Von Not zu Geborgenheit: Geschichte einer Fohlen-Rettung
Michael und Gaby erzählen: "Im vergangenen Jahr sind wir durch meine Schwester, die selbst zwei Fohlen vor dem Schlachthof gerettet hat, auf das wichtige Thema der Rettung von Schlachtfohlen aufmerksam geworden. Durch die WhatsApp-Gruppe, in der meine Schwester bereits drinnen war, erhielt ich regelmäßig Fotos von Fohlen, die noch ein liebevolles Zuhause suchten. Lange blieb ich standhaft, doch dann sah ich das Foto dieses einen Fohlens – und plötzlich war mir klar: Dieses Fohlen muß ich retten! Doch das Problem war: Bei meiner Schwester war inzwischen kein Platz mehr. Sie hatte bereits Fohlen aufgenommen und konnte kein weiteres mehr unterbringen...
Bei uns zu Hause lebten nur ältere Pferde, und ein einzelnes Fohlen wäre keine artgerechte Lösung gewesen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als gleich zwei zu retten. Wir überlegten nicht lange und wußten beide: Wir geben einem weiteren Fohlen eine Chance auf ein besseres Leben.
Wir kontaktierten ANIMAL SPIRIT und erfuhren, daß es noch ein Fohlen mit geringeren Chancen auf eine Vermittlung gab – ein sogenannter Schönheitsfehler, der über sein Schicksal entschied: Er hatte keine Abzeichen im Gesicht. Dieser kleine Kerl, der später den Namen Flash erhielt, war noch sehr jung und trank noch bei seiner Mutter. Beim Transport wäre er erst 4,5 Monate alt gewesen, was sehr früh ist. Doch das war immer noch besser als seine Alternative!
Doch es kam nochmal anders als gedacht: Auch Flashs Mutter, Lissy, sollte ein neues Zuhause finden. Der Züchter wollte auf die Noriker-Zucht umsteigen, und Lissy sollte den Besitzer wechseln. Manchmal schreibt das Schicksal eben ein anderes Kapitel.
Aus einem Fohlen wurden so zwei – plus die Mutter. Akiro kam Anfang Oktober 2025 zu uns, und Flash und Lissy zogen Ende Oktober 2025 bei uns ein. Lissy fand schnell eine neue, gute Freundin: eine traumatisierte spanische Stute namens Pali, die seit fünf Jahren bei uns lebt und mit keinem der anderen Pferde klarkam. Doch Lissy gewann ihr Herz im Sturm.
Wir sind ANIMAL SPIRIT unendlich dankbar, daß der Verein uns unterstützt hat, diesen liebevollen Geschöpfen ein Zuhause zu geben!"
PS: Wer selbst einen Lebensplatz für eines der vielen "Schlacht"-Fohlen (Haflinger oder Noriker) anbieten kann, bitte baldmöglichst bei ANIMAL SPIRIT melden unter ta...@animal-spirit.at oder +43-(0)2774-29330.
Update unseres Schafs Maxie
Vergangene Woche bangten wir sehr um das Leben unserer geliebten Schafdame Maxie! Sie konnte plötzlich nicht mehr aufstehen und wirkte wie gelähmt auf ihren Hinterbeinen. Wir brachten sie in die Tierklinik, wo der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall bestand. Zum Glück bestätigte sich dieser nicht, doch ihr Gesundheitszustand war weiterhin sehr kritisch. Sie mußte in der Klinik bleiben, erhielt rund um die Uhr Infusionen und wurde intensiv überwacht.
Nach etwa 24 Stunden besserte sich ihr Zustand, und sie konnte wieder allein stehen. Anfangs war sie noch sehr schwach, doch die Tierärztin gab uns das OK, Maxie nach Hause zu holen. Zu Hause hielten wir ein besonders waches Auge auf sie. Sie verbrachte viel Zeit im kühlen Stall, und wir brachten ihr mehrmals täglich Wasser, da Maxie sich schwer tat, zur Wasserschüssel zu gehen.
Von Tag zu Tag gewinnt sie mehr Kraft. Maxie ist zwar noch nicht über den Berg, aber wir sind jeden Tag ein bisschen zuversichtlicher, daß sie sich vollständig erholen und wieder ganz gesund werden wird.
Durch die anhaltende Hitze haben es unsere Schafe besonders schwer. Vor allem gilt das für die Schafe, die eigentlich auf Fleischgewinnung gezüchtet wurden. Sie setzen schneller Fett an als Wollschafe und leiden deshalb noch mehr unter der Hitze. Wir hoffen sehr, daß die hohen Temperaturen bald nachlassen und unsere Tiere endlich Erleichterung erfahren!
