Ich sage "Danke!"
Es lösen sich in 100 g Wasser
bei 0°C 118g,
bei 20°C 189g,
bei 100°C 871g
Ammoniumsulfat.
> Hat jemand schon Erfahrungen mit der Verwendung von NH4NO3 + S statt NH4NO3
> + Al ?
nö
> Ich sage "Danke!"
"Bitte!"
Alex
was hat das mit dem betreff zu tun?
man(n) kann sich bei Landwirtschaftlichen Lagerhäusern (wie z.B.
Raiffeisen) Kalkammonsalpeter kaufen. Lösen, umkristslisieren.
Fe(r)tisch! :)
By(e) Timm!
Phi <phic...@metronet.de> schrieb im Beitrag <35bf4707...@pop-news.metronet.de>...
> woher bekommst du Ammoniumnitrat?
>
Man bekommt sog. "Kalk-Ammon-Salpeter" bei der Reiffeisen AG und Anderen.
Du löst es in Wasser auf und wartest darauf, dass sich der Kalk am Boden
Absetzt - dann die NH4NO3-lösung abgießen und einkochen... wie auch immer
kocht es biss es sich zersetzt. Du solltest es merken, daran ob das NH4NO3 auf
einem Löffel nach dem Erkalten fest wird. Wenn ja nimmst du die ganze Sache
vom Herd und steckst es für 2 Stunden bei 80°C in den Oven.
Aber man sollte aufpassen - Al+NH4NO3 hat 50% mehr Sprengkraft als TNT!
NH4NO3 hat selbst nur knapp 60% der Sprengkraft von TNT.
Zudem brauch man dafür ne Sprengkapsel. Du solltest aber mit was anderem
anfangen, wenn du nicht so erfahren bist. ( Schwarzpulver hat z.B. weniger
als 10% der Sprengkraft wie TNT ! )
--
So far - so good!
X-Ray <fhe...@gmx.net>
Doch ich!
Aber es war kein NH4NO3, sondern Kalkammonsalpeter! Beim vermischen
hat es etwas nach ammoniak gestunken. Leider hat eine rieeesige Sprengkapsel
das nicht zur Explosion gebracht :-(
Ich empfehle NH4NO3 + Aceton - hat nen bestialischen Knall gemacht auf m Bakong!
So 2g davon haben nen Betongboden etwa einen 2mm tiefen Krater reingeschlagen.
Das NH4NO3 nur mit Aceton anfeuchten!
Die gewichtsanteile betragen:
8 Teile NH4NO3 auf 1 Teil Aceton
>
>Es lösen sich in 100 g Wasser
>
>bei 0°C 118g,
>bei 20°C 189g,
>bei 100°C 871g
>
>Ammoniumsulfat.
die Werte sind nicht für Ammoniumsulfat sondern von Ammoniumnitrat.!!!!!
Aber fehler passieren immer wieder
Wissen ist Macht nicht Wissen macht nichts
cu Howk
>
> Man bekommt sog. "Kalk-Ammon-Salpeter" bei der Reiffeisen AG und Anderen.
> Du löst es in Wasser auf und wartest darauf, dass sich der Kalk am Boden
> Absetzt - dann die NH4NO3-lösung abgießen und einkochen... wie auch immer
> kocht es biss es sich zersetzt. Du solltest es merken, daran ob das NH4NO3 auf
> einem Löffel nach dem Erkalten fest wird. Wenn ja nimmst du die ganze Sache
> vom Herd und steckst es für 2 Stunden bei 80°C in den Oven.
Was ich von Deinem System der "Zeitbestimmung beim Kochen" halte, ist ja
hinreichend bekannt. Allerdings soltest Du es wirklich nicht
weiterverbreiten, andernfalls könntest Du irgendwann wegen der Beihilfe
zur Körperverletzung belangt werden. Und Schadenersatz zahlen auch
Strafunmündige!
Ist es wirklich so unzumutbar, sich ein Thermometer zu beschaffen und
die Auskristallisierung in Stufen vorzunehmen? Dafür bekommst Du auch
schöne Kristalle, keine gebackenen Masse. Lies mal in einem guten
Lexikon über die 3 temperaturabhängigen Modifikationen des AN!!!
>
> Aber man sollte aufpassen - Al+NH4NO3 hat 50% mehr Sprengkraft als TNT!
Komisch, daß dann überhaupt noch teures TNT hergestellt wird! Wer
erzählt Dir denn einen solchen Oberschmarrn?
> NH4NO3 hat selbst nur knapp 60% der Sprengkraft von TNT.
Für normalen Gebrauch hat es praktisch gar nichts bzw. ist zu nichts zu
gebrauchen! Knallzeugs rechne ich nämlich nicht zun normalen Gebrauch!
Für mich ist Sprengstoff eben Sprengstoff, mit dem Gesteine
kleingemacht, Gebäude flachgemacht, Bäume in gefährlicher Lage
niedergemacht, Verstopfungen in Fels und Eis freigemacht, Lawinen zu Tal
gebracht, Gegenstände aus härtestem Metall verformt, Platten mit
Metallfolien aufgebügelt werden u.s.w. Natürlich gehören auch
Feinsprengungen dazu, wie Sprengniete, Lockern heißer Massen in der
Roheisenherstellung, ggf. sogar Aufsprengen von Abstichöffnungen in
Stahlöfen etc.
Da kannste Dein Ammonnitrat vergessen! Und Deine Alu-Pulvermischung
auch! Was in Bomben bei hoher Verdämmung als Häuserniederleger
funktiniert, ist sonst oft unbrauchbar. Und die Notlösungen vergangener
Kriegsendtage (Ammonsalperfüllpulver in Handgranaten) enthielten immer
noch einen hohen Anteil von nitrierten Kohlenwasserstoffen, die als
billige Zwischenprodukte bei der TNT-Herstellung o.ä. anfielen.
