Singapur - eine der wirtschaftlich erfoglreichsten Nationen der Welt,
hat einen Engpaß, es gibt nicht genug Arbeitskräfte.
In einem ausserordentlich eindrucksvollen Vortrag hat Christina Cheng
von ihren Erfahrungen in der Arbeit mit Strafgefangenen in diesem Land
berichtet.
Das "Ambitious Target", dem sie sich stellen musste war:
"To ensure inmates reintegrate successfully into the workforce by
making the TOC paradigm shift."
In nur 3 Monaten galt es ein Programm zu entwickeln und unter
schwierigsten Bedingungen umzusetzen.
Christina verwendete die TOC for Education Methode in 6 Workshops à 3
Stunden (länger ist die Aufmerksamkeitsspanne der Gefangenen nicht).
Inhaltlich ging es darum, die Reintegration der Gefangenen (deren
Entlassung in den nächsten 2 Monaten bevorstand) in den Arbeitsmarkt
vorzubereiten und sicherzustellen. Anschließend nahmen die Gefangenen
an einer Stellenbörse teil.
Programm:
1&2: Umgang mit Konflikten
3&4: Handlungskonsequenzen
5&6: Lebensziele erreichen
Die eigentlichen Werkzeuge wurden dabei erst in den letzten 13 Stunden
eingeführt und verwendet.
Erfolgskriterium war: Verweilrate im Arbeitsplatz 3 Monate nach
Entlassung.
Diese Rate lag bei 60% im Verlgeich zu 20% bei der Kontrollgruppe -
Eine verbesserung auf 300%!
Christina fragte sich jedoch auch, ob die Teilnehmer den
Paradigmenwechsel tatsächlich vollzogen hatten. Dieses konnte sie mit
zahlreichen eindrucksvollen Beispielen aus einer qualitativen Analyse
der Ergebniss schlüssig belegen:
"TOC tools gave them the freedom of choice instead of being told and
looked down at them... Because of guiding principles:
1) Inherent simplicity, 2) people are good"
Dieser Vortrag war sicherlich einer der Höhepunkte dieser Konferenz,
zeigte er doch überdeutlich, über welche mächtigen Werkzeuge wir
verfügen, um positive Veränderungen in _allen_ Aspekten unseres Lebens
zu erreichen.