http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/DAS-GELSENKIRCHENER-BETRUGSVERFAHREN.HTML
<quote>
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DAS GELSENKIRCHENER BETRUGSVERFAHREN
Kritische Anmerkungen zur angeblichen Heilung der Neurodermitis durch das
sogenannte Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren
von Prof. Dr. Wolfgang Klosterhalfen, apl. Prof. für Medizinische Psychologie
der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
ehemaliger Angestellter der Kinderklink Gelsenkirchen bzw. der Bergmannsheil und
Kinderklinik Buer gGmbH
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/ARBEITSZEUGNIS-DER-KINDERKLINIKa.jpg
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/ARBEITSZEUGNIS-DER-KINDERKLINIKb.jpg
Anschrift: In der Donk 30, 40599 Düsseldorf
e-mail: Wolfgang.Kl...@uni-duesseldorf.de
homepage: http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/
Fassung vom 30.08.2005
Zuletzt geändert am 1.10..2005
Prof. Stemmanns neu(medizinisch)e Kleider
Ist den Kindern in angemessener Weise geholfen worden?
Risiken und „Nebenwirkungen“ des GBVs
Stemmann hat Hamer und Pilhar unterstützt
Warum mußte Angelo Amstutz mir knapp fünf Jahren sterben?
Kritische Anmerkungen zur Umweltstation der Kinderklinik Gelsenkirchen
Stemmanns einflussreiche Unterstützer und Dulder
Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.
Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes NRW
Potentiell relevante Paragraphen
Äußerungen Hamers zur Universitätsmedizin
Epilog
Literaturangaben
Spontanheilungen als „Argument“ für die Heilbarkeit der Neurodermitis
Prof. Stemmanns neu(medizinisch)e Kleider
Die ehemals städtische Kinderklinik Gelsenkirchen, die jetzt zur Bergmannsheil
und Kinderklinik Buer gGmbH gehört, bietet zur angeblichen Behandlung der
Neurodermitis (ND) seit vielen Jahren das sog. Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren (GBV) an. Prof. Dr. med. Ernst August Stemmann (66), der
langjährige Leiter und jetzige Abteilungsleiter der Kinderklinik Gelsenkirchen,
gilt als Begründer des GBVs. Herr Stemmann gehört als emeritierter
außerplanmäßiger Professor der Medizinischen Fakultät der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an. Die Kinderklinik Gelsenkirchen ist
jedoch an keine Universität angebunden. Am 11.06.2004 trat die Kinderklinik im
Internet noch wie folgt auf:
„Im Mittelpunkt der Arbeit aller Mitarbeiter steht die Wiederherstellung und
Erhaltung der Gesundheit von Kindern jeden Alters. Diese Arbeit wird geleistet
auf der Grundlage moderner Technik und gesicherter wissenschaftlicher
Erkenntnisse. In der Behandlung von Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen haben
innovative Methoden weit über Gelsenkirchen hinaus Beachtung und Anerkennung
gefunden.“
http://web.archive.org/web/20040611223948/http://www.kinderklinik-ge.de/
Tatsächlich ist das GBV von vielen gutgläubigen Eltern, unter Zeitdruck
stehenden Journalisten, ahnungslosen (?) Politikern und nicht hinreichend
kompetenten Krankenkassenfunktionären sehr positiv aufgenommen worden. Zu dieser
Akzeptanz dürften eine intensive PR-Arbeit mit dem unseriösen Versprechen, die
ND sei heilbar, das Vertrauen, das Ärzten im Allgemeinen entgegengebracht wird
und das besonders hohe Ansehen, dass Professoren genießen, beigetragen haben.
Außerdem dürfte dem GBV entgegen kommen, dass – nicht nur bei Laien – die
Bedeutung psychischer Konflikte für die Entstehung von Krankheiten
offensichtlich häufig überschätzt wird (empirisch nicht gesicherte Überbetonung
des Einflusses psychologischer Faktoren im Allgemeinen und bestimmter
Situationen oder Persönlichkeitsfaktoren im Besonderen).
Eine kritische fachliche Auseinandersetzung mit dem GBV hat bis vor kurzem nicht
stattgefunden. Einschlägige Fachleute haben das GBV einfach ignoriert, und Herr
Stemmann hat sich seinerseits immer mehr von seinen Fachkollegen zurückgezogen
und stattdessen der Esoterik zugewendet.
Auf der Basis zahlreicher und in sich konsistenter Tatsachen bin ich zu dem
Schluß gekommen, dass Herr Stemmann zur Erhöhung seines Prestiges und seiner
Einkünfte (Privatpatienten aus ganz Deutschland) sowie zugunsten des Ansehens
und der Finanzen der Kinderklinik Gelsenkirchen die Öffentlichkeit hinsichtlich
der Originalität, Wissenschaftlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit des
GBVs jahrelang systematisch getäuscht hat.
Ich halte es daher für angebracht, das GBV und das Verhalten von Herrn Stemmann
kritisch zu kommentieren.
Vielleicht kann meine Kritik den Krankenkassen dabei helfen, Kosten zu sparen.
Denn es geht nicht zuletzt um sehr viel Geld. Rechnet man ganz grob (die wahren
Werte sind mir nicht bekannt und könnten daher jeweils deutlich nach oben oder
unten abweichen), dass im Rahmen des GBVs 13 Jahre lang jährlich 1500 Patienten
zur Behandlung ihrer Neurodermitis jeweils 12 Tage lang stationär aufgenommen
worden sind, und ein Behandlungstag 200 Euro an Kosten verursacht hat, kommt man
auf 46.8 Millionen Euro, die für äußerst fragwürdige Maßnahmen bezahlt worden
sind.
Ein wesentlicher Aspekt dieses unglaublichen Klinikskandals ist, dass der
Öffentlichkeit bis heute verheimlicht worden ist, dass das GBV seit etwa 1992
stark von der sog. Germanischen Neuen Medizin (GNM, früher: Neue Medizin) des
gemeingefährlichen ehemaligen Arztes und inzwischen dreifach vorbestraften
antisemitischen Krebsscharlatans Dr. Ryke Geerd Hamer beeinflusst worden ist.
Eine Chronik des Gelsenkirchener Klinikskandals finden Sie hier:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/CHRONIK-Gelsenkirchener-Klinikskandal.html
Von Hamer verfaßte Darstellungen seines elaborierten Wahnsystems finden Sie u.a.
hier: http://www.neue-medizin.de/ und hier:
http://www.pilhar.com/News/Praesentation_der_GNM.pdf
Antisemitische Äußerungen Hamers finden Sie hier::
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/ANTISEMITISCHE-TIRADEN-HAMERS.HTML
Zu den vielen Anhängern Hamers gehört auch die NPD-Sachsen-Anhalt:
http://www.npd-sachsen-anhalt.de/gesundh.htm#krebs
Hamer hält AIDS für eine „Krankheit, die es gar nicht gibt“ [Hamer, 2004, S.
220]
Insbesondere hat Herr Dr. Stemmann sich die folgenden bizarren Auffassungen
dieser manischen „Neuen Medizin“ zu eigen gemacht:
- alle Krankheiten werden durch einen biologischen (psychischen) Konflikt bzw.
eine „Gefühlsverletzung“ verursacht, wobei das Individuum „auf dem falschen
Fuß erwischt“ wird;
- ND wird durch einen als traumatisch empfundenen „Trennungskonflikt“ („Abriß
des Körperkontakts zur Mutter, Familie, zu Freunden“) verursacht;
- Asthma wird durch einen als traumatisch empfundenen „Revierkonflikt“ („der
Gegner ist noch nicht ins Revier eingebrochen, die Gefahr aber droht, steht
greifbar nahe bevor“) verursacht;
- durch eine Bewältigung (der Folgen) des ursprünglichen Konflikts kommt es zu
einer Selbstheilung der Krankheit.
Diese Auffassungen fallen wegen ihrer Radikalität und ihres rein spekulativen
Charakters völlig dem Rahmen der an deutschen Universitäten gelehrten
evidenzbasierten Medizin. Psychische Konflikte werden von Hamer und Stemmann
nicht wie sonst in der Psychosomatik als eventuelle Ko-Faktoren (Risikofaktoren)
für die Entstehung sich körperlich manifestierender Erkrankungen betrachtet,
sondern als deren Ursachen.
Kennzeichnend für das esoterisch-dogmatische GBV ist eine Vielzahl
ungewöhnlicher spekulativer Behauptungen, die nicht wissenschaftlich geprüft
worden sind.
Die von Herrn Dr. Stemmann öffentlich versprochenen medizinischen Leistungen
(Heilung der ND durch eine GBV-induzierte Selbstheilung innerhalb von einem Jahr
bei 80% oder 87% der Patienten) sind anscheinend in Wirklichkeit nicht erbracht
worden. Es scheint sich beim GBV über weite Strecken um Scharlatanerie zu
handeln.
Besonders empörend ist, dass Herr Dr. Stemmann, die Bergmannsheil und
Kinderklinik Buer gGmbH und der Aufsichtsrat der Klinik trotz anhaltender
öffentlicher Kritik und einer eindeutigen Beweislage weiterhin dreist
bestreiten, dass das GBV etwas mit der GNM zu tun habe.
Diese im Folgenden noch genauer zu erläuternden Tatsachen wären bei Kenntnis
geeignet gewesen, Krankenkassen davon abzuhalten, die Kosten für das personell,
räumlich und daher auch finanziell besonders aufwendige, stationär durchgeführte
GBV zu übernehmen.
Meine Kritik am GBV habe ich zunächst nur an die Kinderklinik Gelsenkirchen und
an Fachleute geschickt, z.B. das folgende Manuskript:
Wolfgang Klosterhalfen, Heilung der Neurodermitis durch Germanische Neue
Medizin? Zur angeblichen Wissenschaftlichkeit und Wirksamkeit des
Gelsenkirchener Behandlungsverfahrens, 16 Seiten, Düsseldorf, 26.12.2004.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/GBV_Kritik.html oder
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/gbv-kritik.doc
Stellungnahmen von Direktoren von Universitätskinderkliniken zu meiner
GBV-Kritik finden Sie hier:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Resonanz-Kliniksdirektoren.html
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/HEIMANN-AN-KLOSTERHALFEN.jpg
Zu der vorliegenden Dokumentation „Das Gelsenkirchener Betrugsverfahren“
(Fassung vom 30.08.2005) schrieb mir Herr Prof. Ulrich
Wahn am 20.09.2005 freundlicherweise:
„Sehr geehrter Herr Klosterhalfen, herzlichen Dank für die wunderbare
Dokumentation zu Herrn Stemmann. Ich glaube Sie haben sich
um die Redlichkeit und Ehrlichkeit im Bereich der Pädiatrie ganz große
Verdienste erworben. Ich hoffe, Ihre wichtige Arbeit findet die
nötige Resonanz!“
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/WAHN-AN-KLOSTERHALFEN.jpg
besser lesbar: http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/ (WAHN TIFF.tif)
In der Öffentlichkeit wurde der Gelsenkirchener Klinikskandal durch den
folgenden Artikel im Spiegel bekannt:
Dennis Ballwieser, DER SPIEGEL, 10/2005, 7.3.2005, S. 174f: „PSEUDOMEDIZIN.
Galilei aus Gelsenkirchen. Ein Professor behandelt neurodermitiskranke Kinder
mit einer Mischung aus Diät und Psychokursen. Experten warnen, die Methode sei
nicht nur nutzlos, sondern auch riskant.“
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Stemmann-%fcber-Stemmann20050307.html
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/ProfH%f6ger-%fcber-Stemmann20050307.html
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PrivatdozentSchauer-%fcber-Stemmann20050307.html
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/DrSzczepanski-%fcber-Stemmann20050307.html
Ebenfalls gut recherchiert und geschrieben, aber noch ausführlicher ist dieser
Artikel:
Hubert Rehm, Laborjournal, 6/2005, 22.6.2005, S. 20 – 24:
„Wundermedizin in Gelsenkirchen. Hamert Heinrich Heine? Gegen Wunderheiler
mit nicht überprüften Behandlungsmethoden ist kein Kraut gewachsen. Selbst
an Universitäten scheinen sie zu gedeihen:
Ein emeritierter Düsseldorfer Professor behandelt Neurodermitis mit Methoden,
die auf den Lehren eines vorbestraften Esoterikers beruhen.“ (
http://www.laborjournal.de , der Artikel wird eventuell noch im Archiv des
Laborjournals zugänglich gemacht )
Ärztliche Standesorganisationen haben sich leider bisher nicht öffentlich zum
Gelsenkirchener Klinikskandal geäußert.
Der medizinischen Fakultät der HHU Düsseldorf liegt seit Mitte Januar 2005 mein
Antrag vor, Herrn Dr. Stemmann dessen irreführenden Professorentitel
abzuerkennen:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Brief-an-Raab2005a.html
Ich habe vergeblich versucht, meine Kritik am GBV in einer Fachzeitschrift zu
publizieren:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Ablehnungsschreiben.html
1.1 Dr. Stemmann und die (Germanische) Neue Medizin
Herr Prof. Stemmann, die BKB Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH und der
Aufsichtsrat der BKB haben auf die am GBV geübte Kritik wie folgt reagiert:
a) mit einem windelweichen „Dementi“:
„Kinderklinik Gelsenkirchen weist Vorwürfe zurück
(Gelsenkirchen): Im Zusammenhang mit dem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der
Spiegel" vom 07. März 2005, weist Prof. Ernst August Stemmann, Leiter der
Abteilung für Psychosomatik, Allergologie, Pneumologie und Umweltmedizin, die
gegen ihn erhobenen Vorwürfe als völlig unhaltbar zurück. Sie stünden im engen
Zusammenhang mit einer gegen ihn gerichteten Diffamierungskampagne eines
ehemaligen Mitarbeiters. Dessen Bemühungen, in anerkannten Fachpublikationen
seine Vorwürfe zu platzieren, sei erfolglos geblieben. "Dieser Mitarbeiter, von
dem sich die Kinderklinik im Frühjahr 2004 mit einem Auflösungsvertrag trennte,
will mir persönlich schaden", so Prof. Stemmann. Diese Auffassung teilt der
Aufsichtsrat der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer (BKB) gGmbH, dem der
Spiegel-Artikel in seiner Aufsichtsratssitzung am 07. März 2005 vorgestellt
wurde. Juristische Schritte sind gegen diesen ehemaligen Mitarbeiter bereits
eingeleitet worden.
Als "unseriös und falsch" wertet es der BKB-Aufsichtsrat, eine Beziehung
zwischen dem Gelsenkirchener Behandlungsverfahren (GBV) und der Hamerschen
"Neuen Medizin" herzustellen: "Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren
unterscheidet sich grundsätzlich von der Neuen Medizin. Rykee Gerd Hamer hält
Patienten von erfolgreichen schulmedizinischen Behandlungen ab und propagiert
nur seine Konfliktlösung. Prof. Stemmann bettet seine Behandlung in einen
schulmedizinischen Kontext und beteiligt die Fachmedizin umfänglich."
Diese und weitere „faule Ausreden“ (Hubert Rehm) finden Sie vollständig und von
mir ausführlich kommentiert hier:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PAMPHLET_KRITIK.HTML
(Dieses Pamphlet der Kinderklinik war vom 7.3.2005, dem Erscheinungstag des
Spiegelartikels, bis etwa zum 22.6.2005 unter „Aktuelles“ auf der Internetseite
der Kinderklinik einzusehen.)
b) mit einem Schreiben vom 25.1.2005 von Herrn Rechtsanwalt Sander von
Linten & Partner in Essen, in dem mir im Auftrag der Bergmannsheil und
Kinderklinik Buer sowie von Herrn Dr. Stemmann „zur Vermeidung von gerichtlichen
Schritten“ eine strafbedrohte Unterlassungserklärung zugestellt wurde, die ich
unterschreiben sollte. Andernfalls werde man eine einstweilige Verfügung
erwirken.
Diese Unterlassungserklärung habe ich bisher nicht abgegeben. Die mir angedrohte
einstweilige Verfügung habe ich bisher nicht erhalten.
Eine Unterlassungsklage ist mir bisher nicht zugestellt worden.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/unterlassungsklage01.html
Mein Rechtsanwalt erhielt aber von Herrn Sander noch ein weiteres Schreiben
(17.3.2005, im Auftrag der BKB, das Mandat für Herrn Dr. Stemmann hatte er
inzwischen niedergelegt), in dem mir wie folgt gedroht wurde: „Sollte Herr Prof.
Dr. Klosterhalfen hierzu nicht bereit sein und sich weiterhin öffentlich in
einer Form äußern welche zum Schaden der BKB ist, müsste überlegt werden, ob
nicht die bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses gezahlte Abfindung [40000 , WK]
zurückgefordert, bzw. die vereinbarte Vertragsstrafe [bis zu 20000 , WK] geltend
gemacht werden soll.“
c) mit dem Verwischen von Spuren im Internet. Wichtige gelöschte Dokumente,
die Stemmann belasten, sind jedoch rechtzeitig gespeichert worden und können
unter den folgenden Adressen eingesehen werden:
http://web.archive.org/web/20030627222509/http://www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Neurodermitis.pdf
(Patienteninformationsschrift von E.A. Stemmann)
http://web.archive.org/web/20040510165938/http://www.kinderklinik-ge.de (zwei
wissenschaftlich nicht ernstzunehmende Studien zum angeblichen Behandlungserfolg
des GBVs: klicken Sie nach Aufruf der angegebenen Startseite auf „Schriften“ und
„Behandlungserfolg“)
Interessant sind auch die folgenden gelöschten Internetseiten:
http://web.archive.org/web/20041028095238/http://www.metamedizin.info/akademie/konferenz_1104.shtml
(Ankündigung eines Vortrags von Stemmann bei der „Internationalen Meta-Medicine
Association“; zur perfiden Hamer-Ausschlachtungsgesellschaft „Meta-Medizin“ s.
ab 1.1.1.10)
http://web.archive.org/web/20041029105849/metamedizin.info/association/aboutus.shtml
(Stemmann wird als Meta-Medizin-Ausbilder aufgeführt)
http://web.archive.org/web/200307081137/pilhar.com/Service/fremdli.htm (die
Kinderklinik Gelsenkirchen und Prof. Stemmann auf Platz 1 der Linkliste des
professionellen Hamer-Anhängers Helmut Pilhar)
d) mit der Nichtbeantwortung der Fragen des Journalisten Hubert Rehm. Die
Kinderklinik schrieb an Herrn Rehm zunächst: „Herr Prof. Dr. Stemmann steht
Ihnen gerne für ein persönliches Interview zur Verfügung, falls Sie einen Besuch
in unserem Haus terminieren möchten. Auch würde er gern in schriftlicher Form
Stellung nehmen, falls Sie konkrete Fragen zur psychosomatischen Therapie
haben.“ Im o.a. Laborjournal-Artikel schreibt Rehm weiter (S. 24): „Die hatte
ich und weil ich aus juristischen Gründen schriftliche Antworten vorziehe,
schickte ich Herrn Stemmann 21 Fragen. Die bezogen sich teils auf Hamer (z.B.
