Die Besucher Film

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Mandy Geise

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Aug 4, 2024, 4:17:09 PM8/4/24
to welbetemnetp
DieBesucher ist eine Fantasy-Komdie des franzsischen Regisseurs Jean-Marie Poir aus dem Jahre 1993. Mit Jean Reno und Christian Clavier in den Hauptrollen schildert sie die Zeitreise eines mittelalterlichen Ritters und seines Knappen ins Frankreich des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Der Film kam am 20. Mai 1993 in die deutschen Kinos spielte weltweit fast 100 Mio., in den USA dagegen nur 600.000 Dollar ein.

Im Krieg zwischen den Knigen Louis VI., dem Dicken von Frankreich und Henry I. von England rettet Godefroy de Montmirail Louis das Leben, und erhlt zum Dank die Erlaubnis, seine Verlobte Frngonde zu heiraten. Auf dem Weg zu ihr durchquert er einen verhexten Wald und nimmt die dort lebende Hexe gefangen. Dieser gelingt es jedoch, ein Halluzinationen erzeugendes Elixier in seine Trinkflasche zu mischen. Als Frngonde ihm entgegengeeilt, erschiet er versehentlich deren Vater, den er unter dem Einfluss des Elixiers fr einen Bren hlt, der sie verfolgt. Daher weigert sich Frngonde nun, ihn zu heiraten und ihm Nachkommen zu schenken.


Godefroy sucht Rat bei Eusebius, dem Magier seines Vaters, der ihn zurck in die Vergangenheit schicken will, um den begangenen Fehler zu korrigieren. Da der Magier aber vergesslich ist und den Zaubertrank nicht korrekt gemischt hat, landen Godefroy und sein Knappe Jacquouille, der das Gebru vorkosten musste, im Jahr 1992. Dort werden beide zunchst getrennt: Jacquouille wird von der Landstreicherin Ginette aufgenommen, whrend Godefroy in seiner Angst in einer Kirche um Asyl bittet. Sein aggressives Verhalten fhrt zu seiner Festnahme und zur Einweisung in die psychiatrische Klinik. Seine Nachkommin Batrice wird benachrichtigt und nimmt Godefroy bei sich auf. Jacquouille wird mit der Hilfe Ginettes ebenfalls zu Batrice gebracht. Beide erfahren, was sich seit dem 12. Jahrhundert in Frankreich ereignet hat und dass Batrices Vater das Schloss an den arroganten Hotelier Jacquard verkauft hat, einen Nachfahren Jacquouilles. Der Knappe begreift, dass die Zeiten der Knechtschaft fr Nichtadelige vorbei sind.


Obwohl Godefroy der Herr Jacquouilles ist, teilen sich beide die Rolle des Helden. Es gibt keinen klassischen Antagonisten im Film, doch da die beiden Hauptrollen sich im Jahr 1992 nicht einleben knnen bzw. wollen und stndig durch ihr Verhalten und ihre Sprache auffallen, stoen sie regelmig auf Widerstand (Polizei, Psychiater etc.). Trotzdem ist erkennbar, dass Godefroy seinen Untergebenen von oben herab behandelt, ihn beispielsweise zwingt, den Zaubertrank vorzukosten.


Das Verhltnis von Innen- und Auenraum lsst sich nur fr die Szenen, die im Mittelalter spielen, deutlich festhalten: Fast alles geschieht drauen. Die einzigen Ausnahmen sind die Szenen, in der Louis VI. Godefroy fr seinen Heldenmut belohnt (findet im Zelt des Knigs statt), Godefroy und seine Gefolgschaft die Hexe beobachten (die Hexe ist in ihrem Haus und die Helden schauen durch einen Spalt in der Wand), Louis VI. sich mit seiner Geliebten in einer Scheune trifft, des toten Herzogs von Pouille gedacht wird und schlielich der Magier besucht wird. Ansonst findet alles im Freien statt. Auch die Festlichkeiten zur geplanten Hochzeit von Godefroy und Frngonde finden im Innenhof der Burg im Herzogtum Pouille statt. Bei den Szenen des 20. Jahrhunderts wechseln Innen- und Auenrume hufig, wie bei den meisten Filmen, die in der Moderne spielen.


