REZ: Grundrezept Veganschnitzel Nature

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Harry Schmidt

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Apr 27, 2003, 10:37:04 AM4/27/03
to
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v0.96c

Titel: Grundrezept Veganschnitzel Nature
Kategorien: Grundrezept, Schnitzel, Seitan, Gluten, Vegetarisch
Menge: 4 Portionen

50 ml Passierte Tomaten
3 Essl. Tamari
1 Teel. Zwiebelpulver
1/2 Teel. Muskatpulver
1/2 Teel. Weißer Pfeffer
Knoblauchpulver
Etwas Abgeriebene Zitronenschale
1 Tropfen Zitronenöl
150 ml Wasser
200 Gramm Gluten pur (Grundrezept Gluten oder Reformhaus)
Kochsud:
1 1/2 Liter Gewürzte Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Zweig Liebstöckel

============================== QUELLE ==============================
Vegan-Küche
Brigitta Klingel
-- Erfasst *RK* 27.04.03 von
-- Harry Schmidt

Entweder das Gluten wie im Grundrezept selbst beschrieben herstellen
oder die Veganschnitzel folgendermaßen zubereiten: Tomaten, Gewürze,
das Abgeriebene der Zitronenschale oder das Zitronenöl zusammen mit
dem Wasser in einer Schüssel verrühren. Das Glutenpulver zugeben und
so rasch und gleichmäßig wie möglich mit dem Händen zu einem Kloß
verkneten. In ein Sieb geben und die überschüssige Flüssigkeit
abtropfen lassen. Inzwischen die Gemüsebrühe zum Kochen bringen,
Zwiebel vierteln und Liebstöckel zugeben. Das Gluten in Scheiben
schneiden, nacheinander in die Brühe geben und 20 Minuten sprudeln
lassen. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und zunächst in einem
Sieb abtropfen lassen. Noch warm jeweils ein Schnitzel zwischen zwei
Holzbrettchen legen und damit die restliche Flüssigkeit ausdrücken.
In Öl anbraten und zu Reis oder Kartoffeln servieren.

Tip: Den Kochsud für Suppen oder Saucen verwenden!

Zubereitung ca. 60 Minuten

=====

Werner Sondermann

unread,
Apr 27, 2003, 11:05:04 AM4/27/03
to
> Titel: Grundrezept Veganschnitzel Nature
> Kategorien: Grundrezept, Schnitzel, Seitan, Gluten, Vegetarisch
> Menge: 4 Portionen

Hört sich ja *grauslich* an!
Brauch man als Veggi solche furchterregende Derivate, wie z.B.
Sojawürstchen oder Seitanschnitzel, denn nun wirklich?

Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.

Tschau,
Werner

--
/Platte Witze, Folge 1/:
Treffen sich zwei Hühner.
1. Huhn: "Sag' mal, was für Eier legst denn Du so?"
2. Huhn: "Large. Und Du?"
1. Huhn: "Medium."
2. Huhn: "Ein bisschen klein, findest du nicht?"
1. Huhn: "Wegen den zwei Cents mehr, reiß' ich mir doch nich' den
Arsch auf!"

Harry Schmidt

unread,
Apr 27, 2003, 12:13:07 PM4/27/03
to
Hallo Werner!


Werner Sondermann schrieb:


>
> Hört sich ja *grauslich* an!
> Brauch man als Veggi solche furchterregende Derivate, wie z.B.
> Sojawürstchen oder Seitanschnitzel, denn nun wirklich?

Darüber kann man warscheinlich lang und breit philosophieren.
Vermutlich wird man sich irgendwann, irgendwo zwischen Tofuburger und
Hähnchenschenkel treffen. Alles eine Geschmackssache.

> Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
> ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.

Kommt mir bekannt vor, der Spruch. Es geht natürlich auch ohne Ei.
Aber wer es gerne mag, der haut sich eben das Ei da rein.

ciao
Harry

Monika Schleidt

unread,
Apr 27, 2003, 12:51:58 PM4/27/03
to

Werner Sondermann wrote:

> > Titel: Grundrezept Veganschnitzel Nature
> > Kategorien: Grundrezept, Schnitzel, Seitan, Gluten, Vegetarisch
> > Menge: 4 Portionen
>
> Hört sich ja *grauslich* an!
> Brauch man als Veggi solche furchterregende Derivate, wie z.B.
> Sojawürstchen oder Seitanschnitzel, denn nun wirklich?
>
> Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
> ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.

Was ich bei Veganern und auch Vegetariern immer so traurig finde, sind
die Namen ihrer Rezepte. Man könnte es ja Gemüselaibchen paniert nennen
statt Wienerschnitzel veganer Art, oder Sojarolle im Rohr gebraten,
kleine Sojaröllchen in Saft, Gemüsebrätlinge, da gäbs doch genügend
Namen für die Dinge, die die kochen, das mit den Wienerschnitzeln klingt
immer so, als ob es ein Ersatz für Wiener Schnitzel wäre, die ihnen ja
leider verwehrt sind. Das hat doch mit Wienerschnitzel nicht im
Entferntesten was zu tun, also wozu der Name? Sie sind doch stolz auf
ihr Veganertum, also wieso nennen sie die Dinge immer nach
Fleischrezepten?

Liebe Grüße, Monika
--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
www.schleidt.org/mskeramik


Diedrich Ehlerding

unread,
Apr 27, 2003, 3:17:14 PM4/27/03
to
Werner Sondermann meinte:

>> Titel: Grundrezept Veganschnitzel Nature
>> Kategorien: Grundrezept, Schnitzel, Seitan, Gluten, Vegetarisch
>> Menge: 4 Portionen
>
> Hört sich ja *grauslich* an!
> Brauch man als Veggi solche furchterregende Derivate, wie z.B.
> Sojawürstchen oder Seitanschnitzel, denn nun wirklich?
>
> Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
> ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.

AOL me. Es gibt sehr leckere vegetarische und sogar vegane Rezepte, die
auch Carnivoren wie mir schmecken. Aber diese Surrogate - Sojagulasch,
Seitanschnitzel, auch die meisten xyz-Bratlinge - erwecken in mir immer
den Verdacht, dass die Vegetarier ja eigentlich gern würden, wenn sie
nur dürften ... Nein, das Zeug schmeckt mir nicht. Genausowenig wie
Kaffee mit Süßstoff so schmeckt wie Kaffee mit Zucker, und genausowenig
wie Halbfettmargarine so schmeckt wie Butter.

Aber damit das nicht zum Veganerthread ausartet: hier eines der veganen
Rezepte, die mir persönlich gut schmecken (frei nach Charmaine Solomon,
"die Küche Asiens"; ich habs zu Zeit verliehen und kanns nicht genau
zitieren. Die Chili-Menge habe ich an meinen mitteleuropäischen
Warmduschergeschmack angepasst; im Originalrezept sind IIRC
furchterregende Mengen Chili drin)

1 Ananas, 200g Kokosflocken, 3 große Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, ein
etwa walnussgroßes Stück frischer Ingwer, 1 EL Zucker, ca. 3 EL
Currypulver (oder eine Mischung nach eigenem Geschmack aus zum Beispiel
Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chili, Kardamom, Pfeffer Nelken, Zimt
(in abnehmender Menge)), Öl zum Braten.

ca. 300ml Wasser kochen, über die Kokosflocken schütten, quellen lassen,
Flüssigkeit durch ein Tuch auffangen (es sollen ca. 200ml sein.
(Kokosmilch).

Ananas schälen, längs achteln, den Kern herausschneiden, dann in kleine
Stücke schneiden.

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken und sanft anbraten (die
Zwiebeln sollen nur hellgelb werden, nicht braun). Currypulver dazu,
kurz mitbraten, dann Ananasstücke darin wenden, mit der Kokosmilch
ablöschen, ggf. die Schärfe (je nach Chilimenge) mit Zucker mildern,
noch ca. 10 min simmern lassen.

Mit Klebreis servieren.

Das Rezept steht und fällt allerdings mit der Qualität des Ananas!

Diedrich
--
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Harry Schmidt

unread,
Apr 27, 2003, 5:08:18 PM4/27/03
to
Hallo Monika!


Das hört sich bei dir so an, als ob Du Vegetarier und Veganer bedauerst.
Das ist aber nicht nötig, denn diese Lebenseinstellung ist so gewollt
und nicht aufgezwungen. Bedauern kann/muss man allerdings die, die
wirklich auf bestimmte Lebensmittel aus gesundheitlichen Gründen
verzichten müssen. Bei Veggies trifft dies ja nicht zu.

Aber lieber ist mir ein Wort des Bedauerns als wenn man uns lächerlich
machen möchte. Uns ohne Grund beleidigt. Warum auch?

ciao
Harry

Harry Schmidt

unread,
Apr 27, 2003, 5:21:43 PM4/27/03
to
Hans-Juergen Lukaschik schrieb:
>
> Der Handel mit dem Zeug muss sich ja lohnen, sonst würde es
> nicht auf den Markt gelangen.

Das dürfte für so ziemlich alles zutreffen.

ciao
Harry

Karla Baumann

unread,
Apr 27, 2003, 6:03:24 PM4/27/03
to
Hi Harry,
..
Pluralis majestatis ;-) ?
Ich glaube keiner will *Euch* beleidigen. Es ging eher darum, dass es
verwunderlich ist, dass Fleischprodukte nachgebaut werden. Schnitzel,
Bratwurst, Burger, wenn du mal wertfrei drüber nachdenkst, ist das doch
komisch. Also ich ess auch Tofu, am liebsten in Sesam paniert mit
Buddhagemüse (mmmmmh), aber ich würde das nicht Sesamschnitzel nennen - ich
schneide das auch nicht schnitzelförmig.
Gruss,
Karla


Isabel Kobus

unread,
Apr 27, 2003, 6:48:30 PM4/27/03
to
Hallo Karla,

"Karla Baumann" <kab...@web.de> schrieb

(...)


> Ich glaube keiner will *Euch* beleidigen. Es ging eher darum, dass es
> verwunderlich ist, dass Fleischprodukte nachgebaut werden. Schnitzel,
> Bratwurst, Burger, wenn du mal wertfrei drüber nachdenkst, ist das doch
> komisch.

Ich kann ja nur für mich sprechen (Vegetarierin): Ich habe früher ab und
zu gern Fleisch gegessen, allerdings weniger wegen des Fleischgeschmacks als
wegen bestimmter Rezepte oder Kombinationen, die ich gern mochte. Z.B.
Würstchen mit Kartoffelsalat und Senf fand ich nicht nur lecker, sondern
erinnern mich heute noch an nette Parties :). Und da finde ich es einfach
schön, wenn ich ab und zu mal mit Hilfe von Sojawürstchen sowas nachmachen
kann. Oder Soja-"Hackfleisch" - das schmeckt zwar nicht wie Hackfleisch
(sondern, entsprechend gewürzt, IMHO besser), aber man kann es in den
gleichen Rezepten verwenden wie Hackfleisch. Das ist recht praktisch. Und
erleichtert vielleicht manchem Fleischesser die Umstellung zum Veggie.

