Zum Thema Schwule und Lesben sowie Sodomie - Kirchenlehrerin Hildgard v. Bingen

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Jun 27, 2015, 9:25:53 AM6/27/15
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Wort Gottes an die

Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen

zum Thema Schwule, Lesben, Sodomie, Ehebruch....

 

 

Von der Verletzung des Keuschheitsgelübdes

 

87. In großer Höhe dieser Luftschicht gewahrte ich nun, wie ein Hagel mit Feuer und Kälte durchmischt hernieder prasselte. In diesen Höhen befanden sich die Seelen jener, die während ihres leiblichen Daseins Gott ein keusches Leben gelobt hatten, um dieses Gelübde zu brechen. Sie stürzten aus diese Höhe hinunter und wurden gleichsam vom Winde wieder hinauf gejagt, wobei sie von einer gewissen Fessel dieser Finsternis so eingewickelt waren, daß sie sich nicht mehr bewegen konnten, vielmehr dieser Hagel aus Feuer und Kälte nur so über sie hereinbrach. Die bösen Geister machten ihnen dabei Vorhaltungen, indem sie höhnten: „Was soll das schon für ein Gelübde sein, das ihr gelobt und nun schmählich gebrochen habt!“ Wegen des Gelöbnisses der Keuschheit nämlich, das sie nicht eingehalten, fielen sie aus dieser Höhe. Wegen der Vergeßlichkeit aber, in der sie sich nicht mehr an ihren Schwur erinnern wollten, wo sie doch freiwillig gefehlt hatten, lagen sie gefesselt in diesen Finsternissen. Und wegen der Begehrlichkeit des Fleisches, die sie der Liebe zu Gott vorgezogen hatten, mußten sie nun diesen Hagel aus Feuer und Kälte aushalten.

 

 

Von der widernatürlichen Unzucht

 

88. Ferner erblickte ich einen breiten und tiefen Sumpf ganz voll von scheußlichem Kot, in dem sich die Seelen jener wälzten, die während ihrer Erdenzeit die menschliche Natur sowohl an ihrer eigenen Art, sie es an Männern oder Frauen, wie auch in widernatürlicher Unzucht verkehrt hatten. Diese bösen Geister aber schütteten feuriges Wasser über sie aus und zwangen sie mit feurigen Gabeln, sich in diesem Kot zu verstecken. Weil sie nämlich die menschliche Natur sowohl bei sich, wie auch mit anderen unzüchtig erniedrigt hatten, wurden sie von diesem Kot besudelt. Weil sie dies in der Glut ihrer gefährlichen Leidenschaft vollbracht hatten, überschütteten die bösen Geister sie mit dem feurigen Wasser. Und weil sie  bei solchem Laster jede menschliche Scham abgelegt hatten, wurden sie von den Geistern mit feurigen  Gabeln in diesen Kothaufen zurück gestoßen.

 

 

Von den Strafen jener, die mit dem Vieh unzüchtig verkehrt hatten

 

89. Auch sah ich, wie die bösen Geister die Seelen jener, die unzüchtig mit dem Vieh geschlechtlich verkehrt hatten, mit feurigen Stacheln und spitzen Dornen zwangen, hierhin und dorthin zu eilen, um den feurigen Geißelungen zu entgehen.  Selbst die Tiere machten ihnen dabei Vorwürfe. Wegen des unmenschlichen Geschlechtsverkehrs wurden sie mit diesen feurigen Spitzen gequält. Wegen der widernatürlichen Leidenschaft bei diesem Verkehr, hatten sie feurige Geißelungen auszuhalten. Und weil sie nicht einmal bedacht hatten, was sie da taten, mußten sie jetzt die Vorwürfe über diese Sünde anhören. Und ich sah und verstand dies.

 

 

Von der Buße der Wollüstigen

 

90. Aus dem lebendigen Licht höre ich wiederum die Stimme zu mir sprechen: Das, was du siehst, ist wahr, und es ist so, wie du es siehst, ja noch viel schlimmer. Daher sollen sich die Menschen, welche die Geister, die ihnen die Wollust der Unzucht eingeredet haben, überwinden möchten, und die ihren Strafen entfliehen wollen, mit Fasten und Geißelungen züchtigen. Sie sollen mit lautersten Gebeten gegen ihr Fleisch angehen, damit sie dieses auf solche Weise dem guten Sehnen des Geistes unterwerfen.

