Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Kaliumchlorat/-perchlorat/-manganat

148 views
Skip to first unread message

Spargel

unread,
Apr 6, 1998, 3:00:00 AM4/6/98
to

Hallo,
wer kann mir den Sensibilitätsunterschied zwischen Kaliumchlorat und
Kaliumperchlorat erklären?
Ich meine: Welcher der beiden Stoffe ist z.B. in Verbindung mit Lactose
stabiler?

In wie weit kann man KNO3 durch Kaliummanganat ersetzen? Und weiß zufällig
jemand was in den Handelsüblichen Knallplätzchen för Kinderpistolen
enthalten ist? Die habe ich nähmlich bisher immer als Initialzünder
verwandt. (Natürlich nicht nur eine, sonderen ne ganze Menge davon)

Bedanke mich für alle Antworten... ;-)

F. Zimmerer

unread,
Apr 7, 1998, 3:00:00 AM4/7/98
to

Spargel wrote:
>
>
> Und weiß zufällig
> jemand was in den Handelsüblichen Knallplätzchen för Kinderpistolen
> enthalten ist? Die habe ich nähmlich bisher immer als Initialzünder
> verwandt. (Natürlich nicht nur eine, sonderen ne ganze Menge davon)

Wenn Du die "amorces" meinst: Da war zumindestens lange Zeit die
Armstrongsche Mischung mit einem Bindemittel wie Schellack oder Gummi
arabicum drin. Etwas sehr riskant für Initialzünder! Respekt!

Fritzchen

PS: Bei deiner ersten Frage soll sich jemand anders den Mund verbrennen!
Außerdem habe ich jetzt Urlaub.

Andreas Pflug

unread,
Apr 7, 1998, 3:00:00 AM4/7/98
to

spa...@www.funcity.de wrote:

s> wer kann mir den Sensibilitätsunterschied zwischen Kaliumchlorat und
s> Kaliumperchlorat erklären?

Nun, Kaliumchlorat zeretzt sich schon bei 330 Grad, Kaliumperchlorat
bei etwa 550 Grad. Das Perchlorat ist dennoch ein besserer Oxidator und
sollte Chlorat wo immer möglich ersetzen!

Ich vertrete übrigens (nicht als einziger) die Meinung, daß Natrium-
und Kaliumchlorat nix in der friedlichen pyrotechnik verloren haben,
mit Ausnahme von Rauchmischungen. Aber das ist für einen Newbie
absolut tabu!!!

Lass bitte die Finger von Chloraten, wenn Dir Deine Gesundheit lieb ist.
Sie reagieren empfindlich auf viele Stoffe. Ein Metalloxid in geringsten
Mengenverhältniss in der Mischung kann als Katalysator schon fatale Folgen
haben!!!

s> Ich meine: Welcher der beiden Stoffe ist z.B. in Verbindung mit Lactose
s> stabiler?

IMMER! Das Perchlorat. Verräts Du mir auch, wozu Du das wissen willst???

s> In wie weit kann man KNO3 durch Kaliummanganat ersetzen? Und weiß zufällig

Das Zeug heißt Kaliumpermanganat und man kann es NIEMALS ersetzen!
KMnO4 ist in organischem Gemischen absolut instabil. Ein Gemisch mit
Lactose ist empfindlicher als Nitroglyzerin!!!
Es zersetzt sich schon ab 250 Grad!!!

s> jemand was in den Handelsüblichen Knallplätzchen för Kinderpistolen
s> enthalten ist? Die habe ich nähmlich bisher immer als Initialzünder
s> verwandt. (Natürlich nicht nur eine, sonderen ne ganze Menge davon)

Kaliumchlorat+Phosphor tippe ich mal!
Oder aus Fulminate, wie in Knallerbsen...

s> Bedanke mich für alle Antworten... ;-)

Gern geschehen...aber anhand Deiner Fragen sehe ich, daß Du noch ne ganze
Menge Lernen solltest:-)))
Deshalb erschrecken mir vor allem die Chlorat und Perchlorat Fragen.
Und das Du hier was als Initialzünder nimmst, bringt mich doch
auf die böse Vermutung, Du würdest was ... na sagen wir mal "DUMMES"
bauen!

Semper fidelis!

--
Disclaimer: Der Umgang mit Explosivkörpern der Stufen T2, T3 und T4
ist natürlich nur Inhabern von Befähigungsscheinen nach
20 Sprengstoffgesetz erlaubt. Das Bauen eigener pyro-
technischer Sätze ist strikt verboten! Alles gesagte ist
rein theoretisch und in jedem besseren Chemie- und Physik-
buch, bzw. dem Internet, frei nachzulesen (gem. Artikel 5
1-3 Grundgesetz). Ich bin nicht haftbar für Schäden, die
andere Personen durch unsachgemäßen und unerlaubten Gebrauch
verursachen!

Anonymous

unread,
Apr 7, 1998, 3:00:00 AM4/7/98
to

Gott zum Grusse

Spargel schrieb:

> Hallo,
> wer kann mir den Sensibilitőtsunterschied zwischen Kaliumchlorat und
> Kaliumperchlorat erklőren?


> Ich meine: Welcher der beiden Stoffe ist z.B. in Verbindung mit Lactose

> stabiler?

Das ist schnell erklaert, Kaliumperchlorat ist stabiler und somit
sicherer als das Kaliumchlorat. Die Chlorate sind chemisch
weniger stabil und neigen in Gemischen zu langsamer Zersetzung.
Gefaehrlich wird es wenn Chlorate mit saeuerhaltigen Stoffen in
Kontakt kommen es entsteht dann z.B. Chlordioxid das explosiv
und selbstentzuendlich ist. Wenn man die freie Auswahl hat , sollte
man das Perchlorat verwenden. Das heisst nun nicht das man das
Kaliumchlorat nicht auch verwenden koennte , es springt einem
nicht vom Ansehen ins Gesicht, wenn man die bekannten
Sicherheitsmassnahmen beruecksichtigt kann man auch damit
viel Spass haben, wir hantieren seit Jahrzehnten damit ohne
Probleme.

> Und wei‹ zufőllig
> jemand was in den Handelsłblichen Knallplőtzchen f÷r Kinderpistolen
> enthalten ist? Die habe ich nőhmlich bisher immer als Initialzłnder

Soweit wir wissen handelt es sich dabei um ein Gemisch aus
Kaliumchlorat und rotem Phosphor, die beruehmt beruechtigte
Armstrongsche Mischung .
Stay green
Die im Schatten stehen


Eric Ensmann

unread,
Apr 8, 1998, 3:00:00 AM4/8/98
to

Hi an die Schatten erstmal...

>Soweit wir wissen handelt es sich dabei um ein Gemisch aus
>Kaliumchlorat und rotem Phosphor, die beruehmt beruechtigte
>Armstrongsche Mischung .
>Stay green
>Die im Schatten stehen


Um einmal auf die Kaliumchlr. - Phosphor Mischung zurückzukomen...
Ich habe in grauer Vorzeit mal diverse Häufchen (Größenordnung: 0,15 bis
0,35 cm^3) dieser Mischung im Klassenzimmer verteilt, in der Hoffung, daß
ein Lehrer seinen Fuß darauf setzt ;-) Was habt ihr denn für Mischmethoden
benutzt ?
Ich habe immer zuerst das Clrt. im Mörser gepulvert, dann in ein Reagenzglas
gefüllt, und es dann mit der gleichen Menge Phosphor *vorsichtig* durch
drehen vermischt.
Macht es einen großen Unterschied, es feucht zu mischen ?

