Re: Blogs als Parasiten

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j9t

unread,
Jun 14, 2007, 4:16:08 AM6/14/07
to Webkompetenz-Forum
Danke, Stefan, wunderbares Thema. Zwar bin ich nicht sicher, ob
"parasitär" unbedingt der richtige Ausdruck ist (ich favorisiere
tendentiell eher "Linkblog-Schizophrenie" [1]), aber in der Sache
richtig und der Nutzen von tausenden Nachrichten wie "Safari 3 auch
für Windows erhältlich, hier klicken" in der Tat (bestenfalls)
fragwürdig. Eigene Beiträge und Inhalte sowie zumindest Kommentare zu
externen Quellen zeichnen bessere Blogs aus, nicht das Duplizieren von
Heise- und anderen Meldungen.

Jens.

[1] http://meiert.com/en/blog/20070406/the-problem-with-link-blogs-plus-five-link-blogs-that-rock/

King^Lully

unread,
Jun 14, 2007, 9:23:40 AM6/14/07
to Webkompetenz-Forum
> Eigene Beiträge und Inhalte sowie zumindest Kommentare zu
> externen Quellen zeichnen bessere Blogs aus, nicht das Duplizieren von
> Heise- und anderen Meldungen.

Du schreibst es, das Wiederkauen von Meldungen beinhaltet zwar noch
eine bestimmte Leistung, nämlich die Selektion, aber wenn geistreiche
Kommentare und ein Inhaltsausbau unterbleiben und Kurz-Statements wie
"Seht Ihr, Microsoft schon wieder" oder "G8-Gipfelteilnehmer sind
Terroristen" der verlinkten Ursprungsnachricht beigefügt werden, dann
ist der Sachverhalt "Parasitentum" in der Tat gegeben.

Was aber nicht so schlimm ist, viele auf den ersten Blick
unverdächtige Privat- und Staatsmedien zitieren gleich die
Nachrichtenagenturen, gerne auch mal staatliche.
Wenn bspw. "in der ARD" (Website, Nachrichtensendung) eine von
derselben offenkundig nicht recherchierte Nachricht auftaucht, die von
der iranischen Nachrichtenagentur kommt, und fast im Wortlaut zitiert
wird, dann haben wir auch Parsitentum, aber von der ganz bösen Art.

Ich denke es gilt für die Blogger der Satz:
"Und Du kannst noch so doof sein, hier, im Web, gibt es immer noch
einen der ist döfer."
Und das ist auch gut so.

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