> Zudem brauch man dafür ne Sprengkapsel. Du solltest aber mit was anderem
> anfangen, wenn du nicht so erfahren bist. ( Schwarzpulver hat z.B. weniger
> als 10% der Sprengkraft wie TNT ! )
Als erstes solltest Du mal den Begriff Sprengkraft klar definieren. Ich
glaube, Du bringst verschiedene Begriffe total durcheinander:
Detonationsfähigkeit, Brisanz, Detonationsgeschwindigkeit, Gasmenge,
thermische Energie, Bleiblockaufbauchung, Reibempfindlichkeit,
Stoßempfindlichkeit, Initiierbarkeit und vielleicht sonst noch was.
Bevor Dir diese Begriffe nicht völlig klar und trennbar sind - auch wenn
sie natürlich zusammenhängen - kannst Du keine solchen absoluten
Aussagen machen, weil diese ohne nähere Terminierung oft zwangsweise
falsch sein müssen.
Für viele Fälle ist Schwarzpulver immer noch Sprengmittel der ersten
Wahl!
Allmählich hängt es einem zum Hals raus, immer wieder denselben Quark
erzählen zu müssen. Meist sage ich schon gar nichts mehr. Wo aber immer
wieder Falsches verbreitet wird, ohne daß es korrigiert wird, glauben
schließlich die meisten daran.
Leute, freßt´s Scheiße! 10 Milliarden Ameisen können nicht irren!
Fritzchen
BRAVO!
aber ich vermute, daß es nicht das letzte Mal war...
Marcus
>Allmählich hängt es einem zum Hals raus, immer wieder denselben Quark
>erzählen zu müssen. Meist sage ich schon gar nichts mehr. Wo aber immer
>wieder Falsches verbreitet wird, ohne daß es korrigiert wird, glauben
>schließlich die meisten daran.
>Leute, freßt´s Scheiße! 10 Milliarden Ameisen können nicht irren!
Fritz,
bitte trotzdem nicht verzweifeln...
Was an interessantem bei dir so zwischen den Zeilen kommt wiegt da
zehnmal auf.
Gruß
Christian
Meinetwegen.
Aber es hat schon einen Grund, warum ich das gerade hier geschrieben
habe.
Fritzchen
Ich weiß dass NH4NO3 um die 30°C (?) anfängt zusammen zu backen...
> > Aber man sollte aufpassen - Al+NH4NO3 hat 50% mehr Sprengkraft als TNT!
>
> Komisch, daß dann überhaupt noch teures TNT hergestellt wird! Wer
> erzählt Dir denn einen solchen Oberschmarrn?
Schau doch mal nach, wieviel ccm Bleiblockausbuchtung NH4NO3 + Al
hat - und TNT hat nur 300ccm!
> > NH4NO3 hat selbst nur knapp 60% der Sprengkraft von TNT.
>
> Für normalen Gebrauch hat es praktisch gar nichts bzw. ist zu nichts zu
> gebrauchen! Knallzeugs rechne ich nämlich nicht zun normalen Gebrauch!
Und was ist mit den Sprengen von wertvollem Gestein - z.B. Quarz und
Granit, die nicht in Form von Gries rauskommen sollen? Schwarzpulver dürfte
warscheinlich nicht mehr für Granis genügen?
> Da kannste Dein Ammonnitrat vergessen! Und Deine Alu-Pulvermischung
> auch! Was in Bomben bei hoher Verdämmung als Häuserniederleger
Hab ich neuerdings auch garnicht behauptet - Eines muß man TNT gegenüber
NH4NO3+Al lassen - TNT hat eine viel höhere Detonations-Geschwindigkeit.
Und somit warscheinlich eine Höhere Brisanz - ich hab leider keine Information
zur Brisanz von NH4NO3+Al und TNT.
> funktiniert, ist sonst oft unbrauchbar. Und die Notlösungen vergangener
> Kriegsendtage (Ammonsalperfüllpulver in Handgranaten) enthielten immer
> noch einen hohen Anteil von nitrierten Kohlenwasserstoffen, die als
> billige Zwischenprodukte bei der TNT-Herstellung o.ä. anfielen.
Kommt aber Lange nicht auf das Niveau von NH4NO3+Al
> Als erstes solltest Du mal den Begriff Sprengkraft klar definieren. Ich
> glaube, Du bringst verschiedene Begriffe total durcheinander:
> Detonationsfähigkeit, Brisanz, Detonationsgeschwindigkeit, Gasmenge,
> thermische Energie, Bleiblockaufbauchung, Reibempfindlichkeit,
> Stoßempfindlichkeit, Initiierbarkeit und vielleicht sonst noch was.
Blödsinn! Wenn ich behaupten würde Detonations-Geschindigkeit hätte
wäre Sprenkraft, dann wäre das so!!!!!!!
> Bevor Dir diese Begriffe nicht völlig klar und trennbar sind - auch wenn
> sie natürlich zusammenhängen - kannst Du keine solchen absoluten
> Aussagen machen, weil diese ohne nähere Terminierung oft zwangsweise
> falsch sein müssen.
Sprengkraft setzt sich vorallem ( oder eher fast nur ) aus Gasvolumen bei
der Detonation und der Detonations-Geschwindigkeit zusammen. Wie die
Im Verhältnis die Sprengraft ergeben weiß ich nicht.
Ich wette aber NH4NO3 + Al hat bei der Detonation ein viel Höheres Gasvolumen
als TNT - vorallem durch die Energie, die Al frei setzt.
> Für viele Fälle ist Schwarzpulver immer noch Sprengmittel der ersten
> Wahl!
>
> Allmählich hängt es einem zum Hals raus, immer wieder denselben Quark
> erzählen zu müssen. Meist sage ich schon gar nichts mehr. Wo aber immer
> wieder Falsches verbreitet wird, ohne daß es korrigiert wird, glauben
> schließlich die meisten daran.