Bis dann,
Ciao
Eric !

Günther Schreiber

unread,
Apr 8, 1998, 3:00:00 AM4/8/98
to

Andreas Pflug schrieb in Nachricht
<6rPp7...@flashman.tmb.IN-Berlin.de>...


>spa...@www.funcity.de wrote:
>Ich vertrete übrigens (nicht als einziger) die Meinung, daß Natrium-
>und Kaliumchlorat nix in der friedlichen pyrotechnik verloren haben,
>mit Ausnahme von Rauchmischungen. Aber das ist für einen Newbie
>absolut tabu!!!

>IMMER! Das Perchlorat. Verräts Du mir auch, wozu Du das wissen willst???


Ich habe eben keine Lust mich in die Luft zu sprengen, und informiere mich
deshalb BEVOR ich ein neues Rezept ausprobiere...

>Das Zeug heißt Kaliumpermanganat und man kann es NIEMALS ersetzen!


War ein Scheibfehler...

>s> jemand was in den Handelsüblichen Knallplätzchen för Kinderpistolen
>s> enthalten ist? Die habe ich nähmlich bisher immer als Initialzünder
>s> verwandt. (Natürlich nicht nur eine, sonderen ne ganze Menge davon)
>
>Kaliumchlorat+Phosphor tippe ich mal!
>Oder aus Fulminate, wie in Knallerbsen...
>
>s> Bedanke mich für alle Antworten... ;-)
>
>Gern geschehen...aber anhand Deiner Fragen sehe ich, daß Du noch ne ganze
>Menge Lernen solltest:-)))
>Deshalb erschrecken mir vor allem die Chlorat und Perchlorat Fragen.

>Und das Du hier was als Initialzünder nimmst, bringt mich doch
>auf die böse Vermutung, Du würdest was ... na sagen wir mal "DUMMES"
>bauen!

Als Initialzünder benutze ich die nur, weil ich meine Raketen schlecht mit
einem 13kV Funken starten kann ;-)

Und keine Angst wegen den Choraten; ich habe hier nur ein Rezept für ne
Rauchmischung (Kaliumperchlorat und Lactose) und wollte wissen, ob daß nicht
vielleicht doch ein bisschen riskant ist...

Andreas Pflug

unread,
Apr 8, 1998, 3:00:00 AM4/8/98
to

ens...@cww.de wrote:

EE> Ich habe immer zuerst das Clrt. im Mörser gepulvert, dann in ein
EE> Reagenzglas gefüllt, und es dann mit der gleichen Menge Phosphor
EE> *vorsichtig* durch drehen vermischt.
EE> Macht es einen großen Unterschied, es feucht zu mischen ?

Ich glaube mich zu erinnern, daß man Phosphor nicht unbedingt feucht
mischen sollte...oder verwechsle ich was?

Anonymous

unread,
Apr 8, 1998, 3:00:00 AM4/8/98
to

Gott zum Grusse

Eric Ensmann schrieb:

> Um einmal auf die Kaliumchlr. - Phosphor Mischung zurłckzukomen...
> Ich habe in grauer Vorzeit mal diverse Hőufchen (Gr÷‹enordnung: 0,15 bis
> 0,35 cm^3) dieser Mischung im Klassenzimmer verteilt, in der Hoffung, da‹
> ein Lehrer seinen Fu‹ darauf setzt ;-)

Na , da warst du ja ein schlimmer Finger in deinen
Jugendtagen. ;-) Nun wir haben als Kinder aehnliches
mit Stickstofftrijodit getan, war sehr lustig wenn jemand
darauf trat.

> Was habt ihr denn fłr Mischmethoden benutzt ?

Wir haben mit Armstrongs Mixtur nur einmal kurz experimentiert.
Da es schon im Tigel beim mischen mit einem Holzspatel
zum Entflammen kam haben wir dann die Finger davon
gelassen , wir muessten noch irgentwo 250 g roten Phosphor
rumstehen haben. Wenn wir mit Chloraten hantieren dann
pulvern wir sie zuerst in einer elektrischen Kaffeemuehle,
geht sehr gut , und dann fuellen wir das Chlorat und das
ueblicherweise von uns verwendete Aluminiumpulver in
eine Plastikdose und vermischen es durch schuetteln.

> Ich habe immer zuerst das Clrt. im M÷rser gepulvert, dann in ein Reagenzglas
> gefłllt, und es dann mit der gleichen Menge Phosphor *vorsichtig* durch
> drehen vermischt.
> Macht es einen gro‹en Unterschied, es feucht zu mischen ?

Man soll es feucht halbwegs sicher verarbeiten koennen
aber da haben wir keine Erfahrungen. Allgemein hantieren
wir mit empfindlichen Stoffen wie z.B. HMTD oder Acetonperoxid
nur in den Mengen die wir unbedingt zu Herstellung unserer
Zuendkapseln brauchen. Wir wollen keine groesseren Risiken
als unbedingt noetig eingehen.

F. Zimmerer

unread,
Apr 8, 1998, 3:00:00 AM4/8/98
to

Anonymous wrote:
>
>
> Man soll es feucht halbwegs sicher verarbeiten koennen
> aber da haben wir keine Erfahrungen. Allgemein hantieren
> wir mit empfindlichen Stoffen wie z.B. HMTD oder Acetonperoxid
> nur in den Mengen die wir unbedingt zu Herstellung unserer
> Zuendkapseln brauchen. Wir wollen keine groesseren Risiken
> als unbedingt noetig eingehen.

Die kleine Menge ist das entscheidende. Zur Vorführung genügen 2 cmm!
Wenn je einmal Amorces fällig waren , wurde erst ein Teil der Mischung
mit sehr feuchtem Gummi arabicum genmischt und dann das andere
zugearbeitet, wobei wir uns an getestete Vorschriften hielten. Deshalb
ist nie was passiert.

Ansonsten würde ich ein Vermischen nicht in einem geschlossenenm
Röhrchen vornehmen, eher auf einem Blatt Papier, welches mit Randfaltung
versehen ist. Durch Hin- und Herschütten der vorher sorgfältig
zerkleinerten Stoffe kann man das Mischen relativ gefahrlos vornehmen.
Plastik ist wegen statischer Aufladung weniger sinnvoll, Keramik und
Glas geben im Problemfall Splitter. Ein Augenschutz ist
selbstverständlich.

Gruß
Fritzchen


Andreas Pflug

unread,
Apr 8, 1998, 3:00:00 AM4/8/98
to

guenther....@okay.net wrote:

GS> Ich habe eben keine Lust mich in die Luft zu sprengen, und informiere mich
GS> deshalb BEVOR ich ein neues Rezept ausprobiere...

Das ist natürlich äußerst lobenswert. Wenn jeder erst fragen würde, bevor
er beginnt einige Lustig weiße Pulver zu mischen, dann gäbe es wieder ein
problem weniger.
:_)

GS> Als Initialzünder benutze ich die nur, weil ich meine Raketen schlecht mit
GS> einem 13kV Funken starten kann ;-)

Also dafür gibts doch Brückenzünder von Estes zu kaufen...
Und der 13 KV Funke aus einem Conrad Piezo Funkengeber ist eh für vieles
gut...nurnicht dafür...smile

GS> Und keine Angst wegen den Choraten; ich habe hier nur ein Rezept für ne
GS> Rauchmischung (Kaliumperchlorat und Lactose) und wollte wissen, ob daß
GS> nicht vielleicht doch ein bisschen riskant ist...

Da werden sie auch tatsächlich eingesetzt, weil der Rauchstoff nur
verdampfen soll und nicht verbrennen. Wenn man das richtige Verhätniss
zwischen Kaliumchlorat und LActose findet, kann auch nix passieren, die
Gleichung darf eben nur nicht ausbalanciert sein...

ich meine, es muss zuwenig Chlorat vorhanden sein, dann kann es keinerlei
Verpuffungen geben, sondern eben nur einen Rauchkörper.

Aber es ist so gesehen dennoch gefährlich...

Eric Ensmann

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Hmmm, ich weiß nicht genau, aber Phosphor und Wasser sollte kein Problem
sein, oder ? Allerdings, kann ich auch nicht sagen, wie es mit weißem
Phosphor aussieht. Wie wird das nocheinmal aufbewahrt ? Unter Petroleum oder
so ??
Man sollte vielleicht nicht unbedingt Na oder K mit Wasser mischen... :-)

Nunja, wie gesagt, ich weiß nicht genau...

Ciao

Eric Ensmann

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

>> Um einmal auf die Kaliumchlr. - Phosphor Mischung zur³ckzukomen...
>> Ich habe in grauer Vorzeit mal diverse Hõufchen (Gr÷‹enordnung: 0,15 bis

>> 0,35 cm^3) dieser Mischung im Klassenzimmer verteilt, in der Hoffung, da‹
>> ein Lehrer seinen Fu‹ darauf setzt ;-)
>Na , da warst du ja ein schlimmer Finger in deinen
>Jugendtagen. ;-) Nun wir haben als Kinder aehnliches
>mit Stickstofftrijodit getan, war sehr lustig wenn jemand
>darauf trat.

Tja, ein schlimmer Finger war wohl jeder schoneinmal, oder ? ;-)
Aber mit dem Jod-Stickstoff hab ich bis jetzt noch nichts erreicht, habs mal
nach einer relativ ausführlichen Anleitung versucht herzustellen, aber
irgendetwas ist da wohl schiefgelaufen. Es liess sich nicht einmal
entzünde...

>> Was habt ihr denn f³r Mischmethoden benutzt ?


>Wir haben mit Armstrongs Mixtur nur einmal kurz experimentiert.
>Da es schon im Tigel beim mischen mit einem Holzspatel
>zum Entflammen kam haben wir dann die Finger davon
>gelassen , wir muessten noch irgentwo 250 g roten Phosphor
>rumstehen haben. Wenn wir mit Chloraten hantieren dann
>pulvern wir sie zuerst in einer elektrischen Kaffeemuehle,
>geht sehr gut , und dann fuellen wir das Chlorat und das
>ueblicherweise von uns verwendete Aluminiumpulver in
>eine Plastikdose und vermischen es durch schuetteln.

Hmm, wieso heißt das eigentlich Armstrongs Mixtur ? Hat der sich damit zum
Mond geschossen ? :-)) Und, ähm, Chlorat und Alu-Pulver schütteln ?? Ist
das nicht etwas, nunja, riskant ??

>> Ich habe immer zuerst das Clrt. im M÷rser gepulvert, dann in ein
Reagenzglas

>> gef³llt, und es dann mit der gleichen Menge Phosphor *vorsichtig* durch
>> drehen vermischt.
>> Macht es einen gro‹en Unterschied, es feucht zu mischen ?


>Man soll es feucht halbwegs sicher verarbeiten koennen
>aber da haben wir keine Erfahrungen. Allgemein hantieren
>wir mit empfindlichen Stoffen wie z.B. HMTD oder Acetonperoxid
>nur in den Mengen die wir unbedingt zu Herstellung unserer
>Zuendkapseln brauchen. Wir wollen keine groesseren Risiken
>als unbedingt noetig eingehen.

Also das Acetonperoxid (nehmt ihr trimeres ??) hab ich auch schon ins Herz
geschlossen.. Allerdings hab ich das Problem, das ich bei der Herstellung zu
große 'Klümpchen' bekomme und ich eher Abstand davon nehme, es im Mörser zu
zerkleinern ;-) Wie bekommt ihr es denn einigermassen pulverisiert ?
(Noch eine Frage: Wer seid eigentlich IHR ??)

Das wars, ciao
Eric

PS.: Was ist los mit X-Ray ???

F. Zimmerer

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Eric Ensmann wrote:


> Hmmm, ich weiß nicht genau, aber Phosphor und Wasser sollte kein Problem
> sein, oder ? Allerdings, kann ich auch nicht sagen, wie es mit weißem
> Phosphor aussieht. Wie wird das nocheinmal aufbewahrt ? Unter Petroleum oder
> so ??

>Man sollte vielleicht nicht unbedingt Na oder K mit Wasser mischen... :-)


Das ist nicht gefährlich, sondern schlimmer. Gefährlich ist, wenn man
weiß, daß vielleicht was pasieren könnte. Wenn man aber weiß, daß aus
logischen Gründen was mit Sicherheit passiert ... Die Schulexperimente
mit diese Stoffen, zu denen auch Lithium gehört, werden unter besonderen
Vosichtsmaßnahmen durchgeführt und sollen nur die rasche Reaktion dieser
Stoffe mit Wasser darstellen, wobei eben manche Wasserstoff entwickeln,
daß durch Selbstentzündung ordentlich knallt.

Roten Phosphor hebt man sehr trocken auf; Stahlblechgefäße rosten, wenn
er Wasser anzieht. Weißer Phosphor entzündet sich an der Luft von
selbst, ist außerdem giftig und verursacht häßliche Brandwunden, die
operativ zunächst gereinigt werden müssen. Man kann das Zeug ja nicht
einfach zum Doktor bringen, eben wegen der Selbstentzündlichkeit. Und
die lethale Dosis von etwas über 1 Gramm kann auch durch Wunden
aufgenommen werden.

Weißer Phospor muß unter Wasser aufbewahrt werden, dann passiert nichts
(sofern das Wasser nicht austrocknet. Eine Aufbewahrung unter Öl ist
möglich (siehe Karl Mays Phosphorlämpchen, alter Zaubertrick aus den
Zeiten der "Magischen Chemie"), allerdings weniger sinnvoll, da man den
Stoff vor Gebrauch des Phosphors schlecht mehr wegbekommt. Wer will
schon Phospor intensiv waschen! Das Aufbewahrungswasser wird übrigens
auch giftig.

Weißer Phosphor kommt derzeit in der Pyrotechnik wegen seiner
Selbstentzündung nicht vor. Ganz früher war er einmal in bestimmten
Streichhölzern eingesetzt, wurde aber schnell in allen Ländern verboten.
Später haben die Bauern damit Phosphoreier präpariert, als Giftmittel
für Marder u.ä.

Fritzchen


Christian Praetorius

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

> >Ich glaube mich zu erinnern, daß man Phosphor nicht unbedingt feucht
> >mischen sollte...oder verwechsle ich was?

Also wenn du weissen Phosphor meinst (sehr giftig, T+), der wird unter
Wasser aufbewahrt, da er sich sonst an der Luft selbstentzuendet. Bei
rotem Phosphor gibt es dieses Problem meines Erachtens nicht...koennte ich
aber gerne mal nachschauen.

> Phosphor aussieht. Wie wird das nocheinmal aufbewahrt ? Unter Petroleum oder

Unter Petroleum werde nur Na, K und Lithium aufbewahrt, da diese mit
Wasser aeussert heftig reagieren. Kontakt mit Wasser sollte man sich hier
verkneifen, da dieser zur Selbstentzuendung fuehren wird...

