Ich weiss, es sind viele Fragen - aber ich finde sie recht wichtig;
gerade wegen der Gefaehrichkeit des Endproduktes!!
MfG Heinz Dieter
> Ich versuche gerade die oben genannte Chemikalie herzustellen!
> Dabei habe ich feststellen muessen, dass sich das Hexamin in dem
> abgekuehlten
> Wasserstoffperoxyd nicht richig beim einruehren aufloest!!
> Ist dies normal - oder muss es sich gaenzlich drin aufloesen, um
>Erfolg zu haben??
> Nun, ich habe das Ganze (Hexamin, Wasserstoffperoxyd und
>Zitronensaeure)
> nun erst einmal fuer 24 Stunden im verschlossenen Gefaess stehen!!
> Morgenabend sollte sich dann ja (wenn alles geklappt hat) eine
>schaumige
> Schicht gebildet haben!!
Ich finde, Du solltest die Finger von solchen Dingen lassen, wenn Du
über keine Anleitung verfügst und keine entsprechende Ausbildung
hast.
Denn was Du da probierst, kann schnell böse ins Auge gehen.
Nach einer mir vorliegenden Anleitung aus einem Fachbuch sollte sich
das Produkt bei richtiger Vorgehensweise in wenigen Stunden gebildet
haben. Falls bei Dir nichts entsteht, solltest Du den Ansatz entsorgen.
Ich hoffe, Du stellst davon keine groesseren Mengen her. Das waere
naemlich lebensgefaehrlich.
> Was kann ich mir nun genau unter der Angabe vorstellen, wenn es
heisst,
> dass die Chemikalie eine Druckempfindlichkeit von 0,6 Nm hat
(explodiert
> sie, sobald man zu feste auf die Chemikalie drueckt)??
> Wie sieht es da mit Eindaemmung aus? Oder aehnlichem (mir soll die
> Chemikalie bei der weiteren Verarbeitung ja nicht um die Ohren fliegen
> :-| ) ?
> Das Hexamethylentriperoxyddiamin nach dem filtern und spuelen bei
> Zimmertemperatur trocken?
Das heisst im Klartext, dass dieser Stoff extrem empfindlich ist:
Empfindlicher als normale Sprengstoffe und empfindlicher als manche
Initialsprengstoffe.
Er detoniert bei Schlag (ca. 3 cm Explosionshoehe mit 2 kg Fallhammer)
und Reibung und zuendet bereits bei 149 Grad Celsius !
Er kann Dir also bei Beruehrung usw. schnell explodieren.
Daher halte ich das ganze fuer nicht gerade ungefaehrlich.
Du solltest das daher lieber lassen und andere Versuche probieren.
> Ich weiss, es sind viele Fragen - aber ich finde sie recht wichtig;
> gerade wegen der Gefaehrichkeit des Endproduktes!!
Gerade deshalb kann ich Dich nur davor warnen, solche Experimente
ohne Anleitung aus der Fachliteratur und entsprechende Ausbildung zu
machen.
Gruss
Andreas
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
Tja, da bin ich nochmals!
Also irgendwie erscheint mir die Beschreibung ueber Pyrostoffe auf den
Seiten von "Deja.com" doch etwas riskant!
Nachdem ich gestern das Glas mit der Chemikalie fuer 24 Stunden aus dem
Gefrierschrank (und von dem umgebenen Eis) befreit habe und stehen lassen
habe ist:
1) bereits nach 3 Stunden eine deutliche Schaumbildung entstanden :-)
2) nach knapp 9 1/2 Stunden wurde ich von einem beissenden Geruch wach
(trotz Deckel)
3) der Schaum war weg
4) die Loesung war braun geworden
5) die Loesung hatte mitlerweile so stark bei Raumtemperatur reagiert, dass
das Glas von aussen richtig heiss!! war
Ich habe daraufhin das Glas (mit der Chemikalie) erst einmal ins Gefrierfach
deponiert!!
Was nun passiert, muss ich abwarten - auf jeden Fall ist die
Gebrauchsanleitung wohl etwas duerftig/falsch !!!
MfG Heinz Dieter
Hast du das auf dem Nachtkästchen stehen ?
Mal schaun die Fortsetzung ist sicher morgen in der Zeitung zu lesen, wenn
auch durch Journalisten verdreht :)
cu
Armin
Armin Welker wrote:
Hallo!
Nun, dass nicht gerade - aber ich hatte es nur wenige Meter von mir entfernt
im gleichen Raum sthen; mittlerweile befindet es sich im Gefrierfach!
Du kannst Dir ja gerne mal die Anleitung (nach welcher ich diesen Versuch
angefangen habe) auf "www.deja.com" durchlesen - ehrlich gesagt, die dort
gegebene Anleitung scheint mir mehr als "gewagt" zu sein; wichtige Info's
fehlen dort!! Nun - ich werde mich erst einmal intensiever mit diversen
Chemie-Fachbuechern beschaeftigen, bevor ich mich auf zwielichtige Anlaitungen
aus dem Internet verlasse (scheint mir sicherer zu sein)!
Vielleicht kann mir ja jemand gute Buecher (speziell auch ueber Pyrotechnik)
oder "diskrete" und zuverlaessige Homepages nennen! Aber bitte nicht mehr
"Deja.com", oder aehnliche Suicidseiten !!
MfG Heinz Dieter
>
> Du kannst Dir ja gerne mal die Anleitung (nach welcher ich diesen Versuch
> angefangen habe) auf "www.deja.com" durchlesen - ehrlich gesagt, die dort
> gegebene Anleitung scheint mir mehr als "gewagt" zu sein; wichtige Info's
> fehlen dort!!
Schick mir doch mal das Zeugs per mail!
MF.
Max Fellner wrote:
Kann ich gerne machen, sobald ich daheim bin; momentan befinde ich mich noch
auf der Arbeit!!
MfG Heinz Dieter
> ich werde mich erst einmal intensiever mit diversen
> Chemie-Fachbuechern beschaeftigen, bevor ich mich auf zwielichtige Anlaitungen
> aus dem Internet verlasse (scheint mir sicherer zu sein)!
> Vielleicht kann mir ja jemand gute Buecher (speziell auch ueber Pyrotechnik)
> oder "diskrete" und zuverlaessige Homepages nennen!
Wenn du willst schicke ich dir die Anleitung aus T.L. Davis' "Chemistry
of Powders and Explosives" (übersetzt natürlich). Die Anleitung bringt
einem eine sehr schöne Ausbeute, und funktioniert einwandfrei.
Vorrausgesetzt man hat 30%iges H2O2.
Ich kann die Anleitung bei Gelegenheit ja auch mal posten, wenn
Interesse besteht...
Gruss,
M.Baetz
Die Warnungen meiner Vorredner zu diesem Zeug solltest Du sehr ernst nehmen,
hier ein paar Daten aus
'Explosivstoffe' von KÖHLER:
"Bleiblockausbauchung 330ccm
Verpuffungspunkt 200°, ab 150° Zersetzung
Schlagempfindlichkeit: 0,06kp m = 0,6 Nm"
Das tückische daran ist auch, daß HMTD in kleinen Krümeln bzw. Flocken
blitzartig wegzischt (schon bei Berührung mit einem glimmenden Stück
Papier!), in schon ETWAS grösseren Mengen explodiert es mit großer
Heftigkeit. Saugefährlich.....ich hab die Finger davon gelassen
Tschau
Marcus
Heinz Dieter Dörmann <h.d.do...@myokay.net> schrieb in im Newsbeitrag:
3826781E...@myokay.net...
> > Hallo!
>
> Tja, da bin ich nochmals!
> Also irgendwie erscheint mir die Beschreibung ueber Pyrostoffe auf den
> Seiten von "Deja.com" doch etwas riskant!
> Nachdem ich gestern das Glas mit der Chemikalie fuer 24 Stunden aus dem
> Gefrierschrank (und von dem umgebenen Eis) befreit habe und stehen lassen
> habe ist:
>
> 1) bereits nach 3 Stunden eine deutliche Schaumbildung entstanden :-)
> 2) nach knapp 9 1/2 Stunden wurde ich von einem beissenden Geruch wach
> (trotz Deckel)
>Ich kann die Anleitung bei Gelegenheit ja auch mal posten, wenn
>Interesse besteht...
Mach lieber das oder setz es auf eine Hompegae...dann mußt du es nicht
so oft mailen :-)
Zugänglich ist das Rezept sowieso.
Christian
--
My software never has bugs. It just develops random features.
Also gut, in Kurzform:
Chemikalien:
14 Gramm Hexamethylentetramin (Methenamin, Urotropin, Hexamin, etc)
45 " Wasserstoffperoxid (30 %)
21 " Zitronensäure
Sonstiges:
Becherglas
Eisbad
Thermometer
Filter
1. Wasserstoffperoxid in den Becher, Becher ins Eisbad stellen.
2. Die 14 Gramm Hexam* im H2O2 unter Rühren lösen.
3. Kleine Portionen der Zitronensäure werden unter Rühren in das obige
Gemisch gerührt. Dabei ist die Temperatur unter 0°Celsius zu halten.
4. Mischung sollte (nach Originalrezept) etwa weitere 3 Stunden gerührt
werden, geht aber auch ohne. Wichtig ist lediglich das alle Bestandteile
gelöst sind.
5. Nach dem 3 Stundigen Stehen bzw Rühren im Eisbad wird die Mischung bei
Raumtemperatur für etwa 2 Stunden ruhiggestellt.
6. Die weisse kristalline Masse filtern, und sorgfältig it destilliertem
Waser auswaschen.
(Diese Anleitung ist in dem Buch von Tenney L. Davis "Chemistry of Powders&
Explosives" enthalten, und öffentlich zugänglich!)
Dichte von HMTD: 1.57 (Taylor/Rinkenbach)
Schlagempfindlichkeit: 3cm / 2 kgFalllgewicht
Was ich noch erwähnenswert finde ist, dass, nach Taylor und Rinkenbach, mit
sogar so geringen Mengen von 0,05 Gramm in einer Sprengkapselhülse (Nr.8,
Pressdruck: 1000 pds/squareinch) ein über ein Jahr altes, schon insensitives
40%-Dynamit zur Detonation gebracht wurde. Die Zündung erfolgte per
Schwarzpulver-Zündschnur.
Man sieht also wiedermal die Idiotie jener Leute, die das Zeug in Mengen
grösser 10 g herstellen.
