Hintergrund: Seit etwa einem halben Jahr versuche ich, 45, eine Frau
zu finden, die als eine der gewünschten Eigenschaften, eine etwas
ausgeprägtere Weiblichkeit, einen etwas größeren Busen, aufweist.
Jetzt bitte keinen Aufschrei der Entrüstung. Natürlich suche ich auch
Intelligenz und Freundlichkeit und all die normalen Dinge in einem
Menschen, dem ich mich wohl den Rest des Lebens zuwenden werde. Aber
diese Dinge kann man ja in einer Anzeige oder Ähnlichem benennen und
auch als gewünschte Eigenschaft angeben. Bei der Oberweite allerdings,
wird's dann aber anrüchig und es wäre wohl nicht sinnvoll, in einer
Anzeige oder so etwas, nach einem großen Busen zu fragen.
Dabei sage ich natürlich nicht, dass ein normaler oder kleiner Busen
nicht schön und erotisch ist. Ist er ganz sicher, nur leider nicht für
mich. Ich kann mit einer Frau mit kleinem Busen nicht sehr viel
anfangen, weil I C H es eben NICHT erotisch finde. Vielleicht so,
wie eine Frau vielleicht einen Mann mit Glatze oder Bauch,
grundsätzlich nicht ansprechend finden mag, so mag ich eben eine etwas
größere Oberweite. Halte ich selbst für legitim, aber man kann es so
nicht sagen. Da man also diese Thema als sogenannter "niveauvoller"
Mann nicht wirklich anschneiden kann, ohne sich schlimmen
Missverständnissen auszusetzen, gibt es eben immer wieder die
Situation, dass sich beispielsweise auf Anzeigen, eben genau die
Frauen melden, die NICHT zu dem Typ gehören, der angesprochen werden
soll.
Wenn also beispielsweise in der FAZ, eine Anzeige geschaltet wird, in
der ein Mann in gehobenen Lebensumständen, eine Lebenspartnerin sucht,
gibt es schon bis zu 80 Zuschriften. Jedoch zeigen die Bilder, wenn
überhaupt welche mitgeschickt werden, oft nur das Gesicht, so dass
Gespräche geführt werden müssen, in denen man ja dann auch nicht so
direkt nach solchen Dingen fragen kann. Selbst wenn solche Fragen
gestellt werden würden, wären die Antworten eher ohne richtige
Aussage, weil viele Frauen oft gar nicht wissen, wie sie solche Dinge
beschreiben können. Auch möchte man ja solche Fragen nicht stellen,
weil eine Frau eben nicht über solche Dinge beurteilt werden sollte.
Wenn dann aber tatsächlich Treffen vereinbart werden, gibt es oft
peinliche Situationen und Enttäuschungen, die absolut nicht sein
müssten, denn die Personen mit kleinerem Busen sind doch durchaus für
andere Männer attraktiv und schön und begehrenswert. Nur eben nicht
mein Typ. Außerdem gibt es dann auch immer wieder die Frauen, die
unbedingt beweisen wollen, dass jedem Mann eigentlich auch ein
kleinere Busen gefallen müsse und ich eigentlich auf einem Irrweg sei.
Da kann es dann schon mal peinlich werden oder gar zu komischen
Situationen kommen.
Also, liebe Freundinnen, dies ist kein Ausweinen oder Jammern. Aber
vielleicht gibt es ja unter Euch Leute, die Erfahrungen habe, wie man
stilvoll, ohne zu verletzen, zu verstehen geben kann, dass es durchaus
nichts mit Lüsternheit oder so etwas Schlimmes zu tun hat, wenn man
eine gewisse Vorprägung in diese Richtung hat.
Vielleicht liest dies ja auch eine Frau, die sich ihrer Oberweite
schämt, oder sie aus anderen Gründen nicht sehr attraktiv findet, weil
sie etwas zu groß ist, oder vielleicht nicht die Form hat, die die
Medien als attraktiv darstellen. Ihr möchte ich sagen, dass das
durchaus schön und begehrenswert sein kann und Scham oder Komplexe
überhaupt nicht nötig sind. Man könnte mir auch, wenn es nicht gerade
Bekehrungsversuche sind, direkt unter Robert...@AOL.com schreiben.
Würde mich freuen.
Aber wirklich bitte keine Bekehrungsversuche. Ich mag das einfach und
es ist auch nicht mehr dahinter als das, was ich oben beschrieben
habe. Wenn es ein anderes Forum geben sollte, in dem solche Fragen
angeschnitten werden können, würde ich mich freuen, davon zu hören.
Robert
Daniela (newsm...@gmx.net) kürzlich:
> Du kannst also keine Frau lieben, die einen keinen Busen hat?
> Na ja, wie Bela schon sagte - ich fand das sehr treffend. Entweder man
> hat Stil oder man hat ih nicht.
Naja, Stil hat er ja. Wenn ich mir das hier von ihm durchlese:
> Vielleicht liest dies ja auch eine Frau, die sich ihrer Oberweite
> schämt, oder sie aus anderen Gründen nicht sehr attraktiv findet, weil
> sie etwas zu groß ist, oder vielleicht nicht die Form hat, die die
> Medien als attraktiv darstellen. Ihr möchte ich sagen, dass das
> durchaus schön und begehrenswert sein kann und Scham oder Komplexe
> überhaupt nicht nötig sind
fallen bei mir (als Mann) sogar die Alarmglocken. Aber gewaltig ...
grüsse
michael
>Wenn Du Deine Partnerin auf ihre
>Brüste reduzierst, brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn der
>körperliche Rest, der an den Brüsten noch dran hängt, Dich irgendwann
>verlässt.
Wenn Du Robert auf seine sexuelle Vorliebe reduzierst, brauchst Du
Dich nicht zu wundern, daß Du ihn mißverstehst.
Warum, zum Teufel, sollen Männer nicht auf große Brüste anspringen
dürfen? Der eine steht auf Rothaarige, der nächste auf Blonde, die
meisten Frauen legen Wert auf einen Mann, der größer ist als sie
selber - _reduzieren_ denn alle dies Menschen ihre PartnerInnen auf
deren Sommersprossen oder Körperlänge? Warum also, bitte, dieses dumme
Gerede, sobald ein Mann Wünsche bezüglich weiblicher Brüste äußert?
Ist doch auch nix weiter als ein Körpermerkmal.
Ich finde Roberts Wunsch völlig legitim - allemal genauso legitim wie
z. B. den Wunsch einer Frau bezüglich Körpergröße ihres
Wunschpartners. Oder wo, bitte, ist da der grundlegende Unterschied?
Verliebtheit ist ein _Gefühl_, das kann man nicht rational steuern.
Man(n) kann weder was dafür noch was dagegen, wenn er sich halt nun
mal leichter in rothaarige oder großbrüstige Frauen verliebt als in
andere. Das Problem sind nicht solche individuellen Vorlieben, sondern
die Art, wie unsere Gesellschaft speziell im Falle "weibliche Brust"
damit umgeht - weshalb ich Roberts Verzweiflung über diesen Punkt sehr
gut nachvollziehen kann.
Gruß, Walter
Robert <Robert...@AOL.com> schrieb
[...]
Du solltest erstmal eine Frau suchen, die innere Werte hat und dann kannst
Du auf ihre Äußerlichkeiten eingehen. Eine Frau merkt doch, wenn Du sie
"nur" über ihre Oberweite ausmachst. Du müßtest Deine Vorgehensweise ändern.
Sie es erstmal als leckere Beigabe, wenn Du so eine Frau findest und nicht
als Hauptzutat.
Du schreibst, daß Du 45 Jahre alt bist und seit ca. 1/2 Jahr eine Frau mit
diesem Körpermerkmal suchst. Was für ein Typ Frau sprach Dich denn vorher
an?
Kathleen
> fallen bei mir (als Mann)
ist bei:
> grüsse
> michael
eigentlich anzunehmen. Sonst würdest Du ja Michaela heißen. :o)
Gruß
Michael
> Denn diese Frau würde immer spüren, daß er sie "nur"
> wegen ihrer Oberweite liebt.
Wenn sie denn diese Oberweite hat ist das doch völlig egal. Meinst du
meine Frau ist beleidigt, weil ich sie hauptsächlich wegen ihrer
Intelligenz liebe. Natürlich kommen noch mehr Merkmale dazu, aber es
ist halt ein Kriterium, dass für ein erstes kennenlernen vorhanden
sein muß.
> und ich würde mich als Frau auch nicht wohlfühlen bei
> einem Mann, der wahrscheinlich nicht mich liebt,
> sondern meine großen Brüste.
Oder der dich liebt, weil du auch die großen Brüste hast. Ein Merkmal,
auf dass er bei seiner Partnersuche größten Wert legt.
Michael
> Du kannst also keine Frau lieben, die einen keinen Busen hat?
> Na ja, wie Bela schon sagte - ich fand das sehr treffend. Entweder man
> hat Stil oder man hat ih nicht.
Warum wollt ihr das Geschriebene eigentlich nicht richtig verstehen? ich
gehe jetzt mal von mir aus - ich kann sehr wohl mit einem Mann
befreundet sein, der Haare auf der Brust, über die Schultern und auch
noch den ganzen Rücken runter hat. Aber ich könnte diesen Mann nicht
lieben, körperlich gesehen, weil ich das einfach schauderlich finde.
Wohlgemerkt - _ich_ - andere Frauen finden sowas sehr sexy. Also liebe
ich diesen Mann dann geistig, weil sein Charakter so toll ist, aber eben
nur so. Und das ist zu wenig für eine Partnerschaft, denn da kommt nun
mal Optik und Charakter und, und... zusammen.
Das hat doch nichts mit Niveau zu tun. Ich habe die "geforderte"
Oberweite, und ich habe mich durch das Posting nicht diskreminiert,
reduziert oder sonstwas gefühlt. Da sind die Typen, die mir in den
Bikini starren viel schlimmer, oder die, die nicht feststellen, daß ich
auch sowas wie ein Gesicht habe.
Ich denke, auch Optik spielt beim Kennenlernen eine große Rolle, weil
man halt als erstes das Gesicht sieht, und eben auch den Körper. So
entsteht doch erst der Wunsch, jemanden näher kennenzulernen. Ein
Mensch, der einem optisch unsympathisch ist, den wird man auch nicht
ansprechen. Ich finde, dazu darf man auch stehen und das ganz ehrlich
sagen.
Bine
Bine =?ISO-8859-1?Q?Br=F6hl?= (nadelh...@web.de) kürzlich:
> Hallo,
>
>
> > Du kannst also keine Frau lieben, die einen keinen Busen hat?
> > Na ja, wie Bela schon sagte - ich fand das sehr treffend. Entweder man
> > hat Stil oder man hat ih nicht.
>
> Warum wollt ihr das Geschriebene eigentlich nicht richtig verstehen?
Weil es IMO kein Suchen oder Wünschen ist, sondern ein verzweifelter
Hilfeschrei aus Verdruss. Egal, wie sie ist, mittlerweile muss sie
nur noch grosse Brüste haben, Hauptsache, das ist erstmal gegeben.
So hab ich es verstanden. Klar kann er auf grosse "Dinger" stehen,
wenn sie ihm sinnlicher erscheinen. Dass er aber auch auhf Frauen
abfährt, die sich dafür schämen und sich selbst für unattraktiv
halten, sagt viel darüber aus, was ihm wichtig ist. Das Wesen und
Selbstbefinden der Frau offenbar nicht.
grüsse
michael
> Das hat doch nichts mit Niveau zu tun.
Sein Anspruch schon.
>>> Du kannst also keine Frau lieben, die einen keinen Busen hat?
>>> Na ja, wie Bela schon sagte - ich fand das sehr treffend. Entweder man
>>> hat Stil oder man hat ih nicht.
>>
>> Warum wollt ihr das Geschriebene eigentlich nicht richtig verstehen?
>
>
> Weil es IMO kein Suchen oder Wünschen ist, sondern ein verzweifelter
> Hilfeschrei aus Verdruss. Egal, wie sie ist, mittlerweile muss sie
> nur noch grosse Brüste haben, Hauptsache, das ist erstmal gegeben.
> So hab ich es verstanden. Klar kann er auf grosse "Dinger" stehen,
> wenn sie ihm sinnlicher erscheinen. Dass er aber auch auhf Frauen
> abfährt, die sich dafür schämen und sich selbst für unattraktiv
> halten, sagt viel darüber aus, was ihm wichtig ist. Das Wesen und
> Selbstbefinden der Frau offenbar nicht.
>
Hm, ich bin mir nicht so sicher, ob er es so gemeint hat, allerdings ist
das natürlich möglich. Schade daß Robert sich nicht nochmal selber
äußert dazu, wies denn nun wirklich gemeint war. Wenn er "nur" große
Brüste will, dann wird er ganz sicher keine Frau finden. Ich glaube,
selbst "Busenwunder" werden nicht gerne nur auf Busen reduziert.
Servus Bine
Michael Koslowski <ko...@gmx.de> schrieb
> Wenn sie denn diese Oberweite hat ist das doch völlig egal. Meinst du
> meine Frau ist beleidigt, weil ich sie hauptsächlich wegen ihrer
> Intelligenz liebe. Natürlich kommen noch mehr Merkmale dazu, aber es
> ist halt ein Kriterium, dass für ein erstes kennenlernen vorhanden
> sein muß.
Ich sehe es genauso wie Michael Weber, ich denke einfach auch, daß Robert
sich einfach nur auf eine Frau mit großen Brüsten fixiert hat, egal was
dahinter steckt. Hauptsache erstmal eine enorme Oberweite.
Ich lieben meinen Mann doch auch nicht nur, weil er groß ist oder weil er
jung ist oder weiß ich was. Alles in allem entspricht er meinem Traummann
und *das* ist doch wichtig - die inneren Werte *und* das Aussehen. Was ist
wenn seine Traumfrau mit den für ihn Traummaßen Brustkrebs bekommt? Trennt
er sich von ihr im Falle, sie müßte sich eine oder beide Brüste abnehmen
lassen? Sie würde dann doch ewig Komplexe haben, weil sie seinen
Anforderungen nicht mehr entspricht.
> > und ich würde mich als Frau auch nicht wohlfühlen bei
> > einem Mann, der wahrscheinlich nicht mich liebt,
> > sondern meine großen Brüste.
>
> Oder der dich liebt, weil du auch die großen Brüste hast. Ein Merkmal,
> auf dass er bei seiner Partnersuche größten Wert legt.
Aber er sollte sich nicht nur auf dieses eine Merkmal beschränken!
Kathleen
> Die Frage war doch: Wie sagt man es mit Stil? Nun, Stil hat es keinen,
> egal wie man es sagt. Eine Beziehung, die nur auf einem körperlichen
> Merkmal beruht, gleich auf welchem, hat keinen Bestand (!).
*unterschreib*
Kathleen
Robert <Robert...@AOL.com> schrieb in im Newsbeitrag:
24b5d5b9.01070...@posting.google.com...
> Liebe Freundinnen in diesem Forum,
>
> weil hier ja sehr heftig über das Thema "Weiblichkeit", diskutiert
> wird, würde ich gerne folgende Frage loswerden:
>
> Wie kann man einer Frau mit größerer Oberweite zeigen, dass man diese
> sichtbaren Zeichen ihrer Weiblichkeit schön und erotisch findet, ohne
> dümmlich und plump zu wirken, oder gar den Eindruck zu erwecken, dass
> es NUR darauf ankäme.
wenn diese Liebesbeweise innerhalb einer Beziehung geäußert werden, wird das
sicher mit Freuden gehört werden und Dir die Zuneigung der gewählten Frau
sichern.
> Hintergrund: Seit etwa einem halben Jahr versuche ich, 45, eine Frau
> zu finden, die als eine der gewünschten Eigenschaften, eine etwas
> ausgeprägtere Weiblichkeit, einen etwas größeren Busen, aufweist.
Aha.
> ...Natürlich suche ich auch
> Intelligenz und Freundlichkeit und all die normalen Dinge in einem
> Menschen, dem ich mich wohl den Rest des Lebens zuwenden werde.
Aha.
Aber
> diese Dinge kann man ja in einer Anzeige oder Ähnlichem benennen und
> auch als gewünschte Eigenschaft angeben. Bei der Oberweite allerdings,
> wird's dann aber anrüchig und es wäre wohl nicht sinnvoll, in einer
> Anzeige oder so etwas, nach einem großen Busen zu fragen.
Nein, ich würde davon abraten. Ich persönlich würde mich von einer solchen
Formulierung in einem Inserat eher abgestoßen fühlen, obwohl ich diesen Teil
meiner natürlich vielfältigen herausragenden weiblichen Eigenschaften ;-))
sehr wohl akzeptiere und als zu meiner Persönlichkeit zugehörig betrachte.
Ich würde das als Reduktion meiner Person auf dieses Merkmal interpretieren,
was nicht unbedingt dafür spricht, dass die vielen anderen Facetten meines
Selbst interessieren und angenommen werden.
Die Wichtung Deiner Prioritäten engt Dich übrigens ziemlich ein... Ich gehe
aber mal davon aus, dass Dir das selbst bewusst ist, oder?
...
> Wenn also beispielsweise in der FAZ, eine Anzeige geschaltet wird, in
> der ein Mann in gehobenen Lebensumständen, eine Lebenspartnerin sucht,
> gibt es schon bis zu 80 Zuschriften. Jedoch zeigen die Bilder, wenn
> überhaupt welche mitgeschickt werden, oft nur das Gesicht, so dass
> Gespräche geführt werden müssen, in denen man ja dann auch nicht so
> direkt nach solchen Dingen fragen kann.
Aber kucken?
> Auch möchte man ja solche Fragen nicht stellen,
> weil eine Frau eben nicht über solche Dinge beurteilt werden sollte.
Aha? Tust Du das nicht?
> Wenn dann aber tatsächlich Treffen vereinbart werden, gibt es oft
> peinliche Situationen und Enttäuschungen, die absolut nicht sein
> müssten.
Mal im Ernst: Wie stellst Du das denn an? Sagst Du dann etwa: Tut mir leid,
Elisabeth, Du bist ein wirklich netter und attraktiver Mensch, aber Deine
Brüste sind mir zu klein? Bäh, sowas macht man doch nicht.
Das kann man diplomatischer formulieren, und Notlügen betrachte ich
persönlich in diesem Fall als anständiger und Wohltat für Dein Gegenüber.
Außerdem: Vielleicht läuft Dir ja auf diese Weise die "Richtige" über den
Weg, bei der die Oberweite überhaupt keine Rolle spielt? Sowas soll es
geben...
> Vielleicht liest dies ja auch eine Frau, die sich ihrer Oberweite
> schämt, oder sie aus anderen Gründen nicht sehr attraktiv findet, weil
> sie etwas zu groß ist, oder vielleicht nicht die Form hat, die die
> Medien als attraktiv darstellen. Ihr möchte ich sagen, dass das
> durchaus schön und begehrenswert sein kann und Scham oder Komplexe
> überhaupt nicht nötig sind. Man könnte mir auch, wenn es nicht gerade
> Bekehrungsversuche sind, direkt unter Robert...@AOL.com schreiben.
> Würde mich freuen.
Jetzt muss ich mich wundern... Willst Du Dich als Laientherapeut betätigen
und somit den Versuch starten, einer Frau die Liebe zu sich selbst
beizubringen?
Wenn das so ist, scheinst Du nicht besonders viel von der weiblichen Psyche
zu verstehen... Suchst Du doch eher Frau mit Großbrust, Persönlichkeit
nebensächlich?
> Aber wirklich bitte keine Bekehrungsversuche.
Ich will nicht bekehren, ich erzähl jetzt mal was: Als mein jetziger
Lieblingsmann mich vor etwas vor über drei Jahren nach ein paar vorherigen,
eher sporadischen Treffen fragte, ob ich mit ihm ausginge, war ich ziemlich
überrascht und erst mal unschlüssig. Ich hätte nicht damit gerechnet aus
vielerlei Gründen. Einer davon war, dass wir uns schon ziemlich lange
kannten und uns früher überhaupt nicht leiden konnten. Ein anderer war, dass
er äußerlich eigentlich gar nicht der Typ war, auf den ich immer abgefahren
bin. Na ja, dachte ich, mal was Anderes, und: Warum nicht, ist ja
unverbindlich, im schlechtesten Fall hattest Du eben einen netten Abend.
An diesem Abend schlug der Blitz ein, aber wie... Ich war plötzlich so
verknallt wie eine Pennälerin und nicht, wie man sich das bei einer
Mittdreißigerin vorstellt. Ihm ging es genau so. Wir passten ganz einfach -
erkannten uns im anderen wieder, hatten viele übereinstimmende Prioritäten
und Moralvorstellungen, da war plötzlich auch körperliche Anziehung - kurz
und gut, wir harmonierten von Beginn an in jeder möglichen Beziehung einer
Beziehung;-)).
Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass *auch* die Größe meiner
sekundären Geschlechtsmerkmale zu seiner Frage geführt hatte. Zu diesem
Zeitpunkt störte mich das nicht mehr, es freute mich.
Hätte er von Anfang an dieses Thema angesprochen, hätte ich mich umgedreht
und ihm einen Vogel gezeigt. Unsere jetzige Beziehung, für die ich unendlich
dankbar und glücklich bin, hätte überhaupt keine Chance gehabt. Anders herum
hätte es auch sein können, dass ich zum Rendevouz nein gesagt hätte, weil
mir seine Physis nicht ansprechend genug erschien, mit der gleichen
Konsequenz wie oben.
Also: Er hat gekriegt, was er wollte. Ohne Holzhammermethode. Ich will das,
was ich habe - alle früheren "Vorprägungen" oder auch Schlüsselreize sind
jetzt unwichtig angesichts dieser für mich unendlich wichtigen und
begehrenswerten Persönlichkeit, die mit mir jetzt durchs Leben schippert.
Hoffe ein bisschen geholfen zu haben;-))
Gruß,
Jutta
>Du solltest erstmal eine Frau suchen, die innere Werte hat und dann kannst
>Du auf ihre Äußerlichkeiten eingehen. Eine Frau merkt doch, wenn Du sie
>"nur" über ihre Oberweite ausmachst. Du müßtest Deine Vorgehensweise ändern.
