab schon frueher Banken. Die Bank of England beispielsweise (einer
der ersten Banken in Europa) wurde schon 1694 gegruendet, wobei man dazu
wissen muss, dass England damals dem uebrigen Europa technologisch und
gesellschaftlich um fast 100 Jahre voraus war (Dampfmaschine,
konstitutionelle Monarchie ...)
Ein Bankwesen ist aber ohne Gimmicks wie beispielsweise doppelte
Buchfuehrung undenkbar und diese fehlte fruehen Wirtschaftsmaechten wie
beispielsweise der Hanse noch (spaetes MA, Schiesspulverzeit).
Die Medici hatten sie dann schon ... aber das ist eigentlich eine andere
Epoche, die WIE ICH FINDE, nicht so recht nach Aventurien passen will ...

> > Ausserdem sind die Fechtwaffen den Schwertern des MA haushoch
> ueber-
> > legen. Beim DSA seltsamerweise grad andersrum...
>
>
> Gut, aber die Schwerter bei DSA, gehören nicht zum MA sondern stammen
hier
> ja schließlich aus derselben Zeit und sind deshalb aus dem gleichen Stahl
> und mit denselben Kenntnissen geschmiedet.

Das hat nichts mit Stahl zu tun sondern mit der Verwendungsweise der Waffe.
Ein Schwertkaempfer, der gegen einen Fechter kaempft ist schon dreimal
erstochen bevor er auch nur ausgeholt hat. Ausserdem kann er einen Stich
nicht mit dem Schwert parieren, denn dazu muesste er das Schwert am
ausgestreckten Arm wie eine Fechtwaffe fuehren wozu es schlicht zu schwer
ist. Allerdings kann ein Fechter auch keinen Schwerthieb parieren ...

> Wenn dich die Zeitungen stören, dann mach' sie einfach zu einem
Luxusartikel
> der reichen Oberschicht.
> (Wenn du SL bist.)

Ich wollte nur drueber laestern :-). In meinem Aventurien gibts es keine
Zeitungen ...

> >4. Drachen
> > Mein Apell zur Rettung einer vom Aussterben bedrohten Kreatur: Der
klas-
> > sische Drache. Warum muessen eigentlich alle Drachen reden koennen ?
> > Und wenn sie reden koennen, warum muessen sie dann auch noch zaubern
> > koennen ? Und wenn sie reden und zaubern koennen, warum muessen sie
> > Helden gegenueber dann unbedingt freundlich oder zumindest neutral
sein
>

> Zum Reden und Zaubern: Die echten Drachen sind nun mal so intelligent und
so
> begabt, daß sie dies können, und ich finde, das macht sie nur noch
> geheimnisvoller und gefährlicher.
> Sie müssen den Charaktern also keineswegs freundlich gesinnt sein,
sondern
> können - gerade wegen ihrer Intelligenz - auch wie NSC's als mächtige
Feinde
> und Gegenspieler der Char's eingesetzt werden.

Es macht sie weder geheimnisvoller noch gefaehrlicher. Es macht sie
hauptsaechlich berechenbar, fordert die Diplomaten unter den Helden heraus
und zwingt den Meister damit dazu, den Drachen _relativ_ freundlich
darzustellen, denn diplomatische Helden bringt man nicht um ...

> Und jetzt sieh dir einen Westwinddrachen an: unübertroffen gute Flieger,
> tödlich scharfe Zähne und Krallen, eines gefährlichen Flammenstrahls
> mächtig, aggressiv und weder sprach- noch magiebegabt. Wenn ich mich
nicht
> irre, entspricht das doch wohl deiner Drachen-Wunschvorstellung!

Infos woher (nach offizieller DSA-Linie koennen Drachen doch nur mittels
Magie fliegen) ? Klingt gut :-)

Gruesse
Joe

---
Johannes Dieterich *** email: un...@rz.uni-karlsruhe.de

Eric

unread,
Nov 27, 1998, 3:00:00 AM11/27/98
to

Bernd B. schrieb in Nachricht <72v3cn$m8f$1...@news4.muc.eurocyber.net>...

>
>Johannes Dieterich schrieb in Nachricht
><01be12f3$81a0bb20$1bdc0d81@samarkand>...
>>die 2 Tagesreisen... Leute! Das war eine rhetorische Uebertreibung! Ich
>>dachte das merkt man!
>
>Email und News neigen nun mal nicht dazu mit Gesichtsausdruck und Tonlage
zu
>sprechen,
>Nuancen bleiben so leicht auf der Strecke.
>
>
>>Mein lieber Bernd, nicht jeder hat die ZEIT, stundenlang Abenteuer
>>vorzubereiten, oder gar die endlose Materialflut zu DSA zu verfolgen...
>
>
>Mein lieber Johannes - wer nicht die Zeit hat 2-3 Stunden in die
>Vorbereitung eines
>Spielabends zu stecken, um sich auf die gröbsten Sachen vorzubereiten,
>handelt IMHO
>als Meister grob fahrlässig.

>
>>Ich rede hier weder von Finanzwelt, noch von Geldverleihern sondern von
>>BANKEN. Danke fuer eure freundlichen Literaturempfehlungen, die ich euch
>>leider ein wenig zurueckgeben muss. Banken (<- Banken) sind ein Konzept
der
>>Neuzeit und spielten erst ab der Industrialisierung gesellschaftlich eine
>
>
><blub> Es liegt doch an dir als Meister, wie du die Welt leben läßt.

>
>>Ach ja. Ich meinte tatsaechlich den Schelm (jaja. Dann schreib auch was du
>>meinst, schon gut :-). Derselbe Witz zum zweitenmal meinte dabei die
zweite
>>Anwendung des Spruchs Nackedei, Klickeradomms, Lachkrampf usw. Wer das
>>lustig findet ...
>
>
>Der Schelm ist nach offizieller AVBote Umfrage die ungeliebteste Figur, die
>definitiv
>Probleme macht. Laß ihn doch einfach nicht zu, wenn er dir den Abend kapput
>macht.
>
>
>
>

Eric

unread,
Nov 28, 1998, 3:00:00 AM11/28/98
to

Andre Brochhagen

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
*ragnar (Michelle Schwefel) ,*
konnte nicht anders und muszte am : *30.11.98*

zum Thema : Re: DSA ist Mist! wieder etwas von sich geben:

MS> > Natuerlich ist alles ein bischen realitaetsuntreu, aber soll es denn
MS> > nicht auch so sein und dem Spieler eine entspannte Atmosphere geben (das
MS> > letztere will ich ja gar nicht, aber es ist schon angenehm !)
MS> Sicher kann man Realitaetstreue auch uebertreiben. Spieler, die alles und
MS> jedes staendig hinterfragen und dem Spielleiter das Leben durch ihren
MS> ueberzogenen Pedantismus unnoetig schwer machen, sind unfraglich
MS> nervig.
Kann ich Dir nur zustimmen, ein Mittelweg ist immer das richtige, obwohl
das auch seeehr vage formuliert ist. Und wie soll man auch immer
geschichtlichen Hintergrund mit realistaetsnahem Rollenspiel verbinden,
zumal viele Gruppen Hintergrundmusik hoeren und Stimmungskiller immer
wieder auftauchen, z.B. so profane Dinge wie die Tuerklinkel oder der
Pizzaman :-) Aber Du kannst mir auch nicht erzaehlen das in den meisten
Gruppen Geschichtswissenschaftler sitzen, denen kleine Unebenheiten
auffallen.

MS> Du siehst das m.E. zu extrem. Wir aendern mitnichten imm
MS> Spielrundenrythmus die Regeln, bis keiner mehr weiss, was Sache ist. Und
MS> klar, das Rollenspiel steht im Vordergrund. Es faellt mir halt nur
MS> leichter, wenn der Hintergrund stimmig ist.
Da seh ich mindestens Ansatzpunkte, aber Aventurien ist IMHO entweder zu
klein um moeglichst viele Regionen unterzubringen oder zu gross, weil es
nicht Standortabhaengiges gibt und man von einem Extrem ins naechste
geraet, bzw. geraten kann. Ich denke, das Rollenspiel vor allem die
Phantasie anregen soll ohne grosse geschichtliche Interessen zu verfolgen,
genauso ist es ja auch bei Zukunftsrollenspielen, die sich schon gar nicht
an geschichtlichen Ereignissen festbeissen koennen, sondern wild drauflos
raten, obwohl es schon die eine oder andere Erfindung gibt, die es erst in
30 Jahren geben soll ...