Gruss,
M.Baetz
UIN: 31456024
eye...@NOSPAMnebel.org - remove NOSPAM
http://nebel.org
das war ja bis hier her ganz spannend, aber was treibt Ihr mit Zeug wenn's
fertig ist :-) Das würde mich ja schon mal irgendwie interessieren
(ernsthaft), da ich die Motivation irgendwie nicht nachvollziehen kann :-)
(Ich verspüre einfach keine Motivation mir mutwillig die Knochen zu
zerreißen). Das Zeug ist prisant bis unter die Haarspitzen und ich kann mir
beim besten Willen nicht vorstellen, das Ihr das Zeug nur herstellt um den
Prozess zu testen.... :-)
Peter
--
Drachen + Feuer = FUNKENFLUG PYROTECHNIK
Peter Heß, staatlich geprüfter Pyrotechniker
Hain-Gründauer Str. 34 63584 Mittel-Gründau
tel 0177/4085322 fax 089/66617-21222
mailto:funke...@drachensport.de
http://www.drachensport.de/funkenflug
> Das tückische daran ist auch, daß HMTD in kleinen Krümeln bzw. Flocken
> blitzartig wegzischt (schon bei Berührung mit einem glimmenden Stück
> Papier!), in schon ETWAS grösseren Mengen explodiert es mit großer
> Heftigkeit. Saugefährlich.....ich hab die Finger davon gelassen
Das kann ich nur unterstreichen. Diese Peroxide werden leicht völlig
unterschätzt, da sie bei Kontakt mit Flammen nach einschlägiger
Literatur ohne starken Knall mit grosser Flamme verpuffen.
Erhitzt man sie jedoch ohne Flammenzutritt, so detonieren sie mit
grosser Heftigkeit.
Ich kann nur dazu raten, von dem Zeug nur so viel herzustellen, wie
man davon auch tatsächlich zur Demonstration verwenden will.
Dann spart man sich die heikle Entsorgung. Ein Mikro-Ansatz im
Reagenzglas sollte daher genügen.
Bei Acetonperoxid hatte unser Chemielehrer vor Jahren mal eine gut
erbsengrosse Menge angefeuchteten Peroxids auf einem Blech erhitzt.
Das gab so eine Druckwelle, dass hinterher der Brenner ausgeblasen war.
In einem Fall wurde ein relativ duennes Blech völlig zerrissen. Zum
Glueck ist damals nichts passiert. Also Vorsicht !!!
Zumal das Zeug extrem schlag- und reibungsempfindlich ist.
-Nur aus sicherer Entfernung darf man so etwas daher beobachten. Und
ganz wichtig: Im Labor vorher die Fenster weit oeffnen ! Sonst
braucht man hinterher vermutlich neue !
P.S.: In nicht-gewerblichen Laboratorien (ausgenommen Universitaeten und
Schulen) duerfen Fachleute bei so empfindlichen Stoffen, welche
empfindlicher als PETN sind, nur mit 3 Gramm umgehen (vgl. §2 Abs. 1 der
1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz).
> Tja, da bin ich nochmals!
> Also irgendwie erscheint mir die Beschreibung ueber Pyrostoffe auf den
> Seiten von "Deja.com" doch etwas riskant!
Das wollte ich Dir klarmachen. Eine Mail an Dich -auch bezueglich
möglicher rechtlicher Folgen- ist leider nicht angekommen.
> 1) bereits nach 3 Stunden eine deutliche Schaumbildung entstanden :-)
> 2) nach knapp 9 1/2 Stunden wurde ich von einem beissenden Geruch wach
> (trotz Deckel)
> 3) der Schaum war weg
> 4) die Loesung war braun geworden
> 5) die Loesung hatte mitlerweile so stark bei Raumtemperatur reagiert,
dass
> das Glas von aussen richtig heiss!! war
Auch Du Schreck ! Bei 149 Grad Celsius zuendet es lt. Literatur bereits
in 50 mg Mengen in drei Sekunden !
Das ist sehr gefährlich.
> Ich habe daraufhin das Glas (mit der Chemikalie) erst einmal ins
Gefrierfach
> deponiert!!
Das ist aber auch kein Endlager für schiefgelaufene gefährliche
Versuche.
Solche Experimente macht man unter Aufsicht !
Ausserdem ist bei derartigen Reaktionen Kühlung und Zugabe von Edukten
kritisch. Das kann schnell gefährlich werden. Dafür braucht man
etwas Fingerspitzengefühl, damit die Reaktion zwar anspringt aber nicht
zu heftig wird.
Das muss man regeln. Bei so etwas kann man nicht einfach
zusammenschütten und dann auf ein Ergebnis warten.
Wer schon mal erlebt hat, wie jemand bei einer Sulfochlorierung zu stark
gekühlt und alle Säure zugegeben hat, da nichts passierte, und der
Ansatz anschliessend explosionsartig die Apparatur zerrissen hat, so
dass hinterher alles voller hochgradig ätzender Chloroschwefelsäure war,
weiss wovon ich rede.
Und in den Kühlschrank stellt man Ansätze erst, nachdem sie abreagiert
haben zum auskristallisieren.
> Was nun passiert, muss ich abwarten - auf jeden Fall ist die
> Gebrauchsanleitung wohl etwas duerftig/falsch !!!
Wenn man so etwas macht, dann nach einer Originalanleitung aus der
Fachliteratur. Eine hier wiedergegebene deratige Anleitung ist leider
auch nicht komplett und ganz korrekt.
Ausserdem sollte man sie herunterskalieren.
Vielleicht poste ich mal den ganzen Artikel im Original oder vielleicht
sogar als GIFs. Dann koennen keine Missverstaendnisse auftreten und
man kann auch gleich lesen, wie gefährlich das Zeug ist.
Bevor sich hier noch dabei jemand ernsthaft verletzt...
Trotzdem möchte ich Jugendliche vor der Ausführung warnen.
Andreas
Marcus schrieb:
> Genau das passierte mir auch mal vor langer Zeit, das Zeug lief über und es
> stank bestialisch nach Katzenpisse (Ammoniak). Die Fliesen darunter waren
> nach der Aktion blitzeblank. Das passierte mir aber nur ein einziges Mal,
> als ich nach diesem 'schlechten' Rezept mit der Angabe '10%iges' H2..
> arbeitete.
> In der Originalvorschrift wird von anderen Konzentrationen ausgegangen, ich
> nahm damals 60%iges.
>
> Die Warnungen meiner Vorredner zu diesem Zeug solltest Du sehr ernst nehmen,
> hier ein paar Daten aus
> 'Explosivstoffe' von KÖHLER:
>
> "Bleiblockausbauchung 330ccm
> Verpuffungspunkt 200°, ab 150° Zersetzung
> Schlagempfindlichkeit: 0,06kp m = 0,6 Nm"
>
> Das tückische daran ist auch, daß HMTD in kleinen Krümeln bzw. Flocken
> blitzartig wegzischt (schon bei Berührung mit einem glimmenden Stück
> Papier!), in schon ETWAS grösseren Mengen explodiert es mit großer
> Heftigkeit. Saugefährlich.....ich hab die Finger davon gelassen
>
> Tschau
>
> Marcus
Hallo!
Nun, dass es gefaehrlich ist und man hoellisch aufpassen muss (und nicht
schluddern darf) ist mir schon mehr als klar - daher finde ich die (wohl
falsche) Anleitung bei "Deja.com" alles andere als einen "Dumme Jungen"-Streich!
Ich Zukunft werde ich nur noch mit eindeutigen (und ueberpruefbaren) Quellen
arbeiten!
Du schriebst von 60%igem H2O2 - ist da nicht eine noch staerkere (und somit
riskantere) Reaktion zu erwarten? Ausserdem kriegt man (lt. Apotheke) nur 3%iges
und 30%iges
H2O2!!
Nun, wie gesagt, in Zukunft arbeite ich nur noch nach diskreten
(ueberpruefbaren) Anleitungen!!
Penibel bin ich bei solchen Aktionen aufrgrund der Gefahren sowieso (wuerde ich
mal sagen - auch wenn ich wieder mal gelernt habe, dass nicht alles, was sich
zuverlaessig anhoert auch zuverlaessig ist)!!
MfG Heinz Dieter
Christian Praetorius schrieb:
> On Mon, 08 Nov 1999 19:40:24 +0100, Manuel Baetz
> <sirv...@planet-interkom.de> wrote:
>
> >Ich kann die Anleitung bei Gelegenheit ja auch mal posten, wenn
> >Interesse besteht...
>
> Mach lieber das oder setz es auf eine Hompegae...dann mußt du es nicht
> so oft mailen :-)
> Zugänglich ist das Rezept sowieso.
>
> Christian
>
Fragt sich nur, welches der 'zig verschiedenen Rezepte denn nun korrekt
und kontrollierbar ist - "Russisch Roilette" ist wohl nichts dagegen :-|
!!
Gibt es denn keine Rezepte in dem Bezug, welche von (moderierten)
Uni-Pages zu beziehen sind??
MfG Heinz Dieter
Peter Heß schrieb:
Aus Wissensdurst!
Aber zerreissen lassen moechte ich mich auch nicht - daher finde ich es ja auch
schlimm, dass ungenuegende Anleitungen
so mir nichts Dir nichts veroeffendlicht werden!!
Terroristische Motive habe ich dabei nicht - falls Du das vermutest!
Auch mir waeren weniger brisante Rezepte (und Chemikalische (End-)Produkte
lieber - aber mir ist kein Rezept bekannt, wo man die Zutaten relativ
preisguenstig und vor allem ohne Probleme in Deutschland erhaelt!!
Uebrigens hat mich die Chemie schon immer fassziniert - wenn ich auch bisher
kaum Zeit fuer viel Versuche gehabt habe; und es mich auch beruflich nicht zur
Chemie sondern zur Informatik gezogen hat!!
MfG Heinz Dieter
UIN: 31456024
eyegore @ nebel.org
http://nebel.org
Heinz Dieter D÷rmann schrieb:
>Tja, da bin ich nochmals!
>Also irgendwie erscheint mir die Beschreibung ueber Pyrostoffe auf den
>Seiten von "Deja.com" doch etwas riskant!
>Nachdem ich gestern das Glas mit der Chemikalie fuer 24 Stunden aus dem
>Gefrierschrank (und von dem umgebenen Eis) befreit habe und stehen lassen
>habe ist:
>
>1) bereits nach 3 Stunden eine deutliche Schaumbildung entstanden :-)
>2) nach knapp 9 1/2 Stunden wurde ich von einem beissenden Geruch wach
>(trotz Deckel)
>3) der Schaum war weg
>4) die Loesung war braun geworden
>5) die Loesung hatte mitlerweile so stark bei Raumtemperatur reagiert, dass
>das Glas von aussen richtig heiss!! war
>
>Ich habe daraufhin das Glas (mit der Chemikalie) erst einmal ins Gefrierfach
>deponiert!!
