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BU-Versicherung / Tinnitus

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Ralf Saur

unread,
Jul 18, 2002, 6:07:34 AM7/18/02
to
Guten Tag die Herren,

habe mir ein Angebot über eine BU-Versicherung eingeholt, dort beim Antrag
angegeben vor ca. 3 Jahren einen "Verdacht auf Hörsturz" mit Tinnitus gehabt
zu haben - ist allerdings zwischenzeitlich alles wieder verklungen.

Auf dem Angebot ist jetzt folgender Ausschluß enthalten:
"Leistungen aus der BU werden nur dann fällig, wenn die Berufsunfähigkeit in
keinem ursächlichen Zusammenhang mit einem Tinnitus, deren Ursachen und
deren Folgen steht und sie außerdem ohne Berücksichtigung solcher Leiden
mindestens 50 % beträgt".

Kann mir hier jemand sagen, was denn eine "Berufsunfähigkeit in ursächlichem
Zusammenhang" zum Tinnitus sein könnte? ... wäre hier z.B. ein Herzinfarkt
o.ä. dabei? ... gibts hier irgendwo was nachzulesen?


Danke im voraus.
Ralf


Peter Leibold

unread,
Jul 18, 2002, 6:31:04 AM7/18/02
to

"Ralf Saur" <sa...@doeckingen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ah64a7$poq2r$1...@ID-145111.news.dfncis.de...
> Guten Tag die Herren,
>
[Hatte vor 3 Jahren Tinitus und jetzt eine AK bei seiner BU]

> Kann mir hier jemand sagen, was denn eine "Berufsunfähigkeit in
ursächlichem
> Zusammenhang" zum Tinnitus sein könnte? ... wäre hier z.B. ein Herzinfarkt
> o.ä. dabei? ... gibts hier irgendwo was nachzulesen?

Psychologische Probleme beispielsweise. Manch einer dreht durch, wenn er
ständig dieses Klingeln im Ohr hat.

Gruß

Peter


Ewald Bauder

unread,
Jul 18, 2002, 8:32:39 AM7/18/02
to
Ralf Saur schrieb:

>Guten Tag die Herren,
>
>habe mir ein Angebot über eine BU-Versicherung eingeholt, dort beim Antrag
>angegeben vor ca. 3 Jahren einen "Verdacht auf Hörsturz" mit Tinnitus gehabt
>zu haben - ist allerdings zwischenzeitlich alles wieder verklungen.
>
>Auf dem Angebot ist jetzt folgender Ausschluß enthalten:
>"Leistungen aus der BU werden nur dann fällig, wenn die Berufsunfähigkeit in
>keinem ursächlichen Zusammenhang mit einem Tinnitus, deren Ursachen und
>deren Folgen steht und sie außerdem ohne Berücksichtigung solcher Leiden
>mindestens 50 % beträgt".
>

Das ist genau der Punkt, wenn man immer wieder sagt, dass eine BU dann
abgeschlossen werden soll, wenn man gesund ist.

Aber wie es halt so ist, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist
merkt man dass es halt zu spät sein kann.

>Kann mir hier jemand sagen, was denn eine "Berufsunfähigkeit in ursächlichem
>Zusammenhang" zum Tinnitus sein könnte? ... wäre hier z.B. ein Herzinfarkt
>o.ä. dabei? ... gibts hier irgendwo was nachzulesen?
>

Dies bedeutet, dass eine BU welche ursächlich als Folge der "Tinnitus"
anzusehen ist - dann nicht versichert ist.

--
Ewald Bauder Tel : 07127 9267-0
Versicherungsmakler Fax : 07127 9267-55
Friedrichstr. 8 Mail: mailto:EBa...@t-online.de
72667 Schlaitdorf WWW : http://www.bauder-ewald.de
Info Versicherungsmakler WWW : http://www.bauder-ewald.de/makler.htm
===========================================================================


Markus Harnisch

unread,
Jul 18, 2002, 3:53:24 PM7/18/02
to
Hallo Ewald,

wenn ich Dich mal zitieren darf:

> Das ist genau der Punkt, wenn man immer wieder sagt, dass eine BU dann
> abgeschlossen werden soll, wenn man gesund ist.
>
> Aber wie es halt so ist, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist
> merkt man dass es halt zu spät sein kann.
>

Ich bin selbst im Versicherungsgeschäft und kenne daher solche Sprüche -
sicher hast du grundsätzlich recht.

Was aber wenn eine Krankheit dann eintritt, wenn man gar nicht in der Lage
ist, sich zu versichern?
Ich denke dabei an Kinder, für die unter 15 Jahren eine BUZ gar nicht
möglich ist. Was ist, wenn eine folgenreiche Beeinträchtigung der Gesundheit
bereits in frühen Jahren eintritt. Meines Erachtens gibt es keine
Anwartschaft auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung, daher wird man die
Ausschlüsse akzeptieren müssen, damit man ÜBERHAUPT einen Schutz hat.

Ich hoffe, Ralf, Du entscheidest Dich trotzdem für eine
Berufsunfähigkeitsabsicherung.

Viele Grüße

Markus Harnisch
--

M.Har...@gmx.net


Ewald Bauder

unread,
Jul 18, 2002, 10:21:59 PM7/18/02
to
Markus Harnisch schrieb:

Ich gebe Dir recht, aber wie vielen, auch jungen Leuten, ist ein Urlaub
auf Mallorca wichtiger als eine BU ?

Ralf Saur

unread,
Jul 19, 2002, 1:58:11 AM7/19/02
to

Hallo Ewald,

nichts gegen Dich persönlich, ich finde es auch gut, wenn hier "Profis"
mitlesen.

Les' Dir aber doch bitte nochmal Deine erste Antwort auf meine
(ernstgemeinte) Frage durch und überlege Dir, ob ich daraus irgendeinen
Nutzen ziehen kann? ... ich kann's nämlich nicht.

Übrigens zähle ich mich sicherlich nicht zu den "Mallorca-Bubis".

Nix für ungut.

Ralf


Peter Leibold

unread,
Jul 19, 2002, 2:18:12 AM7/19/02
to

"Peter Leibold" <p.le...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ah65gr$ivc$00$1...@news.t-online.com...

> "Ralf Saur" <sa...@doeckingen.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:ah64a7$poq2r$1...@ID-145111.news.dfncis.de...

> >


> [Hatte vor 3 Jahren Tinitus und jetzt eine AK bei seiner BU]


Hallo Ralf,

mir ist noch was eingefallen, was dir vielleicht helfen könnte. Versuch mal,
ob der Versicherer einen Risikozuschlag akzeptiert, anstelle der Klausel.
Manchmal hilft es auch, die Laufzeit zu verkürzen - auf 55 beispielsweise
und Risikozuschlag. Auf jeden Fall besser als die Klausel. Manchmal klappt
das.

Gruss

Peter

Siegfried Perini

unread,
Jul 19, 2002, 4:03:32 AM7/19/02
to
Hi,

> mir ist noch was eingefallen, was dir vielleicht helfen könnte. Versuch
mal,
> ob der Versicherer einen Risikozuschlag akzeptiert, anstelle der Klausel.
> Manchmal hilft es auch, die Laufzeit zu verkürzen - auf 55 beispielsweise
> und Risikozuschlag. Auf jeden Fall besser als die Klausel. Manchmal klappt
> das.

weiterer Vorschlag: Grundfähigkeitsversicherung oder
Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit weniger Zuschlag oder Ausschluß...

--
Gruß
Siegfried


Frank Gerauer

unread,
Jul 19, 2002, 4:07:38 AM7/19/02
to
> Ich denke dabei an Kinder, für die unter 15 Jahren eine BUZ gar nicht
> möglich ist. Was ist, wenn eine folgenreiche Beeinträchtigung der
Gesundheit
> bereits in frühen Jahren eintritt.

Ich denke dabei an z.B. Mannheimer TMINT, Westf. Provinzial KIZ etc.

Tschüss

Frank


Martin Bochow

unread,
Jul 19, 2002, 4:40:25 AM7/19/02
to
Ralf Saur <sa...@doeckingen.de> schrieb:


> habe mir ein Angebot über eine BU-Versicherung eingeholt, dort beim Antrag
> angegeben vor ca. 3 Jahren einen "Verdacht auf Hörsturz" mit Tinnitus
> gehabt zu haben - ist allerdings zwischenzeitlich alles wieder verklungen.

"Verdacht auf" ist ja nicht grade eine gesicherte Diagnose. Wie lange
bestanden denn die Beschwerden, wie wurden sie behandelt und seit wann
bestehen keine Beschwerden mehr? Interessant wäre natürlich auch Dein
Beruf. Bist Du beruflich sehr stark auf Dein Gehör angewiesen oder hast Du
einen Beruf mit hoher Anforderung an die Konzentrationsfähigkeit (z.B.
Musiklehrer oder Fluglotse)?

> Auf dem Angebot ist jetzt folgender Ausschluß enthalten:
> "Leistungen aus der BU werden nur dann fällig, wenn die Berufsunfähigkeit
> in keinem ursächlichen Zusammenhang mit einem Tinnitus, deren Ursachen und
> deren Folgen steht und sie außerdem ohne Berücksichtigung solcher Leiden
> mindestens 50 % beträgt".

Wie gründlich hat der Versicherer denn geprüft? Wurde bezüglich der
Vorerkrankung mal nachgehakt und ein spezieller Fragebogen von Dir
angefordert oder ein Arztbericht eingeholt? Manchmal machen die
Risikoprüfer es sich unter der Last der täglichen Antragsflut nämlich
notgedrungen etwas einfach. Da wird dann gelesen "Hörsturz, Tinnitus" und
sofort ein entsprechender Ausschluß formuliert.

Falls es aus Deiner Sicht also keinen Grund mehr für den Ausschluß gibt,
rufe doch einfach mal bei dem entsprechenden Sachbearbeiter an, schildere
ihm Deine Sicht der Dinge und bitte um eine Überprüfung der Entscheidung.
Normalerweise wird er dazu bereit sein.