MS> >Der groesste Kritikpunkt muesste wahrscheinlich an
MS> > die Spieler und SL gehen, die es immer wieder schaffen *Rollenspiel*
MS> > kaputt zu machen !!!
MS> Das ist jetzt aber sehr vage formuliert. Wen konkret willst Du denn da
MS> jetzt ansprechen? Und einfach so als Massenvorwurf ist das doch auch eher
MS> ein wenig platt. ;-)
Unaufmerksamkeit auf Meister- und Spielerseite, ploetzliches Weggehen,
usw. waeren doch ganz angebrachte Kritiken ;-)
Ich dachte ans Rollenspiel, das doch eigentlich nix dazu kann, wenn man es
unbedingt interpretieren muss und dabei auf unstimmigkeiten stoesst.

MS> > eigentlich die Nachtschwaermer-Michelle ?-)
MS> Yip.
Ich dachte schon Du waerst nach AOL ausgestorben :-)

Ciao, Andre
--
"Was sagen sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz ..."

Bhim17

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to

>Und jetzt sieh dir einen Westwinddrachen an: unübertroffen gute Flieger,
>tödlich scharfe Zähne und Krallen, eines gefährlichen Flammenstrahls
>mächtig, aggressiv und weder sprach- noch magiebegabt. Wenn ich mich nicht
>irre, entspricht das doch wohl deiner Drachen-Wunschvorstellung!

Drachen in Aventurien sind die wohl besten Drachen die mir je in einer Fantasy
Umgebung begegnet sind!
Sie sind körperlich bereits extrem mächtig, aber sie sind viel mehr. Dabei rede
ich nciht von einem sich Drache schimpfenden Baumechsen, sondern von
KAISERdrachen, Purpur- und Riesenlindwürmern!
Diese Wesen besitzen MAGIE in ihrer höchsten Form sie sind die pure Macht, sie
sind der Inbegriff der Fantasy-Kreatur und gerade deswegen nicht als "nebenbei"
Monster gedacht. Nicht einmal der Westwind oder Perldrache.
Diesem Inbergriff werden sie zum erstenmal wirklich gerecht, als eine der
Stimmungsvolsten Kreaturen im ganzen Schwarzen Auge, sie sind eben mit Vorsicht
und nur selten einzusetzen, aber dann richtig, in ihrer ganzen Pracht und Macht
(und da sich das reimt wissen wir ja alle wie das ist...).
Und wenn man dann noch den Taschen- oder Meckerdrachen hinzunimmt, dann ist die
Stimmung doch perfekt, oder?

Benjamin Bhim Singh


P.S.: Alte Drachen wollen wir hier doch lieber mal ausen vor lassen...

Hosea Lukas Busse

unread,
Dec 2, 1998, 3:00:00 AM12/2/98
to
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 30.11.98, 23:32:05, schrieb bhi...@aol.com (Bhim17) zum Thema Re:
Drachen in Aventurien (was Re: DSA ist Mist!):

> Benjamin Bhim Singh

Hallo,
was die Drachenvielfalt angeht magst du recht haben. Davon abgesehen
sind die Drachen durch das Kampfsystem von DSA, rein Körperlich nicht
so stark wie sie sein sollten. Ein einzelner Krieger sollte eigentlich
einem Drachen (zumal einem älteren) selbst wenn dieser keine Magie
einsetzt, nicht gewachsen sein. Das ist aber nicht der Fall.
Besser wurde das die Gefährlichkeit von Drachen z.B. bei Midgard
umgesetzt.

Gruß
Hosea


Dierk Dominicus-Schleutermann

unread,
Dec 2, 1998, 3:00:00 AM12/2/98
to
Hosea Lukas Busse (Hosea.Lu...@cruise.de) wrote:
54 Zeilen Quotes und nur 8 Zeilen eigener Text.
Konntest Du nicht wenigstens ein bisschen kuerzen?

Mornantrus

unread,
Dec 2, 1998, 3:00:00 AM12/2/98
to

Im Artikel <19981202.9031754@simath>, Hosea Lukas Busse
<Hosea.Lu...@cruise.de> schreibt:

>so stark wie sie sein sollten. Ein einzelner Krieger sollte eigentlich=20=
>
>einem Drachen (zumal einem =E4lteren) selbst wenn dieser keine Magie=20=


>
>einsetzt, nicht gewachsen sein. Das ist aber nicht der Fall.

Was? Ein einzelner Krieger einem Drachen gewachsen? ME haette ein einzelner
Krieger schon mit einem Tatzelwurm Probleme, sogar wenn er kein Elf ist. Aber
ein Drache...
Wie kommst Du darauf?

>Gru=DF
>Hosea

Mehr als verwundert
Mornantrus

Hagenfels

unread,
Dec 2, 1998, 3:00:00 AM12/2/98
to
> Hallo,
> was die Drachenvielfalt angeht magst du recht haben. Davon abgesehen
> sind die Drachen durch das Kampfsystem von DSA, rein Körperlich nicht
> so stark wie sie sein sollten. Ein einzelner Krieger sollte eigentlich
> einem Drachen (zumal einem älteren) selbst wenn dieser keine Magie
> einsetzt, nicht gewachsen sein. Das ist aber nicht der Fall.
> Besser wurde das die Gefährlichkeit von Drachen z.B. bei Midgard
> umgesetzt.
>
> Gruß
> Hosea

Also ich weiß ja nicht so recht was für Krieger du spielst, aber meinem
16Stufer würde es nicht im Traum einfallen auch nur einen Höhlendrachen
alleine anzugreifen...
Und ich kann nicht gerade sagen das mein Krieger schwächlich für seine Stufe
ist!

See Ya
Hagenfels


Tom

unread,
Dec 2, 1998, 3:00:00 AM12/2/98
to
Hi Bhim,


> >Und jetzt sieh dir einen Westwinddrachen an: unübertroffen gute Flieger,
> >tödlich scharfe Zähne und Krallen, eines gefährlichen Flammenstrahls
> >mächtig, aggressiv und weder sprach- noch magiebegabt. Wenn ich mich nicht
> >irre, entspricht das doch wohl deiner Drachen-Wunschvorstellung!
> Drachen in Aventurien sind die wohl besten Drachen die mir je in einer Fantasy
> Umgebung begegnet sind!

Ne, dem muß ich vehement wiedersprechen.
Die besten Drachen von denen ich in SF Romanen gelesen habe,
sind die Drachen aus Drachenlanze.
Es gibt dort gute und böse Drachen, wobei diese leicht zu unterscheiden sind.
(Gut= Metallische farbe zB. Gold, Silber, Kupfer; Schlecht= normale Farben)
Diese Drachen besitzen eine sehr mächtige magie, können sehr gut fliegen,
sind sprachbegabt und haben die Fähigkeit, sich in einen Menschen zu verwandeln.
(Zumeist einen Elfen)

> P.S.: Alte Drachen wollen wir hier doch lieber mal ausen vor lassen...

Davon gibt es ja auch nur 6 Stück!

ciao, Kenrod


Elmar Bihler

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to
> > ...

> > Drachen in Aventurien sind die wohl besten Drachen die mir je in einer
> > Fantasy-Umgebung begegnet sind!

>
> Ne, dem muß ich vehement wiedersprechen.
> Die besten Drachen von denen ich in SF Romanen gelesen habe,
> sind die Drachen aus Drachenlanze.
> ...

Tststs, ihr Banausen alle beide ;-)
Ich sage nur: Smaug !

CU
Elmar.

Andre Schreiter

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to
> Hallo,
> was die Drachenvielfalt angeht magst du recht haben. Davon abgesehen
> sind die Drachen durch das Kampfsystem von DSA, rein Körperlich nicht
> so stark wie sie sein sollten. Ein einzelner Krieger sollte eigentlich
> einem Drachen (zumal einem älteren) selbst wenn dieser keine Magie
> einsetzt, nicht gewachsen sein. Das ist aber nicht der Fall.
> Besser wurde das die Gefährlichkeit von Drachen z.B. bei Midgard
> umgesetzt.