>Was nun passiert, muss ich abwarten - auf jeden Fall ist die
>Gebrauchsanleitung wohl etwas duerftig/falsch !!!
Da wir diese Rezeptur aus dem Englischen uebersetzt haben, aus
einer wie wir finden durchaus zuverlaessigen Quelle, dem
New Mexico Tech , einem Institut das sich mit der Erfoschung
von Sprengstoffen und der Ausbildung von Sprengtechnikern
befasst sagen wir auch mal was dazu.
Wir haben dieses Verfahren oft und jedesmal voellig problemlos
angewand und wissen auch von Anderen die so verfahren.
Das es schon nach relativ kurzer Zeit zur Schaumbildung kommt
ist normal, eine Erhitzung allerdings ist bei uns noch nicht
vorgekommen und wir koennen aus der Entfernung auch nichts
dazu sagen.
Eventuell hat es etwas damit zu tun das es dir nicht gelang alles
Hexamin zur Aufloesung zu bringen. Das Hexamin loest sich in der
Tat schlecht in dem kalten H2O2 es ist aber durch intensives
ruehren irgendwann doch zur Aufloesung zu bringen.
Das HMTD selbst ist sicherlich empfindlicher als Bleiazid oder
Knallquecksilber, es ist aber nicht so das es dir vom Ansehen ins
Gesicht springt.
Die Schlag und Reibempfindlichkeit wird eigentlich nur dann richtig
deutlich wenn du sie zwischen wirklich harten Oberflaechen testest
Also z.B. auf Glas oder Keramik Im einem Keramiktigel genuegt bereits
ein leichter Schlag mit einem Keramikstoessel um es zur Explosion zu
bringen, waehrend es auf einer Holzunterlage nahezu unmoeglich ist
es zu einer Reaktion zu bringen.
Das wirklich Gefaehrliche ist die grosse Empfindlichkeit gegenueber
Funken und Flamme. Besonders statische Elektrizitaet ist da ein Problem.
Wir gehen immer so vor , das wir bei groesseren Befuellungsaktionen
das Arbeitsplatzumfeld mit einer Spruehflasche mit Wasser einspruehen
und auf isolierendes Schuhwerk verzichten. Das HMTD wird auf einem
groesseren Stueck Alufolie gelagert und bevor wir mit irgendeinem
Werkzeug das HMTD beruehren , beruehren wir damit zuerst die Folie
um einen Potentialausgleich zu gewaehrleisten. Natuerlich tragen wir
auch Schutzbrillen sowie Gehoerschutz wenn wir unsere Zuendkapseln
befuellen.
Auch darf man sich nicht davon taeuschen lassen das HMTD in sehr
kleinen Mengen, sagen wir mal so gross wie ein Streichholzkopf, nur
verpufft. Ab einer gewissen Mindestmenge geht es auch ohne jede
Verdaemmung in Detonation ueber. Wir wuerden nichts einfach so
anzuenden das groesser als sagen wir mal eine Erbse ist.
Wie auch immer, wenn du mir Mengen im Grammbereich arbeitest
ist das eigentlich ein zu beherrschender Vorgang ohne groessere
Risiken. Schuett den alten Ansatz weg und versuch es nochmal.
Wenn man liest wie in frueheren Zeiten z.B. mit Nitoglyzerin
umgegangen wurde dann relativiert sich der Begriff der Gefaehrlichkeit.
Wenn du unserem Rezept nicht traust posten wir hier nochmal die
Originalanleitung nach Stettbacher:
...
Man l÷st 28g Hexamethylentetramin und 42g pulverisierte Citronensõure,
am besten beides zusammengerieben, in 140g 30%igem Hydroperoxid
unter sch³tteln auf.
Ohne merkliche Temperaturerh÷hung scheiden sich aus der klaren L÷sung,
langsam und z÷gernd, nach und nach reichliche Mengen von Triperoxiddiamin
in feinen, farblos-glõnzenden, rhombischen Kristallen aus.
Der Superoxyd-Sauerstoff wird ohne jegliche Blasenbildung oder
Zersetzungserscheinung aus der Fl³ssigkeit aufgenommen.
Zweckmõ‹ig beschleunigt man die Reaktion durch Erwõrmen auf 35-40›C,
lõ‹t 6-8 Stunden bei Zimmertemperatur stehen
und nutscht ³ber Papierrundfilter ab.
...
Du solltest die Mengen allerdings kleiner halten wenn du nicht
auf einer Unmenge HMTD sitzen willst.
Wir haben auch noch ein Rezept das mit nur 3% igem H2O2
auskommt, allerdings nur in Englisch.
...
50 g ammonium sulphate is dissolved in 50 g commercial 3% H2O2, warming:
the liquid is then filtered and, at 55 deg. C, 5 g of a 40 % formaldehyd
solution is added. After few seconds, a white precipitate will be seen.
The liquid is then cooled for half an hour, the white product is washed
with cold water and dried.
...
Wenn du noch Fragen hast dann wollen wir dir gerne nach
unseren Moeglichkeiten weiterhelfen.
Stay green.
Die im Schatten stehen
Aha - die Leute vom Fraunhofer-Institut wieder !
Ich nehme mal an, dass Du das Zeug vermutlich dienstlich herstellen
sollst.
Ich dachte schon, dass es sich um einen Scherz handelt, um
die Reaktion der Gruppe zu testen.
> Nun, dass nicht gerade - aber ich hatte es nur wenige Meter von mir
entfernt
> im gleichen Raum sthen; mittlerweile befindet es sich im Gefrierfach!
Das ist aber dennoch keine gute Idee.
> Du kannst Dir ja gerne mal die Anleitung (nach welcher ich diesen
Versuch
> angefangen habe) auf "www.deja.com" durchlesen - ehrlich gesagt, die
dort
> gegebene Anleitung scheint mir mehr als "gewagt" zu sein; wichtige
Info's
> fehlen dort!!
Die fehlen leider meistens.
> Nun - ich werde mich erst einmal intensiever mit diversen
> Chemie-Fachbuechern beschaeftigen, bevor ich mich auf zwielichtige
Anleitungen
> aus dem Internet verlasse (scheint mir sicherer zu sein)!
Das ist auch angebracht.
> Vielleicht kann mir ja jemand gute Buecher (speziell auch ueber
Pyrotechnik)
> oder "diskrete" und zuverlaessige Homepages nennen! Aber bitte nicht
mehr
> "Deja.com", oder aehnliche Suicidseiten !!
Nun, es gibt diverse Bücher auf dem Spezial-Gebiet.
"Pyrotechnics" von George Weingart, "Firework, principles and practice"
von R. Lancaster (beide u.a. Chemical Publishing Co.), "Fireworks, the
Art Science and Technique" und "Feuerwerk vom physikalischen Standpunkt
aus" ("Fireworks from the physical point of view") von Takeo Shimizu,
"Chemistry of Powder and Explosives" von T.L. Davis.
> > Mach lieber das
>
> Also gut, in Kurzform:
>
> Chemikalien:
>
> 14 Gramm Hexamethylentetramin (Methenamin, Urotropin, Hexamin, etc)
> 45 " Wasserstoffperoxid (30 %)
> 21 " Zitronensäure
Das ist zwar schon viel besser. Nur wäre es vielleicht guenstiger, die
Originalvorschrift (am besten das ganze Kapitel ueber HMTD)
einzuscannen.
Hier sind moeglicherweise bereits einige weitere wichtige Details aus
der Vorschrift verlorengegangen - soweit ich mich an die Vorschrift bei
Davis erinnern kann.
Dann sind alle Unklarheiten beseitigt und die Leser sehen sofort die
Eigenschaften und Gefährlichkeit.
Kannst Du den Artikel nicht scannen ? Als GIF waere natuerlich am
besten. Dann kann sich kein Fehler einschleichen.
>1. Wasserstoffperoxid in den Becher, Becher ins Eisbad stellen.
Soweit ich mich erinnern kann, schreibt Davis "in eine Kaeltemischung
stellen".
> 3. Kleine Portionen der Zitronensäure werden unter Rühren in das
obige
> Gemisch gerührt. Dabei ist die Temperatur unter 0°Celsius zu halten.
Soweit ich mich erinnern kann sollte die Zitronensäure feiner als 200
mesh sein.
> 4. Mischung sollte (nach Originalrezept) etwa weitere 3 Stunden
gerührt
> werden, geht aber auch ohne. Wichtig ist lediglich das alle
Bestandteile
> gelöst sind.
Im Eisbad !
> Was ich noch erwähnenswert finde ist, dass, nach Taylor und
Rinkenbach, mit
> sogar so geringen Mengen von 0,05 Gramm in einer Sprengkapselhülse
(Nr.8,
> Pressdruck: 1000 pds/squareinch) ein über ein Jahr altes, schon
insensitives
> 40%-Dynamit zur Detonation gebracht wurde.
Insgesamt (vgl. auch die uebrigen Zahlen) wirkt es etwa wie Bleiazid,
vielleicht sogar noch staerker.
> Man sieht also wiedermal die Idiotie jener Leute, die das Zeug in
Mengen
> grösser 10 g herstellen.
Allerdings. In den Nachrichten wurde sogar mal von Vollidioten
berichtet, die 500 Gramm und mehr davon hergestellt hatten
und damit hantiert haben sollen wie mit Zucker ! :-(
Dennoch: Ich wuerde dringendst dazu raten, obigen Ansatz so zu
skalieren, dass man im Bereich von vielleicht 1-3 Gramm bleibt.
In einem Reagenzglas sollte das problemlos moeglich sein.
Gruss
Andreas
wenn Du 70 g des Peroxyds genommen hättest, wäre das das Originalrezept
von Girsewald in Berlin laut Patentschrift (ca. 1912), wie es auch von
Stettbacher 1933 etwas erweitert wiedergegeben wurde, nachdem er in
seinem ersten Werk über Initialsprengstoffe (ca. 1917) die reine
Patentschrift ohne nähere Angaben übernommen hatte.
Allerdings verwendet er (wie auch Girsewald) kein Eisbad, sondern rührt
langsam die vorher zusammengeriebenen Zutaten ein. Es muß sich eine
klare Lösung bilden, ohne "merkliche Erwärmung", aus der sich die
Kristalle langsam ausscheiden. Fein, farblos glänzend, rhombisch. Ohne
jegliche Blasenbildung oder Zersetzungserscheinungen, sonst ist was
falsch.
