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HMTD

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Christopher

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Hallo,

ich habe gestern wieder versucht HMTD zu machen. Ich habe nach dem Rezept
von MP-.... gearbeitet und habe 30%H2O2 und Reines Hexamin benutzt.Ich habe
mein Gefäß in den Schnee gestellt und die Sachen vermischt.
Nach 1Min. fing es an zu Kochen, weißer Schaum flog durch die Luft und übrig
blieb eine stinkende rot-braune Suppe.

Woran kann das liegen?

Dabke im Vorraus
chriss

Anonymous

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Gott zum Grusse

"Christopher" <mas...@gmx.net> schrieb:

> ich habe gestern wieder versucht HMTD zu machen. Ich habe nach dem Rezept
> von MP-.... gearbeitet und habe 30%H2O2 und Reines Hexamin benutzt.Ich habe

> mein Gefõ‹ in den Schnee gestellt und die Sachen vermischt.
> Nach 1Min. fing es an zu Kochen, wei‹er Schaum flog durch die Luft und ³brig


> blieb eine stinkende rot-braune Suppe.
> Woran kann das liegen?

Die Kuehlung war zu schlecht und das H2O2 zu
hoch konzentriert.
Verduenne es auf das zwei bis dreifache Volumen,
ist eigendlich unkritisch und halte dich genau an die
beschriebene Vorgehensweise.
Stay green
Die im Schatten stehen


Nico Kloss

unread,
Jan 13, 1999, 3:00:00 AM1/13/99
to
mas...@gmx.net meinte am 12.01.99 zum Thema "HMTD"
im Brett /Z-NETZ/ALT/PYROTECHNIK:

> Hallo,

Tach!

> ich habe gestern wieder versucht HMTD zu machen. Ich habe nach dem Rezept
> von MP-.... gearbeitet und habe 30%H2O2 und Reines Hexamin benutzt.Ich habe

> mein Gefäß in den Schnee gestellt und die Sachen vermischt.
> Nach 1Min. fing es an zu Kochen, weißer Schaum flog durch die Luft und
> übrig blieb eine stinkende rot-braune Suppe.
Wenn Du NaCl zum kochen bringst, gibbets auch nen Rauch, der unheimlich
stinkt, da kommt Dir's kotzen.

> Woran kann das liegen?
Du hast eine Zutat vergessen. Aber wennch Dir das sage, werden mir hier
gewisse Leutz den Schäddel abreißen, oder absprengen wollen. Ein sehr aus-
führliches Rezept dazu wurde hier schon einmal gepostet, ist aber irgend-
wie zu teuer, findch.

> Danke im Vorraus

Gruß, Bitte :)

"Hier ist die Bombe im Arsch von der Schöpfung..."

## CrossPoint v3.11 ##

X-Ray

unread,
Jan 16, 1999, 3:00:00 AM1/16/99
to
>ich habe gestern wieder versucht HMTD zu machen. Ich habe nach dem Rezept
>von MP-.... gearbeitet und habe 30%H2O2 und Reines Hexamin benutzt.Ich habe
>mein Gefäß in den Schnee gestellt und die Sachen vermischt.

ROTFL!
Du soltest eigentlich 10%iges H2O2 verwenden! Schau dir das Rezept genau an!

>Nach 1Min. fing es an zu Kochen, weißer Schaum flog durch die Luft und übrig

Der Schaum ist HMTD

>blieb eine stinkende rot-braune Suppe.

HMTD kann auch im feuchten Zustand Explodieren - und die Brühe wird
normal so heiß, das ein Filzstift aus Platik jetzt eine C-Form hat! Wenn es
sich bei dieser Temp. entzündet, zischts nur oder eher: Es explodiert...

>Woran kann das liegen?


An schlechten Augen oder daran dass man das Rezept nicht richtig durchgelesen
hat! Was aber wichtig ist, so kann nähmlich wenn du es nicht richtig wäscht,
das HMTD einfach so innerhalb von 2 Stunden explodieren!!! Da es praktisch
nicht Wasser löslich ist solltest du ruhig gut 100-150ml Wasser pro 5g Esbit
zum Waschen verwenden...

P.S. verwende keine Plastikbehälter - bei Glas erwärmt sich die Brühe
nach meiner Erfahrung ( in kleinen mengen mit bis zu 8g Esbit ) fast
garnicht!