„Was halten Sie von Hamers ‚Germanische Neue Medizin’?“ oder „Sie haben in einem
Brief vom 24. Juni 1992 an den damaligen Dekan Pfitzer Hamers „Neue Medizin“
bestätigt. Wie stehen Sie heute zu diesem Brief?“), teils auf das GBV (z.B.
„Warum haben Sie keine Kontrollgruppe mitlaufen lassen?“), teils auf Stemmanns
Verhältnis zu Klosterhalfen (z.B. „Sagt Klosterhalfen die Unwahrheit, wenn er
Sie kritisiert?“). Herr Stemmann hat Herrn Rehm auf diese Fragen bisher nicht
geantwortet. Der Geschäftsführer der Klinik, Herr Werner Neugebauer, verwies
Herrn Rehm stattdessen auf die diesem bereits vorliegenden Veröffentlichungen
der Klinik. Darin konnte Rehm indes keine Antworten auf seine Fragen finden.
Herr Rehm war nicht der Erste, dessen berechtigte Fragen von Herrn Stemmann
nicht beantwortet wurden:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Brief-an-Stemmann-2003.html
e) mit der Weigerung von Herrn Stemmann, mündliche Fragen von mir zu
beantworten und den Behauptungen, ich würde ihn verunglimpfen und spinnen (Prof.
Stemmann öffentlich über bzw. zu „Herrn Klosterhalfen“, der sich erlaubt hatte,
Stemmanns Volkshochschul-GBV-Werbevortrag „Neurodermitis ist heilbar“ am
31.3.2005 in Gelsenkirchen beizuwohnen).
Der Aufsichtsrat der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH (Vorsitzender:
Herr Dr. Georg Greve), hat sich hinsichtlich des Spiegelartikels über Stemmann
verhalten hat wie eine lächerliche Laienspielschar. Er sagt schlicht die
Unwahrheit, wenn er behauptet, es sei falsch und unseriös, eine Beziehung
zwischen dem GBV und der GNM herzustellen. Die folgende Faktensammlung belegt
zweifelsfrei, dass die beschriebene Beziehung zwischen dem GBV und der GNM von
den Herren Dr. Hamer und Dr. Stemmann selbst hergestellt worden ist.
1.1.1. Weitere Beweise dafür, dass Herr Dr. Stemmann ein Anhänger der GNM ist:
.1.1.1.1 Dass Stemmann ein Hamerianer ist, ist dem Dekanat in Düsseldorf
seit 13 Jahren bekannt. Ende März dieses Jahres teilte ein Angestellter des
Dekanats, vermutlich der Assistent des Dekans, Herr Gerhard Thore, dem
Journalisten Hubert Rehm mit: „Das wissen wir auch, dass Stemmann ein
Hamer-Anhänger ist.“
(Laborjournal, 6/2005. S. 22)
Am 23. und 24. Mai 1992 hat Herr Dr. Stemmann in einer Ärztekonferenz, die in
der Kinderklinik Gelsenkirchen stattfand, die „Neue Medizin“ Hamers überprüft
und dem Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf, Herrn Prof.
Pfitzer, der Interesse an den Ansichten Hamers gezeigt hatte, mit Schreiben vom
24. Mai 1992 mitgeteilt:
„Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der strengen wissenschaftlichen Überprüfung
auf Reproduzierbarkeit die Gesetzmäßigkeiten der „Neuen Medizin“ (1 – 3)
r i c h t i g sind, muß nunmehr als sehr hoch angesetzt werden.“
http://neue-medizin.de/html/dok_11.html
Dem Dekan hat Herr Dr. Stemmann einen ausführlichen Prüfbericht zugesagt. Dieser
scheint jedoch bis heute dem Dekanat nicht vorzuliegen. Nach Auskunft von Herrn
Dr. Stemmann ist kein Prüfbericht angefertigt worden.
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/STEMMANN-KEIN-BERICHT.jpg Helmut
Pilhar („für meinen Freund Stemmann unterstütze ich alles“, s. 1.1.1.7) schrieb
jedoch am 3. Juli 1992: „Die vorgestellten Patientenfälle wurden in einer
mehrhundertseitigen Dokumentation zusammengestellt.“
http://www.pilhar.com/News/Amici_n/92_3.htm
Von dieser Konferenz habe ich nichts mitbekommen, da ich zu dieser Zeit wegen
einer Lehrstuhlvertretung in Hamburg beurlaubt war.
Weder Herr Stemmann noch andere Klinikangestellte haben mich jemals über diese
ominöse Konferenz informiert. Dies gilt auch für die Fallvorstellung in der
Kinderklinik Gelsenkirchen im Jahr 1995 (mit Herrn Hamer als Supervisor!), über
die Hamer im März 2005
berichtet hat:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/HAMER-UEBER-STEMMANN2005.html
(S. 409f).
Die positive Einschätzung der GNM durch Herrn Dr. Stemmann wird seit Jahren von
Herrn Dr. Hamer und Herrn Pilhar in Schriften und Vorträgen als Beleg für die
Richtigkeit der GNM verwendet, z.B. hier:
R.G. Hamer, Einer gegen alle. Die Erkenntnisunterdrückung der Neuen Medizin.
Alhaurin el Grande: Amici di Dirk, 2005, S. 265
http://neue-medizin.de/html/dok_11.html
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/920524og.htm
Auf zahlreichen weiteren Internetseiten nehmen Hamer-Anhänger Bezug auf den o.a.
Brief Dr. Stemmanns an Prof. Pfitzer, z.B.:
http://www.neue-medizin.com/hamerpro.htm
http://www.neue-medizin.com/therapy.htm
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2004/20041213_Gabling_an_Stemmann.htm
http://www.formarse.com.ar/articulos/hamer.htm
http://www.neue-medizin.com/hamerpro.htm
http://free-news.org/hamer00.htm
http://www.neue-medizin.net/daten-fakten.html
http://www.neue-medizin.net/gelsenkirchen.html
http://germannewmedicine.ca/documents/penletter.html
http://medecinenouvelle.com/verifications/dusseldorf/
http://www.piltpress.com/news/content/view/240/2/
http://www.neue-medizin-gp.de/grafik/gka.gif
http://www.christner-net.de/index1024.htm
(1.1.1.2) 1992 hat Herr Dr. Stemmann sich auch öffentlich zu Hamer
bekannt. Wolfgang Stach von der Presseagentur ddp schrieb damals:
„Der Gelsenkirchener Arzt bezeichnet Hamers Forschungsarbeiten eine "grandiose
Idee" und Hamer selbst als "in Teilbereichen einen der größten Forscher dieser
Zeit.“
http://www.pilhar.com/News/Presse/1992/9207ddp.htm
(1.1.1.3) Herr Dr. Stemmann hat am 29.9.1992 gemeinsam mit Herrn Dr. Hamer
an einer Konferenz im Hessischen Landesprüfungsamt für Heilberufe teilgenommen.
In dem von Herrn Dr. Hamer und Herrn Prof. Hanno Beck angefertigten
Konferenzprotokoll heißt es u.a.:
„Herr Dr. Hamer konfrontierte Herrn Dr. Högenauer, den obersten Medizinalbeamten
des Landes Hessen, mit der Tatsache, daß nunmehr ja wohl die NEUE MEDIZIN nach
der eindeutigen Aussage des anwesenden Herrn Professor Dr. Stemann als
reproduzierbar richtig angesehen werden müsse, was auch von Herrn Dr. Högenauer
nicht mehr bestritten wurde.“
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/1992/921106.htm
(1.1.1.4) Herr Dr. Stemmann hat ca. 1994 in seinem Dienstzimmer in der
Kinderklinik Gelsenkirchen eine von Hamer stammende große, mehrfarbige Wandtafel
aufgehängt, die mit „PSYCHE GEHIRN ORGAN, DIE ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN DEN DREI
EBENEN DER NEUEN MEDIZIN NACH DR. RYKE GEERD HAMER“ überschrieben ist, und etwa
150 sogenannte biologische Konflikte mit den dazu angeblich gehörenden
unterschiedlich lokalisierten Hirnläsionen und den dadurch angeblich
verursachten Krankheiten darstellt. Diese Tafel ist erst etwa im Jahr 2002 durch
eine Deutschland-Karte ersetzt worden, auf der die Lokalisationen der
Ortsgruppen des Dr. Hamer nahestehenden Vereins „Allergie- und umweltkrankes
Kind e.V.“ gekennzeichnet sind.
(1. Vorsitzender: Ulrich Neumann, Regionaldirektor der AOK Westfalen-Lippe:
ärztlich-wissenschaftlicher Berater: Prof. Stemmann)
(1.1.1.5) Das Buch „Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis.
Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ von E.A. Stemmann und S. Stemmann
(2002) ist im Selbstverlag erschienen. Es wird vom Verein „Allergie- und
umweltkrankes Kind e.V.“ vertrieben. Auf dem vorderen Buchdeckel ist eine
fünfblättrige blaue Blume abgebildet: http://www.prof-stemmann.de/ . Dieses
Erkennungszeichen der GNM wird auch von Hamer benutzt, z.B. auf dem Einband
seines Buchs von 2005 „Einer gegen alle. Die Erkenntnisunterdrückung der Neuen
Medizin“.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/GNM-ERKENNUNGSZEICHEN-HAMER
(1.1.1.6) Etwa seit Mitte 2004 präsentiert die Internetseite des
professionellen Hamer-Anhängers Helmut Pilhar (Fall Olivia) eine neue Auflistung
von LINKS. Bis dahin stand seit Januar 2000 auf Platz 1 der Linkliste in
www.pilhar.com der Eintrag:
„www.kinderklinik-ge.de/ - Prof. Dr. E.A. Stemmann“.
http://web.archive.org/web/20030708113719/www.pilhar.com/Service/fremdli.htm
(1.1.1.7) Mein Bruder, Herr Dr. Herbert Fischer, bezeugt, dass Herr
Pilhar, der seit vielen Jahren hauptberuflich für die GNM in den
deutschsprachigen Ländern Vorträge und Seminare abhält, Herrn Dr. Stemmann bei
einer Vortragsveranstaltung in München als seinen Freund bezeichnet hat.
Personen, die sich als Mitglieder des von Herrn Dr. Stemmann
„ärztlich-wissenschaftlich“ beratenen Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind
e.V.“ ausgegeben hätten, hätten auf dieser Veranstaltung mit Einverständnis von
Herrn Pilhar Unterschriften für Herrn Dr. Stemmann gesammelt.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PILHAR-FREUND-STEMMANN
(1.1.1.8) Unter Bezug auf die WDR-Fernsehsendung vom 13.12.2004 „Ist
Neurodermitis heilbar? – Das Gelsenkirchener Modell verspricht Hilfe“ fordert
der Hamer-Anhänger Martin Gabling Herrn Dr. Stemmann in einem offenen Brief auf,
sich öffentlich zu Dr. Hamer zu bekennen. Darin heißt es u.a.:
„Das "Gelsenkirchener Forschungsteam" und das "Gelsenkirchener Modell" basieren
eindeutig auf den Erkenntnissen und Forschungen der NEUEN MEDIZIN von Dr. Ryke
Geerd Hamer“
„Sorgen Sie dafür, dass Ihr Name weiter positiv in den Analen der Germanischen
Neuen Medizin erwähnt wird.“
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/ 2004/20041213_Gabling_an_Stemmann.htm
(1.1.1.9) In seinem Buch „Einer gegen alle“ (2005) schreibt Dr. Hamer
auf den Seiten 408 – 412 über Herrn Dr. Stemmann u.a.:
„Vor ein paar Jahren hat Prof. Stemmann das sog. „Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren für Neurodermitis“ ins Leben gerufen, das zwar seinen Namen
trägt aber auf meinen Erkenntnissen beruht.“
...
„Sie machten noch Scherze und sagten, wenn Sie Visite machen würden, dann
fühlten Sie jetzt immer „den Hamer“ unsichtbar hinter sich stehen. Und wenn Sie
dann Antibiotica oder Diäten anordnen würden, dann würde „der Hamer“ sagen:
Lassen Sie doch den Unsinn, Sie wissen doch, dass das alles nicht stimmt. Dann
drehten Sie zu Ihrem unsichtbaren Gesprächspartner den Kopf herum und sagten:
Ich muss den Assistenten doch irgendwas anordnen, die verstehen doch die Neue
Medizin nicht.“
...
„Aber auch bezüglich Asthma bronchiale (Revierangst ruft Asthma hervor) haben
Sie auch alles bei mir abgekupfert. Nur verstanden haben Sie offenbar nichts.
Mir kommt das so vor, als wenn jemand eine teure Maschine entwendet und dann als
Zauberlehrling davor steht und nicht weiß, wie er sie bedienen soll aber dabei
behauptet, er habe sie gebaut. Herr Stemmann, Sie wissen genau, was ich jetzt
denke. Ich finde es einfach niedrig, wie Sie sich alle meine Erkenntnisse
angeeignet haben, sie jetzt als Ihre eigenen verkaufen, und sich auch noch dafür
loben lassen.
Den einen sperrt man ins Gefängnis für die Germanische Neue Medizin, der andere
kupfert sie ab, mischt sie, damit sie auch für Schulmedizyn akzeptabel ist und
kassiert dafür seinen „Judaslohn“ in Form von Anerkennung (siehe Schreiben Frau
Ministerin Fischer). Schämen Sie sich gar nicht? Schade!
Doch glauben Sie mir: Eines Tages wird man mit Fingern auf Sie zeigen und Sie
einen „Wissenschaftlichen Räuber“ schimpfen!
Dabei hätten Sie die Möglichkeit gehabt – auf ganz ehrliche Weise – der King
unter den Professoren zu sein, wenn Sie ehrlich und aufrichtig geblieben wären.“
...
„Sehr geehrte Frau Ministerin Birgit Fischer,
aus gegebener Veranlassung schreibe ich Ihnen in Sachen „Gelsenkirchener
Behandlungsmodell für Neurodermitis“. Wie Sie den beigefügten Unterlagen
entnehmen können und dem Brief an Herrn Prof. Stemmann – den ich Ihnen
vertraulich zur Kenntnis gebe – sind Sie einem wissenschaftlichen Betrug
aufgesessen.
Herr Stemmann, der früher Neurodermitis mit Ernährungs-Umstellung behandelte,
hat seine Kenntnisse für das Gelsenkirchener Behandlungsmodell von mir bzw.
meinen Büchern und Tabellen abgekupfert und verkauft sie nun als seine eigenen
Erkenntnisse.“
Diese Buchseiten habe ich als Beweisstück zugänglich gemacht:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/HAMER-UEBER-STEMMANN2005.html
Für die vollständige Richtigkeit der Angaben Hamers kann ich mich natürlich
nicht verbürgen.
(1.1.1.10) Herr Dr. Stemmann hat wesentlich zu den Aktivitäten der
Internationalen Meta Medicine Association (IMMA) beigetragen.
Die IMMA widmet sich kommerziell der Verbreitung der GNM. Bis Anfang 2005 hat
sie sich im Impressum ihrer Internetseiten zu Dr. Hamer bekannt:
„Die Grundlage der Meta-Medizin und das Meta-Medizin-Verzeichnis basieren auf
Forschungen und Erkenntnissen von Dr. Hamer, dem hier besonders gedankt werden
soll.“
http://web.archive.org/web/20041023102207/http://metamedizin.info/disclaimer.shtml
(1.1.1.11) Am 30.12.2004 habe ich eine Internetseite der IMMA aufgerufen,
auf der als „Inspiratoren der Meta-Medizin“ u.a. die Drs. Hamer und Stemmann
genannt werden.
http://www.metamedizin.info/imma/mm_wissenschaft.shtml
(1.1.1.12) Am 16.12.2004 wurde bei http://www.kidmed.de/ ein Auszug aus dem
Impressum der Internetseiten der deutschen Sektion der IMMA veröffentlicht (das
Impressum ist inzwischen so geändert worden, dass die Namen Dr. Hamer und Dr.
Stemmann nicht mehr aufgeführt werden):
„Die Grundlage der Meta-Medizin und das Meta-Medizin Verzeichnis basieren auf
den Forschungen und Erkenntnissen von Dr. Hamer, sowie der praktischen Anwendung
und Weiterentwicklung der biologischen Naturgesetze durch Dr. Bader, Prof.
Stemmann und vielen anderen Heilberufen, denen hier besonders gedankt werden
soll.“
(1.1.1.13) Am 29.7.2005 habe ich die Startseite der deutschen Sektion der
IMMA aufgerufen. Darin heißt es u.a.:
„Indem der biologische Sinn, die Funktionsweise und Intelligenz unseres
Organismus und die Organ Psyche Gehirn Verbindung erkannt werden, kann
wissenschaftlich jedem Organ bzw. Symptom (von Brustkrebs, Rückenschmerzen bis
zur Grippe) ein spezifisches Gehirnrelais und ein ursächlicher Konfliktschock
zugeordnet werden.“
http://www.metamedizin.info/
(1.1.1.14) Am 6.11.2004 fand im IBIS-Hotel in Heidelberg eine
Seminarveranstaltung der IMMA statt. Zum Tagungsthema „Die erfolgreiche
Anwendung der biologischen Naturgesetze in der Heilpraxis“ wurde u.a. der
folgende Vortrag angekündigt: „Prof. Dr. E. A. Stemmann: Erfolge der
Selbstheilung bei Neurodermitis“.
http://web.archive.org/web/20041028095238/http://www.metamedizin.info/akademie/konferenz_1104.shtml
(1.1.1.15) Am 30.12.2004 habe ich eine Internetseite der IMMA aufgerufen,
auf der Herr Dr. Stemmann als Ausbilder der IMMA vorgestellt wird.
http://web.archive.org/web/20041029105849/metamedizin.info/association/aboutus.shtml
(1.1.1.16) Am 30.12.2004 habe ich eine Internetseite der IMMA aufgerufen,
auf der Herr Dr. Stemmann als Ausbilder der Meta Health Coach Diplomausbildung
genannt wird. Für die für Juni und Oktober 2005 angekündigten Seminare in Bad
Griesbach war eine Teilnehmergebühr von jeweils 875 festgesetzt worden.