> Also ich ess auch Tofu, am liebsten in Sesam paniert mit
> Buddhagemüse (mmmmmh), aber ich würde das nicht Sesamschnitzel nennen -
ich
> schneide das auch nicht schnitzelförmig.

Klingt lecker. In dem Fall würde ich das auch nicht Schnitzel nennen.

Gruß
Isabel

Regina Schmid

unread,
Apr 28, 2003, 3:21:14 AM4/28/03
to
Isabel spricht mir aus der Seele. Wir lieben z. B. die griechische Küche
(hier in GR kostet übrigens sowohl das "Hack" als auch die "Würfel" aus
Soja - garantiert nicht genetisch manipuliert - nur ein Viertel des Preises
in D und sind in jedem Supermarkt erhältlich!), und was spricht dagegen, das
berühmte Pastitio (Makkaroniauflauf mit Hack-/Tomatensoße und drüber
Bechamel, im Ofen überbacken) ab und zu auf vegetarisch nachzumachen. Da
fallen übrigens sogar die fleisch-"verwöhnten" Söhne meiner Freundin drauf
rein.

Gestern, zum griechischen Osterfest, haben wir uns eben Bouletten aus TVP
(texturiertes, vegetabiles Protein, um diesen Fachausdruck mal wieder in die
Runde zu werfen) gebraten, die ebenfalls von allen Fleischessern probiert
und für lecker befunden wurden.

Ähnlich verhält es sich mit Stifado, dem griechischen Goulasch. Es ist alles
eine Frage der Würze, und das TVP schmeckt, mit Lorbeer, Nelken und Zimt in
Rotwein und Tomatensud mit endlos vielen Zwiebeln geköchelt, leckerer als
das Original.

Das Seitan oder Gluten, von dessen Grundrezept diese Diskussion ausging, ist
übrigens keine Erfindung der Neuzeit, sondern ein über tausend Jahre altes
Rezept buddhistischer Mönche, die das "Rohprodukt" dann allerdings in einem
kräftigen Algensud köchelten, um einen fischähnlichen Geschmack
hinzubekommen.

Mein Mann, früher auch mal "Fleisch-mit-Fleisch-mit-Fleisch-Esser", kann
davon - allerdings im Zwiebel-Knoblauch-Gemüse-Gewürzesud gekocht - einfach
nicht genug bekommen. Er sagt, ein Seitan-Schnitzelchen schmecke ihm
besser(!) als Fleisch. Vor allem wisse er genau, was drin ist. Bei ihm läuft
das Vegetariersein sowieso viel mehr über den Kopf als über den Bauch ab,
wenn Ihr diesen Vergleich versteht....

Übrigens: ein dickes Lob an den Initiator dieser Rezeptesammlung. Endlich
ist hier in der NG wieder mal 'was los - und dann auch noch so viel
Positives!

Regina
--
As long as people massacre animals, they will kill each other. Indeed,
he who sows the seed of murder and pain cannot reap joy and love.
(Pythagoras)


Werner Sondermann

unread,
Apr 28, 2003, 12:09:58 PM4/28/03
to
[Fleisch-und Wurstimitate auf Seitan- und Sojabasis]

Hans-Juergen Lukaschik wrote:


> Harry Schmidt wrote:
>>>
>>> Der Handel mit dem Zeug muss sich ja lohnen, sonst würde es
>>> nicht auf den Markt gelangen.
>>
>> Das dürfte für so ziemlich alles zutreffen.
>

> Wirklich?
> Versuch' mal jemandem, als Ersatz für 'nen DVD-Player, ein Video
> 2000 oder Beta-Max System anzudrehen.

Sony Beta-Max war aber doch eigentlich viel besser als das VHS-System.

Tschau,
Werner


Chris Kurbjuhn

unread,
Apr 28, 2003, 12:38:03 PM4/28/03
to
"Werner Sondermann" <werner-ern...@freenet.de> erfreute uns
mit:

>Sony Beta-Max war aber doch eigentlich viel besser als das VHS-System.

Ja, und? Von der Bild- und Tonqualität war Video2000 IMHO sogar
nochmal besser. Und genutzt hats dem Nutzer besagter Systeme gar
nichts mehr, wenn er sich einen Film in der Videothek ausleihen
wollte, weil da eben nur das technisch unterlegene VHS-Zeugs rumstand.
Geschicktes Marketing ist jederzeit in der Lage, technische Qualität
zu schlagen.

Xpost erweitert, F'up2 passend gesetzt & Gruß

Chris Kurbjuhn
--
"20:15 Uhr (VPS 20:14) Bomben auf Bagdad - Der Irak-Abend im Ersten"
ARD-Videotext 22. 3. 2003
http://www.chris-kurbjuhn.de

Carsten Herrmann

unread,
Apr 29, 2003, 4:12:58 PM4/29/03
to
Das kommt darauf an, wie weit man seinem un- oder schwer verbesserlichen
Karnivoren-Umfeld entgegenkommen will oder muss (?), indem man ihnen, wenn
schon kein Fleisch, dann immerhin die zudem durch Bezeichnungen wie
"Schnitzel" oder "nach Sauerbratenart" unterstützte Illusion mit
Pseudo-Fleisch serviert, damit sie "drauf reinfallen" -- bzw. auch man
selbst. Letzteres kann ich allerdings nicht nachvollziehen, da ich, wie ich
es auch von anderen Vegetariern gehört habe, Fleisch nicht "lecker" sondern
eklig finde, wie es ja dem natürlichen menschlichen Empfinden entspricht,
was den meisten Kindern leider zwangsweise abgewöhnt wird. Herbeigewürzter
Fleisch-Geschmack eines Sojagerichts ist bestimmt keine sinnvolle Methode,
um diese Fehlkonditionierung wieder umzukehren. "Fleisch-verwöhnte" Söhne
könnten immerhin gelegentlich und praktisch darauf hingewiesen werden, dass
es auch anders geht.

Marc A. Donges

unread,
May 11, 2003, 5:25:47 AM5/11/03
to
Hallo Monika!

Monika wrote:
> Werner Sondermann wrote:
>
>> > Titel: Grundrezept Veganschnitzel Nature
>> > Kategorien: Grundrezept, Schnitzel, Seitan, Gluten, Vegetarisch
>> > Menge: 4 Portionen
>>
>> Hört sich ja *grauslich* an!
>> Brauch man als Veggi solche furchterregende Derivate, wie z.B.
>> Sojawürstchen oder Seitanschnitzel, denn nun wirklich?
>>
>> Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
>> ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.
>
> Was ich bei Veganern und auch Vegetariern immer so traurig finde, sind
> die Namen ihrer Rezepte. Man könnte es ja Gemüselaibchen paniert nennen
> statt Wienerschnitzel veganer Art, oder Sojarolle im Rohr gebraten,
> kleine Sojaröllchen in Saft, Gemüsebrätlinge, da gäbs doch genügend
> Namen für die Dinge, die die kochen, das mit den Wienerschnitzeln klingt
> immer so, als ob es ein Ersatz für Wiener Schnitzel wäre, die ihnen ja
> leider verwehrt sind.

"Leider" mag zwar für diejenigen gelten, die aus medizinischen Gründen
Vegetarier/Veganer sind, für alle anderen jedoch nicht.

Ich bin selbst Vegetarier, und ich kenne mehrere Vegetarier. Weder ich,
noch einer der anderen, würde jemals auf die Idee kommen,
Fleisch-Immitate aus eigener Initiative heraus herzustellen, oder
irgendwelchen vegetarischen Gerichten die Namen von Fleischgerichten zu
geben. Es würde ja auch vollkommen der Idee widersprechen, bewußt eben
gerade kein Fleisch zu essen.

<spekulation>Ich habe allerdings eine Idee, wo diese Tendenz herkommt:
Es gibt eine nicht zu vernachlässigende Gruppe Menschen, die aus einem
gewissen Trend (Trend im Sinne einer Art externen Zwanges) heraus
»Vegetarier« sind. Weil sie meinen, welche sein zu müssen, um ein
bestimmtes Ziel zu erreichen (zum Beispiel "gesund zu leben" oder
"schlank zu werden"[1]), ohne von der Ernährungsweise überzeugt zu sein.
Um dann nicht aufzufallen, oder um sich wenigstens die Illusion des
Fleischkonsums aufrecht zu erhalten (da sie ihn ja eigentlich nicht
aufgeben wollen), fragen diese Leute entsprechend benannte Produkte oder
Rezepte nach. Das sind übrigens vermutlich die gleichen Leute, die
genausogut Trennkost betreiben könnten (obwohl sie durcheinander essen
wollen), oder nichts essen (obwohl sie so gerne essen würden). Und es
sind wohl so viele Leute, daß sie einen attraktiven Markt darstellen.
Vor allem, da überzeugte Vegetarier sich i.d.R. von den
Produktbezeichnungen auch nicht abschrecken lassen.</>

Und ich muß natürlich ein wenig froh sein, daß diese Leute existieren,
weil durch die höhere Nachfrage mehr vegetarische Produkte angeboten
werden. Allerdings stört mich auch, daß durch sie der Namensraum
"Vegetarier" verschmutzt wird (ähnlich wie durch solche, die Fisch
essen).

> Das hat doch mit Wienerschnitzel nicht im Entferntesten was zu tun,
> also wozu der Name?

Nun, ich finde diese Bezeichnungspraxis deutlich inakzeptabel.

> Sie sind doch stolz auf ihr Veganertum, also wieso nennen sie die
> Dinge immer nach Fleischrezepten?

Wie bereits oben ausgeführt, spekuliere ich, daß die stolzen
(überzeugten) Vegetarier das höchstens dulden.

Marc

--
_ _ Marc A. Donges +49 721 6904-2130
'v' Klosterweg 28 / E110
/ \ 76131 Karlsruhe PGP-Key(RSA): 1024R/429D9719
W W http://www.hadiko.de/~marc/marc.asc

Marc A. Donges

unread,
May 11, 2003, 5:52:35 AM5/11/03
to
Hallo Monika!

Monika wrote:
> Werner Sondermann wrote:
>
>> > Titel: Grundrezept Veganschnitzel Nature
>> > Kategorien: Grundrezept, Schnitzel, Seitan, Gluten, Vegetarisch
>> > Menge: 4 Portionen
>>
>> Hört sich ja *grauslich* an!
>> Brauch man als Veggi solche furchterregende Derivate, wie z.B.
>> Sojawürstchen oder Seitanschnitzel, denn nun wirklich?
>>
>> Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
>> ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.
>
> Was ich bei Veganern und auch Vegetariern immer so traurig finde, sind
> die Namen ihrer Rezepte. Man könnte es ja Gemüselaibchen paniert nennen
> statt Wienerschnitzel veganer Art, oder Sojarolle im Rohr gebraten,
> kleine Sojaröllchen in Saft, Gemüsebrätlinge, da gäbs doch genügend
> Namen für die Dinge, die die kochen, das mit den Wienerschnitzeln klingt
> immer so, als ob es ein Ersatz für Wiener Schnitzel wäre, die ihnen ja
> leider verwehrt sind.

