Als Pfandflasche fuers Stadion und Openairkonzert,damit man sich nicht
verletzt.
Was ist Eure Meinung ?
Fred
Für unterwegs ist´s das Richtige. Aber sonst gehört Bier in Glas. Ich denke
schon aus Tradition.
Der Markt mit PET wächst und wird kaum aufzuhalten sein.
Mehr Infos unter www.bierclub.de
Prost
Jan
Für diesen Zweck mag es ja passend sein. Aber auf Konzerten wird Bier eh
frischgezapft in Plastikbechern aus thermoplastischen Polyethylen
ausgeschenkt.
Mir würde Bier aus PET-Flaschen nicht schmecken. Meiner Meinung nach, wird
sich das System zwar bei vielen Getränken durchsetzen durchsetzen, bei Bier
aber nicht.
Mfg
jack...
Meingott, wir haben dich freien Markt. Hauptsach, ich krieg auch Gezapftes oder
Glasflaschen (mal vom Stadion abgesehen).
Matthias
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Achim
Es ist längst bekannt, daß Bier ein sehr empfindliches Getränk ist. So kann der
Geschmack, die Frische, die
Kohlensäure bei falscher Behandlung sehr stark leiden bzw. entweichen. Diese
Probleme treffen alle auf Bier
in PET-Flaschen zu. Denn Kuststoff ist nicht innert, das heißt, von aussen können
Stoffe in das Bier eindringen
und von innen gehen wichtige Inhaltsstoffe verloren. Das MHD
(Mindesthaltbarkeitsdatum) ist deshalb auch
wesentlich kürzer als bei Glasflaschen. Und ein Receycling der PET-Einwegflaschen
ist ebenfalls nicht
möglich.
Modern ist eben nicht immer der richtige weg, auch wenn die Brauer auf mehr PET-
Trinker hoffen.
ronaldo meyer schrieb:
>
> PET-Flaschen und Bier-frisch und rein?
>
> Es ist längst bekannt, daß Bier ein sehr empfindliches Getränk ist. So kann der
> Geschmack, die Frische, die
> Kohlensäure bei falscher Behandlung sehr stark leiden bzw. entweichen. Diese
> Probleme treffen alle auf Bier
> in PET-Flaschen zu. Denn Kuststoff ist nicht innert, das heißt, von aussen können
> Stoffe in das Bier eindringen
> und von innen gehen wichtige Inhaltsstoffe verloren. Das MHD
> (Mindesthaltbarkeitsdatum) ist deshalb auch
> wesentlich kürzer als bei Glasflaschen. Und ein Receycling der PET-Einwegflaschen
> ist ebenfalls nicht
> möglich.
>
> Modern ist eben nicht immer der richtige weg, auch wenn die Brauer auf mehr PET-
> Trinker hoffen.
>
> --
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Aus der Süddeutschen Zeitung von Gestern gib es einen Artikel zur
"Verbesserung" der PET Flasche:
> Gepanzerter Kunststoff
> Physiker und Chemiker machen PET-Flaschen dichter
>
> Die Flasche geht nicht kaputt, wenn sie zu Boden fällt. Sie ist leichter als Glas: Durstige müssen weniger schleppen, Lieferanten können mehr
> Getränk auf ihre Transporter laden.Sie lässt sich ebenso gut einem Pfandsystem unterwerfen wie Glas. Und sie ist vielseitig formbar – sehr zur
> Freude von Brauereien, die mit abenteuerlich gestalteten Bierflaschen größere Aufmerksamkeit auf ihren Gerstensaft ziehen wollen.
>
> Eine nette Bilanz – wenn es nicht einen Makel gäbe: Das Material namens PET (Polyethylenterephthalat), aus dem die Flasche geformt wird, ist
> mikroskopisch porös. PET ist für Gase wie ein Tontopf für Wasser. Kohlendioxid kann aus der Plastikflasche um ein Vielfaches schneller
> entweichen als aus einem Glasbehälter. Die Folge: Laffe Brühe statt blubbernder Erfrischung, wenn die Flasche zu lange im Regal stand. Und
> auch für Sauerstoff ist die PET-Molekülstruktur kein ernst zu nehmendes Hindernis. Dieses Gas kann durch die Wände in die Flasche
> eindringen und den Geschmack des enthaltenen Getränks trüben; gerade für Bier und Milchgetränke ein Problem.