> Man sollte vielleicht nicht unbedingt Na oder K mit Wasser mischen... :-)

s.o.

Machts gut

Christian

--
"Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende
beides verlieren" (Benjamin Franklin)


X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Anonymous <nob...@REPLAY.COM> schrieb im Beitrag
<1998040820...@basement.replay.com>...

> > Was habt ihr denn f³r Mischmethoden benutzt ?
> Wir haben mit Armstrongs Mixtur nur einmal kurz experimentiert.
> Da es schon im Tigel beim mischen mit einem Holzspatel
> zum Entflammen kam haben wir dann die Finger davon
> gelassen

Klar doch! Die Amerikaner benutzen solche Mixturen für ihre Streichhölzer,
die schon angehen, wenn man sie leicht auf rauher Pappe streift! In
Deutschland werden Schwefel, Kaliumchlorat und Glaspulver als Haupt-
zutaten verwendet.

> , wir muessten noch irgentwo 250 g roten Phosphor
> rumstehen haben. Wenn wir mit Chloraten hantieren dann
> pulvern wir sie zuerst in einer elektrischen Kaffeemuehle,
> geht sehr gut , und dann fuellen wir das Chlorat und das
> ueblicherweise von uns verwendete Aluminiumpulver in
> eine Plastikdose und vermischen es durch schuetteln.

So lebensmüde kann doch kein Mensch sein!!?!?!?
Man kann doch nicht harte Materialien wie Alu dazu mischen - und dann
noch in größeren Mengen! Man sollte ( wenn überhaupt ) nie mehr als 1ccm
davon anrühen - und das reicht schon für ein paar Finger weniger!!! Und das
Schütteln erzeugt statische Aufladung und....

Als sichere Alternative gibts Acetonperoxid mit Alu - aber das ist W-A-H-N-S-I-N-N !!!!
Und wenn ICH das schon sage, hat das seine Aussagekraft !!! Also lasst solche Sachen
lieber, es ist nur in Micropyotechnik ( Knallsterne ) zu verwenden!

--
<--- X-Ray

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Eric Ensmann <ens...@cww.de> schrieb im Beitrag <352bf...@news2.cityweb.de>...

> >EE> Ich habe immer zuerst das Clrt. im Mörser gepulvert, dann in ein
> >EE> Reagenzglas gefüllt, und es dann mit der gleichen Menge Phosphor
> >EE> *vorsichtig* durch drehen vermischt.
> >EE> Macht es einen großen Unterschied, es feucht zu mischen ?

>
>
> >Ich glaube mich zu erinnern, daß man Phosphor nicht unbedingt feucht
> >mischen sollte...oder verwechsle ich was?
> Hmmm, ich weiß nicht genau, aber Phosphor und Wasser sollte kein Problem
> sein, oder ?

Also da ist mir auch nichts bekannt. Sicher kristalisiert das Chlorat und macht es
somit empfindlicher?!

> Allerdings, kann ich auch nicht sagen, wie es mit weißem Phosphor aussieht.
> Wie wird das nocheinmal aufbewahrt ? Unter Petroleum oder so ??

Vergisst mal den weißen Phosphor - er ist arsch gifig!! Nach einer geringen Ver-
giftung merkt man davon garnichts und 2 Wochen danach ist man tot !!!

Nur roter oder schwarzer solte verwendet werden!! Schießpulver mit Phosphor
anstatt Schwefel wäre sicher einiges schneller :-) !!!

> Man sollte vielleicht nicht unbedingt Na oder K mit Wasser mischen... :-)

Man sollte überhaupt nich Na oder K mischen! - wie waren denn die Er-
gebnisse?


--
<--- X-Ray

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

F. Zimmerer <F.Zim...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6ghsbh$794$1...@news00.btx.dtag.de>...


> Weißer Phosphor entzündet sich an der Luft von selbst

Ich würde eher sagen es oxidiert ( wie Eisen das rostet ) deshalb leuchtet
es auch im Dunkelm. Befor man wusste wie giftig P ist, hat man damit Streich-
hölzer hergestellt - und wenn die sich an der selbst entzünden würden...

> Weißer Phosphor kommt derzeit in der Pyrotechnik wegen seiner
> Selbstentzündung nicht vor.

Nein! Es wurde verboten, weil die Arbeiter in den Streichholzfabriken wie
die Fliegen an Phosphorvergiftungen gestorben sind!

> Ganz früher war er einmal in bestimmten
> Streichhölzern eingesetzt, wurde aber schnell in allen Ländern verboten.
> Später haben die Bauern damit Phosphoreier präpariert, als Giftmittel
> für Marder u.ä.

Wird heute sogar noch z.T. als Rattengift verwendet.


--
<--- X-Ray

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Eric Ensmann <ens...@cww.de> schrieb im Beitrag <352bf...@news2.cityweb.de>...

> Also das Acetonperoxid (nehmt ihr trimeres ??) hab ich auch schon ins Herz


> geschlossen.. Allerdings hab ich das Problem, das ich bei der Herstellung zu
> große 'Klümpchen' bekomme und ich eher Abstand davon nehme, es im Mörser zu
> zerkleinern ;-) Wie bekommt ihr es denn einigermassen pulverisiert ?
> (Noch eine Frage: Wer seid eigentlich IHR ??)

Also ich mache es so:
Ich filtere erst einmal das Ganze ( 40ml ) durch einen Kaffefilter und kippe dann
noch zum Rausspülen der Säure 150ml Wasser in 3 Schritten dazu. Dann drücke
ich ( sanft !!! ) mit meinen Fingern den Filter etwas aus. Anschließend neme ich
2 Taschentücher und lege den Teil des Filters, in dem das AP ist, dazwischen und
drücke etwas stärker mit meinen zeige-Fingern das Wasser in die Taschentücher.
Das ganze wiederhole ich 3mal. Danach ist das AP ein feuchtes Pulver, was nicht
mehr so klebt. Nun lege ich es auf ein DIN A4 Blatt Papier und zerbrösele es mit einem
Geodreieck. Das wird nun auf die Heizung gelegt und zwischendurch vorsichtig
mit den Geodreieck gelockert.
Am Ende hat man ein sehr feines Pulver.

> PS.: Was ist los mit X-Ray ???

War verreist - hatte aber schon am 7.4. gepostet !


--
<--- X-Ray

Timm Reinwardt

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

>Also das Acetonperoxid (nehmt ihr trimeres ??) hab ich auch schon ins Herz
>geschlossen.. Allerdings hab ich das Problem, das ich bei der Herstellung
zu
>große 'Klümpchen' bekomme und ich eher Abstand davon nehme, es im Mörser zu
>zerkleinern ;-) Wie bekommt ihr es denn einigermassen pulverisiert ?
>(Noch eine Frage: Wer seid eigentlich IHR ??)
>

Wer mit Azetonperoxid arbeitet ist selber schuld. Das kann sich schon durch
Körperwäre entzüden. Abgesehen davon ist das jawohl instabiler als HMTD, was
ich bevorzuge.

By(e) Timm!

Timm Reinwardt

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

>Na , da warst du ja ein schlimmer Finger in deinen
>Jugendtagen. ;-) Nun wir haben als Kinder aehnliches
>mit Stickstofftrijodit getan, war sehr lustig wenn jemand
>darauf trat.