"Leider" mag zwar für diejenigen gelten, die aus medizinischen Gründen

> Das hat doch mit Wienerschnitzel nicht im Entferntesten was zu tun,
> also wozu der Name?

Nun, ich finde diese Bezeichnungspraxis deutlich inakzeptabel.

> Sie sind doch stolz auf ihr Veganertum, also wieso nennen sie die
> Dinge immer nach Fleischrezepten?

Wie bereits oben ausgeführt, spekuliere ich, daß die stolzen


(überzeugten) Vegetarier das höchstens dulden.

Marc

[1] Als ob vegetarische Ernährung dabei helfen würde...

René Vollmeier (vollmi)

unread,
May 11, 2003, 6:03:50 AM5/11/03
to
Hi Monika

Monika Schleidt <schl...@aon.at> schrieb folgendes:


> Das hat doch mit Wienerschnitzel nicht im
> Entferntesten was zu tun, also wozu der Name? Sie sind doch stolz auf
> ihr Veganertum, also wieso nennen sie die Dinge immer nach
> Fleischrezepten?

Hm ich bin wohl Vegetarier, allerdings wohl nicht so wie du dir das
vorstellst. Ich mag Fleisch vom geschmack her, den geruch der vom
Hähnchenstand herweht liegt mir gut in der Nase usw.

Aber ich bin nicht dazu in der Lage dafür ein ein Tier zu töten/töten zu
lassen. Aber gerade weil mir der Geschmack sehr liegt suche ich auch
immer nach etwas das genauso schmeckt (also ein Ersatz) ich sehe da
nicht wo ich mich versündige.

mfG René

Michael Bayer

unread,
May 11, 2003, 6:19:42 AM5/11/03
to
"Marc A. Donges" <filter.marc....@defiant.hadiko.de> writes:

> Monika wrote:
>
> [..lots of stuff deleted..]


>
> > Was ich bei Veganern und auch Vegetariern immer so traurig finde, sind
> > die Namen ihrer Rezepte. Man könnte es ja Gemüselaibchen paniert nennen
> > statt Wienerschnitzel veganer Art, oder Sojarolle im Rohr gebraten,
> > kleine Sojaröllchen in Saft, Gemüsebrätlinge, da gäbs doch genügend
> > Namen für die Dinge, die die kochen, das mit den Wienerschnitzeln klingt
> > immer so, als ob es ein Ersatz für Wiener Schnitzel wäre, die ihnen ja
> > leider verwehrt sind.
>
> "Leider" mag zwar für diejenigen gelten, die aus medizinischen Gründen
> Vegetarier/Veganer sind, für alle anderen jedoch nicht.

Ich bin ueberzeugter Vegetarier, und zwar aus ethischen
Gruenden. Trotzdem kann ich nicht bestreiten, dass ich frueher Fleisch
gegessen habe und dass es mir ausgezeichnet geschmeckt hat. Warum soll
ich also kein "Vegetarisches Schnitzel" essen, wenn dabei kein Tier
leiden / sterben muss?



> Ich bin selbst Vegetarier, und ich kenne mehrere Vegetarier. Weder ich,
> noch einer der anderen, würde jemals auf die Idee kommen,
> Fleisch-Immitate aus eigener Initiative heraus herzustellen, oder
> irgendwelchen vegetarischen Gerichten die Namen von Fleischgerichten zu
> geben. Es würde ja auch vollkommen der Idee widersprechen, bewußt eben
> gerade kein Fleisch zu essen.

Naja, ich kenne auch einige Vegetarier / Veganer (alle aus
Ueberzeugung), und muss oft feststellen, dass gern alle moeglichen
Fleischersatzprodukte gegessen werden. Wieso eigentlich nicht, der
Zweck erfuellt sich ja trotzdem.

> <spekulation>Ich habe allerdings eine Idee, wo diese Tendenz herkommt:
> Es gibt eine nicht zu vernachlässigende Gruppe Menschen, die aus einem
> gewissen Trend (Trend im Sinne einer Art externen Zwanges) heraus
> »Vegetarier« sind. Weil sie meinen, welche sein zu müssen, um ein
> bestimmtes Ziel zu erreichen (zum Beispiel "gesund zu leben" oder
> "schlank zu werden"[1]), ohne von der Ernährungsweise überzeugt zu sein.
> Um dann nicht aufzufallen, oder um sich wenigstens die Illusion des
> Fleischkonsums aufrecht zu erhalten (da sie ihn ja eigentlich nicht
> aufgeben wollen), fragen diese Leute entsprechend benannte Produkte oder
> Rezepte nach. Das sind übrigens vermutlich die gleichen Leute, die
> genausogut Trennkost betreiben könnten (obwohl sie durcheinander essen
> wollen), oder nichts essen (obwohl sie so gerne essen würden). Und es
> sind wohl so viele Leute, daß sie einen attraktiven Markt darstellen.
> Vor allem, da überzeugte Vegetarier sich i.d.R. von den
> Produktbezeichnungen auch nicht abschrecken lassen.</>

ACK.

> Und ich muß natürlich ein wenig froh sein, daß diese Leute existieren,
> weil durch die höhere Nachfrage mehr vegetarische Produkte angeboten
> werden. Allerdings stört mich auch, daß durch sie der Namensraum
> "Vegetarier" verschmutzt wird (ähnlich wie durch solche, die Fisch
> essen).

"Ich bin Vegetarier. Ich esse nur Huhn und Fisch".
Da springe ich an die Decke.

Kann man, finde ich, nicht mit denen vergleichen, die Tofuwuerste essen.

> > Das hat doch mit Wienerschnitzel nicht im Entferntesten was zu tun,
> > also wozu der Name?
>
> Nun, ich finde diese Bezeichnungspraxis deutlich inakzeptabel.

Mich stoert das nicht besonders.

> > Sie sind doch stolz auf ihr Veganertum, also wieso nennen sie die
> > Dinge immer nach Fleischrezepten?
>
> Wie bereits oben ausgeführt, spekuliere ich, daß die stolzen
> (überzeugten) Vegetarier das höchstens dulden.

s.o.

> Marc
>
> [1] Als ob vegetarische Ernährung dabei helfen würde...

--
+=====| \ / | ==============v============---==============-========+
/=o====| \/ |ichael Bayer =====-====~=== mbayer at sbox.tugraz.at-==\
\===O==| |\/| |ike ===========O-~=============- icq --> 173640199 <-==/
+=====| | | |ichi|Fronz - http://stiegl.homelinux.org/gpgkey.asc ==+

Harry Schmidt

unread,
May 11, 2003, 11:48:35 AM5/11/03
to
Hi!

Also, ich habe nichts dagegen, wenn die Teile nach carnivorischem Vorbild
benannt werden. Ich habe einige jahrzehnte lang Fleisch und andere
tierische Bestandteile gegessen. Wie sicher die meißten anderen auch.
Fleischwurst habe ich geradezu verschlungen. Mit Senf und Brot. Einfach so.
Wurst und Eier in jeder Form gekocht oder gebraten. Fisch frisch gebraten
oder ganz einfach aus der Dose eingelegt in Tomatensoße. Fleisch, naja,
nicht alles und immer entsprechend gewürzt und mit verschiedenem Gemüse.

Ein Heuchler wäre ich, wenn ich das nun abstreiten würde. Denn es hat mir
geschmeckt. Natürlich, sonst hätte ich das wohl nicht gegessen.

Ich habe nichts zu bereuen, denn damals war es ok für mich. Und heute
stehe ich zu meiner Überzeugung und werde unterstützt dadurch, daß es mir
gut geht und ich keinen Bedarf auf Fleisch, Fisch oder Eiern sehe.

Wie man dazu kommt Vegetarier zu werden ist doch egal. Ob wegen
medizinischer, moralischer oder anderer Gründe. Das Resultat sollte zählen.

Ob es gute oder schlechte Vegetarier gibt - wer will darüber entscheiden?
Ich finde das einfach müßig. Besser wäre es, daß wir Wenige zusammenhalten
sollten um uns zu stärken und Anderen, die Interesse zeigen, Hilfestellung
zu leisten, den gewünschten Weg einfacher zu finden.

Da der Weg dorthin sehr fließend sein kann (bei mir war das jedenfalls
der Fall), wäre es sehr tolerant von uns, wenn wir alle Zwischenstufen
dorthin akzeptieren, weil niemand so gerne in's "kalte Wasser" springen
möchte.

ciao
Harry

Trixi

unread,
May 11, 2003, 11:30:34 AM5/11/03
to
On 11 May 2003 12:19:42 +0200, Michael Bayer <mba...@sbox.tugraz.at>
wrote:
Hallo Ihr

>> Und ich muß natürlich ein wenig froh sein, daß diese Leute existieren,
>> weil durch die höhere Nachfrage mehr vegetarische Produkte angeboten
>> werden. Allerdings stört mich auch, daß durch sie der Namensraum
>> "Vegetarier" verschmutzt wird (ähnlich wie durch solche, die Fisch
>> essen).

na also, entschuldigung, Name Vegetarier verschmutzt ??
Bin ich im falschen Film ? Das klingt schon ziemlich hochnäsig.
Wann darf man sich Vegetarier nennen, nach einem, zwei, zwölf Jahren
fleischfrei ?

>"Ich bin Vegetarier. Ich esse nur Huhn und Fisch".
>Da springe ich an die Decke.

ok, das ist eine falsche Definition der Sache

>> > Sie sind doch stolz auf ihr Veganertum, also wieso nennen sie die
>> > Dinge immer nach Fleischrezepten?

nun werfen wir die Veganer und die Vegetarier durcheinander, das ist
ja nun ein Unterschied und die Veganer, die ich kenne, brauchen keine
solchen Ersatznamen

Im Fleisch-Wienerschnitzel ist ja auch kein Wiener drin, also warum
solls im veg. sein ;)

Solche Ersatzartikel sind IMHO dann sinnvoll, wenn man eben aus
ethischen Gründen Fleisch ablehnt und dennoch gerne etwas Ähnliches
essen möchte, ohne Tieren zu schaden, oder um Fleischessern das
Mitessen von veg. Mahlzeiten zu erleichtern.
Und verwerflich sind sie allemal nicht, denn es ist kein totes Tier
drin und auch kein lebendes ;)

@ Rolf:
es ist schon seltsam, wenn man den Wunsch anderer, keinen andern
Lebewesen schaden zu wollen, lachen muß. Sehr schade, denn es ist doch
sinnvoll und schön, wenn man keinem andern schaden zufügen möchte.