 

 

Vom Laster der Unzucht

 

91. Die Unzucht gleicht jenem äußerst gefährlichen Natternzeug, das schleichend täuscht uns so in sich die Boshaftigkeit des Teufels trägt, der tötet und die Gerechtigkeit verläßt. Daher sollen die Menschen, welche die Wollust voller Unzucht lieben und die rechtmäßigen Einrichtungen hintansetzen, ihre Seelen und Leiber derart töten, wie dies ein wildes Tier tut, das ein anderes als faulendes Kadaver zurück läßt.

 

 

Über die Unzucht mit Hilfe von Kunstgriffen

 

92. Die aber durch schlimme Kunststücke im unreinen Bund des Geschlechtsaktes Verkehr miteinander haben, sind nicht wert, sich in rechtmäßiger Verbindung zu ehelichen, da sie, verführt durch götzendienerische Künste, bereits vorher miteinander verkehrten.

 

 

Von der Strafe für den Ehebruch

 

93. Menschen, die sich durch den Ehebruch entehrt haben und damit die rechtmäßige Geschlechtsvereinigung, die Gott selbst verbunden hat, in leichtfertiger Übertretung zerrissen haben, sollen sich, falls sie den Strafen für dieses Vergehen entrinnen wollen, ein rauhes Gewand anziehen und sich mit schärfstem Fasten und mit Geißelhieben nach Vorschrift des Seelenführers züchtigen.

 

 

Von der Schuld im Ehebruch

 

94. Dieses Vergehen bedeutet eine außerordentliche Liederlichkeit und ist für beide Teile unzulässig und nicht zu entschuldigen. Da Gott nämlich den ersten Menschen bildete, führte Er das Weib aus seiner Seite heraus. So sind die beiden ein Fleisch geworden. Von Gottes Geschenk durchdrungen, sollten sie in einer einzigen Liebe leben. Daher verlieren die Menschen, die durch den rechtmäßigen Ehebund vereinigt und durch Vertrag einer so ehrwürdigen Autorität geheiligt wurden,  die Kraft ihrer Stärke, wenn sie später diesen Vertrag verletzen und sich einem anderen in die Arme werfen sollten. In ihrer eigentlichen Stärke werden sie abgeschwächt, so wie Samson seine Manneskraft verlor, als sein Weib ihn betrog. Hals über Kopf hat er sich in die Katastrophe gestürzt, wie er sich auch selber den Tod gab.

 

 

Die Buße für die gefallenen Jungfrauen

 

95. Die aber das Gelübde der Keuschheit zerreißen und die Reinheit, die sie Gott gelobt haben, nicht einhalten, sollen, um die Strafe für dieses Vergehen zu lindern, falls sie gottgeweihte Jungfrauen waren, den Schleier der Jungfräulichkeit ablegen und von ihrem Seelenführer den Witwenschleier annehmen. Alsdann sollen sie sich genauso wie jene, die Gott das Gelöbnis  der Witwenschaft gaben, dieses aber in der Glut ihrer Leidenschaft verletzten, mit einem rauen Gewand wie auch durch Fasten und Züchtigungen strafen, um mit gebeugtem Knie und im Gebete die Gnade Gottes wiederzuerlangen.

 

 

 

Wer das Gelübde bricht, gleicht einem Heiden

 

96. Wer sich Gott angelobt hat, um Ihn hinter dem Rücken zu verachten, und sich so der Welt, die er bereits verlassen hatte, wieder in die Arme wirft, der gleicht einem Heiden, der Götzenbilder und nicht Gott anbetet, weil er den eigenen Willen für Gott hält. Er macht es wie Pharao, der das Volk Gottes, das er entlassen hatte, verfolgte, um es zu fangen, und der dafür im Roten Meer versenkt wurde. Genauso wird jener, der seinen Eigenwillen, den er Gott zu Liebe verlassen hatte, von neuem wieder an sich zieht, in den grausamen Tod versenkt. Denn wie das Leben im alten Gesetz nicht bestehen konnte, so könnte sich auch ein solcher bei diesem Vergehen nicht das Leben verdienen.

