Früher brannte man CDs, heute brennt man URLs

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Stefan Münz

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Apr 6, 2009, 4:06:15 PM4/6/09
to Webkompetenz-Forum
Hallo,

naja, nicht ganz. Dazwischen gabs noch die Möglichkeit, Feeds zu
brennen -- mit Feedburner. Schon das Prinzip von feedburner.com hat
außer ein paar Bloggern niemand begriffen. Und nun also soll man URLs
"brennen" können, mit BurnURL:

http://www.burnurl.com/

Das sieht erst mal unglaublich klischeehaft webbig-zwonullig aus: blau-
orange mit viel Babyblau als Ambiente, rundeckig, verlaufender
Hintergrund, wenig Content, kein Impressum oder andere juristische
Verrenkungen aus dem Land der Richter und Henker. Web-Wellness pur,
Geschäftsmodell irgendwo in der Cloud ... OK, aber zur Sache: ich hab
euch mal die URL des Webkompetenz-Forums "gebrannt". Als Link kommt
dabei folgendes heraus:

http://burnurl.com/TKWkGR

Also das gleiche wie tinyurl.com und viele andere? Nicht ganz. Klickt
auf den Link, und das "Andere" wird sichtbar. Keine einfache
Weiterleitung zur Original-URL, sondern die Originaladresse unter der
Kurz-URL, ergänzt um einen Header mit ein paar fetten Smileys zum
Bewerten der Adresse. Außerdem bietet die Leiste einen Counter für die
Adresse und die Möglichkeit, den Link bei diversen Social-Bookmark-
Services zu hinterlegen. Erst wenn man die Header-Leiste schließt,
landet man auf der Originaladresse.

Die Anwendung ist also irgendwo zwischen URL-Kürzer, Social
Bookmarking und Alexa Toolbar angesiedelt. Eine ziemlich explosive
Mischung. Ich wollte euch eigentlich nicht abverlangen, mit vielen
Worten auf dieses Posting zu antworten. Stattdessen wollte ich BurnURL
auf http://www.burnurl.com/ selbst anwenden, um euch die Möglichkeit
zu geben, den Service mit seinen eigenen Mitteln zu bewerten. Doch
leider verweigert BurnURL bei Eingabe der eigenen URL den Dienst mit
der Meldung: "We're sorry but the domain you submitted was a banned
domain. Most likely this was due to it being a malware site or another
URL shortener (or even us).". Angst vor sich selber?

viele Grüße
Stefan Münz

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