>Sie es erstmal als leckere Beigabe, wenn Du so eine Frau findest und nicht
>als Hauptzutat.
Die meisten Frauen scheuen sich überhaupt nicht, z. B. in eine
Bekanntschaftsanzeige ganz offen und knallhart "mindestens 1.80"
hineinzuschreiben. Werden die dann auch von allen Seiten mit
pseudomoralische Belehrungen bombardiert, daß sie erst mal auf die
inneren Werte eines Mannes schauen sollen und nicht "nur" auf die
Körpergröße, weil sie sonst doch am besten gleich mit einem Zollstock
statt mit einem Mann ins Bett gehen können? Aber wehe, ein Mann wagt
es, auch nur mal ganz schüchtern anzudeuten, daß ihm bei einer Frau
die Figur wichtig ist :-(
Man stelle sich mal vor, ein Mann würde in ein Bekanntschaftsinserat
"mindestens Körbchengröße C" oder "mindestens Oberweite 95"
reinschreiben: das Empörungsgeschrei möchte ich nicht hören. Dabei ist
das im Vergleich zu "mindestens 1,80 groß" doch nur dasselbe in
Grün... Kann mir irgendwer mal schlüssig erklären, warum da derart
unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden?
Dass ein Mann, dem die Figur einer Frau wichtig ist, die Frau auf den
Sexualkörper "reduzieren" würde, ist eine verdammte, völlig unsinnige
_Unterstellung_. Selbstverständlich ist einem Mann bei einer Frau die
Figur wichtig; und das in individuellen Details durchaus auch so weit,
daß sich ohne diese einfach in seiner Hose nix regt - was dann ja auch
für die Frau ein unbefriedigender Zustand wäre. Aber das heißt doch
noch lange nicht, daß diese Details dann auch schon ausreichen! Ich
kenne keinen einzigen Mann, dem selbst für einen bloßen ONS zwei
wohlgeformte Brüste und eine nasse Vagina ausreichen würden und dem
alles andere egal wäre. Da muß schon auch erst mal ein halbwegs
ansprechendes Gesicht, eine freundliche Stimme, eine angenehme
Ausstrahlung - sprich: eine sympathische _Person_ - dabeisein, also
nix "Reduktion". Bloß: was hilft denn alle politisch korrekte
Sympathie, wenn ihre Figur so ist, daß er bei ihrem Anblick prompt
´nen Hänger hat? "In der Woche nie / nützet weder ihm noch sie" -
modifiziert nach Luther :-)
Man kann Sympathie, erotische Gefühle und äußere Erscheinung nicht
voneinander trennen, und Frauen pflegen das selber auch gar nicht erst
zu versuchen - nur von Männern verlangen sie das ständig :-/
Das Gerede von der "Reduktion" der Frau auf den Sex ist m. E. nix
weiter als eine ideologische Phrase ohne jeden Realitätsbezug - im
Grunde nur die zeitgenössische Version von "Die Männer wollen alle nur
das eine, und das ist pfui".
Gruß, Walter
Bine =?ISO-8859-1?Q?Br=F6hl?= (nadelh...@web.de) kürzlich:
> Hm, ich bin mir nicht so sicher, ob er es so gemeint hat, allerdings ist
> das natürlich möglich. Schade daß Robert sich nicht nochmal selber
> äußert dazu, wies denn nun wirklich gemeint war. Wenn er "nur" große
> Brüste will, dann wird er ganz sicher keine Frau finden. Ich glaube,
> selbst "Busenwunder" werden nicht gerne nur auf Busen reduziert.
So ganz sicher bin ich mir auch nicht. Vielleicht macht er sich es
auch schwer. Er hat ja darüber geschrieben, dass Anzeigen mit
Bildern ein Unterfangen sind, wenn auf den Bildern nicht die
Oberweite zu sehen ist. Vielleicht scheut er sich ja nur davor, bei
einem Anzeigen-Treffen der Frau dann (jedesmal aufs Neue) beibringen
zu müssen, dass sie zwar lieb, nett und attraktiv ist, aber die
Oberweite zu klein ist. Ein riskantes Spielen mit gut plazierten
Ohrfeigen. Da wollt ich nicht in seiner Haut stecken *lach*
Wenn er es nicht so meint, wies dasteht, sollte er das IMO unbedingt
korrigieren. Bisher seh ich nur, dass er unzufriedene Frauen mit
einem Kompliment wie geschrieben viel leichter wieder zum Teufel
schicken kann, wenn die Brüste nicht stimmen, als attraktive (...und
selbstsichere). Seine Mail-Addy als "Angebot" gleich hinter dem
Pauschalkompliment lässt das so dastehen. Für mich zumindest. Aber
ich hab ja auch keine nennenswerte Oberweite...
grüsse
michael
> Man(n) kann aber eine Frau nicht
>aufgrund irgendwelcher Körpermerkmale suchen.
Mann nicht, Frau aber offenbar doch: "mindestens 1,80 groß"...
Guck mal in eine beliebige Zeitung in die Bekanntschaftsanzeigen, da
ist unter "sie sucht ihn" sowas absolut üblich - und zwar in einer
unmißverständlichen Klarheit und Intoleranz (mit dem
Zentimetermaß...), wie ich sie unter "er sucht sie" so gut wie nie
finde.
>Man(n) muß doch zuerst einmal
>den Menschen suchen, der hinter diesen Merkmalen steht.
Mann schon, Frau offenbar nicht. Warum, bitte, dieser Unterschied?
Diese Frage hast Du mir bisher nicht beantwortet.
>Sicherlich kann er
>eher auf große Brüste "anspringen", aber wenn er nur nach _diesen Frauen_
>sucht, dann wird er wohl kaum eine finden.
Eine Frau, die nur nach _diesen_ (über 1.80 großen) Männern sucht,
findet offenbar durchaus einen.
>Denn diese Frau würde immer
>spüren, daß er sie "nur" wegen ihrer Oberweite liebt.
Aber er spürt nicht, daß sie ihn "nur" wegen seiner Körpergröße liebt?
Oder ist dieses "nur" vielleicht doch in _beiden_ Fällen nix weiter
als eine idiotische Unterstellung?
>Wie Du selbst schreibst, verliebt er sich anscheinend eher oder
>wahrscheinlich nur in Frauen mit großen Brüsten. Es ist doch also ziemlich
>eindeutig, daß er seine zukünftige Partnerin darüber identifiziert. Es kann
>doch nicht alles sein. Und das hat nichts mit der Gesellschaft zu tun.
Eben doch, und zwar genau in diesem Punkt: weil es nix weiter als ein
gesellschaftliches Vorurteil ist, daß ein Mann, der große Brüste mag
(und ohne die möglicherweise nicht mal "kann"), an einer Frau _nur_
dieses Detail lieben würde. Wie grotesk diese Unterstellung ist, merkt
man, sobald man sie vice versa auch auf Frauen anwendet, die nur auf
große Männer ansprechen. Eine einzelne "conditio sine qua non" ist
eben noch lange keine ausreichende Bedingung. Auch bei einem Mann
nicht.
Gruß, Walter
> Wenn er es nicht so meint, wies dasteht, sollte er das IMO unbedingt
> korrigieren. Bisher seh ich nur, dass er unzufriedene Frauen mit
> einem Kompliment wie geschrieben viel leichter wieder zum Teufel
> schicken kann, wenn die Brüste nicht stimmen, als attraktive (...und
> selbstsichere). Seine Mail-Addy als "Angebot" gleich hinter dem
> Pauschalkompliment lässt das so dastehen.
Da hst Du recht, ich habe mir den Artikel gerade nochmal durchgelesen.
Und für mich deutet darauf hin, daß er sich hier so gar nicht mehr zu
Wort meldet um irgendetwas richtig zu stellen.
> Für mich zumindest. Aber
> ich hab ja auch keine nennenswerte Oberweite...
Sicher ;-)))))))))))
Bine *Männer mit nennenswerter Oberweite und Waschbrettbauch durchaus
reizvoll findend*
> Die meisten Frauen scheuen sich überhaupt nicht, z. B. in eine
> Bekanntschaftsanzeige ganz offen und knallhart "mindestens 1.80"
> hineinzuschreiben. Werden die dann auch von allen Seiten mit
> pseudomoralische Belehrungen bombardiert, daß sie erst mal auf die
> inneren Werte eines Mannes schauen sollen und nicht "nur" auf die
> Körpergröße, weil sie sonst doch am besten gleich mit einem Zollstock
> statt mit einem Mann ins Bett gehen können? Aber wehe, ein Mann wagt
> es, auch nur mal ganz schüchtern anzudeuten, daß ihm bei einer Frau
> die Figur wichtig ist :-(
Ich kann Dich beruhigen - ich wollte immer Männer unter 1,90 m - weil
selber zum Erdbeerpflücken eine Leiter benötigend. Es gibt also durchaus
auch Frauen, die auf "kleine" Männer stehen.
>
> Man stelle sich mal vor, ein Mann würde in ein Bekanntschaftsinserat
> "mindestens Körbchengröße C" oder "mindestens Oberweite 95"
> reinschreiben: das Empörungsgeschrei möchte ich nicht hören. Dabei ist
> das im Vergleich zu "mindestens 1,80 groß" doch nur dasselbe in
> Grün... Kann mir irgendwer mal schlüssig erklären, warum da derart
> unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden?
Ne, ist es nicht. Das selbe wie "95 c" wäre dann bei der Frau "mind. 20
cm" oder sowas. Und das habe ich noch in keiner Anzeige gelesen ;-)))))))
> Das Gerede von der "Reduktion" der Frau auf den Sex ist m. E. nix
> weiter als eine ideologische Phrase ohne jeden Realitätsbezug - im
> Grunde nur die zeitgenössische Version von "Die Männer wollen alle nur
> das eine, und das ist pfui".
Das stimmt so nicht ganz. Leider ist vielen Männer immer noch wichtiger
was die Frau auf den Rippen hat, als was sie im Kopf mit sich
herumträgt. Aber leider stehen da nur wenige Männer dazu bzw. halten es
anders.
Servus Bine
[...]
> Das stimmt so nicht ganz. Leider ist vielen Männer immer noch wichtiger
> was die Frau auf den Rippen hat, als was sie im Kopf mit sich
> herumträgt. Aber leider stehen da nur wenige Männer dazu bzw. halten es
> anders.
Das kann aber auch nach hinten losgehen ;-)
Ich hatte eine langjährige Bekannte, mit der konnte ich super quatschen
und sehr intelligent blödeln. Unsere Interessen waren in vielen Belangen
gleich gelagert. Ich sagte Ihr auch ich schätze deine Witz und Humer und
deine Intelligente Art mit schwierigen Situation fertig zu werden. Da
kam als Antwort ein entäuschtes: "Du siehst mich nicht als Frau."
So kann es auch gehen. :-)
CU
Pyanfar
Bine =?ISO-8859-1?Q?Br=F6hl?= (nadelh...@web.de) kürzlich:
> Ich kann Dich beruhigen - ich wollte immer Männer unter 1,90 m
Da hammwers ja. Robert sucht doch auch nur Frauen unter 1,50 m.
...Oberweite.
grüsse
michael
>
>> Ich kann Dich beruhigen - ich wollte immer Männer unter 1,90 m
>
>
> Da hammwers ja. Robert sucht doch auch nur Frauen unter 1,50 m.
>
> ....Oberweite.
*gggggggggggg* - da kann ich nicht mithalten ;-)))
Bine
> Die meisten Männer scheuen sich auch nicht, in einer Anzeige "schlank"
> oder "mindestens 1,70 " hinzuschreiben.
> Du siehst keinen Unterschied zwischen der Größe des Busens und der
> Körpergröße? Wie gefiele dir eine Anzeige einer Frau, die da schreibt:
> Penislänge im mindestens 18 cm?
> Nun, wenn du jetzt immer noch keinen Unterscheid siehts, tuts mir
> leid.
Den gleichen Gedanken hatte ich ja auch. Und weißt Du wies denn
weitergehen würde, wenn eine Frau das schreiben würde??? Sie würde
Unmengen von Zuschriften bekommen, weil die Herrn der Schöpfung von
ihrem kleinen Freund so überzeugt sind ;-))))
Bine
>Vielleicht scheut er sich ja nur davor, bei
>einem Anzeigen-Treffen der Frau dann (jedesmal aufs Neue) beibringen
>zu müssen, dass sie zwar lieb, nett und attraktiv ist, aber die
>Oberweite zu klein ist. Ein riskantes Spielen mit gut plazierten
>Ohrfeigen. Da wollt ich nicht in seiner Haut stecken *lach*
Gut erfaßt; lustig finde ich das allerdings nicht. Dreh´s mal um:
Robert scheuert der Frau beim Anzeigentreff eine, weil sie ihm
erklärt, daß er ihr zu klein ist. Na - immer noch lustig? Und wenn
nicht: warum dann im umgekehrten Fall?
>Bisher seh ich nur, dass er unzufriedene Frauen mit
>einem Kompliment wie geschrieben viel leichter wieder zum Teufel
>schicken kann, wenn die Brüste nicht stimmen, als attraktive (...und
>selbstsichere).
Ich sehe in Roberts Frage nur den völlig legitimen Wunsch, ein ihm nun
mal wichtiges Detail genauso schon vorab im Anzeigentext abklären zu
können, wie Frauen das mit dem Detail "Körpergröße" aus gutem Grund,
selbstverständlichst und völlig unkritisiert tun. Warum das im Falle
"Oberweite" nicht möglich ist, dafür lieferst Du zusammen mit einigen
Anderen hier exemplarischen Anschauungsunterricht :-(
>Aber ich hab ja auch keine nennenswerte Oberweite...
Miß mal nach. Vermutlich übertriffst Du die Mehrzahl der Frauen :-)
Gruß, Walter
>Wie kann man einer Frau mit größerer Oberweite zeigen, dass man diese
>sichtbaren Zeichen ihrer Weiblichkeit schön und erotisch findet, ohne
>dümmlich und plump zu wirken, oder gar den Eindruck zu erwecken, dass
>es NUR darauf ankäme.
Damit Dir hier wenigstens einer sachlich antwortet, anstatt Dich
moralisch zu belehren:
Flechte in das Inserat den Begriff "weibliche Figur" ein, und zwar
nicht isoliert, sondern als Bestandteil eines ganzen Bündels sonstiger
Eigenschaften der Person. Etwa so: "Du bist eine fröhliche, ein
bißchen sportliche, intelligente Frau um die 40 mit weiblicher Figur,
aber ohne Starallüren - und Du suchst einen netten, vorzeigbaren Mann,
der mit Dir irgendwann durch dick und dünn geht".
Dann werden sich zumindest diejenigen Frauen _nicht_ angesprochen
fühlen, die sich selber eher eine "knabenhafte" Figur zusprechen.
Allerdings weiß ich auch kein Rezept, Interessentinnen auszufiltern,
die die "weibliche Figur" bloß weiter unten haben. Genauer darf mann
sich nun mal leider nicht ausdrücken; was ich von dieser p.c.-Regel
halte, habe ich ja schon in anderen Mails geschrieben :-/
Aber, bitte: ich möchte jetzt nicht nächsten Samstag in der SZ obigen,
abgeschriebenen Satz in fünfundzwanzig "er-sucht-sie"-Inseraten
wiederfinden :-))
Gruß, Walter
>Was ist
>wenn seine Traumfrau mit den für ihn Traummaßen Brustkrebs bekommt? Trennt
>er sich von ihr im Falle, sie müßte sich eine oder beide Brüste abnehmen
>lassen?
Würde sie denn ernsthaft von ihm erwarten, daß er sie begeistert in
die Arme nimmt, unbeeindruckt mit ihr schläft und sie allen anderen
erreichbaren Frauen vorzieht, wenn ihr schon beim Kennenlernen eine
Brust fehlt?
Es geht hier um die Situation der Auswahl und des Kennenlernens, nicht
um die nach jahrelanger, bewährter Partnerschaft. Aus der Tatsache,
daß man eine langjährig gewachsene Beziehung i. d. R. trotz so einer
Belastung nicht beendet (und wenn, dann meist nicht _nur_ deshalb),
kann man doch nicht die Forderung ableiten, einem Mann habe die Figur
der Frau von Anfang an egal zu sein!
Gruß, Walter
>Mal im Ernst: Wie stellst Du das denn an? Sagst Du dann etwa: Tut mir leid,
>Elisabeth, Du bist ein wirklich netter und attraktiver Mensch, aber Deine
>Brüste sind mir zu klein? Bäh, sowas macht man doch nicht.
>
>Das kann man diplomatischer formulieren, und Notlügen betrachte ich
>persönlich in diesem Fall als anständiger und Wohltat für Dein Gegenüber.
Noch anständiger und eine noch größere Wohltat für alle Beteiligten
fände ich, wenn es dem Mann erlaubt wäre, _von_Anfang_an_ die Wahrheit
zu sagen: dann käme es nämlich gar nicht erst zu solchen, peinlichen
Situationen.
(...)
>Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass *auch* die Größe meiner
>sekundären Geschlechtsmerkmale zu seiner Frage geführt hatte. Zu diesem
>Zeitpunkt störte mich das nicht mehr, es freute mich.
>
>Hätte er von Anfang an dieses Thema angesprochen, hätte ich mich umgedreht
>und ihm einen Vogel gezeigt. Unsere jetzige Beziehung, für die ich unendlich
>dankbar und glücklich bin, hätte überhaupt keine Chance gehabt.
Und das, obwohl er doch nix weiter als die blanke Wahrheit gesagt
hätte? Du _wolltest_ also erst mal von ihm angelogen werden - und das
selbst um den Preis, eine glückliche Beziehung zu verfehlen?
Ich kann Dich da zwar durchaus verstehen: das blöde Vorurteil
"Der will ja _nur_ Geilfleisch" ist in unserer Gesellschaft derart
allgegenwärtig, daß es einer Frau geradezu zwangs-läufig :-) durch den
Hinterkopf gehen muß, sobald ein Mann ein bißchen direkter wird.
Aber gerade aufgrund Deiner obigen Schilderung solltest Du vielleicht
doch auch mal diese Deine eigene Grundhaltung gegenüber Männern
wenigstens in diesem einen Fall und im Nachhinein kritisch überdenken
- anstatt die von Dir erzwungene (!) Anfangslüge Deines Partners als
beispielhaft hinzustellen und andere Männer damit zu belehren.
Gruß, Walter
>> Da hammwers ja. Robert sucht doch auch nur Frauen unter 1,50 m.
>>
>> ....Oberweite.
>
>*gggggggggggg* - da kann ich nicht mithalten ;-)))
Waaas?? Du hast _mehr_??? Was ist das dann für eine Körbchengröße? ZZ?
Gruß, Walter
Bine =?ISO-8859-1?Q?Br=F6hl?= (nadelh...@web.de) kürzlich:
Jaja, dann kann er im Gegenzug reinschreiben "ich habe einen
beschnittenen Carabinieri" - und eine Menge Weiblichkeiten würden
anspringen :-)
grüsse
michael
W. H. Greiner (whgr...@t-online.de) kürzlich:
> Michael Weber schrieb in der Mail
> <MPG.15b655b3a...@NEWS.CIS.DFN.DE>:
>
> >Vielleicht scheut er sich ja nur davor, bei
> >einem Anzeigen-Treffen der Frau dann (jedesmal aufs Neue) beibringen
> >zu müssen, dass sie zwar lieb, nett und attraktiv ist, aber die
> >Oberweite zu klein ist. Ein riskantes Spielen mit gut plazierten
> >Ohrfeigen. Da wollt ich nicht in seiner Haut stecken *lach*
>
> Gut erfaßt; lustig finde ich das allerdings nicht.
Weil ich das mal auf mich übertrug. Genau umgekehrt. Brüste über
normal find ich unerotisch, vor allem, wenn sie wie Frisbyscheiben
aussehen (sorry, meinte Silikon). Aber gottseidank hat mich noch
keine Frau mit Megabrust so derart interessiert, dass ich mit meiner
Erwartung von Erotik in die Zwickmühle kam.
> Dreh´s mal um:
> Robert scheuert der Frau beim Anzeigentreff eine, weil sie ihm
> erklärt, daß er ihr zu klein ist. Na - immer noch lustig? Und wenn
> nicht: warum dann im umgekehrten Fall?
Weisst Du, warum ich das nur als theoretischen
Gerechtigkeitsvergleich ansehe? Die Gesinnung in unserem System ist
so "festgeboren", dass es nie so kommen wird. Na klar ist es
umgekehrt genauso Liebes-Müll, wenn eine Frau nur Männer über 1.80
will und sie unter diesem Wert lieblos bleibt. Das nützt aber keinem
was in der Praxis. Man wird sie nie für ihre optischen Ansprüche
rügen. Man wird immer den Mann für seine Ansprüche rügen. Also
besser hinnehmen und so drehen, dass es verständlich ist, um sich
einseitigen Ärger zu ersparen. Ändern tut sich das eh nicht. Im
Gegenteil, mit solchen Sachen macht man sich eher zum Affen, wenn
man den Mund aufmacht.
> >Bisher seh ich nur, dass er unzufriedene Frauen mit
> >einem Kompliment wie geschrieben viel leichter wieder zum Teufel
> >schicken kann, wenn die Brüste nicht stimmen, als attraktive (...und
> >selbstsichere).
>
> Ich sehe in Roberts Frage nur den völlig legitimen Wunsch, ein ihm nun
> mal wichtiges Detail genauso schon vorab im Anzeigentext abklären zu
> können, wie Frauen das mit dem Detail "Körpergröße" aus gutem Grund,
> selbstverständlichst und völlig unkritisiert tun.
Den seh ich auch. Ich seh in seinem Text aber auch eine elegante
Hintertür, die nicht gerade menschlich fair und niveauvoll ist.