Da muß ich dir Recht geben, selbst wenn dir andere Wiedersprechen... Drachen
sollten allene ihrer Masse wegen mehr LE haben... Wirklich große Drachen
mindestens um die 500+ (wenn ich mich nicht irre so ziemlich die höchste LE
anzahl im Kreaturenbuch - Außnahme sind eh die Alten Drachen: Teclador
(Staub und Sterne) LE: Wie der Sand in der Wüste [oder so ähnlich]).


Hosea Lukas Busse

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to

Am 02.12.98, 15:46:20, schrieb morna...@aol.com (Mornantrus) zum
Thema Re: Drachen in Aventurien (was Re: DSA ist Mist!):

> Was? Ein einzelner Krieger einem Drachen gewachsen? ME haette ein

einzelner
> Krieger schon mit einem Tatzelwurm Probleme, sogar wenn er kein Elf
ist. Aber
> ein Drache...
> Wie kommst Du darauf?

> Mehr als verwundert
> Mornantrus

Nimm einen Krieger, so etwa ab der 12 Stufe und verpasse ihm einen
großen Schild.
Nach den Regeln, reicht eine einfache Parade aus um einen Angriff des
Drachen, z.B. mit den Zähnen, abzuwehren.
Normalerweise ist die Parade eines Kriegers besser als die eines
Drachen.
Wenn du jetzt noch einen Krieger so ab Stufe 16/17 nimmst, wird er
dadurch für Drachen bei DSA durchaus gefährlich.
Und wie gesagt, ich klammere die Magie der Drachen aus.
Es sei denn, ich habe irgendwelche Regeländerungen aus der letzten
Kreaturenbox verpaßt.

Gruß
Hosea


Hosea Lukas Busse

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 02.12.98, 19:19:33, schrieb Hagenfels <10664...@compuserve.com>

zum Thema Re: Drachen in Aventurien (was Re: DSA ist Mist!):

> Also ich weiß ja nicht so recht was für Krieger du spielst, aber
meinem
> 16Stufer würde es nicht im Traum einfallen auch nur einen
Höhlendrachen
> alleine anzugreifen...
> Und ich kann nicht gerade sagen das mein Krieger schwächlich für seine
Stufe
> ist!

> See Ya
> Hagenfels

Solange der Drache keine Magie einsetzt, stehen die Chancen für den
Krieger gar nicht so schlecht.
Bzw. es ist ein Glücksspiel, wer besser Würfelt.
Nach meiner Meinung sollte ein erwachsener Drache auch ohne jede Magie
und ohne Glück, jeden einzelnen Krieger besiegen können.
Selbst eine 19Stufer.

Gruß
Hosea


Bhim17

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to

Im Artikel <3666776B...@mathpool.uni-augsburg.de>, Elmar Bihler
<bih...@mathpool.uni-augsburg.de> schreibt:

>Tststs, ihr Banausen alle beide ;-)
>Ich sage nur: Smaug !
>
>CU
>Elmar.


Hallo!

Erklär mal!

Benjamin Bhim Singh <=> Bengram, Sohn des Bandhag

Bhim17

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to

Im Artikel <36659A15...@gmx.de>, Tom <mj...@gmx.de> schreibt:

> ...Drachen aus Drachenlanze.


>Es gibt dort gute und böse Drachen, wobei diese leicht zu unterscheiden sind.

>...


>Diese Drachen besitzen eine sehr mächtige magie, können sehr gut fliegen,
>sind sprachbegabt und haben die Fähigkeit, sich in einen Menschen zu
>verwandeln.
>(Zumeist einen Elfen)
>

>ciao, Kenrod


Hallo, Tom!

Die Idee mit dem in eine(n) Elfe(n) verwandeln ist tasächlich ziemlich cool,
aber das kann ein aventurischer Drache bei mir (z.B. ADLER WOLF)!
Außerdem ist das mit den Drachen ja so was schönes, weil sie nicht automatisch
(absolut) gut oder (absolut) böse sind. Es sind Persönlichkeiten, grautöne.
Die Magie der av. Drachen ist mir eigentlich auch mächtig genug...sehr sogar.

Und wenn du mal was mit zwei Drachenparteien machen willst, bitte dann ist die
eine Seite eben die gute und die andere die böse.

Als kleinen Tip noch: Meine beste Drachenerfahrung in DSA hatte ich bisher in
"Shafirs Schwur", das war wohl eins der besten Abenteur die wir je gespielt
haben!


mfg
Benjamin Bhim Singh

(spiele übrigens vorwiegend Zwerge, die Todfeinde der Drachen, dann freut es
mich auch immer wenn ich mal "schnell" einem minderem Baumdrachen oder anderem
Echsenzeug die schuppen über die Ohren ziehen kann :-)))) würde mich zwar
eventuell auch mit einem einzelnem echten Drache anlegen, aber dann nur unter
extremseten Umständen alleine, wohlwissend das dies das Ende wäre...)

Bhim17

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to

Im Artikel <3666BFD4...@igd.fhg.de>, Andre Schreiter
<schr...@igd.fhg.de> schreibt:

>Da muß ich dir Recht geben, selbst wenn dir andere Wiedersprechen... Drachen
>sollten allene ihrer Masse wegen mehr LE haben... Wirklich große Drachen
>mindestens um die 500+

Du magst recht haben, aber probier erstmal an einen Drachen heranzukommen. Man
sollte hier einen Gegner nicht blos an seiner LE messen, sondern als ganzes
ansehen und sich dann überlegen wie mächtig er ist, auch wenn ihenen ein wenig
mehr LE bestimmt nicht schaden würde (aber 500+ ???).
Ein Drache besitzt ja auch noch natürlichen und magischen Schutz, ist also nur
schwer zu verletzen.
Über diesen Punkt habe ich noch nicht viel nachgedacht, da Drachen für mich
bisher mehr eine Begegnung waren, mit der interagiert wurde oder die man mit
List überwunden wurde, nicht im direkten Kampf.
Diese Drachen waren dann halt immer von Anfang an sehr mächtig gespielt, auf
Werte habe ich dabei wenig geachtet.
So ein Drachentöter Kampf sollte nicht all zu oft in einem Heldenleben
vorkommen.

mfg
Benjamin Bhim Singh

Julian Eichert

unread,
Dec 3, 1998, 3:00:00 AM12/3/98
to
Hi!

He, Leute, wie wäre es damit:

Vergrößert doch einfach den Maßstab der Karte um den Faktor 3 oder 4 und ihr
habt einen riesen Kontinent mit ausreichend Entfernung zwischen den
Regionen...

Julian

Frank Gesenhaus

unread,
Dec 4, 1998, 3:00:00 AM12/4/98
to

Hosea Lukas Busse schrieb

>Solange der Drache keine Magie einsetzt, stehen die Chancen für den
>Krieger gar nicht so schlecht.
>Bzw. es ist ein Glücksspiel, wer besser Würfelt.
>Nach meiner Meinung sollte ein erwachsener Drache auch ohne jede Magie
>und ohne Glück, jeden einzelnen Krieger besiegen können.
>Selbst eine 19Stufer.

Dem kann ich nur zustimmen. Schon einmal ueberlegt ob der Drache nicht
lieber statt zu beissen oder Magie zu wirken sich einfach auf den Helden
setzen will? So ein Drache und sei er noch zu klein hat sicher ein ganz
gewaltiges Gewicht. Da sie auch nicht gerade langsam sind sollte es ihm
leichtfallen so eine wandelne Konservendose von einem Krieger einfach platt
zu walzen.
Also schafft es auch ein junger Drache sich seiner Feinde zu erwehren.

CU
Frank


Elmar Bihler

unread,
Dec 4, 1998, 3:00:00 AM12/4/98
to
Bhim17 schrieb:

>
> <bih...@mathpool.uni-augsburg.de> schreibt:
> >Tststs, ihr Banausen alle beide ;-)
> >Ich sage nur: Smaug !
>
> Hallo!
>
> Erklär mal!

Noch nie den Hobbit gelesen ?
Sollte man als Drachenkenner unbedingt...

CU
Elmar

Mornantrus

unread,
Dec 4, 1998, 3:00:00 AM12/4/98
to

Im Artikel <19981203.20482390@simath>, Hosea Lukas Busse
<Hosea.Lu...@cruise.de> schreibt:

>Nimm einen Krieger, so etwa ab der 12 Stufe und verpasse ihm einen=20
>gro=DFen Schild.
>Nach den Regeln, reicht eine einfache Parade aus um einen Angriff des=20=
>

Xarfai sei Dank gibt es Krieger dieser hohen Stufe recht selten.
Ich kann nur sagen, dass ein einzelner Krieger unter meiner Leitung fuer seine
Vermessenheit wahrhaft bluten muesste, wenn er sich anmasste, gegen einen
Drachen anzutreten.
Uebrigens: Wieviele ATn hat so ein Drache?