Gibt aber häßliche Flecken. Außerdem verteilen sich bei der Herstellung
superkleine Kristalle im Umkreis von 3 Metern von einem. Wenn man nach ein
paar Minuten dann irgendwo hingehen will mit dem Zeug in der HAnd und dann
auf so ein kleines Ding tritt kann man sich schon erschrecken.

By(e) Timm!

F. Zimmerer

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

X-Ray wrote:
>
> F. Zimmerer <F.Zim...@t-online.de> schrieb im Beitrag
> <6ghsbh$794$1...@news00.btx.dtag.de>...
>
> > Weißer Phosphor entzündet sich an der Luft von selbst
>
> Ich würde eher sagen es oxidiert ( wie Eisen das rostet ) deshalb leuchtet
> es auch im Dunkelm. Befor man wusste wie giftig P ist, hat man damit Streich-
> hölzer hergestellt - und wenn die sich an der selbst entzünden würden...
>
Leg ihn an die Luft. Er entzündet sich! (Keine Theorie - Praxis!)

Fritzchen

F. Zimmerer

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

F. Zimmerer wrote:

> Leg ihn an die Luft. Er entzündet sich! (Keine Theorie - Praxis!)
>

Zusatzangabe: Am besten geht es in feiner Verteilung. Nimm etwas weißen
Phosphor, löse ihn in weniog Schwefelkohlenstoff auf, tunke ein Blatt
Papier hinein und laß den Schwefelkohlenstoff auf einer Untertasse
verdunsten.

Heißa, es brennt!
Durch die schneller verlaufende Oxidation wurde die Zündtemperatur von
ca. 60 Grad auch schnell erreicht.

Richtig, bei größeren Stücken muß die Temperatur, z.B. durch Oxidation,
auf 60 Grad steigen. Ein boshafter Mensch würde empfehlen: Reib das Zeug
zwischen den Fingern!

Apropos: Tu´s nicht!

Beim früher gern gezeigten Schreiben mit Phosphor an der Tafel nahm man
die Phosphorstange in feuchtem (!) Papier und schrieb an vorher
angefeucheter Tafel. Dann verließ man sich darauf, daß die Tafel die
Wärme schneller abführte, als sie durch Anfangsoxidation erzeugt wurde.
Heute ist der Trick in der Schule nicht mehr zulässig. Vielleicht weiß
es Dein armer, alter, geplagter Lehrer noch. Und wenn Du schön bitte,
bitte machst ...


Fritzchen!

pyro-...@usa.net

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Wenn man solche haarstraeubenden Artikel wie in dieser Gruppe liest,
wundert man sich ueber nichts mehr !

> >EE> Ich habe immer zuerst das Clrt. im Mörser gepulvert, dann in ein
> >EE> Reagenzglas gefüllt, und es dann mit der gleichen Menge Phosphor
> >EE> *vorsichtig* durch drehen vermischt.
> >EE> Macht es einen großen Unterschied, es feucht zu mischen ?
>
>
> >Ich glaube mich zu erinnern, daß man Phosphor nicht unbedingt feucht
> >mischen sollte...oder verwechsle ich was?
> Hmmm, ich weiß nicht genau, aber Phosphor und Wasser sollte kein Problem
> sein, oder ?

>Also da ist mir auch nichts bekannt. Sicher kristalisiert das Chlorat und
>macht es somit empfindlicher?!


Derartige Mischungen fuer Knallplaettchen duerfen lt. Fachliteratur (die man
vorher konsultieren sollte (!) und Unfallverhuetungsvorschriften !!!) nur
feucht gemischt werden. Die benoetigte Wassermenge zum Anfeuchten des
Oxidators ist uebrigens sehr gross (>0,5 g Wasser/ 1 g Mischung) !

Von derartigen Versuchen sollte man besser die Finger lassen.

-----== Posted via Deja News, The Leader in Internet Discussion ==-----
http://www.dejanews.com/ Now offering spam-free web-based newsreading

Anonymous

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Gott zum Grusse

Freund X-Ray schrieb:

> So lebensmłde kann doch kein Mensch sein!!?!?!?


> Man kann doch nicht harte Materialien wie Alu dazu mischen - und dann

> noch in gr÷‹eren Mengen! Man sollte ( wenn łberhaupt ) nie mehr als 1ccm
> davon anrłhen - und das reicht schon fłr ein paar Finger weniger!!! Und das
> Schłtteln erzeugt statische Aufladung und....

Man kann durchaus , Chloratgemische sind kein Nitoglyzerin
zumindest solche mit phlegmatisiertem Alupulver nicht und
Alupulver ist auch nicht in dem Sinne hart, hart sind z.B. Glas
und Keramik. Das sieht man schoen wenn man mit AP oder
HMTD experimentiert . Auf einer Metallunterlage sind diese
Stoffe durch Schlag nur schwer zu zuenden aber zwische zwei
Keramikoberflaechen sieht das schon ganz anders aus.
Die statische Aufladung ist in der Tat ein Problem, wenn wir mit
empfindlichen Stoffen umgehen, gehen wir so vor das wir z.B.
durch verspruehen von Wasser fuer moglichst hohe
Luftfeuchtigkeit sorgen, und zum mischen verwenden wir ein
Gefaess aus einem antistatischen Plastikmaterial wie es z.B. zum
verschicken elektronischer Bauelemente verwendet wird.
Wir haben nun schon im laufe der Jahre etliche Kilo Chlorate
abgearbeitet , fuer einen Silvesterabend geht schon mal ein
halbes Kilo drauf und bis jetzt gab es noch nie irgentwelche
Probleme. Und wir haben als Kinder wirklich wilde Gemische
hergestellt, vor denen es uns heute graust, sie werden daher
auch nicht naeher beschrieben . :-)

Anonymous

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Gott zum Grusse

Eric Ensmann schrieb:

> Und, őhm, Chlorat und Alu-Pulver schłtteln ?? Ist


> das nicht etwas, nunja, riskant ??

Noe , so wahnsinnig empfindlich ist es nicht. Acetonperoxid
ist sicherlich riskanter. Das von uns fuer die Chloratgemische
verwendete Alupulver ist ohnehin die phlegmatisierte Variante,
Alubronze oder so. Damit laesst sich kaum ein brauchbares
Flashgemisch herstellen, fuer die initial gezuendeten Atomschlaege
ist das aber egal.

> Also das Acetonperoxid (nehmt ihr trimeres ??) hab ich auch schon ins Herz
> geschlossen.. Allerdings hab ich das Problem, das ich bei der Herstellung zu

> gro‹e 'Klłmpchen' bekomme und ich eher Abstand davon nehme, es im M÷rser zu
> zerkleinern ;-)

Was den Autor dieser Zeilen angeht so ist er kein Freund
von Acetonperoxid und verwendet aus Sicherheitsgruenden
lieber HMTD. Andere von uns sind da weniger zimperlich
und es soll schon vorgekommen sein das die Zuendladung
fuer einen Chloratsatz aus 50g Acetonperoxid bestand.

> Noch eine Frage: Wer seid eigentlich IHR ??

Das muss leider ein Geheimniss bleiben, die Paranoia
verstehst du. ;-)

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

F. Zimmerer <F.Zim...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6giuj8$jmi$1...@news01.btx.dtag.de>...

> X-Ray wrote:
> > Ich würde eher sagen es oxidiert ( wie Eisen das rostet ) deshalb leuchtet
> > es auch im Dunkelm. Befor man wusste wie giftig P ist, hat man damit Streich-
> > hölzer hergestellt - und wenn die sich an der selbst entzünden würden...
> >
> Leg ihn an die Luft. Er entzündet sich! (Keine Theorie - Praxis!)