Stettbacher erwärmt nach dem Auflösen sogar bis 40 Grad zur schnelleren
Reaktion und läßt das ganze bei Zimmertemperatur 6 - 8 Stunden stehen,
bevor er abnutscht.
Waschen erst mit Wasser, dann mit Alkohol.
Wenn die Ami manchmal schwächeres Peroxid nehmen, liegt das an der
anderen Erhältlichkeit drüben. Notwendigerweise wird das die
Vorgehensweise beeinflussen.
Interessant wären die Ausbeuten. Stettbacher gibt bei seinem Verfahren
13,5 g an entsprechend 95 % gegenüber Hexamin. (Theoretisch sollten es
fast 150 % sein, was jedoch nie erreichbar sein wird. Unsereins ist
schlechter!) Was bringt der gute Davis?
Gruß
MF.
Manuel Baetz wrote:
>
> Also gut, in Kurzform:
>
> Chemikalien:
>
> 14 Gramm Hexamethylentetramin (Methenamin, Urotropin, Hexamin, etc)
> 45 " Wasserstoffperoxid (30 %)
> 21 " Zitronensäure
>
> Sonstiges:
>
> Becherglas
> Eisbad
> Thermometer
> Filter
>
> 1. Wasserstoffperoxid in den Becher, Becher ins Eisbad stellen.
> 2. Die 14 Gramm Hexam* im H2O2 unter Rühren lösen.
> 3. Kleine Portionen der Zitronensäure werden unter Rühren in das obige
> Gemisch gerührt. Dabei ist die Temperatur unter 0°Celsius zu halten.
> 4. Mischung sollte (nach Originalrezept) etwa weitere 3 Stunden gerührt
> werden, geht aber auch ohne. Wichtig ist lediglich das alle Bestandteile
> gelöst sind.
> 5. Nach dem 3 Stundigen Stehen bzw Rühren im Eisbad wird die Mischung bei
> Raumtemperatur für etwa 2 Stunden ruhiggestellt.
> 6. Die weisse kristalline Masse filtern, und sorgfältig it destilliertem
> Waser auswaschen.
>
> (Diese Anleitung ist in dem Buch von Tenney L. Davis "Chemistry of Powders&
> Explosives" enthalten, und öffentlich zugänglich!)
>
> Dichte von HMTD: 1.57 (Taylor/Rinkenbach)
> Schlagempfindlichkeit: 3cm / 2 kgFalllgewicht
>
> Was ich noch erwähnenswert finde ist, dass, nach Taylor und Rinkenbach, mit
> sogar so geringen Mengen von 0,05 Gramm in einer Sprengkapselhülse (Nr.8,
> Pressdruck: 1000 pds/squareinch) ein über ein Jahr altes, schon insensitives
> 40%-Dynamit zur Detonation gebracht wurde. Die Zündung erfolgte per
> Schwarzpulver-Zündschnur.
>
> Man sieht also wiedermal die Idiotie jener Leute, die das Zeug in Mengen
> grösser 10 g herstellen.
>
> Gruss,
>
> M.Baetz
> das war ja bis hier her ganz spannend, aber was treibt Ihr mit Zeug
>wenn's
> fertig ist :-) Das würde mich ja schon mal irgendwie interessieren
> (ernsthaft), da ich die Motivation irgendwie nicht nachvollziehen kann
>:-)
Vom chemischen Standpunkt aus sind einige dieser Reaktionen sehr wohl
hochinteressant. Deshalb beschaeftigen sich ja nicht umsonst ganze
Chemie-Fachbuecher mit dem Thema.
Diese Peroxide wie HMTD oder Acetonperoxid sind schon sehr exotische
Verbindungen, da sie nicht weniger als 3 Peroxy-Funktionen enthalten.
Daher auch die grosse Empfindlichkeit ! Oder der Reaktionsmechanismus...
Ich gehe davon aus, dass die Schreiber in dieser Gruppe nur den Stoff in
Kleinmengen herstellen und die Eigenschaften testen wollen, indem sie
den Stoff in Kleinstmengen durch Erhitzen explodieren lassen.
Das gehoert als Versuch zur Ausbildung in Chemie.
So war es zumindest frueher in Experimentieranleitungen ueblich, die
bei uns sogar im Chemieunterricht ausgeteilt wurden.
Normalerweise kann man Acetonperoxid vorfuehren, indem man eine etwa
erbsengrosse Menge sehr feucht auf einem dicken Eisenblech auf einem
Dreifuss mit einem Gasbrenner erhitzt und die Explosion aus sicherer
Entfernung beobachtet.
Man muss den Gasbrenner schnell unterstellen und sich schnell in sichere
Entfernung begeben.
Ausserdem sind die Fenster vorher weit zu oeffnen, um Glasbruch zu
verhindern.
So hat es zumindest frueher mein Chemielehrer im Unterricht vorgefuehrt.
Bei HMTD sollte es eigentlich auch moeglich sein. Ich nehme mal an,
es ist themisch trotz der Zuendtemperatur von 149 Grad Celsius aehnlich
stabil oder stabiler.
> (Ich verspüre einfach keine Motivation mir mutwillig die Knochen zu
> zerreißen). Das Zeug ist prisant bis unter die Haarspitzen und ich
kann mir
> beim besten Willen nicht vorstellen, das Ihr das Zeug nur herstellt um
den
> Prozess zu testen.... :-)
Es ist zwar sehr gefährlich. Es gibt aber noch weitaus gefährlichere
-zumindest viel empfindlichere- Stoffe wie Stickstofftriiodid (oder
vielleicht Chlorat/Phosphor-Mischungen und Silberfulminat).
Die werden routinemaessig im Chemieunterricht ebenfalls vorgeführt,
ohne dass dabei etwas passiert und das Risiko bei sachgemaesser
Vorfuehrung gross ist.
Trockenes NJ3 ist z.B. so empfindlich, dass es bei der leichtesten
Berührung (wie z.B. mit einer Vogelfeder an einem langen Stock !)
heftig explodiert.
Hergestellt wird es allerdings unter grosser Vorsicht feucht als NJ3.NH3
- da ist es weit weniger explosiv und kann problemlos abfiltriert
werden.
Man laesst dann einfach den Filter auf dem Experimentiertisch trocknen
und bringt es mit obigem Stock/Feder zur Explosion (vgl. z.B. das Buch
"chemische Kabinettsstueckchen" von Prof. Rösky und Moeckel, welches
diesen Versuch auch beschreibt.
Wenn man sehr vorsichtig ist, sollte mit HMTD in kleinen Mengen
eigentlich auch nichts passieren und gegen solche Versuche ist auch
nichts einzuwenden, wenngleich seit geraumer Zeit eigentlich die
geänderte Rechtslage zu beachten ist.
Leider gibt es immer wieder Unfaelle, wenn Leute die Gefahren
unterschaetzen und unvorsichtig werden. Das kann bei einem Unglueck dann
schwerste Verletzungen hervorrufen.
Man sollte daher schon genau wissen, was man da macht und wie man das zu
machen hat und alle verfuegbare Fachliteratur vorher zu Rate ziehen.
Es passierten schon genug Unfaelle auf dumme Art und Weise.
Selbst nach erprobten Anleitungen in renommierten Zeitschriften wie
dem J. Am. Chem. Soc. .
>das war ja bis hier her ganz spannend, aber was treibt Ihr mit Zeug wenn's
>fertig ist :-) Das würde mich ja schon mal irgendwie interessieren
Ich spiele mit sowas nicht rum, ist mir auch zu gefährlich. Aber es
evtl besser von so einem Rezept auszugehen, als von einem
"anarchistischem", wo die Angaben noch ungenauer sind.
>beim besten Willen nicht vorstellen, das Ihr das Zeug nur herstellt um den
>Prozess zu testen.... :-)
Vermutlich für den großen Knall.
>Ja, allerdings. Ich denke, daß ist besser als sie nicht zu posten. Nur meine
>Meinung. Bei mir hat HMTD übrigens auch nicht geklappt.
Sie ist sowieso erhältlich...siehe auch das Posting unserer Schatten.
Und 30% H2O2 ist deutlich schwieriger zu bekommen als 3 %.
Tja das geht leider nicht...habe im Moment keinen Scanner....tut mir echt
leid. Sonst kein Problem.
> Soweit ich mich erinnern kann, schreibt Davis "in eine Kaeltemischung
> stellen".
Eisbad klappt problemlos! Wer die Temperatur allerdings unbedingt unter 0°
halten will, nimmt eben 50/50 Eis-Salz gemisch.
> Soweit ich mich erinnern kann sollte die Zitronensäure feiner als 200
> mesh sein.
Ist Zitronensäure aus dem Supermarkt 200 mesh?? Glaube kaum. Stand auch
nicht in der Anleitung. Löst sich eh im H2O2.
> Dennoch: Ich wuerde dringendst dazu raten, obigen Ansatz so zu
> skalieren, dass man im Bereich von vielleicht 1-3 Gramm bleibt.
> In einem Reagenzglas sollte das problemlos moeglich sein.
Naja, das kann ja jeder für sich selber machen, so schwer ist das ja nicht.
Ich habe eben aus dem Originalrezept zitiert.
Gruss,
M.Baetz
> Ja, allerdings. Ich denke, daß ist besser als sie nicht zu posten. Nur
meine
> Meinung. Bei mir hat HMTD übrigens auch nicht geklappt.
Hmm! Bei mir funktionierte das auf Anhieb. (Reines Hexamethylentetramin aus
der Apotheke, Zitronensäure aus dem Supermarkt, 30% H2O2 von Fischar)
Bis denne,
M.Baetz
> Und 30% H2O2 ist deutlich schwieriger zu bekommen als 3 %.
Mensch!!! Wohl lebt ihr denn??? Ich in Deutschland, und da geht man einfach
in eine Drogerie und verlangt einen 20-Liter-Kanister 30%iges H2O2 für 65
DM! Wenn es den nicht hat, tut's auch 1 Liter.
Ohne Nachweis....ich habe es sogar vor einigen Jahren unter 18 erhalten. Das
erhalten von Chemikalien ist meiner Meinung nach absolut kein Problem, alles
eine Sache von Erfindungsgeist und/oder persönlichem Engagement.
Gruss,
M.Baetz
> > Das ist zwar schon viel besser. Nur wäre es vielleicht guenstiger,
die
> > Originalvorschrift (am besten das ganze Kapitel ueber HMTD)
> > einzuscannen.
>
> Tja das geht leider nicht...habe im Moment keinen Scanner....tut mir
echt
> leid. Sonst kein Problem.