(1.1.1.17) Im Meta-Medizin-Verzeichnis wurde noch am 10.3.2005 die
Neurodermitis aus der Sicht von Hamer und Stemmann unter Verweis auf das GBV
ausführlich referiert.
Hier ein „snapshot“ vom 28.10.2004:
http://web.archive.org/web/20041028094030/metamedizin.info/templates/beispiel_neurodermitis.shtml
(1.1.1.18) Für Mitglieder hat die IMMA aufgezeichnete „Audio Vorträge von
Dr. Bader, Prof. Stemmann und anderen“ in Aussicht gestellt.
(1.1.1.19) Zahlreichen Mitarbeitern der Kinderklinik Gelsenkirchen dürfte
bekannt sein, dass Herr Dr. Stemmann ein Anhänger der Hamerschen GNM ist, z.B.
den Herren Dr. Sychlowy, Dr. Meyer-Dietrich, Gerd Starzmann. Auch frühere
Mitarbeiter/innen der Kinderklinik wie Herr Dr. R. Martens (Bad Gottleuba), Frau
Dr. S. van Meerbergen (Wegberg) und Herr R. Schachoff (Wegberg) können dies
vermutlich bezeugen.
.1.1.1.20 J. Cade schrieb am 28.12.2004 in einem offenen Brief, den er auch
Herrn Stemmann zustellte: „Denken Sie bitte zurück an die Konferenz, welche
unter Ihrer Leitung vom 23. und 24. Mai 1992 in der Städtischen Kinderklinik
Gelesenkirchen stattfand. Sie bestätigten u. a., dass die biologischen
Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin (GNM) von Dr. Ryke Geerd Hamer ausnahmslos
in allen Fällen exakt erfüllt waren. In der Sendung im WDR vom 13. Dezember 2004
„Ist Neurodermitis heilbar? – Das Gelsenkirchener Modell verspricht Hilfe“ haben
Sie Neue Medizin (GNM) unter anderem Namen präsentiert. Als Leiter der Klinik
und als Ausbilder und Referent der sog. Meta-Medizin (100% Neue Medizin aber –
„alter Wein in neuen Schläuchen“) partizipieren Sie an den Forschungsergebnissen
von Dr. Hamer und wenden diese umetikettiert auch an. Sie wissen, Dr. Hamer
sitzt in Frankreich im Gefängnis. Bekennen Sie sich jetzt und stehen Sie Dr.
Hamer kollegial bei. Protestieren Sie energisch gegen die menschunwürdige
Inhaftierung und treten Sie für die Legalisierung der Neue Medizin (GNM) ein.“
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2004/20041228_JCade_an_Aertze.htm
.1.1.1.21 Laut Herrn Pilhar hat Herr Hamer Herrn Stemmann der Universität
Tübingen als Gutachter für das von Hamer vergeblich angestrebte
Habilitationsverfahren vorgeschlagen:
http://www.pilhar.com/News/Amici_n/94_07.htm - Stemmann
1.1.2 Beweise für den Einfluß der GNM auf die Theorie und Praxis des GBVs
GNM und GBV vertreten extreme dogmatisch-esoterische Auffassungen. Sie stimmen
in wesentlichen Punkten – teils wörtlich – überein.
Theoretisch erscheint es möglich, dass das GBV die GNM „bereichert“ hat. Gegen
diese Sicht spricht jedoch, dass zwischen Stemmann und Hamer offensichtlich ein
Schüler-Lehrer-Verhältnis bestanden hat. (s. 1.1.1.2 und 1.1.2.11).
1.1.2.1 Grundsätzliche Annahmen zur Entstehung von Krankheiten
Germanische Neue Medizin Gelsenkirchener Behandlungsverfahren
„Daß fast alle Krankheiten ähnlich
wie beim Krebs, durch einen
Konfliktschock ausgelöst werden.“
[Hamer, 1989, letzte unpaginierte
Seite]
Anmerkung: nach Hamer sind auch
Asthma und Neurodermitis
„Krebsäquivalente“, die innerhalb
eines DHS (Dirk-Hamer-Syndrom)
auftreten.
„Jeder Krebs entsteht bei einem
DIRK-HAMER-SYNDROM (DHA),
d.h. einem allerschwersten,
akut-dramatischen und isolativen
Konflikt-Erlebnis-Schock.“ [Hamer,
1989, S.52]
(Das GBV) „vertritt die Meinung,
dass die Ursachen einer Krankheit
stets in einer Gefühlsverletzung
liegen, die den Erkrankten unerwartet
getroffen hat ...“
[http://www.members. aol.com/
AUKGE/gels_mod.htm, S. 1]
„Grundsätzlich entsteht eine
chronische Krankheit durch ein
Gefühl, welches den Betroffenen
elementar, unerwartet, vergleichbar
einem Schock trifft. Bei der
Neurodermitis ist dies das Gefühl von
Trennung.“
[E.A. Stemmann, 1996 u. 2001:
Patienteninformationsschrift zur ND,
S. 2]
1.1.2.2 Annahme zur Entstehung des Asthmas
„Revierangst-Konflikt (der Gegner ist
noch nicht ins Revier eingebrochen,
die Gefahr aber droht, steht greifbar
nahe bevor)“ [Hamer, 1994,
Tabellenanhang]
„Asthma entsteht in Situationen, in
denen der Betroffene ein Gefühl der
Angst empfindet, dass jemand in sein
Revier einzubrechen oder es
unerlaubterweise zu verlassen droht.“
[E.A. Stemmann, 1994: Das GBV, S.
7]
1.1.2.3 Annahme zur Entstehung der Neurodermitis
„Psychisch liegt immer ein Trennungskonflikt
vor, also ein Abriß des Körperkontakts zur
Mutter, Familie/Herde, Freunde auch Tiere.“
http://www.neue-medizin.de/neurodermitis.html,
S.3]
„Grundsätzlich entsteht eine
chronische Krankheit durch ein
Gefühl, welches den Betroffenen
elementar, unerwartet, vergleichbar
einem Schock trifft. Bei der
Neurodermitis ist dies das Gefühl von
Trennung.“ [E.A. Stemmann, 1996
u. 2001: Patienteninformationsschrift
zur ND, S. 2]
1.1.2.4 Definition des Begriffs „Trennung“
„Psychisch liegt immer ein Trennungs- konflikt vor,
also ein Abriß des Körperkontakts zur Mutter, Familie/
Herde, Freunde auch Tiere.“
[http://www.neue-medizin.de/neurodermitis.html, S.3
„Unter Trennung ist hierbei der
Abriß des Körperkontakts, der
Verlust des Kontaktes zur Mutter,
Familie, zu Freunden, zur
gewohnten Umgebung zu verstehen.“
[E.A. Stemmann, 1996 u. 2001::
Patienteninformationsschrift zur ND,
S. 2]
1.1.2.5 Notwendigkeit, dass der Betroffene „auf dem falschen Fuß erwischt“ wird
„Das DHS ist ein schwerer,
hochakut-dramatischer und isolativer
Konfliktschock, der das Individuum
„auf dem falschen Fuß erwischt“
[http://www.neue-medizin.de/
5_naturgesetze.html]
„Wichtig ist, dass nicht jede Trennung
in die Erkrankung führen kann,
sondern nur eine Trennuungssituation,
in der der Betroffene gefühlsmäßig
‚auf dem falschen Fuß erwischt’
wird, in der er sich ‚verfühlt’.“ [E.A.
Stemmann, 1996 u. 2001:
Patienteninformationsschrift zur ND,
S. 2]
1.1.2.6 Annahme zur Lokalisation von Neurodermitissymptomen
„Der empfundene Konfliktinhalt
bestimmt die Lokalisation des
Krebses.“ [Hamer, 1989, S.37]
„Die Art der Trennung bestimmt
die Lokalisation der Neurodermitis.“
[Stemmann und Stemmann, 2002, S.
291]
1.1.2.7 Assoziation von Konflikt/Kränkung mit Begleitumständen
„Wenn ein Individuum einen biologischen
Konflikt durch ein DHS erleidet, dann
wird im Moment des DHS nicht nur der
Konflikt selbst einprogrammiert, sondern
auch gewisse Begleitumstände.“ [Hamer,
2004, S. 35]
„Zusammen mit der Kränkung
durch das Gefühl können auch
andere Informationen dauerhaft
eingeprägt werden.“
[E.A. Stemmann, 1994, Asthma
bronchiale. Das Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren, S. 7]
„Ein Professor für Allergologie hat das
mal, als er es begriffen hatte, etwas salopp
so ausgedrückt: Wenn du ein DHS mit
einem biologischen Trennungs-Konflikt
beim Abschied erleidest, und es läuft
gerade eine Kuh vorbei, dann hast du
anschließend eine „Kuh-Allergie“ ...“
http://www.neue-medizin.de/allergien.html
, S. 2]
„Werden z.B. Sinneswahrnehmungen
in Form von Geräuschen, Gerüchen
... erinnert ... so setzt automatisch
eine Stressphase ein, nach deren
Abklingen Asthma auftritt.“
[E.A. Stemmann, 1994, Asthma
bronchiale. Das Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren, S. 7]
1.1.2.8 Effekte der Trennung auf die Großhirnrinde
(Traumatische Trennungen bewirken
einen) „Hamerschen Herd im
sensorischen und postsensorischen
Rindenzentrum“ [Hamer, 1994,
Tabellenanhang] „Es ist nicht möglich,
künstlich einen Krebs zu erzeugen
ohne eine solche Fehlinnervation und
Fehlcodierung durch das Gehirn.“
[Hamer, 1989, S. 53]
„Die Sachinformation – Trennung –
(in der Trennungsangst) verändert die
Funktion des Gyrus postzentralis
des Großhirns. Wird das Ereignis ...
gespeichert, bildet sich eine
Fehlinnervation bestimmter
Hautpartien ... “ [Stemmann und
Stemmann, 2002, S.289]
1.1.2.9 Zweiphasiger Krankheitsverlauf
„Jede Erkrankung der gesamten Medizin ist ein
zweiphasiges Geschehen, sofern es zu einer
Lösung des Konfliktes kommt“
http://www.neue-medizin.de/5_naturgesetze.html
„Der Krankheitsverlauf ist
zweiphasig: erst wenn das
krankmachende Gefühl
überwunden ist, d.h. in der
Entspannung, setzen Zeichen der
Neurodermitis ein.“ [Stemmann et al,
1993,S.26]
1.1.2.10 Heilung der Krankheit durch Selbsthilfe
„Der Patient wird zum ‚Agenten’,
einem Mithandelnden, der ja seinen
Konflikt selbst lösen muß, vielleicht
mit gewissser Hilfestellung, aber im
Grunde muß er ihn selbst lösen.“
[http://www.neue-medizin.de/
therapie.html]
„Die Betroffenen und ihre
Angehörigen lernen, ihr Schicksal
selbst in die Hand zu nehmen. Ihnen
werden Methoden und Strategien
vorgestellt, die sie befähigen, sich
selbst zu helfen.“ [E.A. Stemmann,
1996 u. 2001,
Patienteninformationsschrift zur ND,
S. 11]
„Der Neurodermitiskranke heilt
sich selbst“ [Stemmann und
Stemmann, 2002, S.268]
1.1.2.11 Bericht für die AOK Ennepe-Ruhr
Im September 1993 erhielt die AOK Ennepe-Ruhr von Herrn Dr. Stemmann einen
Bericht mit dem folgenden Titel:
„Klinische Prüfung zur Evaluierung therapeutischer Effekte im „Schwelmer
Modell“. Wissenschaftliche Erfolgskontrolle. Prof. Dr. E. A. Stemmann, Prof. W.
Klosterhalfen, Städtische Kinderklinik, September 1993.“
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/GBV-PATE-HAMERa.jpg
Zu diesem Bericht habe ich als Angestellter der Kinderklinik Gelsenkirchen durch
die Auswertung von Patientenakten sowie statistische Darstellungen und
Berechnungen beigetragen. Der Text dieses Berichtes stammt ausschließlich von
Herrn Dr. Stemmann.
Auch diesem Bericht ist zu entnehmen, dass Herr Dr. Stemmann wesentliche
Elemente des GBVs von Hamer übernommen hat. Auf Seite 70 schreibt Stemmann
nämlich:
„Laut Hamer (9) wird die Trennung wie ein Schock erlebt, wenn sie den
Betreffenden unerwartet trifft und ihm wehtut. Das Trennungserlebnis bzw.
–gefühl löst dann die Neurodermitis ursächlich aus. Doch zunächst sind die
Krankheitssymptome noch nicht sichtbar, solange den Betroffenen sein
„gekränktes“ Gefühl intensiv beschäftigt. Es ruft eine Dauersympathikotonie
hervor, erkennbar an der inneren Unruhe, dem gereizten Verhalten, der trockenen
und blassen Haut und den kalten Händen und Füßen. Wird das krankmachende Gefühl
überwunden, so geht die Stressphase in eine vagotone Phase über, in der die
Neurodermitis in Erscheinung tritt. Die Haut ist gerötet, feucht, Hände und Füße
sind warm, die innere Spannung sinkt und erst danach kehrt der Organismus zur
Normotonie zurück, wenn die Haut abgeheilt ist.
Zusammen mit der Kränkung durch das Gefühl können auch andere Informationen
dauerhaft eingeprägt werden, die zu dem Zeitpunkt, als der Betreffende die
Kränkung empfunden hat, vorhanden waren wie - Sinneswahrnehmungen - der Kontakt
mit Allergenen, infektiösen Erregern, Schadstoffen u.a.
Wird das Gefühl der Trennung bewusst oder unbewusst erinnert oder werden
programmierte Sinnesreize wahrgenommen bzw. findet ein erneuter
Fremdstoffkontakt statt, so gerät der Betroffene automatisch in eine
Stressphase, nach deren Abklingen unmittelbar Juckreiz einsetzt, und/oder es
folgen ein bis zwei Tage später entzündliche neurodermitische Veränderungen
nach.“
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/GBV-PATE-HAMERb.jpg
Im Literaturverzeichnis des Berichts findet man unter Punkt 9 die folgende
Eintragung:
„Hamer, R.G.: „Vermächtnis einer Neuen Medizin, Bd. I
Amici di Dirk Verlag, Köln 1987“
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/GBV-PATE-HAMERc.jpg
1.1.2.12 Angebliche Therapie der Neurodermitis durch
Autogenes Training
„Eine Neurodermitis entsteht durch ein Trennungs-, Verlusterlebnis, das
unkontrollierbaren Stress hervorruft.“
[Stemmann und Stemmann, 2002, S. 37]
Nach Hamer und Stemmann lösen mit dem traumatisierenden Trennungserlebnis
verbundene Begleitumstände Stress und dadurch später ohne eine erneute
Traumatisierung weitere Krankheitsschübe aus. Hamer spricht in diesem
Zusammenhang von „Schienen“.
http://www.neue-medizin.de/schienen.html
Stemmann schreibt „Wiederholen sich derartige Situationen von Trennung, in denen
das Gefühl erinnert und als Kränkung empfunden wird, werden jedes Mal
neurodermitische Beschwerden auftreten, und damit ist die chronische Erkrankung
programmiert.“
[Stemmann, 1996 u. 2001, Patienteninformationsschrift zur ND, S. 3,] Beide
Autoren berufen sich im Grunde auf das wissenschaftlich gut belegte Phänomen der
Pawlowschen Konditionierung (ohne Pawlow zu zitieren). Ungewöhnlich ist dabei
aber der Bezug zu einer angeblich konfliktinduzierten körperlichen Erkrankung.
Obwohl die von Stemmann im Rahmen des GBVs empfohlenen Entspannungsmethoden
(Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und „seinsverlorenes Spiel“)
per se nichts mit der GNM zu tun haben, paßt ihr „Einsatz“ zu den Annahmen der
GNM.
Da die ursprüngliche Traumatisierung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann,
konzentriert sich das GBV auf eine Bearbeitung der „erlernten“
Trennungsempfindlichkeit von Mutter und Kind. Angeblich fördert das GBV eine
Selbstheilung der Neurodermitis durch von den Eltern des Kindes sowie älteren
Kindern (> 10 Jahre) durchzuführendes Autogenes Training:
„Das autogene Training ist das Verfahren, das wesentlich zur Selbstheilung
beiträgt.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 163]
„Das Verfahren, das auf der unbewussten Ebene korrigierend einwirkt, so dass
Gefühle, Verhalten und Umweltbelastung keine Krankheitssymtome mehr provozieren,
ist das autogene Training.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 163]
1.1.2.13 Angebliche Therapie der Neurodermitis durch ein spezielles
Trennungstraining
Stemmann zieht aus seinen „neumedizinischen“ Auffassungen die Konsequenz, die
„erlernte“ Trennungsängstlichkeit durch ein sogenanntes Trennungstraining
anzugehen.
Dabei werden im Rahmen des GBVs Mütter und Kinder mehrmals täglich für ein bis
zwei Stunden getrennt. Kinder ab ca. 4 Jahren schlafen nachts in einem anderen
Haus als die Mutter.
„Ergänzend zu dem Antiangsttraining durch autogene Entspannung (Kinder spielen
stattdessen) wird der Trennungsangst auf spezifische Art und Weise auf der
bewussten Ebene begegnet, indem ein spezielles Trennungstraining durchgeführt
wird.
- in stets der gleichen Umgebung werden täglich kurzzeitige Trennungen
vollzogen, indem sich Kontaktperson und Betroffener voneinander lösen und
räumlich entfernen.
Ziel des Trennungstrainings ist es, durch wiederholtes Erleben von Trennung
Anpassung an diese Situation zu erlangen, so dass kein nennenswerter Stress mehr
aufkommt und die Haut intakt bleibt.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 174]
„Gelingt es dem erstmals an einer Neurodermitis Erkrankten, seine
Trennungsangst innerhalb kurzer Zeit zu überwinden und seine
Autonomie zurück zu erlangen, so heilt die Neurodermitis ab.“ [Stemmann und
Stemmann, 2002, S. 310]
1.1.3. Vorspiegelung von Heilerfolgen
Die Neurodermitis gilt als derzeit unheilbar. Behauptungen, Neurodermitis könne
durch ein bestimmtes Behandlungsverfahren geheilt werden, und die Heilungsquote
liege bei 80 %, sind daher geeignet, verzweifelte Patienten bzw. deren Eltern
anzulocken. Es ist unmittelbar einsichtig, dass jemand, der ein solches
Heilsversprechen verkündet, die Beweislast dafür trägt, dass dieses Versprechen
auch den Tatsachen entspricht.