<--- X-Ray

RobertHeinze

unread,
Feb 1, 1999, 3:00:00 AM2/1/99
to

Christopher schrieb in Nachricht <77fg52$vlk$1...@news.online.de>...
>Hallo,

>
>ich habe gestern wieder versucht HMTD zu machen. Ich habe nach dem Rezept
>von MP-.... gearbeitet und habe 30%H2O2 und Reines Hexamin benutzt.Ich habe
>mein Gefäß in den Schnee gestellt und die Sachen vermischt.
>Nach 1Min. fing es an zu Kochen, weißer Schaum flog durch die Luft und
übrig
>blieb eine stinkende rot-braune Suppe.
>
>Woran kann das liegen?
>
>
>
>Dabke im Vorraus
>chriss
>
>

Leute wie er sind es, die mit "Pyrospielchen" ihr Haus hochjagen, den Arm
oder die Hand verlieren oder sogar Sterben...
Wenn man schon sowas macht, sollte man sich an die Anleitung halten!!!!
In der Anleitung "MP-Leicht gemacht" steht drin, das man das Gefäß
in eine mit Wasser gefüllte Schüssel stellen soll, so dass das Gefäß nachher
in einem EISBLOCK steck... Das ist ja wohl etwas anderes als bloßer
Schnee...
Außerdem soll man "nur" 10% H2O2 verwenden...

Das wars von mir...

Fritz Zimmerer

unread,
Feb 1, 1999, 3:00:00 AM2/1/99
to
Ich kenne euer Spezialrezept nicht. Die Anleitung des Erfinders -
immerhin eine große Fabrik in Berlin - arbeitete mit 30%igem Peroxid,
wobei schöne kleine weiße Kristalle erhalten werden. Die Erwärmung hält
sich dabei in Grenzen, man könnte sagen, ohne auffällige
Temperaturerhöhung. Dabei wurde nicht gekühlt! Im Gegenteil, es
empfiehlt sich, die ganze Ladung auf ca. 35 - 40 Grad zun erwärmen,
damit es nicht zu lange dauert.

Also habt ihr Jungs etwas ernsthaft falsch gemacht. Bitte nicht
wiederholen!

Im übrigen bieten verdünnte Chemikalien nicht immer einen Schutz gegen
Gefahren. Oft ist das Gegenteil der Fall. Dafür lewrnt man eben Chemie!

Hr. Heinze wrote:

> Leute wie er sind es, die mit "Pyrospielchen" ihr Haus hochjagen, den Arm
> oder die Hand verlieren oder sogar Sterben...
> Wenn man schon sowas macht, sollte man sich an die Anleitung halten!!!!
> In der Anleitung "MP-Leicht gemacht" steht drin,

Die Anleitung muß ja auch nicht unbedingt stimmen, sondern ist nur die
Beschreibung einer Methode, mit der jemand anderer Erfolg hatte.
Möglicherweise vergißt dieser bei der Beschreibung irgend etwas, was für
ihn selbstverständlich war, und der Nachahmer guckt dann dämlich.

> das man das Gefäß
> in eine mit Wasser gefüllte Schüssel stellen soll, so dass das Gefäß nachher
> in einem EISBLOCK steck... Das ist ja wohl etwas anderes als bloßer
> Schnee...
> Außerdem soll man "nur" 10% H2O2 verwenden...

Bist Du sicher? Oder hast Du auch nur abgeschrieben?

Bitte nicht lachen! Die Abschreiber sind mir die liebsten. Die wissen so
viel, daß sie es nicht mehr nötig haben, zu probieren. Ich gebe viel
lieber einem Theoretiker Auskunft als einem Praktiker. Man übersieht
nämlich selbst auch was, vergißt das an sich Selbstverständliche, drückt
sich unpräzise aus oder setzt einfach zu vieles voraus. Das Ergebnis
sind dann laufende Nachfragen und man verflucht sich selbst, damit
angefangen zu haben. Das kann einem bei einem Theoretiker (sozusagen
"Armstuhlterroristen") nicht passieren.


> Das wars von mir...
Von mir auch!