> Kann mir hier jemand sagen, was denn eine "Berufsunfähigkeit in
> ursächlichem Zusammenhang" zum Tinnitus sein könnte? ... wäre hier z.B.
> ein Herzinfarkt o.ä. dabei? ... gibts hier irgendwo was nachzulesen?

Ja, z.B. hier:

http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/neurologische_erkrankungen/tinnitus.html

"Häufige Folgen eines Tinnitus sind Schlafstörungen, Angstzustände,
Depressionen, Arbeitsunfähigkeit bis hin zum Selbstmord. Dies kann schnell
zu einem Teufelskreis führen, da diese Symptome zu weiterem Streß mit einer
nachfolgenden Verschlechterung des Zustandes einhergehen."

Es ist also durchaus verständlich, dass ein Versicherer hier gerne etwas
vorsichtiger entscheidet.

Viele Grüße von
Martin

Ralf Saur

unread,
Jul 19, 2002, 5:19:41 AM7/19/02
to

"Martin Bochow" <Mar...@Bochow.com> schrieb im Newsbeitrag
news:v9j8ha...@news.bochow.com...
> Ralf Saur <sa...@doeckingen.de> schrieb:

Hallo Martin, vielen Dank für Deine fundierten Informationen, hier meine
Kommentare

>
> "Verdacht auf" ist ja nicht grade eine gesicherte Diagnose. Wie lange
> bestanden denn die Beschwerden, wie wurden sie behandelt und seit wann
> bestehen keine Beschwerden mehr? Interessant wäre natürlich auch Dein
> Beruf. Bist Du beruflich sehr stark auf Dein Gehör angewiesen oder hast Du
> einen Beruf mit hoher Anforderung an die Konzentrationsfähigkeit (z.B.
> Musiklehrer oder Fluglotse)?
>

bin Programmierer, also würde sagen "normale" Anforderungen ans Gehör ...
Konzentrationsfähigkeit schon eher. Beschwerden waren allerdings relativ
schnell (einige Wochen später) verklungen.


> Wie gründlich hat der Versicherer denn geprüft? Wurde bezüglich der
> Vorerkrankung mal nachgehakt und ein spezieller Fragebogen von Dir
> angefordert oder ein Arztbericht eingeholt? Manchmal machen die
> Risikoprüfer es sich unter der Last der täglichen Antragsflut nämlich
> notgedrungen etwas einfach. Da wird dann gelesen "Hörsturz, Tinnitus" und
> sofort ein entsprechender Ausschluß formuliert.

habe mit dem damals behandelten Ohrenarzt telefoniert, Arztbericht wurde
eingeholt. Lt. Ohrenarzt wurde auch von ihm bestätigt, daß keine
Folgeschäden mehr vorhanden sind. Hat mir auch angeboten ich solle evtl. in
ein paar Monaten nochmal ankommen, er wird mir dann nochmals ein derartiges
Attest ausstellen. Ist es Deiner Meinung nach evtl. möglich, eine
Versicherung auch nachträglich zur Aufhebung eines Ausschlusses zu bewegen?

> Falls es aus Deiner Sicht also keinen Grund mehr für den Ausschluß gibt,
> rufe doch einfach mal bei dem entsprechenden Sachbearbeiter an, schildere
> ihm Deine Sicht der Dinge und bitte um eine Überprüfung der Entscheidung.
> Normalerweise wird er dazu bereit sein.

Ja? meinste das geht ... werd' ich versuchen!

> > Kann mir hier jemand sagen, was denn eine "Berufsunfähigkeit in
> > ursächlichem Zusammenhang" zum Tinnitus sein könnte? ... wäre hier z.B.
> > ein Herzinfarkt o.ä. dabei? ... gibts hier irgendwo was nachzulesen?
>
> Ja, z.B. hier:
>
>
http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/neurologische_erkrankungen/tinn
itus.html
>
> "Häufige Folgen eines Tinnitus sind Schlafstörungen, Angstzustände,
> Depressionen, Arbeitsunfähigkeit bis hin zum Selbstmord. Dies kann schnell
> zu einem Teufelskreis führen, da diese Symptome zu weiterem Streß mit
einer
> nachfolgenden Verschlechterung des Zustandes einhergehen."
>

hört sich ja nicht gerade sonderlich berauschend an ... wird sich
hoffentlich bei mir nicht einstellen, Tinni ist ja wiegesagt eigentlich so
gut wie weg.

> Viele Grüße von
> Martin
>
Ebenfalls liebe Grüße und nochmals Danke
Ralf

Siegfried Perini

unread,
Jul 19, 2002, 6:41:03 AM7/19/02
to
"Martin Bochow" <Mar...@Bochow.com> schrieb im Newsbeitrag
news:v9j8ha...@news.bochow.com...

> > habe mir ein Angebot über eine BU-Versicherung eingeholt, dort beim


Antrag
> > angegeben vor ca. 3 Jahren einen "Verdacht auf Hörsturz" mit Tinnitus
> > gehabt zu haben - ist allerdings zwischenzeitlich alles wieder
verklungen.
>
> "Verdacht auf" ist ja nicht grade eine gesicherte Diagnose.

Das Spiel ist doch bekannt. Der Doc hat diagnostiziert und muß abrechnen. Je
mehr diagnositiziert wird und daraufhin behandelt wird, desto mehr bringt
ihm das, vereinfacht gesagt, in die Kasse.

> Wie lange
> bestanden denn die Beschwerden, wie wurden sie behandelt und seit wann
> bestehen keine Beschwerden mehr? Interessant wäre natürlich auch Dein
> Beruf. Bist Du beruflich sehr stark auf Dein Gehör angewiesen oder hast Du
> einen Beruf mit hoher Anforderung an die Konzentrationsfähigkeit (z.B.
> Musiklehrer oder Fluglotse)?

Das interessiert keine Bohne.

> > Auf dem Angebot ist jetzt folgender Ausschluß enthalten:
> > "Leistungen aus der BU werden nur dann fällig, wenn die
Berufsunfähigkeit
> > in keinem ursächlichen Zusammenhang mit einem Tinnitus, deren Ursachen
und
> > deren Folgen steht und sie außerdem ohne Berücksichtigung solcher Leiden
> > mindestens 50 % beträgt".

Das Übliche.

> Wie gründlich hat der Versicherer denn geprüft? Wurde bezüglich der
> Vorerkrankung mal nachgehakt und ein spezieller Fragebogen von Dir
> angefordert oder ein Arztbericht eingeholt? Manchmal machen die
> Risikoprüfer es sich unter der Last der täglichen Antragsflut nämlich
> notgedrungen etwas einfach. Da wird dann gelesen "Hörsturz, Tinnitus" und
> sofort ein entsprechender Ausschluß formuliert.

Die prüfen immer ganz genau und vor allem nach den Vorgaben.

> Falls es aus Deiner Sicht also keinen Grund mehr für den Ausschluß gibt,
> rufe doch einfach mal bei dem entsprechenden Sachbearbeiter an, schildere
> ihm Deine Sicht der Dinge und bitte um eine Überprüfung der Entscheidung.

Vergiß es.

> Normalerweise wird er dazu bereit sein.

Wird er selten. Denn die ihm vorliegenden Unterlagen sind nun mal so, sonst
wäre die Entscheidung anders gewesen.

Der Fehler wird in solchen Fällen im Vorfeld vom unwissenden oder faulen
Vermittler gemacht. Ich werde bei einer solchen Aussage immer hellwach, wenn
ein Kunde von solch einem Verdacht spricht. Die Erkrankung soll nach ein
paar Tagen abgeklungen sein und nie danach seinen Beschwerden aufgetreten.
Solche Unterlagen gehören dann nicht ungeprüft in die Hände eines
Sachbearbeiters bzw. Prüfers. Sie gehören in die Hände eines zweiten
Arztes(vom Fach!!!), der diese erste Diagnose überprüfen soll.
Interessanterweise stellt dieser Facharzt dann oft eine ganz andere
Diagnose(Erkältung unter Mitleidenschaft des Innen- oder Mittelohres etc.).
Dazu braucht es aber der "Beratung" von erfahrenen Vermittlern.

> > Kann mir hier jemand sagen, was denn eine "Berufsunfähigkeit in
> > ursächlichem Zusammenhang" zum Tinnitus sein könnte? ... wäre hier z.B.
> > ein Herzinfarkt o.ä. dabei? ... gibts hier irgendwo was nachzulesen?
>
> Ja, z.B. hier:
>
>
http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/neurologische_erkrankungen/tinn
itus.html
>
> "Häufige Folgen eines Tinnitus sind Schlafstörungen, Angstzustände,
> Depressionen, Arbeitsunfähigkeit bis hin zum Selbstmord. Dies kann schnell
> zu einem Teufelskreis führen, da diese Symptome zu weiterem Streß mit
einer
> nachfolgenden Verschlechterung des Zustandes einhergehen."

Wenn es Tititus ist.

> Es ist also durchaus verständlich, dass ein Versicherer hier gerne etwas
> vorsichtiger entscheidet.

Dann, logischerweise.

--
Gruß
Siegfried


Martin Bochow

unread,
Jul 19, 2002, 6:53:08 AM7/19/02
to
Ralf Saur <sa...@doeckingen.de> schrieb:

> bin Programmierer, also würde sagen "normale" Anforderungen ans Gehör ...
> Konzentrationsfähigkeit schon eher. Beschwerden waren allerdings relativ
> schnell (einige Wochen später) verklungen.

Das hört sich doch alles gar nicht so schlecht an.

> habe mit dem damals behandelten Ohrenarzt telefoniert, Arztbericht wurde
> eingeholt. Lt. Ohrenarzt wurde auch von ihm bestätigt, daß keine
> Folgeschäden mehr vorhanden sind. Hat mir auch angeboten ich solle evtl.
> in ein paar Monaten nochmal ankommen, er wird mir dann nochmals ein
> derartiges Attest ausstellen. Ist es Deiner Meinung nach evtl. möglich,
> eine Versicherung auch nachträglich zur Aufhebung eines Ausschlusses zu
> bewegen?

