ich beabsichtige den Wechsel meiner Krankenkasse, bin verheiratet,
Angestellter, freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen KK. Nach einigem
Umschauen kommen die BIG und die Techniker in die engere Wahl. Von beiden
gab es i.d.R. recht gutes Feedback von zufriedenen Mitgliedern. PKV und BKK
kommen nicht in Frage.
Die Beitragssätze liegen für meinen Fall bei 13,1% (BIG) und 13,7% (TK).
Beide zeichnen sich scheinbar durch längerfristig stabile Beitragssätze aus.
Gibt es bei einer der beiden Kassen Signale, dass eine Änderung des
Beitragssatzes zu erwarten ist?
Hat auch jemand schlechte Erfahrungen mit einer dieser Kassen gemacht?
Wie sah es mit der Kulanz aus bzgl. Leistungen, die nicht gesetzlich
festgeschrieben sind?
Ich bin für jedliches Feedback dankbar.
Gruß,
Jürgen
Warum nicht?
>
> Die Beitragssätze liegen für meinen Fall bei 13,1% (BIG) und 13,7% (TK).
> Beide zeichnen sich scheinbar durch längerfristig stabile Beitragssätze
aus.
Woher nimmst du diese Information
bedingt durch den Risikostrukturausgleich, kann es jede Kasse treffen, ohne
das sie etwas dafür kann.
Oder hast du dir die Informationen des finanziellen Zustandes von allen ca.
200 gesetzlichen Kassen geholt
>
> Gibt es bei einer der beiden Kassen Signale, dass eine Änderung des
> Beitragssatzes zu erwarten ist?
Nein, weder nach oben noch nach unten
erstmal vielen Dank für Deine Antwort.
> > gab es i.d.R. recht gutes Feedback von zufriedenen Mitgliedern. PKV und
> BKK
> > kommen nicht in Frage.
>
> Warum nicht?
PKV: wegen a) möglicherweise schwierigem Wechsel zurück, im Falle von z.B.
Unzufriedenheit und b) aus Kostengründen, wenn Kinder da sind und c)
mangelnder Bereitschaft zum Zeitaufwand, etwas der Kasse gegenüber
abzurechnen, da beruflich sehr stark eingespannt und ständig dienstlich auf
Reisen etc.
BKK: wegen a) dem durch einige Vertreter dieser Zunft erzeugten schlechten
Image, b) extrem schlechten eigenen Erfahrungen mit genau einer BKK und c)
den allgemein starken Beitrags-Schwankungen vieler BKK, wenn man z.B. die
letzten 2 Jahre betrachtet.
> > Die Beitragssätze liegen für meinen Fall bei 13,1% (BIG) und 13,7%
(TK).
> > Beide zeichnen sich scheinbar durch längerfristig stabile Beitragssätze
> aus.
>
> Woher nimmst du diese Information
Nach eigener Aussage der beiden Kassen in Telefonaten mir gegenüber, sowie
aus deren Webseiten und aus weiteren Webseiten. Längerfristig war hier auf
die Vergangenheit bezogen. Es sieht für mich so aus, als wären diese beiden
Kassen in den letzten Jahren nicht durch ständige Beitragssatz-Änderungen
aufgefallen, meines Wissens hat jede der beiden insgesamt einmal in den
letzten Jahren angepaßt.
> bedingt durch den Risikostrukturausgleich, kann es jede Kasse treffen,
ohne
> das sie etwas dafür kann.
Das ist mir klar. Wie gesagt, meine Aussage war auf die Vergangenheit
bezogen.
> Oder hast du dir die Informationen des finanziellen Zustandes von allen
ca.
> 200 gesetzlichen Kassen geholt
Wie ernst soll ich denn diese Frage nehmen? Ich kann Deine Ironie hier
irgendwie nicht verstehen. Ich habe lediglich meinen Eindruck hier gepostet
und zur Diskussion gestellt.
> > Gibt es bei einer der beiden Kassen Signale, dass eine Änderung des
> > Beitragssatzes zu erwarten ist?
>
> Nein, weder nach oben noch nach unten
Das klingt erstmal gut. In die Glaskugel schauen und die Zukunft ablesen
kann man natürlich nicht.
Gruß,
Jürgen
"Juergen Klotz" <123c...@onlinerock.com> schrieb im Newsbeitrag
news:2oi0abF...@uni-berlin.de...
> Hallo,
>
> erstmal vielen Dank für Deine Antwort.
>
> > > gab es i.d.R. recht gutes Feedback von zufriedenen Mitgliedern.
> > > PKV und BKK kommen nicht in Frage.