Diesen Beweis ist Herr Dr. Stemmann bis heute schuldig geblieben. Dr. Stemmann
hat noch nicht einmal nachgewiesen, dass durch das GBV überhaupt eine Besserung
der ND-Symptomatik erreicht wird, die über das hinausgeht, was motivierte Laien
auch mit rezeptfreien Hautpflegemitteln selbst erreichen können.
1.1.3.1 Dr. Stemmann behauptet „Neurodermitis ist heilbar.“
Herr Dr. Stemmann täuscht seit etwa 1987 der Öffentlichkeit vor, durch das GBV
könne die Neurodermitis geheilt werden. (Entsprechendes gilt für Asthma und
Heuschnupfen.)
Beleg 1: Herr Dr. Stemmann hat schon 1987 behauptet, die Neurodermitis sei
heilbar. Stemmanns Buch von 1987 hat den Titel
„Neurodermitis ist heilbar. Das Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren. Peine: Kaivos.
Beleg 2: „Jetzt, so der Arzt, ‚können wir die Krankheit heilen’ ... ‚Wir sind
dabei unschlagbar’
[Dr. Stemmann in einem WAZ-Interview, 1999;
http://www.waz.de/waz/waz.extra5.startseite_68867.php , S. 3]
Beleg 3: Dr. Stemmann hat seit etwa 1987 in ganz Deutschland zahlreiche Vorträge
unter dem Titel „Neurodermitis ist heilbar“ gehalten, am 31.5.2005 in
Gelsenkirchen auf Einladung der dortigen Volkshochschule (unverantwortlich:
Herr Mackschin, der nach eigenem Bekunden meine GBV-Kritik aus dem Internet
kannte).
http://members.aol.com/AUKGE/auk_s00.html
Damit suggeriert Herr Dr. Stemmann, er bzw. sein Behandlungsteam könnten die –
sonst international als unheilbar geltende - ND heilen. Er verspricht eine
„unmögliche Leistung“.
1.1.3.2 Dr. Stemmann reklamiert für das GBV eine Heilungsquote von 80 bzw. 87
Prozent
Beleg 1: „WAZ-Redakteur Georg Meinert sprach im ersten SommerGEspräch mit dem
Mediziner. ... Wie hoch ist die Erfolgsrate an ihrer Klinik? Stemmann: Wir
hatten bisher etwa 2500 allergiekranke Kinder im stationären Bereich. 80% waren
innerhalb eines Jahres geheilt..“ [Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 19.06.1999;
bei http://waz.de einloggen, Archiv, „19.06.1999“ eingeben, „stemmann“ eingeben]
Beleg 2: „Nach Auskunft der Gelsenkirchener Kinderklinik werden 80 Prozent aller
Kinder mit Neurodermitis dank dieses Programms innerhalb von zwei Jahren
geheilt.“ [Hamburger Abendblatt, 30.3.2005;
http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/30/415056.html ]
Beleg 3: Im Veranstaltungsverzeichnis der Volkshochschule Dorsten für das Jahr
2005 heißt es auf Seite 13: „Neurodermitis ist heilbar!
Vorgestellt wird das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren, das auf eine
Heilungsrate von 87% verweist.“
http://www.dorsten.de/Dokumente/VHS_2-05.pdf
Beleg 4: „Wir vertreten das „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren", das in der
Kinderklinik Gelsenkirchen mit einem Heilungserfolg von 87 % praktiziert wird.“
(Anke König und Renate Engelke von der Selbsthilfegruppe Allergie- und
umweltkrankes Kind e.V. in Bodenwerder)
http://www.holzminden.com/maria/unsere_gemeinde/allergie_selbsthilfegruppe.html
[aufger. 21.09.2005]
1.1.3.3 Dr. Stemmann hat Heilungen der ND durch das GBV nie nachgewiesen
Herr Dr. Stemmann hat schon seit über 20 Jahren nicht mehr in einer angesehenen
(von dem System „PubMed“ der Bibliothek in Bethesda/USA erfassten)
Fachzeitschrift publiziert. Zwei methodisch äußerst schwache Studien zum GBV hat
er jedoch im Vereinsblatt des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“
(5/2000, S. 1-4) sowie im Eigenverlag veröffentlicht: E.A. Stemmann und S.
Stemmann, „Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis. Das Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren“, 2002, S. 265-270.
Diese Studien waren am 26.8.2005 nicht mehr über die Seiten von
http://www.kinderklinik-ge.de/ aufrufbar, sind aber hier nachzulesen:
http://web.archive.org/web/20040510165938/http://www.kinderklinik-ge.de/
(Schriften, Behandlungserfolg).
Die Eltern von 42 zu Behandlungsbeginn durchschnittlich 10 Monate alten Kindern
mit ND wurden ein Jahr nach ihrer Teilnahme am GBV schriftlich befragt. „70% der
Befragten beurteilten den Erfolg ihrer Bemühungen als sehr gut bis gut ...“, 10%
als befriedigend [Stemmann und Stemmann, 2002 , S. 267, „prospektive“ Studie 1].
Auf der Internetseitehttp://www.kinderklinik-ge.de/Seminarinformation.htm heißt
es auf Seite 3:
„Erfolgsbeurteilung (der Begleitpersonen nach 1 Jahr)
sehr gute Erfolge (35%)
gute Erfolge (35%)
befriedigende Erfolge (10%)
keine Erfolge (2%)
keine Rückmeldungen (16%)“
Bei 100 %iger Rücklaufquote könnte der Anteil sehr guter Erfolge etwa 40%
betragen haben. (Unter den Eltern, die keine Rückmeldung gaben, dürften „sehr
gute Erfolge“ eher selten sein.)
Da bei „guten Erfolgen“ keine Symptomfreiheit anzunehmen ist, kann der Anteil
der zum Zeitpunkt der Beurteilung durch die Eltern symptomfreien Kinder nur bei
maximal ca. 40% gelegen haben. Wegen des schwankenden Verlaufs der ND ist jedoch
bei einem Teil dieser ca. 40% mit Rückfällen zu rechnen, d.h. sie können noch
nicht als wieder gesund gelten. Zum weiteren Verlauf bei diesen Kindern hat
Stemmann anscheinend bisher keine Daten vorgelegt, so dass nicht klar ist, wie
viel Prozent der Kinder über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr (als
Minimalkriterium) durchgängig symptomfrei bleiben.
Diese Studie des Stemmann-Mitarbeiters Gerd Starzmann erlaubt jedoch aus den
folgenden Gründen ohnehin keine Aussagen über eine
ND-Heilungsrate:
a) es wurden lediglich Elternurteile verwendet, d.h. es wurde im Rahmen
dieser Studie keine ärztliche Diagnostik durchgeführt:
b) in dieser Studie berichten die Eltern über ihren eigenen Erfolg, nämlich
den „Erfolg ihrer Bemühungen“ bzw. „ihren Behandlungserfolg“ ; über den Zustand
der Haut macht diese Studie keine direkte Aussage;
c) die Intensität der ND unterliegt Schwankungen (Schübe) und hat –
besonders bei Kleinkindern - eine rückläufige Tendenz;
d) es wurde keine Kontrollgruppe verwendet;
e) es ist anzunehmen, dass Eltern mit ihren ND-kranken Kindern erst dann
nach Gelsenkirchen fahren (die meisten mit dem GBV „behandelten“ Kinder kommen
nicht aus Gelsenkirchen), wenn diese eine besonders starke Symptomatik
aufweisen; es ist dann unabhängig von einer Behandlung mit sog.
Regressionseffekten zu rechnen, d.h. einem Zurückgehen der Symptomatik; mit
anderen Worten: es ist wahrscheinlich, dass ein schwerkranker ND-Patient auch
ohne eine gezielte Behandlung ein Jahr später eine Verbesserung des Hautzustands
zeigt.
Eine weitere Studie ist von einem weiteren langjährigen Mitarbeiter von Herrn
Dr. Stemmann, Herrn Dietmar Langer, durchgeführt worden. Sie wird ebenfalls in
dem o.a. Buch referiert. (Stemmann und Stemmann behaupten im Jahr 2002 in ihrem
Buch auf S. 268, eine Dissertation von Herrn Langer sei im Druck; dies scheint
nicht der Wahrheit zu entsprechen.)
In dieser Studie berichten die Eltern von 38 zu Behandlungsbeginn 6 Monate bis 4
Jahre alten Kindern mit ND etwa ein Jahr nach ihrer Teilnahme am GBV, der
Zustand der Haut ihrer Kinder sei gebessert (87%) bzw. unverändert (13%). Von
„Heilung“ ist nicht die Rede.
Für diese Studie gelten ebenfalls die o.a. Kritikpunkte a, c, d und e.
Insgesamt ist festzustellen, dass es keine empirische Evidenz für eine
mindestens 80%ige Heilungsquote durch das GBV gibt und dass noch nicht einmal
nachgewiesen worden ist, dass das GBV überhaupt geeignet ist, den Verlauf einer
ND günstig zu beeinflussen.
Vielmehr ist anzunehmen, dass es weitgehend unabhängig vom GBV zu einer
Besserung der Symptomatik gekommen ist. Gerade bei Kleinkindern hat die ND eine
stark rückläufige Tendenz. Der Vorsitzende der AG Pädiatrische Dermatologie,
Prof. Peter Höger, wird in dem o.a. Spiegelartikel auf S. 175 wie folgt
zitiert: „Bei 70 Prozent der Kinder verschwinden die Symptome bis zum dritten
Lebensjahr von selbst“, erklärt Peter Höger, „wir nennen das Spontanremission.“
Dr. Stemmann, der ja selbst das Phänomen der Spontanheilung bzw. der
Selbstheilung der ND betont, ist es gelungen, weiten Kreisen der Bevölkerung und
den Krankenkassen einzureden, solche Spontanheilungen bzw. Selbstheilungen seien
„seinem“ GBV zu verdanken. Er könnte m.E. ebenso gut mit jugendlichen Patienten
mit einer schweren Akne oder besonders hyperaktiven Knaben (s. auch Punkt 6:
Umweltstation) irgendwelche magischen Rituale veranstalten und dann nach ein
oder zwei Jahren behaupten, die inzwischen aufgetretenen Besserungen seien dem
von ihm entwickelten ganzheitlich-psychotherapeutischen Behandlungsverfahren zu
verdanken.
1.1.3.4 Fallbeispiel: noch krankes Kind wird von Dr. Stemmann als „geheilt“
eingestuft
atuneo
21.01.2005 18:46
Uhr
Sehr geehrte Drs,
Ich habe Asthma und zahlreiche Nahrungsmittelallergien. Die Kinder
meiner Schwester, die selbst nur an Heuschnupfen leidet, hat vier Kinder,
von denen der zweitälteste stark, der älteste leicht an Neurodermitis leidet.
Die beiden jüngsten (Zwillinge, etwas über ein Jahr alt) quälen sich bereits
mit wiederkehrenden Bronchitiden, die zum Teil schon mit Kortison und
Sultanol behandelt werden müssen. Mit den beiden älteren Kindern ging
meine Schwester vor einigen Jahren nach Gelsenkirchen zu Prof.
Stemmann, als sie an der Schulmedizin "verzweifelte". Sie führte das
Verfahren mit Entspannungstechniken, anderer Erziehung und
Ernährungsumstellung konsequent durch. Die Erziehung tat allen Kindern,
die zuvor antiautoritär erzogen worden waren, sichtbar gut. Der älteste zeigt
auch nur noch sehr selten Spuren der Hauterkrankung. Der zweitälteste aber
kratzt sich nach wie vor sehr sehr häufig völlig blutig, auch wenn er keine
Zusammenhänge zu Nahrungsmitteln mehr zeigt. Prof. Stemmann hat zu
meinem großen Erstaunen beiden Kindern die Heilung attestiert. Meine
Schwester ist davon auch fest überzeugt. Wenn es den Kindern schlecht
geht, liegt es an ihrem Stress! Für mich wird die Situation dadurch sehr
schwer, dass sie und mittlerweile auch meine Eltern von mir verlangen,
dieses Verfahren auch durchzuführen. Prof. Stemmann hätte sich sogar
bereit erklärt mich als Erwachsenen zu behandeln. Sie rufen mich an,
schicken mir Infopost und interpretieren meine Abneigung so, dass ich nicht
gesund werden wolle.
http://www.expertenrat-asthma.de/messages/3853.html
1.1.4 Vorspiegelung von psychotherapeutischen GBV-Erfolgen
1.1.4.1 Vorspiegelung von GBV-induzierten Entwicklungsschüben
Dazu schreiben Stemmann und Stemmann [2002, S. 269]: „Der Behandlungserfolg muss
sich auch in der wiedererlangten Fähigkeit des Kindes zeigen, sich angstfrei von
seinen Eltern zu trennen und neue Kontakte zu anderen Menschen anzuknüpfen. 94%
der Neurodermitiserkrankten haben ihre Trennungsangst überwunden, s. Abb. 8. 87%
sind in der Lage, neue Kontakte zu anderen aufzunehmen, s. Abb.9.“
Tatsächlich zeigen diese Abbildungen, dass (nach Angaben der Eltern) bei 94% die
Trennungsfähigkeit und bei 87% die Kontaktfähigkeit verbessert ist. Die meisten
der untersuchten Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren haben also, wie zu
erwarten, innerhalb von ca. 12 Monaten Entwicklungsfortschritte gemacht.
Es ist kaum zu glauben, aber Herr Dr. Stemmann gibt diese Fortschritte als einen
Erfolg des GBVs aus.
Mangels einer Kontrollgruppe belegen diese Ergebnisse aus der sich angeblich im
Druck befindlichen Dissertation von Langer keinesfalls einen solchen
Therapieerfolg. Dazu müsste experimentell gezeigt werden, dass sich Kinder durch
das GBV in ihren Fähigkeiten, sich zu trennen und neue Kontakte aufzunehmen,
stärker verbessern als vergleichbare Kinder ohne GBV.
1.1.4.2 Vorspiegelung von Heileffekten durch „seinsverlorenes Spiel“ des
Kindes und Autogenes Training der Mutter
Bei Kindern unter etwa 10 Jahren soll das Kind zur Reduktion seiner
Stressempfindlichkeit durch das GBV lernen, „seinsverloren“ zu spielen.
[Stemmann und Stemmann, 2002, S. 168].
Ich hatte nicht den Eindruck, dass das GBV geeignet ist, das Ziel zu erreichen,
dass Kinder lernen, häufiger „seinsverloren“ zu spielen. Kleinkinder und
Schulkinder mit ND werden auf der Station K6 der Kinderklinik Gelsenkirchen von
den Erzieherinnen auf konventionelle Art (Anleitung zu Bastelarbeiten,
Spaziergänge, Spielen auf dem Spielplatz) betreut.
Hinzu kommt, dass Stemmann Belege dafür schuldig geblieben ist, dass bei
angeblich „seinsverloren spielenden“ Kindern die ND schneller abheilt als bei
Kindern, die diese Fähigkeit nicht erworben haben. Eine experimentelle
Überprüfung eventueller Effekt einer Anleitung zum „seinsverlorenen Spiel“ gibt
es auch nicht.
Belege dafür, dass die Eltern das Autogene Training auch tatsächlich regelmäßig
durchführen und dadurch positive Effekte auf den Hautzustand der Kinder
erzielen, ist Stemmann schuldig geblieben.
Bei der Nachkontrolle (ca. ein Jahr nach dem Aufenthalt in Gelsenkirchen) hatten
die Eltern häufig in kleinen Gruppen Gelegenheit, noch einmal „mit einem
Psychologen zu sprechen“. Sehr häufig war ich dieser Psychologe. Dabei haben mir
die anwesenden Mütter regelmäßig „gestanden“, dass sie im Alltag doch nicht so
recht dazu kommen, sich täglich eine halbe Stunde lang zum Autogenen Training
zurückzuziehen. Stemmann und Stemmann (2002) sowie Stemmann et al. (5/2000, AuK)
äußern sich vorsichtshalber nicht zu der Frage, wie viel Prozent der Mütter das
Autogene Training regelmäßig durchführen. Väter, die entsprechende Übungen
regelmäßig machen, dürften äußerst selten sein.
Es kommt hinzu, dass Stemmann in seiner pseudowissenschaftlichen
Voreingenommenheit die therapeutischen Effekte des bei vielen Ärzten und
Psychologen beliebten Autogenen Trainings offensichtlich maßlos überschätzt.
Grawe, Donati und Bernauer (1994) schreiben in ihrem vielbeachteten Buch
„Psychotherapie im Wandel von der Konfession zur Profession“ über das Autogene
Training (S. 607):
„... seine Wirksamkeit ist weniger gut bestätigt als die anderer
Entspannungsverfahren. Bis Anfang 1984 [das AT des berühmt-berüchtigten I.H.
Schultz war da schon 50 Jahre lang auf dem Markt, WK] lagen 14 Untersuchungen
mit insgesamt 647 Patienten vor, in denen AT bei verschiedenen Arten von
Störungen in Hinblick auf seine Wirkung untersucht wurde. ... (S. 613): Die
Auswirkungen des AT auf die jeweils behandelte Symptomatik erwiesen sich im
Vergleich zu den anderen Entspannungsverfahren als überraschend gering. Nur in 5
von 11 Behandlungsbedingungen wurde eine bedeutsame Besserung der jeweiligen
Symptomatik festgestellt. Nur in 2 der 6 Untersuchungen, in denen
psychophysiologische Maße erhoben wurden, traten Veränderungen der betreffenden
physiologischen Parameter ein. Etwas häufiger, nämlich in 4 von 7 Fällen, wurde
eine positive Auswirkung auf die Befindlichkeit festgestellt.“
Stemmann postuliert lediglich eine Kette unbewiesener Annahmen:
- Mütter erlernen das Autogene Training (Instruktionen für Anfänger)
hinreichend gut.
- Mütter praktizieren regelmäßig zuhause das Autogene Training.
- Dadurch werden die Mütter in ihrem Verhalten gegenüber ihrem kranken Kind
ruhiger.
- Dadurch wird das erkrankte Kind ruhiger.
- Dadurch kommt es zu hormonellen Veränderungen beim Kind.