> Warum das im Falle
> "Oberweite" nicht möglich ist, dafür lieferst Du zusammen mit einigen
> Anderen hier exemplarischen Anschauungsunterricht :-(
Falsch. IMO. Es ist sehr einfach möglich. Er könnte ganz ganz simple
und einfach in eine Anzeige schreiben "Ich finde grosse Brüste sehr
sinnlich, weich und hocherotisch und hoffe, dass Du es respektierst
/ nichts dagegen hast". Fertig. Dürfte jeder Frau klar sein, was er
will, ohne gleich in der Aufzählung ihrer Eigenschaften ein
anrüchiges "grosse Brüste" reinzuschreiben. Warum entschuldigt er
sich ellenlang für seinen Hang?
> >Aber ich hab ja auch keine nennenswerte Oberweite...
>
> Miß mal nach. Vermutlich übertriffst Du die Mehrzahl der Frauen :-)
Sicher? :-))
grüsse
michael
>Ist es das, ja? Dann lies mal folgendes von diesem Herrn:
>| Ich kann mit einer Frau mit kleinem Busen nicht sehr viel
>|anfangen, weil I C H es eben NICHT erotisch finde.
Wie ich schon schrieb: eine einzelne "Conditio sine qua non" ist noch
lange keine _hinreichende_ Bedingung. Wenn eine Frau fordert, daß ihr
Wunschpartner größer als sie selber sein soll, dann schließt sie damit
doch auch alle kleineren Männer kategorisch aus, ungeachtet deren
sonstiger Qualitäten - trotzdem kommt niemand auf die absonderliche
Idee, alles andere außer der Körpergröße sei dieser Frau an einem Mann
egal.
Robert hat die anderen Voraussetzungen ja sogar angesprochen, lies
sein Posting nochmal. Nur sind die eben nicht das Problem, weil er sie
offen in einem Inserat ansprechen darf.
>Er reduziert genau in diesem Moment die Frau auf ihre geschlechtlichen
>Merkmale.
Genau das ist eine unsinnige Unterstellung, die Robert mit dem Inhalt
seines Postings sogar explizit widerlegt hat - man muß das nur auch
wahrnehmen _wollen_, anstatt ihn reflexartig mit gebetsmühlenhaft
wiederholten Vorurteilen zuzuschütten.
Aber was rede ich; gegen Vorurteile anzuargumentieren ist wie ein
Kampf gegen Windmühlenflügel - sinnlos. Ich kann sehr gut verstehen,
daß Robert sich nicht nochmal zu Wort gemeldet hat. Er hat ja die
Reaktion schon vorausgesehen, die dann prompt kam; und dazu bedurfte
es keiner hellseherischen Fähigkeiten :-(
Gruß, Walter
>Die meisten Männer scheuen sich auch nicht, in einer Anzeige "schlank"
Nicht öfter als umgekehrt
>oder "mindestens 1,70 " hinzuschreiben.
In dieser Richtung _äußerst_ selten zu lesen. Die Körperlänge des
Partners scheint Männern sehr viel gleichgültiger zu sein als Frauen.
>Du siehst keinen Unterschied zwischen der Größe des Busens und der
>Körpergröße?
Freilich gibt´s da Unterschiede - aber bei weitem nicht genug, um ein
offenes Wort darüber derart krass unterschiedlich zu bewerten. Die
Gemeinsamkeiten sind entschieden größer: beides sind (zum Teil, mit
Überschneidungen) geschlechtsabhängige, körperliche Details. Beides
ist im Alltag meist schon auf den ersten Blick sichtbar und darf
gesellschaftskonform durch die Alltagskleidung noch zusätzlich betont
und herausgehoben werden - sehr im Gegensatz zu den primären
Geschlechtsorganen, die i.d.R. nur im intimsten Rahmen deutlich
erkennbar sein dürfen. Und beides hat für sehr, sehr viele Menschen
jeweils eines Geschlechts eine wesentliche Bedeutung dabei, ob
man/frau andere Menschen als erotisch anziehend (und nicht bloß
"sympathisch") empfindet.
>Wie gefiele dir eine Anzeige einer Frau, die da schreibt:
>Penislänge im mindestens 18 cm?
Das Analogon dazu wäre "Mann sucht Frau mit mindestens 18 cm tiefer
Vagina".
Gruß, Walter
W. H. Greiner (whgr...@t-online.de) kürzlich:
Wie sonst kommt bei Waschbrettbäuchen dieses "Plop...Plop" zustande?
grüsse
michael
>Ich habe keine Vorurteile, komme nur mit seiner Ansicht nicht klar.
>Nämlich, dass der sexuelle Reiz (für ihn) bei einer Frau nur über die
>Brüste kommt.
Genau das hat Robert _nicht_ geschrieben, das unterstellst Du ihm -
wie etliche Andere hier auch, obwohl sein Posting das in keiner Weise
hergibt.
Robert hat lediglich geschrieben, daß ohne dieses Detail sich bei ihm
nichts regt: _eine_ Voraussetzung (von vielen!!) dafür, daß er eine
Frau als erotisch empfinden und sich in sie verlieben kann. Die
anderen Voraussetzungen hat er doch sogar (wenn auch kurz) explizit
angesprochen, das kann jeder jederzeit nachlesen. Ich finde es schon
phänomenal, mit welcher völlig unprovozierten Hartnäckigkeit ihm hier
trotzdem immer wieder unterstellt wird, die weibliche Brust sei für
ihn der _einzige_ erotische Reiz. Das hat nichts mit Roberts Realität
zu tun, sondern ausschließlich mit blinden Vorurteilen über ihn.
Gegenüber einer Frau sind solche Vorurteile bezeichnenderweise nicht
üblich, nur gegenüber Männern: daß die erotischen Empfindungen einer
Frau vielschichtig sind, ist offenbar so selbstverständlich, daß ihr
selbst auf eine knallhart öffentlich mit Zentimetermaß geäußerte
Forderung bezüglich der männlichen Statur hin kein Mensch unterstellt,
sie würde den Mann auf dieses Detail "reduzieren". Nur einen Mann hält
frau offenbar für seelisch derart einfach gestrickt, daß er angeblich
_nur_ auf dieses eine Detail anspringt, sobald er auch nur vorsichtig
andeutet, daß es für ihn ohne bestimmte, weibliche Eigenschaften nicht
geht.
Mir scheint, das hat mit der sexuellen Erwartungshaltung an das
jeweils andere Geschlecht zu tun. Während eine Frau sexuell
anspruchsvoll sein darf, diese und jene und noch eine körperliche
Vorbedingung an den Partner stellen darf, Ausdauer und Anstrengung und
Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen für _ihre_ Befriedigung von ihm
einfordern darf, weil die weibliche Sexualität ja sooo komplex ist -
während all dem soll er sexuell gefälligst einfach funktionieren, egal
wie, irgendwelche Bedingungen hat er nicht zu stellen, daß er mit
einer wie auch immer körperlich geformten Frau im Bett ist, hat zu
genügen, andernfalls ist er ein "Versager". Und wenn er auf so eine
(auch für ihn!) Katastrophe wie z. B. eine Brustamputation hin mit
dieser Frau nicht mehr kann, wird er überdies noch als "Arschloch" und
"Dreckschwein" beschimpft. Wie es _ihm_ bei all dem innerlich geht,
wie er sich dabei fühlt, das ist - Verzeihung, meine Damen - den
meisten Frauen doch sch....egal. Einem Mann wird einfach nicht
zugestanden, ja noch nicht einmal zugeTRAUT, irgendwelche
vielschichtigen Gefühle und Ansprüche beim Sex zu haben. Siehe obige
Diskussion: ein Mann braucht den Anblick großer Brüste, um sexuell
anzuspringen? Na klar: dann sieht er an einer Frau _nur_ die Brüste,
und ob sie brunzdumm ist, in der Nase bohrt und sich nur einmal im
Jahr wäscht, das ist ihm dann alles völlig egal; er könnte genausogut
ne Kuh bumsen, Hauptsache dickes Euter. Denn Männer sind ja nun mal
primitiv, die KÖNNEN doch gar nicht mehr als eine Empfindung
gleichzeitig haben, beim Sex schon dreimal nicht, gelle?
Gruß, Walter
>Falsch. IMO. Es ist sehr einfach möglich. Er könnte ganz ganz simple
>und einfach in eine Anzeige schreiben "Ich finde grosse Brüste sehr
>sinnlich, weich und hocherotisch und hoffe, dass Du es respektierst
>/ nichts dagegen hast". Fertig. Dürfte jeder Frau klar sein, was er
>will, ohne gleich in der Aufzählung ihrer Eigenschaften ein
>anrüchiges "grosse Brüste" reinzuschreiben.
Respekt: endlich ein konstruktiver Beitrag. Und wirklich geschickt
formuliert...
Nur: warum gibst Du Robert auf seine Frage hin nicht gleich diese
Antwort, sondern erteilst ihm stattdessen erst mal moralische
Belehrungen?
>Warum entschuldigt er sich ellenlang für seinen Hang?
Vielleicht, weil er schon viel zu oft solche Reaktionen erlebt hat,
wie sie prompt auch hier wieder über ihn hereingebrochen sind, und an
denen auch Du feste beteiligt warst?
Gruß, Walter
>Du hängst Dich zu sehr an der Körpergröße auf. Das ist doch auch totaler
>Unsinn. Und wenn es in noch so vielen Bekanntschaftsanzeigen stehen mag -
>würde sich eine Frau mit einem Mann treffen, der sich zwar als 1,80 m groß
>ausgegeben hat und nun doch 10 cm kleiner ist, die "Chemie" aber von Anfang
>an stimmt, würde sie (bin ich mir fast sicher) nicht sagen, "He, wir
>verstehen uns zwar super, aber Du bist mir einfach zu klein."
Zur "Chemie" gehört aber nun mal ganz wesentlich auch die Körpergröße
des Mannes - jedenfalls in den vielen Fällen, in denen die Frau das
schon als Bedingung in die Anzeige schreibt, sonst würde sie es nicht
schreiben. Wäre doch ausgesprochen blöde, die Auswahl in einem
offenbar irrelevanten Punkt so drastisch einzuschränken...
Außerdem: bei Robert weist Du auch nicht beschwichtigend darauf hin,
das mit der Brust sei doch gar nicht so wichtig, und wenn die "Chemie"
stimme, dann würde er zu einer Frau mit ausgestopftem BH ganz bestimmt
nicht sagen "He, wir verstehen uns zwar super, aber Dein Busen ist mir
einfach zu klein." Nein: Robert soll Deiner Meinung nach über seine
Vorliebe von vornherein den Mund halten - und wenn er´s nicht tut,
dann ist er Deiner Meinung nach ein kranker, isoliert _nur_ auf die
Brust fixierter Busenfetischist, vor dem Deiner Meinung nach jede Frau
völlig zu Recht schreiend davonläuft. Zweierlei Maß halt... :-/
>Oh bitte, Frauen suchen sich doch nicht nur Schönlinge, wo nichts im Kopf
>steckt! Das ist doch schon eher umgekehrt der Fall. Ich will hier nicht alle
>Männer über einen Kamm scheren, aber doch noch sehr *viele* suchen sich doch
>ein richtiges doofes "Blondchen", die Mann bekocht und immer brav zu Hause
>ist, wenn er von der Arbeit kommt. Toll Aussehen muß sie sowieso -
>Vorzeigeobjekt.
>Wo bitte ist da ein Unterschied???
Der Unterschied zu was? Zu Frauen, die einen "finanziell unabhängigen,
großzügigen" Mann suchen? SCNR - wenn wir schon mal bei Klischees
sind... :-/
>Körpergröße ist ein ganz blödes Beispiel.
Warum? Weil es zu so unbequemen Schlußfolgerungen führt? ;-)
Die Körpergröße ist nun mal mit Abstand Nummer 1 unter allen
messbaren, weiblichen Forderungen körperlicher Art - und insofern
nichts weiter als das naheliegende Gegenstück zu dem Wunsch nach einem
großen Busen, den sehr, sehr viele Männer hegen.
>Wie wäre es, wenn sie meint, "ich nehme nur Männer,
>die sich am _ganzen_ Körper rasieren?"
Ich würde mich zunächst mal wundern, weil ein solches Ansinnen von
einer Frau höchst ungewöhnlich ist - und wenn sie es mir wert wäre,
würde ich mich in Gottes Namen für sie rasieren. Wenn´s weiter nix
ist... Wenn sie meinen würde, ich hätte zu _wenig_ Körperhaare, dann
hätte ich damit naheliegenderweise eher ein Problem :-)
>Würde Mann da nicht auch den Eindruck
>bekommen, sie steht nicht auf den Mann sondern auf seinen Körper?
Nö. Warum denn? Wenn ich z. B. Scham- und Achselhaare verabscheuen
würde, würde das doch auch nix dran ändern, daß ich ihre Augen, ihre
Stimme und ihren feinen Humor mag...
>Wenn er möglicherweise ohne dieses Merkmal nicht "kann", dann ist er krank
>oder Fetischist (Das unterstelle ich ihm jetzt einfach mal).
Aber einer Frau, die sich in einen kleineren Mann nicht verlieben
"kann", unterstellst Du natürlich _nicht_, krank oder Fetischistin zu
sein, die ist völlig gesund und normal und darf auch so sein, gelle?
>Meinst Du
>nicht, daß Frauen keine anderen Reize haben und diese auch einsetzen können,
>damit er "kann" auch ohne eine große Brust in den Händen zu halten?
Das mußt Du schon Robert fragen, nicht mich. Er wird da mit seinen 45
Jahren seine Erfahrungen haben, denke ich. Mir persönlich geht´s in
dem Punkt anders; ich kann nur akzeptieren, was er als seine ureigene
Empfindung und Erfahrung schildert. Aber bloß weil ich das anders
empfinde, maße ich mir nicht an, die Echtheit und Relevanz seiner
Empfindungen anzuzweifeln. Was Du da jetzt versuchst, kommt mir
(Verzeihung) genauso bescheuert vor wie die Vorstellung mancher
Männer, eine lesbische Frau sei nur noch nicht "von einem richtigen
Mann mal anständig durchgefickt worden".
>Aber, um nochmal auf die Anzeigen zurück zu kommen. Wenn er schreibt: Er,
>45, sucht Sie, blablabla, Ganzkörperfoto erwünscht; könnte er doch auch von
>vornherein diejenigen aussortieren, die nicht seinen Träumen entsprechen.
Sorry: ganz schlechter Vorschlag. Dann bezieht er nur wegen der
Forderung nach einem Ganzkörperfoto wieder dieselben Prügel wie hier.
Gruß, Walter
> > Oder der dich liebt, weil du auch die großen Brüste hast. Ein Merkmal,
> > auf dass er bei seiner Partnersuche größten Wert legt.
>
> Aber er sollte sich nicht nur auf dieses eine Merkmal beschränken!
Ihr unterstellt ihm, daß er es tut. Das heißt den Strick knüpfen,
bevor das Urteil gesprochen ist.
...Aber bei dementsprechenden Ausgangsbedingungen wundert mich nicht,
daß so viele Beziehungen scheitern. Das hat auch etwas mit Zuhören-
wollen, Eingehen auf den anderen und Nachdenken über dessen Beweg-
gründe zu tun. Und die Bereitschaft dazu vermisse ich bei derartigen
Äußerungen ganz gehörig.
--
Bye; Kai
> >Wenn Du Deine Partnerin auf ihre
> >Brüste reduzierst, brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn der
> >körperliche Rest, der an den Brüsten noch dran hängt, Dich irgendwann
> >verlässt.
>
> Wenn Du Robert auf seine sexuelle Vorliebe reduzierst, brauchst Du
> Dich nicht zu wundern, daß Du ihn mißverstehst.
>
> Warum, zum Teufel, sollen Männer nicht auf große Brüste anspringen
> dürfen? Der eine steht auf Rothaarige, der nächste auf Blonde, die
> meisten Frauen legen Wert auf einen Mann, der größer ist als sie
> selber - _reduzieren_ denn alle dies Menschen ihre PartnerInnen auf
> deren Sommersprossen oder Körperlänge? Warum also, bitte, dieses dumme
> Gerede, sobald ein Mann Wünsche bezüglich weiblicher Brüste äußert?
> Ist doch auch nix weiter als ein Körpermerkmal.
>
> Ich finde Roberts Wunsch völlig legitim - allemal genauso legitim wie
> z. B. den Wunsch einer Frau bezüglich Körpergröße ihres
> Wunschpartners. Oder wo, bitte, ist da der grundlegende Unterschied?
>
> Verliebtheit ist ein _Gefühl_, das kann man nicht rational steuern.
> Man(n) kann weder was dafür noch was dagegen, wenn er sich halt nun
> mal leichter in rothaarige oder großbrüstige Frauen verliebt als in
> andere. Das Problem sind nicht solche individuellen Vorlieben, sondern
> die Art, wie unsere Gesellschaft speziell im Falle "weibliche Brust"
> damit umgeht - weshalb ich Roberts Verzweiflung über diesen Punkt sehr
> gut nachvollziehen kann.
Oh, da sind wir ja mal einer Meinung. Hätte ich vorher lesen sollen.
(Entschuldigt den Fullquote, aber die Quintessenz des Gesagtem ähnelt
meinem so sehr, daß ich tatsächlich jeden Satz genauso unterschreiben
kann.)
--
Bye; Kai
> Es ist nunmal Tatsache, daß einen Menschen viel mehr ausmacht als
> irgendwelche Körpermerkmale, seien es kleine oder große Brüste, blonde oder
> schwarze Haare, kleine oder große Menschen.
Ja. Das bestreitet niemand. Auch der ursprüngliche Poster hat dies
nicht in Abrede gestellt, im Gegenteil. Also ist dies nicht der
Punkt, um den sich die Diskussion dreht bzw. drehen sollte.
Natürlich ist ein sekundäres weibliches Geschlechtsmerkmal als Bewer-
tungskriterium eine hochsensible Angelegenheit. Aber es ist nun mal
eine unbestreitbare Tatsache, daß die Physis bei der Partnerwahl
durchaus eine Rolle spielt. Und zwar sowohl bei Männern als auch bei
Frauen.
Ich hatte mir früher eingebildet, daß die Größe des Penis oder die
Form des (Männer)hinterns Frauen letzlich egal sei - es geht schließ-
lich hauptsächlich um andere Werte, stimmts? :) - Nun, ich habe mich
inzwischen von einer ausreichenden Anzahl Frauen eines besseren be-
lehren lassen müssen. Die meisten Frauen legen ebenfalls großen Wert
auf bestimmte Körpermerkmale und lassen diese als eine der ersten
Auswahlkriterien in ihre Entscheidung mit einfließen, ganz besonders
in jungen Jahren.
Kann ja sein, daß hier nur diesbezüglich Ausnahmen anwesen sind. Das
mag ich aber nicht glauben. Ich glaube eher, man macht sich etwas
vor, wenn man das Vorhandensein solcher Vorlieben verleugnet.
> Man(n) kann aber eine Frau nicht aufgrund irgendwelcher
> Körpermerkmale suchen.
Mann kann. Frau auch. Und es geschieht. Mag ja sein, daß das nicht
ethisch rein und ganz integer ist, aber es ist zumindest menschlich.
> Man(n) muß doch zuerst einmal den Menschen suchen, der hinter
> diesen Merkmalen steht.
Erfahrungsgemäß hat das wenig Zweck, wenn die Physis bereits eine
Barriere darstellt.
Um ein "neutraleres" Beispiel zu wählen: Körpergeruch. Mit einem Men-
schen, den ich im wahrsten Sinne des Wortens nicht riechen kann,
brauche ich mich in Hinblick auf eine mögliche Partnerschaft gar
nicht näher zu befassen. Denn die durch den Geruch ausgelöste bzw.
signalisierte Antipathie wird ein derart intimes Nahekommen verhin-
dern. Und meist beruht dies sogar auf Gegenseitigkeit.
Der Mensch ist nicht nur Kopf. Und ich glaube, wer die Partnersuche
auf der rationalen Ebene zu steuern versucht, wird letztlich ebenso
daran scheitern wie derjenige, der den Verstand ausblendet und nur
nach seinen Emotionen handelt (die eben auch den Trieb beinhalten).
> Sicherlich kann er eher auf große Brüste "anspringen", aber wenn
> er nur nach _diesen Frauen_ sucht, dann wird er wohl kaum eine
> finden.
Verstehe ich nicht. Weshalb nicht? Er schränkt die Auswahl auf eine
bestimmte Personengruppe ein und sucht darin nach Menschen, die wei-
tere Kriterien erfüllen. Das ist doch legitim?
Genausogut könnte er erst alle Frauen auswählen, die sich für klassi-
sche Musik, sagen wir, Oper, interessieren (sicherlich auch ein gro-
ßer Kreis) und darin nach großbrüstigen Frauen suchen. Umgekehrt wird
ein Schuh draus.
Ich mache das genauso. In einer größeren Menschenmenge interessiere
ich mich zunächst für die Rothaarigen. In der Gruppe sind die klei-
nen, zierlichen und die großen, schlanken für mich interessant. Dann
finde ich jemand, dessen Mimik und Haptik mir gefällt, und den spre-
che ich dann an, um festzustellen, ob es intellektuelle Übereinstim-
mungen gibt. Vorausgesetzt, der oder die andere ist am Gespräch inte-
ressiert und ich bin auf der Suche, natürlich.
Wahllos und blindlings einfach irgendwen anzuquatschen, das wäre doch
reichlich ineffizient, oder? Man selektiert immer. Ständig. Ich finde
es eher bemerkenswert, daß es offenbar Menschen gibt, die sich des
Vorhandenseins ihres eigenen Bewertungsrasters anscheinend gar nicht
bewußt sind.
> Denn diese Frau würde immer spüren, daß er sie "nur" wegen ihrer
> Oberweite liebt.
Kannst Du mir bitte erklären, wie Du auf von dem oberen auf diesen
Zusammenhang gelangst? Ich kann Dir an dieser Stelle nicht folgen.
Woraus ziehst Du den Schluß, daß das genannte Körpermerkmal das
Hauptkriterium bei der Suche darstellt? Ich halte diesen Schluß
für voreingenommen und absurd, aber das ist bloß meine Meinung.
