Stadt beim Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ ausgezeichnet
(18.9.2009) Die Landeshauptstadt München hat den 2. Preis im
bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2009” gewonnen
und wurde somit ausgezeichnet „für vorbildliche und innovative
Aktivitäten zur Stärkung des Fairen Handels”. Die Stadt München gewann
ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro, zweckgebunden für Ausgaben des
fairen Handels.
Stadtrat Dr. Reinhard Bauer nahm in Vertretung des Oberbürgermeisters
bei der Preisverleihung im Maxhaus in Düsseldorf den Preis von der
Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für
wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Karin Kortmann,
entgegen.
München habe es trotz Rückschlägen und Risiken geschafft, dem
Themenfeld des fairen Handel(n)s eine strategische Ausrichtung zu
geben, die bundesweit Vorbild sei und immer noch neue Nachahmer finde,
sagte Kortmann in ihrer Laudatio.
München habe wesentlich dazu beigetragen, dass auch in Deutschland im
Vergaberecht soziale Kriterien eine Möglichkeit hätten und öffentliche
Ausschreibungen global gerechter werden könnten.
Die vorgelegte Münchner Strategie – das gemeinsame und wechselseitige
Agieren von Kommune und Zivilgesellschaft mit zahlreichen direkt dem
fairen Handel zugeordneten Projekten, der Einsatz gegen
ausbeuterische Kinderarbeit sowie die großartige Vernetzungsarbeit – seien beispielhaft für eine Großstadt.
Das langjährige auch überregional anerkannte Engagement mit
Vorbildwirkung, die kontinuierliche und gute Bildungs- und
Öffentlichkeitsarbeit ergänzt durch neue, innovative „Marktplätze” und
Zielgruppen – Tradition und Innovation – das seien die tragenden Säulen
der Münchner Strategie.
In der Bewerbung wurde als aktueller Erfolg beispielsweise das Umstellen des
Tollwood-Festivals
auf Fair-Handels-Produkte genannt. Tollwood – Sommer wie Winter mit
jeweils einer Million Besucher das größte Kulturfestival Europas –
hatte bereits zum Tollwood-Sommerfestival 2009 die Vorgabe für jeden
Stand gegeben, mindestens 25 Prozent der Produkte mit
Fair-Trade-Kriterien zu verkaufen. In einem Stufenplan sollen es in ein
paar Jahren 100 Prozent sein.
Insgesamt konnte in den letzten beiden Jahren eine Steigerung von zirka
50 Prozent an Fair-Trade-Produkten erreicht werden. Der Umsatz an fair
gehandelten Blumen konnte gar um zirka 100 Prozent gesteigert werden.
Es wurden 20 Tonnen Bio-Fair-München-Kaffee verkauft.
Stadtrat Dr. Reinhard Bauer versprach bei der Preisverleihung,
dass der Preis Ansporn für weitere Aktivitäten sei und das Preisgeld
sinnvoll in innovative und faire Projekte angelegt werde.
Auch Bürgermeister Hep Monatzeder, seit Jahren Initiator für die
Münchner Aktivitäten zum fairen Handel, freute sich über den Preis.
„Es
ist für uns eine Auszeichnung für das langjährige Engagement der Stadt
im Themenfeld fairer Handel, faire Beschaffung und nachhaltiger Konsum.
Nicht zuletzt aufgrund des Münchner Engagements wurde dieses Jahr von
Bundestag und Bundesrat eine Reform des Vergaberechts beschlossen. Das
freut mich genauso wie die Tatsache, dass über 150 Kommunen dem
Münchner Weg, keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu
kaufen, gefolgt sind.
Ich danke auch den Münchner Eine-Welt-Gruppen, dem Nord-Süd-Forum, die
zu unseren Früchten mit ihrer permamenten Öffentlichkeitsarbeit
wesentlich beigetragen haben. Diese Erfolge geben uns Rückenwind für
die Zukunft unseren Weg unbeirrbar weiter zu verfolgen.”
Den Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels organisiert die
Servicestelle der Kommunen der Einen Welt, die bei InWEnt -
Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH angesiedelt ist und
wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und
Zusammenarbeit (BMZ) gefördert wird.
*Achtung Redaktionen:*
Ein Foto von Staatsekretärin Karin Kortmann mit der Münchner Delegation
kann unter der Telefonnummer 2 33-9 24 75 abgerufen werden.
Im Wiki
http://zbb.wikispaces.com/Hauptstadt+Fairer+Handel Im Auftrag von
Heinz
Schulze
Referat
für Gesundheit und Umwelt
Büro der Referatsleitung
Agenda21 - Eine Welt - Koordination
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http://www.xing.com/go/invite/3271921.380f78"Ich bestehe nie darauf, daß etwas so und so sein müßte. Was soll das?
Ich kann nur sagen, daß oft dort ein großer Widerstand ist, wo die besten Sachen liegen.
Gehe hindurch, vielleicht findest du etwas. Es ist immer so." George Tabori
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