Ja, die meisten Versicherer sind freiwillig zu einer Überprüfung und ggf.
der Aufhebung eines Ausschlusses auch bei einem laufenden Vertrag bereit.
Sicherheitshalber solltest Du das aber das schon jetzt bei
Vertragsabschluss mit dem Versicherer schriftlich vereinbaren.

> hoffentlich bei mir nicht einstellen, Tinni ist ja wiegesagt eigentlich so
> gut wie weg.

Hm, "beinahe getroffen" bedeutet "daneben". Aus "eigentlich so gut wie weg"
schließe ich deshalb jetzt mal, dass die Ohrgeräusche noch vorhanden sind!?
Dann wirst Du wohl um den Teilausschluss (oder alternativ einen Zuschlag)
zum jetzigen Zeitpunkt nicht herumkommen. Aber es bleibt ja dann noch die
Überprüfung der Leistungseinschränkung zu einem späteren Zeitpunkt.

Viele Grüße von
Martin

Martin Bochow

unread,
Jul 19, 2002, 7:50:05 AM7/19/02
to
Siegfried Perini <per...@perini.de> schrieb:

> Das Spiel ist doch bekannt. Der Doc hat diagnostiziert und muß abrechnen.
> Je mehr diagnositiziert wird und daraufhin behandelt wird, desto mehr
> bringt ihm das, vereinfacht gesagt, in die Kasse.

Du hast ja scheinbar keine besonders gute Meinung von den deutschen
Medizinern. Aber auch wenn Du es nicht glaubst, denen ist meistens schon
klar, dass eine falsche Diagnose (mit dann eben zwangsläufig auch falscher
Therapie) durchaus einen Kunstfehlerprozess nach sich ziehen kann. Und das
sorgt dann in der Kasse der Praxis für Ebbe.

Mit den Ärzten ist es wie mit dem Versicherungsaussendienst. Sie sind viel
besser als ihr Ruf ;-)

>> Beruf. Bist Du beruflich sehr stark auf Dein Gehör angewiesen oder hast
>> Du einen Beruf mit hoher Anforderung an die Konzentrationsfähigkeit (z.B.
>> Musiklehrer oder Fluglotse)?
>
> Das interessiert keine Bohne.

Doch, das ist für die Einschätzung des Risikoprüfers sogar ganz
entscheidend.

>>> Auf dem Angebot ist jetzt folgender Ausschluß enthalten:

> Das Übliche.

Stimmt, das ist wirklich üblich.

> Die prüfen immer ganz genau und vor allem nach den Vorgaben.

Nach den Vorgaben schon, nur nicht immer ganz genau. Der Vertrieb verlangt
immer schnellere und "unkompliziertere" Entscheidungen. Fragebögen und
Arztberichte verzögern aber eine schnelle Entscheidung über die
Antragsannahme. Deshalb wird, zumindest soweit dies möglich ist, auf eine
tiefgehende Prüfung mit umfangreichen Unterlagen oftmals verzichtet.

>> Falls es aus Deiner Sicht also keinen Grund mehr für den Ausschluß gibt,
>> rufe doch einfach mal bei dem entsprechenden Sachbearbeiter an, schildere
>> ihm Deine Sicht der Dinge und bitte um eine Überprüfung der Entscheidung.
>
> Vergiß es.

Warum? Miteinander zu reden ist nie verkehrt.

>> Normalerweise wird er dazu bereit sein.
>
> Wird er selten. Denn die ihm vorliegenden Unterlagen sind nun mal so,
> sonst wäre die Entscheidung anders gewesen.

Ach so, deshalb. Das stimmt sicherlich, zumindest wenn aussagekräftige
Unterlagen vorliegen. Sollte der Sachbearbeiter allerdings, wie eben oben
beschrieben, eine schnelle und unkomplizierte Entscheidung getroffen haben,
also _keine_ aussagekräftigen Unterlagen vorliegen haben, so wird er
sicherlich bereit sein diese auf Wunsch des Antragstellers anzufordern und
seine Entscheidung dann zu überprüfen.

Falls ihm allerdings aussagekräftige Unterlagen bereits vorliegen, so wird
er dem Kunden die Entscheidung zumindest erklären und begründen können und
evtl. Alternativen (z.B. Zuschlag statt Ausschluss) anbieten.

Ein Anruf lohnt sich also in jedem Fall.

> Der Fehler wird in solchen Fällen im Vorfeld vom unwissenden oder faulen
> Vermittler gemacht. Ich werde bei einer solchen Aussage immer hellwach,
> wenn ein Kunde von solch einem Verdacht spricht. Die Erkrankung soll nach
> ein paar Tagen abgeklungen sein und nie danach seinen Beschwerden
> aufgetreten. Solche Unterlagen gehören dann nicht ungeprüft in die Hände
> eines Sachbearbeiters bzw. Prüfers. Sie gehören in die Hände eines zweiten
> Arztes(vom Fach!!!), der diese erste Diagnose überprüfen soll.
> Interessanterweise stellt dieser Facharzt dann oft eine ganz andere
> Diagnose(Erkältung unter Mitleidenschaft des Innen- oder Mittelohres
> etc.). Dazu braucht es aber der "Beratung" von erfahrenen Vermittlern.

Nein! _Alle_ von Antragsteller gemachten Angaben/Unterlagen gehören
weitergegeben an den zuständigen Sachbearbeiter bzw. Prüfer. Das
Vorsortieren der Unterlagen kann und darf nicht durch den Vermittler
vorgenommen werden. Die Einschaltung eines weiteren (Fach-)Arztes ist
dagegen natürlich das legitime Recht des Kunden und auch des Vermittlers
und in manchen Fällen auch durchaus eine gute Idee. Die Unterschlagung
anderer Unterlagen darf damit aber nicht begründet werden.

> Wenn es Tititus ist.

Nein, es ist ein Tinnitus. Und der ist sogar für einen Laien sehr leicht zu
diagnostizieren: Ohrgeräusche sind ständig oder immer wiederkehrend
vorhanden = Tinnitus. Der Auslöser hierfür ist allerdings ungleich
schwieriger zu bestimmen. Da sollte man dann wieder dem Facharzt vertrauen.
Und das war in Ralfs Fall ja ein Ohrenarzt, also durchaus der richtige
Ansprechpartner.

Viele Grüße von
Martin

Siegfried Perini

unread,
Jul 19, 2002, 11:01:04 AM7/19/02
to
"Martin Bochow" <Mar...@Bochow.com> schrieb im Newsbeitrag
news:scu8ha...@news.bochow.com...

> Siegfried Perini <per...@perini.de> schrieb:
>
> > Das Spiel ist doch bekannt. Der Doc hat diagnostiziert und muß
abrechnen.
> > Je mehr diagnositiziert wird und daraufhin behandelt wird, desto mehr
> > bringt ihm das, vereinfacht gesagt, in die Kasse.
>
> Du hast ja scheinbar keine besonders gute Meinung von den deutschen
> Medizinern.

Jahrelange Erfahrungen mit Arztberichten in der Antragsprüfung sprechen eine
deutliche Sprache.

> Aber auch wenn Du es nicht glaubst, denen ist meistens schon
> klar, dass eine falsche Diagnose (mit dann eben zwangsläufig auch falscher
> Therapie) durchaus einen Kunstfehlerprozess nach sich ziehen kann. Und das
> sorgt dann in der Kasse der Praxis für Ebbe.

Erklär mir das mal in diesem Fall, wie eine eventuelle Erkältung, die mit
der Diagnose Verdacht auf Tinitus lautet, zu einem Kunstfehlerprozeß führen
soll?

> Mit den Ärzten ist es wie mit dem Versicherungsaussendienst. Sie sind viel
> besser als ihr Ruf ;-)

Nicht in der Abrechnungspraxis. Statistisch gesehen haben 30% der Ärzte
schon Abrechnungsprobleme gehabt. Eingenartig.

> >> Beruf. Bist Du beruflich sehr stark auf Dein Gehör angewiesen oder hast
> >> Du einen Beruf mit hoher Anforderung an die Konzentrationsfähigkeit
(z.B.
> >> Musiklehrer oder Fluglotse)?
> >
> > Das interessiert keine Bohne.
>
> Doch, das ist für die Einschätzung des Risikoprüfers sogar ganz
> entscheidend.

Ist mir neu. Musiklehrer und Fluglotsen sind fast nicht versicherbar. Wir
reden über Ottonormalverbraucher im Bürojob und da spielt das Gehör keine
Rolle für die geschilderte Risikoeinschätzung. Ich gehe davon aus, daß
entweder ein Arztbericht beim Antrag beilag oder eine Rückfrage beim
behandelnden Arzt eingeholt wurde.

> >>> Auf dem Angebot ist jetzt folgender Ausschluß enthalten:
>
> > Das Übliche.
>
> Stimmt, das ist wirklich üblich.
>
> > Die prüfen immer ganz genau und vor allem nach den Vorgaben.
>
> Nach den Vorgaben schon, nur nicht immer ganz genau.

Also bitte!

> Der Vertrieb verlangt
> immer schnellere und "unkompliziertere" Entscheidungen. Fragebögen und
> Arztberichte verzögern aber eine schnelle Entscheidung über die
> Antragsannahme. Deshalb wird, zumindest soweit dies möglich ist, auf eine
> tiefgehende Prüfung mit umfangreichen Unterlagen oftmals verzichtet.

Mit was für Gesellschaften arbeitest du denn zusammen?
Sorry, du redest einen Stuß und zeichnest ein völlig falsches Bild.
Wenn das so wäre, wäre das schon strafbar.

> >> Falls es aus Deiner Sicht also keinen Grund mehr für den Ausschluß
gibt,
> >> rufe doch einfach mal bei dem entsprechenden Sachbearbeiter an,
schildere
> >> ihm Deine Sicht der Dinge und bitte um eine Überprüfung der
Entscheidung.
> >
> > Vergiß es.
>
> Warum? Miteinander zu reden ist nie verkehrt.

