Definition CCPM

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Uwe

unread,
Nov 10, 2007, 1:45:22 PM11/10/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo zusammen,

in Veröffentlichungen zu CCPM in letzter Zeit steht oft die "kritische
Kette" und die zugehörigen Sicherheiten im Zentrum der Betrachtung.

Ich habe deshalb die CCPM-Definition auf www.theory-of-constraints.de
überarbeitet ( http://toc4u.stikipad.com/toc4u/show/Critical+Chain+Projektmanagement
) und bitte um Feedback dazu.

Viele Grüße
Uwe

Udo Schmidt

unread,
Nov 18, 2007, 12:08:10 PM11/18/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Uwe,
habe Deine Definition gelesen. Für mich ist diese verständlich, wenn
ich mit jemandem spreche, der dem Thema noch relativ unbedarft
gegenüber steht.
Wie sieht es aber mit Leuten aus, die tiefer in der Materie stecken
und sich mit Ihren aktuellen Gedanken wiederfinden wollen (um CCPM
weiter zu tragen). Ich denke da insbesondere an die Leute der
"Erfolgsfaktorenforschung" um Prof. Gemünden in Berlin. Da sich diese
Erfolgsfaktoren auch in Reifegradmodellen zum PM wiederspiegeln,
könnte etwas dran sein. Also, ist da nicht eine Möglichkeit einen
Hebel zu finden, indem beides verbunden wird? Zum Beispiel über die
"Stolpersteine" in CCPM? Sollte der CCPM-Anwender die Erfolgsfaktoren
nicht abprüfen, wenn er sich die Stolpersteine ansieht? Kann hier dem
CCPM-Anwender u.U. eine Hilfestellung gegeben werden? Und wenn ja,
sollte das nicht irgendwie in die Definition einfließen?
Natürlich richten sich diese Gedanken nicht nur an Dich, Uwe, sondern
an die ganze Gruppe.
Ich bin schon sehr auf die Kommentare gespannt.
Bis dann
Udo Schmidt

On 10 Nov., 19:45, Uwe <uwe.te...@googlemail.com> wrote:
> Hallo zusammen,
>
> in Veröffentlichungen zu CCPM in letzter Zeit steht oft die "kritische
> Kette" und die zugehörigen Sicherheiten im Zentrum der Betrachtung.
>
> Ich habe deshalb die CCPM-Definition aufwww.theory-of-constraints.de
> überarbeitet (http://toc4u.stikipad.com/toc4u/show/Critical+Chain+Projektmanagement

Uwe

unread,
Nov 18, 2007, 3:46:29 PM11/18/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Udo,

die Frage verstehe ich noch nicht ganz, kannst Du sie bitte etwas
weiter ausführen?

CCPM definiert einige zentrale Bestandteile des Projektmanagements
neu, nämlich die drei, die ich in meinem Definitionsentwurf
angesprochen habe. Es gibt aber auch einen großen Teil von
Projektmanagement-Aspekten, die durch Critical Chain (jedenfalls im
engeren Sinne) gar nicht angesprochen werden. Bei solchen Aspekten
sollten die gängigen Methoden darauf überprüft werden, ob sie im
Einklang sind mit dem Paradigma der globalen Optimierung oder dem
Paradigma der lokalen Optimierung folgen oder neutral sind in Bezug
auf dieses Paradigmenpaar. Wenn eine Methode dem Paradigma der lokalen
Optimierung folgt, passt es nicht zu einer mit CriticalChain geführten
Multiprojekt-Umgebung.

Viele Grüße
Uwe

Udo Schmidt

unread,
Nov 19, 2007, 11:09:47 AM11/19/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Uwe,
meine Frage / Anmerkung bezieht sich speziell auf den Aufbau der neuen
Projektpläne nach CCPM. Meine Gedanken gehen auf die zu planenden
Inhalte und welche Hilfestellung ich den Beteiligten geben kann. Denn
einen Effekt habe ich bisher in der alten und der neuen Vorgehensweise
unverändert gefunden. Wenn ich im Aufbau des Projektplanes etwas
vergesse, dann werde ich das in der Abwicklung des Projektes merken;
manchmal schmerzlich.
Mir ist dabei durchaus bewusst, dass Projektpläne nach CCPM im
Vergleich deutlich weniger Umfang haben.
Einen weiteren Aspekt der Hilfestellung sehe ich in der Antwort auf
die Frage: "Was könnte schief gehen?"
In die engere Definition sind derartige Aspekte sicher nicht
einzubauen. Da gehören Sie nicht hin. Deine Definition hat
glücklicherweise Erläuterungen und da habe ich den Platz für solche
Hilfen gesehen.
Bis dann
Udo Schmidt

