kennt von euch jemand die Reaktionsgleichung und die Abfallprodukte der
HMTD-Herstellung.
Thanx Queaker
hinter dem Alias Queaker verbirg sich:
- Sebastian Porombka-
habe leider den News-Client falsch eingestellt!
Sorry
>
>
>
>
>
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Share what you know. Learn what you don't.
Ein Sprengstoff mit dem man gute Pyrotechnische Effekte herstellen kann.
Herstellung:
z.B.
60 ml H2O2 (Wasserstoffperoxid)
20 g Hexamethylentetramin (Esbit-Tabletten)
30 g Zitronensäure
Er ist sehr Reibungs und Schlagempfindlich und dadurch sehr gefaerlich.
Wenn du nicht aufpasst riskiert du deine Finger.
MfG Sebastian
<mp...@my-deja.com> schrieb in im Newsbeitrag: 7kmbaq$mfh$1...@nnrp1.deja.com...
> HMTD => Hexamethylentriperoxidiamin
Soweit ist der Artikel noch OK.
> Ein Sprengstoff mit dem man gute Pyrotechnische Effekte herstellen
>kann.
Es handelt sich bei HMTD um ein hochexplosives extrem instabiles Peroxid
mit 3 Peroxy-Gruppen (!), was sich nicht einmal sinnvoll als
Initialsprengstoff verwenden laesst.
Fuer pyrotechnische Effekte kann man es auf keinen Fall verwenden !
Man sollte sich naemlich keinesfalls vom relativ harmlos erscheinenden
Verhalten (Verpuffung aehnlich wie Schiessbaumwolle bei Kontakt mit
einer Flamme) taeuschen lassen.
Das macht diesen Stoff neben der hohen Empfindlichkeit so gefaehrlich.
Sollte es einmal detonieren, erlebt der Experimentator sein blaues
Wunder ! Dann reichen bereits vielleicht wenige hundert Milligramm, um
eine Fensterscheibe in der Naehe durch die Druckwelle zu zerbrechen.
Fuer pyrotechnische Zwecke benutzt man fuer Flammen-Effekte (und in
Tischfeuerwerkskoerpern) stets Schiessbaumwolle, welche dafuer im Handel
erhaeltlich ist oder als Treib- und Knallsatz Schwarzpulver oder in
Grossfeuerwerk aehnliche Saetze auf Nitrat, Perchlorat oder
Chlorat/Holzkohlepulver-Basis.
Ein so instabiles Peroxid wie HMTD ist dazu viel zu gefaehrlich.
> Herstellung:
> z.B.
>
> 60 ml ...
> 20 g ...
> 30 g ...
Diese Mengen sind schon gemeingefaehrlich. In chemischen Laboratorien
sind bei Arbeiten mit Stoffen solch hoher Empfindlichkeit gegen Schlag
und Reibung (Quecksilberfulminat, Bleiazid, Nitroglycerin) nur Mengen
von unter 3 Gramm erlaubt !
Ausserdem ist das Rezept nicht ganz korrekt und vollkommen
unvollstaendig.
Wuerde das jemand so probieren, besteht aufgrund der bei der Reaktion
frei werdenden Waerme die Gefahr der Entzuendung und Explosion.
Es gibt bereits Berichte, nach denen sich ein solcher Ansatz von selbst
bis zum Kochen erhitzt hat. Aufgrund der niedrigen
Entzuendungstemperatur um 100 Grad Celsius kann das fatal enden.
Nach solchen im Internet verbreiteten Informationen sollte das niemand
ausprobieren. Die dort geposteten Informationen sind in der Regel falsch
und sehr gefaehrlich ! Soweit ich gesehen habe, gibt es im Internet
keine einzige Information dazu, welche aus einem Fachbuch stammt.
> Er ist sehr Reibungs und Schlagempfindlich und dadurch sehr
>gefaerlich.
> Wenn du nicht aufpasst riskiert du deine Finger.
Es ist deutlich empfindlicher als Quecksilberfulminat und Bleiazid !!!
Und entzuendet sich bereits bei etwas ueber 100 Grad Celsius !
Bei der relativ hohen Sprengkraft, welche deutlich ueber der von
Bleiazid und Quecksilberfulminat liegt, kann man so leicht sein Leben
oder zumindest einen ganzen Arm verlieren !
Ich wuerde Dich daher dringend bitten, diesen Artikel wieder zu
loeschen, um Unfaelle durch ahnungslose Jugendliche damit zu vermeiden.
Andreas
Hallo Andreas,
wo Du gerade Schießbaumwolle erwähnst, kannst Du mir da vielleicht
gängige Preise nennen? Ich wurde nämlich letztens mal von einigen
"Life-Rollenspielern" darauf angesprochen, die mal für Pyrotechnische
Effekte Schießbaumwolle verwendet hatten, diese allerdings ziemlich
teuer fanden.