Man braucht schon gute Drähte um bei einer Entscheidung direkt mit den
Risikoprüfern Ergebnisse erörtern zu können und entsprechenden(guten)
Umsatz. Bei den derzeitigen wochenlangen Verzögerungen in der Antragsprüfung
BU und teilweise KV würden sich die Prüfer freuen, wenn sie mit jedem
Beteiligten stundenlang Risikofragen und Fehldiagnosen erörtern müssten.

> >> Normalerweise wird er dazu bereit sein.
> >
> > Wird er selten. Denn die ihm vorliegenden Unterlagen sind nun mal so,
> > sonst wäre die Entscheidung anders gewesen.
>
> Ach so, deshalb.

Ich habe das oben von mir geschilderte bei einem Beruskollegen, der
Praxiserfahrung hat, vorausgesetzt.

> Das stimmt sicherlich, zumindest wenn aussagekräftige
> Unterlagen vorliegen.

Genau davon bin ich ausgegangen. Einen Tinitus entscheidet _kein_
Risikoprüfer ohne Arzbericht oder Rückfrage. Sollte dir eigentlich bekannt
sein.

> Sollte der Sachbearbeiter allerdings, wie eben oben
> beschrieben, eine schnelle und unkomplizierte Entscheidung getroffen
haben,

Nicht bei dieser Diagnose...

> also _keine_ aussagekräftigen Unterlagen vorliegen haben,

Der Betroffene kann es schildern, wie es war und ist...

> so wird er
> sicherlich bereit sein diese auf Wunsch des Antragstellers anzufordern und
> seine Entscheidung dann zu überprüfen.

was schon geschehen sein wird...

> Falls ihm allerdings aussagekräftige Unterlagen bereits vorliegen, so wird
> er dem Kunden die Entscheidung zumindest erklären und begründen können und
> evtl. Alternativen (z.B. Zuschlag statt Ausschluss) anbieten.

Wenn, dann Zuschlag. Eher keine Alternative.

> Ein Anruf lohnt sich also in jedem Fall.

Oder genaues Durchlesen der mittlerweile gegebenen Tips. Denn: In der
Wagnisdatei steht er schon drin mit dieser Wagnisprüfung.

> > Der Fehler wird in solchen Fällen im Vorfeld vom unwissenden oder faulen
> > Vermittler gemacht. Ich werde bei einer solchen Aussage immer hellwach,
> > wenn ein Kunde von solch einem Verdacht spricht. Die Erkrankung soll
nach
> > ein paar Tagen abgeklungen sein und nie danach seinen Beschwerden
> > aufgetreten. Solche Unterlagen gehören dann nicht ungeprüft in die Hände
> > eines Sachbearbeiters bzw. Prüfers. Sie gehören in die Hände eines
zweiten
> > Arztes(vom Fach!!!), der diese erste Diagnose überprüfen soll.
> > Interessanterweise stellt dieser Facharzt dann oft eine ganz andere
> > Diagnose(Erkältung unter Mitleidenschaft des Innen- oder Mittelohres
> > etc.). Dazu braucht es aber der "Beratung" von erfahrenen Vermittlern.
>
> Nein! _Alle_ von Antragsteller gemachten Angaben/Unterlagen gehören
> weitergegeben an den zuständigen Sachbearbeiter bzw. Prüfer.

Bitte genau durchlesen!!! _So_ habe ich es nicht geschrieben.

> Das Vorsortieren der Unterlagen kann und darf nicht durch den Vermittler
> vorgenommen werden.

_So_ habe ich es auch nicht geschrieben!

> Die Einschaltung eines weiteren (Fach-)Arztes ist
> dagegen natürlich das legitime Recht des Kunden und auch des Vermittlers
> und in manchen Fällen auch durchaus eine gute Idee.

Wie ich merke, von dir noch nie gemacht worden.

> Die Unterschlagung anderer Unterlagen darf damit aber nicht begründet
werden.

_So_ habe ich es nicht geschrieben und nicht gemeint.

> > Wenn es Tititus ist.
>
> Nein, es ist ein Tinnitus.

Nach der zweiten Antwort seinerseits scheint es mir auch so zu sein. Ich
habe aber schon Fälle erlebt, wo es _keiner_ war!

> Und der ist sogar für einen Laien sehr leicht zu
> diagnostizieren: Ohrgeräusche sind ständig oder immer wiederkehrend
> vorhanden = Tinnitus. Der Auslöser hierfür ist allerdings ungleich
> schwieriger zu bestimmen. Da sollte man dann wieder dem Facharzt
vertrauen.

So isses. Und das, bevor man einen Antrag leichtfertig stellt.

> Und das war in Ralfs Fall ja ein Ohrenarzt, also durchaus der richtige
> Ansprechpartner.

Tut mir leid. Zu dem Zeitpunkt, wo ich antwortete, war diese Info noch nicht
vorhanden.

--
Gruß
Siegfried


Martin Bochow

unread,
Jul 19, 2002, 2:05:49 PM7/19/02
to
Siegfried Perini <per...@perini.de> schrieb:

>> Du hast ja scheinbar keine besonders gute Meinung von den deutschen
>> Medizinern.
>
> Jahrelange Erfahrungen mit Arztberichten in der Antragsprüfung sprechen
> eine deutliche Sprache.

Ich habe auch schon erlebt, dass ich einen Hausarztbericht wegen hohem
Übergewicht und einer im Antrag genannten Fettstoffwechselstörung
angefordert habe und der Hausarzt angeblich, zumindest laut seinem Bericht,
in den letzten Jahren 3 Jahren, trotz regelmäßiger Konsultationen, nicht
ein einziges mal den Blutdruck gemessen haben will. Sowas ist aber eben die
krasse Ausnahme.

Im großen und ganzen ist es aber trotzdem leider so, dass grade in den
letzten Jahren die ärztlichen Berichte immer weniger aussagekräftig werden.
Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Vielleicht ist den Ärzten das
angebotene Honorar für den Bericht zu niedrig, vielleicht haben (oder
nehmen) Sie auch nicht mehr so viel Zeit wie früher. Vielleicht wollen sie
aber auch Ihren Patienten, also unseren Antragsteller, nicht "reinreiten"
und halten sich deshalb immer öfter bedeckt. Wer weiss das schon,
vielleicht sollte ich dazu mal einen Arzt fragen.

> Erklär mir das mal in diesem Fall, wie eine eventuelle Erkältung, die mit
> der Diagnose Verdacht auf Tinitus lautet, zu einem Kunstfehlerprozeß
> führen soll?

Das erkläre ich Dir sogar gerne an einem fiktiven Fall: Herr Müller geht
wegen seiner bösen Ohrengeräusche zum (HNO-)Arzt. Dieser Arzt sagt, dass es
sich nur um die Begleiterscheinung einer Erkältung handelt. Die
tatsächliche Ursache ist allerdings ein schwerer Hypertonus der sich
bereits in fortschreitenden Gefäßveränderungen bemerkbar macht, jetzt eben
bei der Innenohrdurchblutung und dies übersieht der Arzt. Eine Woche später
bekommt Herr Müller einen Schlaganfall. Das wäre für mich ein Kunstfehler,
Hernn Müller würde ich durchaus zum Anwalt schicken.

>> Mit den Ärzten ist es wie mit dem Versicherungsaussendienst. Sie sind
>> viel besser als ihr Ruf ;-)
>
> Nicht in der Abrechnungspraxis. Statistisch gesehen haben 30% der Ärzte
> schon Abrechnungsprobleme gehabt. Eingenartig.

Was meinst Du mit Abrechnungsproblemen?

>>>> Musiklehrer oder Fluglotse)?
>>>
>>> Das interessiert keine Bohne.
>>
>> Doch, das ist für die Einschätzung des Risikoprüfers sogar ganz
>> entscheidend.
>
> Ist mir neu. Musiklehrer und Fluglotsen sind fast nicht versicherbar. Wir
> reden über Ottonormalverbraucher im Bürojob und da spielt das Gehör keine
> Rolle für die geschilderte Risikoeinschätzung. Ich gehe davon aus, daß
> entweder ein Arztbericht beim Antrag beilag oder eine Rückfrage beim
> behandelnden Arzt eingeholt wurde.

Na gut, das waren tatsächlich sehr extreme Beispielberufe. Paßt wirklich
nicht ganz auf den Ottonormalverbraucher. Trotzdem als Beispiel für "Ohren-
und Konzentrationsberufe" doch recht brauchbar, oder? Ralf konnte damit ja
zumindest was anfangen.

>> Der Vertrieb verlangt
>> immer schnellere und "unkompliziertere" Entscheidungen. Fragebögen und
>> Arztberichte verzögern aber eine schnelle Entscheidung über die
>> Antragsannahme. Deshalb wird, zumindest soweit dies möglich ist, auf eine
>> tiefgehende Prüfung mit umfangreichen Unterlagen oftmals verzichtet.
>
> Mit was für Gesellschaften arbeitest du denn zusammen?
> Sorry, du redest einen Stuß und zeichnest ein völlig falsches Bild.
> Wenn das so wäre, wäre das schon strafbar.

Oh, ich arbeite mit (fast) allen deutschen Versicherern zusammen, zumindest
wenn sie an der Wagnisdatei des Verbandes teilnehmen. Dann nämlich geben
wir uns durchaus gelegentlich gegenseitig Auskunft.

Und was soll denn an einer schnellen und unkomplizierten Risikoprüfung
strafbar sein? Dieses sollte doch im Sinne des Kunden, des Vermittlers und
auch des Versicherers sein.

> Man braucht schon gute Drähte um bei einer Entscheidung direkt mit den
> Risikoprüfern Ergebnisse erörtern zu können und entsprechenden(guten)
> Umsatz. Bei den derzeitigen wochenlangen Verzögerungen in der
> Antragsprüfung BU und teilweise KV würden sich die Prüfer freuen, wenn sie
> mit jedem Beteiligten stundenlang Risikofragen und Fehldiagnosen erörtern
> müssten.