Da faellt mir noch eine Geschichte ein:
Mein Lieblingsheld Asgar, Sohn des Artosch wurde von einem einsamen Magier
zusammen mit seinen Gefaehrten auf die Suche nach Schuppen eines bestimmten
Drachen geschickt. Wie der Zufall so will, fanden wir zwar einen Drachen, doch
leider nicht den richtigen, auf einem Plateau, wo er friedlich in seiner Hoehle
schlief. Wir schlichen uns leise ran: Der Drache schlief weiter, wir hoerten
das Schnarchen.
Nun versuchten wir, eine Schuppe zu bekommen. Naiv wie wir waren, fingen wir
eine Unterhaltung ueber das weitere Vorgehen an, in die wir uns
leichtsinnigerweise vertieften. Mittendrin liess mich der SL meine Sinne testen
- erfolgreich. Also bemerkte ich aus den Augenwinkeln eine Bewegung: Ich sah
gerade noch wie der Drache sein linkes Augenlid wieder zuklappte. Das Mistvieh
hatte nur so getan, als ob es schlief! Wie dem auch sei, zum Fliehen liess er
uns keine Chance mehr. Er verlangte so manche Sachen von uns, am tiefsten traf
mich seine Aufforderung, dass ich, ein Zwerg, ihm doch sofort etwas vortanzen
sollte. Mit der Drohung, wenn ich mich weigerte, wuerde er erst meine
Gefaehrten und dann mich verputzen, kam ich dieser hoeflichen Bitte widerwillig
nach. Eine schlimmere Schande ist Asgar niemals mehr widerfahren, besonders da
das haessliche Schuppengezuecht mich auch noch auslachte.

Trotzdem war er milde gelaunt und liess uns zwar ohne jegliche Ausruestung doch
dafuer mit unserem Leben wieder ziehen.

Also: huetet Euch vor jedwedem Drachen!
Mornantrus

Dierk Dominicus-Schleutermann

unread,
Dec 4, 1998, 3:00:00 AM12/4/98
to
Bhim17 (bhi...@aol.com) wrote:

: >Ich sage nur: Smaug !

: Erklär mal!

Wie? Du kennst Smaug nicht? UND Du gibst das zu?
Lies am besten mal so Sachen wie "der kleine Hobbit" (Tolkien).

Max Sinister

unread,
Dec 4, 1998, 3:00:00 AM12/4/98
to

Dann sollte man aber auch die Einwohnerzahlen gleich mitvergrößern. Hat
mich eh schon immer gewundert - ein Kontinent so groß wie halb Europa
und
nur vier Millionen Einwohner??? Selbst wenn man Elfen, Zwerge usw.
mitrechnet, ist das weniger als im Europa des Mittelalters, sogar in der
Zeit nach der Schwarzen Pest. Und Gareth ist IMO auch etwas klein für
die (Quasi-)Hauptstadt des Kontinents...

CU, Max Sinister

--
Alles begann Anfang 2000 (natürlich nach christlicher Zeitrechnung), als
die Menschheit gerade aus dem Rausch der Jahrtausendwende erwachte...
say "hello.to/sinister/" - read my storys
maxsinister @ gmx.net

Bhim17

unread,
Dec 4, 1998, 3:00:00 AM12/4/98
to

OK! OK!

Ich entschuldige mich! Ich habe die Frage nach Smaug wohl im Zustand geistiger
Umnachtung gestellt, ja ich habe den Hobbit gelesen, ja ich kenne Smaug, ja, ja
es ist schon ein Paar Tage her.

Schamesrot,
Benjamin Bihm Singh

Johannes Dieterich

unread,
Dec 5, 1998, 3:00:00 AM12/5/98
to
Tag zusammen!

Au wei au wei, was musste ich hier alles zum Thema Drachen lesen...
Drachen, die auf die Muppet Show stehen (ich sage nur 'Tanzende Zwerge'
...), Gestaltwandler oder ein Farbcode wie bei elektrischen Widerstaenden!
Draco Aventuricus, quo vadis ? :-)
Was ein Glueck, dass auch der gute alte Smaug genannt wurde. Der Bursche (
*SPOILER* he he he) aeschert wenn er einen guten Tag hat schon mal ne ganze
Stadt ein. Das gibt einen Punkt RS Abzug fuer alle Anwesenden ...

Mein Beitrag zum Thema ist folgender Regelvorschlag fuer alle, die in
Drachen noch Monster sehen und nicht Halbgoetter, Magier oder Elfen:
Jeder Drache erhaelt als zusaetzliche Waffe den Drachenfeuerangriff, fuer
den er einen gesonderten AT-Wert zwischen 10 und 19 hat. Die TP fuer diesen
Angriff liegen ab 3W auf einer nach oben offenen Skala (wir verzichten,
hier Werte fuer Pyrdacor anzugeben, damit dieses legendaere Wesen durch
schnoede Werte ... usw. bla, bla, bla :-). Fuer Tatzelwuermer betragen die
TP W+3 (wer sich schonmal richtig verbrueht hat, weiss warum).
Ein Feuerangriff kann nur durch Ausweichen pariert werden. Ausnahme: Man
setzt einen Schild zur Verteidigung ein. Holzschilde sind dabei nach der
ersten Parade zerstoert, Eisenschilde nach 2 Paraden und mit Waffenbalsam
behandelte Schilde nach deren 3. Nur Schilde aus Spezialmaterial (z.B.
Drachenschuppen oder Endurium) gehen nicht kaputt.
Der Feuerangriff ist nur in gewissen Abstaenden einsetzbar (zw. 2 und jeder
Menge KR). Das ist auch eine gute Schraube um die Gefaehrlichkeit eines
Drachen zu modifizieren. Denkbar ist beispielsweise ein alter Drache, der
seinen Feueratem nur alle zehn KR einsetzen kann, dafuer fuer diese
Angriffsart einen AT-Wert von 18 hat.
Ausserdem kann ein feuerspeiender Drache nicht gleichzeitig mit dem Maul
zubeissen, es sei denn er ist ein Riesenlindwurm ...
Soweit so gut. Was haltet ihr davon ?

Meine Meinung zu Drachentoetern: ja ! Aber erst etwa ab Stufe 15 oder noch
hoeher und hoechstens einmal pro Abenteurerkarriere.

Zu guter letzt: Der Drache in Disneys "Drachentoeter" ist auch nicht
schlecht.

Gruesse
Joe


Jan Richling

unread,
Dec 6, 1998, 3:00:00 AM12/6/98
to
Johannes Dieterich <un...@rz.uni-karlsruhe.de> wrote:
> Mein Beitrag zum Thema ist folgender Regelvorschlag fuer alle, die in
> Drachen noch Monster sehen und nicht Halbgoetter, Magier oder Elfen:
> Jeder Drache erhaelt als zusaetzliche Waffe den Drachenfeuerangriff, fuer
> den er einen gesonderten AT-Wert zwischen 10 und 19 hat. Die TP fuer diesen
> Angriff liegen ab 3W auf einer nach oben offenen Skala (wir verzichten,
> hier Werte fuer Pyrdacor anzugeben, damit dieses legendaere Wesen durch
> schnoede Werte ... usw. bla, bla, bla :-). Fuer Tatzelwuermer betragen die
> TP W+3 (wer sich schonmal richtig verbrueht hat, weiss warum).
> Ein Feuerangriff kann nur durch Ausweichen pariert werden. Ausnahme: Man
> setzt einen Schild zur Verteidigung ein. Holzschilde sind dabei nach der
> ersten Parade zerstoert, Eisenschilde nach 2 Paraden und mit Waffenbalsam
> behandelte Schilde nach deren 3. Nur Schilde aus Spezialmaterial (z.B.
> Drachenschuppen oder Endurium) gehen nicht kaputt.
> Der Feuerangriff ist nur in gewissen Abstaenden einsetzbar (zw. 2 und jeder
> Menge KR). Das ist auch eine gute Schraube um die Gefaehrlichkeit eines
> Drachen zu modifizieren. Denkbar ist beispielsweise ein alter Drache, der
> seinen Feueratem nur alle zehn KR einsetzen kann, dafuer fuer diese
> Angriffsart einen AT-Wert von 18 hat.
> Ausserdem kann ein feuerspeiender Drache nicht gleichzeitig mit dem Maul
> zubeissen, es sei denn er ist ein Riesenlindwurm ...
> Soweit so gut. Was haltet ihr davon ?