Die Handlung, die im Mittelalter spielt, ist stark von der Feudalgesellschaft geprgt. Jacquouille hat keine Rechte und wird von seinem Herrn Godefroy zu gefhrlichen und niederen Aufgaben gezwungen (Vorangehen im verwunschenen Wald, Vorkosten des Zaubertranks). Dass Frngonde Godefroy nur auf Gehei des Knigs heiraten darf, zeigt, welches Verstndnis von Gesellschaft herrscht: Die Frau hat nicht das Recht auf die freie Wahl des Ehemannes; und eine spitze Bemerkung ihres Vaters zeigt, dass Ehen aus politischen Grnden Liebeshochzeiten vorgezogen wurden. Die Unterdrckung der Frau bzw. das Verstndnis der Rolle der Frau spiegelt sich auch im restlichen Film. Obwohl Godefroy sich gegenber seiner Nachfahrin hflich benimmt, gibt er nicht viel auf die Meinung der Frauen um ihn herum und bezeichnet diese beispielsweise als "Weibstck".[1]


1992 findet man die uns bekannte Gesellschaftsordnung: Gleichberechtigung von Mann und Frau, Gleichheit aller Menschen. Die moderne Gesellschaft bildet einen krassen Kontrast zum Verhalten Godefroys (und auch Jacquouilles), der aus seiner mittelalterlichen Gesellschaftsidee nicht ausbrechen will. Jacquouille hingegen erkennt die Vorteile sehr schnell und beschliet deswegen, nicht ins 12. Jahrhundert zurckzukehren.


Obwohl die Zeitreisenden im Herbst 1992 ankommen, sind keine Anzeichen von Herbst zu erkennen. Die Bume sind grn, das Wetter ist schn, das Tageslicht ist nicht typisch herbstlich (weicher), und auch die Personen von 1992 laufen in T-Shirts, Shorts und Rcken durch die Kulissen. Ein Gewitter kommt nur einmal vor, wenn nmlich Godefroy mit seinem Siegel (das von 1123) auf das Schloss mit dem Siegel von 1992 zufhrt, was ein zeitlich-logisches Problem mit sich bringt. Der Himmel verdunkelt sich daraufhin rasch und massiv, und es fngt an zu regnen und zu hageln. Dster ist zudem der (1992 noch intakte) geheime Kerker im Schloss gehalten.


Fr die Musik wurde das franzsische New-Age-Musikprojekt Era engagiert, um eine besonders mittelalterlich klingende Atmosphre zu kreieren; so klingt der Text wie Latein, ist es aber nicht. Die Musik am Schluss stammt aus dem Violinkonzert e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1. Satz: Allegro molto appasionato). Prinzipiell wird nur Era- bzw. klassische Musik verwendet, was eine alt anmutende Atmosphre schaffen soll. Musik kommt nur bei speziellen Szenen (Flucht im Jahre 1992, Ritt durch den verwunschenen Wald etc.) zum Einsatz.


Les Visiteurs behandelt im Grunde eine Zeit des Mittelalters, die im Filmwesen immer unbercksichtigt war. Was den mittelalterlichen Hintergrund und die Szenen betrifft, so spielte die Zeit um Louis VI. nie eine Rolle, da sie wohl kein filmtaugliches Material bietet. Die Unwichtigkeit dieser Zeit wird im Film selbst verdeutlicht. Godefroy kann nicht verstehen, warum im Larousse nur ein sehr kurzer Artikel ber Louis VI. und keiner ber ihn steht. Batrice macht ihm klar, dass es keinen Menschen interessiert.


Der Film ist mit 13,78 Millionen Kinobesuchern in Frankreich der fnfterfolgreichste Film in der Geschichte des franzsischen Kinos.[4] Obwohl er auerhalb Frankreichs nur wenig Anerkennung fand, wurde er durchaus mit guten Kritiken bedacht.