> > Ich finde Roberts Wunsch völlig legitim - allemal genauso legitim wie
> > z. B. den Wunsch einer Frau bezüglich Körpergröße ihres
> > Wunschpartners. Oder wo, bitte, ist da der grundlegende Unterschied?
>
> Ich als Frau habe mir meinen Mann nicht wegen seiner Körpergröße oder
> sonstigen Merkmalen ausgesucht.
Also hast Du einfach blindlings zugegriffen und irgendwen gewählt?
Das halte ich für so anspruchslos, daß ich Dir das nicht glauben
kann.
> Sicherlich kann niemand bestreiten, daß man
> beim Kennenlernen nach Äußerlichkeiten geht
Genau um diese Vorauswahlphase geht es aber.
> aber das richtige Kennenlernen
> sollte doch wohl ein bißchen mehr beinhalten als große Brüste.
Hm. Was ist falsches Kennenlernen? - Der Frager hat, zum mehrfachen
Male, seine Auswahl nicht auf das Körpermerkmal reduziert. Im Gegen-
satz zu Dir und einigen anderen. Wenn ihr die Ausgangsbedingungen än-
dert, erhaltet ihr natürlich ein anderes Ergebnis als wenn ihr sie
unverändert laßt, insofern ist dieser Diskussionspunkt eigentlich
müßig.
> Der
> grundlegende Unterschied liegt nicht bei Mann oder Frau sondern darin, daß
> man seinen Wunschpartner wohl kaum über irgendwelche Körpermerkmale
> ausfindig machen kann.
Man kann. Und jahrelange Beziehungen können die Folge sein.
> Wie Du selbst schreibst, verliebt er sich anscheinend eher oder
> wahrscheinlich nur in Frauen mit großen Brüsten.
Und er ist sogar so offen und ehrlich, das auch noch zuzugeben.
> Es ist doch also ziemlich
> eindeutig, daß er seine zukünftige Partnerin darüber identifiziert.
Das ist ein Fehlschluß. Du bist voreingenommen. Du folgst der Maxime
"Männer denken eh nur an dicke Titten" und läßt einen sensibleren Um-
gang mit diesem Thema gar nicht erst zu. Folglich separierst Du: Hie
Frauen, da Männer, und über diese Kluft hinweg ist ein Konsens nicht
möglich.
Und dann wundert sich frau irgendwann, daß Männer und Frauen gänzlich
verschiedene Sprachen sprechen. Daß ein Teil davon selbstgeschaffen
ist und in der eigenen Haltung liegt, wird an dem Punkt dann längst
nicht mehr gesehen.
> Es kann doch nicht alles sein.
Das hat er auch gar nicht behauptet, daß es das sei.
> Und das hat nichts mit der Gesellschaft zu tun. Es ist eine Sache
> seiner Einstellung.
Also gibt es Deiner Meinung nach eine "richtige" und eine "falsche"
Einstellung, nicht wahr? - Es existieren aber mehr Farben als bloß
Schwarz und Weiß.
> Verliebtheit kann man tatsächlich nicht rational steuern, er
> versucht es aber trotzdem, denn er sucht nur nach Frauen mit
> großer Oberweite.
Und Du versuchst es ebenso, indem Du von ihm verlangst, er möge doch
bitte nicht danach, sondern nach etwas anderem suchen. Nämlich nach
den Werten, die /Du/ für die richtigen hältst. Siehst Du denn gar
nicht, daß Du Dich desselben Mechanismus bedienst und den gleichen
Schemata folgst?
> Dabei frage ich mich, ob es tatsächlich so schwer ist, denn es gibt doch
> genügend Frauen mit diesem Körpermerkmal. Aber ich bin mir fast sicher, daß
> die Frauen, die er bevorzugt, es merken und ich würde mich als Frau auch
> nicht wohlfühlen bei einem Mann, der wahrscheinlich nicht mich liebt,
> sondern meine großen Brüste.
Naja, mit einer mißtrauischen Grundeinstellung ist eine Beziehung
IMHO von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Insbesondere dann,
wenn man an der Lauterkeit der Liebe des anderen zweifelt.
Liebe basiert in erster Linie auf Vertrauen.
--
Bye; Kai
> Naja, Stil hat er ja. Wenn ich mir das hier von ihm durchlese:
>
> > Vielleicht liest dies ja auch eine Frau, die sich ihrer Oberweite
> > schämt, oder sie aus anderen Gründen nicht sehr attraktiv findet, weil
> > sie etwas zu groß ist, oder vielleicht nicht die Form hat, die die
> > Medien als attraktiv darstellen. Ihr möchte ich sagen, dass das
> > durchaus schön und begehrenswert sein kann und Scham oder Komplexe
> > überhaupt nicht nötig sind
>
> fallen bei mir (als Mann) sogar die Alarmglocken. Aber gewaltig ...
Aha. Und weswegen?
--
Bye; Kai
> Ich denke, auch Optik spielt beim Kennenlernen eine große Rolle, weil
> man halt als erstes das Gesicht sieht, und eben auch den Körper. So
> entsteht doch erst der Wunsch, jemanden näher kennenzulernen. Ein
> Mensch, der einem optisch unsympathisch ist, den wird man auch nicht
> ansprechen. Ich finde, dazu darf man auch stehen und das ganz ehrlich
> sagen.
Was ich bei den bisher gelesenen Diskussionsbeiträgen vermisse, ist
ein Eingehen auf die ursprüngliche Intention des Posters. Da fragt
jemand - den das Thema offensichtlich verlegen macht, der aber den-
noch den Mut dazu besitzt - in einer Frauennewsgroup etwas unbehol-
fen um Rat und wird dafür stante pede in der Luft zerrissen. Hm.
Ehrlich gesagt, finde ich die Reaktionen darauf weniger edel als die
Anfrage selbst. Insofern möchte ich die Frage in dem Raum stellen, ob
die Betreffenden ihren eigenen moralischen Ansprüchen - die sich ge-
nauer betrachtet nicht bloß auf einen einzelnen Bereich und einen As-
pekt reduzieren - überhaupt gerecht werden können. Mir klingt der An-
spruch überhöht, frömmelnd und bigott, um es einmal kraß auszudrük-
ken.
--
Bye; Kai
> Dass er aber auch auhf Frauen
> abfährt, die sich dafür schämen und sich selbst für unattraktiv
> halten, sagt viel darüber aus, was ihm wichtig ist. Das Wesen und
> Selbstbefinden der Frau offenbar nicht.
Brillante und bestechende Logik. Ich "fahre" auch "darauf ab", daß
sich meine Partnerin manchmal ihrer Schwerbehinderung wegen schämt
und sich deswegen für unattraktiv hält. Es weckt nämlich meinen Be-
schützerinstinkt und das Bedürfnis, ihr zu zeigen, daß ich sie nicht
nur für attraktiv halte, sondern daß das, was sie als Makel empfin-
det, für mich - und durchaus auch andere Männer - in der Frage nach
ihrer Attraktivität vollkommen irrelevant ist. Weil es für dieses
Kriterium überhaupt keine Rolle spielt.
Natürlich interessiert mich das Wesen und Selbstbefinden meiner Frau
in diesem Zusammenhang überhaupt nicht.
--
Bye; Kai
> Du solltest erstmal eine Frau suchen, die innere Werte hat und dann kannst
> Du auf ihre Äußerlichkeiten eingehen.
Jaha, so läuft das im realen Leben. Ich glaube, wenn Du das glaubst,
mußt Du noch sehr viel über Männer lernen. Und fast noch mehr über
Frauen.
Nichts für ungut.
--
Bye; Kai
> > fallen bei mir (als Mann)
>
> ist bei:
>
> > grüsse
> > michael
>
> eigentlich anzunehmen. Sonst würdest Du ja Michaela heißen. :o)
? Das eine schließt das andere nicht aus. :) Hab letzte Woche Gerda
kennengelernt. Wenn mich nicht alles täuscht, war das definitiv ein
Mann...
--
Bye; Kai
>> Im wahren Leben ist es nunmal so, daß eine
>> Beziehung, die rein auf optische Merkmale basiert, doch auf Dauer keinen
>> Bestand haben kann!
Dei wenigsten Beziehungen basieren _nur_ auf Äußerlichkeiten. Irgendwo
kommen da doch immer andere Punkte hinzu. Und seien es so negative wie
finanzielle Abhängigkeit etc. . Im besten Fall eben auch eine tolle
Übereinstummung des Charakters.
Fakt ist aber doch auch, und da sollte jeder mit sich selber ehrlich
sein, daß man erstmal auf Äußerlichkeiten guckt. Ich mag keine großen,
breitschultrigen Männer, also werde ich den Bodybilder an der Bar
bestimmt nicht ansprechen. Ich mag ruhige Männer, die schlank sind - ich
werde also eher den schüchternen Typen an der Ecke der Bar anquatschen.
Erstmal habe ich also auf das Äußerde geguckt - so eine Art "Vorauslese"
getroffen, und dann den Mann näher kennengelernt.
Klar, es kann durchaus sein daß der Bodybilder viel besser zu mir
gepasst hätte, charakterlich, aber weil er nicht mein "Typ" ist hätte
ich ihn vielleicht nie kennengelernt. Und trotz seines tollen Charakters
würde da nie eine Beziehung draus - weils optisch nicht kribbelt.
Ich halte es für eine Lüge, wenn jemand behauptet seinen Partner _nur_
wegen des Charakters zu lieben. Irgendwas, seien es die schönen Hände,
was Besonderes in den Augen ... hat auch optisch gewirkt. Und ich finde
es in Ordnung, wenn Männer dazu stehen, daß sie auch (bitte nicht nur)
auf die Optik, den Busen, die Beine oder sonstwas, abfahren. Schließlich
wollen wir Frauen doch auch optisch gefallen (Männer auch) - und wenn
Männer das dann auch zugeben, dann kommt der Schrei des Entsetzens.
Warum ziehen wir Frauen enge Shirts, kurze Röcke, unbequeme Pumps an?
Bestimmt nicht nur, weil wir uns darin so wohl fühlen. Sondern weils
auch toll ist, wenn Männer gucken und wir merken, daß wir optisch gut
ankommen.
Bine
ich möchte erst gar nicht versuchen dich umzukehren, da du halt diese
Neigung hast. Leider wirst du nicht zufrieden werden mit dieser Art von
Einstellung, da die Folderung von rein sexueller Natur ist. Du verwechselst
Liebe mit Sex. Ich glaube kaum, das sich eine Frau das gefallen läßt, das du
sie wirklich auf Ihre Busengröße reduzierst. Sie ist nun mal ein Mensch und
möchte als Mensch geliebt werden. Wahr ist aber, dass du sie nur dann lieben
wirst, wenn sie die großen Brüste besitzt.
Ich habe mir als Mann noch nie gedanken über die Brustgröße gemacht. Um
ehrlich zu sein, kenne ich mich noch nicht einmal mit den Körpchengrößen
aus. Ich nehme die Frau einfach so wie sie ist. Ich denke, das die meisten
Männer so denken.
Ich würde deine Forderung (großer Busen) in den Kontaktanzeigen weg lassen.
Gruß Alexander
[...]
> Warum ziehen wir Frauen enge Shirts, kurze Röcke, unbequeme Pumps an?
Damit andere Frauen grün vor Neid werden ;-)
SCNR
Arno
--
Wenn eine Frau sich die Lippen nachzieht, so ist das,
wie wenn ein Soldat sein Maschinengewehr putzt.
(Bob Hope)
> Natürlich hast du mit deinem Posting nicht ganz unrecht. Nur, Bine -
> wenn man ein äußerliches Kriterium zum MUSS macht,
> weil_man_nicht_anders_kann, dann finde ich das schon arm. Und darum
> ging es (zumindest mir persönlich) in dem Posting von Robert.
>
Darum hatte ich ja auch gesagt - "unabhängig von Roberts Posting". Also
objektiv - man guckt (bzw. frau).
> Ich stehe auch nicht auf Bodybuilder. Nur mal folgende Situation.
> Nicht du sprichst ihn nicht an aber er dich. Und während des Abends
> stellt sich heraus, dass er super lieb und nett ist. Würdest du ihn
> dann trotzdem nicht näher kennen lernen wollen, nur weil er deinen
> äußeren Erwartungen nicht entspricht?
Kennenlernen schon, ich freue mich immer darüber neue Menschen
kennenzulernen. Allerdings würde ich wahrscheinlich keine Beziehung mit
ihm anfangen.. Kann ich so sicher sagen, weil einer meiner besten
Kumpels so ein Muskelpaket ist. Charakterlich - sofort, aber körperlich,
neee. Und deshalb ist das ein supertoller Freund - aber es kribbelt halt
nicht.
> Oder umgekehrt.Du findest deinen
> Traummann. Verliebst du dich gleich in ihn, oder musst du ihn du
> erstmal kennen lernen?
Also darum habe ich die Worte so gewählt: ich vergucke micht. Zum
Verlieben gehört mehr, und zum Lieben gehört dann nochmal viel, viel
mehr....
> Macht es da NUR "peng", weil das Äußere deinem
> Geschmack entspricht. Ganz sicher nicht. Denn - nun folgende
> Situation:
> Du lernst den Mann kennen, der äußerlich für dich perfekt ist und dann
> stellt sich heraus, er ist ein Arsch. Verliebst du dich dann immer
> noch in ihn? Ganz sicher nicht, oder? Das meine ich. Sicher mag das
> Äußere beim Kennenlernen mit hineinspielen. Es ist aber NICHT der
> ausschlaggebende Punkt.Zumindest nicht für mich.
Also "pling" machts wegen der Optik, "peng, knall, bumm" nur dann wenn
beides stimmt. Frage mal Hermann, da schlug der Blitz ein ;-)))).
Aber zum kennenlernen spielt das schon eine Rolle, zumindest wenn ich
ihn als Partner kennenlernen will. Wenn ich einfach nur quatschen will
ist natürlich die Optik total unwichtig.
> Und ich halte es für eine Lüge, jemanden nur lieben zu können, weil
> das Äußere meinen Träumen entspricht.Ganz im Gegenteil. Mir selber ist
> es mal passiert, dass ich mich in jemanden verliebt habe,den ich so
> wahrscheinlich auf der Strasse nicht beachtet hätte, weil er
> unscheinbar war und nicht meinen Erwartungen entsprochen hat. In
> keiner Weise. Da ich aber jeden Tag mit ihm zusammen war, lernet ich
> etwas in ihm kennen, das mir sicher verborgen geblieben wäre, wenn ich
> bei meinen sonstigen "Wünschen" geblieben wäre.
Das ist ein gutes Beispiel. Ich hatte noch nie einen von diesen
"Dreamboys", weil die mich nicht reizen. Hermann sagt von sich selber
immer, darum darf ich es so hier schreiben, er sei ein Mann für den 2.
Blick. Aber er hatte optische Merkmale, die für mich für das "pling"
wichtig waren; z.B. schöne Hände, "etwas" in den Augen, schlank, nicht
zu groß. Dieser Mann, den Du meinst, der hatte bestimmt auch solche
Merkmale, die für Dich ungemein wichtig waren. Der Witz war allerdings
bei Hermann, ich hatte mich eh schon in seine Stimme und sein Wesen
verliebt, weil wir uns ja am Telefon kennengelernt hatten. Hätte aber
nun die Optik nicht gestimmt, ich weiß nicht ob wir heute verheiratet
wären.
>
> Das Äußere - gut und schön. Es sollte aber keine MUSSstellung
> einnehmen, so wie es in Roberts Postings zu lesen war: Wenn die keinen
> großen Busen hat, kann ich nicht mit ihr." Ist man all zu sehr auf
> Äußerlichkeiten fixiert, sollte man dringends drüber nachdenken, ob
> ein Swingerclub nicht besser aufgehoben wäre. Hier ging es IMHO nur um
> den sexuellen Reiz und das finde ich traurig.
Darin hast Du ja absolut Recht - ich habe das Posting ja nochmal
gelesen, und meine Meinung auch geändert. Nur fand ich den einen Satz
eben nicht so ganz richtig, darum habe ich geantwortet. Aber ich denke,
wir sind uns im Konsenz schon einig :-)))
Bine
> Auch wenn Du mich nicht direkt angesprochen hast, fühle ich mich aber so:
ist doch auch eine allgemeine Diskussion, ich schreibe einfach immer den
Namen drüber, auf dessen Posting ich gerade reagiere. Viele lassen im
Usenet die Anrede weg, aber ich finde es so einfach schöner.
> Ich beziehe mich hier darauf, daß Robert zwar auf innere Werte nicht
> verzichten möchte, die ihm aber auch nichts nützen, wenn sie keine großen
> Brüste hat. Er beschreibt nur dieses eine körperliche Merkmal, daß er
> unbedingt braucht, damit er auch "kann".
Ich denke mitlerweile (man macht sich ja so seine Gedanken im Laufe
einer Diskussion), daß es sich bei ihm um eine Art "Fetisch" handelt, so
wie manche Männer Dessous, High Heels oder sonstwas "brauchen".
> Meinen Mann kenne ich schon jahrelang. Früher hätte ich auch nie gedacht,
> wir würden mal ein Paar. Er war auch nicht mein Typ, weil er eine viel zu
> große Nase hat, die ich heute total übersehe, weil ich ihn liebe, so wie
> "Gott" ihn erschaffen hat. Mir kommt es nun nicht mehr auf seine Nase an,
> ich liebe ihn, weil er innere Werte hat, die ich an ihm total toll finde.
> Das hat sich eben alles durch das nähere Kennenlernen rausgestellt und rein
> optisch sieht er trotz seiner Nase auch toll aus. Er war aber nicht mein
> Typ! Verstehst Du, wie ich das meine?
Ja, das verstehe ich schon. "Mein Typ" ist Hermann auch nicht, dann
hätte ich Richard Gere geheiratet (wobei der bestimmt keinen Wert auf
mich gelegt hätte ;-)))) ). Aber Hermann hat "es" einfach. Und "es" kann
man schlecht beschreiben, so wie Dein Mann "es" für Dich hat. Übrigens -
ich finde große Nasen teilweise sehr schön!
Allerdings kann ich mir schlecht vorstellen, aus einer jahrelangen
Freundschaft eine Beziehung zu machen, weil ich Angst hätte dadurch die
Freundschaft zu zerstören. Von daher hast Du mir da eine wertvolle
Erfahrung voraus.
> Man könnte das noch viel weiter ausführen, ein Thema ohne Ende, denn z. B.
> scheitern doch auch sehr viele Partnerschaften, wenn sich einer der Partner
> auf einmal total gehen läßt, rein äußerlich gesehen meine ich jetzt.
> Jeder sollte sich zunächst für sich schön machen und erst dann für andere!
Hm, da hast Du sicherlich auch recht. Von daher ist mein Hang zur
Eitelkeit sicherlich gar nicht so schlecht. Ich denke auch, man pflegt
sich auch aus Respekt seinem Partner gegenüber - wer geht schon gerne
mit einem "Miefigen" ins Bett. Und leider fehlt es an genau diesem
Respekt in vielen Partnerschaften. Das erste kribbeln verfliegt - und
der andere wird zur Selbstverständlichkeit. Und dann nützt alles "Holz
vor der Hüttn" nix mehr.
Servus Bine
Bine Bröhl <nadelh...@web.de>
> > Auch wenn Du mich nicht direkt angesprochen hast, fühle ich mich aber
so:
> ist doch auch eine allgemeine Diskussion, ich schreibe einfach immer den
> Namen drüber, auf dessen Posting ich gerade reagiere. Viele lassen im
> Usenet die Anrede weg, aber ich finde es so einfach schöner.
Eben.
> Ich denke mitlerweile (man macht sich ja so seine Gedanken im Laufe
> einer Diskussion), daß es sich bei ihm um eine Art "Fetisch" handelt, so
> wie manche Männer Dessous, High Heels oder sonstwas "brauchen".
Ich kenne mich ja nun nicht besonders aus mit Fetischen. Es bezieht sich
aber auf Sexualität und auch wenn eine Partnerschaft mit Sex einhergeht,
kann das aber nicht die Grundlage einer guten und bewährten Partnerschaft
sein.
> Ja, das verstehe ich schon. "Mein Typ" ist Hermann auch nicht, dann
> hätte ich Richard Gere geheiratet (wobei der bestimmt keinen Wert auf
> mich gelegt hätte ;-)))) ). Aber Hermann hat "es" einfach. Und "es" kann
> man schlecht beschreiben, so wie Dein Mann "es" für Dich hat. Übrigens -
> ich finde große Nasen teilweise sehr schön!
Und ich wäre mit Bruce Willis zusammen, wäre mir Demi Moore nicht
vorausgewesen. :-)
> Allerdings kann ich mir schlecht vorstellen, aus einer jahrelangen
> Freundschaft eine Beziehung zu machen, weil ich Angst hätte dadurch die
> Freundschaft zu zerstören. Von daher hast Du mir da eine wertvolle
> Erfahrung voraus.
Es war halt Glückssache. :-))
> Hm, da hast Du sicherlich auch recht. Von daher ist mein Hang zur
> Eitelkeit sicherlich gar nicht so schlecht. Ich denke auch, man pflegt
> sich auch aus Respekt seinem Partner gegenüber - wer geht schon gerne
> mit einem "Miefigen" ins Bett. Und leider fehlt es an genau diesem
> Respekt in vielen Partnerschaften. Das erste kribbeln verfliegt - und
> der andere wird zur Selbstverständlichkeit.
Was ich von meinem Mann erwarte, kann er auch von mir erwarten. Und so läuft
es in einer Partnerschaft. Geben und Nehmen.
> Und dann nützt alles "Holz
> vor der Hüttn" nix mehr.