 

 

Die Strafe für die widernatürliche Unzucht

 

97. Wer aber in widernatürlicher Unzucht, sei es bei Männern oder bei Frauen, die rechte Natur des Menschen herabgewürdigt hat, der soll sich, falls er in Reue die Strafen jener Schuld von sich wenden will, mit einem Bußgewand bei Fasten und Geißelungen züchtigen, und er soll sich mit gebeugtem Knie in innigstem Gebete Gott wieder angenehm machen.

 

 

 

Nochmals von der widernatürlichen Unzucht

 

98. Diese Sünde ist schändlich und ruchlos. Sie erhebt sich im Menschen durch die Kunst des Teufels, wie auch bei Falle Adams der Tod in den Menschen eintrat, als er sich von Gott zurückzog. Gott hat ja den Menschen zu großer Ehre und zu einem ruhmreichen Namen geschaffen; aber die Schlange hat ihn getäuscht. Der Mensch nahm ihren Rat an, und so verlor er die Kenntnis der Sprachen aller Lebewesen, die sie mit ihrem tönenden Hauch hervorbringen. Diese Sünde macht die Kraft des Teufels im Herzen aus. Daher überredet er die  Menschen, daß sie die natürliche Gewohnheit in tierische Verhaltensweisen verkehren und solche Schändlichkeit miteinander treiben. Wegen des Urhasses nämlich, den der Teufel auf die Fruchtbarkeit des Weibes hatte, verfolgt er diese nun, daß es keine Frucht mehr hervorbringe. Daher hat er es ganz gern, wenn die Menschen den Geschlechtsverkehr auf widernatürliche Weise ausüben. Weil Gott aber wollte, daß das menschliche Geschlecht aus der Frau hervorginge, ist es ein außerordentliches Verbrechen, daß der Mensch seinen Samen bei der Ausführung dieses Vergehens zu ungeordneter Vermischung ergießt.

 

 

Von der Sodomie

 

99. Menschen, die mit Tieren geschlechtlich verkehren, so daß sie die herrliche Natur des Menschen solch schimpflicher Schändlichkeit unterwerfen, die dann später aber zur Besinnung über diese ruchlose Verfehlung kommen, sollen sich für diese Schuld einer Züchtigung unterziehen, indem sie sich mit strengstem Fasten und mit härtesten Rutenschlägen züchtigen.  Auch sollen sie jene Art des Viehs, mit der sie gesündigt habenhinfort meiden, damit sie in ihrer Bußgesinnung dem Teufel ein Ärgernis geben.

 

 

Noch einmal von der Sodomie

 

100. Ein Mensch, der mit Tieren Unzucht treibt, handelt so wie einer, der ein irdenes Gefäß herstellt, um dann zu behaupten, das sein nun sein Gott. Und so fügt er Gott Schmach zu, weil er die vernünftige Natur mit einer unvernünftigen und widersprüchlichen  Art verbindet. Ein solcher Mensch gleiche einem harten, kalten Stein, weil das schon eine außerordentliche Verhärtung bedeutet, wenn ein Mensch sich derart verhärtet, daß er vergißt, zu welcher Ehre er geschaffen wurde. Und es bedeutet eine außerordentliche Kälte, wenn er in seinem Verstand das Feuer der Glut des Heiligen Geistes auslöscht, indem er in völliger Blindheit solchen Frevel ausführt. Daher leidet seine Seele, die unauslöschlich in ihrem leiblichen Gefäße brennt, wenn der Mensch solchen Frevel verübt, der ja noch schlimmer als das Gewürm ist, das doch nicht abweicht von seiner eigenen Natur.

