Gottes Gründe für die selbständige Vollendung einer freien Menschenseele.

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Dec 2, 2014, 6:35:17 AM12/2/14
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Gottes Gründe für die selbständige Vollendung einer freien Menschenseele.

 

 (Der Herr:)

 

„Nun ist aber eine sehr verdorbene Seele auch gewöhnlich und eigentlich immer sehr schwach,

 

so daß sie nicht einmal ihre Menschenform aufrechtzuerhalten imstande ist

 

und daher jenseits gewöhnlich in einem halb-, manchmal auch ganztierischen Zerrbilde erscheint.

 

Nun, da wird ihr,

 

nach und nach freilich,

 

mehr und mehr Kraft, ihr unbewußt, verliehen;

 

aber da wird die größte Vorsicht angewendet, auf daß dadurch

 

die Seele

 

in ihrer Ichheit

 

ja nicht gestört werde.

 

Zugleich verursacht solch eine Unterstützung stets große Schmerzen, weil eine solche schwache Seele äußerst empfindlich und reizbar ist.

 

Würde Ich sie auf einmal

 

mit zu viel Kraft aus den Himmeln versehen wollen,

 

so würde solch eine himmlische Munifizenz (Freigebigkeit)

 

die Seele

 

in eine allergräßlichste Schmerzverzweiflung bringen,

 

wodurch sie endlich verschlossen würde ärger denn ein Diamant und in sie nichts mehr hineinzubringen wäre, bevor man sie nicht

 

gänzlich auflösete,

 

wodurch

 

ihr Ich

 

freilich einen derartigen Stoß erleiden würde, dem dann nicht leichtlich ein selbstisches Gegengewicht, als von der Seele ausgehend, gestellt werden könnte.

 

Es ginge dadurch

 

das sich selbst bewußte Ich

 

auf wenigstens eine Äone von Erdjahren verloren

 

und müßte sich von da an wieder zu sammeln und zu erkennen anfangen, was der Seele in ihrem freien, unkörperlichen Zustande um vieles schwerer ist denn hier, wo sie den Leib als ein tauglichstes Werkzeug zu dem Behufe hat.

 

Dich, Mein lieber Mathael, hat die außerordentliche Länge der Zeit allzusehr in eine Beklemmnis gebracht; aber würdest du einsehen, was dazu gehört,

 

eine Seele

 

derart frei darzustellen,

 

daß sie das wird, was sie nun schon

 

in dir ist,

 

so würdest du an der Länge der Zeit sicher keinen Anstoß genommen haben!

 

Was meinst du wohl, wie lange es hergegangen sein mochte, bis du als nun schon

 

sehr vollendeter Seelenmensch

 

diesen deinen gegenwärtigen Lebensgrad erreicht hast?

 

Wenn Ich dir alles vorrechnen würde, da würde dich ein Grauen erfassen, und du würdest das nun noch lange nicht zu fassen imstande sein! Unser Raphael aber weiß es wohl und fasset es in der rechten Tiefe der Tiefen.

 

Aber so viel kann Ich dir wohl sagen,

 

daß hier niemandes

 

Seele

 

jünger ist denn die ganze sichtbare Weltenschöpfung!

 

Du fühlst dich nun unbehaglich darob, so Ich dir der Wahrheit getreu sage,

 

daß eure Seelen

 

schon viel mehr als äonenmal Äonen von Erdjahren alt sind;

 

sollte etwa Ich Selbst Mich auch darum unbehaglich zu fühlen anfangen, weil Ich ewig bin und unter Mir und aus Mir schon Äonen von Vorschöpfungen bloß um euretwillen in für euch nie denkbar langen Zeiten erfolgt sind?!

 

Ja, Mein Freund, eine Sonne, eine Erde und alle die Dinge auf ihr zu erschaffen, ist eine leichte Sache! Dazu bedarf es keiner so langen Zeit.

 

Auch gerichtete Tier- und Pflanzenseelen erschaffen, ist nicht schwerer.

 

Aber eine Seele herzustellen,

 

die in allem Mir völlig ähnlich sei,

 

ist auch für den allmächtigen Schöpfer eine durchaus schwere Sache,

 

weil Mir da die Allmacht nichts nützen kann,

 

sondern nur die Weisheit und die größte Geduld und Langmut!

 

Denn bei der Hervorbringung einer

 

Mir völlig ähnlichen Seele,

 

also einer zweiten Gottheit,

 

darf Meine Allmacht nur sehr wenig,

 

alles aber

 

der neu werdende Gott

 

aus Mir zu tun und zu versehen haben.

 

Von Mir aus bekommt er nur das Material geistig und nach Bedarf auch naturmäßig. Und wäre es nicht also, und könnte es anders sein, so würde Ich wohl nicht, als der ewigste Urgeist, Mir Selbst infolge Meiner Liebe die saure Mühe aufgebürdet haben, Selbst Fleisch anzunehmen, um die bis zu einem gewissen Punkte gediehenen Seelen nicht etwa durch Meine Allmacht, sondern lediglich durch Meine Liebe weiterzuleiten und

 

 ihnen zu geben

 

eine neue Lehre

 

und

 

den neuen Gottgeist aus Mir,

 

auf daß sie nun, so sie es ernstlich wollen, mit Mir in kürzester Zeitenfrist vollkommen eins werden können.

 

Ich sage es euch: für Meine ewigen Vorarbeiten fängt nun erst die Ernte an, und ihr werdet wohl Meine ersten ganz vollendeten Kinder sein, was aber noch immer bei eurem und nicht bei Meinem Willen steht. Und nun meine Ich, daß du, Mathael, Mich bei dir wohl entschuldigen wirst, da du nun hoffentlich alles das einsehen wirst, was du früher noch nicht eingesehen hast! –

 

Bist du nun im klaren?“

 
 
 
Diese Rede des HERRN korrigiert die Auslegungen in einigen Lorberkreisen, wo doch noch heute behauptet wird, daß der Seele ein "einst böse gewordener Geist" vom HERRN beigegeben würde, anstatt Seinem reinen Geistfunken,  was ja auf den Unsinn aus HiG 3 "Die Erlösung" zurückzuführen ist, was Lorber ja kurze Zeit nach Beginn des Inneren Wortes empfangen hatte. Wie es dazu kam, ist bekannt.
 
Der vorstehende Text aus Lorber stimmt voll und ganz mit den zahlreichen Offenbarungen Gottes an Bertha Dudde überein, denn Gott widerspricht sich nicht!
 
Ingo
 
 
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