Holly
Am 04.10.02 schriebst du:
> ....soll es gegeben haben. Geraet hatte eine grüne Taste u. damit
> sollte man Radio-Luxemburg auf Kurzwelle quarzstabil emfangen
> koennen. Hat man mich verulkt, oder gab es sowas wirklich ?
Naja. Kaufe dir einen guten PLL Kurzwellenempfänger, mit dem kannst
du dann quarzstabil eine Stationstaste belegen und hast auf
Tastendruck deinen eingestellten Sender. Ist doch nichts neues...
Übrigens: Stationstasten sind wirklich nicht neu, vor einiger Zeit
hatte ich ein altes Blaupunkt Autoradio, welches noch mit
Germaniumtransistoren aufgebaut war und ein Batteriefach besaß in
den Händen (Ich schätze so Baujahr 1965). Das hatte auch schon
Stationstasten, da gab es allerdings noch keine Quarze im Radio, da
wurde die Sendestation "mechanisch" gespeichert....
Mit freundlichen Gruessen
Juergen Bors
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Also Zweifel hätte ich da schon. Kurzwelle Luxemburg war doch in den
50er und 60er Jahren gefragt. Da gab es aber noch keine
Quarzstabilisatoren.
--
Ciao, Gerd
Hier steht die Satelliten FAQ sowie:
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Bitte? Also Quarze gab es schon in den 30er und 40er Jahren des vorigen
Jahrhunderts. Viele Wehrmachtsgeräte im 2. Weltkrieg waren schon mit Quarzen
ausgerüstet.
Radios mit Luxemburg-Taste gab es tatsächlich. Telefunken baute z.B. so
eins, es hatte eine grüne RTL-Taste. Der Empfangsoszillator lief dann auch
tatsächlich mit einem Quarz, 6,550 MHz hatte er. Minus ZF von 460 kHz ergab
das die Empfangsfrequenz von Radio Luxemburg von 6090 kHz. Ich habe sogar
solch einen Quarz noch in meiner Bastelkiste.
Gruß,
Manfred
P.S. Hab grad mal nachgeschaut und sogar noch ein Schaltbild von dem Radio
gefunden. Es handelt sich um den 'Telefunken bajazzo TS 401'
Doch - siehe Posting von Manfred Hartmann. Auch ich müßte eigentlich
noch so einen Quarz rumfliegen haben ...
Ciao,
Reinhard
Stationstaste mit quarz? Bei der pfennigfuchserei der industrei
würds mich schon wundern.
Welches gerät soll denn das gewesen sein?
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schüss, horst-dieter
Danke fuer den Hinweis ! Das hat mich wirklich interessiert !
m.f.G. Holly
Natürlich meinte ich Quarze in handelsüblichen Radios, tschuldigunggg
Es gab Radios mit Kanalbequarzung
Es sollten bereits Volksempfänger in dieser Art und Weise gebaut werden doch
die Quarzzüchtung ist aufwändig und langwierig man brauchte die Quarze für
andere Zwecke.
Später gaben Missionare (noch zu Röhrenzeiten) Radios mit Festbequarzung
aus.
Mit dem billigen Transistor kamen in den damaligen Schwellenländern diese
sogenannten Missionsradios auch mit Festfrequenzen.
Das ist immer der Fall wenn der Bürger der Zielgruppe nur einen Sender hören
sollte.
Bedienung im allgemeinen einschalten und nachregeln.
Dann gab es Senderspeicher mit Preostaten und mechanischen Speichern,
bereits vor dem Krieg wurden die ersten deutschen Empfänger (Heim und auch
KFZ) mit automatischem Sendersuchlauf in Berlin auf der Messe vorgestellt.
Die Elektronik des Sendersuchlaufs fand ihre Verwendung später in einem
deutschen Funkgerät mit automatischen Antennentuner.
Die Russen haben das Gerät fast 1:1 übernommen.
Quarze
Quarze sind bereits seit den frühen 30ern (in manchen Bereichen
(Wissenschaft) noch früher) allgemein bekannt waren aber immer sehr teuer
erst mit der Quarzzucht kam aber der Durchbruch.
Ich besitze ein Funkgerät aus den 30ern mit Quarzbestückung leider ohne die
zugehörige Quarzmappe.
Heute ist ein Standart-Quarz ausreichend guter Qualität für 1Euro
Verkaufspreis herzustellen.
Massen-Quarze die nicht genau sein müssen (Taktfrequenzquarze zb im PC oder
im Oszilator des PCs) sind billiger.
Quarze können gezüchtet werden indem man einen Druck und Temperaturfesten
zylindischen Behälter mit Wasser, Natriumcarbonat und Quarzsand bzw feinem
Quarzbruch(zerkleinerter Quarzit - weiser Kieselstein) füllt und von unten
gut aufheizt, der Quarz wächst dann sehr langsam vom Keimträger im oberen
kühleren Teil es Behälters nach unten. Das ist eine Angelegenheit die
länger dauert und heute meist in Ländern durchgeführt wird in denen Strom
nicht viel kostet. Also in den Ländern in denen auch Aluminium hergestellt
wird, Länder mit Wasserkraft oder viel Nuklearenergie.
>
> Die Elektronik des Sendersuchlaufs fand ihre Verwendung später in einem
> deutschen Funkgerät mit automatischen Antennentuner.
> Die Russen haben das Gerät fast 1:1 übernommen.
Hast du den typ des funkgerätes grad präsent?
schüss, horst-dieter
ich erinnere mich genau an ein größeres Kofferradio damals, von meiner
Oma. Es war ein ITT Schaub Lorenz mit Radio Luxemburg-Taste, soweit
ich noch weiss. Betrieb mit Netzteil oder 6 Mono-Zellen.
Es war keine Quarz-Abstimmung, sondern man musste es selbst tun: Ein
kleines Loch war in der Plexiglas-Skala. Mit einem
RTL-Plastik-Fähnchen (mit Schraubendreher) - das Ding ging aber
alsbald verloren! - musste man es manuell auf den Sender genau
abstimmen. Per Poti oder so.
Ciao und viele Grüße
Thomas
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<
Am 04.10.02, 22:49:13, schrieb "Holger Beyer" <holger...@t-online.de>
zum Thema Radio mit Luxemburg-Taste: