Ein anderer Ausweg sind ja aktivierte Titan-elektroden/draht. Wisst Ihr,
wo man hier in D so was (bezahlbar) bekommen kann? (Bitte so konkret wie
es geht, ich hab schon stundenlang die Suchmaschinen traktiert: nichts
Konkretes, nur Vertretergewäsch :)
byebye
blewjack
Wie
> hoch kann ich also meine Stromdichte am Platindraht schrauben? Wären
> volle 3 A/cm2 der Overkill, sogar für das korrosionsbeständige Platin
> (ich glaube, es werden maximal 0.2 A empfohlen)?
> Außerdem: damit die Reaktion effektiv abläuft, muß ja wohl so viel
> erzeugtes Chlorgas wie möglich in Lösung bleiben - ich darf also keine
> "blubbernde" Anode haben, richtig? Wenn die Chlorgasentwicklung bei zu
> hohen Stromdichten unvermeidlich wird, könnte ich dann ja meine 3 A/cm2
> vergessen...
Hmm- nur ein Gedankengang- kann man die A's auf mehrere Anoden verteilen?
>
> Ein anderer Ausweg sind ja aktivierte Titan-elektroden/draht. Wisst Ihr,
> wo man hier in D so was (bezahlbar) bekommen kann? (Bitte so konkret wie
> es geht, ich hab schon stundenlang die Suchmaschinen traktiert: nichts
> Konkretes, nur Vertretergewäsch :)
Titan? Noch'n verrückter Gedanke, aber... in meinem Fall muster ich gerade
eine alte Titanbratpfanne aus, wenn man die nun in Streifen sägt?!?
Oder muß das Ti irgendwie behandelt sein?
Ich hab nämlich auch das nervige Elektrodenproblem, und war nicht
weitergekommen.
Gibt es dafür eine gute Deutschsprachige Seite?
Tschau
Marcus
Schon meinen Aluminiumgries bei Ebay gesehen?!? *schleichwerb*
>
> byebye
> blewjack
>
blewjack schrieb:
> Hallo,
> da ich immer noch in der "Entwurf-Phase" für meine
> Chlorat-Perchlorat-Elektrolyse-Zelle hänge, hier ein paar Fragen.
> Weil Kohle-Anoden eine so starke Korrosion erleiden, denke ich dran
> direkt zum teuren Platindraht zu greifen ...
Versuch es mal mit Kohlefaserband als Elektrode.
Wir haben damit gute Ergebnisse erziehlt
stay green
Die im Schatten stehen
Ein Gedanke von mir wäre das Verplatinieren von z.B. Cu-Elektroden. Habe aber
leider keine experience ob das techn. Sinn macht. Mann könnte aber aus einer
rel. kleinen Pt-Menge eine recht grosse Elektrodenoberfläche herstellen.
Vielleicht hat ja wer Wissen oder Erfahrung auf dem Gebiet.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
------------------------------------------------
http://www.cneweb.de/home/chemietechnik
Bodo Mysliwietz <drui...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
973fgs$kmm$5...@news.cneweb.de...
> Ein Gedanke von mir wäre das Verplatinieren von z.B. Cu-Elektroden. Habe aber
> leider keine experience ob das techn. Sinn macht. Mann könnte aber aus einer
> rel. kleinen Pt-Menge eine recht grosse Elektrodenoberfläche herstellen.
>
> Vielleicht hat ja wer Wissen oder Erfahrung auf dem Gebiet.
Ist technisch machbar. Ich habe mich bei einem Galvanikmeister
(mein Schwiegervater) darüber erkundigt.
Ich hatte vor, Kohlefaserplatten platinieren zu lassen. Der Hammer hängt
in dem Fall bei der absolut dichten Oberfläche. Also ein Riss oder Löchlein
in der Schicht und vorbei ist´s mit der Elektrode.
Vorher muß aber Gold aufgebracht werden, weil´s sonst nicht hält.
Allerdings muß man dann schon einige Hundert Mark übrig haben.
Es ist eine kostspielige Sache.
Gruß Ingo
Hallo
Secret Squirrel <squi...@echelon.alias.net> schrieb in im Newsbeitrag:
af845e7689b0ec2b...@anonymous.poster...
