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Kartenlegen - Fluch oder Segen?

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Manfred Vogt

unread,
Jun 14, 2004, 4:38:24 PM6/14/04
to
Hallo!

Vor ca. einem Jahr kam ich an Tarot-Karten. Ich legte probeweise erst
für mich, dann für eine Freundin, danach für die Freundin meiner
Freundin usw. Zuerst eigentlich nur aus Spaß, dann aus Neugier,
inzwischen aus Faszination: Denn irgendwie passen die Karten immer auf
das jeweilige "Problem" oder die Frage, und auf den Fragenden. So
langsam bekommt man auch ein bischen mehr Sicherheit, man lernt auch die
Karten zu "interpretieren". Keine Ahnung wie es funktioniert, es
überrascht mich jedesmal selbst aufs Neue. Aber es geht! Aber was
erst Spaß oder Neugier war, entwickelt sich jetzt langsam, wie soll ich
sagen, irgendwie selbständig. Immer öfter fragen mich Bekannte oder
Freunde, ob ich ihnen die Karten lege. Tue ich ja auch gerne, ich nehme
auch kein Geld dafür (darum gehts mir auch sowieso nicht), aber mein
Problem ist: Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich da tue. Bin selbst
immer ganz aufgeregt, bevor das "Ergebnis" der Karten auf dem Tisch
liegt, aber ich habe immer öfter das Gefühl: Das hat mit mir eigenlich
gar nichts zu tun. Oder bin ich doch vielleicht "begabt", ohne es zu
wissen? Kann eigentlich Jeder die Karten legen? Aber ich hätte schon
ganz gerne mehr die Kontrolle über mein Tun. Angst vor "Geistern" oder
"Übersinnlichem" habe ich nicht, bin eher von der kritischen Sorte. Wie
ist das bei den anderen Kartenlegern hier im Forum: Habt ihr das Gefühl,
das "es" arbeitet oder kann man sowas auch erlernen? Geht es Jemand
ähnlich? Oder soll ich das Kartenlegen weiterhin als harmlosen
Freizeitspaß betrachten, es gar nicht so ernst nehmen?
Eure Meinung würde mich sehr interessieren!
Viele Grüße,
Cati Vogt

Hubert Sellnar

unread,
Jun 15, 2004, 3:25:02 AM6/15/04
to

"Manfred Vogt" < schrieb

hi u!
kann dir dazu nur empfehlen lies mal ein buch über I GING auch Buch der
Wandlungen genannt, ist fast das selbe Prinzip wie beim Kartenlegen, auch
Jung hat darüber einiges in seinen Niederschriften hinterlassen und auf sein
Betreiben wurde die Amerikanische Ausgabe des Buches herausgebracht.
Mehr möchte ich hier nicht dazu sagen soll sich jeder selbst seine Meinung
darüber bilden.

--
mfg
Hubert
http://www.relaxingoase.at


Thomas Decker

unread,
Jun 15, 2004, 9:39:12 AM6/15/04
to
Hallo Cati-Manfred ;-)

habe deinen Artikel mit Interesse gelesen.

Ich "arbeite" und "spiele" schon seit vielen Jahren mit dem Tarot und
habe Ähnliches festgestellt. Die Karten lügen nie, aber sie sagen auch
nie die Wahrheit. Nach meiner Erkenntnis, die ich relativ bald gemacht
habe, geht es um etwas ganz anderes, nämlich um einen
Perspektivwechsel im inneren Monolog.

Dasselbe trifft auf das Yijing zu, wie Hubert schrieb (alte deutsche
Romanisierung "I Ging"), aber auch auf jede andere ähnliche
Orakelform. Ich habe mich viele Jahre intensiv sowohl linguistisch
also auch philosophisch mit dem Yijing beschäftigt. Ich persönlich
glaube, dass die Symbole des Yijing im Westen ohne weitere
Beschäftigung mit dem chinesischen Denken nicht verständlich sind. Ich
empfehle dir ausdrücklich, deine Begabung im Umgang mit dem Tarot zu
vertiefen!

Das Ganze funktioniert in etwa so: Du stellst eine Frage zu einer
bestimmten Situation und ziehst (oder wirfst) mit Karten,
Schafgarbenstengeln oder Münzen eine mehr oder weniger zufällige
Kombination von Bildern/Symbolen. Diese Kombination ist der
"Orakelspruch", der je nach Orakel mehr oder weniger komplex ausfällt.
Eines haben alle gemeinsam: Es erhält stets Aussagen in Form von
Tendenzen, grobe Richtungen mit Einfärbungen in bestimmte
Themenbereiche, aber nie konkrete Aussagen.