>
> Ein Sandkorn pro Eimer
>
> Bisher hat sich die Getränkebranche mit Tricks beholfen, und etwa mehr Kohlendioxid in die Flaschen gepresst, damit auch nach längerer
> Lagerung noch was übrig bleibt. Doch nun haben Chemiker und Physiker – finanziert vom Getränke-Multi Coca-Cola – Verfahren entwickelt, um
> das Plastik abzudichten. Mit einer Anleihe bei der Plasmatechnik hat etwa der Essener Physiker Horst Ehrich die Außenwand von
> PET-Flaschen mit einer hauchdünnen Glasschicht überzogen. „Unsere Schicht ist ungeheuer dünn: 50 Nanometer, gerade einmal 150
> Atomlagen“, sagt Ehrich. „Dennoch erhöht die dünne Glasschicht die Dichtigkeit bedeutend, denn Glas hat eine viel dichtere Molekularstruktur
> als PET.“
>
> 150 Atomlagen: Das ist so dünn, dass sich die verglaste Plastikflasche knicken und biegen, aufpusten und zu Boden schleudern lässt, ohne
> dass ihr etwas passiert. Vom Gewicht her entspricht es einem Sandkorn in einem ganzen Eimer PET. Hergestellt wird die neue Flasche in
> einem rund 10 000 Grad heißen Plasma, in dem Silizium- und Sauerstoffatome all ihre Elektronen abgestreift haben. Die Atome krachen dann
> mit hohem Tempo auf die Kunststoffoberfläche und setzen sich dort erst zu Glas zusammen und bilden offenbar sogar eine chemische Bindung
> zur Flaschenwand aus.
>
> Die Plasmatechnik, die Ehrich angewandt hat, ist eigentlich ein alter Hut: Die außergewöhnlich gleichmäßigen, extrem dünnen Schichten, die
> sich damit erzeugen lassen, haben sich etwa in der Chip-Produktion bewährt. Auf ähnliche Weise wurde auch das Kunstfasergewebe, mit dem
> der Künstler Christo den Reichstag verhüllte, mit einer dünnen Aluminiumschicht versehen.
>
> Glas plus Kunststoff
>
> Auch auf die Idee mit der Rundumverglasung ist Ehrich nicht als erster gekommen: Es hat auch früher schon Versuche gegeben, die Vorteile
> von Glas und PET miteinander zu verbinden. Bislang war aber nicht sicher, ob sich die bisherigen Verfahren kommerzialisieren lassen.
>
> Auch Getränkeflaschen, die mit Plasmatechnik dicht gemacht werden, gibt es schon – zum Beispiel versehen mit einem hauchdünnen
> Carbid-Innenpanzer, der entsteht, wenn man das Gas Acetylen in ein Plasma überführt. Der – leider braune – Carbidpanzer macht die Flaschen
> sieben Mal dichter gegen Kohlendioxid als unbehandeltes PET.
>
> Doch Ehrich ist es offenbar als Erstem gelungen, eine klare Schutzschicht per Plasmatechnik auf die Flasche zu bringen. Er kann zwar auch
> nicht ausschließen, dass das Glas nicht irgendwann abblättert. Aber zumindest die Frage nach der Wirtschaftlichkeit muss sich Ehrich schon
> nicht mehr stellen: Demnächst wird sein Sponsor Coca Cola in Dorsten eine Anlage in Betrieb nehmen, die stündlich 20 000 PET-Flaschen mit
> Plasmatechnik glasversiegelt.
>
> Ehrich forscht immerhin schon seit 1993 an seiner biegsamen Gasbremse. Die neueste Idee kommt aber womöglich aus dem Mutterland der
> Cola: Dort hat der Chemiker Tim Long von der Virginia Tech Universität eine interessante PET-Variante vorgestellt: Sie enthält Moleküle, die
> im Kunststoff auskristallisieren. Die kristallinen Bereiche sind so dicht, dass sie kaum Gas passieren lassen. Damit wäre das
> Dichtigkeitsproblem praktisch von innen gelöst – und der Kunststoff PET endlich ein „richtiger“ Ersatz für Glas. Long wird übrigens auch von
> Coca- Cola gefördert.
Die Entwicklung geht also weiter.
Have Fun
Wolfgang
Frederico Kreth d Orey <fk32...@rcs.urz.tu-dresden.de> schrieb in im
Newsbeitrag:
Pine.OSF.3.95.100072...@rcs12.urz.tu-dresden.de...
>
wenn ich mir anschaue, was heute alles in PET-Flaschen an-
geboten wird, kriege ich ne mittelschwere Krise!!!
Nimm doch nur mal Cola, früher war die in einer handels-
übliche Glasflasche!
Gut, du kriegst den Schrott nur schwer kaputt, dafür ist das
aber auch ein Stilbruch ohne Gleichen!
Fakt ist, dass ich mein Bier nur aus einer waschechten Glas-
flasche trinken möchte und nicht aus so einer komischen Plastikflasche.
Jan
> Nimm doch nur mal Cola, früher war die in einer handels-
> übliche Glasflasche!
> Gut, du kriegst den Schrott nur schwer kaputt, dafür ist das
> aber auch ein Stilbruch ohne Gleichen!
> Fakt ist, dass ich mein Bier nur aus einer waschechten Glas-
> flasche trinken möchte und nicht aus so einer komischen Plastikflasche.
Ich finde dass PET Flaschen ein größeres Problem mit der Kohlensaeure
haben als Glasflaschen. Wenn ich daran denke wie schnell aus manchen PET
Flaschen die Kohlensaure verscheindet, und das dann auf Bier ummünze, dann
kann ich es mir garnicht vorstellen Bier aus ner PET Flasche zu trinken.
Aber da ja bekanntlich die Nachfrage das Angebot regelt, denke (und hoffe
ich) dass uns die guten alten Glasflaschen noch lange erhalten bleiben.