> >
> > Warum nicht?
>
> PKV: wegen
> a) möglicherweise schwierigem Wechsel zurück, im Falle von z.B.
> Unzufriedenheit
> b) aus Kostengründen, wenn Kinder da sind.
Ehefrau ist nicht berufstätig?
Zu a) Wechsel zurück zu GKV bei Fall unter BBG in KV möglich, dann fällst du eine
neue Entscheidung.
Unzufriedenheit: kann man auch Ges. wechseln.
Zu b) Kinder: lass dir doch mal fiktiv Kinder rechnen.
> c) mangelnder Bereitschaft zum Zeitaufwand, etwas der Kasse gegenüber
> abzurechnen, da beruflich sehr stark eingespannt und ständig dienstlich auf
> Reisen etc.
Blanke Bequemlichkeit, wirfst evtl. Möglichkeiten zum Geldsparen von vornherein
übern Haufen.
Dein AG ist hälftig bis BBG dabei u. du könntest z.B. Rückerstattungen bei
Leistungsfreiheit kassieren. Rechnungen kannst du auch sofort an Ges.
weiterreichen.
PKV-Tarife mit SB-Anteile sind aber eine interessante Sache. Du kannst aber auch
noch am Jahresende entscheiden ob du Leistungsfrei bleiben willst.
Vergleiche mal mit Rabattesystem in KfZ -VollKasko (kennst du dich da etwas aus?)
> BKK: wegen
> a) dem durch einige Vertreter dieser Zunft erzeugten schlechten
> Image,
> b) extrem schlechten eigenen Erfahrungen mit genau einer BKK
Kann man mal intern per eMail erfahren welche?
Hoffentlich nicht die BKK die ich als Makler auch mit anbiete (bundesweit 13,3%,
freiwillige Mitglieder noch günstiger ). Von der (eine der ältesten BKK) weiß ich
dass sie schon am Jahresende auf 12,9 senken wollte und nicht durfte. Außerdem
weiß ich dass sie inzwischen weitere nicht unerhebliche Verwaltungskosten
eingespart hat, nicht auf Kosten der Gesundheitskosten der Versicherten. Eine
Krankenkasse brauch nicht so einen *Wasserkopf* wie viele haben und außerdem auch
nicht Millionenausgaben für Werbung.
> c) den allgemein starken Beitrags-Schwankungen vieler BKK, wenn man z.B. die
> letzten 2 Jahre betrachtet.
Gebe ich dir recht, Verbraucher sind sehr verunsichert.
> > > Die Beitragssätze liegen für meinen Fall bei 13,1% (BIG) und 13,7%
> > > (TK).
> > > Beide zeichnen sich scheinbar durch längerfristig stabile Beitragssätze
> > > aus.
> >
> > Woher nimmst du diese Information
>
> Nach eigener Aussage der beiden Kassen in Telefonaten mir gegenüber, sowie
> aus deren Webseiten und aus weiteren Webseiten. Längerfristig war hier auf
> die Vergangenheit bezogen. Es sieht für mich so aus, als wären diese beiden
> Kassen in den letzten Jahren nicht durch ständige Beitragssatz-Änderungen
> aufgefallen, meines Wissens hat jede der beiden insgesamt einmal in den
> letzten Jahren angepaßt.
>
> > bedingt durch den Risikostrukturausgleich, kann es jede Kasse treffen,
> > ohne das sie etwas dafür kann.
>
> Das ist mir klar. Wie gesagt, meine Aussage war auf die Vergangenheit
> bezogen.
>
[.....]
> > > Gibt es bei einer der beiden Kassen Signale, dass eine Änderung des
> > > Beitragssatzes zu erwarten ist?
Kann ich leider ad hoc nicht beantworten. Müsste man Bilanzen einsehen.
> > Nein, weder nach oben noch nach unten
>
> Das klingt erstmal gut. In die Glaskugel schauen und die Zukunft ablesen
> kann man natürlich nicht.
Manchmal auch gut dass man die Zukunft noch nicht genau kennt, planen kann man
schon gewisse Sachen.
> Gruß,
> Jürgen
--
Gruß Egon --------------------------------------------
Kontaktadresse über www.EK-BONUS.de
**************************************************
Kann da Egon nur zustimmen. Deine Bequemlichkeit kann dich hier ein kleines
Vermögen kosten.
Und die angesprochenen Befürchtungen kann dir ein unabhängiger
Versicherungsmakler mit den entsprechenden Kontakten zu VU´s sicherlich
ausräumen.