Fritzchen

Anonymous

unread,
Feb 1, 1999, 3:00:00 AM2/1/99
to
Gott zum Grusse

Gruess dich Freund Fritz, du schriebst:

>Ich kenne euer Spezialrezept nicht. Die Anleitung des Erfinders -

>immerhin eine gro‹e Fabrik in Berlin - arbeitete mit 30%igem Peroxid,
>wobei sch÷ne kleine wei‹e Kristalle erhalten werden. Die Erwőrmung hőlt
>sich dabei in Grenzen, man k÷nnte sagen, ohne auffőllige
>Temperaturerh÷hung. Dabei wurde nicht gekłhlt! Im Gegenteil, es
>empfiehlt sich, die ganze Ladung auf ca. 35 - 40 Grad zun erwőrmen,


>damit es nicht zu lange dauert.

>Die Anleitung mu‹ ja auch nicht unbedingt stimmen, sondern ist nur die


>Beschreibung einer Methode, mit der jemand anderer Erfolg hatte.

>M÷glicherweise vergi‹t dieser bei der Beschreibung irgend etwas, was fłr
>ihn selbstverstőndlich war, und der Nachahmer guckt dann dőmlich.

Es gibt im Netz diverse Anleitungen zur
Herstellung von HMTD, eine schoene die
mit nur 3% H2O2 auskommt haengen wir mal
an.
Allerdings haben wir selbst das Rezept noch nicht
ausprobiert.
Die von uns vorgestellte Rezeptur stammt
uerspruenglich natuerlich aus den USA und zwar
vom New Mexico Tech bzw von einem der dortigen
Studenten der explosives engineer studiert.
Es wurde von uns oft und mit gutem Erfolg verwendet.
Die Anleitung ist so genau geschrieben wie es uns
moeglich war und sollte problemlos nachzuvollziehen
sein.
Wenn wir etwas posten das wir selbst noch nicht
probiert haben so schreiben wir das dazu.
Was anderes
In de.alt.technik.waffen ist ja im Moment schwer
Stimmung, wir haben schon viel gelacht. Nach den
Erfahrungen der letzten Zeit sind wir mal gespannt
wie lange man vom ominoesen Helmut noch was
hoeren wird. Er scheint das Webgateway von
Replay zu nutzen, wenn er das unverschluesselt tut
dann haben sie ihn bald am Sack.
Viele Gruesse an die Gestade des Inn. ;-)
Sooo , nun das Rezept.

50 g ammonium sulphate is dissolved in 50 g commercial 3% H2O2, warming:
the liquid is then filtered and, at 55 deg. C, 5 g of a 40 % formaldehyd
solution is added. After few seconds, a white precipitate will be seen.
The liquid is then cooled for half an hour, the white product is washed
with cold water and dried.

Fritz Zimmerer

unread,
Feb 1, 1999, 3:00:00 AM2/1/99
to
Anonymous wrote:
>
> Gott zum Grusse
>
Vielleicht solltet Ihr euch irgendwann eine Möglichkeit zur
nichtöffentlichen Antwort einfallen lassen. Momentan gibt es hier zu
viele Unerfahrene.

>
> 50 g ammonium sulphate is dissolved in 50 g commercial 3% H2O2, warming:
> the liquid is then filtered and, at 55 deg. C, 5 g of a 40 % formaldehyd
> solution is added. After few seconds, a white precipitate will be seen.
> The liquid is then cooled for half an hour, the white product is washed
> with cold water and dried.


Sehr eigenartig. Im Originalrezept wird 30 % H2O2 verwendet, zusammen
mit Zitronensäure und Hexamin.

Im Vorwort heißt es :

Es wurde nun gefunden, daß durch Einwirkung von Wasserstoffsuperoxyd auf
die Salze des Hexamethylentetramins in konzentrierten Lösungen
Hexamethylentriperoxyddiamin in guter Ausbeute entsteht. Zur Darstellung
eignen sich besonders die Salze des Hexamethylentetramins mit
organischen Säuren, jedoch lassen sich auch die Salze der anorganischen
Säuren verwenden. Die Ausbeute wird ferner durch diejenigen Mittel
erhöht, welche die Hydrolyse des Wasserstoffsuperoxyds vermindern, wie
z.B. organische Lösungsmittel.

Dann folgt das Rezept, wie von Girsewald erfunden, welches praktish
keinen ernsthafte Wärme freisetzt..

Es wäre jetzt interessant zu wissen, was die "Braunbrühekocher" genau
gemacht haben, um dann die Ursache herausfinden zu können.