*g*
Gruß,
Kathleen
>Er war auch nicht mein Typ, weil er eine viel zu
>große Nase hat, die ich heute total übersehe, weil ich ihn liebe, so wie
>"Gott" ihn erschaffen hat. Mir kommt es nun nicht mehr auf seine Nase an,
>ich liebe ihn, weil er innere Werte hat
Wieso - was hat er denn so inner Nase? :-)
Gruß, Walter
>> Er war auch nicht mein Typ, weil er eine viel zu
>> große Nase hat, die ich heute total übersehe, weil ich ihn liebe, so wie
>> "Gott" ihn erschaffen hat. Mir kommt es nun nicht mehr auf seine Nase an,
>> ich liebe ihn, weil er innere Werte hat
>
>
> Wieso - was hat er denn so inner Nase? :-)
"Zeig mir die Nase eines Mannes...... - sein Johannes" ;-)))))))))
Bine
W. H. Greiner <whgr...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9ii5t6$p8p$02$1...@news.t-online.com...
> Jutta Timme schrieb in der Mail
> <3b4c...@loriot.cs.uni-magdeburg.de>:
...
> Noch anständiger und eine noch größere Wohltat für alle Beteiligten
> fände ich, wenn es dem Mann erlaubt wäre, _von_Anfang_an_ die Wahrheit
> zu sagen: dann käme es nämlich gar nicht erst zu solchen, peinlichen
> Situationen.
es hat bestimmte Ursachen und ist durchaus begründet, dass die direkt
ausgesprochene Wahrheit in diesem Fall Frauen wie mich abstößt. Das sind
Erfahrungswerte, die Du als Mann (haha, sexistisch und mit Grund) nicht
nachvollziehen können wirst.
Ich habe keine große Lust, Dir meinen Weg zum bewussten, reifen Frausein
hier zu erörtern. Fest steht, er war nicht leicht, fest steht, dass diese
bewusste Äußerlichkeit einen wichtigen Bestandteil dieser Entwicklung und
meines Selbstverständnisses einnimmt, fest steht auch, dass ich erwarte,
dass meine diesbezüglichen Befindlichkeiten respektiert werden. Vor allem
von demjenigen, der *etwas von mir* will. Ich brauche mich dafür nicht zu
rechtfertigen.
> Aber gerade aufgrund Deiner obigen Schilderung solltest Du vielleicht
> doch auch mal diese Deine eigene Grundhaltung gegenüber Männern
> wenigstens in diesem einen Fall und im Nachhinein kritisch überdenken
Ich glaube, und es bestätigt sich immer wieder, dass das Überdenken von
Grundhaltungen eher eine dringende Aufgabe für Dich ist, besonders gegenüber
Frauensmenschen.
> - anstatt die von Dir erzwungene (!) Anfangslüge Deines Partners als
Lieber Walter, ich schrieb nirgends, dass mein Partner mich belogen hat. Das
hast Du mal wieder hineininterpretiert. Es gibt da einen wesentlichen
Unterschied zwischen Taktgefühl und Lüge. Als erfahrener Mann müsstest Du
das zumindest von anderen Situationen her kennen. Nicht?
Ich schrieb auch nicht, dass ich irgendwas erzwungen habe. Ich bin erstaunt,
wie Du das aus meinen Zeilen herauslesen konntest. Typisch Walterlogik mal
wieder?
> beispielhaft hinzustellen und andere Männer damit zu belehren.
Lieber Walter, es steht Dir nicht an, Dir über über Sinn oder Unsinn meiner
Sensibilität ein Urteil zu erlauben und mich darüber zu belehren, wie ich
als Frau auf eine Frage, die ein Mann einer Frau in einer heiklen
Angelegenheit stellt, gefälligst zu antworten habe. Starkes Stück, das...
Ich hoffe, es hat Robert trotzdem geholfen.
Wenn Du Ehrlichkeit um jeden Preis willst, bitteschön. Dann komm aber bitte
auch mit den Konsequenzen klar und jammere nicht, dass Dein Gegenüber nicht
so reagiert, wie es Du es gern gehabt hättest.
Es hat was mit Respekt seinen Mitmenschen gegenüber zu tun, den man *gerade*
bei solch kniffligen Dingen zwischen Frau und Mann nicht vermissen lassen
darf.
Robert hat mit seiner Direktheit schlechte Erfahrungen gemacht. Die gesamte
Frauenwelt wird sich Dir oder Robert zu Liebe gerade in dieser Beziehung
nicht ändern. Also bleibt nur eins übrig - ob es gefällt oder nicht.
Liebe Grüße,
Jutta
Kai Schindelka (swi...@silver.line.org) kürzlich:
> Hab letzte Woche Gerda kennengelernt. Wenn mich nicht alles täuscht,
> war das definitiv ein Mann...
ROFL!
grüsse
michael
W. H. Greiner (whgr...@t-online.de) kürzlich:
> >und einfach in eine Anzeige schreiben "Ich finde grosse Brüste sehr
> >sinnlich, weich und hocherotisch und hoffe, dass Du es respektierst
> >/ nichts dagegen hast".
>
> Respekt: endlich ein konstruktiver Beitrag. Und wirklich geschickt
> formuliert...
Meinst Du? Öh, was ist daran "geschickt"? Ich mein, er braucht doch
seinen Hang nur zu beschreiben. Wenn er solche Sätze wirklich
nicht hinkriegt, liegts IMO nicht an seiner erotsichen Vorstellung,
dann liegts an seinen Interessen, die dann wohl zu nüchtern und
objektiv sind. Mal echt jetzt. Da steht doch im Prinzip nur das, was
er in seinem Posting ellenlang umschrieben hat.
> Nur: warum gibst Du Robert auf seine Frage hin nicht gleich diese
> Antwort, sondern erteilst ihm stattdessen erst mal moralische
> Belehrungen?
*ganz_mies_rausred* Habe ich ihm denn geantwortet? :-)
Er könnte sich ja wenigstens mal melden. Würde glatt mutmassen, dass
er eine (sehr teure) Anzeige mit seinem kompletten 2. Absatz
beginnen kann. Den fänd ich gut als Einleitung einer
Selbstbeschreibung. Wenn er kurz schreibt, dass es schwer ist,
seinen Hang wegen den Kilschees öffentlich zu bekennen, kriegt er
vielleicht schon ein paar moralische Pluspunkte bei einer Leserin,
die dafür Verständnis hat.
> >Warum entschuldigt er sich ellenlang für seinen Hang?
>
> Vielleicht, weil er schon viel zu oft solche Reaktionen erlebt hat,
> wie sie prompt auch hier wieder über ihn hereingebrochen sind, und an
> denen auch Du feste beteiligt warst?
Nicht über seinen Hang. Über die (IMO) miese Tour mit den sich
schämenden Frauen anlocken wollen und so.
grüsse
michael
Kai Schindelka (swi...@silver.line.org) kürzlich:
> Towe...@GMX.de (Michael Weber) am 11.07.2001:
>
> > Dass er aber auch auhf Frauen
> > abfährt, die sich dafür schämen und sich selbst für unattraktiv
> > halten, sagt viel darüber aus, was ihm wichtig ist. Das Wesen und
> > Selbstbefinden der Frau offenbar nicht.
>
> Brillante und bestechende Logik. Ich "fahre" auch "darauf ab", daß
> sich meine Partnerin manchmal ihrer Schwerbehinderung wegen schämt
> und sich deswegen für unattraktiv hält. Es weckt nämlich meinen Be-
> schützerinstinkt und das Bedürfnis, ihr zu zeigen, daß ich sie nicht
> nur für attraktiv halte, sondern daß das, was sie als Makel empfin-
> det, für mich - und durchaus auch andere Männer - in der Frage nach
> ihrer Attraktivität vollkommen irrelevant ist.
Jaja. Nur stellt sich bei Robert die Frage, aus welchem Hintergrund
er einen "Beschützerinstinkt" hat. Weil er diesen Frauen Mut machen
will oder weil es einfacher ist, sie mit einem hebenden
Abschlusskompliment wieder loszuwerden, wenn etwas nicht "passt"?
Dass er das drauf hat, hat er ja bereits anschaulich beschrieben:
"ein .grosser. Busen kann erotisch sein" - (wenn er ihm gefällt).
> Natürlich interessiert mich das Wesen und Selbstbefinden meiner Frau
> in diesem Zusammenhang überhaupt nicht.
Würdest Du ihr das so sagen?
grüsse
michael
W. H. Greiner <whgr...@t-online.de> schrieb
> Wieso - was hat er denn so inner Nase? :-)
Wieso fragst? Was hast Du denn inner Nase? ;-)
Gruß,
Kathleen
> "Zeig mir die Nase eines Mannes...... - sein Johannes" ;-)))))))))
Also, Bine - nu bin ich entsetzt! ;-)
Jetzt möchtest Du wissen, ob da was wahres dran ist, wa? ;-)
Gruß,
Kathleen
>> "Zeig mir die Nase eines Mannes...... - sein Johannes" ;-)))))))))
>
>
> Also, Bine - nu bin ich entsetzt! ;-)
Hihi, glaub ich nich :-))))))))))
> Jetzt möchtest Du wissen, ob da was wahres dran ist, wa? ;-)
Ich bin von Natur aus neugierig ;-)))))))))))))))
Bine
>
>> Wieso - was hat er denn so inner Nase? :-)
>
>
> Wieso fragst? Was hast Du denn inner Nase? ;-)
Laß mich mal raten - wie fast alle Männer - Haare??????????
Bine
> >Körpergröße ist ein ganz blödes Beispiel.
>
> Warum? Weil es zu so unbequemen Schlußfolgerungen führt? ;-)
>
> Die Körpergröße ist nun mal mit Abstand Nummer 1 unter allen
> messbaren, weiblichen Forderungen körperlicher Art - und insofern
> nichts weiter als das naheliegende Gegenstück zu dem Wunsch nach einem
> großen Busen, den sehr, sehr viele Männer hegen.
DAS_naheliegende_Gegenstück_zum_großen_Busen ist wahrscheinlich eher ein
dicker oder langer Schw...! Wie würdest Du eine solche Anzeige denn
bewerten?
Also ich fänd eine solche Anzeige schlichtweg bescheiden! Entweder schreibt
er in die Anzeige rein, daß er eine Frau mit "weiblicher Figur" sucht, oder
er läßt es bleiben! Dann soll er sich die Damen vorher anschauen; was mit
Arbeit verbunden wäre und ihm offensichtlich nicht zusagt!
Sucht er was zum FICKEN oder eine Partnerin? Zweiteres wird er
wahrscheinlich seltener per Anzeige finden?!
Gruß
Olaf
>Er beschränkt sich aber anscheinend darauf, er meint, daß er mit Frauen, die
>eine kleine Brust haben, nichts anfangen kann. Wie bitte sollte ich das denn
>sonst bezeichnen als einen Brustfetischisten?
Und was soll diese Bezeichnung nun bezwecken? "Fetischist": das klingt
nach Perversion, nach Krankheit, nach psychischem Defekt - allemal
nach etwas, was nicht in Ordnung ist. Kritik statt Akzeptanz.
Nach Deiner Definition müßtest Du mich ebenfalls als Brustfetischisten
bezeichnen: eine große Brust muß es bei mir zwar nicht sein (wenn
ich´s auch durchaus schön fände), aber ganz ohne kann ich mit einer
Frau auch nix anfangen, dann ist bei mir einfach tote Hose, da hilft
alle ehrliche Sympathie nix.
Ja Herrgott nochmal: das ist MENSCHLICH !!! Glaubst Du, die Evolution
hat Euch Frauen in hunderttausenden von Jahren zwei ansonsten völlig
nutzlose Fettwülste an die Brust gehängt, nur damit´s den Männern egal
ist? Das sind nun mal sexuelle Locksignale, und im männlichen Gehirn
ist ein dazu passendes Programm verankert, für das der Anblick einer
weiblichen Brust ein sexueller Schlüsselreiz ist. Männer können für
diese Empfindungsweise (und deren individuelle Variationen) genauso
wenig, wie Ihr Frauen was dafür könnt, daß Euch sowas wächst (und
welchen Umfang das jeweils hat). Da gibt´s nix dran herumzukritteln -
soll ich mich denn dafür entschuldigen, daß ich ein Mensch bin?
>Erotik entsteht im Kopf
Was aber nicht heißt, daß sie der Beliebigkeit anheim gegeben wäre.
>auch wenn er meint, er könne nur bei Frauen mit großer Brust, denke ich
>aber, daß er genauso viel Spaß haben würde mit einer Frau, deren Brust halt
>nicht so groß ist.
Du glaubst also allen Ernstes besser zu wissen wie er selber, was _er_
fühlt? Für was hältst Du Dich? Für die Liebe Göttin?
>Sucht
>er sich die Frau für reinen Sex, sehe ich das ein. Für eine Partnerschaft
>hat er die falschen Suchkriterien, auch wenn er schreibt, daß er auch auf
>Freundlichkeit usw. bei einer Frau Wert legt. Er packt die Sache falsch an.
Was ist daran falsch, für eine Partnerschaft _auch_ vorauszusetzen,
daß es im Bett klappt?
>Die Körpergröße ist eben deshalb ein ganz blödes Beispiel, weil ich keine
>Frau kenne, die sich unbedingt einen großen Mann suchen möchte und wenn sie
>den nicht findet, würde sie nicht glücklich werden.
Du kennst vielleicht keine, die das explizit so sagt - um Dich herum
sind aber lauter Frauen, die höchst konsequent so _handeln_. Oder
warum ist in meinem Bekanntenkreis unter hunderten von Paaren nur ein
einziges (!) dabei, bei dem die Frau größer ist als der Mann? Die
durchschnittliche Körpergröße von Männern und Frauen überschneidet
sich so weit, daß der Unterschied gemeinhin noch nicht mal als
sekundäres Geschlechtsmerkmal gesehen wird; nach bloßen
Wahrscheinlichkeitsregeln zusammengewürfelt müßte in etwa jeder
vierten Partnerschaft die Frau größer sein. Stattdessen sortiert sich
da immer schön brav zu einer großen Frau ein noch größerer Mann und zu
einer kleinen Frau ein mindestens geringfügig größerer Mann, Ausnahmen
selten. Komisch, nicht?
Und nun erzähl mir bloß nicht, die Männer seien daran schuld: denen
ist das fast durchweg schnurz. Guck Dich diesbezüglich mal in
Bekanntschaftsanzeigen um, dann weißt Du Bescheid.
>Mal angenommen, Du lernst eine Frau kennen, die Du magst und sie Dich
>eigentlich auch, sie kann aber nicht mit Dir schlafen, weil sie Deine
>Körperbehaarung unerotisch findet und sie mit Dir dann nichts anfangen kann.
>Würdest Du Dich dann Dein Leben lang für sie rasieren?
Nein - nur so lange, wie wir zusammen wären. Und möglicherweise würde
ich mich dann auch nicht selber rasieren, sondern von ihr rasieren
lassen, wenn´s denn schon ihr Wunsch ist :-)
(Ganzkörperfoto in Anzeige verlangen:)
>> Sorry: ganz schlechter Vorschlag. Dann bezieht er nur wegen der
>> Forderung nach einem Ganzkörperfoto wieder dieselben Prügel wie hier.
>Blödsinn. Wieso denn? Er ist anonym und kann im schlimmsten Fall damit
>rechnen, daß er wenige bis keine Briefe zugesandt bekommt, was ich nicht
>glaube.
Glaubst Du, Robert hat Lust darauf, zu fingierten Treffen mit Leuten
bestellt zu werden, die sich einen Jux mit ihm machen? So nach dem
Motto: "Diesen Deppen lassen wir hier mal Spalier laufen." Ich hab´s
schon verschiedentlich mitgekriegt, daß Leute sowas gemacht und
hinterher damit geprahlt haben - unter dem Beifall politisch korrekter
Gestalten, die es auch noch toll fanden, daß dem vermeintlichen
"Frauen-zu-Fleisch-Reduzierer" da mal so richtig was reingewürgt
wurde. Daß allerdings auch mal eine Frau, die einen "finanziell
unabhängigen, großzügigen" Mann sucht, derart vorgeführt worden wäre,
habe ich bis heute nicht gehört. So weit reicht der politisch korrekte
"Humor" denn doch wieder nicht :-/
Und selbst wenn Robert "bloß" 150 Mark für eine ergebnislose Anzeige
zahlt: auch nicht lustig.
Gruß, Walter
Bine Bröhl <nadelh...@web.de> schrieb
> > Also, Bine - nu bin ich entsetzt! ;-)
>
> Hihi, glaub ich nich :-))))))))))
*g*
> > Jetzt möchtest Du wissen, ob da was wahres dran ist, wa? ;-)
>
> Ich bin von Natur aus neugierig ;-)))))))))))))))
Du auch? :-)
Gruß,
Kathleen
Bine Bröhl <nadelh...@web.de>
> > Wieso fragst? Was hast Du denn inner Nase? ;-)
>
> Laß mich mal raten - wie fast alle Männer - Haare??????????
Oder Nasensteine. Soll sehr unangenehm sein. ;-)))
Kathleen
>Hat die Frau keine großen Brüste, regt sich bei ihm nichts. Also kommt
>der *Reiz*, der die Erregung auslöst - bei ihm über die *großen*
>Brüste.
>Dies und nichts anderes habe ich oben geschrieben und du hast es im
>zweiten Absatz bestätigt.
So weit würde ich Dir ja auch zustimmen. Nur hast Du drei kitzekleine,
aber wichtige Buchstaben aus Deinem eigenen Elaborat vergessen: "nur".
Und Deinen Vorwurf, Robert würde die Frauen damit auf ihre Brüste
"reduzieren".
Herrgott im Himmel, ist das denn wirklich so schwer zu kapieren?
Robert will und braucht für eine glückliche Partnerschaft:
a) eine intelligente Frau, damit er mit ihr reden kann
b) eine umgängliche Frau, damit er sich mit ihr vertragen kann
c) eine Frau mit schönen Augen, damit er sich in sie vergucken kann
d) eine Frau mit großer Brust, damit er sie erotisch finden kann
e) eine Frau ähnlichen Alters, damit Temperament und Weltsicht
zusammenpassen
f) eine Frau mit ähnlichen Interessen, damit er sich mit ihr nicht
langweilt
g) eine Frau mit Bindungswillen, weil er mehr als ein ONS will
h) eine Frau mit Humor, damit er auch Spaß mit ihr hat
i) usw.
j) usf.
...
Das hat er zwar nicht im Detail so geschrieben, aber mit auch nur
einem Minimum an gutem Willen wird man sein Posting ungefähr so
interpretieren. Einer _Frau_ würdest Du Obiges selbstverständlich
unterstellen, selbst wenn Du von ihr nur ein 5-Zeilen-Inserat gelesen
hättest, in das sie harsch "mindestens 1,80" reinschreibt...
Aber bloß, weil Robert nun speziell diesen einen Punkt d) als
problematisch thematisiert hat (alle anderen Punkte lassen sich
entweder in einem Inserat problemlos vorab klären oder können eh nur
im persönlichen Kontakt ausprobiert werden), fallen jetzt reihenweise
Leute über ihn her mit dem abstrusen Vorwurf, er würde an einer Frau
_nur_ den Busen sehen und sie auf das bloße Fleisch "reduzieren" - als
ob´s für ihn all die anderen Punkte automatisch nicht mehr gäbe, ja
gar nicht mehr geben _könnte_, sobald Robert dieses eine Wort "Brust"
in den Mund genommen hat.
_Wer_, bitte, reduziert da _wen_?? Und warum, bitte?
Gruß, Walter
>Wieso fragst? Was hast Du denn inner Nase? ;-)
Na ja, recht viel an inneren Werten kommt da leider nicht zustande.
Manchmal kann man das Produkt von der Konsistenz her verwenden, um
Zettel an die Wand zu kleben. Aber reich wird man davon auch nicht :-)
Gruß, Walter
>>Ja Herrgott nochmal: das ist MENSCHLICH !!! Glaubst Du, die Evolution
>>hat Euch Frauen in hunderttausenden von Jahren zwei ansonsten völlig
>>nutzlose Fettwülste an die Brust gehängt, nur damit´s den Männern egal
>>ist?
>
>Es wird langsam sehr witzig, mein lieber Walter. Die Evolution hat uns
>zwei ANSONSTEN VÖLLIG UNNÜTZE...
>Ähm, mein lieber Walter, dir mag neben deiner Vorliebe fürs
>Brüstekneten entgangen sein, dass diese *ansonsten* *völlig*
>*unnützen* Fettpolster dort (wie du sie bezeichnest) - dazu dienen,
>ein Kind zu stillen.
Weibliche Affen können das auch, gänzlich ohne das Körperbild prägende
Fettpolster. Drei Viertel der weiblichen Brust bestehen nun mal nicht
aus Drüsen-, sondern aus Fettgewebe, das mit der Stillfunktion absolut
_nichts_ zu tun hat.
Gruß, Walter
>Ähm, wo habe ich geschrieben, er sei seelisch einfach gestrickt?
>Mit keiner Silbe habe ich das auch nur erwähnt.
Das folgt aber nun mal logisch aus Deiner Unterstellung, Robert sähe
in einer Frau "nur" die Brust, er würde sie darauf "reduzieren". Um
einer Frau gegenüber tatsächlich eine solche Haltung einzunehmen,
müßte jemand nicht nur _sehr_ einfach gestrickt, sondern darüber
hinaus blind, gefühllos, herzlos, dumm - kurz: stockprimitiv sein. So
nach dem (eh nur satirisch existenten) Motto "T I T T E N, eyhhh!!!",
noch weit unter Säugetierniveau, etwa auf dem geistig-moralischen
Level einer Stubenfliege.
Daß manche Frauen einen Großteil oder gar die Mehrzahl der Männer
exakt so sehen, sagt mehr über das Männer_bild_ dieser Frauen aus als
über die Männer selber :-(
>>Und wenn er auf so eine
>>(auch für ihn!) Katastrophe wie z. B. eine Brustamputation hin mit
>>dieser Frau nicht mehr kann, wird er überdies noch als "Arschloch" und
>>"Dreckschwein" beschimpft.
>
>Jetzt ist aber Schicht im Schacht. Ich habe hier weder was von
>Brustamputationen geschrieben, noch mich dazu derartig niveaulos
>geäußert.