- Dadurch kommt es zu immunologischen Veränderungen beim Kind.
- Dadurch kommt es zu einer (Selbst)Heilung der ND.
1.1.5 Vorspiegelung einer genauen Kenntnis der psychoimmunologischen
Mechanismen, die die Entstehung einer ND bewirken
„Jetzt wissen wir haargenau, wie die Krankheit abläuft“, sagt Stemmann.“ (WAZ,
23.10.2002)
Das Buch von Stemmann und Stemmann (2002) enthält eine Reihe von
pseudowissenschaftlichen Aussagen, die geeignet sind, der Leserschaft
vorzutäuschen, dass die angeblichen Heilerfolge des GBVs auf einer genauen
Kenntnis E.A. Stemmanns der psychoimmunologischen Zusammenhänge basieren, die zu
einer Entstehung der Neurodermitis führen. (Worin der Beitrag von S. Stemmann zu
diesem Buch besteht, war für mich nicht zu erkennen.) Diese Aussagen finden sich
insbesondere in einem Anhang des Buchs (S. 273 – 324) „Für medizinisch
(Vor)gebildete und Leser, die die wissenschaftlichen Hintergründe erfahren
möchten, auf denen sich das Gelsenkirchener Behandlungsprogramm stützt.“ (S.
273)
Tatsächlich ist E.A. Stemmann im Unterschied zu mir kein Fachmann für das als
Psychoimmunologie oder Psychoneuroimmunologie bezeichnete Teilgebiet der
psychosomatischen Grundlagenforschung, in dem es u.a. um die Effekte belastender
Situationen und Lebensereignisse auf immunologische Laborparameter geht
(Übersicht: Klosterhalfen und Klosterhalfen, 1996). Dies geht schon aus der
Tatsache hervor, dass Stemmann keine eigene psychoimmunologische Forschung
betrieben hat und auf diesem Gebiet auch nie publiziert hat.
Es gibt inzwischen Hunderte von Tierexperimenten und Humanstudien zur Frage des
Einflusses psychisch belastender Ereignisse auf Parameter des Immunsystems.
Kurzfristig einwirkende Stressoren wirken sich hemmend, gar nicht oder
stimulierend, und länger anhaltender Streß meist hemmend auf immunologische
Laborparameter aus.
An der Replizierbarkeit derartiger Ergebnisse habe ich erhebliche Zweifel.
Entsprechende Publikationen dienen m.E. oft mehr den Karriereabsichten der
Autor/inn/en als der Wahrheitsfindung und stellen manchmal lediglich einen
Beitrag zur „Psychoneuroimmunomythologie“ dar.
Die klinische Relevanz solcher Forschungsergebnis ist ohnehin fraglich wegen
a) der gewählten Parameter, die zumeist klinisch wenig relevant sind;
b) der Tatsache, dass die psychoimmunologischen Effekte recht klein sind;
c) der Tatsache, dass psychoimmunologische Effekte nicht lange anhalten;
d) publizierter gegenläufiger oder insignifikanter Ergebnisse;
e) nicht publizierter gegenläufiger oder insignifikanter Ergebnisse;
f) heterogener Ergebnisse prospektiver Humanstudien zur Frage von
Stresseffekten auf die Entstehung von Krankheiten.
Derartige Erkenntnisprobleme werden von Stemmann nicht berücksichtigt.
Stemmann behauptet in dem o.a. Buch u.a.:
„Die Hypothese über die Entstehung der Neurodermitis lautet, s. Abb. 19.
- Die Sachinformation – Trennung – (in der Trennungsangst) verändert die
Funktion des Gyrus postzentralis des Großhirns. Wird das Ereignis – Trennung –
dauerhaft im Hippokampus gespeichert, bildet sich eine Fehlinnervation
bestimmter Hautpartien oder sogar der gesamten Haut vom Gyrus postzentralis her
aus und die Haut in diesem Bereich oder insgesamt wird spezifisch
überempfindlich (Neuro-).
- Das Gefühl – Angst- (in der Trennungsangst) wird in der Amygdala
festgehalten. Angst erzeugt Stress und dann wandern Eosinophile, Helferzellen
aus dem Blut, angelockt durch das Störfeld im Bereich der fehlinnervierten Haut,
in dieselbe ein und entfachen eine unspezifische Entzündung (Dermitis). (S. 289)
Diese Behauptungen werden von Stemmann in vielen Variationen wiederholt und so
präsentiert, dass der Eindruck erweckt wird, es handele sich um wissenschaftlich
belegte Tatsachen. Tatsächlich kann sich Stemmann nur auf kaum einschlägige
Ergebnisse berufen, die er in unverantwortlicher Weise opportunistisch auswählt
und interpretiert:
a) Stemmann stützt seine bzw. Hamers Ansichten z.B. auf
- eine Arbeit aus dem Jahr 1956 über eventuelle Hypnoseeffekte bei einem
einzelnen Patienten mit einer Leukozytose,
- kurzfristige Veränderungen der Zahl sog. Killerzellen im peripheren
Blut von Fallschirmspringern,
- Stresseffekte bei Mäusen mit einer experimentell induzierten
Kontaktallergie am Ohr
und zieht dann konfabulierend fachlich nicht gerechtfertigte Schlüsse
hinsichtlich der Ätiologie und Therapie der ND.
b) Stemmann zitiert kein einziges Experiment, das seine Vermutung belegt,
dass durch Streß eosinophile Granulozyten in die Haut wandern und dort
entzündliche Vorgänge auslösen. Ein solches Experiment scheint es bisher auch
nicht zu geben.
c) Nicht ins Denkschema passende, aber einschlägige und international
beachtete Ergebnisse und Interpretationsansätze (z.B. von Buske-Kirschbaum et
al.:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=9251162
) werden ignoriert. Buske-Kirschbaum et al. hatten experimentell demonstriert,
dass Kinder mit Neurodermitis eine abgeschwächte Cortisolreaktion auf Stress
zeigen und spekuliert, dass dadurch die Entwicklung einer ND begünstigt werden
könnte. Nach diesen Ergebnissen wäre eine Stressreduktion, wie Stemmann sie
empfiehlt, bei Kindern mit ND kontraindiziert. Stress sollte sich wegen der
damit verbundenen Cortisolausschüttung ins periphere Blut eher „immunsuppressiv“
und daher günstig auf den Verlauf einer ND auswirken.
d) Raap et al (2003, S. 925) schreiben in „Der Hautarzt“: „Bisher gibt es
keine eindeutigen Zusammenhänge zwischen lebensverändernden Ereignissen und
Hautveränderungen bei der AD [Atopische Dermatis = Neurodermitis, WK].“
Entsprechende nicht hypothesenkonforme Untersuchungen werden von Stemmann nicht
zitiert.
In seinem kritischen Artikel zum GBV schreibt Rehm (S. 20):
„Es ist immer das Gleiche: Dehnbare Begriffe werden verrührt mit einer faulen,
aber auf den ersten Blick einleuchtenden Logik. Der entstandene Brei lässt sich
in jede Erkenntnislücke schmieren, ja, wenn fleißig gerührt wird, lässt sich
daraus eine Welt zusammenkneten. Der Breikoch stellt sich auf den Standpunkt,
andere müssten beweisen, dass er unrecht habe.
Ist er mit Sendungsbewusstsein und Rednergabe ausgestattet, kann er es
erreichen, dass sein Denkparasit von Eltern auf Kinder übertragen wird und
Jahrhunderte überlebt.“
Nicht zuletzt wegen Stemmanns hochgradig unseriösen Umgangs mit
wissenschaftlicher Literatur habe ich in Januar dieses Jahres bei der
medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beantragt,
Herrn Dr. Stemmann den in seinem Falle irreführenden Titel eines
außerplanmäßigen Professors abzuerkennen.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Brief-an-Raab2005a.html Herr
Rehm hat Ende März dieses Jahres von einem Dekanatsangestellten, die –
allerdings falsche – Auskunft erhalten, „man habe keine rechtliche Möglichkeit,
Herrn Stemmann den Titel ‚außerplanmäßiger Professor’ wieder zu entziehen“.
(Laborjournal, 6/2005, S. 22)
Herr Rehm schreibt jedoch weiter: „Der Dekan selbst teilte in einem Brief vom 5.
April 2005 mit, er habe die Stellungnahme eines Fachkollegen eingeholt und diese
mit den einschlägigen Unterlagen der Ständigen Habilitationskommission
zugeleitet. Dies mit der Bitte, der Medizinischen Fakultät eine Empfehlung für
die weitere Vorgehensweise zu geben.“
Zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten in den Hochschulen:
http://www.hrk.de/de/beschluesse/109_422.php?datum=185.+Plenum+am+6.+Juli+1998+
1.1.6 Aufnahme in den Projektverbund „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“
Im Jahr 2002 wurde das Projekt „Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis
(des atopischen Ekzems)“ in den Projektverbund „Gesundes Land
Nordrhein-Westfalen“ im Europäischen Netzwerk der WHO „Regionen für Gesundheit“
aufgenommen.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/MinisterinFischer-an-Stemmann2001.html
Diese das Ansehen und die Akzeptanz des GBVs fördernde Ehrung dürfte Herrn Dr.
Stemmann und der Kinderklinik Gelsenkirchen auch geldwerte Vorteile gebracht
haben, da sie geeignet ist, die Motivation von Eltern und Krankenkassen zu
erhöhen, Kinder mit ND stationär zwei oder drei Wochen lang in Gelsenkirchen
behandeln zu lassen.
Dieser Vorteil könnte durch Betrug zustande gekommen sein, da nicht vorstellbar
ist, dass Herr Dr. Jürgen Breckenkamp von der Universität Bielefeld, der das GBV
zur Aufnahme in den Projektverbund vorgeschlagen hat, diesen Antrag positiv
bewertet hätte, wenn ihm nicht die Nähe des GBVs zur GNM verschwiegen worden
wäre. Außerdem habe ich den Verdacht, dass in Stemmanns Antrag Heilerfolge
vorgetäuscht worden sind.
Ein Betrug könnte auch darin bestehen, dass Herr Dr. Stemmann und die
Kinderklinik Gelsenkirchen auch dann noch (bis heute) Werbung mit der
Projektaufnahme gemacht haben, nachdem das GBV ein Jahr nach der Projektaufnahme
wieder aus dem Forschungsverbund ausgeschieden war, weil Herr Dr. Stemmann nicht
den vorgeschriebenen Zwischenbericht abgeliefert hatte. Damit wird der
Öffentlichkeit vorgespiegelt, das GBV gehöre immer noch zum Projektverbund. Ein
Beispiel für diese unlautere Werbung findet sich auf den Internetseiten
http://www.prof-stemmann.de/Schriften/Neurodermitis.pdf
und
http://www.kinderklinik-ge.de/Neurodermitis.pdf , jeweils S. 9 (zuletzt
aufgerufen am 21.09.2005).
Auch in „Kinderklinik Gelsenkirchen“. Strukturierter Qualitätsbericht für das
Berichtsjahr 2004“ vom 31.08.2005 heißt es:
„Überregional bekannt ist die Klinik durch das „Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren“ – einer Therapie von Neurodermitis und Asthma bronchiale,
die Prof. Dr. E.A. Stemmann in der Klinik seit über 30 Jahren erfolgreich
umsetzt. Das Land NRW hat die Therapie als beispielgebend und zukunftweisen
ausgezeichnet.
Das Behandlungsverfahren wurde in den Projektverbund ‚gesundes Land
Nordrhein-Westfalen’ aufgenommen. Eng angebunden an das spezielle
Therapieverfahren ist die Abteilung für klinische Psychologie.“
http://www.aok.de/bund/tools/khinfo/download/1441-260550040-00-2004-pdf.pdf (S.
9f)
Die größte Abteilung der Klinik, die Abteilung für allergische Erkrankungen, die
von Herrn Dr. Stemmann geleitet wird, wird in diesem gesetzlichen
Qualitätsbericht vorsichthalber nicht dargestellt.
2. Ist den Kindern in angemessener Weise geholfen worden?
Es erscheint mir wahrscheinlich, dass Herr Dr. Stemmann an ND erkrankte Kinder
unnötig hat leiden lassen, weil wegen seiner Orientierung an der GNM die stark
juckende und oft entzündete Haut der Patienten im Rahmen des GBVs nicht gemäß
der heutigen Möglichkeiten medikamentös behandelt worden ist. Dies betrifft
besonders den Einsatz fettender Salben, cortisolhaltiger Salben und
immunsuppressiv wirkender neuartiger Salben (z.B. Ruzicka et al., 1997).
„Das tägliche Salben, Cremen, Baden findet nicht statt und die Betroffenen
erhalten auch langzeitig keine Medikamente, wie z.B. gegen den Juckreiz. Es gibt
keine Grundpflege der Haut.“
http://web.archive.org/web/20030627222509/http://www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Neurodermitis.pdf
(S.7)
„Man kann logischerweise auch die durch Fehlschaltung der Entzündungszellen
verursachte Immunreaktion in der Haut unterdrücken durch Anwendung von
Pimecrolimus bzw. Tacrolimus. Doch diese Behandlungsstrategien lindern nur
Symptome, sie beseitigen nicht die Ursache des Leidens.“ [Stemmann, Starzmann,
Langer, Lion, Jakob, Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren bei Neurodermitis
nach Prof. Dr. E. A. Stemmann, Patienteninformationsschrift der Kinderklinik
Gelsenkirchen, Mai 2003, S.2]
Stemmanns Vorgehensweise wäre eventuell gerechtfertigt, wenn das GBV tatsächlich
zu ungewöhnlich guten Erfolgen führen würde. Dies scheint jedoch nicht der Fall
zu sein.
Ich habe in der Kinderklinik Gelsenkirchen oft Kleinkinder gesehen, deren
Gesicht und Kopfhaut so aufgekratzt waren, dass sie „suppten“. Nach Prof. Th.
Ruzicka von der HHU Düsseldorf braucht heutzutage kein Kind mehr so auszusehen
und derart zu leiden [Vortrag auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten
neurodermitiskranker Kinder in Düsseldorf, Nov. 2004].
3. Risiken und „Nebenwirkungen“ des GBVs
3.1 Dr. Stemmann hat ihm anvertraute schwerkranke Kinder durch forciert
durchgeführte Trennungen psychisches Leid zugefügt.
„Phase 1: nach der Verabschiedung schreit und kratzt das Kind wie toll. Es zieht
sich in eine Ecke des Raums zurück und sucht Schutz an der Wand. Es nimmt
keinerlei Kontakt mit seiner Umwelt, Umgebung auf und wehrt Zuwendung und
Ablenkung durch andere Personen heftig ab.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S.
176].
Diese forcierten Trennungen (s.1.1.2.12) sind an schwerkranken Kindern ohne
Rücksicht auf die jeweilige - oft gestörte - Mutter-Kind-Beziehung durchgeführt
worden.
Natürlich müssen Kinder nach und nach lernen, zeitweise ohne ihre Eltern
auszukommen. Dr. Stemmann hat jedoch Kindern, die sich ohnehin schon in einer
schweren psychischen und körperlichen Krise befanden, forcierte und ihrem
augenblicklichem Entwicklungsstand nicht angemessene Trennungen zugemutet. Diese
rabiate Form von „Psychotherapie“ entspricht in der Verhaltenstherapie dem
„flooding“. Dabei wird der erwachsene Patient – mit seinem ausdrücklichen
Einverständnis - sofort mit der Situation konfrontiert, die bei ihm in der
Vergangenheit maximale Angst ausgelöst hat.
Der anonyme Gutachter 1 für die Fachzeitschrift „Der Hautarzt“ schrieb in seinem
Gutachten zu einem von mir eingereichten kritischen Artikel zum GBV unter Punkt
4 zu dieser „Psychotherapie mit der Brechstange“:
„Die These 6 [Heilung der ND durch ein Mutter-Kind-Trennungstraining, WK]
widerspricht völlig den aus der Bindungsforschung (siehe Bion. W.R.: Lernen
durch Erfahrung. Suhrkamp – Verlag Frankfurt 1990) und auch speziell zur
Neurodermitis dargelegten bisherigen Erkenntnissen und man sollte hier sogar
noch schärfer formulieren, dass eine mögliche langfristig wirksame
Traumatisierung der Kinder und Säuglinge nicht ausgeschlossen ist, da das
Verfahren praktisch ausnahmslos angewendet wird (Lit. Z.B.: Dornes, M.: Der
kompetente Säugling. Die präverbale Entwicklung des Menschen. Fischer
Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M 1993).“
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Ablehnungsschreiben.html
Es ist sicher, dass durch diese Trennungen viele Kinder mindestens einmal, meist
wegen deren deutlicher Überforderung mehrmals, einem psychischen Schockerlebnis
ausgesetzt worden sind.
Es besteht außerdem die Gefahr, dass Kinder durch derartige plötzliche
Trennungserlebnisse (die ironischerweise nach Hamer und Stemmann ja die
Entwicklung einer ND auslösen oder fördern) langfristig psychisch geschädigt
werden.
Herr Dr. Stemmann hat in selbstherrlicher Weise – vermutlich ohne eine
Ethikkommission einzuschalten (sogar ein entsprechender Tierversuch hätte
zunächst genehmigt werden müssen) – und ohne angemessene Begleitforschung
ethisch problematische Versuche an Kindern durchgeführt.
Eine wissenschaftliche Publikation Stemmanns zu diesen „Trennungstrainings“
scheint es nicht zu geben.
3.2 Dr. Stemmann hat möglicherweise ihm anvertraute schwerkranke Kinder durch
eine ärztlich nicht indizierte Diät geschädigt.
3.2.1 Körperliche Beeinträchtigungen
Im Rahmen des GBVs sollen alle Kinder ein Jahr lang eine allergenarme Kost zu
sich nehmen. Fachleute, die im Unterschied zu Stemmann international als
Neurodermitisexperten anerkannt sind, äußern sich zum Thema „Neurodermitis und
Ernährung“ wie folgt:
1. Caputo et al., J Am Acad Dermatol. 1986 Sep;15(3):543-5, Diet and atopic
dermatitis
“Dietary management of established atopic dermatitis is not routinely indicated
for the majority of patients.”
2. Ruzicka T, Z Hautkr. 1987;62 Suppl 1:96-9, [Nutrition and atopic eczema]
“For approximately 10% of the cases of atopic eczema in children further forms
of therapy, including dietary measures, should be considered, apart from the
basic therapy according to standard dermatological rules.”
3. Przybilla B, Ring J., Semin Dermatol. 1990 Sep;9(3):220-5, Food allergy
and atopic eczema.