Selbst dann kann eine kleine, hochstufige und gut ausgeruestete Gruppe auch
einen 'starken' Drachen erledigen, ohne dabei draufzugehen. Dabei koennte
der Drache sie entweder (gute Idee uebrigens!) per Draufsetzen erledigen -
das ist ja auch viel bequemer als all das Beissen und Feuerspeien, und laesst
die Abenteurer zur spaeteren Verwendung als Drachenfutter auch geeignet, oder
er roestet sie in aller Ruhe von Weitem.
Wenn eine Ruestung unter dem Drachenfeuer zusammenschmilzt... das gibt nicht
nur X Schadenspunkte...

Ich stehe auf dem Standpunkt (und habe das in einer eigenen Fantasy-Welt auch
genau so konstruiert), dass man einen Drachen (gemeint: ein richtig grosser
welcher, kein Spielzeugdrache) mit herkoemmlichen Mitteln ala Drachentoeter
nicht umbringen kann, sondern dass der Drache den/die Angreifer dabei eher
beilaeufig ins Jenseits befoerdert.
So nach dem Schema:
"Gelangweilt wendet sich der Drache den Recken zu, die ihn schon seit einiger
Zeit mit allerlei scharfen Waffen pieken. Irgendwie wird es ihm doch
ungemuetlic, schliesslich ist er muede und nicht zu solchem Unsinn aufgelegt.
Ein beilaeufiger Schlenker mit dem tonnenschweren Schwanz reisst die Helden
von den Beinen und fegt sie etliche Meter weg. Dann dreht er den Kopf, holt
tief Luft, und stoesst eine Stichflamme aus, die den Boden Blasen schlagen
laesst. Eine Qualmwolke und ein paar verkohlte Haufen sind alles, was von den
Angreifern uebrigbleibt."

Naja... so in der Art. Wer einen Drachen umbringen will, muss es anders machen.
Mit List und Tuecke naemlich - beispielsweise (sehr unrondrianisch!) kann man
den Dracehn (auf geeignete Weise...) vergiften oder erledigen, indem man ihn
in eine Hoehle lockt und selbige einstuerzen laesst... usw.

Soviel dazu von mir...

Jan

------------------------------------------------------------------
/ Jan Richling - http://www.informatik.hu-berlin.de/~richling /
/ PhD Student at Computer Architecture and Communication Group - /
/ Department of Computer Science - Humboldt University Berlin /

Marco Stockmann

unread,
Dec 6, 1998, 3:00:00 AM12/6/98
to
>Ich stehe auf dem Standpunkt (und habe das in einer eigenen Fantasy-Welt auch
>genau so konstruiert), dass man einen Drachen (gemeint: ein richtig grosser
>welcher, kein Spielzeugdrache) mit herkoemmlichen Mitteln ala Drachentoeter
>nicht umbringen kann, sondern dass der Drache den/die Angreifer dabei eher
>beilaeufig ins Jenseits befoerdert.
>So nach dem Schema:
>"Gelangweilt wendet sich der Drache den Recken zu, die ihn schon seit einiger
>Zeit mit allerlei scharfen Waffen pieken. Irgendwie wird es ihm doch
>ungemuetlic, schliesslich ist er muede und nicht zu solchem Unsinn aufgelegt.
>Ein beilaeufiger Schlenker mit dem tonnenschweren Schwanz reisst die Helden
>von den Beinen und fegt sie etliche Meter weg. Dann dreht er den Kopf, holt
>tief Luft, und stoesst eine Stichflamme aus, die den Boden Blasen schlagen
>laesst. Eine Qualmwolke und ein paar verkohlte Haufen sind alles, was von den
>Angreifern uebrigbleibt."

JA! Genau so und nicht anders stell ich mir DEN Drachen vor.
Meiner einer ist nämlich auch der ansicht, daß ein Drache mit den im
Bestiarium genannten *gmblflx* Werten ein Scherz ist - ein schlechter
noch dazu!!!
Diese Art von Drache ist doch geradezu als Heldenfutter anzusehen.
Der bekommt ja höchstwahrscheinlich schon Schwierigkeiten, sich mal
ein ordentliches Feuer zu machen... tz!
Ich meine ja nur, daß ein Drachedoch gewissermaßen eine DER Kreaturen
ist, von denen Fantasy lebt - also sollte man sie doch auch so
darstellen, daß sie Dank jener immer wieder auftauchenden und tierisch
nervenden Helden *pahh!* schon vom Aussterben bedroht werden!!!
In diesem Sinne - Rettet die Drachen!

>Naja... so in der Art. Wer einen Drachen umbringen will, muss es anders machen.
>Mit List und Tuecke naemlich - beispielsweise (sehr unrondrianisch!) kann man
>den Dracehn (auf geeignete Weise...) vergiften oder erledigen, indem man ihn
>in eine Hoehle lockt und selbige einstuerzen laesst... usw.

Tz tz tz - also wie sollte man den Drachen den vergiften?!?
Gewissermaßen ist der ja nicht einer von der blöden Sorte,
gewissermaßen ist der einer von der richtig fies intelligenten Sorte!
Wenn man allerdings den Helden vergiftet und dann in den Hort
schickt... ;))
Die Idee mit der Hoehle einstürzen lassen ist ganz gut - aber wie?!?
Meiner einer ist ja nach wie vor für "Rettet die Drachen!" - also
unterlaß ich hier mal konstruktive Vorschläge...

In diesem Sinne
ein Zwergenhass... *öhh*
ein Drachenliebhaber

Familie Urank

unread,
Dec 6, 1998, 3:00:00 AM12/6/98
to
Drachen sollten wirklich nicht für den Direkten Kampf eingesetzt werden.
Auserdem kann man mit ihnen verhandeln, im Gegensatz zu anderen Kreaturen.
Die Drachen sollten einfach neutral bleiben. Man kann einen Drachen nicht
als Monster abstufen, dazu sind sie viel zu intelligent. Der Drache sollte
die Helden diplomatisch herausfordern. Ein Drache wird auch oft etwas für
das Leben der Helden verlangen, zum Beispiel das sie ihm eine Geschichte
erzählen oder ihn mit etwas anderen Amüsieren. Auserdem wer spielt
eigentlich mit einem 20 Stufler? Das macht doch überhaupt keinen Spaß mehr.
Drachen sind einfach Wesen, zu denen man mit Respekt entgegen kommen muss.
Man darf sie nicht unterschätzen. Die werte im Kreaturen Buch sind sowieso
für nichts (zumindest für Drachen). Drachen sollten wirklich nicht als
Schwertfutter für einen Helden dienen. Naja, ich finde auch das Drachen
gerettet werden müssen, denn normalerweise sind sie den Menschen zumindest
in Physischer hinsicht weitaus überlegen. Auserdem ist nicht jeder Drache
der selbe, jeder hat seine eigene Persöhnlichkeit, genaum wie andere
Kreaturen auch. Auf jedenfall sollten die Helden auch nicht von einem
Drachen gekilled werden, denn welcher Meister tötet einfach so seine Helden?
Sie sollten mit schweren Verletzungen davon kommen :-) (vieleicht schwere
Verbrennungen) dann erhohlen sie sich vieleicht in einem Monat oder so
wieder. Naja, das ist meine meinung von Drachen, den wohl mächtigsten
permanent in Aventurien Lebenden Kreaturen.

Grzmo

Jan Richling

unread,
Dec 6, 1998, 3:00:00 AM12/6/98
to
Marco Stockmann <sto...@cs.tu-berlin.de> wrote:
> JA! Genau so und nicht anders stell ich mir DEN Drachen vor.
> Meiner einer ist nämlich auch der ansicht, daß ein Drache mit den im
> Bestiarium genannten *gmblflx* Werten ein Scherz ist - ein schlechter
> noch dazu!!!