Das habe ich Dir doch auch nicht persönlich unterstellt; ich habe nur
ganz allgemein ein paar Gedanken über die Situation des Mannes in
unserer Gesellschaft dargelegt, weil daraus m. E. so manche auch hier
beobachtbare Irrationalismen (wie z. B. Robert als angeblicher
Frauen-zu-Fleisch-Reduzierer) erklärbar werden. Mag ja sein, daß ich
mich dabei ein bißchen in Rage geredet habe - für einen Mann in
unserer Gesellschaft sind das halt schmerzhafte Themen, bei denen
einer je nach Vorgeschichte wirklich wütend werden kann. Du mußt nicht
jede Zeile, die ich hier schreibe, gleich konkret auf Dich persönlich
beziehen, okay? :-)
Gerade Obiges habe ich aber auch keineswegs einfach so ins Blaue
hineingeschrieben, es basiert auf persönlichen Erfahrungen: der Frau
eines sehr guten Freundes von mir wurde vor etlichen Jahren eine Brust
amputiert. Was sich dieser arme Mann (weiß Gott kein ungehobelter
Klotz, sondern ein sehr sensibler, kultivierter, gereifter Mensch - um
so schlimmer für ihn) von nahezu _allen_ Seiten so alles anhören
mußte, sobald er mal durchblicken ließ, daß diese Operation auch für
ihn einen herben Verlust bedeutete - das war an Brutalität und
Menschenverachtung schwer zu überbieten :-(((
Ich habe diese Gespräche teilweise selber miterlebt, und das hat mir
so manche Illusion über die Stellung eines Mannes in unserer
Gesellschaft zerstört: z.B. die, daß es hierzulande selbstverständlich
sei, einem Mann überhaupt irgendwelche Gefühle zuzugestehen.
>Natürlich habe ich auch meine Vorlieben- wie zum
>Beispiel *große* Männer. *Trotzdem* habe ich *auch schon* kleine
>Männer geliebt
Wirklich geliebt - oder nur mal mit ihnen gef.... ? War von den
Männern, die als Partner für Dich bisher wirklich Bedeutung hatten,
auch nur ein einziger kleiner als Du? Ehrlich?
>und habe *nicht* gesagt, du bist zu klein, in dich kann
>ich mich nicht verlieben,
Du hast das nicht gesagt - Dich aber (zumindest im Regelfall) dann
auch nicht verliebt. Unterstelle ich jetzt einfach mal.
Gruß, Walter
>Wenn eine
>Frau einen Mann vergewaltigt, wie kann sich denn bei ihm was regen, wenn er
>sich doch dagegen wehren möchte?
Ich bin in meiner (Gottseidank lange zurückliegenden) Ehe viele Male
zum Sex genötigt worden. Wenn man die weit gefaßte Definition
zugrundelegt, die feministische Instititutionen heute für
"Vergewaltigung" reklamieren, dann war auch das Vergewaltigung.
Doch, doch, das geht durchaus...
>Es ist in diesem Zusammenhang interessant,
>weil Du meinst, bei Dir und bei Robert und bei was weiß ich für Männern regt
>sich nichts, wenn was mit der Brust nicht stimmt/ bestimmte Vorstellungen
>nicht entsprechend vorhanden sind.
Es ist in diesem Zusammenhang gerade auch interessant, _wie_ eine
Nötigung des Mannes durch die Frau zum Sex funktionieren kann: indem
sich der Mann meilenweit wegbeamt und sich eine ganz andere Situation
mit einer ganz anderen Frau imaginiert, während er da in Gottes Namen
ohne jede Lust mit einer ungeliebten Frau am machen ist, damit ihm die
wenigstens anschließend noch ein paar Stunden Schlaf läßt, bevor er
wieder malochen muß. Frag nicht, was das in solcher Situation für eine
armselige "Lust" ist; ich habe mich selber oft gewundert, daß es
trotzdem überhaupt noch geklappt hat - Not macht halt erfinderisch.
Dafür kann ich bis heute nur ganz schwer damit umgehen, wenn mir eine
Frau mit einer "verführerischen" Attitüde kommt, weil da bei mir
sofort wieder die Assoziationen aus dieser Sch....-Ehe hochkommen
:-(((
>> Was ist daran falsch, für eine Partnerschaft _auch_ vorauszusetzen,
>> daß es im Bett klappt?
>
>Falsch daran ist, daß eine Partnerschaft nun mal _nicht nur_ auf Sex
>basiert. Schläfst Du zuerst mit einer Frau und entscheidest danach, ob Du
>mit ihr eine Partnerschaft eingehen möchtest?
Ja! Den Vorwurf, meine Partnerschaften würden _nur_ auf Sex basieren,
habe ich aber trotzdem all die Jahre noch von keiner einzigen
Partnerin gehört - eher schon mal den gegenteiligen Vorwurf:
_zu_wenig_ Sex.
In jüngeren Jahren habe ich das auch mal idealistischer gesehen; erst
die Lebenserfahrung (ich bin mit 52 nicht mehr der Jüngste) hat mich
da korrigiert. Daß es im Bett paßt, gehört nun mal zu den Basics, die
zwar weiß Gott nicht alles sind, ohne die aber alles nix ist. Vor
allem auch deshalb, weil sonst _die_Frau_ unzufrieden ist :-/
Gruß, Walter
>>Robert will und braucht für eine glückliche Partnerschaft:
>>a) eine intelligente Frau, damit er mit ihr reden kann
>>b) eine umgängliche Frau, damit er sich mit ihr vertragen kann
>>c) eine Frau mit schönen Augen, damit er sich in sie vergucken kann
>>d) eine Frau mit großer Brust, damit er sie erotisch finden kann
>
>Bis hier. Und mit diesem Punkt hadere ich die ganze Zeit.
>Jedem seine Vorlieben und Neigungen. Reduziert sich die Auswahl aber
>nur auf großbusige Frauen,weil_er_mit_anderen_nicht_kann, sehe ich da
>eher ein Hang zum Fetischismus.
>[..]
Und warum, zum Teufel, kannst Du das nicht einfach selbstverständlich
als Roberts persönliche Empfindung respektieren, _ohne_ daran
herumzukritteln, es als Mangel anzusehen oder irgend einen angeblich
frauenverachtenden "-ISMUS" daraus zu konstruieren?
Der eine findet große Frauen toll, der nächste kriegt da bloß
Minderwertigkeitskomplexe. Die eine schließt von der Nase eines Mannes
hocherfreut auf seinen Johannes :-), die nächste findet denselben
Zinken so scheußlich, daß sie gar nicht erst weit genug hingucken mag,
um den Mann dahinter überhaupt richtig wahrzunehmen. Der eine fliegt
auf quirlige Rothaarige, der nächste findet die bloß nervig und
schmachtet dafür lieber bei einer sanften Brünetten dahin. Die eine
möchte sich in den Brustpelz eines Mannes am liebsten komplett
einwickeln, die nächste schüttelt´s bei demselben Anblick so vor Ekel,
daß sie NIE mit so einem ins Bett steigen könnte, und sei er sonst
noch so nett. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, na und, was ist denn
dabei? Es muß ja Gottseidank nicht jeder jeden toll finden.
Bloß bei der weiblichen Brust geistert dann plötzlich die sonderbare
Vorstellung herum, daß da gefälligst _jeder_ Mann _jede_ nur denkbare
Form von nix bis Atombusen, von Beton bis Schwabbelpampe und von
himmelwärts bis erdwärts gerichteten Brustwarzen gutzuheißen habe,
andernfalls er die Frau "reduziere". Entschuldigt mal: in was für
einem Irrenhaus bin ich denn hier gelandet?
Gruß, Walter
>Hallo Walter,
>
>W. H. Greiner <whgr...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
>9ii5t6$p8p$02$1...@news.t-online.com...
>> Jutta Timme schrieb in der Mail
>> <3b4c...@loriot.cs.uni-magdeburg.de>:
>Ich habe keine große Lust, Dir meinen Weg zum bewussten, reifen Frausein
>hier zu erörtern. Fest steht, er war nicht leicht, fest steht, dass diese
>bewusste Äußerlichkeit einen wichtigen Bestandteil dieser Entwicklung und
>meines Selbstverständnisses einnimmt, fest steht auch, dass ich erwarte,
>dass meine diesbezüglichen Befindlichkeiten respektiert werden. Vor allem
>von demjenigen, der *etwas von mir* will. Ich brauche mich dafür nicht zu
>rechtfertigen.
Gerne akzeptiert. Dann wär´s freilich auch schön, wenn mann Dir
gegenüber das Gefühl haben könnte, daß Du dasselbe auch einem Mann
zugestehst. Ich hab´s nicht: die Zumutung, eine nun mal vorhandene und
sogar sehr intensive, männliche Empfindung sorgfältig verheimlichen zu
müssen, nur um nicht völlig ungerecht und unzutreffend als geiler
Primitivling auf Fleischbeschau abgestempelt zu werden, ist von einer
solchen, respektvollen Akzeptanz leider denkbar weit entfernt.
>Lieber Walter, ich schrieb nirgends, dass mein Partner mich belogen hat. Das
>hast Du mal wieder hineininterpretiert. Es gibt da einen wesentlichen
>Unterschied zwischen Taktgefühl und Lüge. Als erfahrener Mann müsstest Du
>das zumindest von anderen Situationen her kennen. Nicht?
Du hast beschrieben, wie Dein Partner anfangs eine intensive und ihn
vordergründig durchaus motivierende Empfindung (er fand Deine Brust
geil) Dir gegenüber sorgfältig verbergen mußte, weil Du ihn sonst
prompt in den Wind geschossen hättest.
Sorry: wenn ich als Mann peinlichst darauf achten muß, meinem
Gegenüber nur ja nicht zu oft und zu lange auf bestimmte Körperteile
zu gucken, wenn ich sorgfältigst verbergen muß, daß ich ganz einfach
gockelgeil bin (was ja entgegen gewisser p.c.-Phrasen weitergehende
Gefühle keineswegs ausschließt!), wenn ich stattdessen erst mal
stunden- und tagelang den Platoniker mimen muß (der ich zu anderen
Zeiten durchaus gerne sein kann) - dann nenne ich das eine verdammte,
erzwungene LÜGE. Und wenn ich nach so einem ausgiebigen Spreiztanz
zuliebe der Frau schließlich doch in ihrem Bett lande und nun gerne
die lang ersehnte, wachsende Intimität lustvoll, Stückchen für
Stückchen entdecken und genießen möchte, während ihr´s nun wiederum -
wie leider immer wieder erlebt - plötzlich gar nicht schnell genug
gehen kann, sie sich übergangslos selber die Dessous vom Leib reißt
und aber SOFORT von mir gefickt werden möchte, andernfalls *SCHMOLL* -
dann ist endgültig der Punkt gekommen, an dem ich mich irgendwo,
irgendwie versch....ert fühle.
Taktgefühl zu zeigen und auf die Befindlichkeiten des Partners zu
achten ist ja schön und recht, bloß: irgendwann, irgendwo sollte das
schon auch mal aufhören, eine Einbahnstraße zu sein :-/
>Robert hat mit seiner Direktheit schlechte Erfahrungen gemacht. Die gesamte
>Frauenwelt wird sich Dir oder Robert zu Liebe gerade in dieser Beziehung
>nicht ändern. Also bleibt nur eins übrig - ob es gefällt oder nicht.
Die Welt bleibt so, wie sie ist - so lange, bis wir wenigstens mal
anfangen, sie zu ändern, und mag es noch so hoffnungslos erscheinen.
... Sagten die Frauen im vorigen Jahrhundert, krempelten die Ärmel
hoch und erkämpften das Wahlrecht, die Berufsfreiheit und das
Diskriminierungsverbot, reformierten Ehe-, Kindschafts- und
Unterhaltsrecht, installierten Jobquoten, starteten Kampagnen gegen
Männergewalt usw. usf.
Gruß, Walter
> >Wieso fragst? Was hast Du denn inner Nase? ;-)
>
> Na ja, recht viel an inneren Werten kommt da leider nicht zustande.
> Manchmal kann man das Produkt von der Konsistenz her verwenden, um
> Zettel an die Wand zu kleben. Aber reich wird man davon auch nicht :-)
Pfui! Die inneren Werte findest Du da auch nicht, da kannste lange bohren!
Kathleen
W. H. Greiner <whgr...@t-online.de>
> Ich bin in meiner (Gottseidank lange zurückliegenden) Ehe viele Male
> zum Sex genötigt worden. Wenn man die weit gefaßte Definition
> zugrundelegt, die feministische Instititutionen heute für
> "Vergewaltigung" reklamieren, dann war auch das Vergewaltigung.
> Doch, doch, das geht durchaus...
eben
[Verführung und Deine Sch...ehe]
Wenn man(n) das aber nicht will, wie kann man(n) sich dann da meilenweit
wegbeamen nur um der Frau nen Gefallen zu tun? Gut, Du hast das in der Ehe
erlebt, ist sicher eine ganz andere Situation. Aber dennoch wundert es mich.
Wenn mein Mann keine Lust hat, mit mir zu schlafen oder umgekehrt, dann sagt
er mir das bzw. umgekehrt und gut ist.
Aber so gut klappt das wohl nicht in jeder Partnerschaft/Ehe. :-(
In diesem Zusammenhang möchte ich aber noch erwähnen, daß Verführung für
mich beeinhaltet, daß der Mann Lust hat/bekommt. Es macht ja auch keinen
Spaß, wenn er da so gelangweilt rumliegt. :-/
> Ja! Den Vorwurf, meine Partnerschaften würden _nur_ auf Sex basieren,
> habe ich aber trotzdem all die Jahre noch von keiner einzigen
> Partnerin gehört - eher schon mal den gegenteiligen Vorwurf:
> _zu_wenig_ Sex.
oops
> In jüngeren Jahren habe ich das auch mal idealistischer gesehen; erst
> die Lebenserfahrung (ich bin mit 52 nicht mehr der Jüngste) hat mich
> da korrigiert. Daß es im Bett paßt, gehört nun mal zu den Basics, die
> zwar weiß Gott nicht alles sind, ohne die aber alles nix ist. Vor
> allem auch deshalb, weil sonst _die_Frau_ unzufrieden ist :-/
Ich bin ganz sicher nicht prüde, aber es scheint wohl am Alter zu liegen.
Immerhin bist Du doppelt so alt wie ich.
Sicher muß das im Bett klappen. Aber _ich_ habe in der Beziehung eine ganz
andere Einstellung als Du. Wir kommen hier eh nicht auf einen Nenner.
Machen wir das so - ich habe Recht und Du nicht? :-)
Gruß,
Kathleen
>> >Wieso fragst? Was hast Du denn inner Nase? ;-)
>>
>> Na ja, recht viel an inneren Werten kommt da leider nicht zustande.
>> Manchmal kann man das Produkt von der Konsistenz her verwenden, um
>> Zettel an die Wand zu kleben. Aber reich wird man davon auch nicht :-)
>
>Pfui! Die inneren Werte findest Du da auch nicht, da kannste lange bohren!
Hab ich mir fast schon gedacht... Trotzdem ist das für viele Leute nun
mal die einzige Art, in sich zu gehen :-)
Gruß, Walter
> >Ich halte es für eine Lüge, wenn jemand behauptet seinen Partner _nur_
> >wegen des Charakters zu lieben.
>
> Und ich halte es für eine Lüge, jemanden nur lieben zu können, weil
> das Äußere meinen Träumen entspricht.
Nun, aber falls es das tut, erleichtert es das Lieben ungemein und
ist ein äußerst angenehmer Nebeneffekt. Also ehrlich, ihr jongliert
da mit Ausschließlichkeiten und Extrema, als gäbe es nichts anderes.
> Das Äußere - gut und schön. Es sollte aber keine MUSSstellung
> einnehmen, so wie es in Roberts Postings zu lesen war: Wenn die keinen
> großen Busen hat, kann ich nicht mit ihr." Ist man all zu sehr auf
> Äußerlichkeiten fixiert, sollte man dringends drüber nachdenken, ob
> ein Swingerclub nicht besser aufgehoben wäre.
Wenn eine Frau durchschnittlich groß ist und eine durchschnittliche
Figur besitzt, dann kann ich nicht mit ihr. Das finde ich nämlich zum
Tode langweilig.
Muß ich jetzt auch in den Swingerclub?
--
Bye; Kai
> Mit Stil kann man sowas nicht formulieren.
Oh doch, man kann. Sprache ist ein mächtiges Werkzeug und kann viel-
fältig eingesetzt werden. Ein Wort kann als Hammer, als Skalpell oder
als Feder erscheinen, je nach der Hand, die es schreibt - der Ab-
sicht, die dahintersteht.
> Was gibt es denn da noch zu beschwichtigen. Ich meine doch schon die ganze
> Zeit, daß es eben nicht nur auf eine große Brust ankommt. Ich wiederhole
> mich jetzt mal: Frau schreibt Anzeige, in der steht u. a. auch, daß Mann
> bitteschön 1,80 m groß zu sein hat. Dann Treffen mit Mann, der zu ihrer
> Verwunderung nun doch bloß 1,70 m ist. Aus Höflichkeit wird sich aber
> trotzdem unterhalten, Frau möchte Mann nicht vor den Kopf stoßen, er sei zu
> klein, Mann und Frau merken, daß die "Chemie" stimmt und schon scheißt
> (tschuldige) die Frau auf die 10 cm weniger an Körpergröße.
> Würde eine Frau mit ausgestopftem BH zu einer Verabredung kommen, wäre
> Robert spätestens dann enttäuscht, wenns um's "Eingemachte" geht. Das wäre
> genauso wenig eine Basis.
Das eine (Körpergröße) ist auf Anhieb ersichtlich, offensichtlich.
Beim anderen handelt es sich um ein Vortäuschen falscher Tatsachen.
Ein ganz schlechter Vergleich, denn wiederum handelt es sich um
zweierlei Maß.
> Er beschränkt sich aber anscheinend darauf, er meint, daß er mit Frauen, die
> eine kleine Brust haben, nichts anfangen kann. Wie bitte sollte ich das denn
> sonst bezeichnen als einen Brustfetischisten?
Herrgott, Du sollst ihn ja nicht gleich heiraten. Wie würdest Du denn
dann Frauen bezeichnen, die mit glatzköpfigen Männern nichts anfangen
können? Haarfetischistinnen?
> Ich meine auch nicht, daß Frauen schreiend davonlaufen sollten, nö wieso? Es
> gibt außerdem eine Menge Frauen, die eine riesige Oberweite haben, wo also
> liegt das Problem? Jeder Topf findet seinen Deckel - auch Robert.
Dann verstehe ich nur eines nicht: Worüber Du Dich über mehrere Arti-
kel hinweg derart echauffierst. Gib zu, Du hast seinen Anspruch per-
sönlich genommen, obwohl er lediglich allgemein gefragt hatte!
> Ich bin wohl so eine Frau, zwar auch mit größerer Oberweite, aber ich
> verstehe
> es einfach nicht, daß er sich nicht mit anderen Frauen einlassen kann, sie
> unerotisch findet für sich, weil ich eben der Meinung bin, daß eine Brust -
> egal wie groß oder klein - in einer Partnerschaft nichts zu sagen hat.
Dann erkläre mir doch bitte mal - wo das Thema schon eingebracht wor-
den ist - weshalb praktisch alle Beziehungen nach einer Brustamputa-
tion der Frau scheitern, wenn das in einer Partnerschaft so wenig zu
sagen hat?
> Für eine Partnerschaft
> hat er die falschen Suchkriterien, auch wenn er schreibt, daß er auch auf
> Freundlichkeit usw. bei einer Frau Wert legt. Er packt die Sache falsch an.
Das meinst Du! Und willst ihm Deine Haltung aufzwingen.
> Mal angenommen, Du lernst eine Frau kennen, die Du magst und sie Dich
> eigentlich auch, sie kann aber nicht mit Dir schlafen, weil sie Deine
> Körperbehaarung unerotisch findet und sie mit Dir dann nichts anfangen kann.
> Würdest Du Dich dann Dein Leben lang für sie rasieren?
Ich würde sie mich rasieren lassen - wenn schon - und daraus eine ge-
meinsame Aktion machen. Wenn sich ihr Problem damit nicht anderweitig
lösen läßt und das alles ist, warum nicht? Liebe bringt durchaus auch
Opfer. Zumal, wenn es sich um so geringe handelt wie in Deinem Bei-
spiel.
> Würdest Du dann nicht auch denken, sie ist irgendwo beschränkt?
Nein, weshalb? Wenn Du Dich heftig vor fetten Spinnen ekelst und des-
halb von Deinem Mann erwartest, daß er sie beseitigt, sollte er dann
deshalb denken, daß Du beschränkt seist?
Ich muß ein Leben lang darauf verzichten, mit meiner Parterin um die
Wette laufen, Joggen oder Rollerbladen gehen zu können, und auf ge-
meinsamen Spaziergängen steht mein natürliches Schritt-Tempo nicht
zur Debatte. Ebensowenig, wie jeder beliebige Ort dafür geeignet ist.
Das stellt sich mir aber nicht als Problem dar, schon gar nicht als
partnerschaftsgefährdendes: Kompromisse gehören zu jeder Beziehung.
--
Bye; Kai
> Weisst Du, warum ich das nur als theoretischen
> Gerechtigkeitsvergleich ansehe? Die Gesinnung in unserem System ist
> so "festgeboren", dass es nie so kommen wird. Na klar ist es
> umgekehrt genauso Liebes-Müll, wenn eine Frau nur Männer über 1.80
> will und sie unter diesem Wert lieblos bleibt. Das nützt aber keinem
> was in der Praxis. Man wird sie nie für ihre optischen Ansprüche
> rügen. Man wird immer den Mann für seine Ansprüche rügen. Also
> besser hinnehmen und so drehen, dass es verständlich ist, um sich
> einseitigen Ärger zu ersparen. Ändern tut sich das eh nicht. Im
> Gegenteil, mit solchen Sachen macht man sich eher zum Affen, wenn
> man den Mund aufmacht.
Man beweist eher Mut und Standhaftigkeit, klar und deutlich zu sagen,
was man denkt, vor allem im Angesicht möglicher Reaktionen und des
Gegenwinds, der einem absehbarerweise entgegenwehen wird.