Gruß
Fritzchen

Belhanka

unread,
Feb 2, 1999, 3:00:00 AM2/2/99
to
Waffen NG... hmm ist das ne Bullshit NG oder gehts da ordentlich zu?

Cya Bel

--
// Just one out of the crowd \\
PGP on Request ( v5.5 )
Visit me or not...
-=Something new - rekonstruction=-


Markus Hollaender

unread,
Feb 4, 1999, 3:00:00 AM2/4/99
to
On Mon, 1 Feb 1999, Fritz Zimmerer wrote:

-> Sehr eigenartig. Im Originalrezept wird 30 % H2O2 verwendet, zusammen
-> mit Zitronensäure und Hexamin.

Nicht so eigenartig, da Hexamin ja nur ein Kondensationsprodukt aus
Formaldehyd und Ammoniak (hier als Ammoniumsulfat eingesetzt) ist.


Markus

--------------------------------

"One thing is for sure: a sheep is not a creature of the air. Baaaaahh!"


Fritz Zimmerer

unread,
Feb 4, 1999, 3:00:00 AM2/4/99
to
Belhanka wrote:
>
> Waffen NG... hmm ist das ne Bullshit NG oder gehts da ordentlich zu?
>

Vor kurzer Zeit war´s außerordenlich. Grins!
Fritzchen

de.alt.technik.waffen

R.Morszeck

unread,
Feb 4, 1999, 3:00:00 AM2/4/99
to
hallo

also...ich hatte bis jetzt immer erfolg mit 10% h2o2.......
die ausbeute betrug bei 20g hexadamin immer 10g hdma....
leider habe ich mir noch nicht die zeit genommen
alles nachzurechnen um zu sehn was die theoretische ausbeute
währe.......aber währe dankbar für infos......
ja.....ausserdem.....wie kann man das zeug stabilisieren????
hatte eine 50g mischung...die mir in die luft ging.....
zum glück war diese noch ein wenig feucht...so das es mehr
verpuffte....ich denke mir mit 1% parafin oder der gleichen
währe die zu machen....

thx freeman

Fritz Zimmerer

unread,
Feb 5, 1999, 3:00:00 AM2/5/99
to


Unsere Altvorderen wußten schon, warum sie den bereits 1912 in Berlin
ernsthaft erfundenen Stoff nicht kommerziell einsetzten!

Theoretisch war es schon vorher bekannt, aber mit sehr geringen
Ausbeuten (aus Diformalperoxydhydrat und Ammoniak oder aus Formaldehyd,
Ammoniumsulfat und Wasserstoffsuperoxyd - 1185 bzw. 1900 beschrieben),
so daß die technische Verwertung sinnlos erschien. Aber auch mit dem
neuen Rezept von Girsewald hatte man zwar gute (66 % der Therie: aus 28
g Hexamethylentetramin werden praktisch 27,5 g HMTD) Ausbeute, jedoch
war der Stoff zu instabil zur praktischen Verwertung.

Daher sind zumindest in Deutschland keinen weiteren ernsthaften Versuche
mehr gemacht worden.

Normalerweise sollte sie nicht in die Luft gehen: Die Instabilität
bezieht sich auf das langsame Zersetzen beim Lagern. Ich vermute, daß
die Herstellung wegen fehlens geeigneter Geräte, Materialien oder auch
Verfahrenstechnik mangelhaft war. Außerdem sicf 50 g absolut nicht mehr
als "von wissenschaftlichem Interesse" zu betrachten. Dafür genügt der
Grammbereich!

Fritzchen

Fritz Zimmerer

unread,
Feb 5, 1999, 3:00:00 AM2/5/99
to
Markus Hollaender wrote:
>
> On Mon, 1 Feb 1999, Fritz Zimmerer wrote:
>
> -> Sehr eigenartig. Im Originalrezept wird 30 % H2O2 verwendet, zusammen
> -> mit Zitronensäure und Hexamin.
>
> Nicht so eigenartig, da Hexamin ja nur ein Kondensationsprodukt aus
> Formaldehyd und Ammoniak (hier als Ammoniumsulfat eingesetzt) ist.

Schon! Aber so was unwirtschaftliches macht doch auch bei den Amis
keiner mehr!

Fritzchen

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