>
> Leute, freßt´s Scheiße! 10 Milliarden Ameisen können nicht irren!
Hast du etwa jetzt schon nen Nervenzusammenbruch? ;-)
> Ich weiß dass NH4NO3 um die 30°C (?) anfängt zusammen zu backen...
Darum ist es sinnvoll, eine Auskristallisierung aus der noch
wassergelösten Phase vorzunehmen. Notfalls ion Stufen!
> Schau doch mal nach, wieviel ccm Bleiblockausbuchtung NH4NO3 + Al
> hat - und TNT hat nur 300ccm!
Aber 6900 m/s!
Die Bleiblockausbauchung ist doch nur ein kleiner Teil der Beurteilung,
bestenfalls geeignet zur Feststellung der Brechwirkung in Gestein. Dabei
wird das "Arbeitsvermögen" ermittelt, wie es für den Gebrauch in
Bohrlöchern wichtig ist. Das heißt, in stärkster Verdämmung. Soizusagen
dioe "Schiebewirkung". Die Detonationsgeschwindigkeit spielt dabei keine
wesentliche Rolle. Das gefürchtete Bleiazid hat dabei übrigens nur 115
ccm!
Außer der höchst wirksamen detonationsgeschwindigkeit, die eine hohe
verdämmun g weniger wichtig macht, mußt Du auch die Dichte
berücksichtigen. enn eine hohe Ladedichte in g/ccm erreicht wird, kann
sich sozusagen die Energie auf kleinestem raum austoben und die
zerstörungswirkung istz in der Umgebung ungleich heftiger.
Es dürfte sehr schwierig sein, mit Ammonalen ein Stahlschiene zu
sprengen. Für brisante Stoffe no problem!
> Und was ist mit den Sprengen von wertvollem Gestein - z.B. Quarz und
> Granit, die nicht in Form von Gries rauskommen sollen? Schwarzpulver dürfte
> warscheinlich nicht mehr für Granis genügen?
Richtig; da war ich zu heftig. Aber da haben wir ja auch die Verdämmung.
Früher verwendete man dafür Dynamite, heute ist man in der Lage, tiefer
zu bohren mit mehr Verdämmung und kann daher die wesentlich billigeren
AN-Stoffe verwenden. Sogar das besch. Andex. Oder Slurries.
Dazu muß man allerdings die Technik wissen. Man bohrt zunächst ein
tiefes Loch an der Steilwand (senkrecht), welches natürlich für diese
schwachen Stoffe zu klein wäre. Das wird dann ein- oder 2mal mit
Vorsprengungen zu einem Kessel erweitert, in den man dann die
Primitivsprengstoffe einlaufen läßt. Gezündet wird nit Schlagladung oder
noch besser einer besonders dicken Sprengschnur (Supercord 100 = ideal).
Dann kann der Stoff seine günstige Wirkung entfalten.
Die Ausbauchung von Schwarzpulver liegt übrigens (kaum bekannt) nur bei
ca. 30. Sprenggelatine bei 600, Hexogen bei "nur" 520. Kein Mensch würde
Dir glauben (mit Recht), daß Hexogen schwächer wäre als Sprenggelatine
> Hab ich neuerdings auch garnicht behauptet - Eines muß man TNT gegenüber
> NH4NO3+Al lassen - TNT hat eine viel höhere Detonations-Geschwindigkeit.
> Und somit warscheinlich eine Höhere Brisanz - ich hab leider keine Information
> zur Brisanz von NH4NO3+Al und TNT.
Brisanz kann man nicht messen! Sie besteht aus der zusammenfassenden
Wertung von Gasmenge, Wärmeenergie, Ladedichte und v.a.
Detonatioinsgeschwindigkeit, die oft wiedum von der Ladedichte abhängt.
Laut Kast ist Prisanz das Produkt aus Lafedichte, spezifischer Energie
und Detonationsgeschwindigkeit. Das läßt aber wiederum nicht alle
Faktoren zu.
Zur mesung der Brisanz verwendet man häufig eine Stauchprobe. Ich habe
mir mal eine mit nach Haus genommen und zeuge sie staunenden
Waffenliebhabern als "Sondergeschoß": Ein dicker Bleizylinder wird mit
Sprengstoff beaufschlagt (ebenfalls in Zylinderform). Dazwischen sind
ein oder mehrere Scheiben aus Stahl, damit das Blei nicht gleich platzt.
Dann wird von oben gezündet. Der Bleizylinder schaut dann aus, wie wenn
er als Geschoß mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Stahlwand geflogen
wäre. Sozusagen ein Schwammerl.
Die Größe dieser Stauchung ist ein gutes Maß für die Brisanz. Mein
Lieber, da bleibt von den AN-Mischungen wenig übrig!
Da reine Al-AN Mischungen bei uns nicht verwendet werden, gibt es dafür
keine Meßwerte. Nur Gerüchte. Der Al-Zusatz bei gemischten AN-Pulvern,
der durchaus die
Schwadenmenge erhöht, bewirkt aber mehr eine Art Nachexplosion, an der
Luft sogar in Verbindung mit dem Luftsauerstoff und erzeugt damit den
scharfen Knall, der mehr vortäuscht als tatsächlich bringt. Bei der
Brisanzmessung ist die sofortige schlaghartige Wirkung von Bedeutung,
nicht der Nachschlag.
>
> > funktiniert, ist sonst oft unbrauchbar. Und die Notlösungen vergangener
> > Kriegsendtage (Ammonsalperfüllpulver in Handgranaten) enthielten immer
> > noch einen hohen Anteil von nitrierten Kohlenwasserstoffen, die als
> > billige Zwischenprodukte bei der TNT-Herstellung o.ä. anfielen.
>
> Kommt aber Lange nicht auf das Niveau von NH4NO3+Al
Das klingt jetzt wie eine Trotzreaktion. Wer hat Dir denn das
eingeredet? Etwa die Verfasser der berühmten schwarzen Literatur?
