auf unserem Titelbild sehen Sie hunderte von Drückjagdständen, die der Staatsbetrieb Sachsenforst für seine Drückjagden produziert. Zur jeder der unzähligen Drückjagden auf Hirsche und Rehe laden die Forstbezirksinhaber bis zu 160 Schützen mit Hunden und mit Treibern aus ganz Deutschland und den benachbarten Ländern ein. Die Menschen, auch die privaten Jäger in Marienthal, Annaberg im Erzgebirge und in den Gemeinden des Vogtlands äußern seit Jahren ihren Unmut darüber, dass es kaum noch Wildtiere in den Wäldern gebe und die Gesellschaftsjagden selbst im Januar bei hohem Schnee noch durchgeführt werden. Dann, wenn die Tiere eigentlich im Rahmen der Notzeit mit Heu zugefüttert werden sollten.
Seit einigen Jahren macht Wildtierschutz Deutschland darauf aufmerksam, dass sich die großen pflanzenfressenden Huftiere des Waldes ab der Wintersonnenwende (einige Tage vor Weihnachten) körperlich dem nahrungsarmen Winter angepasst haben: Pansen, Herz, Leber und Nieren sind deutlich verkleinert, die Körpertemperatur kann durch die geringere Durchblutung der Körperteile auf bis zu 15 Grad sinken, die Herzfrequenz fällt um bis zu 60 Prozent und damit auch die Stoffwechselrate. Die Verringerung der Körpertemperatur reduziert zugleich die Bewegungsfähigkeit der Gliedmaßen des Wildes.
In dieser Situation - Hirsche und Rehe können im Winter nicht in gewohnter Weise flüchten - großangelegte Drückjagden durchzuführen, ist weder weidgerecht noch tierschutzkonform.
Bitte unterzeichnen Sie unsere Forderungen an den sächsischen Jagdminister Georg-Ludwig von Breitenbuch:
- Verzicht auf Bewegungsjagden ab Weihnachten eines Jahres
- Notzeiten bei starker Schneelage, verharschtem Schnee oder Frost in allen Regionen in Sachsen ausrufen