Ich sehe zumindest am Freitag mal nach, wie die Vorschrift korrekt
lautet. Möglicherweise habe ich mich vertan. Theoretisch kann ich sie
einscannen. Einige Informationen zu diesem Stoff habe ich schon
eingescannt.
> > Soweit ich mich erinnern kann, schreibt Davis "in eine
Kaeltemischung
> > stellen".
>
> Eisbad klappt problemlos! Wer die Temperatur allerdings unbedingt
unter 0°
> halten will, nimmt eben 50/50 Eis-Salz gemisch.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das mit einer anderen Anleitung
verwechselt habe.
> > Soweit ich mich erinnern kann sollte die Zitronensäure feiner als
200
> > mesh sein.
>
> Ist Zitronensäure aus dem Supermarkt 200 mesh?? Glaube kaum. Stand
auch
> nicht in der Anleitung. Löst sich eh im H2O2.
Ich meine mich an den Satz zu erinnern, dass sie gemahlen sein solle, so
dass sie durch ein XXX mesh Sieb gesiebt werden kann.
Es kann aber möglich sein, dass ich das verwechselt habe. Ich sehe das
mal nach.
> > Dennoch: Ich wuerde dringendst dazu raten, obigen Ansatz so zu
> > skalieren, dass man im Bereich von vielleicht 1-3 Gramm bleibt.
> > In einem Reagenzglas sollte das problemlos moeglich sein.
>
> Naja, das kann ja jeder für sich selber machen, so schwer ist das ja
nicht.
> Ich habe eben aus dem Originalrezept zitiert.
Klar. Nur sollte man dennoch den Hinweis ergaenzen, dass man aus
verschiedenen Gruenden den Ansatz herunterskalieren sollte. (1/10-1/5
der Mengen waeren zum Beispiel bei diesem Versuch sinnvoll. Der Versuch
sollte eigentlich auch im Halb-Mikromaßstab funktionieren.)
Sonst steht der Experimentator hinterher mit vielleicht 10-15 Gramm
Produkt da, und muss es gefährlich entsorgen.
Ebenfalls sollte man auf die Verwendung einer Schutzbrille hinweisen.
Das ist zwar eigentlich selbstverständlich. Sollte aber dennoch
sicherheitshalber nicht fehlen.
Gruss
Andreas
Heinz Dieter D÷rmann schrieb:
>Tja, da bin ich nochmals!
>Also irgendwie erscheint mir die Beschreibung ueber Pyrostoffe auf den
>Seiten von "Deja.com" doch etwas riskant!
>Nachdem ich gestern das Glas mit der Chemikalie fuer 24 Stunden aus dem
>Gefrierschrank (und von dem umgebenen Eis) befreit habe und stehen lassen
>habe ist:
>
>1) bereits nach 3 Stunden eine deutliche Schaumbildung entstanden :-)
>2) nach knapp 9 1/2 Stunden wurde ich von einem beissenden Geruch wach
>(trotz Deckel)
>3) der Schaum war weg
>4) die Loesung war braun geworden
>5) die Loesung hatte mitlerweile so stark bei Raumtemperatur reagiert, dass
>das Glas von aussen richtig heiss!! war
>
>Ich habe daraufhin das Glas (mit der Chemikalie) erst einmal ins Gefrierfach
>deponiert!!
>Was nun passiert, muss ich abwarten - auf jeden Fall ist die
>Gebrauchsanleitung wohl etwas duerftig/falsch !!!
Da wir diese Rezeptur aus dem Englischen uebersetzt haben, aus
einer wie wir finden durchaus zuverlaessigen Quelle, dem
New Mexico Tech , einem Institut das sich mit der Erforschung
Naja, mal ehrlich ihr habt doch dieses Rezept von Anonymus:
Herstellung :
Eine Plasitkschale oder ein aehnliches Gefaess wird mit Wasser gefuellt ,
in der Mitte wird ein Glasgefaess plaziert , das Ganze wird solange ins
Eisfach oder die Kuehltruhe gestellt bis alles Wasser zu Eis geworden ist
Nun wird eine Menge Wasserstoffperoxid in das Glasgefaess gefuellt , die
5,25 Teilen ( Gewichtsanteile ) entspricht z.B. 105g . Das Peroxid abkuehlen
lassen und in der Zwischenzeit 1 Teil z.B. 20g gepulvertes Hexamin
bereitstellen , das Hexamin in das Wasserstoffperoxid schuetten und
umruehren bis es sich aufgeloest hat. Die Loesung im Eisfach abkuehlen
lassen bis sie deutlich kaelter als 5 Grad Celsius geworden ist. Nun 2
Teile z.B. 40g Zitronensaeuere langsam in die Loesung einruehren . Nach
einer weiteren halben Stunde im Eisfach entfernt man das Glas aus dem Eis
und laesst es fuer 24 Stunden stehen . Ein Deckel sollte das Glas
verschliessen . Nach einem Tag hat sich an der Oberflaeche eine schaumartige
Schicht gebildet die mittels Kaffeefilter abgefiltert und der Filterinhalt
durch uebergiessen mit klarem Wasser gereinigt werden sollte . Die weissen
Kristalle trocknen und kuehl lagern.
Also ich habe den Versuch heute durchgeführt, mit 11 g 10%
Wasserstoffperoxid ( vom 30%igen runter verdünnt) 2g Hexamin und 4g
Zitronensäure (aber bitte nicht verraten :-).
Chemikalien (nicht sehr fein gepulvert) in dem Waserstoffperoxid gelöst,
Temperatur exakt bei -3°C gahlten. Dann den Becher aus dem Eisbad nach 15
Min. entfernt und bei Raumtemperatur stehen gelassen. Nach 2h 30 min
begannen die ersten Kristalle von HMTD auszufallen. Nach etwa weiteren 3
Stunden schien mir der Prozess beendet (ohne Überkochen, Ehitzung und so
Scherze).
Die erhaltene Ausbeute ist weder überaschend gering noch besonders hoch,
eigenrtlich wie erwartet.
Ich kann mir das Überkochen eigentlich nur durch diverse Unreinheiten in
deinen Chemikalien erklären.
Was hast du für Hexamin verwandt?Aus esbit?
Wo hast du das H2O2 her, vom Friseur?
Und die Zitronensäure?
Gruss,
Manuel
3 Stunden hab ich auch nicht gerührt, einfach das Zeug lösen und einige
Stunden stehen lassen.
> Es tat sich nämlich einfach NICHTS.
Ideen?
Ja, jeden Tag hunderte :-) ich komm' mit dem Verwirklichen kaum hinterher.
Aber das gehört hier nicht her.
Nee im Ernst:
Wie alt war euer H2O2?...Ich vermute langsam stark das dubiose Drogisten
scheusslich altes Zeug verkaufen (Sauerstoffverlust!!).Wer kauft denn sonst
H2O2 30%?? Da gehen doch sicher nicht so viele Flaschen über die Theke, da
bleibt schon mal was vom Vorjahr übrig.
Wo hattet ihr das Hexamin her?
Gruss,
M.Baetz
Warum springen Menschen mit einem Fallschirm aus dem Flugzeug?
Warum stürzen sie sich mit einem fragilen Gummiseil von einer Brücke?
Warum fährt man mit Autos die 300 km/h schnell fahren 57 mal um den Kreis?
Warum rutschen manche Leute einen tosenden Wildbach runter?
Warum müssen manche 8848 Meter auf einen Berg klettern auf dem es -50° kalt
ist und es kaum Sauerstoff gibt?
Fragen über Fragen.......auf die mir auch noch keine rational erklärbaren
Lösungen eingefallen sind.
Gruss,
M.Baetz
> Nee im Ernst:
> Wie alt war euer H2O2?...Ich vermute langsam stark das dubiose Drogisten
> scheusslich altes Zeug verkaufen (Sauerstoffverlust!!).
Beim vorher geposteten Girsewald-Patent muß das Zeug nicht frisch sein.
> Wer kauft denn sonst
> H2O2 30%?? Da gehen doch sicher nicht so viele Flaschen über die Theke, da
> bleibt schon mal was vom Vorjahr übrig.
> Wo hattet ihr das Hexamin her?
Esbit ist ein Trauerspiel. Enthält Wachs und Geruchsstoffe. Schau Dir
mal das Datenblatt des Herstellers an! Muß m.E. unbedingt vor Gebrauch
gereinigt werden.
Reines Hexamin ist als als Blasendesinfektionsmittel, vor allem für
Haustiere, in jeder Apotheke zu haben.
MF.
>Ebenfalls sollte man auf die Verwendung einer Schutzbrille hinweisen.
>Das ist zwar eigentlich selbstverständlich. Sollte aber dennoch
>sicherheitshalber nicht fehlen.
Never ever ohne.
MF.
Hat so ein Fallhammer eine definierte Schlagfläche ?
Z.B.: 1 cm^2
>
> ... Eventuell hat es etwas damit zu tun das es dir nicht gelang alles
> Hexamin zur Aufloesung zu bringen. Das Hexamin loest sich in der
> Tat schlecht in dem kalten H2O2 es ist aber durch intensives
> ruehren irgendwann doch zur Aufloesung zu bringen. ...
Nun, dass kann sein - ich habe das Hexamin (welches ja als Bloecke verkauft
wird) vorher jedoch richtig mir einer Reibe zu Pulver gerieben; trotzdem ich
bestimmt 5 Minuten das Hexamin mit einem kleinen Schneebesen in das H2O2
geruehrt hatte, loeste es sich nicht voellig auf; in Zukunft muss ich eben noch
laenger
rueghren!!! Oder kann es sein, dass sich vielleicht minimal zu viel Hexamin
versucht
habe reinzuruehren und die Loesung zu gesaettigt war (aehnlich, als wenn man zu
viel
Salz einruehren wuerde ...) - allerdings habe ich recht genau dosiert und
abgewogen
gehabt!!! Aber auf eine Verhaeltnisschwankung von 1 - 2 % will ich mich nicht
festlegen
(schliesslich habe ich keine moderne Laborwaage fuer 'zig 100 DM zur
Verfuegung)!!
Cu Heinz Dieter
>
>
>
> ... Was hast du für Hexamin verwandt?Aus esbit?
> Wo hast du das H2O2 her, vom Friseur?
> Und die Zitronensäure?
>
> Gruss,
>
> Manuel
Das Hexamin habe ich in Form von Esbit aus dem Campingbedarf verwendet
(welches ich mit einer Reibe zu Pulver gerieben habe)!