Ein intensives Gespräch mit Ihm dauert vielleicht meherer Stunden, erspart
dir aber über Jahre hinweg wahrscheinlich einige TEURO
Die idee mit den "fiktiven Kindern" ist sehr gut
> > PKV: wegen
> > a) möglicherweise schwierigem Wechsel zurück, im Falle von z.B.
> > Unzufriedenheit
> > b) aus Kostengründen, wenn Kinder da sind.
> Ehefrau ist nicht berufstätig?
Doch. Sie ist bei einer GKK versichert und möchte das dabei belassen.
> Zu a) Wechsel zurück zu GKV bei Fall unter BBG in KV möglich, dann fällst
du eine
> neue Entscheidung.
Davon ist in meinem Fall (hoffentllich) auf absehbare Zeit nicht auszugehen.
> Unzufriedenheit: kann man auch Ges. wechseln.
> Zu b) Kinder: lass dir doch mal fiktiv Kinder rechnen.
Da spricht tatsächlich nichts gegen.
> > c) mangelnder Bereitschaft zum Zeitaufwand, etwas der Kasse gegenüber
> > abzurechnen, da beruflich sehr stark eingespannt und ständig dienstlich
auf
> > Reisen etc.
> Blanke Bequemlichkeit, wirfst evtl. Möglichkeiten zum Geldsparen von
vornherein
> übern Haufen.
> Dein AG ist hälftig bis BBG dabei u. du könntest z.B. Rückerstattungen bei
> Leistungsfreiheit kassieren. Rechnungen kannst du auch sofort an Ges.
> weiterreichen.
Vielleicht eine Überlegung wert. Bei zahlreichen Überstunden, ständiger
Wochenendarbeit etc. bin ich allerdings für jeden ersparten Aufwand dankbar.
Bequemlichkeit ist vielleicht nur bedingt zutreffend.
Ich habe allerdings Bedenken wegen der zukünftigen gesetzlichen Entwicklung
der PKV. Es gab doch Signale, dass der preisliche Vorteil der PKV aus
politischen Gründen (Defizite vieler GKK) unerwünscht und eine Angleichung
an die GKV-Beiträge kommen könnte? So war mein Eindruck als Laie.
> PKV-Tarife mit SB-Anteile sind aber eine interessante Sache. Du kannst
aber auch
> noch am Jahresende entscheiden ob du Leistungsfrei bleiben willst.
> Vergleiche mal mit Rabattesystem in KfZ -VollKasko (kennst du dich da
etwas aus?)
Schon ein paar Jahre her, da inzwischen Dienstwagen.
> > BKK: wegen
> > a) dem durch einige Vertreter dieser Zunft erzeugten schlechten
> > Image,
> > b) extrem schlechten eigenen Erfahrungen mit genau einer BKK
> Kann man mal intern per eMail erfahren welche?
Das ist kein Geheimnis. Ich habe nach einigem Hin und Her meine
Kündigungsbestätigung von der Taunus BKK erhalten. Den Hauptgrund für meine
Kündigung kann sich sicher jeder hier vorstellen.
Gruß,
Jürgen
> Bei sinnvoller Dimensionierung zahlst Du in der PKV für Mann, Frau und
> Kind etwa so viel wie als freiwillig Versicherter in der GKV -- bei ganz
> deutlich besseren Leistungen.
>
> Das muß aber jeder selbst wissen.
Was verhält es sich, wenn ich in die PKV wechsle, meine Frau in der GKV
bleibt (was sie definitiv möchte) und eines Tages Kinder kommen? Können Sie
als Familienversicherte in die GKV meiner Frau? Das könnte doch recht
interessant sein, oder habe ich da an etwas nicht gedacht?
Gruß,
Jürgen
zum Thema TK und BKK kann ich 'was beisteuern.
Im Jahr 2002 bekamen meine Frau Zwillinge (2 Buben, macht mit den drei
Mädels, die wir haben insgesamt 5 Kinder, das älteste damals 6 Jahre).
Meine Frau war damals bei der Sancura BKK versichert. Obgleich
entsprechende Atteste der Fachärzte und des Krankenhauses vorlagen wurde
uns für den nachfolgenden Zeitraum eine Haushaltshilfe verweigert.
Der eine oder andere Familienvater kann sich bestimmt vorstellen, daß es
der blanke Horror ist, wenn die Frau mit dem Nachwuchs aus dem
Krankenhaus kommt. Erschwerend war noch, daß die Gesundheit meiner Frau
und die des Nachwuchses zu dieser Zeit sehr angegriffen war
(Kaiserschnitt und Frühgeburten).