Meine Idee waere:

Feuerangriff:

[(30 - Entfernung in Schritt) * 2 ] W20 Schadenspunkte

*grins*

Um mit dem Schwert ranzukommen, sollte der Held ein bis zwei Meter dicht dran
sein... *raeusper*

> >Naja... so in der Art. Wer einen Drachen umbringen will, muss es anders machen.
> >Mit List und Tuecke naemlich - beispielsweise (sehr unrondrianisch!) kann man
> >den Dracehn (auf geeignete Weise...) vergiften oder erledigen, indem man ihn
> >in eine Hoehle lockt und selbige einstuerzen laesst... usw.

> Tz tz tz - also wie sollte man den Drachen den vergiften?!?
> Gewissermaßen ist der ja nicht einer von der blöden Sorte,
> gewissermaßen ist der einer von der richtig fies intelligenten Sorte!

Einen Drachen umbringen soll ja auch nicht einfach sein. Eher im Gegenteil:
Wie wir beide ja argumentieren, muss es RICHTIG schwer sein. Und je
intelligenter der Drache ist, desto... aber das ist ja klar.
KRAFT oder dergleichen hilft IMO gegen einen Drachen rein gar nicht, nur
Intelligenz. Und zwar in dem Fall weniger die der Helden, als die der
Spieler :-))))

> Wenn man allerdings den Helden vergiftet und dann in den Hort
> schickt... ;))

So in etwa. Statt der Helden kann man ja irgendein Viech nehmen, das man
in die Hoehle treibt. Fragt sich nur, wie man das am sinnvollsten
anstellt. Beispielsweise eine Kuh, die man mit Lederbeuteln mit dem Gift
vollhaengt und dann versucht, den Drachen dazu zu animieren, sie als ganzes
zu schlucken. Darf dann halt kein Drache sein, der auf vorgeroestetes Essen
steht...

> Die Idee mit der Hoehle einstürzen lassen ist ganz gut - aber wie?!?

Man locke ihn in eine praeparierte Hoehle...

> Meiner einer ist ja nach wie vor für "Rettet die Drachen!" - also
> unterlaß ich hier mal konstruktive Vorschläge...

*grins*

Ich weise mal drauf hin, dass die dritte Episode der im vorigen Posting
angedeuteten Fantasy-Welt vielleicht irgendwann in grauer Zukunft mal
als Buch erscheinen koennte... da steht eine passende Idee drin...

Feurige Gruesse,

Elmar Bihler

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Johannes Dieterich schrieb:
> ...

> Mein Beitrag zum Thema ist folgender Regelvorschlag fuer alle, die in
> Drachen noch Monster sehen und nicht Halbgoetter, Magier oder Elfen:
> ...
> [Regelregelregelregel]

> ...
> Soweit so gut. Was haltet ihr davon ?

Deine Bemühungen in allen Ehren, aber ich denke, Begegnungen mit Drachen
sollten 1) selten und 2) einzigartig sein. Wegen 1) lohnt sich kaum die
Mühe, eigene Regeln aufzustellen, wegen 2) empfinde ich derlei Regeln
eher als kontraproduktiv.
Ich würde bei der Begegnung mit einem Drachen eher auf einen SL setzen,
der die Sache stimmungsvoll in Szene setzt, ohne großartig die Würfel
zu bemühen. Wenn es dann tatsächlich zum Kampf kommen sollte, ohne daß
die Helden einen Trumpf, etwa in der Gestalt spezieller Schilde oder
Waffen,
in der Hinterhand haben, würde ich der Gruppe sowieso keine
Überlebenschance
geben...

CU
Elmar
(Vertreter jener Spezies von SL, die Omnipotenz, Größenwahn und
Despotismus als Grundfesten ihrer Macht sehen und Spielregeln als
ihren größten Gegner erkannt haben ... ;-) )

Elmar Bihler

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Jan Richling schrieb:

>
> Ich stehe auf dem Standpunkt (und habe das in einer eigenen Fantasy-Welt auch
> genau so konstruiert), dass man einen Drachen (gemeint: ein richtig grosser
> welcher, kein Spielzeugdrache) mit herkoemmlichen Mitteln ala Drachentoeter
> nicht umbringen kann, sondern dass der Drache den/die Angreifer dabei eher
> beilaeufig ins Jenseits befoerdert.
> So nach dem Schema:
> "Gelangweilt wendet sich der Drache den Recken zu, die ihn schon seit einiger
> Zeit mit allerlei scharfen Waffen pieken. Irgendwie wird es ihm doch
> ungemuetlic, schliesslich ist er muede und nicht zu solchem Unsinn aufgelegt.
> Ein beilaeufiger Schlenker mit dem tonnenschweren Schwanz reisst die Helden
> von den Beinen und fegt sie etliche Meter weg. Dann dreht er den Kopf, holt
> tief Luft, und stoesst eine Stichflamme aus, die den Boden Blasen schlagen
> laesst. Eine Qualmwolke und ein paar verkohlte Haufen sind alles, was von den
> Angreifern uebrigbleibt."


Ein guter Standpunkt !
So stelle ich mir Drachen vor !

CU
Elmar.

Patrick `Pacifier` Multhaup

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Jan Richling wrote:

> Naja... so in der Art. Wer einen Drachen umbringen will, muss es anders machen.
> Mit List und Tuecke naemlich - beispielsweise (sehr unrondrianisch!) kann man
> den Dracehn (auf geeignete Weise...) vergiften oder erledigen, indem man ihn
> in eine Hoehle lockt und selbige einstuerzen laesst... usw.
>

> Soviel dazu von mir...
>
Naja!
Also ich meine das die Charaktere HELDEN sind und von daher auch in der
Lage
sein sollten ,in entsprechent hoher Stufe oder Ueberzahl, einen Drachen
zu bezwingen. Wie sollen den sonst Schoene Legenden zustande kommen?

Pacifier


--
I don´t want to start any blasphemous rumors
but I think that God´s got a sick sense of humor
and when I die I expect to find him laughing...

Mornantrus

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to

Im Artikel <366B8F22...@mathpool.uni-augsburg.de>, Elmar Bihler
<bih...@mathpool.uni-augsburg.de> schreibt:

>ch würde bei der Begegnung mit einem Drachen eher auf einen SL setzen,


>der die Sache stimmungsvoll in Szene setzt, ohne großartig die Würfel
>zu bemühen. Wenn es dann tatsächlich zum Kampf kommen sollte, ohne daß
>die Helden einen Trumpf, etwa in der Gestalt spezieller Schilde oder
>Waffen,
>in der Hinterhand haben, würde ich der Gruppe sowieso keine
>Überlebenschance
>geben...

So, und nicht anders, muss es sein. Wenn SLs ihre drachen richtig darstellen
wuerden, kaeme auch kein vernuenftiger Spieler auf die Idee, einen bekaempfen
(Toeten? Haha!) zu wollen. Da scheint es fast auf der Hand zu liegen, dass
jeder, der hierfuer regeln braucht, diese grundsaetzliche Ueberlegung zum Thema
Darstellung von Drachen nochmals anstellen sollte.

>CU
>Elmar

Mornantrus

Clemens Schmitz

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Mornantrus wrote:
> Wenn SLs ihre drachen richtig darstellen
> wuerden, kaeme auch kein vernuenftiger Spieler auf die Idee, einen bekaempfen
> (Toeten? Haha!) zu wollen. Da scheint es fast auf der Hand zu liegen, dass
> jeder, der hierfuer regeln braucht, diese grundsaetzliche Ueberlegung zum Thema
> Darstellung von Drachen nochmals anstellen sollte.

Woher bezieht ihr Eure Vorstellungen von Drachen, wenn nicht aus der
Repraesentation von Drachen in der Spielwelt? Wieso haben manche Drachen
so miese Werte, wenn man sie nicht besiegen koennen soll? Wieso haben
Drachen ueberhaupt Werte?

Clemens
wundert sich ueber Sachen, die anderen offensichtlich erscheinen
--
They don't look quite like real science, but geography is just physics
slowed down and with a few trees stuck on it, and meteorology is full of
excitingly fashionable chaos and complexity.
-Terry Pratchett, Feet of Clay-

Sascha Goldmann

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Mornantrus wrote:
> So, und nicht anders, muss es sein. Wenn SLs ihre drachen

> richtig darstellen wuerden, kaeme auch
> kein vernuenftiger Spieler auf die Idee,
> einen bekaempfen (Toeten? Haha!) zu wollen.
> Da scheint es fast auf der Hand zu liegen,
> dass jeder, der hierfuer regeln braucht,
> diese grundsaetzliche Ueberlegung zum Thema
> Darstellung von Drachen nochmals anstellen sollte.