Quatsch, die Telefonnummer steht auf dem Schreiben ganz oben nebem dem Namen
des Risikoprüfers. Und ich zumindest bin immer gerne bereit meine
Entscheidungen auch zu erklären und zu begründen. Ich denke, darauf haben
der Kunde und der Vermittler auch ein Recht.

> Ich habe das oben von mir geschilderte bei einem Beruskollegen, der
> Praxiserfahrung hat, vorausgesetzt.

Die habe ich, nur scheinbar aus einer anderen Blickrichtung.

> Genau davon bin ich ausgegangen. Einen Tinitus entscheidet _kein_
> Risikoprüfer ohne Arzbericht oder Rückfrage. Sollte dir eigentlich bekannt
> sein.

Doch. Warum auch nicht? Bei einer "kleinen" Lebensversicherung mit evtl. nur
einer BUZ-Beitragsbefreiung, einem unbedenklichen Beruf und
aussagekräftigen Antragsangaben zur Erkrankung spricht doch nichts dagegen.
Wieso sollte ich da die Versichertengemeinschaft mit unnötigen Kosten für
einen überflüssigen Arztbericht belasten?

> Oder genaues Durchlesen der mittlerweile gegebenen Tips. Denn: In der
> Wagnisdatei steht er schon drin mit dieser Wagnisprüfung.

Na und? Diese Datei ist doch nichts böses.

>> Die Einschaltung eines weiteren (Fach-)Arztes ist
>> dagegen natürlich das legitime Recht des Kunden und auch des Vermittlers
>> und in manchen Fällen auch durchaus eine gute Idee.
>
> Wie ich merke, von dir noch nie gemacht worden.

Doch, auch wenn die Anforderung von Facharztberichten leider immer eine
recht kostspielige Angelegenheit ist. Bei der Beurteilung von hohen
BU-Renten kommt man aber eben manchmal z.B. nicht um ein orthopädisches
Gutachten herum. Und das wird wirklich richtig teuer.

>> Nein, es ist ein Tinnitus.
>
> Nach der zweiten Antwort seinerseits scheint es mir auch so zu sein. Ich
> habe aber schon Fälle erlebt, wo es _keiner_ war!

Ja, das geht sogar recht schnell. Der Patient geht zum Arzt und sagt: "Ich
hör' da immer so ein komisches piepen im rechten Ohr!" Der Arzt untersucht
ihn, kann außer einer verschleppten Erkältung nichts feststellen und
schreibt in die Akte: Verdacht auf Tinnitus. 3 Tage später ist das Geräusch
weg und der Patient geht nicht wieder zum Arzt. Damit ist das letzte in der
Akte "Verdacht auf Tinnitus". Aber sowas sollte ein einigermaßen erfahrener
Risikoprüfer auch entsprechend aus dem ärztlichen Bericht deuten können.

Viele Grüße von
Martin

Siegfried Perini

unread,
Jul 19, 2002, 4:47:43 PM7/19/02
to
"Martin Bochow" <Mar...@Bochow.com> schrieb im Newsbeitrag
news:fdk9ha...@news.bochow.com...

jetzt solltest du die Katze schon aus dem Sack lassen und verraten, was du
genau beruflich machst.

> Im großen und ganzen ist es aber trotzdem leider so, dass grade in den
> letzten Jahren die ärztlichen Berichte immer weniger aussagekräftig
werden.
> Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Vielleicht ist den Ärzten das
> angebotene Honorar für den Bericht zu niedrig, vielleicht haben (oder
> nehmen) Sie auch nicht mehr so viel Zeit wie früher. Vielleicht wollen sie
> aber auch Ihren Patienten, also unseren Antragsteller, nicht "reinreiten"
> und halten sich deshalb immer öfter bedeckt. Wer weiss das schon,
> vielleicht sollte ich dazu mal einen Arzt fragen.

Das haben mir so manche dieser Ärzte direkt und indirekt gesagt. Denn: Bei
jedem zweiten Antrag, den du zu BU oder PKV stellst, geht es ohne
Arztunterlagen nicht. Meine Praxis.

> > Erklär mir das mal in diesem Fall, wie eine eventuelle Erkältung, die
mit
> > der Diagnose Verdacht auf Tinitus lautet, zu einem Kunstfehlerprozeß
> > führen soll?
>
> Das erkläre ich Dir sogar gerne an einem fiktiven Fall:

... der aber so herum geschildert, nichts mit dem genannten Beispiel zu tun
hat.

> > Nicht in der Abrechnungspraxis. Statistisch gesehen haben 30% der Ärzte
> > schon Abrechnungsprobleme gehabt. Eingenartig.
>
> Was meinst Du mit Abrechnungsproblemen?

Frag mal einen Staatsanwalt oder lies öfter Zeitung.

> > Ist mir neu. Musiklehrer und Fluglotsen sind fast nicht versicherbar.
Wir
> > reden über Ottonormalverbraucher im Bürojob und da spielt das Gehör
keine
> > Rolle für die geschilderte Risikoeinschätzung. Ich gehe davon aus, daß
> > entweder ein Arztbericht beim Antrag beilag oder eine Rückfrage beim
> > behandelnden Arzt eingeholt wurde.
>
> Na gut, das waren tatsächlich sehr extreme Beispielberufe. Paßt wirklich
> nicht ganz auf den Ottonormalverbraucher. Trotzdem als Beispiel für
"Ohren-
> und Konzentrationsberufe" doch recht brauchbar, oder? Ralf konnte damit ja
> zumindest was anfangen.

Eben nicht. Er hatte dadurch den Eindruck, daß die Ohren nur für bestimmte
Berufe eine wichtige Risikoeinschätzung sind und daher Tinitus "quasi"
vernachlässigbar sei. Dem ist nicht so.

> >> Der Vertrieb verlangt
> >> immer schnellere und "unkompliziertere" Entscheidungen. Fragebögen und
> >> Arztberichte verzögern aber eine schnelle Entscheidung über die
> >> Antragsannahme. Deshalb wird, zumindest soweit dies möglich ist, auf
eine
> >> tiefgehende Prüfung mit umfangreichen Unterlagen oftmals verzichtet.
> >
> > Mit was für Gesellschaften arbeitest du denn zusammen?
> > Sorry, du redest einen Stuß und zeichnest ein völlig falsches Bild.
> > Wenn das so wäre, wäre das schon strafbar.
>
> Oh, ich arbeite mit (fast) allen deutschen Versicherern zusammen,

???

> zumindest wenn sie an der Wagnisdatei des Verbandes teilnehmen.

> Dann nämlich geben
> wir uns durchaus gelegentlich gegenseitig Auskunft.

Sachbearbeiter in der Risikovorprüfung?

> Und was soll denn an einer schnellen und unkomplizierten Risikoprüfung
> strafbar sein?

Sooo flapsig, wie du das schilderst, scheint es nur bei dir im Unternehmen
zuzugehen.

> Dieses sollte doch im Sinne des Kunden, des Vermittlers und
> auch des Versicherers sein.

Den Idealfall kenne ich aus der Werbung und den Sprüchen der Führungskräfte
der Versicherungswirtschaft auch. Die Praxis ist eine andere.


> > Man braucht schon gute Drähte um bei einer Entscheidung direkt mit den
> > Risikoprüfern Ergebnisse erörtern zu können und entsprechenden(guten)
> > Umsatz. Bei den derzeitigen wochenlangen Verzögerungen in der
> > Antragsprüfung BU und teilweise KV würden sich die Prüfer freuen, wenn
sie
> > mit jedem Beteiligten stundenlang Risikofragen und Fehldiagnosen
erörtern
> > müssten.
>
> Quatsch, die Telefonnummer steht auf dem Schreiben ganz oben nebem dem
Namen
> des Risikoprüfers.

Du schreibst hier Quatsch. Hier verallgemeinert einer wieder von seiner
Sichtweise hinter den Scheuklappen auf den Rest der Welt. Bei vielen steht
nur eine Servicenummer der vorgeschalteten "Kundenberatung" oder speziell
geschulter Leute drauf, damit die Prüfer genügend Zeit haben, ihre Jobs zu
tun. Es gab letztes Jahr Wartezeiten in der Antragsbearbeitung bis zu 3
Monaten und heute noch vereinzelt bis zu 3 Wochen bei BU-Anträgen. Das ist
die Realität mein Lieber.

> Und ich zumindest bin immer gerne bereit meine
> Entscheidungen auch zu erklären und zu begründen.

Hoffentlich prüfst du für deinen Versicherer nicht so flapsig.
Übrigens: Dein Name stand noch auf keiner meiner Risikoprüfungen. ;-)

> Ich denke, darauf haben
> der Kunde und der Vermittler auch ein Recht.

Du scheinst Zeit zu haben...

> > Ich habe das oben von mir geschilderte bei einem Beruskollegen, der
> > Praxiserfahrung hat, vorausgesetzt.
>
> Die habe ich, nur scheinbar aus einer anderen Blickrichtung.

Dann schaun mer mal...

> > Genau davon bin ich ausgegangen. Einen Tinitus entscheidet _kein_
> > Risikoprüfer ohne Arzbericht oder Rückfrage. Sollte dir eigentlich
bekannt
> > sein.

Und mit deinem angedeuteten Berufsbild erst recht.

> Doch. Warum auch nicht? Bei einer "kleinen" Lebensversicherung mit evtl.
nur
> einer BUZ-Beitragsbefreiung, einem unbedenklichen Beruf und
> aussagekräftigen Antragsangaben zur Erkrankung spricht doch nichts
dagegen.

Entschuldigung bitte. Bleibe bei der Sache. Davon hatten wir es nicht. Du
hast eine eigenartige Berufseinstellung, wenn du diesen Job denn ausübst.

> Wieso sollte ich da die Versichertengemeinschaft mit unnötigen Kosten für
> einen überflüssigen Arztbericht belasten?

Quatschkopf.