Solange es Schlachhäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben

Gruß
Trixi

www.pferde-schutz.de
www.beistellpferde.de

Michael Leun

unread,
May 12, 2003, 10:09:26 AM5/12/03
to
Hallo,

On Sun, 11 May 2003 13:19:46 +0200
Rolf Hartwig <R_Ha...@canis-germanicus.de> wrote:

> "René Vollmeier (vollmi)" <vol...@vollmi.ch> tippselte:


>
> >Aber ich bin nicht dazu in der Lage dafür ein ein Tier zu töten/töten
> >zu lassen. Aber gerade weil mir der Geschmack sehr liegt suche ich
> >auch immer nach etwas das genauso schmeckt (also ein Ersatz) ich sehe
> >da nicht wo ich mich versündige.
>

> Bislang habe ich über Deine Einstellung eher gelacht. Vor Tagen jedoch
> sah ich ein Tier elend sterben. Ich verstehe Dich.

Sterben gesehen aus "irgendeinem" (sorry) Anlass oder beim Schlachten?
Ich hoffe doch, da ist ein gewisser Unterschied.

Ich möchte nicht behaupten, daß das in allen Fällen hinreichend
funktioniert, aber bezüglich Tötung ohne unnötige Qualen macht das
Tierschutzgesetz doch einige Auflagen, die meist den gewünschten Zweck
erreichen sollten.

Ich weiß, das z.B. grade bei Tiertransporten nicht immer alles läuft,
wie es müßte. Daher lieber Produkte aus der Region kaufen, das hilft
dann gleich der heimischen Landwirtschaft (die hats nötig).

Wir haben bis vor ein paar Jahren 2 Schweine pro Jahr geschlachtet
(Hausschlachtung), ich weiss also schon, wie das läuft und verstehe
auch, daß das nicht jedermanns Sache ist.

--
MfG,

Michael Leun

Claudia Wittgenstein

unread,
May 14, 2003, 7:27:49 PM5/14/03
to
"Werner Sondermann" <werner-ern...@freenet.de> wrote

> Hört sich ja *grauslich* an!
> Brauch man als Veggi solche furchterregende Derivate, wie z.B.
> Sojawürstchen oder Seitanschnitzel, denn nun wirklich?

Also ich lebe vegan und hoere (lese) dieses 'Ersatzfleisch ist pfui'
Argument haeufiger - vor allem in eigenen Kreisen, schliesse mich dem
jedoch nicht an. Subjektiv gesehen wurde ich nunmal halt mit Fleisch
sozialisiert, und so lange die Verdraengungsphase anhielt, mochte ich
Fleisch ja auch. Mir ist die Verbindung nicht ganz schluessig, die da
zwischen planzlicher und tierlicher Kost gezogen wird und esse sehr
gerne vegane Kost wie Tempeh und Seitan. Bzw., fuer mich ist das
eigentlich gar kein Fleischersatz, ein Seitan oder z.B.
Tempehgeschnetzeltes hat fuer mich einen eigenen vollwertigen
Stellenwert und dient etwa nicht dazu mich vom Aas abzuhalten.



> Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
> ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.

Igitt, Ei. Das finde ich nun grauselig.

-C.

Werner Sondermann

unread,
May 14, 2003, 8:31:41 PM5/14/03
to
Claudia Wittgenstein wrote:

> Werner Sondermann wrote:
>>
>> Gegen gut gemachte, pikant gewürzte Veggi-Buletten (Bratlinge) hab'
>> ich dagegen keinerlei Einwände, natürlich mit 'nem Ei drin.
>
> Igitt, Ei. Das finde ich nun grauselig.

*Schleck Schleck*, Hühnermenses!

Ich bevorzuge eigentlich die Eier in Größe M, aus Käfighaltung,
vom Billiganbieter ALDI.

Tschau,
Werner


Holger Drechsel

unread,
May 15, 2003, 2:28:37 AM5/15/03
to

"Claudia Wittgenstein" <claudia_wi...@yahoo.com> schrieb im
Newsbeitrag news:7d50b3de.03051...@posting.google.com...

Warum grauselig ? Ich bevorzuge Eier Größe XL, wenns geht Doppeldottereier.
Ist doch was feines zum Frühstück.

Gruß
Holger


Harry Schmidt

unread,
May 15, 2003, 2:43:27 PM5/15/03
to
Hi Claudia!


Claudia Wittgenstein schrieb:


>
> Igitt, Ei. Das finde ich nun grauselig.

Ich finde auch, Ei muß ja nun wirklich nicht sein.

Vor zwei Wochen habe ich meine Schwester im Schwarzwald besucht.
Ein wohl eher carnivorisches Gebiet in Deutschland. Deshalb hat
mir meine Schwester auf einer Feier speziell einen "vegetarischen"
Teller herrichten lassen. Das war lieb gemeint, aber mitten auf dem
leckeren Gemüse hat der Koch - er kennt es wohl nicht anders - ein
Ei aufgeschlagen, bevor das Ganze überbacken wurde. Das konnte ich
wirklich nicht mehr essen und mußte es zurückbringen.

Aber trotz aller Rückschläge, muß ich doch sagen, daß der Markt
immer mehr auf den Bedarf nach vegane Lebensmittel reagiert. Selbst
die Aldimärkte haben nun Aufstriche und Bratlinge im Sortiment.

ciao
Harry

Harry Schmidt

unread,
May 15, 2003, 3:17:04 PM5/15/03
to
Klaus Gebhardt schrieb:
>
> Jaja - die gute Hanfsamenmast...

Ich möchte eure carnivorische Vorfreude ja ungern trüben.
Aber ihr bedenkt doch sicher auch, daß der Geschmack der
k.E. insbesondere von der Legehuhnrasse abhängt?
Und eher weniger vom Futter.

ciao
Harry

Harry Schmidt

unread,
May 15, 2003, 3:39:06 PM5/15/03
to
Rolf Hartwig schrieb:
>
> Daher diese Tradition.

Back to Neandertaler?

> Ich will ein Fleischgericht in vegan umbasteln, ohne dass der
> eigentliche Charakter dieses Gerichtes verlorengeht. (Wurstebrei aus
> Westfalen)

Ohje. Ich geb' zu, ich bin gebürtiger Brandenburger.
aber ich schau mal.

Google liefert bei dem Stichwort "Wurstebrei Westfalen" gerade mal
16 Treffer. Ich habe mir das Gemetzel angetan und bin zu dem Schluß
gekommen, daß du mich provozieren wolltest!
Das finde ich nicht nett von dir. Du solltest deine Kinderstube
besser im Griff haben!

ciao
Harry

Regina Schmid

unread,
May 15, 2003, 5:42:56 PM5/15/03
to
Hallo Rolf,

Hackfleisch lässt sich ganz hervorragend in jedem Rezept durch TVP
(Texturiertes vegetabiles Protein), also Soja-Hack, erhältlich im
Reformhaus, ersetzen. Es muss nur gut gewürzt werden, beim vorgeschriebenen
Köcheln vor der weiteren Verarbeitung nehme ich deshalb immer eine kräftige
Gemüsebrühe, dürfen ruhig die Würfel oder sonst was Fertiges sein, auch ein
ordentlicher Schuss Sojasoße gibt was her. Auch andere Gewürze können
zugegeben werden, Deiner Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt: Oregano,
Majoran, Nelken, Lorbeer, Zimt (nur 1 Prise), Paprika, Pfeffer,
Chillipfeffer......

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Carsten Herrmann

unread,
May 17, 2003, 12:52:37 AM5/17/03
to
> >Pseudo-Fleisch serviert, damit sie "drauf reinfallen" -- bzw. auch man
> >selbst.

> Ach. Da sollen also welche drauf reinfallen? Demnach wird ihnen
> also vorgelogen, es handele sich um echtes Fleisch?

Anscheinend ja, da in dem vorangegangenen Beitrag von "fleischverwöhnten
Söhnen" einer Freundin berichtet wurde, bei denen das gelungen sei.

> Tja, nur die Gruppe der Menschen mit dem natürlichen Empfinden
> ist wohl recht klein.
> Weit über 90 Prozent der Menschheit empfindet unnatürlich.

Weil sie in der Kindheit gewaltsam umgepolt werden. Mir fällt dazu eine
Stelle im "Butt" des in dieser Hinsicht unsäglichen Günter Grass ein, wo es
heißt: "Wir mögen Hirn, und die Kinder sollen es auch mögen" -- weshalb es
ihnen hineingestopft wird bis zum Erbrechen.

> .... sind nur einige der Stars, die sich schon als nackte
Tierschützerinnen
> präsentierten. Nur Britney Spears zierte sich, die dumme Suse...

Macht nichts, die ist sowieso nicht mein Typ.


Carsten Herrmann

unread,
May 17, 2003, 12:54:03 AM5/17/03
to
> Vor zwei Wochen habe ich meine Schwester im Schwarzwald besucht.
> Ein wohl eher carnivorisches Gebiet in Deutschland.

Ja, gibt es denn in Deutschland vegetarische Gebiete? Ist mir da was
entgangen?

Regina Schmid

unread,
May 17, 2003, 7:07:25 AM5/17/03
to
Hallo Carsten und auf wen immer Du auch geantwortet hast,

> > Ach. Da sollen also welche drauf reinfallen? Demnach wird ihnen
> > also vorgelogen, es handele sich um echtes Fleisch?
>
> Anscheinend ja, da in dem vorangegangenen Beitrag von "fleischverwöhnten
> Söhnen" einer Freundin berichtet wurde, bei denen das gelungen sei.

Der (falsch) zitierte Beitrag stammte von mir. Es ging NIE darum, den Söhnen
meiner Freundin etwas vorzulügen. Ich hatte lediglich berichtet, dass es mir
gelungen ist, diesen die Soja-Gerichte schmackhaft zu machen, obwohl sie
eigentlich von zuhause her immer viel Fleisch gewöhnt sind und fordern.
Beiden ist natürlich klar, dass sie von mir kein Fleisch erwarten können,
wenn sie bei mir zu Besuch sind; schließlich kennen wir uns seit 17 Jahren,
und jeder weiß, dass wir Vegetarier sind.

Ich wollte wirklich nur damit sagen, dass auch ein Dauernd-Fleisch-Esser,
wenn man diese TVP-Produkte entsprechend gut gewürzt und lecker zubereitet,
durchaus Geschmack daran finden kann, d. h. dass es nicht so grauslich
schmeckt, wie manche tun.

Alles kloar?

Claudia Wittgenstein

unread,
May 17, 2003, 9:30:35 AM5/17/03
to
"Holger Drechsel" <hdre...@gmx.net> wrote

> Warum grauselig ? Ich bevorzuge Eier Größe XL, wenns geht Doppeldottereier.
> Ist doch was feines zum Frühstück.

Na fuer die einen ist es was Feines, fuer die anderen ist es
schleimfoermiges, abgetriebenes und anverwestes Vogelembrioaas aus der
Sklavenhaltung von unnatuerlichen Zwangs- u. Fehlzuechtungen deren
Existenz alleine schon der Missbrauchsbeleg ist, ganz egal wieviele
Quadratzentimeter ihnen zur Verfuegung stehen. "Mmmhmmm. Lecker."

Bzw., aus anderer Sicht ist es auch ein Baustoff zur Gestaltung Deines
Aterienkollapses. Wie schlecht Eier fuer Deine Gesundheit sind, ist ja
weithin bekannt.