Aber als kalte Verbrennung! Wie könnten denn sonst Streichhölzer mit
weißem Phosphor hergestellt werden!??!

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Timm Reinwardt <timm.re...@metronet.de> schrieb im Beitrag
<6giki7$9u7$6...@news.metronet.de>...

> >Na , da warst du ja ein schlimmer Finger in deinen
> >Jugendtagen. ;-) Nun wir haben als Kinder aehnliches
> >mit Stickstofftrijodit getan, war sehr lustig wenn jemand
> >darauf trat.

Wars mit Ammoniak-Lösung oder mit Ammoniumhydroxid hergestellt ? Wenn
man es mit Ammoniumhydroxid herstellt sollte schon ein Pfeifen genügen...

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Timm Reinwardt <timm.re...@metronet.de> schrieb im Beitrag
<6giki8$9u7$7...@news.metronet.de>...

> >Also das Acetonperoxid (nehmt ihr trimeres ??) hab ich auch schon ins Herz
> >geschlossen.. Allerdings hab ich das Problem, das ich bei der Herstellung
> zu
> >große 'Klümpchen' bekomme und ich eher Abstand davon nehme, es im Mörser zu
> >zerkleinern ;-) Wie bekommt ihr es denn einigermassen pulverisiert ?
> >(Noch eine Frage: Wer seid eigentlich IHR ??)
> >
>
> Wer mit Azetonperoxid arbeitet ist selber schuld. Das kann sich schon durch
> Körperwäre entzüden. Abgesehen davon ist das jawohl instabiler als HMTD, was
> ich bevorzuge.

HMTD hat auch mehr Sprengkraft und ist 4 mal so sicher. Die Scheisse ist bloß
das bei mir immer 24 Stunden nach dem Trocknen nur ein Puff zu entlocken ist.
Ich würde gerne wissen woran es liegt, dann könnte ich auf HMTD umsteigen! :-)

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

F. Zimmerer <F.Zim...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6gj1b7$lv1$1...@news02.btx.dtag.de>...

> F. Zimmerer wrote:
>
> > Leg ihn an die Luft. Er entzündet sich! (Keine Theorie - Praxis!)
> >
> Zusatzangabe: Am besten geht es in feiner Verteilung. Nimm etwas weißen
> Phosphor, löse ihn in weniog Schwefelkohlenstoff auf, tunke ein Blatt
> Papier hinein und laß den Schwefelkohlenstoff auf einer Untertasse
> verdunsten.
>
> Heißa, es brennt!
> Durch die schneller verlaufende Oxidation wurde die Zündtemperatur von
> ca. 60 Grad auch schnell erreicht.
>
> Richtig, bei größeren Stücken muß die Temperatur, z.B. durch Oxidation,
> auf 60 Grad steigen. Ein boshafter Mensch würde empfehlen: Reib das Zeug
> zwischen den Fingern!
>
> Apropos: Tu´s nicht!

Ha! Da ham wir es! Sowas nenne ich "unter nicht normalen Zuständen".
Also doch keine Selbstenzündung unter normalen Zuständen?

> Heute ist der Trick in der Schule nicht mehr zulässig. Vielleicht weiß
> es Dein armer, alter, geplagter Lehrer noch. Und wenn Du schön bitte,
> bitte machst ...

Der ist nicht so alt und außerdem hat der kein Mum in den Knochen! :-(

--------------------------------------------------------------------
Alles oben genannte ist nur Theorie. Ich habe und werde nie il-
legal Sprengstoffe herstellen, Zünden und besitzen oder ähnliches,
und ich kann für keinerlei Schäden zur Verantwortung gezogen wer-
den!
Ausserdem berufe ich mich auf die Meinungsfreiheit, die in Deutsch-
land gilt:

Artikel 5 des Grundgesetzes

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort,Schrift und Bild
frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemeinen zu-
gänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefrei-
heit und die Freiheit der Berichtserstattung durch Rundfunk und
Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der all-
gemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der
Jugend und in dem Recht der persöhnlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Frei-
heit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
P.S.
Wir betreiben hier doch Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre!

--------------------------------------------------------------------

X-Ray

unread,
Apr 9, 1998, 3:00:00 AM4/9/98
to

Anonymous <nob...@REPLAY.COM> schrieb im Beitrag
<1998040919...@basement.replay.com>...

> Noe , so wahnsinnig empfindlich ist es nicht. Acetonperoxid
> ist sicherlich riskanter.

Also Chlorat/Phosphor ist empfindlicher als Acetonperoxid!

> Andere von uns sind da weniger zimperlich
> und es soll schon vorgekommen sein das die Zuendladung
> fuer einen Chloratsatz aus 50g Acetonperoxid bestand.

Ich hab' gehört, dass NaClO3 alleine durch eine 4g HMTD Spreng-
kapsel zu detonation zu bringen ist - wisst ihr da mehr?

P.S. man kann aus Kupfersalzen und NaClO3 --> Kupferchlorat
herstellen, was ein guter Initialsprenstoff ist, so Schlagempfind-
lich wie Bleiazid:

TACC/Tetrammine copper II chlorate

is similiar in sensitivty to lead azide and will burn with a green flame when unconfined,
it decompoes in contact with water and is eaisly dead pressed in a cap.

Prep: To 15g/2.5g sodium chlorate add 360mL/10 teaspoons water free methanol or ethanol
and 24g/4g of copper sulfate and place in a boiling water bath for 30 minutes stirring
ocasionally and add more alcohol every ten minutes as it evaporates, the colour should
change from blue to light green, let cool and filter out impurities and buble ammonia gas
throught the solution for 20 minutes in one of 2 ways: 1)Add 250g sodium hydroxide to
500g AN + 5mL of water or 2) take 1500mL ammonia water and heat it. Attach a lide with a
hose extending from it that goes into the solution, the solution should turn dark blue.
Let 1/2 the alcohol evaporate and filter and wash with 50mL of very cold methanol, let
dry for 18-24 hours.

Dieses Rezept ist das Einzige was ich darüber hab. Es ist aus einem lausigen Kochbuch -
also
vorsichtig sein!!! Und erst einmal abwarten ob es Einsprüche gibt!!

Anonymous

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

Gott zum Grusse

Freund X-Ray schrieb:

>> Noe , so wahnsinnig empfindlich ist es nicht. Acetonperoxid
>> ist sicherlich riskanter.

> Also Chlorat/Phosphor ist empfindlicher als Acetonperoxid!

Sicherlich, sehen wir auch so.

>> Andere von uns sind da weniger zimperlich
>> und es soll schon vorgekommen sein das die Zuendladung
>> fuer einen Chloratsatz aus 50g Acetonperoxid bestand.

> Ich hab' geh÷rt, dass NaClO3 alleine durch eine 4g HMTD Spreng-


> kapsel zu detonation zu bringen ist - wisst ihr da mehr?

Reines Chlorat soll sich detonieren lassen, es sind ja auch
schon schwere Explosionen damit vorgekommen. Wir haben
noch nicht versucht es rein zu zuenden, aber als wir damals
mit Cheddite experimentierten ist es mehrmals vorgekommen
das die Zuendkapsel das unverdaemmte Cheddite nur zersprengt
hat und die Broeckchen durch die Gegend flogen anstatt es zu
detonieren. Sicher ist reines Chlorat noch schwieriger zu zuenden.