“As most of the patients react only to one or two food items and as these often
differ from one patient to another, undirected exclusion diet regimens are
unnecessary and unethical.”
Stogmann, W, Wien Med Wochenschr. 1989 Sep 30;139(18):414-21, [Recommendations
for the treatment and prevention of atopic dermatitis in children].
“The nutrition of children with AD should be as normal as possible, extreme
regimes of diet have to be avoided.”
DER SPIEGEL schreibt dazu (Nr. 10, 7.3.05, S. 175):
„Vor allem vor der Gelsenkirchener Diät warnen die Fachärzte. ‚Die ist Unsinn.
Nahrungsmittelallergien spielen nur bei einem Drittel der Kinder eine Rolle, die
Rundumschlagdiät selbst ist das Gefährliche’, sagt Dermatologe Höger. Stemmann
bestreitet, daß es je zu Problemen gekommen sei. Höger dagegen erklärt, er habe
Kinder behandelt, ‚die als Folge dieser Diät unterernährt und in ihrer
Entwicklung deutlich zurückgeblieben waren’.“
In einer Verlautbarung der Kinderklinik Gelsenkirchen (Internetseite, Aktuelles,
ab 7.3.2005, s.o.) wurde mitgeteilt:
„Die ernährungsmedizinischen Empfehlungen sind wissenschaftlich abgesichert und
nehmen keinen negativen Einfluss auf die Versorgung des Kindes mit Nährstoffen,
Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen etc. Bei regelmäßigen Kontrollterminen in
der Kinderklinik wird auch die Größe und das Gewicht des Kindes kontrolliert.“
Auffällig ist, dass die sonst in ihren Aussagen über das GBV recht vollmundige
Kinderklinik Gelsenkirchen nicht bestätigt, dass sich die Kinder während des
GBVs hinsichtlich Größe und Gewicht normal entwickeln. Die gewählte Formulierung
„wird kontrolliert“ ist genau so unverbindlich wie „unsere Zahnpasta wurde
klinisch getestet“. Wie zu erwarten, liefert Stemmann trotz der drastischen
Einschränkung der Ernährung aller Neurodermitispatienten (soweit die Eltern und
Großeltern mitmachen, Angaben zur „Compliance“: Fehlanzeige) keine Daten zur
Größen- und Gewichtsentwicklung.
3.2.2 Psychische Beeinträchtigungen
Nach einer vom SPIEGEL (s.o.) wiedergegebenen Aussage hat Prof. Höger Kinder
behandelt, die infolge der GBV-Diät in ihrer Entwicklung deutlich
zurückgeblieben waren.
Außerdem führt diese Diät unmittelbar zu einer psychischen Belastung der Kinder.
Stemmann und Stemmann (2002) bestätigen diese Einschätzung indem sie schreiben
(S. 205):
„Die Umstellung der Ernährung hat auch einen pädagogischen Grund. Der
Neurodermitiskranke, der sich bisher an keine Regeln halten musste, ihm wird
plötzlich eine extreme Disziplin abverlangt. Befolgt er die Nahrungsempfehlungen
perfekt, so hat er das Prinzip der emotionalen Selbstbeherrschung, die
Fähigkeit, einer Handlung Aufschub aufzuerlegen, erlernt, was sich günstig auf
sein weiteres Leben auswirken wird.
Wenn der Erkrankte keine naturbelassene, allergen- und säurearme Kost (zeitlich
begrenzt) einhält, weil er fürchtet, er verlöre an Lebensqualität oder er würde
in eine Sonderrolle gedrängt, drückt er damit unbewusst aus, dass er ohne viel
von sich zu fordern, gesundwerden möchte – er zeigt eine Einstellung, die
Impulsaufschub nicht duldet. Sie steht der Selbstheilung entgegen, denn der
Betroffene wird immer wieder ähnliche Argumente anführen und nicht handeln, wenn
von ihm etwas verlangt wird, was mit Einschränkung, Veränderung verbunden ist.“
Tatsächlich werden die Kinder in der Familie, Nachbarschaft, im Kindergarten und
in der Schule durch die Stemmann-Diät in eine Außenseiterrolle gebracht, wodurch
die durch ihre ND schon stigmatisierten Kinder psychisch zusätzlich belastet
werden.
Außerdem wird die Mutter-Kind-Beziehung schwer belastet, und viele Kinder
gewöhnen sich vermutlich an, ihre Eltern zu belügen, wenn sie heimlich z.B.
Milch, Käse, Zucker oder Schokolade zu sich genommen haben.
3.3 Veranlassung von Computertomographien ohne vernünftige ärztliche
Indikation?
Möglicherweise hat Herr Dr. Stemmann von Annahmen der GNM ausgehend, d.h. ohne
eine vernünftige medizinische Indikation, veranlasst, dass von den Gehirnen von
Kindern außerhalb der Kinderklinik computertomographische Aufnahmen gemacht
worden sind. Dies hat mir Herr Dr. R. Martens, der damalige Leiter der
Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Kinderklinik Gelsenkirchen, im
Jahr 2000 mitgeteilt. Bei diesen CT-Aufnahmen wäre es zwangsläufig zu einer
hohen Strahlenbelastung des Gehirns gekommen.
Stemmann hat Hamer und Pilhar unterstützt
Es erscheint mir wahrscheinlich, dass der in Frankreich u.a. wegen Betrugs zu
einer dreijährigen Haftstrafe verurteilte Dr. Hamer sowie Herr Helmut Pilhar
finanziell davon profitiert haben, dass Herr Dr. Stemmann 1992 die GNM positiv
begutachtet (s. 1.1.1.1), sie seit 1992 im Rahmen des GBVs praktiziert und im
Rahmen des GBVs sowie als „Metamediziner“ Thesen der GNM verbreitet hat.
Thesen der GNM zur Entstehung von Krankheiten im allgemeinen sowie zur
Entstehung von Asthma und ND werden seit vielen Jahren von Herrn Dr. Stemmann
auch über den Verein „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ verbreitet, dessen
Vereinsmitteilungen (AuK-Brief, Auflage: ca. 2600) und Internetseiten relativ
viele Leser finden. http://members.aol.com/AUKGE/
Dr. Stemmanns Bekenntnis zur GNM in Schrift und Tat dürfte Hamer und Pilhar beim
Verkauf von Büchern sowie bei ihrer Beratungs- und Vortragstätigkeit finanzielle
Vorteile gebracht haben.
Herr Pilhar lebt nach eigenem Bekunden von Einnahmen aus seinen Vorträgen zur
GNM. Mein Bruder, zwei Bekannte von mir und ich selbst können bezeugen, dass
Herr Pilhar bei Vorträgen in München, Frankfurt und Köln sich auf Stemmanns
Untersuchung zum GBV berufen hat.
Auch Dr. Hamer beruft sich bis heute immer wieder auf Dr. Stemmanns Brief an den
damaligen Dekan der Medizinischen Fakultät der HHU Düsseldorf, Prof. Pfitzer (s.
1.1.1.1).
Der Betrug der Herren Hamer und Pilhar besteht u.a. darin, dass sie bei Krebs
Heilung durch Konfliktlösung in Aussicht stellen. Dieses Versprechen können sie
offensichtlich nicht einlösen.
Es erscheint mir nicht völlig abwegig, bei Hamer, Pilhar und Stemmann von einem
trio infernale zu sprechen.
Warum mußte Angelo Amstutz mit knapp 5 Jahren sterben?
Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass unter dem Einfluß von Hamer und dessen
Anhänger/inne/n Krebspatienten ums Leben gekommen sind, die bei adäquater
Therapie durchaus Heilungschancen gehabt hätten. Siehe dazu z.B.
http://www.agpf.de/Hamer.htm .
Mit nur 15 Jahren starb Uschi Fischer 1998 an Krebs. Hamer hatte ihr einen
„Unsportlichkeits-Selbstwerteinbruch-Konflikt“ als Ursache eines „akuten
Gelenkrheumatismus’“ angedichtet.
( http://www.neue-medizin.de/body_uschi.html)
Sören Wechselbaum, ein sportlicher junger Mann aus Leipzig, hatte Hodenkrebs,
der früh entdeckt wurde. Er vertraute dem Scharlatan Hamer, bis es zu spät war
und starb am 1.7.2002 mit 25 Jahren.
(http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/021118/04/frames.html)
Der Fall Angelo Amstutz zeigt Parallelen zu dem nicht tödlich ausgegangenen Fall
der Olivia Pilhar, die fast ums Leben gekommen wäre, weil die Eltern Pilhar
unter dem Einfluß von Dr. Hamer einer notwendigen Krebsoperation nicht
zugestimmt haben. Das Kind konnte erst operiert werden, nachdem den Eltern das
diesbezügliche Sorgerecht entzogen worden war.
Hinsichtlich des Todes von Angelo Amstutz sind die folgenden Internetseiten von
Interesse:
5.1
http://www.pilhar.com/Angelo/angelo.htm
Aus dieser Seite geht hervor, dass die Mutter des Verstorbenen mit ihrem
krebskranken Sohn Angelo ins Ausland gegangen ist, weil sie als Anhängerin
Hamers ihr Kind einer konventionellen Krebsbehandlung (Chemotherapie) entziehen
wollte. Ferner heißt es auf dieser Seite, im Ausland „wäre Angelo unter
ständiger Kontrolle eines Krebsspezialisten und eines Kinderarztes“. Damit
könnten die Doktores Hamer und Stemmann gemeint seien.
5.2
http://www.pilhar.com/Angelo/961203.htm
Aus dieser Seite geht hervor, dass der Schweizer Angelo Amstutz nicht weit von
der Kinderklinik Gelsenkirchen entfernt im Marienhospital in Herne durch
nichtnatürlichen Tod ums Leben gekommen ist.
5.3
http://www.pilhar.com/Angelo/961204ha.htm
Aus dieser und weiteren Pilhar-Internetseiten geht hervor, dass Herr Hamer die
Familie Amstutz über längere Zeit „betreut“ hat und sogar bei der Operation in
Herne im Operationssaal zeitweise anwesend war.
5.4
http://www.pilhar.com/Angelo/961225.htm
Hier heißt es in einem Brief der Eltern Amstutz an Herrn Prof. J. Engert vom
Marienhospital in Herne:
„Ich möchte nochmals klarstellen, daß wir bei der Aufnahme mindestens dreimal
gesagt haben, daß Herr Prof. Stemmann mit Ihnen persönlich die Einweisung
telefonisch organisierte.“
Daraus folgt, dass Angelo Amstutz ein Patient von Herrn Dr. Stemmann war.
5.5.
http://www.pilhar.com/Angelo/970108.htm
Hier heißt es: „Prof. Stemmann bestätigte nochmals, daß er mit Ihnen telefoniert
habe. Er habe Ihnen gesagt, Sie sollen doch diese "Kartoffeln herausnehmen, es
wäre doch nur ein menschlicher Akt, den Sie machen sollen". Wenn Sie unbedingt
noch nachträglich ein Einweisungsschreiben haben wollen, dann bitten wir Sie,
dies persönlich bei Prof. Stemmann anzufordern. Zudem ist es ja so, daß
Privatpatienten kein Einweisungsschreiben benötigen, oder?“
6. Kritische Anmerkungen zur Umweltstation der Kinderklinik Gelsenkirchen
Dr. Stemmann macht auf den Internetseiten der Kinderklinik weiterhin Werbung für
deren Umweltstation. Diese Werbung ist geeignet, den Eindruck zu erwecken, durch
diese besondere Einrichtung könne Patienten mit Allergien in spezifischer Weise
geholfen werden.
Es handelt sich hierbei um einen ungewöhnlichen Behandlungsansatz, an dessen
Wissenschaftlichkeit und Wirksamkeit ich begründete Zweifel habe.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Umweltstation.html
Vor gut 10 Jahren hat der damalige Gesundheitsminister von NRW, Herr Franz
Müntefering, die für etwa 1.2 Millionen DM errichtete Umweltstation der
Kinderklinik Gelsenkirchen eingeweiht. Darüber hat damals die WAZ berichtet.
Durch eine stationäre Behandlung auf dieser in Europa wohl einmaligen
Einrichtung sollen allergiekranke Kinder zeitlich befristet vor Allergenen und
Schadstoffen in der Luft, in der Kleidung, in Baumaterialien, in
Einrichtungsgegenständen und im Wasser, das zur Körperpflege verwendet wird,
geschützt werden.
Der Zweck dieser Einrichtung wird beschrieben unter:
http://www.kinderklinik-ge.de/ (klicken auf: Fachbereiche, Umweltmedizin)
sowie von Stemmann und Stemmann, Selbstheilung (Spontanheilung) der
Neurodermitis. Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren. Eigenverlag, 2002, S.
120.
Eine Darstellung des hinter dieser Einrichtung stehenden wissenschaftlichen
Konzepts konnte ich in der Fachliteratur nicht finden. Anscheinend soll der
Organismus der Patienten eine Zeit lang entlastet werden, damit er sich
„regenerieren“ kann und zukünftig weniger stark unter Allergenen zu leiden hat.
Ob dieses Ziel erreicht wird, erscheint fraglich, weil ca. 10 Jahre nach
Inbetriebnahme der Station zur Wirksamkeit dieser ungewöhnlichen
Allergiebehandlung der für die Einrichtung der Station verantwortliche Arzt,
Herr Dr. Stemmann, anscheinend noch keinen wissenschaftlichen Bericht vorgelegt
hat. Eine wissenschaftliche Begleitforschung ist aber gerade bei
außergewöhnlichen medizinischen Maßnahmen unverzichtbar.
Hinweise darauf, dass eine Behandlung in dieser Station nicht die erhofften
Effekte zeigt, liefern jedoch die folgenden Äußerungen Stemmanns:
„Umweltstoffe als zusätzlicher belastender Faktor sind nicht notwendig für das
Fortbestehen des Asthmas, wie der Aufenthalt des Betroffenen auf einer der
wenigen in der Welt existierenden Umweltstationen gezeigt hat. (Mit Hilfe dieser
Spezialstation, die eigens in der Kinderklinik Gelsenkirchen-Buer gebaut wurde,
kann die Umweltbelastung für den Asthmakranken drastisch gesenkt werden –
dennoch ist er nicht beschwerdefrei).“
[http://www.prof-stemmann.de/Schriften/Asthma.htm]
„Würde sich der Neurodermitiskranke auf einer derartigen Umweltstation mit ihrer
extremen reiz- und fremdstoffarmen Umgebung aufhalten, müsste sich innerhalb
kurzer Zeit die Neurodermitis bessern und sogar abheilen, wenn die
Umweltbelastung der wesentliche Faktor sein sollte, auf den sich die
Neurodermitis gründet.
Die Erfahrungen mit der eigenen Umweltstation haben ergeben:
- Die Umweltbelastung scheint von untergeordneter Bedeutung zu sein,
viel wesentlicher für das Krankheitsgeschehen war der Stress, den der Betroffene
selbst hervorrief bzw. der durch Kontakt mir seiner menschlichen Umgebung
tagtäglich ausgelöst wurde.“
[Stemmann und Stemmann, 2002, S. 120]
Selbst in dem Fall, dass sich Asthma und ND durch einen z.B. zweimonatigen
„Entgiftungsaufenthalt“ auf der Umweltstation bessern sollten, bliebe es
fraglich, ob die Patienten nach Beendigung der aufwendigen und die Kinder aus
ihren normalen sozialen Bezügen reißenden Behandlung dem erneuten (und jetzt
ungewohnten) Ansturm von Allergenen und Schadstoffen widerstehen könnten.
Bei Nahrungsmitteln rechnet Stemmann sogar mit einer besonders heftigen
allergischen Reaktion, wenn diese zeitweise gemieden wurden:
„Die Anpassung wird demaskiert, wenn das Allergen über sieben bis 10 Tage
vollständig gemieden wird. Aufnahme schon von geringen Mengen führt jetzt zu
einer heftigen, deutlich sichtbaren allergischen Reaktion.“ (Stemmann und
Stemmann, 2002, S. 204)
Der hier skizzierte Behandlungsansatz ist inhaltlich offensichtlich unabhängig
von der GNM. Er hat jedoch mit dem eigentlichen GBV gemeinsam, dass in geradezu
beängstigender Weise außerhalb der evidenzbasierten Medizin über medizinische
Zusammenhänge spekuliert wird, und auf der Basis dieser wissenschaftlich nicht
angemessen überprüften Spekulationen Patienten in ungewöhnlicher Weise
„therapiert“ werden. Hinzu kommt, dass diese konzeptuell zweifelhaften
Therapieversuche hinsichtlich ihrer Wirkungen und Nebenwirkungen nicht
angemessen wissenschaftlich erforscht werden.
Auch im Falle der Umweltstation sind möglicherweise den Krankenkassen Leistungen
vorgetäuscht worden, die gar nicht erbracht werden konnten.
Nach meinen eigenen Erfahrungen sind auf der Umweltstation jedoch überwiegend
Kinder behandelt worden, die mit der Verdachtsdiagnose „Hyperaktivität und/oder
Aufmerksamkeitsstörungen“ überwiesen worden waren. Auch bei diesem
„Behandlungsansatz“, den Herr Dr. Stemmann zu verantworten hat, und für den
vermutlich Krankenkassen aufgekommen sind, ist die Wissenschaftlichkeit und
Wirksamkeit meines Wissens nicht dokumentiert worden.
Zu den wenigen Fachleuten, die sich kritisch mit den pseudowissenschaftlichen
Spinnereien Dr. Stemmanns auseinandergesetzt haben, gehört Sebastian Barsch.
Über das Buch „Das Recht des Kindes auf Eigensinn. Die Paradoxien von Störung
und Gesundheit. München/Basel, 2. bearb. Aufl. 1995“ schrieb er:
„Die Auswahl der Themen ist umfangreich: es werden weder historische Aspekte
bezüglich des Umgangs mit Verhaltensauffälligkeiten ausgelassen, noch werden
therapeutische Herangehensweisen allein dargestellt.
Unangenehm aufgefallen ist jedoch der Artikel von Ernst A. Stemmann über die
"Ernährung als Ursache und Therapie für auffällige Verhaltensweisen". Stemmann
vertritt die These - und stellt sie als wissenschaftlich erwiesen dar - dass die
Ernährung wesentliche Ursache der Entstehung des hyperkinetischen Syndroms sei.