Nun hast du auf der einen Seite die Frage/Situation, die es zu klären
gilt und auf der anderen Seite einen zufälligen Orakelspruch. Diese
musst du nun in Beziehung setzen. Dieses In-Beziehung-Setzen ruft in
99 Prozent aller Fälle einen unter Interpretationsdruck stehenden
Denkprozess hervor, der eine befriedigende Lösung enthalten kann, die
meistens überraschend genial aussieht, weil sie eben nicht allein aus
dir selbst entstanden zu sein scheint, sondern aus dem DIALOG zwischen
dir und den Karten. Und auf dem Rückweg ergeben die Karten wiederum
einen scheinbar noch tieferen Sinn, da sie a posteriori für die
Situation maßgeschneidert erscheinen!

Mit anderen Worten: Das Denken wird durch das Hinzufügen von
hochaktiven Symbolen - wie mit einem Katalysator in einem chemischen
Prozess - angeregt, die auf der Hand liegende Wahrheit und oder die
Lösung zu erkennen.

Daraus ergibt sich unter anderem, dass man niemals ernsthaft über die
Zukunft fragen kann, da diese aus einem solchen bewussten Zerrspiegel
nicht herauszulesen ist. Hierzu sind spirituellere Methoden notwendig
*hüstel*

Gute, alte, bewährte Systeme wie das Tarot oder das Yijing sind in
sich geschlossen und durch numerologische Logik schlüssig aufgebaut
und bringen fast immer Resultate, da sie so aspektreich sind. Ich
halte diese ganze Orakelei für einen sinnvollen Denkanstoß, sollte
aber nie das beratende Gespräch unter Freunden oder Newsgroup-Partnern
;-) ersetzen. Genauso nutze ich das Tarot alle paar Wochen, wenn ich
mich in einer problematischen Situation immer nur noch im Kreis
drehe --- und es funktioniert oft genug.

Viele Grüße,
Thomas


"Manfred Vogt" <cati...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cal2bu$8mu$06$1...@news.t-online.com...


> Hallo!
>
> Vor ca. einem Jahr kam ich an Tarot-Karten. Ich legte probeweise
erst

[...]

Hendrik Bohm

unread,
Jun 15, 2004, 12:23:39 PM6/15/04
to
Hi Manfred/Cati Vogt,

>Vor ca. einem Jahr kam ich an Tarot-Karten.

ich kam vor 20 Jahren an die Karten,


> Ich legte probeweise erst
>für mich, dann für eine Freundin, danach für die Freundin meiner
>Freundin usw.

Ja, das hatte ich damals auch gemacht...
Und immer wieder hat es gepasst !

Ich denke, das ist eine (durchaus notwendige) Phase der Begeisterung
und auch des Lernens !

Doch, irgendwann habe ich aufgehört, für andere Menschen die Karten zu
legen!
Selbst für mich, lege ich jetzt die Karten (aus Respekt vor ihnen) nur
noch sehr selten.


>erst Spaß oder Neugier war, entwickelt sich jetzt langsam, wie soll ich
>sagen, irgendwie selbständig.

Schön !


>Tue ich ja auch gerne, ich nehme
>auch kein Geld dafür (darum gehts mir auch sowieso nicht),

Du würdest auch Deine "Fähigkeit" verlieren und Dich Deiner Kundschaft
anpassen.

>Kann eigentlich Jeder die Karten legen?

Wer es von Grund auf erlernt ... , ja !

Mit welchem Deck hast Du angefangen (Rider&Waite; Leunberger)?
(Vor Jahrzehnten gab es nur 4-5 Decks, heute sind die esoterischen
Supermärkte voll davon.
Ich bevorzuge das Crowley-Deck (obwohl 4 Karten falsch interpretiert
(7 der Kelche, zB) sind; aber das kriegst Du nur raus, wenn Du Dich
auch mit der Kabbala beschäftigst.)

Mit fractalischen Grüssen * Hendrik *
--
In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich,
in der Praxis nicht.