 

 

Von der Schuld der Wollust

 

101. Wenn ein Mensch aus sinnlicher Begierde in Wollust seine Pflicht verletzt, dann bringt er den Dämonen ein Opfer. Da er nämlich durch die Lust zu solch schlimmen Tun getrieben wird, verfinstert er die Augen seines guten Gewissens derart, als würde er seine Augen mit seinen Händen bedecken.  So geht er mit seinem leichtsinnigen Handeln dahin in die Finsternis, indem er zu sich sagt: „Ich kann doch nicht dastehen, als sei ich nicht aus Fleisch und Blut! Aus Speis und Trank nehme ich mein Leben, so wie Gott mich gemacht hat; daher kann ich mich einfach nicht von solchem Tun freihalten.“ Und so läuft der Mensch in seine Sinnlichkeit und mit seinen schlechten Handlungen wie ein Mühlwerk um und baut sich doch im Eigensinn seiner vermaledeiten Werke nur eine Ruine auf. Im Kuß und Duft der Gier reißt er die Laster der Wollust an sich. Denn die Feurigkeit der Wollust hat sich entzündet am Nabel des Weibes, um sich in den Lenden des Mannes vollends zu befriedigen. Beiden eilt die teuflische Überredungskunst zur Hilfe, weil der Teufel den bösen Rat im Weibe begann, um ihn im Manne zu vollenden, so wie auch ein Feuer, das durch ein weiteres angefacht wird, erst recht in Glut kommt. Weil aber Gott den Menschen ohne jedweden Mangel erschuf, und da Er ihm durch das gute Gewissen jeden Wert gezeigt hat, wird Er auch all sein Tun nach seinen Verdiensten richten. So hat auch David, im prophetischen Geist durch Mich erleuchtet, zum Ausdruck gebracht.

 

David spricht

 

102. „ Nach Recht wird Er richten den Erdkreis und die Völker nach Seiner Gerechtigkeit“ (Ps 98.9)

   Das ist folgendermaßen zu verstehen: Gott, der alles gerecht entscheidet, wird nach Recht richten den Erdkreis, der eingerichtet wurde zum Dienste des Menschen, auf daß dieser unter allen irdischen Geschöpfen auch nicht eines Grashalms entbehre. Da die Erde aber durch die Sünden der Menschen verletzt wurde, soll sie auch durch die Gerechtigkeit rechtmäßig gereinigt werden, auf daß sie nicht im Roste der Nichtswürdigkeit unnütz erscheine. Die Menschen aber, die dazu bestimmt wurden, daß sie ruhigen Gemüts unter Gottes Satzung ausharrten, wird Er nach dem Maß der Billigkeit richten, damit sie in dieser Zeit oder im künftigen Weltalter gereinigt werden, indes die Verachter Seiner Satzung ausgetilgt werden. Da sie die Gnade Gottes im Sehen und Denken vernachlässigten und sich der Sünde ergaben, sollten sie sich, um davon frei zu werden, den dementsprechenden Strafen unterwerfen, um möglichst bald in Reue auf Gottes Huld als auf ihr Ende zu blicken, in welcher sie alsdann geläutert zu ihrer Seligkeit auferstehen werden.

 

   Dies aber ist gesagt über die Seelen der Büßer, die geläutert und gerettet sein wollen, und es ist die Wahrheit. Der gläubige Mensch achte hierauf, und er halte es fest im Gedächtnis seines guten Gewissens.

 

….  aus: Dritter Teil – Der Mann schaut nach Norden und Osten

 

 

 

Liber vitae meritorum – Das Buch der Lebensverdienste

offenbar gemacht aus dem lebendigen Licht durch einen einfachen Menschen

Hildegard von Bingen

A.D. 1158

 

Und es geschah im neunten Jahr, nachdem eine wahre Schau mir, einem einfältigen Menschen, jene wahrhaften Visionen gezeigt hatte, unter denen ich mich zehn Jahre abmühen mußte.

Es war das erste Jahr, nachdem dieses Gesicht mir folgende Schriften zu erklären gegeben hatte: „Die Feinheiten der verschiedenen Naturen der Geschöpfe“, ferner Antworten und Ermahnungen an zahlreichen Personen hohen und niederen Standes, alsdann die „Sinfonie der Harmonie himmlischer Offenbarungen“ und „Die unbekannte Sprache“, schließlich die Briefe mit einigen anderen Erklärungen, unter denen ich insgesamt acht Jahre lang nach den erwähnten Visionen ausgeharrt hatte, durch viel Kranksein und starke körperliche Beschwernisse belastet.

Als ich nun sechzig Jahre alt geworden, erlebte ich eine gewaltige und wunderbare Schau, und auch mit diesem Gesicht hatte ich ein halbes Jahrzehnt hindurch zu tun.