Sowohl H2O2, als auch die kristaline Zitronensaeure habe ich mir aus der
Apotheke
besorgt - das H2O2 (30%ig) musste sogar erst noch von der Apotheke bestellt
werden!! - Also denke ich einmal, dass saemtliche Chemikalien i. O. gewesen sein
duerften - auch die verwendeten Geraetschaften wurden von mir vor Gebrauch
gruendlich gereinigt!!
Cu Heinz Dieter
>
> ... Beim Hex. lag vielleicht das Problem, das war nämlich Esbit (Wachs
> dabei?),
> allerdings zerstäubt bis zum Max, ...
Das mag schon sein, dass dies auch bei mir das Problem gewesen ist - auch ich
verwendete, wie gesagt, Esbit (wie in der Anleitung vorgeschlagen); was fuer
eine
Zusammensetzung kann ich nicht sagen, da dies auf der Verpackung nicht weiter
angegeben ist!!
Cu Heinz Dieter
>
> ... Wie alt war euer H2O2?...Ich vermute langsam stark das dubiose Drogisten
> scheusslich altes Zeug verkaufen (Sauerstoffverlust!!).Wer kauft denn sonst
> H2O2 30%?? Da gehen doch sicher nicht so viele Flaschen über die Theke, da
> bleibt schon mal was vom Vorjahr übrig.
> Wo hattet ihr das Hexamin her?
>
> Gruss,
>
> M.Baetz
Wie bereits an anderer Stelle erklaert, hatte ich das H2O2 direkt aus der
Apotheke - und diese musste es extra erst bestellen!!
Heinz Dieter
> Esbit ist ein Trauerspiel. Enthält Wachs und Geruchsstoffe. Schau Dir
> mal das Datenblatt des Herstellers an! Muß m.E. unbedingt vor Gebrauch
> gereinigt werden.
>
> Reines Hexamin ist als als Blasendesinfektionsmittel, vor allem für
> Haustiere, in jeder Apotheke zu haben.
>
> MF.
Wie kann denn Esbit gereinigt werden? Lohnt sich das Reinigen - oder ist
das Hexamin aus den Apotheke genauso einfach/preiswert zu besorgen??
MfG Heinz Dieter
Habe hier etwas gefunden.
Keine Ahnung, ob das hier schon bekannt ist.
Hexamethylentriperoxiddiamin / HMTD Engl.
Hexamethylenetriperoxidediamine
Bruttoformel : C6H12N2O6
Bleiblockausbauchung : 330ccm
Detonationsgeschwindigkeit : 4500m/sec
Reibempfindlichkeit : ? / Hoch
Schlagempfindlichkeit : 0,6 Nm
Empfindlichkeit gegen Funken
und Flamme : Sehr Hoch.
Benoetigte Ausgangssubstanzen: Quelle :
Wasserstoffperoxid 10% Apotheken ,
( Hoeherprozentiges mit Wasser verduennen ) Baumaerkte
Zitronensaeuere kristallin ( Fest ) Apotheken (zum Entkalken)
Hexamethylentetramin / Hexamin * Keine Angst vor
grossen Worten , diese Substanz ist unter ihrem Handelsnamen weit bekannter
es handelt sich um Trockenspiritus oder Esbit ! Sollte in Spielzeuglaeden
oder Campinggeschaeften zu bekommen sein.
Herstellung :
Eine Plasitkschale oder ein aehnliches Gefaess wird mit Wasser gefuellt ,
in der Mitte wird ein Glasgefaess plaziert , das Ganze wird solange ins
Eisfach oder die Kuehltruhe gestellt bis alles Wasser zu Eis geworden ist
Nun wird eine Menge Wasserstoffperoxid in das Glasgefaess gefuellt , die
5,25 Teilen ( Gewichtsanteile ) entspricht z.B. 105g . Das Peroxid
abkuehlen lassen und in der Zwischenzeit 1 Teil z.B. 20g gepulvertes
Hexamin bereitstellen , das Hexamin in das Wasserstoffperoxid schuetten und
umruehren bis es sich aufgeloest hat. Die Loesung im Eisfach abkuehlen
lassen bis sie deutlich kaelter als 5 Grad Celsius geworden ist. Nun 2
Teile z.B. 40g Zitronensaeuere langsam in die Loesung einruehren . Nach
einer weiteren halben Stunde im Eisfach entfernt man das Glas aus dem Eis
und laesst es fuer 24 Stunden stehen . Ein Deckel sollte das Glas
verschliessen . Nach einem Tag hat sich an der Oberflaeche eine
schaumartige Schicht gebildet die mittels Kaffeefilter abgefiltert und der
Filterinhalt durch uebergiessen mit klarem Wasser gereinigt werden sollte .
Die weissen Kristalle trocknen und kuehl lagern.
Anmerkungen :
Obwohl die Einschraenkungen die fuer Acetonperoxid gelten auch auf HMTD
zutreffen ,wenn auch in etwas geringerem Masse , die Ausbeute nicht so
gross ist , und die Substanz durch hoehere Temperaturen ( groesser 60 C )
schnell unwirksam wird , sollte HMTD dem Acetonperoxid aufgrund seiner
etwas geringeren Empfindlichkeit doch vorgezogen werden . Zudem sind fuer
die Herstellung wirksamer Zuendkapseln keine grossen Mengen noetig.
------------------------------------------------------------------------
oder:
------------------------------------------------------------------------
Materialien:
-Hexamethylenetetramin C6H12N4
-Wasserstoffperoxid 6% H2O2 - (6%ig oder mehr)
-Zitronensäure C6H8O7
-Becher
-Kaffeefilter
-Teelöffel und 1/2Teelöffel (kleiner Teelöffel)
-Eisbad
-Destilliertes Wasser
Prozedur:
9 Teelöffel Wasserstoffperoxid in den Becher füllen. In 3 Portionen, löse 2,5
Teelöffel Hexamin auf. Lasse die Lösund für eine halbe Stunde im Eisbad abkühlen.
In 5 Portionen, löse 4,5 Teelöffel Zitronensäure darin auf.
Lasse die Lösung bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank stehen, bis sich
auf dem Boden ein Niederschlag bildet. (fertig in 8-24 Stunden, im Kühlschrank schneller)
Filter die Lösung durch einen Kaffeefilter und sammle die festen Bestandteile heraus.
Wasche sie in einem kaffeefilter mit 6 Teelöffeln dest. Wasser.
Lasse die Kristalle trocknen. (an einem KÜHLEN trockenem Platz, auf KEINEN FALL
in der SONNE !) Diese Kristalle sind HMTD.
Lager nur an einem Kühlen trockenem Platz in einer verschlossenen Glasvitriole.
WARNUNG: Sehr empfindlich, mit grösster Vorsicht behandeln !
LESEN ! : Wenn der Niederschlag komplett fertig ist, sollte sich ein Film bilden.
Wenn wenig oder gar nicht, dann ist das ganze etwas stärker als üblich !
----------
READ THIS! When the complete precipitation has taken place a filmy layer should have formed. I have noticed sometimes there will be less or almost no
film in the container. When this happens BE CAREFUL it usually means that it is a LOT more powerful then usual.
----------
GRUESSE
MF.
Gruß
MF.
Max Fellner wrote:
> Lohnt nicht. Ich kaufe mir Hexamin, wenn ich Esbit brauche. Brennt
> genauso schön und ist billiger, auf jeden Fall im Chemiehandel.
>
> 100 Gramm in der Apotheke kosteten etwas über 10 DM. Das war mir zu
> teuer.
> Bei Fluka kosten 1 kg (purum) 23,50 + MWSt, als purissimum 58,20 + ...
> ...
Nun, 10 DM fuer 100 g Hexamin (im Vergleich ca. 200g Esbit --> 8 DM)
aus der Aptoheke sind wirklich etwas teuer - dann muss ich mich mal nach einem
Chemiehandel in Herne oder Gelsenkirchen umschauen :-( !!
Was meinst Du mit purum/purissimum? - Ich vermute, dass es ein Wortspiel
darstellen soll, also "fast rein"/"ganz rein", richtig :-) ??
Gruss Heinz Dieter
Wenn esbit Wachs enthalten sollte.....löst sich dieses doch nicht in H2O2,
oder?
Man müsste es also auf jedenfall bemerken wenn solch ein Stoff drin ist.
Löslich ist Hexamin in 10 Tl. Alkohol, unlöslich in Äther. Äther ist aber
nur schwer zu bekommen.
(Kann es sein das von den Herstellern von Esbit aus gutem Grund ein Additiv
zugesetzt wurde um missbräuchliche Verwendung auszuschliessen?)
Gruss,
M.Baetz
> ... (Kann es sein das von den Herstellern von Esbit aus gutem Grund ein
> Additiv
> zugesetzt wurde um missbräuchliche Verwendung auszuschliessen?)
> Gruss,
> M.Baetz
Hallo!
Du meinst, wie bei medizinischem Alkohol (gegen Alkis) oder bei Heizoel
(gegen Spritpreis-Ignorierer) ?!
Schon moeglich - aber denke ich nicht; schliesslich waere der einzige Grund,
einen Missbrauch zu erschweren, der, dass diese Experimente ja gefaehrlich
sind --> und man wuerde die Gefahr dadurch ja nur vergroessern!!
Gruesse Heinz Dieter
>Was meinst Du mit purum/purissimum? - Ich vermute, dass es ein Wortspiel
>darstellen soll, also "fast rein"/"ganz rein", richtig :-) ??
Das sind Reinheitstufen.
>Wenn esbit Wachs enthalten sollte.....löst sich dieses doch nicht in H2O2,
Wohl eher nicht.
>(Kann es sein das von den Herstellern von Esbit aus gutem Grund ein Additiv
>zugesetzt wurde um missbräuchliche Verwendung auszuschliessen?)
Ich denke nicht. Man kann das Hexamethylentatreamin ja problemlos frei
kaufen. Das hat wohl herstellungsbedingte Gründe vermute ich mal. Es
läßt sich leichter verarbeiten oder so.
>Dagegen hilft ein Trick: Durch Erwärmung in Wasser zerfällt es, wobei es
>unter Entstehung von Sauerstoff in Lösung geht.
Zur Vernichtung ? Oder bei der Entstehung ?
War zur Vernichtung gedacht, wenn man zuviel hergestellt hat, was wohl
kein braver Bundesbürger macht!
MF.
Der Hammer nicht, aber die Stempel, zwischen denen das Material
eingebracht wird.
Nach BAM:
Die 2 Stempel haben einen Durchmesser von 10 mm sowie eine Höhe von
ebenfalls 10 mm. Sie gleiten in einer Hülse von 10 mm Innendurchmesser
und 13 mm Höhe.