Eine weitere Sichtweise der Eiproduktion ist auch als Monokultur und
Naehrboden/Brutstaette hochinfektioeser Viren, welche, wie man ja hier
in Holland gesehen hat, schlaue Methoden entwickeln, wie sie auch fuer
das Menschentier toedlich werden koennen. Oder wo glaubst Du denn,
kommt z.B. SARS her?

Ethik scheint halt doch irgendwie von unterstroemenden, mathematischen
Strukturen getragen zu werden. <raeusper> DAS waer doch mal ein netter
Buchtitel: 'Mathematische Strukturen Ethischer Praxis', worin an Hand
von z.B. obigen Beispielen aufgezeigt werden koennte, dass ethisches
Handeln auch ganz praktische Vorteile bringt und eben nicht den Kampf
gegen einen wahnhaften "Schweinehund" darstellt, sondern eine
harmonisierende Organisationsform menschlichen Seins. Aber genial, ich
will ja nicht vom Puma ablaeuten. Sonst wirds mal wieder zu vegan <g>

Tja, so viele Sichtweisen. Aber sehen muess man halt koennen.

-C.

Regina Schmid

unread,
May 17, 2003, 9:52:09 AM5/17/03
to
Claudia Wittgenstein schrieb über Eier:

> ...fuer die anderen ist es schleimfoermiges,
> abgetriebenes und anverwestes Vogelembrioaas

Ach Du meine Güte, wieder mal ein Stösser-Ableger, diesmal ein weiblicher!
Von nix ne Ahnung, aber große Sprüche klopfen....

<Ironiemodus an>
Böse, böse Vögel, alle, denn schließlich legen alle Eier, d. h. sie treiben
alle ab.
Sollte man diese gefiederten Mörder nicht alle hart abstrafen?
<Ironiemodus aus>

Puh, mir wird schlecht vor so viel Dummheit. Wie wäre es, mal im
Biologiebuch,
Grundstufe, nachzulesen?

nina corda

unread,
May 17, 2003, 11:17:50 AM5/17/03
to
Regina Schmid <rsc...@otenet.gr> wrote:

> Claudia Wittgenstein schrieb über Eier:
>
> > ...fuer die anderen ist es schleimfoermiges,
> > abgetriebenes und anverwestes Vogelembrioaas
>
> Ach Du meine Güte, wieder mal ein Stösser-Ableger, diesmal ein weiblicher!
> Von nix ne Ahnung, aber große Sprüche klopfen....
>
> <Ironiemodus an>
> Böse, böse Vögel, alle, denn schließlich legen alle Eier, d. h. sie treiben
> alle ab.
> Sollte man diese gefiederten Mörder nicht alle hart abstrafen?
> <Ironiemodus aus>

genau, schlachten und ab in die suppe mit diesem moerderischen
federvieh!

nina
--
> Hilfreich sind die tipps ja nun wirklich nicht. dachte eher an eins
> wovoen die öffentlich keit nicht soviel wind von bekommt.
Mh, vielleicht solltest du dein eigenes Festival veranstalten und
niemandem davon erzählen? --- timo huentler in dasp

nina corda

unread,
May 17, 2003, 11:17:49 AM5/17/03
to
Claudia Wittgenstein <claudia_wi...@yahoo.com> wrote:

> "Holger Drechsel" <hdre...@gmx.net> wrote
>
> > Warum grauselig ? Ich bevorzuge Eier Größe XL, wenns geht Doppeldottereier.
> > Ist doch was feines zum Frühstück.
>
> Na fuer die einen ist es was Feines, fuer die anderen ist es
> schleimfoermiges, abgetriebenes und anverwestes Vogelembrioaas aus der
> Sklavenhaltung von unnatuerlichen Zwangs- u. Fehlzuechtungen deren
> Existenz alleine schon der Missbrauchsbeleg ist, ganz egal wieviele
> Quadratzentimeter ihnen zur Verfuegung stehen. "Mmmhmmm. Lecker."

inwieweit ist denn ein ei abgetrieben?
gehen die huehner zu pro familia oder ins krankenhaus?

Rene Gagnaux

unread,
May 17, 2003, 12:03:25 PM5/17/03
to

Guten Tag Regina, guten Tag allerseits,

On Sat, 17 May 2003 16:52:09 +0300, "Regina Schmid" <rsc...@otenet.gr> wrote:

>Ach Du meine Güte, wieder mal ein Stösser-Ableger, diesmal ein weiblicher!

Ob wirklich weiblich? ;) Die "Claudia"... ;))

Salut
René

Lars Marowsky-Bree

unread,
May 17, 2003, 2:57:28 PM5/17/03
to
On 17 May 2003 06:30:35 -0700, Claudia Wittgenstein
<claudia_wi...@yahoo.com> wrote:

> Sklavenhaltung von unnatuerlichen Zwangs- u. Fehlzuechtungen deren
> Existenz alleine schon der Missbrauchsbeleg ist, ganz egal wieviele
> Quadratzentimeter ihnen zur Verfuegung stehen. "Mmmhmmm. Lecker."

Es gibt auch noch geringfügig "humaner" gehaltene Hühner. Da schmeckt als
netter Nebeneffekt auch noch das Ei besser.

> Bzw., aus anderer Sicht ist es auch ein Baustoff zur Gestaltung Deines
> Aterienkollapses. Wie schlecht Eier fuer Deine Gesundheit sind, ist ja
> weithin bekannt.

Hm. Nein, ist es nicht. Wie immer macht die Dosis das Gift, und eine Studie
aus jüngster Zeit schien im Gegenteil sogar festzustellen, das bestimmte
Stoffe im Ei verhindern, das es so "schädlich" ist wie man anhand der
Zusammensetzung bis dahin annahm.

> das Menschentier toedlich werden koennen. Oder wo glaubst Du denn,
> kommt z.B. SARS her?

Tja, das wüssten wir wohl alle gerne. Was wir da glauben, dürfte relativ
unbedeutend sein. Aber falls Du die definitive Antwort kennst und begründen
kannst, findet sich bestimmt eine dankbare Forscher-Gemeinschaft als
Abnehmer.

> Ethik scheint halt doch irgendwie von unterstroemenden, mathematischen
> Strukturen getragen zu werden. <raeusper> DAS waer doch mal ein netter
> Buchtitel: 'Mathematische Strukturen Ethischer Praxis', worin an Hand
> von z.B. obigen Beispielen aufgezeigt werden koennte, dass ethisches
> Handeln auch ganz praktische Vorteile bringt und eben nicht den Kampf
> gegen einen wahnhaften "Schweinehund" darstellt, sondern eine
> harmonisierende Organisationsform menschlichen Seins.

Ja, das gibt es sogar in der modernen Philosophie. Ein interessanter,
nachvollziehbarer Ansatz zur Ethik auf rationaler Basis wird zB in "Die
Wirklichkeit des NLP - Erkenntnistheoretische Grundlagen und ethische
Schlußfolgerungen" von Alexa Mohl dargelegt, und als netter Nebeneffekt hat
das sogar recht wenig mit NLP zu tun ;-)

Eine Ethik, die desweiteren leugnet, das es soetwas wie eine Nahrungskette auf
diesem Planeten gibt, scheint mir übrigens der Realität relativ fremd.
Sicherlich soll man Respekt zeigen, was heute leider oft sehr auf der Strecke
bleibt, oft mit schrecklichen Folgen. Das muß aufhören; und wie so oft zeigen
meine Bemühungen, dies zumindest in meine Kaufentscheidungen einfliessen zu
lassen neben bei auch noch den Effekt, daß das Essen besser schmeckt.

Aber daraus ein generelles "Nein" zu Eiern oder ähnlichem abzuleiten ist doch
etwas gewagt.

--
http://lars.marowsky-bree.de/disclaimer.html

Joerg Michaely

unread,
May 18, 2003, 6:08:03 AM5/18/03
to

"Claudia Wittgenstein" <claudia_wi...@yahoo.com> schrieb im
Newsbeitrag news:7d50b3de.03051...@posting.google.com...

Claudia Wittgenstein

unread,
May 18, 2003, 1:10:07 PM5/18/03
to
Lars Marowsky-Bree <la...@marowsky-bree.de> wrote

> > Sklavenhaltung von unnatuerlichen Zwangs- u. Fehlzuechtungen deren
> > Existenz alleine schon der Missbrauchsbeleg ist, ganz egal wieviele
> > Quadratzentimeter ihnen zur Verfuegung stehen. "Mmmhmmm. Lecker."
>
> Es gibt auch noch geringfügig "humaner" gehaltene Hühner. Da schmeckt als
> netter Nebeneffekt auch noch das Ei besser.

Allerdings handelt es sich bei diesen Voegeln auch um Zuechtungen,
deren Sinn die Produktion ist - alleine darin besteht der Missbrauch,
ganz unabhaengig von der Haltungseinstufung. Huehner legen ja nur bis
zu 4 Eier im Jahr, solange es sich nicht um Zwangszuechtungen handelt.



> > Bzw., aus anderer Sicht ist es auch ein Baustoff zur Gestaltung Deines
> > Aterienkollapses. Wie schlecht Eier fuer Deine Gesundheit sind, ist ja
> > weithin bekannt.
>
> Hm. Nein, ist es nicht. Wie immer macht die Dosis das Gift, und eine Studie
> aus jüngster Zeit schien im Gegenteil sogar festzustellen, das bestimmte
> Stoffe im Ei verhindern, das es so "schädlich" ist wie man anhand der
> Zusammensetzung bis dahin annahm.

Ich nehme an, diese Studie wurde von der Agrarindustrie finanziert,
bzw. in Auftrag gegeben? Also Eier gesund zu reden ist nicht nur
idiotisch, sondern grenzt an menschlicher Koerperverletzung. Tierliche
Koerperverletzung ist es ja bereits.



> > das Menschentier toedlich werden koennen. Oder wo glaubst Du denn,
> > kommt z.B. SARS her?
>
> Tja, das wüssten wir wohl alle gerne.

Es gibt von der WHO eindeutige Aussagen ueber den tierlichen Ursprung
von SARS, und zwar nicht etwa Koalas, sondern eben Huehner aus
Zwangshaltung. Auch die offizielle Version hier in Holland betreffend
des an "Vogel"grippe verstorbenen Tierarztes(auch wenn von den
Deutschen Behoerden unterschlagen), zieht ehrlicherweise den Schluss,
dass die Person -da nur die Vogelpestviren in der Lunge gefunden
wurden- eben an dieser gestorben ist. Treffenderweise spricht man hier
in Holland von Vogelpest, wobei ich beim Ministerium doch mal
anfragte, warum man selbst nach dem Ableben des Arztes noch von
"Vogel"pest spricht. Uebrigens, das Virus ist ja jetzt auch in
Deutschland. Hier in Holland wurden, nicht wie die Kuehnast log,
"einige 10tausend Huehner preventiv" vergast, sondern 17 Millionen.
Eine grauenhafte, unvorstellbare Zahl, deren Horror nur von der
Tatsache uebertroffen wird, dass es hierzulande ja weiterhin noch
ueber 100 Millionen Huehner gibt, welche, glaubt man den
Supermaerkten, komischerweise alle das "humane" Scharrelkipei (NL)
produzieren. "Human" bedeutet da ja wohl nicht ethisch (sonst wuerde
man es ja auch ethisch nennen), sondern umschreibt ironischerweise den
wahren Umstand von human: Den Horror menschlichen Handelns anderen
Lebewesen aufzuzwingen.