Schau´s doch mal so an: Was gut ist, kommt an. Und was billig ist, auch.
Mischungen mit AN und Al allein wären wahrscheinlich das billigste
Sprengmittel überhaupt. Nur AN und Diesel ist noch billiger, viel
billiger! Das letzte gibt es bei uns in Old Germany zu kaufen, das
andere nicht. Warum?
Vor einem Jahr noch sprach niemand in dieser Gruppe von AN-Al, bis ein,
ich muß leider heute sagen blöder Hund, das mal veröffentlicht hat, mit
der einfachen Zündung und so. Nur ganz so nebenbei. Ähnlich wie mit
Ammonsalpeter als Grundlage für den Treibstoff für Raketen. Andere, die
es auch gewußt haben, waren wohl klüger und haben den Miund gehalten.
Daß das sofort aufgegriffen wurde und sich verselbständigt hat, konnte
er nicht ahnen. Aber was dann daraus gemacht wurde, schon gar nicht.
Anscheinend der erste leicht herstellbare Großkotzkrachstoff überhaupt
hier. An dem dann noch weiter herumgebastelt wurde! Mit und ohne
Literaturhilfe. Allerdings nahm gleichzeitig und komischerweise der Ruf
nach Chloraten ab! Insofern was Gutes!
Ein weiteres, noch blöderes Posting über einen wesentlich brisanteren
Homeworkerstoff blieb Gottseidank unbeachtet. Nur einer schrieb per
e-mail, der Verfasser möge bitte das Maul halten (auf amerikanisch)!
Seitdem jedenfalls erscheinen die AN-AL-Sprengstoffe als das Non Plus
Ultra in dieser Gruppe! Kennt ihr überhaupt was anderes, echtes zum
Vergleich?
> Sprengkraft setzt sich vorallem ( oder eher fast nur ) aus Gasvolumen bei
> der Detonation und der Detonations-Geschwindigkeit zusammen.
Eben nicht nur!
> Wie die Im Verhältnis die Sprengraft ergeben weiß ich nicht.
Siehe oben!
> Ich wette aber NH4NO3 + Al hat bei der Detonation ein viel Höheres Gasvolumen
> als TNT - vorallem durch die Energie, die Al frei setzt.
Das ist schon wieder eine gefährliche Aussage. Das Gasvolumen besteht ja
aus den Reaktionsstoffen, die freigesetzt werden Und da ist es natürlich
so, daß bestimmte Explosionsstoffe einen hohen Anteil an festen Stoffen
freisetzen, wie z.B. Schwarzpulver. Al selbst erzeugt am liebsten feste
Stoffe, natürlich auch zu Molekülen zerblasen. Die Wirkung des Al
besteht in erster Linie darin, durch zusätzliche Erhitzug die
Gastemperatur zu steigern und damit höhere Drücke zu erzielen. Da das
erst nachträglich zur Wirkung kommt (wobei für den Zuschauer das
"nachträglich" logischerweise nicht auffallen kann, weil wir im Berteich
von Milli- oder gar noch Mykrosekunden bleiben), ist eben diese Wirkung
mehr schiebend. Für den Eindruck an Lautstärke ist das günstig! Ich
stimme Dir zu, daß die Schwadenmenge zumindest beim gemischtem
Ammonpulver unter Berücksichtigung der Ausdehnung durch Nachheizung
ernsthaft höher ist, weil die nitrierten Kohlenwasserstoffe selbst viel
Schwaden erzeugen, die vom Metallpulveranteil weiter aufgeheizt werden.
Das reine AN-AL-Gemisch selbst kann da nicht mithalten, und zählt
sprengtechnisch zu den Primitivmischungen. Es kommt eben auf den
Vergleichsmaßstab an. Logischerweise ist es gegenüber Böllerpulvern der
liebe Gott und auch stärker als Chloratmischungen. Und allzuviele Leute
beurteilen mangels geeigneter Meßmethoden die Stärke eines
Explosivstoffs nach dem Knall. Wenn´s nur oft genug nachgeplappert wird,
genießt es irgendwann den Ruf der absoluten Wahrheit.
Ernsthafte Frage: Hat schon irgend jemand von Euch mal die
Detonationsgeschwindigkeit gemessen? Oder sonst eine Prüfung
durchgeführt, z.B. die Stauchprobe? Oder wenigstens die
Durchschlagswirkung von Sprengstoff gemessen? Ich habe da beispielsweise
´ne 12 mm dicke Stahlplatte, wo ich bei einer Vorführung mit unter 20 g
Sprengstoff ein glattes Loch mit 25 mm Durchmesser reingemacht habe. Das
war kein AN-AL-Stoff! Wie´s geht, sag ich nicht.
Ich weiß, daß Du das u.U. messen könntest, aber nicht darfst. Der
Unterschied ist eben: Du erzählt nach - ich hatte eigene Ergebnisse.
> > Leute, freßt´s Scheiße! 10 Milliarden Ameisen können nicht irren!
>
> Hast du etwa jetzt schon nen Nervenzusammenbruch? ;-)
Hängt mit den Problem zusammen, daß immer wieder die gleichen
Schauermärchen erzählt werden. Und da es eben jeder nachplappert - siehe
Ameisen! Irgendwo sagte mal ein gewisser Goethe sinngemäß: Man darf
nicht aufhören, die Wahrheit immer wieder zu verbreiten, da sich die
Dummheit von selbst verbreitet.
Fühl Dich jetzt bitte nicht getreten! Das war nicht gegen Dich. Wenn es
so wäre, bekämst Du von mir gar keine Antworten.
Freundlichen Gruß
Fritzchen
By(e) Timm!
Timm Reinwardt <timm.re...@ginko.de> schrieb im Beitrag
<35C708A9...@ginko.de>...