Zu Beginn meines einundsechzigsten Lebensjahres also, im Jahre 1158 nach der Menschwerdung des Herrn, da der Apostolische Stuhl bedrängt war und Kaiser Friedrich das Römische Reich regierte, da hörte ich eine Stimme vom Himmel zu mir sprechen:

„Du, der du von deiner Kindheit an durch den Geist des Herrn nicht auf leibliche Weise, sondern geistig in der wahren Schau unterwiesen wurdest, verkünde nun das, was du jetzt siehst und hörst. Denn von Beginn deiner Schau an wurden dir einige Erscheinungen gleichsam wie flüssige Milch gezeigt; andere wieder wurden dir gleich einer erquickenden, leichten Speise angeboten; noch andere wurden dir wie feste und vollkommene Nahrung angewiesen. So rede denn auch jetzt wiederum nach Mir und nicht nach dir, und schreibe Mir nach und nicht dir nach!“

Und ich legte Hand ans Schreiben, wie jener Mann [Volmar] bezeugen kann, den ich, wie in früheren Visionen erwähnt, im geheimen gesucht und gefunden hatte, und wie auch ein bestimmtes Mädchen bezeugt, daß mir behilflich war.

Und wiederum hörte ich die Stimme vom Himmel, die zu mir sprach und mich folgendermaßen belehrte:

 

Sechster Teil – Ende des Buches:

Von der Berufung zu dieser Schau

 

67  Dies ist alles ist die Wahrheit. Sie wurde diesem einfachen Menschen auf verschiedenen Wegen des Wortes wahrhaft gezeigt. Denn Ich, der Ich vom höchsten Vater ausging, um aus der jungfräulichen Mutter des Fleisches Grünheit anzunehmen, Ich habe diesen Menschen dazu ausgewählt. Er sollte mit ungefeilten Worten und ohne menschliche Unterweisung dieses enthüllen, um es ohne jede beschattende Verdeckung mit Worten vorzutragen, damit das Wissen der Wissenden die Einfalt des Unwissenden bemerke und erkenne den Schöpfer aller Dinge, jenes unvergängliche Licht, das lodert in unauslöschlicher Flamme, auf daß auch der Kleine wie der Mächtige sich vor all diesen Erscheinungen in Zucht nehme. Selig daher der Mensch, der von des Himmels Höhe durch Gottes Wunderwerke aufgerufen wird.“

Und ich hörte die Stimme, wie sie vom Himmel sprach:

68  „Der Mensch, der dies schaut und im Schreiben weitergibt, lebt und lebt doch nicht; er spürt das Irdische und doch wieder auch nicht. Er trägt Gottes Wunderdinge nicht aus sich selbst vor, ist vielmehr davon so ergriffen wie eine Seite durch den Spieler ergriffen wird, um ihren Ton nicht aus sich, sondern aus dem Griff eines anderen wiederzugeben.

Und alles dies ist die Wahrheit. Und Der die Wahrheit selber ist, wollte dies wahrhaftig so gezeigt wissen. Wer daher im überheblichen Geist der Gelehrsamkeit oder in seiner Selbstherrlichkeit etwas Gegensätzliches hinzufügen wollte, der wäre wert, unter die hier beschriebenen Strafen zu fallen. Oder wenn einer aus bloßem Widerspruch etwas auslassen wollte, wurde es auch verdienen, der hier gepriesenen Freuden nicht teilhaftig zu werden.“

Und ich hörte die Stimme der Menge aus den Geheimnissen der Himmelshöhe antworten:

„Es sei so, Amen! Und so soll es sein!“

Und noch einmal hörte ich die Stimme vom Himmel, die zu mir sprach:

„Dies ist von der lebendigen Stimme des lebendigen und unvergänglichen Lichtes vorgetragen und ausgesprochen worden. Und es ist die Wahrheit. Und der gläubige Mensch achte darauf, und er halte es ganz fest im Gedächtnis seines guten Gewissens.“

 

Es schließt das Buch der Lebensverdienste,

die vom lebendigen Licht enthüllt wurden

durch einen einfachen Menschen.

 

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