Re: Erreichung der Arahatschaft - ein unklarer vierter Weg

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viriy...@gmail.com

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Sep 10, 2008, 12:33:59 PM9/10/08
to Theravada-Studiengruppe
Lieber M,

A IV,94: Wer aber weder die innere Geistesruhe besitzt, noch den hohen
Wissenshellblick, der sollte einen solchen aufsuchen, der beides
besitzt, und zu ihm sprechen: 'Wie, o Bruder, hat man wohl den Geist
zur Ruhe zu bringen . . . Wie hat man die Daseinsgebilde zu
betrachten . . . ?' Und wie jener es gesehen und erkannt hat, so wird
er es ihm erklären: 'So, o Bruder, hat man den Geist zur Ruhe zu
bringen . . . So hat man die Daseinsgebilde zu betrachten . . .' Dann
wird er in der Folgezeit sowohl die innere Geistesruhe besitzen, als
auch den hohen Wissenshellblick.

Mehr konnte ich dazu leider auch nicht finden -vielleicht hat jemand
anderes noch was.

Servus
Viriya

On 10 Sep., 16:12, MN <mn8...@ymail.com> wrote:
> Hallo an alle,
>
> in Anguttara Nikaya IV, 170 ("Wege zur Erlösung II") sagt der
> ehrwürdige Ananda, dass alle Mönche und Nonnen, die ihm gegenüber die
> Erreichung der Heiligkeit kundgegeben haben, es auf vier Weisen oder
> eine von ihnen getan haben):
>
> 1) erst Geistesruhe, dann Hellblick,
> 2) erst Hellblick, dann Geistesruhe,
> 3) Hellblick und Geistesruhe parallel,
>
> wobei ich denke, dass sich unter diesen drei fast jeder etwas
> vorstellen kann, Stichwort "Meditation" etc. Dann aber ist von einer
> vierten Weise die Rede (ich zitiere):
>
> 4) "da wird bei einem Mönch der Geist von Wahrheitsunruhe ergriffen*.
> Es kommt aber die Zeit, wo der Geist sich innerlich festigt, sich
> völlig beruhigt, einig wird und sich sammelt; und dann erschließt sich
> ihm der Pfad."
>
> Dort wo, das Sternchen im Text steht, gibt es eine Anmerkung, unter
> Bezugnahme auf Kommentarliteratur, die mich aber nicht befriedigt.
>
> Diese vierte Weise muss sich in einem wesentlichen Punkt von den
> anderen drei unterscheiden, sonst wäre sie nicht gesondert aufgeführt
> worden. Zentral ist der Begriff "Wahrheitsunruhe". Die Frage ist, was
> genau darunter zu verstehen ist. Hat jemand eine Idee? Möglicherweise
> gibt es auch alternative Übersetzungsmöglichkeiten, die mehr Klarheit
> schaffen würden, aber ich beherrsche leider kein Pali.
>
> Bei den ersten drei Vorgehensweisen kann man ein mehr oder weniger
> methodisches Vorgehen herauslesen, wie ich finde, also dass jemand
> bestimmte Techniken anwendet, z. B. den Atem betrachtet, um zur Ruhe
> zu kommen. "Wahrheitsunruhe" dagegen klingt für mich nicht technisch,
> sondern eher so als ob jemand ein Problem bzw. das Dhamma solange
> wälzt bis es klick macht. Ich kann mich da völlig täuschen, und bin
> deshalb an anderen Meinungen interessiert. Diese Frage hat ja nicht
> zuletzt auch eine praktische Dimension, da es sich hier um eine von
> vier Weisen handelt, wie Mönche/Nonnen zur Erlösung gekommen sind.
>
> Viele Grüße!
>
> M.
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