Ich glaub nicht! Bei mir im ist immer eine Feste schicht entstanden!
Du darft nicht vergessen, dass das NH4NO3 geschmolzen ist und danach
erstarrt - dann ist es wie hartes, bröseliges Wachs.
Da gibts keine Kristalle! Sondern nur eine art Wachspfladen.
Wenn man dann noch son scheiß-oven hat wie wir, schmilzt die ganze Sache
nochmal im Oven.
Und ich glaube nicht, dass Kristallnadeln bei einem Sprengstoff verner 160 oder
180Nm Schlagempfindlichkeit was ausmacht. ( In den Büchern steht oft >49 Nm
oder nur 50Nm - was daher kommt, dass die meisten nur bis 50Nm getestet
haben! Wenn es dann immer noch nicht zündet wird halt >49Nm notiert. )
Ich weiß nicht wer, aber irgend jemand hatte mal die genauen Zahlen
gepostet. Dabei war auch Schwarzpulver - jetzt wei ich nicht mehr welches
160 und welches 180 Nm hatte...
P.S. bildet TNT nicht auch Kristallnadeln?
f> Ich empfehle NH4NO3 + Aceton - hat nen bestialischen Knall gemacht auf m
f> Bakong! So 2g davon haben nen Betongboden etwa einen 2mm tiefen Krater
f> reingeschlagen.
Was bei Dir schon als Krater durchgeht:-)))
> Ich glaub nicht! Bei mir im ist immer eine Feste schicht entstanden!
> Du darft nicht vergessen, dass das NH4NO3 geschmolzen ist und danach
> erstarrt - dann ist es wie hartes, bröseliges Wachs.
> Da gibts keine Kristalle! Sondern nur eine art Wachspfladen.
> Wenn man dann noch son scheiß-oven hat wie wir, schmilzt die ganze Sache
> nochmal im Oven.
> Und ich glaube nicht, dass Kristallnadeln bei einem Sprengstoff verner 160 oder
> 180Nm Schlagempfindlichkeit was ausmacht. ( In den Büchern steht oft >49 Nm
> oder nur 50Nm - was daher kommt, dass die meisten nur bis 50Nm getestet
> haben! Wenn es dann immer noch nicht zündet wird halt >49Nm notiert. )
> Ich weiß nicht wer, aber irgend jemand hatte mal die genauen Zahlen
> gepostet. Dabei war auch Schwarzpulver - jetzt wei ich nicht mehr welches
> 160 und welches 180 Nm hatte...
>
Die angesprochenen Modifikationen beeinflussen die Eigenschaften als
Sprengstoff. Hier geht es zunächst nicht um Gefährlichkeit des
Selbstzündens. Bei dem Ammonpulver z.B. mußte man bei der Lagerung unter
den gut 30 Grad bleiben, weil sonst ein Zusammenbacken der pulvrigen
Form entstand mit erheblichen Änderungen im Abbrand bzw. Zündverhalten,
was in der Praxis nicht brauchbar war.
Deine Methode hat den bösen Nachteil,daß sich bei Dir schon
Zersetzungsprodukte bilden. Nicht übereinstimmend mit den meisten
Lehrbüchern, die mehr theorteischer Natur sind, bilden sich dabei
verschiedene Säuren auf Stickstoffbasis, was sich bei größerem Anteil am
zu niedrigen pH-Wert erkennenläßt. Diese Bestandteile können Unsinn
machen. Ob sich dabei noch Lachgas abspaltet und das Hirn vernebelt, ist
sprengtechnisch weniger, sondern privates Risiko.
Fritzchen
Deshalb ist HMTD auch viel besser - trotz geringerer Det.Geschw. ( 330ccm!!! )
HMTD übertrifft sogar Quecksilberfulminat ( 180ccm ? )in seiner Initierwirkung!
Ich hab irgendwo den Wert für NH4NO3 gelesen - benötigt werden 1.2gHMTD
oder 2g Quecksilberfulminat - allerdings setzt ich auf diese eine Info nicht
sehr viel Warheitsgehalt.
Was ich weiß: HMTD ist der beste Initialsprengstoff den ich kenne - auf die
Wirkung bezogen!
> Außer der höchst wirksamen detonationsgeschwindigkeit, die eine hohe
> verdämmun g weniger wichtig macht, mußt Du auch die Dichte
( .... sehr interessant! )
> > zur Brisanz von NH4NO3+Al und TNT.
> Brisanz kann man nicht messen! Sie besteht aus der zusammenfassenden
(.... ?????? )
> Zur mesung der Brisanz verwendet man häufig eine Stauchprobe. Ich habe
Was sollte dass??!?!?
> mir mal eine mit nach Haus genommen und zeuge sie staunenden
> Waffenliebhabern als "Sondergeschoß": Ein dicker Bleizylinder wird mit
> Sprengstoff beaufschlagt (ebenfalls in Zylinderform). Dazwischen sind
> ein oder mehrere Scheiben aus Stahl, damit das Blei nicht gleich platzt.
> Dann wird von oben gezündet. Der Bleizylinder schaut dann aus, wie wenn
> er als Geschoß mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Stahlwand geflogen
> wäre. Sozusagen ein Schwammerl.
Ich kenne den Test - den hab ich auch gemeint. Es gibt ja die Messeinheit
"Stauchung nach Kast" ?
> Die Größe dieser Stauchung ist ein gutes Maß für die Brisanz. Mein
> Lieber, da bleibt von den AN-Mischungen wenig übrig!
NH4NO3+Al ??? Ich konnte da nähmlich auch nich die Werte finden
was die Stauchung angeht.