> Was wir da glauben, dürfte relativ
> unbedeutend sein. Aber falls Du die definitive Antwort kennst und begründen
> kannst, findet sich bestimmt eine dankbare Forscher-Gemeinschaft als
> Abnehmer.

Die Forscher, welche die WHO beauftragt, scheinen sich da einig zu
sein. Jetzt muss die Nachricht nur noch durch Deine psychologischen
Abwehrreflexe dringen.

> > Ethik

[snip]



> Eine Ethik, die desweiteren leugnet, das es soetwas wie eine Nahrungskette auf
> diesem Planeten gibt, scheint mir übrigens der Realität relativ fremd.

Ach das ist doch wieder mal so ein Quatsch was Du da verzapfst und
entlarvt sich sofort als der Versuch eine Pathologisierung zu
konstruieren, indem veganes Handeln als geisteskrank dargestellt
werden soll. Ein theorethisches Konstrukt wie eine Nahrungskette zu
instrumentalisieren um Deine anti-ethischen Essgewohnheiten zu
rechtfertigen zeugt von der korrumpierten Logik wie sie halt auch die
meisten Aasernaehrten an den Tag legen. Denn Deine und meine
menschliche Entscheidungsgewalt erlaubt es uns, uns unseren Ort
innerhalb der Nahrungskette *auszusuchen*. Bei dieser Argumentation
hol ich mir vom gaehnen noch einen Kieferschaden, denn es ist doch
immer wieder sehr verwunderlich, wie Leute, die gleichfalls von sich
behaupten denkende Wesen zu sein, zu zuckenden Reflexbuendel
kollabieren welche sich aus irgendeinem wahnhaften Zwang *willenlos*
irgendwelchen duemmlichen Konstrukten unterwerfen muessen - und
"deshalb ja gar nichts dafuer koennen, dass sie ihren Magen als
Seelengefaengnis missbrauchen". Genau wie die psychotischen
Aasernaehrten, die ihre Eckzaehnchen instrumentalisieren, um damit, ja
was eigentlich, die Schnitzel vom Supermarktregal herunterzu'reissen'?
<kopfschuettel>

> Sicherlich soll man Respekt zeigen,

Ah ja. Verbeugst Du Dich dann erst mal vorm Schnitzel/Eierregal bevor
Du zugreifst oder was?

> was heute leider oft sehr auf der Strecke
> bleibt, oft mit schrecklichen Folgen. Das muß aufhören; und wie so oft zeigen
> meine Bemühungen,

"Der Mitarbeiter bemuehte sich...", Du weist worauf ich hinauswill?
Die Bemuehung ist vollkommen sinnlos und dient hoechstens zur
verlogenen Gewissensberuhigung des Konsumenten. Das einzige was zaehlt
ist konsequentes Handeln.

> dies zumindest in meine Kaufentscheidungen einfliessen zu
> lassen neben bei auch noch den Effekt, daß das Essen besser schmeckt.
>
> Aber daraus ein generelles "Nein" zu Eiern oder ähnlichem abzuleiten ist doch
> etwas gewagt.

Weist Du, ich bin mittlerweile dazu uebergegangen, Aasernaehrte als
eine Art Heroinabhaengige zu sehen, weil die Argumentations- u.
Handlungsweisen *identisch* sind. Und tierproduktskonsumierende
Vegetarier sind fuer mich auch Heroinabhaengige, die sich mit einem
selbstauferlegten Methadonprogramm 'ueber Wasser halten' und sich
somit jahrelang einreden koennen, sie seien von ihrer Sucht geheilt.

Ach so, eine Frage noch. Angesichts z.B. der in Holland 17 Millionen
vergasten Huehner ist der Ei"verzicht" realitaetsfern, ja wie
eigentlich?

-C.

Werner Sondermann

unread,
May 18, 2003, 1:59:15 PM5/18/03
to
Claudia Wittgenstein wrote:

> Lars Marowsky-Bree wrote:
> [snip]
>
>> Eine Ethik, die desweiteren leugnet, das es soetwas wie eine
>> Nahrungskette auf diesem Planeten gibt, scheint mir übrigens der
>> Realität relativ fremd.
>
> Ach das ist doch wieder mal so ein Quatsch was Du da verzapfst und
> entlarvt sich sofort als der Versuch eine Pathologisierung zu
> konstruieren, indem veganes Handeln als geisteskrank dargestellt
> werden soll. Ein theorethisches Konstrukt wie eine Nahrungskette zu
> instrumentalisieren um Deine anti-ethischen Essgewohnheiten zu
> rechtfertigen zeugt von der korrumpierten Logik wie sie halt auch die
> meisten Aasernaehrten an den Tag legen. Denn Deine und meine
> menschliche Entscheidungsgewalt erlaubt es uns, uns unseren Ort
> innerhalb der Nahrungskette *auszusuchen*. Bei dieser Argumentation
> hol ich mir vom gaehnen noch einen Kieferschaden, denn es ist doch
> immer wieder sehr verwunderlich, wie Leute, die gleichfalls von sich
> behaupten denkende Wesen.......

Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
"Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?

Wer versucht denn hier die ganze Zeit die "Normalesser" als
krankhafte, degenerierte Subjekte darzustellen?

[*Kopfschüttel*]

Werner

BTW, wenn ich schon die Wahl habe, meinen Ort innerhalb der
Nahrungskette *auszusuchen*, dann doch bitte ganz ganz weit
oben. :-D


Claudia Wittgenstein

unread,
May 18, 2003, 2:08:41 PM5/18/03
to
"Regina Schmid" <rsc...@otenet.gr> wrote

[peinlicher Ad Hominem auf Kruecken]

Die Abtreibung besteht darin, dass Huehnerembrios nicht dazu bestimmt
sind um von "Vegetariern" und anderen gefressen zu werden, sondern um
zu Huehnern heranzuwachsen. Diesen Umstand auf Deine primitive Art und
Weise verdrehen zu wollen, zeigt doch wieder mal ganz deutlich dass
Leute, die sich trotz Konsums tierlicher Proteine einreden Vegetarier
zu sein, genau wie Aasernaehrte, immer ein gewisses Mass an Psychose
benoetigen um die Argumentationsfallgruben, in die sie sich kopfueber
hineinstuerzen als Wurzelsuche schoenreden zu koennen.

Ach so, und was Dummheit betrifft: Lerne Du doch ersteinmal dass
zwischen Deinen Pavlowschen Reflexen und Denken ein sehr grosser
Unterschied besteht, bevor Du Deinen Grundzustand wild in der Gegend
herumprojizierst.

-C.

Claudia Wittgenstein

unread,
May 18, 2003, 2:28:16 PM5/18/03
to
Rene Gagnaux <r.ga...@ch.inter.net> wrote

> Ob wirklich weiblich? ;) Die "Claudia"... ;))

Ich moechte Dich doch dringlichst bitten, deine fetten, schwitzigen
Finger ganz geschwind aus meinem Schluepfer zu ziehen. Nicht alleine
weil es fuer Leute, die einer Frau einen Schwanz aufzwingen wollen den
sie nicht haben will eine allgemeine Bezeichnung gibt, sondern auch
weil das Objekt Deiner Begierde eine Phantasie ist, die erstens mit
mir rein gar nichts zu tun hat und mit der Du dich doch am besten mal
selbst befasst, ne 'Rene'?. Erster Ansatzpunkt waere mal dass Du Dich
fragst, warum Dich mein Geschlecht so sehr fasziniert, dass Du jetzt
schon zum zweiten mal, mit mehreren Wochen Abstand(!), darauf
'zugreifst'.

-C.

Claudia Wittgenstein

unread,
May 18, 2003, 3:03:21 PM5/18/03
to
Harry Schmidt <HarryW...@freenet.de> wrote

Hallo Harry.

> Vor zwei Wochen habe ich meine Schwester im Schwarzwald besucht.
> Ein wohl eher carnivorisches Gebiet in Deutschland. Deshalb hat
> mir meine Schwester auf einer Feier speziell einen "vegetarischen"
> Teller herrichten lassen. Das war lieb gemeint, aber mitten auf dem
> leckeren Gemüse hat der Koch - er kennt es wohl nicht anders - ein
> Ei aufgeschlagen, bevor das Ganze überbacken wurde. Das konnte ich
> wirklich nicht mehr essen und mußte es zurückbringen.

Ja, mit dem 'auswaerts essen' ist das wirklich ein Getue. Aber ich
nehme mal an dass ueberhaupt, auch unter ausgebildeten Fachkraeften im
Gaststaettengewerbe Vegetarier (und Veganer, bez viele wissen ja noch
nichteinmal was das beinhaltet) immer noch als verwirrte Exoten gelten
und da bei der Ausbildung nicht drauf eingegangen wird. Dass dieser
Bereich unter dem allgemeinen Kulturzerfall auch besonders leidet,
verschlimmert die Situation von beiden. Viel Schuld haben hier z.B.
allerdings auch Leute, die unter dem Wahneinfluss stehen, Fische seien
Pflanzen usw. und so mit uneinheitlichen Bildern den
Vegetarismus/Veganismus untergraben.



> Aber trotz aller Rückschläge, muß ich doch sagen, daß der Markt
> immer mehr auf den Bedarf nach vegane Lebensmittel reagiert. Selbst
> die Aldimärkte haben nun Aufstriche und Bratlinge im Sortiment.

Echt? <g> Na, da bewegt sich wenigstens was. Ich lebe ja in Holland,
und entgegen des progressiven Images ist das hier ein
Entwicklungsland. Na, ja, meiner Gesundheit kommts zugute, denn ich
verarbeite hauptsaechlich frische Ware in meiner Kueche, und alles
andere halt aus dem Reformhaus. Ausserdem experimentiere ich gerne und
habe mit dem veganen Kochen ein verborgenes Talent endeckt. Am
weitesten ist in dem Bezug England, wo ja das Veganzeichen ein
eigenstaendiges Guetesiegel und weit verbreitet ist.

Was essengehen betrifft kann man Holland sowieso vergessen, alles fad.
Und bei 'idealistischen Kuechen' ist das Problem, dass Idealismus eben
den Geschmack und vor allem die Kreativitaet nicht ersetzen darf, dies
jedoch meist tut.

-C.

H. W. Hans Kuntze

unread,
May 18, 2003, 3:18:51 PM5/18/03
to
Claudia Wittgenstein wrote:

> [...]