Hubert Sellnar

unread,
Jun 16, 2004, 3:04:35 AM6/16/04
to

"Thomas Decker" <> schrieb >
Herrlich wie schön du das ausgedrückt hast :-)
Und genau das ist es was Jung daran erkannte die Beschäftigung mit dem
Orakel ob Karten oder I Ging bringt unser Gehirn dazu ein Problem von
anderen Gesichtspunkten aus zu betrachten und es gibt gewissermassen
denkanstöße und dadurch erscheint es uns als hätten es die Karten gewusst,
dabei kamen wir selbst auf die lösung des Problems.

Thomas Decker

unread,
Jun 16, 2004, 4:32:23 AM6/16/04
to

"Hubert Sellnar" <h.se...@chello.at> schrieb im Newsbeitrag
news:7iSzc.78166$vP.1...@news.chello.at...

> Herrlich wie schön du das ausgedrückt hast :-)

Manchmal hat man Glück und die Worte kommen wie von selber :-)
besonders, wenn man von einer Sache begeistert ist.

> Und genau das ist es was Jung daran erkannte die Beschäftigung mit
dem
> Orakel ob Karten oder I Ging bringt unser Gehirn dazu ein Problem
von
> anderen Gesichtspunkten aus zu betrachten und es gibt gewissermassen
> denkanstöße und dadurch erscheint es uns als hätten es die Karten
gewusst,
> dabei kamen wir selbst auf die lösung des Problems.

Yep, so sehe ich das auch, obwohl ich Jung - Asche auf mein Haupt -
gar nicht gelesen habe. Wer aus Angst vor den "esoterischen Inhalten"
vor dem orakelnden Gebrauch der Karten zurückschreckt, dem entgeht
etwas zutiefst Menschliches: Dies ist eine der wenigen Gelegenheiten,
beide Gehirnhälften gleichzeitig zu benutzen, und den Bauch auch noch!
Man wird sehen, dass dies eigentlich nur zum Erfolg führen kann.

Da fällt mir ein alter Witz ein:
A: "Bist du abergläubisch?"
B: "Nein, wieso?"
A: "Weil du da ein Hufeisen hängen hast!"
B: "Achso, abergläubisch bin ich nicht, aber das soll ja auch nützen,
wenn man nicht dran glaubt."

;-)

War wirklich schon alt, oder?

Gruß,
Thomas

Stefan

unread,
Jun 16, 2004, 1:54:00 PM6/16/04
to

"Manfred Vogt" <cati...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cal2bu$8mu$06$1...@news.t-online.com...

Hallo Cati!

Beginne ich doch mal am Schluss. Ich finde dass das Kartenlegen nicht scharf
zu trennen ist zwischen "Freizeitbeschäftigung" und "Ernst". Ich selbst lege
die Karten weil es mir 1. Spaß macht und 2. weil es eine wundervolle
Möglichkeit ist Hintergründe zu erhellen oder sich bei schweren
Entscheidungen einen gewissen "Rat" zu holen. Die letzte Entscheidung liegt
natürlich immer bei uns. Aber ich würde Deine Frage so beantworten: Benutze
die Karten sowohl zum Spaß als auch im Ernst. Solange Du Dir immer bewusst
bleibst, das Du die entgültige Entscheidung treffen musst, sind die Karten
eine tolle Möglichkeit.

Begabt oder nicht begabt.....Ich glaube, dass wir alle die "Gabe" haben um
Karten zu legen. Nur ist diese Gabe bei vielen Menschen nicht sehr gut
ausgebildet. Natürlich spielt auch die Einstellung eine große Rolle. Wenn
man sich für solche Dinge nicht öffnet, wird einem das Tor zum Unbewussten,
zur Intuition natürlich verschlossen bleiben. Aber bei Dir scheint es
geöffnet zu sein.

Im Endeffekt ist es natürlich ein "es macht mit mir" und kein "ich mache",
aber ist das so schlimm? Versuche den Mittelweg zu finden. Natürlich muss
man immer eine gewisse Portion Skepsis mit bringen. WEnn man alles das, was
man gerade möchte, in die Karten interpretiert, ist dem, für den Du legst
überhaupt nicht gefolfen.

Ich lege schon einige Jahre die Karten, und ich kann Dir daher nur
empfehlen: bleib am Ball. Es kann Dein Leben emens bereichern...wenn Du es
willst.