Ich sehe es so:
die Staerke der Drachen liegt nicht in dem durch
Werte begrenzten Bereich. Vielmehr sind Drachen
schlicht intelligenter als Menschen,
uns sowieso intelligenter als der
Durchschnitts-Gegner-Schwarzmagier... ;-)
Insbesondere aber haben Drachen physische Groesse
und Flugfaehigkeit.
Warum sollte ein Drache bis zum bitteren Ende kaempfen,
wenn er doch wegfliegen kann,
wenn die Gegner schon staerker sind ...
Der Drache _kann_ Feuer spucken, und wenn
die Angreifer kein Schiffsgeschuetz dabei haben,
haben sie nach einer Feuerwolke gar keine Fernwaffen mehr ...
Und die manipulatorischen Faehigkeiten eines Drachen
liegen sowieso jenseits der Darstellungsfaehigkeiten
eines jeden Spielleiters ...
Welcher Spieler oder Meister koennte jemals eine solche
Intrige spinnen wie Pyrdacor, welche in einer brennenden
Zwerginnenstatue muendete?

Man liest sich ... Sascha

--
...sagte der Neuling, und trug sich in die FLW ein.
May the dice be with you!
sam...@cs.tu-berlin.de
... vielleicht nur noch dieses Semester online

Alrik von der Weidenbrücke

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Sascha Goldmann schrieb:

> (Schnippel)
> Drachen [sind] schlicht intelligenter als Menschen
> (Schnippel)

Vielleicht bin ich da Falsch informiert, aber IMHO sind weder ALLE
Drachen klug noch ALLE Menschen dumm, ebenso anders herum. Also ich mag
solche Pauschale nicht. Es giebt auch bei den Drachen solche und
solche...

> Insbesondere aber haben Drachen physische Groesse
> und Flugfaehigkeit.
> Warum sollte ein Drache bis zum bitteren Ende kaempfen,
> wenn er doch wegfliegen kann,

Das ist wohl war...

> (Schnippel)


> Und die manipulatorischen Faehigkeiten eines Drachen
> liegen sowieso jenseits der Darstellungsfaehigkeiten
> eines jeden Spielleiters ...

> (Schnippel)

Und das wo Meister/Spielleiter im Namen der avent. Götter auftreten;-)

Alrik (der ein Freund der Zwerge ist)

Alrik von der Weidenbrücke

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Elmar Bihler schrieb:
> (Schnippel)

> Ich sage nur: Smaug !
> (Schnippel)

Welcher übrigens von einem einzelnen Krieger/Bogenschütze
niedergestreckt wurde! Zugegeben ein guter Schuß auf eine schwache
Stelle mit einem besonderen Pfeil...

Alrik (der in Freund von Tolkien ist)

Alrik von der Weidenbrücke

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Patrick `Pacifier` Multhaup schrieb:

> (Schnippel)


> Also ich meine das die Charaktere HELDEN sind und von daher auch in der
> Lage sein sollten ,in entsprechent hoher Stufe oder Ueberzahl, einen
> Drachen zu bezwingen. Wie sollen den sonst Schoene Legenden zustande kommen?

> (Schnippel)

Vortrefflich gesprochen!

Alrik (der ein Freund echter Helden ist)

Jan Richling

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to
Patrick `Pacifier` Multhaup <Paci...@uni-duisburg.de> wrote:
> Naja!

> Also ich meine das die Charaktere HELDEN sind und von daher auch in der
> Lage
> sein sollten ,in entsprechent hoher Stufe oder Ueberzahl, einen Drachen
> zu bezwingen. Wie sollen den sonst Schoene Legenden zustande kommen?

Bezwingen... ja, sicher.
Aber nicht in exakt der selben Art, wie einen einen bloeden Ork shreddert oder
sonst was fuer ein Monster besiegt.
Einen Drachen zu besiegen, ist eine Frage der Intelligenz, der Achtung und
des Respektes vor dem Drachen, und kein Drauflosmeucheln.
So meinte ich das - es erscheint mir reichlich unsinnig, wenn man es
schaffen kann, einen sich wehrenden Drachen mit so alltaeglichen Waffen wie
einem Schwert (oder groesseren Versionen...) ueberhaupt einen ernsthaften
Schaden zufuegen kann.
Ein blutiges Geschnetzel ist nichts legendaeres...

Michael Dingler

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to

Alrik von der Weidenbrücke schrieb in Nachricht <366C0E37...@nef.wh.uni-dortmund.de>...

>Patrick `Pacifier` Multhaup schrieb:
>
>> (Schnippel)
>> Also ich meine das die Charaktere HELDEN sind und von daher auch in der
>> Lage sein sollten ,in entsprechent hoher Stufe oder Ueberzahl, einen
>> Drachen zu bezwingen. Wie sollen den sonst Schoene Legenden zustande kommen?
>> (Schnippel)
>
>Vortrefflich gesprochen!
>
Nicht ganz. Eine Gruppe Helden passt mir irgendwie nicht, es gibt
"Drachentoeter", nicht "Drachentoetervereine", egal wie gern uns
das unser deutsches Vereinsmeierherz einimpfen will ;)

Und wenn dann nur um eine Grosstat zu vollbringen, nicht das uralte
Zufallsbegenungsschema, das ja seit 'Final Fantasy' wieder beliebter
wird ;)

>Alrik (der ein Freund echter Helden ist)

...Michael...
(der ein Niedermetzler (=Meister) echter Helden ist ;)


Michael Dingler

unread,
Dec 7, 1998, 3:00:00 AM12/7/98
to

Alrik von der Weidenbrücke schrieb in Nachricht <366C0F48...@nef.wh.uni-dortmund.de>...

>Elmar Bihler schrieb:
>> (Schnippel)
>> Ich sage nur: Smaug !
>> (Schnippel)
>
>Welcher übrigens von einem einzelnen Krieger/Bogenschütze
>niedergestreckt wurde! Zugegeben ein guter Schuß auf eine schwache
>Stelle mit einem besonderen Pfeil...
>
Allerdings bevorzuge ich diese klassiche Drachentoetermethode
jeglichem tischrollenspielerischem Mist der so oft produziert
wird. Ein Drache, sofern er in einer Welt plaziert ist, wo solche
Wesen recht selten und maechtig sind, sollte nicht einfach zusammen
"geschnetzelt" werden. Punkt.

_Eine_ Person, die vom Schicksal ausersehen ist, gerade dieses
Wesen zu toeten und generell in das Helden-"Klischee" passt
mag dies tun, aber keine Gruppe die den Drachen scheibchenweise
Boron anvertraut (ist der ueberhaupt fuer Drachen zustaendig? ;)

>Alrik (der in Freund von Tolkien ist)

...Michael...
(Auch ein Freund, allerdings hat Mittelerde wenig mit Dere zu tun)


Alrik von der Weidenbrücke

unread,
Dec 8, 1998, 3:00:00 AM12/8/98
to
Michael Dingler schrieb:

> (Schnippel)


> Ein Drache, sofern er in einer Welt plaziert ist, wo solche
> Wesen recht selten und maechtig sind, sollte nicht einfach zusammen
> "geschnetzelt" werden. Punkt.

Si! Yes! Hai! Da! Qui! ....
Es geht ganz sicher nicht an, mal eben Zwischen dem Frühstück und der
nächsten Thermopylen-Schlacht einen Drachen zu zerhacken. Aber
grundsätzlich halte ich es für machbar UND stimmungsvoll, wenn eine gute
Heldengruppe (nix Stufe 1. etc.) es schafft in einen dramatischen Kampf
(mit Verlusten?, knapp!) einen Drachen zu besiegen. Zum Beispiel so:
"Drei der fünf Kreiger liegen schwer verwundet am Boden, die Rüstungen
habe sich in ihre einzelteile aufgelöst und wärend Borormir sich gerade
hinter seinen Schild duckt, um einer Attacke des Drachen auszuweichen,
versucht Aragron einen Streich mit der Klinge seiner Vorväter zu landen.
Doch er patzt, stolpert und liegt am Boden. Schon scheint es um ihn
geschehen, doch er schafft es noch das Schwert aufzurichten, Der Drache
wälzt sich auf ihn zu, genau in die Schwertspitzte. Das Schwert steckt
bis zu Heft im Rumpf des Drachen, welcher sich mit lautem Brüllen in die
Luft erhebt,... bis er verendet..."