> Da reine Al-AN Mischungen bei uns nicht verwendet werden, gibt es dafür
> keine Meßwerte. Nur Gerüchte. Der Al-Zusatz bei gemischten AN-Pulvern,
Genau! :-(
> der durchaus die
> Schwadenmenge erhöht, bewirkt aber mehr eine Art Nachexplosion, an der
> Luft sogar in Verbindung mit dem Luftsauerstoff und erzeugt damit den
> scharfen Knall, der mehr vortäuscht als tatsächlich bringt. Bei der
Deshalb heist es warscheinlich dass NH4NO3+Al einen waaahhhnsinns Schlag
drauf hat.
> Brisanzmessung ist die sofortige schlaghartige Wirkung von Bedeutung,
> nicht der Nachschlag.
Das leuchtet ein!
> > > funktiniert, ist sonst oft unbrauchbar. Und die Notlösungen vergangener
> > > Kriegsendtage (Ammonsalperfüllpulver in Handgranaten) enthielten immer
> > > noch einen hohen Anteil von nitrierten Kohlenwasserstoffen, die als
> > > billige Zwischenprodukte bei der TNT-Herstellung o.ä. anfielen.
> >
> > Kommt aber Lange nicht auf das Niveau von NH4NO3+Al
>
> Das klingt jetzt wie eine Trotzreaktion. Wer hat Dir denn das
> eingeredet? Etwa die Verfasser der berühmten schwarzen Literatur?
War keine Trotzreaktion - ich hab nur mal die Werte der NH4NO3-Mischungen
verglichen. NH4NO3+Al war in allen Beziehungen das stärkste was ich fand. Das
ist halt das woran ich mich erinerte. Es kann aber auch sein dass ich
diverse Pseudo-Dynamitmuschungen mit AN übersehen hab. Aber da gehören
NH4NO3+Nitr.Kohlenwasserstoffe nicht dazu.
> Schau´s doch mal so an: Was gut ist, kommt an. Und was billig ist, auch.
> Mischungen mit AN und Al allein wären wahrscheinlich das billigste
> Sprengmittel überhaupt. Nur AN und Diesel ist noch billiger, viel
> billiger! Das letzte gibt es bei uns in Old Germany zu kaufen, das
> andere nicht. Warum?
1. Weil Diesel das NH4NO3 imprägniert und dafür sorgt das es nicht mehr
Hydroskopisch ist?
2. Weil NH4NO3 Hydroskopisch ist und mit Al daher schlecht lagerfähig ist?
> Vor einem Jahr noch sprach niemand in dieser Gruppe von AN-Al, bis ein,
> ich muß leider heute sagen blöder Hund, das mal veröffentlicht hat, mit
Also ich war das nicht!!! Schau mal in "MP-Leicht gemacht" - da wars glaub
ich schon drin - ich hab die "Atom-Schläge" nicht erfunden!
> der einfachen Zündung und so. Nur ganz so nebenbei. Ähnlich wie mit
> Ammonsalpeter als Grundlage für den Treibstoff für Raketen. Andere, die
> es auch gewußt haben, waren wohl klüger und haben den Miund gehalten.
NH4NO3 wird jedenfalls als Booster für die Tomahowks gebraucht - so übel
kanns ja nicht sein.
> Daß das sofort aufgegriffen wurde und sich verselbständigt hat, konnte
> er nicht ahnen. Aber was dann daraus gemacht wurde, schon gar nicht.
> Anscheinend der erste leicht herstellbare Großkotzkrachstoff überhaupt
> hier. An dem dann noch weiter herumgebastelt wurde! Mit und ohne
> Literaturhilfe. Allerdings nahm gleichzeitig und komischerweise der Ruf
> nach Chloraten ab! Insofern was Gutes!
Was ist nun schlimmer!? 100g Toxal/Al oder 100g NH4NO3/Al ( auf die Sprengkraft
bezogen )
> Seitdem jedenfalls erscheinen die AN-AL-Sprengstoffe als das Non Plus
> Ultra in dieser Gruppe! Kennt ihr überhaupt was anderes, echtes zum
> Vergleich?
Ich binn sicher, hätte ich die Mittel dazu, hätte ich schon 30 verschiedene
ausprobiert!
> > Sprengkraft setzt sich vorallem ( oder eher fast nur ) aus Gasvolumen bei
> > der Detonation und der Detonations-Geschwindigkeit zusammen.
>
> Eben nicht nur!
Die Termologie ist in meinem Satz eingenommen - ich sagte "Gasvolumen bei
der Detonation"! Zudem sagte ich "fast nur" - ich weiß da kann alles mögliche
noch wirken, wie Dichte, Volumen, Verdämmung, Feuchtigkeit, Reinheit..............
Aber ansonsten ist kommt es halt auf die Situation an.
Was aber würdest du sagen zähl eher für den Knall - die Brisanz, das
Gasvolumen oder? Wenn man beides nähmlich Kombiniert mißt,
nähmlich mit der Bleiblockausbauchung.... Ich glaub die sagt mehr
über den Schallpegel aus.
> > Ich wette aber NH4NO3 + Al hat bei der Detonation ein viel Höheres Gasvolumen
> > als TNT - vorallem durch die Energie, die Al frei setzt.
>
> Das ist schon wieder eine gefährliche Aussage. Das Gasvolumen besteht ja
(....)
> Explosivstoffs nach dem Knall. Wenn´s nur oft genug nachgeplappert wird,
> genießt es irgendwann den Ruf der absoluten Wahrheit.
Der Knall hängt dann womit zusammen? Jedenfalls ist er im Zusammenhang
damit - nur nicht gleichmäßig relativ gleichstark.
> Ernsthafte Frage: Hat schon irgend jemand von Euch mal die
> Detonationsgeschwindigkeit gemessen? Oder sonst eine Prüfung
> durchgeführt, z.B. die Stauchprobe? Oder wenigstens die
> Durchschlagswirkung von Sprengstoff gemessen? Ich habe da beispielsweise
> ´ne 12 mm dicke Stahlplatte, wo ich bei einer Vorführung mit unter 20 g
> Sprengstoff ein glattes Loch mit 25 mm Durchmesser reingemacht habe. Das
mm oder cm?