Ich stehe nur auf schlanke, zierliche kleine oder große, hochgewach-
senen Frauen, habe ein Faible für bestimmte asiatische Typen, Frauen
mit eher knabenhafter Figur, und natürlich Rothaarige hauen mich aus
den Socken. Alle anderen haben wegen der großen Auswahl Entsprechun-
gen in meinem Umfeld keinerlei Chance. Bin ich jetzt ein Perverser?
...Fehlte nur noch, daß ihr mir wegen eines bestimmten Wortes in obi-
ger Aufzählung Sextourismus unterstellt. Wundern täte mich das ange-
sichts der bisherigen Reaktionen auf den Ausgangsartikel überhaupt
nicht.
> Den seh ich auch. Ich seh in seinem Text aber auch eine elegante
> Hintertür, die nicht gerade menschlich fair und niveauvoll ist.
Die Reaktionen auf sein Posting waren jedoch genau das: elegant,
menschlich fair und niveauvoll. Nicht wahr?
> > Warum das im Falle
> > "Oberweite" nicht möglich ist, dafür lieferst Du zusammen mit einigen
> > Anderen hier exemplarischen Anschauungsunterricht :-(
>
> Falsch. IMO. Es ist sehr einfach möglich. Er könnte ganz ganz simple
> und einfach in eine Anzeige schreiben "Ich finde grosse Brüste sehr
> sinnlich, weich und hocherotisch und hoffe, dass Du es respektierst
> / nichts dagegen hast". Fertig. Dürfte jeder Frau klar sein, was er
> will, ohne gleich in der Aufzählung ihrer Eigenschaften ein
> anrüchiges "grosse Brüste" reinzuschreiben. Warum entschuldigt er
> sich ellenlang für seinen Hang?
Liest diesen Thread nach, und Du kennst die Antwort auf Deine Frage:
Weil manche Menschen vorverurteilen, bevor sie nachgedacht haben. Und
weil ihm das aufgrund entsprechender Erfahrungen bereits bekannt war.
--
Bye; Kai
> Und nochmal guten Abend!
Ebenso. :)
> > > Man(n) kann aber eine Frau nicht
> > >aufgrund irgendwelcher Körpermerkmale suchen.
> >
> > Mann nicht, Frau aber offenbar doch: "mindestens 1,80 groß"...
> > Guck mal in eine beliebige Zeitung in die Bekanntschaftsanzeigen, da
> > ist unter "sie sucht ihn" sowas absolut üblich - und zwar in einer
> > unmißverständlichen Klarheit und Intoleranz (mit dem
> > Zentimetermaß...), wie ich sie unter "er sucht sie" so gut wie nie
> > finde.
>
> Du hängst Dich zu sehr an der Körpergröße auf.
Und Du Dich am Brustumfang. Wo ist der Unterschied?
> Und wenn es in noch so vielen Bekanntschaftsanzeigen stehen mag -
> würde sich eine Frau mit einem Mann treffen, der sich zwar als 1,80 m groß
> ausgegeben hat und nun doch 10 cm kleiner ist, die "Chemie" aber von Anfang
> an stimmt, würde sie (bin ich mir fast sicher) nicht sagen, "He, wir
> verstehen uns zwar super, aber Du bist mir einfach zu klein." Es zählen eben
> noch mehr Faktoren wie z. B. Ausstrahlung.
Jaha. Entschuldige bitte, daß ich lache. Du malst Dir da eine rosige
Welt aus, die der Realität in dem Punkt kaum entspricht.
Du glaubst also allen Ernstes, ich, der ich seit dem achtzehnten Le-
bensjahr eine Glatze habe, hätte eine Chance bei einem Treffen auf
eine Kontaktanzeige hin, in der die betreffende Frau ausdrücklich
Männer "mit langen, dunklen, lockigen Haaren" gesucht hat?
Ich erzähle Dir mal etwas aus meinem in der Hinsicht reichhaltigen
Erfahrungsschatz: Nicht nur das trotzdem Hingehen stieß _immer_ auf
direkte und unmißverständliche Ablehnung, sondern auch die überwie-
gende Mehrzahl der Frauen, die ein fülliges Haupthaar nicht als Vo-
raussetzung genannt hatten, lehnten dankend ab, wenn sie von diesem
Umstand des Nichtvorhandenseins erfuhren (was meistens sehr frühzei-
tig der Fall war).
Jaja, für Frauen auf Partnersuche zählen nur innere Werte. Und wo äu-
ßere angegeben werden, sind das nur grobe Schätzwerte, die stark nach
oben oder unten abweichen dürfen. - Entschuldige bitte, daß ich mich
darüber amüsiere und das als ein wenig naiv empfinde. :)
Auch Frauen gehen stark nach dem Äußeren.
> Es kann ja gut möglich sein, daß
> sich bei ihm tatsächlich nur was regt, wenn er eine großbrüstige Frau hat,
> das hat meiner Meinung nach aber eher was mit einem Fetisch zu tun.
Hm. Dann hatten all meine bisherigen Partnerinnen ein Fetisch, daß in
einem meiner Geschlechtsmerkmale bestand. Kann nicht behaupten, daß
mich das sonderlich störte.
> "Normale" (leider ein wenig unglücklich ausgedrückt) Männer können doch auch
> mit verschiedenen Frauen (klein, groß, große Brust, kleine Brust, blonde
> Haare, rote Haare...) was anfangen. Oder irre ich mich da so sehr???
Aschblonde Haare? Vergiß es. Oder färb sie.
Jeder hat seine Präferenzen. Und jede die ihren.
> Oh bitte, Frauen suchen sich doch nicht nur Schönlinge, wo nichts im Kopf
> steckt!
Männer auch keine derartigen Frauen. Wie kommst Du nur auf eine solch
absurde Annahme? Es sei denn, Du wärst voreingenommen, natürlich.
> Das ist doch schon eher umgekehrt der Fall.
Aha! Kann es sein, daß Du mit zweierlei Maß mißt?
> Ich will hier nicht alle
> Männer über einen Kamm scheren, aber doch noch sehr *viele* suchen sich doch
> ein richtiges doofes "Blondchen", die Mann bekocht und immer brav zu Hause
> ist, wenn er von der Arbeit kommt. Toll Aussehen muß sie sowieso -
> Vorzeigeobjekt.
> Wo bitte ist da ein Unterschied???
Es gibt keinen. Weil nicht alle, aber doch sehr *viele* Frauen lie-
bend gern auf richtig doofes "Blondchen" machen, ihren Mann bekochen
und immer brav zu Hause sind, wenn er von der Arbeit kommt. Weil er
viel mehr verdient als sie, sie auf sein Geld scharf sind und außer-
dem das Umschwärmtwerden und den Status als Vorzeigeobjekt g*** fin-
den.
Ich würde sagen, Gleichstand: Ziehst Du ein abgedroschenes Klischee
aus dem Ärmel, dann ich eins aus dem Hut.
> Körpergröße ist ein ganz blödes Beispiel.
Dicke Dinger auch.
> Wie wäre es, wenn sie meint, "ich nehme nur Männer,
> die sich am _ganzen_ Körper rasieren?" Würde Mann da nicht auch den Eindruck
> bekommen, sie steht nicht auf den Mann sondern auf seinen Körper?
Nein. Da das ein konkretes Beispiel ist - meine Partnerin steht auf
mich *und* meinen Körper. Und ich finde das Oberspitzenklasse. Super.
> Gehört nicht immer beides zusammen? Wie würdest Du reagieren, wenn
> Frau meint, sie wird nur feucht, wenn er rasiert ist?
Kann ich Dir sagen: Er beschließt, sich nicht erpressen zu lassen und
schießt sie umgehend in den Wind. Begreifst Du?
Kein Mensch hat von Dir verlangt, Du solltest eine Partnerschaft mit
dem Ursprungsposter auch nur in Erwägung ziehen. Er steht - unter an-
derem - auf große Brüste. Für ihn ist das ein maßgebliches Entschei-
dungskriterium für das Interesse an einer möglichen Partnerschaft. Du
siehst das anders? Schön, dann kommt er für Dich nicht in Frage und
muß sich halt eine andere suchen. Wo ist das Problem?
> Ich finde, daß jeder Mensch - ob männlich oder weiblich - etwas bevorzugt,
> was der andere ablehnt. So hat jeder seins. Ich mag z. B. auch keine
> behaarten Männer, aber ich würde meinen Mann nie dazu bewegen, daß er sich
> deshalb rasiert. Wir verstehen uns einfach super und dann ist sowas nur noch
> eine Nebensächlichkeit.
Du kannst aber nicht deshalb von anderen erwarten, daß sie den selben
Gleichmut aufbringen. Wenn sich eine andere Frau vor Körperhaaren
ekelt und starke Behaarung im wahrsten Sinne des Wortes zum K***en
findet, wirst Du wohl kaum von ihr verlangen können, diesen Umstand
als Nebensächlichkeit zu betrachten. Das ist eine Frage des Maßstabs
und der Relation.
Übrigens glaube ich, daß Du damit einem typisch weiblichen Verhal-
tensmuster folgst: Du richtest an Dich den Anspruch, Dein Bedürfnis
als Nebensächlichkeit zu deklarieren und schluckst die Äußerung des
Wunsches deshalb lieber herunter, als ihn Deinem Mann gegenüber zu
artikulieren bzw. ihn in Form einer Bitte zu kleiden. Das ist in der
Passivität der Haltung eine gegen sich selbst gerichtete Handlung,
ein Verzicht und Verleugnen eigener Bedürfnisse. Es gibt auch weit
übersteigerte Formen davon.
Mag ein schlecht gewähltes Beispiel sein. Aber ich kenne keine ein-
zige Frau, die diese Tendenz nicht besitzt, in mehr oder minder star-
ker Ausprägung.
> > >Denn diese Frau würde immer
> > >spüren, daß er sie "nur" wegen ihrer Oberweite liebt.
> > Aber er spürt nicht, daß sie ihn "nur" wegen seiner Körpergröße liebt?
> > Oder ist dieses "nur" vielleicht doch in _beiden_ Fällen nix weiter
> > als eine idiotische Unterstellung?
>
> Eine idiotische Unterstellung ist, daß Frauen einen Mann nur lieben wegen
> seiner Körpergröße.
Eine idiotische Unterstellung ist, daß Männer eine Frau nur lieben
wegen ihres Brustumfangs. Ich wiederhole mich zwar, aber umgekehrt
wird eben ein Schuh draus.
> > Eben doch, und zwar genau in diesem Punkt: weil es nix weiter als ein
> > gesellschaftliches Vorurteil ist, daß ein Mann, der große Brüste mag
> > (und ohne die möglicherweise nicht mal "kann"), an einer Frau _nur_
> > dieses Detail lieben würde. Wie grotesk diese Unterstellung ist, merkt
> > man, sobald man sie vice versa auch auf Frauen anwendet, die nur auf
> > große Männer ansprechen. Eine einzelne "conditio sine qua non" ist
> > eben noch lange keine ausreichende Bedingung. Auch bei einem Mann
> > nicht.
>
> Wenn er möglicherweise ohne dieses Merkmal nicht "kann", dann ist er krank
> oder Fetischist (Das unterstelle ich ihm jetzt einfach mal).
So. Das unterstellst Du einfach mal. Schade, daß die Hexenverbrennun-
gen abgeschafft worden sind, denn die Rechtsprechung nach dem Malleus
Maleficarum folgte in etwa der gleichen Logik und hatte denselben Ef-
fekt. Immerhin dienten die Scheiterhaufen der Volksbelustigung; viel-
leicht sollte darüber nachgedacht werden, sie wieder einzuführen...
> Meinst Du
> nicht, daß Frauen keine anderen Reize haben und diese auch einsetzen können,
> damit er "kann" auch ohne eine große Brust in den Händen zu halten?
Manche nicht. SCNR.
Was ich nicht verstehe ist, daß hier ein Mann so ehrlich ist, zugibt,
was ihm gefällt, dafür zerlegt wird und sich nicht eine von Euch
Frauen darüber aufregt, daß der Chefarzt der Hannoveraner Stadtklinik
einer 13jährigen Silikonkissen implantiert hat - auf Anregung, mit
Wissen und Zustimmung der Mutter. *Das* wäre mal ein Thema, über des-
sen sittlich-moralische Auswirkungen diskutiert werden sollte: Die
künstliche Schaffung eines Schönheitsideals unter tatkräftiger Mit-
wirkung und Beteiligung von Frauen.
Anschließend wird sich über die Orientierung und Ausprägung von davon
beeinflußten Männern aufgeregt. Ehrlich gesagt, wenn ich das so lese,
überlege ich mir die Befürwortung des Matriarchats womöglich lieber
doch noch mal - jedenfalls, solange es sich dabei um alten Wein in
neuen Schläuchen handelt.
> Wenn sich ein Mann nur auf den Bekanntschaftsanzeigenmarkt verläßt, um eine
> geeignete Frau zu finden, dann hat er doch irgendwo Komplexe.
Oh. Dann muß ich komplett verdreht und irre sein. Denn ich habe mei-
ne Partnerin, meinen gesamten, nicht eben geringen Bekanntenkreis,
meinen Wohnort und meine Arbeitsstelle einer einzigen Kontaktanzeige
zu verdanken. Und über weitere habe ich viele nette Menschen kennen-
gelernt, Männer wie Frauen.
Es ist eine Methode unter vielen, andere kennenzulernen. Nichts wei-
ter. Sie funktioniert für den einen gut und paßt für den anderen we-
niger; das ist eine Frage des Typs, nicht der Sache als solcher.
> Es gibt doch
> noch andere Möglichkeiten, wo er sich dann zuerst eine großbrüstige Frau
> "erspähen" und sie dann ansprechen kann. Er muß ihr ja nicht gleich
> sagen: "Wow, Du hast aber eine schöne große Brust, da stehe ich ja voll
> drauf!" Wenn er dann erstmal mit ihr übers Wetter auf die nächste
> Verabredung kommt, er sie also näher kennenlernt, kann er ihr ja immer noch
> ein Kompliment über ihre schöne weibliche Figur machen, wenns denn sein muß.
Hör mal, wie wäre es, wenn Du die ideale Vorgehensweise ihm als un-
mittelbar Betroffenen überließest? Nur so ein Gedanke.
> Es ist grotesk die Körpergröße eines Mannes mit der Körbchengröße einer Frau
> zu vergleichen.
Ja? Weshalb, bitte?
> Das ist schon ein Unterschied an sich!
Das mußt Du schon genauer erklären. Bei beidem handelt es sich um Äu-
ßerlichkeiten, um Körpermerkmale.
--
Bye; Kai
> Bine *Männer mit nennenswerter Oberweite und Waschbrettbauch durchaus
> reizvoll findend*
Holla!
--
Bye; Kai - sich dem anschließend.
> Gottseidank tragen Männer ihr bestes Stück in der Hose, gell? Stelle
> mir gerade vor, wie wir Frauen beim Kennenlernen den Männern auf den
> Penis starren und schonmal vorher aussortieren.
Dafür tut ihrs nachher, und das halte ich für sogar noch schlimmer.
--
Bye; Kai
> >Dass ein Mann, dem die Figur einer Frau wichtig ist, die Frau auf den
> >Sexualkörper "reduzieren" würde, ist eine verdammte, völlig unsinnige
> >_Unterstellung_.
>
> Ist es das, ja? Dann lies mal folgendes von diesem Herrn:
> | Ich kann mit einer Frau mit kleinem Busen nicht sehr viel
> |anfangen, weil I C H es eben NICHT erotisch finde.
>
> Er reduziert genau in diesem Moment die Frau auf ihre geschlechtlichen
> Merkmale. Mit einer Frau ohne großen Busen kann er wörtlich
> nicht_sehr_viel_anfangen.
In erotischer Hinsicht, Herrgotthimmisakra no amoa! Soviel Borniert-
heit ist mir schon lang nicht mehr untergekommen; Du übertriffst ja
sogar noch einen Pfaffen an Engstirnigkeit... - Entschuldige. Wollte
Dich nicht beleidigen, kann aber auch nicht verstehen, wie Du den Zu-
sammenhang, in dem die obigen Worte zu lesen sind, dermaßen hartnäk-
kig ignorieren kannst. Du sitzt gerade einem Vorurteil auf.
--
Bye; Kai
> Das Gerede von der "Reduktion" der Frau auf den Sex ist m. E. nix
> weiter als eine ideologische Phrase ohne jeden Realitätsbezug - im
> Grunde nur die zeitgenössische Version von "Die Männer wollen alle nur
> das eine, und das ist pfui".
Das ist der Kernpunkt: Der Artikel war nicht p.c.
--
Bye; Kai
> Ne, ist es nicht. Das selbe wie "95 c" wäre dann bei der Frau "mind. 20
> cm" oder sowas. Und das habe ich noch in keiner Anzeige gelesen ;-)))))))
Nein, weil es sich spätestens dann klärt, wenn es ans Eingemachte
geht. Aber es kommt öfter vor, als Frauen hier öffentlich zugeben
werden, daß das ein Maßstab ist, da bin ich mir aber ganz sicher.
...Übrigens fällt auch ein "nicht größer als xx cm" unters gleiche
Kriterium...
> Das stimmt so nicht ganz. Leider ist vielen Männer immer noch wichtiger
> was die Frau auf den Rippen hat, als was sie im Kopf mit sich
> herumträgt. Aber leider stehen da nur wenige Männer dazu bzw. halten es
> anders.
Sorry, Bine, aber das halte ich für ein Vorurteil.
--
Bye; Kai
[...]
Ich habe Deinen Artikel absichtlich nicht zitiert. Mir fällt gerade
etwas seltsames auf, etwas, das mir in meiner ganzen bisherigen Use-
netzeit noch nicht passiert ist: Ich kann, über mehrere Artikel hin-
weg und selbst jetzt, da Du Dich aufregst, jedes Deiner Postings so
unterschreiben.
Mit anderen Worten, ich bin in diesem Punkt Deiner Meinung, Walter.
Du faßt sie sogar in präzisere Sätze, als ich es momentan, oder je,
könnte. Wollte ich nur gesagt haben.
--
Bye; Kai
> Erstmal Guten Abend!
Dito!
> Er (Robert) würde sie erst gar nicht näher kennenlernen wollen, wenn ihr da
> schon eine Brust fehlt.
Der Böse!
...Die allermeisten übrigen Männer übrigens auch nicht.
Tun wir mal nicht so. Behinderung ist nach wie vor ein Tabuthema,
eine Brustamputation eine noch diffizilere Angelegenheit. Ehrlich
gesagt, solltet ihr euch gegenüber den betroffenen Frauen schämen,
eine derartige Lebenskrisen verursachende Katastrophe einzig zum
Zweck des Theoretisierens über die Vorlieben eines Kontaktanzeigen-
schreibers heranzuziehen. Damit tretet ihr die Gefühle diese Frauen
mit Füßen. Und ihr haltet euch für etwas besseres als dieser Mann?
Eine (Schwer)Behinderte wird als Frau gar nicht wahrgenommen. Und
wenn, dann wird sie entweder mit Samthandschuhen angefaßt oder mann
traut sich überhaupt nicht richtig an sie heran.
Also konstruiert bitte keine praxisfernen und grotesken Szenarios wie
dieses, das macht euch um nicht integrer als das Objekt eurer Kritik.
Ganz im Gegenteil.
> Außerdem tut das nichts zur Sache, denn es geht darum,
> daß, sei sie seine Traumfrau mit riesiger Oberweite, sie evt. Brustkrebs
> bekäme
Hätte, könnte, sollte sind einleitende Merkmale des Irrealis.
> in der Partnerschaft und ich nunmal aus seiner Mail herauslese, daß
> er mit Frauen ohne eben diesem Merkmal nichts anfangen kann.
Einige Fragen: Hast Du Kinder? Wünscht Du Dir welche, planst Du eine
Familie zu haben?
Würdest Du Dich auf einen dauerhaft impotenten Mann eingelassen ha-
ben? Einen Querschnittsgelähmten?
Dabei geht es ja schließlich auch bloß um ein äußeres Merkmal - also
solltest Du sehr gut und einfach darauf verzichten können. Nicht wahr?
> Ist ja auch sein Ding, aber er muß doch auch umdenken können.
Ist Dir eigentlich klar, daß Du versuchst, jemandem Deine moralischen
Vorstellungen und Wertmaßstäbe aufzuzwingen? Daß Du versuchst, jeman-
den zu erziehen, von dem Du gar nicht weißt - nicht wissen kannst! -,
ob Deine Annahmen überhaupt zutreffen?
> Wenn er mit ihr dann
> nichts mehr anfangen kann, rein sexuell meine ich, meinst Du dann hält diese
> Partnerschaft noch lange?
Glaubst Du allen Ernstes, das beurteilen zu können? Weshalb? Mit
welchem Recht, bzw. aus welcher Position heraus urteilst Du?
> Sicherlich ist dies jetzt ein ganz blödes Beispiel
Allerdings. Zumindest, wenn Du mich fragst.
> und eine solche Krankheit ist immer was Schlimmes, und ich kann mir auch
> sehr gut vorstellen, daß Mann ebenso wie Frau in so einem Fall nicht so
> einfach miteinander in die "Kiste" hüpfen als sei nichts passiert.
Die meisten Beziehungen zerbrechen erwiesenermaßen daran.
> Aber
> gerade in Roberts Fall kommt doch der Verdacht auf, daß für ihn dann diese
> Partnerschaft gelaufen wäre.
Na, Du lieferst aufgrund weniger Zeilen ein Persönlichkeitsprofil ab.
Daß muß Dir erst einmal jemand nachmachen. Tut mir leid, aber bei so
viel Voreingenommenheit geht mir a) der Hut hoch und b) jedes Ver-
ständnis ab.
> Im wahren Leben ist es nunmal so, daß eine
> Beziehung, die rein auf optische Merkmale basiert, doch auf Dauer keinen
> Bestand haben kann!
Wieviele Beziehungen, die rein auf optischen Merkmalen basierten,
hast Du geführt, um das beurteilen zu können, wenn ich Dich das
fragen darf?
Als letztes: Der Schreiber hat nirgends behauptet, daß das Optische
sein ausschließliches Auswahlkriterium sei. Ich bin versucht, diesen
Satz als Signatur-Disclaimer für die nächsten Wochen unter all meinen
Artikeln hier mitzuführen. In der abwegigen Hoffnung, daß es dann we-
nigstens irgendwann einsickert.
