-----Ursprüngliche Nachricht-----Von: Josef V.An: SUS topagrarGesendet: Donnerstag, 6. Januar 2000 20:52Betreff: ST: PIC-Sauen und Schlachtschweinetypen
HalloIch möchte nochmals das Thema "Mastendprodukte PICxPi aufgreifen.Vorweg möchte ich betonen, daß auf Grund der hohen biologischenLeistungen im Ferkel- und Mastbereich die "Pummeltypen" im Maststallkeine "Edelkümmerer" sein können. Da ich die Sauengrundlage PICbewußt mit langen Pi Ebern angepaart habe, kann die Typenstreuungeigentlich nur aus der Sauenlinie resultieren?In den Antwort-Mails meiner ersten Anfrage zu diesem Thema (s.o. Mail)wurde auch die L.23 in die Diskussion gebracht. Die PIC/NFZ erklärte mirzur L.23, daß die Einführung dieser Linie vor ca. 2 Jahren erst begonnenhätte, und daher bei mir nicht die Ursache für die Typenstreung imFerkel- und Mastbereich sein könnte!?Es wäre wünschenswert, wenn die NFZ/PIC in diesem Forum und zudiesem Thema Stellung nehmen würde.Vielleich hat auch die Pig top-genetik dazu eine Meinung!Gruß vom Niederhein (für Marc)josef
> ... kann die Typenstreuung eigentlich nur aus der Sauenlinie resultieren?
> In den Antwort-Mails meiner ersten Anfrage zu diesem Thema (s.o. Mail)
> wurde auch die L.23 in die Diskussion gebracht. Die PIC/NFZ erklärte mir
> zur L.23, daß die Einführung dieser Linie vor ca. 2 Jahren erst begonnen
> hätte, und daher bei mir nicht die Ursache für die Typenstreung im
> Ferkel- und Mastbereich sein könnte!?
> Es wäre wünschenswert, wenn die NFZ/PIC in diesem Forum und zu
> diesem Thema Stellung nehmen würde.
> Vielleich hat auch die Pig top-genetik dazu eine Meinung!
>
> Gruß vom Niederhein (für Marc)
> josef
Hallo Josef
selbstverständlich hat die Pig top-genetik dazu eine Meinung ... und zwar sehr
dezidiert.
Wie Du weißt, ist die Pig top-genetik von ehemaligen PIC Vermehrern und
Aufzüchtern (selbständige Landwirte) gegründet worden. Sie haben die Pig
top-genetik erst gegründet, nachdem Verhandlungen mit der PIC über die weitere
Zukunft der Zucht in Deutschland und die Vermehrerkonditionen gescheitert waren.
Für uns war es sehr wichtig, weiterhin die original Zwei-Rassen-Sau zur Verfügung
zu haben. Wie in einer anderen mail schon geschrieben wurde, ist es völlig
richtig, daß sich die Mendelschen Erbgesetze nicht außer Kraft setzen lassen.
(auch nicht von einem PIC-Manager, egal wie scharf er auch rechnen muß)
Alle übrigen Zuchtverbände und Hybridzuchtunternehmen in Deutschland, Dänemark,
Holland und Frankreich setzen nach wie vor auf das Zwei-Rassenmodell (wenn die
Namen und Linien das auch nicht immer erkennen lassen). Weiterhin hatten wir
Zugang zu internen Versuchsergebnissen, die uns sehr skeptisch machten.
Wir waren und sind noch immer sehr zufrieden mit der alten Pig (Deutschland)
Genetik. Die Prüfung der Wettbewerber hat für uns keine interessanteren
Alternativen gebracht.
Es ist uns dann gelungen, einen Exklusivvertrag mit der PIC abzuschließen, der
für uns und unsere Partnerbetriebe weiterhin den Zugriff auf die reinen Rassen
und damit die Vermehrung der original Zweirassen Sau ermöglicht.