Soetwas gelingt natürlich nur einmal in einem HELDENLEBEN!

Alrik (der Drachen nicht leichtfertig verheizt)

Mornantrus

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Dec 8, 1998, 3:00:00 AM12/8/98
to

Im Artikel <366C03...@geo.uni-jena.de>, Clemens Schmitz
<csch...@geo.uni-jena.de> schreibt:

>Woher bezieht ihr Eure Vorstellungen von Drachen, wenn nicht aus der
>Repraesentation von Drachen in der Spielwelt? Wieso haben manche Drachen
>so miese Werte, wenn man sie nicht besiegen koennen soll? Wieso haben
>Drachen ueberhaupt Werte?

Es gibt zwei verschiedene Aspekte, die es zu betrachten gilt:
1. Die Werte eines Drachen: Diese sind bei den nicht- oder nur schwach
magiefaehigen Drachen fuer die Groesse und (von mir) vermutete Kampfkraft eines
Drachen recht niedrig. Bestes Beispiel ist der Hoehlendrache.
Zunaechst ging es in diesem Thread vorwiegend um diese nichtmagiebegabten
Drachen, daher wurde mM nach oftmals behauptet, Drachen seien zu schwach. Das
aber kann man wohl kaum von einem Purpurwurm, Kaiserdrache oder einem
(nichtmagiefaehigen) Riesenlindwurm behaupten.

2. Die Aussage der DSA-Redaktion
Wer einen Drachen toetet, aendert unabsehbar die Weltgeschichte.
(S. 259 Bestiarium Aventuricum)

Da besteht wohl offensichtlich eine Diskrepanz in den Aussagen, die zu einer
Luecke fuehrt. Ich wuerde diese lieber zugunsten der Drachen als zugunsten von
dahergelaufenen Spielerhelden schliessen.

Uebrigens: Jetzt habe ich mir tatsaechlich mal das Bestiarium genommen:
Baumdrache: schafft wohl gerade noch einzelnen Stufe 4 Krieger

Frostwurm: Stufe 7 Krieger

Gletscherwurm: bei 3 AT und hoher LE, sowie Magie; sicherlich komplette
Heldengruppe der Stufen 4-8

Hoehlendrache: 1 Stufe 10 Krieger sollte es schon sein

Kaiserdrache: nur noch 12 Stueck, gefaehrlicher Feueratem, gute Kampfwerte,
hohe TP, sehr widerstandsfaehige Schuppen, hochmagiebegabt; ohne komplette
Heldengruppe der Stufe 10+ inklusive Magieunterstützung keinesfalls zu knacken

Purpurwurm:Es gilt mindestens das gleiche, aber 2 AT/KR, gewaltiges
Magiepotential, -> Stufe 12+ Heldengruppe

Riesenlindwurm: muessen wir weiter diskutieren?

Angesichts dieser Werte: Wer wagt es noch, einen Drachen als schwaechlich zu
bezeichnen?

>Clemens
>wundert sich ueber Sachen, die anderen offensichtlich erscheinen
>

Mornantrus
der Drachen trotzdem ohne Werte am besten findet


Clemens Schmitz

unread,
Dec 8, 1998, 3:00:00 AM12/8/98
to
Mornantrus wrote:
(snip mein Zeug und seinen ersten Punkt)

> 2. Die Aussage der DSA-Redaktion
> Wer einen Drachen toetet, aendert unabsehbar die Weltgeschichte.
> (S. 259 Bestiarium Aventuricum)

Sogar bei einem poepligen Baumdrachen? Faszinierend.

(snip)


> Uebrigens: Jetzt habe ich mir tatsaechlich mal das Bestiarium genommen:

(naechster snip)


> Hoehlendrache: 1 Stufe 10 Krieger sollte es schon sein

Ich erinnere mich noch gut an ein Gefecht eines Kriegers der Stufe 13,
der einen Hoehlendrachen toetete ohne, selber Schaden zu erleiden
(ausser ein paar Punkten durch den Drachenhauch). Seine Ausruestung:
Lederruestung und ein einfaches Schwert. Das war allerdings in der Zeit
bevor Lena sich der Drachen angenommen hatte.



> Kaiserdrache: nur noch 12 Stueck, gefaehrlicher Feueratem, gute Kampfwerte,
> hohe TP, sehr widerstandsfaehige Schuppen, hochmagiebegabt; ohne komplette
> Heldengruppe der Stufe 10+ inklusive Magieunterstützung keinesfalls zu knacken
>
> Purpurwurm:Es gilt mindestens das gleiche, aber 2 AT/KR, gewaltiges
> Magiepotential, -> Stufe 12+ Heldengruppe
>
> Riesenlindwurm: muessen wir weiter diskutieren?
>
> Angesichts dieser Werte: Wer wagt es noch, einen Drachen als schwaechlich zu
> bezeichnen?

Ich, wenn wir nicht gerade ueber die Ueber-drachen reden, von denen es
hoechstens ein Dutzend gibt.



> >Clemens
> >wundert sich ueber Sachen, die anderen offensichtlich erscheinen
>
> Mornantrus
> der Drachen trotzdem ohne Werte am besten findet

Clemens
der nichts gegen Drachen ohne Werte hat, aber kleine Flugechsen sollte
man schon besiegen koennen

Elmar Bihler

unread,
Dec 8, 1998, 3:00:00 AM12/8/98
to
Clemens Schmitz schrieb:

>
> Woher bezieht ihr Eure Vorstellungen von Drachen, wenn nicht aus der
> Repraesentation von Drachen in der Spielwelt?

Ich kann diese Frage nur für mich persönlich beantworten, aber mein
Bild von Drachen ist wohl zu 90% von nicht-aventurischen Quellen
geprägt, das meiste darunter wohl Märchen und Sagen, aber auch
Bücher wie der Hobbit oder der Magier der Erdsee.

> Wieso haben manche Drachen
> so miese Werte, wenn man sie nicht besiegen koennen soll?

Das erklärt wohl obige Antwort: Den Werten, die für Drachen in
Aventurien offiziell angegeben sind, liegt einfach ein anderes
Bild von Drachen zugrunde.

> Wieso haben
> Drachen ueberhaupt Werte?

Frag' nicht mich. ICH habe mir über Werte von Drachen in meinem
ganzen Spielleiter-Dasein noch keine Gedanken gemacht...

CU
Elmar.

Patrick `Pacifier` Multhaup

unread,
Dec 8, 1998, 3:00:00 AM12/8/98
to
Jan Richling wrote:

>
> Bezwingen... ja, sicher.
> Aber nicht in exakt der selben Art, wie einen einen bloeden Ork shreddert oder
> sonst was fuer ein Monster besiegt.
> Einen Drachen zu besiegen, ist eine Frage der Intelligenz, der Achtung und
> des Respektes vor dem Drachen, und kein Drauflosmeucheln.
> So meinte ich das - es erscheint mir reichlich unsinnig, wenn man es
> schaffen kann, einen sich wehrenden Drachen mit so alltaeglichen Waffen wie
> einem Schwert (oder groesseren Versionen...) ueberhaupt einen ernsthaften
> Schaden zufuegen kann.
> Ein blutiges Geschnetzel ist nichts legendaeres...
>

Gut das stimmt wer meint er koenne "mal eben" einen Drachen erschlagen
der bittet doch geraden darum in Borons Reich geschickt zu werden.
Ein Drachen zu toeten ist eine Heldentat, die mit Mut, Intelligenz und
einer Spur Witz zu vollbringen ist. Es sollte hart aber fuer einen
entschlossenen Helden zu schaffen sein.
Schnoedes "drauf gekloppe" ist hier fehl am Platze.
Ob man mit Schwert oder mit speziellen Drachentoetern zu Werke geht ist
egal
der plan oder die Idee ist wichtig: ist es eine
Stimmungsvolle Idee so mag es gelingen, ist die Idee schrott so ist es
auch
bald der Held.
BTW: Der Kampf gegen Brakodor im Bornlandkasten ist ein solches Beispiel
mit einem guten Plan gewinnt man ohne hat man keine Chance...


Preiset die Schoenheit


Pacifier (heldenhafter Spieler ;-) und Babarischer Meister)

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