Initialsprengstoffe allerdings werden in Dt. unter dem Fallhammer auf
Feilenplättchen geprüft. 5 cmm des Stoffes werden auf das Plättchen auf
eine Fläche von 9 mm Durchmesser verteilt und mit dem oberen Stempel
schwach angedrückt, dann mit dem Fallhamer gebummst.
MF.
30%iges gibt's im Zoofachhandel Deines Vertrauens zum Reinigen und
Desinfizieren der Filteranlagen.
Gruß
Marcus
Wie kann man denn das Wachs entfernen? (Lösungsmittel?)
>
> Cu Heinz Dieter
>
>
GRUESSE
Manuel Baetz schrieb:
>> Nun, dass kann sein - ich habe das Hexamin (welches ja als Bloecke
>verkauft
>> wird) vorher jedoch richtig mir einer Reibe zu Pulver gerieben; trotzdem
>ich
>> bestimmt 5 Minuten das Hexamin mit einem kleinen Schneebesen in das H2O2
>> geruehrt hatte, loeste es sich nicht voellig auf; in Zukunft muss ich eben
>noch
>> laenger
>> rueghren!!!
>
>Wenn esbit Wachs enthalten sollte.....l÷st sich dieses doch nicht in H2O2,
>oder?
>Man m³sste es also auf jedenfall bemerken wenn solch ein Stoff drin ist.
>L÷slich ist Hexamin in 10 Tl. Alkohol, unl÷slich in ‘ther. ‘ther ist aber
>nur schwer zu bekommen.
>
>(Kann es sein das von den Herstellern von Esbit aus gutem Grund ein Additiv
>zugesetzt wurde um missbrõuchliche Verwendung auszuschliessen?)
>Gruss,
Also wir haben bisher immer gepulvertes Esbit verwendet und
zwar von dem Hersteller Erich Schumm GMBH+CO KG
aus 71540 Murrhard.
Die Verunreinigungen scheinen unkritisch zu sein. Es bleibt zwar
beim Einruehren in die Loesung eine Art von weissem Schmand
auf der Oberflaecher uebrig, dieser hat aber scheinbar keinen
Einfluss auf die Reaktion.
Bei der Verwendung des Originalrezeptes von Stettbacher mit 30%igem
H2O2 wuerden wir allerdings von Esbit abraten. Bei so hochkonzentriertem
H2O2 koennten die Verunreinigungen die spontane Zersetzung zur
Folge haben. Auch koennte es da wichtig sein sehr fein gepulverte
Zutaten zu verwenden.
Was unser Rezept angeht, so waere vielleicht noch zu sagen das es
scheint als waere die Ausbeute um so groesser ja kaelter die
Loesung beim Einruehren der Zitronensaeuere ist. Wir habe die H2O2
Hexaminloesung einmal in der Gefriertruhe so weit abkuehlen lassen
das sie schon flockig wurde, also kurz vorm gefrieren war. Dabei war
dann die Ausbeute scheinbar besondes gross.
Das im Kaffeefiler abgefilterte Produkt waschen wir mit einer reichlichen
Menge Wasser, so einen halben Liter oder mehr sollte man da schon
durchlaufen lassen. Ein unzureichend gereinigtes Produkt reagiert kaum
auf Entzuendung selbst wenn es trocken ist. Ausserdem sind dann
unerwuenschte Reaktionen im schlimmsten Fall Selbstzuendung wohl
denkbar.
Wir trocknen dann die Menge die wir direkt verarbeiten wollen bei
Zimmertemperatur an der Luft, haben aber auch schon mal eine
kleine Menge ohne Probleme auf der Heizung getrocknet. Da die
Halbwertszeit von HMTD bei 75 Grad 3 Monate betraegt scheint uns
das auch unkritisch.
Der nicht benoetigte Rest wird feucht in einem Plastikdoeschen im
Kuehlschrank gelagert. Wir haben eine solche Probe 1 Jahr lang
gelagert und es war danach noch verwendbar. Wenn das HMTD
feucht ist scheint es voellig harmlos zu sein, es laesst sich dann auch
nicht entzuenden.
Wenn wir wieder mehr Zeit haben werden wir das nun ja schon etwas
aeltere MP leicht gemacht ueberarbeiten und erweitern und dabei auch
auf diese Dinge eingehen.
Ausserdem gibt es viele schoene Sachen die man mit Ammoniumnitrat
machen kann und auch die Umwandlung von Aspirin zu Pikrinsaeuere
und dann zu Ammoniumpikrat ist recht einfach und ergibt zwei schoene
brisante Sprengstoffe.
In der Hoffnung geholfen zu haben
Stay green
Die im Schatten stehen
> Also wir haben bisher immer gepulvertes Esbit verwendet und
> zwar von dem Hersteller Erich Schumm GMBH+CO KG
> aus 71540 Murrhard.
Dann duerften meine Misserfolge doch nicht an dem von mir verwendeten
Esbit liegen - denn ich nutzte dies von der selben Firma!!
> Die Verunreinigungen scheinen unkritisch zu sein. Es bleibt zwar
> beim Einruehren in die Loesung eine Art von weissem Schmand
> auf der Oberflaecher uebrig, dieser hat aber scheinbar keinen
> Einfluss auf die Reaktion. ...
>
> ... Der nicht benoetigte Rest wird feucht in einem Plastikdoeschen im
> Kuehlschrank gelagert. Wir haben eine solche Probe 1 Jahr lang
> gelagert und es war danach noch verwendbar. Wenn das HMTD
> feucht ist scheint es voellig harmlos zu sein, es laesst sich dann auch
> nicht entzuenden. ...
Womit feucht halten? Mit Wasser??
Aber noch etwas anderes; wie sieht es mit H2O2 aus? Kann es daran liegen - auf
der Plastikflasche steht naemlich drauf, dass das Produkt mit "sauren
Natriumphosphat" stabilisiert wurde; oder ist dies auch unbedenklich??
Uebrigens moechte ich mich dafuer bei Dir entschuldigen, da ich Dich (oder
besser, die Seite auf "Deja.com") kritisiert und negativ beurteilt habe;
allerdings
muss es ja einen Grund dafuer geben, warum der 1. Versuch bei mir missglueckte!!
Kann es sein, dass (da nach bereits 3 1/2 h bei mir eine Schaumbildung vorhanden
war) ich direkt den Schaum haette ausfiltern muessen (anstatt noch mehrere
Stunden zu warten) - und dadurch, dass ich es nicht getan hatte, dass entstandene
HMTD wieder in einer Umkehrreaktion mit den anderen Chemikalien reagiert hatte??!
Aehnlich, wie bei "Veresterungen"/"Verseifungen"??
Wie sauber muss das Wasser (zum Verduennen von H2O2) sein - anstatt gekauftes
destiliertes Wasser, hatte ich sauberes Kondenswasser aus einem Waeschetrockner
verwendet, da dieses angeblich aehnlich wie destiliertes Wasser sein soll;
vielleicht bestand darin mein grosser Fehler (das es doch nicht so gut war)!!?
Gruesse Heinz Dieter
> Äther ist aber nur schwer zu bekommen.
Habe ich bis jetzt immer in der Drogerie gekauft. Die Blechdosen waren
aber oft schon zu ein Drittel abgedunstet.
Selbermachen!
> (Kann es sein das von den Herstellern von Esbit aus gutem Grund ein Additiv
> zugesetzt wurde um missbräuchliche Verwendung auszuschliessen?)
> Gruss,
> M.Baetz
Eher zwecks dem besseren Geruch!!!
MF.
Heinz Dieter Doermann schrieb:
>Womit feucht halten? Mit Wasser??
Ja wenn du es aus dem Filter holst ist es ja schoen feucht, so
kannst du es gleich lagern.
>Aber noch etwas anderes; wie sieht es mit H2O2 aus? Kann es daran liegen - auf
>der Plastikflasche steht naemlich drauf, dass das Produkt mit "sauren
>Natriumphosphat" stabilisiert wurde; oder ist dies auch unbedenklich??
Hm, gute Frage. Wir haben immer H2O2 aus der Apotheke verwendet,
das extra fuer uns abgefuellt wurde. Das wird wohl irgendwelche
Stabilisatoren enthalten. Das sollte kein Problem sein.
>Uebrigens moechte ich mich dafuer bei Dir entschuldigen, da ich Dich (oder
>besser, die Seite auf "Deja.com") kritisiert und negativ beurteilt habe;
Das macht nichts, wir sind da nicht so empfindlich. Wir wissen schon
das MP leicht gemacht nicht perfekt ist, es war unser Erstlingswerk und
ist schon ein paar Jahre alt.
Wir koennen aber sagen das wir nichts einfach abgetippt haben, sondern
alles was wir da beschreiben haben wir auch selber schon einmal so
gemacht und wissen daher das es so funktionieren sollte.
>muss es ja einen Grund dafuer geben, warum der 1. Versuch bei mir missglueckte!
>Kann es sein, dass (da nach bereits 3 1/2 h bei mir eine Schaumbildung vorhande
>war) ich direkt den Schaum haette ausfiltern muessen (anstatt noch mehrere
>Stunden zu warten) - und dadurch, dass ich es nicht getan hatte, dass entstande
>HMTD wieder in einer Umkehrreaktion mit den anderen Chemikalien reagiert hatte?
Hm eigentlich sollte da nichts mehr passieren wenn die Reaktion
abgeschlossen ist. Das meisste was da dann uebrig bleibt ist Wasser
und Zitronensaeuere und wohl auch ein rest H2O2.
Du kannst ja beim naechsten mal wenn du nach einigen Stunden
genug Schaumbildung hast abfiltrieren und dann die gefilterte
Loesung wieder wegstellen und beobachten was damit passiert.
>Wie sauber muss das Wasser (zum Verduennen von H2O2) sein - anstatt gekauftes
>destiliertes Wasser, hatte ich sauberes Kondenswasser aus einem Waeschetrockner
>verwendet, da dieses angeblich aehnlich wie destiliertes Wasser sein soll;
>vielleicht bestand darin mein grosser Fehler (das es doch nicht so gut war)!!?
Wir verwenden sowohl zum Verduennen als auch zum Waschen
normales Leitungswasser und hatten noch nie irgendwelche Probleme.
In der Hoffnung geholfen zu haben.
> Womit feucht halten? Mit Wasser??
Ja.
> Aber noch etwas anderes; wie sieht es mit H2O2 aus? Kann es daran liegen -
auf
> der Plastikflasche steht naemlich drauf, dass das Produkt mit "sauren
> Natriumphosphat" stabilisiert wurde; oder ist dies auch unbedenklich??
Das ist üblich so und spielt bei der Raektion keine Rolle.