Diese Theorie ist allerdings in der Tat alles andere als erwiesen. Trotz dieses
"Ausrutschers" ist das Buch alles in allem lobenswert.“
http://www.sonderpaedagoge.de/literatur/rezi.php?id=14
Stemmann hat sich auch mit diesem gefährlichen Schwachsinn für eine Aufnahme in
das hervorragende Nachschlagewerk „Die Psycho-Szene“ von Colin Goldner
(Aschaffenburg: Alibri-Verlag, 2000) qualifiziert.
7. Stemmanns einflussreiche Unterstützer und Dulder
Es wäre irreführend, nur von einem „Fall Stemmann“ zu sprechen. „Solche Leute
gibt es immer und wird es immer geben.“ (H. Rehm, lj, S. 24)
Dass Stemmann sich ein derart verlogenes „Neurodermitis-Imperium“ (R.G. Hamer)
aufbauen konnte, verdankt er ganz wesentlich seinen vielen – zum Teil ranghohen
– Unterstützern. Hinzu kam das „Schweigen der Belämmerten“, die eigentlich eine
Kontrollfunktion haben, sich dieser Aufgabe aber offensichtlich nicht bewusst
sind.
Unterstützer und/oder Dulder des hochgradig esoterischen GBVs nach Hamer und
Stemmann sind/waren u.a.:
a) Dietmar Langer, Dr. Gerritt Lautner (neuer ärztlicher Direktor), Dr.
K.-A. Lion, Gerd Starzmann (http://members.aol.com/AUKGE/wenn_eng.html) und
weitere Mitarbeiter/innen der Kinderklinik Gelsenkirchen
b) Dieter Thomescheit (langjähriger Verwaltungsdirektor der Städtischen
Kinderklinik Gelsenkirchen)
c) Werner Neugebauer (Geschäftsführer der BKB Bergmannsheil und
Kinderklinik Gelsenkirchen gGmbH)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KLOSTERHALFEN-AN-NEUGEBAUER.HTML
d) der Aufsichtsrat der BKB Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH (1.
Vorsitzender: Dr. Georg Greve, stellvertretende Vorsitzende: Henriette Reker):
eine Beziehung zwischen dem GBV und der GNM herzustellen sei „unseriös und
falsch“
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PAMPHLET_KRITIK.HTML
e) Leitende Mitarbeiter der Klinik Bergmannsheil in Buer, die von mir
mehrfach informiert wurden
f) Rechtsanwalt und Notar Ulrich Sander von Linten & Partner in Essen
(hat Stemmann gegen mich vertreten, vertritt BKB gegen mich)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/unterlassungsklage01.html
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/unterlassungsklage02.html
g) Allergie- und umweltkrankes Kind e.V. (sektenartige Organisation; 1.
Vorsitzender seit 1991: Ulrich Neumann, Regionaldirektor der AOK
Westfalen-Lippe; 2. Vorsitzender: Annegret Braun;
ärztlich-wissenschaftlicher Berater: Prof. Stemmann)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-ULRICH-NEUMANN.HTML
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/NEUMANN-AN-KLOSTERHALFEN2005a
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/NEUMANN-AN-KLOSTERHALFEN2005b.tif
h) ca. 50 Ortsgruppen des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“,
z.B. in Berlin
http://www.auk-berlin.de/ und in Hessen http://www.aukov-hessen-sued.de/
i) Bundespräsidialamt (Bundesverdienstkreuz am Bande für GBV-Aktivistin
Annegret Braun, überreicht durch Ministerin Birgit Fischer vom
Gesundheitsministerium in NRW)
http://web.archive.org/web/20040626204619/http://www.mgsff.nrw.de/aktuelles/presse/pm_2003/031126b.htm
j) Buersche Zeitung (referierte nach dem Spiegel-Artikel über Stemmann
nur die „Gegendarstellung“ der Kinderklinik Gelsenkirchen)
http://www.westline.de/nachrichten/archiv/index_mono.php?file_name=20050308215500_bz_10.htm&jahrgang=2005&stichwort=stemmann&&start=0&order=relevanz&ort=%
k) Westdeutsche Allgemeine Zeitung (GBV-Hofberichterstattung:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/WAZ-ueber-GBV.html )
l) Hamburger Abendblatt (30.3.2005)
http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/30/415056.html
m) zahlreiche Medizinjournalisten, die von mir informiert wurden, aber nicht
kritisch über das GBV berichten
n) öffentliche Fernsehanstalten, z.B. WDR
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/an-WDR-Brock20050303.html ,
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/WDR-AN-KLOSTERHALFENa ,
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/WDR-AN-KLOSTERHALFENb und
MDR http://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit_ernaehrung/1940259.html)
o) private Fernsehsender (vor einigen Jahren)
p) Rundfunksender (Radio Emscher-Lippe „Ich kann nur staunen, denn ich bin
ein reiner Schulmediziner.
Das Problem liegt darin, dass offensichtlich der Kollege Höger nicht weiß, was
wir machen.“
http://www.relmeinradio.de/index.php [Nachrichten-Archiv, Stemmann])
q) AOK (Vorsitzender des Vorstands: Dr. Hans Jürgen Ahrens) und viele
weitere Krankenkassen, die die preisgekrönte GBV-Scharlatanerie seit ca. 15
Jahren finanzieren Richtlinien zur Bewertung ärztlicher Behandlungsmethoden
gemäß § 135 Abs. 1 SGB V:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikeldruck.asp?id=41623 (s. besonders §§ 8
und 9)
r) Prof. Hans-Joachim Steingrüber
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Brief-an-Raab2005a.html
h) zahlreiche weitere Professoren, Kinderärzte, Hautärzte, ärztliche
Standesorganisationen, z.B. Ärztekammer
Westfalen-Lippe
s) Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Stemmann hat sich ihr schon 1992
als Hamerianer offenbart, die HHU hat sich trotzdem bis heute nicht von Stemmann
distanziert)
t) Ratsfraktion der CDU Gelsenkirchen (Bürgerpreis für Dr. Stemmann)
u) NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer (Aufnahme des GBVs in
NRW-EU-WHO-Projekt)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/MinisterinFischer-an-Stemmann2001.html
v) Landesmedizinalrätin Dr. Weihrauch und Frau Dr. Prütting vom
Gesundheitsministerium NRW
(antworteten auf meine Beschwerden mit blöden Briefen)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-GESUNDHEITSMINISTERIUM-NRW.HTML
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/DrWeihrauch-an-Klosterhalfen20050224.jpg
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/DrWeihrauch-an-Klosterhalfen20050224S2.jpg
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PRUETTING-AN-KLOSTERHALFENa
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PRUETTING-AN-KLOSTERHALFENb
w) Prof. Dr. Stefan F. Winter, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales der Landes NRW, der auf meine Beschwerden bisher nicht
geantwortet hat (Korrespondenz: s.o.)
x) Dr. Jürgen Breckenkamp, Universität Bielefeld, der das GBV für eine
Aufnahme in den Projektverbund „Gesundes Land NRW“ vorgeschlagen hat
http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/s-iph/members/breckenkamp/
y) Oliver Wittke (CDU), ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt
Gelsenkirchen
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Klosterhalfen-Rede-Personalversammlung-2001.html
z) Frank Baranowski (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, der
die Kinderklinik „für einen
wichtigen Baustein für die Gesundheitswirtschaft in Gelsenkirchen“ hält:
http://www.kinderklinik-ge.de/Aktuelles.htm?Menue=10_kk_kinderklinik&Knoten=68 ,
21.09.2005
„Die renommierte Kinderklinik nimmt sogar junge Patienten aus ganz Deutschland
auf.“
http://oberbuergermeister.gelsenkirchen.de/aktuelles/reden/gesundheitswirtschaft.asp
aa) Bundesknappschaft (1. Direktor: Dr. Georg Greve; Vorstandsvorsitzender:
Fritz Kollorz)
bb) Henriette Reker, Vorstand für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
(!) der Stadt Gelsenkirchen: „Ich stehe aus tiefster Überzeugung hinter dieser
Veranstaltung“ (Grußwort zu Vorträgen über das GBV, 2003)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/WAZ-ueber-GBV.html (s. 1.9.03)
cc) Dagmar Lengert, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses der Stadt
Gelsenkirchen („das wegweisende Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/WAZ-ueber-GBV.html (s.
24.04.2004)
dd) Bundesversicherungsamt (einschlägige Aufsichtsbehörde von Stadt
Gelsenkirchen und Bundesknappschaft; kann angeblich erst tätig werden, wenn ein
Rechtsverstoß festgestellt worden ist)
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/BUNDESVERSICHERUNGSAMT-AN-KLOSTERHALFENa.jpg
http://www.transgallaxys.com/~kinderklinik/BUNDESVERSICHERUNGSAMT-AN-KLOSTERHALFENb.jpg
ee) Volkshochschulen (z.B. in Gelsenkirchen und Dorsten)
http://www.dorsten.de/Dokumente/VHS_2-05.pdf
(S. 13)
ff) Kirchengemeinden (z.B. in Bodenwerder)
http://www.holzminden.com/maria/unsere_gemeinde/allergie_selbsthilfegruppe.html
gg) ASG-Bildungsforum, Düsseldorf (Leiter: Dr. Markus Kiefer)
http://www.asg-bildungsforum.de/asg/html/heft2003_08.pdf
hh) ich selbst (finanzielle Abhängigkeit)
8. Allergie- und umweltkrankes Kind e.V. (AuK)
AuK wurde am 3. 9. 1991 gegründet. Seitdem fungiert als 1. Vorsitzender Herr
Ulrich Neumann, der zugleich Regionaldirektor der AOK Westfalen-Lippe ist. Herr
Neumann leitete früher die AOK in Gelsenkirchen.
Ebenfalls von Anfang an dabei ist als zweite Vorsitzende Frau Annegret Braun.
Der Verein wird „ärztlich-wissenschaftlich“ von Herrn Prof. Dr. med. Ernst
August Stemmann beraten. Der AuK-Bundesverband ist in Räumen auf dem Gelände der
Kinderklinik Gelsenkirchen untergebracht: Westerholter Str. 142, 45892
Gelsenkirchen, Tel. 0209-30530 oder 369306, Fax 0209-3809037, E-Mail:
mailto:AU...@aol.com.
„Zum Verein gehören zum derzeitigen Zeitpunkt mehr als 2600 Mitgliederfamilien,
die in 50 Ortsverbände, verteilt über die gesamte Bundesrepublik, organisiert
sind. Zusätzlich bieten über 150 Kontaktstellen beratende Hilfe. Die
Koordination der Arbeit übernimmt der Bundesverband mit seiner Geschäftsstelle
in Gelsenkirchen.“
„Wir wollen das Selbsthilfepotential der Betroffenen und ihrer Familien so
stärken, dass eine Heilung folgender Erkrankungen möglich wird:
Heuschnupfen
Asthma
Neurodermitis
Umwelterkrankungen
http://members.aol.com/AUKGE/ (S.1, aufgerufen am 28.9.2005)
Soweit dieser Verein tatsächlich psychologisch beratend und unterstützend tätig
ist, ist dies oft sinnvoll und verdienstvoll. Insbesondere Frau Braun wird wegen
ihres großen Engagements und ihrer warmherzigen Art von vielen Eltern sehr
geschätzt. (Wobei ein wesentlicher Teil des Gesprächsbedarfs dadurch entsteht,
dass das GBV ungewöhnliche Thesen postuliert und bei Müttern immer wieder
Schuldgefühle auslöst.)
Äußerst problematisch ist indes die (un)heimliche Nähe des Vereins zur GNM
Hamers. Die treibende Kraft hinter AuK ist Herr Dr. Stemmann, der sich ab 1992
öffentlich zu Hamer bekannt hat und vermutlich auch schon bei der Gründung des
Vereins ein Anhänger der sog. Neuen Medizin Hamers war.
Der Verein spielt für das GBV eine zentrale Rolle, indem er Auffassungen des
GBVs und der GNM durch Vorträge („Neurodermitis ist heilbar“), Schriften
(Bücher, Patienteninformationsschriften zum GBV, AuK-Brief), das Internet (
http://members.aol.com/AUKGE/index.html ) und Gespräche verbreitet. Das zentrale
Dogma Hamers ist seit Jahren auf der Internetseite von AuK zu lesen:
„Es [das GBV] vertritt die Meinung, daß die Ursachen einer Krankheit stets in
einer Gefühlsverletzung liegen, die den Erkrankten unerwartet getroffen hat und
die durch bestimmte Auslöser verstärkt und erhalten bleibt.“
http://members.aol.com/AUKGE/gels_mod.htm
Auch die Hamerschen Thesen zur Entstehung von Allergien durch Trennungs- bzw.
Revierkonflikte sowie weitere Hamer-Thesen werden von AuK proliferiert.
Eine der GNM nahe stehende psychosomatische Theorie der Asthmaentstehung
vertritt der leitende Psychologe der Kinderklinik Gelsenkirchen, Herr Gerd
Starzmann::
http://members.aol.com/AUKGE/wenn_eng.html
Da sich weder AuK noch Dr. Stemmann öffentlich zu Hamer bekennen, aber
wesentliche Thesen der GNM propagieren, verhält sich AuK in dieser Hinsicht wie
eine Tarnorganisation.
Beim Verschweigen der geistigen Nähe des Vereins zu Hamer könnte es sich um
Betrug handeln.
Eine wesentliche Funktion von AuK ist es,
a) der Kinderklinik Gelsenkirchen zahlreiche Patienten aus ganz Deutschland
zuzuführen;
b) Herrn Dr. Stemmann zahlreiche Privatpatienten aus ganz Deutschland
zuzuführen.
Es wäre verwunderlich, wenn nicht zumindest einige Eltern über das GBV den Weg
zu den Stammtischen der GNM finden würden (s. auch:
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PILHAR-FREUND-STEMMANN)
Da ich es für skandalös halte, dass ein leitender Mitarbeiter der AOK sowie ein
Klinikchef/Abteilungsleiter an einer Klinik Hamerschen Irrsinn propagieren, habe
ich Herrn Ulrich Neumann mit Schreiben vom 15.01.2005 gefragt:
„Ist Ihnen als 1. Vorsitzenden des Vereins Allergie- und umweltkrankes Kind
eigentlich bekannt, dass Herr Dr. Stemmann ein Anhänger der (Germanischen) Neuen
Medizin des dreifach vorbestraften ehemaligen Arztes Dr. Ryke Geerd Hamer ist?
Herr Dr. Hamer ist europaweit durch den Fall „Olivia Pilhar“ bekannt geworden.
Meine diesbezügliche Kritik des hochesoterischen Gelsenkirchener
Behandlungsverfahrens finden Sie unter „gbv-kritik.doc“ auf meiner o.a.
Internetseite.
Ist Ihnen ferner bekannt, dass Ihr Verein auf seinen Internetseiten Hamersche
Ideologie verbreitet? Beispiel:
die Ursachen einer Erkrankung lägen stets in einer Gefühlsverletzung, die den
Erkrankten unerwartet getroffen hat.
Quelle: http://members.aol.com/AUKGE/gels_mod.htm .“
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Brief-an-Neumann2005a.html
Auf diese Fragen mochte Herr Neumann mir nicht antworten: „Zu Ihren Vorwürfen
gegenüber Herrn Prof. Stemmann nehmen wir nicht Stellung, da wir das Ergebnis
Ihrer Aktivitäten, die wir der Homepage „Kidmed.de“ entnommen haben, abwraten
möchten.“
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/NEUMANN-AN-KLOSTERHALFEN2005a
Auch auf die folgenden Fragen verweigerte Herr Neumann die Antwort:
„Es wäre daher zu begrüßen, wenn Sie unabhängig von meinen Aktivitäten nicht nur
mir, sondern vor allem auch der Öffentlichkeit möglichst bald erklären würden,
a) seit wann Sie wissen, dass der ärztlich-wissenschaftliche Berater Ihres
Vereins, Herr Dr. Stemmann, ein Anhänger der (Germanischen) Neuen Medizin ist,
b) seit wann Sie wissen, dass die ungewöhnlichen Behauptungen, alle
Krankheiten würden durch jeweils spezifische biologische Konflikte verursacht,
Neurodermitis würde durch Trennungskonflikte verursacht, Asthma würde durch
Revier(angst)konflikte verursacht, ursprünglich nicht von dem Meta-Mediziner Dr.
Stemmann, sondern von Herrn Dr. Hamer stammen,
c) was Sie heute von der Germanischen Neuen Medizin halten, und
d) ob die AOK Westfalen-Lippe inzwischen die Germanische Neue Medizin als
Heilmethode anerkennt.“
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Brief-an-Neumann2005b.html
Herr Neumann schrieb mir:
„Wir, d.h. die Mitglieder des Vorstandes des Vereins, lehnen es angesichts Ihrer
zig Eingaben und Aktivitäten ab, zu Ihren Vorwürfen gegenüber Herrn Prof.
Stemmann Stellung zu nehmen.
Auch werden wir Ihre Fragen nicht beantworten.“
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Neumann-an-Klosterhalfen2005b.html
Was hätte er auch sagen sollen? Zumindest ist Herr Neumann nicht so dreist wie
sein Berater Stemmann, der einen plumpen Gegenangriff gestartet hat, indem er
mir eine Diffamierungskampagne (d.h. üble Nachrede) unterstellt und die im
Spiegel erhobenen Vorwürfe als „völlig unhaltbar“ zurückgewiesen hat.
Herr Neumann ist entweder ein Hamer-Anhänger (was ich annehme), oder er weiß
seit über 10 Jahren nicht, was er als AuK-Vorsitzender tut (was ihn ebenfalls
als AOK-Funktionär disqualifizieren würde).
Der Verein, der Herrn Stemmann wie einen Guru verehrt, scheint auch wesentlich
zu der Illusion von Eltern beizutragen, durch das GBV würde eine Selbstheilung
der ND verursacht. Dabei spielt die Selbstselektion der Vereinsmitglieder eine
Rolle, d.h. man bleibt unter sich, bestätigt sich gegenseitig und wird nicht
durch unzufriedene Eltern oder ernstzunehmende Wissenschaftler verunsichert:
„Durch die erfolgreiche Behandlung entsteht ein Schneeballeffekt, beschreibt
Prof. Stemmann, der dem Verein als ärztlich-wissenschaftlicher Berater zur Seite
steht. Sind die Patienten und deren Angehörige mit den Ergebnissen zufrieden,
treten sie häufig dem Verein bei und helfen selbst in den Beratungsstellen mit..