Nach Einschalten des Rechtsanwalts und Widerspruch klappte plötzlich
alles. Bezeichnend war übrigend die Reaktion der beteiligten Fachärzte,
als erste Frage kam immer 'bei welcher beschi... Krankenkasse sind sie
denn versichert ?'.
Ich selbst bin seit 18 Jahren bei der TK versichert und war bisher
weitgehend zufrieden (allerdings war ich auch nur sehr selten krank).
Nach dieser Affäre mit der sancuara hat sich meine Frau bei der TK
weiterversichert. Als im letzten Jahr die Frau wg. einer Operation für
fünf Wochen Haushaltshilfe benötigte war dies kein Problem.
Die TK hat auf mich einen sehr familienfreundlichen Eindruck gemacht
(wahrscheinlich auch historisch bedingt) und ich kann sie auf jeden Fall
weiterempfehlen.
Ich kenn nur für mich selber sprechen, wenn ich sage, daß für mich der
Beitragssatz einer Krankenkasse nicht das entscheidende Kriterium ist,
wohl aber die (sagen wir mal) Leistungsfreundlichkeit. Speziell mit der
sancura BKK mussten wir einen Rechtsstreit in die Wege leiten um
Ansprüche durchzusetzen. Unglücklicherweise ist es eben gerade so, daß
(wenn man Hilfe wirklich braucht) sich am ehesten nicht wehren kann
(weil man eh halb krank ist).
Insofern kann ich jeden Familienvater nur ans Herz legen, die Leistungen
seiner Krankenkasse (und auch deren Ruf) zu prüfen. Dies soll keine
Hetze gegen BKKs sein, aber wir wurden von der sancura BKK schon ganz
schön geärgert.
mfg Th. Schneele
"Don Smeagle" schrieb im Newsbeitrag news:cg1h6k$vh7$1...@ulysses.news.tiscali.de...
> Kann da Egon nur zustimmen. Deine Bequemlichkeit kann dich hier ein kleines
> Vermögen kosten.
> Und die angesprochenen Befürchtungen kann dir ein unabhängiger
> Versicherungsmakler mit den entsprechenden Kontakten zu VU´s sicherlich
> ausräumen.
Natürlich, zumal die Diskussion einer Bürgerversicherung wieder vom Tisch ist, da
spielen die *Privaten* nicht mit, wie auch, es wird in PKV ein Individualsystem
bleiben.
> Ein intensives Gespräch mit Ihm dauert vielleicht meherer Stunden, erspart
> dir aber über Jahre hinweg wahrscheinlich einige TEURO
Das könnte ich ihm mit einer Berechnung auch sofort aufzeigen, da muß er sich
nicht stundenlanges Pallaver anhören.
> Die idee mit den "fiktiven Kindern" ist sehr gut
>
Don, ich weiß zwar dass ich gut arbeite aber du stimmst meinen Gedanken hier schon
zum zweiten mal in kurzem Abstand zu, dafür auch mal ein Dankeschön, *Mann* freut
sich. Da unsere Dienstleistungsbranche ja als *Mafia* *Gangster* etc. verschriehen
ist.
Ich ziehe mir diese Jacke zwar nicht an, auf manche Ges. u. Vertriebe bezogen
könnte ich es aber auch fast unterschreiben.
4K = Kreativ - konkret - kompromisslos - kosten-u. leistungsorientiert
--
Gruß Egon (unabh. Makler f. Vers,- & Finanzen) -----------------------------
Kontaktadresse über www.EK-BONUS.de
**************************************************
"Don Smeagle" schrieb im Newsbeitrag
news:cg45e5$1hq4$1...@ulysses.news.tiscali.de...
> Die Kinder müssen grundsätzlich beim "Mehrverdiener" versichert werden.
> Wenn du das bist, werden die Kinder in die PKV aufgenommen.
nee mein Guter so grundsätzlich nicht. Die Versicherungsmöglichkeit von Kindern
muß man schon differenzierter betrachten.
--
Gruß Mr. *Hedge* (das heißt übersetzt Absichern)
Egon ---------------------------------------------
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>
> "Don Smeagle" schrieb im Newsbeitrag
> news:cg45e5$1hq4$1...@ulysses.news.tiscali.de...
> > Die Kinder müssen grundsätzlich beim "Mehrverdiener" versichert werden.
> > Wenn du das bist, werden die Kinder in die PKV aufgenommen.
>
> nee mein Guter so grundsätzlich nicht. Die Versicherungsmöglichkeit von
Kindern
> muß man schon differenzierter betrachten.
Dann Kannst du mir sicherlich erklären wie du SGBV §10 Abs 1 Ziff.3 und
Abs.3 aushebelst ?