> Ach so, eine Frage noch. Angesichts z.B. der in Holland 17 Millionen
> vergasten Huehner ist der Ei"verzicht" realitaetsfern, ja wie eigentlich?

Sollte fuer dich kein Problem sein Clownia, du hast doch hier schon mit nur einem
posting den Tagesbedarf von halb Europa gelegt.

--
Grue$$e & Happy Freedomfrittentag.

C=¦-)§ H. W. Hans Kuntze, CMC, S.g.K. (_o_)
http://www.cmcchef.com
"Don't cry because it's over, Smile because it Happened"
_/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/ _/


H. W. Hans Kuntze

unread,
May 18, 2003, 3:30:37 PM5/18/03
to
Claudia Wittgenstein wrote:

> Rene Gagnaux <r.ga...@ch.inter.net> wrote
>
> > Ob wirklich weiblich? ;) Die "Claudia"... ;))
>
> Ich moechte Dich doch dringlichst bitten, deine fetten, schwitzigen
> Finger ganz geschwind aus meinem Schluepfer zu ziehen.

Oh my, der Rene Captain Kirk von der Startrek?

To boldly go where no man has gone before? Or would ever dare to go? So
desperat sind selbst die Schweizer nicht.

H. W. Hans Kuntze

unread,
May 18, 2003, 3:38:20 PM5/18/03
to
Rolf Hartwig wrote:

> Hallo Werner.
>
> "Werner Sondermann" <werner-ern...@freenet.de> tippselte:


>
> >Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
> >"Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?
>

> Vielleicht von Josef Goebbels.
>

Glaub ich nicht Rolf, der war wesentlich eleganter mit seiner Polemik.

Da durftest Du Dir noch aussuchen ob Kanonen oder Butter.

Harry Schmidt

unread,
May 18, 2003, 4:15:31 PM5/18/03
to
Hi Regina!


Regina Schmid schrieb:


>
> Ich wollte wirklich nur damit sagen, dass auch ein Dauernd-Fleisch-Esser,
> wenn man diese TVP-Produkte entsprechend gut gewürzt und lecker zubereitet,
> durchaus Geschmack daran finden kann, d. h. dass es nicht so grauslich
> schmeckt, wie manche tun.

Dem kann ich nur voll beipflichten.

Gewürze, Kräuter und diverse andere Geschmacksstoffe machen den Geschmack.
Wenn man nun auch noch die Konsistenz einigermassen hinbekommt, kann man
auch Fleischesser mit veganem Futter zu Frieden bekommen.


ciao
Harry

Karl Pflästerer

unread,
May 18, 2003, 5:06:02 PM5/18/03
to

> Regina Schmid schrieb:

Aber wieso sollte man so etwas wollen? Wieso sollte man solange mit
vegetarischen oder veganen Produkten spielen, bis etwas herauskommt, was
an Fleisch erinnert? Wenn man in den Urlaub geht, sucht man sich
schließlich auch keine Gaststätten, wo es das gleiche Essen wie zu Hause
gibt.

Jedes Essen hat seine Eigenart, diese sollte man betonen und nicht
versuchen, sie zu vertuschen. Alles andere ist unehrlich.


bye
KP

--
Increasingly, people seem to misinterpret complexity as
sophistication, which is baffling -- the incomprehensible should cause
suspicion rather than admiration. Possibly this trend results from a
mistaken belief that using a somewhat mysterious device confers an
aura of power on the user. -- Niklaus Wirth

Werner Sondermann

unread,
May 18, 2003, 5:23:04 PM5/18/03
to
Hallo, liebe Gemeinde!

'Will ja niemanden hier anscheißen, aber melden muß ich das.

Tschau,
IM Denunzio


--------------------------------------------------------------------
Ich esse uebrigens auch nichts was Augen hat, allerdings Milch
und Eier sind fuer mich nach wie vor ein Teil der Ernaehrung. (Ist
uebrigens auch mit ein Grund warum ich wieder unter dem Wittgenstein
Handle post, denn als vega gabs Missverstaendnisse)

Claudia Wittgenstein am 24. 12. 2002 in /de.alt.soc.transgendered/
--------------------------------------------------------------------

Die schärfsten Kritiker der Elche,
waren früher selber welche!

F.W. Bernstein

Claudia Wittgenstein

unread,
May 18, 2003, 6:21:13 PM5/18/03
to
"Werner Sondermann" <werner-ern...@freenet.de> wrote

> Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
> "Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?

Dies waere wohl wieder ein Ruecklader, denn plump ist es doch wohl
eher, etwas als plump zu bezeichnen weil einem kein gescheites
Gegenargument einfaellt und man dann halt generalisiert versucht zu
diskreditieren....



> Wer versucht denn hier die ganze Zeit die "Normalesser" als
> krankhafte, degenerierte Subjekte darzustellen?

Wieso 'darstellen'. Die Massenpsychose besteht ja darin, dass sich
Leute die mehr oder weniger intelligente Lebewesen fressen (Sekrete
trinken, Haeute tragen..)fuer normal *halten*. Und diese
Massenpsychose ist eben deshalb recht einfach aufrecht zu erhalten,
weil diese Gruppe weit mehr als die absolute Mehrheit stellt. Oder
warum glaubst Du, reagiert eine Gruppe jedesmal so hysterisch, wenn
ein/e Veganer/in zur Tuer rein kommt. Und wenn *ich* mir dann die
Freiheit nehme, auf die perversen Verhaltensweisen hinzuweisen, dann
ist das alles andere als plump - denn ich *reagiere* ja nur auf *Eure*
Plumpheit. Dass Du dann auch wieder meine Reaktion als Plumpheit
versuchst zu konstruieren - bestaetigt mich doch eher als es mich
unterminiert....

> [*Kopfschüttel*]

Vergiss dann nicht, wenn Du mit dem Schuetteln fertig bist, die
Schuppen vom Spiegel wegzuwischen <hust>.



> BTW, wenn ich schon die Wahl habe, meinen Ort innerhalb der
> Nahrungskette *auszusuchen*, dann doch bitte ganz ganz weit
> oben. :-D

Du stehst doch ganz oben, ganz egal was Du isst, denn als Mensch ist
kein Mitlebewesen vor Dir sicher. Allerdings bedeutet das doch nicht,
dass Du aus der Verantwortung enthoben bist, ethisch zu handeln und
Dich fuer Dein Menschsein zu qualifizieren - denn Menschsein bedeutet
eben, sich ueber die Instinkte und Impulse hinwegzusetzen und unter
anderem ethisch zu handeln und Dein Handeln unter Umstaenden eben auch
in Frage zu stellen. Veganer/innen stehen uebrigens auch ganz oben,
denn sie werden von niemanden gefressen. Aber dass Du aus einem ja
tschuldigung, *irrsinnigen* Dominanzstolz heraus auch noch mit Smiley
verkuendest, "wie geil es denn ist, ganz oben zu stehen und deshalb
alles fressen zu koennen" ist nunmal wieder der Straftatbestand der
Perversion.

Fuer mich als Veganerin ist dies die betruebenste Seite des
Veganismus: Die Erkenntnis, dass das Normale das Perverse ist. Und
wenn ich das aufzeige, dann ist das nicht ein plumper
Diskreditierungsversuch, sondern eine tief ernuechternde
Gegenwartsdarstellung. Ernuechternd deshalb, weil man manchmal das
Gefuehl hat, es gar nicht mehr mit Menschen zu tun haben, sondern mit
einer Art Bioroboter, deren aller Handlungs- u. Denkweisen nur
innerhalb beschraenkter und identischer Schablonen stattfinden kann
und die in sich sowie in Gruppenreflektion gefangen sind.

-C.

nina corda

unread,
May 18, 2003, 6:30:58 PM5/18/03
to
Harry Schmidt <HarryW...@freenet.de> wrote:

mein gott, der hunger treibts rein.
ich essen zb gerne manchmal tofu und seitan. aber dann esse ich es, als
das was es ist, tofu und seitan. schmcekne beide gut, tofu hat sogar,
wenn von guter qualitaet, einen aparten eigengeschmack, den man nicht
unbedingt mit gewuerzen zudecken muss.
denk mal an: fleischesser sind keine carnivoren im allgemeinen, sondern
omnivoren, die essen sogar ne moehre!
oder 2.

nina corda

unread,
May 18, 2003, 6:30:58 PM5/18/03
to
Claudia Wittgenstein <claudia_wi...@yahoo.com> wrote:

> Lars Marowsky-Bree <la...@marowsky-bree.de> wrote
>
> > > Sklavenhaltung von unnatuerlichen Zwangs- u. Fehlzuechtungen deren
> > > Existenz alleine schon der Missbrauchsbeleg ist, ganz egal wieviele
> > > Quadratzentimeter ihnen zur Verfuegung stehen. "Mmmhmmm. Lecker."
> >
> > Es gibt auch noch geringfügig "humaner" gehaltene Hühner. Da schmeckt als
> > netter Nebeneffekt auch noch das Ei besser.
>
> Allerdings handelt es sich bei diesen Voegeln auch um Zuechtungen,
> deren Sinn die Produktion ist - alleine darin besteht der Missbrauch,
> ganz unabhaengig von der Haltungseinstufung. Huehner legen ja nur bis
> zu 4 Eier im Jahr, solange es sich nicht um Zwangszuechtungen handelt.

zwangszuechtungen?
ach so, wir sprechen hier von wildlebenden huehnern? wieviele von denen
hast du schon kennengelernt?

geh gras essen.

nina corda

unread,
May 18, 2003, 6:30:58 PM5/18/03
to
Claudia Wittgenstein <claudia_wi...@yahoo.com> wrote:

> "Regina Schmid" <rsc...@otenet.gr> wrote
>
> [peinlicher Ad Hominem auf Kruecken]
>
> Die Abtreibung besteht darin, dass Huehnerembrios nicht dazu bestimmt
> sind um von "Vegetariern" und anderen gefressen zu werden, sondern um
> zu Huehnern heranzuwachsen.

dies bezieht sich auf befruchtete eier. nicht alle eier(eher ein
verschwindend geringer teil) sind befruchtet.
da waechst nix.
du bist sicher auch frontline-maessig gegen menschenabtreibung. ach nee,
is ja gut fuer die tiere, wenn wir alle ertmal weg sind.

so tell me, when are you gonna kill yourself?

danke, tschuess, nina

nina corda

unread,
May 18, 2003, 6:30:59 PM5/18/03
to
Rolf Hartwig <R_Ha...@canis-germanicus.de> wrote:

> Hallo Werner.
>
> "Werner Sondermann" <werner-ern...@freenet.de> tippselte:
>

> >Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
> >"Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?
>

> Vielleicht von Josef Goebbels.

haha, genau und adolf war vegetarier.
da kann man einen guten witz ableiten vom alten witz ueber die gruenen.
der lautete wie folgt:
frueher hiess es, adolf hitler war schon schlecht, aber: er hat die
autobahnen gebaut. bei den gruenen heisst es, adolf hitler war garnicht
soo schlecht, aber: er hat die autobahnen gebaut.
(hey, gruene, no offense, der ging in den 80ern um und ihr wisst
hoffentlich warum).