Wieder Mal ein tragischer “Einzelfall”?
Handelt es sich wieder einmal – wie so oft – um einen tragischen Einzelfall oder können wir nicht endlich von Systemversagen sprechen?
Der ORF Niederösterreich berichtet: “Am Dienstag wurde das Ausmaß des Falles bekannt: Nachdem sich Mitte Juli Nachbarn über Verwesungsgeruch aus einem Schweinemastbetrieb beschwerten, wurden rund 400 verendete bzw. zum Teil bereits verweste Schweine entdeckt. Zudem ergaben die Ermittlungen einen „Fehlstand“ von etwa 1.000 Tieren. Vermutet wird, daß sich die Tiere aufgefressen haben.”
Laut Berichten von weiteren Tierschutzvereinen sind im selben Betrieb im Vorjahr bereits 150 Schweine erstickt! Der Verein Pfotenhilfe erklärt: “In der Tierschutz-Kontrollverordnung steht, dass mindestens 2% der landwirtschaftlichen Betriebe zu kontrollieren sind. Geht man davon aus, daß wenigstens diese gesetzliche Vorgabe eingehalten wird, würde dies statistisch bedeuten, daß nur alle 50(!) Jahre eine amtstierärztliche Kontrolle erfolgen müßte.”
Und das Schreckliche dabei ist: Das sind keine Einzelfälle! Im Juni kippte ein Schweinetransporter auf der Pyhrnautobahn um, wo 60 Schweine starben. Am 11. August 2026 (gestern!) flohen 8 Rinder aus einem “Vieh”transporter. Im November 2025 veröffentlichte der VGT schockierende Aufnahmen aus einem AMA-zertifizierten Schweinemastbetrieb im Bezirk Hollabrunn. Die Videos zeigten, wie Arbeiter Tiere schlugen und absichtlich auf sie urinierten! Diesen August 2026 dokumentierte die Tierschutzorganisation RespekTiere gravierende Mißstände in einem Rinderhaltebetrieb in Braunau. Und diese Vorfälle waren alle innerhalb eines Jahres in Österreich.
Diese Skandale sind keine Skandale, sondern leider ein Teil der Tierindustrie…
In Österreich liegt der Anteil der biologischen Schweinehaltung bei rund 3,8 %. Bio-Richtlinien verlangen zwar frische Luft und Tageslicht sowie einen Auslauf, dieser kann aber betoniert und teilüberdacht sein. Die echte, ganzjährige Freiland- oder Weidehaltung ist eine absolute Ausnahme und macht weniger als ca. 0,05 % aus.
P.S. Auf dem Titelbild seht ihr unsere Schweinedame Frieda, die sich an der Suhle erfreut.
Trotz allem: Wo Tierleid herrscht, setzen wir Hoffnung
Die Welt für Tiere ist hart – doch wir schenken Hoffnung. Wir lassen uns von negativen Nachrichten nicht unterkriegen und geben alles für die Tiere. Immer! Das ist übrigens das Motto von Malte Zierden. Malte ist ein sehr bekannter Tierschützer in Deutschland.
Und wir leben ebenfalls nach diesem Slogan: In einer hoffnungslosen Welt setzen wir Hoffnung und helfen jenen, die sich nicht wehren können. Wir haben immer wieder unterschiedliche Projekte. So retten wir mehrmals im Jahr Legehennen vor der Schlachtung, helfen beim Kastrieren von Straßentieren, versorgen 700 Tiere auf unseren drei Gnadenhöfen und versuchen auch jedes Jahr, Fohlen vor der Schlachtung zu retten.
Das Retten der Schlachtfohlen läuft gerade auf Hochtouren, und wir suchen weiterhin Lebensplätze für die Fohlen. Du kannst einem Schlachtfohlen ein Leben in Sicherheit und Geborgenheit schenken. Mit deiner Übernahme gibst du ihm nicht nur ein Zuhause – du rettest sein Leben.
Wenn du bereit bist, einem Fohlen eine zweite Chance zu geben, melde dich bei uns: 📧 ta...@animal-spirit.at
Teile diesen Aufruf. Je mehr Menschen davon erfahren, desto mehr Fohlen können gerettet werden.
Wenn du uns unterstützen möchtest, dann kannst du das gerne HIER tun.
(Dieses Fohlen auf dem Titelbild wurde bereits gerettet.) |