> > Oder genaues Durchlesen der mittlerweile gegebenen Tips. Denn: In der
> > Wagnisdatei steht er schon drin mit dieser Wagnisprüfung.
>
> Na und? Diese Datei ist doch nichts böses.

Nöööö. Nur: Hätte man eine "Risikovorprüfung" gemacht und wäre da anders
vorgegangen, würde er da nicht drinstehen. Und bei falscher Diagnose sind
die Leute jahrelang bei jeder Gesundheitsprüfung gehandicapt. PKV, RLV etc.
oft nicht möglich oder nur mit hohem Risikozuschlag. Sorry, du schreibst
hier Stuß.

> >> Die Einschaltung eines weiteren (Fach-)Arztes ist
> >> dagegen natürlich das legitime Recht des Kunden und auch des
Vermittlers
> >> und in manchen Fällen auch durchaus eine gute Idee.
> >
> > Wie ich merke, von dir noch nie gemacht worden.
>
> Doch, auch wenn die Anforderung von Facharztberichten leider immer eine
> recht kostspielige Angelegenheit ist.

Richtig lesen: Der Kunde soll das tun, im Vorfeld. Dann zahlt es seine
Krankenkasse.

> Bei der Beurteilung von hohen
> BU-Renten kommt man aber eben manchmal z.B. nicht um ein orthopädisches
> Gutachten herum.

Bei Tinitus? Häh?

> Und das wird wirklich richtig teuer.

Wasn dat für ne Jesellschaft? Wie? Bei hohen BUs nur orthopädische
Gutachten? Wat?
Selten so nen Schwachsinn von nem vermeintlichen Fachmann gehört. Sorry.

> > Nach der zweiten Antwort seinerseits scheint es mir auch so zu sein. Ich
> > habe aber schon Fälle erlebt, wo es _keiner_ war!
>
> Ja, das geht sogar recht schnell. Der Patient geht zum Arzt und sagt: "Ich
> hör' da immer so ein komisches piepen im rechten Ohr!" Der Arzt untersucht
> ihn, kann außer einer verschleppten Erkältung nichts feststellen und
> schreibt in die Akte: Verdacht auf Tinnitus. 3 Tage später ist das
Geräusch
> weg und der Patient geht nicht wieder zum Arzt. Damit ist das letzte in
der
> Akte "Verdacht auf Tinnitus". Aber sowas sollte ein einigermaßen
erfahrener
> Risikoprüfer auch entsprechend aus dem ärztlichen Bericht deuten können.

LOL.
Scheinst nicht zu wissen, wie die "Fragebögen" der Versicherer bzw. die
"Atteste"aussehen?
Bei dir scheint alles versicherbar zu sein. Vielleicht klärst du die
Mitleser noch etwas auf. Ich würde deine Aussagen gerne etwas tiefer
checken. Freu mich schon auf die Reaktionen, ob deine Vorgesetzten das auch
so sehen, was du so hier von dir gibst.

--
Gruß
Siegfried


Martin Bochow

unread,
Jul 20, 2002, 5:41:27 AM7/20/02
to
Siegfried Perini <per...@perini.de> schrieb:


> jetzt solltest du die Katze schon aus dem Sack lassen und verraten, was du
> genau beruflich machst.

Nach meiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann (1988) habe ich die meiste
Zeit in Abtragsabteilungen (Lebensversicherung) verbracht. Seit 1995 mache
ich "qualifizierte Risikoprüfung". Verglichen mit den meisten in der
Branche sind meine 7 Jahre Berufserfahrung in dem Bereich der medizinischen
Antragsprüfung zwar eher gering, ich denke aber trotzdem, dass ich mir nach
dieser Zeit schon ein gewisses Bild von der Lage machen kann.

> Das haben mir so manche dieser Ärzte direkt und indirekt gesagt. Denn: Bei
> jedem zweiten Antrag, den du zu BU oder PKV stellst, geht es ohne
> Arztunterlagen nicht. Meine Praxis.

PKV kann ich nicht beurteilen, da kenne ich mich mit der Praxis nicht aus.
Was die BU betrifft: Du solltest mal Dein Klientel und/oder die
Gesellschaften mit denen Du zusammenarbeitest überdenken. 50 %
Arztberichtsquote ist eindeutig viel zu hoch. Woran liegt das? Sind Deine
Kunden überproportional krank, sind die Gesellschaften zu streng in der
Risikoprüfung oder trauen sie vielleicht Dir als Vermittler nur nicht mehr?
Ich kenne Fälle, da wird bei Anträgen von bestimmten Vermittlern sehr
streng geprüft, das hat dann aber immer mit schlechten Erfahrungen mit
diesem speziellen Vermittler zu tun.

Hm, das hätte ich jetzt fast nicht bedacht: Vielleicht ist bei Deinen
Anträgen natürlich auch fast jeder Zweite über den Untersuchungsgrenzen.
Dann würde dann natürlich die hohe Quote der ärztlichen Unterlagen
erklären.

>> Das erkläre ich Dir sogar gerne an einem fiktiven Fall:
>
> ... der aber so herum geschildert, nichts mit dem genannten Beispiel zu
> tun hat.

Wieso? Die Geschichte mit dem "Erkältungs-Tinnitus" hast Du Dir doch
ausgedacht, darauf hab' ich dann aufgebaut. Um Ralfs speziellen Fall ging
es hier doch schon lange nicht mehr.

>> Was meinst Du mit Abrechnungsproblemen?
>
> Frag mal einen Staatsanwalt oder lies öfter Zeitung.

Wie viel Prozent der Versicherungsvermittler hatten denn schon mal einen
Rechtstreit mit einem Kunden oder sogar eine Anzeige am Hals? Sind darum
jetzt alle Betrüger? Eine seltsame Meinung hast Du über Deine Mitmenschen.

> Sachbearbeiter in der Risikovorprüfung?

Streich' einfach das "vor".

>> Und was soll denn an einer schnellen und unkomplizierten Risikoprüfung
>> strafbar sein?
>
> Sooo flapsig, wie du das schilderst, scheint es nur bei dir im Unternehmen
> zuzugehen.

Aus persönlicher Erfahrung kenne ich es so aus 3 verschiedenen Unternehmen.
Aus Gesprächen mit Kollegen bei anderen Versicheren schließe ich jedoch,
dass es der Trend zur "schlankeren" Risikoprüfung durchaus branchenweit zu
beobachten ist.

>> Dieses sollte doch im Sinne des Kunden, des Vermittlers und
>> auch des Versicherers sein.
>
> Den Idealfall kenne ich aus der Werbung und den Sprüchen der
> Führungskräfte der Versicherungswirtschaft auch. Die Praxis ist eine
> andere.

Deine Praxis und meine Praxis scheinen da sehr unterschiedlich zu sein.

> Du schreibst hier Quatsch. Hier verallgemeinert einer wieder von seiner
> Sichtweise hinter den Scheuklappen auf den Rest der Welt. Bei vielen steht
> nur eine Servicenummer der vorgeschalteten "Kundenberatung" oder speziell
> geschulter Leute drauf, damit die Prüfer genügend Zeit haben, ihre Jobs zu
> tun. Es gab letztes Jahr Wartezeiten in der Antragsbearbeitung bis zu 3
> Monaten und heute noch vereinzelt bis zu 3 Wochen bei BU-Anträgen. Das ist
> die Realität mein Lieber.

Deine Praxis und meine Praxis scheinen da sehr unterschiedlich zu sein. Aus
Dir spricht da aber eine sehr hohe Unzufriedenheit, vielleicht arbeitest Du
einfach mit den falschen Gesellschaften zusammen.

> Übrigens: Dein Name stand noch auf keiner meiner Risikoprüfungen. ;-)

Dein Name stand auch noch auf keiner meiner Anträge, zumindest kann ich mich
nicht daran erinnern. Und ich habe ein gutes Namensgedächtnis.

Vielleicht arbeitest Du ja wirklich mit den falschen Gesellschaften zusammen
:-)

>> Ich denke, darauf haben
>> der Kunde und der Vermittler auch ein Recht.
>
> Du scheinst Zeit zu haben...

Ja, ich habe die Zeit meinen Job zu tun, wie sollte es auch sonst
funktionieren. Oder bist Du etwa der Meinung, dass Kunden und Vermittler
nicht das Recht auf einen fachkundigen Gesprächspartner am Telefon haben?

>> Doch. Warum auch nicht? Bei einer "kleinen" Lebensversicherung mit evtl.
>> nur
>> einer BUZ-Beitragsbefreiung, einem unbedenklichen Beruf und
>> aussagekräftigen Antragsangaben zur Erkrankung spricht doch nichts
>> dagegen.
>
> Entschuldigung bitte. Bleibe bei der Sache. Davon hatten wir es nicht. Du
> hast eine eigenartige Berufseinstellung, wenn du diesen Job denn ausübst.

Was war denn an dem Beispiel nicht bei der Sache? _Das_ ist die tägliche
Praxis.

>> Wieso sollte ich da die Versichertengemeinschaft mit unnötigen Kosten für
>> einen überflüssigen Arztbericht belasten?
>
> Quatschkopf.

Gut, jetzt scheinen Dir also die Argumente auszugehen. Oder warum wirst Du
nun persönlich? Schade eigentlich, ich hätte mehr von Dir erwartet.

>>> Oder genaues Durchlesen der mittlerweile gegebenen Tips. Denn: In der
>>> Wagnisdatei steht er schon drin mit dieser Wagnisprüfung.
>>
>> Na und? Diese Datei ist doch nichts böses.
>
> Nöööö. Nur: Hätte man eine "Risikovorprüfung" gemacht und wäre da anders
> vorgegangen, würde er da nicht drinstehen. Und bei falscher Diagnose sind
> die Leute jahrelang bei jeder Gesundheitsprüfung gehandicapt. PKV, RLV
> etc. oft nicht möglich oder nur mit hohem Risikozuschlag. Sorry, du
> schreibst hier Stuß.