> Gott zum Grusse
> Versuch es mal mit Kohlefaserband als Elektrode.
> Wir haben damit gute Ergebnisse erziehlt
>
> stay green
> Die im Schatten stehen
>
Werde Dir mal über deine Identität klar.
Irgendwie hat´s da ein Echo mit verschiedenen Absendern.
Gruß Ingo
blewjack schrieb:
> Hallo,
> da ich immer noch in der "Entwurf-Phase" für meine
> Chlorat-Perchlorat-Elektrolyse-Zelle hänge, hier ein paar Fragen.
> Weil Kohle-Anoden eine so starke Korrosion erleiden, denke ich dran
> direkt zum teuren Platindraht zu greifen ...
Versuch es mal mit Kohlefaserband als Elektrode.
Ist was sein öffentl. Auftreten betrifft ein notorischer *Schisshase* - nicht
nur in dieser NG.
Bodo
Die Galvanobranche bietet das an. Dort bekommst Du TitanAnoden mit Platin
oder Mischoxyd Beschichtung für relativ wenig Geld.
http://www.google.com/search?q=mischoxyd+anoden&hl=de&lr=lang_de
nik
"M.Ketelsen" wrote:
> Titan? Noch'n verrückter Gedanke, aber... in meinem Fall muster ich gerade
> eine alte Titanbratpfanne aus, wenn man die nun in Streifen sägt?!?
Sollte kein Problem sein.
Oberfläche sauberschleifen, und wenn dann reines Titan erscheint....
umso besser.
Sind "alte Titanbratpfannen" häufig anzutreffen ?
Mir hat mal jemand überzeugend Titanbleche versprochen,
die Sache aber wohl wieder vergessen.
> Oder muß das Ti irgendwie behandelt sein?
Ja, sicher.
Peter Meier hat mir das mal eingehend geschildert.
Am besten überzieht man die Titananode mit einer Zinn(di?)oxid-Schicht,
indem man auf das absolut saubere Metall Zinnbutter (Zinnchlorid)
aufbringt, und dies durch Erhitzen auf 250-500 grad C zersetzt.
Hier würde sich evt. sogar eine Heissluftpistole anbieten.
Der Backofen wäre vielleicht zu schwach, und unangebracht,
vermöge der ungastronomischen Dampfentwicklung.
Ich hab vor, mich mal praktisch mit dem Thema zu befassen,
mal sehn wanns soweit kommt.
Cheers, Norman
Hallo Norman,
das würde ja bedeuten, daß SnO2 ebenfalls ein stromleitendes, beständiges Oxid
ist (?). Die käuflichen Titananoden sind zwar auch beschichtet, aber mit
anderen, exotischeren Metalloxiden/Metallen (Rutheniumoxid, Titanoxid oder
sogar reines Platin), da diese in agressiver Lösung kaum korrodieren. Bei
deiner Zinnoxidgeschichte bin ich mir unsicher - ist Zinnoxid denn in einer
Chlorlösung korrosionsbeständig?
Reine Titanbratpfannenstreifen kommen natürlich nicht in Frage, weil sie sich
mit einer passiven Schicht überziehen würden, die den Strom nicht leitet (da
geht dann nach ein paar Minuten nix mehr).
Grüße,
blewjack
>Sind "alte Titanbratpfannen" häufig anzutreffen ?
Im Outdoor-Bereich schon (auch Töpfe & Besteck).
Siehe z.B.
http://www.globetrotter.de/de/htm_shop/rubrik_start.php3?rubrik=Outdoor-K%FC
che
unter dem Stichwort "Titangeschirr".
>Am besten überzieht man die Titananode mit einer Zinn(di?)oxid-Schicht,
>indem man auf das absolut saubere Metall Zinnbutter (Zinnchlorid)
>aufbringt, und dies durch Erhitzen auf 250-500 grad C zersetzt.
Kannst Du weitere Infos, wie das genau geht, was sonst zu beachten ist
etc. posten? Klingt interessant, denn wenn kleine Löcher in der
Beschichtung auftreten, ist's nicht so schlimm wie bei der von Ingo L.
vorgeschlagenen platinüberzogenen Kohlefaserplatte, die Anode korrodiert
wegen der sich bildenden Oxidschicht auch an diesen Stellen nicht.