Liebe Grüße
Stefan


Stefan

unread,
Jun 17, 2004, 5:09:02 AM6/17/04
to
Hallo Hendrick,

ich habe zwei Fragen,die ich Dir gerne stellen würde:

1. Was genau sind denn die Fehlinterpretationen im Cowley Dech? Ich frage,
weil ich damit liebäugele mir dieses Deck zu kaufen. Im Moment benutze ich
das Raider W Deck,

2. Warum legtst Du die Karten aus Respekt vor ihnen nur noch selten? Findest
Du nicht das sie eine Hilfe im Leben sein können und von daher öfter
Anwendung finden könnten?

Würde mich freuen eine Antwort zu bekommen.

Liebe Grüße
Stefan


Caterina Vogt

unread,
Jun 20, 2004, 1:39:02 PM6/20/04
to
Stefan schrieb:

Caterina Vogt

unread,
Jun 20, 2004, 2:02:10 PM6/20/04
to
Stefan schrieb:

Hallo Stefan, hallo an alle anderen!

Also ich glaube ich verstehe um was es geht. Das Tarot ist im Grunde nur
eine Bestätigung oder eine Unterstützung für die Antworten, die ich im
Grunde schon selbst für mich (oder andere) gefunden habe, also es
antwortet im Grunde mein Unbewußtes. Das ist mir schon einleuchtend,
sowas hatte ich auch schon geahnt. Z.B. war vor kurzem eine mir vorher
unbekannte Frau da, die Rat in einer Beziehungsangelegenheit brauchte,
sie kann sich nicht zwischen 2 Beziehungen entscheiden, das Ganze war
recht kompliziert. Und ich mußte es mir ja auch erklären lassen, sonst
hätte ich ja keine eindeutige Frage ans Tarot stellen können. Aber
natürlich hat man ja für sich selbst schon aus dem Gespräch irgendwie
Partei ergriffen, es ist halt sehr stark aus dem Bauch heraus. Und siehe
da: Genau diese Meinung spiegelte die Antwort des Tarot wieder (also war
es ja mein "Unbewußtes" oder doch die des Tarot? Eigentlich wäre mir
eine Antwort der Karten lieber, BEVOR ich weiß worums geht, denn dann
wüßte ich ja das die Antwort die Karten geben, und nicht ich selbst.
Eigentlich eine etwas enttäuschende Erkenntnis, etwas Mystik hätte ich
nicht schlecht gefunden. Genau so funktioniert bestimmt ein Pendel, die
Antwort kann man ganz bestimmt beeinflussen. Irgendwie doch schade, aber
natürlich macht Kartenlegen ja auch trotzdem Spaß. Aber dieses
geheimnisumwitterte Mysterium ist halt doch jetzt ziemlich eine
nüchterne Angelegenheit(Keine übersinnlichen Kräfte am Werk!). Aber
natürlich bleibe ich am Ball, vielleicht lerne ich ja doch noch mehr
dazu, und vielleicht, wer weiß, gibt mir das Tarot ja doch noch mehr
Antworten, die ich ja noch nicht im Unterbewußten weiß?
Vielen Dank erstmal für eure Antworten!
Tschüss, Cati

Hendrik Bohm

unread,
Jun 22, 2004, 10:36:37 AM6/22/04
to
Hi Stefan,

>1. Was genau sind denn die Fehlinterpretationen im Cowley Deck?
Eine will ich Dir nennen.
zB die 7 der Kelche
Kabbalistisch gesehen ist das die "Venus im Wasser/Gefühlsbereich",
also eine (für mich) anmutende Karte, voller Eleganz und Schönheit.

Doch AC (er hat seine eigene Begründung) liess diese Karte mit
giftgrüner, kleckender Farbe zeichnen.
IMO eine Fehlinterpretation.



>Ich frage, weil ich damit liebäugele mir dieses Deck zu kaufen.

Ich finde es ein vorzügliches Deck und würde Dir dazu raten !
Beschäftige Dich dazu noch mit der Kabbala und dem Lebensbaum; dann
wirst Du selbst eine weitere Fehlinterpretation finden...
(Zu Zeiten von Levi war es üblich einen/mehrere "Fehler" in ein System
zu bauen; wer sich wirklich damit beschäftigt, wird ihn erkennen.)

>2. Warum legtst Du die Karten aus Respekt vor ihnen nur noch selten? Findest
>Du nicht das sie eine Hilfe im Leben sein können und von daher öfter
>Anwendung finden könnten?

a, weil es mir gut geht
b, weil ich alle Karten im Kopf habe und sie mir bildlich vorstellen
kann
c, weil ich mir mal ein kabbalistisches (am Lebensbaum orientiertes)
Deck selbst angefertigt/gezeichnet habe

>Würde mich freuen eine Antwort zu bekommen.