Das Haus, das im Film von Batrice de Montmirail bewohnt wird, befindet sich in der Gemeinde Thoiry im Dpartement Yvelines. Die kleine Kapelle, in der der tote Herzog von Pouille aufgebahrt wird und Jacquouille den Schmuck versteckt, gehrt zur kniglichen Abtei von Chaalis in Fontaine-Chaalis, am Rande des Waldes von Ermenonville gelegen. Als Burg des Herzogs von Pouille wurde das Chteau de Pierrefonds aufgenommen.


Zu Beginn des Films sprechen der Knig von England und seine von Louis VI., dem Dicken, begehrte Tochter Englisch. Indes sprachen damals (1122) sowohl die englische Knigsfamilie als auch der gesamte englische Adel nur noch Franzsisch, das 1066 der aus der Normandie gebrtige Wilhelm der Eroberer am Hofe eingefhrt hatte.


As a whimsical and enigmatic visitor, the performance artist Martin Zimmermann physically explores the theme of balance in his own unique way on three consecutive days in the context of the exhibition Alexander Calder & Fischli/Weiss at the Fondation Beyeler. Before the eyes of the other visitors, he produces a silent film and performance set to live music by the jazz pianist Colin Vallon.

Surrealism collides with the real, freedom with convention, history with the present; Martin Zimmermann takes the moment of fragile balance, a focus of the current exhibition at the Fondation Beyeler, as an opportunity to offer his own interpretation of that fleeting state between sublime equilibrium and lustful failure. Zimmermann confounds the familiar, questions general principles, reveals the invisible, makes the improbable appear real and encourages viewers to experience new perspectives and ways of thinking.


With special thanks to: Angelika Bhler, Theodora Vischer, Myriam Regsegger, Elena Kuznik, Ben Ludwig, Alex Krecz, Anthony Andjelkovic, Stefan Egger, all extras of the silent film, all supervisors and employees of the Fondation Beyeler The performance Der Besucher includes stage design elements, costumes, as well as musical and choreographic excerpts from the play Hallo by Martin Zimmermann


Jakob, ein Mann in den besten Jahren (Uwe Kockisch), fhrt nach schlaflos verbrachter Nacht in die Stadt und konfrontiert seine dort lebenden Kinder mit einem folgenreichen Entschluss. Bei der Rckkehr tags darauf ist nichts mehr so, wie es war. Derart verkrzt wrde der Spielfilm Die Besucher einem Western hneln, in dem Tatkraft und Autoritt das Sagen htten. Doch die Charaktere in Constanze Knoches erstem Kinofilm sind wie ihre Beziehungen und Konflikte alles andere als handlungsorientiert. Es geht um ein zeitgenssisches Stimmungsbild, um blockierte Emotionen und fehlende Kommunikation. Dabei wre die dem realen Leben abgeschaute Konstellation zwischen Jakob, einem Chemie- Ingenieur im Lausitz-Stdtchen Schwarzheide, seiner Frau Hanna (Corinna Kirchhoff) und den drei nach Berlin gezogenen Kindern ein Fall, der nach Entschlusskraft schreit.


Constanze Knoche schildert eine erstickt wirkende Familie, in der die Kinder, die burschikose Grtnerin Karla (Anjorka Strechel), ihre karrierefixierte Schwester Sonni (Anne Mller) und der vor lauter Schuldgefhlen larmoyante Arnolt (Jakob Diehl) dem Vater belnehmen, dass er den Beruf, sein Chemiewerk und den damit verknpften Glauben ans gesellschaftliche Groe und Ganze immer vorgezogen hat. Kritik an den gescheiterten Idealen sozialistischer Persnlichkeitsbildung scheint so leider nur in Andeutungen auf.


Knoches Film verfolgt die melancholisch skurrile Gewitterstimmung, die Jakobs Erscheinen unter den aufgestrten, aggressiv die Abhngigkeit abwehrenden Kindern hervorruft. Beim abendlichen Familientreffen kommt es zum klassischen Eklat, das Paar wird mit sich selbst konfrontiert und geht eine schrge Nacht lang in Berlin verloren, whrend ihre verstockt unzufriedenen Kinder ihrerseits die Eltern in ihrem Provinznest suchen.

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