TOC Kennzahl: Investitionsumlauf - Investment turnover

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lucpeterleomaria

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Feb 20, 2008, 4:17:16 AM2/20/08
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Zusammen,

ich brauche einige Informationen zur Kennzahl T / I (throughput /
Investment + Stock)

Meine Fragen sind:
1. Wie berechnet man genau die Anlageninvestition. Nimmt man hier der
originale Investitionswert, die jährliche abschreibungen oder die
Verzinzung des eingesetzten Kapitals
2.Wie berechnet man genau die Bestandsinvestition: Mimmt man hier die
Investition in Bestand (mit oder ohne Addierung der Wertschöpfung)
oder die Verzinsung des eingesetzten Kaptitals
3. Welche Stolpersteine können bei der Einführung der Kennzahls im
Unternehemen entstehen

Danke,
Luk Bierens

lucpeterleomaria

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Feb 20, 2008, 4:18:32 AM2/20/08
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH, uwe....@googlemail.com

Franz Nowak

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Feb 20, 2008, 5:50:48 AM2/20/08
to to...@googlegroups.com
hallo,
meines wissens kann das aus throughput-accounting sicht so aussehen:
1. Anlageninvestitionen: restwert berechnet nach echter wirtschaftlicher nutzungsdauer oder wiederverkaufswert (das ist relativ hart)  (nicht nach steuerliche abschreibung)
2. Bestandinvestitionen: reine einkaufpreise ohne eigene Wertschöpfung
3. Stolpersteine: Investoren und Banken können während der Umstellung eine geringere Bonität berechnen, daher sollten diese Stakeholder gut vorbereitet werden (sinkender Lagerwert kann die Assets massiv vermindern). Wenn die Umstellung erfolgreich ist, sollte die Auswirkung auf Inventoryturns, Verkauf und Umsatz diesen Effekt schnell ausgleichen.
Dazu ist es günstig wenn Controlling andere Kennzahlen , die Durchsatzorientiert sind, wie InventoryTurns, Umsatz, Gesamtwertschöpfung (Throughput)  in den Vordergrund stellen.
Herzliche Grüße
Franz Nowak

-- 
Franz Nowak - Geschäftsführer
PRIvate NETwork SOLutions GmbH
Dr. Ludwig Riegerstr. 7
A-2340 Mödling
FN 35461z
E: franz...@prinetsol.com
T: +43,676,411 5490
F: +43,1,25303330048

Ralf

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Mar 12, 2008, 8:38:52 AM3/12/08
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Herr Bierens,
ich denke man muß dieses Theme Investitionen immer im
Gesamtzusammenhang sehen.
Die Bewertung des bestehende Investvolumen ist in meinen Augen gar
nicht notwendig um T;I;OE als Entscheidungskennzahlen einzusetzten.
Wesentlich ist die Bewertung von Neuteilen oder Projekten mit allen
drei Kennzahlen.
Die Zielsetzung ist es, den Durchsatz zu steigern ohne eine
Veränderung von I und OE zu induzieren. Ist dieses nicht möglich
stellt sich die Frage, welche Amortisationsdauer ist in der TOC-Welt
zielführend. In der gesamtheitlichen Betrachtung müssen sich die
Verhätlnis T/I und T/OE positiv entwickeln.
Ich für meinen Teil folge dem Grundsatz, dass sich Investitionen aus
KvP-Projekten deutlich unter 6Monaten rechnen müsse. [dI/dOE< 0,6]
Bei Neuprojekten sehe ich einen Amortisationszeitraum von 1-1,5Jahren
für realistisch. Wenn die Investition über Leasing abgebildet werden,
kann ich natürlich die Leasingrate ale Änderung der OE ansetzten und
habe somit eine zeitlich definitiv abgrenzung die ich gegenüber der
Durchsatzsteigerung bewerten kann.

Wenn ich dieses Bewertung auf Projektebene konsequent durchführe und
die Amortisationszeit über T eingehalten wird, belastet mich in der
Folge die getätigte Investition nicht mehr und wird in der Zukunft
auch nicht mehr betrachtet.
Somit kann in Zukunft eine Projektbewertung auf dieser Investition nur
über den Duchsatz und OE erfolgen. Dieses ist natürlich nahe an eine
"Grenzkostenbetrachtung" und macht nur Sinn, wenn die Kapazität
anderweitig nicht besser verkauft werden kann. Um dieses zu vermeiden
kann man Untermehemsspezifisch für entsprechende Kapazitätseinheiten
einen zu erzielenden Mindestensdurchsatz definieren.

Der Paradigmenwechsel wird meines Erachtens unterschätzt. Es besteht
die Gefahr, daß im Unternehmen das Wort Umsatz durch Durchsatz ersetzt
wird und nur noch T als Zielgröße betrachtet wird. Es ist aber
wichtig, dass immer alle drei Kennzahlen T,I,OE und deren Veränderung
betrachtet und bewertet werden. Kritisch wird das Thema auch dann,
wenn die Entscheidungsgrundlage nicht eindeutig ist. Mal leben wir in
der Kostenwelt und mal in der Durchsatzwelt.


Gruß
Ralf Wallau
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