Zudem sollte diese Lösung wesentlich kostengünstiger zu realisieren sein.
--
Viele Grüße
Jens
"Jens S." wrote:
> Im Outdoor-Bereich schon (auch Töpfe & Besteck).
> Siehe z.B.
> http://www.globetrotter.de/de/htm_shop/rubrik_start.php3?rubrik=Outdoor-K%FC
> che
>
> unter dem Stichwort "Titangeschirr".
Na, das wär doch was....
> Kannst Du weitere Infos, wie das genau geht, was sonst zu beachten ist
> etc. posten?
Wenn eine konkrete Frage kommt, kann ich versuchen die zu beantworten.
> Klingt interessant, denn wenn kleine Löcher in der
> Beschichtung auftreten, ist's nicht so schlimm wie bei der von Ingo L.
Weiss ich nicht.
Sicher wirds nicht so tragisch sein, ich denke mal man kann da auch ganz
gut "nachbeschichten", falls sich mal ne Lücke ergeben hat.
> vorgeschlagenen platinüberzogenen Kohlefaserplatte, die Anode korrodiert
> wegen der sich bildenden Oxidschicht auch an diesen Stellen nicht.
Wäre ich mir nicht so sicher, sonst würde man sie nicht
grossartig mit Zinndioxid überziehen.
Ich für meinen Teil würde damit sowiso keine Chloratzelle bauen.
Warum soll man etwas aufwändig fabrizieren, was man hinterhergeworfen
bekommt.
Was man leider nicht so sehr hinterhergeworfen bekommt sind Perchlorate,
die man mit so einer DSA (DimensionStableAnode) angeblich recht gut
anfertigen kann.
Hier hat man es ausserdem nicht mit nascierendem Chlor, sondern mit
ebensolchem
Sauerstoff zu tun, den die Oxidschicht aber recht gut abkönnen sollte.
Mal sehn, wann ich für sowas Zeit hab.
> Zudem sollte diese Lösung wesentlich kostengünstiger zu realisieren sein.
Das auf jeden Fall, daher ist das auch für die Industrie erste Wahl.
Cheers,
Norman
>Wäre ich mir nicht so sicher, sonst würde man sie nicht
>grossartig mit Zinndioxid überziehen.
Ich denke, daß blewjack mit seinem Beitrag in diesem Thread
schon recht hat, die Oxidschicht würde isolieren.
>Was man leider nicht so sehr hinterhergeworfen bekommt sind Perchlorate,
>die man mit so einer DSA (DimensionStableAnode) angeblich recht gut
>anfertigen kann.
Genau dafür habe ich mir das auch überlegt...
>Das auf jeden Fall, daher ist das auch für die Industrie erste Wahl.
Hat sich schon mal jemand umgesehen, wie teuer kleine
Titangitteranoden mit Metalloxidbeschichtung (z.B. für
Dentallabore) eigentlich sind?
--
Viele Grüße
Jens
>>Das auf jeden Fall, daher ist das auch für die Industrie erste Wahl.
>
>Hat sich schon mal jemand umgesehen, wie teuer kleine
>Titangitteranoden mit Metalloxidbeschichtung (z.B. für
>Dentallabore) eigentlich sind?
Titan mit Titantetrachlorid "befeuchten" und dann einem Brenner
bearbeiten? Sollte doch eigentlich eine nette Oxidschicht geben?
mfg - sll
Titan ist in Chlorat- und Perchlorat-Zellen beständig,
da sich um das Metall eine Schutzschicht bildet
(siehe z.B. http://huizen.dds.nl/~wfvisser/EN/chlorate_EN.html).