Gruß
--
Stefan Sehnbruch
Gelsenkirchen, Germany
--- Experience is a quite useful thing,
--- normally you have it a short time after you needed it.
> Hallo Andreas,
> wo Du gerade Schießbaumwolle erwähnst, kannst Du mir da vielleicht
> gängige Preise nennen? Ich wurde nämlich letztens mal von einigen
> "Life-Rollenspielern" darauf angesprochen, die mal für Pyrotechnische
> Effekte Schießbaumwolle verwendet hatten, diese allerdings ziemlich
> teuer fanden.
>
> Gruß
Wenn´s ein Max auch tut:
Gehe in ein Geschäft für Zauberartikel und kaufe Dir dort den
Scherzartikel Raucherblitz. Aber nicht in der Minipackung, den gibt es
auch größer. Ist vielleicht nicht so voll durchnitriert wie andere
Stoffe, aber für Effekte reichts fast immer.
Max
>
> Gehe in ein Geschäft für Zauberartikel und kaufe Dir dort den
> Scherzartikel Raucherblitz. Aber nicht in der Minipackung, den gibt es
> auch größer. Ist vielleicht nicht so voll durchnitriert wie andere
> Stoffe, aber für Effekte reichts fast immer.
Genau das machen die "LRPer" ja auch. Es ging nur um einen
Preisvergleich zwischen dem Preis im "freien Chemikalienhandel" und dem
Preis der vom Endabnehmer gefordert wird.
> Genau das machen die "LRPer" ja auch. Es ging nur um einen
> Preisvergleich zwischen dem Preis im "freien Chemikalienhandel" und
> dem Preis der vom Endabnehmer gefordert wird.
Ich weiss nicht, was Firmen wie http://www.pyroflash.de dafuer nehmen.
Die Kleinpackung Raucherblitz kostet jedenfalls DM 2.50 .
Wieviel darin enthalten ist, weiss ich nicht genau (vermutlich 0.5 bis 3
Gramm).
Im Chemikalienhandel wird von einigen Firmen niedriger nitrierte
Cellulose fuer Laborzwecke in Biochemie, Molekularbiologie und fuer
pharmazeutische Zwecke verkauft. Aufgrund ihrer Beschaffenheit, ihrem
Nitrierungsgrad und Preis ist sie jedoch fuer solche Zwecke nicht
besonders geeignet.
Denn soweit ich mich an Kataloge erinnere ist sie auch ziemlich teuer
(als Filtermaterial sogar ueber DM 150/Kleinpackung !).
Da ist der Raucherblitz dann doch billiger ;-) .
Im Do-It-Yourself-Verfahren herstellen lohnt sich daher kaum. Dazu hatte
ich mal einen Artikel in de.sci.chemie gepostet.
Eine Anleitung des chemischen Instituts der Uni Saarbruecken findet man
z.B. unter http://www.lpm.uni-sb.de/chemie/ch_orgv.htm#VN 5 Herstellung
von Schießbaumwolle
Eher unter 0,5 g, wenn ich mich richtig entsinne und mit dem
vorliegenden Material vergleiche. Habe gerade eine alte "Kleinpackung"
gewogen, aus dem Zaubergeschäft. 3 g (ist volumenmäßig gar nicht so
wenig), steht 9 DM drauf.
MF.
SP> HMTD => Hexamethylentriperoxidiamin
SP> Ein Sprengstoff mit dem man gute Pyrotechnische Effekte herstellen kann.
SP> Herstellung:
OH MEIN GOTT!
Um Dich nur kurz zu korrigieren (andere würden das zerfetzen):
Es ist für PYROTECHNIK absolut ungeeignet!
Entzündung bei ca. 100 Grad
Reibempfindlich
Elektrostatik empflindlich
Druckempflindlich
In Mengen ab 1g kann man bereits von einer Detonation sprechen.
vgl. Deflation - Explosion - Detonation
SP> 60 ml H2O2 (Wasserstoffperoxid)
SP> 20 g Hexamethylentetramin (Esbit-Tabletten)
SP> 30 g Zitronensäure
Diese Mengenangaben sind nichtnur völlig übertrieben, sondern als "Rezept"
unvollständig. Die Peroxidierung muß unter Kühlung durchgeführt werden,
sonst kann Dir das Zeug um und durch die Ohren fliegen.
Zumal Du nichtmal die Konzentration des H²O² angebenen hast!
SP> Er ist sehr Reibungs und Schlagempfindlich und dadurch sehr gefaerlich.
SP> Wenn du nicht aufpasst riskiert du deine Finger.
HMTD wurde vor längerer Zeit als Initialsprengstoff verwendet. Dies hat
sich aber geändert, da der Stoff zu instabil war.