bei den veganern heisst es: adolf hitler war nicht ok, aber er war
vegetarier.

ok ist alles nicht witzig, aber da ich selber mal das vergnuegen hatte,
mich am rande dieser szene zu bewegen, kann ich nur sagen: soviel
menschenverachtendes gedankengut wie da hab ich selten zu gehoer
bekommen.

alle tiere sind gleich aber manche sind gleicher als andere, gell.

nina corda

unread,
May 18, 2003, 6:30:59 PM5/18/03
to
Werner Sondermann <werner-ern...@freenet.de> wrote:

> Claudia Wittgenstein wrote:
> > Lars Marowsky-Bree wrote:
> > [snip]
> >
> >> Eine Ethik, die desweiteren leugnet, das es soetwas wie eine
> >> Nahrungskette auf diesem Planeten gibt, scheint mir übrigens der
> >> Realität relativ fremd.
> >
> > Ach das ist doch wieder mal so ein Quatsch was Du da verzapfst und
> > entlarvt sich sofort als der Versuch eine Pathologisierung zu
> > konstruieren, indem veganes Handeln als geisteskrank dargestellt
> > werden soll. Ein theorethisches Konstrukt wie eine Nahrungskette zu
> > instrumentalisieren um Deine anti-ethischen Essgewohnheiten zu
> > rechtfertigen zeugt von der korrumpierten Logik wie sie halt auch die
> > meisten Aasernaehrten an den Tag legen. Denn Deine und meine
> > menschliche Entscheidungsgewalt erlaubt es uns, uns unseren Ort
> > innerhalb der Nahrungskette *auszusuchen*. Bei dieser Argumentation
> > hol ich mir vom gaehnen noch einen Kieferschaden, denn es ist doch
> > immer wieder sehr verwunderlich, wie Leute, die gleichfalls von sich
> > behaupten denkende Wesen.......
>
> Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
> "Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?

in der veganen kaderschulung.

nina(durch mit k-gruppen)

nina corda

unread,
May 18, 2003, 6:31:00 PM5/18/03
to
Claudia Wittgenstein <claudia_wi...@yahoo.com> wrote:

> Harry Schmidt <HarryW...@freenet.de> wrote
>
> Hallo Harry.
>
> > Vor zwei Wochen habe ich meine Schwester im Schwarzwald besucht.
> > Ein wohl eher carnivorisches Gebiet in Deutschland. Deshalb hat
> > mir meine Schwester auf einer Feier speziell einen "vegetarischen"
> > Teller herrichten lassen. Das war lieb gemeint, aber mitten auf dem
> > leckeren Gemüse hat der Koch - er kennt es wohl nicht anders - ein
> > Ei aufgeschlagen, bevor das Ganze überbacken wurde. Das konnte ich
> > wirklich nicht mehr essen und mußte es zurückbringen.
>
> Ja, mit dem 'auswaerts essen' ist das wirklich ein Getue. Aber ich
> nehme mal an dass ueberhaupt, auch unter ausgebildeten Fachkraeften im
> Gaststaettengewerbe Vegetarier (und Veganer, bez viele wissen ja noch
> nichteinmal was das beinhaltet) immer noch als verwirrte Exoten gelten
> und da bei der Ausbildung nicht drauf eingegangen wird. Dass dieser
> Bereich unter dem allgemeinen Kulturzerfall auch besonders leidet,
> verschlimmert die Situation von beiden. Viel Schuld haben hier z.B.
> allerdings auch Leute, die unter dem Wahneinfluss stehen, Fische seien
> Pflanzen usw. und so mit uneinheitlichen Bildern den
> Vegetarismus/Veganismus untergraben.

der beruehmte ovo-lacto-pesco-vegetarier, wird immer wieder gern
genommen.

> > Aber trotz aller Rückschläge, muß ich doch sagen, daß der Markt
> > immer mehr auf den Bedarf nach vegane Lebensmittel reagiert. Selbst
> > die Aldimärkte haben nun Aufstriche und Bratlinge im Sortiment.
>
> Echt? <g> Na, da bewegt sich wenigstens was. Ich lebe ja in Holland,
> und entgegen des progressiven Images ist das hier ein
> Entwicklungsland. Na, ja, meiner Gesundheit kommts zugute, denn ich
> verarbeite hauptsaechlich frische Ware in meiner Kueche, und alles
> andere halt aus dem Reformhaus. Ausserdem experimentiere ich gerne und
> habe mit dem veganen Kochen ein verborgenes Talent endeckt. Am
> weitesten ist in dem Bezug England, wo ja das Veganzeichen ein
> eigenstaendiges Guetesiegel und weit verbreitet ist.

du isst/verzehrst auch quorn?

nina

Karla Baumann

unread,
May 18, 2003, 7:02:59 PM5/18/03
to
Hi,
nina corda wrote:
snip

>> Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
>> "Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?
>
> in der veganen kaderschulung.
>
> nina(durch mit k-gruppen)
..
da ist sie schon längst unehrenhaft entlassen. Schädigt durch ihr Gepöbele
(Aasfresser ect.) doch die ganze Innung (Zitat von einer Veganersite: auch
wenn ihr die Tieresser vielleicht hassen lernt, setzt auf Überzeugungskraft
und stosst die anderen nicht vor den Kopf - so in etwa). Auf dass ihr der
Sojaextrakt-Eiersatz niemals ausgehe und die Plastikschlappen.
Gruss
karla
--
Veganer der 5. Stufe: Esst nichts, was einen Schatten wirft


nina corda

unread,
May 18, 2003, 8:08:47 PM5/18/03
to
Karla Baumann <kab...@web.de> wrote:

> Hi,
> nina corda wrote:
> snip
> >> Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
> >> "Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?
> >
> > in der veganen kaderschulung.
> >
> > nina(durch mit k-gruppen)
> ..
> da ist sie schon längst unehrenhaft entlassen. Schädigt durch ihr Gepöbele
> (Aasfresser ect.) doch die ganze Innung (Zitat von einer Veganersite: auch
> wenn ihr die Tieresser vielleicht hassen lernt, setzt auf Überzeugungskraft
> und stosst die anderen nicht vor den Kopf - so in etwa).

also, in hardcorezeiten war diese methode weit verbreitet.

nina(saulus zu saulust)

nina corda

unread,
May 18, 2003, 8:08:46 PM5/18/03
to
Claudia Wittgenstein <claudia_wi...@yahoo.com> wrote:

> "Werner Sondermann" <werner-ern...@freenet.de> wrote
>
> > Wo hast denn eigentlich Du Deine Argumentationstechnik Marke
> > "Holzhammer" gelernt? Plumper geht's ja jetzt wohl nimmer?
>
> Dies waere wohl wieder ein Ruecklader, denn plump ist es doch wohl
> eher, etwas als plump zu bezeichnen weil einem kein gescheites
> Gegenargument einfaellt und man dann halt generalisiert versucht zu
> diskreditieren....
>
> > Wer versucht denn hier die ganze Zeit die "Normalesser" als
> > krankhafte, degenerierte Subjekte darzustellen?
>
> Wieso 'darstellen'. Die Massenpsychose besteht ja darin, dass sich
> Leute die mehr oder weniger intelligente Lebewesen fressen (Sekrete
> trinken, Haeute tragen..)fuer normal *halten*. Und diese
> Massenpsychose ist eben deshalb recht einfach aufrecht zu erhalten,
> weil diese Gruppe weit mehr als die absolute Mehrheit stellt. Oder
> warum glaubst Du, reagiert eine Gruppe jedesmal so hysterisch, wenn
> ein/e Veganer/in zur Tuer rein kommt. Und wenn *ich* mir dann die
> Freiheit nehme, auf die perversen Verhaltensweisen hinzuweisen, dann
> ist das alles andere als plump - denn ich *reagiere* ja nur auf *Eure*
> Plumpheit. Dass Du dann auch wieder meine Reaktion als Plumpheit
> versuchst zu konstruieren - bestaetigt mich doch eher als es mich
> unterminiert....

tut mir leid, aber abgesehn von allen gruenden, die gegen den konsum von
tierfleisch sprechen (oh, sorry, speziezismus, mitgeschoepf-fleisch
natuerlich) neigen veganer dazu, a) zu pauschalisieren, b) zu
verteufeln, b)sich fuer beauftragte einer hoeheren logik zu halten.
das ist sektenartig. nichts anderes.

mach doch, was du willst, aber missioniere woanders, naemlich dort, wo
leuten ein vermeintlicher nutzen (ethisch, spirituell, gesundheitlich)
ueber den genuss geht. hier ist das definitiv falsch.

nina(und nein, du kannst mir den appetit nicht verderben, mit
veganismuss bin ich seit 1994 durch)

H. W. Hans Kuntze

unread,
May 18, 2003, 8:10:16 PM5/18/03
to
Karla Baumann wrote:

> Auf dass ihr der
> Sojaextrakt-Eiersatz niemals ausgehe und die Plastikschlappen.

Yo Guys.

Beim Sojabrauen gehen doch auch die armen Bakterien zu Grunde.

Und mit den Plastikschlappen geht es leider auch nicht.

Die sind aus Erdoel und Polymers gemacht, ehemalige tote Viecher vor
Millennien..

Gummischlapfen (nur Naturtschuck aber) duerften gehen obwohl viele mit
Schlapfen aus alten Reifen (Kieslatscher) rumlaufen, auch nicht mehr
Vegankosher.

Aber so genau sind die Revoluzzer da ja auch nicht, es sei denn es tut was fuer
die Polemik und Schlagzeilen.

Andere Leute mit leben und leben lassen, anstatt Polemik und Geschwaetz, zu
ueberzeugen scheint nicht mehr "geil" zu sein, sowieso.

Radikale aller Arten koennen mir gestolen bleiben. Auf die Langzeit gesehen
haben die noch nichts produktives fuer die Menschheit geschaffen, ausser
vielleicht mehr Lebensraum.

Jetzt fehlt nur noch die Renate Ratlos und die Lichtnahrung, oder lebt die
nicht mehr wegen der fehlenden Kalorien?

nina corda

unread,
May 18, 2003, 8:14:31 PM5/18/03
to
H. W. Hans Kuntze <han...@earthlink.net> wrote:

> Karla Baumann wrote:
>
> > Auf dass ihr der
> > Sojaextrakt-Eiersatz niemals ausgehe und die Plastikschlappen.
>
> Yo Guys.
>
> Beim Sojabrauen gehen doch auch die armen Bakterien zu Grunde.
>
> Und mit den Plastikschlappen geht es leider auch nicht.
>
> Die sind aus Erdoel und Polymers gemacht, ehemalige tote Viecher vor
> Millennien..
>
> Gummischlapfen (nur Naturtschuck aber) duerften gehen obwohl viele mit
> Schlapfen aus alten Reifen (Kieslatscher) rumlaufen, auch nicht mehr
> Vegankosher.

auch nicht ok, laufen generell nicht, denk an die armen ameisen und
kaefer...

nina