DAS GLUECKSRAD

Das Glück ist die Chance, die wir im Roulette des Lebens nutzen. Der
Risikobereite spielt mit Gelegenheiten und Gegebenheiten. Das
Glücksrad sieht Öffnungen und nutzt sie zum Vorteil. Das Glücksrad
kann alles vom Unglück in Glück verändern. Jupiterianisch ist das
Glücksrad ausdehnend, sehr wohl wissend, dass sich ausdehnen auch
riskieren bedeutet. Für das Glück ist es wichtiger, "das Spiel zu
spielen", als zu gewinnen oder verlieren.


NUMMER 10: Erinnerung, dass die Arbeit getan ist; neue Anfänge
resultieren aus Abschlüssen und Vollendungen

PLANET Jupiter: ausdehnend; sich weiter und aufwärts bewegend

ELEMENT Blitz: elektrisierende Gelegenheiten und Veränderungen

KABBALISTISCHER BUCHSTABE Kaph: "ergreifende Hand - will alles haben


CHARAKERISTIKA:
Glücksrad : gutes Schicksal
Gold: belohnt und gelingt mental/emotional/physisch/geistig
4 Tiere: die gewinnende Formel für Erfolg - Krokodil (Kreativität),
Affe (Flexibilität; nutzt aus dem Angebotenen den Vorteil), Schlange
(in der Lage, das Alte abzustreifen; nicht emotional verhaftet),
Sphinx (Stabilität und Selbstwahrnehmung, die von einem
abgesonderten, objektiven Standpunkt kommt)


HERRSCHAFTSBEREICHE:
Mental: offen-geistig; optimistisch
Emotional: kraftvoll; zentriert
Physisch: Hochs und Tiefs; Extremist - vom Fasten zur Gefrässigkeit;
unkontrolliert
Weltlich: unvorhergesehene Gelegenheiten; wandelt Unglück in Glück;
Spieler; risikobereit; Aufregung; Überfluss
Spirituell: zentriert inmitten sich ändernder Zustände; verbunden
mit Wachstum und Wandel; kennt die Gesetze des Gedeihens und des
Aufschwungs


>Liebe Grüße
>Stefan

Mit fractalischen Grüssen * Hendrik *
--

I haven't lost my mind -- it's backed up on tape somewhere.

Manfred Aubert

unread,
Jun 22, 2004, 10:56:05 AM6/22/04
to

Hei Hendrik,
hei alle!

Am Tue, 22 Jun 2004 16:36:37 +0200 schrieb Hendrik Bohm
<hendri...@sunsetsky.de>:

> Hi Stefan,
>
>> 1. Was genau sind denn die Fehlinterpretationen im Cowley Deck?
> Eine will ich Dir nennen.
> zB die 7 der Kelche
> Kabbalistisch gesehen ist das die "Venus im Wasser/Gefühlsbereich",
> also eine (für mich) anmutende Karte, voller Eleganz und Schönheit.
>
> Doch AC (er hat seine eigene Begründung) liess diese Karte mit
> giftgrüner, kleckender Farbe zeichnen.
> IMO eine Fehlinterpretation.

In einem Referat von Hajo Banzhaf ging dieser auch auf das Crowley-Tarot
ein und erklärte so einige Unterschiede zum "normalen" Deck.
Sehr gut wiedergegeben ist das - wie auch die weiteren Interpretationen -
im Buch von

Akron / Hajo Banzhaf
Der Crowley-Tarot
Das Handbuch zu den 78 Karten von Aleister Crowley und Frieda Harris
ISBN 3-442-21500-5

Wahrscheinlich ist dieses Buch mindestens einigen nicht unbekannt, aber
ich empfinde es auch als recht gut. Ansonsten habe ich hier als PDF-Datei
(4,2MB) das Buch von Angeles Arrien "Handbuch Crowley Tarot", aber da bin
ich noch nicht weiter eingestiegen.

--
Gruß,
Manfred.