Und wer könnte besser für diese Arbeit qualifiziert sein, als die Leute, bei
denen unsere Therapie schon Erfolg hatte.“
(WAZ, 23.08.2001)
9. Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
Das MAGS (vormals: Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie) des
Landes NRW spielt beim Gelsenkirchener Klinikskandal eine besonders unrühmliche
Rolle.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-GESUNDHEITSMINISTERIUM-NRW.HTML
a) Dieses Ministerium hat im Jahr 2001 das GBV aufgrund eines Antrags von
Herrn Dr. Stemmann und einer oberflächlichen Begutachtung durch Herrn Dr. Jürgen
Breckenkamp von der Universität Bielefeld ausgezeichnet, indem es das GBV in den
Projektverbund „Gesundes Land NRW“ aufgenommen hat. Dieser Projektverbund gehört
zu dem EU-WHO-Netzwerk „Regionen für Gesundheit“.
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/MinisterinFischer-an-Stemmann2001.html
Beteiligt an diesem Vorgang war die Landesgesundheitskonferenz, die Anstöße „zu
einer neuen Kultur gemeinsamen Handelns im Gesundheitswesen des Landes“ geben
soll. „In ihr sind alle wichtigen Akteure des Gesundheitswesens in
Nordrhein-Westfalen vertreten: ...
Sozialversicherungsträger
Verfasste Ärzte- und Zahnärzteschaft, Apotheker
Krankenhausgesellschaft
Arbeitgeber und Gewerkschaften
Wohlfahrtsverbände
Kommunale Spitzenverbände
Landschaftsverbände
Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und des Patientenschutzes
Gesundheitliche Selbsthilfe.“
http://www.gesundheit.nrw.de/content/e19/e2803/e4570/index_ger.html
Anscheinend haben sich weder Herr Breckenkamp noch die „wichtigen Akteure des
Gesundheitswesens“ darüber gewundert, dass die ND neuerdings durch einen
Trennungskonflikt hervorgerufen wird und angeblich durch Selbstheilung geheilt
werden kann.
b) Laut H. Rehm (Laborjournal, 6/2005, S. 22) wurde das GBV ein Jahr nach
seiner Aufnahme wieder aus dem Projektverbund ausgeschlossen, weil Herr Stemmann
den geforderten Zwischenbericht nicht abgeliefert hatte. Dies hindert Herrn
Stemmann nicht, bis heute weiterhin mit dieser Projektaufnahme Werbung zu
machen,
z.B. http://www.prof-stemmann.de/Schriften/Neurodermitis.pdf
Meine entsprechende Beschwerde bei Ministerin Fischer und beim MAGS hat bisher
nicht dazu geführt, dass diese unlautere Werbung eingestellt wird.
c) Auf meine Beschwerden beim Gesundheitsministerium wegen der
Projektaufnahme (13.01.2005 an Frau Fischer, 24.02.2005 an Frau Dr. Weihrauch,
s. o.a. Link) habe ich lediglich zwei ausgesprochen blöde Briefe erhalten, in
denen – trotz dem Ministerium vorliegender eindeutiger Beweise –
unverschämterweise bestritten wird, dass das GBV etwas mit der GNM zu tun hat:
„Über den in Ihrem Brief genannten äußerst fragwürdigen Themenkreis, den Sie mit
Herrn Prof. Stemmann in Verbindung bringen, war und ist hier nichts bekannt.“
(Dr. Birgit Weihrauch, Landesmedizinalrätin,24.02.2005)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/DrWeihrauch-an-Klosterhalfen20050224.jpg
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Auf meine entsprechenden Vorhaltungen (5.03.2005) erhielt ich von Frau Dr.
Weihrauch keine Antwort.
Mein erster Beschwerdebrief an Herrn Prof. Winter (11.07.2005) wurde von Frau
Dr. Prütting beantwortet
(20.07.2005):
„Die angebliche Nähe des Therapiekonzeptes von Herrn Prof. Stemmann zur
‚Germanischen Neuen Medizin’ ist bislang nicht belegt und lässt sich von hier
aus nicht weiter nachprüfen.“
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http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/PRUETTING-AN-KLOSTERHALFENb
Meine erneute Beschwerde (auch wegen dieser dämlichen Schreiben) vom 14.8.2005
hat Herr Staatssekretär Prof. Stefan F. Winter bisher nicht beantwortet.
So viel Inkompetenz und Dreistigkeit habe ich von einem deutschen Ministerium
nicht erwartet. Diese Realsatire ist unfreiwillig komisch, aber auch
schockiernd.
Potentiell relevante Paragraphen
§ 263 StGB [Betrug]
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen
Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt,
dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung
wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe
bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr
bis zu zehn Jahren.
(4) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1)
§ 306 BGB [Unmögliche Leistung] Ein auf unmögliche Leistung gerichteter Vertrag
ist nichtig.
Äußerungen Hamers zur Universitätsmedizin
„Die hochdotierten und hochdekorierten, die hochspezialisierten und
hochintellektualisierten Hoch-Schul-Medi-Zyniker, diese Millionärshalbgötter in
Weiß können wir in Zukunft nicht mehr gebrauchen.
‚Die bisherigen Vorbilder unserer Ärzte, die nickelbebrillten, hochnäsigen, rein
intellektuellen psychasthenischen Fachidioten-Professoren, die menschlich
vollständige Nieten sind, aber irgendein Spezialgebiet auswendig können, dazu
zwei linke Hände mit spitzen kalten Fingern haben, vor denen sich der Patient
fürchtet, diese Sorte sogenannter Wissenschaftler’ müssen wir in Zukunft in
irgendwelche Labors einsperren, wo sie menschlich keinen Unfug anrichten
können.“
[Hamer, 1989, S. 55]
„Denn: hat der Hamer recht, dann ... sind Hunderttausende von Professoren
aufgrund von vollständigem Schwachsinn, aufgrund von wissenschaftlichen Lügen
und Irrtümern, zu Professoren gemacht worden. ... hätte jeder in der
Krebstherapie tätige Arzt Hunderte, wenn nicht Tausende von Leichen in seinem
Keller ...“
[Hamer, 1989, S. 27].
Die heutigen, durch Manipulation der Logen auf ihre Posten gehievten,
erfolgreichen Medizyn-Millionäre, die jeden Handgriff und jedes freundliche Wort
in Geld umrechnen, dazu aber auch noch auf jedem Kongreß mit ihrem dümmlichen
Gesabber vor Ethik triefen, diese Spezies von Brutal- und Profit-Medizynikern
muß endgültig der Vergangenheit angehören. Sie ekeln mich.
[Hamer, 1987, S. 294f]
„Dieses Buch soll gewidmet sein dem Heer der Toten, genauer: dem grausam mit
Chemo und Morphium zu Tode Gefolterten, zumal den nicht jüdischen Patienten, in
Deutschland allein 15 Millionen und jeden Tag sterben weitere 1500 unter der
Folter ... Denn mit der GERMANISCHEN NEUEN MEDIZIN hätte kaum einer an Krebs
sterben brauchen. Sie alle durften nicht nach der GERMANISCHEN NEUEN MEDIZIN
überleben.
Dagegen dürfen und müssen sogar alle Juden schon seit 20 Jahren diese, unsere
GERMANISCHE NEUE MEDIZIN verwenden. Kaum einer von ihnen stirbt noch an Krebs.
Bitte, liebe Leser, helft alle mit, daß dieser mit Abstand größte Massenmord der
Weltgeschichte gestoppt wird.“
[Hamer, 2004, S.3]
Epilog
„Wir sind den anderen meilenweit voraus. Die wissen ja nicht , wo die Glocken
hängen.“
[Stemmann, pers. Mitteilung an WK]
„Würde das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren Teil der Regelversorgung, so
hätte das hohe gesundheitspolitische Bedeutung – den Betroffenen und ihren
Familien könnte jahrelanges Leid und der Solidargemeinschaft unnötige Kosten
erspart werden.“
[Stemmann, Starzmann, Langer, Wirksamkeit der Behandlung der Neurodermitis nach
Prof. Dr. E.A. Stemmann, AUK-Brief, 5/2000, S. 4]
„Würden die Krankenkassen pflichtgemäß und mit dem notwendigen Sachverstand das
esoterisch-dogmatische GBV in Hinblick auf dessen Nutzen und Risiken überprüfen,
so hätte das hohe gesundheitspolitische Bedeutung – den Betroffenen und ihren
Familien könnte viel Leid und der Solidargemeinschaft unnötige Kosten erspart
werden“.
[Klosterhalfen]
„Es ist immer das Gleiche: Dehnbare Begriffe werden verrührt mit einer faulen,
aber auf den ersten Blick einleuchtenden Logik. Der entstandene Brei lässt sich
in jede Erkenntnislücke schmieren, ja, wenn fleißig gerührt wird, lässt sich
daraus eine Welt zusammenkneten. Experimentelle Beweise fehlen, und dank der
schwammigen Begriffe ist es unmöglich, die Aussagen zu widerlegen. Der Breikoch
stellt sich auf den Standpunkt, andere müssten beweisen, dass er unrecht habe.
Ist er mit Sendungsbewusstsein und Rednergabe ausgestattet, kann er es
erreichen, dass sein Denkparasit von Eltern auf Kinder übertragen wird und
Jahrhunderte überlebt.“
[Rehm, Laborjournal, 6/2005, S. 20]
„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber
beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
[Einstein]
„Gefährlich ist’s den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, jedoch der
schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.“
[Schiller]
„Dear Readers outside of Germany : We must stop this outraging case of idiocy in
medicine immediately.”
[Deckers]
13. Literaturangaben
Buske-Kirschbaum A, Jobst S, Wustmann A et al. (1997) Attenuated free cortisol
response to psychological stress in children with atopic dermatitis.
Psychosomatic Medicine 59: 419-426
Hamer RG (1987) Vermächtnis einer neuen Medizin.
Amici di Dirk, Köln
Hamer RG (1989) Krebs-Krankheit der Seele-Kurzschluß im Gehirn, dem Computer
unseres Organismus-Die eiserne Regel des Krebs,
Amici di Dirk, Köln
Hamer RG (1994) Kurzfassung der Neuen Medizin (Stand 1994) zur Vorlage im
Habilitaionsverfahren von 1981 an der Universität Tübingen.
Amici di Dirk, Köln
Hamer RG (2004) KREBS und alle sog. Krankheiten. Kurze Einführung in die
Germanische Neue Medizin.
Amici di Dirk, Alhaurin el Grande
Hamer RG (2005) Einer gegen alle. Die Erkenntnisunterdrückung der Neuen Medizin.
Amici di Dirk, Alhaurin el Grande
Klosterhalfen W, Klosterhalfen S (1996) Psychoimmunologie. In: Adler, RH,
Herrmann, JM, Köhle, K, Schonecke, OW, von Uexküll, T, Wesiack, W (Hrsg)
Psychosomatische Medizin. Urban & Schwarzenberg, München, Berlin, Baltimore, S
145-160
Raap U, Werfel, T, Jaeger, B, Schmid-Ott, G (2003) Atopische Dermatitis und
psychischer Streß. Hautarzt 54: 925-929.
Ruzicka T, Bieber T, Schopf E et al. (1997) A short-term trial of tacrolimus
ointment for atopic dermatitis.
European Tacrolimus Mulitcenter Atopic Dermatitis Study Group.
N Engl J Med 337: 816-821
Stemmann EA (1987) Neurodermitis ist heilbar. Das Gelsenkirchener
Behandlungsverfahren. Kaivos, Peine.
Stemmann EA, Lion KA, Starzmann G, Langer D (2004) Allergie – ein Schicksal aus
Lebensstil oder Veranlagung? Umweltpanorama 3: 12-14
Stemmann EA, Starzmann G (1990) Die Behandlung der atopischen Dermatitis.
Erfahrungsheilkunde II, 741-747.
Stemmann EA, Starzmann G, Langer D (2000) Wirksamkeit der Behandlung der
Neurodermitis nach Prof. Dr. E.A. Stemmann. AUK-Brief 5: 1-4.
Stemmann EA, Starzmann G, Meyn Th, Jakob M, Schachoff, R (1989/90) Neue Wege der
Behandlung der atopischen Dermatitis (der Neurodermitis, des endogenen Ekzems).
Ein ganzheitliches Konzept und Behandlungsverfahren. Pädiat Prax 39: 305-317.
Stemmann EA, Starzmann G, Schachoff R et al. (1993) Neurodermitis ist heilbar.
Das Gelsenkirchener Behandlungsprogramm der Neurodermitis. Z Theorie Praxis
Sozialtherapie 6-7: 23-33
Stemmann EA, Stemmann S (2002) Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis
(Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren), Eigenverlag, Gelsenkirchen
Spontanheilungen als „Argument“ für die Heilbarkeit der Neurodermitis
„Es ist immer das Gleiche: Dehnbare Begriffe werden verrührt mit einer faulen,
aber auf den ersten Blick einleuchtenden Logik.“ (H. Rehm, Laborjournal, 6/2005,
S. 20)
Stemmanns esoterisches GBV-Rezept: man nehme die Begriffe „Natur, körpereigene
Abwehr, normal, regulieren, wissenschaftlich, steuern, gesund, Spontanheilungen,
eigene Kraft, nicht vererbt, Regelkreise, Mechanismen, Selbstheilungskräfte,
Schicksal, selbst in die Hand nehmen“, verrühre sie zu einem
pseudowissenschaftlichen Brei und serviere das Ganze „desperate housewives“ und
deren Angehörigen:
„Allergische Krankheiten kann man aus unterschiedlicher Sicht betrachten. Die
gängige Auffassung lautet, dass das Allergen die Krankheit verursacht.
Ungewöhnlich ist nur, dass Allergene in der Regel harmlose Bestandteile der
Natur sind, wie z.B. Pollen, Staub, Nahrungsmittel. Sie scheinen von sich aus
keine Krankheit erzeugen zu können, wenn die körpereigene Abwehr des Menschen
normal funktioniert. Dass der Allergiekranke seine Abwehr nicht richtig
reguliert, ist wissenschaftlich zu belegen. Gelänge es dem Erkrankten, seine
Abwehr wieder normal zu steuern, so würde er auch Allergene wieder vertragen und
gesund werden. Dass dies grundsätzlich möglich ist, zeigen Spontanheilungen von
Neurodermitis, Asthma bronchiale und Heuschnupfen an. Spontan leitet sich ab von
dem Wort "sponte" und bedeutet "aus eigener Kraft, von innen heraus".
Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren der allergischen Erkrankungen geht
nicht davon aus, dass Allergien vererbt werden. Es versucht darzulegen, wie
Allergien entstehen und welche Regelkreise die allergischen Krankheiten
unterhalten. Gelingt es dem Erkrankten, in die Mechanismen einzugreifen, seine
Selbstheilungskräfte zu fördern, so wird er wieder gesund. Betroffene und
Angehörige lernen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Für weitere Informationen über den Ansatz von Prof. Stemmann clicken sie auf
hier
Quelle:
http://www.kinderklinik-ge.de/Fachbereiche/Abteilung_fuer_allergische_Erkrankungen/Kontakt.htm?Menue=10_kk_kinderklinik&Knoten=5_11_12
(1.10.2005)
Dass diese „Argumentation“ oberfaul ist, zeigt allein schon das Beispiel
„Grippe“. Aus der unbestrittenen Tatsache, daß eine Grippe meistens spontan
heilt, kann keineswegs geschlossen werden, dass Grippe durch die gegenwärtig zur
Verfügung stehenden Methoden geheilt werden kann. Hinter der Stemmannschen
Pseudologik scheint der größenwahnsinnige Gedanke zu stehen, dass ein Arzt in
seiner Gottähnlichkeit alles nachmachen kann, was die Natur vorexerziert.
Als routinierter Scharlatan sichert sich Stemmann natürlich ab. Tritt die
Spontanheilung nicht ein, sind grundsätzlich der Patient und/oder dessen
Angehörige die Schuldigen. Meist reicht schon der Hinweis, das empfohlene
Autogene Training sei nicht regelmäßig durchgeführt worden.
Prof. Stemmann Neurodermitis Kinderklinik Gelsenkirchener Behandlungsverfahren
Gelsenkirchen Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH GBV Allergie- und
umweltkrankes Kind e.V. Ulrich Neumann AOK AuK Annegret Braun Gerd Starzmann
Dietmar Langer Dr. Andre Lion Dieter Thomescheit Werner Neugebauer Irmgard Koba
Oliver Wittke Dr. Georg Greve Bundesknappschaft Kind Kinder chronisch Eltern
Mutter Mütter stationär Autogenes Training Ernährung Psychosomatik
psychosomatische Krankheiten ganzheitlich esoterisch Scharlatanerie Betrug
Rechtsanwalt Sander Linten & Partner Essen Rechtsanwalt Ebenfeld Düsseldorf
Ministerin Fischer Ministerin Birgit Fischer SPD Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales Minister Karl Josef Laumann CDU Prof. Stefan F. Winter
Dr. Weihrauch Dr. Birgit Weihrauch Dr. Prütting MfGSFF NRW MAGS Projektverbund
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Prof. Raab Prof. Labisch Prof. Pfitzer
Prof. Steingrüber Prof. Klosterhalfen Wolfgang Klosterhalfen Medizinische
Fakultät Dr. Jürgen Breckenkamp Dr. Hamer Dr. Ryke Geerd Hamer Germanische Neue
Medizin Biologischer Konflikt Dirk Hamer Helmut Pilhar Olivia Pilhar Angelo
Amstutz Sören Wechselbaum Uschi Fischer Trennungskonflikt Trennung
Trennungsangst Revierkonflikt Revierangstkonflikt Stress Therapie Psychotherapie
Psychologie Psychoimmunologie Psychoneuroimmunologie Metamedizin Meta-Medizin
IMMA Dr. Stemmann Ernst August Stemmann Sibylle Stemmann Heilung heilbar
Spontanheilung Selbstheilung Asthma Kinderarzt Allergologie Umweltstation
Gelsenkirchener Klinikskandal Dennis Ballwieser Hubert Rehm Laborjournal
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Herr Dr. Stemmann praktiziert immer noch als Abteilungsleiter der Bergmannsheil
und Kinderklinik Buer „(Ger)manische Neue Medizin“.
Er darf sich immer noch Professor nennen. Er macht immer noch Werbung mit der
Aufnahme in den Projektverbund NRW.
Die Krankenkassen verschleudern immer noch Mitgliedsbeiträge für diese
Scharlatanerie.
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</quote>
Mit freundlichem Gruß
Aribert Deckes
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Brettl, die eine Welt bedeuten