Zusammen mit unserem top-Vermehrer, unserem top-Aufzüchter, dem Gesundheits-
überwachungsprogramm und der Pig top-genetik Notierung, waren die zwei letzten
Jahre ruhige, gesunde und erfolgreiche Jahre für unsere Partnerbetriebe.
(Ferkelerzeuger UND Mäster)
Nun kann sich jeder denken, daß es der PIC und vor allem ihren
Vermarktungspartnern NFZ und Westfleisch keine Ruhe läßt, wenn es immer noch eine
Alternative zur Linie 23 gibt.
Dabei spielt es keine Rolle, daß wir nur eine sehr kleine und exclusive Gruppe
von Landwirten sind, sondern daß es bei uns gut läuft und wir unsere eigenen
Vorstellungen umsetzen.
In dem Maß, in dem die Probleme bei der Vermehrung und Vermarktung der
Camborough 23 gestiegen sind, wurden wir für PIC, NFZ und Westfleisch immer
unerträglicher.
Der einmal vom internationalen Management vorgegebene Weg zur billiger zu
produzierenden Camb.23 darf nicht gestört werden.
- So wurde uns der Vertrag von der PIC gekündigt. Wir erhalten keine Reinzucht-
tiere mehr!-
Trotzdem halten wir nach wie vor an folgendem züchterischem Konzept fest:
Eine GESUNDE, weiße, schnellwüchsige, FRUCHTBARE, gute Muttersau aus zwei Rassen
(Heterosis), besamt mit einem Endprodukteber, der variabel und schnell den
verschiedenen und wechselnden Vermarktungsbedingungen angepaßt werden kann, ist
ökonomisch erfolgreich und bringt ihrem Besitzer zusätzlich größte biologische
Freude im Stall. ( Die Sau als Standbein, der Eber als Spielbein)
Für den Ferkelerzeuger im Abferkelstall mag eine "Sammelsurium Sau" ja gerade
noch angehen.(die bunten Ferkel sehen ja auch echt niedlich aus) Aber wenn er an
die Vermarktung/Mast der Ferkel denkt,(und natürlich an sein Portemonnaie, mit
dem er seine Familie ernähren muß/ sollte) muß er auf ein möglichst homogenes
Produkt achten und kann es sich nicht leisten, "Mendel-Lotto" zu spielen.
Nachdem in Deutschland kaum noch PIC Reinzuchttiere gehalten werden und demnach
auch kaum noch gezüchtet werden, (die deutsche Zuchtabteilung ist aufgelöst
worden, es gibt jetzt PIC Europe) haben wir uns nach anderen Reinzuchtsauen
umgetan.
Wenn man sich, die seit Jahren stagnierenden Leistungen der 25% erfolgreichen
Betriebe in den Ringauswertungen ansieht, wird schnell klar, daß BHZP, Schaumann
usw. für uns keine Alternative sein konnte. Im Sommer werden wir veröffentlichen,
was wir gefunden haben.
In diesem Sinne,
Viele Grüße Ana Jünemann
Pig top-genetik
Am Berge 6
31623 Drakenburg
Tel.05024/ 88 999
Fax 05024/ 88 997
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Gruß vom Niederrhein Klaus
> bewußt mit langen Pi Ebern angepaart habe, kann die Typenstreuung
> eigentlich nur aus der Sauenlinie resultieren?
> In den Antwort-Mails meiner ersten Anfrage zu diesem Thema (s.o. Mail)
> wurde auch die L.23 in die Diskussion gebracht. Die PIC/NFZ erklärte mir
> zur L.23, daß die Einführung dieser Linie vor ca. 2 Jahren erst begonnen
> hätte, und daher bei mir nicht die Ursache für die Typenstreung im
> Ferkel- und Mastbereich sein könnte!?
> Es wäre wünschenswert, wenn die NFZ/PIC in diesem Forum und zu
> diesem Thema Stellung nehmen würde.
> Vielleich hat auch die Pig top-genetik dazu eine Meinung!
>
> Gruß vom Niederhein (für Marc)
> josef
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