Quatsch! Keine Gesellschaft verläßt sich nur auf die Wagnisdatei. Falls es
sich wirklich um eine Fehldiagnose gehandelt haben sollte, so wird sich
dies im weiteren Verlauf der Prüfung klären (z.B durch einen ärztlichen
Bericht). Spätestens wenn der Kunde oder Vermittler interveniert und auf
die Fehldiagnose hinweist. Darum auch mein Tip an Ralf.

Du scheinst auch eine völlig falsche Vorstellung von der Qualität dieser
Gesellschaftsauskünfte zu haben. Da steht _nicht_ drin welche Erkrankungen
ein Kunde im Einzelnen hatte und welche Entscheidung genau getroffen wurde.

>> Bei der Beurteilung von hohen
>> BU-Renten kommt man aber eben manchmal z.B. nicht um ein orthopädisches
>> Gutachten herum.
>
> Bei Tinitus? Häh?

Ich schrieb "hohe BU-Renten" und "z.B.", von Tinnitus war doch hierbei gar
nicht mehr die Rede. Ich vermute jetzt mal, dass Du das Beispiel hier
absichtlich missverstehst. Oder sollte man eine Pisa-Studie vielleicht auch
mal für ehemalige Schüler und jetzige Berufstätige durchführen? Könnte
interessant sein.

> Wasn dat für ne Jesellschaft? Wie? Bei hohen BUs nur orthopädische
> Gutachten? Wat?
> Selten so nen Schwachsinn von nem vermeintlichen Fachmann gehört. Sorry.

Siehe oben. Es war ein abstraktes Beispiel und ich denke Du missverstehst es
absichtlich. Aber ich mache mir trotzdem die Mühe und erkläre es Dir.

Bei dem Abschluß einer (sehr) hohen BU verden umfangreiche medizinische
Unterlagen eingefordert. Hierzu gehören je nach Gesellschaft das klassische
Attest und weitere Zusatzuntersuchungen wie HIV-Antikörpertest, grosses
Blutbild und Laborwerte, Urinstatus, EKG mit Ergometrie, früher teilweise
sogar noch Röngenaufnahmen der Thoraxorgane.

Nun kann es vorkommen, dass sich aus den verschiedenen hierbei erhobenen
Befunden diagnostische Unsicherheiten ergeben. Dies führt dann u.U. zu
Überprüfung der Befunde durch weitere Untersuchungen. Und Achtung, hier war
mein Beispiel versteckt: Das _kann_ dann ein orthopädisches Gutachten sein.

Ich habe mich bei den obigen Ausführungen mal auf die medizinischen
Unterlagen beschränkt und die finanzielle Risikoprüfung aussen vor
gelassen.

> LOL.

Schön, zumindest scheinst Du Humor zu haben. :-)



> Scheinst nicht zu wissen, wie die "Fragebögen" der Versicherer bzw. die
> "Atteste"aussehen?

Doch, die kenne ich sogar sehr gut. Und ich wundere mich täglich, dass sie
in so schlechter Qualität beantwortet und ausgefüllt werden. Vielleicht
sollten da aber auch die Versicherer sich mal an die eigene Nase fassen und
das Layout etwas übersichtlicher gestalten. Aber das ist wohl bei allen
Vordrucken das selbe, was man täglich sieht erscheint nur anderen als
unübersichtlich.

> Bei dir scheint alles versicherbar zu sein. Vielleicht klärst du die
> Mitleser noch etwas auf. Ich würde deine Aussagen gerne etwas tiefer
> checken. Freu mich schon auf die Reaktionen, ob deine Vorgesetzten das
> auch so sehen, was du so hier von dir gibst.

Nein, alles ist natürlich nicht versicherbar. Naja, auch wenn z.B. Lloyds in
London das wahrscheinlich anders sieht. Aber vieles ist versicherbar, denn
auch die Rückversicherer unterliegen immer mehr der Konkurrenz und werden
in der Folge immer zugänglicher. Auch wenn dieser Trend wohl langsam schon
wieder am Kippen ist.

Abschließend: Seit dem netten "Quatschkopf" deinerseits habe ich meine ganz
persönliche Theorie zu Deinen Problemen mit den bösen Sachbearbeitern.
Legst Du diesen Umgangston auch außerhalb des Usenet an den Tag? Dann
nämlich würde es mich nicht wundern, dass man sich nur ungerne mit Dir
unterhält und Dir selten entgegenkommt.

Viele Grüße von
Martin

P.S.: Bitte bringe doch mal Dein Quoting in Ordnung, es ist sehr mühsam
immer nachbessern zu müssen.

Siegfried Perini

unread,
Jul 20, 2002, 9:08:35 AM7/20/02
to
"Martin Bochow" <Mar...@Bochow.com> schrieb im Newsbeitrag
news:d8bbha...@news.bochow.com...

> Siegfried Perini <per...@perini.de> schrieb:
>
> > jetzt solltest du die Katze schon aus dem Sack lassen und verraten, was
du
> > genau beruflich machst.
>
> Nach meiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann (1988) habe ich die
meiste
> Zeit in Abtragsabteilungen (Lebensversicherung) verbracht. Seit 1995 mache
> ich "qualifizierte Risikoprüfung". Verglichen mit den meisten in der
> Branche sind meine 7 Jahre Berufserfahrung in dem Bereich der
medizinischen
> Antragsprüfung zwar eher gering, ich denke aber trotzdem, dass ich mir
nach
> dieser Zeit schon ein gewisses Bild von der Lage machen kann.

Welche Anträge?


> > Das haben mir so manche dieser Ärzte direkt und indirekt gesagt. Denn:
Bei
> > jedem zweiten Antrag, den du zu BU oder PKV stellst, geht es ohne
> > Arztunterlagen nicht. Meine Praxis.
>
> PKV kann ich nicht beurteilen, da kenne ich mich mit der Praxis nicht aus.
> Was die BU betrifft: Du solltest mal Dein Klientel und/oder die
> Gesellschaften mit denen Du zusammenarbeitest überdenken. 50 %
> Arztberichtsquote ist eindeutig viel zu hoch. Woran liegt das? Sind Deine
> Kunden überproportional krank, sind die Gesellschaften zu streng in der
> Risikoprüfung oder trauen sie vielleicht Dir als Vermittler nur nicht
mehr?
> Ich kenne Fälle, da wird bei Anträgen von bestimmten Vermittlern sehr
> streng geprüft, das hat dann aber immer mit schlechten Erfahrungen mit
> diesem speziellen Vermittler zu tun.
>
> Hm, das hätte ich jetzt fast nicht bedacht: Vielleicht ist bei Deinen
> Anträgen natürlich auch fast jeder Zweite über den Untersuchungsgrenzen.
> Dann würde dann natürlich die hohe Quote der ärztlichen Unterlagen
> erklären.

Einfach erklärt: Jeder Kunde muß bei den Ärzten über die im Antrag gefragten
Zeiträumen eine Kopie der Patientenakte besorgen. Zu seiner und meiner
Sicherheit. Das Ergebnis ist dementsprechend. Ich bin eben vorsichtiger als
der Durchschnitt der Kunden. Viele Selbständige, Anfragen aus dem Internet,
Risikosportarten und die Höhe der Rente tun ein Übriges. Deine
Standarderfahrungen sind für mich kein Kriterium. Keine Gesellschaft hat
sich in 17 Jahren über schlechtes Geschäft beklagt.

> Wieso? Die Geschichte mit dem "Erkältungs-Tinnitus" hast Du Dir doch
> ausgedacht, darauf hab' ich dann aufgebaut. Um Ralfs speziellen Fall ging
> es hier doch schon lange nicht mehr.

Ich habe Ralfs Fall angesprochen... Umgebaut hast du ihn. Bitte nachlesen.

> Wie viel Prozent der Versicherungsvermittler hatten denn schon mal einen
> Rechtstreit mit einem Kunden oder sogar eine Anzeige am Hals? Sind darum
> jetzt alle Betrüger? Eine seltsame Meinung hast Du über Deine Mitmenschen.

Es ging um Ärzte. Und was ich täglich sehe(Beratungsfehler), das steht auf
einem anderen Blatt.

> > Sachbearbeiter in der Risikovorprüfung?
>
> Streich' einfach das "vor".

Prüfung für was?

> >> Und was soll denn an einer schnellen und unkomplizierten Risikoprüfung
> >> strafbar sein?
> >
> > Sooo flapsig, wie du das schilderst, scheint es nur bei dir im
Unternehmen
> > zuzugehen.
>
> Aus persönlicher Erfahrung kenne ich es so aus 3 verschiedenen
Unternehmen.
> Aus Gesprächen mit Kollegen bei anderen Versicheren schließe ich jedoch,
> dass es der Trend zur "schlankeren" Risikoprüfung durchaus branchenweit zu
> beobachten ist.

Diese Schlankheit kenne ich zur Genüge. Aber etwas ganz anders, als von dir
flapsig geschildert.

> >> Dieses sollte doch im Sinne des Kunden, des Vermittlers und
> >> auch des Versicherers sein.
> >
> > Den Idealfall kenne ich aus der Werbung und den Sprüchen der
> > Führungskräfte der Versicherungswirtschaft auch. Die Praxis ist eine
> > andere.
>
> Deine Praxis und meine Praxis scheinen da sehr unterschiedlich zu sein.

Ja, scheint so.

> > Du schreibst hier Quatsch. Hier verallgemeinert einer wieder von seiner
> > Sichtweise hinter den Scheuklappen auf den Rest der Welt. Bei vielen
steht
> > nur eine Servicenummer der vorgeschalteten "Kundenberatung" oder
speziell
> > geschulter Leute drauf, damit die Prüfer genügend Zeit haben, ihre Jobs
zu
> > tun. Es gab letztes Jahr Wartezeiten in der Antragsbearbeitung bis zu 3
> > Monaten und heute noch vereinzelt bis zu 3 Wochen bei BU-Anträgen. Das
ist
> > die Realität mein Lieber.
>
> Deine Praxis und meine Praxis scheinen da sehr unterschiedlich zu sein.
Aus
> Dir spricht da aber eine sehr hohe Unzufriedenheit, vielleicht arbeitest
Du
> einfach mit den falschen Gesellschaften zusammen.