> P.S. man kann aus Kupfersalzen und NaClO3 --> Kupferchlorat
> herstellen, was ein guter Initialsprenstoff ist, so Schlagempfind-
> lich wie Bleiazid:
>TACC/Tetrammine copper II chlorate

Hatten wir auch schon mal im Auge, da aber HMTD einfacher
herzustellen ist aber wir uns noch nicht damit beschaeftigt.

Marcus

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to


>HMTD hat auch mehr Sprengkraft und ist 4 mal so sicher. Die Scheisse ist
bloß
>das bei mir immer 24 Stunden nach dem Trocknen nur ein Puff zu entlocken
ist.
>Ich würde gerne wissen woran es liegt, dann könnte ich auf HMTD umsteigen!
:-)

Zünde es mal SO:

Ein Tip für das sicher Zünden:
man nehme eine PKW- Birne (alle außer Abblend /-Fernlicht) und halte die
Spitze des Glaskolbens in die Flamme eines Bunsenbrenners oder einer
Lötlampe- aber nur die Spitze oder ein kleiner Bereich an der Seite der
Glases!
Zuerst sinkt das Glas ein wenig ein, um dann als hauchdünne Wölbung wieder
rauszukommen. Nun mit einem dünnen Schraubenzieher oder Nagel schnell das
noch rotglühende Glas EIN WENIG beiseite schieben und die so entstandene
Öffnung erkalten lassen (dauert nur Sekunden, die Fassung ist noch länger
heiss- vorsicht!).
Nach dem Erkalten lötet man an den Mittelpol der Fassung ein Kabelstück und
an die angerauhte Fassung ein Zweites.
Jetzt will der Birnenhohlraum noch gefüllt werden. Dabei sollte man
tunlichst darauf achten, den Glühfaden nicht zu beschädigen- ist das aber
schon geschehen, kann man die Arbeit noch retten, indem man einzelne
Kupferfäden aus Hochleistungsaudiokabeln (sind extradünn) mit einer Schere
abschneidet und mit einfüllt- sie müssen natürlich auch lang genug sein,
damit sie die Glühfadenhalter überbrücken können.
Nun noch, wie gesagt, füllen und eine Wicklung Tesa bewahrt den Inhalt vor
ungewollten Ausflügen.
Die Einsatzmöglichkeiten dieses Fast-Umsonst-Zünders sind SEHR vielfältig-
es lassen sich praktisch alle hier diskutierten Themengebiete abdecken.
Einem Kollegen haben wir damit das Rücklicht "entfernt", indem wir an seinem
LKW einfach die Rückfahrbirne (Inhalt: 0,5g ) ausgetauscht hatten- DAS gab
ein Gejohle, als
er morgens ausparken wollte:)))))))

Viel Spaß
Tschau
Marcus
marcus....@metronet.de

Timm Reinwardt

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

>HMTD hat auch mehr Sprengkraft und ist 4 mal so sicher. Die Scheisse ist
bloß
>das bei mir immer 24 Stunden nach dem Trocknen nur ein Puff zu entlocken
ist.
>Ich würde gerne wissen woran es liegt, dann könnte ich auf HMTD umsteigen!
:-)

Ich weiß ja das man es nicht machen soll, aber ich lagere jetzt schon
mehrere Monate etwas HMTD an der Luft, und es knallt immernoch.Vielleicht
ist eine deiner Chemikalien nicht mehr "gut"- abgelaufen oder so. Die
richtige Anleitung von Fritz hast du ja, oder?

By(e) Timm!

Timm Reinwardt

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

>Wars mit Ammoniak-Lösung oder mit Ammoniumhydroxid hergestellt ? Wenn
>man es mit Ammoniumhydroxid herstellt sollte schon ein Pfeifen genügen...

Das ist auch bei Ammoniak. Noch heikler wirds, wenn man mit Haushalts
Ammoniak arbeitet. Viele VErunreinigungen etc... Die gehen schon beim
trocknen im einem kalten dunkelnen Raum hoch.

By(e) Timm!

X-Ray

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

Timm Reinwardt <timm.re...@metronet.de> schrieb im Beitrag
<6gktur$t6b$2...@news.metronet.de>...

> >HMTD hat auch mehr Sprengkraft und ist 4 mal so sicher. Die Scheisse ist
> bloß
> >das bei mir immer 24 Stunden nach dem Trocknen nur ein Puff zu entlocken
> ist.
> >Ich würde gerne wissen woran es liegt, dann könnte ich auf HMTD umsteigen!
> :-)
>
> Ich weiß ja das man es nicht machen soll, aber ich lagere jetzt schon
> mehrere Monate etwas HMTD an der Luft, und es knallt immernoch.Vielleicht
> ist eine deiner Chemikalien nicht mehr "gut"- abgelaufen oder so.

Ne - die Chemikalien sind noch gut.

> Die richtige Anleitung von Fritz hast du ja, oder?

Ich habe eine Menge davon, nur die von Fritz nicht ( aber die von Anonymus ).
Ich habs jedenfalls immer nach der von Anonymus hergestellt.

F. Zimmerer

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

X-Ray wrote:

>
> P.S. man kann aus Kupfersalzen und NaClO3 --> Kupferchlorat
> herstellen, was ein guter Initialsprenstoff ist, so Schlagempfind-
> lich wie Bleiazid:
>
> TACC/Tetrammine copper II chlorate
>

D.R.P. Nr. 148203 vom 1.9.1901 der Rheinischen Dynamitfabrik in Köln
(unter Hinweis auf Patent 119803).

Kurze Diskussion vorher in rec.pyrotechnics.

Wurde gewerbsmäßig nie verwendet, scheint also Probleme zu haben.

Merke: Warum in die Ferne schweifen; Sieh, die Gute liegt so nah!

Zusatz zur Phosphordiskussion:

Wenn Du einen normal warmen Raum hast und mit einer gewissen
Selbstoxidation + dadurch Temperatursteigerung rechnen mußt, kannst Du
wirklich von Selbstentzündung ab 60 Grad reden. Oder willst Du Haare
spalten? Die Vorschrift für weißen Phosphor ist die Bedeckung mit
ausreichend Wasser!

Bei einem Bombenangriff auf Hamburg verspritzen die .... auch weißen
Phospor. Die Betroffenen konnten nur in die Elbe gehen. Sobald sie
rauskamen, entzündeten sich die Wunden wieder von selbst (wegen
Körpertemperatur). Es wird stets widersprochen, darum tue ich es hier
auch, daß diese Personen in der folgenden Nacht von SS-Leuten im Wasser
erschossen wurden, weil Ihnen damals niemand mehr helfen konnte.
Zeitzeugen berichteten, daß diese Leute zumindest teilweise dankber
dafür waren.

Gruß
Fritzchen


Gregor Mauer

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to X-Ray

X-Ray schrieb:


> Wars mit Ammoniak-Lösung oder mit Ammoniumhydroxid hergestellt ? Wenn
> man es mit Ammoniumhydroxid herstellt sollte schon ein Pfeifen >genügen...

Ähem

Ammoniaklösung ist Ammoniumhydroxid

Gruß Gregor

X-Ray

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

Gregor Mauer <G.M...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6gl4la$32g$1...@news01.btx.dtag.de>...

> Ähem
>
> Ammoniaklösung ist Ammoniumhydroxid
>
> Gruß Gregor

So kann man sich täuschen! :-)

42 Crew

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

X-Ray schrieb in Nachricht <01bd63b1$6916b920$LocalHost@default>...


>Anonymous <nob...@REPLAY.COM> schrieb im Beitrag

><1998040820...@basement.replay.com>...