Leider ist diese Schicht aber nicht elektrisch leitend und damit
als Anode unbrauchbar. Wenn man aber das blanke Titan mit
einer metallisch leitenden Schicht aus Zinndioxid überziehen
könnte, wäre das recht gut, da meiner Meinung nach Löcher
darin keine negativen Auswirkungen auf die Lebensdauer der
Anode hätte, da sich an diesen Stellen wieder eine schützende
Schicht bilden würde, die den Kontakt des Metalls mit dem
Elektrolyt verhindert. Daß die Anode an diesen Stellen auch nicht
mehr elektrisch leitfähig ist, sollte sich abenfalls positiv
auf deren Lebensdauer auswirken. Im Gegensatz zu anderen
Anodentypen muß hier also nicht peinlich genau auf eine
lückenlose Beschichtung geachtet werden.
Sorry für eventuelle Mißverständnisse und dafür, daß meine
Postings von mailandnews nicht als followup zur richtigen Nachricht
verschickt wurden.
Jens
Bei 2 A/cm2 wird Pt in der Hitze bei nahezu Siedetemp. in gesätt. NaCl-Lsg.
lt. Gmelin bereits schwach angegriffen (vgl. Gmelin Platin Teil B4 Element,
S.
304,
F. Haber, Z. anorg. Ch. 16 [1898] 446).
0.2 A/cm2 sind im Buch von Jander/Blasius genannt. 0.5-1 A/cm2 ist noch
ein akzeptabler Wert.
>Ein anderer Ausweg sind ja aktivierte Titan-elektroden/draht. Wisst Ihr,
>wo man hier in D so was (bezahlbar) bekommen kann? (Bitte so konkret wie
>es geht, ich hab schon stundenlang die Suchmaschinen traktiert: nichts
>Konkretes, nur Vertretergewäsch :)
Fertig beschichtet für eine Chloralkalielektrolyse dürften die schwer
beschaffbar sein. Theoretisch kann man sie selbst herstellen.
"Jens S." wrote:
> Leider werden Störstellen durch
> Sauerstoff-Defizit nach der Zusammenfassung
> einer Diplomarbeit, die ich im Netz gefunden habe
> (http://www.diplom.de/db_audimax/diplomarbeiten1307.html),
> bereits bei Erhitzung über 600K vernichtet, falls dabei
> Sauerstoff vorhanden ist. Diese Temperaturen treten aber
> bereits bei der Herstellung der Beschichtung auf
Wieso ?
> , und
> unter Sauerstoffabschluß kann man dabei auch nicht arbeiten.
Könnte man, aber wie soll man dann vom Chlorid zum Oxid kommen ?
> Muß man also mit Antimon dotieren?
Einfach unter 600 K bleiben ?
Mit ner Heissluftpistole wird man eher Probleme haben, über 600 K zu
kommen.
Letztendlich sollte mans einfach mal ausprobieren, dann weiss man, woran
man ist.
Ich sehe das Problem eher darin, die Dicke der Oxidschicht richtig
einzustellen,
damit man den Klumpen nicht einfach isoliert.
Cheers, Norman
Ja, man hat Antimon ebenfalls benutzt (vgl. US4584084 und diverse andere
Patente).
Oft dotiert man mit Molybdän (z.B. Ammoniummolybdat, wird für
Phosphat-Nachweis benutzt und war früher in Kosmos C2-Kästen enthalten) oder
Wolfram.
Ich kann hier mal ein paar Patente angeben (z.B. über
http://ie.espacenet.com
abrufbar): US3940323, US3776834, US3701724, US3943942, US4584084
Am einfachsten ist es natürlich, Platin als Elektrodenmaterial für solche
elektrochemische Experimente zu nehmen. Der australische Maple Leaf aus
99.95%
Platin (1/20 oz.) kostet ca. DM 120 und wäre ein geeignetes
Elektrodenmaterial.
Es ist ratsam, nach dem Jander vorzugehen und analysenreines KCl zu
benutzen.
Möglichst nickelfreies Eisen ist als Kathode geeignet. Ein
Batterie-Ladegerät
mit 12V-Birne als Vorwiderstand ist eine geeignete Spannungsquelle.
Den pH-Wert kann man mit einem pH-Meter messen und mit ein paar Tropfen
verd. HCl ggf. korrigieren, anstatt CO2 einzuleiten.
Eine dringende Bitte habe ich jedoch. Bitte keinen Unsinn mit dem Produkt
machen
und weder mit Phosphor, Schwefel oder Aluminium oder Magnesium
zusammenbringen
!