Uwe

unread,
Nov 19, 2007, 12:53:39 PM11/19/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Udo,

Du sprichst m.E. zwei Aspekte an:
1. Wie erzeuge ich einen fundierten Projektplan - also einen Plan, der
a. die notwendigen Tasks enthält, aber keine überflüssigen,
b. die richtigen Vorgänger-/Nachfolger-Beziehungen enthält, aber keine
falschen?
2. Den notwendigen Aufbau und die sinnvolle Detaillierungstiefe eines
Projektplanes - sinnvoll im Sinne der "Managebarkeit" (schreibt man
das so? ;-)

Beide Themen sind m.E. zunächst einmal völlig unabhängig von CCPM;
aber Du hast natürlich recht, wenn Du davon ausgehst, dass ein
schlechter Projektplan - selbst mit bestem CCPM - nicht zu guten
Ergebnissen führen wird.

Wie sollen wir das in die Definition einbauen?

Viele Grüße
Uwe

Christoph Lenhartz

unread,
Nov 21, 2007, 10:57:38 AM11/21/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Herr Schmidt,

die Fragen, die Sie aufgeworfen haben, und die Uwe kurz
zusammengefasst hat, sind zwar nicht CCPM spezifisch, lassen sich aber
durchaus mit TOC-Werkzeugen, insbesondere mit Denkprozessen
bewältigen. Ich denke hier insbesondere and den Voraussetzungsbaum
(Prerequisite Tree) und dem Umsetzungsbaum (Transition Tree) mit deren
Hilfe Sie die notwendigen Tasks und die richtigen Vorgänger-Nachfolger-
Beziehungen bestimmen können.
Zur Frage der Managebarkeit hat Eli Goldratt kürzlich einen Hinweis
geliefert, der mit meiner Erfahrung aus grossen (auch konventionellen)
Projekten übereinstimmt: Ab 300 Tasks wird ein Plan nicht mehr
beherrschbar, man erreicht dann in der Regel eine Ebene des
Mikromanagements, die zwar ein Heer aus (Teil-)Projektmanagern und
Assistenten beschäftigen kann, auf der aber der Verwaltungsaufwand so
groß wird, dass weder Manager noch Ressourcen richtig zum Arbeiten
kommen. Die Organisation wird also zum Constraint.

Ich hoffe, diese Anmerkungen und Beobachtungen helfen Ihnen weiter.

Viele Grüße

Christoph Lenhartz
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Udo Schmidt

unread,
Nov 22, 2007, 9:36:23 AM11/22/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Christoph,
vielen Dank für die Hinweise. Natürlich helfen sie.
Für die benachbarte Frage der nutzbaren Werkzeuge haben wir damit eine
mögliche Antwort (direkt aus der TOC-Lehre).
Meine Hauptbemerkung (keine Frage) war jedoch auf die möglichen
Inhalte des Projektplanes gerichtet. Hier habe ich mir vorgestellt,
dass es dem Anwender helfen könnte, wenn er neben den bekannten
Anteilen zum Gegenstand seines Projektes Anhaltspunkte zu den
bekannten Erfolgsfaktoren für Projekte bekommt. Dann hat er zumindest
die Wahl diese zu beachten oder auch die begründet nicht zu tun.
Ich folge dem Vorschlag von Uwe und werde mal einen Entwurf für die
Ergänzung der Definition machen.
Bis dann
Udo Schmidt

Udo Schmidt

unread,
Nov 28, 2007, 3:11:16 PM11/28/07
to toc4u.net - Theory of Constraints DACH
Hallo Uwe,
hat ein wenig gedauert aber hier mein Vorschlag für die Ergänzung der
Definition.
Einfügen als zweiter bulletpoint unter "Die Lösung" "Für das einzelne
Projekt bedeutet das u.a."
==> . Die Erfolgsfaktoren für den Inhalt und die Ausführung von
Project Excellence identifizieren im Projektplan mögliche Risiken.

Damit erhält der Leser einen Hinweis auf mögliche Hilfen und auf
Quellen. Für eine Definition knapp ausreichend und Anregung zum
weiteren Fragen.
Mehr Text / Erläuterung könnte die Fragen reduzieren
Wie ist Deine / Eure Meinung.
Bis dann
Udo Schmidt
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