>
>> , wir muessten noch irgentwo 250 g roten Phosphor
>> rumstehen haben. Wenn wir mit Chloraten hantieren dann
>> pulvern wir sie zuerst in einer elektrischen Kaffeemuehle,
>> geht sehr gut , und dann fuellen wir das Chlorat und das
>> ueblicherweise von uns verwendete Aluminiumpulver in
>> eine Plastikdose und vermischen es durch schuetteln.
>

>So lebensmüde kann doch kein Mensch sein!!?!?!?


>Man kann doch nicht harte Materialien wie Alu dazu mischen - und dann

>noch in größeren Mengen! Man sollte ( wenn überhaupt ) nie mehr als 1ccm
>davon anrühen - und das reicht schon für ein paar Finger weniger!!! Und das
>Schütteln erzeugt statische Aufladung und....


Ähm..ich glaube, Du hast da was falsch verstanden.
Die mischen doch nicht roten Phosphor mit Alu + Chloraten, sondern nur Alu
und Chlorat!

>Als sichere Alternative gibts Acetonperoxid mit Alu - aber das ist
W-A-H-N-S-I-N-N !!!!
>Und wenn ICH das schon sage, hat das seine Aussagekraft !!! Also lasst
solche Sachen
>lieber, es ist nur in Micropyotechnik ( Knallsterne ) zu verwenden!

Actenoperoxid in Knallsternen?
Niemals!
In Knallsternen wird meistens Mennige (Blei -IV- oxid) und ein Metallpulver
verwendet.

bye

Hilmar

--=<< Don't panic! 42 >>=--
< Replace .spam by .com to reply >
http://members.freepage.de/stone42

Timm Reinwardt

unread,
Apr 10, 1998, 3:00:00 AM4/10/98
to

>Ich habe eine Menge davon, nur die von Fritz nicht ( aber die von
Anonymus ).
>Ich habs jedenfalls immer nach der von Anonymus hergestellt.

Fritz hat mal das OrginalRezept gepostet.

X-Ray

unread,
Apr 11, 1998, 3:00:00 AM4/11/98
to


Timm Reinwardt <timm.re...@metronet.de> schrieb im Beitrag

<6gnkfq$8vc$1...@news.metronet.de>...

Kann ich's mal sehen? ( natürlich PM )
- Danke!

X-Ray

unread,
Apr 11, 1998, 3:00:00 AM4/11/98
to

42 Crew <hilmar.s...@technologist.spam> schrieb im Beitrag
<6glsda$2...@news.rrz.Uni-Koeln.DE>...

>
> X-Ray schrieb in Nachricht <01bd63b1$6916b920$LocalHost@default>...
> >Anonymous <nob...@REPLAY.COM> schrieb im Beitrag
> ><1998040820...@basement.replay.com>...
> >
> >> , wir muessten noch irgentwo 250 g roten Phosphor
(....)

> >> eine Plastikdose und vermischen es durch schuetteln.
> >
> >So lebensmüde kann doch kein Mensch sein!!?!?!?
(.....)

> >Schütteln erzeugt statische Aufladung und....
> Ähm..ich glaube, Du hast da was falsch verstanden.
> Die mischen doch nicht roten Phosphor mit Alu + Chloraten, sondern nur Alu
> und Chlorat!

Oh, ha! Sorry - so sieht das natürlich anders aus - Alu + Chlorate sind O.K. :-)

> Actenoperoxid in Knallsternen?
> Niemals!
> In Knallsternen wird meistens Mennige (Blei -IV- oxid) und ein Metallpulver
> verwendet.

Ähm - ich meinte P + KClO3 und nicht AP + Alu - aber es war mein vormulierungs-
fehler!


Rolf Hartwig

unread,
Apr 13, 1998, 3:00:00 AM4/13/98
to

Hallo, F.Zimmerer !

F.Zim...@t-online.de gab am Donnerstag den 09.04.98
in /Z-NETZ/ALT/PYROTECHNIK unter Re: Kaliumchlorat/-perchlorat/-manganat
folgendes zum Besten:
Da gebe ich auch noch meinen Senf dazu.

>FZ Zusatzangabe: Am besten geht es in feiner Verteilung. Nimm etwas weissen
>FZ Phosphor, loese ihn in weniog Schwefelkohlenstoff auf, tunke ein Blatt
>FZ Papier hinein und lass den Schwefelkohlenstoff auf einer Untertasse
>FZ verdunsten.

Und das Ganze bitte unter einem Abzug!!!!!
CS2 ist ein Nervengift.

>FZ
>FZ Heissa, es brennt!

Heissa, mit dieser Mischung wurden im zweiten Weltkrieg einige Staedte
durch sog. Phosphorbomben angezuendet.
Immer noch "Heissa"?

Gruss Rolf

F. Zimmerer

unread,
Apr 14, 1998, 3:00:00 AM4/14/98
to

Rolf Hartwig wrote:
>
> Hallo, F.Zimmerer !

>
>
>
> >FZ
> >FZ Heissa, es brennt!
>
> Heissa, mit dieser Mischung wurden im zweiten Weltkrieg einige Staedte
> durch sog. Phosphorbomben angezuendet.
> Immer noch "Heissa"?
>

Bist Du bei den Ostermarschierern?

Fritz

T. Knijff

unread,
Apr 17, 1998, 3:00:00 AM4/17/98
to

On Thu, 9 Apr 1998 10:34:37 +0200, Christian Praetorius
<p...@chemie.fu-berlin.de> wrote:

>Also wenn du weissen Phosphor meinst (sehr giftig, T+), der wird unter
>Wasser aufbewahrt, da er sich sonst an der Luft selbstentzuendet. Bei
>rotem Phosphor gibt es dieses Problem meines Erachtens nicht...koennte ich
>aber gerne mal nachschauen.

Roter Phosphor ist um einiges ungefährlicher als weißer Phosphor. Er
neigt nicht zur Selbstentzündung an der Luft und ist auch nicht giftig
- außer er enthält (was meistens der Fall ist) noch Spuren von weißem
Phosphor.

Weißer Phosphor ist sehr gefährlich, weil die so zugeführten
Brandwunden schmerzhaft sind sehr schlecht heilen. Im 2. Weltkrieg
wurde weißer Phosphor - in Schwefelkohlenstoff aufgelöst - auf Häuser
abgeworfen. Das Gemisch verteilte sich im Dachstuhl, der
Schwefelkohlenstoff verdunstete und der Phosphor entzündete sich.

Ich rate übrigens davon ab, roten Phosphor und Kaliumchlorat zu
mischen. Bei uns an der Uni Regensburg hat mal einer ein ganzes Labor
mit so einer Mischung verwüstet (er hat's grade überlebt...). Nicht
alles, was nach *viel* aussieht knallt auch schön laut. Irgendwann
wird's mal zu gefährlich.

Grüße,
Rainer

X-Ray

unread,
Apr 18, 1998, 3:00:00 AM4/18/98
to

T. Knijff <kni...@bigfoot.com> schrieb im Beitrag
<352ce6f4...@news.muenchen.roses.de>...

> Roter Phosphor ist um einiges ungefährlicher als weißer Phosphor. Er
> neigt nicht zur Selbstentzündung an der Luft und ist auch nicht giftig
> - außer er enthält (was meistens der Fall ist) noch Spuren von weißem
> Phosphor.

Der weiße Phosphor ist der eigentliche Initiator, er entsteht durch die
Reibungswärme aus dem Rotem. Das gleiche passier wen man ihn
erhitzt - entzündung!

--
<--- X-Ray

0 new messages