Dadurch sind schon zu viele schwere Unfälle passiert. Ein Kollege hat damit
zwei Finger verloren, ein anderer einen ganzen Arm.
Ein paar relativ harmlose Experimente mit Chloraten stehen im Buch von Prof.
Römpp/Raaf und im Buch von Weingart sowie im Jander/Blasius.
>> unter Sauerstoffabschluß kann man dabei auch nicht arbeiten.
>
>Könnte man, aber wie soll man dann vom Chlorid zum Oxid kommen ?
>
Eben, das meinte ich damit, daß ich schrieb, daß man nicht kann...
>Mit ner Heissluftpistole wird man eher Probleme haben, über 600 K zu
>kommen.
Die techn. Daten meiner Heißluftpistole (Billigmodell):
1500W, Temperaturwahlschalter 375°C/495°C => 648K/768K
>Letztendlich sollte mans einfach mal ausprobieren, dann weiss man, woran
>man ist.
Sehe ich genauso. Nur dachte ich, es ist vielleicht sinnvoll,
mal auf mögliche Probleme hinzuweisen, die mir so auffielen, damit
nicht unnötig viel Material beim Testen den Bach runter geht.
>Ich sehe das Problem eher darin, die Dicke der Oxidschicht richtig
>einzustellen,
>damit man den Klumpen nicht einfach isoliert.
Vielleicht kann man analog zu Patent US4072586
(Mangandioxidanoden) vorgehen.
http://www.delphion.com/cgi-bin/viewpat.cmd/US04072586__
Dort:
Bleche sandstrahlen/anschleifen
u.U. in kochender 20%-iger Salzsäurelösung anätzen
Lösung in Wasser mit 10% Isopropanol/Ethanol versetzen,
mit Pinsel auftragen, bei Raumtemperatur trockenen lassen,
thermisch umsetzten und Beschichtung bis zu gewünschter
Schichtdicke wiederholen.
Aber so wie ich das sehe, sollte die Beschichtung ohnehin
(durch Dotierung/Sauerstoffdefizit/Matierialauswahl) so
eingestellt sein, daß sie, unabhängig von ihrer Dicke,
elektrisch ähnlich leifähig wie Metall ist
(vgl. substratlose Bleidioxidanoden: da ist kein
Metall/Graphit drin, das leiten kann, nur Bleidioxid).
Das obige Patent ist sehr lesenswert, da zum einen die
dort beschriebene Mangandioxidbeschichtung (noch relativ
kostengünstig herzustellen auf Titanblech mit Mangannitrat,
Dotierung: Cobaltnitrat, evtl. zur Stabilisierung Zinnchlorid,
nichts T, "nur" O/Xn, kein/e Edelmetall/-vebindungen)
für eine Anode einer Perchloratzelle verwendet werden könnte,
und zum anderen auch Aspekte wie Löcher/Poren, Dotierung,
Anodenpotential und Leitfähigkeit Beachtung finden.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Peter Meier schrieb:
> ...
> >Muß man also mit Antimon dotieren?
>
> Ja, man hat Antimon ebenfalls benutzt (vgl. US4584084 und diverse andere
> Patente).
> Oft dotiert man mit Molybdän (z.B. Ammoniummolybdat, wird für
> Phosphat-Nachweis benutzt und war früher in Kosmos C2-Kästen enthalten) oder
> Wolfram.
Danke für die wertvollen Tips.
> Eine dringende Bitte habe ich jedoch. Bitte keinen Unsinn mit dem Produkt
> machen
> und weder mit Phosphor, Schwefel oder Aluminium oder Magnesium
> zusammenbringen
> !
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.
> Ein paar relativ harmlose Experimente mit Chloraten stehen im Buch von Prof.
> Römpp/Raaf und im Buch von Weingart sowie im Jander/Blasius.
Ich habe meinen Römpp/Raaf momentan nicht da, aber soweit ich mich
erinnere, waren nicht mal alle Experimente darin so harmlos
(Blitzlichtpulver: Mg/KMnO4(+S) u.a.), zumindest nicht in meiner 20 Jahre
alten Ausgabe... (oder waren die gefährlicheren in "Chemie des Alltags"?)