> war kein AN-AL-Stoff! Wie´s geht, sag ich nicht.
O.K. - gegenargument: Hast du jemals NH4NO3+Al gezündet - ich schon! ;-)
Ich glaub aber das du hier der Kenner bist.
> Ich weiß, daß Du das u.U. messen könntest, aber nicht darfst. Der
> Unterschied ist eben: Du erzählt nach - ich hatte eigene Ergebnisse.
Mit NH4NO3+Al ??
> > > Leute, freßt´s Scheiße! 10 Milliarden Ameisen können nicht irren!
> >
> > Hast du etwa jetzt schon nen Nervenzusammenbruch? ;-)
>
> Hängt mit den Problem zusammen, daß immer wieder die gleichen
> Schauermärchen erzählt werden. Und da es eben jeder nachplappert - siehe
> Ameisen! Irgendwo sagte mal ein gewisser Goethe sinngemäß: Man darf
> nicht aufhören, die Wahrheit immer wieder zu verbreiten, da sich die
> Dummheit von selbst verbreitet.
:-))
> Fühl Dich jetzt bitte nicht getreten! Das war nicht gegen Dich.
Ich fühl mich nicht getreten.
> Wenn es so wäre, bekämst Du von mir gar keine Antworten.
Jetzt fühl ich mich schon geteten!
Überleg...
Ich glaub es bildet so ne Art von kleinen dünnen Plättchen.
By(e) Timm!
X-Ray wrote:
>
> > wesentliche Rolle. Das gefürchtete Bleiazid hat dabei übrigens nur 115
> > ccm!
>
> Deshalb ist HMTD auch viel besser - trotz geringerer Det.Geschw. ( 330ccm!!! )
> HMTD übertrifft sogar Quecksilberfulminat ( 180ccm ? )in seiner Initierwirkung!
> Ich hab irgendwo den Wert für NH4NO3 gelesen - benötigt werden 1.2gHMTD
> oder 2g Quecksilberfulminat - allerdings setzt ich auf diese eine Info nicht
> sehr viel Warheitsgehalt.
> Was ich weiß: HMTD ist der beste Initialsprengstoff den ich kenne - auf die
> Wirkung bezogen!
Es ist der beschissenste (sorry!) unter den irgendwann mal verwendeten,
den ich kenne!
Max. Ladedichte 0,91, im Gegensatz zu Knallquecksilber 3,3 und Blöeiazid
3,8.
Grenzladungen für Standardinitialsprengstoffe beim direkten Aufsatz
gegen TNT(!):
Bleiazid 0,09 g
Knallquecksilber 0,36 g
Misch aus beiden (1:3) 0.03 g
Das versteh ich unter Initiierwirkung! Heute bestehen alle Kapseln aus
einem starken Sprtengstoff, z.B. Hexogen, Pentrit aber auch Tetryl oder
TNT - hängt von der Finanzlage - und einer sehr kleinen Menge
aufgesetzten Initialsprengstoffs. Fast immer eine Mischung mit Bleiazid
(aber nicht mehr Kanllquecksilber, aus anderen Gründen).
Die auffällige Wirkung des Knallquecksilbergemisches entsteht dadurch,
das das Fulminat als solches erst ab 0,3 bis 0,4 g auf seine volle
Wirkung kommt und dann stärker würde als das Azid. Dieses reißt aber in
der Mischung das Fulminat sofort auf seine volle Leistung mit. HMTD
benötigt etwa 2 g, um sein Maximum zu erreichen
Zum HMTD gibt es nach seinem kurzen Gastspiel von weniger als einem Jahr
um 1910 herum keine Angaben mehr. Es wurde frühzeitig verworfen. Ich
habe daher Plattenbeschuß gemacht über Messingblech (Stärken zwischen 1
und 0,5 mm). Daraufhin habe ich den Stoff für weitere Versuche
verworfen, weil ich immer gleichstarke, nie versagende Zündung brauche.
Keine Chance für HMTD, sofern man nicht große Mengen nimmt. Ich will
aber ´nen Initiierstoff, keinen Sprengstoff. Dafür wäre er zu
empfindlich.
Und was soll ich mit einer Sprengkapsel, die ich innerhalb, sagen wir
mal großzügig einiger Monate, verbrauchen muß, weil sich der Stoff
langsam zersetzt und mich mnöglicherweise bei der Anwendung mit
einbezieht? Großer Mistikack!! Es ist eben der Stoff für die kleine
Hobbysprengerei, aber nur wegen der leichten Herstellung.
> NH4NO3+Al ??? Ich konnte da nähmlich auch nich die Werte finden
> was die Stauchung angeht.
>
Stauchprobe macht an nur bei echt brisanten Stoffen, weil für die
anderen kein sinnvoll vergleichbares Ergebnis mehr bleibt. Ich habe
Eindrücke gegen hartes Holz gemacht. Vergleichsweise am selben Stamm.
AN-AL macht immerhin tiefe Wunden, Pentrit und ähnliches, auch TNT
schlägt bei gleicher Menge den Stamm voll ab. Alle Ladungen waren
unverdämmt, lediglich durch ballistische Matten gesichert, weil es in
der Praxis nioht anders möglich ist.
Beim Sprengen von "Knäppern",. das sind Steinblöcke, die zerdeppert
werden müssen,. setzt man einen kleinen Batzen in Faustgröße (dass
Gewicht müßte ich wieder nachsehen, ist schon zu lange her) einer
Pentrit-Wachsmischung oben drauf und zündet. Dabei platzt der wie ein
brüchiges Gebilde auseinander. Bei einem Aufsatz eines dynamitähnlichen
Gemisches (in Pappröhren, weil man Ammiongelit schlecht kneten konnte),
gelingt das nicht immer und die Brocken werden größer. Bei allen mir
bekannten AN-Mischungen passierte gar nichts.