Hendrik Bohm

unread,
Jun 22, 2004, 1:02:47 PM6/22/04
to
Hi Manfred,

>In einem Referat von Hajo Banzhaf ging dieser auch auf das Crowley-Tarot
>ein und erklärte so einige Unterschiede zum "normalen" Deck.

damals... habe ich mir ein Buch mit leeren Seiten gekauft.
Und zu jeder Karte mir die Essenz/Stichworte verschiedener Autoren
aufgeschrieben.
(Selten zeige ich dieses Buch voller Stolz.. :-) )

Heute würde ich empfehlen, sich mit einer Karte (am Rasier- oder
Pickelnachschau-Spiegel) in die "Befreiungs-/Meditations-Halle" zu
begeben und alle Assoziationen der diesbezüglichen Karte anschliessend
aufzuschreiben.
Somit entsteht ein _eigenes_ Tarot-Buch !
Wir wollen doch nicht an den alten/verstorbenen "Meistern" kleben
bleiben, sondern weiterentwickeln...
(Die Symbole werden uns zu ähnlichen Erfahrungen führen !)


Mit fractalischen Grüssen * Hendrik *
--

Glaubst Du an ein Leben vor dem Tod ?

Manfred Aubert

unread,
Jun 22, 2004, 1:39:35 PM6/22/04
to

Hei på deg, Hendrik!

Am Tue, 22 Jun 2004 19:02:47 +0200 schrieb Hendrik Bohm
<hendri...@sunsetsky.de>:

[ ... ]

> damals... habe ich mir ein Buch mit leeren Seiten gekauft.
> Und zu jeder Karte mir die Essenz/Stichworte verschiedener Autoren
> aufgeschrieben.
> (Selten zeige ich dieses Buch voller Stolz.. :-) )

Sehr gute Methode, sich Inhalte zu verinnerlichen.
Trotzdem denke ich manchmal, man muß das Rad ja nicht zum 2. Mal erfinden
und hole mir gern auch Impulse bei "den alten Meistern".

[ ... ]

> (Die Symbole werden uns zu ähnlichen Erfahrungen führen !)

Das stimmt schon. Interessant ist für mich aber auch, daß auch C.G.Jung
seinen Senf dazu gegeben hat im Zusammenhang mit dem Menschen und seinen
Symbolen. Danach sind wir ja über das "kollektive Unbewußte" alle
miteinander verbunden. So, wie ein sensitiver Krankenpflerger imstande
ist, über die Berührung eines Patienten, der sich bezüglich seiner
Symptome nicht äußern kann (es gab Versuche mit geistig Behinderten), eine
Diagnose zu stellen, so ist es auch möglich, zB übers Telefon auch für
einen anderen Karten zu legen und zu interpretieren. Wenn man das ein paar
Mal erfahren hat, kann man sich nur noch ehrfürchtig verneigen vor dem was
ist - ob wir das nun Gott nennen oder anders.

Ich bin überzeugt davon, daß die (wirkliche) Realität des Einzelnen da
aufhört, wo seine Vorstellungskraft zuende ist! :-)

--
Gruß,
Manfred.

Hendrik Bohm

unread,
Jun 22, 2004, 4:54:37 PM6/22/04
to
Manfred,

>> (Selten zeige ich dieses Buch voller Stolz.. :-) )
>Sehr gute Methode, sich Inhalte zu verinnerlichen.

ja, war damals so, und ich habe durch Aufschreiben gelernt.

>Trotzdem denke ich manchmal, man muß das Rad ja nicht zum 2. Mal erfinden
>und hole mir gern auch Impulse bei "den alten Meistern".

Nun, ich empfinde es gut, wenn der "Schüler" besser ist !

>[ ... ]
>Es stimmt schon. Interessant ist für mich aber auch, daß auch C.G.Jung

>seinen Senf dazu gegeben hat im Zusammenhang mit dem Menschen und seinen
>Symbolen.

"Der Mensch..."
Standardwerk; hast Du die Texte über Al(l)chmie gelesen .?.

>miteinander verbunden.
Si

> so ist es auch möglich, zB übers Telefon auch für
>einen anderen Karten zu legen und zu interpretieren.

Wozu brauche ich ein Telefon ?
(Wenn ich das will, geschieht es direkt !
Du weisst es.
Aber ich glaube nicht, in dieser NG....)


>Ich bin überzeugt davon, daß die (wirkliche) Realität des Einzelnen da
>aufhört, wo seine Vorstellungskraft zuende ist! :-)

Daher empfehlen wir nicht Togal, sondern die _eigenverantwortliche_
Ausbildung der "Vorstellungs-Fähigkeit" !


Mit fractalischen Grüssen * Hendrik *
--

Der einzige gangbare und lebenswerte Weg, ist der _Weg mit Herz_.
(Don Juan)

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