--
Viele Grüße
Jens
nik
pyronic <pyr...@hotmail.li> schrieb in im Newsbeitrag:
3a9aa...@news.datacomm.ch...
> Ein Stück Mischoxid-Anode 400x150mm kostet ca. DM 180,
> eine mit Platinbeschichtung (Ti Substrat) ca. DM 230.
>
Bei Obi oder bei Eisen-Karl?
--
Gruß
Ingo
Am Ende wird alles gut.
Nur nicht meine Signatur :-)
>Aber so wie ich das sehe, sollte die Beschichtung ohnehin
>(durch Dotierung/Sauerstoffdefizit/Matierialauswahl) so
>eingestellt sein, daß sie, unabhängig von ihrer Dicke,
>elektrisch ähnlich leifähig wie Metall ist
>(vgl. substratlose Bleidioxidanoden: da ist kein
>Metall/Graphit drin, das leiten kann, nur Bleidioxid).
Ja. Das ist richtig.
>Ich habe meinen Römpp/Raaf momentan nicht da, aber soweit ich mich
>erinnere, waren nicht mal alle Experimente darin so harmlos
>(Blitzlichtpulver: Mg/KMnO4(+S) u.a.), zumindest nicht in meiner 20 Jahre
>alten Ausgabe... (oder waren die gefährlicheren in "Chemie des Alltags"?)
Das stimmt schon. In Bezug auf das Buch von Weingart noch mehr. Trotzdem
halte ich die genaue Befolgung von Anleitungen aus diesen Büchern für
weniger gefährlich als das Anrühren irgendwelcher wilder Mischungen, wie
man es leider bei manchen Jugendlichen zu lesen bekommt.
Man muss diese Bücher natürlich kritisch lesen und bei solchen Experimenten
sehr vorsichtig sein.
Ich weiß ja nicht, wer hier mitliest und sowas vielleicht probiert, aber
nach den haarsträubenden Dingen, die ich im Laufe der letzen Woche so
gesehen
habe, wollte ich diesen Hinweis hier anbringen.
pyronic wrote:
Hallo,
wo bekommst du diese guten Preise?
Nach Karneval hab ich mich mal bei Metakem (siehe anderer Beitrag hier
im Thread) nach Titananoden erkundigt:
*ächz* die nehmen´s von den Lebenden: 400 x 150 mm Mischoxid würden ca
340,- kosten, Ti mit Platinbeschichtung sagenhafte 750,- !!
Da hol ich mir doch lieber die nötigen Chemikalien und brate mir aus
einer Titanpfanne meine eigenen Anoden... (mit Manganoxid allerdings)
Bis dann,
blewjack
Eben.
>Einfach unter 600 K bleiben ?
>Mit ner Heissluftpistole wird man eher Probleme haben, über 600 K zu
>kommen.
Lt. Anleitung bringt meine Heizluftpistole 375/495°C
=> 648/768K
>Letztendlich sollte mans einfach mal ausprobieren, dann weiss man, woran
>man ist.
Denke ich auch.
>Ich sehe das Problem eher darin, die Dicke der Oxidschicht richtig
>einzustellen,
>damit man den Klumpen nicht einfach isoliert.
Vielleicht könnte man analog zu US-Patent 4072586 vorgehen,
oder gleich die dort beschriebene Mangandioxidbeschichtung
für eine Anode einer Perchlorat-Zelle verwenden.
http://www.delphion.com/cgi-bin/viewpat.cmd/US04072586__
Dort habe ich auch meine Meinung zu den Löchern in der Beschichtung
bestätigt gefunden.
Vorbehandlung des Bleches:
Titanblech sandstrahlen/anschleifen,
u.U. 15 Min. in kochender 20%-iger Salzsäure anätzen.
Beschichtung:
Lösung in Wasser, mit 10% Isopropanol/Ethanol versetzen,
mit Pinsel auftragen, bei Raumtemperatur trocknen lassen,
thermische Umsetzung, erneuter Auftrag bis zu gewünschter
Schichtdicke usw.
--
Viele Grüße
Jens
Wie wär's mit platiniertem Titan?
[...]
Gruss, Daniel