Nun enthält Ammongelit ja auch Ammonsalpeter. Hier wird er aber von dem
Nitroglycerin sozusagen mitgerissen und hat nur die Aufgabe, die
Sauerstoffbilanz etwas auszugleichn.
>
> War keine Trotzreaktion - ich hab nur mal die Werte der NH4NO3-Mischungen
> verglichen. NH4NO3+Al war in allen Beziehungen das stärkste was ich fand. Das
> ist halt das woran ich mich erinerte. Es kann aber auch sein dass ich
> diverse Pseudo-Dynamitmuschungen mit AN übersehen hab. Aber da gehören
> NH4NO3+Nitr.Kohlenwasserstoffe nicht dazu.
Kann es sein, daß Du damals noch nicht gewußt hast, auf was du achten
mußt?
>
> > Schau´s doch mal so an: Was gut ist, kommt an. Und was billig ist, auch.
> > Mischungen mit AN und Al allein wären wahrscheinlich das billigste
> > Sprengmittel überhaupt. Nur AN und Diesel ist noch billiger, viel
> > billiger! Das letzte gibt es bei uns in Old Germany zu kaufen, das
> > andere nicht. Warum?
>
> 1. Weil Diesel das NH4NO3 imprägniert und dafür sorgt das es nicht mehr
> Hydroskopisch ist?
Das stimmt leider nicht; es bleibt trotz anderer Theorie
wasserempfindlich (Name: Andex) und bedarf komplizierter Lagerung. Es
ist aber viel billiger als andere Stoffe.
> 2. Weil NH4NO3 Hydroskopisch ist und mit Al daher schlecht lagerfähig ist?
Nö, sondern weil das Preis-Wirkungsverhältnis doch nicht so gut ist, daß
sich die Verbesserung des Stoffes durch hohen Al-Anteil rentieren würde.
Kleine Anteile verbessern etwas - aber eben nur bei der schiebenden,
nicht zerschmetternden Wirkung.
> NH4NO3 wird jedenfalls als Booster für die Tomahowks gebraucht - so übel
> kanns ja nicht sein.
>
Stammt von mir, weil ich da öfters reingekommen bin. Damit wurde ich
noch vor einiger Zeit ausgelacht! Warst Du nicht auch unter den
Kritikern?
> Was ist nun schlimmer!? 100g Toxal/Al oder 100g NH4NO3/Al ( auf die Sprengkraft
> bezogen )
Das erstere macht amn nicht, wegen evtl. korrodierender Wirkung. Die
Ammonale sind stärker als die Chloratsprengstoffe (im Gestein), die
letzteren zünden leichter (schon ab Sprengkapsel Nr 1) und brauchen
weniger Verdämmung (aber immer noch, sonst fliegt die Hälfte ungenutzt
weg), die Detonationsgeschwindigkeite ist erheblich niedriger und geht
selten über 3000 m/s. Die Neigung zur Detonation im falschen Zeitpunkt
ist viel höher, also gefährlicher.
Bei den Partisanenkämpfen auf Zypern wurden fast nur Chedditte in
Selbstherstellung verwendet.
> Ich binn sicher, hätte ich die Mittel dazu, hätte ich schon 30 verschiedene
> ausprobiert!
>
Ich fürchte ja!
> Aber ansonsten ist kommt es halt auf die Situation an.
>
> Was aber würdest du sagen zähl eher für den Knall - die Brisanz, das
> Gasvolumen oder? Wenn man beides nähmlich Kombiniert mißt,
> nähmlich mit der Bleiblockausbauchung.... Ich glaub die sagt mehr
> über den Schallpegel aus.
Fürt den Schallpegel ist die Nachschlagwirkung wichtiger, die macht mehr
den dumpfen und doch satten Knall. Die brisanten Stoffe erzeugen auf
kurze Entfernung einen schärferen Schlag. Auf große Entfernung ist fast
nur die Schwadenmenge interessant. Ich wußte aber nicht, daß es Dir
(fast) ausschließlich auf den Patscher ankommt.
> > Durchschlagswirkung von Sprengstoff gemessen? Ich habe da beispielsweise
> > ´ne 12 mm dicke Stahlplatte, wo ich bei einer Vorführung mit unter 20 g
> > Sprengstoff ein glattes Loch mit 25 mm Durchmesser reingemacht habe. Das
>
> mm oder cm?
>
Geh, geh, geh! 20 g auf 25 cm Durchmesser wären ja nur mal wenige
Zehntel mm Schichtdicke. Damit kannste maximal eine dünne Bleichicht
aufschweißen, aber keine 12 mm Stahlplatte durchschlagen.
>
> O.K. - gegenargument: Hast du jemals NH4NO3+Al gezündet - ich schon! ;-)
:-)))! Meinst Du vielleicht, ich sitze nur noch im Lehnstuhl? Ich
arbeite schon lange nicht mehr praktisch auf der Baustelle, ich mache
nur noch Forschungsarbeiten auf dem Sektor der historischen Entwicklung
bis zur Jetztzeit (einschließlich futuristischer Stoffe). Darum kenne
ich eben auch die nicht oder nicht mehr gebräuchlichen Explosiva. Von
dem Zeug, mit dem ihr arbeitet, wäre keine einziges heute noch
zugelassen bzw. war es noch nie, außer Schwarzpulver. Und da ist
zumindest die Herstellung anders als bei Dir!
> > Wenn es so wäre, bekämst Du von mir gar keine Antworten.
>
> Jetzt fühl ich mich schon geteten!
Versteh ich nicht!
FZ.
So, jetz mach ich für ne Zeit lang weniger. War in der letzen Zeit ein
Schlag ins Portemonai.
Offlinereader klappt bei mir nicht, kracht alles zusammen. Angeblich
Maustreiberproblem, meine sauteure Intellimouse mag nicht.