Siehe Diskusion in Z-NETZ.ALT.PYROTECHNIK
hmtd ist eindeutig zu gefährlich !!!
cu&syl freeman
...
>
>Ich wuerde Dich daher dringend bitten, diesen Artikel wieder zu
>loeschen, um Unfaelle durch ahnungslose Jugendliche damit zu vermeiden.
Ich bin so ein "ahnungsloser Jugendlicher", leider bin ich aber an der
Herstellung von
Glycerintrinitrat gescheitert. Ist Schwefelsäure 95 - 97 % nicht 'hart'
genung oder lag es vielleicht daran, dass ich das Glycerin mit Pthyalin
(oder so ähnlich) gefärbt habe?
Hatte mir mein Chemielehrer empfohlen (hat ein oder zwei Dr.-Titel), er
meinte, dann könnte man das besser erkennen.
Ich habe damals dann aber aufgehört, nachdem ich mir bei einer mißglückten
Detonation, die keine Detonation war, Säure ins Auge gespritzt habe.
Uhhhhhiiiiii.
Ich möchte es jetzt aber noch mal ausprobieren, bin älter und erfahrener
geworden. Und natürlich nehme ich nur kleine Mengen - bin ja schließlich
nicht lebensmüde.
Also, mailt mir eure Erfahrungen und gut gemeinte: "Ich kann dir sagen wo
dass noch hinführt..., Neulich hat ein Kind in der Nachbarschaft damit dass
ganze Viertel in die Luft, ich bin nur durch Glück entkommen" etc.
Ratschläge.
Ich muß morgen noch zu meiner Oma, denn Liter Salpetersäure holen und ihr
postet derweil fleißig.;-)
cu
hear you
bomb you
tcol
> Glycerintrinitrat gescheitert. Ist Schwefelsäure 95 - 97 % nicht 'hart'
> genung oder lag es vielleicht daran, dass ich das Glycerin mit Pthyalin
> (oder so ähnlich) gefärbt habe?
Was ist "Pthyalin"?
> Hatte mir mein Chemielehrer empfohlen (hat ein oder zwei Dr.-Titel), er
> meinte, dann könnte man das besser erkennen.
Muß ein sehr schlechter Chemiker sein! Was sollte man mit Farbstoff denn
mehr erkennen???
> Ich habe damals dann aber aufgehört, nachdem ich mir bei einer mißglückten
> Detonation, die keine Detonation war, Säure ins Auge gespritzt habe.
> Uhhhhhiiiiii.
Das glaube ich Dir nicht! Wenn das wirklich passiert wäre würdest Du nicht
so über deine Versuche reden!
> Ich möchte es jetzt aber noch mal ausprobieren, bin älter und erfahrener
> geworden. Und natürlich nehme ich nur kleine Mengen - bin ja schließlich
> nicht lebensmüde.
Siehe Zeile 2 des Postings!
> Also, mailt mir eure Erfahrungen und gut gemeinte: "Ich kann dir sagen wo
> dass noch hinführt..., Neulich hat ein Kind in der Nachbarschaft damit
dass
> ganze Viertel in die Luft, ich bin nur durch Glück entkommen" etc.
> Ratschläge.
Der einzig wahre Ratschlag: Laß den Mist, wenn Du kein erfahrener Chemiker
bist. Das Ganze kann nämlich schon bei der Herstellung mit viel "ekelhafter"
Säure schiefgehen.
> Ich muß morgen noch zu meiner Oma, denn Liter Salpetersäure holen
Ach-du-je-mi-neh!!
Alexander Rodenberg
HMTD
Bleiblockausbauchung: 330 cmł/10g
Verpuffungspunkt: 200°C (Zersetzung schon bei niedrigeren Temperaturen.)
Schagempfindlichkeit: 0,6 Nm
Normalgasvolumen: 1247 l/kg
Dichte: 1,57 g/cmł
Acetonperoxid (trimer)
Bleiblockausbauchung: 250 cmł/10g
Schagempfindlichkeit: 0,3 Nm
Reibempfindlichkeit: bei 0,1 N Stiftbelastung Explosion
Sublimiert bereits bei Raumtemperatur (auch sehr schön beobachtbar bei
Adamantan) und bildet so gefährlich große Kristalle, die spontan explodieren
können.
MfG
Alexander Rodenberg
Bleiazid war noch nie in Munition, nur in Sprengkapseln.
Statt dessen z.B. Bleitrinitroresorcinat oder Tetrazen ....
Früher sehr viel Knallquecksilbergemische.
Wenn ich heute mal eine Patrone nachbauen muß, wie die dicke
Wänzl-Randfeuer, lade ich die Zündrille meistens mit einem solchen
Gemisch.
MF.