--
Bye; Kai
> >>Wie gefiele dir eine Anzeige einer Frau, die da schreibt:
> >>Penislänge im mindestens 18 cm?
> >
> >Das Analogon dazu wäre "Mann sucht Frau mit mindestens 18 cm tiefer
> >Vagina".
>
> Das Analogon kenne ich selber.
...aber es spielt für Dich keine Rolle, nicht wahr? Denn Du mißt mit
zweierlei Maß.
> Du hast meine Frage nicht beantwortet. Wie gefiele es dir, wenn eine
> Frau dich auf deine Penisgröße reduziert?
Ich bin zwar nicht er, aber wenn Du schon solche Fragen stellst - ich
hätte damit kein Problem, da ich eh über der bundesdeutschen Norm
liege und deshalb auch keine Befürchtungen hegen müßte, durch das Ra-
ster zu fallen. Und bevor Du mir jetzt unterzuschieben versuchst, daß
ich damit protzen wollte o. ä. - ich bin die meiste Zeit meines Le-
bens davon ausgegangen, daß das genaue Gegenteil der Fall sei. Und
auch da hatte ich kein Problem damit.
> Männer haben für die Größe des Penis einen guten Spruch. Nicht die
> Größe ist wichtig, sondern das Hin- und Her macht die Meter.
Das ist Blödsinnn. Die anatomische Beschaffenheit spielt sehr wohl
eine Rolle, sowohl in die eine als auch die andere Richtung, Länge
wie Kürze. Frag mal eine zierliche asiatische Frau, warum ihr ein
im Verhältnis zu ihren Landsleuten wesentlich kräftiger gebauter
Europäer nun, sagen wir, physisches Unbehagen verursacht. Oder
weshalb einer europäischen Frau ein Asiate mitunter nicht genügt.
> Oder: Nicht die Größe ist wichtig, sondern das, was man damit
> anstellt.
Innerhalb der anatomischen Grenzen - ja.
> Die Größe des Penis ist also unwichtig.
Ist sie eben nicht. Wie mir Frauen glaubhaft versichern. Ja, wem soll
ich denn nun glauben, wenn ihr darüber sogar untereinander so uneins
seid? :)
> Die Größe des Busens soll aber
> für eine Beziehung ausschlaggebend sein.
>
> Zudem: Die Länge der Vagina ist schnurz - somit dein Analogon
> irrelevant.
Sag mal, kann es sein, daß es mit Deinem Wissen um den weiblichen
Körper im allgemeinen und besonderen nicht allzuweit bestellt ist?
> Bei genügender Erregung passt sich jede Scheide der Größe
> des Penis an. Es ist also nicht wichtig, wie Groß die Scheide einer
> Frau ist.
Nein, es obliegt allein den Fertigkeiten des Mannes, für genügende
Erregung zu sorgen. Dann stellt sich frau schon gnädigerweise von
selbst auf den individuellen Körperbau ihres jeweiligen Partners ein.
Ehrlich, ich schlage drei Kreuze und bete vier Vaterunser, daß ich
nicht auf das weibliche Geschlecht fixiert bin. Bei solchen Sprüchen
möchte ja selbst ein Knackhetero auf der stelle stockschwul werden.
--
Bye; Kai
> > Das hat nichts mit Roberts Realität
> >zu tun, sondern ausschließlich mit blinden Vorurteilen über ihn.
>
> Mein lieber Walter. Ich habe keine Vorurteile gegenüber Robert,
Deine Haltung, auch und insbesondere mit diesem Posting, läßt aber
genau das vermuten.
> Ich habe bisher noch keine niveauvolle Frau kennen gelernt, die ihren
> Mann auf die Zentimeterchen in der Hose reduziert.
Du bist ja auch kein Mann. Das in der Hose, die Körpergröße oder das
Vorhandensein dichten Haupthaars, wo ist der Unterschied...? Frauen
erwarten gewisse Normen, Du bestreitest das gerade und regst Dich im
selben Atemzug darüber auf, daß ein Mann eigene Ansprüche anmeldet -
die er weit weniger als Forderung artikulierte, als das, was ihm nun
als Reaktion entgegenschlägt.
> >Nur einen Mann hält
> >frau offenbar für seelisch derart einfach gestrickt, daß er angeblich
> >_nur_ auf dieses eine Detail anspringt, sobald er auch nur vorsichtig
> >andeutet, daß es für ihn ohne bestimmte, weibliche Eigenschaften nicht
> >geht.
>
> Ähm, wo habe ich geschrieben, er sei seelisch einfach gestrickt?
Hat Walter Dir auch nicht unterstellt, er hat "frau" geschrieben.
Jetzt wirst Du unpräzise, nicht er.
> Mit keiner Silbe habe ich das auch nur erwähnt. Kann es sein, dass du
> eher zu Unterstellungen neigst?
[...]
> Auch den Versager unterstellst du hier gerade.das habe ich bisher auch
> in keiem Posting lesen können.
Tut uns leid, daß Du Dich von der beleidigenden Bezeichnung "Frau"
angesprochen fühlen mußt. In diesem Punkt hast Du mein aufrichtiges
und tiefempfundenes Mitgefühl.
> >Und wenn er auf so eine
> >(auch für ihn!) Katastrophe wie z. B. eine Brustamputation hin mit
> >dieser Frau nicht mehr kann, wird er überdies noch als "Arschloch" und
> >"Dreckschwein" beschimpft.
>
> Jetzt ist aber Schicht im Schacht. Ich habe hier weder was von
> Brustamputationen geschrieben, noch mich dazu derartig niveaulos
> geäußert.Ich möchte dich doch bitten, sachlich zu bleiben und dich auf
> das zu beziehen, was *ich* schrieb, wenn du schon auf mein Posting
> antwortest.
Wir befinden uns hier in exakt dem Thread, in dem obiges Thema ein-
gebracht wurde. Muß ich Dich daran erinnern, daß Du Dich in einer
öffentlichen Newsgroup befindest und jeder Poster hier das Recht hat,
auch Deine Artikel zum Anlaß zu nehmen, allgemeine Äußerungen und die
Themen des Threads mit einzubeziehen?
Das ist hier eine Usenet-NG, keine One-Woman-Show. Ok?
> >Wie es _ihm_ bei all dem innerlich geht,
> >wie er sich dabei fühlt, das ist - Verzeihung, meine Damen - den
> >meisten Frauen doch sch....egal. Einem Mann wird einfach nicht
> >zugestanden, ja noch nicht einmal zugeTRAUT, irgendwelche
> >vielschichtigen Gefühle und Ansprüche beim Sex zu haben.
>
> Jepp, vielschichtig. *lach*
Das liebe ich an solchem Verhalten. Männern Chauvinismus zu unter-
stellen, um im selben Atemzug derart machistische Sprüche vom Sta-
pel zu lassen, daß selbst noch eingefleischten Machos der Mund of-
fenstehen bleibt. Und hinterher ganz die verletzte, unschuldige,
schutzbedürftige Frau. Nicht wahr?
...Umgekehrte Polaritäten ändern nichts an der Art der Sprüche, und
weiblicher Chauvinismus ist nicht nur keinen Deut besser als männli-
cher, sondern sogar noch um einiges schlechter. Weil abgekupfert, un-
originell und geklaut.
Macht es besser oder laßt es bleiben.
> >Siehe obige
> >Diskussion: ein Mann braucht den Anblick großer Brüste, um sexuell
> >anzuspringen? Na klar: dann sieht er an einer Frau _nur_ die Brüste,
> >und ob sie brunzdumm ist, in der Nase bohrt und sich nur einmal im
> >Jahr wäscht, das ist ihm dann alles völlig egal; er könnte genausogut
> >ne Kuh bumsen, Hauptsache dickes Euter. Denn Männer sind ja nun mal
> >primitiv, die KÖNNEN doch gar nicht mehr als eine Empfindung
> >gleichzeitig haben, beim Sex schon dreimal nicht, gelle?
>
> Ach, weisst du Walter, keiner von uns hat je so einen Stuss
> geschrieben, wie du ihn hier niveaulos hinschmierst.
Nein, denn es geht noch abgrundtief schlechter, wie man sieht.
Dein Ironiedetektor ist kaputt. Du solltest ihn zur Reparatur
bringen. Ganz abgesehen davon, daß Walter recht hat.
> Er_reduziert_die_Frau_auf_ihren_Busen!!
Nein.
--
Bye; Kai
> Aber gerade aufgrund Deiner obigen Schilderung solltest Du vielleicht
> doch auch mal diese Deine eigene Grundhaltung gegenüber Männern
> wenigstens in diesem einen Fall und im Nachhinein kritisch überdenken
> - anstatt die von Dir erzwungene (!) Anfangslüge Deines Partners als
> beispielhaft hinzustellen und andere Männer damit zu belehren.
Zwar grundsätzliche Zustimmung - wieder einmal -, aber Jutta war die
bisher einzige, die sich mit ihrem Artikel wirklich sachlich um ein
Eingehen auf die tatsächliche Fragestellung bemüht hat. Daß sie die-
sen Abstand angesichts eines emotional derart belasteten Themas be-
wahrt hat, besitzt meinen aufrichtigen und unverhohlenen Respekt.
Nicht, daß das irgendeine Rolle für sie oder diese Gruppe spielte.
Aber ich finde, es sollte dennoch erwähnt sein.
--
Bye; Kai
>> Ne, ist es nicht. Das selbe wie "95 c" wäre dann bei der Frau "mind. 20
>> cm" oder sowas. Und das habe ich noch in keiner Anzeige gelesen ;-)))))))
>
>
> Nein, weil es sich spätestens dann klärt, wenn es ans Eingemachte
> geht. Aber es kommt öfter vor, als Frauen hier öffentlich zugeben
> werden, daß das ein Maßstab ist, da bin ich mir aber ganz sicher.
Kann ich mir nicht vorstellen. Die allermeisten Frauen wissen, daß die
Größe wirklich eine untergeordnete Rolle spielt und Männer auch noch 10
Finger etc. mitbekommen haben.
> Sorry, Bine, aber das halte ich für ein Vorurteil.
Ist keins Kai, leider. Ich bin mit "Holz voer der Hüttn" "gesegnet" und
weiß von was ich rede. Viele Männer saugen sich mit Blicken an den
Rippen fest und es ist dann ziemlich wursch was ich sage. Ich beneide
alle Frauen mit kleinem Busen, glaube mir. Besonders als ich noch jünger
war habe ich manchmal darunter gelitten, von Männer erstmal als
Sexualobjekt gesehen zu werden und dann als Mensch. Das hat sich
inzwischen allerdings geändert, heute kann ich über solche Typen nur
noch lachen.
Bine
> Ich habe mich erst verliebt und dann habe ich geliebt. Du wirst es
> nicht glauben.
.... Dani, gibs auf, er wirds nicht begreifen. Habe ich schon nach dem
Komentar mit dem Fettwülsten an der Brust aufgegeben...
Bine
>Wenn man(n) das aber nicht will, wie kann man(n) sich dann da meilenweit
>wegbeamen nur um der Frau nen Gefallen zu tun? Gut, Du hast das in der Ehe
>erlebt, ist sicher eine ganz andere Situation. Aber dennoch wundert es mich.
>Wenn mein Mann keine Lust hat, mit mir zu schlafen oder umgekehrt, dann sagt
>er mir das bzw. umgekehrt und gut ist.
Ich schrieb von _Nötigung_: mit "einfach nein sagen und gut ist" war
da nix. Wen Du einen Beruf hast, in dem Du eine Menge Verantwortung
trägst und ab 8 Uhr morgens 8 Stunden absolut volle Konzentration
erbringen mußt, dann kannst Du Dir´s einfach nicht leisten, bis
mindestens 3 Uhr morgens mit der Partnerin zu streiten. Genau das war
aber unweigerlich und unausweichlich (wohin soll man denn mitten in
der Nacht ausweichen?) die Folge, wenn ich in so einer Situation
"nein" sagte... Eben dieser dahinter stehende Druck machte die Sache
ja so schlimm, eben deshalb leide ich bis heute unter den zugehörigen
Assoziationen. Wie schon gesagt: nach denselben Maßstäben, die
feministische Organisationen heute für "Vergewaltigung" reklamieren,
müßte meine Ex wegen dieses Delikts zu mindestens 10 Jahren Gefängnis
verknackt werden - _obwohl_ ich dabei eine Erektion hatte; wenn eine
Frau bei einer Vergewaltigung nass wird, bleibt´s ja auch trotzdem
dasselbe Verbrechen.
Gruß, Walter
>Das Fettgewebe um die Milchdrüsen herum hat eine Aufgabe, eine
>Funktion - nämlich die, die Milch in der Brust wohltemperiert zu
>halten.
Oooch - die armen, kleinen Affen (und alle anderen Säugetierbabies
auch, weil der Mensch das_einzige_ Säugetier mit in Fett eingebetteter
Milchdrüse ist) müssen also ihre Muttermilch kalt trinken? Jetzt weiß
ich endlich, warum der Mensch die Krone der Schöpfung ist :-)
>Weißt du, warum der Hodensack des Mannes kein Fett ansetzt? Damit die
>Samen immer ein bisschen kühler als die Körpertempratur gehalten
>werden. Fett hat eine wärmende und wärmehaltende Funktion.
>*Nurmalsonebenbei*
Na klar: das Natürliche und Naheliegende wären sonst zwei kiloschwere,
genau zwischen den Beinen herumbaumelnde Fettklumpen (Ich versuche mir
gerade vorzustellen, wie Männer mit sowas laufen würden :-)) )
Nur weil sonst der Samen zu warm geworden wäre, hat die Natur
ausnahmsweise darauf verzichtet. Schade...
Haste noch mehr solche Schoten auf Lager? Immer raus damit :-)))
Gruß, Walter
>Ich mache einen frauenverachtenden -ISMUS draus? Wäre mir neu.
(5 Zeilen weiter unten:)
>Ein klares Statement, dass er ein *Busenfetischist ist*
Busenfetischismus ist also _kein_ "-ISMUS"?
>und ohne
>dieses Merkmal nicht_kann, fände ich respektvoller und ehrlicher der
>Frau gegenüber, als sie bei einem Date in peinliche Situationen zu
>bringen.
Genau das wollte Robert ja erklärtermaßen tun - wofür er dann prompt
Klassenkeile bezog, auch von Dir.
Warum er das aber in einer öffentlichen Anzeige ausgerechnet
"Busenfetischismus" nennen soll, mußt Du mir erst noch erklären.
Muß eine Frau sich denn auch öffentlich und wörtlich als
"Größenfetischistin" outen, anstatt einfach "mindestens 1,80"
hinzuschreiben?
>Ein bisschen Mut wäre doch wohl das wenigste, um der Frau
>zumindest zu zeigen, auf was sie sich einläßt,
Oh Gott - auf was für schreckliche Dinge läßt sie sich denn ein? Es
muß ja ganz furchtbar für eine Frau sein, wenn ein Mann ihre Brust
toll findet... :-/
Gruß, Walter
Kai Schindelka (swi...@silver.line.org) kürzlich:
> Towe...@GMX.de (Michael Weber) am 11.07.2001:
>
> > Weisst Du, warum ich das nur als theoretischen
> > Gerechtigkeitsvergleich ansehe? Die Gesinnung in unserem System ist
> > so "festgeboren", dass es nie so kommen wird. Na klar ist es
> > umgekehrt genauso Liebes-Müll, wenn eine Frau nur Männer über 1.80
> > will und sie unter diesem Wert lieblos bleibt. Das nützt aber keinem
> > was in der Praxis. Man wird sie nie für ihre optischen Ansprüche
> > rügen. Man wird immer den Mann für seine Ansprüche rügen. Also
> > besser hinnehmen und so drehen, dass es verständlich ist, um sich
> > einseitigen Ärger zu ersparen. Ändern tut sich das eh nicht. Im
> > Gegenteil, mit solchen Sachen macht man sich eher zum Affen, wenn
> > man den Mund aufmacht.
>
> Man beweist eher Mut und Standhaftigkeit, klar und deutlich zu sagen,
> was man denkt, vor allem im Angesicht möglicher Reaktionen und des
> Gegenwinds, der einem absehbarerweise entgegenwehen wird.
Was bringt Mut, wenn er gegen eine Armada von Klischees ankämpfen
muss?
> Wundern täte mich das ange-
> sichts der bisherigen Reaktionen auf den Ausgangsartikel überhaupt
> nicht.
Eben. Sein Ziel erreicht Robert so bestimmt nicht. Aber aufrichtig
stolz kann er sein - er ist Deiner Meinung nach ganz fürchterlich
"mutig", steht dazu und formuliert es auch so *direkt*, dass Liebe
bei ihm nicht am goldenen Faden hängt, sondern an der vollen Brust.
Das ist kein Mut, das ist Ignoranz.
> > Den seh ich auch. Ich seh in seinem Text aber auch eine elegante
> > Hintertür, die nicht gerade menschlich fair und niveauvoll ist.
>
> Die Reaktionen auf sein Posting waren jedoch genau das: elegant,
> menschlich fair und niveauvoll. Nicht wahr?
Wenn eine Frau direkt inserieren würde, dass sie nur Männer ab 22 cm
liebenswert findet, würde sie bei mir im kuriosen Mülleimer landen,
ganz gleich, ob sie ihren Hang noch aufrichtig begründet. Und das
nicht etwa aus Trotz, weil ich die Forderung nicht erfüllen könnte.
Nein, weil in diesen Zeilen eine ignorante Abwertung steht für alle
die, die ihr nicht entsprechen. Auch wenns nicht so gemeint ist.
Denn sie schildert eine Wertvorstellung, gemessen an der Länge des
Geschlechtsteils, was mit Sicherheit auf Abwehr stösst.
So wie ich die Welt verstehe, sucht der Mensch sich seinen Wert
immer bei seinen Mitmenschen. Sich selbst zu bewerten, geht gar
nicht und führt zu Arroganz. Sag einer Frau, ihre Brüste sind Müll,
und die Ohrfeige ist sicher und sie guckt später genauer in den
Spiegel. Sag einem Mann, seine Ente ist winzig, und er lacht sich
kaputt und guckt Stunden später misstrauisch in den Spiegel...
Soll heissen, Ablehnung kann man auch so halten, dass sie nicht
gegen die Grundprinzipien verstösst. Gegen den Körper einer Person.
Dafür kann keiner was, weswegen die Sache auch so empfindlich
wahrgenommen wird. Seh ich zumindest so. Bevor ich einer Frau bei
einem Date sagen würde, dass mir ihre Brüste viel zu gross sind, ums
erotisch zu finden, geb ich ihr lieber das Gefühl, dass ich dem
nicht gewachsen bin :-) (Was ja auch stimmt, nur für sie positiver
ausgedrückt). Dann kann man wenigsten auf beiden Seiten mit einem
Lächeln auseinandergehen und ich muss (vermutlich) nicht rumknobeln,
wie ichs ihr am besten beibringen kann.
> Liest diesen Thread nach, und Du kennst die Antwort auf Deine Frage:
> Weil manche Menschen vorverurteilen, bevor sie nachgedacht haben.
> Und weil ihm das aufgrund entsprechender Erfahrungen bereits bekannt war.
Ja, für seinen Hang kann er ja nichts. Andere Menschen für ihre
eigene Wertschätzung aber auch nichts, wenn sie das lesen. Wenn es
ihm bekannt ist, warum schreibt er dann plump "Ich kann mit einer
Frau mit kleinen Brüsten nichts anfangen" und legt sich damit selbst
ein Ei ins Nest? *Wen* interessiert diese Entschuldigung denn, wenn
er sowieso auf grosse Brüste steht? Ausserdem find ich das bei
Kontaktgesuchen paradox und höchst gefährlich.
grüsse
michael
>[...]
>Ich habe Deinen Artikel absichtlich nicht zitiert. Mir fällt gerade
>etwas seltsames auf, etwas, das mir in meiner ganzen bisherigen Use-
>netzeit noch nicht passiert ist: Ich kann, über mehrere Artikel hin-
>weg und selbst jetzt, da Du Dich aufregst, jedes Deiner Postings so
>unterschreiben.
>
>Mit anderen Worten, ich bin in diesem Punkt Deiner Meinung, Walter.
>Du faßt sie sogar in präzisere Sätze, als ich es momentan, oder je,
>könnte. Wollte ich nur gesagt haben.
Danke für die Blumen. Mich wundert diese plötzliche Einigkeit auch:
irgendwie aus grauer Z-Netz-Vorzeit glaubte ich mich zu erinnern, mich
mit einem gewissen Kai Schindelka auch schon mal heftig gezofft zu
haben :-)
Alles fließt...
Gruß, Walter
W. H. Greiner <whgr...@t-online.de> schrieb
> Ich schrieb von _Nötigung_: mit "einfach nein sagen und gut ist" war
> da nix. Wen Du einen Beruf hast, in dem Du eine Menge Verantwortung
> trägst und ab 8 Uhr morgens 8 Stunden absolut volle Konzentration
> erbringen mußt, dann kannst Du Dir´s einfach nicht leisten, bis
> mindestens 3 Uhr morgens mit der Partnerin zu streiten. Genau das war
> aber unweigerlich und unausweichlich (wohin soll man denn mitten in
> der Nacht ausweichen?) die Folge, wenn ich in so einer Situation
> "nein" sagte... Eben dieser dahinter stehende Druck machte die Sache
> ja so schlimm, eben deshalb leide ich bis heute unter den zugehörigen
> Assoziationen. Wie schon gesagt: nach denselben Maßstäben, die
> feministische Organisationen heute für "Vergewaltigung" reklamieren,
> müßte meine Ex wegen dieses Delikts zu mindestens 10 Jahren Gefängnis
> verknackt werden - _obwohl_ ich dabei eine Erektion hatte; wenn eine
> Frau bei einer Vergewaltigung nass wird, bleibt´s ja auch trotzdem
> dasselbe Verbrechen.
Ich hab´s kapiert!
Kathleen