> Wie sauber muss das Wasser (zum Verduennen von H2O2) sein - anstatt
gekauftes
> destiliertes Wasser
Nim einfach Leitungswasser (auch bei vielen anderen Reaktionen lässt sich
dieses ohne Probleme verwenden)
Gruss,
M.Baetz
> 30%iges gibt's im Zoofachhandel Deines Vertrauens zum Reinigen und
> Desinfizieren der Filteranlagen.
Hm! 10 % gibt's da, aber 30 habe ich noch nie in solchen Läden gegesehen.
Gruss,
Manuel Baetz
> Habe ich bis jetzt immer in der Drogerie gekauft. Die Blechdosen waren
> aber oft schon zu ein Drittel abgedunstet.
Mir wollte man keinen Verkaufen (Drogerie: "Dürfen wir nicht mehr an
Privatleute abgeben."). Wieder so'n neumodisches Gesetz. Jetzt vergammeln da
irgendwo 10 Liter Ether, und keiner darf ihn kaufen.
> Selbermachen!
Wird auf die Dauer auch stressig. Zumal kaufen (noch) etwas billiger ist.
Und ziemlich problematisch wenn man über'm offenen Feuer destilliert ;-)
Gruss,
Manuel
>Das meisste was da dann uebrig bleibt ist Wasser
> und Zitronensaeuere und wohl auch ein rest H2O2.
Und natürlich auch Ammoniumcitrat, welches aus der Reaktion von Ammoniak mit
der Zitronensäure entsteht.
Da wäre meine Frage auch gleich noch ob man die Zitronensäure nicht durch
etwas billigeres ersetzen könnte, bzw. ob sie auch als Katalysator bei
dieser Reaktion fungiert.
Oder man dem Ammoniak bei der Reaktion einfach seinen Lauf nehmen lassen
sollte, also nicht in status nascendi in Ammoniumcitrat umwandeln lassen!?
Gruss,
Manuel Baetz
BTW: Natürlich fanden alle Versuche mit HMTD im Ausland statt. Nicht das
noch einer auf dumme Gedanken kommt und das Zeug in Deutschland herstellt,
das soll dort sogar verboten sein, hab ich gehört!
> > Vor einiger Zeit hat der Hersteller von Esbit gewechselt!
Wollte nur noch sagen: ESBIT= Erich Schumm's Brennstoff In Tablettenform.
Dies nur der Vollständigkeit halber (oder eher ganzer ?).
Gruss,
Manuel Baetz
Hübsch langer Thread übrigens!
>Wird auf die Dauer auch stressig. Zumal kaufen (noch) etwas billiger ist.
>Und ziemlich problematisch wenn man über'm offenen Feuer destilliert ;-)
*lol* Wir haben bei ner Destillation mit Unterdruck im Labor nie
heizen müssen um Etherreste zur entfernen.
Sehr schön! War mal. Sic transit gloria esbitis!
Bloß sollte man solche Sachen nicht immer glauben, auch wenn es hier gut
wirkt. DKW beispielsweise kam anfangs auch nicht von "Deutsche
Kraftwagen" oder "Das kleine Wunder", sondern von "Des Knaben Wunsch".
MF.
> Gruss,
>
> Manuel Baetz
Manuel Baetz wrote:
> Anonymous <nob...@replay.com> schrieb in im Newsbeitrag:
> 1999111118...@sofuku.monster.org...
>
> >Das meisste was da dann uebrig bleibt ist Wasser
> > und Zitronensaeuere und wohl auch ein rest H2O2.
>
> Und natürlich auch Ammoniumcitrat, welches aus der Reaktion von Ammoniak mit
> der Zitronensäure entsteht.
Wie kommst Du denn auf Ammoniak?? Bei dem hier verwendeten Rezept wurde mit
a) H2O2 10%ig
b) Hexamin (Formel aus dem Kopf nicht bekannt ...)
c) kristaliner Zitronensaeure
gearbeitet!!
> Da wäre meine Frage auch gleich noch ob man die Zitronensäure nicht durch
> etwas billigeres ersetzen könnte, bzw. ob sie auch als Katalysator bei
> dieser Reaktion fungiert.
Nun - ich bezahlte ca. 4 -5 DM fuer 100 g Zitronensaeure in der Apotheke; so
teuer ist das ja nun doch nicht ...
>
> Oder man dem Ammoniak bei der Reaktion einfach seinen Lauf nehmen lassen
> sollte, also nicht in status nascendi in Ammoniumcitrat umwandeln lassen!?
>
> Gruss,
>
> Manuel Baetz
>
> BTW: Natürlich fanden alle Versuche mit HMTD im Ausland statt. Nicht das
> noch einer auf dumme Gedanken kommt und das Zeug in Deutschland herstellt,
> das soll dort sogar verboten sein, hab ich gehört!
So etwas stellt man natuerlich immer im Ausland her!!! Schliesslich ist man in
der heutigen Zeit ruckzuck in den Nachbarlaendern :-) ....
Heinz Dieter
Dochdoch, gibts! Wo hingegen ich noch kein 10 %iges gesehen hab...
Zur Frage wg. dem 60%igen: Das hatte ich damals direkt aus der Industrie,
sollte bei uns entsorgt werden. 60Liter in 2 Himmelblauen Kanistern,
originalverschlossen- und wirksam, wie ich auch heute noch beim Reinigen von
Kacheln feststellen kann. Auf die Brisanz oder die Menge des HMTD hatte es
jedoch keinen Unterschied gemacht.
Man braucht kein dest. Wasser (wofür?) oder Säure mit 200 mesh.
Gruß
Marcus
>
>
>
>
Schon richtig, deine weiteren Asführungen. Das ändert aber nichts daran
dassAmmoniak bei der Reaktion von H2O2 und Hexamin entsteht (Nimms einfach
als gegeben hin). Im weiteren ist meine Frage schon beantwortet: Die
Zitronensäure wirkt auch als Kat.
Ob man was anderes nehmen kann weiss ich nicht. Ihr?
Gruss,
Manuel Baetz
Ganz alte Technik (nur Prinzip, schlechte Ausbeute):
Aus Diformalperoxydhydrat und Ammoniak
oder
aus Ammonpersulfat und Wasserstoffsuperoxyd
oder
aus Formaldehyd auf Ammoniumsulfat in Wasserstoffperoxyd gelöst.
Das Girsewaldpatent nennt de facto, daß man den Stoff durch Einwirkung
von Wasserstoffperoxyd auf Hexamethylentetramin in Anwesenheit von
"organischen Säuren, z.B. Zitronensäure" erhält.
Andere Säuren aus dem anorganischen Bereich ergeben andere Stoffe; z. B.
erhält man mit den gleichen Ausgangsstoffen, aber mit Salpetersäure, das
ggf. auch anders bezeichenbare Tetramethylendiperoxiddikarbamid, dessen
Struktur anscheinend ímmer noch nicht restlos geklärt ist. Soll ähnliche
Eigenschaften haben wie das HMTD; es gibt noch andere Herstellungen,
z.B. auch bei Girsewald.
Urbanski vermutet folgende Struktur:
NH - CH2 - O - O - CH2 - NH
/ \
CO CO
\ /
NH - CH2 - O - O - CH2 - NH
So Gott will!
Da die Peroxide wegen ihrer thermischen Instabilität und ihrer
wesentlich geringeren Ladedichte technisch absolut uninteressant sind,
waren die chemischen Erkenntnisse darüber letzten Endes ebenfalls
wesentlich geringer als bei den häufig gebrauchten Substanzen.
Gruß
MF.
In article <807fgq$lgb2$1...@fu-berlin.de>,
"Manuel Baetz" <sirv...@planet-interkom.de> wrote:
> 1. Wasserstoffperoxid in den Becher, Becher ins Eisbad stellen.
Davis verwendet eine Kältemischung aus zerstossenem Eis, Wasser und
etwas Salz.
> 2. Die 14 Gramm Hexam* im H2O2 unter Rühren lösen.
Es wird mechanisch geruehrt (z.B. mit einem Magnetruehrer).
Die Citronensäure sollte pulverisiert sein und *langsam* in
kleinen Portionen unter Umruehren zugesetzt werden, wobei die Temperatur
bei 0 Grad Celsius oder darunter gehalten werden soll.
> 4. Mischung sollte (nach Originalrezept) etwa weitere 3 Stunden
gerührt
> werden, geht aber auch ohne. Wichtig ist lediglich das alle
Bestandteile
> gelöst sind.
Bei 0 Grad Celsius !
> 6. Die weisse kristalline Masse filtern, und sorgfältig it
destilliertem
> Waser auswaschen.
Ggf. wird mit etwas Alkohol gewaschen, um die Trockung bei
Raumtemperatur zu beschleunigen. Ich wuerde von einer Trocknung
jedoch eher abraten.
> (Diese Anleitung ist in dem Buch von Tenney L. Davis "Chemistry of
Powders&
> Explosives" enthalten, und öffentlich zugänglich!)
...
> > Man sieht also wiedermal die Idiotie jener Leute, die das Zeug in
Mengen
> grösser 10 g herstellen.
Meiner Meinung nach sollte man in einem Demonstrationsversuch einen
Ansatz von 1/10 der bei Davis beschriebenen Mengen in einem
kleinen Becherglas oder Reagenzglas machen.
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
Wenn du HMTD mit offener Flamme entzündest (in geringen Mengen) verpufft es.
Ähnlich wie Schiessbaumwolle.
Erhitzt man es ohne direkten Flammenkontakt, z.B. in einem Reagenzglas mit
einem Bunsenbrenner, bleibt vom RG nicht mehr viel übrig. Und von deiner
Hand vielleicht auch nicht.
Gruss,
Manuel Baetz
2. Anzünden: Der Stoff wird nur an einer Stelle entzündet und von dessen
Punkt aus sich dann die Reaktion fortpflanzt, wobei der Temp. Unterschied
noch grösser ist.
Wahrscheinlich macht es aber in grösseren Mengen nicht mehr besonders viel
Unterschied, da ja auch die durchjagende Druckwelle den Stoff zur Reaktion
bringt.
cu
Armin
> iergendwo da unten hab ich gelesen, daß HMTD bei entzünden verpufft
und beim
> erhitzen explodiert?
> Habe ich das falsch verstanden, oder ist das wirklich so ich kann mir
> nämlich nicht erklären, wo da ein Unterschied besteht.
Das hängt vermutlich damit zusammen, dass in Flammengasen Radikale
vorkommen, die mit den Peroxiden direkt unter Zersetzung reagieren
können.
Erhitzt man hingegen, führt man nur thermische Energie zu.