Das ist nicht Unzufriedenheit. Falsch geschlossen. Es ist nur nicht überall
so, wie du schilderst. Deswegen habe ich meine Erfahrungen beschrieben.

> > Übrigens: Dein Name stand noch auf keiner meiner Risikoprüfungen. ;-)
>
> Dein Name stand auch noch auf keiner meiner Anträge, zumindest kann ich
mich
> nicht daran erinnern. Und ich habe ein gutes Namensgedächtnis.
>
> Vielleicht arbeitest Du ja wirklich mit den falschen Gesellschaften
zusammen
> :-)

Oder du bei einer, die man aus Haftungsgründen besser nicht vermittelt...

> >> Ich denke, darauf haben
> >> der Kunde und der Vermittler auch ein Recht.
> >
> > Du scheinst Zeit zu haben...
>
> Ja, ich habe die Zeit meinen Job zu tun, wie sollte es auch sonst
> funktionieren. Oder bist Du etwa der Meinung, dass Kunden und Vermittler
> nicht das Recht auf einen fachkundigen Gesprächspartner am Telefon haben?

Darum ging es nicht.

> >> Doch. Warum auch nicht? Bei einer "kleinen" Lebensversicherung mit
evtl.
> >> nur
> >> einer BUZ-Beitragsbefreiung, einem unbedenklichen Beruf und
> >> aussagekräftigen Antragsangaben zur Erkrankung spricht doch nichts
> >> dagegen.
> >
> > Entschuldigung bitte. Bleibe bei der Sache. Davon hatten wir es nicht.
Du
> > hast eine eigenartige Berufseinstellung, wenn du diesen Job denn
ausübst.
>
> Was war denn an dem Beispiel nicht bei der Sache? _Das_ ist die tägliche
> Praxis.

Bei dir vielleicht:

> >> Doch. Warum auch nicht? Bei einer "kleinen" Lebensversicherung mit
evtl.
> >> nur

> >> einer BUZ-Beitragsbefreiung, einem unbedenklichen Beruf...

Das ist nicht mein Geschäft, Sorry. Und auch nicht das, das Ralfs Frage
zugrunde lag.

> >> Wieso sollte ich da die Versichertengemeinschaft mit unnötigen Kosten
für
> >> einen überflüssigen Arztbericht belasten?
> >
> > Quatschkopf.
>
> Gut, jetzt scheinen Dir also die Argumente auszugehen. Oder warum wirst Du
> nun persönlich? Schade eigentlich, ich hätte mehr von Dir erwartet.

Weil du den Fall sooo lange umkonstruierst, bis er auf deine Argumente
passt.

> >>> Oder genaues Durchlesen der mittlerweile gegebenen Tips. Denn: In der
> >>> Wagnisdatei steht er schon drin mit dieser Wagnisprüfung.
> >>
> >> Na und? Diese Datei ist doch nichts böses.
> >
> > Nöööö. Nur: Hätte man eine "Risikovorprüfung" gemacht und wäre da anders
> > vorgegangen, würde er da nicht drinstehen. Und bei falscher Diagnose
sind
> > die Leute jahrelang bei jeder Gesundheitsprüfung gehandicapt. PKV, RLV
> > etc. oft nicht möglich oder nur mit hohem Risikozuschlag. Sorry, du
> > schreibst hier Stuß.
>
> Quatsch! Keine Gesellschaft verläßt sich nur auf die Wagnisdatei. Falls es
> sich wirklich um eine Fehldiagnose gehandelt haben sollte, so wird sich
> dies im weiteren Verlauf der Prüfung klären (z.B durch einen ärztlichen
> Bericht). Spätestens wenn der Kunde oder Vermittler interveniert und auf
> die Fehldiagnose hinweist. Darum auch mein Tip an Ralf.

Auf das eigentlich Problem bist du nicht eingegangen: Ralfs Antrag führt in
einem "Erkältungsfall" dazu, daß er mindestens fünf Jahr kaum Chancen hat,
eine BU, PKV oder RLV zu bekommen. Ansonsten hat er diese Chance schon jetzt
oder in zwei Jahren wieder. Kleiner, aber feiner Unterschied.

> Du scheinst auch eine völlig falsche Vorstellung von der Qualität dieser
> Gesellschaftsauskünfte zu haben. Da steht _nicht_ drin welche Erkrankungen
> ein Kunde im Einzelnen hatte und welche Entscheidung genau getroffen
wurde.

Das ist mir bekannt. _Schreibe bitte aber auch dazu, daß der prüfende
Versicherer dort anfragt, _wo der Eintrag in die Datei vorgenommen wurde_
und dann ist es jeweils bekannt._

> >> Bei der Beurteilung von hohen
> >> BU-Renten kommt man aber eben manchmal z.B. nicht um ein orthopädisches
> >> Gutachten herum.
> >
> > Bei Tinitus? Häh?
>
> Ich schrieb "hohe BU-Renten"

schreibst mißverständlich...

> und "z.B.", von Tinnitus war doch hierbei gar
> nicht mehr die Rede. Ich vermute jetzt mal, dass Du das Beispiel hier
> absichtlich missverstehst.

Deswegen Nachfrage...

> Oder sollte man eine Pisa-Studie vielleicht auch
> mal für ehemalige Schüler und jetzige Berufstätige durchführen? Könnte
> interessant sein.

Bla, bla, bla...

> > Wasn dat für ne Jesellschaft? Wie? Bei hohen BUs nur orthopädische
> > Gutachten? Wat?
> > Selten so nen Schwachsinn von nem vermeintlichen Fachmann gehört. Sorry.
>
> Siehe oben. Es war ein abstraktes Beispiel und ich denke Du missverstehst
es
> absichtlich. Aber ich mache mir trotzdem die Mühe und erkläre es Dir.

Also, du schriebst:

> Ich schrieb "hohe BU-Renten"

> Bei dem Abschluß einer (sehr) hohen BU verden umfangreiche medizinische
> Unterlagen eingefordert. Hierzu gehören je nach Gesellschaft das
klassische
> Attest und weitere Zusatzuntersuchungen wie HIV-Antikörpertest, grosses
> Blutbild und Laborwerte, Urinstatus, EKG mit Ergometrie, früher teilweise
> sogar noch Röngenaufnahmen der Thoraxorgane.

Du schreibst _nur_ orthopädische... Das andere ist mir bekannt. Dem
mitlesenden Laien aber nicht.

> Nun kann es vorkommen, dass sich aus den verschiedenen hierbei erhobenen
> Befunden diagnostische Unsicherheiten ergeben. Dies führt dann u.U. zu
> Überprüfung der Befunde durch weitere Untersuchungen. Und Achtung, hier
war
> mein Beispiel versteckt: Das _kann_ dann ein orthopädisches Gutachten
sein.

Dann mußt du das so deutlich schreiben. Und nicht alles so flapsig, wie am
Anfang. Deswegen habe ich dagegengehalten, daß den Unbedarften klar wird,
was eigentlich dahintersteckt und nicht nur ein bischen Antragsfragerei mit
eventuell ein bischen Mogeln... Das ist der Normalfall der Vermittler, die
so arbeiten und von denen du deine Quoten hast.

>
> Ich habe mich bei den obigen Ausführungen mal auf die medizinischen
> Unterlagen beschränkt und die finanzielle Risikoprüfung aussen vor
> gelassen.

Von der mal ganz zu schweigen.

>
> > LOL.
>
> Schön, zumindest scheinst Du Humor zu haben. :-)

Immer. ;-)

> > Scheinst nicht zu wissen, wie die "Fragebögen" der Versicherer bzw. die
> > "Atteste"aussehen?
>
> Doch, die kenne ich sogar sehr gut.

Dann solttest du genauer sein in deinem Beschreibungen!

> Und ich wundere mich täglich, dass sie
> in so schlechter Qualität beantwortet und ausgefüllt werden.

Mein Sagen...

> Vielleicht sollten da aber auch die Versicherer sich mal an die eigene
Nase fassen und
> das Layout etwas übersichtlicher gestalten. Aber das ist wohl bei allen
> Vordrucken das selbe, was man täglich sieht erscheint nur anderen als
> unübersichtlich.

Oder die Docs weniger Angst haben, seine Diagnosen zu erläutern und nicht
einfach nur das Mindeste und das nur zur Hälfte reinzuschreiben...

> > Bei dir scheint alles versicherbar zu sein. Vielleicht klärst du die
> > Mitleser noch etwas auf. Ich würde deine Aussagen gerne etwas tiefer
> > checken. Freu mich schon auf die Reaktionen, ob deine Vorgesetzten das
> > auch so sehen, was du so hier von dir gibst.
>
> Nein, alles ist natürlich nicht versicherbar. Naja, auch wenn z.B. Lloyds
in
> London das wahrscheinlich anders sieht. Aber vieles ist versicherbar, denn
> auch die Rückversicherer unterliegen immer mehr der Konkurrenz und werden
> in der Folge immer zugänglicher. Auch wenn dieser Trend wohl langsam schon
> wieder am Kippen ist.

Da sich zwei fast den ganzen Deutschen Markt teilen und sich alles am
Marktführer orientiert, kann man da nicht gerade von Wettbewerb sprechen...

> Abschließend: Seit dem netten "Quatschkopf" deinerseits habe ich meine
ganz
> persönliche Theorie zu Deinen Problemen mit den bösen Sachbearbeitern.
> Legst Du diesen Umgangston auch außerhalb des Usenet an den Tag? Dann
> nämlich würde es mich nicht wundern, dass man sich nur ungerne mit Dir
> unterhält und Dir selten entgegenkommt.


Falsch interpretiert. Ich habe mich hier dem vorherrschenden Stil angepasst.
;-)

> P.S.: Bitte bringe doch mal Dein Quoting in Ordnung, es ist sehr mühsam
> immer nachbessern zu müssen.

Es ist Outlook Express, daß das verändert. Da kann ich nix für.

--
Gruß
Siegfried


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